Residenz Kliniken GmbHLiquidiert

28217 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 25497 HB
Eingetragen
3.4.2009
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Der Erwerb und der Betrieb von Kliniken sowie der Erwerb und das Halten von Beteiligungen an Gesellschaften, die Kliniken betreiben.

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Dr. Behar
seit 29.1.2015
Geschäftsführer
Heinz Kölking
seit 14.8.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Residenz Kliniken GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Lagebericht 2012

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland der vergangenen Jahre konnte in 2012 nicht in dem Maße fortgesetzt werden. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes wird in 2012 etwas unter einem Prozent gegenüber dem Vorjahr ausfallen. Maßgeblich für dieses leichte Wachstum war der Außenhandel, während die Investitionstätigkeiten im Inland rückläufig waren. Dafür ist die Arbeitslosenquote von 7,1% in 2011 auf 6,8% in 2012 weiter gesunken.

Die größte Belastung der wirtschaftlichen Entwicklung stellte auch im Jahr 2012 die anhaltende Banken- und Schuldenkrise dar. Weitere Mitgliedsstaaten der Währungsunion sind davon erfasst worden und wirken sich nun auch auf Binnen- und Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland aus.

2. Markt- und Branchenentwicklung

Das Gesundheitswesen in Deutschland bleibt auch in 2012 ein Motor des Wachstums. Die GKV-Ausgaben sind in 2012 um 2,6% auf rd. 173 Mrd. Euro gestiegen, gleichzeitig stiegen die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen um 3,2% auf rd. 190 Mrd. Euro. Zurückzuführen ist das einerseits auf die positive Entwicklung im Bereich des Arbeitsmarktes und der Tariflohnentwicklung, andererseits auf die Eingriffe des Gesetzgebers in die Preispolitik der Leistungsanbieter. Gesetzliche Regularien verpflichten deutsche Krankenhäuser seit 2011 zur Rabattierung von 30% bei vereinbarten Mehrleistungen. Für die Jahre 2013 und folgend müssen die Krankenhäuser Rabatte von 25% über 2 Jahre gewähren.

Die Ausgaben der stationären Krankenhausversorgung sind um rd. 3 Mrd. Euro auf ca. 75,6 Mrd. Euro angestiegen. Vor diesem Hintergrund hat der Gesetzgeber die Selbstverwaltungspartner beauftragt, ein Gutachten zur Analyse der Mengendynamik in der stationären Versorgung zu erstellen. Die Branche erwartet mit Spannung das Ergebnis dieser Analyse, liegen die maßgeblichen Faktoren doch eigentlich auf der Hand: Eine alternde Bevölkerung mit damit einhergehenden zunehmenden Alterserkrankungen und medizinischer Fortschritt.

Der den Krankenhäusern seit Jahren auferlegte Rationalisierungsdruck hat mittlerweile das gesunde Maß überschritten. Die vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung prognostizierte Schließung von rd. 200 der 2.000 deutschen Krankenhäuser bis zum Jahr 2020 könnte sich nach aktueller wirtschaftlicher Lage der Krankenhäuser und Einbringung des Gesetzgebers in deren Leistungs- und Preispolitik schon bis 2015 realisiert haben. Immerhin erwarten rd. 53% der Einrichtungen Niedersachsens das Jahr 2012 mit einem Defizit abzuschließen.

Das Bundesgesundheitsministerium scheint die gefährliche Situation der deutschen Krankenhäuser jedoch erkannt zu haben, immerhin sollen befristet zusätzliche Mittel für die adäquate stationäre Patientenversorgung in Höhe von rd. 1 Mrd. Euro bereitgestellt werden. Diese lösen jedoch nicht den Investitionsstau der Krankenhäuser, wofür sich die Bundesländer mit insuffizienter Fördermittelbereitstellung verantwortlich zeigen. Die Beschaffung von Anlagegütern und Baumaßnahmen sollen Krankenhäuser über öffentliche Mittel finanzieren. Allein in Niedersachsen beträgt der Investitionsstau über 1 Mrd. Euro; niedersächsische Krankenhäuser haben in 2012 ein Förderungsvolumen von 1,3 Mrd. Euro beantragt, das Land stellt jedoch nur 120 Mio. Euro zur Verfügung. Andere Formen der Finanzierung werden somit für Krankenhäuser unausweichlich, obwohl in den Preisen, die die Krankenhäuser den Krankenkassen in Rechnung stellen, keine Finanzierungsanteile enthalten sind.

Positiv zu vermerken ist, dass Niedersachsen in 2012 die Vergabe pauschaler Fördermittel umgestellt hat. War bislang nur die Anzahl der Planbetten entscheidend für die Fördermittel, ist nun auch das Leistungsspektrum (die durchschnittliche Fallschwere) ein entscheidendes Kriterium. Ein Krankenhaus, das überwiegend leichte Fälle behandelt, investiert sicher weniger in die medizinische Ausstattung als eine Einrichtung mit hohem Fallschweregrad.

3. Geschäftstätigkeit

a. Budgetverhandlungen

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2012 galt in Niedersachsen ein Landesbasisfallwert von 2.931,07 Euro (Vorjahr 2.905 Euro). Mit Wirkung des geänderten Krankenhausfinanzierungsrechts seit 01.08.2012 wurde der alte Landesbasisfallwert durch einen neuen in Höhe von 2.945,98 Euro abgelöst. Da die Anpassung unterjährig erfolgte und rückwirkend für das Gesamtjahr 2012 umzusetzen war, ergab sich ab dem 01.09.2012 ein Zahlbasisfallwert von 2.975,80 Euro. Ursache der Anpassung aller 16 Landesbasisfallwerte war die hohe Tariflohnsteigerung im öffentlichen Dienst 2012, die im Rahmen der Landesbasisfallwertermittlung der Bundesländer Ende 2011/Anfang 2012 nicht berücksichtigt wurde und durch die Bundesregierung korrigiert wurde.

Die Klinik Lilienthal verhandelte mit den Vertretern der Kostenträger für 2012 ein Leistungsvolumen von 5.500 Punkten, welches einem Umsatzvolumen von rd. 16,4 Mio. Euro inklusive einiger Zusatzentgelte entspricht. Damit wurde die Vorjahresvereinbarung von 4.385 Punkten um 1.115 Punkte gesteigert, was einem relativen Zuwachs von rd. 25,4% entspricht. Mit diesem Ergebnis wurde einerseits der Etablierung und Weiterentwicklung der Elektrophysiologie und andererseits der Neuausrichtung der Chirurgie durch Chefärztewechsel Rechnung getragen.

Bedingt durch den gesetzlich vorgeschriebenen Mehrleistungsrabatt mussten für dieses Verhandlungsergebnis jedoch insgesamt 799 TEUR (einschließlich Stufenplan Kardiologie 230 TEUR) Euro Rabatt durch die Klinik an die Kostenträger eingeräumt werden. Dies entsprach einer weiteren Rabattsteigerung um 355 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Durch dieses Ergebnis konnte jedoch Planungssicherheit für die Zukunft hergestellt werden, dergestalt dass mit dem vereinbarten Leistungsvolumen die Maximalkapazität der Klinik erreicht wurde und weitere Mehrleistungsrabatte in Höhe von 25% über 2 Jahre in der derzeitigen Prägung der Klinik ausgeschlossen werden können.

b. Fördermittel

Durch das duale Finanzierungsprinzip im Krankenhauswesen ist die Klinik auf Fördermittel zur Finanzierung von Investitionen durch das Bundesland Niedersachsen angewiesen. Das Finanzierungsprinzip durch das Bundesland erfolgt dabei dreistufig. Pauschale Fördermittel werden zur Finanzierung kleiner Baumaßnahmen und der Beschaffung von medizinischen Geräten zur Verfügung gestellt. Große Baumaßnahmen werden über Einzelförderung nach Antragstellung und Genehmigung durch den Planungsausschuss Krankenhaus gefördert. Werden Krankenhäuser durch hohe Mietaufwendungen belastet, unterstützt das Land auch hier durch "Mietkostenzuschüsse".

Die Klinik Lilienthal konnte im Jahr 2012 aus allen Förderbereichen Mittel abschöpfen. Für das Bauprojekt MRT/Intensiv wurden aus bewilligten Einzelfördermitteln in Höhe von 1,14 Mio. Euro in 2012 insgesamt 934 TEUR refinanziert. Bedingt durch eine Anpassung der Gewährung pauschaler Fördermittel um das Leistungsspektrum des jeweiligen Krankenhauses gemessen am Casemixvolumen, erhöhte sich die pauschale Fördersumme der Klinik Lilienthal von rd. 126 TEUR in 2011 auf rd. 175 TEUR in 2012. Von diesem Förderbetrag wurden in 2012 insgesamt 138 TEUR verzehrt. An der Finanzierung der Leasingaufwendungen für die Etablierung der Elektrophysiologie beteiligt sich Niedersachsen seit 2012 ebenfalls mit 60 TEUR.

c. Leistungsverlauf

Das angestrebte Leistungsvolumen von 5.500 Punkten konnte nicht erreicht werden. Bedingt durch mehrere Monate andauernde eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Elektrophysiologie in Folge von Langzeiterkrankungen und einem Rückgang der Leistungsfähigkeit der Inneren Medizin durch Ausfall von Leistungsträgern, konnten insgesamt nur 5.293 Casemixpunkte realisiert werden. Die Unterschreitung des angestrebten Ziels um 207 Punkte entspricht einem Erlösausfall von rd. 610 TEUR.

d. Bauliche Entwicklung

Im I. Quartal 2012 wurde der erste Bauabschnitt der über Einzelfördermittel finanzierten Maßnahme MRT/Intensiv abgeschlossen. Damit verfügt die Klinik über eine der modernsten MRT-Anlagen in der Bundesrepublik. Des Weiteren wurde mit dem zweiten Bauabschnitt, Umbau und Erweiterung der Intensiv begonnen. Wenn die Baumaßnahme in 2013 abgeschlossen ist, wird die Klinik über 9 Intensivplätze verfügen, statt der bisher 6 zur Verfügung stehenden Plätze.

In einer konzertierten Aktion des Gewerbeaufsichtsamtes Lüneburg und des Gesundheitsamtes Osterholz wurden Mitte 2012 die Intensivstation und der Funktionstrakt OP inklusive Zentralsterilisation in Augenschein genommen. Ergebnis dieser Begehung waren Sofortauflagen zur Sanierung der räumlichen und hygienischen Situation im Funktionstrakt OP. Unter Androhung einer Schließung des gesamten Funktionsbereiches bei Nichterfüllung der Auflagen, wurde ein Konzept zur Sanierung erstellt. In Anbetracht der langwierigen Entscheidungs- und Freigabephase zur Vergabe von Einzelfördermitteln, wurde dieses Konzept aus pauschalen Förder- und Eigenmitteln umgesetzt.

e. Ertragslage

Insgesamt erlöste die Klinik im Berichtsjahr 17.233 TEUR. Davon entfallen auf die Erlöse aus Krankenhausleistungen 15.389 TEUR abzüglich 18 TEUR aus der Bestandsveränderung der Überliegern. Durch ambulante Leistungen und Nutzungsentgelte der Ärzte erzielte die Klinik Erlöse in Höhe von 827 TEUR. Die sonstigen Erlöse einschließlich aktivierter Eigenleistungen betrugen 1.035 TEUR.

Die Personalaufwendungen betrugen 6.734 TEUR. Gegenüber dem Vorjahr mit 6.142 TEUR ergibt sich somit eine Steigerung von 592 TEUR (10%). Ursächlich hierfür sind personelle Aufstockungen im ärztlichen Dienst zur Besetzung der Ruf- und Bereitschaftsdienste; im Wirtschafts- und Versorgungsdienst, da der Hersteller Speisen und damit einhergehend die Verteilform geändert wurde; in der Verwaltung um die stark gestiegene Prüfungswelle durch den MDK zu kompensieren. Zu guter Letzt wurde eine Jahressonderzahlung an alle Mitarbeiter in Höhe von rd. 40 TEUR geleistet.

Die Sachkosten betrugen insgesamt 10.614 TEUR Euro Darin enthalten sind Aufwendungen für Untersuchungen in fremden Instituten in Höhe von 6.075 TEUR

Zudem ist das Jahresergebnis durch Abschreibungen auf nicht gefördertes Anlagevermögen in Höhe von 438 TEUR, durch Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 209 TEUR und durch Finanzierungskosten in Höhe von 256 TEUR belastet.

Für das Jahr 2013 wird eine Verbesserung der Ertragslage erwartet. Ursächlich hierfür ist der Wegfall weiterer Mehrleistungsrabatte in Höhe von 30%. Darüber hinaus werden für das überwiegende Personal keine Tariflohnsteigerungen 2013 durchgeführt (ausgenommen hiervon sind die ärztlichen Mitarbeiter, deren Arbeitsverträge sich an der Entwicklung des Marburger Bundes orientieren).

Die Bundesregierung hat ein Soforthilfepaket für die notleidenden Krankenhäuser verabschiedet, wonach der Landesbasisfallwert zum 01.08.2013 zunächst um 1% erhöht wird (Versorgungszuschlag). Als zusätzliche Unterstützung soll zum 01.09.2013 eine Tariflohnerhöhungsrate auf Bundesebene durch die Selbstverwaltungspartner vereinbart werden (Tariflohnänderungszuschlag) und Krankenhäuser, die Hygienekräfte beschäftigen, sollen einen Großteil dieser Hygienekosten refinanziert bekommen (Hygieneförderprogramm). Aus diesen Maßnahmen erwartet die Klinik Lilienthal für 2013 eine Ertragssteigerung von rd. 150 TEUR.

Durch Reorganisation betrieblicher Abläufe wird es zu Einsparungen bei den Sachkosten durch den Abbau von eingesetztem Fremdpersonal in der Pforte von rd. 30 TEUR im Jahr 2013 kommen. Vertragsverhandlung mit der Wäscherei führen ebenfalls zu einer Preissenkung und damit Kostenreduktion in Höhe von rd. 15 TEUR.

Eine weitere Sachkosteneinsparung ergibt sich durch Beendigung einer Beraterdienstleistung. Hierdurch werden rd. 30 TEUR Kosten abgebaut.

Die ehemals ausgegliederten physikalischen Therapieleistungen werden seit Februar 2013 wieder durch eigenes Personal erbracht, was zu einer Kostenersparnis von rd. 15 TEUR führt.

f. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Residenz Kliniken GmbH beträgt 9.380 TEUR. Davon entfallen auf das Anlagevermögen 6.568 TEUR, das Umlaufvermögen 2.679 TEUR und auf Rechnungsabgrenzungsposten 133 TEUR. Im Anlagevermögen entfallen 925 TEUR auf immaterielle Vermögensgegenstände und 5.605 TEUR auf Sachanlagen. Auf Finanzanlagen entfallen 38 TEUR.

Die Zugänge im Anlagevermögen belaufen sich auf 1.228 TEUR.

Das Umlaufvermögen untergliedert sich in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.797 TEUR, Forderungen gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen in Höhe von 99 TEUR, Vorräten 293 TEUR, Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht in Höhe von 200 TEUR sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 423 TEUR.

Aufgrund der bilanziellen Überschuldung der HPC Ambulant GmbH zum 31.12.2012 wurden Wertberichtigungen in Höhe von 93 TEUR entsprechend 50 % auf Forderungen gegen diese Tochtergesellschaft gebildet sowie der Beteiligungsansatz um 50% auf 12.500,00 EUR abgeschrieben.

g. Finanzlage

Das Berichtsjahr schließt mit einem Verlust von rd. 1.253 TEUR ab. Es ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 408 TEUR. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie über den Anstieg der Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten. Das Gesamtkapital der Residenz Kliniken GmbH beträgt 9.380 TEUR ab. Die Bilanz weist zum Bilanzstichtag ein negatives Eigenkapital in Höhe von 408 TEUR aus. Die eigenkapitalcharakter-ähnlichen Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG haben sich um 626 TEUR auf 1.167 TEUR erhöht. Die Höhe der Rückstellungen hat sich um 34 TEUR auf 344 TEUR verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich auf 3.599 TEUR erhöht, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 2.276 TEUR erhöht, die Verbindlichkeiten nach Krankenhausfinanzierungsrecht auf 257 TEUR reduziert und die sonstigen Verbindlichkeiten und Ausgleichsposten auf 2.135 TEUR verringert.

Die Gesellschaft ist in Höhe von 408 TEUR bilanziell überschuldet. Aufgrund einer positiven Fortführungsprognose ist keine Überschuldung im Sinne des § 19 der Insolvenzordnung gegeben.

Insgesamt hat sich die Gesellschaft im Wesentlichen aufgrund der Mehrleistungsrabatte in Verbindung mit dem Unterschreiten der Planbudgetzahlen für 2013 nicht erwartungsgemäß entwickelt.

II. Nachtragsbericht

Am 16.05.2013 wurde die Budgetverhandlung 2013 mit den Kostenträgern abgeschlossen. Aufgrund der Leistungszahlen 2012 und unter Berücksichtigung des Katalogeffektes (die Ist-Leistungen 2012 von 5.293 Punkten entsprechen 2013 noch 5.203 Punkten) konnte ein Leistungsvolumen von 5.350 Punkten vereinbart werden. Das entspricht einer Budgetkürzung um 150 Punkte (rd. 2,7%).

Der Landesbasisfallwert stieg von 2.945,98 Euro in 2012 auf 3.016,- Euro in 2013. Das entspricht einer Erhöhung um 70 Euro (rd. 2,4%). Bedingt durch eine erst im laufenden Jahr gefundene Vereinbarung zwischen den Landesverbänden der Krankenkassen und der niedersächsischen Krankenhausgesellschaft galt für den Zeitraum Januar und Februar ein Übergangsbasisfallwert von 2.964,14 Euro. Seit dem 01. März gilt dafür der Zahllandesbasisfallwert in Höhe von 3.026,37 Euro.

Am 25.10.2013 wurde von der Residenz Management GmbH, Bremen, eine harte Patronatserklärung gegenüber der Residenz Kliniken GmbH erteilt. Die Patronatserklärung endet am 31.12.2013 und die Liquiditäts-/Kapitalausstattungspflicht ist der Höhe nach begrenzt auf 1.000 TEUR.

III. Risikobericht

1. Risikomanagement

Im Rahmen des Risikomanagements werden die Risiken in die Bereiche Finanzen/Ressourcen, Patienten/Dienstleistungen, Prozesse/Struktur, Personal/Innovation/Motivation und Werte/Ethik/Ästhetik eingeteilt. Der Bereich Finanzen/Ressourcen betrachtet z.B. die Umsatzrendite, den Auslastungsgrad der Klinik und die Kostenstruktur. Da einige Leistungsbereiche der Klinik durch externe Kooperationspartner erbracht werden, überprüfen wir die Patientenzufriedenheit einerseits und vergleichen Kosten und Nutzen der Leistungserbringung andererseits im Bereich Patienten/Dienstleistungen. Wenn wir, wie 2012 geschehen, feststellen, dass Drittleistungsbereiche ineffizient und durch kleine Investitionsmaßnahmen reorganisierbar sind (nächtliche Besetzung der Pforte), bestimmen wir den optimalen Zeitpunkt zur Investitionsmaßnahme und Einstellung der Dienstleistung.

2. Gesetzgeberische und gesamtwirtschaftliche Risiken

Kaum eine andere Branche ist so den externen Einflüssen ausgesetzt wie das Gesundheitswesen. Der Gesetzgeber, sei es die Bundesrepublik Deutschland, sei es die europäische Union, sei es das jeweilige Bundesland, nimmt teilweise mehrfach im Jahr durch Gesetzesänderung Einfluss auf das Leistungsgeschehen der deutschen Gesundheitswirtschaft. Bei der Preisbildung für stationäre Krankenhausleistungen bestimmen nur rd. 10% aller deutschen Krankenhäuser einen Faktor (Bewertungsrelation einer Leistung), der andere Faktor wird durch Verhandlungen der Landesverbände der Krankenkassen mit der jeweiligen Landesvertretung der Krankenhäuser auf Basis des Vorjahres, Leistungsentwicklung im Bundesland, Orientierungswert des statistischen Bundesamtes und ggf. Einflussnahme des Gesetzgebers, bestimmt. Die einzige Steuerungsgröße des Krankenhauses in diesem Konzert ist die Mengenplanung des jeweiligen Geschäftsjahres; die soll dann auch noch prospektiv erfolgen und trägt damit alle Anzeichen einer perfekten Planwirtschaft. Patientenverhalten und Erkrankungen, innerbetriebliche Produktionsfähigkeit, gesetzliche Einschnitte und Gestaltungsmöglichkeiten lassen sich aber nicht prospektiv und in Casemixpunkte vorherberechnen. Je kleiner eine Einrichtung ist desto anfälliger wird sie für kleine Schwankungen. Bei 400 Planbetten verteilt auf 8 unterschiedliche Fachabteilungen lassen sich externe Störfaktoren durch Umverteilung leichter kompensieren, als bei 100 Betten verteilt auf 2 Fachabteilungen.

3. Finanzmarktrisiken

Die Kapitalseite der Klinik ist für die Branche atypisch geprägt durch einen 12%igen Fördermittelanteil und einen 88%igen Fremdkapitalanteil. Dadurch ist das Unternehmen relativ stark beeinflusst durch Entwicklungen auf dem Finanz- und Kapitalmarkt.

4. Betriebs- und Produktionsrisiken

Das Gesundheitswesen ist geprägt durch eine stetige Modernisierung/Weiterentwicklung der Medizin, Älterwerden der Bevölkerung, steigende Transparenz medizinischer Leistungen und dem Bewusstsein ärztlicher Fehlbehandlungen. Dies forciert steigende Fallzahlen in der stationären Gesundheitsversorgung und damit einhergehend auch Arbeitsverdichtungen für die Mitarbeiter. Folglich wachsen kontinuierlich die Betriebs- und Produktionsrisiken der Klinik. Dem wird im Außenverhältnis durch jährliche Anpassung des Versicherungsumfangs für Haftpflicht, Betriebsunterbrechung, etc. Rechnung getragen und im Innenverhältnis durch ein konsequentes Qualitäts- und Prozessmanagement entgegengetreten.

5. Beschaffungsrisiken

Die Beschaffungsmärkte der Klinik sind zunehmend in 2 Merkmalen geprägt. Erstens, qualifiziertes Fachpersonal, insbesondere in den Dienstarten ärztlicher Dienst und Pflege ist zunehmend schwerer zu finden. Neue Mitarbeiter versuchen mit steigendem Interesse einen gesunden Ausgleich zwischen Beruf und Familie zu erzielen. Dementsprechend steigen die Kosten für externe Honorarkräfte. Um dem entgegenzuwirken, muss es der Klinik gelingen, moderne Arbeitsplatzbedingungen zu schaffen und als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Zweitens sind die modernen Produktionsformen (lean-management, just-in-time) und Marktverdichtungen ein wachsendes Problem geworden. Hierdurch kommt es teilweise zu Lieferengpässen und verleitet die Kostenstellenverantwortlichen zu überhöhter Lagerhaltung.

6. Ertrags- und Auslastungsrisiken

Die Ertragskraft der Klinik ist wesentlich geprägt durch die stationäre Versorgung und die Nachfrage der Patienten. Öffentliche Diskussionen um Chefarztprämien für Mindestmengen an Operationen, ganz gleich, ob medizinisch notwendig oder nicht, Organspende Skandale etc. führen zu Verunsicherungen in der Bevölkerung und einem Patientenrückgang. Gerade kleine Kliniken der Grund- und Regelversorgung wie die Klinik Lilienthal sind davon besonders betroffen, denn bei nur zwei Fachabteilungen führen Belegungs- und Auslastungsrückgänge in einer Fachabteilung automatisch zu einem Risiko für das Gesamtunternehmen, da die Kompensationsmöglichkeiten der anderen Fachabteilung begrenzt sind.

Des Weiteren besteht ein Ertrags- und Auslastungsrisiko, wenn die Nachfrage so groß ist, dass mehr Leistungen als vereinbart erbracht oder die Auslastung über 100% liegt. Hier muss die Klinik nämlich zunächst vereinnahmte Erlöse in erheblichem Umfang an die Kostenträger zurückerstatten und der verbleibende Teil reicht nicht einmal zur Deckung der variablen Kosten.

7. Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko der Klinik ist äußerst gering. 95% des Umsatzvolumens sind durch gesetzliche oder private Krankenversicherungen zu erstatten. Ein Ausfall der Forderungen ist hier nicht zu erwarten.

Liquiditätsengpässe der Gesellschaft werden durch die Gesellschafterin bzw. ein nahestehendes Unternehmen überbrückt.

8. Fluktuationsrisiken

Das Risiko, freiwerdende, qualifizierte Arbeitsplätze nicht adäquat wiederbesetzen zu können, ist für alle deutschen Krankenhäuser ein ernstes Problem geworden. Kurz- bis mittelfristige Kompensation durch externe Honorarkräfte ist extrem teuer und mangels fehlender Identifikation und Vertrautheit mit der Unternehmenskultur auch für die Erlösseite ein Risiko. Hier muss durch moderne Personalbeschaffungsmaßnahmen und besondere Angebote für Mitarbeiter und potenzielle Mitarbeiter ein Klima geschaffen werden, das den sich ändernden Erwartungshaltungen der neuen Mitarbeitergeneration gerecht wird.

9. Chancen

Die Klinik Lilienthal hat sich für die Zukunft aufgestellt. Die Etablierung der Elektrophysiologie ist abgeschlossen, mit 5.500 Casemixpunkten bei 70 Planbetten ist die Kapazitätsgrenze erreicht, Mengenrabatte werden die Zukunft der Klinik unter sonst gleichen Voraussetzungen also nicht mehr belasten. Die zum Jahreswechsel 2010-2011 erfolgten Chefarztwechsel in der Chirurgie sind auch positiv in der Region aufgenommen worden, der Patienten- und Leistungszuwachs in 2012 bestätigt dies.

10. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Unabhängig von den bekannten Risiken der Gesellschaft sind keine weiteren wesentlichen Risiken erkennbar. Insgesamt überwiegen nach unserer Einschätzung für das Geschäftsjahr 2013 und folgend die Chancen.

IV. Prognosebericht

Die Prognose für das Jahr 2013 geht bei den Erträgen von 18.522 TEUR und Aufwendungen von 19.004 TEUR von einem Jahresverlust von 482 TEUR aus. Im Wirtschaftsplan (2014 bis 2018) weist der Jahresabschluss ab dem Jahr 2015 wieder einen Überschuss aus. Ab dem Jahr 2016 bis 2018 wird jährlich ein Überschuss von ca. 400 TEUR prognostiziert. Die Ergebnisverbesserung ist auf der Ertragsseite im Wesentlichen auf eine Steigerung der Berechnungstage (Aufstellung von sieben weiteren Betten im Jahr 2014) und der Erhöhung des Landesbasisfallwertes (für das Jahr 2014: 2,81 %) zurückzuführen. Auf der Aufwandsseite ist im Wesentlichen der Rückgang des Mietaufwandes in Höhe von ca. 300 TEUR ab dem Jahr 2016 durch das Auslaufen von Mietkauf-Verträgen zu nennen.

Hinsichtlich Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage verweisen wir auf unsere Erläuterungen unter dem Gliederungspunkt "3. e. Ertragslage".

Die Klinik mit 70 Planbetten ist auf der Leistungserbringungsseite mit den verhandelbaren Budgets an die Kapazitätsgrenze gestoßen. Weitere Budgetsteigerungen sind in der derzeitigen Struktur nur durch externe Effekte (Höherbewertung der Leistungen durch das InEK) zu erzielen. Gleichzeitig wird durch den Umbau der Intensivstation die Leistungsfähigkeit der Klinik in der Versorgung Schwerstkranker verbessert und erhöht. Folglich muss unser Augenmerk einerseits auf eine Erhöhung der Planbetten gerichtet sein und andererseits müssen Wege gefunden werden, wie die neu erreichte Leistungsfähigkeit budgetneutral genutzt werden kann. Hier ist an Kooperationsvereinbarungen mit benachbarten Einrichtungen zu denken.

Im Jahr 2013 wird die palliativmedizinische Versorgung in der Klinik Lilienthal verbessert. In einer ersten Baumaßnahme wird ein bisher als Büro verwendetes Zimmer als palliativmedizinisches Zimmer umgebaut, um so den Patienten eine angenehmere Atmosphäre zu bieten, die über ein Krankenhauszimmer hinausgeht und örtlich etwas entrückt ist vom Routinebetrieb einer Stationsversorgung. Der Abschluss eines Kooperationsvertrages zur spezialisierten ambulanten palliativmedizinischen Versorgung (SAPV) mit niedergelassenen Ärzten und ambulanten Pflegediensten soll das Versorgungsangebot in der Region abrunden und Patientenströme in die Klinik generieren.

Fachkräftemangel in der stationären Gesundheitsversorgung ist nach wie vor ein großes Problem für alle Einrichtungen. Es müssen Konzepte erarbeitet werden, die die Klinik Lilienthal als Arbeitgeber attraktiver als Mitbewerber machen und die die Rekrutierung neuer Mitarbeiter möglich machen. Als erste Maßnahme um diese Zielsetzung zu erreichen, hat die Klinik die Aus- und Weiterbildung identifiziert. Nach Jahren ohne Ausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegern wird im IV. Quartal erstmals wieder drei jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, in der Klinik Lilienthal eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren. Um der Situation im ärztlichen Dienst zu begegnen, soll die Weiterbildungsmöglichkeit der Inneren Medizin und der Chirurgie gesteigert werden und Weiterbildungskooperationen mit unterschiedlichen Leistungserbringern abgeschlossen werden.

Die Etablierung des MVZ am Standort der Klinik soll nur ein erster Schritt gewesen sein. Der Ausbau des MVZ als Netzwerk ist in Planung. Es fällt niedergelassenen Kollegen zunehmend schwerer, Nachfolger für ländliche Praxen zu finden. Hier kann die Klinik Lilienthal eine Lücke schließen, ein Zuweisernetzwerk errichten und jungen Medizinern die Möglichkeit geben, im Rotationsprinzip stationäre und hausärztliche Tätigkeiten zu erlernen.

 

Bremen, den 26. November 2013

Residenz Kliniken GmbH

gez. Rolf Specht

Bilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVA

EUR EUR 31.12.2012
EUR
Vorjahr
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN:        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.069,00     15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 917.891,00     1.300
    924.960,00   1.315
II. Sachanlagen:        
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 4.026.732,00     2.398
2. technische Anlagen 571.183,00     563
3. Einrichtungen und Ausstattungen 729.317,00     666
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 277.498,94     840
    5.604.730,94   4.467
III. Finanzanlagen:        
Anteile an verbundenen Unternehmen   37.500,00   50
      6.567.190,94 5.832
B. UMLAUFVERMÖGEN:        
I. Vorräte:   292.628,06   356
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Übrige Forderungen 2.233.560,01     3.013
davon Forderungen nach dem KHEntgG: EUR 107.286,55 (Vorjahr: TEUR 8)        
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 19.911,11 (Vorjahr: TEUR 41)        
2. Forderungen an Gesellschafter 22.771,01     163
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)        
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 98.618,67     17
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)        
    2.354.949,69   3.193
III. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   31.395,58   26
      2.678.973,33 3.575
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN:     133.557,75 129
davon Disagio: EUR 119.465,82 (Vorjahr: TEUR 118)        
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG     408.038,85 0
      9.787.760,87 9.536

PASSIVA

       
    EUR 31.12.2012
EUR
Vorjahr
TEUR
         
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital     25.000,00 25
II. Kapitalrücklagen     1.500.000,00 1.500
III. Verlustvortrag     -679.080,31 -748
IV. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss     -1.253.958,54 69
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag     408.038,85 0
      0,00 846
B. SONDERPOSTEN AUS ZUWENDUNGEN ZUR FINANZIERUNG DES SACHANLAGEVERMÖGENS     1.166.555,40 541
C. RÜCKSTELLUNGEN     343.930,00 378
D. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.598.745,60     3.519
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 841.928,62 (Vorjahr: TEUR 467)        
2. Übrige Verbindlichkeiten 4.640.841,17     4.211
davon nach dem KHEntgG: EUR 22.785,72 (Vorjahr: TEUR 272)        
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.382.352,19 (Vorjahr: TEUR 2.652)        
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.469,85     33
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 21.469,85 (Vorjahr: TEUR 33)        
      8.261.056,62 7.763
E. AUSGLEICHSPOSTEN AUS DARLEHENSFÖRDERUNG     15.858,85 8
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN     360,00 0
      9.787.760,87 9.536

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

EUR 2012
EUR
Vorjahr
TEUR
1.-8. abzgl. 10.: Rohergebnis   8.056.652,20 8.340
9. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 5.742.875,85   5.244
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 990.949,31   898
davon für Altersversorgung: EUR 18.010,00 (Vorjahr: TEUR 10)      
    6.733.825,16 6.142
Zwischenergebnis   1.322.827,04 2.198
11. Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 234.885,19   1.266
davon Fördermittel nach dem KHG: EUR 234.885,19 (Vorjahr: TEUR 1.266)      
12. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 110.517,42   57
13. Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 166.764,25   1.205
14. Aufwendungen aus der Zuführung zu Ausgleichsposten aus Darlehensförderung 8.120,94   8
15. Aufwendungen für die nach dem KHG geförderte Nutzung von Anlagegegenständen 89.773,80   30
    80.743,62 80
16. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 518.709,31   492
17. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.867.586,05   1.462
davon aus Ausgleichsbeträgen für frühere Geschäftsjahre: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)      
    2.386.295,36 1.954
Zwischenergebnis   -982.724,70 326
18. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.487,85   1
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)      
19. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 12.500,00   0
20. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 255.758,27   257
davon für Betriebsmittelkredite: EUR 29.343,09 (Vorjahr: TEUR 12)      
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)      
    266.770,42 256
21. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -1.249.495,12 70
22. Steuern   -4.463,42 -1
davon vom Einkommen und vom Ertrag: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)      
23. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss   -1.253.958,54 69

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff HGB) nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften (§§ 264 ff HGB), des GmbH-Gesetzes, der Vorschriften der Krankenhaus-Buchführungsverordnung sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesellschaftsvertrags zu beachten.

Die Residenz Kliniken GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Sie hat vom Wahlrecht des § 1 Abs. 3 KHBV Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss stellt zugleich den Abschluss des Krankenhauses nach dem KHG dar.

Die Gesellschaft ist mit TEUR 408 bilanziell überschuldet. Aufgrund einer positiven Fortbestehensprognose in Verbindung mit einer harten Patronatserklärung der alleinigen Gesellschafterin und eigenkapitalähnlichen Mitteln (Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG) ist keine Überschuldung im Sinne des § 19 der Insolvenzordnung gegeben.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften, der Regelungen des Gesellschaftsvertrags und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und analog den steuerlichen Vorschriften über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert umfasst zum einen den Geschäfts- und Firmenwert im Zuge des Erwerbs der Klinik in Lilienthal, der vor dem 1.1.2010 entgeltlich erworben wurde. Gem. § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB aF wird er nach der steuerrechtlichen Regelung (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 15 Jahre, § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG) abgeschrieben. Eine Umstellung auf die in § 253 Abs. 3 Satz 1 HGB i. d. F. des BilMoG vorgesehene planmäßige Abschreibung über die individuelle Nutzungsdauer und damit eine Änderung des Abschreibungsplans ist zulässigerweise nicht erfolgt. Zum anderen umfasst der Posten im Jahr 2011 erworbene Praxiswerte für zwei chirurgische Praxen an der Klinik Lilienthal. Diese werden entsprechend ihrer erwarteten Nutzungsdauer über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Das nicht abnutzbare Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150,- EUR im Geschäftsjahr 2009 bzw. 410,- EUR in den Geschäftsjahren 2010 bis 2012 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Jahres 2009 mit Anschaffungskosten zwischen 150,- und 1.000,- EUR werden im Jahr der Anschaffung 2009 und in den vier folgenden Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Im Übrigen wird auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 12.500,00 vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte auf der Grundlage der jahresanteiligen Erlöse für diese Leistungen. Seit Einführung der DRG-Fallpauschalen sind alle Patienten, die über den Jahreswechsel hinaus stationär versorgt werden, handelsrechtlich als unfertige Leistungen zu bewerten. Der Ansatz erfolgt zu Herstellungskosten unter der Annahme, dass die Kosten den Erlösen entsprechen. Dabei wird die OP-Leistung als wesentliches Behandlungselement besonders angesetzt. Im Übrigen wird zeitanteilig abgegrenzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Soweit erforderlich sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten nach KHEntgG wurden nach den abgerechneten Erlösen und den Vorschriften des KHEntgG ermittelt und eingestellt.

Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Von den drei aktivierten Disagien wird eines linear über die Laufzeit des zugrunde liegenden Darlehensvertrags aufgelöst, für zwei weitere Disagien wurde ein Zins- und Tilgungsplan zugrunde gelegt. Drei weitere Rechnungsabgrenzungsposten enthalten die vorausgezahlte Umsatzsteuer auf den Zinsanteil dreier Leasing-Darlehen und werden analog zur Zinsbelastung aufgelöst. Weitere aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für vorausgezahlte Miet- und Leasingraten des Jahres 2013 ff sowie für vorausgezahlte Fortbildungskosten gebildet.

Für die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens erfolgten Ansatz und Bewertung nach § 5 Abs. 3 KHBV. Danach sind Fördermittel nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz für Investitionen in aktivierte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Bilanz auf der Passivseite als "Sonderposten aus Fördermitteln nach KHG", vermindert um den Betrag der bis zum jeweiligen Bilanzstichtag angefallenen Abschreibungen, auszuweisen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken und ungewissen Verpflichtungen in voraussichtlicher Höhe. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Zum 31.12.2012 bestehen ausschließlich kurzfristige Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten nach KHG aus noch nicht verwendeten Fördermitteln wurden mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert, der zu leisten wäre, würden die Mittel endgültig nicht zweckentsprechend verwendet werden können.

Der Ausgleichsposten aus Darlehensförderung wurde analog § 5 Abs. 4 KHBV im Zusammenhang mit einer geförderten Leasingfinanzierung gebildet.

III. Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Bilanz

Bezüglich des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel.

Als Ergebnis einer steuerlichen Außenprüfung wurden der Geschäfts- und Firmenwert sowie das Krankenhausgebäude im Berichtsjahr neu bewertet. Die ursprünglichen Anschaffungskosten des Geschäfts- und Firmenwertes wurden um TEUR 300 auf TEUR 888 vermindert und der Buchwert unter Berücksichtigung bzw. Anpassung der bereits erfolgten Abschreibungen neu ermittelt. Entsprechend wurden die Anschaffungskosten des Krankenhausgebäudes um TEUR 300 erhöht und die Abschreibungen angepasst. Die Differenz aus den unterschiedlichen Abschreibungssätzen in Höhe von TEUR 37 wurde ertragswirksam als Zuschreibung vereinnahmt.

Die unfertigen Leistungen entstanden durch die Abgrenzung für über DRG's abzurechnende Überlieger im stationären Bereich. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden für den Verwaltungs- und medizinischen Bedarf zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 99 entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 17), die Verauslagung laufender Kosten (TEUR 1, Vorjahr TEUR 0) sowie auf den laufenden Cash-Management-Verkehr i. H. v. TEUR 92 (Vorjahr TEUR 0). In Höhe von TEUR 93 sind Forderungen gegen eine Tochtergesellschaft wertberichtigt worden.

Die Forderungen/Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht wurden zum einen aus dem Erstattungsanspruch des Krankenhauses aus der Abweichung der tatsächlichen Erlöse zum fiktiven Erlösbudget der Vorjahre sowie aus auszugleichenden Erlösabweichungen des laufenden Jahres ermittelt (Forderungen nach den KHEntgG). Zum anderen bestehen Forderungen aus ausstehenden Fördermitteln nach dem KHG (TEUR 200) und Verbindlichkeiten aus noch nicht zweckentsprechend verwendeten Fördermitteln (TEUR 235).

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,- und ist in voller Höhe erbracht.

Die Kapitalrücklage wurde auch hinsichtlich des im Vorjahr noch ausstehenden Betrages von EUR 181.419,43 geleistet und ist zum 31.12.2012 damit in voller Höhe von EUR 1.500.000,- erbracht.

Die Sonderposten wurden ebenfalls nach den Vorschriften der KHBV gebildet und aufgelöst. Die Nachweisführung erfolgt im Einzelnen nach Finanzierungsarten sowohl über eine Nebenrechnung als auch innerhalb der Anlagenbuchhaltung.

Die Steuerrückstellungen (33 TEUR) wurden für die zu erwartende Nacherhebung von Grunderwerbsteuer auf den Erwerb des Krankenhauses in Lilienthal gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen in erster Linie Urlaubs- und Mehrarbeitsansprüche (TEUR 252, Vorjahr TEUR 212), übrige Personalkosten (TEUR 16, Vorjahr TEUR 66), Ausgleichsabgaben nach dem Schwerbehindertengesetz (TEUR 9, Vorjahr TEUR 10) und Abschlusskosten der Jahre 2011 und 2012 (TEUR 29, Vorjahr TEUR 76) sowie übrige Rückstellungen (TEUR 5, Vorjahr TEUR 14).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Darlehen im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Erweiterung des Krankenhauses sowie einen Kontokorrentkredit.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 190 die Finanzierung der Anschaffung eines OP-Containers sowie weitere TEUR 286 die Finanzierung der Anschaffung diverser Einrichtungsgegenstände. Weiterhin werden hierunter ausgewiesen ein kurzfristiges Darlehen eines nahe stehenden Unternehmens in Höhe von TEUR 191 (Vorjahr TEUR 55) sowie ein mittelfristiges Darlehen über TEUR 1.096, welches bis zum 31.12.2016 zurück zu führen ist.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 21 entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 11, Vorjahr TEUR 15) und auf die Verauslagung laufender Kosten (TEUR 10, Vorjahr TEUR 18).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

1.1.-31.12.2012
TEUR
1.1.-31.12.2011
TEUR
Erlöse aus Krankenhausleistungen 15.256 13.242
Erlöse aus Wahlleistungen 255 201
Erlöse aus ambulanten Leistungen 97 83
Nutzungsentgelten Ärzte 730 653
  16.338 14.097

In den Posten 11 bis 15 wird die erfolgsneutrale Behandlung aus der Zuweisung von Fördermitteln bzw. sonstigen Zuweisungen für Investitionen und der Abschreibungen - soweit es sich um solche für geförderte Anlagegüter handelt - entsprechend den Ausweisvorschriften der KHBV dargestellt.

In der Gewinnermittlung sind weder im laufenden Jahr, noch im Vorjahr, außerordentliche Erträge oder außerordentliche Aufwendungen enthalten.

V. Sonstige Pflichtangaben

Im Berichtsjahr wurden Beteiligungen von mindestens einem Fünftel der Anteile an der Gemeinnützige Gesellschaft für Palliativversorgung Lilienthal mbH gehalten (§ 285 Nr. 11 HGB). Sitz der Gesellschaft ist Lilienthal. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,- (Jahresabschluss 2012: TEUR 6 Jahresfehlbetrag, TEUR 26 Eigenkapital). Der Anteil am Stammkapital beläuft sich auf 100%.

Ein weiterer Anteil über EUR 25.000,- (Anteil am Stammkapital 100%) wird an der HPC Ambulant GmbH mit Sitz in Bremen gehalten (Jahresabschluss 2011: TEUR 25 Jahresfehlbetrag, TEUR 0 Eigenkapital). Ein Jahresabschluss dieser Gesellschaft liegt für das Geschäftsjahr 2012 noch nicht vor.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 1.625 nach Ablauf von 5 Jahren fällig.

Pfandrechte und ähnliche Rechte zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Grundpfandrechten von nominell TEUR 3.000 an dem Grundstück in Lilienthal, in einer Sicherungsübereignung des 2009 angeschafften OP-Containers (besicherte Restschuld 190 TEUR), in einer Raumsicherungsübertragung des Inventars und den üblichen Eigentumsvorbehalten bei Lieferungen.

Zusammen mit verbundenen Unternehmen und anderen Gesellschaften besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für Verpflichtungen aus einem Kautionsversicherungsvertrag über einen Avalkredit i. H. v. TEUR 2.500. Das Obligo belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.565.

Für Forderungen der Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen gegen die Tochtergesellschaft HPC Ambulant GmbH, welche aus dem Betrieb eines Medizinischen Versorgungszentrums herrühren könnten, hat die Residenz Kliniken GmbH mit Datum vom 27.08.2012 eine selbstschuldnerische Bürgschaft nach § 95 Abs. 2 Satz 6 SGB V erteilt.

Das Grundvermögen ist mit Grundschulden in Höhe von EUR 1.800.000,00 zu Gunsten des Landes Niedersachsen belastet und haftet somit im Zusammenhang mit Fördermitteln, die der Martins-Krankenhaus gGmbH gewährt worden sind. Es handelt sich um Sicherungen für Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens nach dem KHG. Die Residenz Kliniken GmbH ist nicht aus diesen Fördermitteln verpflichtet. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Die finanziellen Verpflichtungen aufgrund mehrjähriger Pacht- und Leasingverträge, die unterschiedliche Restlaufzeiten aufweisen, belaufen sich für die Zeit bis 2016 auf TEUR 1.463.

Im Geschäftsjahr waren nach § 285 Nr. 7 HGB durchschnittlich 197,5 Mitarbeiter beschäftigt. Sie lassen sich wie folgt zuordnen:

Anzahl
Verwaltung/Leitung 19,50
Medizinischer/pflegerischer Dienst 147,25
Hauswirtschaft/technische Dienste/sonstige 30,75
Gesamt 197,50

Geschäftsführer der Gesellschaft waren

 

Herr Rolf Specht

 

Herr Dr. rer. pol. Peter Rolf Jürgen Stremmel (bis 26.11.2013)

Im Geschäftsjahr wurden den Geschäftsführern keine Bezüge gewährt.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Residenz Management GmbH, Bremen einbezogen. Der Konzernabschluss wird zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

 

Bremen, den 26. November 2013

Residenz Kliniken GmbH

gez. Rolf Specht

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 2.12.2013 den Jahresabschluss zum 31.12.2012 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012

Entwicklung der Anschaffungswerte
1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2012
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände:          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.063,45 5.208,87 0,00 0,00 101.272,32
Geschäfts- oder Firmenwert 1.568.057,46 0,00 -300.000,00 0,00 1.268.057,46
  1.664.120,91 5.208,87 -300.000,00 0,00 1.369.329,78
Sachanlagen:          
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 2.559.312,73 555.592,55 1.202.092,79 0,00 4.316.998,07
technische Anlagen 701.456,99 79.530,82 0,00 0,00 780.987,81
Einrichtungen und Ausstattungen 1.085.380,76 248.725,28 0,00 0,00 1.334.106,04
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 842.267,37 339.414,70 -902.092,79 0,00 279.589,28
  5.188.417,85 1.223.263,35 300.000,00 0,00 6.711.681,20
Finanzanlagen:          
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
  6.902.538,76 1.228.472,22 0,00 0,00 8.131.010,98
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2012
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände:          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.551,45 12.651,87 0,00 0,00 94.203,32
Geschäfts- oder Firmenwert 268.315,46 135.211,00 0,00 -53.360,00 350.166,46
  349.866,91 147.862,87 0,00 -53.360,00 444.369,78
Sachanlagen:          
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 161.015,73 113.250,34 37.360,00 53.360,00 290.266,07
technische Anlagen 138.007,99 71.796,82 0,00 0,00 209.804,81
Einrichtungen und Ausstattungen 418.989,76 185.799,28 0,00 0,00 604.789,04
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.090,34 0,00 0,00 0,00 2.090,34
  720.103,82 370.846,44 37.360,00 53.360,00 1.106.950,26
Finanzanlagen:          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 12.500,00 0,00 0,00 12.500,00
  1.069.970,73 531.209,31 37.360,00 0,00 1.563.820,04
Buchwerte
31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände:    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.069,00 14.512,00
Geschäfts- oder Firmenwert 917.891,00 1.299.742,00
  924.960,00 1.314.254,00
Sachanlagen:    
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 4.026.732,00 2.398.297,00
technische Anlagen 571.183,00 563.449,00
Einrichtungen und Ausstattungen 729.317,00 666.391,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 277.498,94 840.177,03
  5.604.730,94 4.468.314,03
Finanzanlagen:    
Anteile an verbundenen Unternehmen 37.500,00 50.000,00
  6.567.190,94 5.832.568,03

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um eine nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende, hier gemäß § 328 Abs. 1 Satz 3 HGB im Wortlaut wiedergegebene Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - der Residenz Kliniken GmbH, Bremen (Krankenhausträgergesellschaft), der zugleich der Jahresabschluss des Krankenhauses nach KHG ist, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Krankenhausträgergesellschaft, der zugleich die Lage des Krankenhauses darstellt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, den Vorschriften der KHBV und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Krankenhausträgergesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften, den Vorschriften der KHBV sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Krankenhauses und der Krankenhausträgergesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Krankenhauses und der Krankenhausträgergesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bremen, den 27. November 2013

Hansaberatung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

ppa.

Manfred Heilemann, Wirtschaftsprüfer

Jens-Peter Moritzen, Wirtschaftsprüfer

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