Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 44797
Eingetragen
16.6.2000
Branche
Herstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug darausGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Produktion, Weiterentwicklung, Vermarktung und Vertrieb von chemischen Produkten, insbesondere des Produktes Lucobit (Handelsname des Werkstoffes ECB Ethylen-Copolymerisat-Bitumen) sowie weiterer Produkte aus dem Bereich der Polylefine und Bitumen; der Erwerb des Lucobit-Geschäftes der Elenac GmbH, welches den Erwerb der Produktionsanlage in Wesseling für Lucobit mit Bestandteilen und Zubehör die Vorräte, das Inventar, die Lieferbeziehungen das Know-How und sämtliche weltweite Namens- und gewerblichen Schutzrechte wie Tatente und Markenrechte sowie den Kundenstamm umfasst sowie die Entgegennahme von Dienstleistungen und der Bezug von Rohstoffen von der Elenac GmbH für die Herstellung von chemischen Produkten, insbesondere für Dach- und Dichtungsbahnen sowie Bitumer und Polymer Compounds jedweder Anwendung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Rinos Muchenagumbo
seit 29.1.2024
Vorstandsmitglied
Thomas Günnewig
seit 7.9.2022
Vorstandsmitglied
Robert M. Riegler
seit 30.8.2006
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LUCOBIT Aktiengesellschaft

Wesseling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Eingetragen Amtsgericht Köln HRB 44797

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.267,10 58.495,10
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 666.644,87 751.875,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.641,10 188.885,77
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 469.938,68 1.262.224,65 59.998,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.582,00 58.582,00
2. Beteiligungen 1.473.013,00 1.473.013,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 640.000,00 640.000,00
4. Anteile an Genossenschaften 10.000,00 2.181.595,00 1.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 803.295,12 920.048,75
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.355.933,51 1.115.839,93
3. Technisches Lager 109.518,57 2.268.747,20 109.518,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 668.444,08 997.065,52
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 111.016,50 111.016,50
3. Sonstige Vermögensgegenstände 683.754,28 1.463.214,86 440.642,25
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 34.769,24 300.785,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 47.960,28 290.634,50
7.299.778,33 7.517.402,19

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 450.000,00 450.000,00
II. Kapitalrücklage 302.550,00 302.550,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 25.000,00 25.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 2.247.283,28 2.272.283,28 2.247.283,28
IV. Bilanzgewinn 1.478.302,98 1.687.514,65
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 282.449,45 274.294,37
2. Sonstige Rückstellungen 244.293,11 526.742,56 441.734,45
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.519.782,46 668.215,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 240.540,22 1.341.126,64
3. Sonstige Verbindlichkeiten 509.576,83 2.269.899,51 79.683,31
- davon aus Steuern: Euro 176.776,99 (Euro 0,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: Euro 16.980,21 (Euro 2.497,73)
7.299.778,33 7.517.402,19

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 25.280.557,75 40.085.383,59
2. Verminderung (Vj.: Erhöhung) des Bestandes an fertigen Erzeugnissen 240.093,59 -464.883,16
3. Gesamtleistung 25.520.651,34 39.620.500,43
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.412,00 90.832,83
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -21.255.479,96 -34.147.761,67
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -273.960,00 -21.529.439,96 -473.870,03
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.700.416,66 -1.752.349,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -290.848,41 -1.991.265,07 -253.861,46
- davon für Altersvorsorge: Euro -7.598,40 (Euro -7.498,40)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -182.426,41 -153.059,54
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.453.233,17 -1.504.361,85
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.912,29 17.001,24
- davon aus verbundenen Unternehmen: Euro 37.683,20 (Euro: 16.584,29)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -69.192,56
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -187.485,49 -210.046,91
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -20.000,00 -28.702,00
13. Ergebnis nach Steuern 200.125,53 1.135.128,63
14. Sonstige Steuern -4.337,19 -6.229,93
15. Jahresüberschuss 195.788,34 1.128.898,70
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.282.514,64 558.615,94
17. Bilanzgewinn 1.478.302,98 1.687.514,64

Anhang zum Jahresabschluss für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die LUCOBIT Aktiengesellschaft (im Folgenden auch "LUCOBIT AG" oder "Gesellschaft" genannt) mit Sitz in Wesseling wurde mit der Satzung vom 13. März 2000 gegründet und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 44797 geführt.

Die LUCOBIT AG weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Aktiengesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 288 HGB Gebrauch.

Der Jahresabschluss wurde in EUR aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten und gegebenenfalls vermindert um Anschaffungspreisminderungen, sowie vermindert um lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden entsprechend den steuerlichen Regelungen im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Ein Anlagespiegel ist als Anlage des Anhangs dargestellt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung getragen.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit dem Nennwert bewertet.

Es besteht kein Währungsrisiko, da im Jahr 2023 alle Umsätze in Euro abgewickelt wurden.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe der jeweiligen Ausgaben angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang Rechnung tragen. Ein Rückstellungspiegel ist unter Punkt 3 "Angaben zur Bilanz" beigefügt.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Nennwert oder mit ihrem höheren Erfüllungsbetrag passiviert.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Jahr 2023 ist in den Anlagen zum Anhang dargestellt.

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Name Sitz Anteil Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag Geschäftsjahr
% Euro Euro
LUCOBIT Algeria SARL * Gemäß vorläufigem Jahresabschluss Algerien/Algier 49 -83.057 -26.632 2023
LUCOBIT Flexible Polymers (Shanghai) Co. Ltd i. L. ** / *** China/Shanghai 100 -22.197 0 2022
pegon GmbH **** Gemäß vorläufigem Jahresabschluss Deutschland/ Köln 100 71.632 36.149 2023
POLYFIN AG Deutschland/ Meckesheim 20 5.551.556 454.712 2023

* Wechselkurs: Alg. Dinar, Stand 31.12.2023: 1 Dinar = 0,00675 EUR

** Wechselkurs: CNY, Stand 31.12.2023: 1 CNY = 0,1278 EUR

*** Die LUCOBIT Flexible Polymers (Shanghai) Co. Ltd. befindet sich seit Abschluss des Geschäftsjahres zum 31.12.2019 in Liquidation. Da die Umleitung der Überweisung vom Konto der LUCOBIT Flexible Polymers (Shanghai) Co. Ltd in Portugal immer noch gerichtsanhängig ist, konnte die LUCOBIT Shanghai Ltd noch nicht endgültig geschlossen werden, da die Rücküberweisung des Betrages in Höhe von 46.327,50 € nur auf das Konto der LUCOBIT Flexible Polymers (Shanghai) Co. Ltd erfolgen kann. Im Jahr 2023 fielen keine weiteren Kosten an.

**** Pegon GmbH (Stand vorläufig)

Die POLYFIN AG erzielte im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,455 Mio. €.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen EUR 640.000 (VJ: EUR 640.000). Es handelt sich um eine Darlehensforderung an die POLYFIN AG.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen EUR 0,00 (VJ: 0,00). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen EUR 111.016,50 (VJ: 111.016,50). Davon sind EUR 111.016,50 aus Lieferungen und Leistungen (VJ: 111.016,50).

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 450.000 ist in 450.000 auf den Namen lautende Stückaktien im rechnerischen Nennbetrag von je 1,00 EUR eingeteilt.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt nun EUR 4.503.136,27 (Vorjahr: EUR 4.712.347,93) Die Eigenkapitalquote beträgt 62 % (Vorjahr: 62,7 %). Das genehmigte Kapital beträgt EUR 204.750,00.

Die Steuerrückstellungen beliefen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 282 (VJ: 274 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen betragen insgesamt TEUR 244 (VJ: 442 TEUR). Diese betreffen Rückstellungen für den Aufsichtsrat, die Berufsgenossenschaft, die Abschlussprüfung und weitere sonstige Rückstellungen. Die weiteren sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personal, Gewährleistungen und variable Zinsaufwendungen. Die Zusammensetzung der Rückstellungen ergibt sich aus dem beigefügten Rückstellungsspiegel:

Stand 31.12.2022 Verbrauch Auflösung Zugang Stand 31.12.2023
Steuerrückstellung 274.294 - - 8.155 282.449
Rückstellung Produktion 5.275 5.275 48.193 48.193
Rückstellung Aufsichtsrat 21.000 21.000 - 28.000 28.000
Rückstellung Abschluss 17.000 17.000 - 17.000 17.000
Rückstellung für Aufbewahrung 4.066 - - - 4.066
Rückstellung Berufsgenossenschaft - 3.182 - 3.182 - - -
Weitere sonstige Rückstellungen 397.574 330.541 80.000 147.033
716.027 370.634 - 181.349 526.742

In den Steuerrückstellungen sind für das laufende Jahr 8.155 EUR enthalten.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Stand 31.12.2023 RLZ bis zu 1 J. RLZ 1 J. bis 5 J. RLZ mehr als 5 J.
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 1.519.782,46 1.399.782,46 120.000,00 -
Verbindlichkeiten LuL 240.540,22 240.540,22 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 509.576,83 509.576,83 - -
2.269.899,51 2.149.899,51 120.000,00 -

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch ein Pfandrecht an Aktien eines Unternehmens, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht, gesichert.

Finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB zum 31. Dezember 2023 ergeben sich im Wesentlichen aus Dienstleistungs-, Miet-, Mietkauf-, Leasing- und Rahmenverträgen sowie Verpflichtungen aus dem PA (Production Agreement):

fällig 2024 TEURO 216
fällig 2025 - 2027 TEURO 516

Die folgende Aufstellung erläutert die Zusammensetzung:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen 2024 und 2025 - 2027

1 2 3 4
2024 2025 2026 2027
Production Agreement 120.000,00 120.000,00 120.000,00 120.000,00
Leasingveträge
Leasing EDV 20.709,59 0,00 0,00 0,00
PKW-Leasing 54.211,60 47.068,77 16.078,47 13.034,12
Mietkauf Extruder 21.404,16 21.404,16 21.404,16 21.404,16
216.325,35 188.472,93 157.482,63 154.438,28
216.325,35 500.393,84
Nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen keine weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die LUCOBIT AG hat das Jahr 2023 mit einem Umsatz von 25,28 Mio € (Vorjahr: 40,08 Mio €) abgeschlossen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1 TEUR umfassen im Wesentlichen periodenfremde Erträge.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.453 (VJ: TEUR 1.504) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 51 vermindert. Sie umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen (TEUR 262), Versicherungen (TEUR 354), Raumkosten (TEUR 145), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 146) sowie Fahrzeugkosten (TEUR 115).

5. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 18 (VJ 17) Mitarbeiter beschäftigt.

Diese setzten sich zusammen aus 3 leitenden Angestellten und 15 Angestellten.

Der Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

- Herr Robert M. Riegler, Dipl.-Ing., Architekt, Böhl-Iggelheim, Vorstand Finanzen (CFO)

Herr Thomas Günnewig, Dipl.-Ing., Gütersloh, Vorstandsvorsitzender (CEO)

Herr Rinos Muchenagumbo, Dipl. -Ing., Höchstadt an der Aisch (CSO) ab 01.01.2024

Der Aufsichtsrat setzte sich wie folgt zusammen:

Herr Bernd Kucera, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Bonn (Vorsitzender)

Herr Dr. Fabian Riegler, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Köln (stellv. Vorsitzender)

Herr Sven-Christian Riegler, Dipl.-Ing., Architekt, Haßloch

Die Gesamtbezüge (brutto) des Vorstandes betrugen für den Zeitraum der Vorstandstätigkeiten EUR 528.000. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten EUR 21.000,00.

Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 0,90 € je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wesseling, 07. Juni 2024

Thomas Günnewig, Vorstand (CEO)

Robert Riegler, Vorstand (CFO)

Rinos Muchenagumbo, Vorstand (CSO)

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 Anlage zum Anhang

Anschaffungskosten
Anlagenspiegel
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenen an solchen Rechten und Werte 653.656,00 87.446,40 - - 87.446,40 653.656,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - - - -
2. technische Anlagen und Maschinen 1.535.911,83 8.537,20 - 1.544.449,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaussttung 996.783,15 8.185,73 - 1.004.968,88
4. Anzahlungen Anlagen in Bau 59.998,79 322.493,49 - 87.446,40 469.938,68
2.592.693,77 339.216,42 - 87.446,40 3.019.356,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 129.452,21 - - - 129.452,21
2. Beteiligungen 1.542.205,56 - - - 1.542.205,56
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 640.000,00 - - - 640.000,00
4. Anteile an Genossenschaften, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.000,00 9.000,00 - - 10.000,00
2.312.657,77 9.000,00 - - 2.321.657,77
Anlagevermögen 5.559.007,54 € 435.662,82 € - € - € 5.994.670,36 €
Abschreibung
Anlagenspiegel
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenen an solchen Rechten und Werte 595.160,90 17.228,00 - 612.388,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - - -
2. technische Anlagen und Maschinen 784.036,16 93.768,00 877.804,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaussttung 807.897,38 71.430,40 879.327,78
4. Anzahlungen Anlagen in Bau - - -
1.591.933,54 165.198,40 - 1.757.131,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 70.870,21 - - 70.870,21
2. Beteiligungen 69.192,56 - 69.192,56
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - -
4. Anteile an Genossenschaften, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
140.062,77 - - 140.062,77
Anlagevermögen 2.327.157,21 € 182.426,40 € - € 2.509.583,61 €
Buchwerte
Anlagenspiegel
31.12.2023 Vorjahr
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenen an solchen Rechten und Werte 41.267,10 58.495,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - -
2. technische Anlagen und Maschinen 666.644,87 751.875,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaussttung 125.641,10 188.885,77
4. Anzahlungen Anlagen in Bau 469.938,68 59.998,79
1.262.224,65 1.000.760,23#
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.582,00 58.582,00#
2. Beteiligungen 1.473.013,00 1.473.013,00#
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 640.000,00 640.000,00
4. Anteile an Genossenschaften, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.000,00 1.000,00
2.181.595,00 2.172.595,00
Anlagevermögen 3.485.086,75 € 3.231.850,33 €

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die LUCOBIT Aktiengesellschaft (im Folgenden auch "LUCOBIT AG") mit Sitz in Wesseling ist unter der Nummer HRB 44797 im Amtsgericht Köln eingetragen. Die LUCOBIT AG ist seit 13. März 2000 im Bereich der Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Qualitätswerkstoffen für die kunststoffverarbeitende Industrie tätig. Nach der Klassifizierung der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes (WZ 2008) handelt es sich dabei um die Klasse 21100.

Die Gesellschaft unterliegt dem Aktienrecht und verfügt somit über eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur mit einem Vorstand und einem aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Geschäftsführung. Als drittes Organ fungiert die Hauptversammlung, in der die Anteilseigner des Unternehmens an grundlegenden, die LUCOBIT AG betreffenden Entscheidungen, beteiligt werden. Die drei Organe - Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung - sind gemeinsam den Interessen der Aktionäre und dem Wohl des Unternehmens verpflichtet.

II. Verbundene Unternehmen und Beteiligungen

Die LUCOBIT AG besitzt folgende Finanzanlagen:

LUCOBIT Algeria SARL, Algerien, 49%, Handelsgeschäfte im Bereich Straßen- und Tiefbau

LUCOBIT Flexible Polymers Co. Ltd, China i. L., 100 %, Handelsgeschäfte mit Flexible Polymers und Polymeren im Straßenbau

pegon GmbH, 100 %, Deutschland, Handelsgeschäfte mit Polymeren

POLYFIN AG, 20 %, Deutschland, Herstellung von Waterproofing-Membranen für den Hoch- und Tiefbau

III. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Chemischen Industrie 1

1 Quelle: BASF Geschäftsbericht 2023 S. 59

Das globale Wachstum in der Chemieindustrie war im Jahr 2023 insgesamt sehr schwach (2023: +1,7 %, 2022: +2,1 %), aber regional stark unterschiedlich.

Während die Chemieindustrie in China auf der Basis amtlicher Zahlen dynamisch um rund 7,5 % zunahm, ging sie im Rest der Welt insgesamt um 3,9 % zurück.

Besonders stark waren die Produktionseinbußen in der EU. Hier war nach einem Rückgang um 5,2 % im Jahr 2022 ein weiteres Sinken der Produktion um 7,6 % im Jahr 2023 zu verzeichnen. In Deutschland fiel die Produktion noch stärker um 9,7 % (nach -12,1 % im Jahr 2022). Diese starken Rückgänge spiegeln vor allem Basiseffekte aus dem Vorjahr wider: Angesichts der insgesamt schwachen Nachfrage nach Industriegütern, der entsprechend geringen Nachfrage nach Vorleistungen aus der Chemieindustrie und eines anhaltenden Importdrucks aus China blieb die Produktion in der EU und in Deutschland weitgehend auf dem niedrigen Niveau, das bereits im vierten Quartal 2022 erreicht wurde. Der energiekostenbedingte Produktionsrückgang in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 konnte in diesem schwachen Umfeld nicht wieder aufgeholt werden. Zudem blieben die nordwesteuropäischen Gaspreise im internationalen Vergleich hoch, obwohl sie im Jahr 2023 wieder unter das Niveau vor Beginn des Kriegs in der Ukraine gesunken waren.

Im Vereinigten Königreich ging die Chemieproduktion um 8,4 % zurück (2022: -4,5 %). Trotz im internationalen Vergleich niedriger Energiepreise bewegte sich die Chemieproduktion auch in den USA im Jahresverlauf im Wesentlichen seitwärts und schloss das Jahr mit einem Produktionsminus von 1,0 % ab (2022: +2,2 %). Ein wichtiger Grund für die schwache Entwicklung war die geringe Inlandsnachfrage nach Gütern zur Ausstattung der privaten Haushalte und aus der Bauindustrie.

In Asien nahm die Chemieproduktion dagegen um 4,6 % zu. Die Unterschiede in der Region waren groß. In China, dem weltgrößten Chemiemarkt, wuchs die Produktion insgesamt um 7,5 % (2022: +6,6 %). In Indien stagnierte die Produktion weitgehend. In Japan (-6,6 %), Südkorea (-10,0 %) und Taiwan (-10,5 %) waren dagegen starke Produktionsrückgänge zu verzeichnen. Auch im Nahen Osten ging die Chemieproduktion um 1,5 % zurück. Nahezu alle Länder der Region verzeichneten negative Wachstumsraten. In der Türkei war der Rückgang mit 7,7 % am stärksten.

2. Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe 2

2 Quelle: BASF Geschäftsbericht 2023 S. 60

Die Ölnachfrage nahm 2023 um 2 % zu und blieb damit etwas unterhalb der Wachstumsrate des globalen BIP. Wesentlicher Treiber der zusätzlichen Nachfrage war China, auf das knapp die Hälfte des Nachfragezuwachses entfiel. Die Nachfrage aus dem Transportsektor nahm nach dem Ende der Null-Covid-Politik sprunghaft zu. Darüber hinaus stiegen die chinesischen Ölreserven im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Auf der Angebotsseite des Ölmarktes kam es zu gegensätzlichen Entwicklungen: Während die OPEC-Länder, darunter insbesondere Saudi-Arabien, ihre Förderung einschränkten, um den Ölpreis im schwachen konjunkturellen Umfeld zu stabilisieren, nahm die Förderung in den USA deutlich zu. Trotz der Sanktionen gegen Russland blieb das russische Ölangebot weitgehend unverändert. Im Ergebnis fiel der Ölpreis von 101 US$/Barrel im Jahr 2022 auf 82 US$/Barrel Brent 3 im Jahr 2023. Der Ölpreis schwankte im Jahresverlauf zwischen 75 US$/Barrel im Juni und 94 US$/Barrel im September. Der monatliche Durchschnittspreis für den Chemierohstoff Naphtha (Rohbenzin) bewegte sich im Verlauf des Jahres zwischen 719 US$/Tonne im Februar 2023 und 550 US$/Tonne im Juni 2023. Im Jahresdurchschnitt 2023 war der Preis für Naphtha mit 643 US$/Tonne rund 16 % niedriger als im Jahr 2022 (770 US$/Tonne). Der nordwesteuropäische Gaspreis sank im Jahr 2023 deutlich auf rund ein Drittel des Vorjahres, da der Gasverbrauch aufgrund von Einsparungen in privaten Haushalten, Industrie und Gewerbe sowie wegen geringerer Nachfrage in der Industrie und außergewöhnlich hoher Durchschnittstemperaturen deutlich gesunken war. Zugleich wurde die Infrastruktur für die Versorgung mit Flüssiggas in Nordwesteuropa ausgebaut. Die Gasspeicherstände lagen damit ganzjährig über ihren jeweiligen saisonalen langfristigen Mittelwerten. Im Durchschnitt des Jahres 2023 lag der Gaspreis in Nordwesteuropa bei 40,52 €/MWh (12,83 US$/mmBtu 4 ). Im Vorjahr hatte er aufgrund der abrupten Unterbrechung der Pipelinelieferungen aus Russland im Jahresdurchschnitt noch bei 124,16 €/MWh (38,01 US$/mmBtu) gelegen. Auch die Schwankungen des Gaspreises waren deutlich geringer als im Vorjahr. Der höchste Monatsdurchschnittswert wurde im Januar mit 62,82 €/MWh (19,83 US$/mmBtu) erreicht, der tiefste Stand wurde im Juli mit 29,37 €/MWh (9,52 US$/mmBtu) notiert. Der US-amerikanische Gaspreis lag mit durchschnittlich 2,54 US$/ mmBtu ebenfalls deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (6,36 US$/mmBtu). In China betrugen die Gaspreise im Landesdurchschnitt rund 12,77 US$/mmBtu (2022: 12,21 US$/mmBtu).

Quelle: Geschäftsbericht 2023 der BASF AG

3 Brent ist die für Europa wichtigste Rohölsorte und derzeit die Referenzsorte für den Weltmarkt.

4 Btu = British terminal unit

3. Kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland 5

5 Quelle Rede zur Jahrespressekonferenz 2024 der GKV (Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V.)

Der Umsatz der kunststoffverarbeitenden Industrie ging in diesem wirtschaftlich unruhigen Umfeld im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um fast sechs Prozent zurück und lag bei rund 72,5 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz ging mit -9,4% stärker zurück als der Umsatz mit dem Ausland mit nur -0,3%. Doch auch aus dem Ausland kamen im Jahr 2023 keine Impulse für die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland. Wichtigste Außenhandelsregion blieben die EU-Länder. 80 Prozent der Unternehmen erwirtschaften durchschnittlich 24 % ihres Umsatzes mit dem EU-Ausland. Der Import von Rohstoffen aus dem nichteuropäischen Ausland nahm im vergangenen Jahr spürbar zu. Durchschnittlich 29 Prozent der verarbeiteten Kunststoffe wurden 2023 von den befragten Unternehmen von außerhalb Europas bezogen. Im Vergleich: 2022 waren es noch 17 Prozent.

Insgesamt ging die Menge der verarbeiteten Kunststoffe im Vergleich zum Vorjahr um 9 % zurück auf 12,7 Mio. Tonnen. Die Verarbeitung von Kunststoff-Rezyklaten nahm im Gegensatz zum Vorjahr nicht weiter zu, sondern lag konstant bei 2,4 Mio. Tonnen.

Das Jahr 2023 war für viele Unternehmen in der Kunststoff-Verpackungsindustrie ein schwieriges Jahr. Es gab Produktionsrückgänge von 10 % auf 3,8 Mio. Tonnen. Die Automobilindustrie berichtet für 2023 zwar von einem Produktionsplus, dennoch dominierten für die Zuliefererindustrie Planlosigkeit, Kostensteigerungen und sinkende Umsätze. Der Rückgang der Baukonjunktur setzte sich 2023 fort und die chemische Industrie weist ohne Pharma gar einen Produktionsrückgang von 11 Prozent aus. Die Nachfrage nach Konsumgütern sank 2023 - besonders die Ausgaben für Nahrungsmittel und Getränke. Auch die vermehrte Substitution durch Papier und Papierverbunde erklärt einen Teil des dramatischen Produktionsrückgangs. Zudem berichtet die Branche von vermehrten Importen zu Lasten der deutschen Industrieproduktion. Die Exporte von Kunststoffverpackungen gingen als Folge stark verschlechterter Wettbewerbsfähigkeit, v.a. wegen steigender Energiekosten, ebenfalls zurück.

Die Unternehmen aus den Bereichen langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme aus Kunststoff berichten von einer schwierigen, aber weitgehend stabilen Auftragslage im Jahr 2023, so der Verband pro-K. Einem relativ guten ersten Halbjahr 2023 folgte ein eher stagnierendes bis rückläufiges zweites.

Die Composites-Industrie konnte über viele Jahre ein kontinuierliches Wachstum ausweisen. Die beiden zentralen Anwendungsbereiche für Composites sind der Mobilitätssektor sowie der Bau- und Infrastrukturbereich. Die AVK Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe sieht allerdings auch für die Composites-Industrie für das vergangene Jahr einen deutlichen Produktionsrückgang. Belastet wird der Markt vor allem durch eine schwächelnde Baukonjunktur und nach wie vor schwache Zulassungszahlen für Kraftfahrzeuge in Europa. Das Produktionsvolumen vor der Corona-Pandemie konnte bislang nicht wieder erreicht werden. Dennoch wird erwartet, dass es sich bei den derzeitigen Produktionsrückgängen um kurz- bis mittelfristige Effekte handelte.

Geschäftsverlauf der LUCOBIT Aktiengesellschaft

a) Ertragslage

Die LUCOBIT AG hat das Jahr 2023 mit einer Gesamtleistung von 25,521 Mio. € (Vorjahr: 39,62 Mio. €) und einem Jahresüberschuss von 0,196 Mio. € (Vorjahr: 1,128 Mio. €) abgeschlossen. Der betriebliche Rohertrag sank zwar von 4,998 Mio. € auf 3,992 Mio. €. Jedoch konnte die Rohertragsmarge um 3,03 %-Punkte auf 15,64 % der Gesamtleistung (Vorjahr: 12,61 %) gesteigert werden. Die Steigerung der Rohertragsmarge war auf eine Veränderung der Umsatzstruktur zurückzuführen, da der Umsatz mit Großkunden zurückgegangen ist und die Roherträge bei kleineren Aufträgen höher ausfallen. Darüber hinaus konnten Steigerungen der Energiepreise im Jahr 2023 besser an die Endabnehmer weitergegeben werden. Die Umsätze sind frei von Währungseinflüssen, da 2023 100 % der Umsätze in Euro fakturiert wurden.

Der Umsatz in Deutschland betrug nach Skonti 6,23 Mio. € (Vorjahr: 10,19 Mio. €). Der Anteil am Gesamtumsatz nach Skonti belief sich demnach auf 24,75 % (Vorjahr: 25,42 %).

Im Ausland erreichte die LUCOBIT AG einen Umsatz nach Skonti von 18,96 Mio. € (Vorjahr: 29,9 Mio. €). Der Anteil am Gesamtumsatz nach Skonti belief sich somit auf 75,25 % (Vorjahr: 74,58 %).

Die wichtigsten Auslandsabsatzmärkte im Jahr 2023 lagen in Europa mit 55,25 % (Vorjahr: 61,01 %). Der Anteil am Absatz aus der Region Mittlerer Osten liegt mit 1,34 % (Vorjahr: 0,9 %) über dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Region Asien stieg auf 20,27 % (Vorjahr: 11,71 %). Australien/Afrika/Südamerika/Sonstige hatten einen Anteil am Absatz in Höhe von 0,44 % (Vorjahr: 0,8 %).

Umsatz in den Business Units

Die LUCOBIT AG ist über drei Business Units am Markt vertreten:

Die Business Unit "Flexible Polymers" reicht von Werkstoffen für Compounds, Filme, Schäume, Rohre, Profile bis Spritzguss.

Die Business Unit "Waterproofing" vertreibt Werkstoffe für Kunststoffabdichtungsbahnen im Hoch-, Tief- und Ingenieurbau.

Die Business Unit "Asphalt" vertreibt Additive für die Polymermodifikation von Bitumen, Wachse für Temperaturabsenkung, Pigmente für farbigen Asphalt, Fasern für den Asphalt und Bitumen für den Gussasphalt.

Im Jahr 2023 sanken die durch die Business Units "Flexible Polymers" und "Waterproofing" erzielten Umsätze: "Flexible Polymers" um 12,1 Mio. € und "Waterproofing" um 2,7 Mio. €. Die Business Unit Asphalt und Bitumen verzeichnete einen leichten Rückgang des Umsatzes von 0,04 Mio. €.

Business Unit: Flexible Polymers

Die Business Unit "Flexible Polymers" hat mit einem Umsatz nach Skonti von 21,63 Mio. € (Vorjahr: 33,77 Mio. €) weiterhin mit 85,86 % (Vorjahr: 84,25 %) den höchsten Anteil am Gesamtumsatz nach Skonti.

Business Unit: Waterproofing

Durch die Business Unit "Waterproofing" erzielte die LUCOBIT AG einen Umsatz nach Skonti in Höhe von 2,922 Mio. € (Vorjahr: 5,631 Mio. €). Die Business Unit hat demnach einen Anteil am Gesamtumsatz nach Skonti von 11,6 % (Vorjahr: 14,05 %).

Der Absatz sank um 855 t auf 1.363 t (Vorjahr: 2.218 t).

Business Unit: Asphalt

Der Umsatz nach Skonti der Business Unit "Asphalt" fiel im Jahr 2023 von 0,68 Mio. € auf 0,643 Mio. €. Der Anteil am Gesamtumsatz nach Skonti beträgt nun 2,54 % (Vorjahr: 1,7 %). Der darin enthaltene Anteil für das Handelsprodukt Luxbit ist um 0,17 Mio. € auf 0,577 Mio. € (Vorjahr: 0,405 Mio. €) gestiegen.

b) Finanzlage

Mit einem Betrag von -0,276 Mio. € (Vorjahr: 2,942 Mio. €) lag der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 um 3,218 Mio. € niedriger als im Vergleich zum Wert des Vorjahres. Maßgeblich hierfür waren vor allem der geringere Jahresüberschuss (0,196 Mio. €) und der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,101 Mio. €.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Jahr 2023 lag bei -0,436 Mio. € (Vorjahr: -0,113 Mio. €). Dies beruht ausschließlich auf Auszahlungen für Zugänge von Anlagevermögen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -0,405 Mio. € (Vorjahr: -0,522 Mio. €). Die mittelfristigen Finanzierungen wurden von der LUCOBIT AG in vollem Umfang in Anspruch genommen bzw. entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen getilgt.

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten erhöhten sich im Jahr 2023 um 0,852 Mio. € auf 1,520 Mio. €.

Die Zahlungsfähigkeit war im Jahr 2023 zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich im Jahr 2023 von 3,232 Mio. € um 0,253 Mio. € auf 3,485 Mio. € erhöht.

Das Umlaufvermögen verringert sich von 3,995 Mio. € um -0,228 Mio. € auf 3,767 Mio. €. Vom Umlaufvermögen entfallen 2,269 Mio. € auf das Vorratsvermögen und 1,463 Mio. € auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände.

Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 62 % (Vorjahr: 62,7 %). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 4,503 Mio. € (Vorjahr: 4,712 Mio. €). Der Abbau des Eigenkapitals ist einerseits auf den Jahresüberschuss von 0,196 Mio. € zurückzuführen. Andererseits wurde im Monat Juni 2023 eine Dividende in Höhe von 405 TEUR an die Aktionäre ausgeschüttet.

Die Rückstellungen sanken im Geschäftsjahr von 0,716 Mio. € um 0,189 Mio. € auf 0,527 Mio. €. Der Rückgang beruht insbesondere auf einem Rückgang der sonstigen Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um 0,181 Mio. €. Innerhalb der Verbindlichkeiten gibt es eine Umschichtung von Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um -1,101 Mio. € hin zu den Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten +0,852 Mio. € und sonstigen Verbindlichkeiten + 0,430 Mio €. Der Liquiditätsgrad (Verhältnis Umlaufvermögen zu kurzfristigem Fremdkapital) liegt bei 1,65 (Vorjahr: 1,91). Die Gesellschaft hat zur Absicherung von Verbindlichkeiten übliche Sicherheiten zur Verfügung gestellt.

Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Aussichten

Gemäß der ifo Konjunkturprognose 6 im Frühjahr 2024 zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland vom 06.3.2024 wird für 2024 mit einem leichten Plus des Bruttoinlandsproduktes von 0,2 % gerechnet. Die Aussichten haben sich verbessert, vor allem sinkende Energiepreise haben zu einem Rückgang der Inflationsraten geführt. Allerdings seien die positiven Auswirkungen auf die Industrie erst mit Verzögerung zu erwarten.

6 ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 vom 06.03.2024

Erst im weiteren Verlauf des Jahres dürfte eine allmähliche gesamtwirtschaftliche Erholung einsetzen. Stützend wirkt dabei die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft, die in diesem Jahr voraussichtlich dynamischer verlaufen wird als bislang gedacht.

Auch die geldpolitische Wende, mit der im Frühsommer gerechnet wird, dürfte die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sowohl in Deutschland als auch auf den europäischen Absatzmärkten anregen. Hierzulande liegen die Kreditzinsen derzeit bereits deutlich niedriger als noch im Herbst 2023. Spürbar gesunken sind zudem die europäischen Börsenpreise für Erdgas und Strom. Davon dürften private Haushalte und Unternehmen im Verlauf des Prognosezeitraums profitieren.

Nach einer Pressemitteilung 7 des Münchner Ifo Institutes vom 16.4. hellt sich das Klima in der Chemischen Industrie auf. Demnach soll der Tiefpunkt der Krise überwunden sein.

7 Pressemitteilung des Ifo Institutes zum Geschäftsklima vom 16.4.

2. Aussichten der LUCOBIT Aktiengesellschaft

Für das Jahr 2024 stehen vertriebliche Maßnahmen zur Gewinnung von neuen Kunden und Aufträgen an. Einige in Entwicklung befindliche Produkte werden Kunden im In- und Ausland vorgestellt und gemeinsam zur Marktreife entwickelt. Erste positive Aufträge zeigen sich bereits zu Beginn des Jahres. Hiermit wird auch der angekündigte Rückgang von Aufträgen eines Großkunden kompensiert. Dazu sollen die Vertriebsaktivitäten in Osteuropa durch personelle Unterstützung ab Mitte des Jahres ausgedehnt werden.

Der Umsatz 2024 ist mit 33 Mio. € geplant. Für das Jahr 2024 sieht die Planung einen Gewinn von 1,9 Mio. € vor.

IV. Chancen

Unsere Entwicklungsaktivitäten zeigen deutliche Chancen für die kunststoffverarbeitenden Kunden, durch den Einsatz der von LUCOBIT vertriebenen Rohstoffe deren Ressourcen- und Materialeinsatz zu optimieren. Dadurch verfolgen wir insgesamt das Ziel, die Anforderungen nach geringeren Kunststoffverbräuchen und auch ressourcenschonender Verwendung und Produktion für uns zu nutzen. Somit erfüllen wir die Wünsche des Endverbrauchers als auch der Industrie. Hierin sehen wir große Chancen für eine Ausweitung unserer Aktivitäten.

V. Risiken

Die Risiken, dass die Ziele nicht erreicht werden, sind in erster Linie Gegebenheiten aus dem Markt (wirtschaftliche Gesamtlage). Durch das größere Produktportfolio sehen wir aber eine sehr gute Perspektive, trotz der schwachen Konjunktur im ersten Halbjahr, den Rückstand bzgl. Absatz doch noch aufzuholen.

Darüber hinaus werden die Umsetzungen des Vertriebskonzepts durch monatliches Reporting ständig kontrolliert. In den monatlichen Reports werden alle Aufsichtsratsmitglieder regelmäßig über die monatlichen Ergebnisse, Ausblick auf die Folgemonate sowie über alle anderen wesentlichen Informationen/Entscheidungen im Unternehmen unterrichtet. Mit diesem System wird die dauerhafte Handlungsfähigkeit und die damit verbundene Ergebniserreichung sichergestellt.

Nachhaltigkeitskonzept, basierend auf den Aspekten (E) Environment (S) Social (G) Governance *

Bereits in diesem Jahr möchten wir zu den ESG-Anforderungen auf freiwilliger Basis Stellung nehmen, da diese für uns von entsprechend hoher Bedeutung sind:

(E) Environment:

Die LUCOBIT AG ist bereits seit 2004 gemäß DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert 8 und verfolgt entsprechende Ziele kontinuierlich. Seit 2021 gelten bei uns auch die Ideen des "Operation Clean Sweep", einer Initiative der Kunststoffindustrie, um den Eintrag von Kunststoff in die Umwelt zu vermeiden, bzw. auszuschließen. Hierzu wurden intensive Reinigungspläne implementiert und die Transportunternehmen entsprechend informiert. Ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz ist die Rückführung von Verpackungsmaterial über die RIGK GmbH. Durch eine rückwirkende Ermittlung haben wir im Jahr 2023 eine Einsparung an Treibhausgasen für das Jahr 2022 von 21.223 kg erreicht.

* Diese Angaben unterlagen einer vereinfachten Inhalts- und Plausibilitätsprüfung

8 Siehe Zertifikat vom 22.09.2023

(S) Social:

Die LUCOBIT AG betreibt und fördert das betriebliche Vorschlagswesen zur nachhaltigen Verbesserung von Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit, Qualität, Umwelt und Energieverbrauch. Weiterhin fördert die LUCOBIT AG seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch das Angebot von internen oder externen Fort- und Weiterbildungsmaßnehmen. Den Aspekt der Arbeitssicherheit sehen wir sowohl im Bereich der "Governance" als auch im sozialen Bereich als oberste Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber. Hierzu werden zum einen alle Mitarbeiter einmal jährlich von unserer externen Fachkraft für Arbeitssicherheit, gemäß den gesetzlichen Anforderungen der DGUV Vorschrift und soweit betroffen im Umgang mit Gefahrstoffen unterwiesen. Zur Vorbeugung werden jedem Mitarbeiter Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen bei der externen Betriebsärztin angeboten. Darüber hinaus sind wir standortbedingt in das Sicherheitskonzept eines großen Industrieparks eingebunden und hier verpflichtet einmal jährlich eine entsprechende Sicherheitsunterweisung durchzuführen. Das Prinzip des Betreibers, "Goal Zero", leben wir ebenso, was sich in unserer makellosen Unfallstatistik (keine Arbeitsunfälle seit über 20 Jahren) niederschlägt.

(G) Governance:

Bereits im Jahr 2012 haben wir die Mitgliedschaft beim UN Global Compact angestrebt und uns den 10 Prinzipien 9 der UN verpflichtet. Die zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen leiten sich ab aus: der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit, der Rio-Erklärung zu Umwelt und Entwicklung und dem Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption. Unsere Ambitionen in dem Bereich belegen wir jährlich durch die Teilnahme am CoP (Communication on Progress). Diese Verpflichtung zu den 10 Prinzipien ist ebenfalls in der Unternehmenspolitik dokumentiert und jedem Mitarbeiter bekannt. Über die Aktivitäten beim UN Global Compact hinaus sind wir seit 2018 Mitglied der Ecovadis, wo wir ebenfalls jährlich, online über unseren Status, durch die Bearbeitung der Onlinebefragung, berichten.

9 https://unglobalcompact.org/what-is-gc/mission/principles

Hauptlieferanten:

Die LUCOBIT AG hat einen Hauptlieferanten, für den das Thema Nachhaltigkeit ebenfalls eine sehr große Rolle spielt. In dessen Nachhaltigkeitsbericht sind die Nachhaltigkeitsziele ebenfalls dokumentiert. Das spielt für uns insofern eine große Rolle, gerade in Bezug auf unseren GHG(Greenhouse-Gas) -Abdruck, da wir in die Energieinfrastruktur dieses Lieferanten eingebunden sind und so in großen Teilen von den geplanten Maßnahmen selbst profitieren und unsere eigenen Ziele daran anlehnen können. Die wesentlichsten Ziele sind in dem Bereich die Reduktion der GHG-Emissionen in Scope 10 1 und 2 um 42% bis zum Jahr 2030 sowie die Reduktion der Emissionen in Scope 3 um 30% bis zum Jahr 2030. Dies soll zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass ebenfalls bis 2030 50% der elektrischen Energie aus erneuerbaren Quellen stammen soll.

10 Scope 1 = direkte eigene Treibhausgasemission (z.B. durch Firmeneigene PKW)Scope 2 = indirekte Treibhausgasemission (z.B. durch den Energiebezug)Scope 3 = Treibhausgasemission der Wertschöpfungskette (z.B. Emissionen durch Vorprodukte und Rohstoffbezug)

Ein zweiter namhafter Lieferant dokumentiert in seinem "2024 Global Sustainability Plan" weitreichende Ziele. So sollen bis 2030 30% aller GHG-Emissionen der Scopes 1,2 und 3 gegenüber den Emissionen von 2016 eingespart werden. Darüber hinaus ist das Erreichen einer äquivalenten Produktionskapazität für erneuerbaren Wasserstoff in seinem Ansiedlungsgebiet im Süden Europas von mehr als 1,6 GW, mit dem Zwischenziel von 0,5 GW bis 2027 geplant. Die Erhöhung der erneuerbaren Energien soll auf 15GW ausgebaut werden.

Hauptkunden:

Auch bei unseren wichtigsten Kunden spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle. Unser größter Kunde, veröffentlichte im Juni 2022 seine Strategie für die nächsten 8 Jahre. Hierin sind ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele im Hinblick auf die GHG-Emissionen, den Energieverbrauch und auch Maßnahmen im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft dokumentiert. Der Kunde plant seine Scope 1 und 2 Emissionen bis 2030 von 5,1 Mio. Tonnen (2019) auf weniger als 2 Mio. Tonnen reduzieren. Weiterhin soll bis 2025 der Anteil der erneuerbaren Energien auf 40% angehoben werden und bis 2030 im Bereich der Polyolefine auf 100%.

Aktuelle Aktivitäten:

Die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Handelns, auch im Hinblick auf Themen der Nachhaltigkeit, zum einen zur Verbesserung unseres GHG-Fußabdruckes und zum anderen zur Schonung von Ressourcen und der Verstärkung der Kreislaufwirtschaft. Für eines unserer Produkte, zur Anwendung im Abdichtungsbereich, konnten wir eine Weiterentwicklung marktreif entwickeln, die zu 35% recyceltes Polymer enthält.

Darüber hinaus laufen aktuell Entwicklungstätigkeiten, um Bitumen zu 100% aus Recyclematerial herzustellen. Die Entwicklung der Rezeptur sowie der notwendigen Prozesse treibt die LUCOBIT AG derzeit voran.

Im Jahr 2023 wurde zum ersten Mal (für 2022) die CO 2 Bilanz (Scope 1-3) des Gesamtunternehmens ermittelt, um eine Basis zu erhalten, auf die wir Ziele zur Reduktion der CO 2 - Emission entwickeln und aufbauen können.

Für das Jahr 2022 haben wir mit Hilfe des ecocockpit der Effizienz-Agentur NRW ermittelt, dass wir insgesamt 41.416,72 t CO 2 e 11 emittiert haben.

11 CO 2 -Äquivalente

Davon entfallen lediglich 0,19% auf Emissionen in Scope 1 und 2% in Scope 2.

Zum Vergleich verursacht jeder Mensch in Deutschland eine jährliche Emission von 10,8 Tonnen CO 2 e 12

12 Laut Umweltbundesamt 6.4.2023

Zur Senkung des Energieeinsatzes, vor allem des Dampfes, werden künftig die zu produzierenden Aufträge gebündelt und seit Ende 2023 die Anlage "Straße 17" zwischen den einzelnen Produktionen (Plan: Quartalsweise) komplett abgeheizt, was zu einer signifikanten Senkung des Dampfverbrauchs führen wird. Die Anlage benötigt unter Dampf ca. 20to Dampf pro Tag, was ca. 7200to pro Jahr entspricht. Wenn man von einer Aufheizzeit von 4-5 Tagen und einer Produktionsdauer von 10 Arbeitstagen ausgeht, kann der Dampfverbrauch auf ca. 1200to pro Jahr gesenkt werden.

Der verbleibende Anteil von 97,81% entfällt auf Emissionen aus Scope 3. Hier profitieren wir Mittelfristig von Maßnahmen unserer Hauptlieferanten, wodurch auch unsere Scope 3 Emissionen sukzessive sinken werden.

 

Wesseling, 07.Juni 2024

Thomas Günnewig, Vorstand (CEO)

Robert Riegler, Vorstand (CFO)

Rinos Muchenagumbo, Vorstand (CSO)

Gewinn- und Verlustrechnung und weitere Kennzahlen (in Tausend €)

LUCOBIT-Bericht 2013 - 2022

Zehnjahresübersicht Gewinn- und Verlustrechnung und weitere Kennzahlen (Tausend €)

2014 2015
Ergebnisrechnung in T€
Umsatz in T€ 39.274 31.350
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) in T€ 2.576 1.753
Ergebnis nach Steuern in T€ 1.892 1.150
Investitionen, Abschreibungen
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Vermögen in T€ 96 141
Mitarbeitende zum Jahresende 18 18
Personalaufwand 1.796 1.991
Kennwerte in T€ 2014 2015
Bilanzsumme in T€ 11.339 12.495
A. Langfristige Vermögenswerte 3.154 3.387
davon immaterielles Vermögen in T€ 188 177
davon Sachanlagen in T€ 1.206 1.450
davon Finanzanlagen in T€ 1.760 1.760
B. Kurzfristige Vermögenswerte 8.185 9.108
davon Vorräte in T€ 3.648 4.376
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in T€ 3.740 4.664
davon Zahlungsmittel in T€ 750 4
davon Rechnungsabgrenzungsposten in T€ 47 64
Bilanzsumme in T€ 11.339 12.495
A. Eigenkapital in T€ 4.269 4.838
B. Nachrangkapital in T€ 0 1.000
C. Rückstellungen in T€ 1.099 1.761
D. Fremdkapital in T€ 5.971 4.896
Kennzahlen
Ergebnis je Aktie in € 6,50 € 3,45 €
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in T€ 2.093 -256
Zinsaufwand in T€ 100,0 153,0
Eigenkapitalquote in % 37,6% 38,7%
Eigenkapital je Aktie in Euro 14,67 € 16,63 €
Gewinnverwendung
Dividende in € 582.000 € 436.500 €
Dividende je Aktie in Euro 2,00 € 1,50 €
Anzahl der Aktien zum Jahresende 291.000 291.000
2016 2017 2018 2019
Ergebnisrechnung in T€
Umsatz in T€ 30.018 27.703 27.792 20.650
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) in T€ 1.081 -788 -1.472 -723
Ergebnis nach Steuern in T€ 363 -770 -1.798 60
Investitionen, Abschreibungen
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Vermögen in T€ 183 188 119 93
Mitarbeitende zum Jahresende 20 18 16 14
Personalaufwand 2.210 2.101 1.916 1.608
Kennwerte in T€ 2016 2017 2018 2019
Bilanzsumme in T€ 12.857 14.152 9.212 7.822
A. Langfristige Vermögenswerte 3.920 4.072 4.148 2.913
davon immaterielles Vermögen in T€ 106 19 2 0
davon Sachanlagen in T€ 2.054 2.290 2.451 1.013
davon Finanzanlagen in T€ 1.760 1.763 1.695 1.900
B. Kurzfristige Vermögenswerte 8.937 10.080 5.064 4.909
davon Vorräte in T€ 4.046 4.475 2.552 2.246
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in T€ 4.809 5.433 2.399 2.404
davon Zahlungsmittel in T€ 3 3 2 2
davon Rechnungsabgrenzungsposten in T€ 79 169 111 257
Bilanzsumme in T€ 12.857 14.152 9.212 7.822
A. Eigenkapital in T€ 4.764 3.994 2.196 2.474
B. Nachrangkapital in T€ 1.000 1.500 1.500 1.500
C. Rückstellungen in T€ 1.332 694 493 470
D. Fremdkapital in T€ 5.761 7.964 5.023 3.378
Kennzahlen
Ergebnis je Aktie in € 1,24 € -2,65 - 6,18 € 0,14 €
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in T€ 667 -722 1.653 -1.757
Zinsaufwand in T€ 243,0 244 253 332,0
Eigenkapitalquote in % 37,1% 28,2% 23,8% 31,6%
Eigenkapital je Aktie in Euro 16,37 € 13,73 € 7,55 € 5,67 €
Gewinnverwendung
Dividende in € - € - € - € - €
Dividende je Aktie in Euro - € - € - € - €
Anzahl der Aktien zum Jahresende 291.000 291.000 291.000 436.500
2020 2021 2022 2023
Ergebnisrechnung in T€
Umsatz in T€ 13.411 25.371 40.085 25.281
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) in T€ -481 1.135 1.356 366
Ergebnis nach Steuern in T€ 321 692 1.129 196
Investitionen, Abschreibungen
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Vermögen in T€ 90 98 153 182
Mitarbeitende zum Jahresende 15 15 17 18
Personalaufwand 1.605 1.801 2.006 1.991
Kennwerte in T€ 2020 2021 2022 2023
Bilanzsumme in T€ 7.004 9.413 7.517 7.300
A. Langfristige Vermögenswerte 3.144 3.256 3.232 3.485
davon immaterielles Vermögen in T€ 8 124 58 41
davon Sachanlagen in T€ 947 947 1.001 1.262
davon Finanzanlagen in T€ 2.189 2.185 2.173 2.182
B. Kurzfristige Vermögenswerte 3.860 6.157 4.285 3.815
davon Vorräte in T€ 1.781 2.661 2.145 2.269
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in T€ 1.818 3.232 1.548 1.463
davon Zahlungsmittel in T€ 3 1 301 35
davon Rechnungsabgrenzungsposten in T€ 258 263 291 48
Bilanzsumme in T€ 7.004 9.413 7.517 7.300
A. Eigenkapital in T€ 2.790 3.475 4.712 4.503
B. Nachrangkapital in T€ 500 500 0 0
C. Rückstellungen in T€ 383 482 716 527
D. Fremdkapital in T€ 3.331 4.956 2.089 2.270
Kennzahlen
Ergebnis je Aktie in € 0,74 € 1,59 € 2,51 € 0,44 €
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in T€ -32 211 2.942 -277
Zinsaufwand in T€ 280,0 283,0 210,0 -187,0
Eigenkapitalquote in % 39,8% 36,9% 62,7% 61,7%
Eigenkapital je Aktie in Euro 6,39 € 7,96 € 10,47 € 10,01 €
Gewinnverwendung
Dividende in € - € - € 450.000 € 405.000 €
Dividende je Aktie in Euro - € - € 1,00 € 0,90 €
Anzahl der Aktien zum Jahresende 436.500 436.500 450.000 450.000

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LUCOBIT Aktiengesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LUCOBIT Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LUCOBIT Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt a.M., den 07. Juni 2024

SMC Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Schinogl, Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 regelmäßig über die geschäftlichen Entwicklungen des Unternehmens, die hierfür maßgeblichen Marktbedingungen und zeitnah über Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung informiert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand vor dem Hintergrund sich ändernder Marktverhältnisse mit dem Aufsichtsrat laufend diskutiert. Das Monatsreporting über den Geschäftsverlauf wurde dem Aufsichtsrat regelmäßig zur Einsichtnahme zur Verfügung gestellt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Vorstandes standen zudem während des gesamten Geschäftsjahrs 2023 in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch. Soweit das Gesetz, die Satzung der LUCOBIT Aktiengesellschaft oder die Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat dies forderten, hat der Aufsichtsrat an geschäftlichen Angelegenheiten des Unternehmens mitgewirkt und hierüber Beschluss gefasst.

Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 24. November 2023 wurde Herr Rinos Muchenagumbo für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2028 zum weiteren Vorstand bestellt. Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 16. Juni 2023 wurde die Bestellung von Herrn Robert Riegler zum Vorstand um ein Jahr verlängert. Im Aufsichtsrat ergaben sich keine Veränderungen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat ist in dem Geschäftsjahr 2023 zu drei Sitzungen zusammengetreten. An diesen Sitzungen nahmen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und der Vorstand teil. Außerdem wurden mehrere Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren herbeigeführt.

In der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. April 2023 wurden die Lage und die Entwicklung der LUCOBIT Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften erörtert. Unter schwierigen wirtschaftlichen und weltpolitischen Rahmenbedingungen blieben die Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten des Jahres hinter den Erwartungen zurück. Der Vorstand berichtete über die voraussichtlichen Marktentwicklungen im Jahr 2023 und stellte den Investitionsplan vor. Die vertrieblichen Aktivitäten in den einzelnen Geschäftsbereichen wurden dargestellt und mit dem Aufsichtsrat diskutiert.

In der Sitzung des Aufsichtsrats am 16. Juni 2023 berichtete der Vorstand über die Geschäftsentwicklung in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres. Die Umsatzerlöse blieben weiterhin hinter den Erwartungen zurück. Die Auswirkungen auf das Ergebnis wurden jedoch teilweise durch Kosteneinsparungen kompensiert. Die Prognose über den zu erwartenden Jahresumsatz wurde etwas zurückgenommen, die Prognose hinsichtlich des Jahresergebnisses wurde aufrechterhalten. Über die Fortschritte in den vertrieblichen Projekten wurde berichtet. Die vom Aufsichtsrat zu den einzelnen Punkten gestellten Fragen wurden vom Vorstand vollumfänglich beantwortet.

In der Sitzung des Aufsichtsrats am 16. November 2023 wurde über den Geschäftsverlauf der LUCOBIT Aktiengesellschaft in den ersten zehn Monaten des Jahres 2023 berichtet. Die Umsatzerlöse lagen weit hinter den Erwartungen zurück ebenso wie die Ergebnisse. Der Vorstand wies darauf hin, dass das für das Jahr 2023 prognostizierte Ergebnis nicht erreicht werden wird. Vielmehr wird nach den vorliegenden Erkenntnissen ein Jahresergebnis im unteren sechsstelligen Bereich erwartet. Gleichzeitig erklärte der Vorstand, dass ausreichende freie Liquidität vorhanden ist und die Zahlungsfähigkeit damit gesichert ist. Zur Beteiligungsgesellschaft POLYFIN AG berichtete der Vorstand über auch dort hinter den Erwartungen liegende Umsätze und über ein gegenüber dem Vorjahr geringeres, aber immer noch siebenstelliges erwartetes Jahresergebnis. Über den Fortschritt in den vertrieblichen Projekten wurde auch in dieser Sitzung berichtet. Der vom Vorstand vorgelegte und erläuterte Businessplan für das Jahr 2024, der wieder höhere Umsatzerlöse und ein gegenüber dem laufenden Geschäftsjahr deutlich höheres Ergebnis vorsieht, wurde vom Aufsichtsrat genehmigt.

Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

Die Hauptversammlung der LUCOBIT Aktiengesellschaft hatte am 16. Juni 2023 die SMC Revisions- und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, zur Abschlussprüferin für den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 gewählt. Nachdem SMC dem Aufsichtsrat ihre Unabhängigkeit bestätigt hatte, erteilte der Aufsichtsrat SMC den Auftrag zur Abschlussprüfung. SMC hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der LUCOBIT Aktiengesellschaft sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 auf der Grundlage der bestehenden gesetzlichen Vorschriften geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss der LUCOBIT Aktiengesellschaft und der Lagebericht sowie die Prüfungsberichte der Abschlussprüferin wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung übersandt. Sämtliche Fragen, die der Aufsichtsrat zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sowie zu Feststellungen im Prüfungsbericht stellte, wurden von dem Vorstand und dem Vertreter der Abschlussprüferin umfassend und plausibel beantwortet.

Aufgrund der eigenen Prüfungen der Unterlagen, die dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt worden waren, sowie unter Würdigung der erteilten Auskünfte kam der Aufsichtsrat zu dem Schluss, dass der Jahresabschluss und der Lagebericht nicht zu beanstanden waren.

Der Aufsichtsrat schloss sich den Ergebnissen der Prüfung der Abschlussprüferin an und billigte dementsprechend den Jahresabschluss der LUCOBIT Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2023 mit Umlaufbeschluss vom 20. Juni 2024. Der Jahresabschluss der LUCOBIT Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde damit festgestellt. Den vorgelegten Lagebericht und den darin enthaltenen Ausblick des Vorstandes auf die weitere Entwicklung der LUCOBIT Aktiengesellschaft nahm der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LUCOBIT Aktiengesellschaft für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2023 in einem schwierigen und herausfordernden Umfeld.

 

Wesseling, den 24. Juni 2024

Bernd Kucera, Vorsitzender des Aufsichtsrats der LUCOBIT Aktiengesellschaft, Wesseling

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.