REG Biofuels Germany GmbH
Selbe AdresseHerstellung von flüssigen Biokraftstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Raymond Ronald Richie seit 17.1.2018 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REG Germany GmbHBorkenKonzernabschluss zum 31.12.2018Konzerngeschäftsbericht 2018REG Germany GmbHBorken, Deutschland 1. Januar bis 31. Dezember 2018 KonzernlageberichtGrundlegende Informationen zum KonzernGeschäftsmodell des KonzernsRechtliche KonzernstrukturDer REG-Germany-Konzern besteht aus der Holding-Gesellschaft REG Germany GmbH, Borken, (auch als "REG Germany" bezeichnet) und den folgenden Tochtergesellschaften: Vital Fettrecycling GmbH, Borken, Deutschland REG Energy Sales Germany GmbH, Borken, Deutschland REG Energy Services Switzerland AG, Liestal, Schweiz Eingetragener Sitz aller deutschen Konzerngesellschaften ist Borken (Nordrhein-Westfalen). Die REG Germany unterhält in Ratingen für einen Teil der zentralen Dienstleistungen einen Verwaltungssitz. OrganisationsstrukturDie REG Germany GmbH ist für die Geschäftsführung des gesamten Konzerns verantwortlich, dazu gehören die Konzernstrategie, die Konzernentwicklung und das Risikomanagement. Darüber hinaus erbringt die REG Germany zentrale Dienstleistungen wie Buchhaltung und Personalwesen für die Tochtergesellschaften. Die Vital Fettrecycling GmbH übernimmt innerhalb des Konzerns die Einkaufs- und Produktionsfunktion. Sie betreibt die Produktionsanlagen des Konzerns in Oeding und Emden. Des Weiteren hat die Vital bis Ende 2018 in Spanien ein kleines Büro unterhalten. Die Tätigkeit in Spanien beschränkte sich auf den Einkauf und Verkauf von Altspeisefetten auf dem spanischen und dem portugiesischen Markt. Die REG Energy Sales Germany GmbH ist die Vertriebsgesellschaft des REG-Germany-Konzerns, deren Funktion im globalen Vertrieb des selbst produzierten und zugekauften Biodiesels sowie der Nebenprodukte aus der Produktion besteht. Auf dem schweizerischen Markt übernimmt die REG Energy Services Switzerland AG die Vertriebsaktivitäten. Der Biodiesel wird ausschließlich von der REG Energy Sales Germany GmbH bezogen. GeschäftsmodellDer REG-Germany-Konzern ist ein Hersteller von Biodiesel auf Grundlage des Konzepts "Umwandlung von Abfall in Energie". Biodiesel ist ein Kraftstoff, der aus der Veresterung von Altspeiseölen/-fetten gewonnen wird. Der produzierte Biodiesel erfüllt die europäische Norm für Biokraftstoff EN 14214 und die Anforderungen des Zertifizierungssystems für Nachhaltigkeit und Treibhausgasemissionen ISCC (International Sustainability and Carbon Certification). Der Umsatz des Konzerns resultiert aus dem Verkauf von Biodiesel und der während der Produktion entstehenden Nebenprodukte. Die Biodieselprodukte des Unternehmens werden als Altspeisefettmethylester ("AME") oder englischsprachig als UCOME (Used Cooking Oil Methylester) an Mineralölhändler, Mineralölgesellschaften und Großhändler verkauft. Die Mineralölgesellschaften mischen Biodiesel dem mineralischen Diesel bei, um die vorgegebenen Biodiesel-Beimischungsquoten oder Treibhausgaseinsparungsvorgaben in den jeweiligen Zielländern der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten zu erfüllen. Nebenprodukte wie Glycerin und Destillationsrückstände werden an verschiedene Industriezweige in der ganzen Welt als Produkte zur ausschließlich technischen Verwendung verkauft. Ziele und StrategienDer REG-Germany-Konzern ist in einer Branche tätig, die sich durch starken Wettbewerb und anspruchsvolle Marktbedingungen auszeichnet. Neben der Konkurrenz durch andere Biodieselhersteller ist das Geschäftsmodell im Wesentlichen von den regulierten nationalen und internationalen Rahmenbedingungen abhängig. Daneben spielen die volatilen Konditionen und Preise bei der Beschaffung von Rohstoffen sowie beim Vertrieb des Biodiesels, die jeweils Schwankungen auf den Devisen- und Rohstoffmärkten unterworfen sind, eine nicht unerhebliche Rolle. Der Konzern verfolgt derzeit folgende Strategien: • Verbesserung der Effizienz der Produktionsanlagen durch höhere Kapazitätsauslastung und gezielte Investitionsmaßnahmen • Ausdehnung sowohl des Lieferanten- als auch des Kundenstamms auf internationaler Ebene • Erschließung neuer Märkte und Anwendungen für die hergestellten Produkte Bericht zur WirtschaftslageMakroökonomische Entwicklungen und branchenbezogene GrundparameterWeltwirtschaft und Ölnachfrage2018 war für die Ölmärkte eine wahre Achterbahnfahrt: Zu Beginn des Jahres stiegen die Preise stetig an und erreichten im Oktober schwindelerregende Höhen von 85 USD pro Barrel (USD/bbl), bevor sie im letzten Quartal abstürzten und das Jahr bei fast 50 USD/bbl beendeten. Der Ölverbrauch stieg 2018 durchschnittlich um 1,4 Millionen Barrel pro Tag bzw. 1,5 %. Absolut gesehen wurde der Nachfragezuwachs von den Entwicklungsländern dominiert, wobei China (mit 0,7 Mio. Barrel pro Tag) und Indien (mit 0,3 Mio. Barrel pro Tag) fast zwei Drittel des weltweiten Anstiegs ausmachten. In den USA stieg die Ölnachfrage um 0,5 Mio. Barrel pro Tag und damit so stark wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr, was in scharfem Kontrast zum Abwärtstrend in den zehn Jahren vor dem Ölpreissturz von 2014 steht. Die weltweite Ölförderung stieg 2018 um 2,2 Millionen Barrel pro Tag oder um 2,4 %, was einer Verdoppelung des durchschnittlichen Wachstums der letzten 10 Jahre entspricht. Die OPEC-Förderung ging um 330.000 Barrel pro Tag zurück, während die Förderung außerhalb der OPEC um 2,6 Millionen Barrel pro Tag zunahm. Im Jahr 2018 lag der weltweite Durchschnittspreis für Benzin bei 0,97 USD pro Liter (USD/l), was einem Anstieg von 14 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Preise fielen von Land zu Land sehr unterschiedlich aus: von 0,33 USD/l in Algerien bis zum mehr als Fünffachen dieses Betrags in Norwegen (1,91 USD/l). Beide Länder sind Rohölexporteure. Der Preisunterschied zwischen ihnen wird in erster Linie durch nationale politische Entscheidungen bestimmt. Regierungspolitik - in Form von Steuern und oder Subventionen - hat einen starken Einfluss darauf, wie die Preise an der Zapfsäule weltweit variieren. Im Allgemeinen zahlen die europäischen Verbraucher die höchsten Benzinpreise, was in der Regel auf hohe Steuern auf Kraftstoffe zurückzuführen ist. Am anderen Ende des Spektrums sind die niedrigsten Preise unter den Ländern zu finden, die flüssige Kraftstoffe subventionieren. 2018 war aus mehreren wichtigen Gründen eines der seltsamsten Jahre in der jüngsten Ölpreisgeschichte. OPEC-Beschlüsse, Sanktionen und ein aufgeblähter Markt sorgten dafür, dass die Ölpreise während des gesamten Jahres 2018 Schwankungen unterlagen. Im Herbst 2018 sorgte die Geopolitik für zusätzliche Volatilität. Drohende Sanktionen gegen den Iran trugen dazu bei, die Ölpreise Anfang Oktober auf mehrjährige Höchststände zu treiben, als sich Brent über 80 USD/bbl bewegte. WTI-Rohöl begann 2018 mit fast 60 USD pro Barrel und stieg bis Oktober 2018 auf 76,90 USD/bbl an. Der Anstieg war mehreren Faktoren geschuldet, darunter sinkende Vorräte in den USA sowie Befürchtungen, dass die Sanktionen gegen den Iran 1,5 Millionen Barrel pro Tag vom Markt nehmen könnten. Brent-Rohöl, das im Vergleich zu US West Texas Intermediate (WTI) eher eine globale Benchmark darstellt, erreichte im Oktober einen Höchststand von 86,72 USD/bbl und stürzte im 4. Quartal 2018 auf fast 50 USD/bbl ab. Eine Kombination von Faktoren, zu denen sowohl Angebot als auch Nachfrage gehörten, trug zur Erosion des Rohölpreises bei. Regulatorisches UmfeldRED II (Erneuerbare Energien Direktive, gültig von 2021 bis 2030) Die Neuregelung der Erneuerbare Energien Direktive ist am 14. Juni 2018 in Strasbourg verabschiedet worden. Der finale Kompromiss wurde von Branchen-Insidern und Kommentatoren als Erfolg für die Abfall-Biodiesel-Industrie gepriesen. Der Sektor hat in einer gemeinsamen Anstrengung eine Reihe von wichtigen Erfolgen im finalen Text der RED II erreicht, konkret: • die Extra-Incentivierung Double Counting für Abfall-Biodiesel aus Altspeiseöl (UCO) oder Tierfetten wurde beibehalten • eine flexible Obergrenze für das Einsetzen von Abfall-Biokraftstoffen bei 1,7 % • die Aufnahme einer nur begrenzten Incentivierung für Flugtreibstoffe, im Gegensatz zu der ursprünglichen Extra-Incentivierung, die eine Bedrohung für den Zugang zu Rohstoffen für Abfall-Biodiesel-Produzenten darstellte • eine Extra-Incentivierung von 1,2-facher Anrechnung für Schifffahrt-Kraftstoffe, ausschließlich für Altspeiseöl- & Tierfettbasierten Biodiesel • verbesserte Treibhausgas-Emmissionswerte Werte für UCOME und Tierfettmethylester (TME) im Anhang V, besser als die Werte des Konkurrenz-Produktes HVO DG-SANTE-Vorschlag zur Kategorisierung von Altspeiseölen Das erwartete Konsultationsverfahren über die Verordnung Nr. 142/2011 "bezüglich Gesundheitsanforderungen für den Import von Altspeiseölen" wurde in 2018 nicht eröffnet (dies geschah in 2019 und ist nicht abgeschlossen). Im Wesentlichen bestimmt die Verordnung, dass importierte Altspeiseöle als Abfall zu betrachten sind, solange keine Behandlungsmethode (Drucksterilisation und andere), wie in der Tierische-Nebenprodukte-Verordnung (Nr. 1069/2009) enthalten oder erwähnt ist, auf das Altspeiseöl selbst oder auf eines seiner nachfolgenden Produkte (UCOME) oder Nebenprodukte (Glyzerin) angewandt wird. Nach derselben Logik gilt, wenn irgendeine Bearbeitungsmethode, wie in der Tierische-Nebenprodukte-Verordnung definiert, auf das Altspeiseöl, UCOME oder deren Nebenprodukte angewandt wird, dann sollte für die gesamte Wertschöpfungskette die Tierische-Nebenprodukte-Verordnung gelten (auch wenn der Ursprung des Rohstoffes sich in Drittländern befindet). Im letzteren Fall müsste ein entsprechender Nachverfolgungs-Mechanismus eingeführt werden. Handelsfragen Nachdem die EU Kommission einen Rechtsstreit beim WTO verlor und Anti-Dumping-Zölle auf argentinische und indonesische Importe von Biodiesel abgebaut werden sollten, gab es eine Anti-Subsidy Untersuchung auf argentinische Importe in 2018. Die europäische Kommission hat keine vorübergehenden Zölle erhoben und empfahl Countervailing Duties zu erheben, im Bereich von 25% bis 33,4% (33,4% wäre der Hauptzoll). Leider, für die EU Biodiesel-Branche, entschied man auf höchster politischer Ebene ein Undertaking Agreement mit Argentinien einzugehen. Unter dieser Vereinbarung können ca. 1,2 Millionen Tonnen argentinischen Biodiesels bei einem festgelegten Minimalpreis in die EU importiert werden und auf diese Menge wird dann kein Zoll erhoben. Heterogener RohstoffmarktDas Unternehmen verwendet Altspeisefett (Used Cooking Oil, "UCO") als seinen primären Rohstoff. Der Markt bietet ein breites Spektrum an verschiedenen Rohstoffqualitäten. Die Eigenschaften von Altspeisefett variieren zum Beispiel beim Wassergehalt, dem Anteil organischer Verunreinigungen, dem Gehalt freier Fettsäuren oder dem Jodanteil. Daher ist ein gewisses Maß an technologischem und prozessrelevantem Know-how zur Bearbeitung der Rohstoffe erforderlich. Dies gilt sowohl für die Reinigung und die Aufbereitung als auch für die Produktion von Biodiesel. Mitarbeiterbasis2018 beschäftigte der REG Germany Konzern durchschnittlich 77 Voll- und Teilzeitkräfte (Vorjahr: 113). Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2018 standen 76 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste (Vorjahr: 109). Davon waren 39 Mitarbeiter in der Produktion und 37 in Vertrieb und Verwaltung beschäftigt.
* zum Stichtag (nicht Durchschnitt) Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenWeiterentwicklung der Technologie erhöht die Flexibilität Aufgrund der Qualitätsunterschiede des Rohmaterials, das in der Produktion von Biodiesel eingesetzt wird, sind ausgereifte Technologien und fundierte Fachkenntnisse des Produktionsverfahrens Voraussetzung für einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb. In den letzten Jahren hat die Gesellschaft einen fortlaufenden Prozess zur weiteren Verbesserung der Technologie und zur Optimierung des Produktionsverfahrens eingeleitet. Ein nachhaltiger Produktionsprozess ist entscheidend Die Produktion von Kraftstoffen mit der geringeren Belastung an CO 2-Emissionen bedeutet folgerichtig, sich gleichzeitig um einen nachhaltigen Produktionsprozess zu kümmern. REG Germany hat ihre Hausaufgaben gemacht und für zahlreiche Verbesserungen gesorgt. Dadurch erwarb die Gesellschaft eine Reihe von Zertifizierungen für ihr nachhaltiges Produktionsverfahren und das Produkt selbst. Außerdem arbeitet die Gesellschaft mit Unterstützung externer Berater und Auditoren kontinuierlich an der Umsetzung fortschrittlicher Methoden der Energienutzung. Umwelt, Gesundheit, Sicherheit Unter den Stichwörtern Umwelt, Gesundheit, Sicherheit oder auf Englisch EHS (Environment, Health and Safety) wurden nach amerikanischen Vorbild zwei Stellen in den Werken Emden und Oeding geschaffen. Der Focus des EHS Teams liegt darauf Prozesse umweltfreundlicher und sicherer zu gestalten. Die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter steht an oberster Stelle. Verschiedene Kennzahlen, wie zum Beispiel die Anzahl an Arbeitsunfällen, werden monatlich erfasst und im Rahmen des globalen Management-Meetings präsentiert. Kundenzufriedenheit Die Kundenzufriedenheit als nichtfinanzieller Leistungsfaktor ist für REG Germany besonders relevant. Der wirtschaftliche Erfolg steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Zufriedenheit unserer Kunden. Um die Kundenzufriedenheit zu steigern, überwacht die Gesellschaft regelmäßig Kundenreklamationen. Die Reklamationen werden zeitnah in einer Überwachungssoftware erfasst und analysiert, um daraus Maßnahmen abzuleiten mit dem Ziel, die Reklamationsquote weiter zu reduzieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Die Berichterstattung an das obere Management erfolgt monatlich. Finanzielle LeistungsindikatorenEin integriertes Management-Informations-System (ERP), das die konzernweite Verknüpfung des externen und internen Rechnungswesens ermöglicht, dient als Basis für das Steuerungssystem der REG-Germany-Gruppe. Die Gruppe verwendet für die Bewertung der Performance folgende Kennzahlen:
Da zum Zeitpunkt der Prognose bereits ungeprüfte Zahlen für 2018 vorlagen, fällt die Abweichung zu den aktuellen Zahlen relativ gering aus. Die Geschäftsentwicklung wird in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslageIm Geschäftsjahr 2018 wurde ein Umsatz in Höhe von EUR 149,2 Mio. erzielt, was einem Rückgang von EUR -3,8 Mio. oder -2,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die verkaufte Menge Biodiesel belief sich auf 151.842 Tonnen (Vorjahr: 132.753 Tonnen). Das darin enthaltene Handelsvolumen ist von 8.385 Tonnen auf 4.401 Tonnen in 2018 gesunken. Beide Biodieselwerke erzielten im Jahr 2018 gemeinsam eine Produktionsmenge von 145.923 Tonnen. Dies entspricht einem Anstieg von 19.521 Tonnen (+15,4 %). Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Herstellungskosten von EUR 150,1 Mio. auf EUR 145,2 Mio. Aus der Preisentwicklung bei den Rohwaren sowie bei den Chemikalien, die für die Produktion notwendig sind, resultiert ein Rückgang des Materialaufwands in Höhe von EUR 6,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Bei den Eingangsfrachten und Lagerkosten war eine Steigerung von EUR 7,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 8,8 Mio. zu beobachten. Die bezogenen Leistungen sind um EUR 2,6 Mio. auf EUR 7,4 Mio. angestiegen. Dafür ist zum einen die höhere Produktionsleistung (+15,4% im Vergleich zum Vorjahr) verantwortlich und zum anderen die gestiegenen Energiepreise. Der Verkauf der Sammlungsparte führte unter anderem zu einem Rückgang der Personalaufwendungen von EUR 5,3 Mio. auf EUR 2,9 Mio. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen lagen mit EUR 2,1 Mio. um EUR 0,6 Mio. unter dem Vorjahreswert. Der Instandhaltungsaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum leicht gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,3 Mio. auf EUR 3,0 Mio. Die Vertriebskosten sind auf EUR 5,6 Mio. angestiegen (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.). Der Hauptanteil entfällt auf Frachten (EUR 2,9 Mio.) und Lagerkosten (EUR 1,1 Mio.) sowie gehaltsbezogene Aufwendungen (EUR 0,7 Mio.). Die Fracht und Lagerkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,2 Mio. gestiegen. Dies lag zum einem an höheren Umlagerungskosten durch die größere Produktionsleistung sowie an höheren Lagerbeständen an Nebenprodukten. Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen blieben im Vorjahresvergleich stabil und beliefen sich auf EUR 4,7 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio.). Den größten Anteil daran haben Löhne und Gehälter mit EUR 2,2 Mio., gefolgt von Dienstleistungen wie z.B. Abschlussprüfung oder Rechts- und Beratungskosten (EUR 0,8 Mio.). Die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um EUR 1,9 Mio. auf EUR 2,5 Mio. Der Haupteffekt ist auf die Veräußerung des Sammlungsgeschäfts und den damit verbundenen Abgängen an Anlagegütern zurückzuführen (EUR 1,0 Mio.). Weitere Erträge resultierten aus positiven Wechselkursänderungen (EUR 0,9 Mio.) sowie Energiesteuererstattung (EUR 0,4 Mio.). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Anstieg in Höhe von EUR 0,4 Mio. auf EUR 1,3 Mio. zu verzeichnen, der primär auf Wechselkursumrechnung (EUR 0,8 Mio.) zurückzuführen ist. Aufwand aus Anlagenabgängen sowie sonstige Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR -0,4 Mio. geringer ausgefallen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt EUR -5,1 Mio. (Vorjahr: EUR -6,5 Mio.). Der Zinsaufwand zählte im betrachteten Zeitraum EUR 0,9 Mio., verglichen mit EUR 0,6 Mio. für das Jahr 2017. Der größte Anteil der Zinsen entfällt auf die Gesellschafterdarlehen. Diese wurden im zweiten Quartal 2018 deutlich erhöht. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf einen Verlust in Höhe von EUR 5,9 Mio. (Vorjahr: Verlust von EUR 7,1 Mio.). Der Periodenverlust beträgt EUR -6,0 Mio. (Vorjahr: Verlust von EUR 6,6 Mio.) Kapital- und VermögensstrukturDie Bilanzsumme der REG Germany hat sich zum 31. Dezember 2018 um EUR 1,7 Mio. erhöht, was einem Anstieg von 3,8 % auf insgesamt EUR 47,2 Mio. gegenüber EUR 45,5 Mio. zum 31. Dezember 2017 entspricht. Das Anlagevermögen ist im Vorjahresvergleich aufgrund planmäßiger Abschreibungen in Höhe von EUR 2,1 Mio., Investitionen in Höhe von EUR 1,9 Mio. sowie Anlagenabgängen von nicht mehr genutzten Wirtschaftsgütern in Höhe von EUR 0,6 Mio. um EUR 0,8 Mio. zurückgegangen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 7,9 Mio. auf EUR 15,0 Mio. Davon entfallen EUR 6,4 Mio. auf den Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dieser ist primär stichtagsbedingt und resultiert aus der Verladung mehrerer Biodieselschiffe kurz vor dem Bilanzstichtag. Die sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf EUR 4,4 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.). Zum 31. Dezember 2018 betrug das Vorratsvermögen EUR 14,2 Mio. Ausgehend von EUR 15,8 Mio. zum Jahresende 2017 entspricht dies einem Rückgang in Höhe vonEUR -1,6 Mio. (-10,1 %). Der Rückgang resultiert in erster aus niedrigeren Rohwarenpreisen. Weiterhin ist der Bestand an Biodiesel stichtagsbedingt von 7.408 MT auf 5.625 MT gesunken. Der Bestand an Nebenprodukten erhöhte sich hingegen um EUR 1,1 Mio. auf EUR 1,6 Mio. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des schwierigen Geschäftsjahres um EUR 3,6 Mio. auf EUR 2,1 Mio. gefallen. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital primär durch den Konzernjahresfehlbetrag des aktuellen Geschäftsjahres in Höhe von EUR -6,0 Mio. verändert. Die Eigenkapitalquote ist von 50,6 % auf 36,1 % zum Jahresende gesunken. Die Rückstellungen sind insgesamt im Vorjahresvergleich um EUR -0,5 Mio. zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten sind in Summe um EUR 8,2 Mio. auf EUR 24,7 Mio. gestiegen. Aufgrund der kurzfristigen Finanzierung von Roh- und Fertigwaren haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 2,3 Mio. auf EUR 6,5 Mio. erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt von EUR 6,6 Mio. auf EUR 5,3 Mio. gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen EUR 7,5 Mio. zum 31. Dezember 2018 (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). In Folge der anhaltenden Verschlechterung der Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2018 sind mehrere Darlehen durch eine amerikanische Konzerngesellschaft zur Verfügung gestellt worden. Finanzlage - CashflowIm Geschäftsjahr 2018 erzielte die REG einen negativen operativen Cashflow in Höhe von EUR -10,9 Mio. (Vorjahr: EUR -9,0 Mio.). Ursache hierfür ist der Konzernjahresfehlbetrag verbunden mit der weiteren Ausweitung des Working Capitals. Das Periodenergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um EUR 0,7 Mio. auf EUR -6,0 Mio. verbessert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Jahr 2018 EUR -0,5 Mio. Insgesamt investierte das Unternehmen EUR 1,9 Mio. in Sachanlagen (Vorjahr: EUR 2,9 Mio.). Diese Investitionen beinhalteten in erster Linie technische Verbesserungen zur weiteren Optimierung der Produktivität. Dem Konzern flossen Mittel in Höhe von EUR 1,4 Mio. aus Abgängen des Anlagevermögens zu. Dabei entfällt der überwiegende Anteil auf die Veräußerung der Eigensammlung. Der Cashflow aus der Finanzierungsaktivität ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 6,2 Mio. auf EUR 7,8 Mio. gestiegen. Zur kurzfristigen Finanzierung von Roh- und Fertigwaren wurden Darlehen in Höhe von EUR 2,3 Mio. aufgenommen. Weiterhin wurden Darlehen in Höhe von EUR 6,3 Mio. durch eine amerikanische Konzerngesellschaft zur Verfügung gestellt. Die erhöhte Darlehensbasis führte zu Zinszahlungen von EUR 0,8 Mio. Somit verringerte sich der Bestand an Zahlungsmitteln der REG-Germany-Gruppe zum Bilanzstichtag um EUR 3,6 Mio. auf EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 5,6 Mio.). Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageAuch im Geschäftsjahr 2018 hat sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verbessert. Infolge einer anhaltenden schwierigen Marktlage mit erhöhten Frachtaufwendungen wurde erneut ein Jahresfehlbetrag erwirtschaftet. Das Geschäftsjahr 2019 gestaltete sich ebenfalls äußert schwierig und hat mit einem Jahresfehlbetrag geendet. Die oberste Konzerngesellschaft Renewable Energy Group, Inc., Ames/Iowa, USA, hat am 27. April 2020 eine Patronatserklärung abgegeben. Darin verpflichtet sie sich insbesondere, die REG Germany GmbH und deren Tochtergesellschaften im Bedarfsfall mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um die Gesellschaft in die Lage zu versetzen, stets alle fälligen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern zu erfüllen, und dadurch eine bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit und/oder eine Überschuldung der REG Germany GmbH und deren Tochtergesellschaften im insolvenzrechtlichen Sinne zu vermeiden. Die Patronatserklärung ist befristet bis zum 30. Juni 2021. Dem Konzern wurde weitere Liquidität in Form von zwei Kapitalerhöhungen im Mai 2019 und Februar 2020 in Summe von USD 4,5 Mio. zugeführt, damit vielversprechende Investitionen weiterverfolgt werden können sowie der Geschäftsbetrieb sichergestellt ist. Des Weiteren erfolgte im März 2020 eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage. Dabei wurde ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 3,26 Mio. in Eigenkapital gewandelt. Risiko- und ChancenberichtRisikomanagementIm Mittelpunkt des konzernweiten Risikomanagementsystems steht die frühzeitige und systematische Identifikation und Analyse der Risiken sowie die Sicherstellung der Berichterstattung und Steuerung der Risiken in der gesamten REG-Germany-Gruppe. Das Chancen- und Risikomanagementsystem von REG Germany hat die Identifizierung, Messung und wirksame Beherrschung von Risiken zum Ziel. REG Germany betreibt das eigene Risikomanagement mithilfe von Risikogrundsätzen, Organisationsstrukturen und eng miteinander verknüpften Prozessen zur Risikobewertung und Risikoüberwachung. Auf der Grundlage konzerneinheitlicher Standards werden Chancen und Risiken systematisch in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Hierdurch lassen sich Gefahrenpotenziale frühzeitig minimieren und Chancen zielgerichtet und erfolgreich nutzen. Da die REG-Germany-Gruppe international tätig ist, sind sowohl gesamtwirtschaftliche als auch geschäftsbereichsspezifische sowie finanzielle Risiken für die Geschäftsentwicklung und Ergebnissituation relevant. In diesem Zusammenhang ist es schwierig, mögliche Veränderungen - beispielsweise durch Auflagen, die von den Gesetzgebern oder Behörden der verschiedenen Länder, in denen REG Germany tätig ist, und der (hauptsächlich europäischen) Länder, die zu den Zielmärkten von REG Germany zählen, erhoben werden - und die damit einhergehenden Auswirkungen auf das Geschäftsumfeld abzuschätzen. Betriebliche und sonstige RisikenDie Branche, in der REG Germany tätig ist, zeichnet sich durch eine besondere Sensibilität hinsichtlich zyklischer und gesetzgeberischer Einflüsse aus, die starke Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage des REG-Germany-Konzerns haben könnten. In ihrem Betriebsumfeld sieht sich REG Germany mit den folgenden Risiken konfrontiert: Betriebliches RisikoIm Rahmen der Geschäftstätigkeit von REG Germany gibt es mehrere operative Risiken im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Schmelzanlage, einer Raffinerie und zweier Produktionsstätten für Biodiesel einschließlich der jeweils zugeordneten Logistik. Störungen in einer Anlage oder in Teilen einer Anlage können einen vollständigen oder teilweisen Produktionsstopp verursachen. Mechanische oder chemische Fehler, ungewollte Reaktionen oder eine fehlerhafte Systemsteuerung innerhalb des Herstellungsprozesses könnten zu einem Ausfall der Anlage oder dazu führen, dass die Produkte nicht mehr den Qualitätsanforderungen entsprechen. Eine schlechte Qualität der Rohstoffe kann den Produktionsertrag und die Qualität der Produkte ebenfalls beeinflussen. REG Germany ist sich aller genannten Risiken bewusst und sorgt dafür, solche Vorfälle nach besten Kräften zu verhindern. Regulatorische RisikenBis zu einem gewissen Grad hängt die Existenz des Markts für Biodiesel von der gesetzlich vorgeschriebenen Beimischung von Biodiesel zu fossilem Dieselkraftstoff ab. Die Entfaltungsmöglichkeiten für Unternehmen in dieser Branche werden von den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen eines Landes vorgegeben. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass die Verbindlichkeit und die Nachhaltigkeit von gesetzlichen Regelungen in Bezug auf Biokraftstoffe aus unternehmerischer Sicht kaum vorhersehbar waren. Das aus der Gesetzgebung bzw. der Macht des politischen Willens entstehende Risiko kann von REG Germany nur in sehr geringem Umfang abgegrenzt werden. REG Germany ist Mitglied in den entsprechenden Lobbyverbänden in Deutschland und Europa, welche die Interessen der Biodieselindustrie auf der politischen Bühne und gegenüber anderen Interessengruppen auf nationaler Ebene vertreten und auch versuchen, diese auf der Ebene der EU-Kommission durchzusetzen. BeschaffungsrisikenAus der aufwendigen Rohstoffbeschaffung ergeben sich wesentliche Wettbewerbsrisiken für den Konzern. Zur Reduzierung dieses Risikos konzentriert sich REG Germany auf die regionale und über die Grenzen Deutschlands hinausgehende Ausweitung seiner Beschaffungsaktivitäten. Daneben unternimmt REG Germany kontinuierliche Anstrengungen zur Effizienzsteigerung in den Bereichen Aufbereitung und Ausbeute. Mit einer strukturierten Beschaffungspolitik auf den Märkten für Strom, Erdgas und andere Chemikalien, die im Produktionsverfahren zum Einsatz kommen, verringert der Konzern die Risiken für Preisänderungen. Auf der Grundlage eines neuen Berechnungs- und Verbrauchsmodells konnte REG Germany erfolgreich günstigere Einkaufsbedingungen mit den entsprechenden Versorgern aushandeln. WährungsrisikoAufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit ist die REG-Germany-Gruppe auch Währungsrisiken direkt ausgesetzt. Einen signifikanten Teil seines Geschäfts wickelt das Unternehmen in US-Dollar und Schweizer Franken ab. Währungsschwankungen können das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Zur Kontrolle des Währungsrisikos sichert der Konzern solche Transaktionen teilweise mit Devisentermingeschäften ab. AusfallrisikoDer REG-Germany-Konzern geht ausschließlich mit anerkannten, kreditwürdigen Parteien Geschäfte ein, überwiegend mit großen nationalen und internationalen Mineralölgesellschaften. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis machen möchten, werden zunächst auf ihre Bonität hin überprüft und erhalten anschließend auf Basis ihrer Kreditwürdigkeit eine eigene Kreditlinie. Die Gruppe hat zum Teil beträchtliche Forderungen gegen bestimmte Kunden. Auf der Grundlage der Bonität unserer Kunden gehen wir nicht davon aus, dass ein erhöhtes Ausfallrisiko besteht. Für die wesentlichen Kunden wird der Wertberichtigungsbedarf zum jeweiligen Abschlussstichtag auf Einzelbasis analysiert. Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als niedrig, da seine Kunden in verschiedenen Ländern ansässig sind. LiquiditätsrisikoAls Liquiditätsrisiko für die REG-Germany-Gruppe fasst die Gesellschaft das Risiko zusammen, den eigenen finanziellen Verpflichtungen möglicherweise nicht mehr nachkommen zu können. Risikobereiche sind unter anderem die Bedienung von Darlehen oder die Bezahlung von Lieferanten. Neben dem operativen Geschäft hat die REG-Germany-Gruppe hauptsächlich über Kredite aus dem internationalen REG-Konzern Zugang zu liquiden Mitteln. Genutzt werden die generierten liquiden Mittel für Investitionen sowie für die Finanzierung des Betriebskapitals. Zudem werden kurzfristige Bankdarlehen zur Finanzierung des Betriebskapitals herangezogen. Mit einer führenden europäischen Bank bestand bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 eine Handelslinie zur Finanzierung des Betriebskapitals. Diese Linie wurde auf jährlicher Basis verlängert und ist unterjährig an die Einhaltung bestimmter Covenants gebunden gewesen. Um dem durch die gegenwärtige schlechte Marktlage latent bestehenden Liquiditätsrisiko zu begegnen, hat die REG, Inc. eine Patronatserklärung abgegeben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den obigen Abschnitt "Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage". MarktrisikenAls Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die folgenden vier Risikotypen: Währungsrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffpreisrisiko und sonstige Preisrisiken wie beispielweise das Aktienkursrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen unter anderem Verkaufsverpflichtungen gegenüber Kunden, verzinste Darlehen, Einlagen zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente. ZinsrisikoAls Zinsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Zinssätze am Markt schwanken. Das Zinsänderungsrisiko, dem REG Germany ausgesetzt ist, wird im Wesentlichen dadurch vermieden, dass der Konzern bei der Finanzierung von Investitionen grundsätzlich feste Zinssätze über die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit vereinbart. Langfristige Darlehen werden im Wesentlichen nur durch den Anteilseigner oder von anderen Konzerngesellschaften aus den USA gewährt und dienen einer Finanzierung des laufenden Geschäfts bei ebenfalls festem Zinssatz, sodass kein bzw. nur ein geringes Zinsänderungsrisiko besteht. Kurzfristige Kreditlinien sind ihrem Wesen nach von kurzer Laufzeit, sodass solche Zinsänderungsrisiken von vornherein begrenzt oder ganz vermieden werden. Unverhältnismäßig hohe RisikokonzentrationRisikokonzentrationen entstehen, wenn eine Reihe von Geschäftspartnern ähnliche Geschäftstätigkeiten oder Tätigkeiten in derselben Region betreiben oder wirtschaftliche Merkmale aufweisen, die dazu führen, dass sie bei Veränderungen der wirtschaftlichen oder politischen Lage oder anderer Bedingungen in gleicher Weise in ihrer Fähigkeit zur Erfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtungen beeinträchtigt werden. Um unverhältnismäßig hohe Risikokonzentrationen zu vermeiden, enthalten die Konzernrichtlinien spezielle Vorgaben zur Aufrechterhaltung eines diversifizierten Portfolios. Jede identifizierte Konzentration des Ausfallrisikos wird entsprechend kontrolliert und gesteuert. Kurzfristig wirksame Chancen und RisikenZu den größten Chancen und Risiken gehört die Entwicklung der Nachfrage auf den Absatzmärkten von Biodiesel, die durch das regulatorische Umfeld geprägt sind. Auf der Grundlage dieses Basisszenarios planen wir, neue Märkte bzw. neue Länder in Europa zu erschließen. Über dieses grundlegende Szenario hinaus bewerten wir außerdem bestimmte Risikoszenarien, insbesondere diejenigen in Bezug auf die neuen regulatorischen Anforderungen in Deutschland sowie das Risiko, dass andere Produzenten auf dem Markt in der Lage sein könnten, Marktanteile von REG Germany zu übernehmen. Die durchschnittliche Anlagenauslastung bewegt sich bereits auf einem hohen Niveau. In manchen Fällen besteht aber noch die Möglichkeit, Chancen aus einer verstärkten Nachfrage im Rahmen der noch verfügbaren Produktionskapazitäten zu nutzen - bei nur relativ geringen Investitionen. Darüber hinaus ist der Biodieselpreis an den Ölpreis gekoppelt. Mit einem gewissen Zeitverzug ist der Altspeisefettpreis an den Preis für AME gekoppelt. Angesichts der soliden Nachfrage und des relativ kleinen Angebots konnten wir den Anstieg der Rohstoffkosten bisher zum überwiegenden Teil an unsere Kunden weitergeben. Sollte allerdings ein signifikanter Nachfragerückgang für unseren Biodiesel oder ein deutlicher Rückgang des Angebots an Rohstoffen eintreten oder sollten wichtige andere Versorgungsquellen auf einem Markt mit doppelter Gewichtung verfügbar werden, könnte dies zu erheblichen Margeneinbußen führen. Ungeplante Anlagenabschaltungen werden durch die Einhaltung hoher technischer Standards und die kontinuierliche Optimierung und Wartung unserer Anlagen bestmöglich vermieden. Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Mai 2019 und im Februar 2020 wurde dem Konzern weitere Liquidität in Form von zwei Kapitalerhöhungen in Summe von USD 4,5 Mio. zugeführt, damit vielversprechende Investitionen weiterverfolgt werden können sowie der Geschäftsbetrieb sichergestellt ist. Des Weiteren erfolgte im März 2020 eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage. Dabei wurde ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 3,26 Mio. in Eigenkapital gewandelt. Im Sommer 2019 fanden funktionale Anpassungen innerhalb des REG-Konzerns in Europa statt. Die Rohwarenbeschaffung sowie der Vertrieb von Biodiesel und der Nebenprodukte wurden in der zweiten Jahreshälfte 2019 in der REG International Trading & Commodities B.V., mit Sitz in Amsterdam, gebündelt. Diese Funktionen wurden bis dahin von der Vital Fettrecycling GmbH (Rohwarenbeschaffung) und der REG Energy Sales Germany GmbH (Vertrieb) ausgeführt. Die Produktion wird weiterhin durch die Vital Fettrecycling GmbH ausgeführt. Diese fungiert als Lohnproduzent für die REG International Trading & Commodities B.V. Die Roh- und Fertigwaren verbleiben über den gesamten Verarbeitungsprozess im Eigentum der REG International Trading & Commodities B.V. Über die Lohnverarbeitung hinaus partizipiert der REG Germany Konzern an den Gewinnen und Verlusten, die in der niederländischen Gesellschaft durch den Vertrieb des in der Vital produzierten Biodiesels inklusive der Nebenprodukte entstehen. Die Marktbedingungen ließen auch im Jahr 2019 keine positive Entwicklung zu. Aufgrund der langen Lieferketten äußerte sich der am Markt zu beobachtende starke Anstieg der Biodieselpreise im vierten Quartal 2019 erst im ersten Quartal 2020 in einer deutlichen Verbesserung der Geschäftsentwicklung. Zwar konnte die Produktionsleistung gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % gesteigert werden, aber insbesondere im ersten Quartal wurde das Produktionspotenzial aufgrund der Rohstoffverfügbarkeit nicht vollständig ausgenutzt. Auch im weiteren Jahresverlauf bremste die Rohstoffqualität weitere Produktionssteigerungen aus. Angesichts der vorgenannten Entwicklungen hat sich auch für das Geschäftsjahr 2019 ein Konzernjahresfehlbetrag ergeben. Auf Basis aktueller ungeprüfter Zahlen wird von einem Umsatz in Höhe von EUR 113 Mio. ausgegangen. Das EBIT liegt bei ca. EUR -6 Mio. Daraus ergibt sich eine EBIT-Marge von -5,4 %. Zum 1. Januar 2020 hat die REG Germany GmbH ihre Beteiligung an der Schweizer Gesellschaft REG Energy Services Switzerland AG an die REG International Trading & Commodities B.V. veräußert. Die Auswirkungen von COVID-19 auf die Ertragslage im Geschäftsjahr 2020 sind bislang eher gering ausgefallen. Zu Beginn der Corona-Krise gab es Störungen in der Lieferkette, weil bereits kontrahierte Rohstoffmengen aus China aufgrund der örtlichen Einschränkungen nicht abrufbar gewesen sind. Die fehlenden Mengen konnten jedoch durch Zukäufe von US- und EU-Rohwaren substituiert werden. Auch darüber hinaus gab es keine gravierenden Versorgungsengpässe. REG hat auf internationaler Ebene ein Fachgremium gebildet, welches sich mit den Anforderungen und Auflagen von nationalen und international Behörden beschäftigt um die Sicherheit der Mitarbeiter und einen geregelten Betrieb sicherzustellen. In den ersten sieben Monaten ist es Corona-bedingt zu keinen Produktionsausfällen gekommen. Die Produktionsleistung liegt auf geplantem Niveau. Bei der Biodieselnachfrage waren Schwankungen zwischen den einzelnen Monaten zu beobachten. Geprägt von der Unsicherheit bezüglich der Dauer und des Umfangs der Krise ist die Biodieselnachfrage zu Beginn zurückgegangen, während sie in den letzten Monaten wieder angestiegen ist. Insgesamt liegt der Absatz des selbst produzierten Biodiesels in den ersten sieben Monaten auf einem stabilen Niveau und blieb lediglich 0,5 % hinter der Planung zurück. Für die zweite Jahreshälfte lassen sich die finanziellen Auswirkungen nur schwer abschätzen. Wieder steigende Corona-Fälle und damit ein eventuell einhergehender Lock-Down in einzelnen Regionen Europas oder den Rohstoffquellen-Ländern könnten Folgen für die Rohstoffverfügbarkeit und auch die Biodieselnachfrage haben. PrognoseberichtGenerell stärkt die im Dezember 2018 von der Kommission veröffentlichte RED II das Geschäftsmodell der REG-Germany-Gruppe bis 2030. Die Endfassung der RED II ermöglicht den einzelnen Mitgliedsländern jedoch eine Beschränkung der abfallbasierten Biokraftstoffe auf 1,7 % (durch die Doppelgewichtung sind das effektiv 3,4 %). Es ist unwahrscheinlich, dass alle Länder eine solche Einschränkung umsetzen, aber auch in diesem Fall wäre ein Wachstum für den europäischen Markt von abfallbasierten Kraftstoffen möglich. Nach wie vor scheint die Entwicklung von Wettbewerbertechnologien, insbesondere von HVO (hydrierten Pflanzenölen - Hydrated Vegetable Oils), für die beimischungspflichtigen Parteien zunehmend an Bedeutung zu gewinnen. HVO stellt insbesondere in Skandinavien eine bessere Lösung zur Erreichung der Beimischungsverpflichtung dar. Die dortigen Witterungsverhältnisse sorgen für deutliche Einschränkungen beim Verkauf der eigenen Produkte. Da HVO-Produzenten größtenteils von pflanzenbasierten Rohstoffen abhängig sind, ist es fraglich, welche Art Rohstoffe diese Produzenten nach 2020 verwenden werden. Eine Möglichkeit ist die Verwendung abfallbasierter Rohstoffe. Diese Vorgehensweise konnte bereits am Markt beobachtet werden, denn die jeweiligen Akteure haben damit begonnen, entsprechende Einkäufe in diesen Märkten zu tätigen. Die gestiegene Nachfrage nach Rohstoffen in einem Bereich, dessen Verfügbarkeit per Definition begrenzt ist, wird sich wahrscheinlich nachteilig auf die Margen der abfallbasierten Produzenten auswirken, die von der Verfügbarkeit abfallbasierter Rohstoffe abhängig sind. Eine besondere Gefahr stellte die ursprüngliche Extra-Förderung von Flugtreibstoffen im RED-II-Entwurf dar (Biodiesel ist aufgrund seiner Temperatureigenschaften nicht für den Flugbetrieb geeignet). Die Geschäftsleitung ist erfreut, dass durch geschickte Lobbying-Bemühungen in der Endfassung der RED II eine Chancengleichheit für die verschiedenen Endprodukte (HVO und Biodiesel) geschaffen wurde. Zurzeit wird evaluiert, welche Art von erneuerbaren Flugkraftstoffen in Zukunft eingesetzt werden. Hier sind die Fakten auf der Seite des REG-Geschäftsmodells, denn die Umwandlung von Altspeisefetten in Straßenverkehrskraftstoffe ist kostengünstiger und reduziert mehr Treibhausgasemissionen als die Umwandlung der selben Moleküle in Flugkraftstoff. Deshalb erwartet die Gesellschaft, dass langfristig eher E-Fuels- bzw. Zellulosebasierte Kraftstoffe im Flugbereich eingesetzt werden. Ein Vorschlag der EU-Kommission vom November 2020 erscheint weniger positiv für die EU-Interessen von REG in Bezug auf die Produktion von Biokraftstoffen für den Straßenverkehr und die Schifffahrt. Aber wir sind zuversichtlich, dass das Lobbying der Branche diese Situation verbessern wird; unsere Zuversicht basiert auf der Erfolgsbilanz des EWABA (des Verbandes, dessen Vorsitz REG innehat), der in der Vergangenheit wiederholt ähnlich bedenkliche gesetzgeberische Entwicklungen nachgebessert hat. Weiterhin stellt das sogenannte Co-Processing eine Gefahr für die Biodiesel-Branche dar. Beim Co-Processing fügen Mineralöl-Raffinerien Pflanzenöle, aber auch abfallbasierte Öle, direkt dem Prozess bei um diese auf ihre Beimischungsquote bzw. Treibhausgasreduzierung anzurechnen. Hieraus könnte ein Rückgang der Biodieselnachfrage resultieren. Die EU-Kommission muss noch über die genaue Nachweismethode zur Bestimmung des Anteils von erneuerbaren Molekülen im Endprodukt entscheiden. Die Biokraftstoff-Branche lobbyiert intensiv für einen analytischen Nachweis, da andere Methoden wie Massenbilanzierung zu verfälschten Ergebnissen führen. Der delegierte Rechtsakt zum Co-Processing muss von der EU-Kommission bis Dezember 2021 veröffentlicht werden. LeitlinieFür 2020 wird von Umsatzerlösen zwischen EUR 40 Mio. und EUR 44 Mio. und einem EBIT zwischen EUR 9 Mio. und EUR 12 Mio. ausgegangen. Insbesondere im ersten Quartal 2020 konnte eine sehr hohe Marge realisiert werden, da die Rohstoffmengen aufgrund der langen Lieferketten noch zu niedrigen Preisen in den Produktionsprozess einliefen, während die Biodiesel und Nebenproduktpreise auf Rekordniveau notierten. Auch die Produktionsleistung lag im ersten Quartal 1,8 % oberhalb der Planung. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres entwickelten sich sowohl Produktions- als auch Absatzmengen stabil. Für das Geschäftsjahr 2021 gehen wir derzeit davon aus, dass der Umsatz für den REG Germany-Konzern nicht über dem des Vorjahres liegen dürfte. Der Umsatz setzt sich zum einen aus den Erlösen aus Lohnverarbeitung und zum anderen aus der Gewinnbeteiligung aus der Vermarktung des produzierten Biodiesels zusammen. Wie bereits beschrieben, konnte insbesondere zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 eine sehr hohe Marge aufgrund vorteilhafter Rohstoffbeschaffung in Verbindung mit steigenden Absatzpreisen realisiert werden. Im Vergleich zu 2020 bleiben die Absatzpreise im Jahr 2021 auf einem ähnlichen Niveau, während auf der Rohstoffseite eher mit durchschnittlich höheren Preisen zu rechnen ist. Weiterhin ist ein Anstieg der Produktionskosten im Bereich Energie abzusehen. Das EBIT wird in einem Bereich zwischen EUR 4 Mio. und EUR 7 Mio. erwartet.
Borken, 14. Dezember 2020 REG Germany GmbH gez. Raymond Richie, Geschäftsführer Konzernabschluss (HGB)Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 hat die REG Germany GmbH ihren Sitz in Borken und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld unter Nr. HRB 16796 geführt. Die Gesellschaft ist eine Holdinggesellschaft. Das operative Geschäft wird durch die 100%igen Tochtergesellschaften an den Standorten Borken-Burlo, Südlohn-Oeding und Emden sowie in Spanien betrieben. II. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. III. Konsolidierungskreis, Konsolidierungsstichtag, Konsolidierungsmethoden Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden, den Vorschriften des HGB entsprechend, erstellt. Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2018. Zwischen der REG Germany GmbH und den beiden in Deutschland ansässigen Tochterunternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Folgende Tochterunternehmen werden in Form der Vollkonsolidierung neben der REG Germany GmbH in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Vital Fettrecycling GmbH und die REG Energy Sales Germany GmbH nehmen die Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögensgegenständen enthalten sind, wurden in voller Höhe eliminiert. Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und zwanzig Jahren. Immaterielle Vermögensgegenstände mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde in 2007 vollständig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter, deren Wert EUR 410 nicht übersteigt, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese direkt abzuschreiben. Für die Gegenstände des Anlagevermögens gelten folgende Nutzungsdauern:
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Rohstoffe: Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ermittelt auf Basis der FiFo-Methode, und ihrem Nettoveräußerungswert. Fertige und unfertige Erzeugnisse: Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der produktionsbezogenen Verwaltungskosten ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt. Für alle risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Fremdwährungsforderungen sind mit dem Devisenkassakurs am Abschlussstichtag in die Bilanzwährung (EUR) umgerechnet worden. Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Ausländische Valuten werden zu Buchwerten angesetzt bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend dem Zeitablauf. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend dem Zeitablauf. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Unterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell rund 30,079 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergaben sich keine latenten Steuern. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern schließt derivative Finanzinstrumente mit verschiedenen Parteien ab, insbesondere mit Finanzinstituten guter Bonität (Investment Grade). Der beizulegende Zeitwert wird unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens mit am Markt beobachtbaren Inputparametern (Mark-to-Market) zum jeweiligen Stichtag ermittelt. Bei den Finanzinstrumenten handelt es sich hauptsächlich um Devisenterminkontrakte und Rohstoffterminkontrakte. Die Bewertungsmodelle beziehen verschiedene Größen mit ein, wie z.B. Bonität der Geschäftspartner, Devisenkassa und Termin-Kurse und Forwardsätze der zugrundeliegenden Rohstoffe. Alle Derivate sind vollständig mit Barmitteln abgesichert, wodurch sowohl das Nichterfüllungsrisiko der Geschäftspartner als auch das Nichterfüllungsrisiko des Konzerns ausgeschlossen werden. Bewertungseinheiten werden gebildet, sofern eine Sicherungsbeziehung aufgrund von Umfang und Zeitraum dargestellt werden kann. In diesem Fall werden sich kompensierende Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend berücksichtigt. Die Änderungen des Ausfallrisikos der Gegenpartei hatten keinen wesentlichen Effekt auf die Einschätzung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung im Falle der Derivate, die einer Sicherungsbeziehung zugewiesen wurden, und anderer Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert erfasst wurden. V. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter der Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Vorräte
Wertminderungen auf den Vorratsbestand waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Das gesamte Vorratsvermögen ist als Sicherheit für gewährte Bankdarlehen verpfändet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Restlaufzeit bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt wie im Vorjahr bis zu einem Jahr. Zum 31. Dezember 2018 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 47) wertgemindert. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen beträgt die Restlaufzeit ebenfalls bis zu einem Jahr (wie im Vorjahr). Eigenkapital
Aus der Konsolidierung der Schweizer Gesellschaft entsteht eine Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR -7.457. Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf EUR -5.952.890 (Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag von EUR -6.643.498). Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten primär eine Grunderwerbsteuerrückstellung aus dem Geschäftsjahr 2016 sowie eine Einkommensteuerrückstellung für das laufende Geschäftsjahr der Schweizergesellschaft. Die sonstigen Rückstellungen enthalten personalbezogene Verpflichtungen sowie Rückstellungen für bezogene, aber noch nicht berechnete Waren und Leistungen. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Darlehen für die Finanzierung der Fahrzeugflotte sowie kurzfristige Darlehen in Höhe von TEUR 6.418 zur Finanzierung von Roh- und Fertigware. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 7.542 (Vorjahr: TEUR 248). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 987 (Vorjahr: TEUR 162). Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Darlehensverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verbleiben im Vorjahresvergleich unverändert bei TEUR 3.256. Es handelt sich um Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen das Finanzierungsleasing zweier Tanks in Emden mit einer Restlaufzeit bis 2024 sowie Steuerverbindlichkeiten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern mit TEUR 1.391 (Vorjahr: TEUR 412) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit mit TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 25) enthalten. Zur Absicherung der Gesellschafterdarlehen der REG Overseas Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, wurden auf den Grundstücken der Vital Fettrecycling GmbH Grundschulden eingetragen; ebenso besteht ein Zugriffsrecht auf das Umlaufvermögen. Weiterhin besteht ein Subordination Agreement zwischen der REG Overseas Holdings B.V. und einer führenden europäischen Bank, welches es der REG Germany GmbH und deren Tochtergesellschaften ermöglicht, einzelne Forderungen oder Vorräte zu Finanzierungszwecken an diese Bank als Sicherheit zu übereignen. REG Overseas Holdings B.V. würde in diesem Falle, solange offene Verbindlichkeiten mit der Bank bestehen, als nachrangiger Gläubiger behandelt werden. Außerbilanzielle Verpflichtungen Der Konzern hat Finanzierungs-Leasingverträge und Mietkaufverträge für verschiedene technische Anlagen abgeschlossen. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden. Die Miet- und Leasingverträge dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken bestehen in der vertraglichen, längerfristigen Bindung sowie in höheren Refinanzierungskosten.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Pachtverhältnissen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Die Mindestzahlungsverpflichtungen bestehen für Büro-, Lager- und Tanklagerflächen sowie die Firmenflotte.
Weiterhin existiert ein Vertrag zur Raffination von Altspeisefett durch eine Drittfirma mit unbefristeter Laufzeit. Dies führt zu jährlichen Auszahlungen in Höhe von mindestens TEUR 405. VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Der Konzern verkauft im Wesentlichen Produkte aus der eigenen Herstellung an den Produktionsstandorten Oeding und Emden. Der Biodiesel wird von den Kunden zur Beimischung mit fossilem Diesel verwendet (B7). Die sonstigen Umsätze bestehen hauptsächlich aus dem Handel mit Altspeisefetten auf dem spanischen und portugiesischen Markt. Unterscheidbare Teilaktivitäten des Konzerns sind nicht gegeben. Es liegen weder die Voraussetzungen für eine Geschäftssegmentberichterstattung noch die für eine geografische Segmentberichterstattung vor. Der Gesamtumsatz gliedert sich folgendermaßen auf:
Angaben aufgrund der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens
Angaben zu weiteren GuV-Positionen
Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Rückstellungsauflösung in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 174), aus Energiesteuererstattung in Höhe von TEUR 392 (Vorjahr: TEUR 222) und sonstige Erträge in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 19) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 49) enthalten.
VII. Sonstige Angaben Gesellschaftsorgane Im Geschäftsjahr 2018 erfolgte die Konzerngeschäftsführung durch Herrn Raymond Ronald Richie. Herr Raymond Ronald Richie, Vice President, Strategic Planning & Analysis and Managing Director, European Operations, Ames, Iowa, Vereinigte Staaten von Amerika, wurde am 21. Dezember 2017 per Gesellschafterbeschluss mit Wirkung vom 9. Januar 2018 zum Geschäftsführer bestellt. Gleichzeitig ist er Geschäftsführer der Tochterunternehmen Vital Fettrecycling GmbH und REG Energy Sales Germany GmbH. Auch in der Schweizer Gesellschaft REG Energy Services Switzerland AG hat er den Vorstandsposten übernommen. Es existieren keine bestehen Darlehen oder Pensionszusagen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 314 (3) Satz 2 HGB i.V.m. § 286 (4) HGB verzichtet. Anzahl der Arbeitnehmer Der Konzern hat auf Vollzeitbasis durchschnittlich folgende Arbeitnehmer ohne Auszubildende beschäftigt (Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB):
Angaben zum Mutterunternehmen Die REG Germany GmbH ist eine 100%ige Tochter der REG Overseas Holdings B.V., Amsterdam Schiphol, Niederlande. Für den kleinsten Kreis von Unternehmen hat die REG Overseas Holdings B.V. im Berichtszeitraum einen Konzernabschluss erstellt. Die Renewable Energy Group Inc., Ames, Iowa, USA, stellt für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach US-GAAP auf. Er ist am Sitz der Konzernobergesellschaft erhältlich und wird unter der Registernummer CIK 0001463258 bei der SEC in Washington/USA hinterlegt. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen In der folgenden Tabelle wird die Gesamthöhe der Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen dargestellt:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Der Konzern ist seit Sommer 2019 im Rahmen einer funktionalen Anpassung innerhalb des REG Konzerns in Europa als Lohnhersteller für die REG International Trading & Commodities B.V., Amsterdam/Niederlande, tätig. Über die Lohnverarbeitung hinaus partizipiert der REG Germany Konzern an den Gewinnen und Verlusten, die in der niederländischen Gesellschaft durch den Vertrieb des in der Vital produzierten Biodiesels inklusive der Nebenprodukte entstehen. Für weitere Ausführungen wird auf den Lagebericht verwiesen. Angabe gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Die Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2018 erfolgte durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Borken, 14. Dezember 2020 REG Germany GmbH gez. Raymond Richie, Geschäftsführer Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang)REG Germany GmbH, BorkenKonzernabschluss zum 31.12.2018
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die REG Germany GmbH, Borken Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der REG Germany GmbH, Borken, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der REG Germany GmbH, Borken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzer nlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 18. Dezember 2020 Deloitte
GmbH
Josef Kalvelage, Wirtschaftsprüfer Boris Liesbrock, Wirtschaftsprüfer |
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