TAO Capital GmbH
Selbe AdresseEffekten- und Warenterminhandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan de Schutter seit 4.1.2008 | Geschäftsführer |
Christian Alexander Zorn seit 23.9.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Alpha Wertpapierhandels GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.20231. Allgemeine Angaben zur Geschäftstätigkeit Wie im Vorjahr bilden die Geschäftsfelder Order-Execution, Eigenhandel und Finanzportfolioverwaltung die Kernbereiche der Alpha Wertpapierhandels GmbH. Die Abwicklung der Börsentransaktionen erfolgt im Wesentlichen über die elektronische Handelsplattform XETRA der Deutschen Börse AG, Frankfurt am Main. Ergänzend zu der eigenen Börsenmitgliedschaft werden weitere europäische und internationale Handelsplatzzugänge von Partnerbanken für den Bereich der Order-Execution bereitgestellt. Die Führung der Kundendepots für Privatkunden im Rahmen der Vermögensverwaltung/Finanzportfolioverwaltung erfolgt über die V-Bank AG, München, als depotführende Stelle. Die Alpha Wertpapierhandels GmbH ist der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zugeordnet. Weiterhin ist die Alpha Wertpapierhandels GmbH Mitglied im Bundesverband der Wertpapierfirmen e.V. (bwf). 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das wirtschaftliche und politische Umfeld im Geschäftsjahr 2023 war maßgeblich weiterhin geprägt von den geopolitischen Unsicherheiten bedingt durch den anhaltenden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine seit Ende Februar 2022. In Folge des Krieges und der Krisensituation verblieb die Inflation in Deutschland in 2023 immer noch auf einem hohen Niveau und betrug laut dem Statistischen Bundesamt für das Gesamtjahr 5,9% nach 6,9% im Jahr zuvor. Insbesondere trugen die hohen Preise für Nahrungsmittel zu der erhöhten Teuerungsrate bei. In Deutschland war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr und konnten somit den positiven Trend der beiden Jahre zuvor nicht fortsetzen - für 2021 betrug die Veränderung zum Vorjahr 3,2%, während der vergleichbare Wert in 2022 noch bei 1,8% lag. Zwar war die Wirtschaftsleistung in den ersten drei Quartalen in etwa noch ausgeglichen, so führte jedoch das schwache vierte Quartal zur insgesamten Schrumpfung in 2023 laut dem Statistischen Bundesamt. Konjunkturdämpfend waren nach wie vor die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück, wohingegen die meisten Dienstleistungsbereiche ihre Aktivitäten ausweiten konnten und die Wirtschaft in 2023 stützten. Produktion und Wertschöpfung waren abermals in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie negativ betroffen, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die hohen Verbraucherpreise wirkten sich gleichfalls dämpfend auf die privaten Konsumausgaben aus - diese waren gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,8% rückläufig. Ebenso reduzierte der Staat in 2023 erstmals seit 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben um 1,7% im Vergleich zu 2022. Am Zinsmarkt setzte sich der Trend der steigenden Zinsen in 2023 fort, wenngleich die Dynamik der Zinserhöhungen im Vergleich zu 2022 etwas nachgelassen hat. Die wichtigsten Notenbanken der Welt hatten als geldpolitische Maßnahme in 2023 weiterhin die Leitzinsen angehoben, um den hohen Inflationsraten angemessen zu begegnen. So hat die EZB im abgelaufenen Geschäftsjahr den Hauptrefinanzierungszins von 2,5% auf 4,5% angehoben und steuerte somit der hohen Teuerungsrate im Euroraum entgegen. Insgesamt wurde der Leitzins durch die EZB seit Juli 2022 in zehn Zinsschritten von 0 auf 4,5% erhöht. Entkoppelt von den realwirtschaftlichen Rahmendaten konnte der DAX 40 im Jahresverlauf um 20,3% zulegen. Zu Beginn des Jahres 2023 lag der Index bei 13.992 Punkten und schloss zum Jahresende bei 16.751 Punkten und somit nahezu an seinem Jahreshöchststand von 16.794 Punkten. Innerhalb der Indexgruppe konnte sich die Aktie des Rüstungskonzerns Rheinmetall als Spitzenreiter behaupten und erzielte ein Jahreskursgewinn von 54%. Das Unternehmen profitierte von den erhöhten Verteidigungsausgaben aufgrund der globalen Bedrohungen sowie der strategischen Ausrichtung auf Munition und Dienstleistungen. Hingegen sah es für die Aktie des Internethändlers Zalando deutlich schlechter aus, denn sie war mit einem Jahresverlust von etwa 35% das Schlusslicht des Leitindexes. Der Modekonzern litt unter der Kaufzurückhaltung der Konsumenten in Folge von Inflation und Rezessionssorgen. Trotz der positiven Aktienkursentwicklungen an den Finanzmärkten ist festzuhalten, dass die Aktienumsätze niedrig sind. Die wirtschaftlichen und geopolitischen Geschehnisse seit Ausbruch des Ukrainekriegs im Februar 2022, sowie der eskalierende Nahost-Konflikt seit dem vierten Quartal 2023 beeinflussen das institutionelle- und private Investitionsverhalten und führen zu deutlicher Zurückhaltung bei den Anlegern und damit einhergehend zu rückläufigen Umsätzen an den internationalen Börsen. 3. Wirtschaftliche Verhältnisse Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtzeitraum jederzeit gegeben. Die liquiden Mittel bestanden im Wesentlichen in Form von laufenden Bankguthaben. Zum Bilanzstichtag ist die Gesellschaft fristenkongruent finanziert. Die liquiden Mittel (Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden) in Höhe von TEUR 3.300 machen ca. 84% (Vj: 87%) der Bilanzsumme aus. Neben dem Eigenkapital refinanziert sich die Gesellschaft insbesondere über den Fonds für allgemeine Bankrisiken. Ertragslage Insgesamt ist die Ertragslage der Gesellschaft geordnet, da die Gesellschaft über ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftskonzept verfügt. Die laufenden Erträge aus dem Kerngeschäft finden sich überwiegend im Nettoertrag des Handelsbestandes wieder, welcher im Berichtszeitraum um ca. 13% von TEUR 1.550 auf TEUR 1.354 gesunken ist. Der Grund hierfür lag in der insgesamt rückläufigen Entwicklung der Handelsvolumina in dem Geschäftsjahr 2023. Das Provisionsergebnis erhöhte sich um TEUR 26 auf TEUR 275. Die laufenden Erträge aus Beteiligungen betrugen TEUR 0 (Vj: TEUR 45). Mit TEUR 94 verzeichneten die sonstigen betrieblichen Erträge eine leichte Reduzierung um TEUR 15 (Vj: TEUR 109). Die Personalkosten betrugen TEUR 1.085 und lagen somit TEUR 192 unter dem Vorjahresniveau von TEUR 1.277. Ursache hierfür sind geringere Bonus- und Tantiemezahlungen an die Mitarbeiter und geschäftsführenden Gesellschafter aufgrund der Geschäftsentwicklung, sowie der Wegfall eines Gesellschafter-Geschäftsführers. Die anderen Verwaltungsaufwendungen betrugen TEUR 797 und sind damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 29 gesunken. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist nach der negativen Zuführung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 27 (Vj: positive Zuführung TEUR 900) negativ mit TEUR 92 (Vj: TEUR 1.079). Das Geschäftsjahr schließt nach Berücksichtigung von Steuern mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 93 (Vj: TEUR 1.080). Vermögenslage Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten erfolgte unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich im Wesentlichen aus Verpflichtungen aus Steuern und Lieferungen und Leistungen, ausstehenden Abrechnungen für weiterzugebende Provisionen sowie variablen Vergütungen zusammen. Die Aktivseite wird insbesondere von Liquiditätsreserven bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.265 (Vj: TEUR 3.544) sowie sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 347 (Vj: TEUR 343) und dem Handelsbestand über TEUR 89 (Vj: TEUR 24) geprägt. Das Eigenkapital ohne Berücksichtigung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 1.741 macht 44,5% der Bilanzsumme aus. Unter Berücksichtigung des Fonds für allgemeine Bankrisiken als Eigenmittel beläuft sich das aufsichtsrechtliche Eigenkapital auf TEUR 3.612 und macht 92,4% der Bilanzsumme aus. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet, da die Gesellschaft über ausreichende Liquidität verfügt und wesentlich über Eigenkapital und den Fonds für allgemeine Bankrisiken finanziert ist. 4. Risikobericht Als Wertpapierhandelsbank ergeben sich für die Alpha Wertpapierhandels GmbH Risiken, die im direkten Zusammenhang mit den Handelsaktivitäten stehen. Die Gesellschaft ist bestrebt, die Risiken, die das Finanzgeschäft mit sich bringt in ein adäquates Verhältnis zu dem möglichen Ertragspotenzial zu setzen. Die Geschäftsleitung ist verantwortlich für die Risikosteuerung und deren Überwachung. Gleichfalls obliegen ihr die Aufgaben des Geldwäsche- und Compliancebeauftragten. Die ex- terne Aufsicht erfolgt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Adressenausfallrisiko Adressenausfallrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus Ausfall- und Erfüllungsrisiken sowie Abwicklungsrisiken. Zur Minimierung der Adressenausfallrisiken kontrahiert die Alpha Wertpapierhandels GmbH ausschließlich mit Gesellschaften, die im Besitz einer Börsenzulassung sind und/oder der Überwachung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bzw. einer vergleichbaren ausländischen Überwachungsbehörde unterliegen. Die Abwicklung der Börsentransaktionen erfolgt im Wesentlichen über die Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main, sowie über die elektronische Handelsplattform "Xetra". Das Adressenausfallrisiko ist ein relevantes Risiko für die Gesellschaft, wird jedoch derzeit als gering erachtet, da nahezu alle Handelsgeschäfte Zug um Zug abgewickelt werden. Hinsichtlich gehaltener eigener Positionen ist das Adressenausfallrisiko ebenfalls vernachlässigbar, da die Gesellschaft im Regelfall keine größeren Positionen über einen längeren Zeitraum eingeht. Liquiditätsrisiko Die Geschäftsleitung erstellt täglich einen Liquiditätsstatus und kontrolliert dadurch gleichfalls die Liquidität der Gesellschaft. Ein zusätzlicher Statusreport wird täglich seitens der Abwicklungsbank, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf für die Alpha Wertpapierhandels GmbH erstellt und durch die Geschäftsleitung turnusmäßig geprüft. Weiterhin bleibt es die Absicht der Geschäftsleitung, nur in geringem Umfang langfristige Wertpapierpositionen einzugehen. Die Liquidität war während des Geschäftsjahres stets gegeben. Das Liquiditätsrisiko ist daher als gering zu erachten. Marktpreisrisiko Marktpreisrisiken sind aufzugliedern in Zinsänderungs-, Aktien- Index-, Fremdwährungs- und Rohwarenrisiken. Durch die operative Tätigkeit der Alpha Wertpapierhandels GmbH ist das unmittelbare Zinsänderungs-, Fremdwährungs- und Rohwarenrisiko als gering einzustufen. Marktpreisrisiken bei Aktien werden dagegen große Bedeutung beigemessen. Die Durchführung von Eigengeschäften, im Rahmen der Nostrotätigkeit erfolgt durch die Geschäftsführer sowie drei weitere Mitarbeiter. Positions- und Verlustlimite sind definiert und werden durch die Geschäftsleitung mehrmals im Tagesverlauf und mittels einer End of Day Berechnung kontrolliert. Im Bereich des Aktienhandels existieren Limite für die Mitarbeiter der Order Execution, die bei Überschreitung zeitnah der Geschäftsleitung zu melden sind. Ebenso wird EDV-unterstützt die Einhaltung dieser Limite durch die Geschäftsleitung regelmäßig überprüft. Overnight-Positionen aus dieser Tätigkeit können in geringem Umfang nach vorheriger Abstimmung mit der Geschäftsleitung gehalten werden. Das Marktpreisrisiko beschränkt sich daher im Wesentlichen auf das Tagesgeschäft. Operationelle Risiken Operationelle Risiken bestehen hauptsächlich bei der Alpha Wertpapierhandels GmbH in der Stabilität und Verfügbarkeit der EDV, da hierüber sämtliche Aktiengeschäfte abgewickelt werden. Zur Minimierung dieses Risikos werden alle Zentralserver redundant ausgestattet, sodass ein Backup bei einem IT-Ausfall gewährleistet ist. Die Gesellschaft lässt regelmäßig den Zustand der Hardware durch eine IT-Fachfirma überprüfen und bei Bedarf erneuern, um den bestmöglichen Sicherheitsstandard der IT-Infrastruktur erfüllen zu können. Zudem bestehen Notfallvorkehrungen, falls sämtliche EDV-Systeme durch den Ausfall externer Stromversorgung betroffen sein sollten. Datenstandleitungen zu den Börsen und Service-Providern sind ebenfalls redundant vorhanden, um ein hieraus resultierendes Ausfallrisiko zu minimieren. Darüber hinaus verfügen seit Pandemiebeginn nahezu alle Mitarbeiter über Homeoffice-Arbeitsplätze, auf die bei Störung des Geschäftsbetriebs ausgewichen werden kann. Nachhaltigkeitsrisiken Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (ESG Risiken), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens- , Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Wertpapierinstituts haben können. Klima- und Umweltrisiken werden nicht als neue Risikoart betrachtet, sondern als Risikotreiber der bekannten Risikokategorien: Kredit-, Markt-, Liquiditäts-, und operationelle Risiken. Nachhaltigkeitsrisiken in den Bereichen Klima und Umwelt unterteilen sich in physische Risiken und Transitionsrisiken. Vor dem Hintergrund klimatischer Veränderungen, in Form von Wetterunbeständigkeiten und steigender Niederschlagshäufigkeit, können sich mit erhöhter Wahrscheinlichkeit negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der Alpha Wertpapierhandels GmbH ergeben (physische Risiken). Zudem können durch Gesetzesänderungen und Neuverordnungen, beispielsweise hervorgerufen durch eine starke Zunahme von physischen Risiken, weitere Risiken entstehen, die sich negativ auf das Betriebsergebnis auswirken können. (Transitionsrisiko). Rechtliche Risiken Rechtsrisiken können durch neue gesetzliche Regelungen, Änderung bestehender Vorschriften sowie geänderter Auslegung von Vorschriften oder auch aus vertraglich nicht eindeutigen Formulierungen entstehen. Die Überwachung und Steuerung solcher Risiken übernimmt die Geschäftsleitung der Gesellschaft unter Hinzuziehung rechtsanwaltlicher Beratungsunternehmen. Zur Sicherstellung der Beweisbarkeit von telefonischen Handelsaufträgen werden die Geschäftsgespräche der Händler auf Datenträgern aufgezeichnet. Kostenrisiken aus Rechtsstreitigkeiten werden durch den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung minimiert. Risikotragfähigkeit Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft ist nachhaltig sichergestellt. Zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit wird die Risikomasse (Summe der Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken, operationelle Risiken und Nachhaltigkeitsrisiken) der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt. Zum 31. Dezember 2023 war die Risikotragfähigkeit nach den internen Vorgaben des Unternehmens gegeben. Allgemeine Branchenrisiken Regulatorische Risiken - Zu den allgemeinen Branchenrisiken gehört u.a. das instituts-typische Risiko der steigenden bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen auf nationaler und europäischer Ebene und den damit verbundenen strengen regulatorischen Vorgaben. Die Kontrolle und laufende Überwachung zur Einhaltung dieser Bestimmungen erfolgt im Rahmen von Compliance-Prozesse, internen Kontrollsystemen sowie der internen Revision. Hierdurch soll ein Fehlverhalten hinsichtlich aufsichtsrechtlicher Bestimmungen vermieden werden. Die zusätzliche Bildung von Vorsorgereserven verfolgt nicht nur den Zweck das bestehende regulatorische Risiko zu erfassen, sondern ebenso dem künftigen Risiko der zunehmenden und anspruchsvoller werdenden aufsichtsrechtlichen Vorgaben angemessen zu begegnen. Geopolitische Risiken - In den vergangenen Jahren kam es weltweit vermehrt zu schweren politischen und wirtschaftlichen Krisen. Zum Teil traten oder treten solche Krisen gleichzeitig auf oder sind miteinander verknüpft. Der anhaltende russische Angriffskrieg, der Terrorangriff durch die Hamas auf Israel und die daraus resultierende Eskalation im Nahen Osten aber auch die immer wieder aufkeimende Spannungen im Südchinesischen Meer verdeutlichen dies. Unternehmen des Finanzsektors, aber auch das Finanzsystem als Ganzes können von solchen Entwicklungen betroffen sein. Deren Folgen lassen sich allerdings kaum exakt prognostizieren, da geopolitische Krisen keinem festgelegten Muster folgen - jedoch besteht das Risiko, dass unerwartet ganze Märkte gar nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind. Zinsrisiken - Der abrupte Zinsanstieg des vergangenen Jahres brachte hohe Risiken für den Finanzsektor und führte zu Verlusten in den Wertpapierportfolien vieler Finanzinstitute. Ein weiterer Zinsanstieg oder aber auch eine stärker ausfallende Inversion der Zinsstrukturkurve zehrt die Bewertungsreserven der Institute auf, wodurch stille Lasten entstehen können. Das Abschmelzen der Kapitalausstattung einzelner Institute könnte wiederum die Kredibilität in Frage stellen und sich innerhalb der Bankenbranche ansteckend auswirken. Zudem besteht das Risiko, dass aufgrund der Ansteckungsgefahr Kunden ihre kurzfristigen Einlagen bei Finanzinstitutionen abziehen und durch den schnellen Abfluss von Liquidität die Integrität der Finanzmärkte destabilisiert wird. Geschäftskunden, Partnerbanken als auch unsere Gesellschaft könnten direkt oder indirekt von diesem Szenario gleichermaßen stark betroffen sein. Markteintritts Risiken - Es ist Teil der Geschäftsstrategie, den Bereich der Wertpapierdienstleistungen mittels weiterer Börsenmitgliedschaften auszubauen. Hohe Markteintrittshürden stellen dabei eine besondere und risikobehaftete Herausforderung dar. Es gilt dabei, die an- spruchsvollen Anforderungen und Vorgaben des Handelsplatzes technisch umzusetzen, die hohen Liquiditätsanforderungen der Abwicklungsbank zu erfüllen sowie die Entwicklung einer performanten, sicheren und anpassbaren Handelssoftware zu realisieren, die gleichfalls den anspruchsvollen regulatorischen Anforderungen standhält. Cyber Risiken - Cyber Risiken gehören zu den besonders stark wachsenden Risiken der Finanzbranche mit erheblichem Schadenpotenzial, was sich aufgrund der zunehmenden Digitalisierung der Finanzindustrie zurückführen lässt. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist die Bedrohungslage in Deutschland besonders hoch - insbesondere stellen Unternehmen aus dem Finanzsektor ein für Cyberkriminelle interessantes Ziel dar, da sie gleich mit zwei attraktiven Gütern arbeiten: Geld und sensible Daten. Wesentliche betriebliche Prozesse und Abläufe sind heute mehr denn je abhängig von einer stabilen und funktionierenden IT-Infrastruktur. Böswillige Cyberattacken ("Ransomware-Angriffe") können die Cybersicherheit von IT-Systemen temporär oder dauerhaft beschädigen, so dass es in einem "Worst-Case-Szenario" zu einem systemischen Totalausfall kommen könnte und die Finanzstabilität der Märkte hierdurch gefährdet wäre. Unternehmen der Bankenbranche drohen bei Cyberangriffen sowohl finanzielle Verluste als auch schwerwiegende Reputationsschäden. Auch aufgrund der aktuellen geopolitischen Krisen und Spannungen erhöht sich ebenfalls das potenzielle Risiko von staatlich beeinflussten Cyberattacken, organisiert von kriminellen Verbänden, die sich gegen Betreiber kritischer Infrastrukturen im Finanzbereich richten können. Durch die Bildung des Sonderpostens nach § 340g HGB werden offene Vorsorgereserven gebildet, um den allgemeinen Branchenrisiken angemessen zu begegnen. Weiterhin ist der Erfolg der Gesellschaft in hohem Maße abhängig von der Kurs- und Volumenentwicklung an den Kapitalmärkten sowie den Marktschwankungen (Volatilitäten). Die Entwicklung der Aktienmärkte beeinflusst daher den Ergebnisverlauf der Alpha Wertpapierhandels GmbH. Dies bedeutet gleichfalls auch ein erhöhtes ergebniswirksames Risiko für die Gesellschaft bei beispielsweise rückgängigen Aktienkursen bzw. rückläufigen Handelsvolumina. Eine im Branchenvergleich restriktive Fixkostenstruktur ermöglicht es der Gesellschaft sinkende Einnahmen aus dem Handelsgeschäft entsprechend kompensieren zu können. 5. Offenlegungsbericht Die Alpha Wertpapierhandels GmbH, Frankfurt am Main, kommt ihrer Offenlegungspflicht gemäß § 46 ff. WpIG mit einem separaten Offenlegungsbericht nach. Der Offenlegungsbericht wird auf der Internetseite www.alpha-trading.de veröffentlicht. 6. Vergütungssystem Die Alpha Wertpapierhandels GmbH hat gemäß den Anforderungen des § 46 WpIG ein angemessenes Vergütungssystem für Geschäftsleiter und Mitarbeiter implementiert. Das Vergütungssystem wird jährlich auf Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls angepasst. Das Vergütungssystem der Alpha Wertpapierhandels GmbH sieht feste und variable Bestandteile der Vergütung für die Geschäftsleiter und Mitarbeiter vor. Die festen Vergütungsbestandteile bestehen in diesem Zusammenhang aus einem der ausgeübten Tätigkeit entsprechenden Festgehalt - diese stellen den Schwerpunkt der Vergütung dar. Die variablen Vergütungsmodelle sehen vor, Geschäftsleiter und Mitarbeiter mit festgelegten Prozentsätzen an den - über bestimmte Grenzen hinausgehenden - Ergebnis- und Provisionsüberschüssen zu beteiligen. Die Höhe der Prozentsätze ist dabei so ausgestaltet, dass keine signifikanten Abhängigkeiten zur variablen Vergütung entstehen können. Eine garantierte variable Vergütung wird von der Gesellschaft generell nicht gewährt. 7. Personalentwicklung Bis zum 31.12.2023 wurden 8 Mitarbeiter, 1 Werkstudent, 3 geringfügig entlohnte Beschäftigte sowie 2 Geschäftsführer beschäftigt. Ein weiterer Personalaufbau ist im Rahmen der bestehenden Geschäftsfelder der Gesellschaft für die nächsten Jahre nicht geplant. 8. Prognose- und Chancenbericht Folgend wird die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft beschrieben. Der Bericht basiert auf zukünftigen Erwartungen und Annahmen. Diese wiederum werden beeinflusst durch Faktoren, die meist außerhalb des Einflussbereiches der Gesellschaft liegen. Somit kann die mögliche Entwicklung im Positiven und im Negativen deutlich von der Prognose abweichen. Die größten Chancen und Risiken für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft resultieren aus den zukünftigen Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Die Ukrainekrieg befindet sich in seinem dritten Jahr und es ist derzeit nicht absehbar, dass sich ein Ende in naher Zukunft abzeichnet. Die ökonomischen Folgen hieraus werden auch vermutlich maßgeblich das Jahr 2024 beeinflussen. Insbesondere ist davon auszugehen, dass die daraus resultierenden hohen Energiekosten weiterhin einen erheblichen Belastungsfaktor für die deutsche Wirtschaft darstellt. Ebenfalls ist der aktuelle Nahostkonflikt ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die globale politische und wirtschaftliche Entwicklung. Angriffe auf Frachter im Roten Meer haben die Transportkosten erheblich erhöht und die Lieferzeiten verlängert, wodurch Lieferketten sowie Produktionsabläufe gestört werden und der Preisdruck zunahm. In dieser durchaus kritischen Gemengelage ist laut IWF Prognose Deutschland das Konjunktur-Schlusslicht innerhalb der Gruppe der stärksten Volkswirtschaften der Welt im laufenden Jahr. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen Word Economic Outlook (WEO) vom April 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Januar 2024. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr lediglich um 0,2 Prozent wachsen. Im Januar hatte der IWF für 2024 ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert. Als Exportnation ist Deutschland besonders von dem insgesamt schwachen Welthandel betroffen und die Industrie hat mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen - beide Faktoren sorgen laut dem IWF für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung. Während sich hingegen die Erholung der Weltwirtschaft gegenüber den multiplen Krisen als resilient erweist, ist festzustellen, dass im Euroraum das Wachstum als bestenfalls gedämpft zu bezeichnen ist. Das Verbraucherverhalten und die Unternehmensinvestitionen leiden noch immer unter den anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiekosten sowie des hohen Zinsniveaus. Die jüngsten Veröffentlichungen der Verbraucherpreise in Deutschland lassen jedoch auf eine Entwarnung hoffen - im April 2024 lag die Teuerungsrate nur noch um 2,2% höher als im Vergleichsmonat 2023. Der Vergleich von Inflationsrate und Kerninflation zeigt, dass die Gesamtteuerung seit Anfang 2022 bis Mitte 2023 von den erheblich gestiegenen Preisen für Energie und Nahrungsmittel angetrieben wurde - derzeit zeigt die Preisentwicklung dieser beiden Bereiche eine Preisdämpfung auf. Lässt man bei der aktuellen Berechnung die Preisentwicklung für die Bereiche Nahrungsmittel und Energie unberücksichtigt, so lag die Teuerungsrate im April diesen Jahres bei immerhin noch 3%. Die US-Notenbank FED hat bereits für das Jahr 2024 eine mögliche Zinssenkung avisiert. Auch war es der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgrund der zuletzt geringeren Inflationszahlen möglich, den seit 20. September 2023 festgelegten Leitzins von 4,5% unverändert zu belassen und eine Zinspause einzulegen. Gleichwohl wird derzeit von den Märkten eine Zinssenkung durch die EZB im laufenden Jahr erwartet, da der EZB Zielwert für die Teuerungsrate von 2% p.A. in greifbarer Nähe ist - es scheint nur noch ein Frage der Zeit zu sein, wann die EZB die geldpolitischen Zügel lockern wird. Das krisen- und kriegsbelastete geopolitische Umfeld, die eingetrübten Aussichten für die weitere Entwicklung der Volkswirtschaften in Deutschland und in Europa sowie die zukünftigen geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken und nicht zuletzt der Wahlausgang in den USA werden in 2024 richtungsweisend für die Kapitalmärkte sein. In diesem Spannungsfeld geht die Alpha Wertpapierhandels GmbH für das Geschäftsjahr 2024 von einem anhaltenden schwierigen Marktumfeld aus, dessen weiterer Verlauf sich nur schwer prognostizieren lässt. Die vorherrschenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten können sich weiter negativ auf die Handelsumsätze bzw. den Geschäftsverlauf auswirken, jedoch sieht sich die Gesellschaft aufgrund der Erfahrungen aus den letzten sehr volatilen Börsenjahren sowie eines schlanken Kostenmanagements gut positioniert. Weiterhin liegt der Fokus auf dem Ausbau bestehender Kundenbeziehung und der Neukundenakquisition im Bereich der Order Execution sowie auf der Erschließung neuer Handelsplätze und der Digitalisierung des Wertpapierhandels. Ergänzend werden Einsparpotenziale im Bereich der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ständig analysiert und interne Prozesse kostenoptimiert angepasst. Insgesamt ist festzustellen, dass die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr 2023 geringfügig unter den eigenen Erwartungen lag. Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs im laufenden Geschäftsjahr geht die Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass bei unveränderten Rahmenbedingungen, ein ausgeglichenes Jahresergebnis in 2024 erzielt werden kann.
Frankfurt am Main, den 31.05.2024 Christian Zorn Stefan de Schutter BilanzAKTIVA
PASSIVA
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Alpha Wertpapierhandels GmbH ist ein Wertpapierinstitut nach dem Wertpapierinstitutsgesetz. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden neben den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Kaufleute und Kapitalgesellschaften auch die ergänzenden Vorschriften für Wertpapierinstitute gemäß §§ 340 ff. HGB beachtet. Ferner wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) vom 17. Juli 2015 berücksichtigt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den für Wertpapierinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Formblättern. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden zum Nominalwert angesetzt. Die Finanzinstrumente des Handelsbestands (Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere) wurden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlages bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente ergibt sich aus den Börsenschlusskursen zum Bilanzstichtag. Soweit keine Börsenkurse bestehen, anhand derer sich ein Marktpreis ermitteln lässt, ist der beizulegende Zeitwert mit Hilfe einer allgemein anerkannten Bewertungsmethode zu bestimmen. Anerkannte Bewertungsmethoden mussten zur Bestimmung von beizulegenden Zeitwerten im Geschäftsjahr 2023 nicht angewandt werden. Die in der Bilanz ausgewiesene Beteiligung ist zu Anschaffungskosten bewertet. Die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend der steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungswert in 2023 € 1.000 nicht überschritten hat, werden entsprechend der steuerlichen Zulässigkeit im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und im Folgejahr als Abgang behandelt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bewertet. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abzuzinsen. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung entsprechend § 340g HGB i.V.m. § 340e Abs. 4 HGB gebildet. Die Fremdwährungspositionen betragen insgesamt für Vermögensgegenstände TEUR 2. C. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Forderungen an Kreditinstitute Die gesamten Forderungen betreffen Giroguthaben, Tagesgelder und Termingelder. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden beinhalten im Wesentlichen Vermögensverwaltungsgebühren in Höhe von TEUR 33 für das Kalenderjahr 2023. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere des Handelsbestands Der Handelsbestand in Höhe von TEUR 89 enthält zum Bilanzstichtag nicht realisierte Kurswertreserven in Höhe von EUR 895,30 (Vorjahr: EUR 3,69). Der Risikoabschlag gemäß § 340e Abs. 3 HGB wird zum Bilanzstichtag in Höhe der nicht realisierten Kurswertreserven bemessen. Der Handelsbestand umfasst ausschließlich Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. Sämtliche im Depot befindlichen Finanzinstrumente sind börsenfähig und börsennotiert. Es bestehen keine Positionen aus Termingeschäften. Immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen, Beteiligungen Die Zugänge in Höhe von TEUR 4 im Jahr 2023 resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb von EDV-Hardware. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 8. Der Posten Beteiligungen beinhaltet eine 15%ige Beteiligung an der TAO Capital GmbH, Frankfurt am Main. Anlagenspiegel Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Gesellschaft besitzt keine eigengenutzten Gebäude und Grundstücke.
Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige Verbindlichkeiten Die passivierten sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter drei Monaten. Sie teilen sich wie folgt auf:
Rückstellungen Die Entwicklung der anderen Rückstellungen ist nachfolgend dargestellt.
Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" Für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß § 340g HGB i.V.m. § 340e Abs.4 HGB aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken ein Betrag von TEUR 27 aufgelöst. Insgesamt beläuft sich der Fonds für allgemeine Bankrisiken auf TEUR 1.870 (davon: TEUR 970 nach § 340e Abs. 4 HGB). D. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 unverändert EUR 1.038.950,00. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Kapitalrücklage
Andere Gewinnrücklagen
Ergebnisverwendung
Fristengliederung Die Fristengliederung der Aktiva und Passiva ergibt folgendes Bild:
Wesentliche Beträge in bestimmten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung nach geografischen Märkten: Märkte, die sich aus organisatorischer Sicht wesentlich voneinander unterscheiden, liegen nicht vor. Die Provisionserträge in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 252) beinhalten Courtageerträge in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 182) im Zusammenhang mit der Vermittlung von Wertpapieren. Die Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) betreffen an Kreditinstitute geleistete Avalprovisionen. Der Nettoertrag des Handelsbestands umfasst die erzielten Nettoerträge bzw. Nettoaufwendungen aller Handelsgeschäfte, ausgenommen der Courtagen. Das Nettoergebnis des Handelsbestands beträgt TEUR 1.354 (Vorjahr: TEUR 1.550). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 109) umfassen insbesondere Nutzungsentgelte über TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 69). Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betragen TEUR 1.881 (Vorjahr: TEUR 2.103). Sie beinhalten Personalaufwand in Höhe von TEUR 1.085 (Vorjahr: TEUR 1.277) und andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 797 (Vorjahr: TEUR 826). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). E. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB sind nicht gegeben. F. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 456 (Vorjahr: TEUR 326). Es liegen keine Geschäfte vor, die nicht in der Bilanz enthalten sind. Das Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt AG gewährt der Alpha Wertpapierhandels GmbH eine Avalbürgschaft gegenüber der Deutschen Börse AG in Höhe von EUR 500.000,00. Als Sicherheit für die gewährte Bürgschaft hat die Gesellschaft ein "net capital" in mindestens gleicher Höhe zu unterhalten. In gleicher Höhe erfolgt eine Verpfändung gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. G. Sonstige Angaben Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 10 HGB Als Geschäftsführer sind bestellt:
Die Geschäftsführer haben Alleinvertretungsrecht. Die Geschäftsführer führen die Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und der Geschäftsordnung. Die Angaben zu den Gesamtvergütungen für die Mitglieder der Geschäftsführung werden nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Im Kalenderjahr 2015 wurde einem Mitglied des Geschäftsführungsorgans ein grundpfandrechtlich gesichertes, verzinsliches Darlehen in Höhe von TEUR 350 (Stand per 31.12.2023: TEUR 310) gewährt. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers umfasst für das Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich TEUR 36 für Abschlussprüfungsleistungen. Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt neun Angestellte (Vorjahr: acht) beschäftigt. Die Errechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB. H. Nachtragsbericht/Vorgänge nach dem 31. Dezember 2023 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Alpha Wertpapierhandels GmbH haben könnten, sind nicht zu verzeichnen. Insbesondere geht die Gesellschaft davon aus, dass die anhaltende Corona-Pandemie keine negativen Auswirkungen auf den weiteren Geschäftsverlauf haben wird.
Frankfurt am Main, den 19. März 2024 gez. Christian Zorn gez. Stefan de Schutter Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Alpha Wertpapierhandels GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alpha Wertpapierhandels GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 12. Juni 2024 Dohm
• Schmidt • Janka
Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer Iris Abraham, Wirtschaftsprüferin |
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