Bohr Linienverkehrsgesellschaft mbH
Selbe AdressePersonenbeförderung im Linienverkehr auf der Straße
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Giese seit 1.12.2025 | Prokura |
Timo Bohr seit 3.11.2005 | Geschäftsführer |
Mirco Bohr seit 3.11.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bohr GmbHLautzenhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlage des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Bohr GmbH wurde am 11. August 2005 gegründet und hat ihren Sitz in Lautzenhausen. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Jahr 2023 nicht verändert. Die 100%-ige Tochtergesellschaft Sippel Busreisen & Touristik GmbH mit Sitz in Wiesbaden wurde zum 1. Januar 2023 mit der Gesellschaft verschmolzen. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Bohr GmbH liegt im Betrieb zweier Tankstellen mit Verkaufsshop, sowie eines Reisebüros für Omnibusreisen. Die Strategie der Bohr GmbH bezieht sich auf: - Ausbau der Marktanteile - separierte Geschäftsbereiche - die Erschließung neuer Vertriebswege - Optimierung von Öffnungszeiten und Personaleinsatz Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen streben wir eine ausgewogene Struktur von Geschäftsbereichen an, die insgesamt eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. 2. Geschäftsverlauf Entwicklung der Gesamtwirtschaft Laut der Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Laut der Aussage von Frau Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz Bruttoinlandsprodukt 2023, kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Dabei verlief die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützen die Wirtschaft im Jahr 2023. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung um 1,0 % zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt, um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Demgegenüber nahmen die Konsumausgaben der privaten Haushalte für Verkehr im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,4 % zu. Darin enthalten sind beispielsweise Autokäufe und Ausgaben für Verkehrsdienstleistungen. Auch für Freizeit, Unterhaltung und Kultur (+1,3 %) gaben die privaten Haushalte mehr aus als im Vorjahr, was sich zum Beispiel in höheren Ausgaben für Pauschalreisen zeigte. Entwicklung der wesentlichen Branchen im Geschäftsjahr Reisebüro und Touristik Laut der veröffentlichten Datensammlung Zahlen und Fakten 2023 des deutschen Reiseverbandes erholt sich der Urlaubsreisemarkt zusehends von Corona- die Reisebranche ist zum Wachstum zurückgekehrt. Mit der Pandemie brachen die Reiseausgaben massiv ein. Zwei schwierige Jahre für die Reisewirtschaft folgten. 2022 setzte dann die Erholung ein- noch mit Einschränkungen im Reiseverkehr. 2023 ist die erste Reisesaison seit Corona, die wieder deutlich über den Werten der Vor-Pandemiezeit abschließt. Um rund 27 Prozent stiegen die Reiseausgaben - auf einen neuen Rekordwert von 79 Mrd. Euro. Reisebüros und Veranstalter haben dabei von der guten Nachfrage nach Pauschalreisen profitiert. Die Reiseveranstalterumsätze in Deutschland betrugen im Jahr 2023 37,3 Mrd. Euro, im Vorjahr betrugen diese 28,5 Mrd. Euro. Das Niveau von 35,4 Mrd. Euro im Jahr vor Beginn der Corona Pandemie konnte somit wieder erreicht werden. Tankstellen mit Shops Laut der Online-Plattform für Statistik Statista hat sich die Anzahl der Tankstellen in Deutschland zu Beginn des Jahres 2023 erneut leicht vermindert. Sie sank von 14.453 Stationen auf 14.452 Stationen. Gegensätzlich entwickelt sich die Anzahl der Ladepunkte für Elektroautos in Deutschland von 2017 bis 2023 ist deren Zahl deutlich gestiegen. Mit dem verstärktem Aufkommen von Elektroautos wird die Zahl der Ladestationen auch zukünftige weiter wachsen. Einschätzung der Unternehmensleitung Für das Geschäftsjahr wurden leichte Umsatz- und Gewinnsteigerungen prognostiziert. Diese Prognose konnte mit einem Jahresumsatz in Höhe von T€ 14.193 (Vorjahr T€ 11.099) und einem Jahresüberschuss vor Ertragssteuer von T€ 2.193 (Vorjahr T€ 1.377) übertroffen werden. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass sich die Umsätze im Bereich Reisebüro wieder auf dem Vorkrisenniveau befinden. Sowohl Umsatz als auch das Jahresergebnis bewegen sich deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Geschäftsentwicklung war somit sehr zufriedenstellend. B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage Der Umsatz im Geschäftsjahr entwickelte sich erneut sehr positiv und hat sich um 27,87 % gegenüber dem Vorjahr auf T€ 14.193 (Vorjahr T€ 11.099) erhöht. Umsätze im Bereich Tankstelle wurden im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 3.250 erzielt. Im Vorjahr beliefen sich diese Umsätze auf T€ 2.935. Der wesentliche Teil der Umsatzsteigerung ist dem Unternehmenszweig Reisebüro zuzuordnen. Im Geschäftsjahr wurden hier Umsätze in Höhe von T€ 10.049 gegenüber T€ 7.250 im Vorjahr erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 38,68 % und ist auf den Anstieg der durchgeführten Reisen im Geschäftsjahr zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Bezug zu Umsatzerlösen) liegt bei 65,85 % im Vorjahr betrug diese 68,69 %. Die Materialaufwandsquote ist somit bedingt durch die höhere Auslastung im Reisegeschäft gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um T€ 83 auf T€ 768 (Vorjahr T€ 686). Sie enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen sowie Versicherungsentschädigungen für stornierte Reisen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Bezug zu den Umsatzerlösen) liegt mit 11,8 % um 0,7 % unterhalb des Vorjahresniveau von 12,5 %. Absolut haben sich die Personalaufwendungen um T€ 283 erhöht. Die Verminderung der Personalaufwandsquote trotz erhöhtem Personalaufwand resultiert aus der deutlichen Umsatzsteigerung. Die Abschreibungen sind mit T€ 269 (Vorjahr T€ 226) um T€ 43 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um T€ 404 auf T€ 1.565 (Vorjahr T€ 1.161). Dies ist im Wesentlichen auf gestiegen Kosten im Bereich Werbung für das Reisebüro zurückzuführen. Das Ergebnis vor Ertragssteuern liegt mit T€ 2.193 sehr deutlich über dem Ergebnis vor Ertragssteuern des Vorjahres T€ 1.377. Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen hat sich der Jahresüberschuss von T€ 923 auf T€ 1.597 erhöht. 2. Finanzlage Der Finanzmittelbestand ist im Vergleich zum Vorjahr mit T€ 6.850 (Vorjahr T€ 5.627) um T€ 1.223 angewachsen. Der Anstieg resultiert aus der gesteigerten laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Investitionen in das Anlagevermögen wurden aus dem Bestand an Flüssigen Mittel und dem operativen Cashflow finanziert. Die Liquidität der Gesellschaft war über das gesamte Geschäftsjahr uneingeschränkt sehr gut. Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die sehr solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung, die sich insbesondere in dem Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe T€ 6.850, sowie einer Eigenkapital-Quote von 65,5 % zeigt. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch die Herausforderungen der kommenden Geschäftsjahre erfolgreich zu meistern. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme von Bohr GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 10.224 . Sie ist gegenüber dem Vorjahr 2022 (T€ 10.243) fast unverändert. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 25,8 % (Vorjahr 29,4 %) gekennzeichnet. Das Anlagevermögen hat sich von T€ 3.015 auf T€ 2.633 verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Auswirkung aus der Verschmelzung der Sippel Busreisen & Touristik GmbH, Wiesbaden, mit Wirkung zum 1. Januar 2023 zurückzuführen. Für das Jahr 2024 sind keine bedeutenden Investitionen geplant. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme liegt mit 74,2 % über dem Niveau des Vorjahres von 70,5 %. Dies ist insbesondere in einer Mehrung der flüssigen Mittel in Höhe von T€ 1.223 begründet. Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil von Eigenkapital an der Bilanzsumme in Höhe von 74,3 % (Vorjahr 68,4 %) gekennzeichnet.Gegenüber dem Eigenkapital verminderte sich der Anteil der übrigen Posten der Passiva von 31,6 % auf 25,7 %. Dies ist insbesondere begründet durch eine Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen bewegen sich mit T€ 265 unter dem Niveau des Vorjahres (T€ 562). Sie beinhalten im Wesentlichen Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 129. Die erhaltenen Anzahlungen auf Reiseleistungen erhöhten sich um T€ 314 auf T€ 1.514 . Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich um T€ 635 auf T€ 563. Diesse betreffen insbeondere Verbindlichkeiten aus Betriebssteuern und Abgaben in Höhe von T€ 472. C. Chancen- und Risikobericht Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über die erwartete Entwicklung. Diese beruhen auf den aktuellen Einschätzungen und Erwartungen und sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ereignisse können von den prognostizierten Ereignissen abweichen. 1. Chancenbericht Nach Ansicht der Geschäftsführung ergeben sich folgende Chancen für die Gesellschaft: Die sich aus der Diskussion über Nachhaltigkeit und Umweltschutz ergebende Chance das der Bus als klimafreundliches und unverzichtbares Verkehrsmittel in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens eine neue Wertigkeit erfährt und somit auch das Geschäftsvolumen ansteigen wird. Es ergeben sich gegenüber dem Vorjahr nach Auffassung der Geschäftsleitung keine neuen Chancen. 2. Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Zur Erfassung und Steuerung von Risiken existieren viele Instrumente, die permanent weiterentwickelt werden. Zu diesen Instrumenten des internen Überwachungssystems gehören: - der Einsatz zuverlässiger Software, - die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals, - Abweichungsanalysen, - Verfahrensdokumentation, Arbeitsanweisungen - Datensicherheit Gesamtwirtschaftliches Risiko Bedingt durch den seit Februar 2022 andauernde Krieg in der Ukraine, sowie weiteren Konfliktherden im Nahen Osten sind die gesamtwirtschaftlichen Risiken erhöht. Insbesondere die Erhöhung der Energiepreise haben sich negativ auf die deutsche Gesamtwirtschaft ausgewirkt. Für die Bohr GmbH haben sich aus den gestiegenen Spritpreisen bisher keine oder nur geringe negative Auswirkungen auf die Ertragslage ergeben, da die erhöhten Kosten an die Kunden weitergegeben werden konnten. Cyberrisiko IT-Risiken entstehen durch immer größere Vernetzung, den Ausfall von Netzwerken, sowie durch Zugriff von unberechtigten Dritten in das System. Das Unternehmen hat sehr viele Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz seiner Daten ergriffen. Dazu gehören regelmäßige Backups, Einsatz von Virenscannern und die Nutzung von Programmen zur Verschlüsselung von Emails. Regelmäßige Informationen zum Thema Datensicherheit an alle Mitarbeiter. Aus diesen Gründen wird das Cyberrisiko für die Gesellschaft als gering eingestuft. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Die Gesellschaft ist dem allgemeinen Risiko von Preisänderungen insbesondere im Beschaffungsbereich sowie dem Risiko von Forderungsausfällen ausgesetzt. Das Risiko und die Auswirkung auf die Ertragslage werden insgesamt als gering angesehen, können jedoch grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Liquiditätsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, sind jedoch als gering einzustufen. Durch eine in den Vorjahren solide Geschäftsführung ist die Gesellschaft in der Lage Eigenmittel zu verwenden, sowie Fremdmittel zu erhalten. Preisänderungsrisiken ergeben sich aufgrund der erhöhten Inflation derzeit in fast allen Bereichen. Es bleibt abzuwarten, ob die Kostensteigerungen vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden. Mögliche Zinsänderungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft hat keine variabel verzinslichen Kredite, so dass sich keine Risiken aus den bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben. Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für die Bohr GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen, sowie in der Entwicklung der Energiepreise und der Entwicklung von Gesetzen zur Nutzung der E-Mobilität bei Bussen. Die Gesellschaft schätzt das Risiko als eher gering ein, da die Gesellschaft in der Lage ist bei Eintritt dieser Entwicklung mit Kostenreduzierung insbesondere im Bereich Personal, sowie bei der Preisgestaltung zu reagieren. Personalrisiken Risiken im Personalbereich ergeben sich insbesondere in der Gewinnung und Ausbildung von Fach- und Führungskräften. Die Bohr GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Vor allem im Bereich Reiseverkehrskaufleute besteht großer Bedarf an qualifiziertem Personal, was unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen erfordert. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Bestandsgefährdende Risiken Alle aufgeführten Risiken stellen nach Ansicht der Geschäftsführung derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken dar. Andere wesentliche Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. E. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage und zur zukünftigen Entwicklung Die Gesamtwirtschaftliche Lage ebenso wie die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft werden aktuell durch den Ukraine-Krieg, sowie weiteren Konfliktherden im Nahen Osten und die daraus folgende Energie-Krise sowie die aktuell immer noch relativ hohe Inflation belastet. Laut Aussagen des Ifo-Instituts wird die Inflationsrate weiter zurückgehen, von durchschnittlich 5,9 % im vergangenen Jahr auf 2,3 % im Jahr 2024. Insbesondere Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken. Die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgegen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten, jedoch hängt der weitere Verlauf der Konjunkturprognose entscheidend von geopolitischen Umständen ab. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft in Bezug auf Umsatz und Jahresüberschuss die Zahlen des Vorkrisenjahres 2019 übersteigen. Wir gehen für das laufende Geschäftsjahr von einem leichten Umsatzrückgang im Reisebereich aus. Aufgrund von Verkehrsbehinderungen im Bereich einer Tankstelle rechnen wir in diesem Bereich ebenso mit einem Umsatzrückgang. Diese Umsatzentwicklung wird sich bei gleichbleibender Kostenstruktur auch auf das zu erwartende Jahresergebnis des laufenden Geschäftsjahres auswirken. Wir schätzen die Lage der Gesellschaft als sehr stabil ein und rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit leichten Rückgängen bei Umsatz und Gewinn.
Lautzenhausen, den 25. März 2024 gez. Timo Bohr gez. Mirco Bohr BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Bohr GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB hinsichtlich des Verzichts auf bestimmte Angaben in Anhang in Anspruch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anschaffungskosten beinhalten auch Anschaffungsnebenkosten sofern diese dem Vermögensgegenstand zugeordnet werden können. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Diese werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Nach § 246 Abs.1 Satz 4 HGB ist der Geschäfts- oder Firmenwert die Differenz zwischen dem Betrag den der Unternehmer bereit ist zu zahlen und der Summe aller Vermögensgegenstände abzüglich aller Schulden. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte beträgt 5 Jahre. Diese Einschätzung basiert auf den erwarteten zeitlichen Ertragsrückfluss auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäft- und Firmenwerte. Die repräsentieren insbesondere Kundenstämme, die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Durch die Verschmelzung der Sippel Busreisen und Touristik GmbH auf die Bohr GmbH wurde zum 1. Januar 2023 ein Firmenwert in Höhe von EUR 65.703,00 € aktiviert. Dieser wird mit der Restlaufzeit von 17 Monaten abgeschrieben, die ursprüngliche Nutzungsdauer betrug ebenfalls 5 Jahre. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte beträgt fünf Jahre. Diese Einschätzung basiert auf den erwarteten zeitlichen Ertragsrückfluss auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Die repräsentieren insbesondere Kundenstämme, die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren bis 33 Jahren nach der linearen Methode ermittelt. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013 wurden Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen geringwertigen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 150 nicht überstiegen haben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird eine jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Ab dem Geschäftsjahr 2014 bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017 werden Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 410 nicht überstiegen haben. Beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250 und bis zu EUR 800 betragen, in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst. Beginnend mit dem Wirtschaftsjahr werden geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben, Sammelposten werden nicht gebildet. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des FiFo-Verfahrens. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird unverändert eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurde von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgt zum unternehmensindividuellen Steuersatz. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. III. Verschmelzung Sippel Busreisen & Touristik GmbH Mit Verschmelzungsvertrag vom 5. Mai 2023 wurde die Sippel Busreisen & Touristik GmbH, Wiesbaden gem. §§ 2 Nr. 1, 4 ff., 46 ff. UmwG (Verschmelzung durch Aufnahme) auf die Bohr GmbH verschmolzen. Verschmelzungsstichtag ist der 1. Januar 2023. Für die Vermögensübertragung wird keine Gegenleistung gewährt. Die Anmeldung zur Eintragung im Handelsregister erfolgte innerhalb der Acht-Monats Frist. Die Eintragung erfolgte am 13. Juli 2023 in das Handelsregister. Im Rahmen der Verschmelzung wurden folgende Vermögensgegenstände und Schulden von der Sippel Busreisen & Touristik GmbH übernommen.
Der Verschmelzungsverlust in Höhe von EUR 27.076,52 wurde erfolgswirksam als sonstiger betrieblicher Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aufgrund der Unwesentlichkeit der Übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge der beiden Gesellschaften ist die Vergleichbarkeit in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vorjahr nicht eingeschränkt. IV. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgend aufgeführten Anlagenspiegel dargestellt. Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 5 Jahre festgelegt. Diese entspricht der Dauer des erwarteten ökonomischen Nutzens aus dem Erwerb der Unternehmen, der insbesondere aus der Nutzung von Kundenbeziehungen besteht. Diese Nutzungsdauer wird gemäß der Übergangsregelung in Art. 66 Abs. 3 Satz 2 EGHGB beibehalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Für einen verbesserten Einblick in die Vermögenslage der Gesellschaft wurde die Darstellung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr geändert und ist somit mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Die Auswirkung der Anpassung beträgt in beiden Posten im Geschäftsjahr 2023 EUR 1.352.523,40 (Vorjahr EUR 886.575,64). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten solche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von EUR 100.200,00 (Vorjahr EUR 104.500,00). Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen EUR 240,42 auf Forderungen gegen Gesellschafter (Vorjahr EUR 3.641,84).Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen EUR 9.848,79 auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr EUR 17.368,88). Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen EUR 19.674,30 (Vorjahr EUR 9.687,46) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Eigenkapital Die Gewinnrücklage beinhaltet Einstellungen aus Ergebnisbestandteilen vergangener Geschäftsjahre in Höhe von EUR 4.000.000,00. Bei der Aufstellung der Bilanz wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 2.802.463,44 einbezogen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Urlaubsrückstellungen in Höhe von EUR 35.637,84 (Vorjahr EUR 28.881,73), sowie Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten in Höhe von EUR 52.000,00 (Vorjahr EUR 49.850). Angabe zu Restlaufzeitvermerken, Davon-Vermerken und der Sicherungsrechte Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel
Es bestehen unbefristete Kreditbürgschaften in Höhe von EUR 50.000,00 bei der Kreissparkasse Rhein- Hunsrück. Begünstigter ist die Shell Deutschland Oil GmbH. Avale wurden zum Bilanzstichtag bei der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück in Höhe von EUR 50.000 in Anspruch genommen. Passive latente Steuern Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Passivüberhang der latenten Steuern in Höhe von EUR 3.684,37. Im Vorjahr bestand ein Passivüberhang in Höhe von EUR 60.704,42. Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2023 sind nachfolgend dargestellt:
Die passiven latenten Steuern beruhen vollständig aus unterschiedlichen Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Der Posten enthält Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von EUR 46.532,11 (Vorjahr EUR 7.198,50). Ebenso enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 6.802,23 (Vorjahr EUR 15.600,00). Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 274.974,10 (Vorjahr EUR 500,00), sowie erhaltener Schadenersatz für stornierte Reisen in Höhe von EUR 320.024,65 (Vorjahr EUR 304.097,92). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 298,36 (Vorjahr EUR 11,78) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 392.499,49 (Vorjahr EUR 52.910,18). Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge enthalten Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von EUR 259,56 (Vorjahr EUR 259,56). Sonstige betriebliche Aufwendungen Diese beinhalten einen Verlust durch Verschmelzung der Sippel Busreisen u. Touristik GmbH auf die Bohr GmbH in Höhe von EUR 27.076,52 (Vorjahr EUR 0,00). Ebenso enthalten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 7,01 (Vorjahr EUR 5,15) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 195.404,00 (Vorjahr EUR 872,50). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten solche von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.068,68 (Vorjahr EUR 4.030,77). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Erträge aus latenten Steuern in Höhe von EUR 57.019,75 (Vorjahr EUR 60.704,42) sind vollständig in dem Posten enthalten. VI. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Es bestehen keine nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V. mit § 285 Nr. 17 HGB unterblieben. Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Die Gesamtleitung hatten die nachfolgenden Personen • Timo Bohr, Kaufmann • Mirco Bohr, Kaufmann Auf die Angabe der Organbezüge wird gemäß §286 Abs. 4 HGB verzichtet. Ausblick Wir rechnen für 2024 mit einem leichten Umsatzrückgang, sowie mit einem geringfügigen Rückgang des Betriebsergebnisses. Durch bestehende Liquiditätsreserven und den im Geschäftsjahr 2024 bestehenden Kreditlinien geht die Geschäftsführung von einer gesicherten Liquidität aus. Die Gesellschaft verfolgt die aktuellen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage im Inland. Hier sind insbesondere die Entwicklung der Energiepreise und der der Inflation zu nennen, aktuell sind diese rückläufig. Weitere Auswirkungen mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sehen wir derzeit nicht. Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss haben sich nicht ergeben. Augenblicklich passen wir unsere Planungen und Maßnahmen regelmäßig der jeweiligen, sehr volatilen Entwicklung an. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungVorbehaltlich der Zustimmung der Gesellschafterversammlung schlägt die Geschäftsführung vor den Bilanzgewinn EUR 3.399.087,17 wie folgt zu verwenden: a) Zuführung in die anderen Gewinnrücklagen EUR 0,00 b) Vortrag auf neue Rechnung EUR 3.399.087,17 Unterschrift der Geschäftsführung
Lautzenhausen, 25. März 2024 Timo Bohr Mirco Bohr sonstige Berichtsbestandteile
gez. Timo Bohr gez. Mirco Bohr Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.03.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bohr GmbH, Lautzenhausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bohr GmbH, Lautzenhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bohr GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 27. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thomas Küster, Wirtschaftsprüfer ppa. Christina Sethe, Wirtschaftsprüferin |
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