Rohweder-Pohl eGbR
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hannes Pohl seit 11.1.2010 | Geschäftsführer |
Paul Willi Pohl seit 11.1.2010 | Geschäftsführer |
Angela Pohl seit 11.1.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pohl Service GmbHHohenwestedtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pohl Service GmbH, Hohenwestedt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pohl Service GmbH, Hohenwestedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pohl Service GmbH, Hohenwestedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften sowie bestimmten Personenhandelsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kiel, 18. Oktober 2024 rt
Revision + Treuhand GmbH & Co. KG
gez. Grimm, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Sander, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023der Pohl Service GmbHAmtsgericht Kiel, HRB 11452 KIAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der Pohl Service GmbH, Hohenwestedt
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Pohl Service GmbH, HohenwestedtI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Pohl Service GmbH, Hohenwestedt, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei der Aufstellung des Anhangs wird von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB Gebrauch gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bewertet. Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig abgeschrieben. Fahrzeuge mit einem Gesamtbuchwert von 1.190,5 T-Euro wurden im Rahmen eines Mietkaufs erworben. Gemäß den vertraglichen Bedingungen werden die Vermögensgegenstände bei der Pohl Service GmbH als wirtschaftliche Eigentümerin aktiviert. Auf die Vermögensgegenstände entfallen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 732,6 T-Euro. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis 800,00 Euro werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu den Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen den handelsrechtlichen Mindestumfang. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden ebenfalls zum Nennwert angesetzt. Zur periodischen Abgrenzung geleisteter Zahlungen werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Zur periodischen Abgrenzung erhaltener Zahlungen, welche Erträge für die Zukunft darstellen, werden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen insgesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: ebenso). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in Höhe von 61,1 T-Euro (Vorjahr: 38,7 T-Euro) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 705,3 T-Euro (Vorjahr: 351,9 T-Euro) sonstige Vermögensgegenstände. Die sonstigen Vermögengegenständen beinhalten ein Darlehen mit Rangrücktritt in Höhe von 500,0 T-Euro. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Posten in Höhe von 55,6 T-Euro (Vorjahr: 61,0 T-Euro) enthalten. Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde in Höhe von 1.200,0 T-Euro in die Gewinnrücklagen eingestellt und im Übrigen vorgetragen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von 3,8 T-Euro (Vorjahr: 55,9 T-Euro) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 533,7 T-Euro (Vorjahr: 6,0 T-Euro) sonstige Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. IV. Sonstige Angaben Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB bestehen wie folgt:
Anzahl der Arbeitnehmer Durchschnittlich waren im Berichtsjahr 249 Arbeitnehmer beschäftigt. Diese lassen sich in folgende Gruppen aufteilen:
Organe Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch den Kaufmann Paul Willi Pohl und den Straßenbaumeister Hannes Pohl. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt in Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Beteiligungen Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag an folgenden Gesellschaften im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB beteiligt:
Es bestehen weitere Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung.
Hohenwestedt, den 18. Oktober 2024 gez. Paul Willi Pohl gez. Hannes Pohl Anlagenspiegel zum 31.12.2023 der Pohl Service GmbH, Hohenwestedt
Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2023 - Pohl Service GmbH
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Pohl Service GmbH, HohenwestedtA. Grundlagen des Unternehmens I. Die POHL-Gruppe Hervorgegangen ist die POHL-Gruppe aus der Holsteiner Kabel- und Leitungsbau Willi Pohl GmbH & Co. KG. Daneben gehören heute die Gesellschaften Hanse Pohl GmbH, Plus-Pohl GmbH, Pohl Service GmbH und die Hermann Drögemüller Landeskultur u. Tiefbau GmbH ebenfalls zur Gruppe. Jedes dieser Unternehmen deckt wesentliche Bereiche des Energie-, Infrastruktur- und Verkehrswegebaus ab. Insgesamt kann die POHL-Gruppe ihren Auftraggebern einen Full Service bestehend aus Elektromontage und -technik, Beleuchtung, Rohrleitungs-, Kabel- Kanal- und Straßenbau anbieten. Dabei bedient sie industrielle Großprojekte ebenso wie kommunale Vorhaben oder gewerbliche und private Aufträge. Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gruppe rund 1050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. II. Geschäftstätigkeit und Strategie Die Gesellschaft ist als Servicegesellschaft Bestandteil der POHL-Gruppe. Sie erbringt gruppenintern kaufmännische und gewerbliche Dienstleistungen, vermietet Baumaschinen aus einem für Zwecke der Unternehmensgruppe gebildeten Maschinenpool und überlässt innerhalb der Gruppe Grundstücke und Grundstücksteile zur Nutzung. Darüber hinaus betreibt die Pohl Service GmbH ein Werkstatt- und Ersatzteilgeschäft für Baumaschinen. In verhältnismäßig geringem Umfang werden auch bauspezifische Dienstleistungen wie z.B. Netzplanungen und -dokumentationen für Dritte erbracht. III. Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. IV. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft ist nicht in der Forschung und Entwicklung tätig. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 geriet die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in einem krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Inflation hat zwar im Jahresverlauf nachgelassen und im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Lohneinkommen beschleunigt, beim privaten Konsum blieb die Erholung allerdings bislang aus. Die Realeinkommen in Deutschland sind über längere Zeit zurückgegangen. Aufgrund der höheren Energiepreise in Europa haben wichtige Bereiche des verarbeitenden Gewerbes an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Auf dem deutschen Immobilienmarkt leiteten zudem die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank einen deutlichen Einbruch ein, weshalb insbesondere die Investitionen in Wohnbauten stark zurückgingen. Das Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 %; die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich nicht weiter fort. Preisbereinigt fiel das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,7 % höher aus als im Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie. Dem Bund ist seit dem Verfassungsgerichtsurteil vom 15. November 2023 verwehrt, einen Teil seiner geplanten Ausgaben den Sondervermögen des Klima- und Transformationsfonds sowie des Wirtschaftsstabilisierungsfonds Energie zuzurechnen. Dadurch muss sich die Wirtschaft auf neue Belastungen einstellen. 1 In 2023 betrug das Finanzierungsdefizit der staatlichen Haushalte 82,7 Mrd. Euro, im Vorjahr waren dies noch 96,9 Mrd. Euro gewesen. Während die Ausgaben zur Abmilderung der Corona-Maßnahmen entfielen, erfolgten umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse. Anhaltende finanzielle Belastungen durch die große Zahl an Geflüchteten machten sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar. 2 In den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief die Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 unterschiedlich. Im produzierenden Gewerbe sank die Wirtschaftsleistung aufgrund niedriger Produktion im Bereich Energieversorgung um 2,0 %. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe sank um 0,4 %. Die Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen sanken erneut, nachdem sie im Vorjahr bereits besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten. Neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel machten sich im Baugewerbe und hier vor allem im Hochbau die schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Im Tiefbau und Ausbaugewerbe hingegen konnte die Produktion gesteigert werden. Das Baugewerbe erreichte 2023 insgesamt ein kleines preisbereinigtes Plus von 0,2 %. Gestützt wurde die Wirtschaft durch die Dienstleistungsbereiche, die ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich wiederum ausweiten konnten. Der Anstieg fiel allerdings insgesamt schwächer aus als in den beiden Vorjahren. 3 Während der private Konsum um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr sank, nahmen die Konsumausgaben des Staates 2023 erstmalig nach nahezu 20 Jahren sogar um 1,7 % ab. Die Bauinvestitionen sanken um 2,1 %. Die spürbar gestiegenen Bauzinsen und die hohen Baupreise bremsten insbesondere den Wohnungsbau, während vom Ausbaugewerbe, unter anderem der starken Nachfrage nach energetischen Sanierungen, positive Signale kamen. Deutlich mehr investiert wurde hingegen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, was unter anderem auf den Anstieg der gewerblichen Pkw-Zulassungen zurückzuführen ist. Diese dürften unter anderem auf den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektrofahrzeuge im Firmenwagenbereich zurückzuführen sein. 4
1 GdW-Information 168 "Die gesamtwirtschaftliche
Lage in Deutschland 2023/2024"
4 DISTATIS, Pressemitteilung 019/24 vom 15.
Januar 2024
Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen durch die hohe Inflation und die Energiekrise robust. 2023 stieg die Erwerbstätigkeit sogar auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Vor allem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte nahm die Beschäftigung zu, aber auch durch eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Trotz der guten Nettozuwanderung (2023 kamen rd. 650.000 Personen mehr nach Deutschland als ins Ausland fortgezogen sind) ist der Fachkräftemangel in Deutschland zunehmend zum flächendeckenden Problem geworden, der nahezu alle Regionen und Wirtschaftsbereiche betrifft. 5 Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe stagnierte 2023 bei 928.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. 6 II. Geschäftsverlauf Da die Pohl Service GmbH als interner Dienstleister wesentlich abhängig von der Auftragslage der ihr nahestehenden Unternehmen ist, profitierte auch sie mittelbar von den durchweg positiven Jahresergebnissen der Gesellschaften der POHL-Gruppe. Der bisher eingeschlagene Weg, freie Geräte in der Gruppe zu vermitteln und sich somit weitestgehend von Drittanbietern unabhängig zu machen, wird auch in Zukunft fortgesetzt. III. Lage 1. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und Eigenkapitalquote heran. Dabei berechnen wir die Umsatzrendite aus dem Jahresergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung. Als interne Vorgabe ist eine Umsatzrendite von 10,0 % vorgesehen. Die Entwicklung der Umsatzrendite erläutern wir im Abschnitt B. III. 2. Ertragslage. Die Eigenkapitalquote ermitteln wir aus dem Verhältnis des wirtschaftlichen Eigenkapitals (Eigenkapital zzgl. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) zum Gesamtkapital. Die Entwicklung der Eigenkapitalquote erläutern wir im Abschnitt B. III. 3. Vermögens- und Finanzlage.
5 GdW-Information 168 "Die gesamtwirtschaftliche
Lage in Deutschland 2023/2024"
2. Ertragslage Die Ertragslage In Zahlen zusammengefasst:
Die Umsatzerlöse liegen mit 34.545 T-Euro um 4.520 T-Euro über dem Vorjahresniveau und deutlich über der Prognose des Vorjahres. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Leistungsabrechnung mit nahestehenden Unternehmen. Die Gesamtleistung der Gesellschaft hat sich - korrespondierend mit den Umsatzerlösen - im Vorjahresvergleich um rd. 15,6 % verbessert. Das Rohergebnis 7 hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 12,0 % auf 31.184 T-Euro erhöht. Das im Vergleich zum Vorjahr um 526 T-Euro gesunkene Jahresergebnis resultiert im Wesentlichen aus höherem Zinsaufwand aus der Investitionstätigkeit. Aus diesem Grund konnte die im Vorjahr prognostizierte Umsatzrendite von 10,0% nicht erreicht werden. 3. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage in Zahlen zusammengefasst:
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4.290 T-Euro auf 34.298 T-Euro erhöht. Sie ist wesentlich geprägt durch das Anlagevermögen (83,3 %) und die Forderungen gegen Unternehmen der POHL-Gruppe (11,4 %). Die Sachanlagen der Gesellschaft beinhalten im Wesentlichen Maschinen und Fahrzeuge. Der Anstieg im Geschäftsjahr um 5.791 T-Euro ist überwiegend verursacht durch zusätzliche Investitionen in den Fuhrpark sowie dem Erwerb von Geschäftsanteilen an verbundenen Unternehmen. Das langfristig gebundene Vermögen ist vollständig durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital gedeckt. Der Anstieg der Konzernverbindlichkeiten resultiert aus Darlehen innerhalb der POHL-Gruppe. Die sonstigen Passiva enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten (568 T-Euro). Im Rahmen des Finanzmanagements wird sichergestellt, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr sowie gegenüber den finanzierenden Banken termingerecht nachkommen zu können. Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro, so dass sich Währungsrisiken nicht ergeben. Die Eigenkapitalquote beträgt 32,9 % und liegt aufgrund der um 4,3 Mio. Euro bzw. 14,3 % gestiegenen Bilanzsumme auf dem Vorjahresniveau (33,0 %). Die im Vorjahr prognostizierte Eigenkapitalquote von 35,0% konnte damit nahezu erreicht werden. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen (hohe Inflation und Fachkräftemangel) erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund des unverändert hohen Auftragsbestands eine Gesamtleistung von ca. 35 Mio. Euro sowie ein leicht steigendes Jahresergebnis. Aufgrund der geplanten Entwicklung des Jahresergebnisses gehen wir davon aus, dass die Umsatzrendite im Geschäftsjahr 2023 die interne Zielvorgabe von 10,0 % erreichen wird. Zudem planen wir aufgrund der Thesaurierung des Jahresüberschusses eine Eigenkapitalquote von mindestens 35 %. II. Risikobericht 1. Branchenspezifische Chancen und Risiken Wesentliche Risiken für die Bauwirtschaft sind der Fachkräftemangel und die deutlich gestiegenen Zinsen. Dem Fachkräftemangel versuchen wir durch attraktive Arbeitsbedingungen und eine intensive Ausbildung unserer Mitarbeiter durch interne und externe Schulungsmaßnahmen entgegenzuwirken. Von dem Zinsanstieg sind wir im Rahmen des Infrastrukturbaus deutlich geringer betroffen, als der private Wohnungsbau und der gewerbliche Hochbau. Chancen bestehen insbesondere beim Nachholbedarf an einzelnen Infrastrukturmaßnahmen sowie der Energiewende als zentralem Zukunftsprojekt der Bundesregierung. Ihr Gelingen ist von herausragender Bedeutung für Deutschland, allerdings liegt Deutschland in der Umsetzung der Ziele weit zurück. So hinkt der notwendige Netzausbaum dem Zeitplan um rd. 7 Jahre hinterher, was dem Fehlen von 6.000 Kilometern an Versorgungsleitungen entspricht. 2. Ertragsorientierte Chancen und Risiken Unsere Ertragskraft ist besonders von den stark gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten betroffen. Waren bereits in Folge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Lieferketten Rohstoffe wie Öl, Holz, Aluminium, Stahl und Kupfer knapp, hat sich die Situation Ende 2023 durch die Energiekrise nochmals verschärft. Sowohl die Rohstoffe als auch die Energiepreise sind nochmals stark gestiegen, wodurch sich das Bauen weiter verteuert hat. Es besteht das wesentliche Risiko, dass diese Kosten nicht vollständig an die Auftraggeber weitergereicht werden können. Zudem wirken sich zunehmend steigende Personalkosten auf die Ertragslage aus. Die Nominallöhne in Deutschland waren im ersten Quartal 2024 um 6,4% höher als im Vorjahresquartal; das entspricht der dem zweithöchsten Anstieg gegenüber einem Vorjahresquartal seit 2008. Chancen ergeben sich aus der oben erwähnten Nachfrage nach umfangreicher Erneuerung und stetigem Ausbau von Infrastruktur. Die hohen Auftragsbestände sowohl durch die öffentliche Hand als auch durch Energieversorger und private Auftraggeber führen zu einer guten Auslastung der Gesellschaft zu auskömmlichen Preisen. Es ist davon auszugehen, dass die Investitionsbereitschaft als erklärtes Ziel der Politik in den nächsten Jahren beibehalten wird. 3. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Gesellschaft sind finanzwirtschaftliche Risiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Den finanzwirtschaftlichen Risiken wird durch ein Risikomanagementsystem begegnet, dass vorrangig auf dem Controlling und der unterjährigen internen Berichterstattung basiert. Im Vordergrund stehen hierbei das Vertrags- und Projektcontrolling sowie die Beobachtung der geplanten Kostenansätze, um wesentliche Veränderungen in der Unternehmensentwicklung rechtzeitig erkennen zu können. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über thesaurierte Gewinne und aus Mitteln der POHL-Gruppe. Fremdfinanzierungen werden lediglich im Rahmen kurzfristiger Mietkaufverträge in Anspruch genommen, sodass Zinsänderungs- und Währungsrisiken ausgeschlossen sind. 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente Bei den in der Gesellschaft eingesetzten Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen sowie Lieferanten- und Bankkredite. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden ausschließlich bei inländischen Kreditinstituten gehalten. Alle Bankkonten werden in Euro geführt, so dass sich hieraus keine Wechselkursrisiken ergeben. Etwaige überschüssige Liquidität wird ausschließlich auf Geldmarktkonten angelegt. Die Forderungen betreffen Im Wesentlichen Forderungen gegen andere Unternehmen der POHL-Gruppe. Im kurzfristigen Bereich finanzieren wir uns überwiegend mittels Lieferantenkrediten, sie werden von uns innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist gezahlt. Da wir unseren Zahlungsverkehr ausschließlich in Euro abwickeln, bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken. Bei den Bankkrediten handelt es sich im Wesentlichen um mittelfristige Kredite. Die Zinskonditionen sind fest vereinbart, so dass Zinsänderungsrisiken nicht bestehen. Derivative Finanzinstrumente werden von uns nicht eingesetzt. Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte am 18. Oktober 2024. |
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