Superrollo Hausautomatisierung GmbH
Buschkamp 7, 46414 Rhede, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yannick Schreiber seit 27.1.2022 | Geschäftsführer |
Rüdiger Schmidt seit 28.3.2019 | Geschäftsführer |
Ralf Kern seit 29.3.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
NORD Holding Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rademacher Beteiligungs GmbHRhedeKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2019
Konzernkapitalflussrechnung
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20191. Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussSitz der Konzernmuttergesellschaft ist Rhede. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HR B 15249 in das Handelsregister beim Amtsgericht Coesfeld eingetragen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens Rademacher Beteiligungs GmbH aufgestellt. Die jeweiligen Einzelabschlüsse wurden nach den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften zum Stichtag der Muttergesellschaft aufgestellt. Der Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr des Konzernabschlusses entspricht dem Kalenderjahr. Die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften werden angewendet. Der Konzernabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt worden. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 weist der Konzern einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 10.170.459,45 aus, welcher im Wesentlichen aus der Abschreibung der aufgedeckten stillen Reserven im Konzern resultiert. Die Planung für die kommenden Jahre sieht eine deutliche Verbesserung der Ertragskraft sowie positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, und ausreichende Liquidität vor. Hinsichtlich der bestehenden Bankdarlehen und vereinbarter Finanzkennzahlen wird auf die Ausführungen in Abschnitt 12. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) verwiesen. Die Konzernobergesellschaft Rademacher Beteiligungs GmbH, Rhede, weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 keinen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf. Bezüglich der Gesellschafterdarlehen, die zum Bilanzstichtag mit EUR 16.145.555,48 valutieren, besteht eine Rangrücktrittserklärung in Bezug auf Gesellschafterdarlehen. 2. Angaben zum KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis besteht neben der Konzernmutter Rademacher Beteiligungs GmbH, Rhede, unverändert aus folgenden Unternehmen:
Alle Tochterunternehmen haben die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich Aufstellung, Prüfung und Offenlegung der handelsrechtlichen Einzelabschlüsse gemäß Gesellschafterbeschlüssen in Anspruch genommen. 3. Angaben zu den KonsolidierungsmethodenDie Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Als Stichtag für die Erstkonsolidierung wurde sowohl der Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile als auch der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen zugrunde gelegt (30. September 2014). Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Zwischenergebnisse waren nicht zu eliminieren. 4. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Rademacher Beteiligungs GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Im Einzelnen werden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Der Konzern hat von ihrem Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über sieben bis zwanzig Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über zehn Jahre abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes über einen Zeitraum von zehn Jahren basiert insbesondere auf den zukünftigen Ertragsaussichten der erworbenen Technologien, der Einschätzung über die Produktlebenszyklen sowie die voraussichtliche Bestandsdauer der Branche und Geschäftsbeziehungen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten gemäß § 255 Abs. 2 HGB neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Zinsen der Fremdkapitalkosten gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Geleistete Anzahlungen auf Bestellung sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Skonto-, Zins- und Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen sind mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Längerfristige Rückstellungen werden unter Verwendung des zum Stichtag durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB über ihre Laufzeit abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen abgegrenzt. Diese Differenzen werden aus dem Vergleich der Buchwerte der einzelnen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten mit ihren für steuerliche Zwecke korrespondierenden Werten ermittelt. Ferner werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die aktiven latenten Steuern wurden mit dem Überhang bei den passiven latenten Steuern verrechnet bzw. saldiert. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungsrisiken genutzt und mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Sicherungs- und Grundgeschäfte gemäß § 254 HGB zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. 5. Angaben zur Konzern-BilanzDie Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzern-Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2019 ist in der Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2019 (Anlage 1.6) dargestellt. Dieser Konzernanlagenspiegel ist Bestandteil des Konzernanhangs. Der zum Stichtag bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 9.647.219,12 (Vorjahr EUR 11.678.212,66) resultiert aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften. Im Rahmen der Akquisition der Rademacher Holding GmbH sowie deren Tochtergesellschaften Arca Beteiligungen GmbH, Rademacher Geräte-Elektronik GmbH und Superrollo Hausautomatisierung GmbH zum 30. September 2014 durch die Rademacher Beteiligungs GmbH ist ein Goodwill in Höhe von EUR 20.309.935,41 entstanden. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine planmäßige Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2019 betrug die Abschreibung EUR 2.030.993,54 (Vorjahr EUR 2.030.993,52). Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zur Abbildung von Forderungsausfällen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von EUR 70.965,54 (Vorjahr EUR 144.167,38) gebildet. Die Pauschalwertberichtigung beträgt zum 31. Dezember 2019 EUR 5.531,36 (Vorjahr EUR 4.622,15). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 165.390,23 (Vorjahr EUR 172.590,23) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist eine sogenannte Arrangement Fee (Disagio) in Höhe von EUR 279.605,46 (Vorjahr EUR 387.938,83) enthalten. Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beläuft sich auf EUR 25.000,00 und ist voll einbezahlt. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 1.3) dargestellt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Garantieverpflichtungen in Höhe von EUR 723.466,16 (Vorjahr EUR 970.792,00) Rückstellungen für Kundenboni in Höhe von EUR 416.089,89 (Vorjahr EUR 453.442,20) sowie Rückstellungen für offene Urlaubsverpflichtungen in Höhe von EUR 218.347,00 (Vorjahr EUR 244.960,00), Handelsvertreterausgleichsansprüche in Höhe von EUR 209.212,52 (Vorjahr EUR 0,00), Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von EUR 175.235,04 (Vorjahr EUR 170.110,67) und Rückstellungen für Tantieme in Höhe von EUR 159.476,00 (Vorjahr EUR 201. 187,00) zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen neben Darlehen (einschließlich abgegrenzter Zinsen) von insgesamt EUR 13.135.018,22 (Vorjahr EUR 15.056.955,70) eine Darlehensverbindlichkeit im Rahmen einer stillen Beteiligung (einschließlich thesaurierter Zinsen) von EUR 4.525.847,95 (Vorjahr EUR 4.372.800,00). Als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 13.135.018,22 (Vorjahr EUR 15.056.955,70) wurden die Gesellschaftsanteile an der Rademacher Beteiligungs GmbH und an der Rademacher Geräte-Elektronik GmbH sowie die Geschäftsanteile an der Rademacher Holding GmbH, an der Arca Beteiligungen GmbH und an der Superrollo Hausautomatisierung GmbH verpfändet. Weiterhin wurden Bankkonten der Rademacher Beteiligungs GmbH und aller ihrer Tochtergesellschaften verpfändet sowie die aktuellen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dieser Gesellschaften an die finanzierenden Banken abgetreten. Zudem wurden gewerbliche Schutzrechte der Rademacher Geräte-Elektronik GmbH, der Superrollo Hausautomatisierung GmbH und der Arca Beteiligungen GmbH abgetreten sowie das Anlage- und Umlaufvermögens der Rademacher Geräte-Elektronik GmbH und der Superrollo Hausautomatisierung GmbH sicherungsübereignet. Des Weiteren sind Grundschulden zugunsten der Kreditgeber in Höhe von EUR 10.000.000,00 bestellt worden. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 16.145.555,48 (Vorjahr EUR 16.065.229,33). Die Gesellschafterdarlehen sind grundsätzlich mit einer Frist von 30 Tagen kündbar, soweit Finanzierungsvereinbarungen mit anderen Fremdkapitalgebern (insbesondere Banken) die Rückzahlungen der Darlehen gestatten. Danach haben die Gesellschafterdarlehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 eine Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren. Bereits im Vorjahr lag die Restlaufzeit bei den Gesellschafterdarlehen - wie auch bei bestimmten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - tatsächlich zwischen ein und fünf Jahren. Die im Vorjahreskonzernabschluss zum 31. Dezember 2018 gemachte Angaben zu den Restlaufzeiten wurde entsprechend im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 geändert bzw. korrigiert. Weder zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 noch zum Vorjahresbilanzstichtag (31. Dezember 2018) bestanden Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Gesellschafter haben in Bezug auf die vorgenannten Darlehen ihren Rangrücktritt gegenüber allen bestehenden und zukünftigen Verbindlichkeiten des Darlehensnehmers erklärt. Zudem sind dort Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 289.217,65 (Vorjahr EUR 258.819,92) ausgewiesen. Im Vorjahr wurden zudem Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von EUR 6.733,05 ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:
* die Vorjahresvergleichsangaben sind
geändert bzw. korrigiert worden
Folgende Übersicht zeigt die temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie die steuerlichen Verlustvorträge, auf denen die latenten Steuern beruhen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unverändert mit einem Steuersatz von 30,88 %.
Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands basiert auf der Anwendung des Gewerbesteuersatzes der Rademacher Beteiligungs GmbH von unverändert 15,05 %, des Körperschaftsteuersatzes von unverändert 15,00 % und des Solidaritätszuschlages von unverändert 5,50 %. Es ergibt sich somit rechnerisch ein gemischter Steuersatz von unverändert 30,88 %. 6. Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse nach Regionen verteilen sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen verteilen sich wie folgt:
Für Forschung und Entwicklung fielen im Geschäftsjahr 2019 Aufwendungen von insgesamt EUR 1.644.552,42 (Vorjahr EUR 1.528.326,17) an. Davon wurden EUR 1.370.959,00 (Vorjahr EUR 978.897,50) unter den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten aktiviert. Die gesamten aktivierten Eigenleistungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2019 auf EUR 1.420.570,77 (Vorjahr EUR 1.013.545,67). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 537.496,18 (Vorjahr EUR 132.829,55) periodenfremd; sie resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen (EUR 464.294,34; Vorjahr EUR 126.587,19) und der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (EUR 73.201,84; Vorjahr EUR 0,00). Die Buchgewinne aus Anlagenabgängen belaufen sich auf EUR 20.201,68 (Vorjahr EUR 89.699,91). Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf EUR 354.660,69 (Vorjahr EUR 186.144,28). Die im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgeführten Buchgewinne stellten Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung dar. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus der Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverlusten von EUR 65.327,61 (Vorjahr EUR 8.355,47). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Buchverluste aus Anlagenabgängen von EUR 93.721,29 (Vorjahr EUR 28.539,36). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf EUR 42.081,10 (Vorjahr EUR 175.752,93). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung von insgesamt EUR 596.285,58 (Vorjahr EUR 322.954,82). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit EUR 80.326,15 (Vorjahr EUR 79.926,51) Gesellschafter. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind mit EUR 116.000,00 (Vorjahr EUR 0,00) periodenfremd. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind mit EUR 570.483,27 (Vorjahr EUR 81,62) periodenfremd. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten latente Steuererträge von EUR 549.605,00 (Vorjahr EUR 650.110,00). Die periodenfremden Zinsen und ähnlichen Aufwendungen wie auch die periodenfremden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung. 7. Derivative FinanzinstrumenteDie Rademacher Beteiligungs GmbH nutzt Devisentermingeschäfte ausschließlich zur Absicherung gegen Währungsrisiken bei operativen Beschaffungsgeschäften:
Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden vom Finanzdienstleistungsunternehmen bewertet. Die Devisentermingeschäfte bilden zusammen mit abgeschlossenen Beschaffungsgeschäften geschlossen Positionen (Bewertungseinheiten), die als ausgeglichene schwebende Geschäfte zum Stichtag nicht zu bilanzieren sind. 8. KonzernkapitalflussrechnungDie Konzernkapitalflussrechnung wurde nach DRS 21 nach der indirekten Methode aufgestellt. Diese gliedert sich in den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, den Cashflow aus der Investitionstätigkeit und den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. 9. KonzerneigenkapitalspiegelDer Konzerneigenkapitalspiegel ist gesondert dargestellt. Die Darstellung erfolgt unter entsprechender Anwendung des DRS 22. 10. Sonstige Angabena) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft mietet Büro- und Geschäftsausstattung und hat darüber hinaus Pkw-Leasingverträge abgeschlossen an. Der Vorteil aus der Miete bzw. dem Leasing besteht insbesondere in der geringeren Kapitalbindung. Risiken bestehen in der Bindung an die Miet- bzw. Leasingobjekte. Ferner bestehen ggf. zum Ende der Miet- bzw. Leasingdauern Risiken, dass keine Einigung über die Verlängerung der Miet- bzw. Leasingverträge erzielt werden kann. Die Verpflichtungen aus aktuell bestehenden Miet- und Leasingverpflichtungen betragen insgesamt EUR 186.205,00. Im Einzelnen haben diese Verpflichtungen die folgende Fälligkeitsstruktur:
b) HaftungsverhältnisseWir verweisen auf unsere Ausführungen zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Abschnitt 5. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird derzeit aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung nicht gerechnet. c) MitarbeiterzahlenIm Geschäftsjahr 2019 wurden im Konzern durchschnittlich 171 (Vorjahr 178) Mitarbeiter beschäftigt, davon 82 (Vorjahr 85) Angestellte, 77 (Vorjahr 81) gewerbliche Arbeitnehmer und 12 (Vorjahr 12) geringfügig Beschäftigte. d) AbschlussprüferhonorarDas Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses betrug im Jahr 2019 EUR 40.800,00 und betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. e) GeschäftsführungDie Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2019 durch:
Die Bezüge des Geschäftsführungsorgans beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 363. Im Vorjahr wurde mit Bezug auf § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe verzichtet. Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:
Die Beiratsbezüge im Geschäftsjahr 2019 betrugen TEUR 44. 11. ErgebnisverwendungDer Jahresfehlbetrag im Einzelabschluss der Konzernmuttergesellschaft Rademacher Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr 2019 von EUR 734.570,68 soll auf neue Rechnungen vorgetragen werden. 12. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 bestehen langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von EUR 13.135.018,22, bei denen aufgrund besonderer Vertragsvereinbarungen ein außerordentliches Kündigungsrecht seitens der Banken bestand (Nichteinhaltung bestimmter Finanzkennzahlen). Zudem bestanden Kreditlinien der finanzierenden Banken über insgesamt EUR 3.000.000,00, bei denen am Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 ebenfalls eine außerordentliche Kündigung möglich gewesen wäre. Mit den finanzierenden Banken wurde eine Stillhaltevereinbarung getroffen, wonach zunächst auf die Ausübung dieses außerordentlichen Kündigungsrechte in Bezug auf die Kredite bzw. Kreditlinien verzichtet wurde. Mit Datum vom 23. März 2020 haben die finanzierenden Banken einer Änderung des Kreditvertrags zugestimmt. Entsprechend bestehen auch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses weiterhin die vorgenannten langfristigen Finanzierungsmöglichkeiten. Im Rahmen des neuen Finanzierungsplans wurde die Kontokorrentkreditlinie auf EUR 900.000,00 reduziert. Neben den vorgenannten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von EUR 16.145.555,48. Die Fälligkeit bzw. Fristigkeit war bzw. ist aufgrund besonderer vertraglicher Regelungen abhängig von den Kreditbedingungen der Bankdarlehen bzw. Kreditlinien. Infolge der seit Anfang 2020 aufgetretenen Corona-Pandemie erwartet die Gesellschaft je nach Dauer der Krise im Jahr 2020 Umsatz- und Ergebnisrückgänge, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich prognostiziert werden können. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Rhede, den 29. April 2020 Rademacher Beteiligungs GmbH Ralf Kern Holger Peter Ruban Rüdiger Schmidt Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019A. Grundlagen des KonzernsDer Konzern Rademacher Beteiligungs GmbH umfasst neben der Rademacher Beteiligungs GmbH noch die Rademacher Holding GmbH, die Arca Beteiligungen GmbH, die Rademacher Geräte-Elektronik GmbH sowie die Superrollo Hausautomatisierung GmbH. Die Produkte der Rademacher Beteiligungs GmbH und deren Tochtergesellschaften sind im Wesentlichen Smart Home-Systeme und Automationsprodukte für die Gewerke Rollladen-, Sicht-und Sonnenschutz, Türe und Tore, Licht, elektrische Verbraucher sowie Heizungs- und Klimatechnik. Hierzu gehören die Produktgruppen RolloTron (Gurtwickler), RolloTube (Rohrmotoren), RolloPort (Garagentorantriebe) sowie RolloHomeControl-Steuerungen und der HomePilot als intelligente Smart Home Zentrale. Der Hauptabsatzmarkt befindet sich im Inland. Die Herstellung der Produkte erfolgt durch die Rademacher Geräte-Elektronik GmbH. Die Arca Beteiligungen GmbH hält Schutzrechte an den Hauptproduktgruppen und stellt diese der Rademacher Geräte-Elektronik GmbH zur Verfügung. Die Superrollo Hausautomatisierung GmbH sowie die Rademacher Geräte-Elektronik GmbH vertreiben diese Produkte. Das Mutterunternehmen, die Rademacher Beteiligungs GmbH, führt alle Aktivitäten als Dachgesellschaft zusammen. Im Zuge des Ausbaus der Produktlösungen sind im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen insgesamt in Höhe von TEUR 1.645 (Vorjahr TEUR 1.528) angefallen, wovon TEUR 1.371 (Vorjahr TEUR 979) unter den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten aktiviert wurden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Versuchs-, Labor- und Werkzeugkosten sowie Engineering-, Konstruktions- und Zulassungskosten. Hierbei lag der Fokus auf die verbesserte Konfiguration und Bedienung sowie die Öffnung des HomePilot Systems. Neben den Neuprodukten im Softwarebereich wurde die Produktpalette mit Einzelkomponenten wie den DuoFern Wandtaster ergänzt. Entwicklungen in diesem Bereich dienen der Abrundung des Produktportfolios im Hinblick auf das strategische Ziel des Unternehmens als Anbieter eines offenen Smart Home Komplettsystems wahr genommen zu werden. Darüber hinaus wurde das Produktportfolio der Produktgruppe RolloTube komplett erneuert und es wurde eine neue Rohrmotor-Generation (C-line, M-line, S-line) in den Markt gebracht. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDer wichtigste Markt für den Konzern ist nach wie vor der Europäische Binnenmarkt mit dem Kernmarkt Deutschland, in welchem das Unternehmen eine sehr gute Wettbewerbsposition einnimmt. Wichtige Marktsegmente sind dabei vor allem das Elektrohandwerk in Verbindung mit dem Elektrogroßhandel sowie der Bereich Eisenwarenhandel und der Rollladen und Sonnenschutz. Darüber hinaus nimmt das Online-Marketing und der eCommerce-Vertrieb über die verschiedenen Marktplätze eine immer stärkere Bedeutung ein. Speziell für den Smart Home Bereich wurde und wird der Vertrieb über den eCommerce-Kanal eine steigende Bedeutung haben. Neben dem Ausbau der traditionellen Vertriebskanäle mit verstärktem Fokus auf das Fachhandwerk ist der deutliche Ausbau des Online-Marketings und des eCommerce-Vertriebs erklärtes Unternehmensziel für die kommenden Perioden. In diesem Umfeld sieht sich das Unternehmen verschiedenen Veränderungen und auch Chancen gegenüber: 1. Der Großhandel hat im Zuge des stark steigenden eCommerce-Geschäftes zusehends eigene Herausforderungen mit seinem traditionellen Geschäftsmodell (Vertrieb an das Fachhandwerk) und versucht, rückläufiges bzw. umsatzsteigerndes Geschäft über eCommerce Marktplätze, zu erzielen. 2. Der Massenmarkt im Bereich der Sicht- und Sonnenschutz Technik hat sich in den letzten Jahren stark in Richtung eCommerce sowie der Rollladen- & Sonnenschutzhersteller/konfektionäre verschoben; dabei werden zunehmend hochwertige Einzel- aber auch vernetzte Lösungen angeboten. 3. Der Smart Home Bereich wird zusehends durch das Online-Geschäft getrieben. In der Produktkategorie RolloTron (Gurtwickler) hat die Rademacher-Gruppe eine starke Marktposition. Im Gegensatz dazu sind im Bereich Rohrmotoren diverse Wettbewerber in den verschiedenen Vertriebskanälen anzutreffen. Neben diesem etablierten Geschäft entwickelt sich das Geschäftsfeld Smart Home/HomePilot-System mit seinem breiten Angebot an funkvernetzten Systemkomponenten wie Sensoren, Aktoren und ständig wachsender Funktionalität zu einem dritten starken Pfeiler des Rademacher-Angebotes. Die Einbindung von Drittprodukten sowie die Sortimentsbreite, die ständig ausgebaut wird, wird eines der wesentlichen Differenzierungskriterien in diesem Markt bleiben. Die cloud-to-cloud-Kommunikation zwischen der Rademacher WR-Connect-Plattform und Dritten wird konsequent weiter ausgebaut. So wurde u.a. in diesem Geschäftsjahr die Fähigkeit unserer Produkte um die Integration der Lichtlösung Philips Hue erweitert. Im Jahr 2019 ist das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland laut Statistischem Bundesamt preisbereinigt um 0,6 % gestiegen. In der für den Konzern relevanten Elektrobranche selbst, wurde laut Veröffentlichung des Zentralverbands Elektrotechnik und Elektroindustrie ein durchschnittlicher Produktions-Rückgang von ca. -4,3 % verzeichnet. Dieser Rückgang differiert weiterhin stark in den jeweiligen Geschäftsfeldern. Während das Unternehmen in dem strategischen Geschäftsfeld der Smart Home-Automation sich noch seitwärts entwickeln konnte, kommt es zu deutlichen Rückgängen im Bereich von nicht vernetzten Standardprodukten. Diese Effekte sind zum einen durch den allgemeinen Branchentrend zu erklären, die wesentlichen Ursachen sieht das Unternehmen jedoch in den drei oben genannten Herausforderungen und hat hierzu in 2019 verschiedene strategische Projekte initiiert und organisatorische Anpassungen vollzogen. 2. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur betriebswirtschaftlichen Steuerung des Unternehmens sind Bruttoumsatz, bereinigtes EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) und Net Working Capital (definiert als kurzfristiges Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten ohne liquide Mittel abzüglich kurzfristiger Rückstellungen und kurzfristiger Verbindlichkeiten ohne Darlehensverbindlichkeiten) - siehe auch 4.1 Vermögenslage. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur Unternehmenssteuerung verwendet. Als EBITDA definieren wir das Konzernergebnis der operativen Geschäftstätigkeit vor Berücksichtigung von Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und auf immaterielle Vermögensgegenstände. Ferner wurden noch Korrekturen bestimmter Überwachungs- und Geldbeschaffungskosten, Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Organisationsänderungen und sonstige besondere Aufwendungen berücksichtigt bzw. bereinigt. Aufgrund der oben genannten Definition ergibt sich somit für das zum 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr ein bereinigtes EBITDA von TEUR 4.180.
3. GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2019 verbuchte die Rademacher-Gruppe einen Umsatzrückgang von -9,6 %. Dieser Rückgang um TEUR 2.613, der oberhalb unsere Vorjahreserwartungen liegt, ist vor allem auf die bereits genannten Veränderungen der Marktstrukturen zurückzuführen. Zudem kam es im Bereich der OEM-Kunden im Jahr 2019 zu Umsatzeinbußen, deren Ursachen teilweise durch interne Probleme der Kunden zu erklären sind. Nachdem sich bereits im 1. Quartal ein negativer Geschäftsverlauf abzeichnete, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 verschiedenen Maßnahmen in der Organisation sowie diverse strategische Projekte im Bereich Vertrieb-/Marketing aufgesetzt. Diese Maßnahmen zeigten Wirkung und führten zu einer deutlichen Reduktion des Umsatzrückgangs im 4. Quartal. Neben den Veränderungen im Bereich der Organisation und den strategischen Vertriebs-/Marketingmaßnahmen wurde der Ausbau der Produktpalette vorangetrieben. 4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage4.1. VermögenslageDie Struktur des Anlagevermögens ist durch den Kauf der Rademacher Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2014 geprägt. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden Kundenbeziehungen in Höhe von ursprünglich EUR 6,6 Mio. sowie Technologien in Höhe von ursprünglich EUR 18,2 Mio. identifiziert. Die erworbenen Kundenbeziehungen werden linear über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen sieben und 15 Jahren, die erworbenen Technologien werden linear über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen zehn und 20 Jahren abgeschrieben. Der aus der Transaktion resultierende Geschäfts- oder Firmenwert betrug ursprünglich EUR 20,3 Mio. und wird aufgrund der zukünftigen Ertragsaussichten der erworbenen Technologien, der Einschätzung über die Produktlebenszyklen sowie die voraussichtliche Bestandsdauer der Branche und Geschäftsbeziehungen über zehn Jahre abgeschrieben. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2019 65,3 % (Vorjahr 70,8 %). Das Vorratsvermögen beträgt TEUR 3.762 (Vorjahr TEUR 4.197) und unterliegt stichtagsbedingten Schwankungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.169 (Vorjahr TEUR 2.277) beinhalten die Forderungen aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Anstieg der Sonstigen Forderungen resultiert insbesondere aus aktivierten Steuerforderungen von TEUR 383, da die Steuerbelastung unterhalb der vorausgezahlten Beträge liegt. Der aktive Abgrenzungsposten in Höhe von TEUR 353 (Vorjahr TEUR 439) enthält im Wesentlichen ein Disagio im Zusammenhang mit der Gewährung des Konsortialkredits, welches über die Laufzeit des Konsortialkredits aufgelöst wird. Das Net Working Capital beträgt Ende 2019 TEUR 2.371 (Vorjahr TEUR 2.667). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Steuerrückstellungen. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt bei (TEUR +583). Die Lagerbestände stellten sich, bedingt durch ein konsequentes Working Capital Management auf TEUR -434 gegenüber dem Vorjahresniveau ein. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 1.601 (Vorjahr TEUR 1.569) auf Vorjahresniveau. Die Rückstellungen belaufen sich auf einen Anteil von 4,3% (Vorjahr 4,3 %) an der Bilanzsumme. Die Erhöhung resultiert aus den Rückstellungen im Zusammenhang mit einer steuerlichen Außenprüfung für Vorjahre, die sich in Summe auf TEUR 687 (Steuern und Zinsen) belaufen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus dem Konsortialkreditvertrag zur Finanzierung des Erwerbs der Rademacher Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen ein Verkäufer-Darlehen sowie Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung des Unternehmenserwerbs ausgewiesen. Im Weiteren verweisen wir auf unsere nachfolgenden Ausführungen zur Finanzlage des Konzerns. Aus der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierung resultieren unter Berücksichtigung der Anpassung zum 31. Dezember 2019 latente Steuern in Höhe von TEUR 6.198 (Vorjahr TEUR 6.747). 4.2. FinanzlageDie Gesellschaft verfügt am Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 über liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.045 (Vorjahr TEUR 3.125). Der (um aktivierte Eigenleistungen bereinigte) operative Cashflow aus der Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR + 1.281 (Vorjahr TEUR + 3.201). Der (um aktivierte Eigenleistungen bereinigte) Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von lag bei TEUR - 623 (Vorjahr TEUR - 203 inkl. Erlös aus dem Verkauf der Immobilie Dresden von TEUR + 575). Im Rahmen des Geschäftsführungswechsels wurden die vom ausscheidenden Geschäftsführer gehaltenen eigenen Anteile (1,5%) zum Verkaufswert (TEUR 108) zurückerworben. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich TEUR - 2.737 (Vorjahr TEUR - 3.150). Die Verbesserung resultiert daraus, dass im Geschäftsjahr 2019 keine Sondertilgung stattfand. Das Vorjahr enthält eine Sondertilgung aus den Einnahmen des Immobilienverkaufs des Standortes Dresden in Höhe von TEUR 575. Die regulären Tilgungen beliefen sich weiterhin auf TEUR 1.917. Die Unternehmensfinanzierung in Form einer stillen Beteiligung (Mezzanine Tranche) in Höhe von TEUR 4.000 und eines Kreditvertrags von TEUR 26.000 hat weiterhin Bestand. Der Kreditvertrag ist unterteilt in eine halbjährlich zu tilgende Fazilität A von TEUR 11.500, einer endfälligen Fazilität B von TEUR 11.500 und einer Abzweiglinie C zu Kontokorrentzwecken von TEUR 900. Zum 31. Dezember 2019 sind TEUR 17.661 (Vorjahr TEUR 19.430) aus dieser Finanzierung in Anspruch genommen. Für das Geschäftsjahr 2020 ist aktuell die Anschaffung einer neuen SMD-Linie mittels Mietkaufs geplant. Der Konsortialkreditvertrag unterliegt der Vereinbarung von Finanzkennzahlen, die konzernseitig einzuhalten sind. Diese sind über die gesamte Vertragslaufzeit vereinbart und wurden im März 2020 modifiziert. Die Gesellschafter haben der Muttergesellschaft drei Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Rademacher Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften über insgesamt TEUR 15.727 gewährt, die zu einem Zinssatz von 0,5 % verzinst werden. Diese Darlehen sind nach Tilgung des Konsortialkredits zurückzuführen. Für alle Gesellschafterdarlehen wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung gegenüber den sonstigen Verbindlichkeiten des Konzerns ausgesprochen. Des Weiteren verfügt die Gesellschaft über ein Verkäufer-Darlehen in Höhe von TEUR 5.500, welches zum 31. Dezember 2022 fällig ist und mit einem Zinssatz von 5,5 % verzinst wird. Die Zinsen beider Kredite werden thesauriert und bei Endfälligkeit zurückgezahlt. Im Geschäftsjahr 2019 wurden die im Konsortialkreditvertrag vereinbarten Finanzkennzahlen verfehlt und in der Folge wurde ein neuer Kreditvertrag mit geänderten Kennzahlen vereinbart. Wir gehen auf Basis der vorliegenden 2-Jahres-Planung davon aus, die neu vereinbarten Kennzahlen einzuhalten und unsere finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. 4.3 ErtragslageIm abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 wurde vor allem aufgrund der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe TEUR 4.977 (Vorjahr TEUR 4.845) erneut ein Konzernjahresfehlbetrag von TEUR - 4.157 (Vorjahr TEUR - 2.585) erwirtschaftet. Im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 24.639 (Vorjahr TEUR 27.252). Wie die folgende Übersicht zeigt, entfällt der Rückgang vor allem auf den Bereich der Antriebe und steht im Zusammenhang mit geringeren Abrufen eines Großkunden.
Mit einer Bestandsverminderung um TEUR 344 (Vorjahr TEUR 413) und Materialaufwendungen von TEUR 10.037 (Vorjahr TEUR 10.529) beläuft sich die Rohertragsmarge bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) auf 58,7 % (Vorjahr 60,8 %). Der Personalaufwand erhöhte sich bei einem Rückgang der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter von 178 in 2018 auf 171 in 2019 um TEUR 52. Die Personalaufwandsquote beträgt 34,6 % (Vorjahr 31,2 %) bezogen auf die Gesamtleistung. Die Erhöhung steht im Zusammenhang mit dem Umsatzrückgang, der personalausgabentechnisch nicht kompensiert werden konnte. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beläuft sich, bezogen auf die Gesamtleistung, auf 20,3 % (Vorjahr 18,9 %). Die Zinsaufwendungen erhöhten sich auf TEUR - 1.545 (Vorjahr TEUR - 1.475). Insgesamt schließt der Konzern das Geschäftsjahr mit einem Konzernjahresfehlbetrag von TEUR - 4.157 (Vorjahr TEUR - 2.585) ab. 4.4 Supply Chain/Produktion/LogistikIm Bereich der Supply Chain/Produktion/Logistik lagen die Herausforderungen im Wesentlichen darin, die hohe Volatilität der Auftragslage sowie den in Summe unterhalb der Planung liegenden Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2019 auf der Seite der Fertigungsplanung und Materialbeschaffung/Lagerbestände auszusteuern. 4.5 Gesamtaussage zur Lage des KonzernsMit Bruttoerlösen (vor Erlösschmälerungen) von EUR 27,6 Mio. wurden im Geschäftsjahr 2019 die prognostizierten Umsätze des letztjährigen Konzernlageberichts von EUR 32,8 Mio. um 15,8 %. verfehlt. Dieser Umsatzrückgang ist letztendlich verantwortlich für den Rückgang des erzielten bereinigten EBITDA um EUR 0,7 Mio. auf EUR 4,2 Mio. Damit konnte der prognostizierte Wert des Vorjahres von EUR 6,1 Mio. ebenfalls um EUR 1,9 Mio. nicht erreicht werden. Hingegen konnte das Net Working Capital um TEUR 295 oder - 11 % reduziert werden und das prognostizierte Ziel einer Reduktion des Net Working Capital auf EUR 2,0 Mio somit teilweise erreicht werden. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. PrognoseberichtDer Konzern plant für das Geschäftsjahr 2020 die Trendwende sowohl in der Umsatzentwicklung als auch beim EBITDA. Dabei wurden Umsatzrisiken, die kundenseitig erkennbar waren, im Budget hinreichend berücksichtigt. Insgesamt planen wir im Geschäftsjahr 2020 einen Bruttoumsatz (vor Erlösschmälerung) von rund EUR 28,9 Mio. sowie ein bereinigtes EBITDA von EUR 4,9 Mio. bei einem negativen Jahresergebnis in Höhe von EUR 2,1 Mio. Die Liquiditätsplanung lässt für den Prognosezeitraum bis Ende 2020 eine unterjährige Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien erkennen. Im Rahmen der Kapitalausstattung des Unternehmens und zur Vermeidung der Kontokorrent-Inanspruchnahme wurde im April 2020 ein Vertrag zum Verkauf ausgewählter Großkundenforderungen ("Offenes Factoring") abgeschlossen. Basierend auf den derzeitigen Annahmen und Planungen versprechen wir uns einen deutlich positiven Effekt auf die Barliquidität. Im Zusammenhang mit den Finanzkennzahlen ist unterjährig die Volatilität zu den Testterminen zu überwachen. Es ist dabei zu beachten, dass im Jahr 2020 mit der geplanten Umsatzsteigerung ein moderater Anstieg des Net Working Capital einhergehen wird. Bei den im Geschäftsjahr 2019 entwickelten und teilweise gestarteten Maßnahmen handelt es sich sowohl um diverse strategische Projekte im Bereich Vertrieb-/Marketing als auch um Produktneuentwicklungen. Der Ausbau der Produktpalette hat die Schwerpunkte "Öffnung und Komplettierung des HomePilot Systems", "Smarte Sicht- & Sonnenschutzlösungen in der Einzelanwendung" und "Ausbau der Produktkompetenz im Bereich Sicht- & Sonnenschutz". Im Bereich Vertrieb-/Marketing werden erhebliche Investitionen im Bereich des Content Managements unternommen. Schwerpunkt ist hierbei der Aufbau und die Befüllung eines PIM-Systems (Product Information Management) mit entsprechendem Content (u.a. Videos, Bilder, Texte). Des Weiteren wird das HomePilot Fachpartner Programm deutlich ausgebaut (Ziel "500 neue Fachpartner in 2020"). Hierzu wurde ein Schulungsleiter eingestellt sowie diverse monetäre und inhaltliche Anreizpunkte für angehende Fachpartner implementiert. Im R&S Vertriebsbereich setzt das Unternehmen mit seiner neuen Rohrmotor-Plattform, seinen Entwicklungs- und Fertigungsmöglichkeiten sowie seiner Smart Home Kompetenz an. Insgesamt plant der Konzern für das Geschäftsjahr 2020 Investitionen von rund TEUR 500, die vollständig aus dem laufenden Cashflow finanziert werden sollen. Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit aus. Bei allen Konzerngesellschaften hat die Geschäftsleitung Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und der Sicherstellung des operativen Geschäftsbetriebs eingeleitet. Vor dem Hintergrund der seitens der Behörden eingeleiteten Maßnahmen gegen das Virus können wir Auswirkungen auf unsere Umsätze nicht ausschließen. Zwar konnten im 1. Quartal 2020 in allen drei Monaten die Umsatzziele übertroffen werden, und auch für die Monate April und Mai 2020 liegt ein dem Budget entsprechender Auftragsbestand vor. Im Zusammenhang mit der dynamischen Entwicklung und möglicher Reaktionen der Behörden (z.B. Verschärfung/Verlängerung der "Kontaktsperren") sind verlässliche Prognosen über die Umsatzentwicklung 2020 nicht möglich. Für den Fall einer langanhaltenden Krise bis Ende Juli 2020 gehen wir für das Jahr 2020 von einem Umsatzrückgang aus, während für den Fall einer weitestgehenden Erholung bis Ende Juni 2020 zumindest Umsätze auf dem Vorjahresniveau erreichbar sind. Die Kompensation auf den Umsatzrückgang wird auch durch die schnelle Einführung von Kurzarbeit erfolgen. Die notwendigen Vorbereitungen (Abschluss einer Betriebsvereinbarung) sind bereits getroffen, so dass die Gesellschaft mit einer Ankündigungsfrist von nur 3 Tagen die Kurzarbeit einführen kann. Bei einer Dauer der Krise von ca. drei Monaten und unter Berücksichtigung der möglichen Kosteneinsparungen sieht sich das Unternehmen aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufes in der Position, die Jahres-Budgetziele (insbesondere auf den EBITDA) zu erreichen. Bezüglich der Liquidität setzt Rademacher, neben einem konsequenten Liquiditätsmanagement, auf die Umsetzung der bisher getroffenen Maßnahmen des Bundes und des Landes. Bezüglich der Stundung von Steuerzahlungen sind alle Anträge auf den Weg gebracht und zum Teil bereits positiv entschieden. Das Unternehmen sieht sich für die Erreichung der geplanten Ergebnisse gut aufgestellt und sich auf dem bereits eingeschlagenen Weg der Unternehmensentwicklung bestätigt. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von der Erwartung über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. 2. Chancen- und RisikoberichtUnter Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Unter Risiken verstehen wir mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die Rademacher Beteiligungs GmbH negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Dabei unterscheiden wir zwischen strategischen und operativen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit als niedrig, mittel oder hoch eingeschätzt wird. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht, es werden aber bereits implementierte Gegenmaßnahmen, die den Risiken entgegenstehen, dargestellt. Gemäß unserer internen Risikoklassifizierung sehen wir das Wettbewerbs- und das Vertriebs-Kanalverschiebungsrisiko als das bedeutsamste Risiko für unser Unternehmen an. Ferner sehen wir wesentliche Risiken in den Bereichen Währungskurse und Finanzen sowie in den allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Wesentliche Risiken für unsere Gesellschaft in den Bereichen Standort, Personal und EDV bestehen aus heutiger Sicht nicht. Allgemeinen unternehmerischen Risiken, wie der konjunkturellen Entwicklung oder der Entwicklung eines sich verstärkenden Wettbewerbsumfeldes innerhalb der eigenen Vertriebskanäle und Kerngeschäfte, begegnet der Konzern mit der Anpassung seiner Vertriebs- und Marketingstrukturen sowie der Entwicklung von Produkten mit innovativen Funktionen, Alleinstellungsmerkmalen und hohem Qualitätsanspruch. Dem verändertem Nachfrageverhalten mit zunehmendem Endkundenfokus für das Geschäftsfeld Smart Home wird mit intensiver Bearbeitung zur Steigerung der Online-Wahrnehmung, dem Aufbau und Ausbau strategischer eCom-Plattformen und HomePilot-Fachpartnern sowie der weiteren Ausrichtung der Marketingaktivitäten auf den Endkunden begegnet. Die wichtigsten Kunden werden u.a. im Rahmen eines Kompetenzpartnerprogramms, dem HomePilot-Fachpartnerprogramm, eng an den Konzern gebunden. Ferner wird mit den Aktivitäten im R&S Vertriebsbereich der Entwicklung, dass Rohrmotoren zunehmend durch Großkunden verbaut werden, Rechnung getragen. Probleme beim Endverbraucher werden in sehr kurzer Zeit durch den eigenen Servicebereich per Reparatur, Austausch oder der Zurverfügungstellung von Ersatzteilen behoben. In Reaktion auf das sich seit Anfang des Jahres 2020 weltweit ausbreitende Coronavirus hat die Geschäftsführung bei allen Konzerngesellschaften bereits Anfang Februar mögliche Risiken evaluiert und es wurde ein aus organisatorischen Maßnahmen bestehendes Konzept entwickelt und umgesetzt, um die Ausbreitung des Virus im Konzern zu verhindern, die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und den Geschäftsablauf sicherzustellen. Das Konzept beinhaltete ein Maßnahmenpaket bestehend aus besonderen Hygienevorschriften, Aussetzung der Teilnahme an Veranstaltungen, keine Durchführung von Dienstreisen und dem Verbot des Austausches von Mitarbeitern zwischen Standorten und Etagen. Die Arbeitsprozesse wurden zu einem großen Teil durch die Schaffung von Homeoffice-Arbeitsplätzen dezentralisiert. Darüber hinaus arbeiten Produktion und Logistik in einem personalundurchlässigen 2-Schichtssytem. Sollte die Corona-Pandemie noch länger dauern, als wir es ohnehin im Fall der lang anhaltenden Pandemie angenommen haben, wird der Umsatzrückgang noch höher als erwartet ausfallen. Dieses Risiko schätzen wir als gering ein. Währungsrisiken resultieren vor allem aus dem Einkaufsbereich, da der Einkauf unter anderem in USD (US-Dollar) und CNY (Chinesische Renminbi) erfolgt. Eine Absicherung von Wechselkursverlusten erfolgt einerseits durch bereits im Geschäftsjahr 2019 abgeschlossene Devisentermingeschäfte sowie die laufende Unterhaltung der USD- bzw. CNY-Konten in Abhängigkeit der aktuellen Kursentwicklung und der verfügbaren freien Liquidität. Durch diese Maßnahme sind ca. 65 % des Einkaufsvolumens in Fremdwährung abgesichert. Im Zusammenhang mit der Coronakrise ist es im 1. Quartal 2020 zu keinen Versorgungsengpässen beim Material gekommen. Hauptchancen zur Steigerung von Umsatz und Ertrag liegen in der Entwicklung und Markteinführung innovativer Neuprodukte mit Alleinstellungsmerkmalen sowie in der Ausweitung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Insbesondere die Awareness-Steigerung der Marke Rademacher bei Endkunden wird der Multi-Channel Vertriebspolitik neue Potentiale erschließen. Die Weiterentwicklung des Geschäfts-Prozess-Management-Systems sowie fortlaufende Kontrollen und Maßnahmen zur Qualitätserhöhung und Produktivitätssteigerung innerhalb unseres Produktionsprozesses unterstützen die permanente Verbesserung des operativen Geschäftes. 3. RisikomanagementsystemDer Konzern ist mit seinen Geschäftsbereichen und Produkten unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement im Konzern erfolgt durch Zuordnung persönlicher Verantwortlichkeiten für die einzelnen Risikofelder. Das Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2019 nach DIN ISO 9001:2015 vollumfänglich rezertifiziert worden. Die Geschäftsführung beschäftigt sich regelmäßig mit der Beurteilung der einzelnen Risikofaktoren. Risiko im Sinne des Rademacher Risikomanagementsystems ist die Gefahr erheblicher finanzieller Verluste, der Vernichtung von Unternehmenswert und in letzter Konsequenz das Bestandsrisiko durch Illiquidität oder Überschuldung. Das erfolgreiche Managen von Chancen und Risiken ist Bestandteil des unternehmerischen Handelns und originäre Aufgabe aller Führungskräfte. In den regelmäßigen Managementsitzungen auf allen Führungsebenen werden Chancen, Risiken und Optimierungsmaßnahmen systematisch behandelt. Schnelle, offene und rückhaltlose Kommunikation zwischen allen Führungsebenen über Risiken und herannahende Ausnahmesituationen führen dazu, dass diese frühzeitig lokalisiert und eingegrenzt werden können. Risikobewusstsein und die organisatorische Einbindung von Risikomanagement in die permanente Verantwortung der Führungskräfte ermöglicht diesen, Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen bzw. deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu minimieren.
Rhede, den 29. April 2020 Rademacher Beteiligungs GmbH Ralf Kern Rüdiger Schmidt Holger Ruban Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rademacher Beteiligungs GmbH, Rhede PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Rademacher Beteiligungs GmbH, Rhede, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang inklusive Konzernanlagespiegel, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rademacher Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 29. April 2020 KPMG
AG
Dr. Uhde, Wirtschaftsprüfer van der Lake, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
3 nahegelegene Organisationen
DELTA DORE RADEMACHER GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen