PR Trade GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit lebenden Tieren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörn-Fredrik Göbert seit 3.10.2015 | Geschäftsführer |
Gregor Paul Maria Schoeß seit 24.8.2015 | Geschäftsführer |
Heidrun Waltraud Spengler-Knappe seit 22.12.2014 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Straathof Holding GmbHZiesar(vormals: Gladau)Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012KonzernbilanzAKTIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
KonzernanhangAllgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Straathof Holding GmbH wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des deutschen GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die vorgeschriebene Gliederung ist durch Einfügung einzelner Posten der besonderen Struktur des Straathof Holding GmbH-Konzerns angepasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungskreis
Konsolidierungsgrundsätze Für Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit den auf sie entfallenden Eigenkapitalanteilen zum Erwerbszeitpunkt. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird den Vermögensgegenständen nach ihren tatsächlichen Werten zugerechnet. Ein danach verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Für alle späteren Erstkonsolidierungen erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Der im Berichtsjahr erworbene Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Erstkonsolidierung der Mesa Agrar GmbH wird mit einer Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer begründet sich mit dem langen Lebenszyklus unserer Produkte sowie der bilanziellen Restnutzungsdauer der von uns erworbenen Stallanlagen. Bilanzstichtag aller vollkonsolidierter Unternehmen ist der 31. Dezember 2012. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden eliminiert, Zwischengewinne und Differenzen in der Schuldenkonsolidierung haben sich nicht ergeben. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Weiterhin werden latente Steuern für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dies betrifft auch Wertunterschiede, die aus der Kapitalkonsolidierung resultieren, soweit sie nicht den Geschäfts- oder Firmenwert betreffen. Im Berichtsjahr wurde zum 1. Januar 2012 die Mesa Agrar GmbH auf Grund des Erwerbs von 100 % der Anteile erstkonsolidiert. Gegenstand der Mesa Agrar GmbH ist i. W. die Ferkelerzeugung und Schweinemast. Die neu gegründete Tochtergesellschaft Straathof-Strehle GmbH hat in 2012 noch keine wesentliche Geschäftstätigkeit aufgenommen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt ausgehend von den Anschaffungskosten unter Abzug planmäßiger Abschreibungen. Die innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände bilanzierten Anschaffungen für Software werden mit den steuerlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Von Dritten erworbene Rechte, wie z. B. Genehmigungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz sowie sonstige Rechte an Planungsleistungen und sonstige Genehmigungen, werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei immateriellen Anlagegütern werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung von Sachanlagegegenständen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und die daraus resultierenden Abschreibungen werden in Anlehnung an die vom Bundesfinanzminister veröffentlichten Abschreibungstabellen festgelegt. Die Bewertung des Tiervermögens erfolgt zu Durchschnittswerten entsprechend den steuerlichen zulässigen Gruppenbildungen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Tageswert am Bilanzstichtag bewertet. Die für die Ermittlung der Anschaffungskosten zu Grunde gelegte Verbrauchsfolge entspricht dem FIFO-Verfahren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert, für erkennbare Risiken werden Wertberichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Bankguthaben sind zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge angesetzt. Die Bildung latenter Steuern erfolgt grundsätzlich auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. Schuldpostens in der Konzernbilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zins gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die funktionale Währung der Straathof Holding GmbH ist der Euro. Auf fremde Währung lautende Forderungen bzw. Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag nicht zu verzeichnen. Alle konsolidierten Gesellschaften sind Inlandsgesellschaften, eine Währungsumrechnung von nicht in Euro bilanzierenden Tochtergesellschaften ist nicht erforderlich. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt. Tiervermögen Es handelt sich um Schweinebestände, die sowohl zum Verkauf bestimmt sind, als auch für Zuchtzwecke verwendet werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche wesentlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, außer einer Sicherheitsleistung der Schweinezucht Alt Tellin GmbH i.H.v. T€ 769, eine Kaution der Schweinezucht Gladau GmbH i.H.v. T€ 23 sowie ein ausgegebenes Gründungsdarlehen i.H.v. T€ 108 haben erwartete Restlaufzeiten bis ein Jahr. Eigenkapital Das im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ausgewiesene gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage entsprechen dem der Straathof Holding GmbH. Anteile fremder Gesellschafter Hier werden die Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen. Es handelt sich um die Anteile fremder Gesellschafter an der Schweinezucht Binde GmbH, der Schweinezucht Gladau GmbH und der Altenplathower Agrarbetrieb GmbH i.H.v. jeweils 6 %. Da alle drei Gesellschaften über Gewinnabführungsverträge direkt oder indirekt mit der Straathof Holding GmbH verbunden sind, wird der auf die außenstehenden Minderheitsgesellschafter entfallende Ausgleichsanspruch am Jahresergebnis der betreffenden Gesellschaften unter der Position Sonstige Verbindlichkeiten passiviert. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt der Ausweis unter der Position Auf Anteile fremder Gesellschafter entfallender Jahresüberschuss. Sonstige Rückstellungen Der Bestand der sonstigen Rückstellungen i.H.v. insgesamt T€ 3.307 umfasst i. W. Rückstellungen für Rechtsrisiken (T€ 1.498), für Personalkosten (T€ 433), für ausstehende Rechnungen (T€ 282) für Güllebeseitigung (T€ 295), für pauschale Gewährleistungen (T€128) sowie für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (T€ 109). Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag und die Fristigkeit der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Darlehensverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden und Sicherungsabtretungen von Anlagevermögen und Umlaufvermögen besichert. Haftungsverhältnisse Die Konzerngesellschaften Straathof Holding GmbH, Schweineproduktion Brenkenhof GmbH, Schweinezucht Binde GmbH, Schweinezucht Gladau GmbH und Schweinezucht Alt Tellin GmbH haften gesamtschuldnerisch für Bankverbindlichkeiten der AGM Solar GmbH, Gladau, gegenüber der Commerzbank. Die Bankverbindlichkeiten valutieren zum Stichtag i.H.v. T€ 3.664. Die Tochtergesellschaft Schweinezucht Binde GmbH hat gegenüber der Deutschen Kreditbank AG zu Gunsten der AGM Solar GmbH im Rahmen eines Raumsicherungsübereignungsvertrages ihre Maschinen und sonstigen Geräte in ihrer Sauenanlage in Binde sicherungsübereignet. Die Bankverbindlichkeiten der AGM Solar GmbH gegenüber der Deutschen Kreditbank AG valutieren zum Stichtag i.H.v. T€ 7.247. Passive latente Steuern Es handelt sich um latente Steuern auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen in den folgenden Positionen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Pachtverträge für Ställe T€ 7.307 Pachtverträge für Ackerflächen T€ 1.765 Für zwei Biogasanlagen bestehen Leasingverpflichtungen bis längstens 2017 mit einem Gesamtvolumen i.H.v. T€ 2.696 und für Fahrzeuge bis 2016 Leasingverpflichtungen i.H.v. T€ 1.075. Die geplanten Investitionen für 2013 in die bereits bestehende Stallanlage in Alt Tellin betragen € 5,8 Mio. Mit der Anmietung bzw. Anpachtung von Biogasanlagen, die zu langfristigen Zahlungsverpflichtungen führen, wird langfristig die Nutzung der anfallenden Gülle gewährleistet und der bestehende Finanzierungsspielraum erhalten. Die Anpachtung von Ställen steht vor allem in Zusammenhang mit der Sicherung der notwendigen Mastkapazitäten. Den langfristigen Zahlungsverpflichtungen stehen dabei Entlastungen des bestehenden Finanzierungsspielraums gegenüber. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Umsatzerlöse von T€ 19.976 wurden im europäischen Ausland erzielt, alle übrigen Umsätze mit T€ 69.581 im Inland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten i. W. Erträge aus Kostenweiterbelastungen (T€ 1.786), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 530), Erträge aus der Vermietung von LKW (T€ 451), landwirtschaftliche Zuschüsse (T€ 311), Erträge aus der Herabsetzung von Pauschalwertberichtigungen (T€ 123), Miet- und Pachterträge (T€ 119) sowie sonstige periodenfremde Erträge (T€ 145). Sonstige betrieblichen Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten i. W. Pachtaufwendungen (T€ 1.627), Versicherungen und Tierseuchenkasse (T€ 562), Kraftstoffkosten (T€ 273), Reparaturen und Instandhaltungen (T€ 2.754), Ausgangsfrachten (T€ 2.914), Leasingkosten (T€ 588) Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsrisiken (T€ 1.398) sowie periodenfremde Aufwendungen (T€ 153). Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die gebildeten Finanzmittelfonds entsprechen der Bilanzposition Schecks, Kassenbestand, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten. Ein bedeutsamer zahlungsunwirksamer Geschäftsvorfall stellt die Übernahme von Ausleihungsforderungen (Zugang sonstige Ausleihungen) gegen ein nahestehendes Unternehmen Höhe von T€ 5.582 im Wege der Verrechnung dar. Im Geschäftsjahr wurden Zinsen i.H.v. T€ 3.696 und Ertragsteuern i.H.v. T€ 4.866 gezahlt. Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten entfallen auf Kreditinstitute. Der Gesamtbetrag für Kaufpreise zum Erwerb von Unternehmen beträgt in 2012 T€ 5.766. Die mit Unternehmenskäufen verbundenen Erwerbe von Vermögensgegenständen und Schulden betreffen i. W.
Sonstige Angaben Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Im Berichtszeitraum wurden folgenden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen getätigt:
Im Geschäftsjahr 2012 waren durchschnittlich folgende Mitarbeiter beschäftigt
Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung setzte sich aus dem Hauptgeschäftsführer Adrianus Gerardus Maria Straathof und Herrn Winfried Theß (Geschäftsführer Bereich Tierschutz bis zum 29. Juni 2012) zusammen. Einem Geschäftsführer wurde in 2012 über ein Finanzverrechnungskonto ein Betrag i.H.v. insgesamt T€ 641 unbefristet darlehensweise zur Verfügung gestellt. Die Verzinsung des Verrechnungskontos erfolgt mit 3,75 %. Das Finanzverrechnungskonto setzt sich wie folgt zusammen:
Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB haben wir Gebrauch gemacht.
Gladau, 16. September 2013 Adrianus Gerardus Maria Straathof Konzernanlagespiegel
Konzernlagebericht1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Überblick über den Konzern, Geschäftstätigkeit und deren Rahmenbedingungen Das Kerngeschäft der Gruppe besteht in der Produktion von Ferkeln und Läufern i. W. für den deutschen und europäischen Absatzmarkt. Weiterhin werden zum Teil die eigenerzeugten Ferkel in eigenen oder gepachteten Mastställen zu Mastschweinen gemästet und wiederum i. W. auf dem deutschen oder europäischen Absatzmarkt veräußert. Auch werden in eigenen oder gepachteten Ställen Jungsauen für eigene Zwecke oder für andere ausländische nahestehende Unternehmen gezüchtet. Unsere eigenen Produktionsstandorte befinden sich ausschließlich in den neuen Bundesländern. Angepachtete Ferkelaufzucht- und Mastanlagen befinden sich auch in den alten Bundesländern. Darüber hinaus wird an den Standorten in Binde, Gladau, Demsin, Fahrbinde und Brenkenhof mit Biogasanlagen das Geschäftsfeld der Stromerzeugung betrieben. Ab dem nächsten Geschäftsjahr wird eine neue Biogasanlage in Alt Tellin in Betrieb genommen. In 2012 wurden - wie auch im Vorjahr - an den Standorten Binde, Gladau, Parchen, Fahrbinde und Demsin Dachflächen an einen Betreiber von Photovoltaikanlagen vermietet. Die Sauenanlage in Alt Tellin war zum Stichtag 31. Dezember 2012 fast voll belegt. Trotz Verzögerungen wurden noch Ende September die ersten Ferkel veräußert. Die Tochtergesellschaft Sauenhaltung Thierbach GmbH erwarb im Januar 2012 eine Stallanlage am Standort Waldenburg, in dem ein Teil der Jungsauen für den Standort Alt Tellin gezüchtet wurden. Die in 2010 ausgeübte Tätigkeit des Tierhandels wird seit Dezember 2010 von einem nahestehenden ausländischen Unternehmen durchgeführt. Die Rahmenbedingungen für die Schweinebranche in Deutschland sind dadurch gekennzeichnet, dass seit vielen Jahren ein Strukturwandel in der Branche stattfindet, der dazu führt, dass der Trend mehr zu Großanlagen und weg von kleinbäuerlichen Strukturen führt. Dies ist auch vor allem dem Umstand geschuldet, dass der Wettbewerbsdruck europa- und auch weltweit betrachtet wächst und der Kostendruck, insbesondere auch durch den technischen Fortschritt und den Druck durch hygienische Anforderungen, diese Entwicklung weiter unterstützt. Die Umsetzung von verstärkten hygienischen An-forderungen ermöglichen dabei den Einsatz von Medikamenten zu minimieren. Zur Vermeidung von Geruchsbelästigungen steigt vor allem der Investitionsbedarf für den Einbau von Abluftreinigungsanlagen Weiterhin ist zu beobachten, dass die Verknüpfung zwischen der Schweineproduktion und der Schlachtbranche sich weiterentwickelt hat und man beiderseits in der Lage ist, auch größere Partien von Seiten der Erzeuger zur Verfügung zu stellen und auf der an-deren Seite durch größere Schlachthöfe die Verarbeitung sicherzustellen. Diese Entwicklung wird sich auch in Zukunft noch weiterhin fortsetzen. Der deutsche Schweinemarkt ist darüber hinaus aktuell dadurch gekennzeichnet, dass die inländische Versorgung gesichert ist und die Bedeutung des Exports, vor allem in europäische Nachbarländer, aber auch weltweit in aufstrebende Schwellenländer, eine immer weitere Bedeutung eingenommen hat. Deutschland ist inzwischen eines der führenden Exportländer im Schweinefleischbereich. Daneben besteht in Deutschland weiterhin ein hoher Bedarf an Importferkeln, zur Auslastung der bestehenden Mastkapazitäten. In diesem Trend liegen auch die Bemühungen unserer Unternehmensgruppe, die durch die Kooperation mit nahestehenden Unternehmen vor allem in Ungarn die Möglichkei-ten des Exports weiter ausgebaut haben und auch noch weiter ausbauen werden. Analyse des Geschäftsverlaufs der wirtschaftlichen Lage und deren Entwicklung Die in der 43. Kalenderwoche 2011 einsetzende Erholung des Ferkelmarktes hat bis zur 25. Kalenderwoche 2012 zu stabilen Ferkelpreisen geführt. Ab der 25. Kalenderwoche konnte die Jahrestypische Senkung der Ferkelpreise beobachtet werden, die sich ab 36. Kalenderwoche wieder erholte. Insgesamt lag das durchschnittliche Preisniveau bei der Nord-West-Notierung mit € 11,03 je Ferkel höher als im Vorjahr. Durch die positive Marktentwicklung konnten die zuvor gesenkten Zuschlagsätze An-fang des Jahres wieder erhöht werden. Trotz steigender Futtermittelpreise konnten auch in 2012 weiterhin positive Deckungsbeiträge erzielt werden. Durch vorausschauende Vertragsgestaltung, Vorratshaltung und Eigenerzeugung konnte dies entgegen der all-gemeinen steigenden Futterpreisentwicklung erreicht werden. Bei den Preisen für Schlachtschweine konnte auch in 2012 eine durchschnittliche Stei-gerung verzeichnet werden. Im Vergleich zum Vorjahr waren diese mit einem Durch-schnitt von € 0,18 pro kg deutlich höher. Trotz der gestiegenen Futtermittelkosten konnten auf Grund des gleichzeitig höheren Absatzpreisniveaus im Vergleich zum Vorjahr in 2012 höhere Deckungsbeiträge erzielt werden. 2. Ertragslage Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist in 2012 mit € 11,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (€ 8,8 Mio.) deutlich angestiegen. Wesentliche Ursachen dafür sind die angestiegenen Ferkelabsatzpreise sowie unsere gestiegenen Ferkelabsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Unsere Absatzmengensteigerungen entfallen dabei i. W. auf unsere neue Tochtergesellschaft Mesa Agrar GmbH, die zu Beginn des Jahres 2012 unseren Konzernkreis erweitert hat. Weiterhin ist unsere neue Sauenanlage bei der Tochtergesellschaft Schweine-zucht Alt Tellin GmbH in 2012 vollständig in Betrieb gegangen und hat dort entsprechende Umsatzbeiträge erzielt. Ein weiteres Umsatzplus wurde durch die Biogasanlagen in 2012 erreicht, da ein Teil unserer Biogasanlagen in 2011 in Betrieb gegangen waren und nunmehr in 2012 ganzjährig Stromeinspeiseerlöse erzielen konnten. Die positive Bestandsveränderung repräsentiert den höheren Tierbestand zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr und spiegelt vor allem die erstmalige Einstallung von Tieren bei der Tochtergesellschaft Schweinezucht Alt Tellin GmbH sowie die Tierbestände der erstmalig konsolidierten Tochtergesellschaft Mesa Agrar GmbH wider. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge steht i. W. im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen sowie mit Erträgen aus Kostenweiterbelastungen und der Weiterbelastung von Verwaltungs- und Vertriebskosten an nahestehende Unternehmen. Die Materialaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um € 20,1 Mio. gestiegen. Die wesentliche Ursache dafür liegt in dem Preisanstieg für Futtermittel und Rohstoffen für die Schweineproduktion und für die Beschickung der Biogasanlagen. Darüber hin-aus sind erstmals Materialaufwendungen für die neuen Produktionsanlagen bei den Tochtergesellschaften Mesa Agrar GmbH und Schweinezucht Alt Tellin GmbH angefallen. Die Verschlechterung der Materialaufwandsquote ist vor allem durch den gestiegenen Zukauf von Ferkeln von nahestehenden Unternehmen aus den Niederlanden bedingt, die wir in unseren vergrößerten Pachtplatzkapazitäten zu verkaufsfähigen Läufern aufgemästet haben. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass die Versorgung der Pachtstallanlagen ausschließlich mit verhältnismäßig teurem fremdbezogenem Fertigfutter er-folgt. Die Erhöhung des Personalaufwands im Vergleich zum Vorjahr ist durch vor allem durch den erstmaligen Mitarbeiteraufbau in den Stallanlagen in Alt Tellin, Waldenburg und Wasmerslage bedingt. Der Anstieg der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr ist i. W. erstmalige Abschreibungen für die Tochtergesellschaften Schweinezucht Alt Tellin GmbH und Mesa Agrar GmbH versursacht, darüber hinaus haben sich erhöhend Abschreibungen auf im-materielle Vermögensgegenstände aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der Mesa Agrar GmbH ausgewirkt. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist zum einen auf höhere variable Kosten zurückzuführen, vor allem im Zusammenhang mit dem gestiegenen Geschäftsumfang durch die Aktivitäten der Schweinezucht Alt Tellin GmbH und der Mesa Agrar GmbH. Darüber hinaus sind die Risikovorsorgen im Rückstellungsbereich und im Wertberichtigungsbereich für Forderungen im Vergleich zum Vorjahr erheblich ange-stiegen. Der Anstieg der Zinsaufwendungen entfällt fast ausschließlich auf Bankzinsen im Zusammenhang mit der Aufnahme neuer Darlehensverpflichtungen der Muttergesellschaft. Der Anstieg der Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens ist durch den Anstieg der sonstigen Ausleihungen gegen nahestehende Unternehmen bedingt. Die Ertragsteuern entfallen fast ausschließlich auf das laufende Jahresergebnis für 2012. Der Anstieg zum Vorjahr entspricht dem höheren Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Aufwendungen für Anteile fremder Gesellschafter entfallen auf ausstehende Gesellschafter bei zwei Tochtergesellschaften. 3. Finanzlage
Der positive operative cash-flow des Geschäftsjahres (€ 14,3 Mio.) ist im Vergleich zum Vorjahr (€ 7,6 Mio.) deutlich gestiegen. Die Mittelbedarfe für die Investitionstätigkeit, die sich vor allem in der Erhöhung des Sachanlagevermögens und der Finanzanlagen niedergeschlagen haben, konnten durch den operativen positiven cash-flow sowie durch den Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit (€ 25,8 Mio.) gedeckt werden. 4. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen hat sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um € 24,1 Mio. erhöht. Diese Erhöhung ist i. W. durch unsere Investitionsanstrengungen in die neue Sauenanlage einschließlich einer Biogasanlage bei unserer Tochtergesellschaft Alt Tellin GmbH (Standort Alt Tellin), den Erwerb der Tochtergesellschaft Mesa Agrar GmbH( Standort Wasmerslage) sowie dem Erwerb des neuen Produktionsstandorts in Waldenburg bedingt. Unsere Investitionen in die sonstigen Ausleihungen betreffen fast ausschließlich nahestehende Unternehmen im In- und Ausland. Der Aufbau des Tiervermögens entfällt zum großen Teil auf unsere Standorte Alt Tellin, Wasmerslage und Waldenburg. Der Rückgang des Bestands an Vorräten ist vor allem durch unsere abwartenden Dispositionen zum Jahresende 2012 auf Grund eingetretener Preissteigerungen bedingt. Unser sonstiges Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr i. W. auf Grund höherer Forderungen aus der Umsatzsteuerverrechnung und einem Anstieg der flüssigen Mittel leicht erhöht. Der Rückgang der Steuerrückstellungen entfällt i. W. auf Verbräuche der im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für die Geschäftsjahre bis 2011. Der überwiegende Teil der Steuerrückstellungen zum 31. Dezember 2012 betrifft Vorjahre. Die höheren sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr sind vor allem durch ungewisse Verpflichtungen im Zusammenhang mit Rechtsrisiken zurückzuführen (vgl. auch die Ausführungen unter dem Abschnitt Rechtsrisiken). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfällt auf unsere Muttergesellschaft. Den planmäßigen Tilgungen von Darlehensverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten stehen im Berichtsjahr Neukredite i. W. für unsere Investitionsanstrengungen in der Tochtergesellschaft Schweinezucht Alt Tellin GmbH sowie dem Erwerb der neuen Tochtergesellschaft Mesa Agrar GmbH gegenüber. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfällt vor allem auf die Schweinezucht Alt Tellin GmbH, die ihren Geschäftsbetrieb in 2012 aktiv aufgenommen hat. Darüber hinaus sind i. W. bei allen Tochtergesellschaften die Verbindlichkeiten angestiegen. Das Eigenkapital hat sich auf Grund des positiven Konzern-Jahresergebnisses deutlich verbessert. Der Rückgang der Eigenkapitalquote auf 27,2 % ist durch die höhere Konzernbilanzsumme verursacht. Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern spiegeln die Unterschiede zwischen den Wertansätzen im Konzernabschluss und den Steuerbilanzen der einzelnen Gesellschaften der Unternehmensgruppe wider. Unser Ertragsteuersatz in der Gruppe liegt bei ca. 27 %. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten entfallen auf die Tochtergesellschaft Mesa Agrar GmbH. Es handelt sich um in Vorjahren vereinnahmte Erlöse für langfristig vermietete Erbbaurechts- und Solardachflächen. 5. Risikobericht Marktrisiken Die Schweinebranche unterliegt aus der Erfahrung der Vergangenheit einem Zyklus in den Preisbewegungen mit relativ hohen Ausschlägen. Aktuell ist die Preisbewegung nach unten. Das Preisniveau des Futtermittelmarktes hat sich bereits in 2011 erhöht. Die gestiegenen Kosten haben sich in 2012 bestätigt. Für die zweite Jahreshälfte 2013 erwarten wir eine leichte Senkung der Futtermittelpreise. Wir müssen durch Marktbeobachtung und Nutzung von Volumenvorteilen sowie durch verstärkte Eigenerzeugung stabile Futterkosten realisieren, die es uns erlauben weiterhin gute Deckungsbeiträge zu erzielen. Wir sind zuversichtlich, dass wir auf Grund der ausgebauten Vertriebsstruktur auf dem europäischen Absatzmarkt sowie dem Erreichen eines günstigen Kostenniveaus für unsere Schweineerzeugung in der Lage sind, ggf. bevorstehende negative Preisschwankungen gut meistern zu können. Umfeldrisiken, Restrisiken Auf Grund der Stabilisierung der Organisationsstrukturen auch innerhalb der Straathof Gruppe sind wir in der Lage, frühzeitig negative Tendenzen erkennen zu können. Darüber hinaus erreichen wir durch unser Qualitätsmanagement ein sehr gutes Niveau, um die Risiken aus dem Gesundheitsstatus des Tierbestandes unserer Gruppe begrenzen zu können. Finanzrisiken Auf Grund der guten Marktentwicklung und der besonderen Marktpositionierung unserer Unternehmensgruppe gehen wir davon aus, dass wir aus dem operativen cash-flow und mit der Unterstützung unserer Finanzpartner unsere Finanzbedarfe auch weiterhin für unsere Wachstumspläne decken können. Unsere Finanzengagements im Rahmen der gewährten Ausleihungen an nahestehende Unternehmen vor allem in Ungarn sind in 2012 erheblich angestiegen. Die Planungen der nahestehenden Unternehmen in Ungarn gehen in 2013 von einer Ertragsverbesserung im Vergleich zu 2012 aus. Es ist nicht vorgesehen, weiter Finanzmittel zu gewähren. Wir gehen davon aus, dass die ungarischen Gesellschaften in 2013 ihre planmäßigen Zins- und Tilgungsleistungen erfüllen. Rechtsrisiken Schweinezucht Gladau GmbH Mit Zustellung zum 25. März 2013 hat das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt eine Teilstilllegung der Schweinezucht- und Biogasanlagen in Gladau verfügt. Dem voraus-gegangen ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts Magdeburg vom 6. September 2010, wonach die immissionsschutzrechtliche Genehmigung des Verwaltungsamtes vom 5. November 2008 zur Modernisierung und Erweiterung der vorhandenen Schweineanlage und zur Errichtung einer Biogasanlage aufgehoben wurde. Dies erfolgte, nachdem das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt im Jahr 2008 die Genehmigung erteilt hatte und die Anlagen seitdem betrieben wurde. Mit Beschluss vom 25. Januar 2013 wurde unser Antrag auf Zulassung der Berufung durch das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt abgelehnt. Damit wurde die ursprünglich erteilte Genehmigung aus 2008 endgültig entzogen. Hintergrund des Entzugs der Genehmigung war dabei der Umstand, dass das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt in 2008 zu Unrecht davon ausging, dass die Erschließung gesichert sei. Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hatte damals zur Genehmigung nämlich das fehlende gemeindliche Einvernehmen der Stadt Genthin durch das eigene behördliche Ermessen ersetzt. Diese Feststellung hat sich nach endgültiger gerichtlicher Entscheidung nunmehr als Fehler herausgestellt. Unsere Anwälte sind der Meinung, dass auf Grund dieses fehlerhaften Vorgehens des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt vom Bestehen eines Amtshaftungsanspruchs gegen die Genehmigungsbehörde ausgegangen werden kann. Im weiteren Verlauf der gerichtlichen Prüfung der vom Landesverwaltungsamt angeordneten Stilllegungsverfügung hat das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt mit Datum vom 12. Juni 2013 entschieden, dass die Verfügung der Teilstilllegung unserer Anlage in Gladau unverhältnismäßig ist und dass unser Interesse, von einer sofortigen Vollziehung der Teilstilllegungsverfügung verschont zu bleiben, bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung in der Hauptsache (neues Genehmigungsverfahren) das öffentliche Interesse am Sofortvollzug der Stilllegung überwiegt. Der neue Genehmigungsantrag ist von der Tochtergesellschaft bereits gestellt worden. Die Behörde muss nach Eingang aller vollständiger Antragsunterlagen innerhalb von sieben Monaten über den Antrag entscheiden, sodass wir davon ausgehen, dass es der Tochtergesellschaft gelingen wird, die neue Genehmigung für die erweiterte Anlage in Gladau zu erhalten. Wir gehen deshalb davon aus, dass wir die Anlage wie bisher bis zur Erteilung der neu-en Genehmigung weiter betreiben können. Der Landkreis Jerichower Land hat uns gegenüber mit Bescheid vom 30. November 2012 Maßnahmen zur Beseitigung angeblich festgestellter Verstöße gegen das Tierschutzrecht angeordnet. Bei diesen angeblichen Verstößen handelt es sich i. W. um die Beanstandungen zur Größe von Kastenständen sowie zur Ausführung von Spaltenböden, die angeblich nicht den Anforderungen der Tierschutznutztierhaltungsverordnung entsprechen. Weiterhin wird i. W. beanstandet, dass nicht alle in der Anlage gehaltenen Schweine mit den die notwendigen Ohrmarken versehen sind. Die Tochtergesellschaft ist der Meinung, dass auf Grund vorliegender Gutachten bzw. durchgeführter Qualitätssicherungsprüfungen vom 25. Mai 2013 inzwischen nachgewiesen werden kann, dass die Vorschriften eingehalten werden. Nichtsdestotrotz hat der Landkreis Jerichower Land in 2013 zur Durchsetzung seiner Forderungen drei Zwangsgeldfestsetzungen erlassen und sich dabei Zwangsmaßnahmen gem. § 16a Tierschutzgesetz vorbehalten. Die angestrengten Klagen gegen die Zwangsgeldfestsetzungen hatten zum Teil Erfolg, sodass der Landkreis Jerichower Land seine gesamten Forderungen bisher nicht vollständig durchsetzen konnte. Wir werden weiterhin gerichtlich gegen die Forderungen des Landkreises Jerichower Land klagen, da wir der Meinung sind, dass die Forderungen unangemessen sind und dass ein Nachgeben in Bezug auf diese unangemessenen Forderungen Präjudizwirkung für die Zukunft erzeugen würde, sodass dies auch auf weitere Anlagen außerhalb des Landkreises Jerichower Land Auswirkungen haben könnte. Im Konzernabschluss haben wir die Risiken, die sich auf die Zwangsgeldfestsetzungen und damit verbundener Kosten beziehen, in den Rückstellungen berücksichtigt. Bezüglich der Zwangsgeldfestsetzung für die Ohrmarken halten wir die Festsetzung der Zwangsgelder entsprechen der vom Gericht verfügten Aussetzung der Vollziehung mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit für unrechtmäßig und haben dementsprechend bilanziell keine Risikovorsorge getroffen. Insgesamt haben wir Rückstellungen i.H.v. T€ 562 gebildet. Schweinezucht Demsin GmbH Mit Bescheid vom 26. November 2012 ordnete der Landkreis Jerichower Land gegen-über der Schweinezucht Demsin GmbH Maßnahmen zur Beseitigung angeblich festgestellter Verstöße gegen das Tierschutzrecht an. Bei diesen angeblichen Verstößen handelt es sich i. W. um die Beanstandungen zur Größe von Kastenständen sowie zur Aus-führung von Spaltenböden, die nicht den Anforderungen der Tierhaltungsverordnung entsprechen sollen. Die Tochtergesellschaft ist der Meinung, dass auf Grund vorliegen-der Gutachten bzw. durchgeführter Qualitätssicherungsprüfungen vom 25. Mai 2013 in-zwischen nachgewiesen werden kann, dass die Kastenstände und Spaltenböden in wesentlichem Umfang den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Nichtsdestotrotz hat der Landkreis Jerichower Land in 2013 mit drei Zwangsgeldfestsetzungen versucht, seine Forderungen durchzusetzen. Gegen die letzte Zwangsgeldfestsetzung läuft aktuell noch ein Eilverfahren zur Aussetzung der Vollziehung beim Oberverwaltungsgericht Magdeburg. Eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts steht noch aus. Die Behörden haben sich Zwangsmaßnahmen gemäß § 16a Tierschutzgesetz vorbehalten. Wie bei den Verfahren gegen die Schweinezucht Gladau GmbH sind auch bei der Schweinezucht Demsin GmbH jeweils Klagen im Hauptsacheverfahren gegen die Zwangsgeldfestsetzungen noch anhängig. Im Konzernabschluss haben wir die Risiken, die sich auf die Zwangsgeldfestsetzungen und damit verbundene Kosten beziehen, in den Rückstellungen berücksichtigt. Insgesamt haben wir Rückstellungen bezogen auf die Verfahren bei der Schweinezucht Demsin GmbH i.H.v. T€ 791 gebildet. Schweinezucht Binde GmbH Die in der Lageberichtsbeschreibung im Vorjahresabschluss beschriebene Unsicherheit bezüglich Teile der Stallanlagen im Hinblick auf eine noch zu erteilende Baugenehmigung konnte im Januar 2013 beseitigt werden. Die Unsicherheit bezüglich der ausstehenden Nachtragsgenehmigung für die bestehende Biogasanlage besteht weiterhin. Wir gehen allerdings aktuell davon aus, dass zeitnah noch in 2013, nachdem die Tochtergesellschaft alle notwendigen Unterlagen beim Bau-amt eingereicht haben, die Genehmigung für die Biogasanlage erteilt wird. In der Zwischenzeit hat die Bio Power Binde GmbH, die die Biogasanlage angemietet hat, den Betrieb der Biogasanlage eingestellt. Sobald die Nachtragsgenehmigung für die Biogasanlage erteilt wird, ist die Bio Power Binde GmbH in der Lage, die Biogasanlage sofort weiter zu betreiben. Bezüglich des bestehenden Dauerschuldverhältnisses der Schweinzucht Binde GmbH für die Anmietung der Biogasanlage über den bestehenden Leasingvertrag, der eine Laufzeit bis einschließlich 2017 umfasst, gehen wir auf Grund der zeitnah zu erwarten-den Baugenehmigung davon aus, dass keine drohenden Verluste aus dem Dauerschuldverhältnis entstehen. 6. Prognosebericht Wir erwarten auf Grund der guten Absatzpreise der ersten Monate 2013 für das Geschäftsjahr 2013, dass sich die Preisentwicklung auf dem Ferkel- und Schlachtschweinemarkt auf einem guten, vergleichbarem Niveau zu 2012 halten wird. Auf Grund unserer Kapazitätserweiterungen durch den Erwerb weiterer Ferkel-, Sauen und Mastanlagen in 2013 sowie der nunmehr ganzjährigen Produktionstätigkeit unserer Tochter Schweinezucht Alt Tellin GmbH in 2013 werden wir den Mengenumsatz ab 2013 im Vergleich zu 2012 steigern können. Für die Rohstoff- und Futterpreise kalkulieren wir für 2013 in etwa das Preisniveau des abgelaufenen Geschäftsjahres. Deshalb gehen wir insgesamt davon aus, dass wir in 2013 weiterhin ein erfolgreiches Geschäftsjahr vor uns haben und die Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften ansteigen. Der Jahresüberschuss wird deshalb voraussichtlich zumindest das Niveau von 2012 erreichen. Die wesentlichen Investitionsvorhaben für 2013 umfassen die Ankäufe von Stallanlagen in Reichertsweiler (ca. 2.600 Sauen) durch die im Dezember 2012 gegründete Straathof-Strehle GmbH sowie die Ankäufe weiterer Standorte durch die Sauenhaltung Gladau GmbH in Mlode (8.400 Ferkelaufzuchtplätze), Drebkau (20.800 Mastplätze) und Madelsdorf (genehmigte Sauenplätze 1.574). In 2013 ist die Fertigstellung der Sauenanlage und derer Biogasanlagen in Alt Tellin geplant. Auf Grund der starken Marktposition unserer Gruppe und unseren wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen erwarten wir in 2014 Umsätze und Ergebnisse auf hohem, aber im Vergleich zu 2012 und 2013 niedrigerem Niveau.
Gladau, 16.September 2013 Die Geschäftsführung Adrianus Gerardus Maria Straathof BestätigungsvermerkIch habe den von der Straathof Holding GmbH, Gladau, aufgestellten Konzernabschluss -- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung sowie Eigenkapitalspiegel -- und ihren Bericht über die Lage des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Ich habe meine Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzung der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Potsdam, 16. September 2013 gez. Stegmann, Wirtschaftsprüfer |
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