Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 1167
Vorher
Hanser + Leiber GmbH
Eingetragen
4.2.1981
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Weitervermietung von Grundbesitz, einschließlich der aufstehenden Gebäude, sowie die Verwaltung von Pensionsansprüchen.

Historie

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Management

NameRolle
Ulrich Joachim Hanser
seit 22.11.2006
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Uli Hanser
seit 6.4.2006
Geschäftsführer
Fritz Hanser
seit 6.4.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

Ulrich Joachim Hanser
Parkstraße 43, 89250 Senden
250000
50.00%
Friedrich Eberhard Hanser
Parkstraße 41, 89250 Senden
240000
48.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hanser GmbH (vormals: Hanser + Leiber GmbH)

Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Hanser + Leiber GmbH, Ulm

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.472,00 4,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7,00 7,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 159.051,00 175.602,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.083.246,57 1.673.851,00
  2.242.304,57 1.849.460,50
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 37.079,71 37.079,71
2. Sonstige Ausleihungen 51,13 51,13
  37.130,84 37.130,84
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Fertige Erzeugnisse und Waren 7.394.874,97 6.804.203,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.347.610,93 1.986.559,03
2. Sonstige Vermögensgegenstände 291.877 ,65 366.153,94
  1.639.488,58 2.352.712,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.258.187,57 312.296,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.547,46 13.735,46
  12.592.005,99 11.369.543,61

PASSIVA

   
  Geschäftsjahr Vorjahr
  Euro Euro
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Gewinnvortrag 3.411.010,45 3.379.980,76
III. Jahresfehlbetrag-/überschuss -760.157,85 31.029,69
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.764.201,00 1.710.359,00
2. Sonstige Rückstellungen 445.356,00 390.151,00
  2.209.557,00 2.100.510,00
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 168.153,39 472.382,00
- Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 168.153,39 (Euro 472.382,00)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.464.657,21 3.658.291,11
- Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 4.464.657,21 (Euro 3.658.291,11)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.843.139,85 1.471.704,11
  7.475.950,45 5.602.377,22
- Davon aus Steuern Euro 180.251,06 (Euro 241.803,55)    
- Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 0,00 (Euro 2.692,02)    
- Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 2.843.139,85 (Euro 1.471.704,11)    
  12.592.005,99 11.369.543,61

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2017 bis 31.12.2017

Hanser + Leiber GmbH, Ulm

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Umsatzerlöse 37.936.821,46 38.882.915,83
2. Sonstige betriebliche Erträge 157.209,89 135.205,87
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -32.768.821,24 -33.190.741,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -99.835,06 -82.927,21
  -32.868.656,30 -33.273.668,25
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -3.130.420,97 -3.005.701,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -689.704,34 -651.767,93
  -3.820.125,31 -3.657.468,93
- Davon für Altersversorgung Euro -82.282,00 (Euro -72.786,00)    
5. Abschreibungen    
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs -310.761,92 -244.301,92
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.750.024,43 -1.747.709,07
7. Erträge aus Beteiligungen 11.164,54 15.270,60
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.377,00 909,33
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -119.256,90 -82.609,17
- Davon aus Abzinsung -66.724,00 (-68.585,00)    
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.094,12 2.485,40
11. Ergebnis nach Steuern -760.157,85 31.029,69
12. Jahresfehlbetrag/-überschuss -760.157,85 31.029,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Hanser + Leiber GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittlere Kapitalgesellschaft.

2. Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Hanser + Leiber GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ulm
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ulm
Register-Nr.: HRB 1167

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter von Euro 150,00 wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben und als Anlagenabgang verbucht.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 wurden in einen Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich wurden Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Prinzips der verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Teile sowie Fahrzeuge im Vorratsbestand und im Sachanlagevermögen wurden gemäß Unternehmenskaufvertrag vom 24.10.2017 mit der Hanser & Kühn GmbH & Co. KG bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Niedrig- bzw. unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestand und Bankguthaben werden zum Nominalwert angesetzt.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die als Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag abzugrenzen sind.

Das Eigenkapital wird unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften ausgewiesen. Das in Höhe von DM 500.000,00 festgesetzte gezeichnete Kapital ist in der Bilanz zum amtlichen Umrechnungskurs von 1,95583 DM : 1 Euro bilanziert.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Abzinsung erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Soweit erforderlich wurden die Rückstellungen nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Im Berichtsjahr entsteht ein Aktivüberhang bei den latenten Steuern durch Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen in Handels- und Steuerbilanz. Gemäß § 274 Abs. 1 HGB verzichtet die Gesellschaft auf die Aktivierung.

4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

4.2. Sonstige Vermögengegenstände

Der Aufzinsungsbetrag des Körperschaftsteuerguthaben aus Vorjahren in Höhe von TEUR 1 wurde unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Ein Ausweis unter dem Posten Zinsertrag wäre ebenfalls möglich gewesen.

4.3. Pensionsrückstellungen

Pensionsverpflichtungen werden unter Anwendung des PUC-Verfahrens mit dem nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB durch die Bundesbank veröffentlichten Zinssatz von 3,68 % unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2005 (G) und einer Rententrendannahme von 3,0 % angesetzt.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gem. § 253 (6) HGB beträgt TEUR 189.

4.4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im wesentlichen Beträge für Gewährleistungen und Kulanz, Revisionskosten, Urlaubsansprüche, Aufbewahrungsverpflichtungen sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

4.5. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung und die Angaben von Art und Form der Sicherheiten der einzelnen Posten der Verbindlichkeiten sowie die Angaben zu den jeweiligen Rückzahlungszeiträumen sind in einer gesonderten Übersicht (Verbindlichkeitenspiegel) beigefügt.

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.594.202,16 EUR (Vorjahr: 771.868,49 EUR).

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

4.6. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Aufgrund des negativen Jahresergebnisses ist keine Belastung des laufenden Geschäftsjahres mit Ertragsteuern gegeben. Die Steuererstattungen beinhalten den Abzinsungsbetrag auf das abgezinste Körperschaftsteuerguthaben für Jahre vor 2001 in Höhe von TEUR 1.

5. Sonstige Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie ergänzende Angaben

5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtung aus Mietverträgen:

Fällig 2018 EUR 348.097,68
Fällig 2019 bis 2021 EUR 1.044.293,04

Aufgrund des Unternehmenskaufvertrages vom 24.10.2017 mit Wirkung zum 01.01.2018 sind keine Leasingrücknahmeverpflichtungen gegeben.

5.2. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro -760.157,85. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag von Euro 3.411.010,45 einbezogen. Der Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

5.3. Name der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch folgende Personen geführt:

Herr Friedrich Hanser, Automobilkaufmann Herr Ulrich Hanser, Automobilkaufmann Herr Michael Hanser, Automobilkaufmann

Die den Geschäftsführern für Ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betragen EUR 122.976,52 einschließlich Gewinnbeteiligungen, Pensionen und sonstige Nebenleistungen.

5.4. Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 38,00
Arbeiter 28,00
  66,00

5.5. Nachtragsbericht

Gemäß Unternehmenskaufvertrag vom 24.10.2017 erfolgte die Geschäftsveräußerung im Ganzen mit Wirkung zum 01.01.2018.

 

Ulm, den 28.06.2018

Hanser + Leiber GmbH

Ulrich Hanser

Friedrich Hanser

Michael Hanser

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

I.
Grundlagen des Unternehmens
1.

Geschäftsmodell des Unternehmens

2.

Forschung und Entwicklung

II.
Wirtschaftsbericht
1.

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.

Geschäftsverlauf

3.

Lage

4.

Finanzielle Leistungsindikatoren

III.

Prognosebericht

IV.
Chancen- und Risikobericht
1.

Risikobericht

2.

Chancenbericht

3.

Gesamtaussage

V.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VI.

Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft wurde als Hanser + Leiber GmbH im Jahr 1981 mit Sitz in Ulm gegründet. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen in fremdem und eigenem Namen, Kraftfahrzeugzubehör und Ersatzteilen sowie die Instandsetzung, ferner die Vornahme aller Kundendienst- arbeiten, der Handel mit Kraft- und Schmierstoffen und Bereifung einschließlich der Errichtung und Vermietung von Garagen, der Betrieb von Tankstellen, die Autovermietung, Leasing und alle möglichen Abwandlungen des Leasinggeschäftes sowie alle mit vorstehender Tätigkeit im Zusammenhang stehenden und verwandten Geschäfte.

Im Jahr 2006 erfolgt die Ausweitung des Geschäftsbetriebs um die Zweigniederlassung "donau-autohaus, Filialbetrieb der Hanser + Leiber GmbH" mit dem Standort in Neu-Ulm.

In 2011 wurde mit dem Abschluss des Händlervertrages mit der Firma Kia Deutschland GmbH der Handel und Service mit Fahrzeugen der Marke Kia erweitert.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt als Handelsunternehmen keinerlei Produktentwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Zahl der in 2017 neu zugelassenen Pkw stieg auf 3,44 Millionen Einheiten. Gegenüber 2016 bilanziert der deutsche Markt mit einem Zuwachs von 2,7 % an Neuzulassungen. Die derzeit beste Klasse A+ erreichte mit 11,4 % der Neuwagen. Rund 41.000 Pkw weniger als in 2016 (- 9,5 %).

Die Adam Opel AG erreichte mit einem Marktanteil von 7,3 % annähernd das Vorjahresniveau.

Die Marke KIA hat 2017 eine Steigerung der Neufahrzeugzulassungen um 5,9 % verbuchen können. Der Marktanteil in Deutschland lag bei 1,9 % gegenüber 1,8 % im Vorjahr.

Der Anteil der privaten Zulassungen erhöhte sich erstmalig seit sechs Jahren von 35,0 % auf 35,6 %.

Der Gebrauchwagenhandel nahm in 2017 eine negative Entwicklung. Die Zahl der Besitzumschreibungen sank um 1,4 % auf 7,30 Millionen (Vorjahr: 7,40 Millionen). Wesentlich zu dieser Entwicklung hat die Dieselkrise beigetragen. Bei Dieselautos ging die Zahl der Besitzumschreibungen um 2,7 % auf 2,39 Millionen zurück, bei Benzinern waren es lediglich 1,0 % auf 4,78 Millionen.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf kennzeichnet eine negative Entwicklung mit Umsatzeinbußen in Höhe von -946 TEUR. Aufgrund dieser Reduzierung verzeichnete die Gesellschaft ein Minus im Rohertrag mit TEUR -499.

Vorwiegend sind die Umsatzeinbußen und die Minderung des Rohertrages auf die Neuwagen- und Gebrauchtwagenabteilung zurückzuführen. Bei den Neufahrzeugen wurden im Geschäftsjahr 106 Fahrzeuge weniger verkauft (-9,7 %) und durch die Umsatzeinbußen in Höhe von TEUR -993 ergab sich eine Reduzierung des Rohertrages um 283 TEUR. Im Gebrauchtwagensektor wurde aufgrund der sinkenden Stückzahlen (-81) ein Umsatzminus in Höhe von TEUR 40 (-0,3 %) erzielt. Dies hatte eine negative Auswirkung auf den Bruttoertrag in Höhe von TEUR 143 zur Folge.

Im After-Sales-Bereich ging der Umsatz um ca. -1,9 % auf TEUR 4.686 zurück, was zu einer Reduzierung des Rohertrages in Höhe von TEUR 98 führte.

Die Personalkosten erhöhten sich um TEUR 163. Die Kostensteigerung ist im Wesentlichen auf die steigenden Gehälter (TEUR +142) und Gratifikationen (TEUR + 34) zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit blieben mit einer leichten Kostensteigerung in Höhe von TEUR 2 stabil. Während Kostensteigerungen in den Bereichen der Werbekosten um TEUR 23, der Gewährleistungs- und Kulanzaufwendungen um TEUR 12 und der Versicherungen um TEUR 10 gegeben waren, konnten Einsparungen in den Bereichen der Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR -47 und der Zuführung zu Rückstellungen in Höhe von TEUR -24 erreicht werden.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um TEUR 39 auf TEUR -106 gegenüber dem Vorjahr, wobei sich hier die Lagerwagenzinsen mit TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 6) auswirken.

Aufgrund der niedrigeren Umsätze verschlechterte sich das Ergebnis nach Steuern um TEUR -791. Der Einbruch basiert auf den Umsatzeinbußen im Fahrzeugverkauf sowie aus den Steigerungen der Personalkosten.

3. Lage

Unsere Gesellschaft weist aufgrund des für die Branche untypisch hohen Eigenkapitalanteils weiterhin eine solide Vermögens- und sichere Finanzlage auf.

a) Ertragslage

Die Umsatz- und Absatzentwicklung war geprägt durch sinkende Stückzahlen in den Fahrzeugsektoren. Der Umsatz im Neuwagenbereich ist deutlich eingebrochen, dies führte zu einer Verschlechterung beim Rohertrag um 5,6 %. Durch das Gebrauchtwagengeschäft war der Rohertrag ebenfalls mit einem negativen Trend von 7,6 % belastet.

Umsatzentwicklung

2017 Vorjahr Veränderungen
TEUR TEUR TEUR %
Neuwagen 18.289 19.282 -993 -5,1
Gebrauchtwagen 14.961 15.001 -40 -0,3
Teile/Zubehör 2.558 2.519 39 1,5
Kundendienst 1.918 1.883 35 1,9
Sonstige 210 198 12 6,1
Gesamt 37.936 38.883 -947 -2,4

Verkaufte Fahrzeuge

2017 Vorjahr Veränderungen
Stück Stück Stück %
Neuwagen 985 1.091 -106 -9,7
Gebrauchtwagen 1.208 1.289 -81 -6,3

Infolge der sinkenden Fahrzeugverkäufe im Neu- und Gebrauchtwagenbereich fiel die Rohertragsquote um 12,0 %.

Die Personalkosten erhöhten sich aufgrund der steigenden Gehälter und Gratifikationen um TEUR 163. Zum Ende des Berichtsjahres waren 85 Personen bei der Gesellschaft beschäftigt, davon waren 20 Auszubildende.

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist aufgrund der hohen Eigenmittel als ungefährdet zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist intakt und darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Forderungsabschreibungen konnten bislang nach wie vor minimal gehalten werden. Das kurzfristige Umlaufvermögen deckt die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu 154,4 % ab.

Hinsichtlich der Kapitalstruktur hat sich die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr in Folge des Aufbaus der Lagerfahrzeugfinanzierung und der Pensionsrückstellungen von 32,2% auf 23,1% reduziert. Infolge dessen stieg der Verschuldungskoeffizient, welcher das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital widerspiegelt.

Die Finanzierung der Fahrzeugbestände werden durch Eigenmittel, Gesellschafterdarlehen und Lieferantenverbindlichkeiten der entsprechenden Zulieferer abgedeckt, so dass nach wie vor auf Bankkredite verzichtet werden kann. Durch Aufbau von Lieferantenverbindlichkeiten und des Gesellschafterdarlehens wurde die Liquidität der Firma positiv beeinflusst.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage des Unternehmens ist nach wie vor intakt. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Fahrzeugbestände aufgebaut, eine Beeinträchtigung der Vermögenslage ist hierdurch nicht gegeben. Das Anlagevermögen sowie Teile des Umlaufvermögens sind durch das Eigenkapital zu mehr als 100 % abgedeckt, so dass kurzfristig gebundenes Vermögen teilweise durch langfristiges Fremdkapital finanziert wird.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Bruttoertrag für Neu- und Gebrauchtwagen, sowie für Teile- und Kundendienstabteilung, Umsatzrendite und den Cash Flow heran.

Bei den Bruttoerträgen werden die um Nachlässe und Rabatte reduzierten Verkaufs- erlöse den um Boni und Verkaufshilfen gekürzten Einkaufspreisen gegenübergestellt. Die Umsatzrentabilität berechnen wir anhand des Verhältnisses von Jahresergebnis vor Steuern zu den Umsatzerlösen, den Cash Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und der Einstellung bzw. Auflösung langfristiger Rückstellungen.

Im Geschäftsjahr stieg der Bruttoertrag in Höhe von 12,8 % gegenüber dem Vorjahr (12,6 %) an. Trotz dessen fiel aufgrund der reduzierten Umsätze im Berichtsjahr stieg die Umsatzrendite von 0,1 % im Vorjahr auf -2,3 %. Der Cash Flow beträgt TEUR -615 gegenüber TEUR 171 im Vorjahr. Die Kennziffern zeigen auf, dass durch die sinkenden Umsatzzahlen, die Rendite negativ ausfiel. Dies kann in Anbetracht des hohen Kapitaleinsatzes nicht zufriedenstellen.

III. Prognosebericht

Aufgrund des Unternehmenskaufvertrages vom 24.10.2017 mit der Firma Hanser & Kühn GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 01.01.2018 gehen wir für das Jahr 2018 von einem ausgeglichenen Jahresergebnis aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenbezogene Risiken

Aufgrund des Unternehmenskaufvertrages vom 24.10.2017 mit der Firma Hanser & Kühn GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 01.01.2018 sind branchenbezogene Risiken nicht mehr gegeben.

Ertragsorientierte Risiken

Die überproportionale Zuführung zur Rückstellung im Rahmen der Bewertung der Pensionszusagen kann zu einem negativen Ergebnis führen. Weitere Ertragsorientierte Risiken sehen wir nicht.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der stabilen Eigenkapitalsituation nicht erkennbar. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehenden Gesellschaftermitteln. Ein finanzieller Engpass ist dadurch nicht zu erwarten.

2. Chancenbericht

Durch den Unternehmensverkauf mit Wirkung zum 01.01.2018 sehen wir lediglich geringes Potenzial die Erträge zu steigern.

3. Gesamtaussage

Risiken sehen wir lediglich durch finanzielle Misserfolge bei der Firma Hanser & Kühn GmbH & Co. KG (Unternehmenskäufer), da sich hier Umsatzeinbußen bzw. Ausfallrisiken ergeben können.

Aufgrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der anstehenden Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle werden durch ein gut organisiertes Forderungsmanagement minimal gehalten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkredite und über im ausreichenden Umfang zur Verfügung stehende Gesellschaftermittel.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzposition verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement mit entsprechendem Mahnwesen.

Notwendige Investitionen werden getätigt. Die Finanzierung dabei ist ausreichend gesichert und führt zu keinem finanziellen Engpass.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Zweigniederlassung "Donau-Autohaus - Niederlassung der Hanser + Leiber GmbH" hat ihren Sitz in Neu-Ulm. Die entsprechenden Geschäftsvorfälle sind im Jahresabschluss zum 31.12.2017 enthalten. Der aktive Geschäftsbetrieb wurde mit Unternehmenskaufvertrag vom 24.10.2017 mit Wirkung zum 01.01.2018 an die Firma Hanser & Kühn GmbH & Co. KG verkauft.

 

Ulm, den 28.06.2018

Hanser + Leiber GmbH

Geschäftsführung

Ulrich Hanser

Friedrich Hanser

Michael Hanser

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hanser + Leiber GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der an- gewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Schongau, den 28.06.2018

STG Werttreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beckstein, Wirtschaftsprüfer

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