Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 4323
Eingetragen
11.6.2001
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Strategie-, Prozess- und Organisationsberatung für die ganzheitliche Transformation und Digitalisierung von Geschäftsmodellen, Produkten und Prozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette soweit hierzu eine öffentlich-rechtliche Genehmigung nicht erforderlich ist. Weiterer Unternehmensgegenstand ist die Personalvermittlung, Arbeitnehmerüberlassung und Auftragsvergabe zur Unterstützung in Kundenprojekten in den Bereichen Produktions- und Logistikplanung, IT, Supply Chain Management inklusive Projektleitung sowie die Entwicklung von Software und Technologieberatung.

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Hoberg
seit 19.7.2016
Vorstandsmitglied
Manfred Loistl
seit 2.5.2013
Vorstandsmitglied
Marc Heckenberger
seit 8.3.2012
Prokura
Oliver Herkommer
seit 27.3.2006
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ingenics AG

Ulm

Jahresabschluss zum 31.12.2011

Lagebericht 31.12.2011

1 Darstellung des Geschäftsverlaufs 2011 und Lage der Gesellschaft

1.1 Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Ingenics unterstützt Unternehmen als Lieferant von Know-how, Planung und Umsetzung weltweit, die Wettbewerbsfähigkeit permanent zu steigern. Ziel ist die Etablierung exzellenter Prozesse, die in einem schlanken Unternehmen die Ressourcen auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren.

Mit einem ganzheitlichen Ansatz bieten wir als technische Unternehmensberatung dazu Projekte in den Bereichen

Fabrik- und Produktionsplanung

Logistikplanung

Effizienzsteigerung Produktion

Effizienzsteigerung Office

Change Management

Ingenics Academy an.

31 Jahre Erfahrung und die Ingenics Charta, das interne Regelwerk für höchste Ansprüche an die eigene Arbeit, garantieren unseren Kunden - global aufgestellte Mittelständler und weltweit operierende Konzerne - eine systematische und gleichzeitig individuelle Projektvorgehensweise mit gesicherter Qualität für die Planungs- und Beratungsergebnisse sowie maximale Effizienz in der Durchführung der Projektarbeit.

Auf Basis der Ingenics Werte begleiten wir Unternehmungen mit einem ganzheitlichen Ansatz: Wer sicherstellen will, dass seine Systeme tatsächlich das einbringen, was in ihnen angelegt ist, muss immer auch an die Betreiber dieser Systeme denken. Deshalb sollte in unserem Verständnis der Blick auf die innere Haltung und das Verständnis der Mitarbeiter stets integraler Bestandteil der Planung und Gestaltung optimierter Prozesse sein. Nur wenn Mensch und System harmonieren, so die Ingenics Philosophie, ist maximale Wertschöpfung möglich.

Der pragmatische Ansatz ist das Alleinstellungsmerkmal der Berater von Ingenics. "Es kann schon vorkommen, dass unsere Mitarbeiter die Krawatte aus und den Blaumann anziehen, um beim Aufbau eines Regals mit anzupacken", erklärt Jörg Herkommer, einer der beiden Vorstände der Ingenics AG.

Zu den Kunden der Ingenics AG gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Dabei ist Ingenics u.a. der Planungspartner für die Betreuung der internationalen Produktionsnetzwerke, wie beispielsweise in China bei der Erweiterung eines Automobil-Werkes. Neben der weltweiten Planung von Fabriken in den USA, Osteuropa, China und Indien setzt die Ingenics AG zunehmend mehr Projekte zur Verbesserung der Produktivität und Qualität von internationalen Standorten erfolgreich um.

Beratungsleistung ist immer durch Menschen geprägt. Deshalb beschäftigen wir vorwiegend Ingenieure mit fundierter akademischer Ausbildung. Sie erhalten durch interne Qualifikationsprogramme Zugang zum Ingenics Know-how. Eine Säule ist dabei die Personalentwicklung wie beispielsweise Projektleiterausbildung, Führungskräftetraining, Moderationstraining und Projektmanagement.

Die Entwicklung neuer Produkte und Methoden wurde im Jahr 2011 konsequent vorangetrieben. Es wurden zahlreiche Bachelor- bzw. Master-Thesis und wissenschaftliche Arbeiten an verschiedene Hochschulen vergeben, um das Ingenics Know-how erfolgreich auszubauen. In jeder Business Unit sind strategische Themen zur Forschung und Entwicklung definiert.

1.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Jahr 2011 glich in vielerlei Hinsicht einer rasanten Achterbahnfahrt - auch aufgrund der extremen Schwankungen am Finanzmarkt. Nach einem schwachen ersten Halbjahr haben wir leider nicht an das Branchenwachstum anknüpfen können. Laut BDU legte "der Gesamtumsatz 2011 in der Beraterbranche um 9,5 Prozent" zu. Für 2012 erwartet die BDU ein weiter anziehendes Projektgeschäft; dies sind Ergebnisse der Marktstudie "Facts & Figures zum Beratermarkt 2011/2012" des BDU-Verbands (Quelle: http://www.bdu.de/presse_498.html).

1.3 Wesentliche Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr

Im ersten Halbjahr 2011 konnten wir dem Branchentrend des Wachstums nur bedingt folgen. Zum Ende des Jahres 2011 trat eine wesentliche Trendwende ein, da weitere Projekte gewonnen wurden und Großaufträge abgerechnet werden konnten.

In 2011 konnten Schlüsselprojekte gewonnen werden, die das weitere Wachstum von Ingenics weltweit absichern. Des Weiteren konnten Kunden außerhalb der Automobilbranche erschlossen werden. Es wurde insgesamt ein Umsatz von 25,4 Mio. € (Vorjahr 25,0 Mio. €) erzielt. Damit haben wir das Jahr 2010 leicht übertroffen und haben uns im Vergleich zur Branche nur bedingt zufriedenstellend entwickelt.

Die Tochtergesellschaft in Shanghai, China entwickelte sich unter Berücksichtigung des starken Wirtschaftswachstums in China sehr gut. Bei unserer Tochtergesellschaft in Atlanta, USA konnten wir in 2011 das beste Ergebnis der Geschichte verzeichnen. Das definierte Wachstumsprogramm brachte die gewünschten Resultate und 2012 steht nun im Sinne des weiteren Wachstums und der Festigung der Organisation. Die beiden Gesellschaften sind wesentliche Säulen der internationalen Ausrichtung und wichtig für Schlüsselkunden der Ingenics AG. Durch die Präsenz vor Ort bieten wir einen Mehrwert für den Kunden.

1.4 Darstellung der Lage der Gesellschaft

1.4.1 Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses

Die Gesamtleistung in 2011 beträgt 25,3 Mio. €. Der Betriebsaufwand hat sich um 16,2% erhöht. Die Abschreibungen haben sich um 10,7% erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 9,7%. Die Kosten haben sich überproportional zur Leistung entwickelt, was sich aus der unterproportionalen Kostensteigerung 2010 ableiten lässt. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge erhöhte sich das Betriebsergebnis auf 1,65 Mio. €.

Der Jahresüberschuss 2011 hat sich auf 1.054 T€ erhöht. Diese Erhöhung ist insbesondere auf die Reduktion der Aufwendungen für bezogene Leistungen (GuV-Position Materialaufwand) um 16,7% und auf die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge um 439 T€, sowie der Reduktion der Finanzaufwendungen zurückzuführen. Unter Hinzurechnung der Beteiligungsergebnisse unserer Töchter BrainOn GmbH und Academy in the Fields GmbH und mit Berücksichtigung der Zinserträge und -aufwendungen, haben wir ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,73 Mio. € erwirtschaftet. Nach Abzug der Steuern wird ein Jahresüberschuss von 1.054 T€ ausgewiesen.

1.4.2 Darstellung der Vermögenslage

Unser Eigenkapital zum Bilanzstichtag hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 19,3% erhöht. Der Eigenkapitalanteil beträgt 51,4% (Vorjahr 40,4%). Dies beruht zum einen auf den umsatz- und ergebnisbedingt gestiegenen Forderungen aus Lieferungen, bei gleichzeitiger Reduktion der Verbindlichkeiten.

Die Sonstigen Rückstellungen haben sich um 22,4% erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Rückstellungen für Tantieme, Sonderzahlungen und ausstehende Boni zurückzuführen. 2011 wurden Investitionen getätigt, es war kein nennenswerter Bedarf zur Aufnahme mittelfristiger Darlehen gegeben. Deshalb konnten wir unsere mittel- und langfristigen Bankverbindlichkeiten erneut reduzieren.

1.4.3 Darstellung der Finanzlage

Die Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft ist ausgewogen und stabil. Die kurzfristig fälligen Verpflichtungen sind durch kurzfristig verfügbares Vermögen gedeckt. Das Anlagevermögen und die Vorräte sind vollständig durch Eigenkapital finanziert, so dass durch die langfristige Finanzierung von langfristig gebundenem Vermögen ebenfalls keine finanziellen Unwägbarkeiten zu erkennen sind.

2 Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung

Ingenics ist auf dem Weg zu einem Beratungsunternehmen, das bei Projekten der Effizienzsteigerung erster Ansprechpartner im Markt ist. Das erreichen wir durch weltweite Tätigkeit in definierten Kernkompetenzen und qualifizierte Leistungen auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Praxis. Kompetente und bewährte Mitarbeiter erbringen auf der Basis unserer Werte praxisorientierte Beratungs- und Planungsleistungen und tragen damit wesentlich zur erfolgreichen Zukunftsgestaltung unserer Kunden bei. Grundlage dieser Leistungen sind unsere langjährigen Kundenbeziehungen und zufriedene Mitarbeiter, die sich durch soziale Verantwortung und den wirtschaftlichen Umgang mit den eingesetzten Ressourcen auszeichnen.

Ein Tätigkeitsfeld der Ingenics AG sind Beratungsleistungen für die Auto-, Nutzfahrzeug- und Zulieferindustrie sowie Luftfahrtindustrie im Zusammenhang mit neuen Produktionsstätten, Veränderung von Produktionslinien sowie Optimierung in den Fertigungs- und Organisationsprozessen. 2011 steuerte man den Marktherausforderungen aktiv mit einer Vertriebsoffensive in Kombination mit einer Personalgewinnung- und Personalentwicklungsstrategie sowie einem Kostensenkungsprogramm entgegen.

Für das Jahr 2012 rechnen wir mit einem Wachstum von über 20%. Wir wollen im kommenden Jahr unsere Kundenorientierung mit diversen Maßnahmen weiter ausbauen, unter anderem durch eine weitere internationale Expansion in für uns definierte Zielmärkte. Wie bereits 2011 werden wir zur Risikominimierung als auch zur Know-how-Erweiterung Großaufträge, sowohl im nationalen als auch im internationalen Umfeld, mit einer Kombination aus Stammpersonal und Sublieferanten erfolgreich durchführen. Die Personalgewinnung und die Fluktuationsvermeidung sind 2012 wesentliche Erfolgsfaktoren des Wachstumskurses. Hierzu haben wir diverse Maßnahmen definiert, wie beispielsweise Teilnahme an der Mitarbeiterbefragung Great Place to Work, und als Ergebnis dieser Anstrengungen haben wir erneut die Auszeichnung "Top Arbeitgeber Ingenieure" erhalten. Intern werden wir im Rahmen des Prozessmanagements weitere Potenziale erschließen. Mit der Ingenics Charta haben wir uns einen Rahmen geschaffen für die Art und Weise, wie wir arbeiten. Ziel ist es, das Lean-Prinzip in unserem Unternehmen fest zu verankern und die Produktivität, Flexibilität und Qualität entlang der Prozessketten in allen Unternehmensbereichen zu steigern.

Für die ausländischen Tochtergesellschaften planen wir ein signifikantes Wachstum, zum einen weil die Marktchancen sehr positiv eingeschätzt werden und zum anderen weil interne Maßnahmen definiert wurden, um die Profitabilität auszubauen. Unser Tochterunternehmen BrainOn GmbH hat anspruchsvolle Wachstumsziele; wir schätzen hier ein Wachstum deutlich über dem Branchenwachstum im Bereich der Ingenieurdienstleistungen ab. Die Hauptherausforderung wird erneut, wie bei der Ingenics AG die Personalgewinnung in 2012 darstellen. Unsere Gesellschaft Academy in the Fields GmbH wurde 2011 mit der Ingenics AG verschmolzen.

Für die Jahre 2013 bis 2015 nehmen wir für die Ingenics Gruppe ein gemäßigtes Wachstum an. Die Chancen in den kommenden Jahren schätzen wir sehr gut ein. Durch die definierten Maßnahmen und die steigenden Kundenanforderungen können wir uns durch das Ingenics Know-how und unsere Referenzen weiter am Markt etablieren und weitere globale Projekte für uns gewinnen. Des Weiteren gehen wir mittelfristig weiterhin von einem Fachkräftemangel aus, der spezifische Maßnahmen in der Personalgewinnung und Mitarbeiterbindung erfordert.

Trotz eines sehr anspruchsvollen Marktes entwickelt sich Ingenics gegenüber dem Wettbewerbsumfeld sehr positiv. Im Wesentlichen ist dies auf eine klar definierte Vision und Strategie zurückzuführen, die über das Ingenics Zielsystem mit Hilfe einer Balanced Scorecard umgesetzt wird. Das etablierte Risikomanagement hat sich auch in den anspruchsvollen Geschäftsjahren 2009 und 2010 als richtig erwiesen. Im Ingenics Strategiepapier, das einer rollierenden Jahresplanung unterliegt, werden alle Risiken im Rahmen einer SWOT-Analyse erfasst. Anschließend werden die Konsequenzen und Auswirkungen beurteilt und mit definierten Maßnahmen werden die Risiken minimiert. Ein Risiko stellt beispielsweise eine Umsatzstagnation bei unseren Kunden in der Auto-, Nutzfahrzeug- und Zulieferindustrie dar, die bei uns auch zu Umsatzrückgängen führen würde. Dieses Risiko schätzen wir durch die gewonnenen Großprojekte in den nächsten zwei Jahren als sehr gering ein.

3 Sonstige Angaben

3.1 Risikomanagement und Finanzinstrumente

Durch das Ingenics Strategiepapier werden alle Risiken im Rahmen einer SWOT-Analyse erfasst. Bei negativen Abweichungen werden Korrekturmaßnahmen eingeleitet und auf deren Wirksamkeit geprüft.

Derivate Finanzinstrumente wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eingesetzt.

3.2 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB sind nicht eingetreten.

3.3 Zweigniederlassungen

Neben den ausländischen Tochterunternehmen ist die inländische Präsenz durch die Niederlassungen in München, Hamburg und Stuttgart gegeben, um unsere Kunden vor Ort besser betreuen und die Vertriebsaktivitäten in ganz Deutschland weiter fokussieren zu können

4 Unterzeichnung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie der Lagebericht 2011 wurden von uns nach den gesetzlichen Vorschriften erstellt.

 

Ulm, 30. März 2012

Oliver Herkommer, Vorstand

Jörg Herkommer, Vorstand

Bilanz zum 31.12.2011

Aktiva

  Geschäftsjahr
´ Vorjahr
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegestände 48.637,00 72.527,00
II. Sachanlagen 797.750,99 673.556,00
III. Finanzanlagen 399.069,76 644.269,31
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 164.965,49 167.780,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.185.368,86 8.699.519,16
III. Wertpapiere 380.218,63 149.528,77
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.855.607,40 1.385.626,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47.118,94 7.631,00
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 206.301,68 19.730,15
  11.085.038,75 11.820.168,86

Passiva

   
  Geschäftsjahr
Vorjahr
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 450.000,00 450.000,00
II. Kapitalrücklage 0,00 0,00
III. Gewinnrücklagen 1.300.000,00 1.300.00,00
IV. Genussrechtskapital 245.000,00 125.000,00
V. Bilanzgewinn 3.704.642,57 2.902.979,28
C. Rückstellungen 3.386.905,00 2.904.326,00
D. Verbindlichkeiten 1.998.491,18 4.137.863,58
  11.085.038,75 11.820.168,86

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2011

  Geschäftsjahr
Vorjahr
1. Rohergebnis 20.010.222,65 17.640.099,67
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -10.955.780,70 -9.159.452,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung -2.013.476,19 -1.721.039,07
davon für Altersversorgung Euro 328.117,41 (Euro 266.511,58) -12.969.256,89 -10.880.491,47
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs -279.856,47 -253.238,72
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.111.680,29 -4.660.764,75
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 37.462,65 68.547,83
davon aus verbundenen Unternehmen Euro 23.338,24 (Euro 18.625,76)    
6. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 190.793,34 111.644,20
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 -45.777,77
8. Abschreibung auf Finanzanlage -121.364,75 -266.628,02
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -28.200,68 -69.991,62
davon aus verbundenen Unternehmen Euro 0,00 (Euro 2.284,00)    
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.728.119,56 1.643.399,35
11. außerordentliche Aufwendungen -4.920,00 -4.919,36
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -279.855,87 -522.355,97
13. sonstige Steuern -68.980,40 -57.287,08
  -348.836,27 -579.643,05
14. Vergütung für Genussrechtskapital -320.700,00 -272.100,00
15. Jahresüberschuss 1.053.663,29 786.736,94
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.902.979,28 2.116.242,34
17. Ausschüttung für das Vorjahr 252.000,00 0,00
18. Bilanzgewinn 3.704.642,57 2.902.979,28

Anhang zum 31.12.2011

A. Allgemeine Angaben

1. Allgemeines, Kontinuität des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Aktiengesetzes beachtet. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.

Per 01.01.2010 wurde auf die geänderten Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (kurz: BilMoG) umgestellt. Die Umstellungseffekte wurden durch Erstellung einer BilMoG-Eröffnungs-bilanz dokumentiert.

Mit Beschluss vom 20.07.2011 wurde die Academy in the Fields GmbH, Leutkirch, zu Buchwerten auf die Muttergesellschaft Ingenics AG, Ulm, verschmolzen, Die Verschmelzung wurde am 08.08.2011 ins Handelsregister eingetragen. Aus der Verschmelzung resultiert ein Verlust von Euro 2.500,00.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

ANLAGEVERMÖGEN

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer wird bei Software drei Jahre unterstellt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 150,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben; bei Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet. Die Abschreibung erfolgt gemäß § 6 Abs. 2a EStG linear über fünf Jahre.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die in den Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen werden rückgängig gemacht, soweit die Gründe hierfür nicht mehr bestehen.

UMLAUFVERMÖGEN

Unfertige Leistungen und Waren werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die unfertigen Leistungen sind zu Fertigungseinzelkosten bewertet. Fertigungsgemeinkosten liegen nicht vor.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Disagios werden linear über die Laufzeit der entsprechenden Darlehen abgeschrieben.

RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres und zu erwartende Steuernachzahlungen aus Vorjahren.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Die Gesellschaft hat zum 1.1.2010 ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen nach der sogenannten Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) erstellen lassen. Dabei wurden ein Zinssatz von 5,15% sowie eine erwartete Gehaltssteigerung von 0,0% zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2005 verwendet.

Zum 1.1.2010 ergibt sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen eine Unterdotierung in Höhe von € 73.056,00. Die Bewertung des saldierungsfähigen Vermögens führt zu einer weiteren Unterdeckung von € 726,36. Die Gesellschaft entscheidet sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB und eine Verteilung der erforderlichen Zuführung von insgesamt € 73.782,36 über den längst möglichen Zeitraum von 15 Jahren. Folglich wird beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010 in jedem Jahr ein Betrag von mindestens € 4.919,36 bzw. € 4.919,00 der Pensionsrückstellung erfolgswirksam zugeführt. Zum 31.12.2011 beträgt der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung € 63.943,00.

Zur Abdeckung des Risikos wurden mehrere Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die den Vorständen, Herrn Oliver Herkommer und Herrn Jörg Herkommer, verpfändet wurden. Der Wert des saldierungsfähigen Vermögens zum 31.12.2011 beträgt € 423.994,68.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gemäß versicherungsmathematischem Gutachten der compertis Beratungsgesellschaft für betriebliches Versorgungsmanagement mbH zum 31.12.2011 weist eine planmäßige Zuführung zu den Pensionsrückstellungen für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von € 28.482,00 aus und basiert auf folgenden Parametern:

Zinssatz der Deutschen Bundesbank 31.12.2011: 5,14 %
Bewertungsmethode: Projected Unit Credit Method (PUC-Methode)
Biometrische Parameter: Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck

Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in

Bilanz und GuV:

Aktivwert Rückdeckungsversicherungen(nicht verpfändet) € 0,00
Pensionsverpflichtung per 31.12.2011 € 217.693,00
Saldierungsfähiges Vermögen (= Zeitwert) Rückdeckungsversicherung (= Planvermögen) per 31.12.2011 € 423.994,68
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung € 206.301,68
Sonstiger betrieblicher Ertrag aus Anpassung Aktivwert Rückdeckungsversicherung € 82.401,86
Aufwand aus Pensionsverpflichtung  
- Personalaufwand € 15.477,00
- Zinsaufwand € 13.005,00

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die im Jahresabschluss enthaltenen Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

Die Erträge aus Währungsumrechnung sind in der G+V in Höhe von € 5.519,20 unter dem Posten Sonstige betriebliche Erträge und die Aufwendungen von € 17.387,65 unter dem Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

B. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zur Bilanz

a. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

b. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben i. H. v. € 44.797,84 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von € 1.721.949,30 um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

c. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Gesellschaft hat am 01.12.2008 aufgrund von Umstrukturierungen im Gesellschafterbestand eigene Anteile (20.000 Stück) in Höhe von 10% des Stammkapitals (€ 50.000,00) zu einem Preis von € 406.508,96 erworben. Diese wurden nach BilMoG zum 01.01.2010 gegen das Eigenkapital saldiert.

Das in 2010 mit Anschaffungskosten von € 151.713,00 erworbene UnionDepot ist an Herrn Werner Hopfer verpfändet, da die Einzahlung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge für Herrn Werner Hopfer, Gäufelden, vorgenommen wurde. Der niedrigere bilanzierte Kurswert zum 31.12.2011 beträgt € 149.441,52.

d. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Unterschiedsbetrag gem. § 250 Abs. 3 HGB (Disagio) in Höhe von € 1.568,00 (i. Vj. € 2.904,00) enthalten.

e. Aktive latente Steuern

Der nach der Steuerbilanz sich ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Die Steuerbilanz zeigt einen höheren Gewinn.

Von der Möglichkeit einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden wurde kein Gebrauch gemacht.

f. Eigenkapital/Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn per 31.12.2011 in Höhe von € 3.704.642,57 einen Betrag von € 252.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Betrag von € 3.452.642,57 auf neue Rechnung vorzutragen.

g. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Personal 1.279.595,00
Ausstehende Rechnungen und Boni 1.130.239,00
Verzinsung Genussrechtskapital 497.600,00
Nacharbeiten 272.000,00
Berufsgenossenschaft 56.000,00
Jahresabschlusserstellung und -prüfung 42.000,00
Sonstige 22.100,00
  3.299.534,00

In den Personalrückstellungen sind Rückstellungen für Tantiemen, Sonderzahlungen, Resturlaub, Überzeiten und Zielvereinbarungsboni enthalten.

h. Verbindlichkeiten

  Restlaufzeit  
  bis 1 Jahr
über 1 Jahr
über 5 Jahre
gesamt
Verbindlichkeiten        
- gegenüber Kreditinstituten 122.989,01 54.680,81 0,00 177.669,82
  138.157,01 98.898,80 0,00 237.055,81
- aus Lieferungen u. Leistungen 888.167,56 0,00 0,00 888.167,56
  2.578.224,32 0,00 0,00 2.578.224,32
- gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
- gegenüber verbundenen Unter- 26.637,02 0,00 0,00 26.637,02
nehmen 104.344,04 0,00 0,00 104.344,04
- sonstige 906.016,78 0,00 0,00 906.016,78
  1.218.239,41 0,00 0,00 1.218.239,41
(- davon aus Steuern) (633.876,52) (0,00) (0,00) (633.876,52)
  (911.548,55) (0,00) (0,00) (911.548,55)
(- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (40.000,37) (0,00) (0,00) (40.000,37)
  (52.166,44) (0,00) (0,00) (52.166,44)
Verbindlichkeiten gesamt 1.943.810,37 54.680,81 0,00 1.998.491,18
  4.038.964,78 98.898,80 0,00 4.137.863,58

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 177.669,82 durch Bürgschaften der Aktionäre und Genussrechtsinhaber, durch Zessionen von Lebensversicherungen sowie durch Sicherungsübereignung einer EDV-Anlage gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten gesichert. Andere Pfand- oder ähnliche Rechte bestehen nicht.

i. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mit dem Tochterunternehmen BrainOn GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Zum 31.12.2011 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

  Höhe der Verpflichtung
Jahresbetrag
Leasingverträge 819.000,00 397.400,00
Mietverträge 2.411.600,00 427.100,00

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

Im Berichtsjahr wurde das Konto Skonto-Ertrag mit einem Wert von € 1.000,86 aus dem Materialaufwand in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um gegliedert. Zur Wahrung der Vergleichbarkeit wurde auch der Vorjahresbetrag in Höhe von € 926,39 ebenfalls umgegliedert.

Im Berichtsjahr fielen periodenfremde Erträge in Höhe von € 244.164,00 an. Diese entfallen mit € 173.365,00 auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und mit € 70.799,00 auf Erträge aus der Betriebsprüfung.

Periodenfremde Aufwendungen sind aus der Betriebsprüfung im Bereich der Steuern in Höhe von € 29.468,21 angefallen.

Die außerordentlichen Aufwendungen betragen € 4.920,00. Es handelt sich dabei um 1/15 des Unterschiedsbetrages aus der Umstellung der Pensionsverpflichtung und des saldierungsfähigen Vermögens auf die Bewertung nach BilMoG.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Im Berichtsjahr wurde erneut eine Rückstellung für Genussrechtsinhaber auf Schlussbeteiligung in Höhe von € 247.620,00 berücksichtigt. Daneben wurde eine laufende Vergütung von € 73.080,00 zurückgestellt.

C. Sonstige Pflichtangaben

1. Vorstand

Im Geschäftsjahr 2011 erfolgte die Geschäftsführung der Ingenics Aktiengesellschaft unverändert durch die beiden Vorstände:

- Herr Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Oliver Herkommer,

- Herr Dipl.-Ing. (FH) Jörg Herkommer,

Die Vorstandsmitglieder sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

2. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr wie folgt zusammengesetzt:

- Joachim Lang,

Aufsichtsratsvorsitzender

Unternehmensberater

- Rainer Schmidt,

stellvertretender Vorsitzender

Vorstandsvorsitzender

- Michael Weis (bis 27.05.2011),

Dipl.-Ing. (FH) Senior-Projektleiter

- Stefan Kunz (ab 27.05.2011),

Dipl.-Ing. (FH) Senior-Projektleiter

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich für das Geschäftsjahr 2011 auf € 13.812,50. Im Vorjahr wurden € 12.187,50 geleistet.

3. Bestand an Aktien

Das Grundkapital beträgt € 500.000,00 und ist eingeteilt in 200.000 Stücknamensaktien im Nenn-betrag von je € 2,50.

4. Ausgabe von Genussrechten

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 16.05.2006 und Nachtrag vom 21.11.2008 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 15.05.2011 einmalig oder mehrmalig auf den Namen und/oder auf den Inhaber lautende Genussrechte zu begeben. In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27.05.2011 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach Genussrechte zu begeben. Der Gesamtnennbetrag aller gewährten Genussrechte darf € 500.000,00 nicht überschreiten.

Am 31.12.2011 bestehen insgesamt 245 Genussrechte im Nennbetrag von je € 1.000,00 von denen 20 Genussrechte in 2006, 160 Genussrechte in 2008 und 120 Genussrechte in 2011 ausgegeben wurden. 30 Genussrechte wurden in 2009 aufgrund des Todes eines Genussrechtsinhabers zurück gekauft, 25 Genussrechte wurden zum 31.12.2010 aufgrund des krankheitsbedingten Ausscheidens eines Genussrechtsinhabers eingezogen.

Die Genussrechte aus 2006, die ursprünglich zum 31.12.2011 enden sollten, wurden bis 30.09.2014 verlängert und sind auch bis zum Ende der verlängerten Laufzeit nicht ordentlich kündbar. Die Genussrechte aus 2008 können erstmals zum 31.12.2013 mit einer Frist von drei Monaten zum Geschäftsjahresende gekündigt werden. Für die Genussrechte aus 2011 ist die erste ordentliche Kündigung zum 31.12.2017 mit einer Frist von drei Monaten zum Geschäftsjahresende möglich. Bis zu diesen Zeitpunkten sind damit die Kriterien des Ausweises als Eigenkapital gewährleistet.

5. Angaben zu Mitarbeitern

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 168 Angestellte beschäftigt.

6. Verbundene Unternehmen

Name Sitz Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
Letztes Jahresergebnis
1. BrainOn GmbH Ulm 100,0% 25.000,00 190.793,34
  Deutschland      
2. Ingenics Consulting (Shang-hai) Co., Ltd. Shanghai 100,0% 378.047,00 133.189,00
  China   (CNY 3.115.995,19) (CNY 1.097.793,45)
3. Ingenics Corporation Atlanta 100,0% - 340.092,00 - 124.046,00
  USA   (US-$ - 440.423,00) (US-$ - 160.641,00)

Anlagespiegel zum 31.12.2011

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 01.01.2011
Zugänge
Abgänge/Umbuchung
1) Immaterielle Vermögensgegenstände      
EDV-Software 314.851,63 27.900,00 34.006,52
2) Sachanlagen      
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.640.183,35 305.515,46 104.222,68
3) Finanzanlagen      
a) Anteile an verbundenen Unternehmen 390.876,64 0,00 102.500,00
b) Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 367.314,76 141.327,64 105.870,00
c) Beteiligungen 10.000,00 0,00 0,00
d) sonstige Ausleihungen 137.522,67 0,00 *137.522,67
  905.714,07 141.327,64 345.892,67
*sonstige Ausleihungen: Umbuchung      
  2.860.749,05 474.743,10 484.121,87
  Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen
  Stand 31.12.2011
Stand 01.01.2011
Zugänge
Abgänge
1) Immaterielle Vermögensgegenstände        
EDV-Software 308.745,11 242.324,63 98.691,00 33.804,52
2) Sachanlagen        
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.841.476,13 966.627,35 181.165,47 102.083,68
3) Finanzanlagen        
a) Anteile an verbundenen Unternehmen 288.376,64 0,00 0,00 0,00
b) Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 402.772,40 261.444,76 105.995,72 0,00
c) Beteiligungen 10.000,00 0,00 0,00 0,00
d) sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  701.149,04 261.444,76 105.995,72 0,00
*sonstige Ausleihungen: Umbuchung        
  2.851.370,28 1.470.396,74 385.852,19 135.888,20
  Abschreibungen Zuschreibung Buchwert
  Stand 31.12.2011
2011 31.12.2010
31.12.2011
1) Immaterielle Vermögensgegenstände        
EDV-Software 307.211,11 47.103,00 72.527,00 48.637,00
2) Sachanlagen        
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.045.709,14 1.984,00 673.556,00 797.750,99
3) Finanzanlagen        
a) Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00   390.876,64 288.376,64
b) Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 367.440,48 65.361,20 105.870,00 100.693,12
c) Beteiligungen 0,00   10.000,00 10.000,00
d) sonstige Ausleihungen 0,00   137.522,67 0,00
  367.440,48 65.361,20 644.269,31 399.069,76
*sonstige Ausleihungen: Umbuchung        
  1.720.360,73 114.448,20 1.390.352,31 1.245.457,75

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum 31.12.2011

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Ingenics AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis 31.12.2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Gerlingen, 30.04.2012

AUREN GmbH + Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Robert Rek, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sibylle Sturm, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats zum 31.12.2011

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011

der Ingenics AG

Der Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstandes und in gemeinsamen Sitzungen eingehend über die Lage des Un-ternehmens, den Geschäftsverlauf sowie die Geschäftspolitik unterrichtet und hat auf dieser Grundlage die Geschäftsführung des Unternehmens überwacht. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit der mittelfristigen und langfristigen Unternehmensplanung einschließlich der Investitionsvorhaben.

Geschäftsvorgänge die nach Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden in den zwei Sitzungen des Aufsichtsrates vor Beschlussfassung ein-gehend erörtert.

Der vom Vorstand beauftragte und durch Frau Steuerberaterin Brier aufgestellte Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde von der AUREN GmbH + Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Gerlingen geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk vom 30. April 2012 versehen. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat über die Prüfung berichtet. Der Jahresabschluss 2011 wurde vom Auf-sichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat erklärt hiermit, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen nicht zu erheben sind und der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 gebilligt wird. Die Hauptversammlung soll den Jahresabschluss feststellen und über die Gewinnverwendung befinden.

Mit dem Lagebericht des Vorstandes erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden. Dem geänderten Vorschlag des Vorstandes den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von € 3.704.642,57 wie folgt zu verwenden

- Vortrag des Bilanzgewinns in Höhe von € 3.704.642,57 auf neue Rechnung

stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Beschluss obliegt der Hauptversammlung.

Dem Vorstand und allen Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

Ulm, 18. Juni 2012

Ergebnisverwendungsvorschlag und -beschluss zum 31.12.2011

Ergebnisverwendungsvorschlag und -beschluss zum 31.12.2011

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns 2011

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, über die Verwendung des Bilanzgewinns 2011 wie folgt zu beschließen:

Der Bilanzgewinn in Höhe von € 3.704.642,57 wird wie folgt verwendet:

- Vortrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung.

Die Abstimmung durch Handaufheben ergab 180.000 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen. Damit war der Beschlussvorschlag angenommen. Der Vorsitzende teilte das Abstimmungsergebnis mit und stellte fest, dass der Gewinn-verwendungsvorschlag der Verwaltung einstimmig angenommen ist.

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