Phiesel GmbHLiquidiert
Antoniusstraße 1, 53902 Bad Münstereifel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christa Ingrid, geb. Voß Hoenmanns seit 10.8.2015 | Prokura |
Oliver Blankenheim seit 28.6.2013 | Geschäftsführer |
Edwin Matthias Sohns seit 29.3.2007 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Phiesel GmbHBad MünstereifelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Anhang für das Geschäftsjahr 20121. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Phiesel GmbH zum 31. Dezember 2012 wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Das Unternehmen ist in der Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt und im Handelsregister beim Amtsgericht Bonn in der Abteilung B unter der Nr. 15289 eingetragen. Sitz ist Bad Münstereifel-Wald, Deutschland. Die Anschrift lautet Antoniusstrasse1, 53902 Bad-Münstereifel. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, Entwicklung und Vertrieb von Spezialdreh- und -frästeilen sowie Antriebselementen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und -Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Am 22. Mai 2013 hat die Geschäftsführung der Phiesel GmbH den vorliegenden Jahresabschluss zur Vorlage an die Gesellschafter freigegeben. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einige Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert. Gemäß IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) erfolgt die Bilanzgliederung nach Fristigkeit. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind. 2. Auswirkungen neuer oder geänderter Standards IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (2009): In der überarbeiteten Fassung des IAS 24 wurde die Definition der nahe stehenden Unternehmen und Personen grundlegend überarbeitet. Demnach wird zukünftig die Betrachtung bei vorliegendem maßgeblichen Einfluss bzw. gemeinschaftlicher Führung nicht auf die beiden betrachteten Unternehmen beschränkt, sondern stets auf den Konzernverbund erweitert. Neben dieser Definitionsänderung kam es auch zu einer Ausweitung der angabepflichtigen Geschäfte, da schwebende Geschäfte nun auch als berichtspflichtige Geschäftsvorfälle zu betrachten sind. Die geänderte Fassung ist ab dem 1. Januar 2011 anzuwenden. Änderungen aus dem "Annual Improvements Project" 2008-2010 (AIP): Dieser Sammelstandard zur Änderung verschiedener Standards und Interpretationen wurde im Mai 2010 veröffentlicht. Er bewirkt Änderungen bei Darstellung, Ansatz und Bewertung sowie Begriffs- oder redaktionelle Änderungen mit minimalen Auswirkungen auf die Bilanzierung. Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Ferner waren gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. März 2011 folgende Standards und Interpretationen erstmalig zum 31. März 2012 verpflichtend anzuwenden, hatten für den Konzern aus heutiger Sicht jedoch keine Relevanz:
3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde nach dem Prinzip der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit Ausnahme der nach IFRS zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden unabhängig von der entsprechenden Zahlung im Jahresabschluss berücksichtigt. Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Soweit für Geschäfte eine Annahmeerklärung des Erwerbers vorgesehen ist, werden die betreffenden Umsatzerlöse erst dann berücksichtigt, wenn eine solche Erklärung vorliegt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Erträge bzw. Aufwendungen aus Gewinnabführungs- bzw. Verlustübernahmeverträgen werden mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, Dividenden werden grundsätzlich zum Zeitpunkt der Entstehung des Rechtsanspruchs vereinnahmt. Aufwendungen werden im Jahr der entsprechenden Ertragsrealisierung erfasst. Vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen und andere ähnliche Einmalzahlungen ("non-refundable payments") werden abgegrenzt und über den geschätzten Zeitraum der Erbringung der vertraglich vereinbarten Gegenleistung ergebniswirksam aufgelöst. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten werden grundsätzlich im Konzern gemäß IAS 23 in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie anfallen. Erstreckt sich jedoch die Bauphase von Sachanlagevermögenswerten über einen beträchtlichen Zeitraum ("qualifizierter Vermögenswert"), so werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23.11 als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Ertragsteuern Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens der Gesellschaft für das Jahr ermittelt. Latente Steuern werden nach der "Asset and Liability Method" gemäß den Regeln des IAS 12 (Ertragsteuern) berechnet. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS ‒ Bilanz und der Steuerbilanz sowie auf wahrscheinlich realisierbare steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Dabei werden nach der "Liability-Methode" die Steuersätze und steuerlichen Vorschriften verwendet, die im Zeitpunkt des Eintritts dieser Unterschiede gelten. Die Wirkung einer Steuersatzänderung auf die latenten Steuerguthaben und -verbindlichkeiten wird in der Periode realisiert, in welcher die Änderung vom Gesetzgeber beschlossen wird. Rechtlich anrechenbare latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird und es damit hinreichend sicher erscheint, dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Geschäfts- oder Firmenwert Der im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen anfallende Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden eines Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Stattdessen werden sie gemäß lAS 36 einem jährlichen, und zusätzlich auch bei Vorliegen entsprechender Indikatoren, einem fallweisen Impairment-Test unterzogen und gegebenenfalls auf ihren erzielbaren Betrag abgewertet ("lmpairment-only-approach"). Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten ("Cash Generating Units" oder "CGU") verteilt. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über eine geschätzte Nutzungsdauer von drei bis zwanzig Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Dauerhafte Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, die die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigen dürfen. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden, wenn es unter Berücksichtigung der technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit wahrscheinlich ist, dass die Entwicklungsprojekte dem Unternehmen zukünftig zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen und die zurechenbaren Ausgaben verlässlich ermittelt werden können, mit deren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen nach IAS 38.66 alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten werden über deren voraussichtliche planmäßige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung ergebniswirksam behandelt. Im Geschäftsjahr erfüllen einzelne Entwicklungsprojekte die Voraussetzungen zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte. Im Rahmen der Abgrenzung der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögenswerte haben wir Ermessensentscheidungen ausgeübt. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sowie noch nicht genutzte immaterielle Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern wie Geschäfts- oder Firmenwerte einem regelmäßigen, jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Zum 31. Dezember 2012 bestehen bei der Phiesel GmbH diesbezügliche immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von T€ 109. Sachanlagen Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Besteht eine Verpflichtung, einen Vermögenswert des Sachanlagevermögens zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder den Standort wiederherzustellen, erhöhen die geschätzten Kosten hierfür die Anschaffungskosten des Vermögenswertes, denen eine erfolgsneutral zu passivierende Rückstellung gegenübersteht. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Im Geschäftsjahr wurden unverändert keine auf den Zeitraum der Herstellung entfallende Finanzierungskosten aktiviert. Die zu Grunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern. Ausschließlich auf steuerlichen Regelungen beruhende Abschreibungen werden nicht angesetzt. Kosten für die Reparatur von Sachanlagen wie z.B. laufende Unterhaltungsaufwendungen werden grundsätzlich erfolgswirksam verrechnet. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die mit der Sachanlage verbundenen Kosten künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr ein nutzungsbedingter Abschreibungsverlauf geboten ist. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Gemäß IAS 36 ("Impairment of Assets") werden solche Wertverluste ("Impairment losses") anhand von Vergleichen mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Können diesen Vermögenswerten keine eigenen zukünftigen Finanzmittelflüsse zugeordnet werden, werden die Wertminderungen anhand der Finanzmittelflüsse der entsprechenden Cash Generating Unit geprüft. Beim Wegfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, die die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigen dürfen. Wenn Sachanlagen stillgelegt oder verkauft werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zugrunde:
Finanzierungsleasing Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugeordnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. Hierbei wird neben der Länge der unkündbaren Grundmietzeit und dem Anteil des Barwertes der Leasingraten am Gesamtinvestment insbesondere die Verteilung von Chancen und Risiken aus dem während der Laufzeit nicht amortisierten Restwert des Vermögenswertes betrachtet. Sofern das wirtschaftliche Eigentum Phiesel zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Zugangs zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Barwerte der Mindestleasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer, erworbener Vermögenswerte. Ist ein späterer Eigentumsübergang des Leasinggegenstandes unsicher, wird die Laufzeit des Leasingvertrages zugrunde gelegt, sofern diese kürzer ist. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte setzen sich aus den Forderungen, den erworbenen Eigenkapital- und Schuldtiteln, den Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten und den Derivaten mit positiven beizulegenden Zeitwerten zusammen. Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IAS 39. Demnach werden die finanziellen Vermögenswerte in der Bilanz angesetzt, wenn der Phiesel GmbH ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien: Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dieser Bewertungskategorie werden die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen aus Warentermingeschäften und Forderungen aus sonstigen derivativen Finanzinstrumenten zugeordnet, soweit kein Hedge Accounting angewendet wird. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Gewährte Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht im aktiven Markt notiert sind. Kredite und Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Forderungen und Ausleihungen und die in den sonstigen Forderungen ausgewiesenen weiteren finanziellen Forderungen und Darlehen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet. Der Zinsertrag aus Positionen dieser Kategorie wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt, soweit es sich nicht um kurzfristige Forderungen handelt und der Effekt aus der Aufzinsung immateriell ist. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit, über die sie gehalten werden. Diese werden - unter Anwendung der Effektivzinsmethode - mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen sind Teil der sonstigen finanziellen Vermögenswerte. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet wurden. Dies sind insbesondere mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitaltitel und nicht bis zur Endfälligkeit zu haltende Schuldtitel, welche in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten sind. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt und erst bei Veräußerung oder Wertminderung erfolgswirksam erfasst. In Fällen, in denen der Marktwert von Eigenkapital- und Schuldtiteln bestimmt werden kann, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt. Existiert kein notierter Marktwert und kann keine verlässliche Schätzung des beizulegenden Zeitwerts vorgenommen werden, werden diese finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen erfasst. Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertminderung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderungen sind u. a. eine Minderung des Marktwerts, eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, ein mehrjähriger operativer Verlust einer Gesellschaft, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Markts. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen bei zur Veräußerung verfügbaren Schuldtiteln und Krediten und Forderungen vorgenommen. Über die Anschaffungskosten hinaus dürfen keine Zuschreibungen berücksichtigt werden. Zuschreibungen auf "zur Veräußerung verfügbare" Eigenkapitaltitel werden nicht vorgenommen. Vorräte Der Posten Vorräte umfasst Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse und Waren sowie geleistete und erhaltene Anzahlungen auf Vorräte. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert, d.h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigungs- und Vertriebskosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der FIFO-Methode bewertet. Bei Qualitätsverlusten oder eingeschränkter Verwendbarkeit werden Einzelabwertungen vorgenommen. Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen erfolgt die Bewertung zu Herstellungskosten gemäß der entsprechend dem jeweiligen Fertigungsstand angefallenen Material- und Fertigungskosten einschließlich Material- und Fertigungsgemeinkosten, wobei die in die Fertigung eingehenden Materialkosten wie die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bewertet werden. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Fertigungsaufträge Kann das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich geschätzt werden, so sind nach IAS 11.22 die Erlöse und Kosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag zu erfassen (sog. "Percentage of Completion-Methode" oder kurz: PoC-Methode). Der Fertigstellungsgrad ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten. Zahlungen für Abweichungen im Gesamtauftrag, Nachforderungen sowie Prämien werden nur im vereinbarten Umfang einbezogen. Der Konzern weist für alle laufenden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne nicht übersteigt, eine Forderung aus. Der Konzern weist für alle laufenden Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne übersteigt, eine Verbindlichkeit aus. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, sind nach IAS 11.32 die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich erstattungsfähig sind. Auftragskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust sofort aufwandswirksam erfasst. Bei kundenbezogener langfristiger Fertigung werden aufgrund untergeordneter Bedeutung die Umsätze im Geschäftsjahr in Abweichung zum Vorjahr nicht mehr nach der sog. Percentage of Completion-Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cash-flows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Sofern die Gründe für in früheren Perioden vorgenommene Wertberichtigungen nicht mehr vorliegen, erfolgen entsprechende Zuschreibungen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige hoch liquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. In Anspruch genommene Kontokorrentkredite werden in der Bilanz als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen. Sonstige Vermögenswerte Die Sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen nicht finanzielle Vermögenswerte. Diese werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert und danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Rückstellungen Rückstellungen werden für Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung der anderen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 ("Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets"), gegebenenfalls auch nach IAS 19 ("Employee Benefits"), mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären. Soweit bei Verpflichtungen erst nach mehr als einem Jahr mit Mittelabflüssen gerechnet wird, werden die Rückstellungen mit dem Barwert der voraussichtlichen Mittelabflüsse angesetzt. Erstattungen Dritter werden getrennt von den Rückstellungen aktiviert, wenn ihre Realisierung nahezu sicher ist. Rechtsstreitigkeiten und Verwaltungsverfahren werden auf Einzelbasis bewertet. Wir bewerten die möglichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten anhand der uns vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit unseren Anwälten. Soweit nach unseren Einschätzungen eine Verpflichtung wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird, wird der Barwert der erwarteten Mittelabflüsse passiviert, soweit diese zuverlässig geschätzt werden können. Diese Rückstellungen decken die geschätzten Zahlungen an Kläger, die Gerichtskosten, die Kosten für Rechtsanwälte sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Die Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen werden einzelfallbezogen sowie auf Basis von Prozentsätzen der realisierten garantiebehafteten Umsatzerlöse gebildet. Die Schätzung beruht auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Wertansätze der Rückstellungen werden zu jedem Bilanzansatz überprüft. Rückstellungen in Fremdwährung sind zum Stichtagskurs umgerechnet. Finanzielle Verbindlichkeiten Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten derivativer Finanzinstrumente. Verbindlichkeiten werden in der Bilanz angesetzt, wenn der Phiesel GmbH eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls anfallender Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Mindest-Leasingzahlungen ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit kein Hedge-Accounting angewendet wird. Die negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten sind Teil der Finanzverbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Nach IAS 32 ("Financial Instruments: Disclosure and Presentation") ist geregelt, dass Eigenkapital aus Sicht des Unternehmens nur dann vorliegt, wenn keine Verpflichtung zur Rückzahlung des Kapitals oder stattdessen zur Lieferung von anderen finanziellen Vermögenswerten besteht. Rückzahlungsverpflichtungen aus dem Gesellschaftsvermögen können bestehen, wenn (Minderheits-) Gesellschaftern ein Kündigungsrecht zusteht und gleichzeitig die Ausübung dieses Rechts einen Abfindungsanspruch gegen die Gesellschaft begründet. Solches von Minderheitsgesellschaftern zur Verfügung gestelltes Kapital wird als Verbindlichkeit ausgewiesen, auch wenn nach landesrechtlichen Vorschriften dies als Eigenkapital angesehen wird. Das rückzahlbare Kapital von Minderheitsgesellschaftern wird mit dem anteiligen Nettovermögen der Gesellschaft angesetzt. Eventualschulden und Eventualforderungen Eventualschulden werden nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist. Wesentliche Annahmen und Schätzungen Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden insbesondere für die Nutzungsdauern, die Ermittlung von Cash Flows im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfung nach IAS 36 und die erzielbaren Beträge der immateriellen Werte, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Realisierbarkeit von steuerlichen Vorteilen aus Verlustvorträgen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen getroffen. Insbesondere bei den Rückstellungen und den Vorräten haben die Schätzungen erheblichen Einfluss auf die Darstellung des Abschlusses. Im Bereich der Vorräte werden reichweitenabhängige Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Abschlagsätze berücksichtigt hierbei insbesondere das Risiko von Überbevorratung und künftige Lagerkosten. Die Grundlagen für die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen enthalten Schätzungen und Annahmen. Insbesondere basieren die prognostizierten Gehalts- und Rententrends, aber auch der Abzinsungssatz und die Sterbewahrscheinlichkeit auf Schätzungen oder statistischen Erhebungen. Die sonstigen Rückstellungen basieren insbesondere im Bereich der Gewährleistungsrückstellungen und der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen auf Schätzungen und Annahmen. Im Bereich der Gewährleistungen gehen wir davon aus, dass neben bekannten Gewährleistungsfällen keine weiteren Risiken bestehen. Es wurden daher keine weiteren Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen berücksichtigen die nach unserer Einschätzung bestehenden Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurde die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme berücksichtigt. Unsere Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Auch im Rahmen von Unternehmenserwerben werden im Allgemeinen Schätzungen hinsichtlich der Ermittlung des Fair Value der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten vorgenommen. Insbesondere die Identifikation und Bewertung von immateriellen Vermögenswerten unterliegt hierbei erheblichen Ermessensspielräumen. Die Ermittlung des Fair Value basiert im Allgemeinen auf einer Prognose sämtlicher künftiger Zahlungsmittelflüsse. Abhängig von der Art des Vermögenswerts sowie der Verfügbarkeit der Informationen werden dabei unterschiedliche Bewertungstechniken herangezogen, die sich nach kosten-, marktpreis- und kapitalwertorientierten Verfahren unterscheiden lassen. Das kapitalwertorientierte Verfahren ("Income Approach") ist aufgrund der besonderen Bedeutung bei der Bewertung von immateriellen Vermögenswerten hervorzuheben. Die Phiesel GmbH hält die vorgenommenen Schätzungen in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte und die Schätzung der Barwerte künftiger Zahlungen für angemessen. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen für die Zukunft notwendig machen. Risiken und Unsicherheiten Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Phiesel GmbH ist verschiedenen Risiken und Unsicherheiten ausgesetzt. Die Auswirkungen der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise und deren Übergreifen auf die Realwirtschaft sind weiterhin unsicher. Dies kann Abweichungen von den Erwartungen verursachen. Die angespannte Absatz- und Ertragslage auf Seiten einiger Kunden erhöht das Risiko von verspätetem Zahlungseingang und Zahlungsausfällen. Dieses generelle Risiko kann im Konzernabschluss nicht berücksichtigt werden, da es derzeit weder quantifizierbar noch bewertbar ist. 4. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen überwiegend auf den Verkauf von Gütern. Die im Geschäftsjahr erfassten Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Umsatzerlöse betrugen im Inland T€ 6.404 und im Ausland T€ 3.032 . 5. Sonstige betriebliche Erträge
Darüber hinaus sind Buchgewinne in Höhe von T€ 4 enthalten. Die sonstigen Erträge liegen bei T€ 43 und beinhalten im wesentlichen verrechnete Sachbezüge. 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2012 Leasing- und Beratungskosten, sowie Kosten für Werkzeuge und Kleingeräte enthalten. 7. Finanzergebnis
8. Ertragsteuern
Der Berechnung liegen die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt geltenden oder erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Verbleibende steuerliche Verlustvorträge bestehen zum Ende des Berichtsjahres noch in Höhe von T€ 0. Für die inländischen Steuerberechnungen der laufenden Steuern wurde ein Körperschaftsteuersatz von 15 % (Vorjahr 15 %) zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % (Vorjahr 5,5 %) auf die Körperschaftsteuer sowie ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 14 % verwendet. Daraus ergibt sich ein Gesamtsteuersatz von 29,83 %. Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde unverändert ein Gesamtsteuersatz von 29,83 % (Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie ein Gewerbesteuersatz von 14%) zugrunde gelegt. Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:
9. Immaterielle Vermögenswerte Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den nachfolgenden Anlagespiegel in der Anlage I zum Anhang verwiesen. Im Geschäftsjahr wurden Zugänge aus selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten erfasst. Die Kriterien des IAS 38.57 wurden für das der Aktivierung zu Grunde liegende Entwicklungsprojekt erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2008 erstmalig erfüllt. Die aktivierten Entwicklungskosten werden ab dem 1. Januar 2009 nicht abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2012 wurde der immaterielle Vermögenswert auf eine evtl. bestehende Wertminderungen gem. IAS 36 überprüft. 10. Sachanlagen Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den nachfolgenden Anlagespiegel in der Anlage I zum Anhang verwiesen. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des IFRS 3 und den überarbeiteten Standards IAS 36 ("Impairment of Assets") und IAS 38 ("Intangible Assets") werden zum 1. Januar 2005 Geschäfts- und Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Für diverse Anlagegegenstände bestehen aktivierungspflichtige Finanzierungs-leasingverträge. Sie sind daher im Anlagevermögen unter technischen Anlagen und Maschinen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung zu aktivieren und linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abzuschreiben. Neben den Finanzierungsleasingverträgen wurden auch Mietverträge abgeschlossen, die von ihrem wirtschaftlichen Inhalt her als Operating-Lease-Verträge zu qualifizieren sind, so dass der Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzurechnen ist. Die Operating-Lease-Verträge haben Laufzeiten von drei Jahren. Die Verträge enden in der Regel automatisch nach Ablauf der Vertragslaufzeit, zum Teil bestehen Mietverlängerungsoptionen. Operating-Lease-Verträge werden nicht beim Leasingnehmer (Phiesel GmbH), sondern beim Leasinggeber bilanziert. 11. Vorräte Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
Der Bestand hat sich gegenüber 2011 um T€ 308 erhöht. 12. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die kurzfristig fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt:
Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Wertberichtigung ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 470 gesunken. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in der Regel eine Fälligkeit von bis zu 45 Tagen. Eine Verzinsung besteht nicht. Die Pauschalwertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelte sich aufgrund des gestiegenen Forderungsbestandes wie folgt:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in einem geringen Umfang überfällig. Die vorhandenen Überfälligkeiten sind im Wesentlichen kleiner als 30 Tage. 13. Sonstige Vermögenswerte Die sonstigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
In der Position "Sonstige" sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt ausgewiesen. 14. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt € 25. Es ist voll eingezahlt. Die Kapitalsteuerung verfolgt vorrangig das Ziel, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen. Hierzu gehören die Sicherstellung einer ausreichenden Kapitaldeckung und die Einhaltung von Covenantsvereinbarungen aus Kreditverträgen. Die nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung der Kapitalquoten:
15. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
16. Kurzfristige Rückstellungen
Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich gegenüber 2011 um T€ 79 erhöht. 17. Finanzverbindlichkeiten Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Rahmen von Kreditlinien bei Banken der Gesellschaft. Die insgesamt verfügbaren Kreditlinien beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf T€ 2050. Zum 31. Dezember 2012 waren die Kreditlinien mit T€ 1770 in Anspruch genommen, so dass ein nicht ausgeschöpfter Kreditrahmen von T€ 280 verbleibt. Des Weiteren stehen der Gruppe noch flüssige Mittel in Höhe von T€ 13 zur Verfügung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt zur Tilgung fällig:
Sicherheiten für die Darlehen bestehen im Wesentlichen in Form von Grundschulden auf Grundstücke und Gebäude der einzelnen Gesellschaften sowie bei der Finanzierung von vermieteten Gebäuden in der Abtretung von Mietforderungen. Für die Betriebsmittelkredite wurden überwiegend Blanko-Linien eingeräumt. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements Die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten dienen der Finanzierung der Geschäftstätigkeit. Als finanzielle Vermögenswerte verfügt der Konzern im Wesentlichen über Zahlungsmittel und -äquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Hinsichtlich der Angaben zu den aus den Finanzinstrumenten resultierenden Risikoarten wird auch auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen. Zinsrisiko Das wesentliche Marktrisiko, dem die Phiesel GmbH ausgesetzt ist, ist das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze und resultiert aus den Finanzverbindlichkeiten. Das Zinsänderungsrisiko wird zu großen Teilen durch eine festverzinsliche Finanzierung minimiert. Fremdwährungsrisiko Die Risiken aus den Währungsexposures sind relativ gering. Mehr als 90 % der Zahlungsströme mit Kunden und Lieferanten basieren auf dem EURO bzw. der jeweils gleichen Landeswährung. Währungsschwankungen im üblichen Rahmen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage. Kreditrisiko Zur Minimierung von Kundenausfallrisiken erfolgen ein konsequentes Forderungsmanagement und eine regelmäßige, intensive Beobachtung des Zahlungsverhaltens und der Forderungsbestände. Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten, wie liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Liquiditätsrisiko Das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses wird mittels Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung der Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte (z.B. Forderungen) sowie erwarteter Cashflows aus der Geschäftstätigkeit überwacht. Das Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch bei Bedarf verfügbare Kontokorrentkredite und Darlehen zu wahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben kurzfristigen Charakter und sind im Wesentlichen innerhalb von 45 Tagen zur Zahlung fällig. Haftungsrisiko Die Gesellschaft hat für eine Maschinenfinanzierung einer Tochtergesellschaft gegenüber der Sparkasse Elbe-Elster zum 31.12.2012 eine Bürgschaft in Höhe von T€ 775 gewährt. Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente Der Buchwert der Finanzinstrumente stellt eine vernünftige Annäherung an den beizulegenden Zeitwert dar, deshalb wird der beizulegende Zeitwert nicht angegeben. Die aktiven finanziellen Vermögenswerte sind der Kategorie Kredite und Forderungen ("Loans and receivables") und die passiven Finanzverbindlichkeiten sind der Kategorie finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten ("financial liabilities measured at amortised cost") zugeordnet. Diese Zuordnung gilt auch für die hieraus resultierenden Zinserträge und -aufwendungen. Sicherungsbeziehungen Die Phiesel GmbH hat zur Refinanzierung von Betriebsmitteln zinsbindungskongruent variabel verzinsliche Darlehen bei Kreditinstituten in Anspruch genommen. Mit dem parallelen Abschluss von Zinsswaps werden diese Kreditaufnahmen in festverzinsliche Darlehen umgewandelt. Der sich zum Bilanzstichtag ergebene negative Marktwert der Zinsabsicherung ist aufgrund Vorliegens von Bewertungseinheiten nicht zu passivieren. Weiterhin wurden zur Absicherung eines Kontokorrentkredites Zinsswaps abgeschlossen. Mit dem Abschluss von Zinsswaps wird diese Kreditaufnahmen in einen festverzinslichen Kontokorrentkredit umgewandelt. Der sich zum Bilanzstichtag ergebene negative Marktwert der Zinsabsicherung ist aufgrund Vorliegens von Bewertungseinheiten nicht zu passivieren. 18. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um T€ 259 auf T€ 474 gesunken. 19. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Posten:
20. Mitarbeiterzahlen Im Durchschnitt des Jahres 2012 bzw. 2011 betrug die Anzahl der Mitarbeiter:
21. Honorar des Abschlussprüfers Es wurde im Geschäftsjahr eine Rückstellung in Höhe von T€ 26 gebildet, welche ausschließlich Leistungen der Abschlussprüfung betrifft. 22. Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft sind:
23. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss haben, liegen nicht vor.
Bad Münstereifel-Wald, den 22. Mai 2013 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Phiesel GmbH, Bad Münstereifel Wir haben den von der Phiesel GmbH, Bad Münstereifel, aufgestellten Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss und den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bonn, den 17. Juni 2013 ACT
Audit GmbH
gez. (Dr. Heribert Warken) -Wirtschaftsprüfer- Bilanz nach den Vorschriften des IFRS zum 31.12.2012Vermögen
Entwicklung des Eigenkapitals nach den Vorschriften des IFRS für die Zeit vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2012
Anlagenspiegel nach den Vorschriften des IFRS für 2012
Ergebnisverwendungsvorschlag der GeschäftsleitungErgebnisverwendungsbeschluss vom 02.12.2013 (Auszug)Die Gesellschafterversammlung der Phiesel GmbH stellt den vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 fest, billigt den Lagebericht und folgt dem Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Bilanzverlustes. Der Jahresfehlbetrag 2012 in Höhe von 1.585,38 € wird in das Geschäftsjahr 2013 vorgetragen. Gewinn- und Verlustrechnung nach den Vorschriften des IFRS für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
Kapitalflussrechnung nach den Vorschriften des IFRS für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012der Phiesel GmbHDie seit 2007 bestehende Phiesel GmbH ging aufgrund von Gesellschafterwechsel aus der bereits über 30 Jahren bestehenden Phiesel GmbH hervor. Sie ist eine mit modernen Maschinen ausgestattete Dreherei mit Sitz in Bad Münstereifel (Eifel/NRW). Wir fertigen Präzisionsdrehteile aus Stahl, Edelstahl, Messing und Aluminium, welche überwiegend ihren Einsatz in der Automobilindustrie, im Bereich Lüfterelemente, Antriebs- und Pumpenteile, bei Armaturen und im Getriebebau finden. Hierbei werden Kundenaufträge von der Kleinserie auf CNC-Maschinen bis zum Großauftrag auf konventionell- oder CNC-gesteuerten Mehrspindeldrehautomaten inklusive deren Nachbearbeitung mit zusätzlichen Operationen und/oder Oberflächenbehandlung gefertigt. I. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Nach dem starken konjunkturellen Einbruch der Weltwirtschaft, der 2009 in Deutschland zu einem im globalen Vergleich überproportionalen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von rd. 5% führte, gelang danach eine schnelle Erholung. Im Quervergleich zu anderen westlichen Industrienationen verbuchte Deutschland eine besonders schnelle Aufholjagd, die sich in den Jahren 2010 und 2011 in Wachstumsraten von über 3% niederschlug. Auch mittelfristig wird sich Deutschland im Quervergleich zu anderen Industriestaaten nach Angaben von IMF, Statistischem Bundesamt und weiteren führenden Wirtschaftsinstituten gut entwickeln. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von dem Erstarken der Automobilindustrie und den Exporterfolgen des deutschen Maschinenbaus sowie anderer wichtiger Schlüsselbranchen. 2012 war aber gekennzeichnet durch die Euro-Krise und das Wachstum in Deutschland ging auf 0,7 % zurück. Die Automobilindustrie in Europa schwächelt und auch auf dem immer noch sehr stark wachsenden chinesischen Markt sind die Wachstumsraten geringer geworden. Davon sind naturgemäß auch die Metallverarbeitungsbetriebe in Deutschland und Europa beeinflusst. Trotzdem sehen die Absatzchancen der deutschen metallverarbeitenden Industrie weiterhin gut aus, wenn auch Abstriche zu machen sind. Weitere negative Beeinflussung wird durch die steigenden Energiekosten und die mit Sicherheit anstehenden größeren Lohnsteigerungen gesehen. Das hohe technologische Know-How, die enge Verbindungen zu Kunden mit der Möglichkeit individueller Problemlösungen, verbunden mit hohen Exporterfolgen, insbesondere bedingt durch international konkurrenzfähige Preise aufgrund geringer Lohnsteigerungen der Vorjahre, brachten den Firmen positive Zukunftschancen, die nun etwas geringer eingestuft werden müssen. Hierbei werden sich die Hersteller von Metallverarbeitungsprodukten in 2013 auf stark schwankende Vormaterialkosten einstellen müssen, bedingt durch eine anstehende Rezession in Europa und außerdem durch das Auf und Ab des Euro-Kurses zum Dollar. Dennoch sind die branchenbedingten Rahmenbedingungen heute noch als positiv für ein langfristiges Wachstum der Branche zu sehen. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung In 2010 wurde eine Umsatz von 9,9 Mio. € erreicht, was einer Steigerung zu 2009 um rund 46% entspricht. In 2011 konnte der Umsatz auf ca. 10,4 Mio. € weiter gesteigert werden. In 2012 herrschte gerade für die europäischen Automobilhersteller mit Ausnahme der deutschen Hersteller VW, Audi, Porsche, Mercedes und BMW Rezession auf dem Automobilmarkt, so dass wir, wie im letzten Lagebericht eingeschätzt für 2012 einen Umsatz von 9,44 Mio. € erwirtschafteten. In 2013 wird der Umsatz aufgrund der Rezession am Automobilmarkt noch einmal deutlich sinken, aber auch durch die Bearbeitung neuer Aufträge im reinen Lohnbereich, in dem das Material beigestellt wird. Kaltfließpressteile werden immer stärker in automotiver Produktion eingesetzt. Diesen Trend vor Jahren erkennend wurden flexible Zufuhrsysteme zusammen mit Hochschulen entwickelt und Rundtaktmaschinen aufgebaut, so dass wir heute ein zunehmendes Auftragsvolumen in diesem Bereich verzeichnen können und somit bei fallenden Umsätzen mit gleichem bis leicht zu steigerndem Rohertrag rechnen können. Aufgrund der neu akquirierten Großserienaufträge mit SOP ab 2014 wird der Umsatz ab 2014 wieder kontinuierlich steigen und die 3-schichtige Vollauslastung des Betriebes gegeben sein, wenn keine sich erhöhende, ggf. durch $- oder €-Krise getriebene Rezession auf den Märkten eintritt. Gerade die Gefahr der €-Krise wächst stetig. 3. Geschäftsergebnis Die Gesamtleistung der Phiesel GmbH betrug 2012 ca. 9,44 Mio. € und damit ca. 10% niedriger als 2011. Der EBIT verbesserte sich auf rund 381 T€ und der EBITDA lag bei ca. 654 T€. Beide Kennwerte lagen damit, wie erwartet, deutlich über den Werten von 2011. Ein maßgeblicher Grund für die schlechten Ergebnisse in 2011 waren dolose Handlungen innerhalb des Unternehmens, indem Großserienaufträge mit einem Systemlieferanten abgeschlossen wurden, welche einerseits erhebliche Kapazitäten bei sehr niedrigen Deckungsbeiträgen gebunden hatte. Erst Anfang 2012 konnte dies aufgedeckt und entsprechend zeitnah geändert werden, trotzdem hatten diese Vorgänge noch maßgeblichen Einfluss auf das Geschäftsjahr 2012. Ohne diese negativen Implikationen wäre 2012 ein besseres Geschäftsergebnis erzielt worden. 4. Produktion Die Kapazitäten der Gesellschaft wurden im vergangenen Jahr sehr stark ausgelastet. So wurde unterjährig im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet, um den vorhandenen Auftragsbestand abarbeiten zu können. Die Auslastung lag hierbei im Durchschnitt über das Jahr verteilt bei ca. 85 %. Die Phiesel GmbH stellt Präzisionsdreh- und -frästeile aus Messing, Stahl, Edelstahl und Aluminiumlegierungen her, überwiegend bis 42 mm Durchmesser in Mittel- und Großserien, von 43 bis 65 mm Durchmesser in Klein- und Mittelserien, darüber bis rund 200 mm nur in geringen Stückzahlen. Mit dieser Dienstleistung muss sich die Phiesel GmbH einer weltweiten Konkurrenz stellen. Da die Drehteile relativ günstig im Transport sind, sind zur Auftragsakquisition die Preise der weniger lohnintensiven Länder zu unterbieten. Trotz der durch moderate Lohnabschlüsse der vergangenen Jahre international verbesserten Wettbewerbssituation deutscher Unternehmen, kann nur durch eine effiziente Gestaltung der Unternehmensprozesse und einer flexibel einsetzbaren Automatisierungstechnik dieses Ziel erreicht werden. 5. Beschaffung Die Phiesel GmbH verarbeitet überwiegend 3 m-Stangenmaterial unterschiedlicher Durchmesser aus Messing, Stahl, Edelstahl und Aluminium. Der Messingpreis (Diehl-Notierungen) lag im Januar 2011 bei rd. 6,10 €/kg, fiel bis Mai 2011 auf etwa 5,00 €/kg, stieg dann bis Juli wieder auf 5,70 €/kg, im Oktober 2011 erreichte die Notierung ihren Tiefpunkt bei 4,70 €/kg und stieg dann Ende des Jahres wieder auf 5,00 €/kg. Diese Berg- und Talfahrt setzte sich auch in 2012 fort. Im Januar 2012 stieg der Preis bis 5,50 €/kg und erreichte im April mit knapp über 5,70 €/kg den Jahreshöchstwert und fiel dann bis Jahresende auf unter 4,90 €/kg. In 2013 kletterte er kontinuierlich wieder bis Mai auf rund 5,00 €/kg. Die Unsicherheit der Märkte ist nach wie vor deutlich erkennbar. Der Stahlpreis für Rohstahl-Cash byer fiel von Mai 2012 bis Mai 2013 von 692 €/t auf 584 €/t, was ebenfalls auf Rezessionsängste schließen lässt (www.stahl-kompakt.de). Die Legierungszuschläge von Edelstählen gemäß den Veröffentlichungen deutscher Erzeuger und Händler lagen je nach Edelstahllegierung im Januar 2011 zwischen 0,57 €/kg und 7,88 €/kg und stiegen bis März auf Werte zwischen 0,57 €/kg und 8,86 €/kg. Danach fielen die Zuschläge kontinuierlich bis Dezember auf Werte zwischen 0,51 €/kg und 5,71 €/kg. Im Januar 2012 lagen sie zwischen 0,55 und 5,75 €/kg, Juni 2012 lagen die Werte minimal höher zwischen 0,58 €/kg und 5,98 €/kg, ab Dezember 2012 mit Werten zwischen 0,48 und 4.89 €/kg blieben die Werte recht stabil bis Mai 2013 mit 0,52 bis 4,86 €/kg Für die Aluminiumpreise und deren Entwicklung werden die Notierungen des London Metal Exchange kurz LME weltweit zugrunde gelegt. Der LME stand Anfang Januar 2012 bei 1,56 €/kg und stieg im Juli auf Höchstwerte um 1,77 €/kg und fiel dann wieder bis Jahresende auf 1,57 €/kg. Anfang 2013 stieg der LME leicht auf 1,65 €/kg, um dann bis Mai 2012 auf 1,44 €/kg zu fallen. Der aktuelle Preisverfall der 4 Rohstoffe bei gleichzeitig aktuellem Kursabrutsch im Mai 2013 des Euros gegenüber dem Dollar zeigt die tatsächlich zunehmende Unsicherheit der Weltwirtschaft im 2. Halbjahr des vergangenen Jahres 2012, die sich ungemindert im 1. Halbjahr 2013 fortsetzt. 6. Investitionen Nach dem in 2011 in Deutschland anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung wurde eine weitere Teilereinigungsanlage angeschafft, die im 2-Kammersystem mit modifizierten Alkoholen arbeitet. Eine Erweiterungsinvestition im Lagerbereich soll nach Fertigstellung einer Hallenerweiterung durchgeführt werden. Aufgrund der akuten Euro-Problematik und Zinsentwicklung sollte aber erst Ende 2012 über die Durchführung entschieden werden. Die Entscheidung für Investitionen in 2013 werden bis Ende Juli 2013 getroffen. Der Hallenbau wird verschoben, in Automatisierung der Fertigung soll investiert werden. 7. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Phiesel GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. So wurde die Leasingrestschuld in 2012 weiter deutlich gesenkt und die aus dem Leasing auslaufenden Maschinen gekauft. Hierdurch ist die monatliche Leasingbelastung deutlich gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Banken wurden gemäß Tilgungsplan gesenkt. Zur Absicherung des niedrigen Zinsniveaus wurden mit Laufzeit bis Anfang 2012 Versicherungen abgeschlossen. Die durchgeführten Investitionen wurden geleast. Eine längerfristige Absicherung des Zinsniveaus wurde im Juli 2012 durchgeführt. 8. Personal- und Sozialbereich Durch den Aufschwung in 2010 und 2011 wurde vorsichtig die Personalkapazität aufgestockt. Es wurden weitere Auszubildende eingestellt. Alle Auszubildenden, die ihren Abschluss in 2011 machten, wurden in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Da qualifiziertes Fachpersonal mittlerweile sehr selten zu finden ist, plant die Phiesel GmbH verstärkt den Aufbau von eigenem Fachpersonal "von der Pike" auf. Aufgrund des demografischen Wandels ist es absehbar, dass es auch im ländlichen Raum, in dem die Phiesel GmbH angesiedelt ist, schwieriger wird Auszubildende und jüngere Mitarbeiter zu gewinnen. Daher trat die Gesellschaft dem vom Landrat des Kreises Euskirchen, ins Leben gerufenen Wirtschaftsforum "Der demografische Wandel" bei. Durch gezieltes Einladen von Schulklassen, die Zurverfügungstellung von Praktikumsplätzen, Vergabe von Studien-, Diplom- und Bachelorarbeiten über die FH-Aachen und Unternehmensdarstellungen in Broschüren wie dem "Technologieatlas Eifel" ist die Phiesel GmbH bemüht, junge Mitarbeiter und Auszubildende zu interessieren und zu gewinnen. Auch die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit wurde erfolgreich intensiviert. Im 2. Halbjahr 2012 wurde aufgrund der Rezession in der Automobilindustrie auf alle Leihkräfte verzichtet und es soll zukünftig nur noch in geringerem Maße auf Leihkräfte zugegriffen werden. Neue Ausbildungsverträge wurden abgeschlossen und für 2013 neue Auszubildende gesucht und gefunden. 9. Umweltschutz Die Phiesel GmbH legt großen Wert auf den praktischen Umweltschutz. Alle eingekauften Rohmaterialien und Betriebsstoffe werden auf Ihre Umweltverträglichkeit geprüft. Die Phiesel GmbH kauft nur von zertifizierten Lieferanten. Das Gesamtziel der Phiesel GmbH im Umweltschutz ist, die Ressourcenschonung durch Einsparung, Wiederverwertung und Kreislaufschließung im Sinne eines produktionsintegrierten Umweltschutzes. Alle anfallenden Späne werden sortenrein den Schmelzen wieder zugeführt. Alle den Spänen anhaftenden Öle oder Emulsionen werden mechanisch abgetrennt und ebenfalls recycelt. Für die Verpackung der Ware werden überwiegend Mehrwegsysteme eingesetzt. II. DARSTELLUNG DER LAGE Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt: Das Bruttovermögen verringerte sich leicht von TEUR 6.667 auf TEUR 6.040. Hierbei erhöhte sich die Umlaufintensität von 59,8% auf 63,0% bei gleichzeitiger Veränderung der Anlageintensität von 36,8% (2011) auf 37,6% im aktuellen Geschäftsjahr. Die Eigenkapitalquote liegt bei 16,7 % im aktuellen Geschäftsjahr. Die Gesellschaft konnte jedoch jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen und verfügt über genügend stille Reserven. Allen Tilgungsverpflichtungen wurde zeitgerecht nachgekommen. III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 1. Risiken der Künftigen Unternehmensentwicklung Umfeld- und Branchenrisiken Im Hinblick auf den Geschäftsverlauf der letzten Jahre ist auch weiterhin ein elementarer Einfluss der weltweiten Konjunkturentwicklung, bzw. der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Schwankungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft zu erwarten. Hierbei kann nicht abschließend abgesehen werden, welchen Einfluss die aktuellen finanziellen weltwirtschaftlichen Bewegungen für Auswirkungen zeigen werden. Unternehmensstrategische Risiken Unternehmensstrategische Risiken, wie etwa aus mangelnder Auslastung vorhandener Produktionskapazitäten sowie mögliche resultierende finanzielle Belastungen, die vom Unternehmen getragen werden müssen, sind derzeit nicht ersichtlich. Wann und inwieweit die konjunkturelle Entwicklung sich im Zeitablauf auch mittelbar auf die Gesellschaftsentwicklung auswirken können, kann jedoch nicht abgesehen werden. Leistungswirtschaftliche Risiken Leistungswirtschaftliche Risiken können sich insbesondere im Warenbezug ergeben. Die Entwicklung der Rohstoffmärkte kann sich zulasten des Betriebsergebnisses entwickeln. Weiterhin können sich auch Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen ergeben, sofern das Material in fremder Währung eingekauft wird. Ebenso können kundenbezogene Investitionsentscheidungen Risiken beinhalten, welche zu einer Belastung des Ergebnisses führen und die Finanzlage des Unternehmens gegebenenfalls negativ beeinflussen. Eine langfristige Planung ist nur dann möglich, wenn langfristige Kontrakte abgeschlossen werden können. Verbilligt sich der Rohstoff, sind dem Kunden aber entsprechende Nachlässe zu geben. Alle Rahmenverträge über längere Laufzeit müssen daher zwingend Materialgleitklauseln enthalten. Aber auch Betriebsmittel wie Schmierstoffe, Heizöl und die Energiekosten klettern weiter zu neuen Rekordwerten. Nur durch Langzeitverträge mit Preisbindung kann die Phiesel GmbH für Stabilität im eigenen Hause und damit für Preisstabilität gegenüber dem Kunden sorgen. Konzepte zur Energieeffizienz werden erarbeitet und Recyclingprozesse für die Kühl- und Schmierstoffe entwickelt. Personalrisiken Zudem können personelle Risiken entstehen, indem Mitarbeiter des Managements dem Unternehmen nicht mehr zur Verfügung stehen und diese kurzfristig nicht substituiert werden können. Weiterhin können ertragswirtschaftliche Risiken dadurch entstehen, dass dem derzeit starken Wachstum personalseitig nicht begegnet werden kann. Informationstechnische Risiken Die Einführung eines neuen unternehmensweiten Softwareprogramms ist abgeschlossen und es kann zurzeit kein Implementationsrisiko mehr entstehen. Finanzielle Risiken Das Unternehmen ist hinsichtlich seiner Geschäftstätigkeit stark fremdfinanziert. Hieraus resultiert das Risiko, dass, sofern die Finanzierungspartner der Gesellschaft keinen geschäftlichen Spielraum lassen, das Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten kommen kann und notwendige und sinnvolle Investitionen nicht tätigen kann. Weitere Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht ersichtlich. 2. Chancen für die künftige Unternehmensentwicklung und Prognosebericht Die Chancen der Phiesel GmbH sind als gut einzustufen. Durch die mit den Hochschulen durchgeführten Entwicklungen zur Optimierung der Prozessketten und die Entwicklungen zur flexiblen Automatisierung führt sukzessive zu einer immer effizienteren Produktion, so dass sich die Phiesel GmbH im Markt gut behaupten kann. Die zu erwartenden Ergebnisse aus den Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz lassen hoffen, dass die Preissteigerungen der elektrischen Energie zumindest kompensiert werden können. Für 2013 stehen die Zeichen auf Stagnation für die deutschen Automobilhersteller, was trotz des immer noch, aber langsamer aufstrebenden asiatischen Markt erkannt werden muss. Von dieser Stagnation ist auch die deutsche Wirtschaft betroffen. Auch die mittelständischen Automobilzulieferanten orientieren sich über ihre Konzernkunden immer mehr in Richtung des asiatischen Marktes. Sorgenkind ist der europäische Binnenmarkt. 2013 wird der Automobilabsatz in Europa aufgrund der Schuldenkrise in mehreren europäischen Ländern wie Griechenland, Italien, Spanien und Portugal erheblich absinken. Hersteller von Produktionsmitteln haben gegen Ende 2012 Umsatzrückgänge innerhalb Europas zu verzeichnen gehabt. Da auch diese Industrie in erheblichem Maße Drehteile benötigt, war ein Umsatzrückgang für Drehereien ab Mitte 2012 prognostiziert, der sich auch im 1. Halbjahr 2013 fortsetzen wird. Im 2. Halbjahr 2013 könnte es wieder zu einer leichten Produktionssteigerung kommen. Durch konsequente Optimierung der Materialströme und der Lagerhaltung erhöht die Phiesel GmbH sukzessive den Lagerumschlag pro Zeiteinheit. Durch Energieeffizienzsteigerung und sortenreine Metallwiederverwertung wirkt Phiesel den Preissteigerungen entgegen und verhindert somit die ansonsten notwendige weitere Aufstockung des teuren Umlaufvermögens. Neue Aufträge mit SOP im 2. Halbjahr 2013 und in 2014 bis 2016 konnten akquiriert werden, so dass davon ausgegangen werden kann, dass nach einem Rückgang im 1.Halbjahr 2013 ein stetiges Wachstum der Phiesel GmbH ab dem 2. Halbjahr 2013 stattfinden kann. In 2013 wird der Umsatz auf unter 8 Mio. € sinken, wobei eine Steigerung des Gewinns durch die reinen Lohnaufträge absehbar ist. Weitere Aufträge auch im nicht automotiven Markt konnten gewonnen werden, so dass 2013 der Anteil des automotiven Umsatzes am Gesamtumsatz etwas zurückgehen wird. IV. Sonstige Angaben Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. V. Forschung und Entwicklung Zur Energieeinsparung wird ein Forschungsprojekt mit der RWTH-Aachen durchgeführt, deren Ergebnisse innerhalb der nächsten 5 Jahre auch anderen metallverarbeitenden Betrieben zugänglich gemacht werden. Die aufwändige elektrische Kühlung der Drehautomaten wird durch ein neues energieeffizientes System abgelöst werden. Weiterhin gibt es einige Entwicklungsprojekte im Automatisierungsbereich. Hierzu arbeitet die Phiesel GmbH sehr eng mit Instituten der benachbarten Fachhochschule Aachen und der RWTH-Aachen zusammen. Über kameragesteuerte Roboter wird Schüttgut in eine erste Ordnung gebracht und damit der automatisierten Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt.
Bad Münstereifel, den 22.05.2013 Die Geschäftsführung Sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.12.2013 festgestellt. |
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