Sartorius Stedim North America Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten G. Müller seit 10.9.2025 | Prokura |
Stefan Ernst seit 25.2.2025 | Geschäftsführer |
Christian Schnurbusch seit 1.4.2022 | Prokura |
Michaela Pischke seit 8.3.2022 | Geschäftsführer |
William Peer Brauer seit 25.1.2019 | Prokura |
Katrin Sebastian seit 16.3.2017 | Prokura |
Jens Michael Artelt seit 9.5.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sartorius Stedim Biotech S.A. | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Sartorius Stedim F & B GmbHAufgelöst | 100.00% |
Sartorius Stedim Plastics GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sartorius Stedim Biotech GmbHGöttingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gegenstand des Unternehmens Die Sartorius Stedim Biotech GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten und Technologien für die Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen auf biologischer Basis, sogenannter Biopharmazeutika. Sie ist wesentlicher Bestandteil des Sartorius Stedim Biotech Konzerns, dessen französische Muttergesellschaft die Sartorius Stedim Biotech S.A. ist. Im Rahmen seiner Lösungsanbieter-Strategie bietet der Sartorius Stedim Biotech Konzern der biopharmazeutischen Industrie ein Produktportfolio, das nahezu alle Prozessschritte ihrer Produktion abdeckt. Mit seinen Produkten adressiert der Konzern einen attraktiven Markt, der durch eine hohe Wachstumsdynamik und langfristige Trends gekennzeichnet ist. Die Sartorius Stedim Biotech GmbH hält einen wesentlichen Anteil der Beteiligungen des Sartorius Stedim Biotech Konzerns. Finanzielle Steuerung und Leistungsindikatoren Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Profitabilität ist die bereinigte EBITDA-Marge, der das um Sondereffekte bereinigte EBITDA ("underling EBITDA") zugrunde liegt. Das EBITDA wird auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt. Eine weitere wesentliche Ertragskennziffer der Sartorius Stedim Biotech GmbH ist der Umsatz. Gesamtwirtschaftliches und branchenspezifisches Umfeld Die Branchen, in denen der Sartorius Stedim Biotech Konzern tätig ist, sind in unterschiedlichem Maß von der Konjunktur abhängig. Der Sartorius Stedim Biotech Konzern und die Sartorius Stedim Biotech GmbH sind in einem Umfeld tätig, das weitestgehend unabhängig von volkswirtschaftlichen Schwankungen ist. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft hat sich 2023 weiter abgeschwächt, wobei die Entwicklung regional unterschiedlich verlief. So war die Abschwächung in den Industrieländern und hier vor allem im Euroraum stärker ausgeprägt als in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Nach Schätzungen des IWF stieg das globale Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr um 3,0 % (2022: +3,5 %), wobei die Konjunktur in den Industrieländern um 1,5 % zulegte (2022: +2,6 %) und das Plus in den Schwellen- und Entwicklungsländern bei 4,0 % (2022: +4,1 %) lag. Branchenspezifisches Umfeld Zu den wichtigsten Kundengruppen des Sartorius Konzerns zählen die biopharmazeutische und pharmazeutische Industrie sowie öffentliche Forschungseinrichtungen. Auch Labore zur Qualitätssicherung aus der Chemie- und Nahrungsmittelbranche gehören zu den Kunden des Sartorius Konzerns. Von den Entwicklungen in diesen Branchen gehen entsprechend Impulse für die Geschäftsentwicklung des Sartorius Konzerns aus. Nachdem der weltweite Pharmamarkt in den Vorjahren kontinuierlich und teilweise stark zulegen konnte, stagnierte das Wachstum 2023 nach Angaben von EvaluatePharma. Auch die Umsätze mit biopharmazeutischen Medikamenten, die innerhalb des Pharmamarktes üblicherweise überdurchschnittlich wachsen, blieben im Jahresvergleich konstant bei rund 436 Mrd. US-Dollar. Ursächlich für diese Entwicklung waren hauptsächlich geringere Umsätze mit Coronavirus-Impfstoffen und -Therapeutika, die sich von zuvor rund 100 Mrd. US-Dollar im Berichtsjahr mehr als halbierten. Der Biopharmaanteil am gesamten Pharmamarkt lag unverändert bei rund 39 %. Die führenden Hersteller von Bioprozesstechnologie verzeichneten 2023 rückläufige Umsätze und senkten ihre zu Jahresbeginn kommunizierten Wachstumserwartungen unterjährig mehrfach. Die Einflussfaktoren waren temporärer Natur, insbesondere das deutlich rückläufige coronabezogene Sondergeschäft sowie der Abbau von erhöhten Lagerbeständen auf Kundenseite. Zudem waren die Produktionsniveaus bei einigen Biopharmaunternehmen relativ niedrig und die Investitionstätigkeit nach mehreren Jahren intensiver Kapazitätserweiterungen insgesamt gedämpft. Gegen Ende des dritten Quartals belebte sich die Auftragslage bei einigen Unternehmen wieder und für 2024 wird eine schrittweise Verbesserung der Geschäftssituation erwartet. Grundsätzlich hängt das Wachstum des Biopharmamarktes stärker von mittel- und langfristigen Trends als von kurzfristigen wirtschaftlichen Entwicklungen ab. Wesentliche Impulse gehen dabei von der weltweit steigenden Nachfrage nach Medikamenten sowie der Zulassung und Markteinführung innovativer Biopharmazeutika aus. Auch die Erweiterung der Indikationsgebiete für bereits zugelassene Präparate und deren weitere Marktdurchdringung sind Wachstumsfaktoren. Im Berichtsjahr lag die Zahl an biopharmazeutischen Neuzulassungen durch die amerikanische Zulassungsbehörde FDA mit 42 (Vorjahr: 31) auf einem weiterhin hohen Niveau. Die steigende Bedeutung und Akzeptanz biopharmazeutischer Wirkstoffe spiegeln sich neben einem wachsenden Umsatzanteil am Weltpharmamarkt auch in den Entwicklungsaktivitäten der Pharmaindustrie wider. So liegt der Anteil biopharmazeutischer Präparate in der F&E-Pipeline bei rund 45 %. Eine steigende Zahl biotechnologisch hergestellter Wirkstoffe wird für die Behandlung seltener, bislang nicht behandelbarer Erkrankungen zugelassen. Dabei konzentriert sich die Pharmaindustrie verstärkt auf neuartige Therapieformen wie Zell- und Gentherapien oder biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte. 2023 belief sich die Zahl klinischer Studien mit derartigen Behandlungsansätzen auf über 1.600, sodass dieser Bereich mittel- bis langfristig ein signifikantes Wachstumspotenzial bietet. Die steigende Zahl zugelassener Biopharmazeutika sowie die größer werdende Vielfalt an Therapieformen und Wirkstoffklassen bei einer zugleich wachsenden Medikamentennachfrage sind die zentralen Treiber für den weltweiten Ausbau der Biopharma-Produktionskapazitäten. Auch Biosimilars, also Nachahmerprodukte von Biopharmazeutika, deren Patentschutz ausgelaufen ist, spielen eine zunehmend wichtige Rolle für den Biotechnologiemarkt. Das Umsatzvolumen war 2023 nach Marktstudien mit schätzungsweise 29 Mrd. US-Dollar noch überschaubar, wächst innerhalb des Biopharmamarktes aber mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. Der Markt dürfte aufgrund des Auslaufens mehrerer Patente für umsatzstarke Biopharmazeutika sowie einer steigenden Zahl an Biosimilar-Neuzulassungen und Markteinführungen in den kommenden Jahren weiter stark zulegen. Vor allem in den USA, wo die Entwicklung aufgrund regulatorischer, patentrechtlicher und vermarktungsseitiger Herausforderungen bislang vergleichsweise langsam verlief, sollte sich die Marktdurchdringung in den nächsten Jahren deutlich beschleunigen. Global wird bis zum Jahr 2028 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von circa 15 % gerechnet. Wettbewerbsposition Das Wettbewerbsumfeld ist durch relativ hohe Markteintrittsbarrieren geprägt, die sich unter anderem aus der starken Regulierung der Biopharmaindustrie sowie der technologischen Komplexität ergeben. Sartorius ist in diesem Umfeld als Lösungsanbieter für zentrale Prozessschritte in der biopharmazeutischen Produktion und der vorgelagerten Prozessentwicklung positioniert. Sartorius nimmt eine führende Stellung in wesentlichen Schlüsseltechnologien ein, insbesondere in den Bereichen Bioreaktoren, Filtration sowie Flüssigkeitentransport und -lagerung. Die Hauptwettbewerber sind bestimmte Geschäftsbereiche der Unternehmen Danaher Corporation, Merck KGaA und Thermo Fisher Scientific Inc. Geschäftsentwicklung Nach dem pandemiebedingt außergewöhnlich hohen Wachstum in den Jahren 2020 bis 2022 verzeichnete die Sartorius Stedim Biotech GmbH im Berichtsjahr erwartungsgemäß eine schwächere Kundennachfrage. Vor allem der nach Pandemieende länger und ausgeprägter als ursprünglich erwartet andauernde Lagerbestandsabbau auf Kundenseite beeinflusste die Geschäftsentwicklung und führte zu einer rückläufigen Umsatz- und Ertragsentwicklung. Umsatz Der Umsatz als eine wesentliche Ertragskennziffer verringerte sich im Jahr 2023 um 451,3 Mio. € auf 1.167,8 Mio. € (i. Vj. 1.619,1 Mio. €), dies entspricht einer Abnahme von 27,9 %. Damit hat sich, nach den hohen Wachstumsraten der Jahre 2020 bis 2022, die Nachfrage im Jahr 2023 wieder normalisiert. Wesentlicher Geschäftstreiber war dabei, wie im Vorjahr, das Geschäft mit Einwegprodukten. Die ursprüngliche Umsatzprognose für das Jahr 2023 konnte aufgrund einer schneller eingetretenen Normalisierung des Nachfrageverhaltens nicht erreicht werden. Der Anteil des mit verbundenen Unternehmen erzielten Umsatzes beträgt 57,4 % am Gesamtumsatz (i. Vj. 59,1 %). Angesichts der Nachfragenormalisierung und einer pandemiebedingt hohen Vorjahresbasis sanken die Umsätze 2023 in allen Regionen. So verzeichnete die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) mit einem Umsatzanteil von rund 66,7 % als umsatzstärkste Region einen Rückgang von 17,2 % auf 778,9 Mio. € (i. Vj. 941,0 Mio. €). Die Region Asien, die rund 15 % des Umsatzes ausmacht, erzielte einen Rückgang von 50,1 % auf 178,7 Mio. € (i. Vj. 357,8 Mio. €). Etwa 18 % des Umsatzes entfielen auf die Region Amerika, die einen Rückgang von 34,4 % auf 210,2 Mio. € (i. Vj. 320,3 Mio. €) aufweist. Kosten- und Ergebnisentwicklung Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 402,3 Mio. € (i. Vj. 556,1 Mio. €) erzielt. Der Materialaufwand verringerte sich dabei proportional zur Umsatzreduzierungum 166,4 Mio. € auf 488,1 Mio. € (i. Vj. 654,4 Mio. €). Das Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen verringerte sich um 23,7 Mio. € auf 19,4 Mio. € (i. Vj. 43,0 Mio. €). Der Personalaufwand erhöhte sich trotz reduzierter Mitarbeiterzahl aufgrund von Entgeltanpassungen sowie Kosten im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen auf 208,7 Mio. € (i. Vj. 205,6 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind bei höheren Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen im Wesentlichen aufgrund geringerer Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, geringerer Aufwendungen für Fremdleistungen und geringeren Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen auf 350,6 Mio.€ (i. Vj. 400,2 Mio. €) gesunken. Die Erträge aus Beteiligungen, bei denen es sich in voller Höhe um Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften handelt, sind auf 247,5 Mio. € (i. Vj. 129,8 Mio. €) gestiegen. Das negative Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von 8,2 Mio. € auf 76,1 Mio. € um 67,9 Mio. € verschlechtert. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich gegenüber dem Vorjahr um 117,6 Mio. € verringert und betragen 34,3 Mio. € (i. Vj. 152,0 Mio. €). Entwicklung des bereinigten Ergebnisses Die Sartorius Stedim Biotech GmbH verwendet als zentrale Ertragskennziffer die underlying EBITDA.Marge, der das um Sondereffekte bereinigte EBITDA ("underlying EBITDA") zugrunde liegt. Das underlying EBITDA auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt sich wie folgt:
Das underlying EBITDA nach HGB beläuft sich für das Berichtsjahr auf 202,7 Mio. € (i. Vj. 424,0 Mio. €) Für die Ermittlung der weiteren Kennzahlen wird das EBITDA nach IFRS verwendet, da dieses für die Steuerung der Gesellschaft maßgeblich ist. Das underlying EBITDA im Berichtsjahr reduzierte sich um 258,3 Mio. € auf 219,7 Mio. € (i. Vj. 478,0 Mio. €). Die underlying EBITDA-Marge, welche die Umsatzerlöse der Gesellschaft in das Verhältnis zum underlying EBITDA setzt, reduzierte sich um 10,4 %-Punkte auf 20 % (i. Vj. 30,4 %). Damit wurde die Vorjahresprognose einer Marge auf dem Niveau des Vorjahres nicht erreicht. Bereinigt um die Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, aktivierten Entwicklungskosten nach IFRS, Ergebnisabführungen und Dividendenerträgen, inklusive Sondereffekten von 40,4 Mio. € (i. Vj. 18,9 Mio. €) sowie Abschreibungen belief sich das EBIT der Sartorius Stedim Biotech GmbH auf 402,3 Mio. € (i. Vj. 556,1 Mio. €). Die Sondereffekte umfassen im Wesentlichen Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Akquisitionen, Strukturmaßnahmen (z. B. Restrukturierungen, größere Konzernprojekte) sowie andere nicht-operative Aufwendungen und Erträge. Als Berechnungsbasis für die underlying EBITDA-Marge werden die nach HGB ausgewiesenen Umsatzerlöse von 1.167,8 Mio. € (i. Vj. 1.619,1 Mio. €) um den geänderten Ausweis von sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 69,8 Mio. € (i. Vj. 44,4 Mio. €) bereinigt und belaufen sich somit nach IFRS auf 1.096,0 Mio. € (i. Vj. 1.574,6 Mio. €) und werden ins Verhältnis zum underlying EBITDA der Gesellschaft gesetzt. Vermögens- und Finanzlage Bilanz Die Bilanzsumme der Sartorius Stedim Biotech GmbH hat sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 gegenüber dem 31. Dezember 2022 um 1.951,3 Mio. € auf 5.166,4 Mio. € (i. Vj. 3.215,1 Mio. €) erhöht. Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen von 2.228,7 Mio. € auf 4.577,8 Mio. €. Dabei hat sich das Sachanlagevermögen um 118,8 Mio. € auf 651,8 Mio. € erhöht, die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich um 0,9 Mio. € auf 8,8 Mio. €. Das Finanzanlagevermögen stieg im Wesentlichen aufgrund der Polyplus-Akquisition im Berichtsjahr um 2.231,1 Mio. €. Das Umlaufvermögen verringerte sich zum Vorjahr um 419,8 Mio. € auf 566,1 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus dem Aus- bzw. Neubau von Firmengebäuden sowie der Erweiterung der Produktionskapazitäten. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 211,6 Mio. € auf 1.448,1 Mio. €. Grund hierfür war der Anstieg des Bilanzgewinns. Die Eigenkapitalquote, welche das Eigenkapital ins Verhältnis zum Gesamtkapital setzt, ist um 10,4% Prozentpunkte gesunken und beträgt im Geschäftsjahr 28,0 % gegenüber 38,5% im Vorjahr. Dies ist auf die deutlich gestiegenen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die Abnahme der Rückstellungen betrifft im Wesentlichen die Rückstellungen im Zusammenhang mit den Earn-Out Zahlungen. Die Verbindlichkeiten sind um 1.850,5 Mio. € auf 3.500,8 Mio. € gestiegen. Grund hierfür ist hauptsächlich die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1.857,7 Mio. €. Dieser Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Polyplus-Akquisition. Investitionen Im Berichtsjahr belaufen sich die Investitionen der Sartorius Stedim Biotech GmbH auf 2.549,8 Mio. € gegenüber 693,9 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Investitionen in das Finanzanlagenvermögen. Die Investitionen für den Aus- bzw. Neubau von Firmengebäuden sowie für die Erweiterung der Produktionskapazitäten wurden weiter ausgebaut. Finanzierung/Treasury Die Finanzierung des Sartorius Stedim Biotech Konzerns steht auf einer langfristigen und stabilen Basis. Die wesentlichen Säulen bilden zum einen die im Jahr 2023 von der Sartorius Finance B.V. ausgegebenen Anleihen mit einem Nominalvolumen von 3.000,0 Mio. € und Laufzeiten zwischen drei und zwölf Jahren sowie eine durch die Sartorius AG im Mai 2022 abgeschlossene Konsortialkreditlinie in Höhe von 800,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis mindestens Mai 2028. Die Sartorius Stedim Biotech GmbH finanziert sich über eine von der Sartorius AG unbefristet zur Verfügung gestellte Intercompany-Kreditlinie in Höhe von 260,0 Mio. €, die zum 31. Dezem ber 2023 mit 4,6 Mio. € (i. Vj. 3,0 Mio. €) ausgeschöpft wurde. Zusätzlich bestehen zwischen der Sartorius AG und der der Sartorius Finance B.V. als Darlehensgeber und der Sartorius Stedim Biotech GmbH als Darlehensnehmer Intercompany Darlehen in Höhe von 2.600,0 Mio. € (i. Vj. 1.005,8 Mio. €), welche zwischen drei und zwölf Jahren fällig sind. Eine weitere Stütze zur Sicherung der Liquidität liefert das Factoring-Programm zum 31.12.2023 in Höhe von 63,4 Mio. € (i. Vj. 83,0 Mio. €). Die Bruttoverschuldung gegenüber Banken beträgt unverändert 0,0 Mio. €. Aufgrund gesunkener liquider Mittel von 36,0 Mio. € (i. Vj. 36,2 Mio. €) verringert sich die Nettoliquidität auf 36,0 Mio. € (i. Vj. 36,2 Mio. €) Das Netto-Umlaufvermögen reduzierte sich von 305,2 Mio. € um 675,8 Mio. € auf -370,7 Mio. €. Dies steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Infolge der weltweiten Vertriebsstruktur generiert die Sartorius Stedim Biotech GmbH Zahlungen in verschiedenen Fremdwährungen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Zahlungen in US-Dollar, Britischen Pfund, Singapur Dollar, Südkoreanischen Won, Schwedischen Kronen, Schweizer Franken und Japanischen Yen. Durch das globale Produktionsnetzwerk mit Produktionsstätten außerhalb Deutschlands in Nordamerika, Großbritannien, China und Indien kann ein Großteil der Wechselkursschwankungen kompensiert werden (sog. Natural Hedging). Ein Teil des verbleibenden Nettowährungsexposures wird durch Währungsgeschäfte abgesichert. Cashflow Die Cash Earnings nach DVFA/SG (Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung/Schmalenbach Gesellschaft) für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 318,9 Mio. € (i. Vj. 437,3 Mio. €). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 213,8 Mio. € auf 86,2 Mio. € (i. Vj. 299,9 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf - 2.184,5 Mio. € (i. Vj. - 588,6 Mio. €). Grund für die höheren Investitionen im Vergleich zum Vorjahr sind im Wesentlichen die Investitionen in das Finanzanlage vermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich bei einer Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 80,0 Mio. € auf insgesamt 2.098,1 Mio. € (i. Vj. 239,1 Mio. €). Der Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Polyplus-Akquisition. Die liquiden Mittel am 31. Dezember 2023 betrugen 36,0 Mio. € (i. Vj. 36,2 Mio. €). Dem stehen jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,0 Mio. € (i. Vj. 0,0 Mio. €) gegenüber. Forschung und Entwicklung Die Sartorius Stedim Biotech GmbH hat im Berichtsjahr 67,5 Mio. € für Forschung und Entwicklung (F&E) aufgewendet. Im Vergleich zum Vorjahr (49,2 Mio. €) erhöhte sich der Wert um 37,2%. Die umsatzbezogene F&E-Quote erhöhte sich um 2,7 %-Punkte und liegt nun bei 5,8 % (i. Vj. 3,0 %). Die Entwicklungsaktivitäten des Sartorius Stedim Biotech Konzerns konzentrieren sich im Wesentlichen auf Technologiebereiche wie Membranen, die die Kernkomponente für unsere Filterprodukte bilden, unterschiedliche Technologieplattformen, darunter sterile Container für das Flüssigkeitsmanagement bei biopharmazeutischen Prozessen und Sensoren, sowie Prozesssteuerung, beispielsweise für die Fermentation. Weitere Schwerpunkte sind Entwicklungen bei Materialien und Komponenten, dazu zählen Plastik, Elastomere oder intelligente Polymere sowie eine erweiterte Datenanalyse, die Zelllinienentwicklung und kritische Medienkomponenten für proteinbasierte, virale und sogenannte neuartige Therapien. Der größte Standort für Produktentwicklung ist in Göttingen, wo im Berichtsjahr ein neues Gebäude für Produktentwicklung in Betrieb genommen wurde. Weitere wichtige Aktivitäten gibt es in Frankreich, Indien, den USA und Großbritannien sowie in Schweden, Israel, Slowenien und an anderen Standorten in Deutschland. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zum Geschäftsjahresende 31. Dezember 2023 waren in der Sartorius Stedim Biotech GmbH 2.488 Mitarbeiter beschäftigt. Als innovatives Technologieunternehmen beschäftigt die Gesellschaft eine Vielzahl hoch qualifizierter Mitarbeiter sowohl aus naturwissenschaftlichen als auch aus technischen Fachrichtungen. Durch das Aufzeigen interessanter Entwicklungsperspektiven sind wir bestrebt, unsere Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f. Abs. 4 HGB Diese Inhalte waren nicht Teil der Prüfung des Lageberichts. Gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG ist die Gesellschafterversammlung verpflichtet, Ziele für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat und unter den Geschäftsführern festzulegen. Die Geschäftsführer wiederum sind verpflichtet, Ziele für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer festzulegen (§ 36 GmbHG). Für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat und unter den Geschäftsführern hat die Gesellschafterversammlung zuletzt im März 2022 jeweils eine Zielgröße von 1/3 sowie eine Frist zu deren Erreichung bis zum 31. Dezember 2025 festgelegt. Ergibt sich zu einem bestimmten Zeitpunkt bei Anwendung der Zielquote auf die jeweils aktuelle Gesamtzahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats bzw. von Geschäftsführern keine ganze Zahl von Frauen, so gilt die Zielquote erst dann als erreicht, wenn die nächsthöhere ganze Zahl von Frauen dem Aufsichts rat bzw. der Geschäftsführung angehören. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht derzeit aus einer Frau und zwei Männern, die Geschäftsführung aus einer Frau und einem Mann. Die vorgenannten Zielgrößen sind zum jetzigen Zeitpunkt somit erfüllt. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unter den Geschäftsführern haben die Geschäftsführer zuletzt im März 2022 jeweils eine Zielgröße von 1/3 sowie eine Frist zu deren Erreichung bis zum 31. Dezember 2025 festgelegt. Ergibt die Anwendung der Zielquote auf die jeweils aktuelle Gesamtzahl der Personen in der ersten oder zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer zu einem bestimmten Zeitpunkt keine ganze Zahl von Frauen, so gilt die Zielquote nur als erfüllt, wenn die nächsthöhere ganze Zahl von Frauen erreicht ist. Bei der Abgrenzung der Führungsebenen ist die Integration der Gesellschaft in den Sartorius Konzern sowie dessen globale funktionale Organisationsstruktur zu berücksichtigen. Infolgedessen bestehen in den Grenzen der Gesellschaft keine eigenständigen Führungsebenen, deren Berichtslinien bei den Geschäftsführern zusammenlaufen würden. Eine sinnvollere Betrachtung erfordert hingegen eine Abgrenzung der Führungsebenen aus Konzernperspektive. Als Angehörige der ersten bzw. zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer werden daher jene Personen betrachtet, die in der globalen funktionalen Organisationsstruktur des Sartorius Konzerns der ersten bzw. zweiten Führungsebenen unterhalb des Vorstands der Sartorius AG angehören und zugleich in einem Anstellungsverhältnis mit der Sartorius Stedim Biotech GmbH oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft stehen. Soweit Geschäftsführer der Gesellschaft einer der genannten Führungsebenen angehören, werden diese aus der Betrachtung ausgeschlossen, sodass eine doppelte Zählung vermieden wird. Zum 31. Dezember 2023 gehörten nach dieser Methodik keine Frau und drei Männer, die in einem Anstel ungsverhältnis mit der Sartorius Stedim Biotech GmbH oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft standen, der ersten Führungsebene (Frauenanteil: 0%) sowie neun Frauen und 22 Männer der zweiten Führungsebene (Frauenanteil: rund 29%) an. Generell sei angemerkt, dass aufgrund der relativ geringen Anzahl von Führungskräften auf beiden Ebenen bereits wenige personelle Veränderungen zu größeren Ausschlägen bei der Quote führen können. Zudem ist aus Konzernperspektive eine Betrachtung sämtlicher Angehöriger der beiden Führungsebenen, unabhängig ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konzerngesellschaft, aussagekräftiger. Im gesamten Sartorius Konzern gehörten zum 31. Dezember 2023 der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands fünf Frauen und elf Männer (Frauenanteil: rund 31%) sowie der zweiten Führungsebene 30 Frauen und 66 Männer (Frauenanteil: rund 31%) an. Organisation Seit der Zusammenführung der damaligen Sparte Biotechnologie des Sartorius Konzerns mit der Stedim S.A. ist die Sartorius Stedim Biotech GmbH Teil des rechtlich eigenständigen Konzerns Sartorius Stedim Biotech S.A., dessen Muttergesellschaft ihren Hauptsitz im südfranzösischen Aubagne, nahe Marseille, hat. Materialwirtschaft Die Situation bei den Lieferketten hat sich 2023 gegenüber den Vorjahren weiter entspannt. Die Lieferzeiten für die meisten Produkte haben sich normalisiert und auch die Verfügbarkeit elektronischer Komponenten und einiger chemischer Rohstoffe hat sich im Jahresverlauf verbessert. Produkte und Vertrieb Der Sartorius Stedim Biotech Konzern vermarktet Produkte und Dienstleistungen für die gesamte Wertschöpfungskette der biopharmazeutischen Produktion und der vorgelagerten Prozessentwicklung. Die Produktpalette umfasst unter anderem Zelllinien, Zellkulturmedien, Bioreaktoren, ein breites Sortiment für die Separation, Reinigung und Aufkonzentrierung sowie Lösungen für die Lagerung und den Transport von biologischen Zwischen- und Endprodukten. Mit der Akquisition des französischen Unternehmens Polyplus hat Sartorius das Produktportfolio seiner Bioprozesssparte im Bereich der Zell- und Gentherapien deutlich erweitert. Polyplus entwickelt und produziert Transfektions- sowie DNA- und RNA-Trägerreagenzien und Plasmid-DNA in hoher, GMP-konformer Qualität. Diese Komponenten sind erfolgskritisch für die Herstellung viraler Vektoren, die bei Zell- und Gentherapien sowie weiteren neuen medizinischen Therapieverfahren eingesetzt werden. Die Lösungen von Polyplus sind hoch komplementär zum Portfolio, das Sartorius in den letzten Jahren aufgebaut hat und das inzwischen verschiedene Zellkulturmedien, weitere kritische Rohmaterialien sowie Aufreinigungstechnologien für die Entwicklung und Herstellung neuartiger Therapien umfasst. Im Bereich der Filtration hat die Bioprozesssparte im Berichtsjahr eine neue Plattform für die großvolumige Herstellung von Biopharmazeutika auf den Markt gebracht, in die verschiedenste Filtertypen vorkonfiguriert eingebaut werden können. Die Plattform eignet sich für zahlreiche Separationsschritte von der Vorfiltration der Zellkulturmedien über die Virenabreicherung bis hin zur späteren Sterilfiltration; sie ist besonders anwenderfreundlich in der Handhabung und führt zu einer deutlichen Reduktion der Produktionszeit. Ebenfalls wurde ein neues Hochdurchsatz-Instrument für die Klärung und Aufreinigung von monoklonalen Antikörpern gelauncht, dass Kunden hilft, in der Zelllinienentwicklung kleine Zellkulturproben schneller für die Downstream-Analyse vorzubereiten. Des Weiteren wurde ein System eingeführt, das eine parallele, gleichmäßige Befüllung von Einwegbeuteln beispielsweise mit Zellkulturmedien für die Herstellung von Zelltherapien erlaubt und damit den Abfüllvorgang deutlich beschleunigt. Die Sartorius Stedim Biotech GmbH vertreibt ihr Produktportfolio direkt. Die Vertriebsaktivitäten bei Großkunden werden dabei durch ein globales Key Account Management koordiniert. Die Kundenkommunikation über Besuche vor Ort wird inzwischen über digitale Wege ergänzt: Viele Kundenkontakte werden mithilfe digitaler Kommunikationswerkzeuge durchgeführt. Für die direkte Interaktion werden Videokonferenzen oder Augmented Reality eingesetzt, etwa für Produktvorführungen, Trainings und Inbetriebnahmen. Ein weiterer Fokus zur Stärkung der Vertriebskraft liegt auf dem Ausbau der internationalen Präsenz sowie auf der fortlaufenden Verbesserung der Vertriebseffektivität, beispielsweise durch Produkt- und Applikationstrainings sowie Fachschulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Chancen- und Risikobericht Grundsätze Als international agierendes Unternehmen ist die Sartorius Stedim Biotech GmbH naturgemäß im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Risikopolitik zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht. Um bestehende und potenzielle Risiken effizient berücksichtigen zu können, hat der Sartorius Konzern ein Risikomanagement-System (RMS) implementiert, in welches die Sartorius Stedim Biotech GmbH eingebunden ist. Das RMS dient der frühzeitigen Identifikation, Bewertung und Überwachung von Risiken. Auf diese Weise verfügt die Geschäftsleitung jederzeit über Informationen zur Gesamtrisikolage und kann gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen. Durch regelmäßige Beurteilung aller erkennbaren Risiken wird die Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen ergriffen bzw. bilanzielle Vorsorge getroffen. Als Partner der Pharmabranche ist die Sartorius Stedim Biotech GmbH in zukunftsorientierten und wachstumsstarken Branchen tätig. Wesentliche Chancen ergeben sich aus verschiedenen Markt- und Technologietrends. Auf der Grundlage von Qualitätsprodukten, hoher Markenbekanntheit und etablierten Kundenbeziehungen sehen wir gute Chancen, unsere führende Marktposition zu stabilisieren und weiter auszubauen. Im Hinblick auf die weitere Steigerung unserer Profitabilität können sich Chancen aus dem stringenten Management von Prozessen und Kosten ergeben. Beschaffungsrisiken und -chancen Wir beziehen von unseren Lieferanten eine Vielzahl von Rohstoffen, Bauteilen, Komponenten und Dienstleistungen. Damit verbunden sind Risiken in Form von unerwarteten Lieferengpässen und/oder Preissteigerungen. Das wirtschaftliche Umfeld hat in den Jahren 2022 und 2023 zu Preissteigerungen in nahezu allen Bereichen geführt. Preiseffekte auf der Einkaufs- und Kundenseite glichen sich dabei weitgehend aus, sodass die Inflation keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Profitabilität hatte. Im Bereich des Lieferantenmanagements wurden in den letzten Jahren Tools und Prozesse zum Management von Risiken und der Sicherstellung von Lieferkontinuität implementiert. Wichtige Maßnahmen zur Redu zierung potenzieller Versorgungsengpässe sind das Vorhalten von Sicherheitslagerbeständen sowie die Festlegung von Alternativmaterialien beziehungsweise -lieferanten. Zusätzlich werden regelmäßig Lieferanten- überprüfungen durchgeführt und der Lieferstatus und die Lagerreichweite von kritischen Rohstoffen sorgfältig überwacht. Für die hier beschriebenen Risiken sehen wir eine mögliche Eintrittswahrscheinlichkeit, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein dürfte. Produktionsrisiken und -chancen Auf Basis unserer technologischen Kernkompetenz fertigen wir einen erheblichen Teil der Produkte mit hoher Fertigungstiefe selbst, wie z. B. Filter. Bei anderen Produkten, wie etwa Bioreaktoren, arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, wodurch wir einen Teil der Produktionsrisiken auf externe Dritte verlagern. Im Fall der Eigenproduktion tragen wir die damit verbundenen Risiken, wie beispielsweise Kapazitätsengpässe bzw. Überkapazitäten, Produktionsausfälle, überhöhte Ausschussraten und hohe Working Capital-Bindung sowie die Abhängigkeit von einzelnen Produktionsstandorten. Durch sorgfältige Planung der Produktionskapazitäten, die Nutzung variabel einsetzbarer Maschinen und halbautomatischer Einzelarbeitsplätze in Verbindung mit flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie durch die kontinuierliche Überwachung der Produktionsprozesse werden diese Risiken begrenzt. Darüber hinaus sind wir aufgrund unseres globalen Produktionsnetzwerks in der Lage, eventuell auftretende Kapazitätsengpässe durch Produktionsverlagerung teilweise auszugleichen und die Abhängigkeiten von einzelnen Standorten zu begrenzen. Eine starke Nachfragevolatilität wie seit Beginn der Coronavirus-Pandemie kann dennoch zu einer zeitweisen Über- oder Unterauslastung der Produktionskapazitäten führen, mit entsprechenden positiven oder negativen Auswirkungen auf die Profitabilität. In einigen Produktionsbereichen setzen wir leicht entzündliche oder explosive Stoffe ein. Eine unsachgemäße Handhabung dieser Materialien kann zu signifikanten Sachschäden und Betriebsunterbrechungen führen. Wir haben an den betroffenen Standorten organisatorische und bauliche Maßnahmen getroffen, um diese Risiken weitestgehend zu reduzieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der oben beschriebenen Risiken betrachten wir als möglich, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann. Als Chance betrachten wir, dass wir durch unsere Investitionen in die Infrastruktur und Produktionsmittel eine hohe Flexibilität in der Fertigung besitzen und in der Lage sind, den Anforderungen von Kunden und Regulierern im Hinblick auf Konzepte zum betrieblichen Kontinuitätsmanagement nachzukommen. Dieser Ansatz gewährleistet außerdem, dass sich die internationalen Produktionsstandorte auf bestimmte Produktionstechnologien konzentrieren und regionale Kostenvorteile nutzen können. Zudem helfen uns kontinuierliche Verbesserungen in der Fertigung, wie die Vereinfachung von Prozessen oder eine höhere Automatisierung und Digitalisierung, die Effizienz weiter zu erhöhen. Absatzrisiken und -chancen Der Vertrieb unserer Produkte ist weltweit über verschiedene Vertriebskanäle organisiert. Mögliche Risiken bestehen in einer unerwarteten Änderung der Nachfragestruktur, in einem zunehmenden Preisdruck sowie in der Nichteinhaltung mit Kunden getroffener Liefervereinbarungen. Das Finanzierungsumfeld für kleinere Biotech-Unternehmen hat sich nach Pandemieende eingetrübt und zu einer geringeren Nachfrage dieser Kundengruppe geführt. Sollte diese Zurückhaltung andauern, könnten sich Auswirkungen auf die Wachstumsprognosen der Gesellschaft ergeben. Die rückläufige Nachfrage infolge des Rückgangs des coronabezogenen Zusatzgeschäfts sowie des Abbaus erhöhter Lagerbestände auf Kundenseite dürfte die Branchenentwicklung nur temporär belasten. Wir sehen die grundsätzlichen Wachstumstreiber als intakt an und rechnen in den nächsten Jahren wieder mit einem profitablen Wachstum Anhand gezielter Marktanalysen versuchen wir, Entwicklungstendenzen in der Nachfrage auf einzelnen Teilmärkten frühzeitig zu erkennen, um entsprechend reagieren zu können. Mit technischen Innovationen sowie durch den Umstand, dass eine Vielzahl unserer Produkte für validierte Produktionsprozesse in der biopharmazeutischen Industrie eingesetzt wird, verringern wir das Risiko eines zunehmenden Preisdrucks Durch den Aufbau und die Nutzung von Zentrallagern haben wir in den letzten Jahren unsere Vertriebslogistik optimiert und somit die entsprechenden Risiken begrenzt. Geopolitische Krisen führen häufig zu Handelsbeschränkungen oder Sanktionen für bestimmte Produkte in einzelnen Ländern oder Regionen. Eine Verschärfung der Sanktionen in den aktuellen Konflikten oder die Verabschiedung weiterer Beschränkungen, etwa aufgrund neuer Krisen, kann daher auch zu weitergehenden Beschränkungen hinsichtlich der Absatzmöglichkeiten des Konzerns führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der oben beschriebenen Risiken betrachten wir als möglich, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann. Chancen im Bereich des Absatzes sind möglich, wenn wir durch die zunehmende Breite unseres Produktportfolios weitere Produkte bei bestehenden Kunden platzieren können. Qualitätsrisiken und -chancen Unsere Produkte kommen bei unseren Kunden in einer Vielzahl von kritischen Produktionsprozessen wie der Herstellung von Impfstoffen, Medikamenten, medizinischen Geräten, Lebensmitteln oder Chemikalien sowie in Forschungs- und Entwicklungslaboren zum Einsatz. Risiken in diesem Zusammenhang bestehen vor allem in der Nichterfüllung vereinbarter Qualitätskriterien und daraus resultierenden Schäden auf Seiten unserer Kunden oder deren Kunden, für die wir in Form von Schadensersatz in Anspruch genommen werden können. Gerade im Bereich der Impfstoff- oder Arzneimittelherstellung kann der entstandene Schaden bereits beim Verlust von kleinen Produktionsvolumina auf Kundenseite signifikant sein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir als gering, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann. Durch umfangreiche Qualitätskontrollen sowie den Einsatz moderner Fertigungstechniken in - wo erforderlich - klassifizierter Reinraumumgebung stellen wir sicher, dass alle Produkte höchsten Qualitätsansprüchen und den hohen regulatorischen Anforderungen genügen. Ferner unterliegen diese Fertigungstechniken und -verfahren im Rahmen von Verbesserungsprozessen einer kontinuierlichen Überprüfung und werden entsprechend aktuellen Anforderungen optimiert. Qualitätskontrollen erfolgen sowohl innerhalb der Fertigungsprozesse als auch im Rahmen von Testverfahren an den Endprodukten. So wird gewährleistet, dass kritische oder wesentliche Produkteigenschaften kontinuierlich erfüllt werden. Ein strenger Produktfreigabeprozess stellt zudem sicher, dass nur Produkte versendet werden, die den vereinbarten Spezifikationen entsprechen. Die Wirksamkeit der bestehenden Qualitätssysteme wird durch die erfolgreiche Durchführung regelmäßiger Kunden-Audits ebenso bestätigt, wie durch die Zertifizierungen nach ISO 9001 und, wenn anwendbar, auch nach ISO 13485. Unabhängig davon werden in signifikantem Umfang Produkthaftungsrisiken versichert. Wir erweitern unser Produktportfolio kontinuierlich um neue Technologien und Anwendungen, nicht nur durch eigene Entwicklungen, sondern auch durch Kooperationen mit Partnern. Um sicherzustellen, dass die Partner die hohen Qualitätsstandards erfüllen, wurde ein strenger Qualifizierungsprozess etabliert. Wir helfen unseren Partnern im Bedarfsfall auch dabei, ihre Qualitätssysteme zu verbessern. Mit einem Rückverfolgungssystem wird garantiert, dass komplette Chargen sofort identifiziert und bei Bedarf zurückgerufen werden können. Dies minimiert die Folgen bei der Entdeckung eines Mangels oder einer nicht konformen Komponente an einem Produkt. Die zeitnahe Bearbeitung und systematische Dokumentation von Kundenmeldungen erfolgt über ein Beschwerdemanagementsystem, welches eine effiziente Analyse der gemeldeten Fälle sowie die Einleitung von notwendigen Maßnahmen sicherstellt. In unseren Zielbranchen lässt sich der Trend zu immer höheren Qualitätsansprüchen beobachten, der nicht zuletzt durch steigende Anforderungen der zuständigen Behörden beim Patientenschutz und bei der Produktsicherheit ausgelöst wurde. Neue Regulierungen bergen das Risiko, dass sie übersehen werden oder schwer umzusetzen sind. Für uns eröffnen sie jedoch auch Chancen, da die Eintrittsbarriere für potenzielle Marktteilnehmer weiter erhöht wird. Zugleich schaffen sie einen Anreiz zur Entwicklung weiterer technologischer Innovationen. Durch Gremienarbeit, Mitgliedschaften in Industrieverbänden und Normenausschüssen sind wir in der Lage, an der Gestaltung neuer Richtlinien mitzuwirken bzw. diese frühzeitig zu erkennen und uns entsprechend darauf vorzubereiten. Akquisitionsrisiken und -chancen Durch Akquisitionen ergeben sich zahlreiche Chancen wie Umsatzwachstum, die Ergänzung des Produktportfolios oder die Erschließung neuer Märkte. Gleichzeitig birgt der Kauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen eine Reihe typischer Risiken, beispielsweise falsche Bewertungsannahmen, unvollständige Ausschöpfung erwarteter Synergieeffekte oder eine nicht erfolgreiche Integration. Um diese zu reduzieren, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehören die Durchführung einer gründlichen Due-Diligence-Prüfung im Hinblick auf die relevanten Bereiche und eine umfangreiche Analyse des betreffenden Marktes. Ferner werden bei Bedarf externe Beraterinnen und Berater sowie Sachverständige in die Kauf- oder Verkaufsprozesse eingebunden. Besonderes Augenmerk wird auf die risikoadäquate Ausgestaltung der Transaktionsverträge, insbesondere durch die Zusicherung bestimmter Eigenschaften oder Garantien sowie die Vereinbarung von Kaufpreis-Anpassungsmechanismen und Haftungsklauseln gelegt. Zudem werden bei Bedarf entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Nach Durchführung der Akquisition schließt sich unmittelbar eine Integrationsphase an, in der ebenfalls mögliche Risiken zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt erkannt und durch entsprechende Gegenmaßnahmen vermieden oder minimiert werden können. Um einen effizienten Integrationsprozess zu gewährleisten und die damit einhergehenden Risiken zu reduzieren, wurde ein sogenanntes Post Merger Integration (PMI) Office als eigenständige Funktion im Verantwortungsbereich des Finanzvorstands etabliert. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bedeutende Akquisitionen getätigt, vor allem im Bereich der Zellund Gentherapie. Im Jahr 2023 erwarb der Konzern Polyplus, einen führenden Entwickler und Hersteller von Transfektions- und anderen DNA | RNA-Verabreichungsreagenzien und Plasmid-DNA in hoher Qualität. Der Kaufpreis dieser Transaktion betrug rund 2,4 Mrd. Euro (einschließlich übernommener Schulden). In Kombination mit weiteren Akquisitionen in den Bereichen kritische Komponenten für die Entwicklung und Herstellung neuartiger Therapien (z.B. Biological Industries Israel, CellGenix, Xell, Albumedix) und Downstream-Lösungen für die Herstellung von Gentherapeutika (BIA Separations) sieht sich der Konzern im dynamisch wachsenden Bereich der Zell- und Gentherapien gut positioniert. Gleichzeitig die Zinsaufwendungen deutlich gestiegen. Wenn sich das adressierte Geschäftsfeld (z.B. Zell- und Gentherapie) nicht wie erwartet entwickelt oder die Akquisitionen nicht angemessen integriert werden, könnte dies die Bonität und damit Entwicklung des Unternehmens deutlich beeinträchtigen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der oben beschriebenen Risiken betrachten wir als möglich, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann. Mitarbeiterrisiken und -chancen Als innovatives Technologieunternehmen beschäftigen wir einen großen Anteil hoch qualifizierter Mitarbeiter. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, in Zukunft keine passenden Mitarbeitenden gewinnen zu können oder aber bestehende Leistungsträger zu verlieren. Die zunehmende Volatilität des Geschäfts in den vergangenen Jahren stellt zum einen große Herausforderungen an die Integration und Einarbeitung neuer Kollegen und Kolleginnen (Wachstumsszenario), andererseits ist eine große Flexibilität erforderlich und die Möglichkeit, organisatorische Veränderungen effizient und effektiv umsetzen zu können. Wir versuchen daher, Mitarbeiter in Schlüsselpositionen und Talente durch leistungsbasierte Vergütungsmodelle, gezielte Fortbildungsangebote, attraktive Sozialleistungen sowie durch das Aufzeigen interessanter Entwicklungsperspektiven langfristig im Unternehmen zu halten. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere Personalentwicklungsinitiativen und Führungskräfteprogramme weiterentwickelt. Der Erfolg dieser Maßnahmen spiegelt sich in einer in den vergangenen Jahren geringen Fluktuation wider. In Einzelfällen enthalten Arbeitsverträge eine Klausel, die einen Wechsel zu direkten Konkurrenzunternehmen untersagt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir als möglich, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann. Dem demografischen Wandel begegnen wir vor allem durch eine Ausbildung von Nachwuchskräften sowie der Förderung des kontinuierlichen Lernens für jeden Mitarbeitenden, begleitet durch entsprechende Leistungsentwicklungsprozesse. Hieraus resultieren wiederum Chancen für uns, indem wir Mitarbeitende selbst qualifizieren, langfristig binden und dadurch den Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal gut decken zu können. Um einen reibungslosen Einstieg neuer Mitarbeiter und einen angemessenen Wissenstransfer zu gewährleisten, wurden spezifische Einarbeitungsprozesse für Mitarbeitende und Führungskräfte entwickelt und eingeführt. Zudem nutzen wir eine digitale HR-Plattform, die sichere und stabile Prozesse unterstützt und Entscheidungen auf Basis hochwertiger Daten ermöglicht. Finanzielle Risken und Chancen Durch die globale Ausrichtung der Sartorius Stedim Biotech GmbH ist die Geschäftstätigkeit mit finanziellen Risiken verbunden. Hierzu zählen vor allem das Wechselkursrisiko, das Zinsänderungsrisiko und das Liquiditätsrisiko. Umgekehrt stehen den finanziellen Risiken, insbesondere dem Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiko, entsprechende Chancen gegenüber. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der nachfolgend beschriebenen Risiken betrachten wir als wahrscheinlich, wobei diese bei Eintritt von moderater Bedeutung sein können. Die Gesellschaft ist insbesondere in Bezug auf den US-Dollar bei der Währungsumrechnung von Bilanz- bzw. Gewinn- und Verlustrechnungs-Positionen von Wechselkursänderungen positiv oder negativ betroffen. Der über die Kosten in Fremdwährung hinausgehende Umsatzanteil in Fremdwährung, das sogenannte Nettowährungsexposure, wird ebenso wie die Fremdwährungsentwicklung laufend beobachtet. Auf Grundlage des derzeitigen und erwarteten zukünftigen Nettowährungsexposures kommen derivative Finanzinstrumente, vor allem Spot-, Forward- und Swapgeschäfte insbesondere in Bezug auf den US-Dollar, den Koreanischen Won, den Singapur-Dollar, das Britische Pfund, die Schwedische Krone, den Japanischen Yen und den Schweizer Franken zum Einsatz. Für den Großteil der ausstehenden Kredite (ca. 92%) wurde eine Festzinssatzvereinbarung getroffen, sodass hier kein Risiko schwankender Zahlungsströme besteht. Die übrigen zum Stichtag ausstehenden Finanzierungsinstrumente werden in Abhängigkeit eines Marktzinses verzinst. Die Sartorius Stedim Biotech GmbH ist in das zentrale Liquiditätsmanagement des Sartorius Konzerns eingebunden, um einerseits entsprechende Risiken zu minimieren und zu kontrollieren und andererseits die Liquiditätssteuerung aus Konzernsicht zu optimieren. Regulatorische Risiken Als Partner der biopharmazeutischen Industrie und des Gesundheitswesens sind wir auch von regulatorischen Änderungen in diesen Branchen betroffen. Das wesentliche Risiko in diesem Zusammenhang besteht in einer möglichen restriktiveren Vorgehensweise der Aufsichtsbehörden, wie zum Beispiel der Food & Drug Administration (FDA) USA, der European Medicines Agency (EMA) sowie weiterer nationaler bzw. internationaler Instanzen bei der Zulassung neuer Medikamente oder medizinischer Geräte. Des Weiteren ist auch die Beachtung von Vorschriften anderer relevanter Behörden (z.B. Environmental Protection Agency oder Department of Agriculture in den USA) wichtig, um lokale oder globale regulatorische Risiken zu kontrollieren. Eine unzureichende Beachtung der jeweils gültigen Vorschriften seitens unserer Kunden könnte Zulassungsprozesse verzögern oder sogar die Anzahl der neu zugelassenen Medikamente verringern und damit auch die Zukunftsaussichten von Sartorius mittelfristig verschlechtern. Im Hinblick auf eigene Produkte unterliegt der Konzern in zahlreichen Ländern ebenfalls umfangreichen Zulassungs-, Registrierungs- und Meldeverpflichtungen. Die Nichteinhaltung der teilweise komplexen Anforderungen kann zu Verkaufs- bzw. Einfuhrverboten sowie Strafzahlungen führen. Die für regulatorische Angelegenheiten zuständigen Funktionen innerhalb von Sartorius überwachen die betroffenen Märkte und bewerten, ob Änderungen in den Prozessen erforderlich sind. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir als möglich, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann. Umweltrisiken aus dem Produktionsprozess Sartorius verwendet in seinem Herstellungsprozess ein breites Spektrum an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, darunter Chemikalien, Kunststoffe, Metalle, elektronische Komponenten und Verpackungen. Bei einigen Produktionsprozessen fallen Abfälle aus Lösungsmitteln an, die gemäß bestimmten Vorschriften verwertet und entsorgt werden müssen. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, dass diesbezüglich gesetzliche Vorgaben in diesem Bereich nicht eingehalten werden. Umweltschäden könnten den Ruf von Sartorius beschädigen und rechtliche bzw. finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. Um die Agilität des Konzerns weiter zu erhöhen, die gesetzlichen Anforderungen und die Erwartungen der Branche zu erfüllen, müssen Plattformen für das Management von Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsdaten kontinuierlich verbessert werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir als gering, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann. Für die Beachtung der entsprechenden Vorschriften im Hinblick auf die sichere Handhabung der Materialien, Vermeidung von Emissionen sowie geordnete Entsorgungswege ist insgesamt der Bereich Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz zuständig. Sartorius hat ein Umweltmanagementsystem (ISO 14001:2015) zur Steuerung von Umweltthemen und zur Risikominderung eingerichtet. Einschätzung der Gesamtrisikosituation und künftige Entwicklung Im Berichtszeitraum waren keine Risiken erkennbar, die als unternehmensbestandsgefährdend zu werten gewesen wären. Es besteht weder aus Substanz- noch aus Liquiditätsgründen eine Bestandsgefährdung des Unternehmens. Für die Zukunft sind derzeit ebenfalls keine bestandsgefährdenden Risiken absehbar. Ausblick Auf Basis der leichten Nachfrageerholung seit Ende des dritten Quartals 2023 sowie der von Branchenbeobachtern prognostizierten positiven Marktaussichten, bei gleichzeitig noch instabilen Markttrends und der damit eingeschränkten Visibilität, erwartet das Unternehmen einen Umsatzzuwachs im oberen einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr. Hinsichtlich der Profitabilität wird ein Anstieg der underlying EBITDA-Marge auf etwas über 25 % gegenüber dem Vorjahreswert von 20 % prognostiziert, beeinflusst durch ein höheres Umsatzvolumen und durch die Realisierung von Kostensenkungsmaßnahmen.
Göttingen, den 14. März 2024 Sartorius Stedim Biotech GmbH Die Geschäftsführung Dr. Helge Henning Michaela Pischke Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA (in T€)
PASSIVA (in T€)
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Sartorius Stedim Biotech GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB. Die Sartorius Stedim Biotech GmbH hat ihren Sitz in Göttingen und ist unter der Nummer HRB 200266 im Handelsregister B des Amtsgerichts Göttingen eingetragen. Der Jahresabschluss der Sartorius Stedim Biotech GmbH wird nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt und in Tausend € (T€) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € unter der Anwendung der steuerlichen Regelung für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) im Zugangsjahr direkt im Aufwand erfasst. Für die Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € betragen, wird die GWG-Regelung mit einer Abschreibungsdauer von einem Jahr (100 % Abschreibung im Zugangsjahr) angewandt. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine Wertminderung entfallen sind. Umlaufvermögen Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem Durchschnittsverfahren ermittelt. Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden Material- und Fertigungseinzelkosten, zurechenbare Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen des Anlagevermögens sowie angemessene Kosten der allgemeinen herstellungsbezogenen Verwaltung und des sozialen Bereichs in die Herstellungskosten mit einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Aus Gründen der Einheitlichkeit der Bewertungsmethodik werden die Rückstellungen für Jubiläumszusagen und Altersteilzeit nach der gleichen Methodik bewertet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Rückstellungen werden zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, langfristige Rückstellungen werden dabei mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Derivative Finanzinstrumente Die Sartorius Stedim Biotech GmbH fakturiert Rechnungen für Lieferungen und Leistungen gegenüber einzelnen außerhalb des Euroraums ansässigen Vertriebsgesellschaften in der jeweiligen Landeswährung. Das daraus resultierende Fremdwährungsrisiko wird durch den Einsatz von derivativen Währungsinstrumenten gesichert. Verluste aus Sicherungsgeschäften werden durch die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften aufwandswirksam gebildet. Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Vermögensgegenstände in Fremdwährung, deren Restlaufzeiten nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Vermögensgegenstände in fremder Währung werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeiten nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern Für die Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der Sartorius Stedim Biotech GmbH nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organgesellschaften bestehen, an denen die Sartorius Stedim Biotech GmbH als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Sartorius Stedim Biotech GmbH von aktuell 30,0 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körper schaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Die ermittelten latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen sowie aus der Währungsumrechnung von Darlehensforderungen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird dahingehend ausgeübt, dass die sich hieraus insgesamt ergebende Steuerentlastung nicht als aktive latente Steuer angesetzt wird. Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 2 bis 20 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer ist durch die entsprechend langen Lebenszyklen der Produkte und der damit verbundenen zukünftigen Umsätze begründet. Es wird auf den Anlagespiegel verwiesen. 2. Sachanlagen Technische Anlagen und Maschinen werden über 8 bis 15 Jahre abgeschrieben. Betriebs- und Geschäftsgebäude sowie baugebundene Verteilungsanlagen werden über 8 bis 33 Jahre abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in 1 bis 20 Jahren abgeschrieben. Die Zugänge in den Sachanlagen resultieren im Wesentlichen aus dem Aus- bzw. Neubau von Firmengebäuden sowie der Erweiterung der Produktionskapazitäten. Es wird auf den Anlagespiegel verwiesen. 3. Finanzanlagen Der Anstieg der Finanzanlagen ist im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen im Geschäftsjahr zurückzuführen. Für 2.224.330 T€ wurden im Juli 2023 100 % der Anteile und Stimmrechte des französischen Unternehmens PolygenX A S.A.S., der Muttergesellschaft der Polyplus-Gruppe, erworben. Für 66.665 T€ wurde der Anteil an Sartorius CellGenix GmbH um weitere 25 % aufgestockt. Im Geschäftsjahr erwarb die Gesellschaft zudem weitere 10 % der Anteile an der Gesellschaft Sartorius Korea Biotech LLC für 20.764 T€. Des Weiteren wurde im Juni 2023 die Gesellschaft Sartonet Seperasyon Teknolojileri Anonim Şirketi mit Sitz in Istanbul, Türkei, für 29.065 T€ übernommen. Zusätzlich wurde in der Sartorius Korea Operations LLC eine Kapitalerhöhung in Höhe von 58.296 T€ getätigt. Für 5.841 T€ wurde die Beteiligung an der ViroCell Biologics Ltd. erhöht. In Abhängigkeit von der Umsatzentwicklung erhalten die Veräußerer der in den Vorjahren erworbenen Gesellschaften Sartorius BIA Separations d.o.o. ("BIA Separations") und Sartorius Xell GmbH ("Xell") weitere Anteile an der Gesellschaft Sartorius Stedim Biotech S.A. Bis zum tatsächlichen Ausgleich dieser bedingten Gegenleistung ist die Vereinbarung als Rückstellung zu klassifizieren und an jedem Bilanzstichtag erneut zu bewerten. Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurde die Rückstellung für Xell mit 69 T€ (i. Vj. 1.203 T€) bewertet. Die Reduzierung im Geschäftsjahr 2023 um 1.134 T€ wurde zu 960 T€ als nachträgliche Minderung der Anschaffungskosten der Beteiligung und zu 174 T€ ergebniswirksam als Zinsertrag im Finanzergebnis erfasst. Die Rückstellung für BIA Separations wurde am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 mit 1.770 T€ (i. Vj. 77.804 T€) bewertet. Die Reduzierung im Geschäftsjahr 2023 um 76.034 T€ wurde zu 74.574 T€ als nachträgliche Minderung der Anschaffungskosten der Beteiligung und zu 1.460 T€ ergebniswirksam als Zinsertrag im Finanzergebnis erfasst. Es wird auf den Anlagespiegel verwiesen. 4. Vorräte
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind bereits die im Rahmen eines Factoring-Programms verkauften Forderungen in Höhe von 63.407 T€ (i. Vj. 82.960 T€) berücksichtigt. 3.260 T€ (i. Vj. 3.590 T€) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten keine Forderungen an die Gesellschafterin Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne, Frankreich. Im Vorjahr beliefen sich diese auf 75.262 T€ und resultierten aus dem Cash-Pooling mit der Gesellschaft. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen ein Convertible Loan. 78.562 T€ (i. Vj. 112.197 T€) der Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus gegebenen Darlehen sowie aus Cash-Pooling-Verträgen in Höhe von 249.904 T€ (i. Vj. 598.459 T€). Der Rückgang resultiert aus der Umstrukturierung der Finanzstruktur innerhalb des Konzerns. Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Forderungen gegen Finanzbehörden aus Vorsteuerüberhängen in Höhe von 16.748 T€ (i. Vj. 23.559 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 6. Rechnungsabgrenzungsposten Die abgegrenzten Aufwendungen betreffen im Wesentlichen das Disagio im Zusammenhang mit der Finanzierung der Polyplus-Akquisition in Höhe von 19.607 T€ (i. Vj. O T€). 7. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 6.000 T€. 8. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 53.628 T€. 9. Bilanzgewinn
Im Berichtsjahr wurde eine Vorabausschüttung aus dem Bilanzgewinn an die Gesellschafterin Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne, Frankreich, in Höhe von 80.000 T€ (i. Vj. 120.000 T€) vorgenommen. 10. Rückstellungen
Die Pensionsrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den folgenden Bewertungsannahmen und Bewertungsmethoden gemäß §249 Abs. 1 HGB in Verbindung mit §253 HGB gebildet.
Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Bei Nutzung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes würden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtung insgesamt 2.372 T€ (i. Vj. 2.553 T€) betragen, der Unterschiedsbetrag beträgt entsprechend 20 T€ (i. Vj. 105 T€) und unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre. Nachfolgend genannte Bewertungsannahmen und -methoden wurden für die Ermittlung der Altersteilzeitrückstellungen herangezogen:
Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt. Der Effekt der Abzinsung wird im Finanzergebnis der Gesellschaft ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Beträge:
Die Rückstellungen für die Earn-Out Zahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von BIA Separations und Xell entsprechen dem Erfüllungsbetrag der bedingten Gegenleistung zum Bilanzstichtag. Es wird auf die Erläuterungen zum Finanzanlagevermögen verwiesen (S. 8 f.). Die Rückstellung für Gewährleistungskosten basiert auf Erwartungswerten, die die Erfahrung der Vergangenheit widerspiegeln. Im Geschäftsjahr 2023 beträgt die pauschale Gewährleistungsrückstellung 51 T€ (i. Vj. 350 T€). Im Geschäftsjahr wurden keine Rückstellungen für Einzelfälle zurückgestellt (i. Vj. 1.630 T€). 11. Verbindlichkeiten Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne, Frankreich, in Höhe von 498.945 T€ (i. Vj. 0 T€) und resultieren aus dem Cash-Pooling mit der Gesellschaft. 8.564 T€ (i. Vj. 7.034 T€) der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus erhaltenen Darlehen sowie aus Cash-Pooling-Verträgen in Höhe von 3.428.860 T€ (i. Vj. 1.572.698 T€). Der Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Polyplus-Akquisition. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 2.933 T€ (i. Vj. 2.426 T€) auf Verbindlichkeiten aus Steuern. 12. Rechnungsabgrenzungsposten Die abgegrenzten Umsatzerlöse betreffen langfristige Softwareverträge. 13. Haftungsverhältnisse Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB eingegangen. 14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen.
15. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft nutzt derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungsänderungsrisiken im operativen Geschäft. Eine Nutzung zu spekulativen Zwecken erfolgt nicht. Kontrahenten dieser Finanzgeschäfte sind ausschließlich Banken. Das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten zwischen den Sicherungs- und Grundgeschäften wurde nicht in Anspruch genommen. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente erfolgt auf Basis eines Discounted Cashflow-Verfahrens, das zukünftig erwartete Zahlungen unter Berücksichtigung risikoadjustierter Marktdaten auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Die Nominal- und Zeitwerte der zur Absicherung des zukünftigen Nettowährungsexposures abgeschlossenen Devisentermingeschäfte betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2023:
Für bestehende Devisentermingeschäfte, die einen negativen beizulegenden Zeitwert aufweisen, ist zum Bilanzstichtag eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 2.114 T€ (i. Vj. 8.016 T€) gebildet worden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 16. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich - gegliedert nach geographischen Märkten und Sparten - wie folgt zusammen:
Ein Betrag von 670.410 T€ (i. Vj. 956.760 T€) wurde mit verbundenen Unternehmen erzielt. 17. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
18. Andere aktivierte Eigenleistungen Dieser Posten verteilt sich wie folgt auf die Posten des Sachanlagevermögens:
19. Sonstige betriebliche Erträge
20. Materialaufwand
Der Materialaufwand verringerte sich proportional zur Umsatzminderung. 21. Personalaufwand
Der Personalaufwand erhöhte sich trotz reduzierter Mitarbeiterzahl aufgrund von Entgeltanpassungen sowie Kosten im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen. 22. Abschreibungen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen:
23. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Dienstleistungen von anderen Konzerngesellschaften. Einen wesentlichen Anteil haben die Belastungen für zentrale Funktionen (z.B. Personal, IT, Finanzen). 24. Erträge aus Beteiligungen Bei den Erträgen aus Beteiligungen der Sartorius Stedim Biotech GmbH handelt es sich wie im Vorjahr in voller Höhe um Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften. 25. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Bei den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens handelt es sich in voller Höhe um Erträge aus verbundenen Unternehmen. 26. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Gewinn oder Verlust
27. Zinsergebnis
Im Zinsaufwand des Geschäftsjahres 2023 sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 71 T€ (i. Vj. 81 T€) enthalten. Diese entfallen in Höhe von 43 T€ (i. Vj. 65 T€) auf die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie mit 28 T€ (i. Vj. 16 T€) auf die sonstigen Rückstellungen. 1.634 T€ (i. Vj. 189 T€) des Zinsertrags betreffen die Rückstellungen für die Earn-Out-Zahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von BIA Separations und Xell. 1.554 T€ (i. Vj. 1.200 T€) der Zinsaufwendungen beinhalten Nachzahlungszinsen für Steuern. Die Zinserträge beinhalten keine Korrekturen auf Nachzahlungszinsen für Steuern (i. Vj. 2.400 T€). 28. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Im Geschäftsjahr wurden keine Abschreibungen vorgenommen. Im Vorjahr wurde die Beteiligung an der Sartorius Stedim BioOutsource Ltd., Glasgow, Vereinigtes Königreich, um 18.575 T€ abgeschrieben. 29. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Ertragsteuerquote der Sartorius Stedim Biotech GmbH betrug im Geschäftsjahr 10,5% (i. Vj. 27,7%). Der Rückgang der Steuerquote ist im Wesentlichen auf deutlich höhere steuerfreie Dividendenerträge im Berichtsjahr zurückzuführen. 30.Sonstige Steuern Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um Grundsteuer. 31. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Periodenfremde Erträge und Aufwendungen stellen solche Posten dar, die zwar das laufende Ergebnis beeinflussen, die aber Änderungen von Vorgängen vergangener Jahre betreffen. Die anderen Geschäftsjahren zuzuordnenden Erträge betragen für die Sartorius Stedim Biotech GmbH 9.450 T€ (i. Vj. 4.670 T€). Darin enthalten sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen 5.775 T€ (i. Vj. 13.222 T€). Diese resultieren im Wesentlichen aus Ertragsteuern für Vorjahre. Sonstige Angaben Personalstand (§ 285 Nr. 7 HGB) Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:
Angaben zu den Organen der Gesellschaft (§ 285 Nr. 10 HGB) Geschäftsführung während des Geschäftsjahres: Dr. Helge Henning Head of Operations Göttingen Bovenden Michaela Pischke Head of Business Area Separation Technologies Hardegsen Die Gesamtbezüge der Geschäftsleitung belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 405 T€. Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft bis zum 31. März 2023: Dr. René Fáber Vorsitzender Vorstand der Sparte Bioprocess Solutions der Sartorius AG Göttingen Bettina Berendsen Stellvertretende Vorsitzende Head of Sales & Services BPS Amtzell Andreas Eipel-Nußbaum Technology Transfer Specialist - Process Engineering Birkenfelde Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft ab dem 1. April 2023: Dr. René Fáber Vorsitzender Vorstand der Sparte Bioprocess Solutions der Sartorius AG Göttingen Beatrix Henseler Stellvertretende Vorsitzende Head of Human Resources des Sartorius Konzerns Mettmann Andreas Eipel-Nußbaum Technology Transfer Specialist - Process Engineering Birkenfelde Die Aufsichtsratsvergütung betrug im Geschäftsjahr 13 T€. Anteilsbesitzliste (§ 285 Nr. 11, Nr. 11a und Nr. 11b HGB) Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage zum Anhang angefügt. Die für die einzelnen Gesellschaften angegebenen Werte für das Eigenkapital und das Ergebnis entsprechen den IFRS-Daten, die zur Erstellung des Konzernabschlusses verwendet wurden. Bei nicht konsolidierten Gesellschaften wurden die Werte aus den Jahresabschlüssen des Vorjahres herangezogen. Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14, Nr. 14a HGB) Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne, Frankreich, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist unter www.infogreffe.fr/societes veröffentlicht und zudem unter www.sartorius-stedim.com erhältlich. Darüber hinaus ist die Gesellschaft über die Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne, Frankreich, mittelbar ein Tochterunternehmen der Sartorius AG, Göttingen, Deutschland, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Es wird von der Befreiung zur Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, gemäß § 291 HGB Gebrauch gemacht. Der Konzernabschluss wird der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt und ist zudem erhältlich unter www.sartorius.com. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wurde verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der Sartorius AG zum 31. Dezember 2023 enthalten sind. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 285 Nr. 21 HGB) Die nachfolgende Tabelle umfasst sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Geschäftsjahr 2023:
Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB) Nach dem Stichtag haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben. Vorschlag für die Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)Die Geschäftsführung schlägt vor, den unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2023 beschlossenen Vorabausschüttung in Höhe von 80.000 T€ verbleibenden Restbilanzgewinn der Sartorius Stedim Biotech GmbH in Höhe von 1.388.451 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.
Göttingen, den 14. März 2024 Sartorius Stedim Biotech GmbH Die Geschäftsführung Dr. Helge Henning Michaela Pischke Aufstellung des Anteilsbesitzes
1 Es bestehen
Ergebnisabführungsverträge
Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sartorius Stedim Biotech GmbH, Göttingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sartorius Stedim Biotech GmbH, Göttingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sartorius Stedim Biotech GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im gleichnamigen Abschnitt des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im gleichnamigen Abschnitt des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 22. März 2024 KPMG
AG
Schmidt, Wirtschaftsprüfer Hartke, Wirtschaftsprüferin Die Gesellschafterversammlung vom 23. April 2024 hat dem Ergebnisverwendungsvorschlag zugestimmt. Bericht des Aufsichtsrats der Sartorius Stedim Biotech GmbH gemäß §§ 171 Abs. 2 AktG, 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG über das Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat der Sartorius Stedim Biotech GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 intensiv mit der Lage und den Perspektiven der Gesellschaft befasst und die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft zugewiesenen Aufgaben wahrgenommen. Innerhalb des Geschäftsjahres 2023 gab es keine personelle Veränderung in der Geschäftsführung der Gesellschaft. Im Aufsichtsrat gab es einen personellen Wechsel. Mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2023 legte Frau Bettina Berendsen ihr Amt als Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats nieder, an ihrer statt wurde Frau Beatrix Henseler per Gesellschafterbeschluss mit Wirkung ab dem 1. April 2023 in den Aufsichtsrat bestellt und von diesem zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr zu zwei Sitzungen am 28. März und 6. Dezember 2023 zusammen. Im Rahmen der genannten Sitzungen konnte sich der Aufsichtsrat durch ausführliche Erörterung mit der Geschäftsführung Einblick in die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft verschaffen. Seitens der Geschäftsführung wurden jeweils die wichtigsten aktuellen Projekte und Themen aus den operativen Bereichen vorgestellt und mit dem Aufsichtsrat erörtert. In seiner Sitzung am 28. März 2023 befasste sich der Aufsichtsrat darüber hinaus ausführlich mit einem Akquisitionsprojekt. Der Aufsichtsrat hat sich zudem regelmäßig über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung, der strategischen Weiterentwicklung, den Gang der Geschäfte sowie wichtige Projekte schriftlich und mündlich unterrichten lassen. Ferner wurde der Aufsichtsrat durch die Geschäftsführung in alle besonderen Angelegenheiten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden. Erforderliche Beschlüsse außerhalb seiner Sitzungen fasste der Aufsichtsrat im Umlaufverfahren. Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurden von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und sind mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Dem Aufsichtsrat lagen der Jahresabschluss der Gesellschaft, der Lagebericht sowie der Vorschlag der Geschäftsführung für die Ergebnisverwendung zur Prüfung vor. An der Aufsichtsratssitzung am 23. April 2024 nahmen auch Vertreter der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, teil und berichteten auf Grundlage ihres dem Aufsichtsrat bereits vorab vorgelegten Prüfungsberichts über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen. Es bestand ausreichend Zeit, etwaige Fragen ausführlich zu erörtern. Nach intensiver Diskussion hat der Aufsichtsrat den Bericht der Wirtschaftsprüfer zustimmend und ohne Einwände zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eingehenden Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung erhoben und den Jahresabschluss gebilligt. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Göttingen, im April 2024 Der Aufsichtsrat |
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