Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 200266
Vorher
Soho Beteiligungsgesellschaft mbHSartorius Biotech GmbH
Eingetragen
19.12.2006
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieBeteiligungsgesellschaftenKreditinstitute des Sparkassensektors
Gegenstand
Forschung und Entwicklung, Herstellung, Vertrieb von und Handel mit Produkten, Geräten, Gegenständen, Systemen und Verfahren sowie die Erbringung von Service- und Dienstleistungen für Anwendungen aller Art auf den Gebieten der Labor- und Prozesstechnik sowie verwandter Technologien; Betreiben von Bankgeschäften ausschließlich mit ihrem Mutterunternehmen oder ihren Tochteroder Schwesterunternehmen, das Erbringen von Finanzdienstleistungen ausschließlich für ihre Mutterunternehmen oder ihre Tochter- oder Schwesterunternehmen sowie ggf. die Durchführung weiterer Aktivitäten, die zur Wahrnehmung der Funktion einer Inhouse-Bank des Sartorius Konzerns notwendig sind, jedoch nur insoweit vorgenannte Aktivitäten nicht nach dem Kreditwesengesetz, dem Gesetz über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten oder dem Wertpapierhandelsgesetz erlaubnispflichtig sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Torsten G. Müller
seit 10.9.2025
Prokura
Stefan Ernst
seit 25.2.2025
Geschäftsführer
Prokura
Michaela Pischke
seit 8.3.2022
Geschäftsführer
William Peer Brauer
seit 25.1.2019
Prokura
Katrin Sebastian
seit 16.3.2017
Prokura
Jens Michael Artelt
seit 9.5.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sartorius Stedim Biotech S.A.FRA
0.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Sartorius Stedim Biotech S.A.
France
6.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sartorius Stedim Biotech GmbH

Göttingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gegenstand des Unternehmens

Die Sartorius Stedim Biotech GmbH ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten und Technologien für die Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen auf biologischer Basis, sogenannter Biopharmazeutika. Sie ist wesentlicher Bestandteil des Sartorius Stedim Biotech Konzerns, dessen französische Muttergesellschaft die Sartorius Stedim Biotech S.A. ist. Im Rahmen seiner Lösungsanbieter-Strategie bietet der Sartorius Stedim Biotech Konzern der biopharmazeutischen Industrie ein Produktportfolio, das nahezu alle Prozessschritte ihrer Produktion abdeckt. Mit seinen Produkten adressiert der Konzern einen attraktiven Markt, der durch eine hohe Wachstumsdynamik und langfristige Trends gekennzeichnet ist. Die Sartorius Stedim Biotech GmbH hält einen wesentlichen Anteil der Beteiligungen des Sartorius Stedim Biotech Konzerns.

Finanzielle Steuerung und Leistungsindikatoren

Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Profitabilität ist die bereinigte EBITDA-Marge, der das um Sondereffekte bereinigte EBITDA ("underling EBITDA") zugrunde liegt. Das EBITDA wird auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt. Eine weitere wesentliche Ertragskennziffer der Sartorius Stedim Biotech GmbH ist der Umsatz.

Gesamtwirtschaftliches und branchenspezifisches Umfeld

Die Branchen, in denen der Sartorius Stedim Biotech Konzern tätig ist, sind in unterschiedlichem Maß von der Konjunktur abhängig. Der Sartorius Stedim Biotech Konzern und die Sartorius Stedim Biotech GmbH sind in einem Umfeld tätig, das weitestgehend unabhängig von volkswirtschaftlichen Schwankungen ist.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft hat sich 2023 weiter abgeschwächt, wobei die Entwicklung regional unterschiedlich verlief. So war die Abschwächung in den Industrieländern und hier vor allem im Euroraum stärker ausgeprägt als in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Nach Schätzungen des IWF stieg das globale Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr um 3,0 % (2022: +3,5 %), wobei die Konjunktur in den Industrieländern um 1,5 % zulegte (2022: +2,6 %) und das Plus in den Schwellen- und Entwicklungsländern bei 4,0 % (2022: +4,1 %) lag.

Branchenspezifisches Umfeld

Zu den wichtigsten Kundengruppen des Sartorius Konzerns zählen die biopharmazeutische und pharmazeutische Industrie sowie öffentliche Forschungseinrichtungen. Auch Labore zur Qualitätssicherung aus der Chemie- und Nahrungsmittelbranche gehören zu den Kunden des Sartorius Konzerns. Von den Entwicklungen in diesen Branchen gehen entsprechend Impulse für die Geschäftsentwicklung des Sartorius Konzerns aus.

Nachdem der weltweite Pharmamarkt in den Vorjahren kontinuierlich und teilweise stark zulegen konnte, stagnierte das Wachstum 2023 nach Angaben von EvaluatePharma. Auch die Umsätze mit biopharmazeutischen Medikamenten, die innerhalb des Pharmamarktes üblicherweise überdurchschnittlich wachsen, blieben im Jahresvergleich konstant bei rund 436 Mrd. US-Dollar. Ursächlich für diese Entwicklung waren hauptsächlich geringere Umsätze mit Coronavirus-Impfstoffen und -Therapeutika, die sich von zuvor rund 100 Mrd. US-Dollar im Berichtsjahr mehr als halbierten. Der Biopharmaanteil am gesamten Pharmamarkt lag unverändert bei rund 39 %.

Die führenden Hersteller von Bioprozesstechnologie verzeichneten 2023 rückläufige Umsätze und senkten ihre zu Jahresbeginn kommunizierten Wachstumserwartungen unterjährig mehrfach. Die Einflussfaktoren waren temporärer Natur, insbesondere das deutlich rückläufige coronabezogene Sondergeschäft sowie der Abbau von erhöhten Lagerbeständen auf Kundenseite. Zudem waren die Produktionsniveaus bei einigen Biopharmaunternehmen relativ niedrig und die Investitionstätigkeit nach mehreren Jahren intensiver Kapazitätserweiterungen insgesamt gedämpft. Gegen Ende des dritten Quartals belebte sich die Auftragslage bei einigen Unternehmen wieder und für 2024 wird eine schrittweise Verbesserung der Geschäftssituation erwartet.

Grundsätzlich hängt das Wachstum des Biopharmamarktes stärker von mittel- und langfristigen Trends als von kurzfristigen wirtschaftlichen Entwicklungen ab. Wesentliche Impulse gehen dabei von der weltweit steigenden Nachfrage nach Medikamenten sowie der Zulassung und Markteinführung innovativer Biopharmazeutika aus. Auch die Erweiterung der Indikationsgebiete für bereits zugelassene Präparate und deren weitere Marktdurchdringung sind Wachstumsfaktoren. Im Berichtsjahr lag die Zahl an biopharmazeutischen Neuzulassungen durch die amerikanische Zulassungsbehörde FDA mit 42 (Vorjahr: 31) auf einem weiterhin hohen Niveau.

Die steigende Bedeutung und Akzeptanz biopharmazeutischer Wirkstoffe spiegeln sich neben einem wachsenden Umsatzanteil am Weltpharmamarkt auch in den Entwicklungsaktivitäten der Pharmaindustrie wider. So liegt der Anteil biopharmazeutischer Präparate in der F&E-Pipeline bei rund 45 %. Eine steigende Zahl biotechnologisch hergestellter Wirkstoffe wird für die Behandlung seltener, bislang nicht behandelbarer Erkrankungen zugelassen. Dabei konzentriert sich die Pharmaindustrie verstärkt auf neuartige Therapieformen wie Zell- und Gentherapien oder biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte. 2023 belief sich die Zahl klinischer Studien mit derartigen Behandlungsansätzen auf über 1.600, sodass dieser Bereich mittel- bis langfristig ein signifikantes Wachstumspotenzial bietet. Die steigende Zahl zugelassener Biopharmazeutika sowie die größer werdende Vielfalt an Therapieformen und Wirkstoffklassen bei einer zugleich wachsenden Medikamentennachfrage sind die zentralen Treiber für den weltweiten Ausbau der Biopharma-Produktionskapazitäten.

Auch Biosimilars, also Nachahmerprodukte von Biopharmazeutika, deren Patentschutz ausgelaufen ist, spielen eine zunehmend wichtige Rolle für den Biotechnologiemarkt. Das Umsatzvolumen war 2023 nach Marktstudien mit schätzungsweise 29 Mrd. US-Dollar noch überschaubar, wächst innerhalb des Biopharmamarktes aber mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. Der Markt dürfte aufgrund des Auslaufens mehrerer Patente für umsatzstarke Biopharmazeutika sowie einer steigenden Zahl an Biosimilar-Neuzulassungen und Markteinführungen in den kommenden Jahren weiter stark zulegen. Vor allem in den USA, wo die Entwicklung aufgrund regulatorischer, patentrechtlicher und vermarktungsseitiger Herausforderungen bislang vergleichsweise langsam verlief, sollte sich die Marktdurchdringung in den nächsten Jahren deutlich beschleunigen. Global wird bis zum Jahr 2028 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von circa 15 % gerechnet.

Wettbewerbsposition

Das Wettbewerbsumfeld ist durch relativ hohe Markteintrittsbarrieren geprägt, die sich unter anderem aus der starken Regulierung der Biopharmaindustrie sowie der technologischen Komplexität ergeben. Sartorius ist in diesem Umfeld als Lösungsanbieter für zentrale Prozessschritte in der biopharmazeutischen Produktion und der vorgelagerten Prozessentwicklung positioniert. Sartorius nimmt eine führende Stellung in wesentlichen Schlüsseltechnologien ein, insbesondere in den Bereichen Bioreaktoren, Filtration sowie Flüssigkeitentransport und -lagerung. Die Hauptwettbewerber sind bestimmte Geschäftsbereiche der Unternehmen Danaher Corporation, Merck KGaA und Thermo Fisher Scientific Inc.

Geschäftsentwicklung

Nach dem pandemiebedingt außergewöhnlich hohen Wachstum in den Jahren 2020 bis 2022 verzeichnete die Sartorius Stedim Biotech GmbH im Berichtsjahr erwartungsgemäß eine schwächere Kundennachfrage. Vor allem der nach Pandemieende länger und ausgeprägter als ursprünglich erwartet andauernde Lagerbestandsabbau auf Kundenseite beeinflusste die Geschäftsentwicklung und führte zu einer rückläufigen Umsatz- und Ertragsentwicklung.

Umsatz

Der Umsatz als eine wesentliche Ertragskennziffer verringerte sich im Jahr 2023 um 451,3 Mio. € auf 1.167,8 Mio. € (i. Vj. 1.619,1 Mio. €), dies entspricht einer Abnahme von 27,9 %. Damit hat sich, nach den hohen Wachstumsraten der Jahre 2020 bis 2022, die Nachfrage im Jahr 2023 wieder normalisiert. Wesentlicher Geschäftstreiber war dabei, wie im Vorjahr, das Geschäft mit Einwegprodukten. Die ursprüngliche Umsatzprognose für das Jahr 2023 konnte aufgrund einer schneller eingetretenen Normalisierung des Nachfrageverhaltens nicht erreicht werden. Der Anteil des mit verbundenen Unternehmen erzielten Umsatzes beträgt 57,4 % am Gesamtumsatz (i. Vj. 59,1 %).

Angesichts der Nachfragenormalisierung und einer pandemiebedingt hohen Vorjahresbasis sanken die Umsätze 2023 in allen Regionen. So verzeichnete die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) mit einem Umsatzanteil von rund 66,7 % als umsatzstärkste Region einen Rückgang von 17,2 % auf 778,9 Mio. € (i. Vj. 941,0 Mio. €). Die Region Asien, die rund 15 % des Umsatzes ausmacht, erzielte einen Rückgang von 50,1 % auf 178,7 Mio. € (i. Vj. 357,8 Mio. €). Etwa 18 % des Umsatzes entfielen auf die Region Amerika, die einen Rückgang von 34,4 % auf 210,2 Mio. € (i. Vj. 320,3 Mio. €) aufweist.

Kosten- und Ergebnisentwicklung

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 402,3 Mio. € (i. Vj. 556,1 Mio. €) erzielt. Der Materialaufwand verringerte sich dabei proportional zur Umsatzreduzierungum 166,4 Mio. € auf 488,1 Mio. € (i. Vj. 654,4 Mio. €). Das Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen verringerte sich um 23,7 Mio. € auf 19,4 Mio. € (i. Vj. 43,0 Mio. €).

Der Personalaufwand erhöhte sich trotz reduzierter Mitarbeiterzahl aufgrund von Entgeltanpassungen sowie Kosten im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen auf 208,7 Mio. € (i. Vj. 205,6 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind bei höheren Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen im Wesentlichen aufgrund geringerer Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, geringerer Aufwendungen für Fremdleistungen und geringeren Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen auf 350,6 Mio.€ (i. Vj. 400,2 Mio. €) gesunken. Die Erträge aus Beteiligungen, bei denen es sich in voller Höhe um Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften handelt, sind auf 247,5 Mio. € (i. Vj. 129,8 Mio. €) gestiegen. Das negative Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von 8,2 Mio. € auf 76,1 Mio. € um 67,9 Mio. € verschlechtert.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich gegenüber dem Vorjahr um 117,6 Mio. € verringert und betragen 34,3 Mio. € (i. Vj. 152,0 Mio. €).

Entwicklung des bereinigten Ergebnisses

Die Sartorius Stedim Biotech GmbH verwendet als zentrale Ertragskennziffer die underlying EBITDA.Marge, der das um Sondereffekte bereinigte EBITDA ("underlying EBITDA") zugrunde liegt. Das underlying EBITDA auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt sich wie folgt:

in Mio.€ 2023 2022
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (HGB) 402,3 556,1
IFRS-Überleitung 11,5 48,9
Ergebnisabführungen und Dividendenerträge - 266,9 -172,8
Sondereffekte 40,4 18,9
Amortisation/Abschreibungen 32,4 26,9
Underlying EBITDA (IFRS) 219,7 478,0

Das underlying EBITDA nach HGB beläuft sich für das Berichtsjahr auf 202,7 Mio. € (i. Vj. 424,0 Mio. €) Für die Ermittlung der weiteren Kennzahlen wird das EBITDA nach IFRS verwendet, da dieses für die Steuerung der Gesellschaft maßgeblich ist.

Das underlying EBITDA im Berichtsjahr reduzierte sich um 258,3 Mio. € auf 219,7 Mio. € (i. Vj. 478,0 Mio. €). Die underlying EBITDA-Marge, welche die Umsatzerlöse der Gesellschaft in das Verhältnis zum underlying EBITDA setzt, reduzierte sich um 10,4 %-Punkte auf 20 % (i. Vj. 30,4 %). Damit wurde die Vorjahresprognose einer Marge auf dem Niveau des Vorjahres nicht erreicht.

Bereinigt um die Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, aktivierten Entwicklungskosten nach IFRS, Ergebnisabführungen und Dividendenerträgen, inklusive Sondereffekten von 40,4 Mio. € (i. Vj. 18,9 Mio. €) sowie Abschreibungen belief sich das EBIT der Sartorius Stedim Biotech GmbH auf 402,3 Mio. € (i. Vj. 556,1 Mio. €). Die Sondereffekte umfassen im Wesentlichen Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Akquisitionen, Strukturmaßnahmen (z. B. Restrukturierungen, größere Konzernprojekte) sowie andere nicht-operative Aufwendungen und Erträge.

Als Berechnungsbasis für die underlying EBITDA-Marge werden die nach HGB ausgewiesenen Umsatzerlöse von 1.167,8 Mio. € (i. Vj. 1.619,1 Mio. €) um den geänderten Ausweis von sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 69,8 Mio. € (i. Vj. 44,4 Mio. €) bereinigt und belaufen sich somit nach IFRS auf 1.096,0 Mio. € (i. Vj. 1.574,6 Mio. €) und werden ins Verhältnis zum underlying EBITDA der Gesellschaft gesetzt.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanz

Die Bilanzsumme der Sartorius Stedim Biotech GmbH hat sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 gegenüber dem 31. Dezember 2022 um 1.951,3 Mio. € auf 5.166,4 Mio. € (i. Vj. 3.215,1 Mio. €) erhöht.

Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen von 2.228,7 Mio. € auf 4.577,8 Mio. €. Dabei hat sich das Sachanlagevermögen um 118,8 Mio. € auf 651,8 Mio. € erhöht, die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich um 0,9 Mio. € auf 8,8 Mio. €. Das Finanzanlagevermögen stieg im Wesentlichen aufgrund der Polyplus-Akquisition im Berichtsjahr um 2.231,1 Mio. €. Das Umlaufvermögen verringerte sich zum Vorjahr um 419,8 Mio. € auf 566,1 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus dem Aus- bzw. Neubau von Firmengebäuden sowie der Erweiterung der Produktionskapazitäten.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 211,6 Mio. € auf 1.448,1 Mio. €. Grund hierfür war der Anstieg des Bilanzgewinns. Die Eigenkapitalquote, welche das Eigenkapital ins Verhältnis zum Gesamtkapital setzt, ist um 10,4% Prozentpunkte gesunken und beträgt im Geschäftsjahr 28,0 % gegenüber 38,5% im Vorjahr. Dies ist auf die deutlich gestiegenen Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Die Abnahme der Rückstellungen betrifft im Wesentlichen die Rückstellungen im Zusammenhang mit den Earn-Out Zahlungen.

Die Verbindlichkeiten sind um 1.850,5 Mio. € auf 3.500,8 Mio. € gestiegen. Grund hierfür ist hauptsächlich die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1.857,7 Mio. €. Dieser Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Polyplus-Akquisition.

Investitionen

Im Berichtsjahr belaufen sich die Investitionen der Sartorius Stedim Biotech GmbH auf 2.549,8 Mio. € gegenüber 693,9 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Investitionen in das Finanzanlagenvermögen. Die Investitionen für den Aus- bzw. Neubau von Firmengebäuden sowie für die Erweiterung der Produktionskapazitäten wurden weiter ausgebaut.

Finanzierung/Treasury

Die Finanzierung des Sartorius Stedim Biotech Konzerns steht auf einer langfristigen und stabilen Basis. Die wesentlichen Säulen bilden zum einen die im Jahr 2023 von der Sartorius Finance B.V. ausgegebenen Anleihen mit einem Nominalvolumen von 3.000,0 Mio. € und Laufzeiten zwischen drei und zwölf Jahren sowie eine durch die Sartorius AG im Mai 2022 abgeschlossene Konsortialkreditlinie in Höhe von 800,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis mindestens Mai 2028. Die Sartorius Stedim Biotech GmbH finanziert sich über eine von der Sartorius AG unbefristet zur Verfügung gestellte Intercompany-Kreditlinie in Höhe von 260,0 Mio. €, die zum 31. Dezem ber 2023 mit 4,6 Mio. € (i. Vj. 3,0 Mio. €) ausgeschöpft wurde. Zusätzlich bestehen zwischen der Sartorius AG und der der Sartorius Finance B.V. als Darlehensgeber und der Sartorius Stedim Biotech GmbH als Darlehensnehmer Intercompany Darlehen in Höhe von 2.600,0 Mio. € (i. Vj. 1.005,8 Mio. €), welche zwischen drei und zwölf Jahren fällig sind. Eine weitere Stütze zur Sicherung der Liquidität liefert das Factoring-Programm zum 31.12.2023 in Höhe von 63,4 Mio. € (i. Vj. 83,0 Mio. €).

Die Bruttoverschuldung gegenüber Banken beträgt unverändert 0,0 Mio. €. Aufgrund gesunkener liquider Mittel von 36,0 Mio. € (i. Vj. 36,2 Mio. €) verringert sich die Nettoliquidität auf 36,0 Mio. € (i. Vj. 36,2 Mio. €) Das Netto-Umlaufvermögen reduzierte sich von 305,2 Mio. € um 675,8 Mio. € auf -370,7 Mio. €. Dies steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Infolge der weltweiten Vertriebsstruktur generiert die Sartorius Stedim Biotech GmbH Zahlungen in verschiedenen Fremdwährungen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Zahlungen in US-Dollar, Britischen Pfund, Singapur Dollar, Südkoreanischen Won, Schwedischen Kronen, Schweizer Franken und Japanischen Yen. Durch das globale Produktionsnetzwerk mit Produktionsstätten außerhalb Deutschlands in Nordamerika, Großbritannien, China und Indien kann ein Großteil der Wechselkursschwankungen kompensiert werden (sog. Natural Hedging). Ein Teil des verbleibenden Nettowährungsexposures wird durch Währungsgeschäfte abgesichert.

Cashflow

Die Cash Earnings nach DVFA/SG (Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung/Schmalenbach Gesellschaft) für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 318,9 Mio. € (i. Vj. 437,3 Mio. €). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 213,8 Mio. € auf 86,2 Mio. € (i. Vj. 299,9 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf - 2.184,5 Mio. € (i. Vj. - 588,6 Mio. €). Grund für die höheren Investitionen im Vergleich zum Vorjahr sind im Wesentlichen die Investitionen in das Finanzanlage vermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich bei einer Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 80,0 Mio. € auf insgesamt 2.098,1 Mio. € (i. Vj. 239,1 Mio. €). Der Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Polyplus-Akquisition.

Die liquiden Mittel am 31. Dezember 2023 betrugen 36,0 Mio. € (i. Vj. 36,2 Mio. €). Dem stehen jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,0 Mio. € (i. Vj. 0,0 Mio. €) gegenüber.

Forschung und Entwicklung

Die Sartorius Stedim Biotech GmbH hat im Berichtsjahr 67,5 Mio. € für Forschung und Entwicklung (F&E) aufgewendet. Im Vergleich zum Vorjahr (49,2 Mio. €) erhöhte sich der Wert um 37,2%. Die umsatzbezogene F&E-Quote erhöhte sich um 2,7 %-Punkte und liegt nun bei 5,8 % (i. Vj. 3,0 %).

Die Entwicklungsaktivitäten des Sartorius Stedim Biotech Konzerns konzentrieren sich im Wesentlichen auf Technologiebereiche wie Membranen, die die Kernkomponente für unsere Filterprodukte bilden, unterschiedliche Technologieplattformen, darunter sterile Container für das Flüssigkeitsmanagement bei biopharmazeutischen Prozessen und Sensoren, sowie Prozesssteuerung, beispielsweise für die Fermentation. Weitere Schwerpunkte sind Entwicklungen bei Materialien und Komponenten, dazu zählen Plastik, Elastomere oder intelligente Polymere sowie eine erweiterte Datenanalyse, die Zelllinienentwicklung und kritische Medienkomponenten für proteinbasierte, virale und sogenannte neuartige Therapien.

Der größte Standort für Produktentwicklung ist in Göttingen, wo im Berichtsjahr ein neues Gebäude für Produktentwicklung in Betrieb genommen wurde. Weitere wichtige Aktivitäten gibt es in Frankreich, Indien, den USA und Großbritannien sowie in Schweden, Israel, Slowenien und an anderen Standorten in Deutschland.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum Geschäftsjahresende 31. Dezember 2023 waren in der Sartorius Stedim Biotech GmbH 2.488 Mitarbeiter beschäftigt. Als innovatives Technologieunternehmen beschäftigt die Gesellschaft eine Vielzahl hoch qualifizierter Mitarbeiter sowohl aus naturwissenschaftlichen als auch aus technischen Fachrichtungen. Durch das Aufzeigen interessanter Entwicklungsperspektiven sind wir bestrebt, unsere Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß

§ 289f. Abs. 4 HGB

Diese Inhalte waren nicht Teil der Prüfung des Lageberichts.

Gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG ist die Gesellschafterversammlung verpflichtet, Ziele für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat und unter den Geschäftsführern festzulegen. Die Geschäftsführer wiederum sind verpflichtet, Ziele für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer festzulegen (§ 36 GmbHG).

Für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat und unter den Geschäftsführern hat die Gesellschafterversammlung zuletzt im März 2022 jeweils eine Zielgröße von 1/3 sowie eine Frist zu deren Erreichung bis zum 31. Dezember 2025 festgelegt. Ergibt sich zu einem bestimmten Zeitpunkt bei Anwendung der Zielquote auf die jeweils aktuelle Gesamtzahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats bzw. von Geschäftsführern keine ganze Zahl von Frauen, so gilt die Zielquote erst dann als erreicht, wenn die nächsthöhere ganze Zahl von Frauen dem Aufsichts rat bzw. der Geschäftsführung angehören.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht derzeit aus einer Frau und zwei Männern, die Geschäftsführung aus einer Frau und einem Mann. Die vorgenannten Zielgrößen sind zum jetzigen Zeitpunkt somit erfüllt.

Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unter den Geschäftsführern haben die Geschäftsführer zuletzt im März 2022 jeweils eine Zielgröße von 1/3 sowie eine Frist zu deren Erreichung bis zum 31. Dezember 2025 festgelegt. Ergibt die Anwendung der Zielquote auf die jeweils aktuelle Gesamtzahl der Personen in der ersten oder zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer zu einem bestimmten Zeitpunkt keine ganze Zahl von Frauen, so gilt die Zielquote nur als erfüllt, wenn die nächsthöhere ganze Zahl von Frauen erreicht ist.

Bei der Abgrenzung der Führungsebenen ist die Integration der Gesellschaft in den Sartorius Konzern sowie dessen globale funktionale Organisationsstruktur zu berücksichtigen. Infolgedessen bestehen in den Grenzen der Gesellschaft keine eigenständigen Führungsebenen, deren Berichtslinien bei den Geschäftsführern zusammenlaufen würden. Eine sinnvollere Betrachtung erfordert hingegen eine Abgrenzung der Führungsebenen aus Konzernperspektive. Als Angehörige der ersten bzw. zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer werden daher jene Personen betrachtet, die in der globalen funktionalen Organisationsstruktur des Sartorius Konzerns der ersten bzw. zweiten Führungsebenen unterhalb des Vorstands der Sartorius AG angehören und zugleich in einem Anstellungsverhältnis mit der Sartorius Stedim Biotech GmbH oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft stehen. Soweit Geschäftsführer der Gesellschaft einer der genannten Führungsebenen angehören, werden diese aus der Betrachtung ausgeschlossen, sodass eine doppelte Zählung vermieden wird.

Zum 31. Dezember 2023 gehörten nach dieser Methodik keine Frau und drei Männer, die in einem Anstel ungsverhältnis mit der Sartorius Stedim Biotech GmbH oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft standen, der ersten Führungsebene (Frauenanteil: 0%) sowie neun Frauen und 22 Männer der zweiten Führungsebene (Frauenanteil: rund 29%) an.

Generell sei angemerkt, dass aufgrund der relativ geringen Anzahl von Führungskräften auf beiden Ebenen bereits wenige personelle Veränderungen zu größeren Ausschlägen bei der Quote führen können. Zudem ist aus Konzernperspektive eine Betrachtung sämtlicher Angehöriger der beiden Führungsebenen, unabhängig ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konzerngesellschaft, aussagekräftiger. Im gesamten Sartorius Konzern gehörten zum 31. Dezember 2023 der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands fünf Frauen und elf Männer (Frauenanteil: rund 31%) sowie der zweiten Führungsebene 30 Frauen und 66 Männer (Frauenanteil: rund 31%) an.

Organisation

Seit der Zusammenführung der damaligen Sparte Biotechnologie des Sartorius Konzerns mit der Stedim S.A. ist die Sartorius Stedim Biotech GmbH Teil des rechtlich eigenständigen Konzerns Sartorius Stedim Biotech S.A., dessen Muttergesellschaft ihren Hauptsitz im südfranzösischen Aubagne, nahe Marseille, hat.

Materialwirtschaft

Die Situation bei den Lieferketten hat sich 2023 gegenüber den Vorjahren weiter entspannt. Die Lieferzeiten für die meisten Produkte haben sich normalisiert und auch die Verfügbarkeit elektronischer Komponenten und einiger chemischer Rohstoffe hat sich im Jahresverlauf verbessert.

Produkte und Vertrieb

Der Sartorius Stedim Biotech Konzern vermarktet Produkte und Dienstleistungen für die gesamte Wertschöpfungskette der biopharmazeutischen Produktion und der vorgelagerten Prozessentwicklung. Die Produktpalette umfasst unter anderem Zelllinien, Zellkulturmedien, Bioreaktoren, ein breites Sortiment für die Separation, Reinigung und Aufkonzentrierung sowie Lösungen für die Lagerung und den Transport von biologischen Zwischen- und Endprodukten.

Mit der Akquisition des französischen Unternehmens Polyplus hat Sartorius das Produktportfolio seiner Bioprozesssparte im Bereich der Zell- und Gentherapien deutlich erweitert. Polyplus entwickelt und produziert Transfektions- sowie DNA- und RNA-Trägerreagenzien und Plasmid-DNA in hoher, GMP-konformer Qualität. Diese Komponenten sind erfolgskritisch für die Herstellung viraler Vektoren, die bei Zell- und Gentherapien sowie weiteren neuen medizinischen Therapieverfahren eingesetzt werden. Die Lösungen von Polyplus sind hoch komplementär zum Portfolio, das Sartorius in den letzten Jahren aufgebaut hat und das inzwischen verschiedene Zellkulturmedien, weitere kritische Rohmaterialien sowie Aufreinigungstechnologien für die Entwicklung und Herstellung neuartiger Therapien umfasst.

Im Bereich der Filtration hat die Bioprozesssparte im Berichtsjahr eine neue Plattform für die großvolumige Herstellung von Biopharmazeutika auf den Markt gebracht, in die verschiedenste Filtertypen vorkonfiguriert eingebaut werden können. Die Plattform eignet sich für zahlreiche Separationsschritte von der Vorfiltration der Zellkulturmedien über die Virenabreicherung bis hin zur späteren Sterilfiltration; sie ist besonders anwenderfreundlich in der Handhabung und führt zu einer deutlichen Reduktion der Produktionszeit. Ebenfalls wurde ein neues Hochdurchsatz-Instrument für die Klärung und Aufreinigung von monoklonalen Antikörpern gelauncht, dass Kunden hilft, in der Zelllinienentwicklung kleine Zellkulturproben schneller für die Downstream-Analyse vorzubereiten. Des Weiteren wurde ein System eingeführt, das eine parallele, gleichmäßige Befüllung von Einwegbeuteln beispielsweise mit Zellkulturmedien für die Herstellung von Zelltherapien erlaubt und damit den Abfüllvorgang deutlich beschleunigt.

Die Sartorius Stedim Biotech GmbH vertreibt ihr Produktportfolio direkt. Die Vertriebsaktivitäten bei Großkunden werden dabei durch ein globales Key Account Management koordiniert.

Die Kundenkommunikation über Besuche vor Ort wird inzwischen über digitale Wege ergänzt: Viele Kundenkontakte werden mithilfe digitaler Kommunikationswerkzeuge durchgeführt. Für die direkte Interaktion werden Videokonferenzen oder Augmented Reality eingesetzt, etwa für Produktvorführungen, Trainings und Inbetriebnahmen. Ein weiterer Fokus zur Stärkung der Vertriebskraft liegt auf dem Ausbau der internationalen Präsenz sowie auf der fortlaufenden Verbesserung der Vertriebseffektivität, beispielsweise durch Produkt- und Applikationstrainings sowie Fachschulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Chancen- und Risikobericht

Grundsätze

Als international agierendes Unternehmen ist die Sartorius Stedim Biotech GmbH naturgemäß im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Risikopolitik zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht.

Um bestehende und potenzielle Risiken effizient berücksichtigen zu können, hat der Sartorius Konzern ein Risikomanagement-System (RMS) implementiert, in welches die Sartorius Stedim Biotech GmbH eingebunden ist. Das RMS dient der frühzeitigen Identifikation, Bewertung und Überwachung von Risiken. Auf diese Weise verfügt die Geschäftsleitung jederzeit über Informationen zur Gesamtrisikolage und kann gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen.

Durch regelmäßige Beurteilung aller erkennbaren Risiken wird die Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen ergriffen bzw. bilanzielle Vorsorge getroffen.

Als Partner der Pharmabranche ist die Sartorius Stedim Biotech GmbH in zukunftsorientierten und wachstumsstarken Branchen tätig. Wesentliche Chancen ergeben sich aus verschiedenen Markt- und Technologietrends. Auf der Grundlage von Qualitätsprodukten, hoher Markenbekanntheit und etablierten Kundenbeziehungen sehen wir gute Chancen, unsere führende Marktposition zu stabilisieren und weiter auszubauen. Im Hinblick auf die weitere Steigerung unserer Profitabilität können sich Chancen aus dem stringenten Management von Prozessen und Kosten ergeben.

Beschaffungsrisiken und -chancen

Wir beziehen von unseren Lieferanten eine Vielzahl von Rohstoffen, Bauteilen, Komponenten und Dienstleistungen. Damit verbunden sind Risiken in Form von unerwarteten Lieferengpässen und/oder Preissteigerungen. Das wirtschaftliche Umfeld hat in den Jahren 2022 und 2023 zu Preissteigerungen in nahezu allen Bereichen geführt. Preiseffekte auf der Einkaufs- und Kundenseite glichen sich dabei weitgehend aus, sodass die Inflation keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Profitabilität hatte.

Im Bereich des Lieferantenmanagements wurden in den letzten Jahren Tools und Prozesse zum Management von Risiken und der Sicherstellung von Lieferkontinuität implementiert. Wichtige Maßnahmen zur Redu zierung potenzieller Versorgungsengpässe sind das Vorhalten von Sicherheitslagerbeständen sowie die Festlegung von Alternativmaterialien beziehungsweise -lieferanten. Zusätzlich werden regelmäßig Lieferanten- überprüfungen durchgeführt und der Lieferstatus und die Lagerreichweite von kritischen Rohstoffen sorgfältig überwacht. Für die hier beschriebenen Risiken sehen wir eine mögliche Eintrittswahrscheinlichkeit, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein dürfte.

Produktionsrisiken und -chancen

Auf Basis unserer technologischen Kernkompetenz fertigen wir einen erheblichen Teil der Produkte mit hoher Fertigungstiefe selbst, wie z. B. Filter. Bei anderen Produkten, wie etwa Bioreaktoren, arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, wodurch wir einen Teil der Produktionsrisiken auf externe Dritte verlagern. Im Fall der Eigenproduktion tragen wir die damit verbundenen Risiken, wie beispielsweise Kapazitätsengpässe bzw. Überkapazitäten, Produktionsausfälle, überhöhte Ausschussraten und hohe Working Capital-Bindung sowie die Abhängigkeit von einzelnen Produktionsstandorten.

Durch sorgfältige Planung der Produktionskapazitäten, die Nutzung variabel einsetzbarer Maschinen und halbautomatischer Einzelarbeitsplätze in Verbindung mit flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie durch die kontinuierliche Überwachung der Produktionsprozesse werden diese Risiken begrenzt. Darüber hinaus sind wir aufgrund unseres globalen Produktionsnetzwerks in der Lage, eventuell auftretende Kapazitätsengpässe durch Produktionsverlagerung teilweise auszugleichen und die Abhängigkeiten von einzelnen Standorten zu begrenzen. Eine starke Nachfragevolatilität wie seit Beginn der Coronavirus-Pandemie kann dennoch zu einer zeitweisen Über- oder Unterauslastung der Produktionskapazitäten führen, mit entsprechenden positiven oder negativen Auswirkungen auf die Profitabilität.

In einigen Produktionsbereichen setzen wir leicht entzündliche oder explosive Stoffe ein. Eine unsachgemäße Handhabung dieser Materialien kann zu signifikanten Sachschäden und Betriebsunterbrechungen führen. Wir haben an den betroffenen Standorten organisatorische und bauliche Maßnahmen getroffen, um diese Risiken weitestgehend zu reduzieren.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der oben beschriebenen Risiken betrachten wir als möglich, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann.

Als Chance betrachten wir, dass wir durch unsere Investitionen in die Infrastruktur und Produktionsmittel eine hohe Flexibilität in der Fertigung besitzen und in der Lage sind, den Anforderungen von Kunden und Regulierern im Hinblick auf Konzepte zum betrieblichen Kontinuitätsmanagement nachzukommen. Dieser Ansatz gewährleistet außerdem, dass sich die internationalen Produktionsstandorte auf bestimmte Produktionstechnologien konzentrieren und regionale Kostenvorteile nutzen können. Zudem helfen uns kontinuierliche Verbesserungen in der Fertigung, wie die Vereinfachung von Prozessen oder eine höhere Automatisierung und Digitalisierung, die Effizienz weiter zu erhöhen.

Absatzrisiken und -chancen

Der Vertrieb unserer Produkte ist weltweit über verschiedene Vertriebskanäle organisiert. Mögliche Risiken bestehen in einer unerwarteten Änderung der Nachfragestruktur, in einem zunehmenden Preisdruck sowie in der Nichteinhaltung mit Kunden getroffener Liefervereinbarungen. Das Finanzierungsumfeld für kleinere Biotech-Unternehmen hat sich nach Pandemieende eingetrübt und zu einer geringeren Nachfrage dieser Kundengruppe geführt. Sollte diese Zurückhaltung andauern, könnten sich Auswirkungen auf die Wachstumsprognosen der Gesellschaft ergeben. Die rückläufige Nachfrage infolge des Rückgangs des coronabezogenen Zusatzgeschäfts sowie des Abbaus erhöhter Lagerbestände auf Kundenseite dürfte die Branchenentwicklung nur temporär belasten. Wir sehen die grundsätzlichen Wachstumstreiber als intakt an und rechnen in den nächsten Jahren wieder mit einem profitablen Wachstum

Anhand gezielter Marktanalysen versuchen wir, Entwicklungstendenzen in der Nachfrage auf einzelnen Teilmärkten frühzeitig zu erkennen, um entsprechend reagieren zu können. Mit technischen Innovationen sowie durch den Umstand, dass eine Vielzahl unserer Produkte für validierte Produktionsprozesse in der biopharmazeutischen Industrie eingesetzt wird, verringern wir das Risiko eines zunehmenden Preisdrucks Durch den Aufbau und die Nutzung von Zentrallagern haben wir in den letzten Jahren unsere Vertriebslogistik optimiert und somit die entsprechenden Risiken begrenzt.

Geopolitische Krisen führen häufig zu Handelsbeschränkungen oder Sanktionen für bestimmte Produkte in einzelnen Ländern oder Regionen. Eine Verschärfung der Sanktionen in den aktuellen Konflikten oder die Verabschiedung weiterer Beschränkungen, etwa aufgrund neuer Krisen, kann daher auch zu weitergehenden Beschränkungen hinsichtlich der Absatzmöglichkeiten des Konzerns führen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der oben beschriebenen Risiken betrachten wir als möglich, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann.

Chancen im Bereich des Absatzes sind möglich, wenn wir durch die zunehmende Breite unseres Produktportfolios weitere Produkte bei bestehenden Kunden platzieren können.

Qualitätsrisiken und -chancen

Unsere Produkte kommen bei unseren Kunden in einer Vielzahl von kritischen Produktionsprozessen wie der Herstellung von Impfstoffen, Medikamenten, medizinischen Geräten, Lebensmitteln oder Chemikalien sowie in Forschungs- und Entwicklungslaboren zum Einsatz. Risiken in diesem Zusammenhang bestehen vor allem in der Nichterfüllung vereinbarter Qualitätskriterien und daraus resultierenden Schäden auf Seiten unserer Kunden oder deren Kunden, für die wir in Form von Schadensersatz in Anspruch genommen werden können. Gerade im Bereich der Impfstoff- oder Arzneimittelherstellung kann der entstandene Schaden bereits beim Verlust von kleinen Produktionsvolumina auf Kundenseite signifikant sein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir als gering, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann.

Durch umfangreiche Qualitätskontrollen sowie den Einsatz moderner Fertigungstechniken in - wo erforderlich - klassifizierter Reinraumumgebung stellen wir sicher, dass alle Produkte höchsten Qualitätsansprüchen und den hohen regulatorischen Anforderungen genügen. Ferner unterliegen diese Fertigungstechniken und -verfahren im Rahmen von Verbesserungsprozessen einer kontinuierlichen Überprüfung und werden entsprechend aktuellen Anforderungen optimiert. Qualitätskontrollen erfolgen sowohl innerhalb der Fertigungsprozesse als auch im Rahmen von Testverfahren an den Endprodukten. So wird gewährleistet, dass kritische oder wesentliche Produkteigenschaften kontinuierlich erfüllt werden. Ein strenger Produktfreigabeprozess stellt zudem sicher, dass nur Produkte versendet werden, die den vereinbarten Spezifikationen entsprechen.

Die Wirksamkeit der bestehenden Qualitätssysteme wird durch die erfolgreiche Durchführung regelmäßiger Kunden-Audits ebenso bestätigt, wie durch die Zertifizierungen nach ISO 9001 und, wenn anwendbar, auch nach ISO 13485. Unabhängig davon werden in signifikantem Umfang Produkthaftungsrisiken versichert.

Wir erweitern unser Produktportfolio kontinuierlich um neue Technologien und Anwendungen, nicht nur durch eigene Entwicklungen, sondern auch durch Kooperationen mit Partnern. Um sicherzustellen, dass die Partner die hohen Qualitätsstandards erfüllen, wurde ein strenger Qualifizierungsprozess etabliert. Wir helfen unseren Partnern im Bedarfsfall auch dabei, ihre Qualitätssysteme zu verbessern.

Mit einem Rückverfolgungssystem wird garantiert, dass komplette Chargen sofort identifiziert und bei Bedarf zurückgerufen werden können. Dies minimiert die Folgen bei der Entdeckung eines Mangels oder einer nicht konformen Komponente an einem Produkt. Die zeitnahe Bearbeitung und systematische Dokumentation von Kundenmeldungen erfolgt über ein Beschwerdemanagementsystem, welches eine effiziente Analyse der gemeldeten Fälle sowie die Einleitung von notwendigen Maßnahmen sicherstellt.

In unseren Zielbranchen lässt sich der Trend zu immer höheren Qualitätsansprüchen beobachten, der nicht zuletzt durch steigende Anforderungen der zuständigen Behörden beim Patientenschutz und bei der Produktsicherheit ausgelöst wurde. Neue Regulierungen bergen das Risiko, dass sie übersehen werden oder schwer umzusetzen sind. Für uns eröffnen sie jedoch auch Chancen, da die Eintrittsbarriere für potenzielle Marktteilnehmer weiter erhöht wird. Zugleich schaffen sie einen Anreiz zur Entwicklung weiterer technologischer Innovationen. Durch Gremienarbeit, Mitgliedschaften in Industrieverbänden und Normenausschüssen sind wir in der Lage, an der Gestaltung neuer Richtlinien mitzuwirken bzw. diese frühzeitig zu erkennen und uns entsprechend darauf vorzubereiten.

Akquisitionsrisiken und -chancen

Durch Akquisitionen ergeben sich zahlreiche Chancen wie Umsatzwachstum, die Ergänzung des Produktportfolios oder die Erschließung neuer Märkte. Gleichzeitig birgt der Kauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen eine Reihe typischer Risiken, beispielsweise falsche Bewertungsannahmen, unvollständige Ausschöpfung erwarteter Synergieeffekte oder eine nicht erfolgreiche Integration.

Um diese zu reduzieren, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehören die Durchführung einer gründlichen Due-Diligence-Prüfung im Hinblick auf die relevanten Bereiche und eine umfangreiche Analyse des betreffenden Marktes. Ferner werden bei Bedarf externe Beraterinnen und Berater sowie Sachverständige in die Kauf- oder Verkaufsprozesse eingebunden. Besonderes Augenmerk wird auf die risikoadäquate Ausgestaltung der Transaktionsverträge, insbesondere durch die Zusicherung bestimmter Eigenschaften oder Garantien sowie die Vereinbarung von Kaufpreis-Anpassungsmechanismen und Haftungsklauseln gelegt. Zudem werden bei Bedarf entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Nach Durchführung der Akquisition schließt sich unmittelbar eine Integrationsphase an, in der ebenfalls mögliche Risiken zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt erkannt und durch entsprechende Gegenmaßnahmen vermieden oder minimiert werden können. Um einen effizienten Integrationsprozess zu gewährleisten und die damit einhergehenden Risiken zu reduzieren, wurde ein sogenanntes Post Merger Integration (PMI) Office als eigenständige Funktion im Verantwortungsbereich des Finanzvorstands etabliert.

Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bedeutende Akquisitionen getätigt, vor allem im Bereich der Zellund Gentherapie. Im Jahr 2023 erwarb der Konzern Polyplus, einen führenden Entwickler und Hersteller von Transfektions- und anderen DNA | RNA-Verabreichungsreagenzien und Plasmid-DNA in hoher Qualität. Der Kaufpreis dieser Transaktion betrug rund 2,4 Mrd. Euro (einschließlich übernommener Schulden). In Kombination mit weiteren Akquisitionen in den Bereichen kritische Komponenten für die Entwicklung und Herstellung neuartiger Therapien (z.B. Biological Industries Israel, CellGenix, Xell, Albumedix) und Downstream-Lösungen für die Herstellung von Gentherapeutika (BIA Separations) sieht sich der Konzern im dynamisch wachsenden Bereich der Zell- und Gentherapien gut positioniert.

Gleichzeitig die Zinsaufwendungen deutlich gestiegen. Wenn sich das adressierte Geschäftsfeld (z.B. Zell- und Gentherapie) nicht wie erwartet entwickelt oder die Akquisitionen nicht angemessen integriert werden, könnte dies die Bonität und damit Entwicklung des Unternehmens deutlich beeinträchtigen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der oben beschriebenen Risiken betrachten wir als möglich, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann.

Mitarbeiterrisiken und -chancen

Als innovatives Technologieunternehmen beschäftigen wir einen großen Anteil hoch qualifizierter Mitarbeiter. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, in Zukunft keine passenden Mitarbeitenden gewinnen zu können oder aber bestehende Leistungsträger zu verlieren. Die zunehmende Volatilität des Geschäfts in den vergangenen Jahren stellt zum einen große Herausforderungen an die Integration und Einarbeitung neuer Kollegen und Kolleginnen (Wachstumsszenario), andererseits ist eine große Flexibilität erforderlich und die Möglichkeit, organisatorische Veränderungen effizient und effektiv umsetzen zu können.

Wir versuchen daher, Mitarbeiter in Schlüsselpositionen und Talente durch leistungsbasierte Vergütungsmodelle, gezielte Fortbildungsangebote, attraktive Sozialleistungen sowie durch das Aufzeigen interessanter Entwicklungsperspektiven langfristig im Unternehmen zu halten. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere Personalentwicklungsinitiativen und Führungskräfteprogramme weiterentwickelt. Der Erfolg dieser Maßnahmen spiegelt sich in einer in den vergangenen Jahren geringen Fluktuation wider. In Einzelfällen enthalten Arbeitsverträge eine Klausel, die einen Wechsel zu direkten Konkurrenzunternehmen untersagt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir als möglich, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann.

Dem demografischen Wandel begegnen wir vor allem durch eine Ausbildung von Nachwuchskräften sowie der Förderung des kontinuierlichen Lernens für jeden Mitarbeitenden, begleitet durch entsprechende Leistungsentwicklungsprozesse. Hieraus resultieren wiederum Chancen für uns, indem wir Mitarbeitende selbst qualifizieren, langfristig binden und dadurch den Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal gut decken zu können.

Um einen reibungslosen Einstieg neuer Mitarbeiter und einen angemessenen Wissenstransfer zu gewährleisten, wurden spezifische Einarbeitungsprozesse für Mitarbeitende und Führungskräfte entwickelt und eingeführt. Zudem nutzen wir eine digitale HR-Plattform, die sichere und stabile Prozesse unterstützt und Entscheidungen auf Basis hochwertiger Daten ermöglicht.

Finanzielle Risken und Chancen

Durch die globale Ausrichtung der Sartorius Stedim Biotech GmbH ist die Geschäftstätigkeit mit finanziellen Risiken verbunden. Hierzu zählen vor allem das Wechselkursrisiko, das Zinsänderungsrisiko und das Liquiditätsrisiko. Umgekehrt stehen den finanziellen Risiken, insbesondere dem Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiko, entsprechende Chancen gegenüber. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der nachfolgend beschriebenen Risiken betrachten wir als wahrscheinlich, wobei diese bei Eintritt von moderater Bedeutung sein können.

Die Gesellschaft ist insbesondere in Bezug auf den US-Dollar bei der Währungsumrechnung von Bilanz- bzw. Gewinn- und Verlustrechnungs-Positionen von Wechselkursänderungen positiv oder negativ betroffen. Der über die Kosten in Fremdwährung hinausgehende Umsatzanteil in Fremdwährung, das sogenannte Nettowährungsexposure, wird ebenso wie die Fremdwährungsentwicklung laufend beobachtet. Auf Grundlage des derzeitigen und erwarteten zukünftigen Nettowährungsexposures kommen derivative Finanzinstrumente, vor allem Spot-, Forward- und Swapgeschäfte insbesondere in Bezug auf den US-Dollar, den Koreanischen Won, den Singapur-Dollar, das Britische Pfund, die Schwedische Krone, den Japanischen Yen und den Schweizer Franken zum Einsatz. Für den Großteil der ausstehenden Kredite (ca. 92%) wurde eine Festzinssatzvereinbarung getroffen, sodass hier kein Risiko schwankender Zahlungsströme besteht. Die übrigen zum Stichtag ausstehenden Finanzierungsinstrumente werden in Abhängigkeit eines Marktzinses verzinst. Die Sartorius Stedim Biotech GmbH ist in das zentrale Liquiditätsmanagement des Sartorius Konzerns eingebunden, um einerseits entsprechende Risiken zu minimieren und zu kontrollieren und andererseits die Liquiditätssteuerung aus Konzernsicht zu optimieren.

Regulatorische Risiken

Als Partner der biopharmazeutischen Industrie und des Gesundheitswesens sind wir auch von regulatorischen Änderungen in diesen Branchen betroffen. Das wesentliche Risiko in diesem Zusammenhang besteht in einer möglichen restriktiveren Vorgehensweise der Aufsichtsbehörden, wie zum Beispiel der Food & Drug Administration (FDA) USA, der European Medicines Agency (EMA) sowie weiterer nationaler bzw. internationaler Instanzen bei der Zulassung neuer Medikamente oder medizinischer Geräte. Des Weiteren ist auch die Beachtung von Vorschriften anderer relevanter Behörden (z.B. Environmental Protection Agency oder Department of Agriculture in den USA) wichtig, um lokale oder globale regulatorische Risiken zu kontrollieren.

Eine unzureichende Beachtung der jeweils gültigen Vorschriften seitens unserer Kunden könnte Zulassungsprozesse verzögern oder sogar die Anzahl der neu zugelassenen Medikamente verringern und damit auch die Zukunftsaussichten von Sartorius mittelfristig verschlechtern. Im Hinblick auf eigene Produkte unterliegt der Konzern in zahlreichen Ländern ebenfalls umfangreichen Zulassungs-, Registrierungs- und Meldeverpflichtungen. Die Nichteinhaltung der teilweise komplexen Anforderungen kann zu Verkaufs- bzw. Einfuhrverboten sowie Strafzahlungen führen. Die für regulatorische Angelegenheiten zuständigen Funktionen innerhalb von Sartorius überwachen die betroffenen Märkte und bewerten, ob Änderungen in den Prozessen erforderlich sind. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir als möglich, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann.

Umweltrisiken aus dem Produktionsprozess

Sartorius verwendet in seinem Herstellungsprozess ein breites Spektrum an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, darunter Chemikalien, Kunststoffe, Metalle, elektronische Komponenten und Verpackungen. Bei einigen Produktionsprozessen fallen Abfälle aus Lösungsmitteln an, die gemäß bestimmten Vorschriften verwertet und entsorgt werden müssen. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, dass diesbezüglich gesetzliche Vorgaben in diesem Bereich nicht eingehalten werden. Umweltschäden könnten den Ruf von Sartorius beschädigen und rechtliche bzw. finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. Um die Agilität des Konzerns weiter zu erhöhen, die gesetzlichen Anforderungen und die Erwartungen der Branche zu erfüllen, müssen Plattformen für das Management von Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsdaten kontinuierlich verbessert werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir als gering, wobei diese bei Eintritt von wesentlicher Bedeutung sein kann.

Für die Beachtung der entsprechenden Vorschriften im Hinblick auf die sichere Handhabung der Materialien, Vermeidung von Emissionen sowie geordnete Entsorgungswege ist insgesamt der Bereich Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz zuständig. Sartorius hat ein Umweltmanagementsystem (ISO 14001:2015) zur Steuerung von Umweltthemen und zur Risikominderung eingerichtet.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation und künftige Entwicklung

Im Berichtszeitraum waren keine Risiken erkennbar, die als unternehmensbestandsgefährdend zu werten gewesen wären. Es besteht weder aus Substanz- noch aus Liquiditätsgründen eine Bestandsgefährdung des Unternehmens.

Für die Zukunft sind derzeit ebenfalls keine bestandsgefährdenden Risiken absehbar.

Ausblick

Auf Basis der leichten Nachfrageerholung seit Ende des dritten Quartals 2023 sowie der von Branchenbeobachtern prognostizierten positiven Marktaussichten, bei gleichzeitig noch instabilen Markttrends und der damit eingeschränkten Visibilität, erwartet das Unternehmen einen Umsatzzuwachs im oberen einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr. Hinsichtlich der Profitabilität wird ein Anstieg der underlying EBITDA-Marge auf etwas über 25 % gegenüber dem Vorjahreswert von 20 % prognostiziert, beeinflusst durch ein höheres Umsatzvolumen und durch die Realisierung von Kostensenkungsmaßnahmen.

 

Göttingen, den 14. März 2024

Sartorius Stedim Biotech GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Helge Henning

Michaela Pischke

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA (in T€)

Anhang 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände [1]
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.787 9.648
2. Geschäfts- oder Firmenwert 47 8.834 63 9.711
II. Sachanlagen [2]
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 225.929 152.851
2. Technische Anlagen und Maschinen 72.463 68.571
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.016 38.929
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 300.356 651.764 272.597 532.948
III. Finanzanlagen [3]
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.875.323 1.551.737
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 24.531 122.861
3. Beteiligungen 17.315 3.917.169 11.475 1.686.073
4.577.767 2.228.732
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte [4]
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 43.450 62.345
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 23.926 23.686
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 102.883 101.661
4. Geleistete Anzahlungen 927 171.186 699 188.391
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände [5]
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.254 23.893
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 328.466 710.656
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.301 0
4. Sonstige Vermögensgegenstände 19.924 358.945 26.755 761.304
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 35.995 36.249
566.126 985.944
C. Rechnungsabgrenzungsposten [6] 22.503 446
5.166.396 3.215.122

PASSIVA (in T€)

Anhang 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital [7] 6.000 6.000
II. Kapitalrücklage [8] 53.628 53.628
III. Bilanzgewinn [9] 1.388.451 1.176.839
1.448.079 1.236.467
B. Rückstellungen [10]
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.352 2.448
2. Steuerrückstellungen 167.933 185.880
3. Sonstige Rückstellungen 44.477 137.113
214.762 325.441
C. Verbindlichkeiten [11]
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 1
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.514 25.973
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36.620 39.249
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.437.424 1.579.732
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.407 1.429
6. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern 2.933 (i. Vj. 2.426) - 4.850 3.969
3.500.816 1.650.353
D. Rechnungsabgrenzungsposten [12] 2.739 2.861
5.166.396 3.215.122

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

in T€ Anhang 2023 2022
1. Umsatzerlöse [16] 1.167.830 1.619.098
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen [17] -3.100 10.005
3. Andere aktivierte Eigenleistungen [18] 3.899 2.727
4. Sonstige betriebliche Erträge [19] [31] 40.339 50.776
5. Materialaufwand [20]
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 479.815 - 641.474
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 8.279 - 488.094 - 12.963 - 654.437
6. Personalaufwand [21]
a) Löhne und Gehälter -177.057 -174.293
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung O (i. Vj. - 206) - - 31.668 - 208.725 - 31.308 - 205.601
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen [22] - 26.869 - 21.820
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen [23] [31] -350.569 - 400.242
9. Erträge aus Beteiligungen
- davon aus verbundenen Unternehmen 247.469 (i. Vj. 129.778) - [24] 247.469 129.778
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
- davon aus verbundenen Unternehmen 688 (i. Vj. 1.385) - [25] 688 1.385
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Gewinn [26] 35.551 50.129
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Verlust [26] - 16.105 -7.102
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen 20.136 (i. Vj. 10.264) - [27] 21.980 12.881
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens [28] O - 18.575
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen - 93.412 (i. Vj. - 18.074) - [27] -98.089 - 21.045
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [29] [31] - 34.347 - 151.964
17. Ergebnis nach Steuern 291.858 395.993
18. Sonstige Steuern [30] - 246 -288
19. Jahresüberschuss 291.612 395.705
20.Gewinnvortrag 1.176.839 901.134
21. Vorabausschüttung - 80.000 - 120.000
22. Bilanzgewinn 1.388.451 1.176.839

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Sartorius Stedim Biotech GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB. Die Sartorius Stedim Biotech GmbH hat ihren Sitz in Göttingen und ist unter der Nummer HRB 200266 im Handelsregister B des Amtsgerichts Göttingen eingetragen.

Der Jahresabschluss der Sartorius Stedim Biotech GmbH wird nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt und in Tausend € (T€) angegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € unter der Anwendung der steuerlichen Regelung für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) im Zugangsjahr direkt im Aufwand erfasst. Für die Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € betragen, wird die GWG-Regelung mit einer Abschreibungsdauer von einem Jahr (100 % Abschreibung im Zugangsjahr) angewandt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine Wertminderung entfallen sind.

Umlaufvermögen

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem Durchschnittsverfahren ermittelt.

Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden Material- und Fertigungseinzelkosten, zurechenbare Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen des Anlagevermögens sowie angemessene Kosten der allgemeinen herstellungsbezogenen Verwaltung und des sozialen Bereichs in die Herstellungskosten mit einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Aus Gründen der Einheitlichkeit der Bewertungsmethodik werden die Rückstellungen für Jubiläumszusagen und Altersteilzeit nach der gleichen Methodik bewertet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Rückstellungen werden zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, langfristige Rückstellungen werden dabei mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente

Die Sartorius Stedim Biotech GmbH fakturiert Rechnungen für Lieferungen und Leistungen gegenüber einzelnen außerhalb des Euroraums ansässigen Vertriebsgesellschaften in der jeweiligen Landeswährung. Das daraus resultierende Fremdwährungsrisiko wird durch den Einsatz von derivativen Währungsinstrumenten gesichert. Verluste aus Sicherungsgeschäften werden durch die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften aufwandswirksam gebildet.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst.

Vermögensgegenstände in Fremdwährung, deren Restlaufzeiten nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Vermögensgegenstände in fremder Währung werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeiten nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern

Für die Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der Sartorius Stedim Biotech GmbH nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organgesellschaften bestehen, an denen die Sartorius Stedim Biotech GmbH als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Sartorius Stedim Biotech GmbH von aktuell 30,0 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körper schaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden.

Die ermittelten latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen sowie aus der Währungsumrechnung von Darlehensforderungen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird dahingehend ausgeübt, dass die sich hieraus insgesamt ergebende Steuerentlastung nicht als aktive latente Steuer angesetzt wird.

Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 2 bis 20 Jahren abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer ist durch die entsprechend langen Lebenszyklen der Produkte und der damit verbundenen zukünftigen Umsätze begründet.

Es wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

2. Sachanlagen

Technische Anlagen und Maschinen werden über 8 bis 15 Jahre abgeschrieben. Betriebs- und Geschäftsgebäude sowie baugebundene Verteilungsanlagen werden über 8 bis 33 Jahre abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in 1 bis 20 Jahren abgeschrieben.

Die Zugänge in den Sachanlagen resultieren im Wesentlichen aus dem Aus- bzw. Neubau von Firmengebäuden sowie der Erweiterung der Produktionskapazitäten.

Es wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

3. Finanzanlagen

Der Anstieg der Finanzanlagen ist im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen im Geschäftsjahr zurückzuführen.

Für 2.224.330 T€ wurden im Juli 2023 100 % der Anteile und Stimmrechte des französischen Unternehmens PolygenX A S.A.S., der Muttergesellschaft der Polyplus-Gruppe, erworben. Für 66.665 T€ wurde der Anteil an Sartorius CellGenix GmbH um weitere 25 % aufgestockt. Im Geschäftsjahr erwarb die Gesellschaft zudem weitere 10 % der Anteile an der Gesellschaft Sartorius Korea Biotech LLC für 20.764 T€. Des Weiteren wurde im Juni 2023 die Gesellschaft Sartonet Seperasyon Teknolojileri Anonim Şirketi mit Sitz in Istanbul, Türkei, für 29.065 T€ übernommen. Zusätzlich wurde in der Sartorius Korea Operations LLC eine Kapitalerhöhung in Höhe von 58.296 T€ getätigt. Für 5.841 T€ wurde die Beteiligung an der ViroCell Biologics Ltd. erhöht.

In Abhängigkeit von der Umsatzentwicklung erhalten die Veräußerer der in den Vorjahren erworbenen Gesellschaften Sartorius BIA Separations d.o.o. ("BIA Separations") und Sartorius Xell GmbH ("Xell") weitere Anteile an der Gesellschaft Sartorius Stedim Biotech S.A. Bis zum tatsächlichen Ausgleich dieser bedingten Gegenleistung ist die Vereinbarung als Rückstellung zu klassifizieren und an jedem Bilanzstichtag erneut zu bewerten.

Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurde die Rückstellung für Xell mit 69 T€ (i. Vj. 1.203 T€) bewertet. Die Reduzierung im Geschäftsjahr 2023 um 1.134 T€ wurde zu 960 T€ als nachträgliche Minderung der Anschaffungskosten der Beteiligung und zu 174 T€ ergebniswirksam als Zinsertrag im Finanzergebnis erfasst.

Die Rückstellung für BIA Separations wurde am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 mit 1.770 T€ (i. Vj. 77.804 T€) bewertet. Die Reduzierung im Geschäftsjahr 2023 um 76.034 T€ wurde zu 74.574 T€ als nachträgliche Minderung der Anschaffungskosten der Beteiligung und zu 1.460 T€ ergebniswirksam als Zinsertrag im Finanzergebnis erfasst.

Es wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

4. Vorräte

in T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 43.450 62.345
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 23.926 23.686
Fertige Erzeugnisse und Waren 102.883 101.661
Geleistete Anzahlungen 927 699
171.186 188.391

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.254 23.893
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 328.466 710.656
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.301 0
Sonstige Vermögensgegenstände 19.924 26.755
358.945 761.304

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind bereits die im Rahmen eines Factoring-Programms verkauften Forderungen in Höhe von 63.407 T€ (i. Vj. 82.960 T€) berücksichtigt. 3.260 T€ (i. Vj. 3.590 T€) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten keine Forderungen an die Gesellschafterin Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne, Frankreich. Im Vorjahr beliefen sich diese auf 75.262 T€ und resultierten aus dem Cash-Pooling mit der Gesellschaft.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen ein Convertible Loan.

78.562 T€ (i. Vj. 112.197 T€) der Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus gegebenen Darlehen sowie aus Cash-Pooling-Verträgen in Höhe von 249.904 T€ (i. Vj. 598.459 T€). Der Rückgang resultiert aus der Umstrukturierung der Finanzstruktur innerhalb des Konzerns.

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Forderungen gegen Finanzbehörden aus Vorsteuerüberhängen in Höhe von 16.748 T€ (i. Vj. 23.559 T€).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

6. Rechnungsabgrenzungsposten

Die abgegrenzten Aufwendungen betreffen im Wesentlichen das Disagio im Zusammenhang mit der Finanzierung der Polyplus-Akquisition in Höhe von 19.607 T€ (i. Vj. O T€).

7. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 6.000 T€.

8. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 53.628 T€.

9. Bilanzgewinn

in T€
Stand 1. Januar 2023 1.176.839
Jahresüberschuss 2023 291.612
Vorabausschüttung - 80.000
Stand 31. Dezember 2023 1.388.451

Im Berichtsjahr wurde eine Vorabausschüttung aus dem Bilanzgewinn an die Gesellschafterin Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne, Frankreich, in Höhe von 80.000 T€ (i. Vj. 120.000 T€) vorgenommen.

10. Rückstellungen

in T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.352 2.448
Steuerrückstellungen 167.933 185.880
Sonstige Rückstellungen 44.477 137.113
214.762 325.441

Die Pensionsrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den folgenden Bewertungsannahmen und Bewertungsmethoden gemäß §249 Abs. 1 HGB in Verbindung mit §253 HGB gebildet.

Ende des Berichtsjahres Beginn des Berichtsjahres
Angewendeter Rechnungslegungsstandard HGB
Angewendeter Bewertungsstandard Projected Unit Credit Method (PUCM)
Biometrische Rechnungsgrundlagen:
- Annahmen zu Sterblichkeit und Invalidität RT 2018 G (von Klaus Heubeck)
- Fluktuation keine
- rechnungsmäßige Endalter vorgezogene Altersgrenzen
Ökonomische Rechnungsgrundlagen:
- Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV p.a. (Vereinfachungsregel: Zinssatz bei Restlaufzeit von 15 Jahren)
Durchschnitt der letzten 10 Jahre 1,83% 1,78%
Durchschnitt der letzten 7 Jahre 1,76% 1,44%
- erwartete Rentensteigerung p.a. 2,10% 2,10%

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in T€
Rückstellung zum 1. Januar 2023 2.448
Zinsaufwand 43
Effekt der Änderung des Rechnungszinses - 14
Pensionszahlungen - 105
sonstige Veränderungen -20
Rückstellung zum 31. Dezember 2023 2.352

Bei Nutzung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes würden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtung insgesamt 2.372 T€ (i. Vj. 2.553 T€) betragen, der Unterschiedsbetrag beträgt entsprechend 20 T€ (i. Vj. 105 T€) und unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre.

Nachfolgend genannte Bewertungsannahmen und -methoden wurden für die Ermittlung der Altersteilzeitrückstellungen herangezogen:

Ende des Berichtsjahres Beginn des Berichtsjahres
Angewendeter Rechnungslegungsstandard HGB
Annahmen zu Sterblichkeit und Invalidität RT 2018 G (von Klaus Heubeck)
Erwartete Einkommenssteigerung p.a. (Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 3,00% 3,00%
Abgeschlossene Altersteilzeitarbeitsverträge
- mittlere Restlaufzeit 1 Jahr 2 Jahre
- Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV p.a. (bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0,99% 0,51%
Potenzielle Altersteilzeitanwärter
- mittlere Restlaufzeit - 2 Jahre
- Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV p.a. - 0,51%

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt. Der Effekt der Abzinsung wird im Finanzergebnis der Gesellschaft ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Beträge:

in T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Provisionen, Gutschriften, Boni 15.103 18.128
Ausstehende Rechnungen 10.793 12.054
Personalkosten 9.751 9.682
Altersteilzeit 4.179 3.661
Drohverluste 2.264 8.016
Earn-Out BIA Separations 1.770 77.804
Earn-Out Xell 69 1.203
Gewährleistungen 51 1.980
Übrige 497 4.585
44.477 137.113

Die Rückstellungen für die Earn-Out Zahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von BIA Separations und Xell entsprechen dem Erfüllungsbetrag der bedingten Gegenleistung zum Bilanzstichtag. Es wird auf die Erläuterungen zum Finanzanlagevermögen verwiesen (S. 8 f.).

Die Rückstellung für Gewährleistungskosten basiert auf Erwartungswerten, die die Erfahrung der Vergangenheit widerspiegeln. Im Geschäftsjahr 2023 beträgt die pauschale Gewährleistungsrückstellung 51 T€ (i. Vj. 350 T€). Im Geschäftsjahr wurden keine Rückstellungen für Einzelfälle zurückgestellt (i. Vj. 1.630 T€).

11. Verbindlichkeiten

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

davon mit einer Restlaufzeit
in T€ Bilanzausweis 31. Dezember 2023 bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 1 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.514 20.514 0 O
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36.620 36.620 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.437.424 837.424 720.000 1.880.000
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.407 1.407 0 O
Sonstige Verbindlichkeiten 4.850 4.850 0 0
3.500.816 900.816 720.000 1.880.000
davon mit einer Restlaufzeit
in T€ Bilanzausweis 31. Dezember 2022 bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 1 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25.973 25.973 0 O
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.249 39.249 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.579.732 573.914 1.005.818 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.429 1.429 O O
Sonstige Verbindlichkeiten 3.969 3.969 0 0
1.650.353 644.535 1.005.818 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne, Frankreich, in Höhe von 498.945 T€ (i. Vj. 0 T€) und resultieren aus dem Cash-Pooling mit der Gesellschaft.

8.564 T€ (i. Vj. 7.034 T€) der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus erhaltenen Darlehen sowie aus Cash-Pooling-Verträgen in Höhe von 3.428.860 T€ (i. Vj. 1.572.698 T€). Der Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Polyplus-Akquisition.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 2.933 T€ (i. Vj. 2.426 T€) auf Verbindlichkeiten aus Steuern.

12. Rechnungsabgrenzungsposten

Die abgegrenzten Umsatzerlöse betreffen langfristige Softwareverträge.

13. Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB eingegangen.

14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen.

in T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
fällig innerhalb eines Jahres 13.058 11.659
fällig in ein bis fünf Jahren 38.529 45.750
51.587 57.409

15. Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft nutzt derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungsänderungsrisiken im operativen Geschäft. Eine Nutzung zu spekulativen Zwecken erfolgt nicht. Kontrahenten dieser Finanzgeschäfte sind ausschließlich Banken. Das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten zwischen den Sicherungs- und Grundgeschäften wurde nicht in Anspruch genommen.

Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente erfolgt auf Basis eines Discounted Cashflow-Verfahrens, das zukünftig erwartete Zahlungen unter Berücksichtigung risikoadjustierter Marktdaten auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Die Nominal- und Zeitwerte der zur Absicherung des zukünftigen Nettowährungsexposures abgeschlossenen Devisentermingeschäfte betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2023:

in T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Devisentermingeschäfte Nominalwerte 549.034 395.578
Devisentermingeschäfte positive Zeitwerte 6.085 5.536
Devisentermingeschäfte negative Zeitwerte - 2.114 - 8.016

Für bestehende Devisentermingeschäfte, die einen negativen beizulegenden Zeitwert aufweisen, ist zum Bilanzstichtag eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 2.114 T€ (i. Vj. 8.016 T€) gebildet worden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

16. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich - gegliedert nach geographischen Märkten und Sparten - wie folgt zusammen:

in T€ 2023 2022
Umsatzerlöse Inland
Bioprocess Solutions 191.426 252.155
Lab Product & Services 36.401 34.640
227.827 286.795
Umsatzerlöse Ausland
Bioprocess Solutions 866.288 1.211.710
Lab Product & Services 73.715 120.592
940.002 1.332.303
1.167.830 1.619.098

Ein Betrag von 670.410 T€ (i. Vj. 956.760 T€) wurde mit verbundenen Unternehmen erzielt.

17. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

in T€ 2023 2022
Unfertige Erzeugnisse 240 4.629
Fertige Erzeugnisse - 3.340 5.376
-3.100 10.005

18. Andere aktivierte Eigenleistungen

Dieser Posten verteilt sich wie folgt auf die Posten des Sachanlagevermögens:

in T€ 2023 2022
Im Bau befindliche Anlagen 3.241 1.323
Betriebs- und Geschäftsausstattung 656 179
Maschinen 2 1.225
3.899 2.727

19. Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2023 2022
Erträge aus der Währungsumrechnung 31.586 45.708
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 6.987 3.001
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 328 440
Buchgewinne aus Anlagenverkäufen 45 2
Andere Erträge 1.393 1.625
40.339 50.776

20. Materialaufwand

in T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 479.815 - 641.474
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 8.279 - 12.963
- 488.094 - 654.437

Der Materialaufwand verringerte sich proportional zur Umsatzminderung.

21. Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter -177.057 - 174.293
Soziale Abgaben - 31.668 - 31.102
Aufwendungen für Altersversorgung 0 -206
- 208.725 - 205.601

Der Personalaufwand erhöhte sich trotz reduzierter Mitarbeiterzahl aufgrund von Entgeltanpassungen sowie Kosten im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen.

22. Abschreibungen

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen:

in T€ 2023 2022
Planmäßig -26.869 - 21.820

23. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2023 2022
Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen - 171.103 - 140.281
Provisionen - 38.008 - 39.423
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung - 37.964 - 84.859
Kosten für Fremdleistungen - 31.341 -44.710
Energie - 13.055 - 10.984
Instandhaltungskosten - 10.278 - 12.955
Rechts- und Beratungskosten - 9.764 - 6.876
Lizenzkosten -9.183 - 6.543
Ausgangsfrachten und Verpackungskosten -7.056 -12.512
Reise-, Bewirtungs- und Repräsentationskosten - 3.137 -4.694
Werbekosten - 3.003 - 3.325
Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen - 2.260 -14.407
Versicherung - 1.548 - 533
Mieten und Pachten - 530 - 476
Personalnebenkosten - 450 -1.647
Kfz- und Leasing-Kosten - 223 - 120
Büro, Post und sonstige Verwaltungskosten - 175 - 306
Aufwendungen aus der Zuführung zu Gewährleistungsrückstellungen 0 -1.200
Sonstige Aufwendungen - 11.491 - 14.391
- 350.569 - 400.242

Die Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Dienstleistungen von anderen Konzerngesellschaften. Einen wesentlichen Anteil haben die Belastungen für zentrale Funktionen (z.B. Personal, IT, Finanzen).

24. Erträge aus Beteiligungen

Bei den Erträgen aus Beteiligungen der Sartorius Stedim Biotech GmbH handelt es sich wie im Vorjahr in voller Höhe um Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften.

25. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Bei den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens handelt es sich in voller Höhe um Erträge aus verbundenen Unternehmen.

26. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Gewinn oder Verlust

in T€ 2023 2022
Sartorius Stedim Systems GmbH 34.469 44.774
Sartorius Stedim North America Holding GmbH 556 -4
Sartorius Xell GmbH 526 319
Sartorius Stedim Plastics GmbH - 4.415 5.037
Sartorius Stedim Cellca GmbH - 11.690 -7.099
19.446 43.027

27. Zinsergebnis

in T€ 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.980 12.881
- davon aus verbundenen Unternehmen - (20.136) (10.264)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 98.089 - 21.045
- davon an verbundene Unternehmen - (-93.412) (-18.074)
- 76.109 - 8.164

Im Zinsaufwand des Geschäftsjahres 2023 sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 71 T€ (i. Vj. 81 T€) enthalten. Diese entfallen in Höhe von 43 T€ (i. Vj. 65 T€) auf die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie mit 28 T€ (i. Vj. 16 T€) auf die sonstigen Rückstellungen.

1.634 T€ (i. Vj. 189 T€) des Zinsertrags betreffen die Rückstellungen für die Earn-Out-Zahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von BIA Separations und Xell.

1.554 T€ (i. Vj. 1.200 T€) der Zinsaufwendungen beinhalten Nachzahlungszinsen für Steuern.

Die Zinserträge beinhalten keine Korrekturen auf Nachzahlungszinsen für Steuern (i. Vj. 2.400 T€).

28. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr wurden keine Abschreibungen vorgenommen. Im Vorjahr wurde die Beteiligung an der Sartorius Stedim BioOutsource Ltd., Glasgow, Vereinigtes Königreich, um 18.575 T€ abgeschrieben.

29. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

in T€ 2023 2022
Laufende Ertragsteuern - 38.247 -140.554
Ertragsteuern Vorjahre 3.900 - 11.410
- 34.347 - 151.964

Die Ertragsteuerquote der Sartorius Stedim Biotech GmbH betrug im Geschäftsjahr 10,5% (i. Vj. 27,7%). Der Rückgang der Steuerquote ist im Wesentlichen auf deutlich höhere steuerfreie Dividendenerträge im Berichtsjahr zurückzuführen.

30.Sonstige Steuern

Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um Grundsteuer.

31. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen stellen solche Posten dar, die zwar das laufende Ergebnis beeinflussen, die aber Änderungen von Vorgängen vergangener Jahre betreffen.

Die anderen Geschäftsjahren zuzuordnenden Erträge betragen für die Sartorius Stedim Biotech GmbH 9.450 T€ (i. Vj. 4.670 T€). Darin enthalten sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die periodenfremden Aufwendungen betragen 5.775 T€ (i. Vj. 13.222 T€). Diese resultieren im Wesentlichen aus Ertragsteuern für Vorjahre.

Sonstige Angaben

Personalstand (§ 285 Nr. 7 HGB)

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Männliche Mitarbeiter 1.812 1.886
Weibliche Mitarbeiter 776 808
2.588 2.694

Angaben zu den Organen der Gesellschaft (§ 285 Nr. 10 HGB)

Geschäftsführung während des Geschäftsjahres:

Dr. Helge Henning

Head of Operations Göttingen

Bovenden

Michaela Pischke

Head of Business Area Separation Technologies

Hardegsen

Die Gesamtbezüge der Geschäftsleitung belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 405 T€.

Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft bis zum 31. März 2023:

Dr. René Fáber

Vorsitzender

Vorstand der Sparte Bioprocess Solutions der Sartorius AG

Göttingen

Bettina Berendsen

Stellvertretende Vorsitzende

Head of Sales & Services BPS

Amtzell

Andreas Eipel-Nußbaum

Technology Transfer Specialist - Process Engineering

Birkenfelde

Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft ab dem 1. April 2023:

Dr. René Fáber

Vorsitzender

Vorstand der Sparte Bioprocess Solutions der Sartorius AG

Göttingen

Beatrix Henseler

Stellvertretende Vorsitzende

Head of Human Resources des Sartorius Konzerns

Mettmann

Andreas Eipel-Nußbaum

Technology Transfer Specialist - Process Engineering

Birkenfelde

Die Aufsichtsratsvergütung betrug im Geschäftsjahr 13 T€.

Anteilsbesitzliste (§ 285 Nr. 11, Nr. 11a und Nr. 11b HGB)

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage zum Anhang angefügt.

Die für die einzelnen Gesellschaften angegebenen Werte für das Eigenkapital und das Ergebnis entsprechen den IFRS-Daten, die zur Erstellung des Konzernabschlusses verwendet wurden. Bei nicht konsolidierten Gesellschaften wurden die Werte aus den Jahresabschlüssen des Vorjahres herangezogen.

Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14, Nr. 14a HGB)

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne, Frankreich, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist unter www.infogreffe.fr/societes veröffentlicht und zudem unter www.sartorius-stedim.com erhältlich.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft über die Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne, Frankreich, mittelbar ein Tochterunternehmen der Sartorius AG, Göttingen, Deutschland, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Es wird von der Befreiung zur Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, gemäß § 291 HGB Gebrauch gemacht. Der Konzernabschluss wird der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt und ist zudem erhältlich unter www.sartorius.com.

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB)

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wurde verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der Sartorius AG zum 31. Dezember 2023 enthalten sind.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 285 Nr. 21 HGB)

Die nachfolgende Tabelle umfasst sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Geschäftsjahr 2023:

in T€ 2023 2022
Verbundene Unternehmen
Erhaltene Finanzierungen 3.428.859 1.572.699
Gegebene Finanzierungen 274.435 721.320
Umsatzerlöse, sonstige Erträge 670.410 956.760
Beschaffungsgeschäfte - 379.935 - 541.956
Sonstige Aufwendungen - 207.270 - 245.361
Zinserträge, Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 20.823 11.649
Zinsaufwendungen - 93.412 - 18.074
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Beschaffungsgeschäfte -1.329 - 1.590
Sonstige Aufwendungen - 12.686 - 13.166

Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB)

Nach dem Stichtag haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)

Die Geschäftsführung schlägt vor, den unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2023 beschlossenen Vorabausschüttung in Höhe von 80.000 T€ verbleibenden Restbilanzgewinn der Sartorius Stedim Biotech GmbH in Höhe von 1.388.451 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Göttingen, den 14. März 2024

Sartorius Stedim Biotech GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Helge Henning

Michaela Pischke

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Kapitalanteil Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
T€ T€
EMEA
Sartorius Stedim Belgium SA, Woluwe-Saint-Lambert, Belgien 100,0 5.457 4.597
ACCESSIA PHARMA S.A., Herstal, Belgien 2 100,0 - 2.132 - 312
XpressBioX SRL, Herstal, Belgien 2 100,0 8.880 -161
XPRESS BIOLOGICS S.A., Herstal, Belgien 2 100,0 - 482 -2.120
Sartorius Xell GmbH, Schloß Holte-Stukenbrock, Deutschland 1 100,0 14.332 -2.989
Distribo GmbH, Göttingen, Deutschland 3 26,0 3.191 516
Sartorius Stedim Plastics GmbH, Göttingen, Deutschland 1 100,0 653 - 423
Sartorius Stedim North America Holding GmbH, Göttingen, Deutschland 1 100,0 41.886 0
Sartorius Stedim Systems GmbH, Guxhagen, Deutschland1 100,0 47.822 5.433
Sartorius CellGenix GmbH, Freiburg im Breisgau, Deutschland 76,0 59.758 11.701
Metreon Bioproducts GmbH, Freiburg im Breisgau, Deutschland 2,3 100,0 21 0
Sartorius Stedim Cellca GmbH, Ulm, Deutschland 1 100,0 7.947 - 2.652
Sartorius Stedim Nordic Oy, Helsinki, Finnland 100,0 2.722 2.260
Sartorius Stedim France S.A.S., Aubagne, Frankreich 100,0 11.239 8.320
PolygenX 2 S.A.S., Illkirch-Graffenstaden, Frankreich 2 100,0 108.435 - 324
PolygenX A S.A.S., Illkirch-Graffenstaden, Frankreich 2 100,0 449.657 1.231
PolygenX D S.A.S., Paris, Frankreich 2 100,0 352.113 -4.562
POLYPLUS-TRANSFECTION S.A., Illkirch-Graffenstaden, Frankreich 2 100,0 86.897 13.301
BIO ELPIDA S.A.S., Saint-Priest, Frankreich 2 100,0 - 5.436 - 583
Sartorius Stedim Ireland Ltd., Dublin, Irland 100,0 15.867 15.043
Biological Industries Israel Beit Haemek Ltd., Kibbutz Beit Haemek, Israel 100,0 33.109 - 4.249
Sartorius Israel Ltd., Kibbutz Beit Haemek, Israel 2 51,0 3.499 621
Sartorius Stedim Italy S.r.l., Florenz, Italien 100,0 17.999 3.873
Sartorius Stedim Netherlands B.V., Amersfoort, Niederlande 100,0 1.832 1.802
Sartorius Stedim Austria GmbH, Wien, Österreich 100,0 3.292 1.955
Sartorius Stedim Poland Sp. z o.o., Kostrzyn, Polen 100,0 1.989 1.427
Sartorius Stedim Data Analytics AB, Umeä, Schweden 100,0 31.339 10.127
Sartorius Stedim Switzerland AG, Tagelswangen, Schweiz 100,0 24.688 19.597
Sartorius BIA Separations, separacijske tehnologije, d.o.o., Ajdovščina, Slowenien 3 100,0 39.411 - 5.477
Sartorius Stedim Spain S.A., Madrid, Spanien 100,0 11.295 4.414
Sartonet Seperasyon Teknolojileri Anonim Şirketi, Istanbul, Türkei 2 100,0 10.578 3.962
Sartorius Stedim Hungária Kft., Budapest, Ungarn 100,0 2.024 706
Sartorius Stedim BioOutsource Ltd., Glasgow, Vereinigtes Königreich 100,0 -7.913 - 3.788
Sartorius Stedim UK Ltd., Epsom, Vereinigtes Königreich 100,0 8.777 7.583
Sartorius Stedim Lab Ltd., Stonehouse, Vereinigtes Königreich 100,0 25.941 3.955
Sartorius Stedim Chromatography Systems Ltd., Royston, Vereinigtes Königreich 100,0 39.162 -854
TAP Biosystems Group Ltd., Royston, Vereinigtes Königreich 100,0 1.896 114.957
The Automation Partnership Cambridge Ltd., Royston, Vereinigtes Königreich 2 100,0 73.585 62.310
Albumedix Ltd., Nottingham, Vereinigtes Königreich 100,0 36.140 12.840
Virocell Biologics Ltd., London, Vereinigtes Königreich 3 30,0 10.441 - 9.893
Amerika
Sartorius Stedim Filters Inc., Yauco, Puerto Rico 2 100,0 332.596 25.583
WaterSep BioSeparations LLC, Boston, Massachusetts, USA 2 100,0 -1.528 -3.469
Sartorius DC BPS Americas, Inc., Dover, Delaware, USA 2 100,0 - 1.704 -1.744
CellGenix Inc., Wilmington, Delaware, USA 2,3 100,0 189 39
Sartorius Stedim North America Inc., Dover, Delaware, USA2 100,0 229.982 19.588
Polyplus Transfection Inc., Wilmington, Delaware, USA 2 100,0 10.254 2.188
Asien | Pazifik
Sartorius Stedim Australia Pty. Ltd., Dandenong South, Victoria, Australien 100,0 2.795 142
Sartorius Stedim Biotech (Beijing) Co. Ltd., Beijing, China 100,0 - 3.338 954
Biowire Shanghai Ltd., Shanghai, China 2,3 100,0 799 8
Sartorius Stedim (Shanghai) Trading Co. Ltd., Shanghai, China 100,0 41.866 - 5.171
Kobmast Ltd., Central Hong Kong, Hong Kong 2,3 100,0 421 73
Sartorius Stedim India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 2 100,0 25.891 -1.564
Sartorius Stedim Japan K.K., Tokio, Japan 100,0 10.907 3.241
Sartorius Stedim Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 100,0 704 172
Polyplus Transfection Pte. Ltd., Singapur, Singapur 2,3 100,0 -588 - 492
Sartorius Stedim Singapore Pte. Ltd., Singapur, Singapur 100,0 27.868 5.035
Sartorius Korea Biotech Co. Ltd., Seoul, Südkorea 79,0 44.134 8.696
Sartorius Korea Operations LLC, Seoul, Südkorea 100,0 79.953 - 2.000
Sartorius Stedim Taiwan Inc., New Taipei City, Taiwan 100,0 2.376 132

1 Es bestehen Ergebnisabführungsverträge
2 Die Gesellschaften werden indirekt gehalten
3 Die Abschlüsse lagen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses nicht vor, daher wurden die Angaben aus den Jahresabschlüssen des Vorjahres berücksichtigt

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in T€ 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.787 1.491 0 62 27.216
2. Geschäfts- oder Firmenwert 235 0 0 0 235
26.022 1.491 0 62 27.451
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 198.413 18.324 61.973 0 278.710
2. Technische Anlagen und Maschinen 123.638 2.635 11.407 94 137.586
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.998 17.130 4.155 1.185 95.098
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 272.597 105.294 - 77.535 0 300.356
669.646 143.383 0 1.279 811.750
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.593.010 2.399.120 0 75.534 3.916.596
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 122.861 0 0 98.330 24.531
3. Beteiligungen 11.475 5.840 0 0 17.315
1.727.346 2.404.960 0 173.864 3.958.442
2.423.014 2.549.834 0 175.205 4.797.643
Kumulierte Abschreibungen
in T€ 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.139 2.352 0 62 0 18.429
2. Geschäfts- oder Firmenwert 172 16 0 0 0 188
16.311 2.368 0 62 O 18.617
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.562 7.227 -7 1 0 52.781
2. Technische Anlagen und Maschinen 55.067 10.146 5 95 0 65.123
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.069 7.128 2 1.117 0 42.082
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
136.698 24.501 0 1.213 O 159.986
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.273 0 0 0 0 41.273
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
41.273 0 0 0 0 41.273
194.282 26.869 0 1.275 0 219.876
Buchwerte
in T€ 31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.787 9.648
2. Geschäfts- oder Firmenwert 47 63
8.834 9.711
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 225.929 152.851
2. Technische Anlagen und Maschinen 72.463 68.571
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.016 38.929
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 300.356 272.597
651.764 532.948
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.875.323 1.551.737
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 24.531 122.861
3. Beteiligungen 17.315 11.475
3.917.169 1.686.073
4.577.767 2.228.732

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sartorius Stedim Biotech GmbH, Göttingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sartorius Stedim Biotech GmbH, Göttingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sartorius Stedim Biotech GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im gleichnamigen Abschnitt des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im gleichnamigen Abschnitt des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 22. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Hartke, Wirtschaftsprüferin

Die Gesellschafterversammlung vom 23. April 2024 hat dem Ergebnisverwendungsvorschlag zugestimmt.

Bericht des Aufsichtsrats der Sartorius Stedim Biotech GmbH gemäß §§ 171 Abs. 2 AktG, 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG über das Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat der Sartorius Stedim Biotech GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 intensiv mit der Lage und den Perspektiven der Gesellschaft befasst und die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft zugewiesenen Aufgaben wahrgenommen.

Innerhalb des Geschäftsjahres 2023 gab es keine personelle Veränderung in der Geschäftsführung der Gesellschaft. Im Aufsichtsrat gab es einen personellen Wechsel. Mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2023 legte Frau Bettina Berendsen ihr Amt als Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats nieder, an ihrer statt wurde Frau Beatrix Henseler per Gesellschafterbeschluss mit Wirkung ab dem 1. April 2023 in den Aufsichtsrat bestellt und von diesem zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr zu zwei Sitzungen am 28. März und 6. Dezember 2023 zusammen.

Im Rahmen der genannten Sitzungen konnte sich der Aufsichtsrat durch ausführliche Erörterung mit der Geschäftsführung Einblick in die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft verschaffen. Seitens der Geschäftsführung wurden jeweils die wichtigsten aktuellen Projekte und Themen aus den operativen Bereichen vorgestellt und mit dem Aufsichtsrat erörtert. In seiner Sitzung am 28. März 2023 befasste sich der Aufsichtsrat darüber hinaus ausführlich mit einem Akquisitionsprojekt.

Der Aufsichtsrat hat sich zudem regelmäßig über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung, der strategischen Weiterentwicklung, den Gang der Geschäfte sowie wichtige Projekte schriftlich und mündlich unterrichten lassen. Ferner wurde der Aufsichtsrat durch die Geschäftsführung in alle besonderen Angelegenheiten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden. Erforderliche Beschlüsse außerhalb seiner Sitzungen fasste der Aufsichtsrat im Umlaufverfahren.

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurden von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und sind mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Dem Aufsichtsrat lagen der Jahresabschluss der Gesellschaft, der Lagebericht sowie der Vorschlag der Geschäftsführung für die Ergebnisverwendung zur Prüfung vor.

An der Aufsichtsratssitzung am 23. April 2024 nahmen auch Vertreter der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, teil und berichteten auf Grundlage ihres dem Aufsichtsrat bereits vorab vorgelegten Prüfungsberichts über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen. Es bestand ausreichend Zeit, etwaige Fragen ausführlich zu erörtern. Nach intensiver Diskussion hat der Aufsichtsrat den Bericht der Wirtschaftsprüfer zustimmend und ohne Einwände zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eingehenden Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung erhoben und den Jahresabschluss gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Göttingen, im April 2024

Der Aufsichtsrat

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