RöHrs Industrieanlagen Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Buhr seit 23.12.2014 | Vorstandsmitglied |
Hans-Gert Kalender seit 10.12.2007 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Röhrs Kraftwerkstechnik GmbHAufgelöst | 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Röhrs AktiengesellschaftSoltauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Bilanz zum 31.12.2013AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.1.2013 bis 31.12.2013
Anhang für das Geschäftsjahr 20131. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung des Anhangs wurde von der größenabhängigen Befreiung nach § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss wurde, nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Gegenstände des Sachanlagevermögens und die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten linear oder degressiv. Die Nutzungsdauer beträgt für EDV-Software 2 bis 5 Jahre, für Gebäude 33 Jahre, für Außenanlagen 15 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahre sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 13 Jahre. Für bewegliche abnutzbare Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als 150,00 EUR bis zu 1.000,00 EUR wurde ein Sammelposten gebildet. Dieser wird über eine Dauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 150,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Zum Bilanztag beträgt die Buchwertdifferenz EUR 184.627,00. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden unverrechnet angesetzt (§ 274 Abs. 1 S. 3 HGB). Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 28,075 %. Der Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei 350%. Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt worden. Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abwertung mit TEUR 245 auf die Finanzanlagen vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die in Arbeit befindlichen Aufträge wurden dem Fertigungsgrad entsprechend zu Herstellungskosten aktiviert. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte wie im Vorjahr zu Vollkosten, d.h. inklusive Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteiligen Aufwendungen im Sinne des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB. Bei der Bewertung der Vorräte wurde das Realisationsprinzip (Verbot des Ausweises unrealisierter Gewinne) sowie der Grundsatz der verlustfreien Bewertung (Imparitätsprinzip) beachtet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zweifelhafte Forderungen einzeln wertberichtigt. Daneben wird für allgemeine Risiken eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten bzw. Anschaffungskosten angesetzt. In den Steuerrückstellungen sind latente Steuern in Höhe von TEUR 52 enthalten. Zur Röhrs Kranverleih GmbH und zur Röhrs Kraftwerkstechnik GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag und eine steuerliche Organschaft. Erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen werden in vollem Umfang in den Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. 3. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungDie Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der gesonderten Aufstellung als Anlage zu diesem Anhang (Anlagenspiegel). Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Gesellschaft hat ein gezeichnetes Kapital von 500.000,00 EUR, das auf 500.000 Inhaberaktien mit einem Nennwert von jeweils 1 EUR entfällt. Nach § 152 Abs. 3 AktG hat die Hauptversammlung beschlossen im Berichtsjahr folgende Beträge aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten einschließlich der gewährten Sicherheiten stellen sich wie folgt dar (Verbindlichkeitenspiegel):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind seitens der Gesellschaft mit TEUR 2.045 auf dem Betriebsgrundstück in Soltau besichert. Daneben bestehen Sicherungen durch eine Globalzession und Raumsicherungsübereignungen seitens der Gesellschaft. Des Weiteren erfolgte die Sicherungsübereignung eines Mobilkrananhängers. Zum Bilanztag bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB aus Bürgschaften von Dritten (Kreditinstituten und Versicherungen) für Gewährleistungen mit TEUR 2.344. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB ergeben sich aus bestehenden Leasingverpflichtungen für Fuhrpark und sonstigem Inventar mit TEUR 911 über die gesamte Vertragslaufzeit und TEUR 42 pro Monat. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird ein periodenfremdes Ergebnis in Höhe von TEUR -132 ausgewiesen. Dieses resultiert aus einer Zuführung zur Rückstellung für anstehende Nachzahlungen, die sich aus einer Steuerprüfung ergeben. Die Prüfung wurde in 2014 abgeschlossen. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2013 wird nach § 158 Abs. 1 Satz 2 AktG entsprechend dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes um die folgenden Posten ergänzt:
4. Sonstige AngabenAnzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte neben einem Vorstand in 2013 durchschnittlich 158 Mitarbeiter (Vj. 155), hiervon 45 (Vj. 39) Angestellte und 113 (Vj. 116) gewerbliche Arbeitnehmer. Daneben wurden durchschnittlich 6 (Vj. 6) Auszubildende beschäftigt. Gesellschaftsorgane Vorstand Herr Hans-Gert Kalender, Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch. Ing. Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Aufsichtsrat Herr Christoph Groffmann (Geschäftsführer Saxlund International GmbH, Soltau), Vorsitzender Herr Jan Ebert (Geschäftsführer Imtech Contracting GmbH), Herr Jens Petersen (IHK Lüneburg-Wolfsburg Hauptgeschäftsführer i.R.). Die Gesamtbezüge für die Tätigkeit des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr TEUR 15,0. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:
a) Ergebnisabführungsverträge mit Röhrs AG, Abschluss 31.12.2013 b) Abschluss 31.12.2012 Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB:
Soltau, 26. Mai 2014 Röhrs AG Vorstand Hans-Gert Kalender Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013A. WirtschaftsberichtI. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2013 Im Jahr 2013 hat es im Anlagen- und Maschinenbau in Deutschland eine Stagnation auf hohem Niveau gegeben. Das Rekord-Niveau von 2008 wurde aber immer noch nicht wieder erreicht. Die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sinkt leicht um etwa 1%. Im Vorjahr betrug das Wachstum etwa 12%. (Quelle: VDMA, Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau). In 2014 wird lt. VDMA wieder mit einem leichten Wachstum gerechnet. Deutlich besser als im Branchendurchschnitt stellt sich die Geschäftsentwicklung bei der Röhrs AG (RAG) dar. Die Betriebsleistung steigt, von EUR 21 Mio. im Vorjahr, auf EUR 25 Mio., was einer Steigerung um 19% entspricht. Die Umsatzentwicklung verläuft analog der Entwicklung der Betriebsleistung.
Das Geschäft ist weiterhin von Auftragsgrößen < TEUR 500 geprägt. Darauf entfallen ca. 75% der Betriebsleistung. Großvolumige Aufträge (>TEUR 500) trugen mit ca. EUR 6,5 Mio. zur Leistung bei. Diese Aufträge betreffen dabei nur inländische Kunden. Großvolumige Projekte im Ausland, die sich in der Vergangenheit als überdurchschnittlich riskant erwiesen haben, werden weiterhin gemieden. Das Geschäftsmodell umfasst neben Industriemontagen auch das Angebot von Neulieferungen im Bereich des Anlagen- und Apparatebau sowie Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten. Diese Flexibilität hat sich bewährt und sichert dem Unternehmen einen relativ hohen Auslastungsgrad - unabhängig von konjunkturellen Schwankungen. Das Unternehmen legt auf einen ausgewogenen Branchenmix seiner Kunden wert. Auch dies dämpft die Auswirkung von Branchenkrisen oder -zyklen sowie volatile Geschäftsverläufe. Ein weiterer Vorteil liegt in einem gleichmäßigen Verlauf der Auslastung über das Geschäftsjahr. Die Bedarfsspitzen in den verschiedenen Branchen finden zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahresverlauf statt. Die von der Röhrs AG erbrachten Leistungen werden von den Kunden bezüglich Qualität und Zuverlässigkeit sehr geschätzt. Die Kundenzufriedenheit ist hoch, Gewährleistungsfälle sind die seltene Ausnahme. Aufgrund der hohen Leistung im Geschäftsjahr steigt der Rohertrag um ca. 4% auf EUR 12,6 Mio. an. Die Personalkosten erhöhten sich um ca. 8%, was etwa zur Hälfte auf die hohe Leistung (Lohnkosten) und zur anderen Hälfte auf mehr Personal im Bereich Kaufmännische Abwicklung, Angebotsbearbeitung und Projektleitung zurückzuführen ist. Die Reisekosten sinken - wie schon im Vorjahr - aufgrund des hohen Anteils an Aufträgen im Inland um etwa 30%, während die Rechtskosten im Vergleich zum Vorjahr mit ca. TEUR 200 doppelt so hoch ausfallen. Dies ist durch zwei umfangreiche Rechtsfälle und das anhängige Steuerverfahren bedingt. Die Erfolgskomponenten stellen sich im Vorjahrsvergleich wie folgt dar:
Das (periodengerechte) Betriebsergebnis sinkt gegenüber Vorjahr um TEUR 215 auf TEUR 538 und liegt damit unter Plan. Dabei ist zu beachten, dass die Gesellschaft vor allem durch die Insolvenz eines Kunden Forderungsverluste in Höhe von über TEUR 300 und Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 78 zu verkraften hat. Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 132 betreffen Nachzahlungen von Abgaben, resultierend aus der abgeschlossenen Steuerprüfung. Die Ertragsteuererstattung resultiert aus der Umlage von Steuern im Organkreis an die Röhrs Kranverleih GmbH. Zudem ergeben sich Steuererstattungen von TEUR 90 durch Verlustrückträge. Das Beteiligungsergebnis weist einen Gewinn nach Steuern der Röhrs Kranverleih GmbH von TEUR 227 (EAV) und Gewinnausschüttungen von der Röhrs Poland in Höhe von TEUR 46 aus. Dem stehen hohe Verluste bei der Röhrs Kraftwerkstechnik GmbH (RKT) in Höhe von TEUR -1.535 (Verlustübernahme im Rahmen des EAV) und bei der 1. BH Verfahrenstechnik GmbH (1. BH) von TEUR -232 entgegen. In letzterem Fall betrifft dies die Abschreibung des Beteiligungsansatzes. Aufgrund der Energiewende in Deutschland und der Novellierung der EEG-Umlage-Gesetze halten sich viele Unternehmen im Bereich konventioneller Kraftwerkstechnik mit Investitionen erheblich zurück. Dieser Prozess, der im Jahr 2012 begann, hat sich in 2013 weiter beschleunigt. Infolge dieser negativen Entwicklung werden weniger Aufträge vergeben und der Preiswettbewerb bei den Lieferbetrieben in ruinöser Weise angeheizt. Dem Management der RKT ist es in diesem schwierigem Marktumfeld nicht gelungen, eine Strategieanpassung zu entwickeln und umzusetzen. Hohe Verluste in den knapp kalkulierten Aufträgen sind die Folge. Hinzu kommen Verluste durch die Insolvenz eines wichtigen Kunden und Verluste im Rahmen eines Investitionsvorhabens. Die Perspektiven in wirtschaftlicher Hinsicht erscheinen mehr als ungenügend. Die Gesellschaft hat entschieden, nach Abschluss des letzten großen Auftrages, per 31.05.2014 den Geschäftsbetrieb der RKT einzustellen. Die Tochtergesellschaft Röhrs Poland wurde im Berichtsjahr liquidiert. Zudem wird die finanzielle Unterstützung der 1. BH eingestellt. Darstellung der Lage Ertragslage Aufgrund der beschriebenen Sondereffekte im Geschäftsjahr geht die operative Umsatzrentabilität, definiert als Betriebsergebnis im Verhältnis zur Summe aus Umsatz und Bestandsveränderung in Arbeit befindlicher Aufträge, auf 2,2 % (i.Vj. 3,7%) zurück. Bereinigt um die Sondereffekte wäre die Umsatzrendite auf Vorjahresniveau. Vermögenslage Während der Betrieb der RAG einen sinkenden Finanzmittelbedarf ausweist, erhöhte sich der Finanzierungsbedarf bei der RKT weiter. Als Ursachen sind, neben der Verlustdeckung, einzelne größere Aufträge zu nennen, die vor der Endabrechnung stehen, sowie zeitliche Verzögerungen bei der Prüfung komplexer Endabrechnungen auf der Kundenseite. Der zurzeit hohe Finanzierungsbedarf wird weitestgehend durch Fremdkapital gedeckt. Infolge des Verlustausweises im Berichtsjahr, der durch das Beteiligungsergebnis verursacht wird, sinkt die Eigenkapitalquote auf 3,2%. Im Zuge der Einstellung des Betriebes der RKT wird die Bilanzsumme sinken, so dass hierdurch und auf Grund einer positiven Geschäftsprognose bei der RAG die Eigenkapitalquote in 2014 wieder etwas steigen wird. Innerhalb des vorhandenen Fremdkapitals liegen die lang- und mittelfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei ca. 7,5% der Bilanzsumme. Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgt weitgehend fristenkongruent durch Eigenkapital und Bankdarlehen zu marktüblichen Konditionen. Finanzlage Der Kapitalfluss der Gesellschaft stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft sank im Berichtsjahr um TEUR -780 auf TEUR -6.776. Infolge der Beendigung des Geschäftsbetriebes bei der RKT wird der Finanzmittelfonds im Laufe des GJ 2014 wieder steigen. Unsere Finanzlage ist, unter erwarteter planmäßiger Fortführung der bestehenden Kreditlinien bei den Hausbanken, als gesichert zu bezeichnen. In der Regel zahlen die Kunden der RAG innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele. Im Rahmen des Finanzmanagement wird dies sorgfältig und regelmäßig beobachtet und ggfs. gegengesteuert. Die wirtschaftliche Lage der Röhrs AG wird durch die erheblichen Verluste der Tochtergesellschaft RKT im Berichtsjahr deutlich belastet. Vor dem Hintergrund der beschlossenen Schließung der RKT Ende Mai 2014 mit der damit einhergehenden Beseitigung der Verlustquellen, ist die wirtschaftliche Lage, unter Berücksichtigung des positiven Ertragsaussichten und dem bisherigen positiven Geschäftsverlauf in 2014, als stabil und geordnet zu bezeichnen. Die Auftragsbücher sind voll und sichern die Beschäftigung bis in den Sommer hinein. B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des UnternehmensI. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die bewährte Strategie, bei einem relativ schwachem Niveau der Verkaufspreise und Margen im Bereich Stahlbau und Industriemontagen, die Wettbewerbsfähigkeit durch den gezielten Einsatz von osteuropäischen Fremdarbeitern zu erhöhen, wird weiter fortgesetzt und in Maßen weiter ausgebaut. Ziel ist die Beibehaltung einer hohen Qualität der angebotenen Leistungen. Der Start ins Jahr 2014 verläuft bei der RAG sehr positiv. Die hohe Leistung sichert ein hohes Maß an Beschäftigung. Eine saisonale Schwächephase, wie in früheren Wintermonaten häufig zu spüren war, konnte vermieden werden. Aus dem Auftragsbestand im April 2014 ergibt sich ein Arbeitsvorrat für das Jahr 2014 von rd. 9 Mio. EUR bei der Röhrs AG. Der Auftragsbestand bei der RKT sichert die Beschäftigung bis zum Zeitpunkt der Beendigung der betrieblichen Tätigkeit. Aufgrund der engen Kundenbindung, der hohen Flexibilität in der Auftragsbearbeitung und dem breitgefächerten Branchenmix sehen wir die Position am Markt als stabil an. II. Risikobericht Der erhebliche Verlust der Tochtergesellschaft RKT hat das Ergebnis der Gesellschaft im Berichtsjahr erheblich belastet. Eine weitergehende Verlustentstehung und Übernahme würde ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen. Zur nachhaltigen Beseitigung des künftigen Verlustübernahmerisikos wurde daher beschlossen, die operative Geschäftstätigkeit der RKT Ende Mai 2014 einzustellen. Vor diesem Hintergrund sehen wir das nach den getroffenen Maßnahmen verbleibende Restrisiko aus der Verlustübernahmeverpflichtung gegenüber der defizitären Tochtergesellschaft als nicht bestandsgefährdend an. Im Zuge der Beendigung der Geschäftstätigkeit bei der Röhrs Kraftwerkstechnik GmbH rechnet die Gesellschaft mit einem massiven Rückfluss der eingesetzten finanziellen Mittel. Dies wird helfen, die Liquidität weiter zu verbessern. Die Gesellschaft rechnet sämtliche Aufträge in Euro ab und ist deswegen etwaigen Währungsrisiken nicht ausgesetzt. Weiterhin stehen der Gesellschaft ausreichend hohe Kontokorrent- und Bürgschaftslinien zur Verfügung, um das Projektgeschäft zu finanzieren und im Hinblick auf Anzahlungen und Gewährleistungen entsprechende Sicherheiten stellen zu können. Die Liquiditätslage ist als ordentlich bis gut zu betrachten. Die Zahlungsmoral der Kunden hat sich im Berichtszeitraum wieder etwas gebessert. Dies ist auch auf ein wirksames Mahnwesen und den engen Kundenkontakt zurückzuführen. Ausfallrisiken vor allem bei Neukunden werden, soweit möglich, rechtzeitig, d.h. vor Auftragsannahme durch Bonitätsabfragen geprüft. Etwaige Forderungsausfallrisiken werden durch eine Versicherung abgesichert. Im Hinblick auf die lang- und mittelfristigen finanziellen Fremdmittel (Bankkredite, Kontokorrentlinien) wird die Gesellschaft von zwei regionalen Kreissparkassen unterstützt. Bereits in der Angebotsphase wird sorgfältig auf die Finanzierungs- und Risikoauswirkungen von größeren Aufträgen hin geprüft. Dabei werden in der Regel Vorauszahlungen und engmaschige Zahlungspläne mit den Kunden vereinbart. Risiken in der Stahlpreisentwicklung werden in ihrer Wirksamkeit dahingehend abgemildert als dass entsprechende Anpassungsklauseln in den Verträgen aufgenommen werden. Die Qualität der zugekauften Produkte ist in der Regel auf einem sehr hohen Niveau. Dies wird durch die Auswahl zuverlässiger Lieferanten, zu denen seit vielen Jahren eine Geschäftsbeziehung besteht, und durch die Prüfung im Einkauf gewährleistet. Neue Lieferanten müssen den Anforderungen des Qualitätsmanagementsystems genügen. In den Vorjahren hat sich gezeigt, dass Risiken insbesondere in der Abwicklung von Großaufträgen bestehen. Aufträge dieser Art werden nur nach kritischer Analyse im Führungskreis und durch Beschluss des Vorstandes angenommen. Die Abwicklung wird durch ein wirksames Projektcontrolling begleitet. Den Auswirkungen konjunktureller oder branchenspezifischer Schwankungen versucht das Unternehmen mit einen breitgefächerten Branchenmix zu begegnen. Zudem gleichen sich verschiedene, häufig gegenläufige Trends beim Kunden aus. So werden in Phasen größerer Zurückhaltung bei Neu- oder Erweiterungsinvestitionen vermehrt Aufträge für Instandhaltungsarbeiten akquiriert. Weitere, über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehende, Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind nicht erkennbar. III. Prognosebericht Der Betrieb rechnet in 2014 mit einer Betriebsleistung in Höhe von EUR 23 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern von ca. TEUR 475. Darüber hinaus wird erwartet, dass der Röhrs Kranverleih ein Ergebnis von etwa TEUR 150 erreichen wird. Die RKT wird, wie erwähnt, zum 31.05.2014 den Geschäftsbetrieb einstellen. Die Arbeitsverhältnisse mit den Mitarbeiter sind gekündigt. Es steht zu erwarten, dass die Produktivität in der Abarbeitung des letzten großen Auftrags bzw. anderer Restarbeiten erheblich sinken wird. Geplant ist ein Verlust in Höhe von TEUR 415. Über alle Röhrs Gesellschaften wird mit einem Ergebnis nach Steuern von ca. TEUR 200 gerechnet, so dass das Eigenkapital trotz der Belastung durch die Schließung der Röhrs Kraftwerkstechnik wieder etwas steigen wird. Das Geschäft der 1. BH wurde bereits beendet. Mit signifikanten Kosten, die im Zusammenhang mit der Schließung stehen, rechnet die Gesellschaft nicht. C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresDie Gesellschaft hat entschieden, nach Abschluss des letzten großen Auftrages, per 31.05.2014 den Geschäftsbetrieb der RKT einzustellen. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks gemäß § 325 Abs. 1 Satz 2 HGB. Bei der Offenlegung haben wir Erleichterungn gemäß § 327 HGB in Anspruch genommen. Wir weisen gemäß § 328 Abs. 1 Nr. 1 S.3 zweiter Halbsatz darauf hin, dass sich der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk auf den Jahresabschluss ohne Inanspruchnahme von Erleichterungen zur Offenlegung bezieht. "Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Röhrs AG, Soltau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Röhrs AG, Soltau. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Soltau, 26. Mai 2014 Grunewald
Hartmann Treuhand GmbH
Grunewald, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats an die HauptversammlungSehr geehrte Aktionäre, der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen. Sitzungen des Aufsichtsrats Im Berichtsjahr fanden 4 Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Beschlüsse durch den Aufsichtsrat wurden in den Sitzungen gefasst. Besetzung des Aufsichtsrats Christoph Groffmann, Vorsitzender Jan Ebert Jens Petersen Jahresabschluss Den Jahresabschluss der Röhrs AG zum 31.12.2013 nebst Lagebericht hat die Grunewald Hartmann Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte über die Prüfung des Jahresabschlusses wurden in unserer Bilanzsitzung am 24. Juli 2014 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Aus der Prüfung ergaben sich keine Einwendungen und wir stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Prüfung der Geschäftsführung Der Aufsichtsrat konnte sich aufgrund der unterjährigen umfassenden Information seitens des Vorstandes über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung und aus den geführten Besprechungen ein Bild über die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung machen. Aus der Prüfung der Geschäftsführung ergeben sich keine Beanstandungen. Nach § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Eine Dokumentation des Risikomanagementsystem der Gesellschaft wurde uns vorgelegt und soll nach Aussage des Vorstands laufend weiterentwickelt werden. Der Aufsichtsrat hat sich mit Risikomanagementsystems durch den Vorstand im Rahmen seiner Überwachungsaufgabe hinreichend befasst. Nach den von uns vorgenommenen Prüfungshandlungen sind wir der Auffassung, dass der Vorstand gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen ist, weisen jedoch auf die Notwendigkeit zur stetigen Fortentwicklung und laufenden Aktualisierung hin. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Röhrs AG für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Soltau, 24. Juli 2014 Für den Aufsichtsrat Groffmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats ErgebnisverwendungsbeschlussDie ordentliche Hauptversammlung der Röhrs AG, Soltau vom 24. Juli 2014 hat mangels Bilanzgewinn keinen Beschluss nach § 174 AktG gefasst.
Der Vorstand Angabe zur Billigung nach § 328 (1) HGB Der Jahresabschluss der Röhrs AG, Soltau zum 31.12.2013 wurde am 24. Juli 2014 durch den Aufsichtsrat gebilligt. |
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