Scholle IPN Germany GmbHLiquidiert

98673 Eisfeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 300410
Vorher
Frischmann Kunststoffe GmbH
Eingetragen
7.9.1990
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung von und der Handel mit Kunststofferzeugnissen wie Verpackungsfolien, Säcken, Hüllen, Tüten und ähnlichen Produkten, sowie die Herstellung von und der Vertrieb mit Kunststoffprofilen und die Abfallaufbereitung vorgenannter Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Scholle IPN Germany GmbH

Eisfeld

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021

Lagebericht

1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Scholle IPN Germany GmbH ist als Produzent und Weiterverarbeiter von Kunststofffolien tätig.

Das Angebot umfasst insbesondere

. Schrumpffolien,

. Verpackungsfolien,

. Form- Fill-and Seal-Folien (FFS),

. Zuschnitte und Hüllen

. pre made Winebags

. Drumbags

. Lamination von Verbundfolien für Pouches, Bag in Box Systeme, Drumbags.

Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland, vorwiegend in Ländern der europäischen Gemeinschaft. Außerhalb des Gebiets der Bundesrepublik Deutschland erzielte die Gesellschaft rund 40% (davon 32% InterCompany) ihrer Umsatzerlöse gegenüber 32% (davon 20% InterCompany) im Vorjahr.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft hat ein turbulentes Jahr 2020 hinter sich. Im Zuge der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen kam es im zweiten Quartal zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung in nahezu allen Sektoren der Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt ging im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent zurück. Nach einer ersten schnellen Erholung kämpft sich die deutsche Wirtschaft nun allmählich wieder aus der Krise.

Für das laufende Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,0 Prozent. Die Erwerbstätigkeit wird im Jahr 2021 voraussichtlich stagnieren, die Zahl der registrierten Arbeitslosen leicht zurückgehen. Die Wirtschaftsleistung vor der Krise dürfte erst zur Mitte des Jahres 2022 wieder erreicht werden. Die wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin maßgeblich vom Pandemieverlauf und von den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst.

Die Wirtschaft der EU erholt sich schneller als erwartet von der pandemiebedingten Rezession. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Impfkampagnen und der schrittweisen Aufhebung der Beschränkungen setzte das Wachstum im Frühjahr 2021 wieder ein und konnte sich dank der Wiederbelebung der Wirtschaft auch während des Sommers halten. Trotz des zunehmenden Gegenwinds dürfte die EU-Wirtschaft laut Herbstprognose 2021 der europäischen Kommission im Prognosezeitraum weiterwachsen und in den Jahren 2021, 2022 und 2023 eine Wachstumsrate von 5 %, 4,3 % bzw. 2,5 % erreichen. Die Auswirkungen aus dem seit Februar 2022 vorherrschenden Ukraine-Konflikt sind in den Prognosen nicht berücksichtigt. Die aktuelle Krise in und um den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine führten nicht nur zu einem starken Anstieg der Energiebeschaffungskosten, einem deutlich erhöhten Risiko von Energielieferausfällen, sondern, auch aufgrund zusätzlicher Sanktionen gegenüber Russland durch die EU und Deutschland, zu Ausfällen von geplanten Umsätzen für Produkte der Scholle IPN Germany GmbH die an das Schwesterunternehmen in Russland. Ein Großteil der Produkte, die normalerweise nach Russland geliefert wurden, sind nun auf der Sanktionsliste und dürfen nicht mehr aus der EU nach Russland exportiert werden.

Verglichen mit der gesamtwirtschaftlichen Lage wurde unsere Branche im ersten halben Jahr des Geschäftsjahres 2020/2021 nicht so stark vom Nachfragerückgang getroffen. Hier spielte eher die Versorgung mit den betreffenden Rohstoffen die treibende Rolle.

Die Branche Folienherstellung ist in der Bundesrepublik Deutschland und in den Exportmärkten, in denen Scholle tätig ist, mittelständisch geprägt. Die Scholle IPN Germany GmbH gehört in diesen Märkten zu den mittelgroßen Anbietern. Zur Preisoptimierung kooperiert sie beim Einkauf mit Wettbewerbern.

2.2. Geschäftsentwicklung

Die Scholle IPN Germany GmbH ist mit optimistischen Erwartungen in das Geschäftsjahr 2020/2021 gegangen. Entsprechend der gesamtwirtschaftlichen Lage der kunststoffverarbeitenden Industrie war der Geschäftsverlauf im Jahr 2020/2021 für die Firma Scholle IPN Germany GmbH unter Ertragsgesichtspunkten nicht zufriedenstellend.

Die Absatzpolitik und die Strategie der Kundenbindung zeigten weiter Erfolg, der Umsatz konnte gesteigert werden.

Die Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt in 2021, die sich durch eine massive Preissteigerung und deutlich verschlechterte Versorgungslage auszeichneten, führten zu erheblichen Beeinträchtigungen der Geschäftsfähigkeiten von Scholle IPN Germany GmbH. Folgen dieser Beeinträchtigungen waren Produktionsausfälle, Preissteigerungen, die nicht zu 100% an die Kunden weitergegeben werden konnten, und der Verlust von Aufträgen in den Bereichen Folien und Drumbags.

Auch im ganzen Geschäftsjahr 2020/2021 haben wir die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu spüren bekommen. Aufgrund der großen Verunsicherungen war das Bestellverhalten der Kunden schwer planbar, Bedarfe haben sich ständig geändert, positiv wie negativ. Aber vor allem die Reiseverbote und die damit verbundenen Ausfälle der Teste der neuen Produkte hatten eine erhebliche Auswirkung auf die Auslastungen der neuen Anlagen. Geplante Neukunden konnten nicht vollständig qualifiziert (verzögertes Kundenaudit) werden und dadurch konnten nicht alle geplanten Umsätze realisiert werden.

Bezogen auf die Prognosen des letzten Lageberichts entwickelte sich die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft deutlich negativ. Die prognostizierte hohe Auslastung der Kapazitäten fand vor allem im 3. und 4. Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 nicht statt.

Ein wichtiger Schritt im Zuge der Integration war die Neuorganisation des Führungsteams, es wurde ein neuer Geschäftsführer und Finanzleiter eingesetzt. Vervollständigt wurde die Neuorganisation durch einen neuen Business Development Manager und einen neuen Head of Technology and Development.

2.3. Entwicklung der Ertragslage

Vor allem durch die Übernahme der Bag-in-Box-Produktion aus unserer Konzerngruppe konnte im Prüfungsjahr ein deutlicher Auftragseingang erzielt werden (773 TEUR im Geschäftsjahr 2020 zu 4,628 Mio. EUR im Jahr 2020/2021). Der Umsatz entwickelte sich von im Jahr 2019/2020 17.319 TEUR auf 24.871 TEUR im Jahr 2021, Hauptgrund für die Steigerung waren der Start des neuen Drumbag-Geschäfts und die Steigerung der Preise aufgrund der Rohmaterialpreissteigerungen im Filmgeschäft.

In der GuV weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020/2021 einen deutlichen Rückgang im Ergebnis nach Steuern aus. Hier kommt sie von ca. 633 TEUR zu einem Verlust von ca. 2,253 Mio. EUR. Dieser Verlust kommt hauptsächlich aus dem Materialsektor (steigende Materialquote von 73 % auf 79 %). Die Ursachen hierfür liegen vor allem in den massiven Preisanstiegen für den Einkauf von Rohmaterial im Jahr 2021. Dies zeigt auch der PE-Rohstoff-Index ICIS, der im Durchschnitt eine Verdopplung der Rohstoffpreise im Jahr 2021 gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 aufweist.

Der Fachkräftemangel in der Region, wie auch in ganz Deutschland, wirkt sich auch bezogen auf erhöhte Anlernzeiten aus, die den zukünftigen Erträgen vorauslaufen (zusätzlich erhöhte Prozesskosten). Auch Aufwände für neue Produkttests und Freigaben wirken sich negativ auf das Gesamtergebnis aus.

Die Entwicklung des EBITDA ist wie folgt negativ, von 655 TEUR im Jahr 2019/2020 zu -379 TEUR im Jahr 2020/2021.

Insgesamt ist die Ertragslage bezogen auf das Ergebnis im Geschäftsjahr 2020/2021 deutlich schlechter als 2019/2020 und damit nicht zufriedenstellend.

2.4. Entwicklung der Finanzlage und der Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 30. September rund 9% (Vorjahr rund 22%). Dies resultiert hauptsächlich aus dem höheren Verlust im Vergleich zum Vorjahr, als auch aus dem angestiegenen Anteil der Verbindlichkeiten. Die höheren Verbindlichkeiten ergeben sich hauptsächlich aus dem veränderten Produktportfolio aus Artikeln mit längeren Zahlungszielen, als auch durch die Erhöhung des Gesellschafterdarlehens. Ebenfalls gab es eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Es bestehen zum 30.09.2021 Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 454.995,67 EUR. Zum Stichtag bestanden nicht genutzte Kontokorrentlinien in Höhe von 0,8 Mio. EUR. Die Gesellschaftsdarlehen wurden um 5.112 TEUR auf insgesamt 7.402 TEUR erhöht. Zukünftige Investitionen sollen entsprechend den Planungen der Gesellschaft auch über die Gesellschafterin finanziert werden.

Die Finanzierung der Gesellschaft war somit maßgeblich von der Gesellschafterin abhängig.

Analog dem Vorjahr soll der Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind Umsatz, EBITDA und Liquidität.

Durch die Änderung des Produktportfolios in mehr Beutelgeschäft (auch höhere Marge) musste die Gesellschaft im Jahr 2020/2021 im Bereich Material in Vorleistung gehen. Zusätzlich mit der Krise auf dem Rohstoffsektor war eine Ausweitung der Finanzierung durch die Gesellschafterin erforderlich. Der Rohstoffpreis hat sich im Jahr 2022 mittlerweile wieder stabilisiert und auch die Verträge ließen Preiserhöhungen durch Materialpreissteigerung zu. Aufgrund der hohen Energiekosten ist die Stabilisierung aber unterbrochen worden, Durch den verzögerten Liquiditätszufluss aus den Zahlungszielen der Beutelkunden wird sich die Vermögenslage im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2021/2022 wieder stabilisieren. Die offenen Forderungen an die Kunden sind durch Kundenbewertung und stetigen Kontakt gesichert.

Dies wird generell auch die Liquidität deutlich verbessern, zusätzlich sind Maßnahmen geplant die Zahlungsziele von Lieferanten zu optimieren und die Zahlungsziele der Kunden ebenfalls positiv für die Gesellschaft zu verbessern.

2.5. Ereignisse nach dem Stichtag

Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang.

3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1. Prognosebericht

Wir erwarten weitere Verwerfungen im Rohstoffmarkt, bedingt durch die weltweit angespannte Lage und das Zusammenbrechen von Lieferketten.

Dies wird weiterhin zu einer unsicheren Situation in Bezug auf die Verfügbarkeit und die Preisentwicklung führen.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen und noch flexiblere Vereinbarungen mit unseren Kunden wollen wir Preisänderungen an unserem Absatzmarkt künftig noch zeitnäher weitergeben, da die Dominanz der Materialkosten innerhalb unserer Kostenstruktur wesentliche Kompensationen in anderen Kostenbereichen nur geringfügig zulässt.

Im Einkauf von Rohstoffen haben wir uns für 2021/2022 deutlich flexibler aufgestellt, vor allem durch die Hinzunahme und Qualifizierung neuer Lieferanten und das Verhandeln neuer Lieferkontrakte.

Durch die trotz aller widrigen Umstände in 2020/2021 erfolgreiche finale Integration in die Scholle IPN Familie und die sich daraus ergebenden neuen Produkte, die in 2021/2022 in Eisfeld gefertigt werden sollen, und der erfolgreiche Abschluss eines langjährigen Lieferkontraktes mit dem größten Kunden am Standort erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Ertragssituation in 2021/2022.

Die Ausrichtung und Bereinigung des Produktportfolios auf komplexere und ertragreichere Verpackungslösungen für den Lebensmittelmarkt, werden ein ertragreiches Wachstum ermöglichen. Darüber hinaus werden auch ab 2021/2022 neue, bisher nicht bearbeitete Produktschienen ins Sortiment aufgenommen. Das soll zur weiteren verbesserten Positionierung der Eigenmarken am Markt und zur weiteren Verbesserung der Angebotspalette beitragen.

Die in den ursprünglichen Planungen erwartete hohe Auslastung der Kapazitäten im Geschäftsjahr 2021/2022 sollte sich positiv auf das Ergebnis auswirken. Die ursprüngliche Planung sah für das Jahr einen Umsatz von 32.474 TEUR mit einem EBITDA von 2.289 TEUR vor. Ebenfalls sollten sich positive Effekte auf die Liquidität ergeben.

Auf Basis der aktuellen Auswertungen ergab sich auch für das Jahr 2021/2022 eine deutliche Verfehlung der ursprünglichen Planungen im EBITDA, durch zum Teil Sondereffekte bzw. deutliche Kostensteigerungen im Beschaffungsbereich. Die Finanzierung des Fehlbetrags ist durch die Gesellschafterin erfolgt. Auch die Planungen für das Geschäftsjahr 2022/2023 zeigen einen negatives EBITDA von EUR 1,7 Mio. bei einem Umsatz von EUR 37,2 Mio., Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Finanzierung über die Gesellschafterin auch weiterhin erfolgen wird.

3.2. Risikobericht

Risiken werden im Rahmen des operativen Geschäfts und nur dann bewusst getragen, wenn sie sich nicht vermeiden lassen.

Finanzierungs-/Kreditrisiken:

Der Gesellschafterin ist die Möglichkeit gegeben, die ausgegebenen Darlehen bei Zahlungsverzug der Zinsraten sofort fällig zu stellen. Derzeitig wird das Risiko der Fälligstellung jedoch als gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft ist unverändert weiterhin auf die Finanzierung der Defizite in den Wachstumsjahren angewiesen. Auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit geht die Gesellschaft davon aus, dass auch zukünftig die Defizite durch die Gesellschafterin finanziert werden und hat dies in Ihren Planungsrechnungen so auch zugrunde gelegt.

Zinsänderungsrisiken:

Derzeitig besteht ein nur sehr geringes Risiko bzgl. zukünftiger Zinsschwankungen, da die in Anspruch genommenen Darlehen gegenüber Kreditinstituten und gegenüber Gesellschaftern festen Zinssätzen unterliegen.

Beschaffungsrisiko:

Die Scholle IPN Germany GmbH benötigt für die Herstellung der unter Punkt 1 genannten Produkte eine Vielzahl verschiedener Rohstoffe. Aufgrund des bestehenden Marktes ergibt sich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch ein Beschaffungsrisiko. Die Neuorganisation des Einkaufs von Rohstoffen wird das Risiko abfedern. Auch arbeiten wir derzeit mit Hochdruck an einer Standardisierung unserer Rezepte, um somit noch zusätzlich dieses Risiko abzufedern.

Preisänderungsrisiko:

Das allgemeine Preisänderungsrisiko besteht im Wesentlichen bei der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie für den Bezug von Gas, Strom und Wasser. Die Gesellschaft begegnet dem Risiko durch langfristige Rahmenverträge. Aufgrund der allgemeinen Situation bei den Einkaufspreisen von Rohstoff und Energie besteht hier Bedarf von regelmäßigen Preisanpassungen (vertraglich mit dem Kunden vereinbart).

Durch den seit Februar 2022 vorliegenden Ukraine-Konflikt ergaben sich zudem nochmals Verschärfungen in Bezug auf die Energiepreisentwicklung am Beschaffungsmarkt. Aus den Preisanpassungen haben sich insbesondere im Jahr 2022 deutliche negative Effekte für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

Fachkräftemangel:

Branchenübergreifend verstärkt sich der Fachkräftemangel kontinuierlich. Zwar zeichnet sich der Produktionsprozess in der Gesellschaft durch einen maschinenlastigen Produktionsprozess begegnen wir diesem Risiko mit einer neuen Organisation im Bereich Personalverwaltung, langfristigen Mitarbeiterbindungen - etwa durch die Einführung eines Tarifvertrages und der Entwicklung von neuen Strategien der Personalbeschaffung. Ebenfalls liegt der Fokus auf Ausbildung mit Schwerpunkt Produktion.

Ausfallrisiko Forderungen

Das Risiko durch Ausfall von Forderungen begegnet die Gesellschaft mit einem intensiven Forderungsmanagement und Bonitätsprüfungen der Kunden.

Die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001:2015 und 50001:2011, sowie BRC /IoP-2015 tragen wesentlich zu einer Reduzierung von Risiken bei.

Unter Berücksichtigung der weiteren Finanzierung durch die Gesellschafterin werden durch die Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen

3.3. Chancenbericht

Die neue Eigentümerstruktur hat einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftigen Chancen des Unternehmens. Durch die Belieferung der eigenen Werke mit den benötigen Folien ist das Wachstum in den nächsten Jahren weiterhin gesichert. Hier werden gerade im Bereich der laminierten Verbunde deutliche höhere Mengen in Eisfeld produziert, da diese Produkte zukünftig nicht mehr bei dritten Parteien produziert und eingekauft werden.

Ebenso wird die allgemeine Entwicklung, der gesellschaftliche und der gesetzliche Druck im Verpackungsmarkt zu recycelbaren Folien und Strukturen dazu führen, dass ein deutlich höherer Bedarf für Barriere-Folien entstehen wird.

Ebenfalls wird die Erweiterung beziehungsweise Änderung des Produktportfolios im Bereich Extrusion, zum Beispiel die Produktion von Standardkaschierfolien ein wichtiger Absatzmarkt und die Grundauslastung der Extrusionsanlagen wird sich steigern.

Darüber hinaus wird sich das Produktportfolio der Gesellschaft mit den neuen technischen Möglichkeiten der Kaschierung/Laminierung und der 9-Schicht-Blasfolienextrusion erweitern und zu einer erhöhten Unabhängigkeit gegenüber den bisherigen Märkten führen.

Gleichzeitig eröffnen diese neuen Investitionen neue Märkte und neue Kunden.

 

Eisfeld, den 10. Februar 2023

gez. Pieter Scheffer, Geschäftsführer

gez. Jeroen van der Meer, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

30.09.2021 30.09.2020
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 102.391,00   160.603,00
II. Sachanlagen 11.439.583,57   10.993.559,61
    11.541.974,57 11.154.162,61
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte 5.617.683,37   2.571.972,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.879.245,93   2.280.014,19
- davon Forderungen gegen Gesellschafter: EUR 485.836,44 (Vj: EUR 356.602,31)      
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 277,64   685.703,42
    10.497.206,94 5.537.690,11
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   0,00 62.047,32
Summe Aktiva   22.039.181,51 16.753.900,04

PASSIVA

     
30.09.2021 30.09.2020
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00   26.000,00
II. Kapitalrücklage 1.970.444,00   1.970.444,00
III. Gewinnrücklagen 1.284.501,33   1.284.501,33
IV. Gewinnvortrag 449.690,45   1.083.128,77
V. Jahresfehlbetrag -2.252.979,09   -633.438,32
    1.951.656,69 3.730.635,78
B. ZUR DURCHFÜHRUNG DER BESCHLOSSENEN KAPITALERHÖHUNG GELEISTETE EINLAGE   0,00 474.000,00
C. RÜCKSTELLUNGEN   714.925,63 380.935,87
D. VERBINDLICHKEITEN   19.372.599,19 12.168.328,39
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 2.083.987,14 (Vj: EUR 2.715.956,57)      
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter: EUR 7.402.589,29 (Vj: EUR 2.290.357,78)      
Summe Passiva   22.039.181,51 16.753.900,04

Gewinn- und Verlustrechnung

2020/2021
2019/2020
Rohergebnis 358.372,60 1.929.455,97
4. Vertriebskosten 258.634,69 252.161,95
5. Allgemeine Verwaltungskosten 598.322,86 533.893,58
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.500.518,50 1.574.369,17
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1.662,43
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 245.139,56 195.431,63
- davon an verbundene Unternehmen: 73.552,65 € (Vj.: 104.569,90 €)    
10. Ergebnis nach Steuern -2.244.243,01 -624.737,93
11. Sonstige Steuern 8.736,08 8.700,39
12. Jahresfehlbetrag -2.252.979,09 -633.438,32

Anhang

I. Allgemeine Angaben

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft lt. Registergericht

Firmenname: Scholle IPN Germany GmbH
Firmensitz: Eisfeld
Registergericht: Amtsgericht Jena
Register-Nr.: HRB 300410

2. Angaben zum Jahresabschluss

Lt. Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 26. März 2019 umfasst ein Geschäftsjahr den Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres.

Dem Jahresabschluss zum 30.09.2021 liegen die Vorschriften des HGB und GmbHG über die Rechnungslegung von mittelgroßen Kapitalgesellschaften zugrunde.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB, die der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt erstmals nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB, aufgrund der vollständigen Einbindung in die Konzernstrukturen des Scholle IPN Konzerns. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs.1 Nr. 2 HGB. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr im Wesentlichen über die mit den Banken bestehenden Kontokorrentlinien sowie durch von der Gesellschafterin zur Verfügung gestellte Darlehen. In Bezug auf die weitere Entwicklung bestehen insbesondere folgende Risiken: Neben der Auslastung der vorhandenen Kapazitäten des Unternehmens, der Sicherstellung der Produktionsfähigkeit infolge von Lieferengpässen ist die Steigerung der Effizienz ein zentraler Bestandteil der Maßnahmen der Geschäftsführung. Ohne eine entsprechende Auslastung kann die Gesellschaft ihre Kosten nicht abdecken, woraus sich Auswirkungen auf die Finanzierung der Gesellschaft ergeben.

Auch für das Geschäftsjahr 2021/22 ging die Geschäftsführung auf Basis der Planung von einem Jahresfehlbetrag sowie einem notwendigen Finanzbedarf aus. Dieser wurde durch entsprechende Finanzierungen der Gesellschafterin ausgeglichen. Auf Basis der vorläufigen Zahlen weist die Gesellschaft für das Jahr 2021/22 einen Jahresfehlbetrag von EUR 8,4 Mio. aus. Auch die Planungen für das Geschäftsjahr 2022/2023 zeigen einen Jahresfehlbetrag, bei dem die Gesellschaft davon ausgeht, dass die Finanzierung durch die Gesellschafterin weiter erfolgen wird.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

- Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von ein bis zehn Jahren abgeschrieben. In Fällen des vorzeitigen Ausscheidens erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung.

Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird über fünf Jahre abgeschrieben. Die Bemessung erfolgte auf Grundlage der geschätzten Laufzeit der Kundenbindung.

Das Sachanlagevermögen wurde im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 800,00 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über folgende Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauer
Gebäude und bauliche Einrichtungen 5 bis 33 Jahre
technische Anlagen und Maschinen andere Anlagen, Betriebs- und 3 bis 25 Jahre
Geschäftsausstattung 1 bis 20 Jahre

- Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Nutzung zulässiger Verfahren zur Bewertungsvereinfachung (gleitender Durchschnitt) angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich des Wertverzehrs des Anlagevermögens im Fertigungsprozess. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht einbezogen worden. Die Herstellkosten, der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen finden sich in den aktivierten Herstellkosten wieder.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Sofern erforderlich werden entsprechende Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Aufwendungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

• Rückstellungen

Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet, berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten sowie erkennbaren Risiken und sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen entsprechend der Laufzeit abgezinst.

• Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

• Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der Entwicklung der Abschreibungen sind aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

• Forderungen

Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegt wie im Vorjahr bei bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 264.020,78€ (Vj.: 143.308,46 €) und gegen Gesellschafter in Höhe von 485.836,44€ (Vj.: 356.602,31 T€) betreffen analog dem Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

• Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (zugleich verbundenes Unternehmen) in Höhe von 7.402.589,29 € (Vorjahr 2.290.357,78 €) resultieren aus der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Darlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollständig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
EUR
mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr
EUR
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
EUR
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
EUR
Summe 19.372.599,19 6.938.533,79 12.434.045,40 -
(Vorjahr) 12.168.328,39 2.909.264,20 9.259.064,19 -

IV. Erläuterungen zu Gewinn- und Verlustrechnung

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

2020/2021 2019/2020
Löhne und Gehälter 2.653.814 € 2.456.429 €
soziale Abgaben 498.311 € 437.689 €
davon für Altersversorgung 12.638 € 21.275 €

Für Währungskursgewinne und Verluste ergibt sich im Geschäftsjahr 2021 ein negativer Saldo in Höhe von 624,07 €.

Der Zinsaufwand setzt sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammen:

2020/2021 2019/2020
Interest expenses 164.221,87 € 90.861,72 €
Intercompany Interest expenses 73.552,65 € 104.569,90 €

V. Sonstige Angaben

• Mitglieder der Geschäftsführung (Beruf stimmt mit Organstellung überein)

Herr Lutz Frischmann, OT Saargrund, Eisfeld (bis 31.01.2021)

Herr Jasper Moonen, Tilburg, Niederlande (ab 08.01.2019 bis 30.05.2022)

Herr Jeroen van der Meer, GH Almere, Niederlande (ab 18.05.2020)

Herr Thomas Stöcklein, Suhl (ab 01.01.2021 bis 31.01.2023)

Herr Pieter Hendrik Scheffer, Apeldoorn, Niederlande (ab 01.02.2023)

• Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge gemäß § 285 Nr. 9a HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Herr Moonen und Herr van der Meer sind nicht bei der Gesellschaft angestellt.

• Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2020/2021 beschäftigten Arbeitnehmer:

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 77 zuzüglich 10 Auszubildende.

Von den beschäftigten Arbeitnehmern inkl. Auszubildendeentfallen auf:

Angestellte 34
gewerbliche Arbeitnehmer 53

• sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz enthaltene sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverträge für Kraftfahrzeuge und Maschinen in folgendem Umfang

Gesamtbetrag der Verpflichtung am 30.09.2021 Aufwand aus entspr. Verpflichtungen vom 01.10.2020-30.09.2021
  96.199,62€ 52.088,23€

• Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Oktober 2021 begann in Deutschland die 4. Welle der Coronapandemie. Härtere Maßnahmen wie Lockdowns oder das flächendeckende Schließen von Geschäftsbereichen sollten jedoch vermieden werden. Direkte bzw. wesentliche Auswirkungen aus dieser 4. Welle ergaben sich auf das Geschäft der Scholle IPN Germany GmbH nicht. Sowohl auf Kundenseite als auch im Bereich der Lieferanten wurden keine weiteren Beeinträchtigungen bis zum Datum der Aufstellung festgestellt. Auch die Situation auf dem Rohstoffmarkt bleibt unverändert zum Datum der Aufstellung.

Aus dem seit Februar 2022 vorliegenden Ukraine-Konflikt ergeben sich aktuell für die Gesellschaft Auswirkungen, z. B. in Form von Lieferbeschränkungen und damit Umsatzausfällen mit einer russischen Schwestergesellschaft. Von den Preissteigerungen bei Energiekosten ist die Gesellschaft beeinflusst. Zudem wirken Einflüsse auf Lieferketten sowie daran gekoppelte Preisentwicklungen negativ auf die Gesellschaft.

Im Februar 2022 hat die SIG Combibloc Group AG bekannt gegeben, dass sie eine Vereinbarung zur Übernahme von 100% der Scholle IPN Gruppe abgeschlossen hat.

Darüber hinaus haben sich keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben.

• Vorschlag über die Ergebnisverwendung:

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Fehlbetrag des Geschäftsjahres 2020/2021 in Höhe von 2.252.979,09 € mit dem in Höhe von 449.690,45 € bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen.

• Angaben zum Konsolidierungskreis

Der für die Scholle IPN Germany GmbH größter Konsolidierungskreis ist die CLIL Holding BV mit Sitz in Heieinde 15, 5047 SX Tilburg, Niederlande.

Der für die Scholle IPN Germany GmbH kleinster Konsolidierungskreis ist die SCHOLLE IPN EUROPE HOLDING B.V. mit Sitz in Heieinde 15, 5047 SX Tilburg, Niederlande.

Diese Konzernabschlüsse sind am jeweiligen Sitz der Gesellschaften erhältlich.

 

Eisfeld, den 10. Februar 2023

gez. Pieter Scheffer, Geschäftsführer

gez. Jeroen van der Meer, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.10.2020
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
30.09.2021
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 132.936,01 0,00 0,00 0,00 132.936,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 183.000,00 0,00 0,00 0,00 183.000,00
  315.936,01 0,00 0,00 0,00 315.936,01
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.056.510,13 54.889,58 0,00 0,00 3.111.399,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.506.951,15 1.765.744,29 553.066,92 -383.842,23 16.441.920,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 548.699,80 130.436,83 0,00 -11.330,48 667.806,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 553.066,92 0,00 -553.066,92 0,00 0,00
  18.665.228,00 1.951.070,70 0,00 -395.172,71 20.221.125,99
  18.981.164,01 1.951.070,70 0,00 -395.172,71 20.537.062,00
Abschreibungen
01.10.2020
Zugänge
Abgänge
30.09.2021
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.683,01 21.612,00 0,00 76.295,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 100.650,00 36.600,00 0,00 137.250,00
  155.333,01 58.212,00 0,00 213.545,01
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 953.571,60 96.900,58 0,00 1.050.472,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.364.017,09 1.325.962,21 -383.840,21 7.306.139,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 354.079,70 82.180,93 -11.329,48 424.931,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  7.671.668,39 1.505.043,72 -395.169,69 8.781.542,42
  7.827.001,40 1.563.255,72 -395.169,69 8.995.087,43
Buchwerte
30.09.2021
30.09.2020
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.641,00 78.253,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 45.750,00 82.350,00
  102.391,00 160.603,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.060.927,53 2.102.938,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.135.781,04 8.142.934,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.875,00 194.620,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 553.066,92
  11.439.583,57 10.993.559,61
  11.541.974,57 11.154.162,61

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Scholle IPN Germany GmbH, Eisfeld

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Scholle IPN Germany GmbH, Eisfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scholle IPN Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Erfurt, 10. Februar 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Moka, Wirtschaftsprüfer

gez. Hunold, Wirtschaftsprüfer

Feststellung und Ergebnisverwendung

Am 9. März 2023 wurde der Jahresabschluss der Gesellschaft durch die Gesellschafterversammlung festgestellt und Folgendes beschlossen:

"Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.252.979,09 wird mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 449.690,45 verrechnet. Der Verlustvortrag in Höhe von EUR 1.803.288,64 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Eine Ausschüttung wird nicht beschlossen."

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