Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 27576
Eingetragen
6.9.2016
Branche
Private Wach- und Sicherheitsdienste für VeranstaltungenSicherheitsdienste a. n. g.Sonstige private Wach- und Sicherheitsdienste
Gegenstand
Das Bewachungsgewerbe gemäß § 34a Gewerbeordnung, Reinigungsdienste, Dekoration, Eventmanagement und Beratungsdienstleistungen sowie Arbeitnehmerüberlassung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Klaus Jira
seit 19.1.2026
Prokura
Sergej Michel
seit 6.9.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Emerald Group AGCHE
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Färberstraße 2, 42477 Radevormwald
12.500 €
50.00%
Rabenstraße 11 a, 49492 Westerkappeln
12.500 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MSS Security GmbH

Remscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 956.017,40 860.513,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.563,50 28.060,50
II. Sachanlagen 799.693,50 700.692,50
III. Finanzanlagen 131.760,40 131.760,40
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.698.160,40 7.328.862,36
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.587.824,88 6.888.208,81
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 110.335,52 440.653,55
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16.813,82 66.895,37
7.670.991,62 8.256.271,13

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 1.422.468,55 1.050.908,56
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 245.312,18 245.312,18
III. Gewinnvortrag 780.596,38 521.381,74
IV. Jahresüberschuss 371.559,99 259.214,64
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.107.650,31 2.496.300,00
C. VERBINDLICHKEITEN 5.140.872,76 4.709.062,57
- davon aus Steuern: EUR 897.142,59 (Vorjahr: EUR 557.604,80)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 140.514,63 (Vorjahr: EUR 46.347,48)
7.670.991,62 8.256.271,13

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 27.561.695,72 24.791.405,21
2. Personalaufwand -25.425.219,98 -22.606.596,52
a) Löhne und Gehälter -20.924.045,97 -18.754.124,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.501.174,01 -3.852.472,45
- davon für Altersversorgung: EUR 4.301,91 (Vorjahr: EUR 5.345,68)
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -211.627,16 -167.296,33
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.466.655,54 -1.376.802,13
5. Betriebsergebnis 458.193,04 640.710,23
6. Erträge aus Beteiligungen 0,00 29.625,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.427,48 2.879,27
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 7.700,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -109.516,63 -18.243,27
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 314,72 (Vorjahr: EUR 134,64)
9. Finanzergebnis -77.089,15 14.261,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.114,90 -386.137,59
11. Ergebnis nach Steuern 377.988,99 268.833,64
12. Sonstige Steuern -6.429,00 -9.619,00
13. Jahresüberschuss 371.559,99 259.214,64

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die MSS Security GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft") mit Sitz in Remscheid ist im Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal unter der HRB 27576 eingetragen.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes in den jeweils gültigen Fassungen aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aufgrund Wechsels des Factors zum Bilanzstichtag des Vorjahres ergibt sich eine abweichende Bilanzierung des auf abgetretene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhaltenen Vorschussbetrags. Statt einer Verrechnung mit den bevorschussten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter den sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte im Vorjahr ein passiver Ausweis unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte sind daher nur eingeschränkt vergleichbar.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zu Grunde liegenden Bilanzierung- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert, wurden um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemindert und im weiteren Verlauf entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der aktivierte derivative Firmenwert wird über 15 Jahre abgeschrieben. Der gute Ruf des erworbenen Unternehmens, dessen Marktetablierung und das über längere Zeit aufgebaute Netzwerk für die Rekrutierung von Arbeitskräften rechtfertigen die gewählte Abschreibungsdauer.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen werden linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Nutzungsdauern orientieren sich dabei an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge des Geschäftsjahres werden ausschließlich linear pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagegegenstände mit einem Wert zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalwerten bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Höhe gebildet, in der im Berichtsjahr Zahlungen erfolgten, die Aufwand für das Folgejahr oder spätere Perioden darstellen.

Das Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen eines im materiellen Vermögensgegenstandes resultieren passive und aus diversen sonstigen Rückstellungen (Rückbau, Urlaub und Drohverluste) resultieren aktive latente Steuern, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Da sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang), erfolgt unter Nichtanwendung des Aktivierungswahlrechts nach § 274 Abs 1 Satz 2 HGB insgesamt kein Ansatz.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im als Anlage beigefügten Anlagespiegel gesondert dargestellt.

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen entfallen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 307.700,00 (Vorjahr: EUR 1.539,86) und auf Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, EUR 407.000,02 (Vorjahr: EUR 201.216,85). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen in derselben Höhe Forderungen gegen Gesellschafter und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, dar.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben in Höhe eines Teilbetrags von EUR 400.000,00 (Vorjahr: EUR 200.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt EUR 255.764,71 (Vorjahr: EUR 233.937,66).

Von den Verbindlichkeiten entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 170.764,30 (Vorjahr: EUR 161.175,65) und auf Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, EUR 50.214,53 (Vorjahr: EUR 0,00). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stellen zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

Von den Verbindlichkeiten haben EUR 4.584.308,68 (Vorjahr: EUR 4.508.510,59) eine Restlaufzeit von bis zu einem und EUR 556.564,08 (Vorjahr: EUR 200.551,98) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Davon hat ein Teilbetrag in Höhe von EUR 106.223,78 (Vorjahr: EUR 0,00) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

IV. Haftungsverhältisse

Im Zuge eines von der Commerzbank AG an die Beteiligung autosecure GmbH, Münster, vergebenen Darlehens in Höhe von TEUR 100 erfolgte seitens der Gesellschaft die Zusicherung einer selbstschuldnerischen Höchstbetrags-Bürgschaft. Die Laufzeit des Darlehens endet mit Ablauf des 30.06.2028.

V. SONSTIGE ANGABEN

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 315 und entfallen auf Leasingverträge (TEUR 27) sowie Verpflichtungen aus Mietverträgen (TEUR 288).

Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 256 sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Bei den Sicherungen handelt es sich um Sicherungsübereignungen.

Während des Geschäftsjahres wurden im Unternehmen durchschnittlich 684 Arbeitnehmer im Quartalsdurchschnitt beschäftigt, deren Unterteilung in Gruppen sich wie folgt darstellt:

2023 2022 2021
Geschäftsführer 1 1 1
Leitende Angestellte 2 2 2
Arbeiter 590 575 656
Angestellte 29 24 25
Gewerbliche Aushilfen und Teilzeitkräfte 62 62 70
Summe 684 664 754

Die Gesellschaft ist zum 31.12.2023 an folgenden Unternehmen beteiligt:

Anteil
in %
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
SP-Sicherheitsdienst & Service GmbH, Duisburg 100,0 4,4 -83,1
autosecure GmbH, Münster 50,0 334,2 91,4
MSS Security GmbH, Fraubrunnen, Schweiz * / ** 100,0 11,8 3,7

*) Die Werte zum Eigenkapital und zum Jahresüberschuss basieren auf dem zu erwartenden Stand zum 31.12.2023. Die Feststellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung steht kurz bevor.

**) Umrechnung gemäß Wechselkurs vom 31.12.2023.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Sergej Michel, Kaufmann, als alleinigem Geschäftsführer der Gesellschaft.

Die Angaben zu den Gesamtbezügen des Geschäftsführers unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Bilanzergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Remscheid, den 25. September 2024

Sergej Michel, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.237,30 3.095,03 0,00 9.332,33
Geschäfts- oder Firmenwert 220.000,00 0,00 0,00 220.000,00
226.237,30 3.095,03 0,00 229.332,33
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.832,27 11.450,00 0,00 20.282,27
Technische Anlagen und Maschinen 300.000,00 39.099,00 0,00 339.099,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 910.837,34 271.301,13 96.699,47 1.085.439,00
1.219.669,61 321.850,13 96.699,47 1.444.820,27
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 31.760,40 0,00 0,00 31.760,40
Beteiligungen 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00
131.760,40 0,00 0,00 131.760,40
1.577.667,31 324.945,16 96.699,47 1.805.913,00
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.207,80 2.954,03 0,00 4.161,83
Geschäfts- oder Firmenwert 196.969,00 3.638,00 0,00 200.607,00
198.176,80 6.592,03 0,00 204.768,83
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.032,27 1.440,00 0,00 7.472,27
Technische Anlagen und Maschinen 53.588,00 43.801,00 0,00 97.389,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 459.356,84 159.794,13 78.885,47 540.265,50
518.977,11 205.035,13 78.885,47 645.126,77
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
717.153,91 211.627,16 78.885,47 849.895,60
BUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.170,50 5.029,50
Geschäfts- oder Firmenwert 19.393,00 23.031,00
24.563,50 28.060,50
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.810,00 2.800,00
Technische Anlagen und Maschinen 241.710,00 246.412,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 545.173,50 451.480,50
799.693,50 700.692,50
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 31.760,40 31.760,40
Beteiligungen 100.000,00 100.000,00
131.760,40 131.760,40
956.017,40 860.513,40

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die MSS Security GmbH (nachfolgend auch "MSS" oder "Gesellschaft"), mit Sitz in Remscheid, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal unter der HRB 27576 eingetragen.

Die MSS Security GmbH ist ein Dienstleistungsunternehmen, welches sich auf das Kerngeschäft Sicherheit spezialisiert hat. Neben unserem klassischen Angebot der Bewachung, des Revierdienstes und Werkschutzes etc. stehen wir unseren Kunden beratend für Sicherheitskonzepte jeglicher Art zur Seite und bieten damit im Markt der Wach- und Sicherheitsdienste ein vielfältiges Leistungspaket. Weitere Dienstleistungsangebote - mit dem Motto "Alles aus einer Hand" - im Facility- und Reinigungsbereich runden das Profil für den Kunden nahezu vollständig ab und erleichtern so die kundenseitige Koordination für die diversen Anforderungen im Objekt.

Neben unserem Hauptsitz in Remscheid führen wir weitere Standorte in Nordrhein-Westfalen (Mönchengladbach) sowie in Niedersachsen (Hannover) und Baden-Württemberg (Mannheim), deren Mietverträge alle bis Mitte 2025 beendet werden. Entsprechend erfolgt die Abmeldung der gewerblich geführten Standorte, so dass ausschließlich der Hauptsitz bestehen bleibt.

Der Markt ist geprägt durch viele kleine Anbieter. Die MSS gehört im Wettbewerbsumfeld zu den größeren Anbietern.

Zu unseren Kunden zählen, neben privaten Auftraggebern verschiedenster Branchen, im Wesentlichen - auf Grund der seit Mitte 2015 anhaltenden Flüchtlingsthematik - öffentliche und kommunale, nationale Träger.

Wir sind wiederholt nach DIN EN ISO 9001:2015, DIN 77200-1:2022-10 und DIN 77200-2:2020-07 zertifiziert, sowie nunmehr auch wiederholt nach ISO 14001:2015 und ISO 45001:2018.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Während die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe deutlich um 2,0 % zurückging, entwickelte sich diese in anderen Bereichen z.B. im Baugewerbe leicht positiv (+0,2 %). Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Auch im Jahr 2024 ist nach Pressemitteilung vom 15.01.2025 des Statistischen Bundesamtes ein leichter Rückgang des BIP von 0,2 % zu verzeichnen.

Die inländische Sicherheitswirtschaft ist im Wesentlichen durch eine Vielzahl von kleinen Dienstleistern und nur einigen wenigen Großanbietern geprägt. Der noch bis zum Jahr 2018 anhaltende Wachstumstrend der Anzahl der Unternehmen im Wach- und Sicherheitsbereich reduzierte sich zwar in den Jahren 2019 bis 2021 - in Folge des Einbruchs der Veranstaltungsbranche, die während der Covid-Pandemie herbe Rückschläge hinnehmen musste -, verzeichnet seit 2022 aber wieder einen Anstieg auf nahezu dem Niveau von 2019.

Die Branche der Sicherheitsdienstleister wächst stetig und konstant. Einerseits spielt das gesteigerte Sicherheitsbedürfnis in Gesellschaft und Wirtschaft eine Rolle, andererseits haben auch gesellschaftliche Veränderungen, wie das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung von Sicherheit im privaten und öffentlichen Raum, zu einer erhöhten Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen geführt. Nicht nur die stetig steigenden Umsatzzahlen (von 9,46 Mrd. EUR in 2020 auf 13,4 Mrd. EUR in 2023) sind hierfür ein Indikator, sondern auch der Anstieg der Beschäftigten in der Bewachungsbranche, die im gleichen Zeitraum von 262.085 in 2020 auf 284.320 in 2023 einen Zuwachs von 8,5 % verzeichnen konnten.

Angesichts dieser Entwicklungen wird die Bedeutung von Fortbildung und Spezialisierung im Sicherheitssektor weiter zunehmen. Es wird immer wichtiger, dass Sicherheitsdienstleister über aktuelle Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um den sich ständig ändernden Anforderungen gerecht zu werden. Zudem ermöglicht eine Spezialisierung auf bestimmte Sicherheitsdienstleistungen eine bessere Positionierung am Markt und eine differenziertere Kundenansprache. Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern sowie deren Ausbildung und Weiterqualifizierung gehören daher zu den zentralen Erfolgsfaktoren der Branche, wobei der Personalaufwand - in einem durch viele Anbieter geprägten und damit wettbewerbsintensiven Markt mit hohem Preisdruck - die mit Abstand wichtigste Aufwandsposition darstellt.

2.2. Geschäftsverlauf 2023

Die Gesellschaft kann trotz der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen schwierigen Lage in Deutschland auf ein durchaus erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Das Jahr 2023 stand ganz wesentlich im Zeichen des Ausbaus der Umsatzerlöse und der Festigung der Ertragskraft des Unternehmens.

Die Bewachungsleistung im öffentlichen Bereich für zentrale Unterbringungseinrichtungen für Flüchtlinge sowie bei den städtischen Flüchtlingsunterkünften bzw. Notunterkünften stellt im Berichtsjahr weiterhin einen wesentlichen Bestandteil mit 46,8 % des Gesamtumsatzes dar. Während keine Umsätze mehr im Bereich der Test- und Impfzentren entstanden, konnte im Berichtsjahr ein Umsatzzuwachs im Zuge der Bewachung von Flüchtlingsunterkünften und ähnlichen Einrichtungen von rd. 80 % auf TEUR 15.793,1 (Vorjahr: TEUR 8.758,6) erwirtschaftet werden.

Wesentliche Veränderungen der Aufwendungen, die nicht im Verhältnis zum Umsatzanstieg entstanden, liegen im Bereich des Zinsaufwands aus dem Factoring-Vertrag. Infolge der Anhebung des Leitzinses seit 2022 fiel auch die Anhebung des Kontokorrent-Zinssatzes des Factors entsprechend höher aus, so dass, trotz täglicher Disponierung des Liquiditätsbedarfs, erhöhte Zinsaufwendungen von TEUR 89,3 anfielen.

Das Jahresergebnis vor Ertragssteuern (TEUR 374,7) liegt, trotz des Umsatzanstiegs (rd. +16 %) unter dem des Vorjahres (TEUR 645,4).

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme fiel von TEUR 8.256,3 um TEUR 585,3 auf TEUR 7.671,0.

Das Anlagevermögen hat sich im Verhältnis zum Vorjahr von TEUR 860,5 auf TEUR 956,0 erhöht. Investitionen erfolgten im Wesentlichen im weiteren Ausbau des Fuhrparks (15 Fahrzeuge) i.H.v. TEUR 229,1, für diverse Betriebsausstattungen, Büroeinrichtungen und Einbauten auf fremden Grundstücken und Software-Anwendungen i.H.v. TEUR 56,7 und dem Ausbau technischer Anlagen von TEUR 39,1. Das Finanzanlagevermögen liegt mit TEUR 131,8 auf Vorjahresniveau, Änderungen erfolgten keine.

Das Umlaufvermögen verringerte sich stichtagsbedingt um TEUR 630,7 auf TEUR 6.698,2. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen um TEUR 300,4 auf TEUR 6.587,8 ab. Die liquiden Mittel sind hierbei von TEUR 440,7 um TEUR 330,3 auf TEUR 110,3 gefallen.

Unter Ausweis eines Jahresüberschusses von TEUR 371,6 errechnet sich das Eigenkapital nun auf einen Betrag von TEUR 1.422,5 (Vorjahr: TEUR 1.050,9).

Die Summe der Rückstellungen fiel um TEUR 1.388,6 auf TEUR 1.107,7. Der Ausweis der Steuerrückstellungen verringerte sich im Berichtsjahr um TEUR 344,7 auf TEUR 150,2 (Vorjahr: TEUR 494,9).

Nachdem im Berichtsjahr, für die in 2018 notwendig gewordene Bildung einer Risikorückstellung für einen drohenden Schadensersatzanspruchs, ein Vergleich verhandelt werden konnte, wechselte der in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigte Aufwand, in Höhe des Vergleichsbetrages, zu den sonstigen Verbindlichkeiten und wird seither, unter Anwendung eines beidseitig eingegangenen Ratenzahlungsplans für die kommenden 7 Jahre, laufend getilgt. Rückstellungen für aktiv und passiv geführte Rechtsstreitigkeiten saldieren zum Stichtag mit TEUR 88,2. Rückstellungen im Zuge von Personalaufwendungen reduzierten sich geringfügig um TEUR 16,0 auf TEUR 662,2. Die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für drohende Verluste, in Folge der bisher ausstehenden kundenseitigen Akzeptanz, gesetzliche Tariflohnanhebungen mitzutragen, wurden von TEUR 567,0 um TEUR 469,0 auf TEUR 98,0 reduziert. Im Berichtsjahr bestand kein weiterer Bedarf an der Bildung weiterer Rückstellungen für drohende Verluste.

Die Verbindlichkeiten stiegen im Berichtsjahr von TEUR 4.709,1 um TEUR 431,8 auf TEUR 5.140,9. Neben leicht angestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR +21,8 zum Vorjahr), erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 636,8 auf TEUR 1.489,7. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar (TEUR 170,8, Vorjahr: TEUR 161,2). Die sonstigen Verbindlichkeiten fielen im Berichtszeitraum um TEUR 286,6 auf TEUR 3.174,5.

3.2. Finanzlage

Zur Umsetzung des schnellen Wachstums ging die MSS Security GmbH im Jahr 2018 eine langfristige Partnerschaft mit einem erfahrenen Factor-Partner ein. Auf Grund der Partnerschaft in Verbindung mit der guten Auftragslage ist weiterhin davon auszugehen, dass die Gesellschaft allen Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich und uneingeschränkt nachkommen wird.

Der Bestand der flüssigen Mittel zum Stichtag hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 330,3 auf TEUR 110,3 verringert. Weitere flüssige Mittel standen zum Stichtag beim Factor in Höhe von TEUR 103,6 bereit, der Abruf erfolgte zu Beginn des neuen Wirtschaftsjahrs.

Der statische Cashflow (aus Jahresergebnis und Abschreibungen) ist im Berichtsjahr bei einem um TEUR 112,3 höherem Jahresergebnis und bei um TEUR 44,3 höheren Abschreibungen um TEUR 156,7 von TEUR 426,5 auf TEUR 583,2 gestiegen.

3.3. Ertragslage

Der Umsatz in 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen und betrug absolut TEUR 33.771,1 (Vorjahr: TEUR 29.137,2). Die Erhöhung ist im Wesentlich auf den Zuwachs der Umsatzerlöse im Bereich der öffentlichen Einrichtungen für Flüchtlingsunterkünfte zurückzuführen. Im direkten Vergleich der Wachstumsrate des Gesamtmarktes (+12,6 % zum Vorjahr) entwickelten sich die Umsätze mit 15,9 % wieder positiv zum Vorjahr, so dass der Erfolgskurs seit Bestehen der Gesellschaft, nach einem leichten Ausfall im Vorjahr, wieder fortgeführt wird.

Die Verteilung der Umsatzerlöse auf die bestehenden Profitcenter zeigt folgendes Bild:

2023
TEUR
2022
TEUR
2021
TEUR
Zentrale in Remscheid 12.275,7 7.869,0 9.981,7
Mönchengladbach 2.174,0 4.454,0 4.158,0
Hannover 12.000,3 11.373,4 8.094,5
Saterland (Standortaufgabe 08.07.2021) 0,0 0,0 4.626,9
Mannheim *) 7.321,1 5.440,8 4.912,7

*) Durch Neuanmeldung des Standortes in Mannheim ab 2021 wurden die ursprünglich der Zentrale in Remscheid zugewiesenen Umsätze umverteilt. Im Zuge der Abmeldung des Standortes Saterland, ebenfalls in 2021, erfolgte die Umverteilung der diesem Standort zugewiesenen Umsatzerlöse zum Standort Hannover.

Gemessen am Gesamtumsatz beträgt der Anteil der zehn größten Kunden der MSS Security GmbH 47 % (Vorjahr: 50 %), welche ausschließlich im öffentlichen bzw. kommunalen Bereich angesiedelt sind.

Der Ausweis der sonstigen betrieblichen Erträge enthält im Wesentlichen Erträge aus Erstattungen gemäß Aufwendungsausgleichsgesetz (TEUR 42,7), aus Erträgen aus Rückstellungsauflösungen (TEUR 31,0) und sonstigen Sachbezügen (TEUR 32,9).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.482,6 von TEUR 4.745,3 auf TEUR 6.227,9 gestiegen. Der Anstieg resultiert aus dem Umsatzanstieg, der nicht in vollem Umfang durch eigene Mitarbeiter geleistet werden konnte.

Das Rohergebnis stieg in Folge des Mehrumsatzes von TEUR 24.791,4 um TEUR 2.770,3 auf TEUR 27.561,7.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 % angestiegen und beträgt TEUR 25.425,2. Die Personalaufwandsquote reduzierte sich von 77,6 % um 2,3 Prozentpunkte auf 75,3 %.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen von TEUR 167,3 um TEUR 44,3 auf TEUR 211,6. Investitionen wurden im Wesentlichen in den Ausbau des Fuhrparks (TEUR 229,1) sowie im Bereich der allgemeinen Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 56,7) und in der Anschaffung von Technischen Anlagen und Maschinen (TEUR 39,1) getätigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von TEUR 1.376,8 um TEUR 89,9 auf TEUR 1.466,7. Einsparungen zum Vorjahr in den Bereichen Reisekosten (TEUR 54,1), Factoring-Gebühren (TEUR 19,9), Kfz-Kosten (TEUR 15,3) und übrigen (TEUR 43,8) stehen erhöhte Aufwendungen aus der Fortbildung eigener Arbeitskräfte (TEUR 42,6), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 37,7), aus Forderungsverlusten (TEUR 36,3), für Werbe-, Repräsentations- und Bewirtungskosten (TEUR 32,9), Beiträgen und Versicherungen (TEUR 23,1), Raumkosten (TEUR 21,0) und übrigen (TEUR 29,4) gegenüber.

Das Betriebsergebnis hat sich von TEUR 640,7 um TEUR 182,5 auf TEUR 458,2 verringert.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 91,4 von TEUR 14,3 auf TEUR -77,1 verschlechtert. Zinserträge stiegen, aus vergebenen Darlehen und Zinserstattungen zur Gewerbesteuer vergangener Jahre, um TEUR 29,5 auf TEUR 32,4. Ausschlaggebend für die Verschlechterung war der im Vorjahr noch vereinnahmte Beteiligungsertrag (2022: TEUR 29,6), der im Berichtsjahr ausblieb, und der Mehraufwand aus der Kontokorrent-Verzinsung des Factor-Partners, welcher in Folge der Anhebung des europäischen Leitzinses zum Vorjahr um ein Vielfaches anstieg.

Die interne Steuerung der Gesellschaft erfolgt vor allem anhand der finanziellen Leistungsindikatoren, der Gesamtleistung (Umsatzerlöse) sowie dem EBIT, definiert als Jahresüberschuss vor Finanzaufwendungen und -erträgen sowie Ertragssteueraufwendungen. Wie dargestellt hat sich die Gesamtleistung um 15,9 % verbessert, wogegen das EBIT mit TEUR 451,8 um TEUR 179,3 geringer ausfällt als im Vorjahr mit TEUR 631,1, in welchem aber auch erhöhte sonstige Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 375,6 enthalten waren.

4. Bericht über Chancen und Risiken sowie die zukünftige Entwicklung

4.1. Chancenbericht

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Auf Basis der aktuellen Einschätzung des Markt- und Wettbewerbsumfelds überwiegen weiterhin Chancen gegenüber Risiken. Notwendig gewordene gesellschaftsrechtliche sowie gesamtwirtschaftliche Anpassungen lassen eine zuversichtliche Prognose zur Entwicklung der Sicherheitsbranche zu, denn gerade Sicherheitsrisiken, explizit in der Bewachungsbranche, bieten neue Chancen.

Die Sicherheitsbranche steht vor vielfältigen Herausforderungen und ungetrübten Chancen. Die Digitalisierung der Sicherheitsbranche ist ein logischer Schritt, um Transparenz und Effizienz zu erhöhen. Die Ansprüche an Unternehmen in diesem Bereich wachsen kontinuierlich und auch der Bedarf steigt stetig an. Gleichzeitig wird auch der Bedarf an traditionellen Sicherheitsdienstleistungen, wie dem Objektschutz oder der Veranstaltungssicherheit, nicht abnehmen. Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen sind sich der Wichtigkeit von Sicherheit zunehmend bewusst und bereit, in diesen Bereich zu investieren. Zudem wird die Branche weiterhin von technologischen Innovationen geprägt sein. Die Entwicklung von fortschrittlichen Überwachungssystemen, künstlicher Intelligenz und automatisierter Sicherheitstechnik bietet neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen in Bezug auf Datenschutz und Ethik - insbesondere auch im Zusammenhang mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz innerhalb der Sicherheitsbranche.

Dieses beachtend, in Verbindung mit dem Willen das Unternehmen weiterhin am Markt zu stärken und zu positionieren, verfolgt die Geschäftsführung unverändert den Ausbau der Unternehmensstruktur unter Inanspruchnahme der Finanzkraft und in Kombination mit dem stetig ausbauenden Bekanntheitsgrad der Gesellschaft.

Die Vielfalt des Kundenstamms steht ungetrübt im Fokus, da die Geschäftsführung Chancen erkennt, die Ertragskraft des Unternehmens insbesondere hierdurch stetig zu arrivieren. Die Palette der angebotenen Dienstleistungen im Sicherheitssektor ist breit und vielfältig. Sie reicht von herkömmlichen Sicherheitsdiensten wie Objektschutz und Veranstaltungssicherheit bis hin zu spezialisierten Dienstleistungen wie Risikoberatung, IT-Sicherheit, Cybersecurity, Zutritts- und Videosicherheitstechnik und vielem mehr. Dabei ist die Branche ständig in Bewegung und passt sich den sich wandelnden Bedürfnissen der Kunden und des Marktes an.

Angesichts dieser Entwicklungen wird die Bedeutung von Fortbildung und Spezialisierung im Sicherheitssektor zunehmend ein ausschlaggebender Faktor bei der Auftragsvergabe. Es wird immer wichtiger, dass Sicherheitsdienstleister über aktuelle Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um den sich ständig ändernden Anforderungen gerecht zu werden. Zudem ermöglicht eine Spezialisierung auf bestimmte Sicherheitsdienstleistungen eine bessere Positionierung am Markt und eine differenziertere Kundenansprache.

Der Anstieg des Umsatzes in der Sicherheitsbranche zeigt, dass das Thema Sicherheit die Gesellschaft sowohl privat als auch im öffentlichen Raum stark bewegt. Sicherheitslösungen für Zutrittskontrollen, Besucherverwaltung und Videoüberwachung werden, neben der aktiven Präsenz des Sicherheitsmitarbeiters, immer beliebter. Dazu kommen mobile "Smart Building" Lösungen, die wichtige sicherheitsrelevante Informationen zu jeder Zeit und an jedem Ort visualisieren. Mit solchen Entwicklungen kann der Schutz im Unternehmen, in öffentlichen Einrichtungen und auch Zuhause enorm verstärkt werden.

Die Geschäftsführung ist weiterhin davon überzeugt, dass vor allem im Bereich der privaten Wirtschaft das Wachstumspotential nur wenige Grenzen vorhält, weshalb der Ausbau dieses Segments ungetrübt im Fokus steht. Zudem erfolgt weiterhin die Teilnahme an großen öffentlichen Ausschreibungen. Wenn auch bei öffentlichen Aufträgen die Marge durchschnittlich geringer ausfällt, steht die Gesellschaft diesem Potential, nach angemessener Abwägung, zu keinem Zeitpunkt ablehnend gegenüber.

Auf Grund des anhaltenden und vorherrschenden Trends nach "mehr Sicherheit" - sowohl im öffentlichem als auch im privatem Sektor -, ist von einer zuversichtlichen weiteren positiven Prognose zur Entwicklung der Sicherheitsbranche auszugehen.

4.2. Risikobericht

In den wesentlichen Geschäftsbereichen der MSS Security GmbH ist der Markt nach wie vor durch rückläufige Umsatzrenditen infolge der angespannten Wettbewerbersituation gekennzeichnet. Insbesondere bei öffentlichen Ausschreibungen ist maßgeblich der Preis ausschlaggebend für die Auftragserteilung. Die Leistungsfähigkeit der Anbietenden bzw. des einzusetzenden Personals findet leider nur verhaltene Zustimmung und nur geringe Anerkennung, wenn auch die Anforderungen stetig wachsen. Ebenfalls ist festzustellen, dass das Thema Verlängerung von Zahlungszielen, insbesondere in der Privatwirtschaft, eine wichtige Rolle spielt. Diesem Umstand begegnen wir jedoch relativ entspannt, weil dieses - unter Einhaltung des Factoring-Vertragsverhältnisses - zu keinen liquiditätsschwächenden Beeinträchtigungen führt.

Den branchenbedingten Risiken begegnet die Geschäftsleitung durch entsprechende vertragliche Gestaltungen mit Kunden und Lieferanten. Auf Grund der breiten Basis (Diversifizierung) an Dienstleistungen, Kunden und Lieferanten bestehen geringe Risikokonzentrationen.

Die entscheidende Grundlage für den Erfolg der Sicherheitsbranche stellen deren Mitarbeiter mit ihrer Serviceorientierung, ihren Qualifikationen sowie ihrem Engagement dar. Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern sowie deren Ausbildung und Weiterqualifizierung gehören daher zu den zentralen Erfolgsfaktoren des Unternehmens, um ein weiteres Wachstum zu sichern. Dabei wird sich die Rolle der Beschäftigten im Sicherheitssektor aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren dahingehend verändern, als dass Sicherheitstechnik - die ein wesentliches Instrument darstellt, dem Personalmangel zu begegnen - in vielen Bereichen das Personal zunehmend ergänzen, teilweise sogar ersetzen wird. Beiden Risiken, sowohl dem stetig anspruchsvolleren Ausbildungsstand des eingesetzten Personals als auch der zu erwartenden zukünftigen technischen Wandlung, steht das Unternehmen relativ gefestigt -auf Grund der ausgebauten Unternehmensstruktur - entgegen.

Das Risikomanagement koordiniert die Aktivitäten und unterstützt dadurch die Steuerung von Chancen und Risiken. Um im harten Wettbewerb zu bestehen, überprüfen wir regelmäßig unsere Strategie im Rahmen der DIN EN ISO 9001:2015 Zertifizierung durch die ICG Zertifizierung GmbH sowie nach der Zertifizierung DIN 77200-1:2022-10 und DIN 77200-2:2020-07 durch die DEKRA Certification GmbH und passen unsere Strukturen und Prozesse entsprechend an. Zusätzlich erfolgt wiederholt eine Zertifizierung der Anforderungen nach ISO 14001:2015 (Umwelt Management System) sowie nach ISO 45001:2018 (Arbeits- und Gesundheitsschutz Management System).

Der Markt für Wach- und Sicherheitsdienste ist durch eine hohe Wettbewerbsintensität geprägt. Aufgrund des niedrigen Preisniveaus ist die zu erwirtschaftende Umsatzrendite im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen eher niedrig. Preissteigerungen z.B. aus Tarifanpassungen können in Einzelfällen nur bedingt an den Kunden weitergegeben werden bzw. finden nur teilweise Akzeptanz, so dass das Risiko besteht, dass unerwartete Preisänderungen zu Liquiditätsbelastungen führen. Dieses ist nicht zuletzt darin begründet, weil noch immer Sicherheitsdienstanbieter bei vielen Ausschreibungen damit konfrontiert werden, dass die Zuschlagserteilung ausschließlich mit 100 % Preis und teilweise mit Festpreisbindung für 3-4 Jahre vorgegeben werden.

Die gesetzliche Anhebung des Mindestlohns auf EUR 12,00 zum 01.10.2022 und auch die bereits beschlossenen Anhebungen zum 01.01.2024 auf EUR 12,41 und zum 01.01.2025 auf EUR 12,82 hatten bzw. werden große Auswirkungen auf die Tariflöhne vieler unserer Arbeitnehmer haben, welche vielfach dem Niedriglohnsegment zuzuordnen sind. Diese Veränderung der Personalkosten, als bedeutendste Kostenposition, beeinflusst signifikant unsere Kalkulation und die mit vielen Kunden auch über den Bilanzstichtag hinaus getroffenen Preisabsprachen. Einige Dienstleistungsverträge würden vor dem Hintergrund dieser Gesetzesänderung ohne Preisanpassung zu Verlusten führen. Im Rahmen unserer Planung für das Geschäftsjahr 2024 ff. gehen wir davon aus, wenigstens die gesetzlich vorgeschriebene Preiserhöhung überwiegend an unsere Kunden weitergeben zu können.

Nach Angaben des Ausländerzentralregisters (Stand Oktober 2024) halten sich derzeit hierzulande rd. 1,2 Mio. Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine auf. Viele ukrainische Geflüchtete leben noch in Aufnahmeeinrichtungen (Zentrale Unterbringungseinrichtungen, Notunterkünfte, Flüchtlingsunterkünfte, etc.), deren Aufnahmekapazitäten in den letzten Jahren, insbesondere in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen, erweitert wurden. Die Führung, Betreibung und organisatorische Verwaltung solcher Aufnahmeeinrichtungen obliegt im Wesentlichen den deutschen Städten, Kommunen bzw. zuständigen Bezirksregierungen, die den Schutz der Einrichtung und der sich darin befindlichen Personen im Zuge von öffentlichen Ausschreibungen an externe Sicherheitsdienstleister beauftragen. Die MSS Security GmbH, als unter anderem in diesem Bereich der Sicherheitsdienstleistung erfahrener und spezialisierter Anbieter, nimmt bevorzugt an solchen Ausschreibungen mit Erfolg teil.

Auch wenn die gesamtheitliche Wirtschaftsleistung nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Berichtsjahr rückgängig war und die geopolitischen Spannungen weiterhin vorherrschen, erkennen wir dennoch eine durchaus positive und moderate Entwicklung des Geschäftsverlaufs.

Wir sind uns sicher, dass unsere Gesellschaft durch Aktivitäten in ausgewählten Bereichen die vorherrschenden, wirtschaftlich schwierigen nationalen Ungewissheiten nicht nur überstehen, sondern auch gestärkt daraus hervorgehen wird. Die Geschäftsführung erkennt kurz- bis mittelfristig keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.

Aufgabe und Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist es, Risiken für die Geschäfte und für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und sie soweit zu begrenzen, dass der wirtschaftliche Nutzen überwiegt.

Als Personaldienstleister liegt das wesentliche Preisrisiko der Gesellschaft im Bereich von möglichen, unvorhergesehen hohen Lohnerhöhungen bei der Neuverhandlung von Tarifverträgen. Diesem Risiko versucht die Gesellschaft im Bedarfsfall durch Preisanpassungsklauseln zu begegnen.

Liquiditätsrisiken ergeben sich vor allem bei der regelmäßigen Zahlung der Löhne und Gehälter sowie den hierauf zu entrichtenden Sozialabgaben, deren Zahlungstermin vor Fakturierung und vor allem weit vor den kundenseitig, vereinbarten Zahlungszielen zu begleichen sind. Abhängig von der Zahlungsmoral der Kunden, könnten so Liquiditätsengpässe entstehen. Diesem Risiko wird durch eine tägliche Überwachung der flüssigen Mittel entgegengewirkt. Weiterhin besteht eine Partnerschaft mit einem erfahrenen Factoring-Partner, die eine relative, zahlungsunabhängige Sicherheit bietet.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtungen vorgenommen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen begegnen wir durch eine vorausschauende Vermögens-, Finanz- und Ertragsplanung, sowie durch ein aktives Forderungsmanagement in Kooperation mit dem Factor-Partner.

4.3. Bericht über die zukünftige Entwicklung

Die Sicherheitsbranche befindet sich in einer Phase des starken Wachtsums und erlebt eine tiefgreifende und dynamische Transformation, die durch technologische Innovationen und veränderte Kundenanforderungen vorangetrieben wird. Selbst in krisenbelastenden Jahren konnte die Branche der Wach- und Sicherheitsdienste steigende Umsatzzahlen vorweisen. Auf der Grundlage einer Lünendonk®-Studie 2024 (Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland, publiziert durch das Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder GmbH), an der 49 Unternehmen des deutschen Sicherheitsmarkts beteiligt waren, fällt die Prognose für die kommenden Jahre mit rd. 6 Prozent Umsatzwachstum in der Wirtschaftsklasse 80 durchweg positiv aus.

Nachdem die MSS Security GmbH im letzten Jahr, erstmalig seit Bestehen, einen Rückgang der Umsatzerlöse zum Vorjahr verzeichnen musste (- 8,3 %), konnte im Berichtsjahr wieder ein Umsatzzuwachs von 15,9 % zum Vorjahr erwirtschaftet werden. Neben dem weiteren Ausbau und der Festigung der aktuellen Marktposition und der Diversifikation des Kundenstamms, insbesondere im Business-to-Business Bereich, steht der Fokus weiterhin im Zuwachs der Umsatzerlöse. Ebenfalls liegt ein weiterer Fokus darin, dass die Beteiligungsstruktur durch Zukäufe von Unternehmensanteilen, deren Geschäftsfelder zwar durchaus im Bewachungsbereich liegen, aber auch ergänzendes Potenzial im Gebäudereinigungshandwerk bieten, forciert wird.

Das Ergebnis des vorliegenden Jahresabschlusses (TEUR 371,6) schließt, im direkten Vergleich des Vorjahres, trotz höherer Umsätze (TEUR +4.633,9), nur relativ geringfügig mit einem besseren Ergebnis (TEUR +112,3) zum Vorjahr ab. Mit dem Umsatzzuwachs einhergehend, erhöhten sich sowohl fremde als auch eigene Personalkosten und, entsprechend dem Wachstum, der Aufwand der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie, in Relation der Leitzinsanpassungen, die Zinsaufwendungen.

Auch wenn jetzt schon zu erkennen ist, dass die Umsatzerlöse des Jahres 2024 die des Jahres 2023 um rd. 3 % übersteigen und mit rd. 34,8 Mio. EUR abschließen, ist, vorsichtig bemessen, mit keinem vorläufigen Ergebnis zu rechnen, welches im direkten Verhältnis der Umsatzsteigerung steht. Ergebnisse aktiv geführter Verhandlungen mit Kunden, die bisher die gesetzliche Anhebung des in 2022 angepassten Mindestlohns nicht im Verhältnis der Anpassung zum ursprünglich verhandelten Abrechnungspreis akzeptieren, stehen nach wie vor aus und werden zwischenzeitlich anwaltlich eingefordert. Dieses vorausgesetzt rechnen wir mit einem Ergebnis (EBIT) für 2024 von rd. TEUR 370, welches somit mit rd. TEUR 80 unterhalb des vorliegenden Ergebnisses des Berichtsjahres liegt.

Sowohl die Umsatz- wie Ergebnisprognosen der Folgejahre dürften, auf Grund neuer Anteilserwerbe, der Erweiterung des Leistungsspektrums und des Zugangs neuer Akteure in der Vertriebsmannschaft, vorsichtig bemessen wieder zu alten Steigerungen führen, die das weitere Wachstumspotential des Unternehmens fördern. Weitere Verbesserungen stehen in Abhängigkeit der erfolgreichen Akquirierung im privatwirtschaftlichen Bereich sowie der Zuteilung der auf Ausschreibungsplattformen teilnehmenden Aufträge.

5. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen im In- und Ausland.

6. Erklärung zur Unternehmensführung

Unser Unternehmen setzt sich für die Förderung von Diversität und Chancengleichheit ein. Bei gewünschter Konstanz der bestehenden Geschäftsführung haben wir uns im Berichtszeitraum das Ziel gesetzt die Frauenquote in der zweiten Führungsebene zu erhöhen. Aufgrund der Größe, Struktur und spezifischen Ausrichtung unseres Unternehmens umfasst die Führungsebene nur wenige Positionen bei einer geringen Fluktuation. Dies begrenzt unsere Möglichkeiten nicht nur neue Führungspositionen zu schaffen, sondern diese auch mit weiblichen Kandidaten zu besetzen. Wir arbeiten jedoch aktiv an Strategien mehr qualifizierte Frauen in unser Team zu integrieren und mittelfristig, d.h. bis 2027 eine Quote von einem Drittel anzustreben. Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung sind z.B. flexible Arbeitszeitmodelle und Home-Office-Optionen, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen.

 

Remscheid, den 25. September 2024

MSS SECURITY GMBH

Geschäftsführung

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24. März 2025 festgestellt.

Angaben zur Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat den Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung beschlossen.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MSS Security GmbH, Remscheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MSS Security GmbH, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MSS Security GmbH, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Remscheid, 20. März 2025

Hübenthal & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Gero Hübenthal, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Burkard Kretschmann, Wirtschaftsprüfer

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