Michel Rosengarten GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Klaus Jira seit 19.1.2026 | Prokura |
Sergej Michel seit 6.9.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Emerald Group AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MSS Security GmbHRemscheidJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die MSS Security GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft") mit Sitz in Remscheid ist im Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal unter der HRB 27576 eingetragen. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes in den jeweils gültigen Fassungen aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufgrund des Wechsels des Factors zum Bilanzstichtag ergibt sich eine abweichende Bilanzierung des auf abgetretene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhaltenen Vorschussbetrags. Statt einer Verrechnung mit den bevorschussten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte ein passiver Ausweis unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte sind daher nur eingeschränkt vergleichbar. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 zu Grunde liegenden Bilanzierung- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert, wurden um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemindert und im weiteren Verlauf entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der aktivierte derivative Firmenwert wird über 15 Jahre abgeschrieben. Der gute Ruf des erworbenen Unternehmens, dessen Marktetablierung und das über längere Zeit aufgebaute Netzwerk für die Rekrutierung von Arbeitskräften rechtfertigen die gewählte Abschreibungsdauer. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Nutzungsdauern orientieren sich dabei an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge des Geschäftsjahres werden ausschließlich linear pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagegegenstände mit einem Wert zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalwerten bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Höhe gebildet, in der im Berichtsjahr Zahlungen erfolgten, die Aufwand für das Folgejahr oder spätere Perioden darstellen. Das Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen eines im materiellen Vermögensgegenstandes resultieren passive und aus diversen sonstigen Rückstellungen (Rückbau, Urlaub und Drohverluste) resultieren aktive latente Steuern, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Da sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang), erfolgt unter Nichtanwendung des Aktivierungswahlrechts nach § 274 Abs 1 Satz 2 HGB insgesamt kein Ansatz. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im als Anlage beigefügten Anlagespiegel gesondert dargestellt. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen entfallen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 1.539,86 (Vorjahr: EUR 88.110,85) und auf Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, EUR 201.216,85 (Vorjahr: EUR 7.611,24). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen in derselben Höhe Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, dar. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben in Höhe eines Teilbetrags von EUR 200.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt EUR 233.937,66 (Vorjahr: EUR 286.148,27). Davon haben EUR 33.385,68 (Vorjahr: EUR 72.891,86) eine Restlaufzeit von bis zu einem und EUR 200.551,98 (Vorjahr: EUR 213.256,41) eine Restlaufzeit über einem, aber nicht über fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 161.175,65 (Vorjahr: EUR 100.939,75). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, dar. IV. SONSTIGE ANGABEN Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 376 und entfallen auf Leasingverträge (TEUR 53) sowie Verpflichtungen aus Mietverträgen (TEUR 323). Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 234 sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Bei den Sicherungen handelt es sich um Sicherungsübereignungen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Erträge aus der Auflösung von in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 406,6 enthalten, die von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung sowie periodenfremd sind. Während des Geschäftsjahres wurden im Unternehmen durchschnittlich 664 Arbeitnehmer im Quartalsdurchschnitt beschäftigt, deren Unterteilung in Gruppen sich wie folgt darstellt:
Die Gesellschaft ist zum 31.12.2022 an folgenden Unternehmen beteiligt:
*) Die Werte zum Eigenkapital und zum Jahresüberschuss basieren auf dem zu erwartenden Stand zum 31.12.2022. Die Feststellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung steht kurz bevor. **) Umrechnung gemäß Wechselkurs vom 30.12.2022. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Sergej Michel, Kaufmann, als alleinigem Geschäftsführer der Gesellschaft. Die Angaben zu den Gesamtbezügen des Geschäftsführers unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. V. NACHTRAGSBERICHT Auch wenn der Ukraine-Krieg die globale Wirtschaft schwer erschüttert hat, haben sich bisher keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Leistungserstellung ergeben. Aufträge im Bereich der Bewachung öffentlicher Bereiche für zentrale Unterbringungseinrichtungen für Flüchtlinge konnten zwar nicht verlängert werden, Umsatzeinbußen sind hier aber nicht zu erwarten, da durch neu gewonnene Aufträge bei den städtischen Flüchtlingsunterkünften der Wegfall kompensiert werden konnte und sogar ein Umsatzzuwachs prognostiziert wird.
Remscheid, den 26. Oktober 2023 Sergej Michel, Geschäftsführer
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20221. Grundlagen des Unternehmens Die MSS Security GmbH (nachfolgend auch "MSS" oder "Gesellschaft"), mit Sitz in Remscheid, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal unter der HRB 27576 eingetragen. Die MSS Security GmbH ist ein Dienstleistungsunternehmen, welches sich auf das Kerngeschäft Sicherheit spezialisiert hat. Neben unserem klassischen Angebot der Bewachung, des Revierdienstes und Werkschutzes etc. stehen wir unseren Kunden beratend für Sicherheitskonzepte jeglicher Art zur Seite und bieten damit im Markt der Wach- und Sicherheitsdienste ein vielfältiges Leistungspaket. Weitere Dienstleistungsangebote - mit dem Motto "Alles aus einer Hand" - im Facility- und Reinigungsbereich runden das Profil für den Kunden nahezu vollständig ab und erleichtern so die kundenseitige Koordination für die diversen Anforderungen im Objekt. Neben unserem Hauptsitz in Remscheid führen wir weitere Standorte in Nordrhein-Westfalen (Mönchengladbach) sowie in Niedersachsen (Hannover) und Baden-Württemberg (Mannheim). Die Entstehung von weiteren Standorten ist nicht auszuschließen, aber nicht in der aktiven Vorbereitung. Der Markt ist geprägt durch viele kleine Anbieter. Die MSS gehört im Wettbewerbsumfeld zu den größeren Anbietern. Zu unseren Kunden zählen, neben privaten Auftraggebern verschiedenster Branchen, im Wesentlichen - auf Grund der seit Mitte 2015 anhaltenden Flüchtlingsthematik - öffentliche und kommunale, nationale Träger. Wir sind wiederholt nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN 77200-1:2017-11 zertifiziert, sowie nunmehr auch nach ISO 14001:2015 und ISO 45001:2018. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Ein weiteres Jahr in Folge, nach dem Krisenjahr 2020, behauptete sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt und schloss im Jahr 2022, nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis, Pressemitteilung vom 13. Januar 2023), mit einem weiteren Wirtschaftswachstum von 1,9 % ab. Wenn auch die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland durch die Folgen des Krieges in der Ukraine sowie die extremen Energiepreiserhöhungen den weiteren Anstieg durchaus hemmen und ein Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2023 prognostiziert wird, ist nach einschlägigen Expertenmeinungen diversester Wirtschaftsinstitute und Institutionen im Folgejahr 2024 wieder mit einem Anstieg von über 1 % zu rechnen. Die inländische Sicherheitswirtschaft ist im Wesentlichen geprägt durch eine Vielzahl von kleinen Dienstleistern und nur einigen wenigen Großanbietern. Der noch bis zum Jahr 2018 anhaltende Wachstumstrend der Anzahl der Unternehmen im Wach- und Sicherheitsbereich zeigt seit 2019 nachhaltig reduzierende Tendenzen. Insbesondere im ersten Jahr der Corona-Pandemie reduzierte sich, nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis), die Anzahl der Unternehmen in diesem Wirtschaftszweig um rd. 5,5 %, was im nicht unerheblichen Maß eindeutig auf den Einbruch der Veranstaltungsbranche, auf dessen Kerngeschäft sich viele Mitbewerber spezialisiert haben, zurückzuführen ist. Die Branche der Sicherheitsdienstleister wächst stetig und konstant. Einerseits spielt das gesteigerte Sicherheitsbedürfnis in Gesellschaft und Wirtschaft eine Rolle. Andererseits haben auch gesellschaftliche Veränderungen, wie das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung von Sicherheit im privaten und öffentlichen Raum, zu einer erhöhten Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen geführt. Nicht nur die Umsatzzahlen sind hierfür ein Indikator, sondern auch der Anstieg der Beschäftigten in der Bewachungsbranche, die in 2022 im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs um rd. 2,3 % (rd. 6.200 Beschäftigte) verzeichnen konnten. Angesichts dieser Entwicklungen wird die Bedeutung von Fortbildung und Spezialisierung im Sicherheitssektor weiter zunehmen. Es wird immer wichtiger, dass Sicherheitsdienstleister über aktuelle Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um den sich ständig ändernden Anforderungen gerecht zu werden. Zudem ermöglicht eine Spezialisierung auf bestimmte Sicherheitsdienstleistungen eine bessere Positionierung am Markt und eine differenziertere Kundenansprache. Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern sowie deren Ausbildung und Weiterqualifizierung gehören daher zu den zentralen Erfolgsfaktoren der Branche, wobei der Personalaufwand - in einem wettbewerbsintensiven Markt mit hohem Preisdruck - die mit Abstand wichtigste Aufwandsposition darstellt. Die Umsatzzahlen der Wirtschaftsklasse 80 konnten im Berichtsjahr 2022 - trotz der schlechten gesamtwirtschaftlichen Situation - einen weiteren Zuwachs mit 7,8 % und 0,8 Mrd. EUR von 10,3 Mrd. EUR auf 11,1 Mrd. EUR verzeichnen. 2.2. Geschäftsverlauf 2022 Die Gesellschaft kann trotz der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen schwierigen Lage in Deutschland auf ein durchaus erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Das Jahr 2022 stand ganz wesentlich im Zeichen der Festigung der Ertragskraft des Unternehmens. Die Bewachungsleistung im öffentlichen Bereich für zentrale Unterbringungseinrichtungen für Flüchtlinge sowie bei den städtischen Flüchtlingsunterkünften bzw. Notunterkünften stellt im Berichtsjahr weiterhin einen wesentlichen Bestandteil mit rd. einem Drittel des Gesamtumsatzes dar, wenn auch der Umsatz mit TEUR 8.758,6 im Verhältnis zum Vorjahr (TEUR 10.725,1) um rd. 18 % geringer ausfiel. Erbrachte Sicherheitsdienstleistungen bei Test- und Impfzentren schlossen im Verhältnis zum Gesamtumsatz nur noch mit einem Anteil von 0,9 % (TEUR 251,7, VJ: TEUR 1.327,8) ab, der Rückgang steht im Einklang der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akzeptanz der Pandemie. Maßgeblich wurde das Ergebnis durch neutrale Erträge im Zuge von Auflösungen (TEUR 406,6) der in den Vorjahren gebildeten sonstigen Rückstellungen, im Bereich der Rechtsstreitigkeiten, beeinflusst. Der noch im Vorjahr positiv beeinträchtigte Wechsel auf das Beitragsvorschussverfahren, Aufwand gegenüber der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft belastet das Ergebnis im Berichtsjahr wieder mit TEUR 365,3. Das Jahresergebnis (TEUR 259,2) liegt im Verhältnis zwar deutlich unter dem des Vorjahres (TEUR 1.521,4), hier sind aber die im Vorjahr positiv berücksichtigten Sondereffekte (TEUR 996,0) entgegenzusetzen. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg kurzfristig stichtagsbedingt von TEUR 6.566,1 deutlich um TEUR 1.690,2 auf TEUR 8.256,3. Das Anlagevermögen hat sich im Verhältnis zum Vorjahr von TEUR 819,2 auf TEUR 860,5 erhöht. Investitionen erfolgten im Wesentlichen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung (u.a. Ausbau Server-Landschaft) i.H.v. TEUR 36,0, im weiteren Ausbau des Fuhrparks (5 Fahrzeuge) i.H.v. TEUR 76,0 sowie diverse Betriebsausstattungen und Büroeinrichtungen i.H.v. TEUR 35,0. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um TEUR 56,2. Dem Verkauf der Anteile an der M&M Akademie & Jobs GmbH stand die Anhebung der Beteiligung an der autosecure GmbH auf nunmehr 50 % gegenüber. Das Umlaufvermögen erhöhte sich stichtagsbedingt um TEUR 1.605,6 auf TEUR 7.328,9. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um TEUR 1.478,0 auf TEUR 6.888,2. Die liquiden Mittel sind hierbei von TEUR 313,1 um TEUR 127,6 auf TEUR 440,7 gestiegen. Unter Ausweis eines Jahresüberschusses von TEUR 259,2 errechnet sich das Eigenkapital nun auf einen Betrag von TEUR 1.050,9 Die Summe der Rückstellungen stieg um TEUR 130,0 auf TEUR 2.496,3. Der Ausweis der Steuerrückstellungen erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 230,5 auf TEUR 494,9 (Vorjahr: TEUR 264,5). Die in 2018 notwendig gewordene Bildung der Risikorückstellungen für drohende Schadensersatzansprüche konnten, im Nachgang des Abschlusses eines großen Verfahrens, der Verjährung eines weiteren Verfahrens und geringfügiger Anpassungen, in Summe von TEUR 386,2 reduziert werden. Rückstellungen im Zuge von Personalaufwendungen reduzierten sich um TEUR 320,5 auf TEUR 678,2. Rückstellungen für drohende Verluste wurden in Folge der bisher ausstehenden kundenseitigen Akzeptanz, gesetzliche Tariflohnanhebungen mit zu tragen, in Höhe von TEUR 567,0 gebildet. Die Verbindlichkeiten stiegen im Berichtsjahr von TEUR 3.408,1 um TEUR 1.301,0 auf TEUR 4.709,1. Neben verringerten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 52,2 zum Vorjahr), sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 19,1 auf TEUR 852,9. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar (TEUR 161,2, 2021: TEUR 100,9). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum um TEUR 1.312,1 auf TEUR 3.461,1. 3.2. Finanzlage Zur Umsetzung des schnellen Wachstums ging die MSS Security GmbH im Jahr 2018 eine langfristige Partnerschaft mit einem erfahrenen Factor-Partner ein. Auf Grund der Partnerschaft in Verbindung mit der guten Auftragslage ist weiterhin davon auszugehen, dass die Gesellschaft allen Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich und uneingeschränkt nachkommen wird. Der Bestand der flüssigen Mittel zum Stichtag hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 127,6 auf TEUR 440,7 erhöht. Weitere flüssige Mittel standen zum Stichtag beim Factor in Höhe von TEUR 1.105,6 bereit, der Abruf erfolgte zu Beginn des neuen Wirtschaftsjahrs. Im Zuge eines Factor-Partner-Wechsels zum Stichtag erfolgte seitens des neuen Factor-Partners die Zahlung einer Ablösesumme von TEUR 1.600,5 an den alten Factor-Partner. Der statische Cashflow (aus Jahresergebnis und Abschreibungen) ist im Berichtsjahr bei einem um TEUR 1.262,2 geringerem Jahresergebnis und bei um TEUR 49,0 höheren Abschreibungen um TEUR 1.213,2 von TEUR 1.639,7 auf TEUR 426,5 gefallen. 3.3. Ertragslage Der Umsatz in 2022 ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und betrug absolut TEUR 29.137,2 (Vorjahr: TEUR 31.773,8). Die Minderung des Umsatzes von TEUR 2.636,6 ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass langjährige Aufträge zu Beginn des bzw. im laufenden Wirtschaftsjahr ihr Ende fanden, der Auftraggeber keine Vertragsverlängerung anstrebte bzw. durch den sukzessiven Wegfall der im Zeitraum der akuten Covid-Pandemie entstandenen Impf- und Testzentren. Entgegen der Wachstumsrate des Gesamtmarktes (+ 7,8 % zum Vorjahr) entwickelten sich die Umsätze mit - 8,3 %, erstmalig seit Bestehen der Gesellschaft, negativ im Vergleich zum Vorjahr. Die Verteilung der Umsatzerlöse auf die bestehenden Profitcenter zeigt folgendes Bild:
Durch Neuanmeldung des Standortes in Mannheim ab 2021 wurden die ursprünglich der Zentrale in Remscheid zugewiesenen Umsätze umverteilt. Im Zuge der Abmeldung des Standortes Saterland, ebenfalls in 2021, erfolgte die Umverteilung der diesem Standort zugewiesenen Umsatzerlöse zum Standort Hannover. Gemessen am Gesamtumsatz beträgt der Anteil der zehn größten Kunden der MSS Security GmbH 50 % (Vorjahr: 51 %), welche im Wesentlichen im öffentlichen bzw. kommunalen Bereich angesiedelt sind. Der Ausweis der sonstigen betrieblichen Erträge enthält im Wesentlichen neutrale Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, deren Anpassung im Nachgang besseren Wissens (verhandelter Vergleich bzw. Forderungsverjährung) erfolgte. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 379,1 von TEUR 5.124,4 auf TEUR 4.745,3 gesunken. Das Rohergebnis fiel in Folge des Minderumsatzes von TEUR 27.407,3 um TEUR 2.615,9 auf TEUR 24.791,4. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % gefallen und beträgt TEUR 22.606,6. Die Personalaufwandsquote stieg von 74,8 % um 2,8 Prozentpunkte auf 77,6 %. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen von TEUR 118,3 um TEUR 49,0 auf TEUR 167,3. Investitionen wurden im Wesentlichen im Bereich der allgemeinen Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 76) sowie im Ausbau des Fuhrparks (TEUR 76) getätigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken, aufgrund der geringeren Inanspruchnahme von Fremdleistungen, von TEUR 1.502,1 um TEUR 125,3 auf TEUR 1.376,8. Das Betriebsergebnis hat sich von TEUR 2.010,8 um TEUR 1.370,1 auf TEUR 640,7 verringert. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 234,7 von TEUR -220,4 auf TEUR 14,3 verbessert. Zinserträge stiegen nur unwesentlich um TEUR 0,9 auf TEUR 2,9. Ausschlaggebend für die erhebliche Verbesserung war der im Vorjahr noch gebildete und einmalig erfasste Zinsaufwand für zurückgestellte Rechtsstreitigkeiten (TEUR 180,0). Ergänzend kamen Einsparungen im Zinsaufwand gegenüber dem Factor-Partner durch tägliche Disponierung des vom Factor bereitgestellten Abrufkontingents hinzu (TEUR -22,3). Die interne Steuerung der Gesellschaft erfolgt vor allem anhand der finanziellen Leistungsindikatoren, der Gesamtleistung (Umsatzerlöse) sowie dem EBIT, definiert als Jahresüberschuss vor Finanzaufwendungen und -erträgen sowie Ertragssteueraufwendungen. Wie dargestellt hat sich die Gesamtleistung um 8,3 % verschlechtert und auch das EBIT liegt mit TEUR 631,1 deutlich unter dem des Vorjahres (TEUR 2.006,2). 4. Bericht über Chancen und Risiken sowie die zukünftige Entwicklung 4.1. Chancenbericht Die deutsche Wirtschaft wurde im Berichtsjahr maßgeblich durch die Folgen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und der erschwerenden Bewältigung der nationalen Energiekrise, deren Auswirkungen die Konjunktur stark schwächt, beeinträchtigt. Ebenfalls, wenn auch nicht so ausgeprägt wie in den vergangenen Jahren, ist die Pandemie ein stetiger täglicher Begleiter, welcher weiterhin nicht zu missachten ist. Auf Basis der aktuellen Einschätzung des Markt- und Wettbewerbsumfelds überwiegen weiterhin Chancen gegenüber Risiken. Notwendig gewordene gesellschaftsrechtliche sowie gesamtwirtschaftliche Anpassungen, deren Beschleunigung durchaus auch den vergangenen bzw. noch anhaltenden Aspekten (nach wie vor Covid und der Krieg) zuzuschreiben sind, lassen eine zuversichtliche Prognose zur Entwicklung der Sicherheitsbranche zu, denn gerade Sicherheitsrisiken, explizit in der Bewachungsbranche, bieten neue Chancen. Die Sicherheitsbranche steht vor vielfältigen Herausforderungen und Chancen. In einer immer stärker vernetzten und digitalisierten Welt wird die Bedeutung von IT-Sicherheit bzw. Cybersecurity weiter zunehmen. Gleichzeitig wird auch der Bedarf an traditionellen Sicherheitsdienstleistungen, wie dem Objektschutz oder der Veranstaltungssicherheit, nicht abnehmen. Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen sind sich der Wichtigkeit von Sicherheit zunehmend bewusst und bereit, in diesen Bereich zu investieren. Zudem wird die Branche weiterhin von technologischen Innovationen geprägt sein. Die Entwicklung von fortschrittlichen Überwachungssystemen, künstlicher Intelligenz und automatisierter Sicherheitstechnik bietet neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen in Bezug auf Datenschutz und Ethik - insbesondere auch im Zusammenhang mit der Nutzung von KI innerhalb der Sicherheitsbranche. Dieses beachtend, in Verbindung mit dem Willen das Unternehmen weiterhin am Markt zu stärken und zu positionieren, verfolgt die Geschäftsführung unverändert den Ausbau der Unternehmensstruktur unter Inanspruchnahme der Finanzkraft und in Kombination mit dem stetig ausbauenden Bekanntheitsgrad der Gesellschaft. Die Diversifikation des Kundenstamms steht ungetrübt im Fokus, da die Geschäftsführung Chancen erkennt die Ertragskraft des Unternehmens insbesondere hierdurch stetig zu arrivieren. Die Palette der angebotenen Dienstleistungen im Sicherheitssektor ist breit und vielfältig. Sie reicht von herkömmlichen Sicherheitsdiensten wie Objektschutz und Veranstaltungssicherheit bis hin zu spezialisierten Dienstleistungen wie Risikoberatung, IT-Sicherheit und Cybersecurity. Dabei ist die Branche ständig in Bewegung und passt sich den sich wandelnden Bedürfnissen der Kunden an. Angesichts dieser Entwicklungen wird die Bedeutung von Fortbildung und Spezialisierung im Sicherheitssektor weiter zunehmen. Es wird immer wichtiger, dass Sicherheitsdienstleister über aktuelle Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um den sich ständig ändernden Anforderungen gerecht zu werden. Zudem ermöglicht eine Spezialisierung auf bestimmte Sicherheitsdienstleistungen eine bessere Positionierung am Markt und eine differenziertere Kundenansprache. Auf Grund des anhaltenden und vorherrschenden Trends nach "mehr Sicherheit" - sowohl im öffentlichem als auch im privatem Sektor -, ist von einer zuversichtlichen weiteren positiven Prognose zur Entwicklung der Sicherheitsbranche auszugehen. Die Geschäftsführung sieht Wachstumspotential vor allem im Bereich der privaten Wirtschaft und hält daran fest, den Ausbau in dieses Segment zu fokussieren, bleibt dem öffentlichen Sektor aber weiterhin treu und missachtet zu keinem Zeitpunkt das Potential der Teilnahme an großen öffentlichen Ausschreibungen. 4.2. Risikobericht In den wesentlichen Geschäftsbereichen der MSS Security GmbH ist der Markt nach wie vor durch rückläufige Umsatzrenditen infolge der angespannten Wettbewerbersituation gekennzeichnet. Insbesondere bei öffentlichen Ausschreibungen ist maßgeblich der Preis ausschlaggebend für die Auftragserteilung. Die Leistungsfähigkeit der Anbietenden bzw. des einzusetzenden Personals findet leider nur verhaltene Zustimmung und nur geringe Beachtung. Ebenfalls ist festzustellen, dass das Thema Verlängerung von Zahlungszielen eine wichtige Rolle spielt. Diesem Umstand begegnen wir jedoch relativ entspannt, weil dieses - unter Einhaltung des Factoring-Vertragsverhältnisses - zu keinen liquiditätsschwächenden Beeinträchtigungen führt. Den branchenbedingten Risiken begegnet die Geschäftsleitung durch entsprechende vertragliche Gestaltungen mit Kunden und Lieferanten. Auf Grund der breiten Basis (Diversifizierung) an Dienstleistungen, Kunden und Lieferanten bestehen geringe Risikokonzentrationen. Die entscheidende Grundlage für den Erfolg der Sicherheitsbranche stellen deren Mitarbeiter mit ihrer Serviceorientierung, ihren Qualifikationen sowie ihrem Engagement dar. Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern sowie deren Ausbildung und Weiterqualifizierung gehören daher zu den zentralen Erfolgsfaktoren des Unternehmens, um ein weiteres Wachstum zu sichern. Dabei wird sich die Rolle der Beschäftigten im Sicherheitssektor aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren dahingehend verändern, als dass Sicherheitstechnik - die ein wesentliches Instrument darstellt, dem Personalmangel zu begegnen - in vielen Bereichen das Personal zunehmend ergänzen, teilweise sogar ersetzen wird. Beiden Risiken, sowohl dem stetig anspruchsvolleren Ausbildungsstand des eingesetzten Personals als auch der zu erwartenden zukünftigen technischen Wandlung, steht das Unternehmen relativ gefestigt - aufgrund der ausgebauten Unternehmensstruktur - entgegen. Das Risikomanagement koordiniert die Aktivitäten und unterstützt dadurch die Steuerung von Chancen und Risiken. Um im harten Wettbewerb zu bestehen, überprüfen wir regelmäßig unsere Strategie im Rahmen der DIN EN ISO 9001:2015 Zertifizierung durch die Intertek Certification GmbH sowie nach der Zertifizierung DIN 77200-1:2017-11 durch die DEKRA Certification GmbH und passen unsere Strukturen und Prozesse entsprechend an. Erweitert erfolgte kürzlich eine Zertifizierung der Anforderungen nach ISO 14001:2015 (Umwelt Management System) sowie nach ISO 45001:2018 (Arbeits- und Gesundheitsschutz Management System). Der Markt für Wach- und Sicherheitsdienste ist durch eine hohe Wettbewerbsintensität geprägt. Aufgrund des niedrigen Preisniveaus ist die zu erwirtschaftende Umsatzrendite im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen eher niedrig. Preissteigerungen z.B. aus Tarifanpassungen können in Einzelfällen nur bedingt an den Kunden weitergegeben werden bzw. finden nur teilweise Akzeptanz, so dass das Risiko besteht, dass unerwartete Preisänderungen zu Liquiditätsbelastungen führen. Dieses ist nicht zuletzt darin begründet, weil noch immer Sicherheitsdienstleister bei der Masse der Ausschreibungen damit konfrontiert werden, dass die Zuschlagserteilung ausschließlich mit 100 % Preis und teilweise mit Festpreisbindung für 3-4 Jahre vorgegeben werden. Die gesetzliche Anhebung des Mindestlohns auf EUR 12,00 zum 01.10.2022 und auch die bereits beschlossenen Anhebungen zum 01.01.2024 auf EUR 12,41 und zum 01.01.2025 auf EUR 12,82 hatten bzw. werden große Auswirkungen auf die Löhne vieler unserer Arbeitnehmer haben, welche vielfach dem Niedriglohnsegment zuzuordnen sind. Diese Veränderung der Personalkosten, als bedeutendste Kostenposition, beeinflusst signifikant unsere Kalkulation und die mit vielen Kunden auch über den Bilanzstichtag hinaus getroffenen Preisabsprachen. Einige Dienstleistungsverträge würden vor dem Hintergrund dieser Gesetzesänderung ohne Preisanpassung zu Verlusten führen. Entsprechend wurden mit Verkündigung des Gesetzes Nachverhandlungen über die Preise begonnen, von deren Ausgang maßgeblich die Geschäftsentwicklung abhängig ist. Im Rahmen unserer Planung für das Geschäftsjahr 2023 ff. gehen wir davon aus, wenigstens die gesetzlich vorgeschriebene Preiserhöhung überwiegend an unsere Kunden weitergeben zu können. Seit der russischen Invasion in die Ukraine halten sich, nach Angaben des Ausländerzentralregisters im Dezember 2023, derzeit hierzulande rd. 1,1 Mio. Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine auf. Viele ukrainische Geflüchtete leben noch in Aufnahmeeinrichtungen (Zentrale Unterbringungseinrichtungen, Notunterkünfte, Flüchtlingsunterkünfte, etc.), deren Aufnahmekapazitäten seit 2022 in allen Bundesländern deutlich erweitert wurden. Die Führung, Betreibung und organisatorische Verwaltung solcher Aufnahmeeinrichtungen obliegt im Wesentlichen den deutschen Städten, Kommunen bzw. zuständigen Bezirksregierungen, die den Schutz der Einrichtung und der sich darin befindlichen Personen im Zuge von öffentlichen Ausschreibungen an externe Sicherheitsdienstleister beauftragen. Die MSS Security GmbH, als unter anderem in diesem Bereich der Sicherheitsdienstleistung erfahrener und spezialisierter Anbieter, nimmt bevorzugt an solchen Ausschreibungen, durchaus mit Erfolg, teil. Auch ohne die seitens der Bundesregierung eingeführten Maßnahmen der Liquiditätshilfen und Kurzarbeit gelang und gelingt es aktuell, die Liquidität des Unternehmens sicherzustellen. Aktuell erkennen wir auch bei unverändert schlechter Wirtschaftslage, anhaltender COVID-19 Auswirkungen, der vorherrschenden Energiekrise sowie dem durch Russland gegen die Ukraine gestarteten und noch anhaltenden Angriffskrieg eine durchaus positive und moderate Geschäftsentwicklung. Wir sind uns sicher, dass unsere Gesellschaft durch Aktivitäten in ausgewählten Bereichen die vorherrschenden, wirtschaftlich schwierigen nationalen Ungewissheiten nicht nur überstehen, sondern auch gestärkt daraus hervorgehen wird. Die Geschäftsführung erkennt kurz- bis mittelfristig keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Aufgabe und Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist es, Risiken für die Geschäfte und für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und sie soweit zu begrenzen, dass der wirtschaftliche Nutzen überwiegt. Als Personaldienstleister liegt das wesentliche Preisrisiko der Gesellschaft im Bereich von möglichen, unvorhergesehen hohen Lohnerhöhungen bei der Neuverhandlung von Tarifverträgen. Diesem Risiko versucht die Gesellschaft im Bedarfsfall durch Preisanpassungsklauseln zu begegnen. Liquiditätsrisiken ergeben sich vor allem bei der regelmäßigen Zahlung der Löhne und Gehälter sowie den hierauf zu entrichtenden Sozialabgaben, deren Zahlungstermin vor Fakturierung und vor allem weit vor den kundenseitig, vereinbarten Zahlungszielen zu begleichen sind. Abhängig von der Zahlungsmoral der Kunden, könnten so Liquiditätsengpässe entstehen. Diesem Risiko wird durch eine tägliche Überwachung der flüssigen Mittel entgegengewirkt. Weiterhin besteht eine Partnerschaft mit einem erfahrenen Factoring-Partner, die eine relative, zahlungsunabhängige Sicherheit bietet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtungen vorgenommen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen begegnen wir durch eine vorausschauende Vermögens-, Finanz- und Ertragsplanung. 4.3. Bericht über die zukünftige Entwicklung Die Branche der Wach- und Sicherheitsdienste insgesamt hat in den vergangenen Jahren aufgrund der politischen Entwicklungen einen kontinuierlichen Aufschwung erfahren, der in den letzten Jahren stetige Umsatzzuwächse verzeichnete. Selbst in krisenbelastenden Jahren konnte die Branche der Wach- und Sicherheitsdienste steigende Umsatzzahlen vorweisen. Auf der Grundlage einer Lünendonk®-Studie 2023 (Sicherheitsdienstleister in Deutschland, publiziert durch das Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder GmbH), an der 47 Unternehmen des deutschen Sicherheitsmarkts beteiligt waren, fällt die Prognose für die kommenden Jahre mit durchschnittlich 6 bis 7 Prozent Umsatzwachstum in der Wirtschaftsklasse 80 durchweg positiv aus. Nachdem die MSS Security GmbH in den letzten Jahren hohe Umsatzzuwächse, die im direkten Vergleich zur Gesamtbranche der Sicherheitsdienstleister überproportional ausfielen, verzeichnen konnte, nur im Jahr 2022 Umsatzeinbußen resultierten, liegt im Geschäftsjahr 2023 der fortdauernde Fokus sowohl in der Festigung der aktuellen Marktposition als auch im Ausbau des Kundenstamms im privaten Sektor. Ein weiteres Wachstum wird für Folgejahre angestrebt, ebenfalls der Ausbau der Unternehmensbeteiligungen. Erstmalig präsentierte sich die MSS Security GmbH im Jahr 2022 erfolgreich auf der Leitmesse der zivilen Sicherheitsbranche in den Messehallen in Essen. Im Spätsommer 2024 findet die Anschlussmesse statt, auch hier will sich die Gesellschaft wieder positionieren. Das Ergebnis des vorliegenden Jahresabschlusses (TEUR 259,2) schließt im Wesentlichen im direkten Vergleich des Vorjahres nicht nur auf der Grundlage geringerer Umsätze (TEUR 2.636,6) unterhalb des Vorjahres ab, sondern ergänzend auch, weil das Vorjahr positiv durch Sondereffekte beeinflusst wurde. Auch wenn jetzt schon zu erkennen ist, dass die Umsatzerlöse des Jahres 2023 die des Jahres 2022 um rd. 15 % übersteigen und voraussichtlich mit rd. 33,4 Mio. EUR abschließen, ist vorsichtig bemessen, mit keinem vorläufigen Ergebnis zu rechnen, welches im direkten Verhältnis der Umsatzsteigerung steht. Ergebnisse aktiv geführter Verhandlungen mit Kunden, die bisher die gesetzliche Anhebung des in 2022 angepassten Mindestlohns nicht im Verhältnis der Anpassung zum ursprünglich verhandelten Abrechnungspreis akzeptieren, stehen aus. Dieses vorausgesetzt, rechnen wir mit einem Ergebnis (EBIT) für 2023 wenigstens auf Niveau des vorliegenden Jahresabschlusses. Auf Grund der erfolgreichen Teilnahme an einer durchaus großen Ausschreibung (Leistungsbeginn im Dezember 2023), prognostiziert die MSS Security GmbH für das Jahr 2024 Umsatzerlöse von 40 Mio. EUR und ein Ergebnis von 2,1 Mio EUR vor Steuern. Der Rahmenvertrag des gewonnenen Auftrages, in Verbindung mit der Aufrechthaltung des bestehenden Auftragsbestandes, unterstützt diese Prognose. Weitere Verbesserungen stehen in Abhängigkeit der erfolgreichen Akquirierung im privatwirtschaftlichen Bereich sowie der Zuteilung der auf Ausschreibungsplattformen teilnehmenden Aufträge. 5. Zweigniederlassungsbericht Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen im In- und Ausland. 6. Erklärung zur Unternehmensführung Unser Unternehmen setzt sich für die Förderung von Diversität und Chancengleichheit ein. Bei gewünschter Konstanz der bestehenden Geschäftsführung haben wir uns im Berichtszeitraum das Ziel gesetzt die Frauenquote in der zweiten Führungsebene zu erhöhen. Aufgrund der Größe, Struktur und spezifischen Ausrichtung unseres Unternehmens umfasst die Führungsebene nur wenige Positionen bei einer geringen Fluktuation. Dies begrenzt unsere Möglichkeiten, neue Führungspositionen zu schaffen. Wir arbeiten jedoch aktiv an Strategien mehr qualifizierte Frauen in unser Team zu integrieren und mittelfristig, d.h. bis 2027 eine Quote von einem Drittel zu erreichen. Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung sind z.B. flexible Arbeitszeitmodelle und Home-Office-Optionen, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen.
Remscheid, den 26. Oktober 2023 MSS SECURITY GMBH Geschäftsführung Sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25. März 2024festgestellt. Angaben zur Ergebnisverwendung: Die Gesellschafterversammlung hat den Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung beschlossen. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MSS Security GmbH, Remscheid Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MSS Security GmbH, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MSS Security GmbH, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Remscheid, 19. März 2024 Hübenthal
& Partner mbB
Dipl.-Kfm. Gero Hübenthal, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Burkard Kretschmann, Wirtschaftsprüfer |
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