Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 65399
Eingetragen
9.3.2009
Branche
Fernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Gegenstand
die Veranstaltung von Rundfunk, insbesondere von Fernsehprogrammen auf der Basis der medienrechtlichen Bestimmungen der Bundesländer und der Bundesrepublik Deutschland, die Produktion und Herstellung von Rundfunkprogrammen, insbesondere Fernsehprogrammen und Filmen, der Erwerb und die Weiterveräußerung von Programmen einschließlich des erforderlichen Lizenzerwerbs bzw. der Lizenzvergabe und die Wahrnehmung aller damit in Zusammenhang stehenden Rechte, das Angebot von Mediendiensten sowie Merchandising und alle mit den vorstehenden Gegenständen in Zusammenhang stehenden sonstigen Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
1
99.70%
3
0.30%
2
0.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

9.969.900 €
99.70%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VOX Television GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.114,00 5.839,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.920,00 5.039,00
9.034,00 10.878,00
B. Programmvermögen
I. Fremdprogramm 0,00 1.492,07
II. Eigenprogramm langlebig 14.274,66 3.652.033,11
III. Eigenprogramm kurzlebig 35.034.042,29 23.586.009,66
35.048.316,95 27.239.534,84
C. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.280.556,01 9.196.225,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 263.302.870,77 281.782.115,20
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.865.708,98 2.387.226,53
274.449.135,76 293.365.566,83
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 640,60
274.449.135,76 293.366.207,43
D. Rechnungsabgrenzungsposten 842.333,12 1.059.481,09
310.348.819,83 321.676.101,36

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Gewinnvortrag 9.062.277,79 9.062.277,79
19.062.277,79 19.062.277,79
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 99.254,15 34.544,67
2. Sonstige Rückstellungen 11.044.547,18 13.767.068,54
11.143.801,33 13.801.613,21
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.848.405,48 5.110.656,30
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.027.250,94 72.504,98
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 261.606.638,36 271.306.096,20
4. Sonstige Verbindlichkeiten 7.660.445,93 12.322.952,88
(davon aus Steuern € 325.946,33; Vorjahr € 222.835,76)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 7.494,92; Vorjahr € 9.677,80)
280.142.740,71 288.812.210,36
310.348.819,83 321.676.101,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 509.768.733,58 656.034.114,39
2. Bestandsveränderung an vorproduzierten Eigenprogrammen 11.451.158,93 9.518.510,10
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.929.680,93 7.691.387,48
(davon aus der Währungsumrechnung € 293.875,01; Vorjahr € 272.514,03)
523.149.573,44 673.244.011,97
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.189.289,69 28.455.369,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 201.299.709,21 296.617.440,84
205.488.998,90 325.072.810,66
5. Aufwendungen für die Ausstrahlung von Programmvermögen 33.680.549,75 49.092.282,45
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.135.684,56 5.763.677,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.336.417,74 1.259.195,21
(davon für Altersversorgung € 2.266,13; Vorjahr € 2.750,73)
7.472.102,30 7.022.872,29
7. Abschreibungen auf Sachanlagen 1.844,00 2.318,98
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.203.692,59 20.996.532,70
(davon aus der Währungsumrechnung € 234.548,98; Vorjahr € 413.368,14)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.607.266,87 589.258,06
(davon aus verbundenen Unternehmen € 5.590.083,15; Vorjahr € 565.903,48)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 203.795,78 237.493,44
(davon an verbundene Unternehmen € 34.888,02; Vorjahr € 110.481,30)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 99.218,63 102.863,31
12. Ergebnis nach Steuern 261.606.638,36 271.306.096,20
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 261.606.638,36 271.306.096,20
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Erläuterungen

Die VOX Television GmbH ist unter HRB Nummer 65399 im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln eingetragen.

Der Jahresabschluss der VOX Television GmbH wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Zur Herstellung einer besseren Transparenz wurde vom Wahlrecht des § 265 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht, d. h. die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden weiter untergliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit rechtsformspezifischen Vorschriften des GmbHG und des § 57 des Medienstaatsvertrag aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird in Euro bzw. TEUR aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Sachanlagen werden mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten nach § 255 HGB abzüglich linearer Abschreibungen auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern bilanziert. Die angewandten Abschreibungssätze und -methoden stehen im Wesentlichen im Einklang mit steuerlichen Abschreibungstabellen und sonstigen steuerlichen Vorschriften. Wirtschaftsgüter bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben und als Abgang erfasst. Bei Änderungen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens findet eine Anpassung des Abschreibungsplans statt. Zugänge im Geschäftsjahr werden pro rata temporis abgeschrieben. Sofern notwendig, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Zur besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden Fernsehsenderechte in einem gesonderten Bilanzposten Programmvermögen ausgewiesen. Fernsehsenderechte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, wurden diese im Abschluss berücksichtigt. Die Bildung ausstrahlungsbezogener Wertberichtigungen bleibt davon unberührt.

Fernsehsenderechte im Free-TV-Bereich werden verbrauchsbezogen abgeschrieben. Diese verbrauchsbezogene Abschreibungsmethode berücksichtigt, dass bei einem Senderecht im Free-TV-Bereich mit der ersten Ausstrahlung der größte wirtschaftliche Werteverzehr eintritt.

Unter dem Bilanzposten Fremdprogramm werden die Lizenzrechte sowie darauf getätigte Anzahlungen ausgewiesen. Lizenzrechte sind Filme und Serien, auf deren Konzept oder Format die VOX Television GmbH keinen oder nur untergeordneten Einfluss hat. Zugänge werden mit Lizenzbeginn aktiviert. Soweit Bestandsrisiken oder Risiken aus Abnahmeverpflichtungen vorliegen, wurden diese im Abschluss berücksichtigt. Die Abschreibungsregeln für Spielfilme im Fremdprogramm wurden im Geschäftsjahr 2021 auf Grundlage einer Analyse über mehrere Geschäftsjahre überarbeitet und die neuen Erkenntnisse der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und Abnutzung fanden in den neuen Abschreibungsregeln ihre Berücksichtigung. Alle Spielfilme, mit Lizenzbeginn ab 01. Januar 2021, wurden im Geschäftsjahr statt über maximal 2 Runs nunmehr über maximal 4 Runs abgeschrieben.

Unter dem Posten Eigenprogramm langlebig werden sendeplatzbezogene Auftragsproduktionen sowie darauf getätigte Anzahlungen ausgewiesen, die planmäßig mehr als einmal ausgestrahlt werden können. Ebenso wie im Fremdprogramm werden bestehende Bestandsrisiken im Abschluss berücksichtigt.

Als Eigenprogramm kurzlebig werden sendeplatzbezogene Auftragsproduktionen sowie darauf getätigte Anzahlungen ausgewiesen, die aufgrund ihres Aktualitätsbezuges oder Genres planmäßig nur einmal ausgestrahlt werden können.

Lang- und kurzlebiges Eigenprogramm wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Zu aktivierende Aufwendungen und geleistete Anzahlungen werden zunächst in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Korrektur der Bestandswerte zum Abschlussstichtag im Vergleich zum Vorjahr wird als "Bestandsveränderung an vorproduzierten Eigenprogrammen" gezeigt.

Der Abschreibungsaufwand des langlebigen Eigenprogramms und des Fremdprogramms wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Aufwendungen für die Ausstrahlung von Programmvermögen" ausgewiesen.

Kurzlebiges Eigenprogramm wird bei der Erstausstrahlung abgeschrieben, wobei der Abschreibungsaufwand des kurzlebigen Eigenprogramms mit den Bestandsveränderungen des kurz- und langlebigen Eigenprogramms in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert in dem Posten "Bestandsveränderung an vorproduzierten Eigenprogrammen" dargestellt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Individuelle Ausfallrisiken sind als Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Fremdwährungsforderungen im Zusammenhang mit Schweizer Umsatzerlösen werden aufgrund bestehender Sicherungszusammenhänge als eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB zusammengefasst.

Aufwendungen für Kursverluste bzw. Kurserträge aus der Differenz zwischen Terminkurs und Kassakurs werden unsaldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die restlichen Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die VOX hat zum Bilanzstichtag offene Devisentermingeschäfte (Cash-Flow-Hedges) über die RTL Group S.A., Luxemburg, mit einem Volumen von TEUR 1.292 zur Absicherung von bestehenden und zukünftig entstehenden Fremdwährungsforderungen aus operativer Tätigkeit, abgeschlossen. Da eine Übereinstimmung der Bedingungen und Parameter von einzelnen Grund- und Sicherungsgeschäften besteht (Micro-Hedging), ist die Effektivität der Termingeschäfte gewährleistet. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt barwertig durch Vergleich der jeweiligen Kontraktraten mit den am Berichtsstichtag vorherrschenden sowie laufzeitkongruenten Terminkursen. Der barwertigen Ermittlung liegen laufzeitkongruente Diskontkurven zugrunde. Die Devisentermingeschäfte haben insgesamt eine Laufzeit bis Anfang 2025.

Die Buchung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der so genannten Einfrierungsmethode.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert.

Geleistete Zahlungen, die Aufwendungen für die Folgejahre darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten dargestellt.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei der Rückstellungsbewertung sind künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Programmvermögen

Für Programmrechte, ohne aktive Lizenzzeit, und Honorare für einen Protagonisten, für den Vox mangels Einsatzmöglichkeiten keine Leistungen mehr abrufen wird, bestehen Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 194, die bei einer Laufzeit von über einem Jahr nach finanzmathematischen Verfahren abgezinst werden.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen sind dem nachfolgenden Forderungsspiegel zum 31. Dezember 2023 zu entnehmen:

Art der Forderung Gesamtbetrag 31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen
Geschäftsjahr 9.280 9.280 0 0
Vorjahr 9.196 9.196 0 0
- gegen verbundene Unternehmen
Geschäftsjahr 263.303 263.303 0 0
Vorjahr 281.782 281.782 0 0
- sonstige Vermögensgegenstände
Geschäftsjahr 1.866 1.866 0 0
Vorjahr 2.387 2.387 0 0
TOTAL Forderungen Geschäftsjahr 274.449 274.449 0 0
TOTAL Forderungen Vorjahr 293.365 293.365 0 0

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 261.760 (Vorjahr TEUR 262.555) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.543 (Vorjahr TEUR 19.227) enthalten.

Die VOX Television GmbH hat im Geschäftsjahr 2014 ein Wertkontenmodell aufgelegt. Die Mitarbeiter verzichten im Rahmen dieses Modells auf einen Teil ihres Bruttoentgeltes, welches bis zu einem maximalen Betrag von 1.000 EUR/Jahr und Mitarbeiter vom Arbeitgeber bezuschusst und das bei einem Treuhänder auf Wertkonten gutgeschrieben wird. Ziel der Entgeltumwandlung ist eine Freistellung von der Arbeitsleistung vor Eintritt in den Ruhestand, wobei sich der Freistellungszeitraum nach dem vorhandenen Wertguthaben richtet. Das ausgelagerte Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 960 (Vorjahr TEUR 853) Das Wertkontenmodell hat keine Auswirkungen auf die Bilanz, da das ausgelagerte Planvermögen der Verpflichtung des Unternehmens gegenüber dem Mitarbeiter entspricht und saldiert dargestellt wird. Neben dem Personalaufwand von TEUR 39 wurden die Zinsaufwendungen (TEUR 17) und die Zinserträge (TEUR 17) im Zinsergebnis saldiert ausgewiesen.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen vorausbezahlte Entgelte für technische Dienstleistungen der Firma RTL Technology GmbH (TEUR 283) sowie für sonstige Dienstleistungen gegenüber Dritten (TEUR 559).

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 8.792; Vorjahr TEUR 11.121), Drohverlustrückstellungen (TEUR 194; Vorjahr TEUR 492) sowie Personalrückstellungen (TEUR 539; Vorjahr TEUR 636).

6. Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 zu entnehmen:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag 31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen
Geschäftsjahr 7.848 7.848 0 0
Vorjahr 5.111 5.111 0 0
- gegenüber verbundenen Unternehmen
Geschäftsjahr 3.027 3.027 0 0
Vorjahr 72 72 0 0
- gegenüber Gesellschaftern
Geschäftsjahr 261.607 261.607 0 0
Vorjahr 271.306 271.306 0 0
- Sonstige
Geschäftsjahr 7.661 380 0 7.281
Vorjahr 12.323 5.309 0 7.014
TOTAL Verbindlichkeiten Geschäftsjahr 280.143 272.862 0 7.281
TOTAL Verbindlichkeiten Vorjahr 288.812 281.798 0 7.014

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen Verbindlichkeiten aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.027 (Vorjahr TEUR 73).

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen von TEUR 261.607 (Vorjahr TEUR 271.306).

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der VOX werden im Wesentlichen in der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz erzielt und gliedern sich wie folgt:

in TEUR in TEUR
2023 2022
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Fernsehwerbung 458.298 582.630
Umsatzerlöse aus Kabeleinspeisung 36.592 36.498
Sonstige Umsatzerlöse 14.879 36.906
TOTAL 509.769 656.034

8. Sonstige Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.930 (Vorjahr TEUR 7.691) sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1.481 (Vorjahr TEUR 7.400) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von TEUR 9.014 (Vorjahr TEUR 10.383), Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 4.725 (Vorjahr TEUR 4.660), Aufwendungen für Instandhaltung und EDV-Dienstleistungen in Höhe von TEUR 739 (Vorjahr TEUR 442), Aufwendungen für Marketing und Entwicklung in Höhe von TEUR 2.755 (Vorjahr TEUR 2.837), sowie Mietaufwendungen für Mobilien und Immobilien in Höhe von TEUR 979 (Vorjahr TEUR 914). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 246 (Vorjahr TEUR 130) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten im Jahr 2023 die auf den Minderheitenanteil entfallende Steuer in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr TEUR 103) aus der Versteuerung der Ausgleichszahlung. Durch die seit 2009 bestehende gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft werden die Einkünfte der Gesellschaft auf der Ebene des Organträgers der Besteuerung unterworfen.

9. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse (wie im Vorjahr).

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Abs. 3a HGB betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 86.431 (Vorjahr TEUR 86.467). Sie teilen sich wie folgt auf:

Jahr davon gegenüber verbundenen Unternehmen
TEUR TEUR
2024 83.522 32.799
2025 1.604 9
2026 1.305 6
2027 und folgende Jahre 0 0
TOTAL 86.431 32.814

2. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 85 Mitarbeiter, davon befanden sich 64 Mitarbeiter in einem unbefristeten und 21 in einem befristeten Anstellungsverhältnis.

3. Ergebnisabführungs- & Beherrschungsvertrag

Mit Vertrag vom 18. Februar 2009 wurde mit der Gesellschafterin VOX Holding GmbH, Köln, ein Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag mit Wirkung ab 1. Januar 2009 abgeschlossen. Der Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag wurde am 9. März 2009 in das Handelsregister der VOX Television GmbH eingetragen.

Der bestehende Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag wurde mit Änderungsvereinbarung vom 19. November 2014 aktualisiert.

Die Gesellschaft führt einen Betrag in Höhe von TEUR 261.607 an die VOX Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ab.

Mit Vertrag vom 9. Dezember 2013 wurde mit der Gesellschafterin VOX Holding GmbH, Köln, ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen. Der Beherrschungsvertrag wurde am 18. Dezember 2013 in das Handelsregister der VOX Television GmbH eingetragen.

4. Dienstleistungsverträge

Die Gesellschaft unterhält keine eigene IT-Abteilung, Sendeabwicklung oder sonstiges technisches Equipment, sondern hat stattdessen diverse Dienstleistungsverträge mit der RTL Technology GmbH, die diese Leistungen für die VOX Television GmbH erbringt, abgeschlossen. Für diese Leistungen sind im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.861 angefallen. Ferner besteht ein Kooperationsvertrag mit der RTL Deutschland GmbH bzw. mit der RTL Group Financial Services GmbH über die Erbringung diverser Dienstleistungen (Programmeinkauf, Synchronisation, Finanz- und Rechnungswesen, Entgeltabrechnung, Rechtsberatung, Medienforschung und Marketing). Im Geschäftsjahr 2023 waren Aufwendungen in Höhe von TEUR 19.987 für diese Leistungen zu verzeichnen.

Die Gesellschaft unterhält keinen eigenen Vertrieb, eigene Auslandsstudios und Newsdesks, sondern hat stattdessen Dienstleistungsverträge mit anderen Konzernunternehmen, die diese Leistungen für die VOX Television GmbH erbringen, abgeschlossen.

Sämtliche innerhalb des Konzerns verrechneten Leistungen werden auf Basis von Cost-Plus-Verträgen abgerechnet und entsprechen marktüblichen Preisen.

5. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh. Sie wird über den IFRS-Konzernabschluss der RTL Group S.A., Luxemburg/Luxemburg (kleinster Konsolidierungskreis), ebenfalls in den Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh (größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Der Konzernabschluss der RTL Group S.A., Luxemburg / Luxemburg, wird in Luxemburg beim Registre de Commerce et des Sociétés - RCS hinterlegt (Registernummer B 10.807). Die Hinterlegung wird im Amtsblatt (Memorial) veröffentlicht. Der Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, (HRB 9194 Amtsgericht Gütersloh) wird im elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht.

6. Honorar Abschlussprüfung

Das Honorar für die Leistungen des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt im Berichtsjahr TEUR 18 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

7. Organe

Geschäftsführung

 

Andreas Fischer (bis 31. Dezember 2023), Chief Operating Officer (COO) der RTL Deutschland GmbH

 

Stephan Schmitter (seit 10. Februar 2023), Chief Executive Officer (CEO) der RTL Deutschland GmbH

 

Kirsten Petersen (seit 01. Januar 2024), Programmgeschäftsführerin der VOX Television GmbH

 

Herr Andreas Fischer und Herr Stephan Schmitter nehmen bzw. nahmen neben ihrer Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft noch weitere Geschäftsführerposten in der Unternehmensgruppe RTL Group wahr.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Herr Andreas Fischer und Herr Stephan Schmitter haben im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres

Es haben sich nach dem Bilanzstichtag keine wesentlichen Sachverhalte mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die Gesellschaft ereignet.

 

Köln, den 15. Mai 2024

VOX Television GmbH

Stephan Schmitter, Geschäftsführer

Kirsten Petersen, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.886,45 0,00 0,00 10.886,45
- Technische Anlagen und Maschinen 386.366,99 0,00 0,00 386.366,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.885,48 0,00 0,00 54.885,48
452.138,92 0,00 0,00 452.138,92
Abschreibungen
01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.047,45 725,00 0,00 5.772,45
- Technische Anlagen und Maschinen 386.366,99 0,00 0,00 386.366,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.846,48 1.119,00 0,00 50.965,48
441.260,92 1.844,00 0,00 443.104,92
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.114,00 5.839,00
- Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.920,00 5.039,00
9.034,00 10.878,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlage des Unternehmens

Die VOX Television GmbH (nachfolgend "VOX" genannt) ist ein Unternehmen der RTL Deutschland-Gruppe. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst im Wesentlichen die Veranstaltung eines werbefinanzierten Fernsehprogrammes auf der Basis der medienrechtlichen Bestimmungen der Bundesländer und der Bundesrepublik Deutschland, die Produktion und Herstellung von Fernsehprogrammen, den Erwerb und die Weiterveräußerung von Programmen einschließlich des erforderlichen Lizenzerwerbs bzw. der Lizenzvergabe und die Wahrnehmung aller damit im Zusammenhang stehenden Rechte und aller mit den vorstehenden Gegenständen im Zusammenhang stehenden sonstigen Tätigkeiten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch die anhaltend hohe Inflation, ein gestiegenes Zinsumfeld sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Infolgedessen konnte sich die deutsche Wirtschaft noch immer nicht von dem, durch die Corona-Pandemie entstandenen Markteinbruch erholen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der private Konsum preisbereinigt um -0,8 % rückläufig entwickelt. Im Vergleich zum Jahr 2019 vor der Coronapandemie beträgt der Rückgang -1,5%. Grund dafür waren die hohen Verbraucherpreise einhergehend mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 5,9 %. 1 Besonders stark erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel mit einer Steigerung von 12,4 % im Vergleich zum Vorjahr. 2

Die Auswirkungen der schwachen Konjunktur haben sich auch auf dem Arbeitsmarkt abgezeichnet. So ist die Arbeitslosenquote von 5,3 % im Vorjahr auf 5,7 % gestiegen 3.

Die hohe Inflation, das gestiegene Zinsniveau, sowie die erhöhte Arbeitslosenquote und die verminderten Nachfragen insbesondere auch im privaten Bereich hatten im Geschäftsjahr 2023 einen wichtigen Einfluss auf den Werbemarkt und die Geschäftszahlen von RTL.

1 Pressemitteilung des statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2024 - 019/24

2 Pressemitteilung des statistischen Bundesamts vom 16. Januar 2024 - Nr. 020

3 Statistik der Bundesagentur für Arbeit: Eckwerte des Arbeitsmarktes - Jahreszahlen

Das Gesamtwerbemarktvolumen (Brutto vor Rabatten) ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,7% auf ein Volumen von EUR 36.993 Mio. gestiegen. Mit Ausnahme des Werbemarktes für Fernsehen (EUR -598 Mio.) und Werbesendungen (EUR -23 Mio.), verzeichneten alle anderen Bereiche einen Anstieg des Bruttowerbevolumens. So stieg der Bereich Out of Home um EUR 282 Mio., Print um EUR 162 Mio., der Bereich Kino um EUR 22 Mio. und Radio um EUR 57 Mio. Der Onlinebereich mit den Medien Mobile und Desktop stieg um insgesamt EUR 356 Mio. im Vergleich zum Vorjahr.

Werbemarkt 2023 2022 4
in Mio. Euro in % in Mio. Euro in %
Print 8.522,2 23,0% 8.359,8 22,8%
Fernsehen 16.548,7 44,7% 17.146,4 46,7%
Radio 1.973,6 5,3% 1.916,5 5,2%
Out of Home 2.904,6 7,9% 2.622,2 7,1%
Kino 118,0 0,3% 96,5 0,3%
Werbesendungen 2.500,7 6,8% 2.523,7 6,9%
Desktop 2.701,6 7,3% 2.480,7 6,7%
Mobile 1.723,7 4,7% 1.588,4 4,3%
Gesamtmarkt 36.993,1 100,0% 36.734,2 100,0%
Werbemarkt Abweichung
in Mio. Euro in %
Print 162,4 1,9%
Fernsehen -597,7 -3,5%
Radio 57,1 3,0%
Out of Home 282,4 10,8%
Kino 21,5 22,3%
Werbesendungen -23,0 -0,9%
Desktop 220,9 8,9%
Mobile 135,3 8,5%
Gesamtmarkt 258,90 0,7%

Quelle: Nielsen Media Research

1.1. Programm- und Zuschauermarktanteile

Die Free-TV-Sender RTL, VOX, ntv, NITRO, SUPER RTL, RTLZWEI, RTLup, TOGGO Plus und VOXup konnten im Geschäftsjahr 2023 ihren Marktanteil um 0,5 Prozentpunkte auf 27,1 Prozentpunkte in der Kernzielgruppe der 14- bis 59-Jährigen deutlich ausbauen. Fast alle Sender der RTL Deutschland Gruppe hielten ihre Marktanteile bzw. hatten leichte Zuwächse.

Der Vorsprung zu den Sendern von ProSiebenSat.1 betrug 5,5 Prozentpunkte.

RTL kam bei den 14- bis 59-jährigen Zuschauern auf einen Jahresmarktanteil von 9,4% und war damit der Sender mit den höchsten Marktanteilen vor der ARD (8,7%), dem ZDF (9,2%), den Dritten (8,1%), SAT.1 (6,0%), VOX (6,2%), ProSieben (5,4%), Kabel 1 (4,5%) und RTLZWEI (3,6%). NITRO kam 2023 auf einen Zuschauerjahresmarktanteil von 2,2%, SUPER RTL auf 1,4%, RTLup auf 2,1%, ntv auf 1,2%, VOXup auf 0,7% und der Timeshift Sender TOGGO Plus auf 0,2% Marktanteil jeweils in der Zielgruppe der 14-59-jährigen Zuschauer.

4 Die Werte aus dem Jahr 2022 wurden nach Erstellung des Lageberichts 2022 von Nielsen Media Research unterjährig bereinigt.

Marktanteile in %

Zuschauer 14-59 Jahre
2023 2022 Abw.
RTL 9,4 9,1 0,3
VOX 6,2 6,2 0,0
RTLZWEI 3,6 3,7 -0,1
NITRO 2,2 2,2 0,0
SUPER RTL 1,4 1,3 0,1
RTLup 2,1 1,9 0,2
ntv 1,2 1,4 -0,2
TOGGO Plus 0,2 0,2 0,0
VOXup 0,7 0,6 0,1
Summe 27,1 26,6 0,5
ProSiebenSat.1 Gruppe
SAT.1 6,0 6,5 -0,5
ProSieben 5,4 5,8 -0,4
Kabel 1 4,5 4,2 0,3
SIXX 1,2 1,2 0,0
Sat1 Gold 2,1 2,2 -0,1
Pro7 Maxx 1,2 1,3 -0,1
Kabel 1 Doku 1,1 1,1 0,0
Summe 21,6 22,3 -0,7
öffentlich rechtliche Sender (ÖR)
ARD 8,7 9,1 -0,4
ZDF 9,2 9,3 -0,1
Dritte 8,1 7,9 0,2
Sonstige ÖR *) 9,2 9,5 -0,3
Summe 35,2 35,8 -0,6
restliche Sender 16,1 15,3 0,8
Total 100,0 100,0 0,0
Zuschauer 3+
2023 2022 Abw.
RTL 7,9 7,4 0,5
VOX 4,7 4,7 0,0
RTLZWEI 2,4 2,6 -0,2
NITRO 1,8 1,9 -0,1
SUPER RTL 1,2 1,2 0,0
RTLup 2,5 2,2 0,3
ntv 1,1 1,2 -0,1
TOGGO Plus 0,2 0,2 0,0
VOXup 0,5 0,5 0,0
Summe 22,2 21,9 0,3
ProSiebenSat.1 Gruppe
SAT.1 4,7 5,1 -0,4
ProSieben 3,0 3,3 -0,3
Kabel 1 3,2 3,0 0,2
SIXX 0,8 0,8 0,0
Sat1 Gold 2,1 2,2 -0,1
Pro7 Maxx 0,7 0,8 -0,1
Kabel 1 Doku 0,8 0,8 0,0
Summe 15,3 16 -0,7
öffentlich rechtliche Sender (ÖR)
ARD 12,2 12,2 0,0
ZDF 14,5 14,5 0,0
Dritte 13,4 13,4 0,0
Sonstige ÖR *) 10,1 10,2 -0,1
Summe 50,3 50,3 0,0
restliche Sender 12,2 11,8 0,4
Total 100,0 100,0 0,0

*) 3SAT, ARTE, PHOENIX, KIKA; ZDF INFO, ZDF NEO; ONE, TAGESSCHAU 24; ARD Alpha gerundet auf eine Nachkommastelle

Quelle: AGF in Zusammenarbeit mit GfK / DAP videoSCOPE / DATA Alliance

Auch beim Gesamtpublikum (Zuschauer ab 3 Jahre) konnten die Sender von RTL Deutschland den Abstand auf 6,9 (VJ 5,9) Prozentpunkten zu ProSiebenSat.1 wieder deutlich aufbauen.

Bei den Zuschauern ab 3 Jahren kam RTL 2023 auf einen Jahresmarktanteil von 7,9% und lag damit hinter dem ZDF (14,5%), hinter den Dritten (13,4%), und der ARD (12,2%). Auf den weiteren Plätzen folgten SAT.1 (4,7%), VOX (4,7%), Kabel 1 (3,2%), ProSieben (3,0%) und RTLup (2,5%). RTLZWEI erzielte einen Marktanteil von 2,4%, Nitro kam auf 1,8%, SUPER RTL erzielte einen Zuschaueranteil von 1,2%, ntv erreichte einen Jahresmarktanteil von 1,1%, VOXup von 0,5 % und TOGGO Plus von 0,2%.

Erstmals in der Geschichte des Senders liegt VOX im Jahresschnitt 2023 in der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen auf Platz 2 der Privatsender (6,2 % Marktanteil). In der Zielgruppe der Zuschauer ab 3 Jahren erreichte VOX einen Jahresmarktanteil von 4,7 %.

Zu den starken VOX-Neustarts in der Primetime 2023 gehörten u.a. "Lege kommt auf den Geschmack" mit Staffelbestwerten bis zu 8,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen, "Doc Caro - Jedes Leben zählt" mit bis zu 7,7 Prozent Marktanteil (14-59 Jahre) sowie am Vorabend "Martin Rütters Tierheimhelden" mit bis zu 8,9 Prozent (14-59 Jahre) und "Traumhaus oder Luftschloss? - Normal wohnen kann jeder" mit durchschnittlich 7,7 Prozent Marktanteil (14-59 Jahre).

Auch die beliebten Best Brands überzeugten mit starker Performance im Jahr 2023. Die VOX-Sendung "Grill den Henssler" sicherte sich 2023 in der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen sowohl die stärkste Herbststaffel seit sieben Jahren (7,5 Prozent Marktanteil) als auch die beste Frühjahrsstaffel seit vier Jahren (6,9 Prozent Marktanteil). Die Höhle der Löwen lieferte erneut starke Marktanteile und überzeugte mit bis zu 12,5 Prozent (14-59 Jahre) bzw. bis zu 15,6 Prozent Marktanteil (14-49 Jahre). Und "First Dates Hotel" holte am 20. Februar 2023 bei den 14- bis 59-Jährigen sowohl den höchsten Marktanteil (8,6 Prozent) als auch im Jahr 2023 den besten Staffelschnitt seit Start der Sendung in 2020 (7,3 Prozent Marktanteil).

Starke Quoten für starke Menschen holte im Juni auch die Wiedersehenssendung der hochgelobten VOX-Doku "Zum Schwarzwälder Hirsch - eine außergewöhnliche Küchencrew und Tim Mälzer" mit sehr guten 8,5 Prozent (14-59 Jahre) sowie 10,5 Prozent Marktanteil (14-49 Jahre). Und auch der Originärsendung aus 2022 flogen weiter die Herzen zu - sie wurde 2023 vielfach ausgezeichnet. u.a. mit zwei Grimme-Preisen, mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Bayerischen Fernsehpreis, dem Journalistenpreis der Diakonie sowie mit dem Robert-Geisendörfer-Preis. Gehör fand einmal mehr auch die "#VOX Stimme" in 2023: Allein der Beitrag zum Thema "Drag is not a crime" von Dragqueen Barbie Breakout erreichte über alle Kanäle insgesamt 2,4 Millionen Menschen.

1.3 Lage der Gesellschaft

1.3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse von VOX um EUR -146 Mio. auf EUR 510 Mio. (VJ EUR 656 Mio.) gesunken. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen begründet durch geringere Erlöse aus Fernseh- und Onlinewerbung (EUR -124 Mio.) und den Rückgang Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Fernsehsenderechten (EUR -19 Mio.). Der Rückgang der Umsatzerlöse aus Fernseh- und Onlinewerbung steht insbesondere in Zusammenhang mit der Umstellung der Vermarktung der Ad Alliance vom Kommissionsgeschäft zum Eigenhandel. Die Umsatzerlöse der VOX werden im Wesentlichen in der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz erzielt und gliedern sich im Detail wie folgt auf:

Umsatzerlöse im Detail 2023 2022 Abweichung
in TEUR in TEUR in TEUR
Umsatzerlöse Fernseh- und Onlinewerbung 458.298 582.630 -124.332
Umsatzerlöse aus Kabeleinspeisung 36.592 36.498 94
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Fernsehsenderechten 9.491 28.438 -18.947
Sonstige Umsatzerlöse 5.388 8.468 -3.080
Summe 509.769 656.034 -146.265

Die sonstigen Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus Gegengeschäften und aus Sonderwerbeformen.

Im Geschäftsjahr erhöhte sich die Bestandsveränderung an vorproduzierten Eigenprogrammen (EUR +2 Mio.), insbesondere im Bereich des kurzlebigen Eigenprogramms um insgesamt EUR +14 Mio. Gegenläufig hat sich die Bestandsveränderung im Bereich des langlebigen Eigenprogramms mit einem Rückgang von EUR -12 Mio. entwickelt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR -6 Mio. reduziert. Im Wesentlichen begründet ist dieser Rückgang durch den Rückgang der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um EUR -6 Mio.

Im Zusammenhang mit den gesunkenen Umsatzerlösen sind auch die Materialaufwendungen im Berichtsjahr um EUR +120 Mio. gesunken. Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich aus geringeren Aufwendungen für Vermittlungsleistungen und Agenturvergütungen und -provisionen (EUR +95 Mio.), sowie aus dem geringeren Wareneinsatz im Bereich des langlebigen Eigenprogramms (EUR +24 Mio.) aus dem Verkauf von Filmen und Serien an das Streaming Portal RTL+.

Die Aufwendungen für die Ausstrahlung von Programmvermögen verringerten sich um EUR +15 Mio. Dieser Rückgang resultiert aus geringeren Ausstrahlungskosten im Bereich Fremdprogramm (EUR +9 Mio.) und Eigenprogramm (EUR +7 Mio.).

Die Personalaufwendungen sind ungefähr im gleichen Verhältnis zu den um 6% gestiegenen Mitarbeiterzahlen um (EUR -0,5 Mio.) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig entwickelt (EUR +1 Mio.). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus rückläufigen Aufwendungen für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (EUR +1 Mio.).

Aufgrund des Rückgangs der Umsatzerlöse (EUR -146 Mio.), der gestiegenen Bestandsveränderung an vorproduzierten Eigenprogrammen (EUR +2 Mio.), gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträgen (EUR -6 Mio.), gesunkenen Materialaufwendungen (EUR +120 Mio.), geringeren Ausstrahlungskosten (EUR +15 Mio.), leicht rückläufigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (EUR +1) und nahezu konstanten Personalkosten (EUR -0,5 Mio.) verschlechterte sich das operative Ergebnis um EUR -14,8 Mio.

Das Zinsergebnis, der Saldo aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg von EUR +5 Mio. deutlich verbessert.

Der Gewinn vor Ergebnisabführung ist gegenüber dem Vorjahr um EUR -10 Mio. auf EUR 262 Mio. gesunken. Er wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die VOX Holding GmbH abgeführt.

1.3.2 Kennzahlen

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt nach IFRS-Kenngrößen. Das Ergebnis nach IFRS (EBITA) weicht allerdings nicht wesentlich vom hier beschriebenen handelsrechtlichen Ergebnis ab. Neben den finanziellen Kennzahlen (u.a. Umsatz, EBITA und Cash Flow) sind als nicht-finanzielle Kennzahlen u.a. die Zuschauermarktanteile zur Steuerung des Unternehmens relevant. Von besonderer Bedeutung ist dabei insbesondere die werberelevante Zielgruppe der erwachsenen Zuschauer im Alter von 14-59 Jahren.

Die wesentlichen finanziellen Kennzahlen von VOX haben sich wie folgt entwickelt:

Kennzahlen 2020 2021 2022 2023
in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR
Umsatz 623,8 672,6 656,0 509,8
Nettowerbeumsatzerlöse 1 460,4 492,3 469,6 440,7
EBITA 320,8 342,2 321,3 290,1
Ergebnis vor Abführung 255,5 288,3 271,3 261,7
Cash-Flow nach DFVA / SG 2) 320,6 342,0 320,4 295,4
Kennzahlen Veränderung zum Vorjahr
in Mio. EUR in %
Umsatz -146,2 -22,3
Nettowerbeumsatzerlöse 1 -28,9 -6,1
EBITA -31,2 -9,7
Ergebnis vor Abführung -9,6 -3,5
Cash-Flow nach DFVA / SG 2) -25,0 -7,8

1) Bruttowerbeerlöse abzüglich Rabatte Agentur-, Vermarktungsprovision und Skonto

2) Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung zuzüglich Abschreibungen Sachanlagevermögen und Ausstrahlungsaufwand

Für die Steuerung des Unternehmens sind die nachfolgenden Kennzahlen die bedeutenden Leistungsfaktoren: Umsatz, EBITA und Zuschauermarktanteile.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanz VOX Television GmbH 2023 / 2022

2023 2022
AKTIVA in Mio. € in % in Mio. € in %
Programmvermögen 35 11% 27 8%
Konzernfinanzierung 262 85% 263 82%
Übrige Aktiva 13 4% 32 10%
Bilanzsumme 310 100% 322 100%
Abw.
AKTIVA in Mio.€ in %
Programmvermögen 8 30%
Konzernfinanzierung -1 0%
Übrige Aktiva -19 -59%
Bilanzsumme -12 -4%
2023 2022
PASSIVA in Mio. € in % in Mio. € in %
Eigenkapital 19 6% 19 6%
Rückstellungen 11 4% 14 4%
Verbindlichkeiten 280 90% 289 90%
Bilanzsumme 310 100% 322 100%
Abw.
PASSIVA in Mio.€ in %
Eigenkapital 0 0%
Rückstellungen -3 -21%
Verbindlichkeiten -9 -3%
Bilanzsumme -12 -4%

Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 weist eine Bilanzsumme von EUR 310 Mio. aus, die damit um EUR 12 Mio. unter dem Vorjahreswert liegt.

Das höhere Programmvermögen (EUR 8 Mio.) ist im Wesentlichen durch höhere kurzlebige Eigenprogrammbestände (EUR 11 Mio.) begründet. Gegenläufig haben sich die langlebigen Programmbestände entwickelt, die sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4 Mio. reduzierten. Die Forderungen aus Cash Pooling (EUR +262 Mio.) haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die sonstigen Aktiva sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken (EUR -19 Mio.), im Wesentlichen hervorgerufen durch gesunkene Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR -18 Mio.).

Die Liquiditätssteuerung und die Zahlungen von Verbindlichkeiten aller wesentlichen Gesellschaften der RTL Deutschland Gruppe werden zentral durch die RTL Group Financial Services GmbH vorgenommen. Die Zahlungsmittelströme werden im Rahmen eines Cash-Pooling-Verfahrens in der RTL Group Financial Services GmbH zusammengeführt.

Der Rückgang der Passiva resultiert insbesondere aus geringeren Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (EUR -10 Mio.), die sämtlich auf die Ergebnisabführung entfallen. Des Weiteren sind die sonstigen Verbindlichkeiten gesunken (EUR -5 Mio.). Auch die sonstigen Rückstellungen haben sich rückläufig entwickelt (EUR -3 Mio.), welches im Wesentlichen durch die rückläufigen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (EUR -2 Mio.) begründet ist. Einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten sowohl die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR +3 Mio.) als auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR +3 Mio.).

1.4 Personal

Im Jahresdurchschnitt wurden 70 (VJ 66) Ganztageskräfte bei VOX beschäftigt. Bei dieser Ermittlung wurden Teilzeitarbeitskräfte anteilig umgerechnet und Auszubildende in voller Höhe mit einbezogen. Nicht sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wurden jedoch nicht berücksichtigt.

Das Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligungsmodell beteiligt die Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens. Entsprechende Rückstellungen wurden im Abschluss 2023 gebildet.

III. Chancen- und Risikobericht

Risiko-Management-System

Das Risiko-Management-System ("RMS") der Gesellschaft ist über die RTL Group S.A. in das RMS des Mehrheitsgesellschafters Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, einbezogen. Dabei sind die RTL Group S.A. und ihre Tochterunternehmen über eine Konzernrichtlinie auf die Einhaltung eines definierten Standards verpflichtet.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft

Nachfolgend sind die Risiken absteigend nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft angegeben:

Im Fernseh- und Streaming-Markt nimmt das Angebot von Bewegtbild weiter zu. US-Studios beginnen bereits, ihre Inhalte restriktiver anderen Marktteilnehmern zu verkaufen bzw. teilweise ganz auf den Vertrieb von Programmrechten zu verzichten, um ihre eigenen Streaming Plattformen zu stärken.

Insbesondere der Konsum von Bewegtbild befindet sich aktuell in einem grundlegenden Wandel, der sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird. Die non-lineare Nutzung über Streaming gewinnt weiter an Bedeutung, während die lineare Nutzung über klassisches TV rückläufig ist. Neue Streaming Anbieter drängen in den Markt und kämpfen um die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Nahezu alle US-Studios versuchen sich mit eigenen Plattformen im Markt zu etablieren.

Der Free-TV Markt wird auch im Geschäftsjahr 2024 und in den Folgejahren weiter hart umkämpft sein. Die Schnelllebigkeit von Formaten und die verstärkte Konkurrenz wird durch neue Marktteilnehmer wachsen.

Allgemeine Branchenrisiken und -chancen

Fremdprogramm wird im Geschäftsjahr 2024 und den Folgejahren ein wichtiger Programmbestandteil sein, wenngleich mit leicht abnehmender Bedeutung. Die Zugänge im Fremdprogramm sind durch langfristige Programmversorgungsverträge mit amerikanischen Studios über RTL Television weitestgehend abgesichert. Dennoch besteht das allgemeine Risiko, dass einzelne Programme nicht den erwarteten Erfolg im Zuschauermarkt erreichen und dadurch nicht die erwarteten Deckungsbeiträge realisieren. Hierfür wird fallweise Risikovorsorge in Form von Einzelwertberichtigungen bzw. Drohverlustrückstellungen getroffen.

Im August 2023 wurde die neue "All Inclusive Entertainment App" RTL+ gelauncht, in der alle bestehenden digitalen Mediengattungen gebündelt angeboten werden. RTL+ ist damit das erste deutsche All Inclusive Entertainment Paket. Möglich machen dies einzigartig entwickelte Inhalte, die Zusammenführung von Gruner + Jahr und RTL, sowie eine Partnerschaft mit Deezer für Musik. Damit ist die RTL Deutschland Gruppe gut positioniert, auch in Zukunft der führende Bewegtbildanbieter in Deutschland zu sein. Zum 31. Dezember 2023 hatte RTL+ einen Stand von 4,9 Mio. Nutzern.

Durch dieses neue allumfassende Entertainment Angebot mit allen bestehenden digitalen Mediagattungen, ist VOX über seine Schwestergesellschaft RTL interactive GmbH für die Zuschauer und Werbekunden immer und überall präsent, um entsprechende Umsatz- und Ertragschancen zu nutzen.

Währungsrisiken

Da ein Großteil der Einkäufe von Fremdprogrammen in Fremdwährung abgewickelt wird, unterliegt die Gesellschaft Fremdwährungsrisiken. Um Ergebnisvolatilitäten aufgrund eventuell entstehender Kursschwankungen zu vermeiden, werden bestehende Abnahmeverpflichtungen gemäß der vorgegebenen Kurssicherungsstrategie der RTL Group S.A. abgesichert. Diese Strategie sieht vor, bestehende und zukünftig entstehende Fremdwährungsverbindlichkeiten entsprechend der jeweiligen Fälligkeit pro Jahr prozentual abzusichern. Demzufolge sind die bestehenden Fremdwährungsverpflichtungen der Folgejahre bereits weitgehend abgesichert.

Liquiditätsrisiken

Die Zahlungsfähigkeit und Liquidität von VOX wird durch eine kontinuierliche Liquiditätsplanung und -sicherung sowie die Einbindung in ein konzernweites Cash-Pooling der RTL Group S.A. und der Bertelsmann SE & Co. KGaA für die absehbare Zukunft jederzeit sichergestellt.

Rechts- und Prozessrisiken

RTL, VOX, Super RTL, ntv und Ad Alliance (vormals IP Deutschland) sind Beklagte in einem vor dem Landgericht Düsseldorf anhängigen Klageverfahren. In diesem Klageverfahren macht RTLZWEI Auskunftsansprüche geltend und begehrt Feststellung einer Schadensersatzpflicht der Gesellschaften. Der Schadensersatzanspruch von RTLZWEI wird darauf gestützt, dass im Rahmen, der Ad Alliance im Auftrag der vier Sender in den Jahren bis 2007 betriebenen Vermarktung von Werbezeiten kartellrechtlich unzulässige Rabattgewährungen praktiziert worden seien. RTLZWEI hat eine gleichlautende Klage gegen die Sender und die Vermarktungsgesellschaft der ProSiebenSat.1 Media SE erhoben. Das Landgericht Düsseldorf hat einen Gutachter bestellt und ihm die Frage vorgelegt, ob aus sachverständiger Sicht der sichere Schluss möglich sei, dass die vom Bundeskartellamt geahndeten Rabatte wahrscheinlich zu einem Schaden bei RTLZWEI geführt haben. In dem im Februar 2018 vorgelegten Gutachten beantwortet der Gutachter diese Frage negativ. RTLZWEI hat mittlerweile umfassend zu dem vorgenannten Gutachten Stellung genommen und ein Parteigutachten vorgelegt, wonach der gerichtlich bestellte Gutachter die Beweisfrage falsch beantwortet habe. Am 16. Februar 2020 ist der gerichtlich bestellte Gutachter überraschend verstorben. Das Landgericht Düsseldorf hat die Klage im September 2023 insgesamt abgewiesen, ebenso die Parallelklage gegen ProSiebenSat.1. RTLZWEI hat gegen die Urteile Berufung beim OLG Düsseldorf eingelegt. Für September 2024 hat das OLG Düsseldorf eine mündliche Verhandlung angesetzt. Für Anwalts- und Gerichtskosten des Berufungsverfahrens wurde eine Rückstellung gebildet.

Haftungsrisiken

Die Gesellschaft verfügt über umfassenden Versicherungsschutz, der finanzielle Folgen aus Schadensfällen und Haftungsrisiken ausschließt bzw. begrenzt. Auch wenn der Versicherungsschutz nicht alle erdenklichen Risiken abdecken kann, ist das Management überzeugt, dass durch Schadens- oder Haftungsfälle eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft unwahrscheinlich ist. Das Haftungsrisiko ist für die Gesellschaft von geringer Bedeutung.

Abschließende Gesamtaussagen zu der Risiko- und Chancensituation

Die Chancen und Risiken für die kommenden Geschäftsjahre entsprechen im Wesentlichen denen, die bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr vorlagen.

Die zuvor genannten Risiken wurden im Jahresabschluss angemessen berücksichtigt. Darüber hinaus sieht die Geschäftsführung keine weiteren wesentlichen Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden oder die Prognose für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des kommenden Geschäftsjahres in Frage stellen könnten.

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch die anhaltend hohe Inflation, ein gestiegenes Zinsumfeld sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Infolgedessen konnte sich die deutsche Wirtschaft noch immer nicht von dem, durch die Corona-Pandemie entstandenen Markteinbruch erholen.

Die Geschäftsführung geht derzeit davon aus, dass dies mittel- bis langfristig nicht zu nachhaltigen und schwerwiegenden Veränderungen in der Werbewirtschaft führen wird, die zu weiteren, über die beschriebenen Risiken hinausgehenden Risiken führen werden.

IV. Prognosebericht

1. Vorjahresprognose und tatsächliche Entwicklung

Die im Jahr 2022 für das Geschäftsjahr 2023 im Lagebericht gestellte Prognose leicht rückläufiger Umsatzerlöse sowie einem leicht rückläufigen Ergebnis (EBITA) und Cash Flow gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 ist auf Grund der ungünstigen Wirtschaftsfaktoren und dessen Auswirkungen auf die Werbemärkte verstärkt eingetreten. Sowohl die Umsatzerlöse als auch das das realisierte EBITA und Cash-Flow lagen deutlich unter dem Vorjahreswert.

2. Prognose 2024

Nach einer Prognose der Deutschen Bundesbank wird sich die deutsche Wirtschaft ab dem Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich wieder erholen und auf einen Expansionspfad einschwenken. Das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt wird laut Schätzung um 0,4 Prozent wachsen, die Inflationsrate soll auf 2,7 Prozent sinken. Außerdem werden steigende Exporte und aufgrund von einem stabilen Arbeitsmarkt, steigender Löhne und rückläufiger Inflation werden erhöhte Konsumausgaben der privaten Haushalte erwartet. Jedoch werden die privaten Investitionen zunächst noch sinken und sich erst im Jahr 2026 vollständig erholen. 5

Trotz der Erwartungen bzgl. einer weiterhin rückläufigen Fernsehnutzung und einer moderaten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet VOX in seinen Planungen damit, dass es zu einer leicht positiven Entwicklung des Werbemarktes kommen wird, die zu höheren Werbeerlösen führen wird. Höhere (Programm-)Kosten werden das operative Ergebnis allerdings negativ beeinflussen.

Insgesamt rechnet VOX mit leicht steigenden Umsatzerlösen, einem leicht rückläufigen Ergebnis (EBITA) und Cash-Flow gegenüber dem Vorjahr 2023. Für die nicht finanzielle Steuerungsgröße "Zuschauermarktanteile" in der für die Werbewirtschaft relevanten Zielgruppe der 14- bis 59-jährigen Zuschauer erwartet VOX einen Marktanteil leicht unterhalb des Vorjahresniveaus.

5 Deutschland-Prognose der Bundesbank: Sinkende Inflation, aber noch keine Entwarnung | Deutsche Bundesbank

 

Köln, den 15. Mai 2024

VOX Television GmbH

Stephan Schmitter, Geschäftsführer

Kirsten Petersen, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VOX Television GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VOX Television GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VOX Television GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 21. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zander, Wirtschaftsprüfer

Benecke, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von den Gesellschaftern am 03. Juni 2024 festgestellt.

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