Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 6329
Vorher
COLORPACK GMBH BERLIN Verpackungen mit SystemCOLORPACK GMBHAR Packaging Berlin Food GmbHAR Packaging Berlin GmbH
Eingetragen
10.11.2005
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Verpackungsmitteln aus Holz und von Böttcherwaren
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Verpackungsmitteln, Verpackungssystemen und Werbemitteln aller Art aus Papier, Karton und Kunststoffen unter Anwenclung von allen Druckverfahren für Nahrungsmittel und pharmazeutische Produkte, der Handel mit solchen und verwandten Erzeugnissen, insbesondere im Raum Berlin sowie alle sonstigen Geschäfte, die hiermit im Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peer Karkutsch
seit 7.3.2023
Geschäftsführer
Patrick Klewitz
seit 16.12.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
121.500 €
81.00%
Germany
28.500 €
19.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GPI Berlin GmbH

Rüdersdorf b. Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die GPI Berlin GmbH hat ihren Sitz in Rüdersdorf bei Berlin und wird unter der Registernummer HRB 6329 FF beim Amtsgericht in Frankfurt (Oder) geführt. Bis zum 01.05.2022 wurde das Unternehmen unter dem Namen AR Packaging Berlin GmbH geführt.

Das Unternehmen ist in zwei Sparten tätig.

Die Sparte "Food" stellt Faltschachteln und Faltschachtelzuschnitte für die Nahrungsmittelbranche, insbesondere Tiefkühlkost und Teeanbieter her. Im Produktionsbereich "Food" werden seit März 2023 außerdem Verpackungen für die Getränkesparte hergestellt.

Die Sparte "Healthcare" produziert Faltschachteln und bietet Dienstleistungen für den pharmazeutischen Bereich an. Das Kundenportfolio ist breit gefächert, wobei unser Kundenstamm von Produzenten von verschreibungspflichtigen Medikamenten bis hin zu Kunden mit ausschließlichen OTC (Over the Counter) Produkten reicht.

Die produktionsseitige Abgrenzung von "Food" und "Healthcare" ist gegeben. Der Standort unterscheidet das Produktionsgebiet für "Food" in "Area 1" und das Produktionsareal für "Healthcare" in "Area 2". Beide Produktionseinheiten sind räumlich getrennt, um den jeweiligen Standard sicherzustellen.

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 ist das Bruttoinlandsprodukt 2023 preis- und kalenderbereinigt um -0,1 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Damit setzte sich der Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Das Jahr 2023 war für den Standort Berlin durch die Einführung der Getränkeverpackungsproduktion geprägt. Dieser Prozess war durch maßgebliche Investitionen in den Maschinenpark begleitet. Darüber hinaus wurde der Standort für die Qualitätsvorschriften der "Beverage"-Kunden erfolgreich zertifiziert.

Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren hat die Gesellschaft die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis EBITDA (Ergebnis vor Steuern bereinigt um Abschreibungen, Zinserträge und Zinsaufwand) festgelegt, die die Geschäftsführung zur Planung und Steuerung der Gesellschaft heranzieht. Dabei wird, um zeitnah relevante Informationen zu erhalten, auf das konzerninterne Reporting auf Basis von US GAAP zurückgegriffen. Es werden monatlich Abschlüsse erstellt, die das Management über die Entwicklung der Leistungsindikatoren auf dem Laufenden halten. Im konzerninternen Reporting beinhalten die Umsätze Erträge, die im HGB unter sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Erlösminderungen werden, anders als nach HGB, in einer separaten Position ausgewiesen. Abweichungen beim EBITDA ergeben sich im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Pensionsverpflichtungen und aus Anpassungsbuchungen durch im Zeitablauf verbesserte Schätzungen/Erkenntnisse. Zusätzlich werden für die Produktionsbereiche Schlüsselindikatoren wie Maschinenlaufzeit, Hilfszeiten und Ausschussquoten vorgegeben und einer auftragsbezogenen Nachverfolgung unterzogen. Die hier gewonnenen Informationen werden unmittelbar in Maßnahmen zur Optimierung der Produktion umgesetzt; bedeutsame nicht-finanzielle Steuerungsgrößen für die Gesellschaft stellen sie jedoch nicht dar. Im Geschäftsjahr 2023 wurde im konzerninternen Reporting ein Umsatz von Mio.

EUR 81,7 (Prognose Mio. EUR 90,6) und ein EBITDA von Mio. EUR 5,4 (Prognose Mio. EUR 3,5) ausgewiesen; nach HGB ergibt sich ein Umsatz von Mio. EUR 83,0 und ein EBITDA von Mio. EUR 4,4.

Ein prägender Faktor im Jahr 2023 war ein starker Rückgang des Auftragsvolumens ab dem zweiten Quartal. Dies ist durch Lieferkettenprobleme auf dem Kartonmarkt in den vorhergehenden Jahren zu erklären. Zu Zeiten der Rohstoffknappheit wurden von unseren Zulieferern gewisse Kartonmengen allokiert, um den Markt möglichst gleichmäßig zu bedienen. Die Reaktion unserer Kunden hierauf war, hohe Mengen an Faltschachteln vorzubestellen, um sich Kartonallokationen zu sichern. Nach Beruhigung der Lage auf dem Kartonmarkt deckten unsere Kunden ihre Bedarfe vorwiegend aus Beständen, was für ein stark reduziertes Auftragsvolumen in beiden Produktionsbereichen sorgte.

Eine weitere Marktbewegung, die den Geschäftsverlauf grundlegend beeinflusste, war eine starke Deflation in Kartonpreisen. Der EUWID-Index für GD-Karton veränderte sich um -23,0% zum Vorjahr. Für GC-Karton betrug die Veränderung -13,2%. Durch diesen Effekt konnte trotz rückläufiger Umsatzzahlen eine Ergebnisstabilisierung erzielt werden.

Der Umsatz nach HGB im Bereich "Food" verringerte sich von Mio. EUR 40,2 auf Mio. EUR 36,3 (10,7%). Dies ist vorwiegend durch den zuvor erklärten Lagerabbaueffekt auf Kundenseite zu erklären. Die Umsätze im Bereich "Food" enthalten Mio. EUR 2,8 aus dem Segment "Beverage".

Der Umsatz nach HGB im Bereich "Healthcare" erhöhte sich von Mio. EUR 42,2 auf Mio. EUR 44,6 (+5,4%). Die Steigerung entstand vorwiegend durch die starke Verkaufsleistung bis April, in denen unsere Kunden hohe Vorratsbestände aufgebaut haben. Der zuvor erwähnte Rückgangseffekt ist ab Mai zu verzeichnen.

Neben den Umsätzen in den Bereichen Food und Healthcare wurden sonstige Umsatzerlöse von Mio. EUR 2,1 (Vorjahr Mio. EUR 2,7) aus dem Verkauf von Paletten, Altpapier und Dienstleistungen an verbundene Unternehmen erzielt; der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus einer starken Deflation im Palettenpreis.

Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne. Dennoch erreichen wir drucktechnische Innovationen durch die Neukombination von vorhandenen technischen Anwendungen und Materialien. Hierfür sind im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Entwicklungskosten angefallen.

2. Erläuterungen zur Ertragslage

Der Umsatz nach HGB ist im Jahr 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um 2.095 TEUR gesunken und erreicht einen Wert von 83.027 TEUR.

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
EUR EUR
Umsatzerlöse Inland 75.472.319,32 76.481.444,94
Umsatzerlöse Ausland 7.554.275,08 8.640.571,99
Gesamt: 83.026.594,40 85.122.016,93

Es bestehen keine nennenswerten Währungseffekte, da in Euro fakturiert wird.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) hat sich in 2023 auf 53,0% reduziert. Im Vorjahr betrug diese noch 61,6%. Durch die Reduktion im Auftragsvolumen konnte die Anzahl an Leiharbeitern drastisch reduziert werden. Die bezogenen Leistungen wurden so von 6.806 TEUR im Vorjahr auf 4.784 TEUR in 2023 gesenkt. Der Anteil des Rohergebnisses (GuV-Posten Nr. 1, 2 und 5) im Verhältnis zum Gesamtumsatz steigt auf einen Wert von 46,5% (Vorjahr 38,0%); trotz eines Umsatzrückgangs von insgesamt 2,5% steigt das Rohergebnis von 32.382 TEUR auf 38.596 TEUR an.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 1.688 TEUR auf 827 TEUR (VJ 2.515 TEUR). Ausschlaggebend sind hier vor allem die Maschinenverkäufe, die im Vorjahr mit dem Projekt "Yellow" einhergingen. Im Rahmen dieses Projektes wurden Maschinen für die Fertigung von Packungsbeilagen gruppenintern verkauft.

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter hat sich in 2023 gegenüber 2022 um 38 Mitarbeiter verringert und liegt bei 343 Mitarbeitern. Die Veränderung ist durch die geringere Anzahl an kurzfristigen Aushilfen getrieben. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) ist auf 24,0% angestiegen (Vorjahr 22,4%). Dies ist auf tariflich vereinbarte Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie zwei ausgezahlte bzw. abgegrenzte Inflationsausgleichsprämien zurückzuführen. Die Personalaufwendungen stiegen gegenüber Vorjahr um 558 TEUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen zeigen den gewöhnlichen Geschäftsverlauf. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 5.857 TEUR in neue technische Anlagen und Maschinen investiert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 1.681 TEUR auf 15.528 TEUR. Die Reparatur- und Instandhaltungskosten sanken gegenüber dem Vorjahr um 629 TEUR. Nach einem Verdoppeln des Palettenpreises im Vorjahr erholte sich das Preisniveau nun wieder auf das Ursprungslevel. Dieser Faktor führte unter anderem zu einer Reduktion um 1.832 TEUR in den Kosten für Fracht und Verpackung. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen um 923 TEUR, wovon 544 TEUR auf die Aufwendungen aus einer Standortumlage fielen.

Das Jahresergebnis steigt von -3.272 TEUR auf 1.139 TEUR.

Das EBITDA nach US GAAP liegt mit 5.367 TEUR weit über Vorjahr (-754 TEUR) und deutlich über unserer Prognose, in der wir zwar eine starke Steigerung gegenüber dem Vorjahr antizipiert hatten, jedoch in geringerem Maße als tatsächlich umgesetzt. Zwar konnte der Umsatz nicht wie geplant gesteigert werden, das Ergebnis fällt allerdings durch starke Kartondeflation sowie gesteigerte Produktionseffizienz sehr gut aus. So wurden Laufleistungen in der Fertigung gesteigert, Einrichtezeiten reduziert, Reklamationen eingedämmt und durch Überlieferungen verursachter Ausschuss eingegrenzt.

Kennzahlen zur Ertragslage (HGB) 2023 2022
EBITDA in TEUR 4.438 -1.149
EBIT (Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis) in TEUR 2.187 -2.718
EBT (Ergebnis vor Steuern) in TEUR 1.561 -3.265
Eigenkapitalrentabilität (EBT / Eigenkapital) 12,4% -28,4%
Gesamtkapitalrentabilität (EBT+FK Zinsen / Gesamtkapital) 3,5% -7,3%
Umsatzrentabilität (EBT / Umsatzerlöse) 1,9% -3,8%

3. Erläuterungen zur Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von 41.598 TEUR im Vorjahr um 10 TEUR auf 41.608 TEUR erhöht.

Trotz geringfügiger Veränderung in der Bilanzsumme gibt es eine starke Umverteilung auf der Aktivseite zwischen Anlage- und Umlaufvermögen. So erhöht sich das Anlagevermögen von 19.040 TEUR im Vorjahr um 3.859 TEUR auf 22.899 TEUR. Dies ist durch die Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen zu erklären. Das Umlaufvermögen sinkt von 22.517 TEUR im Vorjahr um 3.854 TEUR auf 18.663 TEUR. Die Vorräte sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sinken durch den starken Rückgang in Produktionsvolumen und den schwachen Auftragsbestand ab, erzeugt durch den Lagerabbaueffekt auf Kundenseite.

Auch auf der Passivseite fand eine Umverteilung statt. Das Eigenkapital stieg durch den Jahresüberschuss um 1.139 TEUR an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken durch das geringe Produktionsvolumen zum Jahresende um 1.400 TEUR.

Kennzahlen zur Vermögenslage (HGB) 2023 2022
Anlagenintensität (AV/GV) 55,0% 45,8%
Deckungsgrad 1 (EK/AV) 55,1% 60,3%
Eigenkapitalquote (EK/GK) 30,3% 27,6%
Fremdkapitalquote (FK/GK) 69,7% 72,4%

4. Erläuterungen zur Finanzlage

Ziel unseres Finanzmanagements ist es, für unser Unternehmen eine Kapitalstruktur zu erreichen, die sicherstellt, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können. Im Berichtsjahr war unser Unternehmen unter Berücksichtigung des Cash-Pools jederzeit zahlungsfähig.

Der Finanzmittelbestand (liquide Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens) beträgt zum Stichtag 27 TEUR (Vorjahr 19 TEUR). Das Unternehmen nimmt seit 2020 am Cash-Pooling des Konzerns teil, was Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen von € 12,9 Mio (2020-2023) ermöglicht hat. Die Laufzeit des Cash-Pooling Vertrages ist unbefristet und kann schriftlich mit einer Kündigungsfrist von 20 Kalendertagen gekündigt werden. Eine feste Kreditlinie wurde zwischen dem Gesellschafter und der Gesellschaft nicht vereinbart. Die Verbindlichkeit im Cash-Pool in Höhe von 10.000 TEUR (Vorjahr 12.646 TEUR) ist unter der Finanzierungstätigkeit zwischen verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die nachfolgende Kapitalflussrechnung nach eigener, betriebswirtschaftlicher Darstellung zeigt eine Überleitung bis zum Finanzmittelbestand zum Stichtag.

2023
T€
Jahresergebnis 1.139
+ Abschreibungen auf Anlagevermögen 2.251
-/+ Verringerung/Erhöhung der Rückstellungen -90
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -52
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte 1.531
Verminderung/Erhöhung der Forderungen (inkl. gegen verbundene +/- Unternehmen) 1.732
-/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva 595
+/- Erhöhung/Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inkl. gegenüber verbundenen Unternehmen) 169
-/+ Verringerung/Erhöhung der übrigen Passiva 1.485
- Gewinne aus Anlagenabgängen -20
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 626
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 9.365
+ Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen 143
- Auszahlungen für Anlageninvestitionen -6.233
+ erhaltene Zinsen 3
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.088
+/- Finanzierungstätigkeit mit Kreditinstituten 4
+/- Finanzierungstätigkeit zwischen verbundenen Unternehmen -2.645
- gezahlte Zinsen -628
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.269
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 8
+ Finanzmittelbestand am 01.01. 19
= Finanzmittelbestand am 31.12. 27

Die Entwicklung der Finanzlage in 2023 ist im Wesentlichen geprägt durch die Investitionen in neue technische Anlagen, die durch einen starken operativen Cashflow finanziert wurden. Parallel dazu wurden Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling um 2.645 TEUR reduziert.

Der Einsatz von außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten wie Leasing nimmt keine wesentliche Bedeutung ein.

Wir beurteilen unsere wirtschaftliche Lage (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) als zufriedenstellend.

5. Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Mit unserem Risikomanagement fördern wir das Chancen- und Risikobewusstsein unserer Mitarbeiter. Durch den bewussten und kontrollierten Umgang mit Risiken lässt sich das Unternehmen auf nachhaltiges Wachstum ausrichten, können Chancen genutzt und Wettbewerbsvorteile realisiert werden.

Unser Risikomanagement soll helfen, Risiken möglichst zu vermeiden, zumindest aber frühzeitig zu erkennen und zu analysieren und daraus resultierende Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses.

Wesentliche Kernelemente des Risikomanagements sind die strategische Planung, die Mittelfristplanung und Budgetierung, das Reporting und permanentes Controlling.

Das zuständige Management hat die Aufgabe, die Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Das Aufspüren von Risiken bedeutet dabei sowohl Gefahren zu erkennen, die den Erfolg oder im Extremfall den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, als auch positive Chancen zu finden und diese für das Unternehmen wahrzunehmen.

Nachfolgend werden Risiken in absteigender Rangfolge beschrieben, die nachteilige Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Für die Beurteilung der folgenden Risiken wurde ein Zeitraum von einem Jahr ab Konzernabschlussstichtag zugrunde gelegt.

Unser Unternehmen unterliegt den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Chancen und Risiken in den Ländern und Regionen, in denen das Unternehmen tätig ist. Das wirtschaftliche Umfeld ist in der gegenwärtigen Situation schwer einzuschätzen.

Wir sind den branchentypischen Risiken ausgesetzt. Zyklische Nachfrageschwankungen wichtiger Abnehmerbranchen sowie der intensive Wettbewerb in den Absatzmärkten stellen operative Risiken mit möglichen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung dar. Die Innovationskraft ist hierbei ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor, um die Marktstellung zu festigen und weiter auszubauen. Wir schätzen die Bedeutung dieses Risikos als mittel ein.

Für das Wachstum und die weitere Entwicklung unseres Unternehmens sind die Mitarbeiter die wichtigste Ressource. Die wesentlichen Risiken im Personalbereich ergeben sich durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen sowie bei der Personalbeschaffung- und -entwicklung von Fach- und Führungskräften. Wir begrenzen diese Risiken durch die Schaffung motivierender Arbeitsbedingungen, intensiver Qualifizierungsangebote und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie leistungs- und marktgerechter Vergütungspakete. Die Bedeutung dieses Risikos schätzen wir als mittel ein.

Unser Unternehmen ist als international tätiges Unternehmen einer Vielzahl von regulatorischen und rechtlichen Risiken ausgesetzt. Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Rückrufe, Arbeitssicherheit sowie Umweltschutz sind zu erwähnen. Durch eine kontinuierliche Verbesserung der Aufbau- und Ablauforganisation, des Qualitätsmanagements und des Versicherungsschutzes wird hier schon im Vorfeld auf mögliche Risiken reagiert. Wir schätzen die Auswirkungen dieser Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Bedeutung des Risikos als gering ein.

Zur Begegnung des Risikos einer unerwarteten Preiserhöhung mit negativer Auswirkung auf die Ertragslage im Bereich der wichtigsten Rohstoffe wie Karton und Farbe partizipieren wir von den übergreifend für die gesamte Graphic Packaging Holding Company längerfristig abgeschlossenen Verträge mit unseren Hauptlieferanten. Wir schätzen die Bedeutung des Risikos als gering ein.

Dem technischen Betriebsunterbrechungsrisiko wird durch Wartungs- und Instandhaltungspläne Sorge getragen. Ein Qualitätsmanagementsystem nach der DIN EN ISO 9001-2021 sorgt für die Sicherheit unserer Produkte. Zudem ist das Risiko von Sach- und Haftpflichtschäden sowie von eventuellen Betriebsunterbrechungen durch Versicherungen abgedeckt. Zusätzlich besteht bei einer Betriebsunterbrechung eine Back-up Lösung durch die Produktion an alternativen Standorten. Wir schätzen die Auswirkungen dieses Risikos auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Bedeutung des Risikos als gering ein.

Informationstechnische Risiken begegnen wir mit regelmäßigen Investitionen in moderne Hard- und Software. Mit Hilfe von Security-Lösungen schützen wir unsere Daten und unsere Infrastruktur vor ungewollten Zugriffen. IT-relevante Risiken schätzen wir derzeit in unserem Unternehmen als gering ein.

Die Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine stellen kein größeres Risiko für das Unternehmen im Sinne von Beschaffung und Absatz dar. Die Lieferanten, die bisher ihre Waren in der Ukraine und Russland haben fertigen lassen, haben ihre Produktion in andere Länder verlagert. Auch stellen beide Länder keine Absatzmärkte von uns dar. Wir schätzen dieses Risiko als gering ein.

Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen gefährden auch die Gesamtsumme der Risiken sowie Risiko-Kombinationen nicht den Fortbestand des Unternehmens.

Unser implementiertes Risikomanagementsystem soll sicherstellen, dass Chancen und Risiken frühzeitig erkannt und adressiert werden.

Das Gesamtmarktvolumen für Verpackungsmittel und Faltschachteln ist aufgrund der Nachhaltigkeitstrends weiter steigend.

Wir bemühen uns bei unseren größten Kunden um langfristige Verträge, die auch ein Reagieren auf wirtschaftliche Veränderungen zulassen.

Dem Preiswettbewerb stellen wir uns durch die Konzentration auf strategische Marktsegmente, bei denen wir unsere besonderen Stärken wirksam umsetzen können.

Chancenbericht

Unsere Unternehmensstrategie ist darauf angelegt, sich bietende Chancen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und sie durch geeignete Maßnahmen für eine erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens zu nutzen. Unser Chancenmanagement orientiert sich dabei im Wesentlichen an den Zielen und Strategien für unsere Geschäftsfelder und ist ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungssysteme.

In unseren bestehenden Geschäftsfeldern liegt die direkte Verantwortung für das frühzeitige und regelmäßige Identifizieren, Analysieren und Nutzen von Chancen primär bei der Geschäftsführung. Diese beobachtet gleichermaßen branchenspezifische, regionale und lokale Entwicklungen und beschäftigt sich darüber hinaus mit detaillierten Markt- und Konkurrenzanalysen, Marktszenarien, den relevanten Kostentreibern sowie den kritischen Erfolgsfaktoren. Die konjunkturelle und allgemeine wirtschaftliche Lage sehen wir jedoch für das Jahr 2024 und auch langfristig für uns als mittelständisches überregional operierendes Unternehmen mit einem positiven Trend. Vor allem die durchgesetzten Investitionen ermöglichen es flexibel auf die steigende Nachfragesituation auf den Märkten zu reagieren und auch in anderen Bereichen, wie z.B. dem Beverage Business, zu wachsen. Durch die Einbindung in die Graphic Packaging Holding Company seit November 2021 sehen wir ein starkes Potential für ein weiteres Wachstum.

Darüber hinaus werden konsequent Chancenpotenziale in neuen Geschäftsfeldern sondiert, analysiert und evaluiert. Die Verantwortung für diese strategische Weiterentwicklung unseres Unternehmens liegt bei strategischen Unternehmensplanung des Konzerns.

Die im Risikobericht aufgeführten Risiken sind bei Nichteintritt gleichzeitig auch Chancen für unser Unternehmen den Wachstumskur positiv zu beeinflussen.

6. Prognosebericht

Obwohl das Bruttoinlandsprodukt sowohl preis- als auch kalenderbereinigt im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, prognostizieren wir mittelfristig ein konstantes Umsatzwachstum, insbesondere getrieben durch Innovation und New Product Development.

Darüber hinaus planen wir eine weitere Expansion im "Beverage"-Bereich. In der Sparte Food planen wir zudem die Erweiterung unseres Portfolios für Süßwarenverpackungen.

Insgesamt gehen wir durch Kapazitätserweiterung und tariflich bedingte Lohn- und Gehaltserhöhungen von steigenden Personalkosten aus.

Für das Jahr 2024 erwarten wir, die Umsatzerlöse nach konzerninternen Reporting von Mio. EUR 81,7 in 2023 auf Mio. EUR 90,7 (+11%) zu steigern. Durch eine Vielzahl von neuen Projekten erwarten wir einen steigenden Auftragseingang, gerade ab dem zweiten Halbjahr. Hierdurch wird im Unternehmen stetiges Wachstum erzeugt und das EBITDA nach konzerninternen Reporting von den Mio. EUR 5,4 in 2023 auf Mio. EUR 7,5 gesteigert werden. Unser Ergebnis wird wesentlich von unserer Innovationskraft, von den Rationalisierungsmöglichkeiten und der erfolgreichen Umsetzung der begonnenen strukturverbessernden Maßnahmen abhängen. Im Zuge der weiteren Spezialisierung werden wir versuchen, unser Kundenportfolio weiter zu optimieren.

 

Rüdersdorf b. Berlin, 31. Mai 2024

Peer Karkutsch, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 329.286,00 502.022,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.054.265,00 3.197.697,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.374.656,00 5.728.408,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 424.670,00 453.555,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 126.727,70 3.568.893,10
16.980.318,70 12.948.553,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.589.303,34 5.589.303,34
22.898.908,04 19.039.878,44
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.968.451,23 4.548.015,47
2. Unfertige Erzeugnisse 1.101.837,91 2.029.725,75
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.206.907,39 5.266.562,55
4. Geleistete Anzahlungen 115.683,95 79.459,41
10.392.880,48 11.923.763,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.241.451,48 9.427.612,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 687.508,44 233.209,90
3. Sonstige Vermögensgegenstände 314.410,38 913.290,41
8.243.370,30 10.574.113,17
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.792,09 18.697,09
18.663.042,87 22.516.573,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.193,72 41.093,11
41.608.144,63 41.597.544,99
Passiva
31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Andere Gewinnrücklagen 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Gewinnvortrag 6.332.265,03 9.604.080,45
IV. Jahresüberschuss / Jahresfehlbertrag 1.139.298,78 -3.271.815,42
12.621.563,81 11.482.265,03
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 629.190,00 681.200,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.818.832,00 2.881.609,56
2. Steuerrückstellungen 120.868,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.701.224,94 1.848.940,59
4.640.924,94 4.730.550,15
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.009,40 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.130.968,44 6.531.243,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.433.453,92 17.509.562,55
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.148.034,12 662.723,53
(davon aus Steuern € 181.748,97; Vorjahr € 150.257,16)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 80,00; Vorjahr € 46,48)
23.716.465,88 24.703.529,81
41.608.144,63 41.597.544,99

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 83.026.594,40 85.122.016,93
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -987.543,00 -685.794,23
3. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 52.010,00 114.393,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 826.804,93 2.514.559,92
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -38.658.761,55 -45.248.011,46
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.784.082,51 -6.805.766,01
-43.442.844,06 -52.053.777,47
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.194.233,81 -15.329.052,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -3.314.704,73 -3.621.737,15
(davon aus Altersversorgung € 56.917,48; Vorjahr € -341,661,38)
-19.508.938,54 -18.950.789,61
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.250.761,86 -1.569.517,62
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.528.369,33 -17.209.313,09
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.585,20 64,66
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -628.145,46 -547.294,18
(davon an verbundene Unternehmen € -513.908,11; Vorjahr € -314.399,12)
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € -110.852,00; Vorjahr € -231.182,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -422.093,50 -6.363,73
12. Ergebnis nach Steuern 1.139.298,78 -3.271.815,42
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 1.139.298,78 -3.271.815,42

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Inhalt und zur Gliederung des Jahresabschlusses

Die GPI Berlin GmbH hat ihren Sitz in Rüdersdorf bei Berlin und wird unter der Registernummer HRB 6329 FF beim Amtsgericht in Frankfurt (Oder) geführt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH- Gesetzes erstellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den Größenmerkmalen gemäß § 267 HGB handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft.

Die rlc packaging GmbH, Hannover, ist alleiniger Gesellschafter der GPI Berlin GmbH.

Mit der GPI Holding GmbH, Kriftel (Organträgerin), besteht seit dem 1. Januar 2021 eine umsatzsteuerliche Organschaft.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierung- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Nutzungsdauer bei immateriellen Vermögens-gegenständen beträgt 3 bis 5 Jahre, bei Gebäuden 10 bis 33 Jahre und bei technischen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 13 Jahre.

Die geleisteten Anzahlungen wurden unter den Sachanlagen zum Nennbetrag angesetzt.

Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände planmäßig linear und pro rata temporis vorgenommen. Die Abschreibungsdauer weicht im Wesentlichen nicht von den steuerlichen Abschreibungstabellen ab. Im Rahmen der Abschreibung wird der Mehrschichtbetrieb berücksichtigt. So wurde für die 3-Schicht-Nutzung ein Zuschlag in Höhe von 50 % auf den Abschreibungssatz bzw. für die 2-Schicht-Nutzung ein Zuschlag in Höhe von 25 % auf den Abschreibungssatz berücksichtigt. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden gem. den steuerlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Gemeinkosten eingerechnet. Kosten der Verwaltung, für soziale Einrichtungen des Betriebs, freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgung sowie Zinsen für Fremdkapital werden nicht erfasst. Liegen die Herstellungskosten über den niedrigeren beizulegenden Werten zum Abschlussstichtag, wird entsprechend dem strengen Niederstwertprinzip der niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, sowie geleistete Anzahlungen werden zu Nennwerten bzw. zum am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen mit 1 % gebildet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Für Zahlungen vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Erhaltene Investitionszuschüsse werden in einem Ausgleichsposten auf der Passivseite der Bilanz unter Sonderposten ausgewiesen und nicht aktivisch bei den Anschaffungskosten gekürzt. Die Auflösung dieses Sonderpostens erfolgte entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Wirtschaftsgüter.

Rückstellungen werden nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt wird, abgezinst. Es werden auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Effekte aus Abzinsungssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach der Projected Unit Credit Method (PUC).

Als Rechnungszins wurde ein durchschnittlicher Marktzins der letzten 10 Jahre herangezogen, der sich bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht worden ist.

Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Rentenentwicklung ermittelt worden. Es sind keine aktiven Anwärter mehr im Unternehmen. Neue Anwartschaften werden nicht abgeschlossen. Dabei wurden folgende Prozentsätze zugrunde gelegt:

Rechnungszinssatz p.a.: 1,83%, Vorjahr 1,78% (10-Jahres-Durchschnitt)

Rechnungszinssatz p.a.: 1,75%, Vorjahr 1,44% (7-Jahres-Durchschnitt)

Rententrend p.a.: 2,20%, Vorjahr 2,20%

Die Berücksichtigung einer Fluktuationswahrscheinlichkeit war nicht notwendig.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Soweit die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vorliegen, wird das zur Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienende Vermögen nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den dazugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Entsprechend wird mit den dazugehörigen Aufwendungen und Erträgen verfahren.

Das Deckungsvermögen betrifft Rückdeckungsversicherungen, die an den Versorgungsberechtigten verpfändet und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Der beizulegende Zeitwert wird aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital ermittelt, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufwert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wird.

Für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellungen wird der von der Deutschen Bundesbank bestimmte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Er beträgt 1,75 % (Vorjahr 1,44 %), der angesetzte Gehaltstrend beträgt unverändert zum Vorjahr 2,25 %.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen in Fremdwährung werden zu Nennwerten bzw. zum am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Langfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen, wie schon im Vorjahr, am Bilanzstichtag nicht.

Zum Bilanzstichtag ergeben sich ausschließlich aktive Steuerlatenzen. Diese resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Gesellschaft macht von dem Aktvierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang wiedergegeben.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betrugen insgesamt TEUR 314 (Vorjahr TEUR 913) und beinhalten Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr TEUR 509).

3. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 150.

4. Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage beträgt unverändert TEUR 5.000.

5. Pensionsrückstellungen

Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert (entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten) in Höhe von TEUR 762 wurde mit dem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 3.581 der Pensionsverpflichtungen gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet. Die Erträge aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen betrugen TEUR 215 und wurden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen verrechnet.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
Ausstehende Rechnungen 335.911,37 € 532.201,40 €
Mehrarbeitsstunden 235.466,42 € 315.423,58 €
Berufsgenossenschaftsbeiträge 179.250,00 € 169.494,00 €
Jubiläumszuwendungen 162.112,00 € 162.422,00 €
Kundenbonus 135.191,46 € 192.809,95 €
Tantiemen 122.508,56 € 121.556,81 €
Urlaubsüberhänge 115.308,23 € 129.485,71 €
Sonstige 415.476,90 € 225.547,14 €
Summe: 1.701.224,94 € 1.848.940,59 €

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr >1 Jahre
Verbindlichkeiten EUR EUR EUR EUR
Verbindl. gegenüber Kreditinstituten 4.009,40 4.009,40 0,00 0,00
(Vorjahr) 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindl. aus Lieferungen und Leistungen 5.130.968,44 5.130.968,44 0,00 0,00
(Vorjahr) 6.531.243,72 6.531.243,72 0,00 0,00
Verbindl. gegenüber verbundenen Unternehmen 16.433.453,92 16.433.453,92 0,00 0,00
(Vorjahr) 17.509.562,55 13.615.960,61 3.893.601,94 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.148.034,12 2.148.034,12 0,00 0,00
(Vorjahr) 662.723,53 662.723,53 0,00 0,00
Gesamt 23.716.465,88 23.716.465,88 0,00 0,00
(Vorjahr) 24.703.529,80 20.809.927,86 3.893.601,94 0,00

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.923 (Vorjahr TEUR 16.706) gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern dar. Davon resultieren 3.894 TEUR (Vorjahr 3.894 TEUR) aus Darlehen, 10.000 TEUR (Vorjahr 12.646 TEUR) aus einer Cash Pool Verbindlichkeit und 29 TEUR (Vorjahr 167 TEUR) aus Zinsverbindlichkeiten.

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt TEUR 83.027 (Vorjahr TEUR 85.122).

2023 2022
EUR EUR
Umsatzerlöse Inland 75.472.319,32 76.481.444,94
Umsatzerlöse Ausland 7.554.275,08 8.640.571,99
Gesamt: 83.026.594,40 85.122.016,93

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

2023 2022
Food 36.323.779 EUR 40.211.674EUR
Healthcare 44.579.785 EUR 42.248.723 EUR
Sonstige 2.123.030 EUR 2.661.619 EUR
Gesamt 83.026.594 EUR 85.122.016 EUR

2. Sonstige betriebliche Erträge

Der Mehrerlös aus Anlagenabgängen beträgt TEUR 20 (Vorjahr TEUR 1.775). Periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 341 (Vorjahr TEUR 104). Es sind, wie im Vorjahr, keine Erträge aus der Währungsumrechnung angefallen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind, wie schon im Vorjahr, nicht angefallen.

Es sind, wie im Vorjahr, keine wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung angefallen.

4. Einführung der globalen Mindestbesteuerung

Mit der Einführung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung in Deutschland, die auf einer OECD-Initiative basieren, soll eine effektive Mindeststeuer in Höhe von 15% weltweit sichergestellt werden. Für die Gesellschaft finden diese Regelungen ab dem Wirtschaftsjahr 2024 Anwendung, welches am 1.1.2024 beginnt; dementsprechend entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG.

Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex, es werden aber derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft erwartet.

V. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält 36,7% des Grundkapitals der GPI Poznan sp.z.o.o (ehemals BSC Drukarnia Opakowan S.A., Poznan), Polen. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 betrug TPLN 362.271. Das Jahresergebnis 2022 betrug TPLN 34.686.

2. Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 32.362,00.

Es handelt es sich hierbei um den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 %) und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,75 %).

3. Mitarbeiteranzahl

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

2023 2022
Angestellte 72 72
Gewerbliche Arbeitnehmer 259 260
Summe 331 332
Kurzfristige Aushilfen 12 49
Total 343 381

Im Berichtsjahr wurden darüber hinaus durchschnittlich 21 (Vorjahr: 16) Auszubildende beschäftigt.

4. Haftungsverhältnisse

Sämtliche Haftungsverhältnisse wurden im Geschäftsjahr 2020 abgelöst und in 2021 bis 2023 sind keine weiteren Bürgschaften oder Gewährleistungsverträge hinzugekommen.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2024 2025 2026
TEUR TEUR TEUR
Darlehen 127 127 127
Betriebsgrundstück / -gebäude 1.144 1.144 1.144
Leasingverträge 58 48 45
Gesamtbetrag: 1.329 1.318 1.315
davon gegenüber verbundenen Unternehmen aus Darlehen und Betriebsgrundstück/-gebäude 1.271 1.271 1.271

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen Betriebsgrundstücke /-gebäude betreffen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie für die Außenlager gegenüber fremden Dritten.

Der Vorteil von langfristigen Miet- und Leasingverträgen liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

6. Honorar für Abschlussprüfung

Das Honorar für den Abschlussprüfer beträgt 81 TEUR und betrifft ausschließlich die Jahresabschlussprüfung 2023.

7. Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss aufstellt.

Die GPI Berlin GmbH ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der Graphic Packaging Holding Company, Atlanta / Georgia, die den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten Kreis als auch für den größten Kreis der Unternehmen erstellt. Die GPI Berlin GmbH ist in den Konzernabschluss der Gesellschaft einbezogen.

Auf die Erstellung eines Konzernabschlusses auf Ebene der GPI Berlin GmbH wird in Bezugnahme auf § 292 HGB verzichtet.

In dem Konzernabschluss der Graphic Packaging Holding Company, der nach USamerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt wurde, werden, bezogen auf Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der GPI Berlin GmbH, abweichend von den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die zur Berechnung von Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen zugrunde gelegten Zinssätze orientieren sich am Stichtag am Kapitalmarkt für festverzinsliche Wertpapiere.

Nach US-GAAP besteht eine Ansatzpflicht für aktive und passive latente Steuern, die aus temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und solchen Wertansätzen in der Konzernbilanz entstehen. Auf steuerliche Verlustvorträge sind stets aktive latente Steuern abzugrenzen, da diese wegen der künftig verminderten Steuerzahlungen einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen. Das deutsche Handelsrecht folgt grundsätzlich ebenfalls dem so genannten Temporary Concept.

Dem Imparitätsprinzip folgend sind insbesondere nicht realisierte Verluste zu passivieren, während nach US-GAAP auch bestimmte nicht realisierte Gewinne ausgewiesen werden müssen.

Der Konzernabschluss der Graphic Packaging Holding Company wird beim elektronischen Bundesanzeiger von der GPI Holding GmbH, Kriftel, offengelegt werden.

8. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind ausschließlich mit in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehenden in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgt. Geschäfte mit nahestehenden Personen sind nicht erfolgt.

9. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft war Herr Rüdiger Theiß, Kaufmann, Wiesbaden (ab 28. Januar 2020 bis 07. März 2023).

Seit 07. März 2023 ist Herr Peer Karkutsch, Ingenieur, Peine, Geschäftsführer der Gesellschaft. Er ist alleinvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 (4) HGB verzichtet.

An frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen wurden Ruhegehälter in Höhe von TEUR 173 gezahlt. Die für diese Gruppe gebildete Pensionsrückstellung beträgt nach Verrechnung mit dem Deckungsvermögen 2.660 TEUR.

10. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.139.298,78 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 6.332.265,03 auf neue Rechnung vorzutragen.

11. Nachtragsbericht

In Bezug auf die zuvor dargestellten Sachverhalte zum Jahresergebnis 2023 ergeben sich keine Änderungen.

 

Rüdersdorf b. Berlin, den 31.05.2024

Peer Karkutsch, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 675.199,10 0,00 0,00 0,00 675.199,10
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.663.598,35 0,00 58.170,00 0,00 11.721.768,35
12.338.797,45 0,00 58.170,00 0,00 12.396.967,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.211.747,22 29.685,81 0,00 0,00 5.241.433,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.519.075,69 5.857.480,90 3.463.290,91 434.950,00 60.404.897,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.258.847,48 252.489,30 12.095,00 48.909,72 4.474.522,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.568.893,10 92.985,68 -3.533.555,91 1.595,17 126.727,70
64.558.563,49 6.232.641,69 -58.170,00 485.454,89 70.247.580,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.589.303,34 0,00 0,00 0,00 5.589.303,34
82.486.664,28 6.232.641,69 0,00 485.454,89 88.233.851,08
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 675.199,10 0,00 0,00 675.199,10
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.161.576,35 230.906,00 0,00 11.392.482,35
11.836.775,45 230.906,00 0,00 12.067.681,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.014.050,22 173.117,81 0,00 2.187.168,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.790.667,69 1.553.270,75 313.696,94 47.030.241,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.805.292,48 293.467,30 48.907,72 4.049.852,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
51.610.010,39 2.019.855,86 362.604,66 53.267.261,59
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
63.446.785,84 2.250.761,86 362.604,66 65.334.943,04
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 329.286,00 502.022,00
329.286,00 502.022,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.054.265,00 3.197.697,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.374.656,00 5.728.408,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 424.670,00 453.555,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 126.727,70 3.568.893,10
16.980.318,70 12.948.553,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.589.303,34 5.589.303,34
22.898.908,04 19.039.878,44

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GPI Berlin GmbH, Rüdersdorf b. Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GPI Berlin GmbH, Rüdersdorf b. Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GPI Berlin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 24. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Georg Rogowski, Wirtschaftsprüfer

ppa. Larissa Lippold, Wirtschaftsprüferin

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