Scheubeck Datentechnik GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Andreas Scheubeck seit 7.1.2019 | Geschäftsführer |
Nicolas, geb. Maier Dr. Maier-Scheubeck seit 21.7.2015 | Geschäftsführer |
Thomas Reichelt seit 11.7.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Scheubeck Holding GmbH & Co. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scheubeck Holding Verwaltungs-GmbHNeutraublingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Scheubeck Holding Verwaltungs-GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Scheubeck Holding Verwaltungs-GmbH, Neutraubling, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Scheubeck Holding Verwaltungs-GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 26. Mai 2023 Ernst
& Young GmbH
Schuberth, Wirtschaftsprüfer Roksvaag, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für 2022A. Vorbemerkung Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff.) aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert. Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Scheubeck Holding Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Neutraubling im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 5821 eingetragen. B. Konsolidierungskreis a) Vollkonsolidierte Unternehmen In den Konzernabschluss werden neben der Scheubeck Holding Verwaltungs-GmbH als Obergesellschaft, die Scheubeck Holding GmbH & Co. KG und deren Tochtergesellschaften, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligung besteht, einbezogen. Die Beteiligungsquote der Obergesellschaft beträgt jeweils 0 %. Im Einzelnen sind dies:
Die Anteile an den Tochtergesellschaften MR China Ltd. und MR Manufacturing Ltd. werden durch die MR Asia Ltd. gehalten. An der PT Reinhausen Indonesia ist neben MR (98,8 %) die Reinhausen Power Composites GmbH mit 1,2 % beteiligt. Die Anteile an der Hans von Mangoldt Taiwan Co. Ltd. werden von der Hans von Mangoldt GmbH gehalten. Zum 31. August 2022 wurde die Hans von Mangoldt Produktionsgesellschaft GmbH, Großrudestedt/Deutschland, entkonsolidiert und vollständig liquidiert. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 hat die MR die C.A.P.T. S.r.l. auf die Reinhausen Italia S.r.l., Mailand/Italien (kurz: RI), verschmolzen, an denen die MR jeweils 100 % der Stimmrechte hielt. Die Verschmelzung erfolgte durch Übertragung des gesamten Aktiv- und Passivvermögens auf die RI. Die Anteile an der Sukrut Electric Company Private Ltd. werden zu 30 % von der CEDASPE S.r.l. und zu 70 % von MR gehalten. Mit Wirkung zum 1. August 2022 hat die MR sämtliche Geschäftsanteile der ADVANCED TESTING SYSTEMS Inc. (HVATS) mit Sitz in Bethel/Connecticut, USA erworben und ab diesem Zeitpunkt als Tochterunternehmen vollkonsolidiert. b) Assoziierte Unternehmen
Die Anteile an der Meher Mangoldt Inductors Private Limited werden von der Hans von Mangoldt GmbH (HVMAC) gehalten. c) Sonstige Beteiligungen Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden Gesellschaften, an denen die MR weniger als 20 % der Anteile hält. Diese werden unter "Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht" ausgewiesen. C. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB durch Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der einbezogenen Unternehmen im Zeitpunkt des Erwerbs bzw. zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandene Unterschiedsbeträge, welche als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert wurden, werden planmäßig über drei bzw. fünf Jahre linear abgeschrieben. Diese betrugen zum Bilanzstichtag 5.127 TEUR und resultieren aus der Erstkonsolidierung der SECPL (in 2019), der Aufstockung der Anteile der ESS - jetzt RM - (in 2019), der BTRAC (in 2020) sowie der HVATS (in 2022). Beim Hinzuerwerb weiterer Anteile von Tochterunternehmen von Dritten wird auf eine Kapitalkonsolidierung verzichtet, da es sich um einen die Kapitalseite betreffenden Vorgang zwischen zwei Gesellschaftergruppen des Konzerns handelt. In diesem Fall wird ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem darauf entfallenden Eigenkapital im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs mit den Konzernrücklagen verrechnet und ein passiver Unterschiedsbetrag zu den Konzernrücklagen addiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam gebucht. Konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet bzw. in aktivierte Eigenleistungen oder Bestandsveränderungen umgegliedert. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr stammende Zwischenergebnisse wurden eliminiert. Eine Steuerabgrenzung nach § 306 HGB wurde durchgeführt. Differenzen aus Währungsumrechnung in Höhe von -3.841 TEUR (Vj. -5.298 TEUR) wurden, da sie vollständig den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen sind, nicht separat im Eigenkapital, sondern unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Differenzen aus der Währungsumrechnung sind darüber hinaus im Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Die Equity-Bilanzierung für die assoziierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs vorgenommen. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben. Die Bewertungsmethoden des assoziierten Unternehmens werden nicht an die konzerneinheitliche Bewertung angepasst. Im Geschäftsjahr wurden ergebniswirksame Wertänderungen vor Kürzung um Ertragsteuern in Höhe von -334 TEUR vorgenommen. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen werden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert. Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an einbezogenen Unternehmen ist in der Konzernbilanz ein Ausgleichsposten in Höhe des Anteils anderer Gesellschafter am Eigenkapital gesondert innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen (§ 307 Abs. 1 HGB). Der Ausgleichsposten "Nicht beherrschende Anteile" umfasst grundsätzlich den auf fremde Gesellschafter entfallenden Anteil des gesamten bilanziellen Eigenkapitals auf der Basis der Bilanz, die der Konsolidierung zugrunde gelegt wird. D. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Vermögensgegenstände und Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten werden im Konzernabschluss nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei bis 50 Jahre zugrunde gelegt. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Nutzungsdauern liegen regelmäßig zwischen drei und 33 Jahren. Sie orientieren sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und bewegen sich abhängig von der jeweiligen Anlageklasse in den folgenden Bandbreiten:
Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital bewertet. Unter den Abgängen sind anteilige Jahresfehlbeträge sowie Dividendenausschüttungen erfasst. Die übrigen Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vorräte werden nach der Lifo-Methode bewertet. Basis für die Wertermittlung stellen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die handelsrechtlichen Anschaffungskosten dar. Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt die Bewertung mit der handelsrechtlichen Untergrenze der Herstellungskosten und umfasst somit auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger ist, kommt dieser zum Ansatz. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 3 % (Vj. 3 %) berücksichtigt. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Der Konzernabschluss weist erhaltene Investitionszuschüsse in einem besonderen Posten im Sinne von § 298 Abs. 1 i.V.m. § 265 Abs. 5 HGB zwischen dem Eigenkapital und den Rückstellungen aus. Diese werden entsprechend der Nutzungsdauer der jeweils geförderten Vermögensgegenstände zeitanteilig aufgelöst. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) gebildet worden. Die Berechnung erfolgte auf der Basis eines Zinsfußes von 1,77 % (Vorjahr: 1,87 %). Als biometrische Grundlagen fanden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Für die zukünftige Entwicklung wurde bei Einzelzusagen eine jährliche Gehaltssteigerung um 3 % (Vorjahr: 3 %) und für Leistungen gemäß Versorgungsordnung eine jährliche Steigerung um 2 % (Vorjahr: 2 %) unterstellt. Zukünftige Rentenanpassungen wurden mit 2 % (Vorjahr: 2 %) p. a. für Leistungen nach Versorgungsordnung und mit 1 % (Vorjahr: 1 %) p. a. bei Einzelzusagen berücksichtigt. Die Fluktuation wurde pauschal mit 1 % (Vorjahr: 1 %) berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschluss-stichtag ausgewiesen, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag dar-stellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- bzw. Steuerentlastung mit dem konzerneinheitlichen Steuersatz von 30 % im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet, da die Differenzen im Wesentlichen auf Konsolidierungsvorgänge zurückzuführen sind. Eine Abzinsung erfolgt nicht. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. E. Währungsumrechnung Die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Tochtergesellschaften von der jeweiligen Landeswährung in Euro erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Davon ausgenommen sind die Posten des Eigenkapitals, die gemäß § 308a HGB jeweils zu den historischen Kursen bewertet worden sind. Aufwands- und Ertragsposten werden mit den Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Die resultierenden Differenzen zu aktuellen Kursen werden, da sie vollständig den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen sind, nicht separat im Eigenkapital, sondern unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Differenzen aus der Währungsumrechnung sind darüber hinaus im Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Die im Anhang ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung - bei den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen - enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. F. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2022 ist in einem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert enthält Beträge in Höhe von 1.856 TEUR, die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstanden sind. Die restlichen 5.127 TEUR resultieren aus der Erstkonsolidierung von Anteilen. Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises (Erstkonsolidierung der HVATS) resultiert ein Zugang des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 5.941 TEUR. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen der CEDASPE werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben, während die restlichen Anteile (BTRAC, ESS - jetzt RM -, SECPL sowie HVATS) aus der Erst- bzw. Folgekonsolidierung über einen Zeitraum von 3 Jahren abgeschrieben werden. Die Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauer erfolgte jeweils auf Grundlage der Faktoren der Kaufpreisermittlung. Daneben führen erwartete, umfangreiche Erhaltungsaufwendungen, um den erwarteten ökonomischen Nutzen des erworbenen Unternehmens realisieren zu können, eher zu einer kürzeren Nutzungsdauer. Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen vorgenommen. Auf die Finanzanlagen erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert in Höhe von 1.421 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht enthalten. Rechnungsabgrenzungsposten In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind vor allem Wartungsgebühren für Hard- und Software abgegrenzt. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Zwischenergebniseliminierung auf Sachanlagevermögen und Vorratsbestände und aus Differenzen eines nach dem erstmaligen Ansatz verbleibenden Unterschiedsbetrags aufgrund unterschiedlicher Nutzungsdauern des Geschäfts- oder Firmenwerts. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt unverändert 45 TEUR. Andere Gewinnrücklagen Aus dem Jahresüberschuss wurden im Geschäftsjahr 2 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung Die Posten des Eigenkapitals werden gemäß § 308a HGB jeweils zu den historischen Kursen bewertet, Aufwands- und Ertragsposten werden mit den Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Die resultierende Differenz zu aktuellen Kursen wurde, da sie vollständig den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen ist, nicht separat im Eigenkapital, sondern unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Differenzen aus der Währungsumrechnung sind darüber hinaus im Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Unterschiedsbeträge aus der Schulden- und Ertragskonsolidierung sowie der Kapitalkonsolidierung wurden in den Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung einbezogen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 8.241 TEUR und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal und Garantie- bzw. Gewährleistungsrisiken. Verbindlichkeiten
Für die Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus steuerlich niedrigeren Wertansätzen im Anlagevermögen im Vergleich zum handelsbilanziellen Abschluss der Reinhausen Manufacturing Inc., Humboldt/Tennessee/USA und der ADVANCED TESTING SYSTEMS Inc., Bethel/Connecticut/USA. Entwicklung der latenten Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten und Tätigkeitsbereichen
Von den Umsatzerlösen entfallen in beiden Jahren mehr als 50 % auf das Geschäftsfeld TRANSMISSION, mehr als 15 % auf das Geschäftsfeld AUTOMATION (beide Geschäftsfelder gehören dem Geschäftsbereich TRANSFORMER an). Die Umsatzanteile der übrigen Geschäftsfelder in den Geschäftsbereichen TRANSFORMER und DIVERSIFICATION betragen jeweils um oder weniger als 10 %. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1.171 TEUR enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Darüber hinaus sind in Höhe von 1.775 TEUR Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens enthalten. Materialaufwand
Personalaufwand
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Unter diesem Posten werden im Inland Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer sowie im Ausland ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Im Geschäftsjahr sind latente Steuern in Höhe von 2.549 TEUR (Vj. 556 TEUR) ergebniserhöhend enthalten. H. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingvereinbarungen in Höhe von insgesamt 14.775 TEUR. Miet- und Leasingvereinbarungen bei Enkelgesellschaften wurden zum Zweck der Schonung der Liquidität eingegangen. Besondere Risiken ergeben sich hieraus nicht. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. § 254 HGB wird im Konzernabschluss nicht angewandt, d. h. ökonomische Sicherungsbeziehungen werden nicht als bilanzielle Sicherungsbeziehungen abgebildet. Zur Absicherung von Währungsrisiken werden zum Teil Devisentermingeschäfte eingesetzt. Das Sicherungsvolumen der kurzfristigen Devisentermingeschäfte zum 31. Dezember 2022 beträgt umgerechnet 12.701 TEUR (Verkäufe) und 12.821 TEUR (Käufe). Aus der Bewertung auf Basis einer "Market to Market" Methode ergeben sich zum Stichtag positive Marktwerte in Höhe von 404 TEUR (nicht bilanziell erfasst). Die Bewertung erfolgt auf Basis der Differenz zwischen Stichtagskurs und Sicherungskurs und berücksichtigt Zinsunterschiede der Eurowährung zu Fremdwährungen sowie die Laufzeit der Geschäfte. Abschlussprüferhonorare Das von dem Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2022 beträgt:
Beirat Die Bezüge der Beiratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2022 betragen 298 TEUR. Pensionsrückstellungen Zugunsten ehemaliger Geschäftsführer und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 977 TEUR gebildet. Die Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung oder deren Hinterbliebene betragen 146 TEUR. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die in § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB geforderte Angabe der an die Geschäftsführer für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022 gewährten Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften für Tochtergesellschaften Für folgende Tochtergesellschaften wird für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
Für folgende Tochtergesellschaft wird für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr die Befreiungsvorschrift des § 264b HGB in Anspruch genommen:
Für folgende Tochtergesellschaft wird für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr die Befreiungsvorschrift des § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen:
Für folgende Enkelgesellschaften wird für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr von der Tochtergesellschaft Maschinenfabrik Reinhausen GmbH die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
Konzernverhältnisse Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Scheubeck Holding Verwaltungs-GmbH, Neutraubling erstellt. Die Offenlegung erfolgt durch Einstellung in das Unternehmensregister. Die Scheubeck Holding Verwaltungs-GmbH ist unbeschränkt haftender Gesellschafter (Komplementär) der Scheubeck Holding GmbH & Co. KG. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds ergibt sich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" abzüglich darin enthaltener Finanzmitteldispositionen in Höhe von 80.000 TEUR, die zum Erwerbszeitpunkt eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten haben.
Neutraubling, den 22. Mai 2023 Stefan Scheubeck, Geschäftsführer Dr. Nicolas Maier-Scheubeck, Geschäftsführer Konzernlagebericht für 20221. Grundlagen der Gesellschaft Der Scheubeck-Konzern (im Folgenden auch "der Konzern") steht unter der Führung der Scheubeck Holding Verwaltungs-GmbH. Neben der Muttergesellschaft gehören 43 vollkonsolidierte Tochtergesellschaften dem Konzern an. 1.1 Geschäftsbereiche Die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfasste im Geschäftsjahr 2022 folgende Geschäftsbereiche:
Die Scheubeck Holding Verwaltungs-GmbH gibt die strategischen Ziele für die Konzerngesellschaften vor, soweit hierbei nicht unmittelbar die Geschäftsbereiche des Teilkonzerns der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH (REINHAUSEN-Konzern oder Teilkonzern) betroffen sind und überwacht deren Umsetzung. Bezüglich dieses Teilkonzerns gibt die Maschinenfabrik Reinhausen GmbH (MR) die Strategie vor und nimmt damit wesentlichen Einfluss auf die Geschäftspolitik der Teilkonzerngesellschaften. Die im Rahmen einer hierarchischen Planung erarbeiteten Umsatz- und Ertragsziele werden durch die MR überwacht. Dabei wird eine Strategie der nachhaltigen Wertsteigerung durch überdurchschnittlich profitables Wachstum in globalen Nischen der elektrischen Energietechnik auf Basis synergetischer Wertschöpfungsstrukturen verfolgt - mitunter ergänzt auch durch Akquisitionen. Zur Bewältigung der Herausforderungen des dynamischen Markt- und Technologieumfeldes wurde die Strategie "FOCUS 2025" fortgeschrieben, welche in Form von strategischen Initiativen und Handlungsfeldern in Form eines mehrjährigen Netzplans schrittweise zur Umsetzung gelangt. 1.2 Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Konzern lag mit 3.715 um +2,8 % über Vorjahr. Die Kompetenzen der Mitarbeiter, also die Anwendung von Wissen und Erfahrung, sind ein entscheidender Erfolgsfaktor. Der Konzern fördert eine planvolle Weiterbildung und hohe Mitarbeiterzufriedenheit. Indizien für die Zufriedenheit der Belegschaft sind ein trotz Coronavirus-Pandemie unterdurchschnittlicher Krankenstand von 5,7 % (Vj. 4,1 %), eine zwar gestiegene aber noch immer sehr niedrige Fluktuationsrate sowie die Auszeichnung als "Top Employer" durch das unabhängige "Top Employer Institute", das gute Abschneiden im Wettbewerb "Great Place to Work" sowie überdurchschnittliche Bewertungen in Arbeitgeberportalen. 1.3 Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung wird in hohem Maße in Produktverbesserungen, Innovationen und Zukunftstechnologien investiert. Sowohl die diesbezüglichen Aufwendungen als auch die Anzahl der in Forschung & Entwicklung tätigen Mitarbeiter liegen mit ca. 5 % vom Umsatz geringfügig über Vorjahr und unverändert über dem Branchendurchschnitt des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI). Durch einen systematischen Innovationsprozess soll die führende Stellung in der Branche weiter ausgebaut werden. Technologisch führende Produkte mit hoher Zuverlässigkeit und Anwenderfreundlichkeit sind entscheidend für nachhaltige Kundenzufriedenheit und Unternehmenserfolg. Die Innovationskraft des Konzerns spiegelt sich in über 1.500 angemeldeten bzw. aktiven Patenten weltweit wider. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2022 zwar real erneut gewachsen, der Trend schwächte sich zuletzt jedoch deutlich ab (+3,2 % 1 ; Vorjahr +5,7 %) - nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes ist in Deutschland das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 zum Vorjahr um +1,9 % gestiegen. So wirkten sich insbesondere Lockdowns in China, die weltweite Lieferkettenproblematik sowie Rohstoff-, Frachtraten- und Energiepreisverteuerungen - nicht zuletzt auch aufgrund des kriegerischen Überfalls auf die Ukraine - belastend auf das globale Wachstum aus. Bremsend wirkt inzwischen auch die Geldpolitik, die angesichts des Inflationsdrucks in kurzen Abständen die Zinsen stark erhöht.
1 Kieler Konjunkturberichte Nr. 97 (2022/Q4) des
iwf Kiel Institut für Weltwirtschaft
2.2 Branchenspezifische Lage Erhebungen des ZVEI zufolge stiegen die Auftragseingänge im Jahr 2022 um nominell +6,9 %, wobei die Inlandsaufträge um +9,4 % stiegen (Vorjahr: +27,9 %), die Auslandsaufträge um +4,8 % (Vorjahr +27,0 %). Geschäftspartner aus der Euro-Zone bestellten um +19,4 % mehr (Vorjahr: +23,1 %); gleichzeitig reduzierten sich die Bestellungen aus Drittländern um -2,4 % (Vorjahr: +29,2 %). Im Jahr 2022 belief sich der vorläufige, aggregierte Branchenumsatz auf 224,6 Mrd. EUR, was einer Steigerung gegenüber Vorjahr von +12,0 % entspricht; die Inlandserlöse stiegen dabei um +14,2 % auf 107,3 Mrd. EUR, die Auslandserlöse um +10,1 % auf 117,3 Mrd. EUR. Im Geschäft mit der Euro-Zone wurden 41,7 Mrd. EUR umgesetzt (+8,2 %); die Erlöse mit Kunden aus Drittländern stiegen auf 75,6 Mrd. EUR (+11,2 %). 68 % der Unternehmen gaben an, durch Materialknappheit und 49 % durch Fachkräftemangel beeinträchtigt zu sein. 3. Analyse der Geschäftsentwicklung 3.1 Geschäftsentwicklung Der Auftragseingang der Geschäftsbereiche TRANSFORMERS und DIVERSIFICATION übertraf das Vorjahr um +231.290 TEUR (+29,0 %) bzw. das Budget um +210.592 TEUR (25,8 %). Sämtliche Regionen lagen deutlich über dem Auftragseingang des Vorjahres, wobei die Region AMERICAS den höchsten Zuwachs zu verzeichnen hat. Der Konzernumsatz ist um +14,4 % angestiegen und hat das Budget um +5,2 % übertroffen. Der Auftragsbestand der Geschäftsbereiche TRANSFORMERS und DIVERSIFICATION liegt zum Jahresende bei sehr hohen 498.185 TEUR und hat damit das Budget um 198.268 TEUR übertroffen. Dabei verzeichnete der Geschäftsbereich TRANSFORMER einen Anstieg des Auftragseingangs um +29,0 %. Der Umsatz von TRANSFORMER erhöhte sich um 13,6 % im Vergleich zum Vorjahr und liegt damit um 7,0 % über Budget. Die Transformatoren-Industrie ist derzeit geprägt von guter Auslastung, kämpft jedoch mit der Überwälzung von Kostensteigerungen in Form von Preiserhöhungen; demgegenüber wollen die Betreiber den Strompreis möglichst konstant halten. Daneben ist auch die Trafo-Zulieferindustrie von langen Lieferzeiten und Kostenerhöhungen betroffen. Der Geschäftsbereich DIVERSIFICATION überschreitet beim Auftragseingang das Vorjahr um +29,0 % bzw. das Budget um +22,7 %. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um +18,5 % unterschreitet jedoch das Budget um -3,6 %. Die umfangreichen Kapitalanlagen des Geschäftsbereiches KA erfolgen vornehmlich in thesaurierende Investmentfonds. Daher ergeben sich im Geschäftsjahr keine nennenswerten Beiträge zum Konzernergebnis. 3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Investitionen (ohne Finanzanlagen) betrugen 18.251 TEUR und lagen damit unter dem Vorjahr (20.469 TEUR). Die Finanzanlagen verringerten sich um 5.812 TEUR auf 517.839 TEUR. Der Buchwert der langfristigen Vermögensgegenstände sank um 4.960 TEUR auf 684.600 TEUR. Während sich die Wertpapiere des Anlagevermögens im Wesentlichen durch die Veräußerung von Anteilen an mehreren Spezialfonds um 6.113 TEUR verringerten, stiegen die sonstigen Ausleihungen im Wesentlichen aufgrund der weiteren Aufstockung eines Darlehens an einen strategischen Partner um 1.213 TEUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um +104.996 TEUR auf 705.423 TEUR, insbesondere aufgrund der Vorratsbestände (+33.498 TEUR), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+17.851 TEUR) sowie der liquiden Finanzmittel und Wertpapiere (+49.395 TEUR). Der Anstieg der Vorräte (+33.498 TEUR) ist im Wesentlichen das Resultat höherer Sicherheitsbestände und gestiegener Einkaufspreise bei Rohmaterialien. Daneben ergibt sich stichtags- und abrechnungsbedingt auch ein höherer Bestand bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie fertigen Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt und aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens über Vorjahr. Das Eigenkapital stieg im Geschäftsjahr um +65.052 TEUR auf 1.054.667 TEUR. Damit sind die langfristigen Vermögensgegenstände vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Weitgehende Eigenfinanzierung und stabile Eigentumsverhältnisse geben dem Konzernmanagement die Sicherheit, in einem zunehmend herausfordernden Umfeld weiterhin mit Erfolg langfristig angelegte Konzernstrategien zu verfolgen. Innerhalb des Fremdkapitals belaufen sich die langfristigen Verpflichtungen auf 108.170 TEUR (Vorjahr: 101.089 TEUR). Das kurzfristige Fremdkapital ist mit 227.186 TEUR über Vorjahresniveau (199.283 TEUR). Die liquiden Finanzmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens (318.063 TEUR) entsprechen ca. 23 % der Bilanzsumme. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 93.456 TEUR lag über dem Vorjahreswert von 81.351 TEUR. Diese sehr hohe Liquidität stellt sicher, dass der Konzern auch in einem zunehmend unsicheren Umfeld jederzeit seinen Verpflichtungen gegenüber Dritten nachkommen kann. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von -107.986 TEUR übertraf das Vorjahr (-53.354 TEUR), was in erster Linie auf den Erwerb von Finanzmitteln im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition und Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 90.000 TEUR zurückzuführen ist. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich geringfügig von -26.039 TEUR auf -26.132 TEUR. Die Pensionsrückstellungen stiegen, im Wesentlichen aufgrund der höheren Zahl an Anwärtern und angepasster Bewertungsparameter, um +7.802 TEUR, die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich um +13.781 TEUR. 3.3 Ertragslage Die Gesamtleistung des Konzerns liegt im Geschäftsjahr mit 862.740 TEUR deutlich über Vorjahr (747.568 TEUR) und liegt damit auch mit 50.639 TEUR über Budget. Sowohl die um +106.750 TEUR auf 848.348 TEUR gestiegenen Umsatzerlöse als auch eine im Vergleich zum Vorjahr um +8.313 TEUR höhere Bestandsveränderung von 12.726 TEUR trugen dabei zum Wachstum bei. Der Materialaufwand betrug 283.032 TEUR, die Materialaufwandsquote lag - weiterhin stark geprägt von massiven Materialpreisverteuerungen sowie geändertem Produktmix - mit 32,8 % über Vorjahr (31,2 %). Die Personalaufwendungen beliefen sich auf 289.535 TEUR und lagen damit über Vorjahr (271.662 TEUR); ursächlich hierfür waren u.a. die gestiegene Mitarbeiterzahl sowie die weiterhin hohen Aufwendungen für Altersversorgung. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände von 18.251 TEUR unterschritten die Abschreibungen (23.697 TEUR) deutlich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern (ohne neutrale Aufwendungen) betrugen 132.461 TEUR und lagen über Vorjahr (113.987 TEUR). Der Konzernjahresüberschuss erreichte 88.370 TEUR (Vorjahr: 71.029 TEUR; Budget 79.471 TEUR), das Betriebsergebnis lag mit 134.015 TEUR ebenfalls deutlich über Vorjahr (104.680 TEUR) und über Budget (114.740 TEUR). 3.4 Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden die Entwicklung der Auftragseingänge und Auftragsbestände, das Umsatzwachstum und die Ergebnisentwicklung herangezogen. Das Berichtswesen liefert einen Überblick zur Entwicklung betriebswirtschaftlicher Kennziffern. Da Konzernmanagement erachtet eine Änderung eines finanziellen Leistungsindikators um 0 - 3 % als eine leichte wertmäßige Zu- oder Abnahme. Bei einer moderaten Zu- oder Abnahme verändert sich der Leistungsindikator um 3 - 10 % und bei einer starken Zu- oder Abnahme verändert sich dieser um mehr als 10 %. Die Kundenzufriedenheit und -loyalität, Produktqualität, Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitssicherheit, Ressourcenverbrauch und Umweltschonung sowie generell die Innovationsleistung bei Produkten und Prozessen liegen unseren Handlungen zugrunde, sind jedoch für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder Lage nicht von Bedeutung. Kontinuierliches Wachstum erfordert ein professionelles Personalmarketing. Um den Wissensstand, vor allem der Mitarbeiter im technischen Service, auf dem neuesten Stand zu halten, werden in internationalen Trainingszentren regelmäßig Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt. Zudem findet insbesondere am Standort Regensburg eine umfangreiche berufsqualifizierende Ausbildung statt. Regelmäßige überbetriebliche Auszeichnungen belegen das hohe Niveau der Wissensvermittlung. Die Konzernführung arbeitet ständig an der Ausweitung und Optimierung des IT-Umfeldes. Nachdem bereits viele Gesellschaften mit SAP arbeiten, befindet sich der Wechsel von SAP R/3 auf SAP S/4 HANA Private Cloud in Vorbereitung. Des Weiteren werden mit einer konzernweiten Vertriebsplanungs- und Konsolidierungs-Software die Ansprüche an die Transparenz eines internationalen Konzerns sichergestellt. Wir investieren regelmäßig in Software und Prozessoptimierungen zur Gewährleistung einer hohen IT-Sicherheit und eines schnellen Wiederanlaufs im unwahrscheinlichen Fall eines Systemausfalls. 3.5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage Die Geschäftsentwicklung des Konzerns verlief - angesichts der insbesondere im ersten Halbjahr 2022 noch stark spürbaren Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und der gravierenden Folgen der Ukraine-Krise bei Auftragseingang und Umsatz - überraschend gut, so dass die Prognosen gemäß Budget für das Jahr 2022 im Konzern in Bezug auf die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis moderat und in Bezug auf den Auftragseingang sowie Auftragsbestand stark übertroffen werden konnten. Der Konzern verfügt über eine solide Finanz- und Vermögenslage. Auch die Ertragslage ist weiterhin als sehr gut einzustufen. Die hohe Liquidität, die weitgehende Eigenfinanzierung, stabile Eigentumsverhältnisse sowie eine motivierte und leistungsfähige Belegschaft geben dem Mutterunternehmen und ihren vollkonsolidierten Tochtergesellschaften darüber hinaus die Sicherheit, in einem herausfordernden globalen Umfeld weiterhin mit Erfolg langfristig angelegte Unternehmensstrategien verfolgen zu können. 4. Risikomanagement Das konzernweite integrierte Risikomanagement-System (iMS) ist mit der strategischen und operativen Planung sowie dem Berichtswesens verzahnt. Durch systematische, marktbezogene Plan-Soll-Ist-Vergleiche erhält das Konzernmanagement die notwendige Transparenz zu laufenden Geschäftsvorfällen, der Ausschöpfung von Marktpotenzialen sowie zu potentiellen Fehlentwicklungen. Durch das kontinuierliche Monitoring von Abweichungen können zeitnah Korrekturmaßnahmen eingeleitet und auf Wirksamkeit überprüft werden. 5. Chancen- und Risikobericht Jeder weltweit tätige Konzern unterliegt zwangsläufig Markt-, Beschaffungs-, Standort-, Personal-, IT-, Finanz-, Umwelt und Haftungsrisiken, die sich trotz aller Sorgfalt nicht restlos ausschließen lassen, welche sich aber ebenso auch als Chancen erweisen können. In die Planungs-, Controlling- und Risikomanagement-Systeme der Muttergesellschaft sind alle Konzerngesellschaften integriert. Der Konzern ist mit 47 Gesellschaften an 59 Standorten in 28 Ländern tätig. Die Standortpolitik wird im Wesentlichen von den Marktpotentialen abgeleitet. Insbesondere im Service-Geschäft sind kurze Wege zum Kunden unerlässlich. Um den teilweise recht unterschiedlichen regionalen Bedarf decken zu können, befinden sich Produktionsstandorte in Deutschland, China, Großbritannien, Indien, Italien, Schweden, USA, Frankreich, Taiwan und Singapur. Preisänderungsrisiken auf dem Absatzmarkt ergeben sich aufgrund bestehender Überkapazitäten im Transformatoren-Markt, aufwändigerer Vergabeprozesse (z.B. infolge der Dekarbonisierungspolitik), eines zunehmenden globalen Wettbewerbs in der Zulieferbranche, des globalen Angriffs chinesischer Hersteller (neue Seidenstraße, RCEP), volatilerer Währungskurse und eines weltweiten Trends zur Re-Nationalisierung von Wertschöpfung und technologischen Standards. Abzuwarten bleiben die Herausforderungen aus grundlegenden Veränderungen der Branchenstruktur (z.B. SIEMENS ENERGY, HITACHI ENERGY, GE VERNOVIA). Die Materialkosten hängen in hohem Maße vom Weltmarktpreis für Kupfer, Aluminium sowie Stahl ab, der teilweise deutlichen - auch währungsbedingten - Schwankungen unterliegt. Steigende Einkaufspreise werden dabei möglichst an die Kunden weitergegeben, was in Zeiten umkämpfter Märkte und Kundenbindung per mehrjähriger Rahmenverträge nicht immer vollständig gelingt. Der globale Beschaffungsmarkt wird kontinuierlich überprüft. Dabei werden nicht nur quantitative, sondern auch qualitative Aspekte beachtet, wie Zuverlässigkeit und Sicherheit der Lieferantenbeziehungen. Zudem werden eine bestmögliche Transparenz in der Lieferkette angestrebt (u.a. Ursprung, Herstellungsbedingungen, Vormateriallieferanten) und regelmäßige Lieferantenbewertungen durchgeführt. Den Preisänderungs- und Beschaffungsmarktrisiken wird durch kontinuierliche Überwachung der Märkte, aktive Lieferantenauswahl, langfristige Lieferverträge sowie durch die Sicherstellung alternativer Lieferquellen begegnet. Die erhöhte Volatilität der Preise sowie Lieferengpässe auf den Beschaffungsmärkten dürften auch künftig fortbestehen, so dass sich hieraus Risiken für die Auftragskalkulation und die Lieferfähigkeit ergeben können. Verschärfen kann sich dieses Risiko, wenn die durch den Ukraine-Krieg verhängten Sanktionen gegen Russland sowie Weißrussland zu langfristigen Störungen der Märkte führen, wie dies im Konzept der "bifurcation" für das Verhältnis von USA und China zum Ausdruck kommt. Die Auswirkungen auf Rohstoff- und Energiepreise könnten sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Das könnte die bereits hohe Inflation weiter befeuern, was wiederum die Gefahr einer anhaltenden Preis-Lohn-Spirale birgt. Dies würde bedeuten, dass die Zentralbanken mit noch kräftigeren Zinserhöhungen reagieren müssten, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen. Forderungsausfallrisiken aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen durch Akkreditive bzw. durch die Vereinbarung von Lieferung gegen Anzahlungen oder Vorauskasse auf ein Minimum begrenzt. Währungsrisiken und -chancen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Schwankungen von Devisenkursen wirken sich insbesondere bei produzierenden Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Raumes durch den Materialbezug aus Deutschland aus. Wo aufgrund von Schwächen des lokalen Beschaffungsmarktes kein "natural hedging" gelingt, werden zur Minimierung dieser Schwankungen teilweise Devisentermingeschäfte durch die Konzerngesellschaften abgeschlossen. Da der Großteil der deutschen Lieferungen ins Ausland in Euro fakturiert wird und auch der überwiegende Teil der Eingangsrechnungen auf Euro lautet, ist das Währungsrisiko aus dem operativen Geschäft noch überschaubar. Gewinnausschüttungen von Beteiligungsgesellschaften werden in Abhängigkeit fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen teilweise abgesichert. Dabei werden Derivate ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Für verbleibende Währungsrisiken im Zusammenhang mit Zahlungseingängen werden Devisentermingeschäfte (Finanzinstrumente) im Wesentlichen für die Währung USD abgeschlossen. Die Anlage von liquiden Mitteln in thesaurierenden Spezialinvestmentfonds zur langfristigen Sicherung aller Konzernunternehmen ist mit Fondspreisrisiken verbunden. Diese Risiken werden durch breit diversifizierte Anlageklassen, Anlagestile und Regionen reduziert. Trotz steigender Risiken im aktuellen politischen und wirtschaftlichen Umfeld (Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, Zinsänderungsrisiken, Pandemieauswirkungen auf die Weltwirtschaft) ist das Gesamt-Portfolio solide aufgestellt. Die Produkte des Konzerns werden in technisch anspruchsvollen Anwendungen mit entsprechend hohen Anforderungen bezüglich Verfügbarkeit und Sicherheit eingesetzt. Dabei ist der Konzern Produkthaftungsrisiken ausgesetzt. Diese werden im Rahmen einer ganzheitlichen Produktbeobachtung fortlaufend überwacht und durch das Qualitäts- und Risikomanagement systematisch minimiert. Des Weiteren bestehen umfassende Versicherungen im Bereich der Betriebs- und Produkthaftpflicht, die regelmäßig überprüft und angepasst werden. Zusätzlich werden Rückstellungen für eventuell drohende Ansprüche gebildet. Umweltrisiken wird mit Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie der Zertifizierung von Aktivitäten nach diversen Normen begegnet. Der Konzern ist im Wesentlichen von der konjunkturellen Entwicklung und den Rahmenbedingungen der Märkte für elektrische Energietechnik abhängig. Durch die globale Aufstellung können Risiken aus regionalen Schwankungen reduziert und zugleich Chancen in aufstrebenden Regionen besser wahrgenommen werden. Zudem ist beabsichtigt, einerseits die lokale Präsenz und Wertschöpfungstiefe punktuell auszubauen, um die Geschäftspotentiale insbesondere im Service-Geschäft durch größere Kundennähe und intensivere Marktbearbeitung besser nutzen zu können, andererseits bestehen Potentiale zur regionalen Bündelung von Kompetenzen (Regional Shared Service Center). Chancen für die zukünftige Entwicklung sehen wir insbesondere im überdurchschnittlichen Wachstumspotential vieler Schwellenländer sowie im Übergang vom Produkt- zum Systemgeschäft. Daneben werden Wettbewerbsvorteile aus der kontinuierlichen Stärkung der führenden Technologieposition und der stetigen Weiterentwicklung des umfassenden Produktportfolios erwartet, ergänzend aus der Alterung der installierten Basis sowie generell den vielfältigen Herausforderungen der Energiewende, welche durch den kriegerischen Überfall Russlands auf die Ukraine eine zusätzliche Dynamik erfährt. Die hohe Eigenkapitalausstattung ermöglicht eine nahezu vollständige Selbstfinanzierung. Die noch in geringem Umfang bestehenden Bankverbindlichkeiten stammen aus Unternehmensakquisitionen. Zusammenfassende Beurteilung Vor dem Hintergrund der beschriebenen Risiken sind weder aktuell noch auf Sicht der nächsten Jahre den Fortbestand des Konzerns gefährdende Risiken erkennbar. Chancen für die zukünftige Entwicklung sehen wir insbesondere in Bezug auf die weltweite Energiewende auf das überdurchschnittliche Wachstumspotential vieler Schwellenländer sowie die kontinuierliche Stärkung unserer führenden Technologieposition, die stetige Weiterentwicklung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios in Richtung eines Systemlieferanten sowie den kontrollierten Ausbau des Projektgeschäfts. 6. Prognosebericht Das globale BIP wird im Kalenderjahr 2023 nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nur noch um +2,9 % wachsen (nach +3,4 % im Jahr 2022) - und dies trotz einer stark rückläufig unterstellten Inflationsentwicklung. Während das Wachstum der OECD-Länder von +2,9 % auf +1,2 % regelrecht einbricht und sich dabei Deutschland (+1,9 % / +0,1 %) sowie Großbritannien (+4,1 % / -0,6 %) besonders schlecht entwickeln dürften, wird für die übrigen Länder der Welt ein weitgehend konstantes Wachstumsniveau (+3,9 % / +4,0 %) erwartet - die Hälfte des weltweiten Wachstums entfällt dabei auf das sich wieder etwas erholende China (+3,0 % / +5,2 %) sowie das sich weiterhin gut entwickelnde Indien (+6,8 % / +6,1 %). Risikofaktoren bleiben dabei die Entwicklung in der Ukraine, das Verhältnis der USA zu China sowie der Kampf der Zentralbanken mit der Inflation und zuletzt eine potentielle Bankenkrise, ausgelöst durch die Insolvenz der amerikanischen Silicon Valley Bank und die Probleme der Credit Suisse. Für den globalen Markt der Elektroindustrie erwartet der ZVEI im Jahr 2023 ein moderates Wachstum im einstelligen Prozentbereich. Es wird dabei für alle Vertriebsregionen gleichermaßen von einem Wachstum des Geschäftes ausgegangen, wobei sich die Dynamik aber in allen Regionen im Vergleich zum Jahr 2022 abschwächen wird. Neben pandemiebedingten Nachholeffekten wird das Geschäft vor allem durch Bedarfsveränderungen infolge der weltweiten Energiewende sowie einer wachsenden Weltbevölkerung getrieben. Trotz der vielfältigen Herausforderungen - von der weiterhin nicht vollständig gelösten Lieferkettenproblematik, über Rohstoff- und Energieknappheit, dem hohen Inflationsdruck bis hin zu den nicht kalkulierbaren Risiken aus der Ukraine-Krise - wird von einem gegenüber Vorjahr stark steigenden Brutto- und Nettoumsatz ausgegangen. Hierzu sollen gleichermaßen eine steigende Marktdurchdringung sowie diverse Neuprodukte beitragen. Beim Auftragseingang der Geschäftsbereiche TRANSFORMERS und DIVERSIFICATION wird jedoch mit einem moderaten und beim Auftragsbestand mit einem starken Rückgang gerechnet. Da bei den betrieblichen Aufwendungen von einem proportionalen Wachstum ausgegangen wird, kann mit einem starken Anstieg des Betriebsergebnisses und des Jahresüberschusses gerechnet werden. Insgesamt verfügt der Konzern über eine sehr solide Finanz- und Vermögenslage, weshalb weder aktuell noch auf Sicht der nächsten Jahre den Fortbestand des Konzerns gefährdende Risiken erkennbar sind.
Neutraubling, den 22. Mai 2023 Stefan Scheubeck, Geschäftsführer Dr. Nicolas Maier-Scheubeck, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
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