Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 11907
Eingetragen
26.6.2003
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Kraftfahrzeughandel insbesondere mit französischen Fabrikaten, der Betrieb einer Kfz-Werkstatt, der Handel mit Ersatzteilen sowie das Betreiben einer Autovermietung mit Selbstfahrervermietfahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sascha Lenzen
seit 31.10.2025
Geschäftsführer
Sebastian Meister
seit 28.3.2024
Prokura
Torsten Heymig
seit 24.11.2008
Prokura
Frank Gerstmann
seit 26.6.2003
Geschäftsführer
Klaus Peter Gerards
seit 26.6.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
125.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Auto Parc France GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Auto Parc France GmbH, Duisburg

1. Geschäftsverlauf

1.1. Wirtschaftliche Lage

1.1.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. "Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2022 gegenüber dem 3. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gesunken. Nachdem sich die deutsche Wirtschaft trotz schwieriger Bedingungen in den ersten drei Quartalen gut behaupten konnte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2022 leicht ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten privaten Konsumausgaben, die die deutsche Wirtschaft im bisherigen Jahresverlauf gestützt hatten, waren niedriger als im Vorquartal. Im 1. Quartal 2023 ist das BIP gegenüber dem 4. Quartal 2022 um weitere 0,3 % gesunken. Damit ist über zwei Quartale in Folge eine negative Entwicklung des BIP zu verzeichnen.

Zum Jahresabschluss 2022 ist der Pkw-Markt in Deutschland nochmal deutlich gewachsen: Im Dezember wurden in Deutschland 314.300 Pkw neu zugelassen. Das sind 38 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr 2022 wurden somit 2,7 Mio. Pkw neu zugelassen, 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Mangel an Vor- und Zwischenprodukten, die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie die allgemeine Verunsicherung aufgrund des Krieges in der Ukraine hatten den Markt und die Produktion das ganze Jahr über - insbesondere aber im ersten Halbjahr - erheblich gedämpft, sodass vor allem im Frühling und Sommer 2022 deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verbleibt 2022 eine erhebliche Absatzlücke von rund 26 Prozent.

Die Elektro-Neuzulassungen legten im Dezember 2022 um gut 114 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu und erreichten ein Volumen in Höhe von 174.200 Einheiten - ein neuer Rekord auf dem deutschen Markt: Nie zuvor wurden in einem Monat mehr E-Pkw neu zugelassen. Die Entwicklung lässt auf vorgezogene Käufe schließen: Ende 2022 lief die staatliche Förderung für Plug-In-Hybride (PHEV) aus, die für rein batterieelektrische Pkw (BEV) wurde reduziert. Der Anteil von Elektro-Pkw an den Gesamtzulassungen stieg im Dezember auf ein Niveau in Höhe von 55,4 Prozent. Damit machten E-Pkw erstmals mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen auf dem deutschen Markt aus. Die Neuzulassungen von BEV stiegen im Dezember um 115 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei machten BEV 59,9 Prozent an den E-Zulassungen aus. PHEV konnten im Dezember um 113 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zulegen und haben einen Anteil von 40,1 Prozent an den E-Zulassungen. Im Gesamtjahr 2022 wurden insgesamt rund 833.500 Elektro-Pkw zugelassen. Das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Der E-Anteil an den Gesamtzulassungen liegt im Jahr 2022 bei 31,4 Prozent. Das heißt: Fast jede dritte Neuzulassung 2022 war ein E-Auto. Dabei machen BEV 56,6 Prozent der E-Zulassungen im Jahr 2022 aus, PHEV 43,4 Prozent.

Im Dezember gingen bei den deutschen Herstellern erneut deutlich weniger Aufträge aus dem Inland ein als im Vorjahresmonat (-36 Prozent). Gegenüber 2021 gingen die Inlandsorder im Gesamtjahr 2022 um 15 Prozent zurück.

Somit fällt die Jahresbilanz der Neuzulassungen 2022 für den deutschen Automarkt etwas positiver aus als 2021. Im Geschäftsjahr 2021 wurden nach Angaben des Kraftfahrzeug-Bundesamtes 2,62 Mio. Neuwagen zugelassen und im Geschäftsjahr 2022 2,65 Mio. Das sind rund 30.000 Neuzulassungen mehr als 2021; es handelt sich aber immer noch um ein niedriges Niveau.

Auch in 2022 konnten die großen Autokonzerne insgesamt hohe Gewinne erzielen. Dem Erfolg lag angabegemäß die Strategie zugrunde, die knappe Produktion vorrangig in hochpreisige und margenstarke Fahrzeuge einzubauen und gleichzeitig weitgehend auf Rabatte zu verzichten.

Auch im ersten Quartal des Jahres 2023 befindet sich der deutsche Pkw-Markt im Plus. In den ersten drei Monaten wurden insgesamt 666.900 Neufahrzeuge zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 7 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres. Dennoch liegen die Neuzulassungen immer noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau.

1.1.2. Marktentwicklung Peugeot und Citroën

Peugeot erreichte in 2022 bundesweit mit 45.220 (VJ: 52.790) Neufahrzeugzulassungen (PKW) einen Marktanteil von 1,71% (VJ: 2,01%) und verzeichnete somit einen Rückgang des Marktanteils in Höhe von 0,3%. In Einheiten bedeutet das einen Zulassungsrückgang von 7.570 Fahrzeugen (-14,33%).

Der bundesweite Marktanteil der Marke Citroën lag mit 1,38% erneut unter dem Vorjahresniveau (1,63%). Die Gesamtzulassungen der Marke reduzierten sich von 42.636 Einheiten auf 36.687 Einheiten um 5.949 (- 13,95%).

Die Auto Parc France GmbH betrieb im Geschäftsjahr 2022/2023 folgende Autohäuser als Peugeot Vertragspartner:

- Neumühler Straße 72, 47138 Duisburg-Meiderich

- Saalestraße 15, 47800 Krefeld

- Fritz-Thyssen-Straße 6-8, 45475 Mülheim an der Ruhr

- Frankenstraße 71, 45134 Essen

- Haedenkampstraße 77-79, 45143 Essen

- Mühlenstraße 3, 47441 Moers

Zudem ist die Auto Parc France GmbH Citroën Vertragspartner an den Standorten:

- Neumühler Straße 72, 47138 Duisburg-Meiderich

- Saalestraße 15, 47800 Krefeld

- Fritz-Thyssen-Straße 6-8, 45475 Mülheim an der Ruhr

- Haedenkampstraße 77-79, 45143 Essen

- Frankenstraße 71, 45134 Essen

- Ulrichstraße 9, 45891 Gelsenkirchen

- Mühlenstraße 3, 47441 Moers

Die Marktanteile der Marke Peugeot gemessen an den PKW-Erstzulassungen im Marktgebiet der Ruhrdeichgruppe liegen weiterhin mit 2,35% bzw. 37,42% deutlich über dem Peugeot-Bundesschnitt von 1,71%. Die Performance der Marke Citroën liegt im Marktgebiet der Ruhrdeichgruppe mit 1,38% exakt auf dem Bundesniveau von ebenfalls 1,38%.

1.1.3. Vermittlung von Peugeot-Neufahrzeugen

Die Gesellschaft hat in ihren Marktverantwortungsgebieten mit verschiedenen Peugeot/ Citroën-Service-Partnern Verträge über die Vermittlung von Peugeot/ Citroën-Neuwagen abgeschlossen. Dieses Agenturgeschäft wird im ausdrücklichen Einvernehmen mit der Peugeot Deutschland GmbH und der Citroën Deutschland GmbH betrieben und dient im Wesentlichen der Abdeckung dünn besiedelter Gebiete, in denen der Betrieb eigener Filialen wirtschaftlich nicht darstellbar ist.

1.2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Steuerung des Unternehmens sowie die Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft werden u.a. das Netto-Umlaufvermögen ("working capital"), der Finanzmittelfonds (netto verfügbare flüssige Mittel), der Rohertrag sowie das Ergebnis aus laufendem Betrieb als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.

Im Rahmen der Steuerung durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren stellen insbesondere die permanente Verbesserung und Messung der Kundenzufriedenheit sowie die ständige Pflege des Kundenstamms einen wesentlichen Schwerpunkt unserer Vertriebsorganisation dar.

Die Qualität und Leistungen unserer Mitarbeiter sind der Garant für ein Bestehen am Markt. Aufgrund des guten Betriebsklimas war die Fluktuation auch im Geschäftsjahr 2022/2023 gering. Es wurden auch im Berichtsjahr neue Mitarbeiter eingestellt, um die weitere Entwicklung des Unternehmens zu sichern. Dennoch bleibt die Personalführung, -entwicklung und -suche ein zentrales Thema. Zurzeit können wir in unserer Branche keine Entspannung bei der qualifizierten Personalsuche feststellen.

Die Gesellschaft hat zum 31. März 2023 insgesamt 109 ausschließlich operativ tätige Mitarbeiter (Vorjahr 118), die über eine fachliche Qualifikation in ihren Tätigkeitsbereichen verfügen und sich entsprechend den Qualitätsstandards weiterbilden.

1.3. Umsatz/-Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 64.099) um 0,8 % auf T€ 64.598.

Von den Umsätzen entfallen 50 % auf Neuwagen (Vorjahr: 51 %), 23 % auf Gebrauchtwagen (Vorjahr: 18 %), 12 % auf Vorführwagen (Vorjahr 15 %), 8 % auf Ersatzteile (Vorjahr: 8 %), 6 % auf Werkstattleistungen (Vorjahr: 7 %) sowie 1 % auf sonstige Umsätze (Vorjahr: 1 %). In Anbetracht der allgemeinen Marktsituation kann die Umsatzentwicklung im Berichtsjahr als gut beurteilt werden.

2. Darstellung der Lage

2.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde ein Rohertrag (ohne sonstige betriebliche Erträge) in Höhe von T€ 11.478 erzielt. Der Bruttoertrag erhöhte sich somit gegenüber dem Vorjahr um T€ 412. Der Anstieg resultiert neben der vorstehend dargestellten Umsatzausweitung auch aus einer rückläufigen Materialintensität (Wareneinsatz). Auch in Relation zur Betriebsleistung stellt sich der Rohertrag des Berichtsjahres mit 17,8 % oberhalb des Vorjahresausweises (17,3 %) dar.

Die Betriebsaufwendungen (Personalaufwendungen, sonstige betriebliche Aufwendungen und Saldo der Zinsaufwendungen) haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um T€ 64 auf T€ 9.932 erhöht. Hier stehen dem Anstieg der Personalaufwendungen rückläufige - unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesene - konzerninterne Personalkostenumlagen gegenüber.

Das vergleichbare Ergebnis aus laufendem Betrieb leitet sich damit ab aus

2022/2023
T€
2021/2022
T€
Veränderung
T€
einem verbesserten Rohertrag von 11.478 11.066 412
den gestiegenen Betriebsaufwendungen von 9.932 9.868 -64
den verminderten sonstigen Erträgen von 96 154 -58
Ergebnis aus laufendem Betrieb 1.642 1.352 290

Nach Berücksichtigung der gegenüber dem Vorjahr um T€ 121 verminderten - überwiegend die Vorführwagen betreffenden - Abschreibungen von T€ 782 resultiert ein Jahresgewinn in Höhe von T€ 860 (davon Steuerumlagen T€ 309), der im Rahmen des mit der Ruhrdeich-Holding GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages abgeführt wurde.

Insgesamt hat sich - in Anbetracht des operativen Ergebnisses - damit die im Lagebericht der Vorperiode berichtete Prognose bestätigt, die trotz der als äußerst unsicher einzustufenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von einer positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022/2023 ausgingt. Die Ertragslage der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 in einem schwierigen Marktumfeld stabilisiert werden. Damit entspricht die Entwicklung der Gesellschaft insgesamt unseren Erwartungen.

2.2. Finanzlage

Zum Bilanzstichtag wird ein Rückgang des Zahlungsmittelbestandes um T€ 14.898 auf T€ - 20.712 (Finanzmittelfonds) ausgewiesen, wobei die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung des stichtagsbezogen erhöhten Fahrzeugbestandes um T€ 14.448 erhöht wurden. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2022/2023 jederzeit gesichert. Die Gesellschaft konnte ihren finanziellen Verpflichtungen zu jedem Zeitpunkt nachkommen.

2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 14.564 (= 106,7 %) auf T€ 28.210 ehöht. Der Anstieg betrifft insbesondere die gegenüber dem Vorjahresstichtag deutlich aufgebauten Fahrzeugbestände.

Die Vermögens- und Finanzlage unserer Gesellschaft zum 31. März 2023 wird damit unverändert - wie für ein Handelsunternehmen in der Automobilbranche typisch - durch den Warenbestand dominiert, dem auf der Passivseite die entsprechenden Fahrzeugfinanzierungen gegenüberstehen.

Aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht wurden sonstige Rückstellungen zur Abdeckung von erkennbaren Risiken (u.a. für Rückzahlungsrisiken, Leasingrückläufer) in Höhe von T€ 1.008 (31. März 2022: T€ 970) gebildet.

Aufgrund der Abführung des Gewinns wegen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft erfolgt keine weitere Erhöhung des Eigenkapitals. Einschließlich der mit Rangrücktrittsvereinbarungen gewährten Gesellschafterdarlehn in Höhe von insgesamt T€ 790 beträgt die Deckung aus Eigenmitteln zum 31. März 2023 insgesamt 4,1 % der deutlich erhöhten Bilanzsumme.

Die Finanzierungsstruktur und Liquiditätsausstattung der Gesellschaft waren während des gesamten Geschäftsjahres stets gut und solide ausgestaltet. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein positives working capital in Höhe von T€ 654.

3. Die künftige Entwicklung der Gesellschaft

3.1. Allgemeines

Ob sich der Markt im laufenden Geschäftsjahr 2023/2024 erholen wird und es angesichts des hohen Auftragsbestandes zur Auslieferung von mehr Fahrzeugen kommt, hängt auch von der Entwicklung der internationalen Lieferketten ab, die trotz zunehmender Entspannung nach wie vor einen Engpass darstellen. Von wesentlicher Bedeutung ist das Verbraucherverhalten aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Energiekrise. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Corona-Pandemie abgehakt werden kann, aber deren wirtschaftliche Auswirkungen sind nach wie vor spürbar und noch längst nicht bewältigt. Ob und inwieweit die Folgen des Ukraine-Krieges negative Konsequenzen haben werden, in welcher Form auch immer, ist nicht vorhersehbar.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass durch die Kriegsereignisse, die hohe Inflation sowie die starken Zinserhöhungen durch die EZB insbesondere das Konsumverhalten der Privathaushalte rückläufig sein wird.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rechnet für 2023 insgesamt mit 2,6 Millionen neu zugelassenen PKW. Somit plant der ZDK das gleiche Zulassungsniveau wie 2022. Allerdings geht der ZDK bei seiner Prognose von stagnierenden Verkäufen reiner E Fahrzeuge - insbesondere von Plug In Hybriden - aus. Der ZDK begründet dies mit dem Auslaufen oder Anpassungen bei der staatlichen Förderung. Für den Gebrauchtwagenverkauf prognostiziert der ZDK für 2023 ein schwieriges Geschäft, weil aufgrund der schlechten Neuwagenbelieferungen deutlich weniger junge Gebrauchtwagen zur Verfügung stehen.Für das Reparatur- und Servicegeschäft rechnet der ZDK mit guten Erträgen und vollen Auftragsbüchern.

Nach wie vor sind die Neuwagen-Lieferzeiten deutlich länger als vor der Corona-Zeit, was sich auf unverkaufte kurzfristig zur Verfügung stehende Lagerfahrzeuge negativ auswirkt. Allerdings hat sich bei Citroën und Peugeot die Produktion soweit etwas entspannt, dass die in 2022 an Kunden verkauften Fahrzeuge endlich produziert und im 1. Quartal 2023 an Kunden ausgeliefert werden konnten. Leider wurden der Auto Parc France GmbH im März 2023 stichtagsbezogen sehr viele durch Kunden bestellte Fahrzeuge fakturiert, die aufgrund zeitverzögerter Anlieferung nicht mehr im laufenden Geschäftsjahr an die Kunden berechnet und ausgeliefert werden konnten. Das führte zu einer außergewöhnlich hohen stichtagsbezogenen Verlängerung der Bilanz zum 31. März 2023.

Die zukünftige Entwicklung der Marken Peugeot und Citroën in unseren Marktgebieten sehen wir weiterhin positiv. Es gibt weiterhin eine ordentliche Nachfrage mit überdurchschnittlichen Lieferzeiten bei beiden Marken. Aufgrund der staatlichen Umweltprämie werden weiterhin Elektro Fahrzeuge, aber auch wieder verstärkt Fahrzeuge mit Verbrenner-Motoren verkauft. Hier ist der Stellantis-Konzern sehr gut aufgestellt, jedoch haben gängige Fahrzeuge weiterhin recht lange Lieferzeiten.

Eine Kernaufgabe ist es weiterhin, die Stärken der Betriebe mit höheren Marktanteilen und Kundenzufriedenheitswerten herauszuarbeiten und auf die anderen Standorte zu übertragen. Der Stellantis-Konzern hat europaweit zum 31.05.2023 alle Händlerverträge ordentlich gekündigt. Das Ziel des Stellantis-Konzerns ist es, die gesamte und markenübergreifende Handelsorganisation auf den Prüfstand zu stellen, um diese effizienter zu machen und auf die sich zukünftig veränderten Rahmenbedingungen - z.B. in Bezug auf Elektrifizierung der Fahrzeuge - vorzubereiten. Darüber hinaus beabsichtigt der Stellantis-Konzern eine weitere Konzentration der Händlerstandorte sowie die Vereinigung weiterer Stellantis-Marken auf bestehende Handelsgruppen. Die Auto Parc France GmbH hat zwischenzeitlich für alle Peugeot- und Citroën-Standorte sowie die Schwestergesellschaft Autohaus Am Ruhrdeich GmbH für alle Opel-Standorte einen Letter of Intent (LOI) erhalten. In diesem LOI hat der Stellantis-Konzern seine Absicht erklärt, auch über den 31.05.2023 hinaus mit der Ruhrdeichgruppe zusammen arbeiten zu wollen. Im Juli 2023 wurden alle Händler- und Serviceverträge zwischen der Stellantis Gruppe und der Ruhrdeichgruppe verbindlich gezeichnet.

3.2. Entwicklung des Vermittlergeschäfts

Es gilt weiterhin, die Prozesse und Abläufe im bisherigen Peugeot/Citroën-Vermittlergeschäft kontinuierlich zu verbessern, um den potentiellen Anschluss weiterer Vermittler organisatorisch zu ermöglichen.

3.3. Entwicklung des Einzelhandelsgeschäfts im Hauptbetrieb Duisburg

Das Peugeot- sowie das Citroën-Geschäft verlaufen sehr ordentlich, hier wollen wir den Marktanteil weiter optimieren.

3.4. Geschäftsentwicklung des Standorts Krefeld

Die Anzahl der Fahrzeugverkäufe der Marken Peugeot und Citroën am Standort konnten auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. In Krefeld sollen die Peugeot und Citroen-Verkäufe weiter ausgebaut werden.

3.5. Geschäftsentwicklung des Standorts Mülheim

Insgesamt waren die Erstzulassungen der französischen Marken am Standort Mülheim im Vergleich zum Vorjahr stark rückläufig. Das Ziel ist es, wieder das Zulassungsniveau des Vorjahres zu erreichen und somit die Marktanteile weiter zu steigern.

3.6. Geschäftsentwicklung des Standorts in Gelsenkirchen

In 2022 konnte das Marktniveau der Marke Citroën in Gelsenkirchen mit 1,32% verbessert und nahezu auf Bundes-Niveau gebracht werden.

3.7. Geschäftsentwicklung der Standorte in Essen

Der Marktanteil von Peugeot in Essen lag mit 2,76% deutlich über dem Bundesdurchschnitt der Marke. Mit der Marke Citroën erreichten wir mit 1,10% einen Marktanteil in Essen, der leicht unter dem Bundesniveau liegt.

3.8. Geschäftsentwicklung des Standorts in Moers

Die Entwicklung des Peugeot-Betriebs in Moers verlief von den Fahrzeugverkäufen her ordentlich, aber aufgrund der langen Lieferzeiten wurden jedoch erneut weniger Fahrzeuge ausgeliefert. Es wurde mit 1,34% lediglich ein Marktanteil erreicht, der unter dem Bundesniveau liegt.

3.9. Beteiligung an der Trend Automobile GmbH & Co. KG, Wuppertal

Die Auto Parc France GmbH hält 97,45 % der Kommanditanteile an der Trend Automobile GmbH & Co. KG mit Sitz in Wuppertal. Nachdem diese Beteiligungsgesellschaft in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 in erheblichem Maße von den Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen wurden, stellt sich die Ertragslage in 2022 erneut defizitär dar. Zwischenzeitlich haben Restrukturierungs- und Sanierungsgespräche auf Gesellschafter- und Lieferantenebene stattgefunden, die eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft erwarten lassen.

4. Risikobericht

Insbesondere der Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation, die Energiekrise und das damit verbundene negative Konsumverhalten sowie die negativen Wirtschaftsaussichten für Deutschland stellen für die weitere Entwicklung des Unternehmens ein markantes Risiko dar. Diese Vielzahl negativer Auswirkungen hat in den letzten Jahren gezeigt, dass die Lieferketten längst nicht so widerstandsfähig sind, wie dies bisher angenommen wurde.

Es können sich - je nach weiterem Verlauf der aktuellen Entwicklungen - anhaltende Umsatzeinbußen ergeben. Trotz der umgesetzten Maßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Auswirkungen besteht die Gefahr zukünftig nicht ausreichender korrespondierender Kostenentlastungen.

Die hohen Energiekosten, ein Mangel an Ladestationen sowie die hohen Anschaffungskosten können sich negativ auf die weitere Entwicklung der E-Mobilität auswirken. In Deutschland ist unbedingt der Ausbau der Ladeinfrastruktur zu beschleunigen und zudem die Benutzerfreundlichkeit und Bezahlbarkeit des Ladens zu optimieren.

Ein weiteres Risiko könnte darin bestehen, dass sich die Autobranche nicht ausreichend auf die sich ändernden Bedürfnisse der Verbraucher einstellt. Während die älteren Generationen den Besitz eines eigenen Autos noch eindeutig präferieren, sind die jüngeren Generationen offen für den Umstieg auf flexible Mobilitätsalternativen.

Risiken und Chancen zugleich bietet der Transformationsprozess, den der Autohandel derzeit durch Digitalisierung und Internet (Online-Handel) durchläuft. Hinzu kommen Umstrukturierungen der Autohersteller bei den Vertriebswegen bis hin zum Agenturmodell.

Für etwaige Verluste aus der Rücknahmeverpflichtung von Leasingfahrzeugen sind ausreichende Rückstellungen gebildet worden. Wertminderungen bei den Warenbeständen wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Basierend auf der soliden finanziellen Basis des Unternehmens, den vorhandenen Kompetenzen in der Unternehmensführung, dem soliden After-Sales-Geschäft mit hoher händlerbezogener Kundenloyalität und der guten Position im regionalen Wettbewerbsumfeld ist unsere Gesellschaft für zukünftige Herausforderungen gut gerüstet.

5. Prognosebericht

Es ist davon auszugehen, dass sich hinsichtlich der - immer noch unter dem Vorpandemieniveau liegenden - PKW-Absatzzahlen auch im Geschäftsjahr 2023/2024 keine signifikante Erholung zeigen wird. Die aktuellen Krisen, das Konsumverhalten, der noch nicht beseitigte Mangel an Halbleitern und anderen Vorprodukten und Rohstoffen sowie die neuerdings massiven Zinserhöhungen hemmen die Produktion und stellen eine Belastung für die gesamte Branche dar.

Die Herausforderung für die Unternehmen besteht darin, ihren Produktionsverbund und ihre Lieferketten auf die neuen Gegebenheiten auszurichten und z.B. ausfallende Lieferanten durch neue zu ersetzen. Dieser Prozess ist allerdings von Dauer und ohnehin nur mit Einschränkungen umsetzbar.

Die anhaltenden unfassbaren und erschütternden Ereignisse in der Ukraine sorgen dafür, dass sich die mittel- und langfristigen Auswirkungen für Europa, Deutschland und am Ende für die Autobranche weiterhin nicht einschätzen lassen. Die global hohen Spritpreise geben insofern derzeit eher Anlass zu einem pessimistischen Ausblick.

Trotz der als äußerst unsicher einzustufenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir insgesamt von einer positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024 aus. Als größte Herausforderung betrachten wir hierbei die langen Lieferzeiten aufgrund der weiterhin verzögerten Fahrzeugproduktion der Hersteller. Oberste Zielsetzung ist hierbei die Aufrechterhaltung eines wettbewerbsfähigen Bestandes an Fahrzeugen.

Insofern ist es nach wie vor nur eingeschränkt möglich, eine verlässliche Vorhersage der wirtschaftlichen Auswirkungen der insgesamt krisenbehafteten wirtschaftlichen Gesamtlage auf den Kraftfahrzeughandel insgesamt und unsere Gesellschaft vorzunehmen.

Insgesamt ist zu konstatieren, dass der klassische Neuwagenkauf im Autohaus an Bedeutung verlieren wird. Der Gebrauchtwagenhandel wird zunehmend durch Plattformen im Internet gesteuert. Neue Kundenanforderungen erfordern neue Konzepte. Diesen Anforderungen hat sich unsere Gesellschaft gestellt.

Trotz der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Parameter und in Anbetracht der eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen hoffen wir insgesamt auf eine positive Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024.

Dabei ist es nicht auszuschließen, dass sich die bei der vorliegenden Prognose getroffenen Annahmen als zu optimistisch herausstellen können. Es ist möglich, dass die vorstehend beschriebenen negativen Tendenzen länger andauern. Eine Folge hieraus könnte sein, dass potentielle Fahrzeugkäufer sich zurückhalten, weil sie erst ihre eigene berufliche und private Entwicklung abwarten wollen, bevor sie in der jetzigen unsicheren Situation größere Anschaffungen planen.

Die zu erwartende Kaufzurückhaltung wird ganz sicher zu einer weiteren Konsolidierung des Kraftfahrzeughandels in Deutschland führen. Die Ruhrdeichgruppe hat in den letzten Jahren erfolgreich eine solide finanzielle Basis der Unternehmensgruppe geschaffen, die es zu erhalten und weiter auszubauen gilt.

Begleitend wird kontinuierlich an effektiven und effizienten Strukturen und Arbeitsabläufen gearbeitet.

 

Duisburg, 30. September 2023

Peter Gerards, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.3.2023
EUR
31.3.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.909.572,31 3.179.785,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.479,00 13,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.479,00 13,00
II. Sachanlagen 2.907.089,31 3.179.768,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 107.918,00 144.345,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.743.666,00 3.031.201,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.505,31 4.222,00
III. Finanzanlagen 4,00 4,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4,00 4,00
B. Umlaufvermögen 25.254.377,51 10.415.993,58
I. Vorräte 16.638.061,00 6.281.875,97
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.596,70 7.274,80
2. fertige Erzeugnisse und Waren 16.631.464,30 6.274.601,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.254.778,50 3.611.843,32
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.892.655,76 2.602.919,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 267.459,85 271.072,15
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.094.662,89 737.851,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 361.538,01 522.274,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.198,38 50.423,57
Bilanzsumme, Summe Aktiva 28.210.148,20 13.646.202,15

Passiva

31.3.2023
EUR
31.3.2022
EUR
A. Eigenkapital 379.224,87 379.224,87
I. gezeichnetes Kapital 125.000,00 125.000,00
II. Gewinnrücklagen 237.347,90 237.347,90
1. andere Gewinnrücklagen 237.347,90 237.347,90
III. Gewinnvortrag 16.876,97 16.876,97
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.007.615,00 970.000,00
1. sonstige Rückstellungen 1.007.615,00 970.000,00
C. Verbindlichkeiten 26.765.859,27 12.212.810,22
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.073.897,45 6.336.426,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 21.073.897,45 6.336.426,51
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 609.125,63 249.214,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 609.125,63 249.214,36
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.002.456,22 432.603,41
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.002.456,22 432.603,41
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.754.596,66 4.881.220,36
davon gegenüber Gesellschaftern 2.363.289,25 4.432.822,12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.964.596,66 4.091.220,36
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 790.000,00 790.000,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 325.783,31 313.345,58
davon aus Steuern 42.932,00 27.192,12
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.847,30 2.554,55
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 325.783,31 313.345,58
D. Rechnungsabgrenzungsposten 57.449,06 84.167,06
Bilanzsumme, Summe Passiva 28.210.148,20 13.646.202,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1.4.2021 - 31.3.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 64.598.123,34 64.099.451,64
2. sonstige betriebliche Erträge 96.356,29 699.612,92
3. Materialaufwand 53.119.657,30 53.032.978,06
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 52.445.258,32 52.838.236,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 674.398,98 194.741,91
4. Personalaufwand 4.354.076,51 3.614.360,45
a) Löhne und Gehälter 3.605.584,30 2.909.629,97
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 748.492,21 704.730,48
5. Abschreibungen 781.881,84 903.030,06
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 781.881,84 903.030,06
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.128.345,89 6.480.388,54
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.730,66 12.698,52
davon aus Abzinsung 4.808,16 5.321,59
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 433.346,88 253.495,27
davon an verbundene Unternehmen 83.752,73 107.551,71
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 309.415,15 192.319,11
10. Ergebnis nach Steuern 577.486,72 335.191,59
11. sonstige Steuern 26.566,98 25.589,46
12. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 550.919,74 309.602,13
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang nach § 284 - § 288 HGB zum Geschäftsjahr 2022/2023

Auto Parc France GmbH

Sitz: Duisburg

Registergericht: Duisburg HRB 11907

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Gesellschaft erfüllt zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 (3) HGB.

Für 2022/2023 hat die Gesellschaft den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie den Lagebericht nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. § 264 ff HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. April 2022 bis 31. März 2023.

Die Gesellschaft hat am 16. März 2009 mit der Ruhrdeich-Holding GmbH, Duisburg, als herrschendem Unternehmen, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Das Bestehen dieses Unternehmensvertrages ist bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse (Ergebnisabführungsverpflichtung) entsprechend zu berücksichtigen.

Die Gesellschaft wird einschließlich ihrer Tochterunternehmen in den befreienden Konzernabschluss zum 31. März 2023 der P.G.-Verwaltung GmbH, Essen, einbezogen und ist damit von der Verpflichtung befreit, selbst einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zu erstellen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der P.G.-Verwaltung GmbH erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

Nachstehender Anhang enthält die gesetzlich bestimmten Anhang-Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 284 HGB sowie sonstige Pflichtangaben gemäß § 285 HGB.

B. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt; ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Das Anlagevermögen wurde zu den Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB angesetzt und - soweit es in seiner zeitlichen Nutzung begrenzt ist - um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Abschreibungen wurden dabei nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf linearer Verteilungsgrundlage vorgenommen. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, welcher über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben wird.

Das Finanzanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten angesetzt worden.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB angesetzt.

Die Waren - bestehend aus Neuwagen, Gebrauchtwagen und Ersatzteilen - wurden zu ihren Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB unter Einbeziehung von Anschaffungskostenpreisminderungen bei den Neuwagen sowie bei den Ersatzteilen bewertet.

Bei den Gebrauchtwagen wurden neben den Einstandspreisen die angefallenen Reparaturkosten (bewertet zu Herstellungskosten) einbezogen. Zur Sicherstellung einer verlustfreien Bewertung wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Stichtagswert vorgenommen. Bei den Ersatzteilen wurden erforderliche Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Dem strengen Niederstwertprinzip ist bei den grundsätzlich zu ihrem Nennwert bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über die Vornahme von Einzelwertberichtigungen durch den Ansatz des beizulegenden Stichtagswertes nach § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB Rechnung getragen. Das allgemeine latente Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände, soweit diese Forderungen darstellen, werden mit dem Nennwert bewertet. Bei zweifelhaften Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

II. Angaben zu den einzelnen Positionen der Bilanz zum 31. März 2023

Anlagevermögen

Zur Darstellung des Anlagevermögens wird auf den als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Brutto-Anlagenspiegel, aus dem die Entwicklung des Anlagevermögens 2022/2023 ersichtlich ist, verwiesen.

Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag 97,45 % der Anteile an der Trend Automobile Verwaltungs GmbH, Wuppertal (Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 T€ 95, Jahresergebnis 2022 T€ 4) sowie 97,45 % des Kommanditkapitals der Trend Automobile GmbH & Co. KG, Wuppertal (Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 T€ -1.414, Jahresergebnis 2022 T€ -72).

Sonstige Rückstellungen

Es wurden mit einem für die Gesellschaft nicht unerheblichen Umfang Rückstellungen gebildet für:

VJ
Rückzahlungsrisiken Finanzhilfen 448.200,00 448.200,00
Leasingrückläufer 324.000,00 286.800,00
Urlaubsansprüche Mitarbeiter/Sonderzahlungen 99.100,00 85.000,00
Mitarbeitervergütungen 48.315,00 53.400,00
Aufbewahrungskosten 27.000,00 30.000,00
Garantierückstellungen 20.100,00 23.100,00
Jahresabschlusskosten 18.300,00 18.500,00
Rechtsstreitigkeiten 19.000,00 12.100,00
Berufsgenossenschaft 3.600,00 12.900,00
1.007.615,00 970.000,00

Angaben zu Verbindlichkeiten

(1) zu § 285 Ziffer 1 und 2 HGB

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt € 790.000,00 (Vorjahr: € 790.000,00). Die Verbindlichkeiten aus Fahrzeugfinanzierungen in Höhe von € 19.601.960,77 (Vorjahr: € 5.153.624,19) sind durch Eigentumsvorbehalte bzw. Sicherungsübereignungen für die finanzierenden Kreditinstitute gesichert.

(2) zu § 285 Ziffer 3a HGB

Es bestehen folgende Mietverträge:

mtl. Miete
Kündigungsfrist finanzielle Verpflichtung
Duisburg, Max-Peters-Str. 19 1.000,68 fest bis 31.12.2022 9.006,12
Duisburg, Neumühler Str. 72 (Miete Betriebsimmobilie) 9.000,00 Kündigungsfrist 3 Monate 27.000,00
Krefeld, Saalestr. 15 und 21 (Miete Betriebsimmobilie) 9.000,00 Kündigungsfrist 3 Monate 27.000,00
Mülheim, Fritz-Thyssen-Str. 6-8 (Miete Anteil Betriebsimmobilie) 5.624,21 gesetzl. Kündigungsfrist 6 Monate 33.745,26
Essen, Haedenkampstr. 77 (Miete Betriebsimmobilie) 8.000,00 9 Monate 72.000,00
Essen, Haedenkampstr. 77 (Miete Ausstellungsfläche) 2.381,20 9 Monate 21.430,80
Essen, Haedenkampstr. 77-79 2.000,00 9 Monate 18.000,00
Essen, Haedenkampstr. 79 5.000,00 9 Monate 45.000,00
Essen, Haedenkampstr. 21 (Miete Parkplätze) 1.543,50 Kündigungsfrist jeweils zum 31.12. des Jahres 13.891,50
Gelsenkirchen, Ulrichstr. 9 (Miete Anteil Betriebsimmobilie) 2.666,66 gesetzl. Kündigungsfrist 6 Monate 15.999,96
Moers, Mühlenstr. 3 (Miete Anteil Betriebsimmobilie) 3.000,00 Kündigungsfrist 3 Monate 9.000,00
292.073,64

Von den Verpflichtungen entfallen € 112.745,22 auf verbundene Unternehmen.

(3) Angaben zu Haftungsverhältnissen gemäß § 251 HGB

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 6.647 (2022: T€ 4.395).

Die vorstehenden Verpflichtungen betreffen ausschließlich Unternehmen im Konzernverbund der Ruhrdeichgruppe.

Aufgrund der soliden finanziellen Ausstattung dieser Gesellschaften, die auch in der Vergangenheit jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachgekommen sind, ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.

(4) Gesellschafterdarlehn

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Gesellschafterdarlehn über € 790.000,00 mit einer Rangrücktrittsvereinbarung gewährt worden.

III. Angaben zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Gewinn- und Verlustrechnung 2022/2023 ist wie in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgebaut.

C. Sonstige Pflichtangaben nach § 285 HGB

1. Im Geschäftsjahr 2022/2023 war der Kaufmann Peter Gerards, Xanten, alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft.

2. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug

2022/2023 2021/2022
Angestellte 64 62
Gewerbliche Arbeitnehmer 23 26
Auszubildende 22 30
Aushilfen 2 4
111 122

3. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da diese in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der P.G.-Verwaltung GmbH, Essen, erfolgen.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Duisburg, 30. September 2023

Peter Gerards, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2022
Zugänge
Abgänge
31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Lizenzen 27.508,82 2.988,60 0,00 30.497,42
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 511.083,97 0,00 0,00 511.083,97
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Vorführwagen 2.765.494,55 6.308.060,49 6.539.665,13 2.533.889,91
Geschäftsfahrzeuge 255.968,68 0,00 0,00 255.968,68
Einrichtung 821.643,83 33.611,44 17.360,33 837.894,94
Sammelposten 93.858,67 2.582,61 0,00 96.441,28
3.936.965,73 6.344.254,54 6.557.025,46 3.724.194,81
3 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.222,00 51.283,31 0,00 55.505,31
Summe Sachanlagen 4.452.271,70 6.395.537,85 6.557.025,46 4.290.784,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4,00 0,00 0,00 4,00
4.479.784,52 6.398.526,45 6.557.025,46 4.321.285,51
kumulierte Abschreibungen
01.04.2022
Zuführung
Abgänge
31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Lizenzen 27.495,82 522,60 0,00 28.018,42
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 366.738,97 36.427,00 0,00 403.165,97
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Vorführwagen 163.879,55 644.036,49 668.146,13 139.769,91
Geschäftsfahrzeuge 113.928,68 40.117,00 0,00 154.045,68
Einrichtung 545.366,83 55.660,14 2.022,03 599.004,94
Sammelposten 82.589,67 5.118,61 0,00 87.708,28
905.764,73 744.932,24 670.168,16 980.528,81
3 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.272.503,70 781.359,24 670.168,16 1.383.694,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.299.999,52 781.881,84 670.168,16 1.411.713,20
Buchwert
31.03.2023
31.03.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Lizenzen 2.479,00 13,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 107.918,00 144.345,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Vorführwagen 2.394.120,00 2.601.615,00
Geschäftsfahrzeuge 101.923,00 142.040,00
Einrichtung 238.890,00 276.277,00
Sammelposten 8.733,00 11.269,00
2.743.666,00 3.031.201,00
3 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.505,31 4.222,00
Summe Sachanlagen 2.907.089,31 3.179.768,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4,00 4,00
2.909.572,31 3.179.785,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.11.2023 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Auto Parc France GmbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Auto Parc France GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto Parc France GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gelsenkirchen, den 12. Oktober 2023

TREUHAND WEST GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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