Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 195494
Vorher
LSE Space GmbH
Eingetragen
22.11.2011
Branche
Luft- und Raumfahrzeugbau für zivile ZweckeLuft- und Raumfahrzeugbau für militärische ZweckeReparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und Raumfahrzeugen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Errichtung und Betrieb von Raumfahrttechnologie, insbesondere von Bodenkontrollsystemen und Raumfahrzeugen, sowie Beratung und aktive Unterstützung von Unternehmen der Raumfahrtindustrie als auch Übernahme des Betriebs von Raumfahrtkontrollzentren und vergleichbarer Raumfahrttechnologie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nathalie Fortier
seit 2.7.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Svenska rymdaktiebolagetSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Svenska rymdaktiebolaget
Sweden
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LSE Space GmbH

Gilching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 GESCHÄFTSMODELL

Die LSE Space GmbH (im Folgenden kurz LSE oder Gesellschaft genannt) ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München seit 22.11.2011 unter der Nummer 195494 eingetragen. Das Stammkapital beträgt 200 T€.

Die Gesellschaft entstand durch Formwechsel der LSE Space Engineering & Operations AG, die im Handelsregister B des Amtsgerichtes München unter der Nummer 154309 seit 19.10.2004 eingetragen war.

Die Gesellschaft ist hauptsächlich im Dienstleistungsgeschäft für die Raumfahrt tätig. Das Hauptbetätigungsfeld ist die Vorbereitung und technische Einrichtung von Raumfahrtkontrollzentren und der Betrieb von Satelliten für deutsche und europäische Raumfahrtagenturen und kommerzielle Satellitenbetreiber.

1.2 ANGABEN ZU ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Die Gesellschaft ist an den Standorten Gilching (Hauptsitz) und Darmstadt (Büro) vertreten. Dies erlaubt der Gesellschaft durch unmittelbare Nähe zu den Hauptkunden DLR, ESA und Eumetsat schnell auf neue Kundenanforderungen reagieren zu können.

Die Tochtergesellschaft Aurora Technology B.V. hat ihre Niederlassung in Noordwijk, Niederlande. Das Hauptbetätigungsfeld von Aurora Technology B.V. ist die Erbringung von Ingenieurs- und wissenschaftlichen Dienstleistungen für Raumfahrtmissionen.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 RAHMENBEDINGUNGEN

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Bereich der Raumfahrt werden von der Geschäftsführung als gut erachtet. Die Branche zeigt sich insgesamt als stabil, obwohl die Ereignisse des letzten Jahres (COVID-19-Pandemie und der Russisch-Ukrainische Krieg) zu Verzögerungen bei geplanten Raumfahrtprojekten geführt haben. Es besteht noch die Gefahr, dass langfristig die europäischen und nationalen Raumfahrtbudgets durch die Krise negativ beeinflusst werden könnten.

2.2 STEUERUNGSGRÖßEN DER GESELLSCHAFT

Zur operativen Steuerung der Gesellschaft verwendet die Gesellschaft insbesondere das Rohergebnis, definiert als Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung, sonstigen betrieblichen Erträge und Materialaufwand sowie das EBIT (ohne Beteiligungserträge). Zur Entwicklung der genannten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 wird auf die Ausführungen zur Ertragslage verwiesen.

Die Auslastung der Mitarbeiter wird als nicht finanzieller Leistungsindikator genutzt.

2.3 GESCHÄFTSVERLAUF

Im Geschäftsjahr 2023 konnten nach Einschätzung der Geschäftsführung fast alle fest eingeplanten Ausschreibungen und Folgeaufträge gewonnen werden.

Gut verlief das Geschäftsjahr 2023 der Tochterfirma Aurora Technology B.V. Hier konnte gemäß dem ungeprüften Jahresabschluss zum 31.12.2023 ein Gewinn von 824 T€ erwirtschaftet werden.

Zusammenfassend kann berichtet werden, dass der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Jahr von der Geschäftsleitung als zufriedenstellend erachtet wird.

2.3.1 ERTRAGSLAGE

Die Umsatzerlöse haben sich im Vorjahresvergleich um 6,5% erhöht und lagen damit leicht über der prognostizierten Spanne des Vorjahres. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Gewinn neuer Verträge zurückzuführen.

Das EBIT des Geschäftsjahres beläuft sich auf 2,0 M€ und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 2,7 M€. Der Unterschied zum Vorjahr resultiert insbesondere aus der Ausschüttung 2022 von der Aurora Technology B.V. an die Gesellschaft in Höhe von 1,0 M€. In 2023 erfolgte keine Ausschüttung. Das um diese Ausschüttung bereinigte EBIT in 2022 betrug 1,7 M€. Das EBIT von 2023 liegt damit leicht über dem vergleichbaren Vorjahresniveau und auch im Rahmen der ursprünglichen Prognose.

Die Materialaufwendungen bewegen sich mit 4,4 M€ in etwa auf Vorjahresniveau (4,3 M€). Unter Berücksichtigung von Bestandsverminderung und sonstigen betrieblichen Erträgen ergibt sich für das Jahr 2023 damit ein Rohergebnis in Höhe von 20,7 M€ das merklich über dem Vorjahreswert von 19,4 M€ liegt.

Den größten Posten innerhalb der betrieblichen Aufwendungen stellen unverändert die Personalaufwendungen dar. Sie haben sich im Vorjahresvergleich um 1,0 M€ auf 17,3 M€ erhöht. Ursächlich hierfür war neben gestiegenen Gehältern insbesondere der höhere Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt. Die Mitarbeiterauslastungsquote lag für 2023 bei 97,5% (Vorjahr: 95,8%). Die Prognose für die Mitarbeiterauslastungsquote war 95%. Damit lag die Auslastung leicht über den Erwartungen.

Die Abschreibungen verringerten sich leicht um 15 T€ auf 18 T€ während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen Anstieg um 59 T€ auf 1.405 T€ verzeichneten. Unter Berücksichtigung eines nahezu konstanten Finanzierungsergebnisses (-10 T€) und der Ertragsteuerbelastung des Geschäftsjahres (564 T€) ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.448 T€ (Vorjahr: 2.233 T€). Bereinigt man das Vorjahresergebnis um den Beteiligungsertrag von 1 M€, liegt der Jahresüberschuss 2023 damit leicht über Vorjahresniveau.

2.3.2 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,5% auf 13.083 T€ gesunken.

Das Anlagevermögen der Gesellschaft ist unverändert im Wesentlichen durch die Beteiligung an der Tochtergesellschaft Aurora Technology B.V. geprägt und hat insgesamt einen Anteil von 20,3% an der Bilanzsumme.

Dementsprechend hat das Umlaufvermögen einen Anteil von 79,7% am Gesamtvermögen. Die größten Posten stellen wie bereits im Vorjahr die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4,7 M€; Vorjahr: 4,9 M€) und die liquiden Mittel (5,1 M€; Vorjahr: 5,1 M€) dar.

Die Eigenkapitalquote beträgt 74,6% (Vorjahr: 73,2%).

Das Fremdkapital der Gesellschaft hat sich um insgesamt 0,3 M€ auf 3,3 M€ verringert. Die Rückstellungen stellen mit 2,1 M€ unverändert den größten Posten des Fremdkapitals dar. Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten.

2.3.3 FINANZIERUNG UND LIQUIDITäT

Der Finanzmittelbestand stieg im Geschäftsjahr um 9 T€ und beträgt zum Bilanzstichtag 5.109 T€.

Im Berichtsjahr erfolgte eine Gewinnausschüttung in Höhe von 1.500 T€ an die Muttergesellschaft.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus dem laufenden Cashflow. Zur Sicherung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Unternehmung besteht bei der Stadtsparkasse München eine Kontokorrentfazilität über 800 T€.

Um Liquiditätsengpässe zu vermeiden, werden monatlich Cashflow Prognosen erstellt, damit möglichst frühzeitig Engpässe erkannt werden können. Der hohe Geldbestand der Gesellschaft gibt der Gesellschaft ein ausreichendes Polster, um das operative Geschäft zu bestreiten.

Derivative oder vergleichbare Finanzinstrumente werden in der Gesellschaft nicht verwendet.

3.4 GESAMTAUSSAGE

Die Geschäftsentwicklung in 2023 ist insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Unsere Mitarbeiterkapazitäten waren und sind weitestgehend ausgelastet.

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

2.3.5 MITARBEITER

Das wichtigste Element für den Erfolg der Gesellschaft ist das Know-how und die Erfahrung der Mitarbeiter. Folgende Faktoren haben maßgeblich zum Erfolg der Mitarbeiter beigetragen:

- Große Erfahrung im Betrieb von Erdbeobachtungs- und geostationären Satelliten und der Internationalen Raumstation

- Gezielte Weiterbildungsmaßnahmen

- Gewachsene und gelebte Unternehmungskultur

- Kundenorientierte Prozesse und Arbeitsweisen

- Management steht im engen Kontakt mit den Kunden

Im Geschäftsjahr beschäftigte LSE im Schnitt 170 Mitarbeiter (Vorjahr: 165). Dies entspricht nach Berücksichtigung von Teilzeitstellen und Mitarbeitern in Elternzeit 166,4 Vollzeitstellenäquivalente (Vorjahr: 160,3).

3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Gesellschaft ist gesamtwirtschaftlichen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken können dazu führen, dass die Gesellschaft ihre gesetzten operativen und finanziellen Ziele nicht erreichen kann. Ziel des Risikomanagements ist es daher, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und ihnen entgegen zu steuern. Dazu werden in unserem Planungs- und Controllingsystem monatlich Abweichungen der tatsächlichen und geplanten geschäftlichen Entwicklung identifiziert und analysiert. Hierdurch sollen Risiken zeitnah erkannt werden.

Das Risikomanagement orientiert sich an der Unternehmensstrategie nach nachhaltigem und ertragreichem Wachstum, wobei die Gesellschaft versucht, unangemessene Risiken weitestgehend zu vermeiden bzw. ihnen entgegen zu steuern. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Ausführung der Geschäftsstrategie.

Risiken und Chancen werden hinsichtlich ihrer Bedeutung, die sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der voraussichtlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergibt, in die Kategorien hoch, mittel und niedrig eingestuft.

3.1 CHANCEN, RISIKEN UND RISIKOMANAGEMENT

Chancenbericht

Neue Chancen für LSE entstehen in der Ausweitung des Dienstleistungsangebots bei Kunden, bei denen die Gesellschaft im Vergleich zu anderen Dienstleistern noch eine vergleichsweise kleine Rolle spielt. Die Bedeutung dieser Chance wird als mittel angesehen.

Des Weiteren ist die Gesellschaft weiterhin daran interessiert neue Kunden zu gewinnen. Entsprechende Aktivitäten sind bereits geplant und budgetiert. Die Bedeutung dieser Chance wird als hoch angesehen.

Die Gesellschaft wird im Zuge einer engeren Kooperation mit der Muttergesellschaft SSC Swedish Space Corporation, Solna/Schweden, gemeinsam neue Konzepte und Dienstleistungen entwickeln. Mit Hilfe dieser neuen Möglichkeiten wird die Gesellschaft verstärkt zusätzliche Vertriebsaktivitäten umsetzen, um neue Kunden zu gewinnen. Die Bedeutung dieser Chance wird als mittel angesehen.

Gesamtbild der Chancenlage

Insgesamt wurden die Chancen wie im Vorjahr als mittel eingestuft.

Risikobericht

Die wesentlichen Risiken, die sich auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft auswirken können, sind:

• Akquisitionsrisiko

Mit Akquisitionsrisiko ist die Gefahr gemeint, dass neue oder Folgeaufträge nicht gewonnen werden und somit verfügbare Mitarbeiterkapazitäten der Gesellschaft nicht ausgelastet werden könnten. Da unser Geschäft sehr personalintensiv ist und laufende Beschäftigungsverhältnisse nicht kurzfristig aufgelöst werden können, stellt das Akquisitionsrisiko ein signifikantes Risiko dar. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir allerdings als gering.

• Personalrisiken

Durch die demographische Entwicklung und durch den knapper werdenden Arbeitsmarkt wird es immer schwieriger, hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Dies kann einen negativen Einfluss auf Wachstumschancen in der Zukunft nehmen. Die Bedeutung dieses Risikos wird für das laufende Geschäft als gering eingestuft.

• Forderungsrisiken

Da es sich bei einem Großteil der Kunden der Gesellschaft um öffentliche Einrichtungen handelt, die über eine sehr gute Bonität verfügen, kam es bisher noch nicht zu Zahlungsausfällen. Des Weiteren ist die Zahlungsmoral der Hauptkunden als sehr gut zu bezeichnen. Es kommt selten zu Zahlungsverspätungen. Die Bedeutung dieses Risikos wird als gering eingestuft.

• Projektrisiken

Mit Projektrisiko ist die Gefahr gemeint, dass ein Projekt im Zuge von technischen Problemen oder Ausfällen vorzeitig beendet wird. Dieses Risiko könnte natürlich auch Raumfahrtprojekte betreffen. Die Bedeutung dieses Risikos wird als gering eingestuft.

• Raumfahrtbudgetrisiken

Es besteht die Gefahr, dass es aufgrund von höheren Staatsschulden langfristig die europäischen und nationalen Raumfahrtbudgets negativ beeinflusst werden könnten. Die Geschäftsführung beobachtet die Situation regelmäßig und wird bei Bedarf mit einer strikteren Kostenkontrolle auf negative Entwicklungen reagieren. Dieses Risiko wird als mittel eingestuft.

Gesamtaussage zum Risikobericht

• Von den im Risikobericht beschriebenen Risiken kann potenziell eine Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ausgehen. Die Geschäftsführung sieht die bestehenden Risiken insgesamt als beherrschbar an und passt die Beurteilung der Risiken fortlaufend den Veränderungen des Umfeldes und den Erfordernissen des laufenden Geschäfts an. Bestandsgefährdende Risiken sind vom aktuellen Standpunkt nicht ersichtlich.

• Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Risikolandschaft der Gesellschaft im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken.

• Insgesamt ist von einer geringen bis mittleren Bedeutung der Risiken auszugehen.

3.2 PROGNOSE ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Das neue Geschäftsjahr 2024 begann planmäßig. Der Planung lässt für die Folgejahre eine positive Ergebnisentwicklung erwarten. Der Auftragseingang entsprach bisher den Erwartungen. Der Auftragsbestand deckt mit 21,6 M€ einen großen Teil des geplanten Umsatzes für das Geschäftsjahr 2024 ab. Es wird erwartet, dass das Rohergebnis leicht über dem Vorjahresniveau und das EBIT auf einem ähnlichen Niveau wie 2023 sein wird. Eine Mitarbeiterauslastungsquote wird mit 94% leicht unter dem Vorjahrsniveau liegen. Insgesamt geht die Geschäftsführung vom momentanen Standpunkt von einer günstigen Geschäftsentwicklung für die LSE Space GmbH aus.

 

Gilching, den 30. Januar 2024

Nathalie Fortier

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.657.442,00 2.665.060,00
I. Sachanlagen 70.367,00 77.985,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.367,00 77.985,00
II. Finanzanlagen 2.587.075,00 2.587.075,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.587.075,00 2.587.075,00
B. Umlaufvermögen 10.371.404,80 10.686.616,79
I. Vorräte 0,00 24.205,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.262.602,39 5.562.851,36
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 221.308,71 124.982,61
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.041.293,68 5.437.868,75
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.108.802,41 5.099.559,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.736,56 65.684,29
Aktiva 13.082.583,36 13.417.361,08

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.764.163,55 9.816.638,44
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnrücklagen 20.000,00 20.000,00
III. Bilanzgewinn 9.544.163,55 9.596.638,44
davon Gewinnvortrag 9.596.638,44 8.363.289,00
B. Rückstellungen 2.086.960,74 2.159.869,97
C. Verbindlichkeiten 1.231.459,07 1.440.718,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 237.313,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 237.313,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.231.459,07 1.203.405,67
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.231.459,07 1.203.405,67
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 134,00
Passiva 13.082.583,36 13.417.361,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 20.736.494,15 19.402.802,25
2. Personalaufwand 17.291.098,21 16.283.647,21
a) Löhne und Gehälter 14.517.204,61 13.788.529,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.773.893,60 2.495.118,05
davon für Altersversorgung 96.226,50 105.832,01
3. Abschreibungen 18.318,64 33.305,11
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 18.318,64 33.305,11
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.405.314,57 1.346.345,93
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.885,50 356,60
5. Erträge aus Beteiligungen 1.000.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 1.000.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 420,99 613,99
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.212,97 8.022,22
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 564.436,05 498.739,33
9. Ergebnis nach Steuern 1.447.534,70 2.233.356,44
10. sonstige Steuern 9,59 7,00
11. Jahresüberschuss 1.447.525,11 2.233.349,44
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.596.638,44 8.363.289,00
13. Ausschüttung 1.500.000,00 1.000.000,00
14. Bilanzgewinn 9.544.163,55 9.596.638,44

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der LSE Space GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die LSE Space GmbH, Gilching, ist unter Registernummer HRB 195494 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze richten sich nach den handelsrechtlichen Vorschriften. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte mit den Anschaffungskosten. Die Abschreibungen wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode ermittelt. Dabei wurden Abschreibungssätze zwischen 6,67 % und 33,3 % zugrunde gelegt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen und wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die unfertigen Leistungen werden zu Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Teilen der Gemeinkosten bewertet. Den unfertigen Leistungen wird im Rahmen der verlustfreien Bewertung der niedrigere Wert beigelegt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Alle restlichen Vermögenswerte und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für Ausgaben im Berichtsjahr, die wirtschaftlich Aufwand des Folgejahres darstellen, wurden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden einzeln ermittelt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Einnahmen im Berichtsjahr, die wirtschaftlich Ertrag des Folgejahres darstellen, wurden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls mit dem Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten im Rahmen der Stichtagsbewertung erfolgt mit dem Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag. Währungsgewinne aus der Umrechnung kurzfristiger Positionen sowie Verluste aus Kursänderungen generell werden, soweit gegeben, durch Neubewertung zum Bilanzstichtag berücksichtigt.

Als Umsatzerlöse werden alle Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit Umsatz verbundener Steuern. Entsprechend dem Realisationsprinzip erfolgt eine periodengerechte Erfassung.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagespiegel

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz an anderen Unternehmen, von denen die Gesellschaft mindestens 20 % der Anteile besitzt:

Die LSE Space GmbH ist an der Aurora Technology B.V., mit Sitz in Noordwjik/Niederlande zu 100 % beteiligt. Gemäß dem geprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 weist die Aurora Technology B.V. einen Jahresüberschuss von TEUR 832 sowie ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.802 aus.

2. Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2023 stellen ausschließlich Forderungen gegen Gesellschafter dar.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2023 sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten zum 31. Dezember 2023 Mietkaution in Höhe von EUR 40.008,82.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 200.000 und ist in voller Höhe eingezahlt.

5. Bilanzgewinn

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 8.096.638,44 einbezogen.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten, ausstehende Rechnungen, sowie für Kostenumlagen von Geschäftspartnern und für Abschluss- und Prüfungskosten gebildet. Sofern die Laufzeiten der Rückstellungen mehr als ein Jahr sind, wurden diese abgezinst. Die handelsrechtliche Abzinsung der Rückstellungen erfolgte gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt.

7. Verbindlichkeiten und Restlaufzeitvermerk

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern dar. Sie stellen zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 15.043,46 (Vorjahr EUR 86.478,60) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 2.885,50 (Vorjahr EUR 356,60) enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich am Bilanzstichtag auf EUR 372.127,18.

2. Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 170 (Vorjahr: 165) Mitarbeiter, davon 6 (Vorjahr: 6) leitende Manager und 164 (Vorjahr: 159) Angestellte.

3. Unternehmensorgane

Als Geschäftsführerin der LSE Space GmbH war im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Frau Nathalie Fortier, Geschäftsführerin und Leiterin Finanzen und Geschäftsentwicklung

Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

4. Konzernabschluss

Muttergesellschaft des Unternehmens ist die SSC Swedish Space Corporation mit Sitz in Solna/Schweden. Der Jahresabschluss der LSE Space GmbH ist in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss wird bei dem schwedischen Gesellschaftsregister Bolagsverket, SE-851 81 Sundsvall, Registernummer 556166-5836 offengelegt.

5. Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag liegen nicht vor.

6. Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen von dem Bilanzgewinn 2023 einen Teilbetrag in Höhe von EUR 1,0 Mio. auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Gilching, den 30. Januar 2024

Nathalie Fortier

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.790,75 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.790,75 0,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 471.619,46 10.700,64 1.398,59
Summe Sachanlagen 471.619,46 10.700,64 1.398,59
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.587.075,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.587.075,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.066.485,21 10.700,64 1.398,59
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.790,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.790,75
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 480.921,51
Summe Sachanlagen 0,00 480.921,51
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2.587.075,00
Summe Finanzanlagen 0,00 2.587.075,00
Summe Anlagevermögen 0,00 3.075.787,26
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.790,75 0,00 0,00 0,00 7.790,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.790,75 0,00 0,00 0,00 7.790,75
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 393.634,46 18.318,64 1.398,59 0,00 410.554,51
Summe Sachanlagen 393.634,46 18.318,64 1.398,59 0,00 410.554,51
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 401.425,21 18.318,64 1.398,59 0,00 418.345,26
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 70.367,00 77.985,00
Summe Sachanlagen 0,00 70.367,00 77.985,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2.587.075,00 2.587.075,00
Summe Finanzanlagen 0,00 2.587.075,00 2.587.075,00
Summe Anlagevermögen 0,00 2.657.442,00 2.665.060,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Unsere Abschlussprüferin, die consaris AG, hat unserem Jahresabschluss zum 31.12.2023 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LSE Space GmbH, Gilching

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LSE Space GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden õ geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LSE Space GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eggenfelden, den 4. März 2024

consaris AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Collin Späth, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Erras, Wirtschaftsprüfer"

Wir weisen darauf hin, dass sich der Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss ohne Offenlegungserleichterung bezog.

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