Overdreef GmbH
Am Nordhafen 10, 47138 Duisburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Reiz seit 2.7.2025 | Prokura |
Michael Sprenger seit 2.7.2025 | Prokura |
Hans-Ulrich Overdreef seit 31.3.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 80.32% | |
J**** K************* | 19.68% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Overdreef GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023Overdreef GmbHA. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind im Automobilhandel mit neuen und gebrauchten Automobilen tätig. Im PKW-Neuwagenbereich vertreiben wir ausschließlich Modelle des Herstellers BMW. Seit Ende 2016 vertreiben wir ebenfalls in sehr kleinen Stückzahlen Pferdetransporter verschiedener Hersteller. Im Gebrauchtwagenhandel liegt der Schwerpunkt ebenfalls im Vertrieb von Fahrzeugen der Marke BMW. Unser Leistungsspektrum umfasst daneben den Aftersales Bereich mit Ersatzteil- und Zubehörversorgung sowie der Werkstattbetrieb als Fachwerkstatt für die Marken BMW, BMW i und Mini. Neben dem regionalen Einzugsgebiet vertreiben wir unsere Produkte über den Onlinehandel im gesamten deutschen Inland und im europäischen Ausland. Der Schwerpunkt liegt jedoch im Inlandsgeschäft. II. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft führt keine Produktentwicklungen durch. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das BIP ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um ca. 0,3 % gesunken (Vorjahr +1,8%). Wesentliche Faktoren für die wirtschaftliche Entwicklung waren die hohe Inflation sowie die ungünstigen Finanzierungsbedingungen und eine geringere Nachfrage auf In- und Ausland. Der Rückgang zeigte sich vor allem im verarbeitenden Gewerbe, wohingegen aus der Automobilindustrie auch im Jahr 2023 noch positive Impulse kamen. Wurde der Zuwachs des BIP im Vorjahr noch durch die privaten Konsumausgaben getragen, so zeigte sich im Jahr 2023 ein preisbereinigter Rückgang des privaten Konsums um ca. 0,8%, was im Wesentlichen auf das hohe Preisniveau zurückzuführen sein dürfte. (Quelle: DeStatis Deutsches Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.01.2024) Der Automobilhandel war von den o.g. Rahmenbedingungen ebenfalls betroffen. Dennoch konnte ein Zuwachs an Neuzulassungen von 7,3% im Jahr 2023 erzielt werden. Die PKW-Besitzumschreibungen stiegen im gleichen Zeitraum um 6,9 Prozent. (Quelle: Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Pressenmitteilung 14.02.2024) II. Geschäftsverlauf Unsere Prognosen aus dem Vorjahr sahen für den Neuwagenbereich insbesondere aufgrund der andauernden Halbleiterkrise und der deutlich reduzierten Förderung der E-Mobilität einen Umsatzrückgang von mehr als 20% der sich in ebenfalls deutlich verminderten Deckungsbeiträge zeigen sollte. Im Gebrauchtwagenbereich beschäftigte uns in der Prognose das voraussichtlich weiterhin begrenzte Angebot an BMW-Dienstwagen, allerdings bei einem angenommen weiterhin hohen Preisniveau, so dass wir in der Prognose für das Jahr 2023 einen Rückgang von ca. 10% bei einem Ertragsrückgang von mehr als 15% erwartet haben. Für den Aftersales Bereich erwarteten wir einen Umsatz und Ertrag auf dem Niveau des Jahres 2022. Diese Erwartungen sind im Wesentlichen eingetreten, wobei die Entwicklung im Gebrauchtwagenbereich negativer und im Aftersalesbereich positiver als erwartet eingetreten ist. Im Neuwagenbereich hatten wir nach einem Zuwachs im Vorjahr (+37%) einen Umsatzrückgang von ca. 11% zu verzeichnen, der sich geringer auch im Ergebnis der Abteilung niedergeschlagen hat. Im Gebrauchtwagenbereich mussten wir nach einem Rückgang im Vorjahr (-5%) im Jahr 2023 den einen Rückgang um ca. 18% verzeichnen. Hintergrund für diese Entwicklung entsprechen den Prognoseerwartungen des letzten Jahres. Wegfall bzw. reduzierte Elektroförderung, hohe Inflation mit stark gestiegenen Preisen und gleichzeitig ein stark gestiegenes Zinsniveau sind die wesentlichen Gründe für die Umsatzrückgänge im PKW-Handel. Der Aftersalesbereich konnte weitere Nachholeffekte verzeichnen, die zu einem Umsatzzuwachs von ca. 10% geführt haben, wobei sich der Ertrag der Abteilung um ca. 4% erhöht hat. Über alle Bereiche ist der Umsatz um ca. 12% gesunken. Die Ertragsentwicklung beim Rohergebnis ist vergleichbar. III. Lage 1. Ertragslage Das Ergebnis nach Steuern hat sich mit 522 T€ gegenüber dem Vorjahr mit 1.081 T€ um 559 T€ vermindert (- 51,7%). Der Steueraufwand beträgt insgesamt 385 T€ (i.V. 437 T€) und führt somit zu einem Jahresüberschuss von 504 T€ (i. V. 1.062 T€). Das Rohergebnis hat sich bei einem Umsatzrückgang (-11,6%) und einer Wareneinsatzquote von 85,6% um 14,1% auf 4.960 T€ (i.V. 5.774 T€) verringert. Insgesamt konnten wir die Zielvorgaben der BMW-AG erfüllen. Im Ergebnis wurde die Entwicklung bestimmt durch die im Vorjahr erwartete negative Entwicklung im Neu- und Gebrauchtwagenhandel. Diese Marktlage ist im Wesentlichen immer noch der pandemiebedingten Unterbrechung der Lieferketten geschuldet, so dass die Verfügbarkeit an Neu- und Gebrauchtwagen noch nicht das Niveau der Vor-Pandemiezeit wieder erreicht hat. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr primär aufgrund variabler Vergütungsbestandteile vermindert. Zusammen mit gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Investitionen gestiegenen Abschreibungen (+25 T€) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+56 T€) ergibt nach Abzug dieser Aufwendungen vom Rohergebnis, ein Betriebsergebnis von ca. 1.208 TEuro (-34%, i.V. +34%). In Zahlen ausgedrückt: Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt 249 (i.V. 293) Neu- und Vorführwagen verkauft worden; damit wurde die coronabedingte, verringerte bonusrelevante Zielvorgabe der BMW-AG maximal erfüllt. Die Qualität der Neuwagengeschäfte ist positiv zu bewerten und liegt im Benchmark-Vergleich über dem Durchschnitt der BMW-Handelsorganisation. Es wurden in der Abteilung "Gebrauchte Automobile" insgesamt 486 (i.V. 572) Fahrzeuge verkauft. Damit wurden im Vergleich zum Vorjahr 86 Fahrzeuge weniger verkauft (i.V. 116 Fahrzeuge weniger). Die Erträge sind im Verhältnis zum Vorjahr reduziert, was der Entwicklung innerhalb der Branche entspricht. Diese Entwicklung der Absatz- und Beschaffungszahlen hatte zur Folge, dass sich der Umsatz im Gebrauchtwagenbereich gegenüber dem Vorjahr um ca. 18% verringert (i.V. - 5%) hat und der Umsatz im Neu- und Vorführwagenverkauf um ca. -11% (i.V. +37 %) gesunken ist. Sowohl im Gebrauchtwagenbereich als auch im Neuwagenbereich haben sich die Deckungsbeiträge negativ entwickelt. Der Aftersales Bereich konnte entgegen der Entwicklung im PKW-Handel positive Zuwächse erzielen. Insgesamt ist der Umsatz im Aftersales Bereich um ca. 11% (i.V. +7 %) gestiegen. Aufgrund des Umsatzrückgangs und erhöhtem Wareneinsatz, hat sich das Rohergebnis auf 4.960 T€ reduziert. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 277 T€ reduziert. Hierfür maßgeblich war im Wesentlichen das verminderte Unternehmensergebnis, was zu reduzierten variablen Vergütungen geführt hat. Die Abschreibungen liegen leicht über dem Vorjahr (+25 T€, i.V. +10 T€). Zusammen mit den um 56 T€ erhöhten (i. V. +111 T€) sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigt sich ein um 619 T€ auf 1.208 T€ verringertes Betriebsergebnis. Das negative Finanzergebnis ist mit -320 T€ leicht verbessert. Hier standen sich deutlich erhöhte Zinsen für die Bestandsfinanzierung einer deutlich verminderten ergebnisabhängigen Verzinsung gegenüber. Der Ertragssteueraufwand hat sich aufgrund des verminderten Ergebnisses um ca. 52 T€ auf nun 367 T€ vermindert. Anzumerken ist, dass der vergleichsweise geringe Steueraufwand im Vorjahr daraus resultiert, dass dort Steuererstattungen für Vorjahre aufgrund einer Betriebsprüfung für die Jahre 2016 bis 2019 in Höhe von ca. 107 T€ enthalten sind. Insgesamt ergibt sich ein um 559 T€ (i.V. +312 T€) vermindertes Ergebnis nach Ertragssteuern von 522 T€ (i.V. 1.081 T€). Bei sonstigen Steuern von 18 TEuro ergibt sich der Jahresüberschuss von 504 T€ (i.V. 1.062 T€). Bereinigt um die Steuererstattungen im Vorjahr (+107 T€) beträgt der mit dem aktuellen Jahr vergleichbare Vorjahresüberschuss ca. 955 T€. 2. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 0,08 Mio. € (i.V. +0,9 Mio. €) auf nun 9,5 Mio. € erhöht. Grund hierfür war der zum Bilanzstichtag um ca. 0,6 Mio. Euro verminderte Bestand an Fahrzeugen im Anlage- und Umlaufvermögen und der zum Bilanzstichtag um 0,7 Mio. Euro erhöhte Bestand an Forderungen. Die Liquidität zum Bilanzstichtag ist nur eine Stichtagbetrachtung und gibt nur einen unvollendeten Blick auf die Finanzlage des Unternehmers gibt. Wesentlich ist, dass aufgrund der Rahmenfinanzierungsverträge mit den herstellerabhängigen Banken eine jederzeitige finanzielle Verfügbarkeit für den laufenden Geschäftsbetrieb gewährleistet ist. Die liquiden Mittel zuzüglich der kurzfristigen Vermögensgegenstände und Forderungen reichen vollständig aus, um die fristadäquaten Verbindlichkeiten zu bedienen. Hierbei ist berücksichtigt, dass die Darlehen für die Fahrzeugbestände erst nach deren Verkauf zu tilgen sind. Die Kapitalstruktur unseres Unternehmens ist das Eigenkapital sowie durch die von der BMW-Bank GmbH, München, vorgenmerkten Kreditlinien auf vergleichbarem Vorjahresniveau. Die Beschaffungsseite ist durch den BMW-Händlervertrag gesichert. Der Vertrag lief im Jahr 2023 aus, wurde um weitere 2 Jahre bis zum 31.12.2025 verlängert und soll ab dem Jahr 2026 bei "BMW" in das Agenturgeschäft überführt werden. Ebenfalls sind wir weiter MINI-Servicepartner. In den Bezugs- und Vergütungssystemen gab es keine grundsätzlichen Änderungen. Allerdings unterliegt die Bonifikation durch den Hersteller kontinuierlichen Anpassungen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 1.004 T€ (i.V. 1.562 T€). Zum Bilanzstichtag wird der gesamte Jahresüberschuss 2023 im Eigenkapital gezeigt, da über die Gewinnverwendung noch nicht beschlossen wurde. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 11 % (i.V. 16 %). Die Finanzierung des Fahrzeugbestandes erfolgt ausschließlich über die BMW-Bank. Die Fahrzeuge laufen grundsätzlich nach Ablauf des Zahlungsziels des Herstellers in die Finanzierung. Größere Investitionen neben jenen in den Vorführwagenbestand war im Jahr 2023 lediglich die Fertigstellung der im Jahr 2022 begonnenen Anschaffung einer PV-Anlage. Für das Jahr 2024 sind keine größeren Investitionen geplant. IV. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen wird zum einem durch die monatliche Kontrolle der kurzfristigen Erfolgsrechnung (BWA) und zum anderen durch Kennzahlen wie der Standtage aller Fahrzeuge gesteuert. Hieraus können sich einzelne, individuell notwendige Maßnahmen ergeben, die anhand einer Maßnahmenplanung dann umgesetzt werden. Da die Maßnahmen sich an der aktuellen Marktsituation orientieren müssen, sind diese immer individuell vom Zeitpunkt und der Situation im Betrieb zu treffen. Wesentliche Veränderungen der Kennzahlen liegen gegenwärtig nicht vor. Daneben erfolgt regelmäßig die Durchsicht der offenen Posten mit Einleitung des Mahnverfahrens und Beitreibung oder anwaltlichem Beistand. In Zahlen lässt sich das Geschäftsjahr wie folgt zusammenfassen: Die Umsatzrentabilität vor Steuern ((Jahresüberschuss + sonstige Steuern + EE-Steuern) x 100 / Umsatzerlöse) beträgt ca. 2,6 % (i.V. 3,9 %). Die Gesamtkapitalrentabilität vor Zinsen, Steuern ((Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen + EE-Steuern) x 100 / Gesamtkapital) beträgt ca. 12,6 % (i.V. 19,2 %). V. Gesamtaussage Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Entwicklung in allen Bereichen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine noch zufriedenstellend ist. Wir konnten das sehr gute Ergebnis des Vorjahres aufgrund der erwarteten Schwierigkeiten nicht wieder erreichen. Es hat sich gezeigt, dass der Aftersalesbereich in Krisenzeiten nachhaltige Erträge erwirtschaftet und mit seinen hohen Ergebnisbeiträgen zur Stabilität des Unternehmens wesentlich beiträgt. Vor dem Hintergrund der Branchenentwicklung und den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben wir ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes ist in Bezug auf Umsatz, Ertrag, Vermögen und Liquidität stabil. Die innereuropäischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine könnten allerdings zu sich weiter negativ verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen. C. Prognosebericht Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu Beginn des Jahres 2024 sind weiterhin schwierig. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. (Quelle: statista.com; Prognose zur Entwicklung des BIP in Deutschland) Auch für die Automobilbranche sind diese Rahmenbedingungen eine große Herausforderung. Allgemein wird aufgrund der schwachen privaten Nachfrage mit sinkenden Absatzzahlen gerechnet, wobei die Höhe noch stark von herstellerseitigen Stützungsmaßnahmen abhängen kann. Gestiegene Rohstoffpreis führen zu weiter steigenden Fahrzeugpreisen. In Verbindung mit gesunkenen Reallöhnen führt dies zu Kaufzurückhaltung, die zusätzlich auf ein mangelndes Angebot an bezahlbaren Kleinwagen trifft. Darüber hinaus führt die Klima- und Verkehrspolitik der Regierung zu Verunsicherung, wie sich bereits in der kurzfristigen Abschaffung des Umweltbonus gezeigt hat. Auch im gewerblichen Bereich dürfte sich die Auftragslage verschlechtern, da die allgemeine wirtschaftliche Situation bei den Unternehmen zu einer angespannten Kostensituation führt. Von diesem erwarteten Rückgang bei den Neuzulassungen dürfte der Gebrauchtwagenbereich profitieren, so dass die Experten hier von einem neuerlichen Anstieg der Umschreibungen ausgehen. (Quelle: ZDK-Prognose 2024) Grundsätzlich ist für die Wettbewerbsstellung innerhalb der Branche, also zu anderen Markenhändlern, die Modellpalette entscheidend. Hier ist die Marke "BMW" aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit grundsätzlich gut aufgestellt. Die Elektrifizierung der Modellpalette erfolgt kontinuierlich, wobei für 2024 weitere neue Elektro- und Hybridmodelle eingeführt werden sollen. Für den Neuwagenbereich erwarten wir aufgrund der verschlechterten Rahmenbedingungen, die zu sinkenden Reallöhnen führen sowie der Kundenverunsicherung, einen deutlichen Rückgang der Nachfrage. Insbesondere im Bereich der E-Mobilität hat der Wegfall der staatlichen Förderung bereits zu Beginn des Jahres 2024 zu einem deutlichen Rückgang geführt. Ein weiteres Problem für den Neuwagenhandel sind die sehr hohen Listenneupreise, die bedingt durch die gestiegenen Rohstoffpreise auch zukünftig weiter steigen sollten. In Verbindung mit dem hohen Zinsniveau führt dies zu deutlich gestiegenen Finanzierungs- bzw. Leasingraten. Gleichzeitig sind bei den Kunden Nettolohnverluste in nicht unwesentlicher Höhe aufgrund der hohen Inflation zu erwarten, so dass Konsumverzicht bei Luxusgütern zu erwarten ist. Da dies in vergleichbarem Umfang nahezu alle Hersteller betrifft, sollte dies auf unsere Wettbewerbsposition keine negative Auswirkung haben. Ziel muss es daher sein unseren Kunden ein adäquates Angebot oder Alternativ-Angebot unterbreiten zu können. Hinsichtlich der Finanzierungs-/Leasingkosten sind wir auf bezahlbare Angebote unseres Herstellers angewiesen. Alternativen bestehen in jungen Gebrauchtwagen der BMW AG (Dienstwagen) sowie aus Leasingrückläufen. Das Dienstwagenangebot hat sich im Laufe des Jahres 2023 verbessert, ist aber immer noch stark reglementiert. Daneben ist auch das Angebot an jungen Gebrauchtwagen der Autovermieter immer noch niedrig, da diese ebenfalls keine bzw. nur wenige Neuwagen zum Ersatz ihrer Flotten erhalten haben. Für den Neuwagenbereich erwarten wir für das Jahr 2024 einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres, halten aber aufgrund der Rahmenbedingungen auch einen Rückgang des Absatzes um bis zu 10% für möglich. Für den Ertrag wesentliche Faktoren sind die Rabatte und Nachlässe sowie die Bonifikation durch den Hersteller. Da wir im Verlauf des Jahres mit rückläufiger Nachfrage aufgrund der Rahmenbedingungen Inflation und Zinshöhe rechnen und verstärkt Unsicherheit bei den Kunden im Hinblick auf zukunftssichere Antriebsarten feststellen, wird die Höhe der Rabatte und Nachlässe wieder deutlich zunehmen, um die Absatzmengen auch im Verlauf des Jahres zu erreichen. Das Bonifikationssystem hat sich für das Jahr 2024 dahingehend verändert, dass eine Komponente in Höhe von 0,5% an die Erreichung von Verkaufszielen im Absatz der vollelektrischen Fahrzeuge (BEV) gekoppelt ist. Im Zusammenspiel aus Absatzmenge, Bonifikation und notwendiger Nachlässe erwarten wir für den Neuwagenhandel einen deutlichen Rückgang des Ertrags um bis zu 15%. Im Gebrauchtwagenbereich ist zwischen den einzelnen Bereichen zu differenzieren. Im wesentlichen Bereich, dem Handel mit Dienstwagen der BMW-AG gibt es zwei bestimmende Faktoren. Zum einen ist dies die Bonifikation durch den Hersteller und zum anderen das verfügbare Angebot an jungen Gebrauchtwagen. Hier hat sich seit dem Jahr 2022 das System dahingehend grundlegend verändert, dass die Boni nicht mehr schon mit Abnahme erreicht werden, sondern erst mit Verkauf an den Kunden. Das Angebot an Dienstwagen hat sich im Jahr 2023 verbessert, ist aber immer noch begrenzt, so dass der Hersteller die bonifizierten Abnahmemengen begrenzt. Die maximale Bonifikation wurde nicht verändert, allerdings faktisch durch die maximale Abnahmemenge begrenzt. Gleichzeitig bedeutet die maximale Abnahmemenge faktisch eine Begrenzung der Absatzzahl, da ein Verkauf von Einheiten darüber hinaus wirtschaftlich nur in Einzelfällen sinnvoll sein wird. Aufgrund der Rahmenbedingungen erwarten wir für 2024 eine Eintrübung der Nachfrage, gleichzeitig ist das Preisniveau im Dienstwagenangebot beim Hersteller immer noch relativ hoch. Da die Bonifikation nur erreicht wird, wenn an den Kunden verkauft wurde, führt dies auch im Jahr 2024 zu starkem Wettbewerb, der zu hohen Nachlässen zwingt. Im Bereich der übrigen Gebrauchtwagen sind im Wesentlichen die Rückläufer an Leasingfahrzeugen für uns relevant. Hier gehen wir für 2024 von einen ähnlichen Rücklauf an Fahrzeugen aus. Dieser Rücklauf wird sich in den nächsten Jahren verringern, da das hohe Zinsniveau zu einem starken Rückgang der Leasingverträge geführt hat. Vor diesem Hintergrund erwarten wir im Jahr 2024 einen Umsatz auf Vorjahresniveau und einem Rückgang im Ertrag um ca. 15%. Der Aftersalesbereich war in den zurückliegenden Jahren stets eine solide Säule des Unternehmens, der wesentliche Beiträge zum Unternehmensergebnis erwirtschaftet hat. Im Jahr 2023 hat sich trotz personeller Umstrukturierung gezeigt, dass die hohen Ertragsbeiträge des Aftersalesbereich wichtig für die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens sind. Schwankungen im Aftersalesbereich waren im Vergleich zum Fahrzeughandel immer deutlich geringer. Wesentliche Änderungen in Bezug auf die Nachfrage erwarten wir für 2024 nicht, allerdings erwarten wir negative Auswirkungen der personellen Umstrukturierungen im Hinblick auf das neue "Future Sales Model" (One Face to the Customer) Programm der BMW AG, mit dem wir schon im Jahre 2023 angefangen haben. Der im Verhältnis zu anderen BMW-Vertragshändlern frühe Umbau der Aftersalesstruktur machte Sinn, da einige Führungskräfte in den Ruhestand gingen. Für 2024 erwarten wir zuerst eine schwankende Entwicklung für Umsatz und Ertrag, der sich zum Ende des Jahres auf das Niveau des Jahres 2023 stabilisieren sollte. Insgesamt ist dadurch ein leichter Rückgang an Umsatz und Ertrag zu erwarten. In der folgenden Zeit sollten sich die Strukturänderungen positiv auswirken und in gewohnter Stabilität den Aftersalesbereich auch in Zukunft sichern. Für den Finanzbereich ist zwar nicht mit einem weiteren Anstieg der Finanzierungskosten zu rechnen, allerdings ist auch eine Zinssenkung durch die Europäischen Zentralbank (EZB) frühestens für Mitte 2024 angekündigt, da diese erst dann erfolgen wird, wenn die Inflation die Zielmarge von 2% wieder erreicht. Insgesamt über alle Bereiche erwarten wir unter diesen Annahmen für das Jahr 2024 einen Umsatzrückgang von ca. 10%-15%. Nach unseren Erwartungen wird sich der Jahresüberschuss dabei um bis zu 15% reduzieren. Vor diesem Hintergrund sehen wir derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für unser Unternehmen. Je nach Dauer und Umfang der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sehen wir jedoch Risiken für die Entwicklung des Unternehmens, über die wir nachfolgend unter "Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen" berichten. Wir weisen auf die erhöhte Prognoseunsicherheit hin, da zukunftsbezogene Aussagen einer gewissen Ungewissheit unterliegen. D. Chancen- und Risikobericht I. Risikobericht 1. Risiken für die Geschäftsentwicklung Ein grundsätzliches Risiko jedes Wirtschaftens ist die Entwicklung der Nachfrage (Auftragseingänge). Drohende Arbeitslosigkeit beim Privatkunden und Kostendruck bei den Unternehmenskunden können zum Wegfall oder zeitlicher Verschiebung von Ersatzbeschaffungen führen. Die derzeitige negative Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Verbindung mit den noch nicht absehbaren weiteren Konsequenzen des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine, führt beim Privatkunden zu vorsichtigerem Konsumverhalten und tendenziell ähnlichen Entwicklungen der Unternehmen. Die Krisensituation hat zu stark steigenden Energiepreisen einer hohen allgemeine Inflationsrate geführt, deren weitere Entwicklung im Jahr 2024 noch nicht absehbar ist. Zu Beginn des Jahres 2024 zeigt sich zwar eine Abmilderung der Inflation, allerdings immer noch auf einem Niveau über der angestrebten Inflationsrate von 2%. Es besteht somit auch für 2024 ein hohes Risiko für unsere Kostenstruktur. Über dieses derzeitige allgemeine gesamtwirtschaftliche Risiko hinaus sehen wir noch folgende spezielle Risiken: Für das Jahr 2024 wird bestimmender Faktor für den Absatz, die Verfügbarkeit bezahlbaren Fahrzeugen sein. Für den Neuwagenbereich verlangt dies nach angemessenen Finanzierungs- und Leasingangeboten. Im Gebrauchtwagenbereich wird nach unseren Erwartungen das Angebot, insbesondere an jungen Gebrauchtwagen, weiterhin nicht das Niveau vor der Pandemie erreichen. Zusätzlich sehen wir Risiken im zukünftig stark sinkenden Rücklauf von Leasingfahrzeugen. Für die Entwicklung der Nachfrage wird nach unserer Erwartung entscheidend sein, wie sich das Preisniveau in Bezug auf die Kaufkraft der Kunden entwickelt. Rahmenbedingungen aus einem hohen Preisniveau verbunden mit inflationsbedingten Kaufkraftverlusten und hohen Zinsen, stellt ein Risiko für unsere Geschäftsentwicklung dar. Aus diesem Grund ist die Möglichkeit zinsgünstiger Finanzierungs- und Leasingangebote zunehmend wichtiger für die Sicherstellung der Absatzmöglichkeiten. In Bezug auf unser Angebot ist neben der Attraktivität der Produktpalette hinsichtlich des Designs und technischer Innovationen mittlerweile auch die ökologische Ausrichtung der Fahrzeuge ein wesentliches Kriterium. Dieser Risikofaktor ist durch uns direkt nicht beeinflussbar. Hier sind wir angewiesen auf eine vernünftige, ökologisch ausgerichtete Entwicklung der Modellpalette durch den Hersteller sowie dessen Investitionen in zukunftsweisende Technologien. Diese zukunftsweisende Ausrichtung hat der Hersteller BMW durch die Entwicklung und Markteinführung der BMW i-Modelle bereits unter Beweis gestellt. Die bis 2025 geplanten Modelleinführungen und die anstehende Erweiterung der Modellpalette um Elektro- und Hybridfahrzeuge stellt unseres Erachtens auch zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Angebote am Markt nachhaltig sicher. Neben dem Risiko des Auftragseingangs liegt ein weiteres Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung im Preissystem des Herstellers, welches die Rohgewinnmargen auf der Händlerseite maßgeblich bestimmt. Die Hersteller stehen in den nächsten Jahren vor großen, auch finanziellen Herausforderungen. Der zunehmende Wettbewerb mit neuen Herstellern, vor allem im Bereich der Elektromobilität, der Investitionsbedarf zur Neuausrichtung auf Elektromobilität, Kostensteigerungen, Fachkräftemangel, um nur einige zu nennen, werden zu sinkenden Gewinnen führen. Die Notwendigkeit zur Steigerung der Renditen, um auch weiterhin attraktiv für Anleger zu sein, hat viele Hersteller dazu veranlasst den Direktvertrieb über das sogenannte Agenturgeschäft neu auszurichten. Ziel dieses Systems ist es, die Margenverluste, die durch den Wettbewerb zwischen den Markenhändler stattfindet, zu reduzieren. Auch unser Hersteller hat die Einführung des Agenturgeschäftes angekündigt, und zwar für die Marke "Mini" im Jahr 2024 und für die Marke "BMW" im Jahr 2026. Die genaue Ausgestaltung wurde noch nicht an die Händler kommuniziert. Aufgrund des Systems ist aber absehbar, dass ab den genannten Jahren Neuwagen und Dienstwagen direkt durch den Hersteller vertrieben werden und der "Händler" lediglich eine Provision erhält. Im Ergebnis wird dadurch für einen wesentlichen Teil unseres bisherigen Geschäftes die Chance auf Gewinn auf einen prozentual festen Betrag begrenzt, wobei gleichzeitig das Risiko auf Verlust entfällt. Da die Vermarktung direkt durch den Hersteller erfolgt, wird aber auch der Erfolg in Stückzahlen nur noch begrenzt durch die Händler beeinflussbar sein. Ein weiteres wesentliches Risiko der Vor-Pandemie-Zeit, der immer schnellere Verfall der Gebrauchtwagenpreise, rückt sei dem Jahr 2023 wieder zunehmend in den Fokus. Für die Verpflichtungen aus Rücknahmen auslaufender Leasingverträge, die zum jeweiligen DAT-Schätzpreis zum Rücknahmezeitpunkt erfolgen, haben wir durch Rückstellungsbildung Risikovorsorge getroffen. Währungsrisiken bestehen nicht, da wir grundsätzlich in Euro fakturieren und einkaufen. Das Risiko von Forderungsausfällen besteht nur in sehr geringem Umfang. Für den wesentlichen Teil des Umsatzes, den Fahrzeugverkauf, erfolgt die Übergabe erst nach Bezahlung bzw. Finanzierungszusage der Bank. 2. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine stellt ein real eingetretenes entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko für die Entwicklung unseres Unternehmens dar. Die bereits infolge der Pandemie, aufgrund von Störungen der Lieferketten, eingetretene erhöhte Inflation, wurde durch die Kriegssituation nochmals beschleunigt. Grund dafür waren zum einen die Sanktionen der westlichen Länder gegenüber Russland und zum anderen der "Energiekrieg", den Russland gegen die sanktionierenden Länder als Vergeltungsmaßnahme führt. Ob diese Veränderungen dauerhaft sein werden oder ob sich nach dem Ende des Krieges der ursprüngliche Zustand wieder einstellt, ist derzeit nicht absehbar. Ein weiteres entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko für unser Unternehmen sehen wir in der vom Hersteller für 2026 beabsichtigten Einführung des "Agenturgeschäftes" für den Vertrieb von Neu- und Dienstwagen. Wesentliche Teile unserer Geschäftstätigkeit werden damit unserer vollumfänglichen Kontrolle hinsichtlich des Umfangs und der Gewinnchancen entzogen. Eine genaue Quantifizierung ist derzeit noch nicht möglich. Diese Entwicklungen bergen das Risiko einer nachhaltigen Verringerung unserer Wirtschaftsleistung und somit der erzielbaren Jahresüberschüsse. II. Chancenbericht Das wesentliche Chancenpotential sehen wir in der Modellpalette des Herstellers sowie allgemein in der Marke "BMW". Für das Jahr 2024 ist die Einführung diverser neuer Modelle geplant. Der BMW-Händlervertrag wurde bis Ende 2025 verlängert und soll dann in das Agenturgeschäft überführt werden. Darüber hinaus investiert der Hersteller in zukunftsweisende Technologien und die Elektromobilität ist mit der eigenen Modelllinie "BMW-i" gut ausgebaut und im Markt positioniert. Des Weiteren bietet das vom Hersteller stetig erweiterte Angebot an Elektro- und Hybridfahrzeugen die Chance auf die Erschließung neuer Kundenkreise bzw. die Stärkung der bisherigen Kundenbindung. Die Einführung des Agenturgeschäfts für den Vertrieb von Neu- und Dienstwagen ist grundsätzlich primär, wie oben unter I. Risikobericht dargestellt, ein Risiko für unsere Geschäftstätigkeit. Daneben bietet es aber auch Chancen, da sichere Margen vorliegen und das Risiko von Verlusten aus dem Handel auf den Hersteller verlagert wird. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor der Vergangenheit und auch der Zukunft ist unser Personal. Wiederholt konnten wir durch gute Serviceleistungen unsere Kundschaft an uns binden, was für die Zukunft nicht nur im Fahrzeugverkauf, sondern auch im Aftersales Bereich eine gute Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung sein sollte. Um diese Entwicklung fortsetzen zu können, ist eine fundierte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter notwendig. Die Qualität der Ausbildung wird durch die Auflagen von BMW im Retail-Standard geregelt. Zusätzlich beabsichtigen wir auch zukünftig, den Personalbestand im Bereich Service der Nachfrage stetig anzupassen, wobei ein möglicher Engpassfaktor das Angebot an entsprechend qualifizierten Arbeitnehmern sein kann. Der Herstellerunabhängige Vertrieb von Pferdetransportern, der durch die Pandemiekrise und den Krieg in der Ukraine seit 2021 eingestellt wurde, lässt sich trotz einer wieder anlaufenden Produktion nur auf geringem Niveau weiterführen. Die Nachfrage ist weiterhin nicht zufriedenstellend und die Anzahl der Wettbewerber haben stark zugenommen. Da der Verkauf größtenteils mit Bestandsfahrzeugen abgewickelt wird, besteht kein erwähnenswertes Bestandsrisiko für die Firma. III. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir insbesondere in den Folgen der Kriegssituation zwischen Russland und der Ukraine, deren weitere Entwicklung derzeit nicht abschätzbar und nicht beeinflussbar ist. Mittelfristig wir die Umstellung des Vertriebssystems durch den Hersteller unser Geschäft nachhaltig verändern. Die genauen Auswirkungen werden wir erst einschätzen können, wenn die konkreten Ausgestaltungen kommuniziert sind. Absehbar ist aber, dass dies zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung unserer wirtschaftlichen Entwicklung führen wird. Vor dem Hintergrund der dargestellten Finanzierungsmöglichkeiten und bei Eintritt der Prognoseerwartungen, sehen wir den Fortbestand der Gesellschaft derzeit nicht gefährdet. Allerdings verweisen wir auf die Prognoseunsicherheit und unsere Stellungnahmen im Risikobericht. E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unser Kundenstamm ist grundsätzlich solvent. Das Risiko von Forderungsausfällen besteht ebenfalls nur in sehr geringem Umfang, da für den wesentlichen Teil des Umsatzes, nämlich der Fahrzeugverkauf, die Übergabe erst nach Bezahlung erfolgt bzw. eine Finanzierungszusage der Bank vorliegt. Im Übrigen verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen zur Minimierung des Ausfallrisikos. Unsere Verbindlichkeiten zahlen wir innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen. Im kurzfristigen Bereich finanzieren wir uns primär über die seitens des Herstellers und der finanzierenden Banken eingeräumten Kreditlinien. Der für die Fahrzeugfinanzierung vorgemerkte verfügbare Kreditrahmen bei der BMW-Bank GmbH, München, betrug zum Jahresende 11,0 Mio. Euro. Gleichzeitig wurde für uns ein Kontokorrentrahmen von 0,6 Mio. Euro vorgemerkt. Langfristige Kredite haben wir derzeit nicht. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmens gegen finanzielle Risiken jeder Art, wobei hier eine konservative Herangehensweise bei der Finanzierung und dem Risikomanagement gewählt wird. Dem Liquiditätsrisiko wird dabei durch kontinuierliche Finanz- und Liquiditätsplanung Rechnung getragen. F. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Duisburg, 31. März 2024 Hans-Ulrich Overdreef, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine AngabenDie Overdreef GmbH hat ihren Sitz in Duisburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HR B 20122 eingetragen. Der Jahresabschluss der Overdreef GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (§§ 242 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Erleichterungen, die sich hieraus bei der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht ergeben, wurden teilweise in Anspruch genommen. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Von den Erleichterungen des § 276 HGB bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde kein Gebrauch gemacht. Von den Erleichterungen des § 288 HGB bei der Aufstellung des Anhangs wurde teilweise Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. II. Besonderheiten der Form des JahresabschlussesGeschäftszweigtypische Ergänzungen der GliederungDie vorliegende Gliederung des Jahresabschlusses enthält gegenüber der Gliederung nach HGB die Besonderheiten, dass die Geschäfts- und Vorführwagen gesondert ausgewiesen werden. Die Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas dient der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses. III. Angaben zur Bilanzierung und BewertungBilanzierungsmethodenDer vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. BewertungsmethodenDie Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet: Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen Euro 150,00 und Euro 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in etwaige Herstellungskosten einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (Erfüllungsbetrag). Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei der Bewertung von Rückstellungen gesetzliche Aufbewahrungspflichten wurden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit 2% berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde unterstellt, dass der Verbrauch erst zum Ende des Geschäftsjahres eingetreten ist. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes sowie Änderungen aus Schätzungen der Restlaufzeit werden gegebenenfalls einheitlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Zinserträge aus der Abzinsung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung separat bei den Zinserträgen ausgewiesen. In den sonstigen Rückstellungen sind solche für die Rücknahmeverpflichtung von Kraftfahrzeugen enthalten. Das Risiko, den Rücknahmepreis bei nachfolgender Veräußerung nicht zu erzielen, wurde nach kaufmännischer Erfahrung geschätzt auf Basis der in der Vergangenheit erzielten Verkaufsergebnisse vergleichbarer Fahrzeugkategorien geschätzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungBruttoanlagenspiegelDie Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. GeschäftsjahresabschreibungDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 7.923,45 Euro (i.V. 463.719,18 Euro) enthalten. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 0 T€ (i.V. 0 T€) enthalten. Eigenkapital Die Stammeinlage beträgt 500.000,00 Euro und ist voll eingezahlt. Angaben zu den Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von 7.375 T€ (i.V. 6.313 T€) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 100 T€ (i.V. 100 T€) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. In dem Posten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 6.286.040,87 Euro (i.V. 5.040.783,02 Euro) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung und Raumsicherungsübereignung des Fahrzeug- und Ersatzteilbestandes bzw. Inventars besichert. In dem Posten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 138.238,87 Euro (i.V. 6.876,50 Euro) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern im Sinne des § 42 GmbHG sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen und haben zum 31.12.2023 eine Höhe von 4 T€ (i.V. 2 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten ein partiarisches Darlehen in Höhe von 100 T€. Das Darlehen ist unbefristet. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden solche aus eingeräumten Optionen auf die Rückgabe von Fahrzeugen nach Ende der Leasinglaufzeit in Höhe von 245 T€ (i.V. 308 T€) ausgewiesen. Die Optionen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von ca. 68 T€ und von zwei bis zu fünf Jahren in Höhe von 177 T€. Das Risiko für drohende Verlust aus schwebenden Rücknahmeverpflichtungen beträgt darüber hinaus 281 T€ und ist unter den sonstigen Rückstellungen bilanziert. Die Verpflichtung aus Option und Risiko für drohende Verluste beträgt insgesamt somit 526 T€. Angaben zu Steuern vom Einkommen und ErtragUnter dem Vorjahres-Posten sind Steuererstattungen für frühere Jahre enthalten, die einen nicht unwesentlichen Betrag umfassen (§ 285 Nr. 32 HGB). Der Steueraufwand des Vorjahres beträgt insgesamt 419 T€. Davon entfielen Gewerbe- und Körperschaftsteueraufwendungen in Höhe von ca. 527 T€ auf den Veranlagungszeitraum 2022. In Höhe von ca. 108 T€ sind Steuererstattungen für Vorjahre aufgrund einer abgeschlossenen Betriebsprüfung in dem Vorjahres-Posten enthalten. V. Sonstige PflichtangabenNicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Mietvertrag für das Betriebsgelände in Duisburg hat eine feste Laufzeit bis September 2038. Hieraus resultieren zukünftige Belastungen für Mietzahlungen nach dem gegenwärtigen Stand des Mietzinses in Höhe von ca. 348 T€ per anno. Bei Abschluss eines Leasing- bzw. Finanzierungsvertrages durch unsere Kunden gewähren wir teilweise der Bank bzw. Leasinggesellschaft die Möglichkeit, das Fahrzeug am Ende der Laufzeit an uns zu einem vorher festgelegten Preis zurückzuverkaufen. Es bestehen somit mögliche Rücknahmeverpflichtungen aus Kredit-/Leasingverträgen gegenüber der jeweiligen Bank bzw. Leasinggesellschaft in Höhe von ca. 24,7 Mio. € (i.V. 25,0 Mio. €), wobei die Höhe der Rücknahmeverpflichtung anhand von 50% des ursprünglichen Netto-Listenpreises im Zeitpunkt des Verkaufs ermittelt worden ist. Hierbei handelt es sich zum Bilanzstichtag um 931 (i.V. 963) Leasing- und Kreditverträge. Diese Verträge haben unterschiedliche Laufzeiten. Im Jahr 2024 enden ca. 350 Verträge. In den folgenden Jahren enden durchschnittlich pro Jahr ca. 200 Verträge. Die Verträge dienen der Absatzförderung des Erstgeschäftes und stellen für die Gesellschaft aufgrund der in der Regel überwiegend stattfindenden Anschlussgeschäfte ein sicheres zukünftiges Umsatzpotenzial dar. Die angedienten Gebrauchtwagen bilden den Grundstock des Gebrauchtwagenhandels. Die Finanzierung der zurückgenommenen Fahrzeuge ist durch den Rahmenkreditvertrag jederzeit sichergestellt. Für die mögliche Rücknahmeverpflichtung ist aufgrund des gleichzeitigen Erwerbs des Vermögensgegenstandes "PKW" keine Verbindlichkeit passiviert worden. Für eventuell drohende Verluste aus einer anschließenden Veräußerung unter den zukünftigen Anschaffungskosten ist eine entsprechende Rückstellung unter dem Posten sonstige Rückstellungen bilanziert worden. Mutterunternehmen Die Arcus Betriebs-GmbH, Oberhausen, ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB. Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen ist bei der Muttergesellschaft erhältlich. Namen der GeschäftsführerWährend des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Hans-Ulrich Overdreef, Kaufmann, Duisburg, geführt. Vergütung der GeschäftsführerAuf die Angabe der Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Geschäftsführer hat im Jahr 2023 auf seinen Tantiemeanspruch für das Jahr 2023 einen Vorschuss in Höhe von 60 T€ (i.V. 60 T€) erhalten. Der Vorschuss war unverzinslich und wird mit dem Tantiemeanspruch für das Geschäftsjahr 2023 verrechnet. Sicherheiten wurden nicht gestellt. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten ArbeitnehmerDie nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 49 (i.V. 48) bzw. ohne die in Ausbildung befindlichen Personen 39 (i.V. 39). Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem StichtagDer Hersteller beabsichtigt ab dem Jahr 2026 die Einführung des Agenturgeschäfts für den Vertrieb von Neu- und Dienstwagen. Im Detail verweisen wir hier auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "D.I. Risikobericht". GewinnverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, dass der Jahresüberschuss in voller Höhe ausgeschüttet wird.
Duisburg, den 31. März 2024 Hans-Ulrich Overdreef, Geschäftsführer Auszug aus demGesellschafterversammlungsprotokollOverdreef GmbH, DuisburgAlleiniger Gesellschafter der Overdreef GmbH, Duisburg, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg unter HRB 20122 ist die Arcus Betriebs-GmbH, Essen (Amtsgericht Essen HRB 35312). Unter Verzicht auf Form und Frist beschließt der alleinige Gesellschafter der Overdreef GmbH, Duisburg, das Folgende: 1. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von € 9.527.651,82 wird in der vorgelegten Fassung mit Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RPS RUNGE PÖHLS STEFANIAK Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Dinslaken, vom 02. August 2024 festgestellt. 2. Aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 503.606,99 € und dem Gewinnvortrag in Höhe von 0,00 €, zusammen 503.606,99 € (= Jahresergebnis nach § 29 GmbHG), wird für das Geschäftsjahr 2023 am 27.08.2024 eine Gewinnausschüttung in Höhe von 503.606,99 € vorgenommen. Der verbleibende Gewinn in Höhe von 0,00 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. Sämtliche Beschlüsse erfolgten einstimmig.
Duisburg, den 22.08.2024 Philipp Karsten Lohrengel als Geschäftsführer der Arcus Betriebs-GmbH, Essen Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende Jahresabschluss und der Lagebericht sind zur Offenlegung bestimmt. Gegenüber dem festgestellten Jahresabschluss wurden Aufstellungserleichterungen nur für die Offenlegung sowie Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Overdreef GmbH, Duisburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Overdreef GmbH, Duisburg, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Overdreef GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhaltes Wir verweisen auf die Ausführungen des gesetzlichen Vertreters im Abschnitt "D.I.2. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken" im Lagebericht hin. Dort stellt der gesetzliche Vertreter die Risiken des Krieges zwischen Russland und der Ukraine für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft dar. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Hinweis zur Hervorhebung eines weiteren Sachverhaltes Wir verweisen auf die Ausführungen des gesetzlichen Vertreters im Abschnitt "D.I.2. Entwicklungsbeinträchtigende Risiken" im Lagebericht hin. Dort erläutert der gesetzliche Vertreter die Auswirkungen, der vom Hersteller für das Jahr 2026 beabsichtigten Einführung des Direktvertriebes im Wege des Agenturgeschäfts, auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsysteme und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dinslaken, 02. August 2024 RPS
/ RUNGE PÖHLS STEFANIAK PARTNERSCHAFT mbB
Stefaniak, Wirtschaftsprüfer Pöhls, Wirtschaftsprüfer |
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