KAMAX Holding GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco René Götz seit 26.9.2025 | Geschäftsführer |
Sebastian Glasl seit 13.5.2025 | Prokura |
Isabelle Schlenstedt seit 13.5.2025 | Prokura |
Andrea Uschold seit 20.12.2024 | Prokura |
Reinhard Dr. Rupprecht seit 21.11.2023 | Geschäftsführer |
Chrisoula Angelidou seit 7.12.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KAMAX Automotive GmbHHomberg (Ohm)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020der KAMAX Automotive GmbH, Homberg (Ohm)Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell Die KAMAX Automotive GmbH ist ein Unternehmen der KAMAX-Gruppe, die als unabhängiges Familienunternehmen ein Hersteller von hochfesten Verbindungselementen und Kaltformteilen vornehmlich für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie ist. Die Gesellschaft ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der KAMAX Holding GmbH & Co. KG, Homberg (Ohm), und hat ihren Sitz in Homberg (Ohm). Die Gesellschaft erbringt ausschließlich Dienstleistungen für die Produktionsgesellschaften in der KAMAX-Gruppe. Die zentralen Serviceleistungen umfassen im Wesentlichen:
Ziele und Strategie der KAMAX Gruppe Die KAMAX Gruppe sieht sich global als führender Hersteller und Zulieferer von hochfesten Verbindungselementen und Kaltformteilen für die Automobilindustrie und strebt einen weiteren produkt- und kundenbezogenen Ausbau dieser Position an. KAMAX bietet seinen Kunden sowohl herausragende technische Kompetenz als auch Flexibilität und erfüllt so umfassend die Anforderungen unserer Kunden in Bezug auf Produktentwicklung, Qualität und Liefertreue. Die technische Kompetenz konzentriert sich auf die Entwicklung und Herstellung von Zeichnungs- und standardisierten Kaltformteilen mit und ohne Gewinde. KAMAX beliefert bereits den größten Teil der Automobilhersteller und Zulieferer, die hochfeste Verbindungselemente einsetzen, und erweitert seine Kundenbeziehungen kontinuierlich. Die Erweiterung des Kundenstamms auf alle wesentlichen Hersteller und Zulieferer bleibt die markttechnische Zielsetzung. Das größte Potenzial hierfür ist in Asien bzw. bei asiatischen OEM´s zu sehen (China, Japan, Korea). Des Weiteren sollen vorhandene Potenziale in Europa und in Nordamerika gezielt genutzt und intensiver ausgeschöpft werden. KAMAX verfügt über eine globale Fertigungspräsenz, wodurch das Ziel, Kunden lokal zu bedienen, erreicht wird. An jedem Standort kann sich der Kunde auf gleich hohe Qualitätsstandards und gleich hohes technisches Know-how verlassen. Die Grundlage dieser globalen Präsenz bildet der engagierte und kompetente Mitarbeiterstamm der Gruppe. Die Corona Pandemie hat in 2020 auch bei der KAMAX Gruppe signifikante Spuren in der Geschäftsentwicklung hinterlassen. Zur Kompensation der umsatzbedingt rückläufigen Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung wurden verschiedene Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt sowie zum Teil Aktivitäten für strategische Initiativen temporär zurückgefahren. Mit der im Spätsommer einsetzenden konjunkturellen Erholung wurden diese Aktivitäten jedoch wiederaufgenommen. Die wesentlichen Handlungsfelder aus der in 2019 definierten Strategie "Back to the Top" wurden dabei im Hinblick auf Ihre Richtigkeit "post-corona" in einem strukturierten Prozess hinterfragt, behalten jedoch überwiegend ihre volle Relevanz. Nachgeschärft wurde insbesondere das Handlungsfeld "Produktionskapazität in Deutschland" - hier sind, verschärft durch die Corona Pandemie, stärkere Kapazitätsreduktionen notwendig. Die KAMAX Gruppe hat sich daher entschlossen, das Werk in Alsfeld in 2021 zu schließen und hat außerdem für die Werke Osterode (Harz) und Homberg (Ohm) Kapazitätsanpassungen und Sozialpläne mit den Sozialpartnern verhandelt. Steuerungssystem der KAMAX Gruppe Das aussagefähige Berichtswesen beinhaltet neben Bilanz und GuV, Cashflow, Personal und Investitionen auch zahlreiche prozessbezogene Kennzahlen als Früherkennungsindikatoren. Bestandteil dieses Indikatorsystems sind neben den verschiedenen Finanzkennzahlen insbesondere Leistungs- und Produktivitätskennzahlen für die Bereiche Produktion und Logistik, die auch die Basis für das gruppenweite Benchmark-System bilden. Darüber hinaus werden die in der Automobilindustrie einschlägigen Kenngrößen zu Qualität und Lieferperformance mindestens monatlich ausgewertet. Die Lieferabrufe der Kunden werden täglich betrachtet und in der Perspektive für mindestens vier Monate in die Zukunft analysiert und entsprechend eingeplant. Hierdurch werden Lieferrückstände minimiert, die anderenfalls durch temporäre Überauslastungen in einzelnen Werken bzw. auf einzelnen Maschinengruppen auftreten können. Darüber hinaus erfüllt KAMAX alle einschlägigen Anforderungen der Automobilindustrie hinsichtlich Corporate Social Responsibility (CSR) / Sustainability. Die Aktivitäten werden regelmäßig verfolgt und weiterentwickelt. Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt auf Basis von Konzernumlagen, die mit einer Marge von rd. 5 % kalkuliert werden. Forschung und Entwicklung der KAMAX Gruppe Die Entwicklungsaktivitäten der Gruppe sind bei der Gesellschaft in Homberg (Ohm) konzentriert. Sie erstrecken sich im Wesentlichen auf die Entwicklung von
sowie auf kundenorientierte Dienstleistungen in den Bereichen:
Der Bereich Forschung und Entwicklung ist zentralisiert am Standort Homberg (Ohm) und für alle regionalen und funktionalen Einheiten der KAMAX Gruppe zuständig. Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung Rahmenbedingungen Das Jahr 2020 war durch die weltweite Corona Pandemie schwer gezeichnet. Nach einem ohnehin schwierigen Vorjahr rutschte das globale Wirtschaftswachstum gegenüber 2019 um -4,2 % ab. Gerade in den für die KAMAX Gruppe wichtigen Schlüsselmärkten Europa und Amerikas nahm das Wirtschaftswachstum deutlich ab. So verlor der Euroraum -7,5 % und USA -3,7 % gegenüber dem Vorjahr. Allein China konnte sich gegen den weltweiten negativen Trend behaupten und schloss 2020 mit einem verhältnismäßig schwachen +1,8 % Wirtschaftswachstum gegenüber 2019 ab. Vor diesem Hintergrund gab die globale Automobilindustrie ebenfalls nach und verzeichnete weltweit einen Rückgang der Produktion um -18,2 % für PKW und -13,4 % für LKW gegenüber 2019. Besonders hart getroffen waren die Amerikas (-22 % PKW, -32 % LKW)) und der Euroraum (-23 % PKW, -23 % LKW). In Asien spürten Japan und Korea (-15 % PKW, -14 % LKW) die Effekte von Corona deutlich. China konnte sich von den Auswirkungen der ersten Corona-Welle rasch erholen und schloss das Jahr 2020 mit einer insgesamt positiveren Bilanz ab (-6 % PKW, +12 % LKW). Geschäftsverlauf der KAMAX Gruppe Der globale Abschwung in der Automobilindustrie schlägt sich auch im Umsatz der KAMAX Gruppe nieder, der um -21,8 % gegenüber 2019 zurückging. Bei Betrachtung der KAMAX Gruppe (ohne FACIL) ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um global -19,9 % zurück. Dabei fiel die Umsatzentwicklung in den drei Hauptregionen entsprechend der oben geschilderten wirtschaftlichen Situation sehr unterschiedlich aus. Während in den Amerikas und Europa der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um -20,4 % bzw. -23,2 % sank, nahm in China der Umsatz um insgesamt +34,1 % gegenüber dem Vorjahr zu. Die Handelsgesellschaft 4fastening (-16,5 %) wurde ebenfalls von der globalen Wirtschaftsflaute stark getroffen. Die negative Umsatzentwicklung für die KAMAX Gruppe in Europa ist vorrangig durch die rückläufigen Abrufe von DAIMLER und der VW GRUPPE begründet. Während alle OEMs weit unter Plan blieben, war im PKW-Bereich BMW, VW und VOLVO etwas weniger betroffen als DAIMLER und AUDI. Im LKW-Bereich blieben die Umsätze mit TRATON (VW) und DAIMLER weit unter dem Vorjahresniveau. In der Region Americas ist der Umsatz 2020 gegenüber Vorjahr um -20,4 % zurückgegangen. Mehrumsätze konnten nur mit TESLA generiert werden. Während GM stabil blieb, lagen FORD, FCA und HONDA weit unter dem Vorjahresniveau. Das LKW-Segment zeigte dasselbe, allgemein durch Corona getrübte Ergebnis. Allein im Reich der Mitte konnte die KAMAX Gruppe eine erfreuliche Umsatzsteigerung von +34,1 % gegenüber 2019 verbuchen. Am Standort in Wujin (China) haben im Wesentlichen die LKW-Kunden FAW, YUCHAI und SINOTRUCK zur Steigerung beigetragen. Umsätze mit PKW-Kunden blieben dagegen weitestgehend auf Vorjahresniveau. Nach deutlichem Umsatzeinbruch am Anfang des Jahres konnte 4fastening das Jahr 2020 mit -16,3 % gegenüber Vorjahr abschließen. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Ertragslage Wegen des weiter schwierigen Marktumfeldes für die KAMAX Gruppe und aufgrund der Einflüsse der Corona Pandemie verringerten sich auch die Umsatzerlöse der Gesellschaft in 2020 um - EUR 7,50 Mio. (- 30,1 %) auf EUR 17,2 Mio. Erbrachte Dienstleistungen für die Produktionsgesellschaften in der KAMAX Gruppe sind weiterhin die Grundlagen, wobei die Kosten der Gesellschaft zuzüglich einer vereinbarten Marge umgelegt werden. Die Personalaufwendungen verringerten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 8,2 Mio. (i. V. EUR 8,8 Mio.). Dies entspricht einer Abnahme um -6,8 %. Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten stieg geringfügig um +3,0 % von 104 auf 106 Mitarbeiter. Es gab keine tariflichen Abschlüsse mit entsprechenden Lohn-Gehaltssteigerungen in 2020. Stattdessen erfolgte im November 2020 eine tarifliche Einmalzahlung aus einem Solidartopf in Höhe von jeweils EUR 350,-. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen verringerten sich um -55,1% auf EUR 5,4 Mio. (i. V. EUR 11,9 Mio.), was vor allem auf die Reduzierung Aufwand aus Zentralverrechnungen zurückzuführen ist. In 2020 wurde die Corporate Charge Systematik umgestellt, wodurch es keine Belastungen von Kosten für Vertrieb und Einkauf durch die einzelnen KAMAX Einheiten an die Zentralbereiche gab. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,5 Mio. auf EUR 2,3 Mio., was im Wesentlichen auf den reduzierten Aufwand aus Vertriebskosten zurückzuführen ist. Nach Abzug von Zinsergebnis und Ertragsteuern wird ein Jahresüberschuss von EUR 0,6 Mio. ausgewiesen, welches sich damit auf demselben Niveau des Vorjahresergebnisses bewegt. Die Gesellschaft hat in 2020 ein EBIT von 4,8 % gegenüber 3,2 % im Vorjahr erwirtschaftet. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist im Geschäftsjahr einen Mittelzufluss in Höhe von EUR 2,5 Mio. aus. Zur Verbesserung der Liquidität hat im Wesentlichen der Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beigetragen. Liquiditätsmindernd hat vor allem die Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände (EUR -1,8 Mio.) gewirkt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von EUR -0,3 Mio. ergibt sich aus Auszahlungen in Investitionen für Betriebs- und Geschäftsausstattung und Softwarelizenzen sowie aus Einzahlungen zu Anlagenabgängen zu Buchwerten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von EUR -1,5 Mio. betrifft in der Hauptsache eine Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin. Zum Bilanzstichtag werden Finanzmittelfonds in Höhe von EUR 2,7 Mio. ausgewiesen. Dies ist eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von EUR + 0,6 Mio. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um - EUR 0,9 Mio. oder - 11,5 % auf EUR 6,8 Mio. vermindert. Das Eigenkapital verringerte sich auf EUR 3,0 Mio. nach EUR 4,0 Mio. im Vorjahr, vor allem bedingt durch eine Ausschüttung an die Gesellschafterin. Die Eigenkapitalquote liegt zum Bilanzstichtag bei 44,9 % nach 51,6 % im Vorjahr. Personal- und Sozialwesen Die Mitarbeiterzahl der Gesellschaft im Jahresdurchschnitt erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3 Mitarbeiter auf 106. An den deutschen Standorten wurden zum 31.12.2020 65 Auszubildende (inkl. dualer Studenten) im Vergleich zu 63 Auszubildenden (inkl. dualer Studenten) in technischen und kaufmännischen Berufen ausgebildet. Das Jahr 2020 war geprägt durch die Auswirkungen der Corona Pandemie. In Abhängigkeit von den lokalen rechtlichen Rahmenbedingungen und dem Bestellverhalten der Kunden wurden Werke temporär geschlossen bzw. Werksferien ausgeweitet. Diese Situation entspannte sich im 4. Quartal 2020 merklich. In Abhängigkeit von der rechtlichen Situation des Landes und des Standortes wurden die Möglichkeiten der Arbeitszeitflexibilisierung, der staatlichen Förderung und Kurzarbeit genutzt. Betroffen waren alle Standorte in Europa, USA und Mexiko, außer China. Es musste in der Folge nur in begrenztem Umfang Personal angepasst werden. Im letzten Quartal 2020 waren im allgemeinen die Werke und das Werkspersonal wieder gut ausgelastet und es zeigte sich ein begrenzter Nachholbedarf. Die Gesellschaft selber wird noch bis Mitte des Jahres 2021 die Möglichkeiten der Arbeitszeitflexibilisierung, der staatlichen Förderung und Kurzarbeit nutzen. Im Zuge der Corona Pandemie wurden an allen Standorten von Anfang an und sehr konsequent die Risiken der Infektion aufgezeigt und Schutzmaßnahmen eingeführt. Entsprechend wurden auch umfangreiche, vorbeugende Maßnahmen gegen die Verbreitung des Covid-19 Virus implementiert. Die Mitarbeiter nahmen die Schutzmaßnahmen sehr gut an und so konnten Infektionen von KAMAX-Mitarbeitern sehr begrenzt werden. Eine direkte Infektion am Arbeitsplatz konnte bisher damit grundsätzlich vermieden werden. Die Schutzmaßnahmen dauern in 2021 an. Weltweit galten massive Reisebeschränkungen. Aus diesem Grund wurden die mobilen Arbeitsmöglichkeiten der Beschäftigten permanent ausgeweitet und die entsprechenden Investitionen und Voraussetzungen geschaffen. Dieses forciert die Digitalisierung innerhalb der Gruppe enorm. Während bekannte Formate im Bereich der Kommunikation und den Schulungen nicht fortgesetzt werden konnten, wurden gleichzeitig neue Formate entwickelt. Dabei setzte sich die Entwicklung aus 2019 fort und wurde beschleunigt. In 2020 wurden die Voraussetzungen geschaffen, diese Trainings in digitale Formate zu transferieren, neue Angebote zu machen oder den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Die Kommunikation konnte auf digitale Live-Events mit den Beschäftigten umgestellt werden und auch gruppenweite Managementmeetings konnten erstmals voll digital stattfinden. Insgesamt konnten aufgrund des Lock-Downs sowohl Reisen als auch Trainings im größeren Umfang nicht realisiert werden, was zu nicht unerheblichen Kosteneinsparungen führte. Die Initiativen zum ,Cultural Change' - der Ausweitung der KAMAX Kompetenzen auf CHANGE, READI-NESS und DIGITAL-MINDSET sowie die KAMAX Values wurden trotz der besonderen Umstände weiterentwickelt und neu eingeführt. Die persönliche Ansprache und der direkte Dialog waren aufgrund der Abstandsregeln nur eingeschränkt möglich. Umso wichtiger ist es für das lokale Management, die angepassten Prozesse lokal umzusetzen. Trotz Corona Pandemie konnten die Zusammenarbeit und die Förderstipendien mit der TU Clausthal ausgeweitet werden. Ebenso hat KAMAX gemeinsam mit seinen Beschäftigten im Jahr 2020 erneut soziale Einrichtungen fördern können. Chancen- und Risikobericht Die Geschäftstätigkeiten von KAMAX sind infolge der unsicheren weltwirtschaftlichen Entwicklung und des zunehmenden Wettbewerbs auch aus Schwellenländern einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Risiken bestehen schließlich nicht zuletzt auch in der Erschließung und Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dienen sollen. So können Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität in der Langfristperspektive zwar Risiken für das bestehende Geschäft bedeuten, worauf jedoch bereits heute durch im Markt etablierte sowie jüngst eingeführte und sich in Entwicklung befindliche Produkte sehr gute Antworten gefunden wurden. So zeigen sich hier auf Basis der vorhandenen hohen technologischen Kompetenz in Entwicklung und Fertigung erhebliche Chancen zur Differenzierung mit vielversprechenden Möglichkeiten zum Ausbau der vorhandenen Marktposition auf. Um die vorhandenen Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung oder Absicherung von Risiken weiter zu verbessern und ggf. neue Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, wird in der KAMAX Gruppe (ohne FACIL) ein unternehmensweites Risikomanagementsystem eingesetzt und fortlaufend weiterentwickelt. Die Risiken werden im Hinblick auf ihre Auswirkung auf Eigenkapital, Ertrag bzw. Liquidität klassifiziert und entsprechend ihrer Tragweite in unterschiedlichen Frequenzen überwacht. Darüber hinaus wird die Wirksamkeit eingeleiteter Maßnahmen auch im Rahmen der standardmäßigen Controlling-Prozesse überprüft. Generell stellen die hohe Volatilität auf den Rohstoffmärkten sowie die langfristig steigenden Energiepreise für die KAMAX Gruppe ein grundsätzliches Risiko dar und können den wirtschaftlichen Erfolg bedrohen. Den Volatilitäten auf der Rohstoffseite begegnen wir mit Preisgleitklauseln, die wir für den Großteil der Kunden vereinbart haben. Als Unternehmen der Automobilbranche sind wir dem Produkthaftungsrisiko aus potentiellen Schadenskosten infolge einer Serviceaktion bzw. eines Rückrufs des Kunden aufgrund fehlerhafter Schrauben ausgesetzt. Durch die Installation des KAMAX-Qualitätsmanagementsystems, das die Anforderungen der IATF 16949 erfüllt, wird das Risiko eines Produktschadens deutlich reduziert und begrenzt. Für die Eskalation von Kundenreklamationen sind gruppenweit Eskalationsregeln definiert. Zudem besteht eine ausreichend dotierte Produkthaftungsdeckung, die mögliche Schadenszenarien abdeckt. Ein wesentliches Risiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft ist der weitere Verlauf der Corona-Pandemie. Sollte das weitere Infektionsgeschehen noch einschneidendere und umfassendere Eindämmungsmaßnahmen erforderlich machen als im Prognosebericht angenommen, würde dies die wirtschaftliche Erholung und die internationalen Handelsverflechtungen stark beeinträchtigen. Die Effekte würden dabei umso stärker ausfallen, je breiter und umfassender die jeweiligen Lockdowns angelegt sind. Für KAMAX können sich die Risiken, die sich aus dem weiteren Pandemiegeschehen ergeben, zum einen nachteilig auf die Absatzentwicklung und die Vertriebsprozesse auswirken und zum anderen zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion und der Lieferketten führen. Zur Begrenzung des Risikos in der Produktion und den funktionalen Bereichen wird KAMAX auch in 2021 über gebildete Pandemie-Teams & Arbeitsgruppen fortwährend das Infektionsgeschehen überwachen und ggf. Maßnahmen definieren und deren Umsetzung begleiten. Weiterhin überwachen wir engmaschig unsere Liquiditätsentwicklung und leiten bei Bedarf Gegenmaßnahmen, wie auch in 2020, ein. Insgesamt sieht sich KAMAX aufgrund einer weltweit guten Präsenz, der hohen technischen Kompetenz sowie der neu formulierten und in Umsetzung befindlichen Strategie "Back to the Top" gut gerüstet, auch unter schwierigen Marktbedingungen Chancen zu nutzen und Risiken erfolgreich zu bewältigen. Die vorgenannten Chancen und Risiken betreffen auch die Gesellschaft, die als Dienstleistungsgesellschaft unmittelbar vom wirtschaftlichen Erfolg der KAMAX Gruppe abhängig ist. Prognosebericht Die Aussichten für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie werden für 2021 weiterhin volatil eingeschätzt. Die Corona Pandemie ist nach wie vor nicht überstanden, auch wenn sich die Umsatz- und Absatzentwicklung in der Automobilindustrie ab dem vierten Quartal 2020 spürbar erholt hat. Es ist weiterhin mit Wellenbewegungen in der Nachfrage zu rechnen, welches zusätzliche Herausforderungen durch das Runter- und Hochfahren der Produktion sowie das Sicherstellen der Lieferfähigkeit darstellt. Für 2021 und auch für 2022 erwartet die KAMAX Gruppe noch keine vollständige Erholung hin zu einem Vor-Corona-Niveau. Die Ergebnis- und Finanzplanung reflektiert diese Einschätzung für 2021. Für die KAMAX Gruppe wurde für 2021 ein deutlicher Umsatzanstieg gegenüber 2020 geplant, wobei jedoch das geplante absolute Niveau noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2019 bleibt. Auch beim Ergebnis vor Steuern wird ein deutlicher Anstieg geplant, dies bleibt jedoch ebenfalls noch signifikant hinter dem Vorkrisenniveau 2019 zurück. Die Auftragslage im 1. Quartal 2021 bestätigte diese Annahme. Bezogen auf die Gesellschaft rechnen wir für das Geschäftsjahr 2021 mit einem gegenüber 2020 moderat höheren Ergebnis vor Steuern.
Homberg (Ohm), 3. März 2021 KAMAX Automotive GmbH Geschäftsführung gez. Eik Stachowicz gez. Jörg Steins BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020KAMAX AUTOMOTIVE GMBH, HOMBERG (OHM)AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020der KAMAX Automotive GmbH, Homberg (Ohm)A. Rechnungslegungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der KAMAX Automotive GmbH, Homberg (Ohm) (Amtsgericht Gießen, HRB 7351), die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen zwischen drei und 14 Jahren. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsleistung erfolgt nach der "Projected-Unit-Credit-Methode", d. h. mit dem versicherungsmathematischen Barwert der bis zum Bilanzstichtag zeitanteilig erdienten Jubiläumsleistungen zuzüglich der vom Arbeitgeber zu entrichtenden Sozialabgaben. Es werden die Richttafeln 2018 G nach Heubeck angewendet und ein Rechnungszinssatz von 1,60 %, ein Gehaltstrend von 2,0 % und eine durchschnittliche Fluktuation von 4,5 % zugrunde gelegt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlagenpositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2020 sind als Anlage zu diesem Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 959 enthalten ausstehende Erstattungen von Umsatzsteuer von TEUR 349 aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der KAMAX Holding GmbH & Co. KG und betreffen davon abgesehen ausschließlich Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Eigenkapital Im Geschäftsjahr wurde aus dem Bilanzgewinn 2019 eine Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.500 durchgeführt. Es besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB aus der Aktivierung der latenten Steuern von TEUR 57. 4. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten von TEUR 2.488 (i. V. TEUR 2.267) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 2.092 auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Darunter befinden sich Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 342. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sonstige Steuern in Form von Kfz-Steuern und ausländischen Kostensteuern in Höhe von TEUR 80. 2. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten latente Steuern (Ertrag) in Höhe von TEUR 34 (i. V. TEUR 4 Ertrag). C. Sonstige Angaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von TEUR 2.282. Darüber hinaus besteht zum Bilanzstichtag ein Obligo aus Sachanlageinvestitionen in Höhe von TEUR 634. 3. Mutterunternehmen, Konzernabschluss, Offenlegung Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KAMAX Holding GmbH & Co. KG, Homberg (Ohm), einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers (Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Köln) eingereicht und im Bundesanzeiger elektronisch bekannt gemacht. 4. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind: Eik Stachowicz, Braunfels Jörg Steins, Heidelberg (ab 02.09.2020) Dr. Wolfgang Scheiding, Darmstadt (bis 02.09.2020) 5. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Zur Angabe der Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers verweisen wir auf den Konzernabschluss der KAMAX Holding GmbH & Co. KG. D. Nachtragsbericht Durch die erneut rasante Ausweitung der Covid-19 Infektionen im Herbst 2020 wurde im Monat Dezember 2020 ein zweiter Lockdown beschlossen. Erste Lockerungen werden ab Mitte März 2021 erwartet. Wir verweisen im Weiteren auf unsere Ausführungen im Prognosebericht des Lageberichts. E. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss von EUR 582.487,20 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Homberg (Ohm), 3. März 2021 KAMAX Automotive GmbH Geschäftsführung gez. Eik Stachowicz gez. Jörg Steins Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020der KAMAX Automotive GmbH, Homberg (Ohm)
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KAMAX Automotive GmbH, Homberg (Ohm)Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KAMAX Automotive GmbH, Homberg (Ohm), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KAMAX Automotive GmbH, Homberg (Ohm), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 3. März 2021 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
gez. Nikolaus Krenzel, Wirtschaftsprüfer gez. Ralph Jost, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung erfolgte am 19. März 2021. |
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