Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg HRB 8605
Vorher
SGH Spezial Gerätebau GmbH
Eingetragen
21.7.2017
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Entwicklung sowie die Herstellung und der Vertrieb von Batterien auf Basis der Lithiumtechnologie sowie von anderen elektro-chemischen Artikeln. Weiterhin die Durchführung aller Geschäfte, die im Zusammenhang mit den vorstehenden Gegenständen stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marko Appel
seit 1.10.2020
Prokura
Claus Alexander Nagel
seit 22.6.2020
Prokura
Ralf Sauer
seit 29.8.2017
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tadiran Batteries Ltd.ISR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Tadiran Batteries Ltd.
Israel
2.582.026 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tadiran Batteries GmbH

Büdingen

Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Tadiran Batteries GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tadiran Batteries GmbH, Büdingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tadiran Batteries GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 13. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bilz, Wirtschaftsprüfer

Kostolnik-Briedela, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR EUR 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.599,00 78.084,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.869.465,74 1.317.250,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.317.591,00 2.421.664,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.064.875,00 931.934,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 595.842,14 660.205,25
5.847.773,88 5.331.053,99
5.883.372,88 5.409.137,99
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.009.726,58 2.077.992,50
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.661.548,54 1.233.983,66
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.320.430,61 2.544.418,61
5.991.705,73 5.856.394,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.817.926,74 6.525.101,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.402.076,34 5.462.794,69
3. Sonstige Vermögensgegenstände 550.769,01 23.026,36
13.770.772,09 12.010.922,91
III. Guthaben bei Kreditinstituten 134.963,94 189.219,67
19.897.441,76 18.056.537,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.621,66 8.306,88
25.794.436,30 23.473.982,22

Passiva

EUR EUR 31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 2.582.026,00 2.582.026,00
2. abzgl. nicht eingeforderte ausstehende Einlage -1.633.577,56 -1.633.577,56
948.448,44 948.448,44
II. Kapitalrücklage 306.775,13 306.775,13
III. Gewinnvortrag 12.227.710,24 7.604.930,74
IV. Jahresüberschuss 3.444.905,47 4.622.779,50
16.927.839,28 13.482.933,81
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.937.276,00 2.844.656,00
2. Steuerrückstellungen 370.911,52 1.347.501,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.791.382,00 1.849.120,00
5.099.569,52 6.041.277,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 989.830,67 710.814,93
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.431.622,62 2.688.407,48
3. Sonstige Verbindlichkeiten 345.574,21 550.549,00
davon aus Steuern EUR 243.079,52 (Vj. EUR 407.136,68)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 22.551,29 (Vj. EUR 83.067,75)
3.767.027,50 3.949.771,41
25.794.436,30 23.473.982,22

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

EUR EUR 2022
EUR
1. Umsatzerlöse 58.555.837,01 52.112.778,30
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 49.816.169,97 41.440.439,52
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 8.739.667,04 10.672.338,78
4. Vertriebskosten 1.529.312,92 1.651.398,31
5. Allgemeine Verwaltungskosten 2.599.628,06 2.473.724,31
6. Sonstige betriebliche Erträge 243.647,76 189.339,27
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 115.227,96 (Vj. EUR 82.132,966)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 89.290,75 (Vj. EUR 124.479,97) 93.162,44 141.499,80
3.978.455,66 4.077.283,15
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 178.707,50 20.112,47
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 66.033,00 (Vj. EUR 71.316,00) 66.033,00 71.316,00
112.674,50 -51.203,53
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.428.980,41 1.921.072,60
11. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 3.444.905,47 4.622.779,50

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft erfüllte auch im Jahr 2023 die Kriterien einer großen Kapitalgesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss 2023 wurde entsprechend nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte wie in den Vorjahren nach dem Umsatzkostenverfahren. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Büdingen. Sie ist unter der Firma Tadiran Batteries GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Friedberg (Hessen) unter HRB 8605 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Einzelangaben zur Bilanz, Währungsumrechnung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren bilanziert.

Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Den Abschreibungen auf Gebäude ist eine Nutzungsdauer zwischen acht und 15 Jahren zugrunde gelegt.

Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen fünf bis zehn Jahre und bei anderen Anlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) drei bis zehn Jahre.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Dabei wurde das Niederstwertprinzip beachtet.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Ferner werden teilweise freiwillige Sozialaufwendungen mitberücksichtigt.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten unter Anwendung der gewogenen Durchschnittsmethode oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus laufendem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 78 (Vorjahr T€ 63) und Forderungen aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von T€ 6.324 (Vorjahr T€ 5.400).

Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bewertet.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft überwiegend abgegrenzte Versicherungsbeiträge.

Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 2.582. Dieses ist noch nicht vollständig eingezahlt worden. Die Höhe der nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen beträgt T€ 1.634. Alleinige Gesellschafterin ist die Tadiran Batteries Ltd., Rehovot/Israel.

Der Gewinnvortrag hat sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich vor Vorjahresstichtag wie folgt entwickelt:

In T€
Gewinnvortrag 31. Dezember 2022 7.605
Jahresüberschuss 2022 4.623
Gewinnvortrag 31. Dezember 2023 12.228

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vorjahr 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden mit 2,5 % bzw. 2,25 % (Vorjahr 2,5 % bzw. 2,25 %) berücksichtigt. Eine durchschnittliche alters- und geschlechtsspezifische Fluktuation wurde bei der Berechnung berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf einen Wert von € 31.084. Der Unterschiedsbetrag ist unter den Voraussetzungen des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

Weiterhin werden kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, mit diesem bewertet. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Diese, ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 706 (Vorjahr. T€ 770) mit den ebenfalls zum Zeitwert der Vermögensgegenstände bewerteten Rückstellungen in Höhe von T€ 706 (Vorjahr T€ 770) verrechnet. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert bei verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen beträgt T€ 789 (Vorjahr T€ 849). Innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung wurden in den allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von T€ 14 (Vorjahr T€ 16) Erträge aus dem Deckungsvermögen mit korrespondierenden Aufwendungen aus der Verpflichtung verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Den größten Teil der sonstigen Rückstellungen von insgesamt T€ 1.791 (Vorjahr T€ 1.849) bilden die Garantierückstellungen (T€ 502; Vorjahr T€ 449) sowie die Entsorgungsrückstellungen (T€ 429, Vorjahr T€ 422). Die restlichen sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen. Die Garantierückstellungen werden pauschal unter Anwendung eines Erfahrungswertes auf Grundlage der Umsatzerlöse aus der Eigenfertigung ermittelt. Die Entsorgungsrückstellungen wurden dabei auf Grundlage der in den vergangenen Jahren tatsächlich angefallenen Entsorgungskosten ermittelt.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie bereits im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr von T€ 2.432 (Vorjahr T€ 2.688), davon gegenüber der Gesellschafterin Tadiran Batteries Ltd., Rehovot/Israel, in Höhe von T€ 2.332 (Vorjahr T€ 2.571).

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben in Fremdwährungen wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke aus Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Latente Steuern betreffen alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Pensionsverpflichtungen und ihren Buchwerten im HGB-Abschluss (so genannte bilanzorientierte Methode). Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder gesetzlich verabschiedet sind und im Zeitpunkt der erwarteten Umkehrung der temporären Differenz gelten. Der derzeitige Steuersatz beträgt 29,13 %. Der Ausweis möglicher aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt grundsätzlich saldiert. Soweit jedoch ein aktivischer Überhang vorliegt, wird das Wahlrecht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) der Nichtaktivierung in Anspruch genommen.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten ergeben sich wie folgt:

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

In T€ 2023 2022
Eigenfertigung 23.233 23.213
Handelsware 35.323 28.900
Summe 58.556 52.113

Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:

In T€ 2023 2022
Inland 12.928 16.402
EU 39.698 30.056
Drittstaaten 5.930 5.655
Summe 58.556 52.113

Die im Rahmen des Umsatzkostenverfahrens ausgewiesenen Aufwendungen enthalten Materialaufwendungen von T€ 40.723, davon für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe T€ 39.295 bzw. davon für bezogene Leistungen T€ 1.428 (Vorjahr T€ 32.514, davon für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe T€ 31.496 bzw. davon für bezogene Leistungen T€ 1.018) sowie Personalaufwendungen von T€ 8.663, davon für Löhne und Gehälter T€ 7.190 und davon für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung T€ 1.473 - davon für Altersversorgung T€ 151 (Personalaufwendungen Vorjahr T€ 8.402, davon Löhne und Gehälter T€ 6.968 und davon für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung T€ 1.434 - davon für Altersversorgung T€ 163).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 118 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen enthalten (Vorjahr T€ 102 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Kapitalertragsteuer und die Gewerbesteuer (T€ 1.429, Vorjahr T€ 1.921).

Die sonstigen Steuern sind innerhalb der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen (T€ 22, Vorjahr T€ 23).

Die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen T€ 930 (Vorjahr T€ 834) und werden im Wesentlichen unter den Herstellkosten ausgewiesen. Die Verteilung auf die Anlagenklassen ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang).

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen zum Zwecke der Minimierung der Kapitalbindung beträgt T€ 604 (Vorjahr T€ 550). Davon sind im folgenden Geschäftsjahr 2024 193 T€ fällig, für die Jahre zwischen 2025 bis 2028 bestehen insgesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen von T€ 300 sowie ab 2029 T€ 111. Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2023 umfasst T€ 17.724 (Vorjahr T€ 18.418), wovon T€ 12.375 Bestellungen verbundener Unternehmen betreffen (Vorjahr T€ 11.205).

V. Sonstige Angaben

Als Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

- Herr Olaf G. Lichtlein, Gelnhausen

Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung.

Die Gesellschaft verzichtet unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge.

Die Pensionsrückstellung für ehemalige Geschäftsführer beläuft sich auf T€ 1.086.

Dem Beirat (Board of Directors) gehörten zum Bilanzstichtag an:

- Herr Igal Carmi (Vorsitzender), Chief Executive Officer & President, Tadiran Batteries Ltd., Rehovot/Israel

- Herr Rafael Yaar, Vice President Human Resources and Administration, Tadiran Batteries Ltd., Rehovot/Israel

- Herr Dr. Michael F. Boemke, Berater des Beirates, Hamburg

- Herr Kobi Pinsky, Vice President Marketing & Sales, Tadiran Batteries Ltd., Rehovot/Israel

- Herr Niv Kochav, Vice President & Chief Financial Officer, Tadiran Batteries Ltd., Rehovot/Israel

Die Beiratsmitglieder haben wie im Vorjahr keine Bezüge erhalten.

Gesamtprokura

- Herr Ralf Sauer, Büdingen

- Herr Claus Alexander Nagel, Hirzenhain

- Herr Marko Appel, Büdingen

Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 47 und betrifft nur Abschlussprüfungsleistungen.

Zahl der Mitarbeiter

2023 2022
Arbeiter im Jahresdurchschnitt 78 74
Angestellte im Jahresdurchschnitt 48 47
126 121

Zum Bilanzstichtag wurden 15 (Vorjahr 15) Teilzeitkräfte beschäftigt.

Gesellschafter und Konzernabschluss

Gesellschafter der Tadiran Batteries GmbH (TBG) ist die Tadiran Batteries Ltd., Rehovot/Israel.

Die TBG wird im kleinsten Konzernkreis in den Konzernabschluss der Tadiran Batteries Ltd., Rehovot/Israel, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist im Internet erhältlich unter http://www.tadiranbat.com. Im größten Konzernkreis wird die TBG in den Konzernabschluss der TotalEnergies SE mit Sitz in Courbevoie, Frankreich, einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Internet erhältlich unter http://www.totalenergies.com.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von T€ 3.445 auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Nachtragsbericht

Im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 11. September 2024 wurde beschlossen einen Betrag in Höhe von T€ 8.000 auszuschütten. Die vollständige Ausschüttung erfolgte bis zum 06. Dezember 2024.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag 31. Dezember 2023 sind nicht eingetreten.

 

Büdingen, den 12. Dezember 2024

Tadiran Batteries GmbH

gez. Olaf G. Lichtlein, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.554.331,72 4.400,00 0,00 0,00 1.558.731,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.596.091,44 296.667,27 0,00 393.554,79 5.286.313,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.441.990,11 182.815,84 53.036,29 210.828,91 9.782.598,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.503.574,34 380.555,99 28.694,29 0,00 3.855.436,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 660.205,25 540.020,59 0,00 -604.383,70 595.842,14
18.201.861,14 1.400.059,69 81.730,58 0,00 19.520.190,25
19.756.192,86 1.404.459,69 81.730,58 0,00 21.078.921,97
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.476.247,72 46.885,00 0,00 1.523.132,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.278.840,70 138.007,06 0,00 3.416.847,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.020.326,11 497.716,75 53.035,29 7.465.007,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.571.640,34 247.612,99 28.692,29 2.790.561,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.870.807,15 883.336,80 81.727,58 13.672.416,37
14.347.054,87 930.221,80 81.727,58 15.195.549,09
Buchwerte 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.599,00 78.084,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.869.465,74 1.317.250,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.317.591,00 2.421.664,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.064.875,00 931.934,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 595.842,14 660.205,25
5.847.773,88 5.331.053,99
5.883.372,88 5.409.137,99

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Branche der Tadiran Batteries GmbH (TBG) wird definiert als der Markt der primären Lithium-Batterien. Das Verkaufsgebiet ist Europa.

Der Markt für primäre (d. h. nicht wiederaufladbare) Lithium-Batterien teilt sich hauptsächlich in drei Marktsegmente auf:

- Industrie (industrielle Anwendungen, verarbeitende Industrie)

-Consumer (Endverbraucher)

- Militär

TBG fertigt und vertreibt am Standort Büdingen ausschließlich die Batterietechnologie Lithium/Thionylchlorid. Diese Produkte werden gemeinsam mit zugekaufter Handelsware, auf Basis gleicher Batterietechnologie aus der Tadiran Batteries Group, im industriellen Markt abgesetzt.

TBG ist im System Lithium/Thionylchlorid tätig und hat in diesem Markt eine stabile Position. Das Unternehmen verfügt über eine große Produktpalette. In diesem Rahmen wird ausschließlich der technisch anspruchsvolle und industrielle Anwendermarkt bedient. Bedingt durch diese Zielgruppe sind die Möglichkeiten des Unternehmens geprägt durch das Großkunden- und Projektgeschäft.

TBG hat an dem für das Unternehmen zugänglichen Markt (d. h. das mit den Produkten des Unternehmens zu erreichende Potenzial) einen großen Anteil und sieht sich in der Verpflichtung, weiterhin auf die Preisstabilität einzuwirken.

Die Schwerpunkte der Marktaktivitäten sind auf eine starke Anwendungsorientierung, kundenorientierte Flexibilität und Optimierung der Produktpalette in Richtung sich ständig verändernder Kundenanforderungen ausgerichtet.

Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern. Darüber hinaus gilt die Entwicklung des Auftragseingangs und -bestands als nicht-finanzieller Leistungsindikator.

b) Forschung und Entwicklung

Forschungsaufgaben erfolgen ausschließlich bei der Muttergesellschaft Tadiran Batteries Ltd., Rehovot/Israel. Entwicklungsaufgaben erfolgen im Rahmen eines Harmonisierungsprogrammes gemeinsam mit der Muttergesellschaft.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. (Quelle: Statistica Research Department 26.02.2024).

Der ZVEI-Report (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V.) aus Februar 2024 weist für den Zeitraum Januar bis Dezember des vergangenen Jahres Auftragseingänge der deutschen Elektroindustrie, die um 2,2 % hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben sind. Hier standen sich ein Zuwachs von 2,6 % bei den inländischen Bestellungen und ein Rückgang von 6,1 % bei den Auslandsorders gegenüber. Bei den Neuaufträgen aus dem Euroraum fiel das Minus 2023 mit 9,3 % mehr als doppelt so hoch aus wie bei den Bestellungen aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (-4,2 %). Das komplette Jahr 2023 hat die Branche (nach vorläufigen Berechnungen) mit einem aggregierten Erlös von 238,1 Mrd. € abgeschlossen. Das waren 6,0 % mehr als noch 2022. Der Inlands- und der Auslandsumsatz kamen im vergangenen Jahr auf 115,0 Mrd. € (+7,2 %) und 123,1 Mrd. € (+5,1 %). Die Erlöse mit Geschäftspartnern aus dem Euroraum erhöhten sich 2023 um 5,8 % auf 44,0 Mrd. € und die mit Drittländern um 4,7 % auf 79,1 Mrd. €. (Quelle: ZVEI-Konjunkturbarometer Februar 2024).

b) Geschäftsverlauf

Aufgrund des anhaltend hohen Bedarfs an sogenannten "Small Cells" wurde die Produktion am Standort Büdingen weiterhin mit drei Schichten pro Tag und sechs Tagen pro Woche über das ganze Jahr hinaus ausgelastet.

Die Big-Cells-Produktionslinie konnte mit einer Schicht pro Tag und fünf Tagen pro Woche weiterhin zum Einsatz gelangen und es bestehen genügend Kapazitäten für zukünftiges Wachstum.

Insgesamt konnte die Nachfrage nach den Handelswaren trotz des Krieges in Israel nahezu ohne größere Lieferverzögerungen bedient werden. Gemessen am Umsatz mit 58,6 Mio. € als auch am Ergebnis nach Steuern mit 3,4 Mio. € war 2023 wieder ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr.

Das Teilsegment Metering, welches zum Marktsegment Industrie gehört, hat sich in 2023 weiter erholt. Daraus resultierend ergaben erhöhte Bedarfe bei den Herstellern entlang der Supply Chain, welche sich positiv auf die Umsatzentwicklung der TBG auswirkte.

c) Lage des Unternehmens

Ertragslage

Im Jahr 2023 wurde ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr 4,6 Mio. €) erzielt, welches im Wesentlichen aufgrund der Reduzierung des Lithium-Preiszuschlages an die Kunden in der zweiten Jahreshälfte deutlich hinter den Erwartungen lag.

Trotz gestiegener Umsätze verschlechterte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um 18,1 % im Vergleich zum Bruttoergebnis vom Umsatz 2022. Ursächlich hierfür waren deutlich höhere Herstellkosten im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse. Hierbei konnten die hohen Kosten der Rohstoffbeschaffung nicht gänzlich an die Kunden weitergegeben werden.

Die Vertriebskosten lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 1,5 Mio. € (Vorjahr 1,7 Mio. €) und sanken im Wesentlichen aufgrund einer geringeren Anzahl realisierter Projekte.

Die allgemeinen Verwaltungskosten betrugen in 2023 insgesamt 2,6 Mio. € (Vorjahr 2,5 Mio. €) und stiegen insbesondere durch erhöhte Lizenzkosten für IT-Produkte sowie gestiegene Versicherungskosten.

Umsatzerlöse und Auftragseingänge

Der Gesamtumsatz lag im Berichtszeitraum (inkl. Intercompany) bei 58,6 Mio. € (Vorjahr 52,1 Mio. €). Der Zuwachs resultierte schwerpunktmäßig aus gestiegenen Umsätzen aus der Handelsware, hier im Speziellen durch Produkte aus dem Marktsegment "Smart Metering". So sind die Umsätze aus der Eigenfertigung im Geschäftsjahr nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr geblieben, während die Umsätze aus Handelswaren um 22,2 % stiegen. Der erzielte Gesamtumsatz in 2023 lag hauptsächlich bedingt durch die deutliche Steigerung bei den Handelswaren über der Vorjahresprognose.

Der Umsatzanteil für Deutschland lag bei 22,1 % (Vorjahr 31,5 %), der Exportanteil bei 77,9 % (Vorjahr 68,5 %).

Der Auftragseingang des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2023 lag mit 48,9 Mio. € ca. 21,1 % niedriger als im Jahr 2022 und unter unseren Erwartungen für 2023. Ursächlich hierfür war insbesondere die nicht erwartete Reduzierung des Lithium- Preiszuschlages an die Kunden. Der daraus zum 31. Dezember 2023 noch offene Auftragsbestand beträgt gemessen als Umsatzvolumen 31,9 Mio. €.

Beschaffung

Die Beschaffung der für die Produktion erforderlichen Rohstoffe von sogenannten "A-Teile" (z. B. Becher, Deckel) erfolgte im Jahr 2023 mit leichten Preisschwankungen im unteren einstelligen Prozentbereich (Becher Æ + 2,3 % / Deckel Æ -2,6 %). Das Preislevel des Lithiums reduzierte sich im Laufe des Jahres 2023 um knapp 55 %. Gründe hierfür dürften in der rückläufigen Nachfrage nach E-Autos als auch in den ausgebauten Produktionskapazitäten der Produzenten liegen.

Die Chemikalien-Beschaffung von Thionylchlorid (SOCl2) sowie Lithiumchlorid (LiCl) konnte im Laufe 2023 mit deutlichen Preisreduzierungen (SOCl2 - 10 % / LiCl -57 %) erfolgen. Für Isopropanol (IPA) und Aluminiumchlorid (AlCl3) war die Preislage nach wie vor stabil.

Die Situation im Luft- und Seefrachtbereich war in 2023 weitestgehend stabil. Erst die Vorfälle im Q4 2023 in der Bab-Al-Mandab-Strasse führten wieder zu längeren Transitzeiten und bis zu 100 % höheren Preisen für Seefrachten.

Finanzlage

Investitionen

Der Investitionsumfang lag im Berichtsjahr bei 1,4 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €) und betraf insbesondere den Ausbau der Produktionsanlagen. Für das Jahr 2024 sind Investitionen in Höhe von ca. 1,5 Mio. € vorgesehen, darin enthalten ist ein Investitionstransfer aus 2023 in Höhe von 0,4 Mio. €. Die Investitionen können dabei aus den vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden.

Liquidität

Es wurden keine Bankkredite in Anspruch genommen. Der Bestand an flüssigen Mitteln beträgt 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €).

Die Liquiditätsanalyse kann mittels folgender Kapitalflussrechnung erfolgen:

Operativer Cashflow: T€ 2.319
Cashflow aus Investitionstätigkeit: T€ -1.449
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit: T€ 0
Veränderung des Finanzmittelbestandes: T€ 870

Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie Forderungen aus Cash-Pooling.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Der leichte Aufbau der Vorräte im Vergleich zum Bilanzstichtag im Vorjahr ist insbesondere auf die gestiegene Eigenfertigung im Bereich der "Big Cells" und die damit einhergehende Bevorratung zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Bilanzstichtag im Vorjahr um 0,3 Mio. € auf 6,8 Mio. € erhöht. Der Anstieg ist insbesondere auf die gestiegenen Umsatzerlöse in 2023 zurückzuführen.

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 0,9 Mio. € auf 6,4 Mio. € ist insbesondere auf höhere Forderungen aus Cash-Pooling zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres ist hauptsächlich auf zu hohe Vorauszahlungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer für das Jahr 2023 in Höhe von 0,4 Mio. € zurückzuführen.

Die Gesamthöhe der Steuerrückstellungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer beträgt zum Bilanzstichtag 0,4 Mio. €. Hiervon entfallen 0,4 Mio. € auf das Vorjahr 2022.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 0,1 Mio. € ist insbesondere auf geringere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres stichtagsbedingt um 0,3 Mio. € auf 1,0 Mio. € erhöht.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist hauptsächlich auf einen projektbezogenen Rückgang der Importe von Handelswaren zurückzuführen.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von 16,9 Mio. € (Vorjahr 13,5 Mio. €) aus, verbunden mit einer Eigenkapitalquote von 65,6 % (Vorjahr 57,4 %) bei einer Bilanzsumme von 25,8 Mio. € (Vorjahr 23,5 Mio. €). Die Veränderung der Eigenkapitalquote resultiert hauptsächlich aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2023.

d) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die beiden finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich direkt aus der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens.

Bei einem Umsatz von 58,6 Mio. € (Vorjahr 52,1 Mio. €) beträgt das Ergebnis nach Steuern 3,4 Mio. € in 2023 (Vorjahr 4,6 Mio. €).

Die Margenveränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung des Produktmixes aus Handelswaren und eigengefertigten Erzeugnissen und der darauf entfallenden Margen.

Hinsichtlich der Entwicklung der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren (Auftragseingang/-bestand) wird auf die Ausführungen im Abschnitt "c) Lage des Unternehmens" (dort im Unterabschnitt "Ertragslage") verwiesen.

e) Gesamtaussage

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf in 2023 und die Lage des Unternehmens als zufriedenstellend. Die Prognose von Umsatz (54,3 Mio. €) wurde aufgrund höherer Umsatzerlöse für Handelswaren deutlich überschritten, wohingegen die Prognose für das Ergebnis nach Steuern (ca. 3,8 Mio. €), die im Jahr 2022 für das Jahr 2023 gestellt wurde, aufgrund sinkender Lithium-Zuschläge an die Kunden nicht ganz erreicht werden konnte.

3. Prognosebericht

Der am 31. Dezember 2023 noch offene Auftragsbestand betrug gemessen als Umsatzvolumen 31,9 Mio. €. Dies entspricht 57,3 % vom budgetierten Umsatz sowie Auftragseingang von 55,7 Mio. € für 2024. TBG erwartet für das Folgejahr 2024 einen leichten Rückgang des Umsatzes im Vergleich zu 2023.

Weiterhin erwarten wir ein Ergebnis nach Steuern von rund 4,4 Mio. €. Die erwartete Steigerung des Ergebnisses nach Steuern von 3,4 Mio. € im Jahr 2023 auf rund 4,4 Mio. € im Jahr 2024 ergibt sich dabei aus dem Produktmix aus Handelswaren und eigengefertigten Erzeugnissen und den darauf entfallenden Margen und geringeren Beschaffungskosten für Rohstoffe, insbesondere für Lithium.

Die weitere Entwicklung im Russland-Ukraine-Krieg hat im Jahr 2024, neben erhöhten Energie-Beschaffungskosten, keine weiteren (in-)direkten negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Tadiran Batteries GmbH. Der seit Anfang Oktober 2023 herrschende Krieg in Israel hat im Jahr 2024 negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere stiegen die Frachtkosten aus Israel im niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich an. Die Unternehmensleitung überwacht weiterhin die sich entwickelnde Situation und analysiert die möglichen Auswirkungen auf die Finanzlage und die Ergebnisse des Unternehmens.

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Es wird daher darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

4. Risiko- und Chancenbericht

a) Risikomanagementsystem

Unsere Produktpalette sowie unsere Position als einer der Marktführer in Europa sind die Basis für eine stabile Unternehmensentwicklung in den kommenden Jahren.

Der Materialzukauf von sogenannten A-Teilen ist durch langfristige Lieferantenbeziehungen abgesichert. Die Zukaufpreise sind weitgehend durch entsprechende Verträge für das laufende Jahr 2024 festgelegt.

Die Preise für den Rohstoff Lithium sinken gegenüber 2023 um 39,8 % und sind im Rahmen des Budgets 2024 entsprechend berücksichtigt.

Über das monatliche Berichtswesen mit Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cashflow-Analysen erfolgt eine kontinuierliche Überwachung des Unternehmens. Im Falle von Abweichungen gegenüber den fixierten Zielsetzungen werden die erforderlichen Korrekturmaßnahmen eingeleitet.

Umwelt- und Qualitätsanforderungen werden nach DIN EN ISO 9001:2015/DIN EN ISO 14001:2015 sichergestellt.

b) Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen

Risiken

Die folgenden Risiken sind in der Rangfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen dargestellt (beginnend mit dem höchsten Risiko):

Der Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs am 24. Februar 2022 hatte weltweit Auswirkungen auf die Energiepreisentwicklung. Die gestiegenen Energiepreise werden zu einer Erhöhung der Produktionskosten führen und damit zu einem Rückgang der Marge, sofern es nicht gelingt, diese Kostenerhöhung weiterzubelasten.

Der seit Anfang Oktober 2023 herrschende Krieg in Israel kann zu Verzögerungen in der Belieferung unserer Kunden mit Produkten von Tadiran Batteries Ltd. führen. Umsatzschwankungen sind je nach Verfügbarkeit der Produkte nicht auszuschließen.

Bedingt durch einen hohen Anteil an Projektgeschäften sind Umsatzschwankungen durch Einsatz anderer Batterietechnologien bzw. durch verstärkte Aktivitäten fernöstlicher Wettbewerber nicht auszuschließen. Hieraus können sich projektspezifische Preisreduzierungen ergeben.

Das Inverkehrbringen und die Entsorgung von Batterien sind innerhalb der Europäischen Union auf der Grundlage der Batterierichtlinie 2006 gesetzlich geregelt. Da die Richtlinie in jedem Land unabhängig umgesetzt wird, drohen Wettbewerbsnachteile gegenüber den Konkurrenten. In Deutschland ist die Richtlinie durch das Batteriegesetz vom 25. Juni 2009 umgesetzt worden. Hiernach ist die Gesellschaft verpflichtet, die Batterien kostenlos nach Gebrauch zu entsorgen. In den anderen Ländern der Europäischen Union ist der Importeur in der Verpflichtung zur kostenlosen Entsorgung. Auf die Gesellschaft Tadiran Batteries GmbH kommen in diesen Ländern aus Gründen der Gleichstellung zum Wettbewerb entsprechende Kosten zu. Die kommenden Jahre werden aufzeigen, wie sich das Kundenverhalten zur Entsorgung von Batterien entwickelt und welche Kosten hierdurch entstehen. Ferner wirkt sich die Langlebigkeit einer Vielzahl der Batterien auf eine zeitverzögerte Entsorgung aus. Für die Verpflichtung ist eine Rückstellung in Höhe des erwarteten Erfüllungsbetrags bilanziert. Im Hinblick auf die Entsorgungsverpflichtungen aus dem Batteriegesetz könnte sich in künftigen Jahren ein Zuführungsbedarf bei den gebildeten Rückstellungen ergeben.

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation unseres Kundenstammes in Europa besteht ein begrenztes Ausfallrisiko für unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eine hohe Aufmerksamkeit in der Verfolgung der überfälligen Außenstände ist durch eine entsprechende Verfahrensregelung in der Gesellschaft gewährleistet. Darüber hinaus bestehen Warenkreditversicherungen für wesentliche Positionen.

Für 2024 erwarten wir geringfügige Einflüsse auf die Lage der Gesellschaft bzw. die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern durch die oben aufgezählten Risiken. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht.

Chancen

Chancen für das Neukundengeschäft werden vorwiegend im Bereich neuer Produkte und neuer bzw. dem Ausbau bekannter Anwendungsbereiche gesehen. Neben der bereits bestehenden Baureihe "Pulses Plus" ist dies die Baureihe "TLM", eine von Tadiran/Israel entwickelte und produzierte Hochleistungsbatterie. Anwendungsbereiche sind: Telematik, Sicherheitssysteme und netzunabhängige GSM-Systeme. Die Gesellschaft sieht Chancen für 2024 im Rahmen von potenziellen Einzelprojekten in Europa, den budgetierten Umsatz zu erwirtschaften.

 

Büdingen, den 12. Dezember 2024

Tadiran Batteries GmbH

Olaf G. Lichtlein

Feststellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde am 05. März 2025 festgestellt.

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