Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 108079
Eingetragen
12.1.2022
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Die Verwaltung des eigenen Vermögens sowie der Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen im In- und Ausland im eigenen Vermögen sowie die Übernahme von Holding Funktionen für Gesellschaften, die von der Gesellschaft kontrolliert werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
KONZMANN GmbHEigenbeteiligung
100.00%
AG Ulm
0.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
KONZMANN GmbH
Germany
100.00%
AG Ulm
Germany
0.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KONZMANN GmbH

Friedrichshafen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 930.846,28 804.730,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.226.137,55 20.881.182,76
26.156.983,83 21.685.913,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 621.162,23 642.933,23
2. technische Anlagen und Maschinen 187.345,00 132.995,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.080.379,47 3.356.086,87
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.005,00 55.000,00
4.893.891,70 4.187.015,60
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 308.630,00
2. Beteiligungen 32.919,88 -
3. Genossenschaftsanteile 5.560,52 5.660,52
38.480,40 314.290,52
31.089.355,93 26.187.219,64
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 84.411.620,61 44.672.689,64
2. fertige Erzeugnisse und Waren 3.648.553,64 2.127.231,65
3. geleistete Anzahlungen 381.498,52 1.393.616,62
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -71.352.754,62 -36.973.868,11
17.088.918,15 11.219.669,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.845.484,43 14.180.809,68
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 119.762,79 -
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.691.669,64 2.339.781,42
17.656.916,86 16.520.591,10
III. Wertpapiere 750,58 980,35
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.868.902,38 2.716.131,22
39.615.487,97 30.457.372,47
C. Rechnungsabarenzungsposten
Sonstige 289.603,48 244.900,85
D. Aktive latente Steuern 2.284.041,83 1.829.571,11
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 10.351,63 11.109,84
73.288.840,84 58.730.173,91

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 17.251.050,00 14.413.050,00
III. Konzernbilanzverlust -6.817.807,29 -2.146.761,37
IV. Minderheitsanteile 1.994.144,25 -1.602.602,54
12.452.386,96 10.688.686,09
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.394,00 1.654,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.378.520,89 476.039,78
2. sonstige Rückstellungen 5.876.202,84 5.030.310,15
7.254.723,73 5.506.349,93
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.248.575,04 26.862.522,96
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - -
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.322.651,66 6.074.221,58
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.433.150,68 2.162.411,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23.000,00
6. sonstige Verbindlichkeiten 6.546.427,52 7.424.047,10
davon aus Steuern EUR 2.730.852,09 (Vj. EUR 2.754.843,30)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 129.016,01 (Vj. EUR 162.001,56)
53.573.804,90 42.523.202,64
E. Rechnungsabgrenzungsposten 6.531,25 10.281,25
73.288.840,84 58.730.173,91

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 107.753.560,52 92.586.488,29
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 30.111.547,94 4.074.717,21
137.865.108,46 96.661.205,50
3. andere aktivierte Eigenleistungen 33.554,39 9.900,00
4. sonstige betriebliche Erträge 2.327.645,11 3.888.326,13
140.226.307,96 100.559.431,63
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -48.480.285,06 -33.762.117,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -23.003.484,34 -13.185.562,29
-71.483.769,40 -46.947.680,28
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -36.755.091,58 -31.182.054,94
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.640.695,94 -6.664.863,64
davon für Altersversorgung EUR 107.438,55 (Vj. EUR 108.932,68) -44.395.787,52 -37.846.918,58
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.680.948,15 -3.746.410,33
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -17.428.049,07 -15.567.464,18
2.237.753,82 -3.549.041,74
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 73,20 8.704,63
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.265,07 59.688,11
19.338,27 68.392,74
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.434.235,40 -1.151.756,42
davon an verbundene Unternehmen EUR 319.029,03 (Vj. EUR 275.860,99)
-1.434.235,40 -1.151.756,42
12. Konzernergebnis vor Steuern 822.856,69 -4.632.405,42
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -547.446,92 982.994,88
14. Konzernergebnis nach Steuern 275.409,77 -3.649.410,54
15. sonstige Steuern -124.053,18 -131.533,66
16. Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 151.356,59 -3.780.944,20
17. Minderheitsanteile am Ergebnis -797.356,18 271.604,64
18. Konzernverlust -645.999,59 -3.509.339,56
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr -2.146.761,37 1.362.578,19
20. Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungen -4.025.046,33 0,00
21. Konzernbilanzverlust -6.817.807,29 -2.146.761,37

Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Konzerngewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn / -verlust Summe
Stand am 1.01.2021 25.000,00 12.076.800,00 0,00 1.362.578,19 13.464.378,19
Einlagen von Gesellschaftern 0,00 2.336.250,00 0,00 0,00 2.336.250,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung der Beteiligungsquote an verbundenen Unternehmen ohne Kontrollverlust 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Entnahme / Einstellung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -3.509.339,56 -3.509.339,56
Stand am 31.12.2021 25.000,00 14.413.050,00 0,00 -2.146.761,37 12.291.288,63
Stand am 1.01.2022 25.000,00 14.413.050,00 0,00 -2.146.761,37 12.291.288,63
Einlagen von Gesellschaftern 0,00 2.838.000,00 0,00 0,00 2.838.000,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung der Beteiligungsquote an verbundenen Unternehmen ohne Kontrollverlust 0,00 0,00 0,00 -3.806.733,33 -3.806.733,33
Disquotale Einlagen von Konzernunternehmen 0,00 0,00 0,00 -218.313,00 -218.313,00
Entnahme / Einstellung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -645.999,59 -645.999,59
Stand am 31.12.2022 25.000,00 17.251.050,00 0,00 -6.817.807,29 10.458.242,71
Minderheitsanteile Konzerneigenkapital
Minderheitsanteile vor Jahresergebnis Auf Minderheitsanteile entfallendes Jahresergebnis Summe Gesamtsumme
Stand am 1.01.2021 -1.735.016,94 192.468,53 -1.542.548,41 11.921.829,78
Einlagen von Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 2.336.250,00
Änderung des Konsolidierungskreises 211.550,51 0,00 211.550,51 211.550,51
Änderung der Beteiligungsquote an verbundenen Unternehmen ohne Kontrollverlust 0,00 0,00 0,00 0,00
Entnahme / Einstellung 192.468,53 -192.468,53 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 -271.604,64 -271.604,64 -3.780.944,20
Stand am 31.12.2021 -1.330.997,90 -271.604,64 -1.602.602,54 10.688.686,09
Stand am 1.01.2022 -1.330.997,90 -271.604,64 -1.602.602,54 10.688.686,09
Einlagen von Gesellschaftern 102.000,00 0,00 102.000,00 2.940.000,00
Änderung des Konsolidierungskreises 926.428,47 0,00 926.428,47 926.428,47
Änderung der Beteiligungsquote an verbundenen Unternehmen ohne Kontrollverlust 1.552.649,14 0,00 1.552.649,14 -2.254.084,19
Disquotale Einlagen von Konzernunternehmen 218.313,00 0,00 218.313,00 0,00
Entnahme / Einstellung -271.604,64 271.604,64 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 797.356,18 797.356,18 151.356,59
Stand am 31.12.2022 1.196.788,07 797.356,18 1.994.144,25 12.452.386,96

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 151.357 -3.780.944
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.680.948 3.746.410
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 103.545 1.019.546
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -54.329 -16.390
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.474.330 401.421
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 757.496 -1.579.184
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.414.897 1.083.364
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 547.447 -982.995
-/+ Ertragsteuerzahlungen -668.434 54.303
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.458.596 -54.469
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 213.419 109.623
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.676.653 -1.310.054
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -576.909 -602.139
+ Einzahlungen aus Abgängen des übrigen Finanzanlagevermögens 308.730 -
- Auszahlungen für Investitionen in das übrige Finanzanlagevermögen -29.920 -300.000
- Auszahlungen aus dem Erwerb von vollkonsolidierten Unternehmen -8.642.868 -2.612.008
+ Erhaltene Zinsen 19.656 56.058
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -10.384.544 -4.658.519
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern 2.940.000 300.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten 20.628.511 16.440.782
- Auszahlungen für die Tilgung von Bankkrediten -19.655.781 -10.921.986
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen 4.430.731 2.492.000
- Auszahlungen für die Tilgung von Gesellschafterdarlehen -728.250 -62.500
- Auszahlungen für die Tilgung von Vendordarlehen -1.000.000 -1.250.000
- Gezahlte Zinsen -1.775.677 -1.070,543
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 4.839.535 5.927.752
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.086.413 1.214.764
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.716.131 1.501.367
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.629.719 2.716.131
Finanzmittelfonds zum 31. Dezember
Flüssige Mittel 4.868.902 2.716.131
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten (Kontokorrent) -3.239.184 0
Finanzmittelfonds 1.629.719 2.716.131

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die KONZMANN GmbH hat ihren Sitz in Friedrichshafen und ist in das Handelsregister B des Amtsgerichts Ulm unter der Registernummer HRB 727407 eingetragen.

Der Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) und ergänzender GmbH-rechtlicher Bestimmungen aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und - soweit erforderlich - erläutert.

B. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Muttergesellschaft KONZMANN GmbH alle Unternehmen einbezogen, an denen die KONZMANN GmbH direkt oder indirekt die Mehrheit der Anteile und Stimmrechte besitzt. Der Konsolidierungskreis zum 31.12.2022 umfasst - neben dem Mutterunterunternehmen - folgende Gesellschaften:

Nr. Name Sitz Anteil Stichtag
1 KONZMANN Gebäudetechnik GmbH Villingen - Schwenningen 100% 31.12
2 WEGA Heizung Lüftung Sanitär GmbH Ludwigshafen 100% 31.12.
3 WIVO-Wilfried Vollmer GmbH Heizung-Lüftung-Sanitär Achern 100% 31.12.
4 Konzmann Kältetechnik GmbH Rottenburg 100% 31.12.
5 EAB Elektroanlagenbau Neugersdorf GmbH Ebersbach 100% 31.12.
6 Tcon Ingenieurgesellschaft mbH für Gebäude- und Energietechnik Sindelfingen 100% 31.12.
7 HSV Gebäude- und Klimatechnik GmbH Baesweiler 100% 31.12.
8 Konzmann TGA Südwest GmbH Balingen 93% 31.12.
9 Hafner-Muschler GmbH Balingen 100% 31.12.
10 Trenker GmbH Garching 100% 31.12.
11 R. Gembe Elektrotechnik GmbH Meckesheim 70% 31.12.
12 Budig GmbH Meckesheim 100% 31.12.
13 Böhme Kälte- und Klimatechnik GmbH Freiburg 100% 31.12.
14 Konzmann Projekte GmbH Friedrichshafen 100% 31.12.
15 Konzmann Bellmann GmbH Dillingen/Saar 70% 31.12.
16 BVT Bellmann GmbH Dillingen/Saar 100% 31.12.
17 BVT Bellmann S.à r.l Remerschen/ Luxemburg 100% 31.12.
18 BVT Bellmann GmbH (ab 14.2.2023 Elektro Röder GmbH, Dillingen/Saar) Losheim 100% 31.12.

Anteilseigener von Nr. 1 bis 8, 11 und 14 bis 15 ist die Muttergesellschaft KONZMANN GmbH, Anteilseigner von Nr. 9,10 und 13 ist die Konzmann Kältetechnik GmbH (Nr. 4), Anteilseigner von Nr. 12 ist R. Gembe Elektrotechnik GmbH (Nr.11), Anteilseigner von Nr. 16 und 17 ist die Konzmann Bellmann GmbH (Nr. 15) und Anteilseigner von Nr. 18 ist die BVT Bellmann GmbH (Nr. 16). Veränderungen des Konsolidierungskreises im Berichtszeitraum bzw. im Vorjahr stellen sich wie folgt dar:

Mit Kaufvertrag vom 18. Dezember 2021 wurden über die neu gegründete Zwischenholding Konzmann Bellmann GmbH, Dillingen / Saar, 70% der Anteile an der BVT Bellmann GmbH, Dillingen/Saar, und der BVT Bellmann S.à r.l Remerschen / Luxemburg, (beide sind dem Geschäftsbereich H/L/S zuzuordnen) erworben, die jedoch erst nach Erfüllung aller Bedingungen für den Eigentumsübergang (Mitte März 2022) in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die weiteren 30% der Anteile an der Zwischenholding werden von dem bisherigen Alleingesellschafter gehalten. Die Einbeziehung der Gewinn- und Verlustrechnung der Bellmann Gruppe in den Konzernabschluss erfolgt nach Erfüllung aller Bedingungen für den Eigentumsübergang ab April 2022.

Mit Kaufvertrag vom 19. Dezember 2022 wurden alle Anteile an der Budig GmbH, Meckesheim, erworben. Die Gesellschaft des Geschäftsbereichs Elektro wurde nach Erfüllung aller Bedingungen für den Eigentumsübergang zum 31. Dezember 2022 erstkonsolidiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird erst ab dem Geschäftsjahr 2023 einbezogen.

Mit Kaufvertrag vom 30. November 2022 wurden alle Anteile an der Böhme Kälte- und Klimatechnik GmbH, Freiburg, erworben. Die Gesellschaft des Geschäftsbereichs Kälte wurde nach Erfüllung aller Bedingungen für den Eigentumsübergang zum 31. Dezember 2022 erstkonsolidiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird erst ab dem Geschäftsjahr 2023 einbezogen.

Die BVT Bellmann GmbH, Dillingen/Saar, hat am 22. Dezember 2022 die BVT Bellmann GmbH, Losheim, gegründet. Anschließend wurde die Gesellschaft nach Erwerb eines Geschäftsbetriebs in 2023 auf Elektro Röder GmbH umfirmiert.

Mit notariellem Vertrag vom 22. Dezember 2021 wurde ein weiterer Geschäftsanteil von 37,2% an der Konzmann TGA Südwest GmbH auf eine Gesamtbeteiligung von 93,0% erworben. Der Eigentumsübergang erfolgte jedoch erst mit Kaufpreiszahlung im Januar 2022. Da die Gesellschaft aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte bereits bisher vollständig mit allen Vermögensgegenständen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie allen Erträgen und Aufwendungen in den Konzernabschluss einbezogen wurde, ändert der Erwerb des zusätzlichen Geschäftsanteils die Einflussnahme und damit verbunden die Konsolidierungsmethode (Vollkonsolidierung) nicht. Bilanzielle Auswirkungen aus dem Erwerb betreffen ab Januar 2022 lediglich den Abgang von Minderheitsanteilen und die zukünftigen Ergebniszuweisungen an die Minderheitsgesellschafter.

Mit notariellem Vertrag vom 16. August 2022 wurde ein Verschmelzungsvertrag zwischen der Konzmann Service GmbH, Friedrichshafen, als übertragender Rechtsträger und der KONZMANN Gebäudetechnik GmbH, Villingen-Schwenningen, als übernehmender Rechtsträger geschlossen. Die Konzmann Service GmbH ist am 14. September 2022 mit Eintragung ins Handelsregister des übernehmenden Rechtsträgers erloschen.

Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises

Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2022 durch den Erwerb der Bellmann Gruppe, der Budig GmbH und der Böhme Kälte- und Klimatechnik GmbH führte auf der Aktivseite zu einem Zugang bei den Firmenwerten von Mio. EUR 7,3 und Anstiege der (Netto-) Vorratsbestände um Mio. EUR 1,7 (vor Abzug der erhaltenen Anzahlungen von Mio. EUR 10,6), der Lieferforderungen um Mio. EUR 2,0 sowie der Flüssigen Mittel um Mio. EUR 2,7. Auf der Passivseite ergaben sich insbesondere Erhöhungen der Rückstellungen (+ Mio. EUR 1,6) und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ Mio. EUR 1,4).

Die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung 2022 betreffen vor allen die Umsatzerlöse (+ Mio. EUR 20,8), die Gesamtleistung (+ Mio. EUR 23,8), die Materialaufwendungen (+ Mio. EUR 13,7), Personalaufwendungen (+ Mio. EUR 4,7) und die sonstigen betriebliche Aufwendungen (+ Mio. EUR 2,5). Das Rohergebnis 1 erhöhte sich um Mio. EUR 10,2. Aufgrund der Folgewirkungen der Kaufpreisallokation wurde das Jahresergebnis um rd. Mio. EUR 0,4 belastet.

1 Rohergebnis gemäß § 276 HGB i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB

C. Konsolidierungsgrundsätze

Dem Konzernabschluss liegen für alle einbezogenen Gesellschaften nach einheitlichen Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellte Jahres- bzw. Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2022 zugrunde. Für Unternehmen, die erstmalig konsolidiert werden, erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Für Gesellschaften, die bei erstmaliger Aufstellung eines Konzernabschlusses in der Konzerneröffnungsbilanz bereits verbundene Unternehmen waren, erfolgt die Kapitalkonsolidierung ebenfalls rückwirkend zum Erwerbszeitpunkt, um eine verbesserte Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsprechend der operativen Geschäftstätigkeit der einbezogenen Gesellschaften zu ermöglichen. Nach der Erwerbsmethode wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht (Neubewertungsmethode). Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen wurden aufgerechnet.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Das Anlagevermögen und die Vorräte enthalten keine eliminierungspflichtigen konzerninternen Zwischenergebnisse.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach Aufdeckung der stillen Reserven und stillen Lasten verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert über 10 Jahre abgeschrieben. Die Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 20.571 (Vorjahr: TEUR 15.778). Gegenüber der Bilanz zum 31. Dezember 2021 veränderte sich der Buchwert um Zugänge aus dem Erwerb der Bellmann Gruppe von TEUR 6.781, der Böhme Kälte- und Klimatechnik GmbH von TEUR 385 und der Budig GmbH von TEUR 102 sowie gegenläufig um planmäßige Abschreibungen von TEUR 2.476.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen, die auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen werden, angesetzt. Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem Wert liegt, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde grundsätzlich ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.

Unter den Finanzanlagen werden Beteiligungen und Genossenschaftsanteile ausgewiesen. Diese sind zu Anschaffungskosten und - soweit erforderlich - abzüglich Abschreibungen bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschläge für Bestandrisiken, die sich aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind mit ihren mindestens einzubeziehenden Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind netto mit ihrem Auszahlungsbetrag ausgewiesen. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abzusetzen. Ein nach Verrechnung verbleibender passivischer Saldo wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zweifelhafte Forderungen sind einzelwertberichtigt, uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Daneben ist das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung von 1% berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen sind gemäß § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet.

Wertpapiere sind mit Anschaffungskosten oder den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Disagios werden ebenfalls unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert und anteilig über die Kreditlaufzeit als Zinsaufwand erfasst.

Latente Steuern werden auf zeitlich begrenzte Ergebnisdifferenzen aus abweichenden steuerlichen Bilanzansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge, sofern aus deren Nutzung Steuerminderungsansprüche in Folgeperioden wahrscheinlich sind, gebildet. Sämtliche Veränderungen der latenten Steuern mit Ausnahme von Zugängen aus Unternehmenserwerben wurden ergebniswirksam erfasst. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt im Einzelabschluss mit unternehmensindividuellen Steuersätzen und auf Konsolidierungsvorgänge mit dem durchschnittlichen Konzernsteuersatz.

Die empfangenen Investitionszuschüsse werden als Sonderposten mit Rücklageanteil auf der Passivseite ausgewiesen und korrespondierend zu den Nutzungsdauern der Anlagengüter unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam aufgelöst.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Die Pensionsverpflichtungen wurden gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zur Ermittlung des Erfüllungsbetrages der Pensionsverpflichtung wurde das modifizierte Teilwertverfahren angewandt. Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Berechnungen wurde zum Bilanzstichtag ein Zinssatz in Höhe von 1,78% p. a. (Vorjahr: 1,85%) zugrunde gelegt. Dieser Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Abzinsungssatz bei einer pauschalen durchschnittlichen Restlaufzeit. Der Gehaltstrend und der Rententrend wurden mit 0,0% bzw. 1,0% berücksichtigt.

Für die Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Berechtigten verpfändet sind. Entsprechend wurden die Verpflichtungen und Aktivwerte der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen werden mit dem gültigen Zinssatz der Bundesbank abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet.

E. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Die Ausleihungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 309) Gesellschafter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr sind mit TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 275) enthalten.

Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos eines variablen verzinsten Bankdarlehens in Höhe von ursprünglich TEUR 2.000 wurde ein Zinscap abgeschlossen, der bei einem Zinsanstieg den Zinssatz auf einen maximal zu zahlenden festen Prozentsatz der Restschuld begrenzt. Der Nominalbetrag des Zinscaps reduziert sich analog der Tilgung des Bankdarlehens bis zum Jahresende 2023 und entspricht zum 31. Dezember 2022 einem Betrag von TEUR 385. Durch einen Mikro-Hedge wurden das variable Darlehen (Grundgeschäft) und der Zinscap (Sicherungsgeschäft) zu einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB zusammengefasst. Aufgrund der Betragsidentität und der Kongruenz der Laufzeiten erfolgte die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit aus Darlehen und Zinscap mittels der sogenannten Einfrierungsmethode. Die bezahlte Optionsprämie wurde unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert und wird zeitanteilig über die Kreditlaufzeit als Aufwand erfasst.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich aus folgenden Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie steuerlichen Verlustvorträgen zusammen:

2022 2021
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.699 - 1.637 -
Sachanlagen - 19 - 14
Vorräte - 198 - 299
Sonstige Rückstellungen 160 -
Pensionsrückstellungen 8 - 8 -
Steuerliche Verlustvorträge 634 - 498 -
Saldierung -217 -217 -313 -313
2.284 - 1.830 -

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte auf Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze von 28,1% bis 31,2%. Erfolgswirksame Konsolidierungsvorgänge waren nicht mit latenten Steuern zu belegen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage des Konzerns entsprechen dem Einzelabschluss der KONZMANN GmbH.

Der Bilanzgewinn der Muttergesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 von TEUR 6.069 wurde gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vollständig auf neue Rechnung vorgetragen. Aus dem Jahresabschluss der KONZMANN GmbH zum 31. Dezember 2022 können aus thesaurierten Gewinnen bis zu TEUR 5.572 ausgeschüttet werden.

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals (Eigenkapitalspiegel) nach DRS 22 ist als Anlage 3 dargestellt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen decken die erteilten unmittelbaren Versorgungszusagen in vollem Umfang. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB wurde der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst. Zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich im laufenden Geschäftsjahr ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4.

Für die Saldierung von Schulden aus der Pensionsverpflichtung mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden TEUR
Anschaffungskosten der verrechneten Rückdeckungsversicherung 102
Zeitwert der verrechneten Rückdeckungsversicherung 102
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung 92
verrechnete Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung 0
verrechnete Erträge aus Vermögensgegenständen zur Absicherung der Pensionsverpflichtung 2

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten die vom Konzern geschuldete Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

2022 2021
TEUR TEUR
Personal 3.049 2.268
Gewährleistung 461 353
Archivierung 218 197
Jahresabschlusskosten 375 296
Ausstehende Rechnungen 709 1.378
Übrige 1.064 538
5.876 5.030

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamt < 1Jahr
2022 2021 2022 2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.249 26.863 18.527 17.586
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.323 6.074 9.323 6.074
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.433 2.162 - 2.042
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23 - 23 -
Sonstige Verbindlichkeiten 6.546 7.424 6.321 7.328
53.574 42.523 34.194 33.030
> 1 Jahr davon > 5 Jahre
2022 2021 2022 2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.722 9.277 2.920 314
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.433 120 -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 225 96 225 -
19.380 9.494 3.145 314

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Darlehen einschließlich Zinsen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 6.433 (Vorjahr: TEUR 2.162).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich zum Bilanzstichtag aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen.

Fälligkeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre *
TEUR TEUR TEUR
Gebäude 1.663 4.790 689
Kraftfahrzeuge 814 767 -
Übrige 846 174 2

* Jahresbetrag

F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

2022 2021
TEUR TEUR
Heizung/Lüftung/Sanitär (HLS) 74.584 54.451
Kälte 16.701 15.558
Elektro 12.458 18.143
Engineering 4.011 4.372
Übrige 0 62
107.754 92.586

Die Umsätze werden überwiegend im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde und neutrale Erträge wie folgt enthalten:

2022 2021
TEUR TEUR
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 358 483
Erträge aus der Auflösung der Einzel- und Pauschalwertberichtigungen von Forderungen 1 732
Gewinne aus Anlagenabgängen 73 27
Erträge aus der Erstattung von Schäden 223 84
Investitionszulagen/-zuschüsse 11 0
Übrige periodenfremde Erträge 244 776
910 2.102

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten folgende periodenfremde und neutrale Aufwendungen:

2022 2021
TEUR TEUR
Zuführungen von Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen und Ausbuchung von Forderungen 1.753 2.169
Verluste aus Anlagenabgängen 18 10
Außergewöhnliche Aufwendungen aus Schadensfällen 12 8
Übrige periodenfremde Aufwendungen 367 369
2.150 2.556

Zinsergebnis

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen TEUR 2 und sind saldiert in dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" verrechnet (Vorjahr: TEUR 2 im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten).

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Veränderung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 897)

Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen per Saldo Steuergutschriften in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr Steueraufwand: TEUR 57) und von den sonstigen Steuern TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 12) auf Vorjahre.

G. Sonstige Angaben

Konsolidierungskreis

Die KONZMANN GmbH stellt für das Geschäftsjahr 2022 einen gesetzlich verpflichtenden Konzernabschluss nach handelsrechtlichen Grundsätzen auf. Ein übergeordneter Konzernabschluss mit einem größeren Kreis von Unternehmen besteht derzeit nicht.

Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB

Für die folgenden Tochterunternehmen wird von der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

Konzmann Gebäudetechnik GmbH, Villingen - Schwenningen

WEGA Heizung Lüftung Sanitär GmbH, Ludwigshafen

WIVO-Wilfried Vollmer GmbH Heizung-Lüftung-Sanitär, Achern

Konzmann Kältetechnik GmbH, Kehl

Hafner-Muschler GmbH, Balingen

Konzmann TGA Südwest GmbH, Balingen

EAB Elektroanlagenbau Neugersdorf GmbH, Ebersbach

Tcon Ingenieurgesellschaft mbH für Gebäude- und Energietechnik, Sindelfingen

Trenker GmbH, Garching

HSV Gebäude- und Klimatechnik GmbH, Baesweiler

R. Gembe Elektrotechnik GmbH, Meckesheim

Budig GmbH, Meckesheim

Böhme Kälte- und Klimatechnik GmbH, Freiburg

Konzmann Projekte GmbH, Friedrichshafen

Konzmann Bellmann GmbH, Dillingen/Saar

BVT Bellmann GmbH, Dillingen/Saar

Elektro Röder GmbH, Dillingen/Saar

Die Jahresabschlüsse dieser Kapitalgesellschaften werden im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der KONZMANN GmbH einbezogen, der beim Bundesanzeiger eingereicht wird.

Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds entspricht gemäß DRS 21 den flüssigen Mitteln (Kassenbestände, kurzfristig verfügbare Guthaben der laufenden Bankkonten) gemäß Konzernbilanz abzüglich kurzfristig fälliger Kontokorrentkredite bei Kreditinstituten. Die Aus- und Einzahlungen für Zinsen sowie die Zahlungen im Zusammenhang mit Ertragsteuern sind direkt der Kapitalflussrechnung zu entnehmen.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter des Konzmann Konzerns betrugen im Jahresdurchschnitt:

2022 2021
Angestellte 278 248
Gewerbliche Arbeitnehmer 445 356
Auszubildende 110 84
833 688

Abschlussprüferhonorare

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 25) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführer

Oliver Hartmut Rennig, Vallendar (ab 1. Februar 2022)

Mario Andreas Bittner, Tettnang

Michael Kitschke, Herzogenaurach (ab 1. Februar 2022)

Thomas Endres, Lindau (bis 9. August 2022)

Dr. Clemens Pelster, Düsseldorf (ab 23. Februar 2021 bis 18. Februar 2022)

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Geschäftsführerbezüge belaufen sich auf TEUR 969.

Gewinnverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung wird vorschlagen, den Bilanzgewinn der Muttergesellschaft (Einzelabschluss) für das Geschäftsjahr 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die erst nach dem Schluss des Geschäftsjahres mit Auswirkungen verbunden sind, stellen sich wie folgt dar:

Mit Vertrag vom 31. Januar 2023 wurde von der Ende 2022 neu gegründeten BVT Bellmann GmbH, Losheim, der Geschäftsbetrieb der Elektro-Fernseh-Röder GmbH & Co. KG, Losheim, erworben. Anfang 2023 wurde die Gesellschaft in Elektro Röder GmbH mit Sitz in Dillingen/ Saar umfirmiert.

Mit Kaufvertrag vom 9. März 2023 wurden über die TCON Ingenieurgesellschaft mbH für Gebäude- und Energietechnik 100% der Anteile an der Hausconsult GmbH, Simmersfeld, erworben. Die Erfüllung aller Bedingungen für den Eigentumsübergang (einschließlich Kaufpreiszahlung) erfolgte ebenfalls am 9. März 2023. Die Einbeziehung der Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft in den Konzernabschluss erfolgt ab März 2023.

Mit notariellem Kaufvertrag vom 10. März 2023 hat die Konzmann Kältetechnik GmbH 100% der Anteile an der Friedrich von Nida Kälte- und Klimaanlagen GmbH, Wiefelstede, erworben. Die Erfüllung aller Bedingungen für den Eigentumsübergang (einschließlich Kaufpreiszahlung) erfolgte ebenfalls am 10. März 2023. Die Einbeziehung der Gewinn- und Verlustrechnung Gesellschaft in den Konzernabschluss erfolgt ab März 2023.

 

Friedrichshafen, den 30. Juni 2023

KONZMANN GmbH, Friedrichshafen

Die Geschäftsführung

Oliver H. Rennig

Mario A. Bittner

Michael Kitschke

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2022 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.697.043,82 89.109,03 507.048,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 30.183.821,71 7.268.480,37 69.859,67
31.880.865,53 7.357.589,40 576.908,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 982.585,69 33.816,71 -
2. technische Anlagen und Maschinen 610.810,60 24.356,15 7.329,30
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.564.029,78 2.158.886,72 1.601.361,02
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.000,00 - 67.962,56
11.212.426,07 2.217.059,58 1.676.652,88
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 3.000,00 29.919,88
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 308.630,00 -
3. Genossenschaftsanteile 5.660,52 - -
4. sonstige Ausleihungen - - -
314.290,52 3.000,00 29.919,88
43.407.582,12 9.577.648,98 2.283.481,30
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 71.718,98 - 2.221.482,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert - - 37.522.161,75
71.718,98 - 39.743.644,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 1.016.402,40
2. technische Anlagen und Maschinen 28.920,70 262.236,31 875.811,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 558.988,54 -262.236,31 12.503.052,67
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.957,56 - 5.005,00
705.866,80 - 14.400.271,73
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen - 32.919,88
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 308.630,00 -
3. Genossenschaftsanteile 100,00 - 5.560,52
4. sonstige Ausleihungen - - -
308.730,00 - 38.480,40
1.086.315,78 - 54.182.396,62
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 1.1.2022 Veränderung Konsolidierungskreis Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 892.313,06 86.610,63 383.420,77 71.708,00 - 1.290.636,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.302.638,95 - 2.993.385,25 - - 12.296.024,20
10.194.952,01 86.610,63 3.376.806,02 71.708,00 - 13.586.660,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 339.652,46 17.773,71 37.814,00 - - 395.240,17
2. technische Anlagen und Maschinen 477.815,10 20.985,15 41.017,30 27.851,70 176.500,81 688.466,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.207.942,91 1.684.856,18 1.225.310,83 518.935,91 -176.500,81 8.422.673,20
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
7.025.410,47 1.723.615,04 1.304.142,13 546.787,61 - 9.506.380,03
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen - - -
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - -
3. Genossenschaftsanteile - - - - - -
4. sonstige Ausleihungen - - - - - -
- - - - - -
17.220.362,48 1.810.225,67 4.680.948,15 618.495,61 - 23.093.040,69
Buchwert
31.12.2021 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 804.730,76 930.846,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.881.182,76 25.226.137,55
21.685.913,52 26.156.983,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 642.933,23 621.162,23
2. technische Anlagen und Maschinen 132.995,50 187.345,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.356.086,87 4.080.379,47
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.000,00 5.005,00
4.187.015,60 4.893.891,70
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen - 32.919,88
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 308.630,00
3. Genossenschaftsanteile 5.660,52 5.560,52
4. sonstige Ausleihungen - -
314.290,52 38.480,40
26.187.219,64 31.089.355,93

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Konzerns

A.1. Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Konzmann Gruppe, mit Hauptsitz in Friedrichshafen am Bodensee, ist mit ihren 18 selbstständig agierenden, unternehmerisch geprägten Tochtergesellschaften ein mittelständischer Dienstleister für 360°-Technologien und Lösungen für mehr Energieeffizienz im gesamten Lebenszyklus von Gebäuden, Anlagen und technischen Einrichtungen. Um den ständig wachsenden energetischen Anforderungen der Gegenwart und Zukunft zielführend und zuverlässig gerecht zu werden, kümmern sich über 900 Mitarbeitende an über 27 Standorten um Kunden aus Industrie, Gewerbe, der öffentlichen Hand und private Auftraggeber.

Die organisatorische Struktur der Konzmann Gruppe zum Jahresende 2022 stellt sich wie folgt dar:

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Wachstumsstrategie organisch und anorganisch weiter erfolgreich fortgesetzt. Die Zwischenholding Konzmann Bellmann GmbH mit Sitz in Dillingen / Saar wurde im Dezember 2021 erworben und nach Erfüllung aller Bedingungen für den Eigentumsübergang im I. Quartal 2022 in den Konzernabschluss einbezogen. Die Konzmann GmbH ist über diese Zwischenholding mit 70% an der der BVT Bellmann GmbH, Dillingen / Saar, und der BVT Bellmann S.à r.l. Remerschen / Luxemburg, beteiligt.

Die BVT Bellmann GmbH, Dillingen/Saar, hat am 22. Dezember 2022 die BVT Bellmann GmbH, Losheim, gegründet. Anschließend wurde die Gesellschaft nach Erwerb eines Geschäftsbetriebs im Jahr 2023 auf Elektro Röder GmbH umfirmiert.

Im II. Quartal wurde die Konzmann Projekte GmbH gegründet, die als Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen geschäftsfeldübergreifend auf alle planerischen, konzeptionellen und energetischen Themen der technischen Gebäudeausrüstung spezialisiert ist.

Weitere organisatorische Veränderungen haben sich im III. Quartal des Geschäftsjahres ergeben. Die Konzmann Service GmbH, Friedrichshafen, als übertragender Rechtsträger wurde auf die KONZMANN Gebäudetechnik GmbH, Villingen-Schwenningen, (übernehmender Rechtsträger) verschmolzen. Die Konzmann Service GmbH ist am 14. September 2022 mit Eintragung ins Handelsregister des übernehmenden Rechtsträgers erloschen.

Darüber hinaus wurden im IV. Quartal alle Geschäftsanteile an der der Böhme Kälte- und Klimatechnik GmbH, Freiburg, sowie an der Budig GmbH, Meckesheim, erworben. Beide Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2022 erstkonsolidiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird bei diesen Gesellschaften erst ab dem Geschäftsjahr 2023 in den Konzern einbezogen.

A.2. Niederlassungen, Geschäftsfelder und Dienstleistungen

Einschließlich den im Jahr 2022 erworbenen Gesellschaften besteht die Gruppe derzeit aus 27 Standorten innerhalb Deutschlands bei über 900 eigenen Mitarbeitern.

Die Konzmann Gruppe ist organisatorisch aufgeteilt in die vier Geschäftsbereiche Heizungs-, Klima-, Lüftungs-, und Sanitärtechnik (HKLS), Klima- und Kältetechnik (KKT), Elektrotechnik sowie Planung und Engineering. Geschäftsbereichsübergreifend übernimmt die Konzmann Gruppe die Planung, Entwicklung, Errichtung, Nachrüstung und Wartung der gesamten technischen Gebäudeausrüstung insbesondere auch der Systeme zur Nutzung erneuerbarer Energien. Damit ist die Konzmann Gruppe der kompetente Partner über alle HOAI-Phasen für Neubauprojekte, Nachrüstungen und Automationen von Bestandsgebäuden wie auch in der Gebäude- und Anlagensanierung.

B. Wirtschaftsbericht

B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,9 %. 1

Gemäß DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. - ist das nominale Bauvolumen (Hoch- und Tiefbau) im Jahr 2022 um insgesamt 13,6 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 540 Milliarden Euro angestiegen. Preisbereinigt ging das gesamte Bauvolumen allerdings um 2,1% zurück, da die Baupreise im vergangenen Jahr um 15,8% gestiegen sind. Die Ursachen sind laut DIW vor allem Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie der russischen Invasion in der Ukraine, die beide zu Inflation verbunden mit Kaufkraftverlust sowie Lieferengpässen bei Material und deutlich gestiegenen Energiepreisen geführt haben. Der Wohnungsbau (-2,2%) und der Wirtschaftsbau (-2,3%) waren besonders betroffen. Der öffentliche Bau schrumpfte im Jahr 2022 um ein Prozent. 2

Der Umsatz im Ausbaugewerbe (inkl. TGA-Industrie) ist im Jahr 2022 real (preisbereinigt) um 4,8% gesunken. Der nominale Umsatz ist dagegen infolge der signifikant gestiegenen Baupreise um 10,8% gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorjahr um 0,8% gestiegen.

1 Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Nr. 20 vom 13.01.2023
2 BTGA Almanach 2023, S. 72 ff., "Reales Bauvolumen 2022 gesunken - extrem stark gestiegene Baupreise"

Der reale Umsatz war im IV. Quartal des Jahres 2022 im Ausbaugewerbe 8,1% niedriger als im letzten Quartal des Jahres 2021 (nominal +8,3%). Die Zahl der Beschäftigten im Ausbaugewerbe stieg im letzten Quartal des Jahre 2022 um 1,1%. 3

Branchenbedingt macht sich bei der Konzmann Gruppe auch der Fachkräftemangel bemerkbar.

B.2. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Typisch für die Konzmann Gruppe sind, neben Wartungs- und Servicedienstleistungen hauptsächlich das Projektgeschäft für Neuerrichtungen, Automationen, Nachrüstungen, Instandsetzungen und Sanierungen. Im Wesentlichen werden diese Geschäfte über Werkverträge abgewickelt und bis zur vollumfänglichen Erbringung der werkvertraglichen Leistungen nur zu Herstellungskosten aktiviert. Mit der (Teil-) Schlussrechnung werden diese Projekte umsatzerlöswirksam, d.h. auch die bei langlaufenden Projekten kontinuierlich erzielte Gewinnmarge wird erst mit der (Teil-) Schlussrechnung realisiert. Branchenbedingt zeigt die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + andere aktivierte Eigenleistungen) die wirtschaftliche Performance eines Jahres, da sie zusätzlich zu den Umsatzerlösen der schlussgerechneten Projekte auch die Veränderungen der unfertigen Leistungen einschließt. Durch eine über die Jahre unterschiedliche Gewichtung von Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen an der Gesamtleistung kann bei konstanten Kosten der Rohertrag und das Betriebsergebnis (EBIT) stärker schwanken.

Im Jahr 2022 konnte die Gesamtleistung 4 um über 42% auf TEUR 137.899 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 96.671) gesteigert werden. Neben einer Rückkehr auf den Wachstumspfad im Vergleich zu den vorangegangenen pandemiebedingten schwachen Vorjahren ist die Erhöhung in Teilen auch auf den Zugang des Bellmann-Teilkonzerns im April 2022 zurückzuführen. Die krisenbedingten Störungen bei der Materialversorgung, auch bei den elektronischen Bauteilen und Halbleiterprodukten, haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres leicht entspannt. Die Produktivität hingegen ist im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich gestiegen und wurde immer weniger durch fehlende Bauvorleistungen behindert. Die starken Preisanstiege bei Bau- und Rohstoffen, Materialien und Halbleiterprodukten konnten teilweise über vertraglich vereinbarte Preisgleitklauseln und andere im Geschäftsjahr eingesetzten Flexibilisierungsinstrumente an die Kunden weitergegeben werden.

Die Gesamtleistung bei den Konzerngesellschaften hat sich im Wesentlichen wie folgt entwickelt:

Bei der KONZMANN Gebäudetechnik GmbH stieg die Gesamtleistung auf TEUR 23.036 gegenüber Vorjahr (TEUR 15.687) auch infolge der Verschmelzung der Konzmann Service GmbH auf diese Gesellschaft und stieg damit um 47%.

Die Konzmann TGA Südwest GmbH konnte die Gesamtleistung von TEUR 28.694 auf TEUR 32.694 steigern (rd. 14%).

Die EAB Elektroanlagenbau Neugersdorf GmbH erreichte eine Gesamtleistung von TEUR 11.235 (Vorjahr TEUR 10.373), was einer Steigerung von rd. 8% entspricht.

3 Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Nr. 100 vom 14.03.2023
4 Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + andere aktivierte Eigenleistungen

Die HSV Gebäude- und Klimatechnik GmbH erzielte in der Konzmann Gruppe eine Leistung von TEUR 10.486, Vorjahr TEUR 7.073 (rd. 48%).

Die in den Vorjahren begonnene Buy and Build Strategie wurde auch im Jahr 2022 konsequent fortgesetzt und weitere Unternehmen 5 konnten in die Konzmann Gruppe integriert werden. Die Division Heizung-Klima-Lüftung-Sanitär (HKLS) wurde durch den Teilkonzern Bellmann erweitert. Die Bellmann-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 eine konsolidierte Gesamtleistung von TEUR 22.299 6 erwirtschaftet.

Der Erwerb der Böhme Kälte- und Klimatechnik GmbH sowie der Budig GmbH im IV. Quartal des Geschäftsjahres 2022 wirkt sich nicht auf die die Ertragslage des Konzerns aus, da diese Gesellschaften zum 31. Dezember 2022 erstkonsolidiert wurden.

Der Auftragsbestand ist weiterhin steigend und die Gruppe erfreut sich einer sehr hohen Auslastung. Der Arbeitsvorrat beträgt zum Jahresende 2022 EUR 103 Mio 7. (Vorjahr EUR 74 Mio.) und liegt mit einer Steigerung von 39% ggü. Vorjahr auf einem historischen Rekordniveau, das auf organisches und anorganisches Wachstum zurückzuführen ist.

Auch in der Konzmann Gruppe war der Fachkräftemangel im Geschäftsjahr 2022 wieder stark spürbar. Obwohl die TGA hochmoderne Berufsfelder der Energie-, Umwelt- und Versorgungstechnik bietet, fehlt es an qualifizierten Arbeitskräften in allen Geschäftsbereichen. Auch bei der Konzmann Gruppe entwickeln wir dafür moderne Berufsbilder, die sich an neuen Technologien orientieren und sich hinter den Modeberufen nicht verstecken müssen. Auch die neu eingeschlagenen Wege der Mitarbeiter- und Nachwuchsgewinnung über z.B. Social-Media-Kanäle und regionale Events sind sehr vielversprechend.

B.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung des Unternehmens sind die Gesamtleistung, das EBITDA 8 , EBITDA-Marge und das Betriebsergebnis (EBIT). Im Rahmen der Führung des Unternehmens werden weitere finanzielle Indikatoren auf Projektebene erhoben. Die wesentlichen einzelprojektbezogenen Kennzahlen sind Projektfortschritt mit Leistungsstand, Anteil der aufgelaufenen Kosten je Projekt, Fakturierungsgrad und Anzahlungsquote je Projekt.

B.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 73.289 (31. Dezember 2021: TEUR 58.730) und ist um rd. 24,8% gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Die Vermögensstruktur zum 31. Dezember 2022 stellt sich für die bedeutsamen Posten der Aktivseite wie folgt dar:

5 Vgl. hierzu Abschnitt A.1.
6 Konsolidierte Gesamtleistung für den Zeitraum ab dem 01.04 bis zum 31.12.2022
7 Davon beziehen sich 22 Mio. Euro auf die im Geschäftsjahr 2022 akquirierte Bellmann-Gruppe
8 Gesamtleistung ./. Materialaufwand ./. Personalaufwand ./. sonstige betriebliche Aufwendungen + sonstige betriebliche Erträge

Firmenwerte aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften und aus Asset Deals betragen mit TEUR 25.226 insgesamt rd. 34,4% (Vorjahr: TEUR 20.881; 35,6%) des Vermögens. Diese werden in Folgejahren planmäßig abgeschrieben. Die Firmenwerte stellen zum Jahresende 2022 den größten Posten des Anlagevermögens dar.

Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen betreffen mit TEUR 5.825 rd. 7,9% (Vorjahr: TEUR 4.992; 8,5%) der Bilanzsumme. Diese bestehen im Wesentlichen aus Maschinen und Werkzeug, Fuhrpark und Geschäftsausstattung.

Die Nettovorräte aus Anlagen, Ersatzteilen, Verbrauchsmaterialien sowie unfertigen Leistungen abzüglich aktivisch absetzbarer erhaltener Anzahlungen betragen mit TEUR 17.089 rd. 23,3% (Vorjahr: TEUR 11.220; 19,1%) der Bilanzsumme. Die Anzahlungsquote9 beträgt 81,0% zum Jahresende.

Die Kundenforderungen betragen mit TEUR 13.845 rd. 18,9% (Vorjahr: TEUR 14.181; 24,1%) der Bilanzsumme.

Die flüssigen Mittel betragen mit TEUR 4.869 rd. 6,6% (Vorjahr: TEUR 2.716; 4,6%) der Bilanzsumme.

Die Struktur der Aktivseite ist wie im Vorjahr im Wesentlichen geprägt durch das Working Capital aus der operativen Geschäftstätigkeit (Vorräte und Kundenforderungen) sowie von Firmenwerten aus Unternehmensakquisitionen und Geschäftsbetrieben.

Finanzlage

Die Finanzierung des operativen Projektgeschäfts erfolgt im Wesentlichen über Kundenanzahlungen und Bankkredite. Ferner werden auch Gesellschafterdarlehen in Anspruch genommen, die als Zwischenfinanzierungen für Unternehmensakquisitionen sowie für vorübergehende Liquiditätsunterdeckungen erfolgen. Darüber hinaus bestehen in Einzelfällen auch Vendor-Darlehen an die Altgesellschafter aus dem Kauf von Beteiligungen. Details zu den Zu- und Abflüssen von Finanzmitteln aus Darlehen sind der Konzernkapitalflussrechnung zu entnehmen.

Ferner erfolgte durch die Gesellschafter der Konzmann GmbH im Geschäftsjahr 2022 eine Eigenkapitalzuführung (Einlage in die Kapitalrücklage) von TEUR 2.838 (Vorjahr: TEUR 2.336).

Die Akquisitionen des Geschäftsjahres haben mit TEUR 8.643 erheblich den Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (Abfluss von insgesamt TEUR 10.385) beeinflusst. Ein großer Teil konnte durch den Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit von TEUR 4.456 finanziert werden.

Zum 31.12.2022 beträgt das wirtschaftliche Eigenkapital unter Berücksichtigung der Gesellschafterdarlehen TEUR 18.886 und ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 12.851) gestiegen. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote 10 betrug 25,8% (Vorjahr: 21,9%).

9 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen / (unfertige und fertige Erzeugnisse)
10 (Eigenkapital + Gesellschafterdarlehen) / Bilanzsumme

Ertragslage

Die Gesamtleistung beträgt im Geschäftsjahr 2022 TEUR 137.899 (Vorjahr: TEUR 96.671). Durch die Kaufpreisallokation der erworbenen Gesellschaften (Bestandsfortschreibung) haben sich die Bestandsveränderungen im Jahr 2022 um TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 1.652) vermindert.

Die Materialaufwandsquote 11 beträgt 51,8% (Vorjahr: 48,6%) und liegt preisbedingt leicht über dem Vorjahr. Der wesentliche Teil der Materialaufwendungen betrifft Kaufteile (Technische Aggregate, Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien) und Fremdleistungen (Subunternehmer und Personal aus Arbeiternehmer-Überlassung).

Die Personalaufwandsquote 12 von 32,2% hat sich gegenüber dem Vorjahr von 39,2% deutlich verringert. Die Erhöhung der Personalkosten von TEUR 37.847 auf TEUR 44.396 ist auf den Zukauf der Bellmann-Gruppe und eine personelle Neuaufstellung in der Konzmann GmbH (Holding) zurückzuführen.

Die Abschreibungsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung beträgt 3,4% (Vorjahr: 3,9%). Bereinigt um die nicht dem operativen Geschäft zuordenbaren Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation im Rahmen der Kapitalkonsolidierung von TEUR 2.476 (Vorjahr: TEUR 1.991) beträgt die Abschreibungsquote lediglich 1,6 % (Vorjahr: 1,8%).

Die sonstige Aufwandsquote 13 beträgt 12,6% (Vorjahr: 16,1%). Die sonstigen Aufwendungen enthalten alle nicht direkt dem Umsatz zurechenbaren Kosten wie etwa Mieten, Fortbildung, Vertriebsaufwendungen, Beratungskosten, Fahrzeug- und Reisekosten. Per Saldo erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 15.567 auf TEUR 17.428.

Insgesamt endete das Geschäftsjahr 2022 mit einem positiven EBITDA von TEUR 6.919 (Vorjahr: TEUR 197) bzw. einer EBITDA-Marge von 5% und einem Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 2.238 (Vorjahr: TEUR ./. 3.549) und nach Abzug von Zinsergebnis und Steuern mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 151 (Vorjahr Konzernjahresfehlbetrag: TEUR 3.781). Nach Ergebniszuweisung eines Gewinns an die Minderheitsgesellschafter von TEUR 797 (Vorjahr: Ergebniszuweisung eines Verlusts an die Minderheitsgesellschafter von TEUR 272) schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Konzernverlust von TEUR 646 (Vorjahr: TEUR 3.509).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr 2022 ist gegenüber dem Vorjahr deutlich besser und damit sehr erfreulich ausgefallen. So konnte die Gesamtleistung um 42% auf TEUR 137.899 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 96.671) gesteigert werden. Damit hat die Konzmann Gruppe die pandemiebedingte Schwächephase aus 2020 und 2021 weitestgehend hinter sich gelassen.

Die wesentlichen Treiber für diese positive Unternehmensentwicklung stellen sich wie folgt dar. Der Managementansatz des neu formierten Führungsteams der Unternehmensgruppe ist die eigenverantwortliche unternehmerische Stärkung der am Markt tätigen Tochtergesellschaften. Der Fokus liegt dabei auf dem effizienten Management und Steuerung der Kundenprojekte. Das sorgsame Implementieren standardisierter Managementprozesse sowie regelmäßige KPI-basierte Business Reviews in Quartalsgesprächen werden das zukünftige Wachstum strukturell, prozessual und wertorientiert weiter unterstützen.

11 Materialaufwand / Gesamtleistung
12 Personalaufwand / Gesamtleistung
13 Sonstige betriebliche Aufwendungen / Gesamtleistung

Auch die operativ stärkere Fokussierung auf Preissicherheit in der Kalkulations-, Angebotsphase und der Vertragsgestaltung sowie die Einführung von Stoffpreisgleitklauseln und anderen Flexibilisierungsinstrumenten führten zu einer deutlichen Risikominimierung und Margenverbesserung. Die im Portfolio befindlichen finanziellen Risikoprojekte konnten weiter minimiert werden und reduzierten sich im Geschäftsjahr 2022 auf einen Wert unter TEUR 300 zum Jahresende.

Im Jahr 2022 haben sich bis zum Ende des Jahres die Störungen in den Lieferketten und damit die Materialverfügbarkeit in Standard- und Halbleiterprodukten deutlich verbessert. Die Materialpreise sind nach wie vor unter Druck, wobei die Preisschwankungen erheblich abgenommen haben und damit wieder mehr Planungssicherheit besteht. Die Inflationseffekte materialisierten sich in allen Kostenarten, die aber über schnelle Preisanpassungen und die Durchsetzung von Preisgleitklauseln in vielen Fällen an die Auftraggeber weitergegeben werden konnten.

Chancen- und Risikobericht

Der Konzmann Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Geschäftsführung setzt Steuerungs- und Kontrollsysteme ein, um drohende Risiken laufend zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten. Gleichzeitig werden sich bietende Chancen erschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen.

Im Einzelnen stellen sich Risiken und Chancen wie folgt dar:

C.1. Volkswirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken

Unverändert bestehen globale Unsicherheiten über den Fortgang der konjunkturellen Entwicklung insbesondere auch in Deutschland. Die hohe Inflation und der anhaltende Preisdruck im Rohstoff - und Energiebereich sowie weitere Erhöhungen der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank können weiterhin Auswirkungen auf das Geschäft nach sich ziehen. Auch sind die Einflüsse des Russland - Ukraine Konflikts nicht abschätzbar. Das Nachfrageverhalten nach technischer Gebäudeausrüstung ist konjunkturabhängig, wirkt sich jedoch teilweise durch vorgelagerte Planungszeiträume zeitverzögert aus. Daraus resultierende Auslastungsrisiken müssen durch eine kurzfristige Anpassung der Kapazitäten im Hinblick auf zeitweise schwankende Auftragslagen vermieden werden. Zudem kann die hohe Verschuldung der staatlichen Haushalte die Nachfrage nach Bauleistungen im öffentlichen Bereich dämpfen.

C.2. Finanzrisiken

Der Konzmann Konzern ist als Dienstleistungsunternehmen verschiedenen Finanzrisiken ausgesetzt. Die Risiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen.

Zur Vermeidung von Ausfallrisiken wird die Bonität des Kunden regelmäßig überprüft und Warenkreditversicherungen gegen Forderungsausfall abgeschlossen. Ausstehende Honorarforderungen sind mit der kaufmännisch notwendigen Vorsicht in die Bilanz eingeflossen. Einzelrisiken wurde mit der Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Zur Vermeidung von Liquiditätsrisiken werden für die Projekte Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über die Zahlungsausgänge an Personal und Fremdleistungen vermitteln. Im Rahmen des Debitorenmanagements werden Anzahlungen und vermehrt Vorauszahlungen von den Kunden angefordert.

Zur Absicherung von steigenden Zinsen aus variablen Darlehen werden derivative Finanzinstrumente (Zinscaps) eingesetzt. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit erfolgt bei größeren Projekten über Anzahlungen von Kunden. Darüber hinaus werden von Gesellschaften variable Kontokorrentrahmen zur Projektfinanzierung in Anspruch genommen.

Risiken aus Wechselkursschwankungen bestehen nur in unbedeutenden Umfang, da die Gesellschaft überwiegend in Euro fakturiert und ihre Eingangsrechnungen erhält.

C.3. Personalrisiken

Die stetige Rekrutierung von qualifiziertem Personal sowie die Fortbildung der Mitarbeiter sichern die Verfügbarkeit des notwendigen Knowhows und die Unternehmensentwicklung. Mangelnde Verfügbarkeit und Fluktuation von qualifiziertem Personal kann die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen.

C.4. Beschaffungsrisiken

Materialverfügbarkeit und Preissteigerungen während einer Bauprojektphase können zu Risiken im Beschaffungsbereich führen. Hier gilt es, jeweils für einen Projektzeitraum mit den Lieferanten Preisstabilität zu verhandeln und zu sichern.

C.5. Risiken aus Großprojekten

Größere Projekte bergen auf Grund ihrer höheren Komplexität auch größere Abwicklungsrisiken. Diese umfassen insbesondere die Fähigkeit zur Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen, die Gefahr unvergüteter Mehrleistungen und das Auslastungsrisiko nach Beendigung großer Projekte. Durch eine kontinuierliche Beobachtung der Projekte erkennen wir etwaige Probleme frühzeitig und können unmittelbar Gegenmaßnahmen ergreifen. Eigenverschuldete Schadensfälle sind grundsätzlich bis auf einen Selbstbehalt über die Haftpflichtversicherung abgedeckt.

C.6. Chancen der künftigen Entwicklung

Es werden weiter IT-gestützte Steuerungsinstrumente implementiert, um negative Entwicklungen in Projekten rechtzeitig zu erkennen und ggf. gegensteuern zu können. Dabei werden fortlaufend die finanziellen Einflussfaktoren - insbesondere Auftragsbestand, Auftragsreichweite, Zahlungsverhalten, Liquiditätsstatus, Kostenentwicklung und Angebotspotentiale - überprüft und Chancen und Risiken für alle unternehmerischen Entscheidungen und Aktivitäten abgewogen. Dies beinhaltet auch die Chance, frühzeitig Potentiale für Nachverhandlungen zu erkennen.

Der einheitliche Marktauftritt der Konzmann Gruppe ermöglicht eine deutliche Verbesserung in der Projektakquisition und -abwicklung sowie der Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Auch mit Blick auf weitere Zukäufe und Zusammenschlüsse mit anderen Unternehmen und Unternehmern ist das Geschäftsmodell der Konzmann Gruppe ein sehr interessantes Vehikel für horizontale und vertikale Kooperation und Zusammenarbeit. Durch die Weiterentwicklung der geschäftsfeldübergreifend tätigen Konzmann Projekte GmbH werden zunehmend größere Projekt im Anlagenbau realisiert werden können.

C.7. Gesamteinschätzung

Die Risiken im allgemeinen Geschäftsverlauf bewegen sich insgesamt im branchenüblichen Rahmen.

Prognosebericht

D.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Bundesregierung geht gemäß aktuellem Jahreswirtschaftsbericht 14 davon aus, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,2% gegenüber dem Jahr 2022 steigen wird.

Das DIW prognostiziert für die Jahre 2023 und 2024, dass sich die Investoren wegen der gestiegenen Baukosten und der verschlechterten Finanzierungsbedingungen vorerst zurückhalten werden. Für das Jahr 2023 wird beim nominalen Bauvolumen ein Wachstum von 4,2% erwartet. Preisbereinigt geht das nominale Bauvolumen um 1,8% zurück. Für die einzelnen Baubereiche rechnet das DIW nominal mit Rückgängen von 2,2% beim Wohnungsbau, 0,6% im Wirtschaftsbau und 2,5% im Öffentlichen Bau. Mit einer Erholung bei der Baukonjunktur rechnet das DIW erst im Jahr 2024. Dabei wird von folgenden realen Wachstumsraten ausgegangen: Im Wohnungsbau von 2,0%, im Wirtschaftsbau von 2,7% und im Öffentlichen Bau von 2,4%. Das nominale Bauvolumen soll im Jahr 2024 um 5,1% steigen, was preisbereinigt eine Zunahme von 2,2% nach sich ziehen würde. In den Jahren 2023 und 2024 geht das DIW davon aus, dass bei den Lieferketten und den Materialpreisen wieder eine Erholung eintritt und die Kapazitätsauslastung der Unternehmen zurückgeht. Folglich würde sich der Preisanstieg wieder abschwächen. Die Auswirkungen auf die Erhöhungen der Baupreise werden im Jahr 2023 mit 6,3% und im Jahr 2024 mit 2,8% beziffert. 15

D.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Anfang 2022 erfolgte ein Wechsel in der Geschäftsführung und ein neues Management Team wurde im Verlauf des Jahres aufgebaut. Das neue Management Team plant auch für 2023 eine weitere Verfestigung der Strukturen und Optimierung der operativen Prozesse, um ein wertorientiertes Wachstum nachhaltig zu unterstützen.

Für das Geschäftsjahr 2023 wird eine Gesamtleistung von über 170 Millionen Euro , eine EBITDA Marge von mehr als 6% sowie ein signifikanter Anstieg des EBIT angestrebt. Die geplante Gesamtleistung berücksichtigt hierbei getätigte und geplante Akquisitionen neben dem Einbezug der Bellmann-Gruppe für 12 Monate.

14 Jahreswirtschaftsbericht 2023 der Bundesregierung: "BMWK - Jahreswirtschaftsbericht 2023"
15 BTGA Almanach 2023, S. 72, "Reales Bauvolumen 2022 gesunken - extrem stark gestiegene Baupreise"

Mittelfristig soll die Konzmann Gruppe organisch wie anorganisch auf eine Gesamtleistung von fast 300 Millionen Euro wachsen.

Neben der technischen Gebäudeausrüstung von Neubauprojekten spielt auch die Nachrüstung, Automation und Sanierung eine immer größere Rolle. Dabei steht die Energieeffizienz durch den Einsatz nachhaltiger und erneuerbarer Energiesysteme immer mehr im Fokus, um aus umweltschutz- und energiepolitischen Gründen den Energieverbrauch im Gebäude nachhaltig zu reduzieren und die vorhandenen erneuerbaren Energiequellen effizient zu nutzen.

Mit einem Auftragspolster von TEUR 103.000 im Rücken hat die Konzmann Gruppe neben ihrer technologischen Kompetenz eine hervorragende Ausgangslage für das Jahr 2023. Mit gezielten Maßnahmen wurde auf die Sondereffekte des Vorjahres reagiert. So gibt es mittlerweile Instrumente, um die Materialpreiserhöhungen aufzufangen, bzw. an die Kunden weiterzugeben. Selbst die öffentliche Hand hat über die VOB eine Stoffpreisgleitklausel mit in das Vergaberecht aufgenommen. Stockungen im Bauablauf werden über Behinderungen in Preiserhöhungen umgewandelt, so dass die Projektmargen wieder auf das Vorkrisen-Niveau ansteigen werden.

Durch die dringend notwendige Energiewende zur Einhaltung der vereinbarten Klimaziele schafft die Ampel-Regierung aktuell veränderte Rahmenbedingungen wie z.B. das neu geplante Energiegesetz. Diese Neuerungen in der Gesetzgebung schaffen neue Marktstandards zur nachhaltigen Reduzierung der Energiekosten und des Carbon Footprints. Die Konzmann Gruppe ist für diese Änderungen technologisch und personell bestens positioniert und wird maßgeblich von diesen Marktveränderungen durch wertorientiertes Wachstum profitieren. Die Unternehmensgruppe rechnet für die nächsten Geschäftsjahre mit einem sehr großen Auftragsdruck. Konzmann steht hier mit seiner Planungs-, Technologie- und Projektumsetzungskompetenz und den über 900 Mitarbeitern in der Pole Position und wird durch bestin-class Leistungen für Kunden und Partner weiter überproportional wachsen.

 

Friedrichshafen, den 30. Juni 2023

KONZMANN GmbH, Friedrichshafen

Die Geschäftsführung

Oliver H. Rennig

Mario A. Bittner

Michael Kitschke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KONZMANN GmbH, Friedrichshafen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der KONZMANN GmbH, Friedrichshafen und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KONZMANN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfüngsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Memmingen, den 30. Juni 2023

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