Nidec SYS GmbH
Josef-Buchinger-Straße 8, 94481 Grafenau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Simon Roll seit 13.6.2023 | Prokura |
Werner Borth seit 2.11.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Nidec SYS GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nidec SYS GmbHGrafenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024BILANZ zum 31. März 2024AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.04.2023 bis 31.03.2024
ANHANG zum 31. März 2024der Nidec SYS GmbH,GrafenauA. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Grafenau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Passau unter HRB 1248 eingetragen. B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde - soweit nicht anders angegeben - unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Von den größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB wurde - soweit sich nachfolgend nichts Gegenteiliges ergibt - entsprechend Gebrauch gemacht. C. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu Euro 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem beizulegenden Wert angesetzt. Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Sofern der Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung beachtet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Das allgemeine Kredit- und Zinsrisiko sowie die Verwaltungskosten sind durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt worden. Soweit notwendig, wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich ausschließlich um Kostenabgrenzungen. Die Rückdeckungsversicherungen werden mit Ihrem Zeitwert bewertet. Passiva Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Das Gezeichnete Kapital beträgt DM 400.000,00. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, basierend auf einem Jahresdurchschnitt von 10 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden gemäß § 256a Abs. 2 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung wurden zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet. D. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten Posten der Bilanz Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel. Die Gesellschaft hat zum 31.03.2024 selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände im Betrag von € 85.891,00 aktiviert. Dies führt gemäß § 268 Abs. 8 HGB i.V.m. § 274 Abs. 1 HGB zu einer Ausschüttungssperre in gleicher Höhe. Bruttoanlagenspiegel zum 31.03.2024der Nidec SYS GmbH,Grafenau
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben im Betrag von € 325.866,56 (Vorjahr € 520.166,60) eine Restlaufzeit von über einem Jahr und im Betrag von € 5.561.568,48 (Vorjahr € 5.668.600,10) eine Restlaufzeit von bis zu einem J ahr. Davon entfallen auf Forderungen gegen Gesellschafter € 51.865,00 (Vorjahr € 22.469,01). Die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert (Einzelbewertung). Sofern in Einzelfällen der verpfändete Rückdeckungsversicherungsanspruch höher war als die Pensionsverpflichtung, wurde der Saldo unter dem Posten aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen (TEUR 8, Vorjahr TEUR 7). Zum Bilanzstichtag beträgt der Zeitwert dieser Rückdeckungsversicherungsansprüche TEUR 61 während sich der Erfüllungsbetrag hiermit verrechneter Verpflichtungen auf TEUR 53 beläuft. Der Gesamtbetrag der bestehenden Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 187 hat in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr TEUR 178) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen zum 31. März 2024 sind von der OPTICURA Pensionsmanagement GmbH, Köln ermittelt worden. Die Pensionsrückstellungen sind mit dem versicherungsmathematischen Barwert nach dem Teilwertverfahren (Vorjahr: Teilwertverfahren) angesetzt worden. Biometrische Rechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G (Vorjahr: 2018 G) von Klaus Heubeck. Der verwendete Zinssatz zum 31. März 2024 von 1,83% (Vorjahr: 1,79 %) entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren gem. RückAbzinsV. Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Zeitwerten der Rückdeckungsversicherungen saldiert (Einzelbewertung). Sofern die Pensionsverpflichtung höher war als der verpfändete Rückdeckungsversicherungsanspruch, wurde der Saldo unter dem Posten Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen (TEUR 27, Vorjahr TEUR 208). Zum Bilanzstichtag beträgt der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen TEUR 153 während sich der Zeitwert hiermit verrechneter Rückdeckungsversicherungsansprüche auf TEUR 126 beläuft. Die Pensionsrückstellungen wären bei einem Abzinsungssatz auf Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,80 % ) gem. RückAbzinsV um einen Betrag von € 385 höher. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
Verbindlichkeitenspiegel Die erforderlichen Angaben sind in dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel aufgeführt:
Neben den von der Gesellschaft bestellten Sicherheiten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten noch durch Bürgschaften ehemaliger Gesellschafter gesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 133,4 (Vorjahr TEUR 138,2) werden gesondert unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 152,8 (Vorjahr TEUR 135,3). werden gesondert unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen werden Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 10) sowie Zinsertrag aus der Zeitwertanpassung der Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 42) saldiert ausgewiesen. Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält außerdem Zinsaufwendungen an die Gesellschafterin aus der Verzinsung nicht abgeführter Gewinn in Höhe von TEUR 377,4 (Vorjahr TEUR 328,0) sowie an verbundene Unternehmen aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 65,3 (Vorjahr TEUR 4,0). C. Sonstige Pflichtangaben Konzernzugehörigkeit Alleingesellschafterin ist die Nidec Drive Technology Europe GmbH, München. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die NIDEC Corporation, Kyoto/Japan, wo auch der Konzernabschluss offengelegt wird. Der Kreis der verbundenen Unternehmen umfasst das oberste Mutterunternehmen der Gesellschaft, die NIDEC Corporation, und sämtliche Tochtergesellschaften dieses Mutterunternehmens. Mit Vertrag vom 09.10.2019 wurde ein ab dem Geschäftsjahr 2019/2020 gültiger Ergebnisabführungsvertrag mit der Alleingesellschafterin geschlossen. Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 123 Arbeitnehmer beschäftigt (Produktion 89, Technik 13, Verwaltung 21). Zusätzlich wurden 5 Auszubildende beschäftigt. Organe der Gesellschaft Als einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind bestellt:
Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Ergebnisverwendung Entsprechend dem Gesellschafterbeschluss vom 24.04.2024 wurde der J ahresüberschuss in Höhe von EUR 1.453.028,16 in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Grafenau, den 18.06.2025 gezeichnet Werner Borth LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 - 31.03.2024der Nidec SYS GmbH, GrafenauI. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Nidec SYS GmbH mit Sitz in Grafenau entwickelt, produziert und vertreibt Hochleistungs-Metallumformungsmaschinen und Metallumformungstechnik für Kunden aus dem Bereich der Stanz- und Umformtechnik im In- und Ausland. Dabei deckt die Gesellschaft die gesamte Spannweite der Systemlösungen von der Planung bis zur Realisierung aus einer Hand ab und bietet ihren Kunden weltweit erstklassige ganzheitliche schlüsselfertige Herstellungslösungen an. Zum Produktportfolio der Nidec SYS GmbH zählen unter anderem Exzenterangetriebene High-Speed-Stanzautomaten, Servo-Spindel-Pressen, sowie Hochleistungs-Servo-Vorschübe und Servo-Achsen für das jeweilige Einsatzgebiet. Ferner werden gebrauchte Stanzautomaten weltweit aufgekauft, generalüberholt und mit neuer Steuerungselektronik und Hardwarekomponenten ausgerüstet. Zudem beliefert die Nidec SYS GmbH ihre Kunden mit hochkomplexer Wickeltechnik, Oberflächentechnologie, Lärmschutztechnik, Teileentsorgung sowie Prozessüberwachung und Werkzeugsicherungssystemen. Ein Teil dieser Produktpalette wird durch unsere Produktion in Grafenau geliefert. Die übrigen Produkte werden von anderen namhaften Herstellern und Entwicklern der Stanz- und Umformindustrie bezogen. 1.2. Forschung und Entwicklung Eine Basis unseres Erfolges ist unser hoher Innovationsgrad. Unser Team aus Ingenieuren, Konstrukteuren und Technikern verfügt über jahrelange Erfahrung und Spezialwissen in den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik, Mess- und Prüftechnik. Unser Ziel ist es, dem stetig steigenden Qualitätsanspruch in der Automatisierung und Optimierung von Fertigungsprozessen gerecht zu werden. Durch den Einsatz von Spitzentechnik können wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnerunternehmen maßgeschneiderte Problemlösungen präsentieren. II. Wirtschaftsbericht 11.1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Industrieproduktion geriet im Jahr 2023 immer mehr ins Stocken. In der Jahresbetrachtung stagnierte das Bruttoinlandsprodukt in 2023. Gegenüber dem Kalenderjahr 2022 betrug die Veränderung preis-, saison- und kalenderbereinigt 0,0%. Im 4. Quartal 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt um 0,5% und es zeichnete sich eine Rezession ab. Im 1. Quartal des Jahres 2024 stieg das Bruttoinlandsprodukt jedoch um 0,2% wieder an, so dass eine technische Rezession bisher ausblieb. Auch die Bruttowertschöpfung ist in realer Rechnung im vierten Quartal 2023 im Vorjahresvergleich um 0,3% gesunken. Wesentliche Ursache hierfür war der Rückgang der Bruttowertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes um minus 2,2%. Im ersten Quartal 2024 ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Vorjahresvergleich erneut um insgesamt 0,9% zurück. Wesentliche Ursache hierfür war mit minus 4,7% wiederum der Rückgang der Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe. Die Auftragseingänge in der Industrie waren rückläufig, nur im vierten Quartal 2023 konnte der Ordereingang zulegen. Zu Jahresbeginn 2024 setzte sich der Abwärtstrend weiter fort. Im ersten Quartal 2024 sank der Auftragseingang im Vorquartalsvergleich um 4,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel der Rückgang mit minus 5,3 Prozent noch etwas höher aus. Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe ist im vierten Quartal 2023 im Vorquartalsvergleich um 1,9 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Umsatz sogar um 3,3 Prozent ab. Damit waren die preisbereinigten Umsätze in der Industrie das zweite Quartal in Folge wieder niedriger als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Für das gesamte J ahr 2023 ergab sich ein leichtes Minus von 0,3 Prozent. Im ersten Quartal 2024 sind die preisbereinigten Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe in saison- und kalenderbereinigter Rechnung im Vergleich zum vierten Quartal 2023 leicht um 0,5 Prozent gesunken. Dies war der fünfte Quartalsrückgang in Folge. Der Vorjahresvergleich weist mit minus vier Prozent einen deutlich stärkeren Rückgang aus. 11.2. Geschäftsverlauf und Lage In den ersten drei Quartalen des abgelaufenen Geschäftsjahres konnten wir Umsatzzuwächse gegenüber den Vergleichsquartalen des Vorjahres verzeichnen. Im 4. Quartal ergab sich dagegen ein erheblicher Umsatzrückgang gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Aufgrund der deutlichen Steigerungen vor allem im 1. und 2. Quartal wurde im Berichtsjahr dennoch ein Umsatzzuwachs von insgesamt 13,6% gegenüber dem Vorjahr erzielt. a) Ertragslage Im Berichtsjahr konnte ein positives Jahresergebnis von TEUR 1.453 realisiert werden. Die Umsatzrendite beträgt 4,9%. Aufgrund des ab dem 01.04.2019 geltenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft ist das Ergebnis nicht mit Ertragsteuern belastet. Das erzielte Ergebnis in Höhe von TEUR 1.453 wurde gemäß Gesellschafterbeschluss in die Gewinnrücklagen eingestellt, so dass ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,00 auszuweisen ist. Im Berichtsjahr wurde eine Gesamtleistung von TEUR 29.549 erzielt. Dies entspricht einer Erhöhung gegenüber dem vorhergehenden Geschäftsjahr um TEUR 2.717 (10%). Der Materialaufwand erhöhte sich um TEUR 906 (7%), im prozentualen Verhältnis zur Gesamtleistung entspricht das einer Minderung des Materialeinsatzes um 1,5%, von 50,0% im Vorjahr auf 48,5%. Der Personalaufwand erhöhte sich um TEUR 645 (8%), im prozentualen Verhältnis zur Gesamtleistung entspricht dies einer Minderung des Personaleinsatzes von 29,1% im Vorjahr um 0,5% auf 28,6%. Die Abschreibungen erhöhten sich von TEUR 428 im Vorjahr um TEUR 253 auf TEUR 681. Der Anteil an der Gesamtleistung beträgt 2,3%. Darin enthalten ist eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund des Abrisses eines Gebäudes in Höhe von TEUR 229. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich um TEUR 23 auf TEUR 452, ihr Anteil an der Gesamtleistung minderte sich dadurch von 1,6% im Vorjahr auf 1,5% im Berichtsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 595 (15%), der Anteil an der Gesamtleistung stieg dabei von 14% im Vorjahr um 1% auf 15%. Im Verhältnis zur Gesamtleistung blieb das Betriebsergebnis mit 7% gegenüber dem Vorjahr konstant.
b) Finanzlage Durch die Aufnahme eines Investitionskredites ist die Fremdkapitalquote bei einer um TEUR 6.617 höheren Bilanzsumme von 70% auf 76% gestiegen. Korrespondierend dazu hat sich die Eigenkapitalquote von im Vorjahr 30% auf nunmehr 24% vermindert. Die Investitionen des Berichtsjahres wurden aus Kreditaufnahme im Konzernkreis finanziert. Wie in den Vorjahren wurden auch im Berichtsjahr die bestehenden Bankdarlehen planmäßig zurückgeführt. Zum Jahresende belaufen sich die Bankverbindlichkeiten auf TEUR 914 (Vorjahr: TEUR 1.241). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich ein negativer Cash-Flow in Höhe von TEUR 208. Dabei ergaben sich bei einem erzielten Ergebnis vor Zinsen und Steuern von TEUR 2.027 negative Liquiditätseffekte im Wesentlichen durch die Zunahme des Vorratsbestandes um TEUR 1.877 und der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 927. Aus Investitionstätigkeit ergab sich per Saldo ein Abfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 5.198. Der Kapitaldienst für Zins- und Tilgungszahlungen für Kredite sowie Auszahlungen an die Muttergesellschaft aufgrund des Gewinnabführungsvertrages führte zu einem Abfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 1.346. Ein Zufluss ergab sich aus der Aufnahme eines Investitionskredites in Höhe von TEUR 5.300, so dass sich per Saldo insgesamt ein Zufluss von TEUR 3.954 aus Finanzierungstätigkeit ergab. Insgesamt ergab sich ein negativer Cash-Flow in Höhe von TEUR 1.452, der Finanzmittelbestand minderte sich dadurch von TEUR ./. 67 auf TEUR ./. 1.519. Zum 31.03.2024 wurde der Cash Pool des Konzerns in Höhe von TEUR 1.803 in Anspruch genommen, bei einem gleichzeitig vorhandenen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 284. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. c) Vermögenslage
Investitionen Bei den im Berichtsjahr getätigten Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in den Neubau eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes in Höhe von TEUR 4.636 sowie in Software (TEUR 128, davon selbst geschaffene Software TEUR 87) und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 392). Die planmäßigen Abschreibungen betrugen insgesamt TEUR 452, das entspricht einer anteiligen Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 5%. Hinzu kamen TEUR 229 für die außerplanmäßige Abschreibung eines Gebäudes im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Produktions- und Verwaltungsgebäudes. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich um 11% auf insgesamt 31%. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme minderte sich von 53% auf 48%, die Kundenforderungen von 24% auf 19% der Bilanzsumme. Die flüssigen Mittel erhöhten sich von 0,4% der Bilanzsumme auf 0,9% der Bilanzsumme. Dem strengen Niederstwertprinzip und der Regeln zur verlustfreien Bewertung folgend sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden. 11.3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und den Cashflow heran. Die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben und beträgt 7%. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein positives Jahresergebnis vor Gewinnverwendung in Höhe von TEUR 1.453 erzielt. 11.4.Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als zufriedenstellend ein. Unsere Umsatzentwicklung im Berichtsjahr ist im Vergleich mit den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Daten betrachtet als gut zu bezeichnen. Die Ergebnisentwicklung beurteilen wir als noch zufriedenstellend. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel, die Kundenforderungen und das Warenlager gedeckt. III. Zweigniederlassungsbericht Die Betriebsstätte in Dortmund, in der 10 Mitarbeiter beschäftigt waren, wurde zum 30.09.2023 aufgelöst. Das dortige Lager und die von dort ausgeübten Tätigkeiten wurden nach Grafenau verlagert. IV. Prognosebericht Im zweiten Quartal des Jahres 2024 setzte sich die bisherige gesamtwirtschaftliche Abwärtsentwicklung fort. Nach einem geringfügigen Anstieg im Vergleich zum Vormonat im April 2024 (0,1%) sank die Produktion im verarbeitenden Gewerbe im Mai 2024 im Vergleich zum Vormonat erneut um 2,5%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrugen die Rückgänge 3,7% im April und 6,7% im Mai. Auch die Auftragseingänge sanken im Vergleich zum Vormonat um 0,6% im April und um 1,6% im Mai. Im Vergleich zum Vorjahresmonat reduzierten sich die Auftragseingänge um 1,8% im April und um 8,6% im Mai. Die Reichweite des Auftragsbestands im Verarbeitenden Gewerbe lag zu Beginn des zweiten Quartals 2024 bei gut 3,9 Produktionsmonaten. Bei den Investitionsgüterherstellern stieg der Auftragsbestand um plus 0,4 auf nunmehr 5,2 Produktionsmonate. Der reale Umsatz im verarbeitenden Gewerbe lag im April um 1,0% und im Mai um 0,7% niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Umsatz im Mai um 6,0% niedriger. Der Auftragsbestand der Nidec SYS GmbH am 01.04.2024 betrug TEUR 16.704. Gegenüber dem Auftragsbestand am 01.04.2023 von TEUR 30.623 zeigte sich ein deutlicher Rückgang von TEUR 13.919 (45%). Der Auftragsbestand reduzierte sich im Wesentlichen durch Auftragsrückgänge (58%), aber auch durch Produktionssteigerung um TEUR 3.532 (13%). Im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres erhöhten sich die Auftragseingänge wieder. Gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres beträgt der Zuwachs TEUR 810 (19%), gegenüber dem letzten Quartal des Berichtjahres TEUR 1.158 (29%). Zum 30.06.2024 beträgt der Auftragsbestand TEUR 15.535 und hat damit immer noch eine Reichweite von rd. 7 Produktionsmonaten. Im Berichtsjahr wurde mit der Erweiterung der Produktionsstätte am Sitz der Gesellschaft in Grafenau begonnen. Das Investitionsvolumen beträgt It. Planung Mio. EUR 16,7. Die Fertigstellung ist für Mai 2025 geplant. Unter Berücksichtigung der zu Beginn des Jahres 2023 absehbaren Entwicklung ging die Planung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 - 31.03.2024 von einer Umsatzsteigerung von ca. 12,3% auf Mio. EUR 28,8 und einer Ergebnissteigerung um TEUR 472 (30%) auf Mio. EUR 2,0 aus. Die erwartete Umsatzsteigerung konnte aus heutiger Sicht im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht übertroffen werden, der Umsatzanstieg betrug 13,6%. Aufgrund nicht vorhersehbarer Kostensteigerungen traf die Erwartung einer Erhöhung des Jahresergebnisses jedoch nicht ein, es ergab sich eine leichte Minderung um TEUR 105 (7%). Die möglichen weiteren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine mit den gegen Russland verhängten Sanktionen und den dadurch bedingten Umwälzungen im Bereich der Energieversorgung auf die gesamtwirtschaftliche Situation können wir nicht einschätzen. Die Nidec SYS GmbH unterhält keine direkten Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen in der Ukraine oder in Russland und ist somit nicht unmittelbar betroffen. Gleichwohl werden sich Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft auch auf unsere wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Für das Geschäftsjahr vom 01.04.2024 bis 31.03.2025 planen wir mit einer Umsatzsteigerung von ca. 4%. Das Finanzergebnis wird sich aufgrund der Finanzierung des noch im Bau befindlichen Erweiterungsbaus verschlechtern. Wir erwarten jedoch eine deutliche operative Ergebnissteigerung durch die Optimierung von Produktionsprozessen, Einführung neuer Produkte und Steigerung der Produktivität. Daher erwarten wir eine Verbesserung des Jahresergebnisses um ca. 31% auf rd. TEUR 1.900. Angesichts der Unwägbarkeiten der zukünftigen Entwicklung aufgrund der Ukraine-Krise ist diese Prognose jedoch mit Unsicherheiten behaftet. Eine gesicherte Prognose der Entwicklungen lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht erstellen. V. Chancen- und Risikobericht Branchenbezogene Risiken ergeben sich aufgrund der technologischen Umbrüche in der Automobilindustrie und zu erwartender Produktionsrückgänge im Bereich der Automobilzulieferer, die zu unserem Kundenstamm zählen. Chancen sehen wir darin, dass die von uns produzierten Maschinen bei unseren Kunden für Teilefertigung eingesetzt werden, welche auch für Elektrofahrzeuge benötigt werden. Nachfolgend werden die zentralen Risiken näher dargestellt: Beschaffungsrisiken: Im aktuellen Geschäftsjahr hat sich die Beschaffungssituation aufgrund der konjunkturellen Entwicklung wieder normalisiert. Zudem haben wir unsere Lagerpolitik angepasst um bei zukünftigen Lieferverzögerungen von kritischen Produktionsteilen besser vorbereitet zu sein. Liquiditätsrisiken: Aufgrund unserer Eigenkapitalausstattung und des vorhandenen Grundbesitzes sind wir jederzeit in der Lage uns über Kredite zu refinanzieren. Aus diesem Grund sowie aus der Zugehörigkeit zum Cash Pool des Nidec Konzerns schätzen wir das Liquiditätsrisiko als eher gering ein. Währungsrisiken: Aufgrund unserer mittel- und langfristigen Finanzierung sehen wir derzeit keine Zinsänderungsrisiken. Währungsrisiken aus Forderungen an Auftraggeber und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Subunternehmern ergeben sich nur in unwesentlichem Umfang, da wir überwiegend nur in Euro fakturieren und im Euro-Raum einkaufen. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sowie rein spekulative Geschäfte gehen wir nicht ein. Beurteilung des Gesamtrisikos: Die Prognosen für das Jahr 2024 sind verhalten. Bundesregierung und Sachverständigenrat rechnen mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 0,2%. Durch die schwache Nachfrage, regulatorische Unsicherheiten und die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten dürfte die Investitionsneigung eher gering bleiben. Im Hinblick auf diese voraussichtlich anhaltenden Schwierigkeiten erwarten wir, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weiterhin stagnieren und die Industrieproduktion eher rückläufig sein wird. Auch der Maschinenbau und der Fahrzeugbau sind von der rückläufigen Entwicklung betroffen, so dass sich der Abwärtstrend auch auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken könnte. Angesichts der Unwägbarkeiten durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und dessen Folgen lässt sich eine Beeinträchtigung auch unserer operativen Ergebnissituation weiterhin nicht ausschließen. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Aus der Betrachtung der Einzelrisiken sind nach unseren Erkenntnissen aber keine Anhaltspunkte ersichtlich, die - für sich genommen oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können.
Grafenau, den 18.06.2025 gezeichnet Werner Borth Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Nidec SYS GmbH, Grafenau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Nidec SYS GmbH, Grafenau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nidec SYS GmbH, Grafenau, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, den 24.06.2025 SW
Wirtschaftstreuhand GmbH
gezeichnet Reik Schwarzbach, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor einer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unserer Prüfung hingewiesen wird; auf § 328HGB wird hingewiesen. Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. März 2024 Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde am 27. Juni 2025 festgestellt. |
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