cardtech Card & POS Service GmbHLiquidiert

Richard-Byrd-Straße 37, 50829 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 20164
Vorher
CardTech, Card & POS Service GmbH
Eingetragen
29.3.1990
Branche
Geld- und WertdiensteBeteiligungsgesellschaftenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Gegenstand
die Durchführung von Beratungen und Dienstleistungen bei der Einführung und Abwicklung kartengesteuerter Zahlungssysteme (POS), sowie der Vertrieb und die Wartung dafür geeigneter Terminalsysteme, der Vertrieb und die Installation von elektronischen Zahlungssystemen einschließlich Kundenkarten- und Bonuskartensystemen, die Erbringung der für den Netzbetrieb und für die Abwicklung von Transaktionen erforderlichen Dienstleistungen, das Zurverfügungstellen technischer Wartungsdienstleistungen, das Betreiben von Hotline-Services, sowie die Erbringung weiterer Dienstleistungen im Zusammenhang mit elektronischen Zahlungssystemen. Der Gegenstand des Unternehmens umfaßt ferner den Ankauf von Forderungen aus der Nutzung von elektronischen Zahlungssystemen, das außergerichtliche Beitreiben der Forderungen, sowie die Erbringung ähnlicher oder damit zusammenhängender oder ergänzender Dienstleistungen. Bankgeschäfte im Sinne des § 1 Abs. 1 KWG und Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1a KWG erbringt die Gesellschaft nicht. Im Rahmen des Vertriebs wird der Abschluss von Leasingverträgen als Leasinggeber und der Abschluss von Mietverträgen als Vermieter angeboten. (2) Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, sich an solchen Unternehmen beteiligen, deren Vertretung übernehmen und Zweigniederlassungen errichten.

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Hoeltkemeyer
seit 12.10.2018
Geschäftsführer
Christof Kohns
seit 19.1.2012
Geschäftsführer
Georg Nix
seit 28.11.2001
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

cardtech Card & POS Service GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Bilanz zum 31.12.2017

cardtech Card & POS Service GmbH

AKTIVA

Stand 31.12.2017
EUR
Stand 31.12.2016
EUR
1. Barreserve
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.336,22 1.042,13
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) aus Zahlungsdiensten 87.927,68 198.263,42
davon auf Treuhandkonten EUR 87.927,68 (TEUR 198,3)
b) aus sonstigen Tätigkeiten 558.309,00 230.137,86
3. Forderungen an Kunden
a) aus Zahlungsdiensten 33.360,46 43.988,35
davon:
aa) aus Provisionen EUR 33.360,46 (TEUR 44,0)
bb) aus Krediten EUR 0,00 (TEUR 0,0)
b) aus sonstigen Tätigkeiten 908.840,76 1.010.238,50
4. Forderungen an Zahlungsinstitute
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.355.602,11 1.434.044,76
5. Immaterielle Anlagewerte
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten
aa) entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.430.409,50 1.881.538,50
bb) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 175.339,00 239.099,00
cc) geleistete Anzahlungen 0,00 1.613.514,82
6. Sachanlagen
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 3.385.842,50 3.446.071,00
7. Sonstige Vermögensgegenstände
a) aus Zahlungsdiensten 40.294,31 48.936,13
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.365.345,48 1.965.628,58
8. Rechnungsabgrenzungsposten
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 156.103,60 131.019,14
12.499.710,62 12.243.522,19

PASSIVA

Stand 31.12.2017
EUR
Stand 31.12.2016
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) aus Zahlungsdiensten
aa) täglich fällig 0,00 0,00
bb) mit vereinbarter Lautzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten
aa) täglich fällig 122,20 62,37
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) aus Zahlungsdiensten 87.880,14 198.263,42
aa) davon Verbindlichkeiten zu Ausführung von Zahlungsvorgängen: EUR 87.880,14 (TEUR 198,3)
bb) davon auf Zahlungskonten EUR 87.880,14 (TEUR 198,3)
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Zahlungsinstituten
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 548.479,30 1.587.088,25
4. Sonstige Verbindlichkeiten
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.913.983,98 1.585.855,17
5. Rechnungsabgrenzungsposten
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 5.760,00
6. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen
aa) aus Zahlungsdiensten 51.879,14 12.501,00
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 300.674,39 105.552,00
b) andere Rückstellungen
aa) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 1.042.322,00 637.085,00
7. Passive latente Steuern 56.912,82 77.592,97
8. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 3.153.392,00 3.153.392,00
b) Kapitalrücklage 2.250.000,00 2.250.000,00
c) Bilanzgewinn 3.094.064,65 2.630.370,01
12.499.710,62 12.243.522,19

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31.12.2017

EUR 2017
EUR
2016
EUR
1. Zinserträge
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.848,46 1.848,46 187,59
2. Zinsaufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten 168,57 123,51
b) aus sonstigen Tätigkeiten 8.520,49 8.689,06 5.757,70
3. Provisionserträge
a) aus Zahlungsdiensten 424.644,00 322.915,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 21.425.261,17 21.849.905,17 15.020.916,44
4. Provisionsaufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten 57.205,25 40.951,93
b) aus sonstigen Tätigkeiten 10.751.412,47 10.808.617,72 6.727.373,77
5. Erträge aus Zuschreibung zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 21.220,00. 21.220,00 0,00
6. Sonstige betriebliche Erträge
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 603.566,07 603.566,07 100.023,96
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten
aa) Personalaufwand
aaa) Löhne und Gehälter 99.407,38 87.229,27
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 16.568,82 14.421,42
darunter: für Altersversorgung: TEUR 0,9 (TEUR 0,9)
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 34.202,55 150.178,75 26.471,86
b) aus sonstigen Tätigkeiten
aa) Personalaufwand
aaa) Löhne und Gehälter 5.024.684,61 4.066.545,34
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 837.494,06 672.312,79
darunter: für Altersversorgung: TEUR 41,4 (TEUR 40,3)
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 1.728.815,61 7.590.994,28 1.234.092,93
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
a) aus Zahlungsdiensten 35.947,21 26.658,71
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.817.001,94 1.852.949,15 1.242.803,55
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten 2.075,08 2.160,01
b) aus sonstigen Tätigkeiten 942.947,37 945.022,45 100.697,56
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
a) aus Zahlungsdiensten 425,60 436,03
b) aus sonstigen Tätigkeiten 21.512,66 21.938,26 20.327,07
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
a) aus Zahlungsdiensten 178.643,53 124.462,26
b) aus sonstigen Tätigkeiten 919.506,50 1.098.150,03 1.051.217,28
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) aus Zahlungsdiensten 58.090,00 40.272,19
b) aus sonstigen Tätigkeiten 576.365,39 634.455,39 340.141,82
13. Sonstige Steuern, soweit nicht unter
Posten 9 ausgewiesen
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 254,61
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00 11.869,58
14. Jahresüberschuss
a) aus Zahlungsdiensten 120.553,53 83.935,46
b) aus sonstigen Tätigkeiten 343.141,11 463.694,64 699.205,88
15. Gewinnvortrag
a) aus Zahlungsdiensten 181.642,69 97.707,23
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.448.727,32 2.630.370,01 1.749.521,44
16. Bilanzgewinn
a) aus Zahlungsdiensten 302.196,22 181.642,69
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.791.868,43 3.094.064,65 2.448.727,32

Anhang zur Bilanz zum 31. Dezember 2017 und zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2017

der cardtech Card & POS Service GmbH Köln

HRB 20164, Amtsgericht Köln

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die cardtech Card & POS Service GmbH ist Zahlungsdienstleister nach § 1 Abs. 1 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG), der Leistungen im Sinne des § 1 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a) und b) ZAG erbringt. Diese Tätigkeiten sind nach § 8 ZAG erlaubnispflichtig. Die Erlaubnis wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht am 04.10.2011 durch Erlaubnisbescheid erteilt.

Gemäß § 340 Abs. 5 HGB sind auf Zahlungsinstitute die Vorschriften der §§ 340a ff. HGB anzuwenden. Der Jahresabschluss ist nach den Regeln für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB aufzustellen, zu prüfen und zu veröffentlichen. Daneben sind die besonderen Vorschriften der Rechnungslegungsverordnung für Zahlungsinstitute (RechZahIV) zu beachten. Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den für Zahlungsinstitute durch Rechtsverordnung erlassenen Formblättern zu gliedern.

II. Grundsätze zur Gliederung, Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungsmethoden gem. § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden wurden gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung handelsrechtlicher und ertragsteuerlicher Vorschriften in der Bilanz zum 31.12.2017 erfasst.

Bewertungsmethoden

a) Aktiva

Barreserven und Forderungen an Kreditinstitute wurden mit den Nominalwerten erfasst.

Forderungen an Kunden wurden ebenfalls zu Nominalwerten erfasst unter Berücksichtigung angemessener Wertabschläge in Form von Einzelwertberichtigungen, die das allgemeine Forderungsausfallrisiko berücksichtigen.

Alle Forderungen sind innerhalb von 3 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig.

Die Bewertung der Forderungen an Zahlungsinstitute erfolgte ebenfalls zum Nominalwert. Die Fälligkeit dieser Forderungen tritt ebenfalls innerhalb von 3 Monaten nach dem Bilanzstichtag ein.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen EDV-Programme. Die dafür angefallenen Personalkosten wurden zuzüglich eines Gemeinkostenzuschlages von 10 % aktiviert. Im Berichtsjahr erfolgte kein Zugang.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Unter diesem Bilanzposten werden erworbene gewerbliche Lizenzen und erworbene EDV-Software ausgewiesen.

Die Abschreibung beider Positionen erfolgt linear über die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Das Anlagevermögen wurde linear abgeschrieben. Die jeweilige Nutzungsdauer wurde unter Berücksichtigung steuerlicher Richtsätze geschätzt. Von der Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG wurde - mit Ausnahme der Terminals - Gebrauch gemacht. Die Mietereinbauten werden unter sinngemäßer Anwendung von § 7 Abs. 4 EStG abgeschrieben.

Die Vorräte - ausgewiesen als Sonstige Vermögensgegenstände - wurden nach der Durchschnittsmethode zu Anschaffungskosten bewertet. Ggf. erforderliche Wertberichtigungen werden vorgenommen.

Das seit dem 31.12.2006 bestehende abgezinste Körperschaftsteuerguthaben wurde gemäß § 37 KStG in Höhe des entsprechend aufgezinsten Barwertbetrages ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden für das folgende Wirtschaftsjahr vorausgezahlte Beträge mit dem Nominalwert aktiviert.

b) Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden ausschließlich als kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten - fällig innerhalb von 3 Monaten nach dem Bilanzstichtag - ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der dem Nominalwert entspricht. Die Fälligkeit tritt innerhalb von 3 Monaten nach dem Bilanzstichtag ein.

Die Bewertung der sonstigen Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag. Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb von 3 Monaten fällig.

Die Rückstellungen wurden unter Beachtung des Grundsatzes der vernünftigen kaufmännischen Beurteilung angesetzt. Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbesteuer 2016 und 2017 und die Körperschaftsteuer (einschl. SolZ) 2017. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden mit dem Betrag ihrer mutmaßlichen Inanspruchnahme bewertet. Sie gliedern sich in Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und Jahresabschlussprüfungskosten, Aufbewahrungskosten, Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen, Berufsgenossenschaft, IHK-Beiträge, Tantiemen/Boni, noch nicht abgerechnete sonstige Leistungen, interne Jahresabschlusskosten, Schwerbehindertenausgleichsabgabe sowie ungewisse Verbindlichkeiten.

Die passiven latenten Steuern wurden gemäß § 274 HGB gebildet. Sie ergeben sich aus der durch die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB entstandenen Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz mit folgenden Steuersätzen:

Körperschaftsteuer 15 %
SolZ 5,5 %
Gewerbesteuer-Hebesatz 475 %

Der Gesamtbestand entwickelte sich wie folgt:

Stand 31.12.2016 EUR 77.592,97
Auflösung 2017 EUR - 20.680,15
Stand 31.12.2017 EUR 56.912,82

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 3.153.392,00 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt EUR 2.250.000,00.

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

Gewinnvortrag EUR 2.630.370,01
Jahresüberschuss 2017 EUR 463.694,64
EUR 3.094.064,65

III. Erläuterungen zur Bilanz

Darstellung gem. § 284 Abs. 3 HGB

a) Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten zum 01.01.2017
EUR
Zugänge Umbuchungen (U)
EUR
Abgänge Umbuchungen (U)
EUR
aa) Immaterielle Anlagewerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.010.948,02 187.313,12 0,00
889.654,54 (U)
2. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 563.605,59 0,00 0,00
3. Anzahlungen 1.613.514,82 2.210.906,59 2.934.766,87
- 889.654,54 (U)
bb) Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 430.424,32 24.975,06 0,00
45.342,47 (U)
2. technische Anlagen und Maschinen 550.837,93 12.520,81 44.184,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.353.044,83 1.143.806,65 651.687,27
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen Im Bau 25.000,00 20.342,47 0,00
- 45.342,47 (U)
12.567.375,51 3.599.864,70 3.630.638,28
Abschreibungen (kumuliert)
EUR
Buchwert zum 31.12.2017
EUR
aa) Immaterielle Anlagewerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.657.506,18 2.430.409,50
2. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 408.266,59 175.339,00
3. Anzahlungen 0,00
bb) Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 240.819,35 259.922,50
2. technische Anlagen und Maschinen 373.394,60 145.780,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.865.024,21 2.980.140,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen Im Bau 0,00 0,00
6.545.010,93 5.991.591,00

b) Entwicklung der Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2017
EUR
aa) Immaterielle Anlagewerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.129.409,52 528.096,66 0,00 2.657.506,18
2. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 344.506,59 63.760,00 0,00 408.266,59
bb) Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 203.432,32 37.387,03 0,00 240.819,35
2. technische Anlagen und Maschinen 347.804,93 69.772,81 44.183,14 373.394,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.361.998,83 1.153.932,65 650.907,27 2.865.024,21
5.387.152,19 1.852.949,15 695.090,41 6.545.010,93

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Forderungen gegenüber Concardis GmbH Aktiva Nr. 4 EUR 2.355.602,11
(Vorjahr: EUR 1.434.044,76)
Verbindlichkeiten gegenüber Concardis GmbH
erhaltene Anzahlungen Passiva Nr. 3 EUR 400.000,00
(Vorjahr: EUR 1.500.000,00)

Angaben zu § 268 Abs. 5 HGB

Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB

Die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände führt zu einer Ausschüttungssperre in Höhe von:

EUR
Bilanzansatz selbst geschaffener immaterieller
Vermögensgegenstände 175.339,00
abzüglich passive latente Steuern 56.912,82
Ausschüttungssperre 118.426,18

Angaben zu § 29 Abs. 1 RechZahIV

a) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Warenbestand 2.278.410,47
Geldtransit 40.294,31
Sonstige Forderungen 33.817,35
Forderungen aus Rücklastschriften 33.640,00
Umsatzsteuer Vorjahr 7.288,66
Kautionen 6.776,50
Forderungen an Personal 4.752,30
Vorsteuer im Folgejahr abzugsfähig 649,78
Forderung KSt-Guthaben 10,42
2.405.639,79

b) Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.279.800,62
Umsatzsteuer 522.795,95
Lohn- und Kirchensteuer 96.384,15
Sonstige Verbindlichkeiten 12.798,95
Verbindlichkeiten aus der Gehaltsabrechnung 2.204,31
1.913.983,98

Angaben zu § 29 Abs. 2 RechZahIV

Grundstücke und Bauten
(Mietereinbauten) EUR 259.922,50
(Vorjahr: EUR 226.992,00)
Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 2.980.140,00
(Vorjahr: EUR 2.991.046,00)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Provisionserträge

Die Provisionserträge setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

Warenverkauf Terminals EUR 8.007.153,28
Betriebserlöse Terminals EUR 12.247.817,21
davon aus Zahlungsdiensten EUR 424.644,00
Provisionserträge EUR 603.480,98
Übrige EUR 991.453,70
EUR 21.849.905,17

Aufgliederung nach geographischen Märkten:

Deutschland EUR 21.384.045,33
Europäisches Ausland (EU) EUR 465.007,08
Drittländer EUR 852,76
EUR 21.849.905,17

2. Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen untergliedern sich wie folgt:

Wareneinsatz EUR 7.833.349,83
Fremdarbeiten EUR 1.294.930,92
Provisionen EUR 346.057,56
Wartung und Instandhaltung EUR 645.494,66
Kosten Ausweichrechenzentrum EUR 243.244,02
Übrige EUR 445.540,73
EUR 10.808.617,72

3. sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden ausgewiesen:

Verschmelzungsverlust EUR 838.059,39
Betriebsbedarf EUR 10.220,31
Abfallentsorgung EUR 5.851,78
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens EUR 781,00
Schwerbehindertenausgleichsabgabe EUR 7.300,00
Lizenzgebühren EUR 33.781,40
Übrige EUR 49.028,57
EUR 945.022,45

Bei dem Verschmelzungsverlust handelt es sich um einen außergewöhnlichen Aufwand, der aufgrund der Bewertung der übernommenen Aktiva und Passiva zu Buchwerten im Rahmen der Verschmelzung der Pay Intelligent GmbH auf die cardtech Card & POS Service GmbH entstanden ist.

4. sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten:

Kostenweiterbelastungen TCS EUR 24.311,91
Erträge aus dem Abgang von Anlagegegenständen EUR 565.233,13
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen EUR 8.709,18
Übrige EUR 5.311,85
EUR 603.566,07

Die Erträge aus dem Abgang des Anlagevermögens entfallen ausschließlich auf die Veräußerung einer entwickelten Software an die Concardis GmbH.

5. Ertrag aus der Auflösung latenter Steuern

Der Ertrag aus der Auflösung passiver latenter Steuern ergibt sich wie folgt:

Minderung Körperschaftsteuer (einschl. SolZ) EUR 10.090,02
Minderung Gewerbesteuer EUR 10.590,13
EUR 20.680,15

V. Sonstige Angaben

Angabe nach § 285 Nr. 3a HGB

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen, resultiert aus Dauerschuldverhältnissen und beträgt insgesamt EUR 2.310.526,00.

Die Verpflichtungen werden wie folgt fällig:

in 2018 EUR 643.494,00
in den Jahren 2019-2022 EUR 1.667.032,00
EUR 2.310.526,00

Angabe nach § 285 Nr. 7 HGB

Die Gesellschaft hat in 2017 durchschnittlich 90 Arbeitnehmer beschäftigt:

 

85 kfm. Mitarbeiter

 

5 leitende Angestellte

Angabe nach § 285 Nr. 9a) HGB

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2017 betrugen EUR 483.974,60.

Die Beiratsvergütung betrug EUR 5.000,00.

Angabe nach § 285 Nr. 10 HGB

Geschäftsführer:

 

Herr Dr. Dietrich Gottwald, Kaufmann

 

Herr Dipl.-Kfm. Christof Kohns, Kaufmann

Angabe nach § 285 Nr. 14 HGB

Muttergesellschaft ist die Concardis GmbH mit Sitz in Eschborn. Sie ist mit 100 % am Kapital der Bfa beteiligt.

Angabe nach § 2&S Hr. 17 HGB

Das Gesamthonorar des. Abschlussprüfers in 2017 setzt sich wie folgt zusammen:

a) für Abschlussprüfung EUR 34.933,00
b) Steuerberatung EUR 5.635,00
c) für sonstige Leistungen EUR 22.541,00

Angabe Räch § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge VOR besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

Angabe nach § 285 Nr. 34 HBGB

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Angabe mach § 29 Abs. 4 RechZahlV

Im Berichtsjahr wurden im Zentralinkasso 20.664,336 Zahlungsvorgänge ausgeführt mit einem Zahlungsvolumen in Höhe von TEUR 1.477.985.

Die Angabe erfolgt in Übereinstimmung mit § 3 ZAG MonAwV (Monatsausweisverordnung).

 

Köln, 26.02.2018

Dr. Dietrich Gottwald

Christof Kohns

Jens Mahlke

Marcus W. Mosen

Lagebericht

1. Geschäfts verlauf

Die Tätigkeit unserer Gesellschaft erstreckte sich im Geschäftsjahr 2017 auf die Durchführung von Dienstleistungen Im Bereich des kartengesteuerten Zahlungsverkehrs wie Vertrieb, Vermietung und Wartung von Zahlungsterminals, Durchführung des Netzbetriebs gemäß den Vorgaben der Deutsche Kreditwirtschaft (DK), Forderungsankauf im ELV-Verfahren, technische und kaufmännische Betreuung der Vertragspartner, ferner die Verwaltung und Einleitung von Zahlungskartentransaktionen in den SEPA-Verkehr der deutschen Kreditwirtschaft zur direkten Verrechnung zwischen den Händlern und deren Kunden.

Ergänzend bietet cardtech inländischen Händlern und anderen gewerblichen Kunden (z.B. Ärzten) den Zahlungsdienst »Zentrale ec-Verrechnung" an. Im Rahmen dieses Zahlungsdienstes reichen wir die aus den Bezahlvorgängen resultierenden electronic cash- und ELV-Lastschriften zunächst auf zentrale Verrechnungskonten der cardtech ein. Zu jeder Lastschriftdatei wird anschließend von cardtech eine korrespondierende Überweisungsdatei erzeugt, mittels der die Händlerumsätze in jeweils einer Summe den am Zahlungsdienst teilnehmenden Händlern gutgeschrieben werden.

Die Zentrale ec-Verrechnung ist ein erlaubnispflichtiger Zahlungsdienst gemäß § 1 Abs. 2 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) und bedarf gemäß § 6 Abs. 1 ZAG einer schriftlichen Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Diese wurde im Oktober 2011 erteilt.

Im Geschäftsjahr wurde die Zertifizierung nach dem Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) durch ein Reaudit bestätigt. Anfang 2016 wurden alle Zahlungssysteme, insbesondere SCC (SEPA CARD Clearing) und das ELV-Verfahren erfolgreich auf SEPA umgestellt.

2. Wirtschaftliche Lage

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme nur unwesentlich um T€ 256,2 bzw. 2,1 % auf T€ 12.499,7 erhöht. Auf der Aktivseite sind im Wesentlichen der Anstieg bei den Forderungen an Kreditinstitute (+T€ 217,8), der Anstieg der Forderungen an Zahlungsinstitute (+T€ 921,6) und der Anstieg der Sonstigen Vermögensgegenstände (+T€ 391,1) ursächlich für den höheren Wert bei gleichzeitig signifikantem Rückgang des Anlagevermögens (-T€ 1.188,7). Die Investitionen in das Anlagevermögen von T€ 3.599,9 werden durch die Abgänge (T€ 2.935,7) und Abschreibungen (T€ 1.852,9) überkompensiert.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um T€ 463,7 oder 5,8 % auf T€ 8.497,5. Diese Eigenkapitalausstattung ist insbesondere auch erforderlich, um den regulatorischen Anforderungen in einem Umfeld von starkem Wachstum und hohen Investitionen zu genügen.

Der Anstieg des Eigenkapitals entspricht dem Jahresüberschuss 2017 von T€ 463,7, da im Berichtsjahr keine Ausschüttung vorgenommen wurde. Die Eigenkapitalquote beträgt rd. 68 %.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten um T€ 820,8 ist das Ergebnis eines Anstiegs der Sonstigen Verbindlichkeiten (+T€ 361,7) bei gleichzeitigem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Zahlungsinstituten (-TEUR 1.072,1) und gegenüber Kunden (- T€ 110,4).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Zahlungsinstituten betreffen überwiegend die Concardis GmbH, die im Berichtsjahr eine Anzahlung in Höhe von T€ 400 auf die zu erwartenden Vergütungen aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen gezahlt hat. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten überwiegend die Umsatzsteuerschuld für den Monat 12/2017 und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (+ T€ 639,7). Der Mehraufwand betrifft die Zuführung zu den Steuerrückstellungen aus Ertragsteuern 2017 (T€ 291,8), die noch ausstehenden Rechnungen für das Jahr 2017, die Mitarbeiterbonuszahlungen für 2017, ausstehende EC-Cash- Entgelte sowie noch abzurechnende Leistungen aus dem Personalbereich (Urlaub und Überstunden).

Die Ertragslage wird bestimmt durch die Provisionserträge, die im Berichtsjahr um T€ 6.506,1 = 42,4 % angestiegen sind.

Es konnten sowohl bei den Terminalerlösen (+T€ 3.227,8) als auch bei den Betriebserlösen (+T€ 3.032,8) erhebliche Umsatzzuwächse erzielt werden. Die sonstigen Erlöse verzeichnen ein Plus von TEUR 245,5.

Die sonstigen betrieblichen Erträge werden um T€ 524,8 höher ausgewiesen als im Vorjahr. Ursache dafür ist der Ertrag aus der Veräußerung von Anlagevermögen (T€ 568,6), der wiederum fast vollständig mit der Veräußerung eines Software-Produktes in Verbindung zu bringen ist.

Insgesamt verbesserte sich die Betriebsleistung um T€ 7.030,9 auf T€ 22.474,7.

Die Provisionsaufwendungen betragen im Berichtsjahr T€ 10.808,6 und sind damit um T€ 4.040,3 höher als im Vorjahr. Dabei sind signifikante Mehrbelastungen insbesondere beim Wareneinsatz (+T€ 3.034,1) und den Personalkosten (+ T€ 1.006,2) festzustellen.

Die Abschreibungen weisen in 2017 einen um T€ 583,4 gestiegenen Wert aus und betragen T€ 1.852,9.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sogar um T€ 842,2 gestiegen. Dieser Mehraufwand resultiert aus einem Sondersachverhalt des Jahres 2017.

Die PayIntelligent GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der cardtech wurde auf den 31.12.2017 mit der Muttergesellschaft verschmolzen. Dabei entstand ein Verlust in Höhe von T€ 838,1).

Die Aufwendungen für die Betriebsleistung sind insgesamt um T€ 6.269,1 oder 44,0 % gestiegen. Ihr prozentualer Anteil an der Betriebsleistung reduzierte sich von 92,4 % auf 91,4 %.

Nach Verrechnung des Finanzergebnisses wird ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von T€ 1.098.2 ausgewiesen, was einer Änderung gegenüber dem Vorjahr von -T€ 77,5 entspricht.

Nach Abzug der Steuern (-T€ 634,5) ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 463,7. Der gemessen am Jahresüberschuss überproportional hohe Ertragssteueraufwand ist auf die steuerliche Neutralität des Verschmelzungsverlustes zurückzuführen.

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen Im Überblick

Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur 2016 2017
Anlageintensität in % 58,6 % 47,9 %
(Anlagevermögen zu Gesamtkapital)
Eigenkapitalanteil in % 65,6 % 68,0 %
(Eigenkapital zu Gesamtkapital)
Verschuldungsgrad In % 52,4 % 47,1 %
(Fremdkapital zu Eigenkapital)
Kennzahlen zur Finanz- und Liquiditätsstruktur 2016 2017
Anlagendeckung I In % 111,9 % 141,6 %
(Eigenkapital zu Anlagevermögen)
Liquiditätslage in % 187,8 % 161.3 %
(Flüssige Mittel + Forderungen + Vorräte + sonstige Vermögensgegenstände zu kurzfristiges Fremdkapital)
Kennzahlen zur Kapitalrentabilität 2016 2017
Eigenkapitalrentabilität in % 9,8 % 5.5 %
(Jahresüberschuss zu Eigenkapital)
Eigenkapitalrentabilität in % 14,5 % 12,9 %
vor EE-Steuern
(Jahresüberschuss + EE-Steuem zu Eigenkapital)
Gesamtkapitalrentabilität In % 9,5 % 8,9 %
vor Zinsen und EE-Steuem
(Jahresüberschuss + EE-Steuern + FK-Zlnsen zu Gesamtkapital)
Kenmahlen zur Umsatzrentabilität
2016 2017
Umsatzrentabilität I in % 5,1 % 2,1 %
(Jahresüberschuss zu Provisionserträge)
Umsatzrentabilität II in % 7,7 % 5,1 %
cost-income-ratio 71,1 % 70.1 %
(Verwaltungsaufwand zu Provisionsüberschuss)
Umsatz pro Mitarbeiter In TEUR 180,5 2428
(Umsatz (=Provisionserträge) zu Mitarbeiterzahl)

3. Risikomanagement

Ein wichtiges Ziel des Risikomanagements ist die Risikofrüherkennung, um drohende Schäden für die Geschäftsentwicklung rechtzeitig zu identifizieren und durch gezielte Maßnahmen abzuwenden. Hierzu erstellt die Gesellschaft u. a. kennzahlenbasierte Managementreports, die der Geschäftsleitung und den Bereichsleitem monatlich einen Überblick über veränderte Risikotagen in den wichtigen Geschäftsbereichen vermittelt.

Die im Rahmen der Betrugsprävention durch das IT-System generierten Reports werden täglich durch qualifizierte Mitarbeiter ausgewertet. Bei Unregelmäßigkeiten wird die Bereichs- oder Geschäftsleitung umgehend informiert.

Die in 2017 bestätigte Zertifizierung nach dem Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) und nach TA 7.1 tragen wesentlich dazu bei, die Risiken aus unseren IT gestützten Prozessen zu minimieren.

In 2013 wurde die Grundlagen für die Implementierung eines Ausweich-Rechenzentrums erarbeitet und ein Vertrag mit einem entsprechenden Provider unterzeichnet. Seit 2014 wurden sukzessive IT-Anwendungen über das Ausweich-Rechenzentrum abgesichert. Seit Ende des Jahres 2016 laufen die wesentlichen IT-Anwendungen auch über das Ausweich-Rechenzentrum. Damit erhöht sich die statistische Verfügbarkeit der Systeme signifikant.

Es wurden folgende wesentliche Risiken identifiziert, welche die weitere Geschäftsentwicklung beeinträchtigen können: Adressausfallrisiken, Forderungsausfallrisiken (insbesondere im Rücklastenschriftenservice), Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken, technische Risiken, Rechtsrisiken und Prozessrisiken.

Aufgrund starker nationaler Konkurrenz und durch SEPA zunehmender Internationalisierung des Wettbewerbs ist mit weiter fallenden Preisen für Terminalmieten und Transaktionsgebühren zu rechnen. Insofern ist es angezeigt, die hohen Skalenerträge unseres Geschäfts auszuschöpfen, indem die Systemkapazitäten vollständig genutzt und weiter ausgebaut werden. Mit Concardis wurde deswegen ein bis zum Ende des Jahres 2021 reichender Plan ausgearbeitet, der ein deutliches Wachstum vorsieht. Damit einher geht ein signifikanter Aufbau unserer Kapazitäten, um das vorgesehene Wachstum überhaupt verarbeiten zu können.

Weitere Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung liegen in der weiteren Entwicklung des ELV-Verfahrens im internationalen SEPA-Umfeld und des damit verbundenen ertragsstarken Forderungsankaufs aus Rücklastschriften, in der Zinsentwicklung, dem Auftauchen neuer Wettbewerber (z. B. Mobile Payment) sowie in unvorhergesehenen, massiven Änderungen der Zahlungsgewohnheiten der Verbraucher.

Wesentliche Chancen liegen in der Umsetzung eines neuen Vertriebskonzepts und der Ausweitung der Geschäftsbeziehung mit der Gesellschafterin Concardis GmbH sowie in der Entwicklung neuer Produkte.

4. Prognosebericht

Insgesamt rechnen wir für das Geschäftsjahr 2018 mit einem positiven Ergebnis, Zusätzliche Aufwendungen werden sich allerdings weiterhin aus den strengen Regularien für Zahlungsinstitute ergeben. Darüber hinaus werden sowohl das Ergebnis 2018 als auch die Liquidität durch die erforderlichen Aufwendungen und hohe Investitionen für die Anpassung an neue regulatorische Vorschriften (z.B. Geldwäsche, PSDII, Kritis, Datenschutzverordnung) und die Entwicklung neuer Produkte belastet. Für das Jahr 2010 rechnen wir ebenfalls mit einem positiven Geschäftsverlauf.

Ergebnismindernde Faktoren könnten u. a. aus sinkenden Margen, Veränderungen des Zahlungsverhaltens sowie erhöhten Aufwendungen auf Grund gesetzlicher Vorschriften und technologischem Wandel resultieren, insbesondere werden die Ergebnisse und die Liquidität der Jahr© 2018 und 2010 durch umfangreiche technische Migrationen, dem Aufbau zusätzlicher Kapazitäten und die Entwicklung neuer Produkte belastet

Die vorstehend gemachten Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen der Geschäftsführung für die nächsten zwei Geschäftsjahre sowie der ihr derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantie der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die Entwicklungen und Ergebnisse der nächsten zwei Geschäftsjahre sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.

 

Köln, den 26.02.2018

cardtech - Card & POS Service GmbH

Dr. Dietrich Gottwald

Christof Kohns

Jens Mahlke

Marcus W. Mosen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der cardtech Card & POS Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hürth, den 7. März 2018

Thesing ▪ Peeters & Baumann Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

I. Peeters, Wirtschaftsprüferin

C. Illing, Wirtschaftsprüfer

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