Beteiligungsgesellschaften
credX AG
Elisenstraße 28, 50667 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Dr. Kauther seit 12.4.2017 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
credX AGKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.20201. Lagebericht 1.1. Grundlagen der Gesellschaft Seit Aufnahme des erlaubnispflichtigen Geschäfts der Anlagevermittlung (§ 1 Abs. la Satz 2 Nr. 1 KWG) zum 1. Januar 2018 umfasst die Geschäftstätigkeit neben der Darlehensvermittlung (Segmente Kredit und (Schuldschein-) Darlehen) auch die Vermittlung von Anleihen (oder sonstige WpHG-pflichtige Geschäfte). Die Dienstleistung wird zunächst in Deutschland und Österreich angeboten. Die credX bietet eine skalierbare digitale Transaktionsinfrastruktur zur Aufnahme von Fremdkapital und vermittelt zwischen Kreditnehmern und Investoren. Dabei stellt credX eine IT-Plattform zur Verfügung, die zu vollständig erfolgsabhängigen Gebühren von allen Marktbeteiligten gleichermaßen genutzt werden kann ("Transaction as a Service"). Als neutrale, skalierbare Transaktionsplattform bietet sie Vorteile für jeden der verschiedenen Beteiligten:
Seit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit wurden die Prozesse und die Plattform konsequent weiterentwickelt und auf die jeweiligen Anwendungsfälle ausgerichtet. Bei der Weiterentwicklung der Plattform arbeitet die credX mit einem erfahrenen IT-Dienstleister zusammen. Dieser übernimmt auch die technische Administration (wesentliche Auslagerung nach KWG § 25a). 1.2. Wirtschaftsbericht Sie deckte Basisfunktionen wie die Kundenverwaltung und Rechte-Rollen ab und unterstützte Zeichnungsprozesse. Im Zuge dessen wurde die Plattform stetig weiterentwickelt, auf Bankenstandard betrieben, der Vermarktungsprozess weitergeführt und die Plattform bei den Zielkunden bekannt gemacht. Hierzu wurde ab 2019 auch ein Ausschreibungsprozess entwickelt. Dieser Prozess wurde Anfang 2021 in Betrieb genommen. Da die Umsätze die entstandenen Anlaufkosten der Gesellschaft nicht abdecken konnten, wurde im vierten Quartal 2020 eine Kapitalmaßnahme beschlossen, die im ersten Quartal umgesetzt und im ersten Halbjahr 2021 ins Handelsregister eingetragen wurde.. 1.3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2020 hat sich das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um rund 5,0 % verringert. Im Vorjahr hatte es einen Anstieg von rund 0,6 % gegeben. Seit Mitte März 2020 hat sich die Entwicklung mit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus deutlich verändert. Zur Stützung der Volkwirtschaften haben viele Regierungen zur Sicherstellung der Liquidität von Unternehmen, Überbrückung von Umsatzausfällen sowie zum Erhalt von Arbeitsplätzen umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Auch die EZB reagierte mit Notkaufprogrammen auf die Krise. Der Bankensektor in Deutschland ist weiterhin einem erhöhten Rentabilitätsdruck ausgesetzt, v.a. begründet durch den expansiven geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem damit einhergehenden Niedrigzinsumfeld. Die Ausweitung des Kreditgeschäfts führt zu einem intensiven Wettbewerb. Dieses Branchenumfeld hat auch Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Weitere gesamtwirtschaftliche Faktoren:
credX steht im Wettbewerb zu weiteren Finanzierungsplattformen. Dabei handelt es sich sowohl um FinTechs als auch um Banken, die primär Schuldscheinplattformen betreiben. Neben den Schuldscheinplattformen steht die credX auch in Konkurrenz zu Anlage- und Abschlussvermittlern sowie Kreditvermittlern und Kapitalplatzierern, die teils mit und teils ohne digitale Infrastruktur die Vermittlung von Krediten, (Schuldschein-) Darlehen und ggf. Anleihen sowie Fondsanteilen und anderen EK Investments betreiben. 1.4. Geschäftsverlauf Die credX hat ihre in 2018 begonnene Tätigkeit weiter fortgesetzt und v.a. die Prozesse im Bereich Immobilienfinanzierung vorangetrieben. Die Gesellschaft ging weiterhin technologisch, prozessual sowie vertrieblich in Vorleistung, um Kunden zu gewinnen und Transaktionen zu realisieren. Um mit diesen Herausforderungen umzugehen, operierte die credX mit einer sehr schlanken Aufbauorganisation (durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2,5, dazu eine Person als Vorstand). Schwerpunkt der Tätigkeit ist es, Transaktionen zu realisieren, um die Leistungsfähigkeit der Prozesse in den verschiedenen Anwendungsfällen unter Beweis zu stellen sowie weitere Anwendungsfälle zu identifizieren und die Plattform entsprechend zu erweitern. Primär wurde die Immobilienfinanzierung systematisch als Geschäftsfeld und die damit einhergehenden Prozess weiterentwickelt. Die credX wendet sich hier an Immobilieninvestoren und -entwickler. Die gewonnenen Kunden und Transaktionen im Bereich der Immobilienfinanzierung haben sich in 2020 auch in Umsätzen materialisiert. Die nunmehr aufgebauten und am Markt auch bereits erprobten Prozesse für die Ausschreibung von komplexen Kreditaufnahmen, insbesondere Immobilienkredite, wurden digitalisiert und stehen ab 2021 auf der Plattform zur Verfügung. Ab dann werden auch mehr Ressourcen eingesetzt werden, um diese Prozesse zu betreiben und damit Umsätze zu generieren. 1.5. Lage 1.5.1. Ertragslage
Anmerkung: Alle Zahlen -auch in den Folgetabellen -sind kaufmännisch gerundet Die credX AG weist entsprechend der Vorjahresprognose einen Jahresfehlbetrag von 273,3 T€ und damit unter dem des Jahres 2019 sowie durch den Verlust des Vorjahres einen Bilanzverlust von 1.326,7 T€ aus. Diese Anlaufverluste sind darauf zurückzuführen, dass die credX zunächst ihre Infrastruktur aufbauen und bei potentiellen Kunden bekannt machen muss. Hinzu kommen sehr lange Vorlaufzeiten gerade bei Immobilienfinanzierungen, bis die Kredite ausbezahlt werden. Die Gesellschaft konnte den Provisionsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um 54,8 T€ auf 64,8 T€ erhöhen. Der Personalaufwand ging im Geschäftsjahr 2020 von 236,6 T€ um 101,6 T€ auf 135,0 T€ zurück. Die gesetzlichen Sozialaufwendungen blieben hingegen auf Vorjahresniveau (2019: 24,6 T€, 2020: 24,1 T€). Darüber hinaus verringerten sich die Werbekosten von 16,4 T€ auf 0,2 T€, die Rechts- und Beratungskosten von 110,7 T€ um 28,8 T€ auf 81,9 T€. 1.5.2. Vermögenslage Bilanzposten Aktiva
Bilanzposten Passiva
Die Vermögenslage der credX ist am Bilanzstichtag zu 9,8 % durch Forderungen an Kreditinstitute geprägt; diese bestehen ausschließlich aus täglich fälligen Sichteinlagen bei einer deutschen Bank. Die Erhöhung der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die Investitionen in die Plattform (Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen) zurückzuführen. Die Anlagewerte in Höhe von 164,2 T€ (Vorjahr: 122,8 T€) betreffen bereits in Betrieb genommene EDV-Software mit einem Buchwert von 84,0 T€ und Büroeinrichtung. Diese wurden im Geschäftsjahr entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Der in 2020 aktivierte immaterielle Anlagewert (Buchwert: 80 T€) wurde im Geschäftsjahr noch nicht abgeschrieben, da er sich noch nicht im betriebsbereiten Zustand befand und folglich noch nicht in Betrieb genommen wurde. Die sonstigen Vermögensgegenstände repräsentieren 5,7 % der Bilanzsumme und enthalten im Wesentlichen Kautionen sowie Vorsteuer- und Umsatzsteuerbestandteile. Die wesentlichen Einzelbeträge im Posten sonstige Verbindlichkeiten entfallen auf Reisekostenerstattungen (9.301,62 €), Darlehen von Aktionären (146.963,93 €) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (63.907,46 €). Die Rückstellungen in Höhe von 20,8 T€ sind durch Rückstellungen für Abschluss und Prüfung (14,8 T€) sowie sonstigen Rückstellungen (6,0 T€) geprägt. Das gezeichnete Kapital hat sich im Geschäftsjahr zwischenzeitlich durch eine Kapitalerhöhung von 54,1 T€ um 3,2 T€ auf 57,3 T€ und die Kapitalrücklage von 1.080,2 T€ um 196,8 T€ auf 1.277,0 T€ erhöht. Mit Genehmigung der Aufsicht zum Rückkauf eigener Aktien hat die Gesellschaft 3.240 Aktien eines Aktionärs zurückgekauft. Die eigenen Anteile in Höhe von 3.240 Aktien werden vom gezeichneten Kapital abgezogen. Der den Nennwert überschreitende Teil in Höhe von 30,8 T€ wurde mit den freien Rücklagen verrechnet. Zum 31. Dezember 2020 weist die Gesellschaft daher eine Kapitalrücklage von 1.246,2 T€ aus. Durch weitere unterjährige Verluste ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 26,4 T€ (Bilanzverlust: 1.326,7 T€). 1.5.3. Finanzlage Wesentliche Investitionsverpflichtungen zum Abschlussstichtag bestehen nicht. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Zahlungsmittelbestände sind von 35,4 T€ auf 23,7 T€ zurückgegangen. Dies korrespondiert mit dem negativen Periodenergebnis, da die Aufwände ganz überwiegend in der Periode 2020 zahlungswirksam waren. Dagegen stehen die in 2020 realisierten Umsätze. Dem absehbaren Liquiditätsengpass wurde durch ein im Januar 2020 von einem Aktionär gewährtes kurzfristiges Darlehen in Höhe von 100,0 T€, sowie eine Kapitalmaßnahme in Höhe von 273,3 T€, welche am 19. April 2021 zur Aufnahme in das Handelsregister angemeldet wurde, wirksam begegnet. Darüber hinaus hat die Gesellschaft mit Vertrag vom 28. Dezember 2020 den Verkauf, der von der credX gehaltenen eigenen Aktien beschlossen und einen Vertrag mit einem neuen Aktionär dazu geschlossen. Mit ihm ist auch eine Kapitalerhöhung vereinbart. Aus beiden Maßnahmen werden der Gesellschaft ca. 1 Mio. € an liquiden Mitteln zufließen. Das bilanzielle Eigenkapital wird in selbem Umfang gestärkt. Bedeutende finanzielle Indikatoren für die credX sind die Umsätze, die Aufwendungen, das Eigenkapital und die liquiden Mittel. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Transaktionen und die angebundenen Marktteilnehmer. Bei den Transaktionen werden die Phasen Voranfrage, Indikations- und Abschlussphase unterschieden. Die angeschlossenen Marktteilnehmer werden in Kreditnehmer/Emittenten, Investoren und Deal Advisor differenziert. 1.5.4. Finanz- und Liquiditätsrisiken Die Gesellschaft weist einen Jahresfehlbetrag von 273,3 T€ (Vorjahr: 471,1 T€) aus. Im Zuge dessen hat sich der Bilanzverlust von 1.053,5 T€ auf 1.326,7 T€ erhöht. Durch die entstandenen Verluste ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag zum 31. Dezember 2020 in Höhe von 26,4 T€. Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr von 35,4 T€ auf 23,7 T€ reduziert. Bzgl. der Sicherung der Liquidität über den Abschlussstichtag hinaus verweisen wir auf unsere Darstellung in Abschnitt 1.5.3. Unter Ausschluss derzeit nicht erkennbarer Risiken geht der Vorstand der credX davon aus, dass durch die bis Mitte 2021 zugeführten Mittel sowie der steigenden Umsatzerlöse die Zahlungsfähigkeit und Solvenz der Gesellschaft in 2021 jederzeit gegeben sein wird. 1.6. Gesamtaussage Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die credX hat sich im Berichtszeitraum erfreulich entwickelt: Die Gesellschaft hat ihre Dienstleistung weiter bekannt machen können den Kundenstamm ausgebaut und einen strategischen Investor gewonnen. Im neuen Segment Immobilienfinanzierung konnten mehrere Transaktionen vermittelt werden, die in 2020 umsatzwirksam erfasst wurden. Weitere Transaktionen wurden angebahnt. Typisch für das Plattformgeschäft sind allerdings erhebliche Anlaufverluste zu tragen. Sie haben das Eigenkapital der Gesellschaft und die Liquiditätsausstattung stark abschmelzen lassen. Dank steigender Transaktionszahlen und Umsätze erhöhen sich die Spielräume der Gesellschaft, das Geschäft durch Innenfinanzierung und Kapitalmaßnahmen voranzutreiben. Covid 19 hat das Geschäft in 2021 negativ beeinträchtigt, weil einige vielversprechende Finanzierungen vor allem im Hotelsektor abgebrochen wurden und sich die Entscheidungsprozesse bei den Banken weiter verzögert haben. Grundsätzlich sieht die Gesellschaft den von Covid 19 ausgehenden Digitalisierungsschub und auch die sich punktuell auftuenden Engpässe bei der Finanzierung positiv. Die Unternehmen sind sich zunehmend bewusst, dass sie neue Prozesse adaptieren müssen. Auch bei den Banken registrieren wir verstärkt Überlegungen, die Ressourcenengpässe durch Digitalisierung zu beseitigen. credX kann hier als "Transaction as a Service" Plattform attraktive Angebote machen. 1.7. Risikobericht Als eigenständige Gesellschaft mit eigenverantwortlicher Geschäftsleitung steuert die credX AG ihre Risiken selbst und beachtet dabei die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen (wie angemessene Umsetzung der MaRisk sowie adäquate Risikosteuerung). 1.7.1. Risikomanagementsystem Die Risikostrategie bildet auf Basis der Geschäftsstrategie die Grundlage für die Risikoüberwachung und -steuerung der credX AG. Diese besteht aus:
1.7.2. Erfassung von Risiken Im Rahmen von Risikoinventur und Aufstellung der Risikostrategie hat die credX AG als Finanzdienstleister eine Unterscheidung in wesentliche, bedeutende und nicht wesentliche Risiken vorgenommen. Die Klassifizierung wird standardisiert im Rahmen einer jährlichen Risikoinventur überprüft, bei Bedarf aber auch unterjährig angepasst. In Bezug auf die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen verweisen wir auf Abschnitt 1.3. Als wesentliche Risiken wurden identifiziert:
Als bedeutende Risiken wurden identifiziert:
1.7.3. Risikoorganisation Die Verantwortung für die Risikoorganisation liegt beim Vorstand. Darüber hinaus übt der Vorstand ebenfalls die Risikocontrolling- und die Revisionsfunktion aus. Mitarbeiter werden entsprechend ihren Kenntnissen und Erfahrungen in die Prozesse einbezogen. Der Aufsichtsrat ist durch die quartärliche bzw. ad hoc Berichterstattung von den Entwicklungen in Kenntnis und wird in die Strategieprozesse einbezogen. Die Risikoorganisation ist gemäß den verschiedenen Funktionen strukturiert. Aufgrund des geringen Umfangs der Geschäftstätigkeit werden verschiedene Funktionen allerdings noch in Personalunion ausgeübt. 1.7.4. Risikotragfähigkeitskonzept In der normativen Perspektive hat die credX die Anforderungen an das Anfangskapital in Höhe von 50 T€ im Berichtszeitraum nur teilweise erfüllt. Zum 30. Juni 2020 wurden die Eigenmittelvorgaben kurzfristig unterschritten. Durch Eintragung der Kapitalerhöhung vom 26. März 2020 wurden die notwendigen Eigenmittel Anfang Juli 2020 wiederhergestellt. Zum 31. Dezember 2020 weist die Gesellschaft darüber hinaus einen nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag aus. Durch den Abschluss eines Aktienkaufvertrages und damit einhergehenden dem Verkauf der durch die Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien bis Mitte 2021 wurde diese kurzfristige Unterschreitung wirksam begegnet. In der ökonomischen Perspektive ist derzeit die Betrachtung der Risiken nur von geringer Aussagekraft. Das operationelle Risiko ist derzeit als einziges Risiko als "wesentlich" in der jährlichen Risikoinventur eingestuft worden. Bestandteile des operationellen Risikos sind Vertriebs-, IT-, Outsourcing- und Rechtsrisiken. Da keine Quantifizierung des Risikos möglich ist und aufgrund der Unternehmensstruktur regelmäßig Eigenkapital zugeführt wird, wird eine überschlägige Betrachtung angestellt. Sollte sich auf dieser Basis ergeben, dass eine Zuführung von Eigenkapital nötig ist, werden entsprechende Kapitalmaßnahmen umgesetzt. 1.7.5. Risikoberichterstattung Die Risikoberichterstattung der credX erfolgt vierteljährlich sowie anlassbezogen (ad hoc-Berichterstattung) an den Aufsichtsrat der credX. Die Inhalte orientieren sich an der oben beschriebenen Klassifizierung der Risiken mit entsprechenden Aussagen zur Risikotragfähigkeit. Ergebnisse aus der jährlich durchgeführten Risikoinventur werden entsprechend ausgeführt. Ebenfalls in jährlichem Turnus - oder anlassbezogen - erfolgt eine Überprüfung und gegebenenfalls Überarbeitung der Risikostrategie mit entsprechender Berichterstattung an den oben genannten Empfängerkreis. 1.7.6. Wesentliche Risiken Operationelles Risiko Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Aus der Strategie- und Geschäftstätigkeit der credX ergibt sich, dass die credX überwiegend operationellen Risiken ausgesetzt ist. Wesentliche operationelle Risiken der credX sind:
Als Finanzdienstleister können grundsätzlich finanzielle Verluste aus eingetretenen Schadensfällen durch operationelle Risiken drohen. Diese sind bei credX insbesondere:
Die Risikokategorie Rechtsrisiken umfasst das Risiko, dass die Gesellschaft nicht im Einklang mit den für sie gültigen rechtlichen oder regulatorischen Rahmenbedingungen agiert und somit gegen aufsichtliche Bestimmungen verstößt. Somit können Rechtsrisiken aus anhängigen oder drohenden Prozessen entstehen. Darüber hinaus unterliegt die credX dem Vertriebsrisiko. Das Vertriebsrisiko ist im Wesentlichen von den Eckpunkten Kundenverhalten und Wettbewerb abhängig. Steigernder Wettbewerbsdruck wirkt sich negativ auf die Umsätze der Gesellschaft aus, da mehr Konkurrenten Einfluss auf den Markt nehmen. Das Kundenverhalten beeinflusst die Strategie v.a. in der Kundenansprache und in der Zielmarktfindung. Weiter wurde als operationelles Risiko erkannt, dass Kopfmonopole bestehen. Es besteht eine sehr hohe Abhängigkeit vom Vorstand der Gesellschaft. Aber auch andere Mitarbeiter wären kurzfristig schwer zu ersetzen. Da dies für die Anfangssituation einer Gesellschaft typisch ist, wird das Risiko akzeptiert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos ist gering. Die zu Beginn des Jahres 2020 aufgetretene Coronapandemie stellt ein Risikoereignis dar, das schlagend geworden ist. Wie erwartet, konnte die Gesellschaft die damit verbundenen Umstellungen gut meistern: Die Mitarbeiter arbeiten aus dem Home Office heraus, Termine werden nur per Web- und Telefonkonferenz durchgeführt. Das Büro wird von einem einzelnen Mitarbeiter betreut. Negative Auswirkungen haben sich allerdings dadurch ergeben, dass einige Transaktionen abgebrochen wurden, weil die Finanzierungsvorhaben zurückgestellt wurden. Des Weiteren haben sich die Bearbeitungszeiten bei den Banken deutlich erhöht. Dies führt dazu, dass der Abschluss von Transaktionen oft länger dauert als geplant und bisher üblich. Unmittelbare Auswirkungen auf das Marktpotenzial wurden bisher nicht beobachtet. Einige Banken sind bei der Kreditvergabe vorsichtiger geworden, was allerdings für credX nicht nachteilig ist, solange wir auf andere Banken und alternative Kreditgeber ausweichen können. Zur Steuerung dieser Risiken hat die credX verschiedene Maßnahmen implementiert. Dafür wurden interne Richtlinien/Vorgaben oder auch Checklisten zur Einhaltung der rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen erlassen. Für die Steuerung der Auslagerungen kommen, auf Basis des Teils 9 der MaRisk, speziell auf diese Auslagerungen abgestimmte Prozesse zum Einsatz (u.a. MaRisk-konforme Vertragsgestaltungen, Wesentlichkeitseinschätzungen, Auslagerungscontrolling). Darüber hinaus hat die credX ein dezidiertes internes Kontrollsystem aufgebaut, dass die internen Prozesse sowie die Kundenbeziehung, entlang der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen (AGB, Transaktionsbedingungen, Datenschutzvereinbarungen) überwacht. Zudem hat die credX eine Compliance-Funktion geschaffen, um die Einhaltung der geltenden Vorschriften sicherzustellen und das operationelle Risiko zu minimieren. Geldwäsche- und Compliance Beauftragter ist der Vorstand selbst. Die ständige Ausrichtung an potentielle Änderungen der Absatzmärkte und der Wettbewerbssituation begegnet dem Vertriebsrisiko. Zudem werden nur Mitarbeiter im Vertrieb beschäftigt, die über entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen verfügen. 1.7.7. Bedeutende Risiken Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko stellt das Risiko dar, gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können oder im Fall eines Liquiditätsengpasses Verbindlichkeiten nur zu erhöhten Marktsätzen refinanzieren (Refinanzierungsrisiko) beziehungsweise Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktsätzen liquidieren (Marktliquiditätsrisiko) zu können. In der Finanzsphäre geht die credX im wesentlichen Liquiditätsrisiken ein. Dies allerdings nur im Rahmen der operativen Geschäfte, es werden keine Risiken aus Transaktionen in Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung übernommen (kein Marktliquiditätsrisiko). Gelder bei Kreditinstituten sind täglich fällige Forderungen. Auf Basis der an die Geschäftsplanung gekoppelten Erwartung des operativen Liquiditätsbedarfs wird der Liquiditätsverlauf prognostiziert. Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft ist planbar. Aufgrund der Gesellschaftsstruktur können so benötigte Kapitalmaßnahmen kurzfristig umgesetzt werden. Erwartungsgemäß ist die Liquiditätsausstattung der credX in 2020 zurückgegangen. Der Zahlungsmittelbestand am Bilanzstichtag und die zu erwartenden Mittelabflüsse machen Gegenmaßnahmen erforderlich. Die Situation wurde frühzeitig mit dem Aufsichtsrat und den Aktionären erörtert. Entsprechende Kapitalmaßnahmen wurden in Q4 2020 aufgesetzt und werden im ersten Halbjahr 2021 realisiert. Da Anlaufverluste anfallen und es nicht effizient ist, diese über einen langen Zeitraum im Voraus mit Eigenkapital abzudecken, ist es dem Geschäftsmodell in dieser frühen Phase inhärent, dass immer wieder Liquidität zugeführt werden muss. Lediglich die genauen Zeitpunkte und die Höhe der jeweiligen Zuführungen sind nicht genau vorhersehbar, da weder die Höhe und vor allem die zahlungswirksame Höhe der Umsätze als auch die Aufwände starken Unsicherheiten unterliegen. Sie werden daher erst festgelegt, sobald die erforderlichen Maßnahmen geplant und angestoßen werden müssen. Reputationsrisiko Die credX unterliegt der potenziellen Gefahr eines sich verschlechternden Rufs aus Sicht der wesentlichen Anspruchsgruppen (Kunden, Stakeholder und Aufsicht) hinsichtlich der Leistungsfähigkeit, Kompetenz, Integrität und Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens, insbesondere einhergehend mit der Neukundengewinnung. Reputationsrisiken resultieren nach dem Verständnis der credX daraus, dass das Unternehmen Verhaltensweisen zeigt, die die Erwartungen seiner Stakeholder enttäuschen. Für unsere Risikomanagementprozesse definieren wir das Reputationsrisiko als die Gefahr, dass die öffentliche Berichterstattung über eine Transaktion, einen Geschäftspartner oder eine Geschäftspraxis, an der ein Kunde beteiligt ist, das öffentliche Vertrauen in unser Unternehmen negativ beeinflusst:
Die credX hat ein Rahmenwerk etabliert, das den Prozess regelt, welche konkreten Entscheidungen zu Vorgängen, die ein Reputationsrisiko mit sich bringen, zu treffen sind und somit, wo immer möglich, Schäden für das Ansehen vermieden werden können. Strategisches Risiko Als innovatives Unternehmen, das bestehende Geschäftsprozesse durch effizientere ersetzen will, ist die credX darüber hinaus strategischen Risiken ausgesetzt. Dabei besteht das Risiko darin, dass die Unternehmensziele aufgrund einer nicht zutreffenden Einschätzung der Entwicklung des Geschäftsumfelds oder der Fähigkeiten des Unternehmens nicht eingehalten werden können. Durch die Personal- und Geschäftsstruktur hat der Vorstand jederzeit einen ganzheitlichen Überblick über das Geschäfts- und Risikoprofil des Unternehmens. Im oben beschriebenen sehr dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld ist die credX mit ihrem noch nicht etablierten Geschäftsmodell naturgemäß recht stark dem Risiko ausgesetzt, falsche strategische Entscheidungen zu treffen. 1.7.8. Zusammenfassende Beurteilung der Risikolage Die credX AG hat ein umfassendes Risikomanagementsystem etabliert, das den einschlägigen Vorschriften der BaFin an die Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute entspricht und zur Risikofrüherkennung geeignet ist. Dieses System, das neben der Festlegung von Strategien und Verfahren zur Ermittlung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit auch die Einrichtung interner Kontrollverfahren mit einem internen Kontrollsystem und einer internen Revision umfasst, hat auch im täglichen Praxistest den hohen Anforderungen standgehalten. Bestandsgefährdende Risiken bestanden nicht. Es wird aber darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft bis auf Weiteres immer wieder Liquiditätszuführungen benötigt. Dies war in 2020 erkennbar auch im ersten Quartal 2021 der Fall. 1.8. Chancenbericht Die Digitalisierung der Kreditvergabe- und Emissionsprozesse hat in 2020 deutlich an Dynamik gewonnen. credX als unabhängige Plattform könnte davon aus verschiedenen Treibern stark profitieren:
Darüber hinaus könnte die credX in eine sehr gute Wettbewerbsposition kommen, wenn Banken ihre Kreditvergabe einschränken und alternative Kreditgeber einspringen. Dieser Trend, der sich seit längerem, wenngleich in überschaubarer Intensität beobachten lässt, könnte sich durch COVID 19 deutlich verstärken. Dann könnte es credX auch besonders zugute kommen, dass sie die gesamte Kapitalstruktur abdecken kann und mit dem Ausschreibungsprozess für Immobilienkredite einen sehr komplexen Prozess unterstützt, der relativ auf andere, tendenziell weniger komplexe Prozesse wie Ausschreibungen von Unternehmenskrediten anwendbar ist. Des Weiteren ist es eine große Chance für credX, wenn bisher eingespielte Kreditbeziehungen schwieriger werden und Kreditnehmer Kreditgeber über ihre eingespielten Kontakte hinaus nutzen wollen. In dieser Situation ist der breite Zugang und die standardisierte, qualitätsgesicherte Aufbereitung von Unterlagen oft von großem Nutzen und die Bereitschaft, der internen Finanzierungsteam etwas Neues auszuprobieren größer. Solche Entwicklungen könnten dazu führen, dass die Transaktionszahlen weit über dem erwarteten Niveau liegen und auch Spielräume bei den Margen entstehen. 1.9. Prognosebericht Für 2021 erwartet die Gesellschaft, dass sie ihre Position am Markt deutlich ausbauen und durch die Weiterentwicklungen an der Plattform ihre Dienstleistungsangebot noch besser auf die Bedürfnisse ihrer Kunden abstellen kann. Dies wird zu weiter steigenden Transaktionszahlen führen, vor allem aber die Anzahl der potenziellen Kunden und Kooperationspartner vervielfachen, die konkretes Interesse daran zeigen, über die credX Transaktionen durchzuführen. Die Gesellschaft hat in der ersten Hälfte des Jahres 2021 vor weiteres Personal einzustellen. Dabei handelt es sich sowohl um Client Relationship Manager als auch um Spezialisten für die Abwicklung und Begleitung von Transaktionen. Durch die ausgebaute Personalstruktur soll das Transaktionsvolumen in 2021 deutlich erhöht werden. Mit zunehmender Bekanntheit, immer weiter verbesserten Prozessen und Referenztransaktionen, wird sich die digitale Vermittlung nach unserer Einschätzung auch im gehobenen Firmenkundensegment fest etablieren und an Bedeutung gewinnen. In welchem Umfang die credX davon profitiert, ist davon abhängig, wie die bestehenden und neu hinzukommenden digitalen Vermittlungsangebote im Vergleich angenommen werden. Wir gehen bei unseren Planungen zunächst davon aus, dass es eine Vielzahl von konkurrierenden Plattformen geben wird. Die Gesellschaft erwartet für 2021 bei steigenden Umsatzerlösen und Aufwendungen insgesamt weiterhin Anlaufverluste, wobei sich die Verluste in 2021 voraussichtlich auf Höhe des Vorjahresniveaus bewegen werden. 2. Bilanz zum 31.12.2020Aktiva
Passiva
3. Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2020 - 31.12.2020
4. Anhang4.1. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist grundsätzlich eine Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267a HGB. Als Finanzdienstleistungsinstitut ist die Gesellschaft aber gem. HGB § 340a i.V.m. HGB § 340 Abs. 4 verpflichtet, den Jahresabschluss nach den Regeln für große Kapitalgesellschaften aufzustellen. Der Jahresabschluss der credX AG mit Sitz in Köln ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie den einschlägigen Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Firma credX AG mit Sitz in Köln unter der Nummer HRB 90786 in das Handelsregister des Amtsgerichtes Köln eingetragen. 4.2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss 2020 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften unter Beachtung des Handelsgesetzbuches erstellt. Die Wertansätze aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 wurden unverändert übernommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist mit dem Vorjahr vergleichbar. Im Hinblick auf die Gliederung, den Ausweis, den Ansatz und die Bewertung entspricht der Jahresabschluss den Vorjahresgrundsätzen. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden im Jahresabschluss 2020 berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. 4.3. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2019 Anlagevermögen Die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung angesetzt. Die Aufgliederung und Entwicklung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen ergeben sich aus dem Anlagespiegel, welcher integraler Bestandteil des Anhangs ist. Der Gesamtbetrag der zum 31. Dezember 2020 unter den Sachanlagen ausgewiesenen selbst genutzten Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 219,00 €. Entwicklung des Anlagevermögens
Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Die wichtigsten Einzelbeträge im Posten sonstige Vermögensgegenstände entfallen auf Forderungen an das Finanzamt (10.497,99 €). Eigenkapital Die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2020 ist im Einzelnen aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 ersichtlich. Der Bilanzverlust in Höhe von 1.326.715,18 € ergibt sich aus dem Jahresfehlbetrag 2020 in Höhe von 273.250,59 € und dem Verlustvortrag aus den Vorjahren in Höhe von 1.053.464,59 €. Rückstellungen Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen und decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessener Höhe ab. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die wesentlichen Einzelbeträge im Posten sonstige Verbindlichkeiten entfallen auf Reisekostenerstattungen (9.301,62,77 €), unbesicherte und unverzinsliche Darlehen von Aktionären (146.963,93 €) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (63.907,46 €). 4.4. Sonstige Angaben Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB betrug 10.000,00 € (Honorar für Abschlussprüfungsleistungen). Gegenüber Dritten erbrachte Dienstleistungen Erträge aus der Vergütung von erbrachten Dienstleistungen werden im Posten "Provisionserträge" ausgewiesen. Die Provisionserträge betragen im Geschäftsjahr 2020 64.800,00 €. Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer der credX AG Geschäftsjahr 2020 betrug 2,5. Geschäftsführung Als Vorstand ist Herr Dr. Ralf Kauther, Köln bestellt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wird entsprechend der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind Philipp Henrich, Betriebswirt, Wolfratshausen (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Wolfram Klingler, kaufm. Angestellter, Zollikon, Schweiz (stellvertretender Vorsitzender) Prof. Dr. Lutz Johanning, Universitätsprofessor, Johannisberg-Geisenheim Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 751. 4.5. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag wurde von der Hauptversammlung am 1. März 2021 eine Kapitalerhöhung in Höhe von 250.696,68 € beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 29. April 2021 in das Handelsregister eingetragen. Zudem sind der Gesellschaft aus einem Teilverkauf der eigenen Aktien im April TEUR 250 sowie im Juli TEUR 500 zugeflossen. Weiterhin hat die credX im Januar 2021 zur Zwischenfinanzierung ein unverzinsliches und unbesicherte Aktionärs-Darlehen von TEUR mit einer Laufzeit von drei Monaten aufgenommen und dieses am 30. April 2021 zurückgezahlt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, sind nicht einschlägig. 4.6. Erweiterte Angaben Das Grundkapital der Gesellschaft besteht zum 31. Dezember 2020 aus dem gezeichneten Kapital 57.292, sowie 3.240 Aktien, die die Gesellschaft selbst hält. Es handelt sich somit um 54.052 voll stimmberechtigten vinkulierten Namensaktien. Die nennwertlosen Namensaktien besitzen einen rechnerischen Wert i. H. v. 1 € am Grundkapital.
Köln, im Juli 2021 credX AG Der Vorstand Dr. Ralf Kauther 5. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die credX AG, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der credX AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der credX AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, im Juli 2020 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Lorenz Muschal, Wirtschaftsprüfer ppa. Frank Rudolph, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2020Der Aufsichtsrat hat sich durch den Vorstand in und außerhalb der Aufsichtsratssitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und wesentliche Geschäftsvorgänge unterrichten lassen. In den Aufsichtsratssitzungen und häufig auch in anderen Gesprächen wurde intensiv über die Gewinnung von Kapitalnehmern und Kapitalgebern, über die Positionierung und die Differenzierung vom Wettbewerb sowie über die Transaktionspipeline gesprochen. Ebenfalls eingehend wurden die Risiken und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften erörtert. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat sich laufend über den Finanzbedarf der credX AG und die verschiedenen Finanzierungsoptionen sowie den Stand laufender Vorhaben zur Mittelbeschaffung informiert, entsprechende Vorschläge eingebracht und mit den Aktionären erörtert. Die Berichterstattung und das Informationswesen des Vorstands entsprachen den Vorgaben gem. § 90 AktG und den Vorschriften, die sich aus der regulierten Geschäftstätigkeit der credX AG ergeben. Schwerpunkte waren die Geschäftsentwicklung der AG, die Positionierung im Markt sowie die technischen Weiterentwicklungen der Plattform und das Risikomanagement. Im Geschäftsjahr 2020 wurde, aufgrund der Zulassung als Finanzdienstleistungsinstitut, wieder die Jahresabschlussprüfung von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG durchgeführt. Die Unterlagen standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Aufsichtsrats zur Verfügung. Außerdem hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 geprüft. Dabei haben sich keine Beanstandungen ergeben. Eine Pflicht zur WpHG Prüfung bestand im Geschäftsjahr 2020 nicht. Aufgrund der entstandenen Anlaufverluste ist über eine Gewinnverwendung nicht zu beschließen. Der Aufsichtsrat hat seine Zustimmung zum vorgelegten Jahresabschluss erklärt. Damit ist der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss gebilligt; dieser ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der credX AG für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit
Köln, im August 2021 für den Aufsichtsrat Philipp Henrich, Vorsitzender Der Jahresabschluss wurde am 23. August 2021 festgestellt. |
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