TonerPartner Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Morten Severon seit 4.7.2023 | Geschäftsführer |
Manuel Schäfer seit 15.9.2022 | Prokura |
Christina Nielsen seit 15.9.2022 | Prokura |
Guy Malibas seit 15.9.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Cyan TopCo B.V. | 96.18% |
| 3.82% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cyan AcquiCo GmbHHattingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022der Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen1. Grundlagen des Unternehmens Die Cyan AcquiCo GmbH als Holdinggesellschaft ist über ihre Tochtergesellschaften im Online-Handel mit Druckerpatronen, Tonern und Druckerzubehör tätig. Dabei erfolgt der Onlinehandel national wie auch international im Wesentlichen über eigene, webbasierte Internetshops. Der Konzern ist durch seine Tochtergesellschaften europaweit mit individuellen Ländershops in 14 Ländern vertreten und führt in seinem Sortiment über 645.000 ausgewählte Artikel von mehreren Herstellern einschließlich einer stetig wachsenden Anzahl an Eigenmarkenprodukten. Die Artikel werden über die Tochtergesellschaften an private Endkunden wie auch gewerbliche Abnehmer vertrieben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das deutsche Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2022 (preisbereinigt) um 1,9 % höher als im Jahr 2021. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Das Wirtschaftswachstum im Euroraum schwächte sich in der zweiten Jahreshälfte 2022 deutlich ab und geriet im vierten Quartal ins Stocken. Die große Unsicherheit, hohe Energiepreise und das geringe Vertrauen drückten auf den Konsum. Aufgrund rückläufiger Importe übertraf das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3,6 % aber dennoch die Erwartungen in Höhe von 3,4 %. Die überraschend positive Entwicklung ging zwar vor allem auf schwächere Importe zurück und deutete nicht unbedingt auf eine stärkere zugrunde liegende Wachstumsdynamik hin, doch trugen die verbesserten Aussichten für die Energieversorgung und die Preisentwicklung dazu bei, dass die Unsicherheit zum Ende des vierten Quartals abnahm. Dementsprechend haben sich das Vertrauen und die Erwartungen auf Unternehmer- und Verbraucherseite zuletzt erhöht. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden - Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023). (Quelle: European Central Bank, Frankfurt am Main - Gesamtwirtschaftliche Projektionen, März 2023) 2.1.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der deutsche E-Commerce konnte 2022 nicht an die hohen Vorjahresumsätze anknüpfen. Nominal, also ohne Inflationsbereinigung, fiel der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce im Gesamtjahr 2022 um 8,8 % auf EUR 90,4 Mrd. Euro nach EUR 99,1 Mrd. im Vorjahr. Der Onlinehandel startete 2022 zunächst robust mit zweistelligen Wachstumsraten und fiel bei Kriegsausbruch in der Ukraine schlagartig ins Negative. Besonders bei Mode, Hobby und Freizeit sowie Unterhaltungselektronik brechen aktuell Spontaneinkäufe weg. Umsätze mit alltäglichen Bestellungen von Lebensmitteln, Beautyprodukten oder Medikamenten, die in der Pandemie verstärkt in den E-Commerce gewandert sind, sind hingegen stabil geblieben. Sehr unterschiedlich entwickelten sich auch die Umsätze nach Versendertyp. Zwar waren sämtliche Versendertypen von Rückgängen betroffen, am deutlichsten spürbar war die Kaufzurückhaltung aber bei den Multichannel-Händlern, deren Online-Verkäufe sich zum Teil wieder ins eigene stationäre Geschäft verlagern. Deutlich besser als der Markt, aber dennoch rückläufig, waren die Umsätze bei den Online-Pure-Playern und insbesondere bei den Herstellern (Direktvermarktern). Sie konnten in zwei Corona-Jahren und einem Krisenjahr durch den Ukraine-Krieg ihren Anteil am E-Commerce am spürbarsten ausbauen. Kundinnen und Kunden bleiben dem digitalen Einkaufsweg treu. Rund 3 von 4 Kunden (76,0 %), und damit mehr als je zuvor, haben 2022 regelmäßig innerhalb eines Monats online bestellt. Der Anteil hochfrequenter Besteller (Einkauf mehrmals innerhalb der jeweils vergangenen 7 Tage) sank hingegen leicht auf 42,5 % (2021: 43,6 %). (Quelle: Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. Berlin - Pressemeldung 26. Januar 2023) 2.2. Darstellung des Geschäftsverlaufes und der Lage der Gesellschaft 2.2.1. Geschäftsentwicklung Für den Konzern hat sich das Geschäftsjahr 2022 aus Sicht der Geschäftsführung sehr positiv entwickelt. Es wurde im Konzern ein EBITDA in Höhe von TEUR 5.800 (i. V. TEUR 12.851) erwirtschaftet. Das EBITDA des Vorjahres enthielt Sondereffekte insbesondere aus einem Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 10.194 von der im Vorjahr entkonsolidierten Tonerpartner International AG sowie Erträgen aus der Verschmelzung der Atramenti Holding GmbH in Höhe von TEUR 1.200. Ohne diese Sondereffekte des Vorjahres ist das EBITDA im Vorjahresvergleich von TEUR 1.457 (TEUR 12.851 ./. TEUR 10.194 ./. TEUR 1.200) um TEUR 4.344 auf TEUR 5.800 gestiegen). Als wesentlicher Einflussfaktor für die positive Entwicklung ist der höhere Absatz aufgrund von gezielt eingesetzten Search Engine Advertising, Search Engine Optimization und Werbekampagnen zu nennen. Darüber hinaus wirkte sich die überproportional gestiegene Profitabilität u. a. infolge von neuen Produktlinien, einer geänderten Einkaufsstrategie und dem höheren Absatz von margenträchtigeren Eigenmarken positiv auf das EBITDA aus. Durch den erfolgreichen Umgang mit den Herausforderungen durch Lieferengpässe, stark schwankenden Bezugspreisen und Frachtkosten wurde die Position im Wettbewerbsumfeld und am Markt verbessert. Der Konzern schaffte es im Geschäftsjahr 2022 seine jederzeitige Lieferfähigkeit trotz aller Einschränkungen durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen weltwirtschaftlichen Folgen im zuverlässigen Maße aufrechtzuerhalten. Nach Einschätzung der Geschäftsführung geht der Konzern deutlich gestärkt aus den letzten zwölf Monaten hervor, so dass der eingeschlagene Wachstumspfad weiterverfolgt und die Wettbewerbssituation nachhaltig ausgebaut wurde. 2.2.2. Vermögens-, Finanz und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022 lag der Fokus des Konzerns auf einem nachhaltigen Wachstum und dem Ausbau der Wettbewerbssituation. Parallel dazu wurde die Profitabilität und der Bestand an frei verfügbaren Zahlungsmitteln gesteigert. Dies spiegelt sich in der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wider. Der Konzern verwendet verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaften. Zentrale Kriterien zur Beurteilung der operativen Geschäftsentwicklung sind der Rohertrag, das EBITDA und der Bestand des Finanzmittelfonds. 2.2.2.1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 81.545 (i. V. TEUR 66.972), das entsprach im Jahresvergleich einer Steigerung um 21,8 % bzw. TEUR 14.573. Die Umsatzausweitung ist mengen- und preisbedingt. Ursächlich für den höheren Artikelabsatz der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 war u. a. der Anstieg der Besucherzahlen in den einzelnen Web-Shops der Gesellschaft sowie die Steigerung der Conversionrate. Zusätzlich wirkten überproportional zum Vorjahr eingesetzte Search Engine Advertising, Search Engine Optimization Marketingaktionen und die Einführung von neuen Produktlinien absatzfördernd. Die Materialaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für bezogene Waren zusammen. Trotz einer geänderten Einkaufsstrategie erhöhte sich der Materialaufwand aufgrund gestiegener Bezugspreise mit 26,8 % überproportional zur Umsatzentwicklung. Der Konzern verbesserte durch die beschriebene Entwicklung seinen Rohertrag (Umsatzerlöse ./. Materialaufwand) um TEUR 5.236 (16,3 %) auf TEUR 37.361 (i. V. TEUR 32.124). Die Rohertragsquote (Rohertrag / Umsatzerlöse) lag mit 45,8 % unter dem Vorjahr in Höhe von 48,0 %. Die verschlechterte Rohertragsquote resultiert aus gestiegenen Bezugspreisen. Eine verbesserte Einkaufspolitik, neuen Produktlinien sowie der Absatz von margenstärkeren Eigenmarken konnten den Anstieg der Beschaffungspreise damit nicht kompensieren. Die im Konzernlagebericht 2021 definierte Umsatz- und damit Rohertragsprognose wurde erreicht. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.517 (i. V. TEUR 11.982) resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 600 (i. V. TEUR 0) sowie Erträgen aus der Währungsumrechnung aufgrund des vermehrten Warenbezugs aus Asien in Höhe von TEUR 554 (i. V. TEUR 108). Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres beinhalteten insbesondere Erträge aus einem Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 10.194 der im Vorjahr entkonsolidierten Tonerpartner International AG sowie Erträgen aus der Verschmelzung der Atramenti Holding GmbH in Höhe von TEUR 1.200. Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 309 (i. V. TEUR 0) resultieren aus den getätigten Investitionen in selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Der Personalaufwand (Löhne und Gehälter) betrug TEUR 7.324 (i. V. TEUR 5.193). Die Quote des Personalaufwands im Verhältnis zum Rohertrag lag mit 19,6 % über dem Vorjahresniveau in Höhe von 16,2 %. Der Konzern verstärkt sich zunehmend mit qualifizierten Mitarbeitern, um auch zukünftig den ständig steigenden technischen wie internationalen Herausforderungen im E-Commerce gewachsen zu sein. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich trotz expansiven Search Engine Advertising- und Marketingkampagnen sowie der allgemein ausgeweiteten Geschäftstätigkeit auf TEUR 26.063 und entsprechen damit dem Vorjahresniveau in Höhe von TEUR 26.063. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Werbe- und Marketingkosten in Höhe von TEUR 11.198 (i. V. TEUR 9.335), Kosten der Warengabe in Höhe von TEUR 5.129 (i. V. TEUR 4.357) und Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 2.202 (i. V. TEUR 1.832). Um die operative Leistung des Konzerns zu beurteilen, bewertet der Konzern die Ertragskraft nach dem EBITDA. EBITDA wird definiert als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Im Geschäftsjahr 2022 konnte der Konzern ein EBITDA in Höhe von TEUR 5.800 (i. V. TEUR 12.851 bzw. ohne Sondereffekt TEUR 1.457) erreichen. Die auf den Umsatz ermittelte EBITDA-Marge betrug 7,1 % (i. V. 19,2 %. bzw. ohne Sondereffekt 2,2 %). Die positive Entwicklung des EBITDA ist auf die Umsatzausweitung mit einer damit verbundenen Fixkostendregression zurückzuführen. Die im Lagebericht 2021 genannte positive Prognose für die Geschäftstätigkeit bzw. das EBITDA im Geschäftsjahr 2022 konnte aufgrund von nicht eingetretenen Sondereffekten nicht erreicht werden. Die Abschreibungen betrugen TEUR 11.364 (i. V. TEUR 9.826) und beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 11.067 (i. V. TEUR 9.564). Im Konzern sind die Gesellschaften HQ-Patronen GmbH, E-Commerce Fulfillment Solutions GmbH, TonerPartner Holding GmbH, Druckerpatronen.de Office GmbH direkt, und die TonerPartner GmbH indirekt über die TonerPartner Holding GmbH mit der Cyan AcquiCo GmbH in einer ertragsteuerlichen Organschaft verbunden. Aus dieser Organschaft heraus entstanden steuerliche Aufwendungen aufgrund der Zinsschranke in Höhe von TEUR 1.114. Demgegenüber stehen Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen für die Veranlagungszeiträume 2013 bis 2017 infolge einer abgeschlossenen Betriebsprüfung. Der Steueraufwand des Vorjahres in Höhe von TEUR 1.646 resultiert aus der im Vorjahr veräußerten TonerPartner International AG. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Geschäftsverlauf des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 mit Ausnahme des EBITDA in dem vom Management prognostizierten Ergebniskorridor lag und damit zu einer verbesserten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führte. 2.2.2.2. Finanzlage Der Cashflow des Konzerns wird nach den Grundsätzen des DRS 21 ermittelt. Im Geschäftsjahr betrug der Cashflow aus der operativen Tätigkeit TEUR 7.938 (i. V. TEUR 14.564), beeinflusst durch das positive EBIDTA sowie Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen TEUR 14.423 (i. V. TEUR 87.325) und resultieren im Wesentlichen aus den Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis sowie Investitionen in die digitale Infrastruktur. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug TEUR 7.025 (i. V. TEUR 77.440). Der Kapitalzufluss resultiert neben den Einzahlungen in die Kapitalrücklage des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 4.500, insbesondere aus den Einzahlungen von neuen Finanzkrediten in Höhe von TEUR 7.535 (Nettoposition, d. h. Ein- ./. Auszahlungen) zur Refinanzierung der Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit. Durch die positive Entwicklung des operativen Geschäfts der Tochtergesellschaften betrugen die Zahlungsmittel des Konzerns zum Ende des Geschäftsjahres 2022 TEUR 6.035. Darüber hinaus stehen dem Konzern Kreditlinien in Höhe von TEUR 7.000 zur Verfügung. Der Konzern beurteilt die zur Verfügung stehende Liquidität als ausreichend, um die fortlaufende Wachstumsstrategie zu finanzieren. Der Konzernabschluss wird unter der Annahme der Fortführung des Konzerns erstellt. 2.2.2.3. Vermögenslage Das Gesamtvermögen steigerte sich von TEUR 114.618 im Vorjahr um TEUR 6.303 auf TEUR 120.921 zum 31. Dezember 2022 Das Anlagevermögen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 3.059 auf TEUR 105.279 gestiegen, insbesondere aufgrund des Erwerbs der Druckerpatronen.de Office GmbH und des aus der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerts sowie der Investitionen in die digitale Infrastruktur des Unternehmens. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen ein neues Shop- und Produktmanagementsystem sowie Software zur Search Engine Optimization. Der Warenbestand (abzüglich erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen) betrug insbesondere aufgrund einer langfristigen Einkaufstrategie TEUR 5.401 (i. V. TEUR 3.457). Erhaltenen Anzahlungen auf Warenbestellungen wurden in Höhe von TEUR 993 (i. V. TEUR 598) vereinnahmt. Die Vorratsintensität (Vorratsvermögen / Bilanzsumme) führt mit 4,5 % (i. V. 3,0 %) zu einer gestiegenen aber immer noch vergleichsweise geringen Kapitalbindung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf TEUR 941 (i. V. TEUR 783) zum Bilanzstichtag. Die Zahlungsabwicklung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen über elektronische Zahlungsdienstleister, Kreditkarten und Vorauszahlungen. Darüber hinaus wurde Factoring unterjährig eingeführt und konsequent umgesetzt. Die liquiden Mittel betrugen TEUR 6.039 (i. V. TEUR 5.496). Die Veränderung der Zahlungsmittel wird unter Punkt 2.2.2.2 erläutert. Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag TEUR 46.213 und resultiert im Wesentlichen aus den Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 60.519 (i. V. TEUR 56.018). Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) beträgt 38,2 % (i. V. 46,3 %) zum Bilanzstichtag. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen resultiert insbesondere aus der teilweisen Auflösung einer Drohverlustrückstellung aufgrund eines geschlossenen Vergleichs in Höhe von TEUR 288 sowie der Auflösung der Rückstellung für Sozialabgaben in Höhe von TEUR 312 aufgrund einer unterjährig abgeschlossenen Betriebsprüfung der Deutsche Rentenversicherung. Darüber hinaus verminderte sich die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 578, da diese im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 im wesentlichen Teil über die Kreditoren abgegrenzt wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unter anderem infolge der geänderten Einkaufsstrategie sowie der zuvor beschriebenen Abgrenzung von ausstehenden Eingangsrechnungen um TEUR 6.670 auf TEUR 8.921 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Zugänge zum Konsolidierungskreis in Höhe von TEUR 61.303 (i. V. TEUR 52.965). 2.2.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.2.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Konzern verwendet verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns. Zentrale Kriterien zur Beurteilung der operativen Geschäftsentwicklung sind der Rohertrag, das EBITDA und der Finanzmittelfonds. Wir verweisen auf die Ausführungen im Abschnitt 2.2.2. 2.2.3.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (insbesondere ESG-bezogene Leistungsindikatoren) unterstützen das Management bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Konzerns. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bzw. ESG-bezogene Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Konzerns. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Demnach sind in dem Konzern keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren vorhanden, die für die Geschäftstätigkeiten der Tochtergesellschaften von wesentlicher Bedeutung sind. 2.2.4. Prognose-, Chancen und Risikobericht 2.2.4.1. Prognosebericht Für das Jahr 2023 geht das Management von einer Geschäftsentwicklung aus, die über der allgemein erwarteten Branchenentwicklung liegt. Gründe hierfür sind insbesondere die volatilen Bezugspreise und Materialverfügbarkeiten sowie die Marktposition der Gesellschaft am heimischen Markt. Wachstumsbeiträge erwartet das Management insbesondere aus den gezielten Marketingaktionen und der damit verbundenen Umsatzsteigerung in Höhe von TEUR 9.000 bis TEUR 11.500 bei Neu- und Bestandskunden. Der Rohertrag wird mit TEUR 40.000 bis TEUR 44.000 über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 liegen. Das geplante EBITDA der Gesellschaft wird mit TEUR 6.500 bis TEUR 8.000 über dem des Geschäftsjahrs 2022 liegen, insbesondere aufgrund der geplanten Rohertragsentwicklung und trotz nachhaltigen Investitionen in das Personal und Suchmaschinenmarketing zur Skalierung der operativen Tätigkeit. Für das Geschäftsjahr 2023 plant der Konzern mit einer Erhöhung des Finanzmittelfonds. Der positive Cashflow resultiert dabei insbesondere aus dem geplanten EBITDA. 2.2.4.2. Risikomanagementziele und -methoden Der Konzern versucht durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken zu reduzieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten. Neben Markt- und Konjunkturrisiken werden auch Betriebsrisiken (z. B. Liquidität) anhand verschiedenartiger Parameter quantifiziert. Zur Beobachtung der Marktentwicklung und zur Festlegung von Verkaufszielen werden im Wesentlichen die Auftragseingänge, Konjunkturdaten in den Zielmärkten und die Einschätzung der Vertriebskräfte herangezogen. Zur Minimierung der finanziellen Auswirkungen von Risiken durch eine Covid-19-Infektion innerhalb des Personals und eine damit verbundene Betriebsunterbrechung wurde das bestehende Hygienekonzept weiter optimiert und fortlaufend durch den Konzern überprüft. Ausstehende Forderungen werden regelmäßig überprüft und unter Berücksichtigung der Kundenbonität teilweise über Ausfallversicherungen rückgedeckt. Seit dem Geschäftsjahr 2022 werden die nicht über Vorkasse oder Zahlungsdienstleister gesicherten Forderungen zur Risikominimierung über eine Factoring-Gesellschaft abgewickelt. Zur Absicherung von erwarteten Zinssteigerungen am Markt hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 ein Gesellschafterdarlehen abgeschlossen. Zinsswapvereinbarung oder ähnliche derivative Finanzinstrumente hat die Gesellschaft nicht abgeschlossen. 2.2.4.3. Risikobericht 2.2.4.3.1. Covid-19-Pandemie Weiterhin wirkt sich das Virus Covid-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) aus und beeinflusst die Weltwirtschaft aufgrund der anhaltenden Null-Covid-Politik in China weiterhin in erheblichem Ausmaß. Aufgrund der weltweit unterschiedlich angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus werden voraussichtlich kurz- und mittelfristig die Auswirkungen reduziert werden. Die Gesellschaft könnte zeitverzögert von der vorübergehenden Kurzarbeit, einer steigenden Arbeitslosigkeit und einem damit verbundenen Nachfragerückgang betroffen sein. Neben den Auswirkungen auf die Konjunktur werden vor allem die Lieferketten weiterhin einem Stresstest ausgesetzt, dessen Folgen langfristig anhalten und auch die Lieferfähigkeit der Gesellschaft beeinträchtigen können. Die finanziellen Auswirkungen aufgrund von zusätzlichen Hygienemaßnahmen (z. B. Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Schulung von Mitarbeitern) erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe eines niedrigen Eurobetrags. 2.2.4.3.2. Krieg in der Ukraine und weltweite Inflation Am 24. Februar 2022 hat Russland einen flächendeckenden Angriff auf die Ukraine gestartet und mit Bombardierungen begonnen. Die Ukraine hat den Kriegszustand ausgerufen. Der Krieg führte zu einer weltweiten Störung von Lieferketten, steigenden Material-, Energie- und Frachtkosten und könnte zu einer weltweiten Rezession führen, wodurch der Konzern unmittelbar betroffen sein könnte. Die weltweite Inflation und damit verbundene Kostensteigerungen könnten zu einem Margenverfall führen, sofern der Konzern mögliche Kostensteigerungen nicht an die Kunden weiterbelasten kann. Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind gegenwärtig als gering quantifizierbar. 2.2.4.3.3. Logistik, Supply Chain und Versand Erneut steigende Transport-, Porto- und Frachtaufwendungen und eine höhere Retourenquote könnten zu einer Verminderung des EBITDA führen. Einige Unternehmen im E-Commerce beteiligen zwischenzeitlich die Endkunden an anfallenden Porto- und Retourenaufwendungen. Der Konzern könnte mit einem ähnlichen Konzept den steigenden Kosten begegnen. 2.2.4.3.4. Marktentwicklung Das Substitutionsrisiko durch andere Pure-Player oder Online-Marktplätze im Bereich Druckerpatronen, Tonern und Druckerzubehör kann als möglich klassifiziert werden. Der Konzern konnte jedoch in der Vergangenheit zügig expandieren und aufgrund des starken Umsatzwachstums Marktanteile hinzugewinnen. Ein breites Produktsortiment mit einem hohen Anteil an Eigenmarken, eine hohe Produktverfügbarkeit, ein sehr guter, landesspezifischer Kundenservice sowie Online-Marketing-Kompetenz liegen der hohen Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zu Grunde. Die beginnende Marktakzeptanz und damit verbundene Onlinebestellungen über Smart-Speaker bergen für den Konzern das Risiko eines geringeren Artikelabsatzes, da die Smart Speaker insbesondere auf breit aufgestellte Online-Marktplätze, wie beispielsweise Amazon und deren Eigenmarken zugreifen könnten. Kurzfristig geht der Konzern davon aus, dass sich die Konkurrenzsituation in diesem Jahr vermehrt gegenüber dem Vorjahr auswirkt. 2.2.4.3.5. IT-Risiken Ein Risiko im E-Commerce stellen sogenannte Hacker-Angriffe dar, die das Ziel haben, die Geschäftstätigkeit von Unternehmen zu schädigen und Nutzer- und Kundendaten auf kriminelle Weise zu erbeuten. Derartige Angriffe könnten die Geschäftstätigkeiten der Tochtergesellschaften des Cyan AcquiCo Konzerns so schädigen, dass es zu Umsatzrückgängen kommen könnte. Zur Abwehr möglicher Hacker-Angriffe verfügt der Konzern über in IT-Sicherheit erfahrene Mitarbeiter und bedient sich darüber hinaus externer Berater, um die maximal mögliche IT-Sicherheit für sich und ihre Kunden zu gewährleisten. Ebenfalls könnte ein Ausfall der IT-Systeme zur Gefährdung der Geschäftstätigkeiten der Tochtergesellschaften führen. Hiergegen sichert sich der Konzern über die eigene IT-Abteilung durch fortlaufende Datensicherung und Back-ups sowie dem Aufbau eines komplexen Sicherheitsnetzes ab. Ein Notfallplan, aufgestellt durch die IT-Abteilung des Konzerns, sichert die schnelle Betriebsbereitschaft nach möglichen Problemen im IT-Bereich. Der Konzern hat zur Begrenzung des Risikos im Geschäftsjahr 2021 Cyber Versicherungen abgeschlossen. 2.2.4.3.6. Digital statt drucken Immer mehr Druckerzeugnisse werden durch digitale Alternativen verdrängt, immer mehr Werbebudgets von Offline- auf Online-Medien umgeschichtet. Dieser Trend wirkt sich schon seit Jahren negativ auf die Branche der Gesellschaft aus, die durch hohen Wettbewerbsdruck und immer anspruchsvollere Aufträge vor weiteren Herausforderungen steht. Hinzu kommen die deutlich gestiegenen Energiepreise und andere Belastungen, wie Strafzölle auf chinesische Papierimporte. Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind gegenwärtig nicht quantifizierbar. 2.2.4.4. Chancenbericht Die wesentlichen Chancen des Konzerns liegen in der stetig steigenden Bereitschaft von Kunden, Konsumgüter über das Internet zu erwerben. Durch die über Jahre hinweg erreichte Position der Tochtergesellschaften als Pure-Player E-Commerce Spezialisten für Druckerpatronen, Tonern und Druckerzubehör in Europa, partizipiert der Konzern dabei durch die erarbeitete Sichtbarkeit im Internet sowie von der sofortigen Lieferfähigkeit eines Großteils der gehandelten Produkte. Die zusätzliche Ausweitung des Vertriebs über Online-Marktplätze bietet die Chance eines höheren Artikelabsatzes aufgrund der Erreichbarkeit weiterer Käuferschichten. In der Ausweitung des Produktangebots auf Nischenprodukte im Bereich Druckerpatronen, Tonern und Druckerzubehör und der Intensivierung des sogenannten B2B-Geschäftes ergeben sich zukünftig neben der weiteren Internationalisierung ebenfalls weitere Marktchancen. Die Gesamtbewertung für den Konzern zeigt keine Bedrohung aufgrund individueller Risiken oder aggregierter Risikopositionen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Darüber hinaus wurden keine realistischen Chancen identifiziert, die dazu führen könnten, dass der Konzern seine Prognose deutlich übertrifft.
Hattingen, 16. Mai 2023 Cyan AcquiCo GmbH Geschäftsführung gez. Oliver Ahrens gez. Manuel Schäfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022der Cyan AcquiCo GmbH, HattingenAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022der Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022der Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen1. Vorbemerkung Die Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen, (Amtsgericht Essen, HRB 32156), ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt. 2. Abgrenzung des Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen, sowie sieben inländische und ein ausländisches Tochterunternehmen einbezogen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich bei den vollkonsolidierten Unternehmen die folgenden Veränderungen ergeben: Inland Mit Verschmelzungsvertrag vom 13. Oktober 2021 wurde die Tochtergesellschaft Atramenti Holding GmbH, Hattingen, rückwirkend im Zuge einer Verschmelzung ohne Kapitalerhöhung zum 1. Januar 2021 auf die Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen, verschmolzen. Dementsprechend bilden die Beteiligungsbuchwerte der in der Atramenti Holding GmbH initial gehaltenen Beteiligungen an den Tochtergesellschaften (TEUR 36.900) und mittelbar über die TonerPartner Holding GmbH gehaltenen Enkelgesellschaften (TEUR 16.875) den Ausgangspunkt für die Erstkonsolidierung des Konzerns zum 28. Januar 2021. Die Druckerpatronen.de Office GmbH, Hattingen, wurde im Konzerngeschäftsjahr 2022 erworben. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 1. April 2022. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in einer separaten Aufstellung einzeln aufgeführt. Diese Aufstellung des Anteilsbesitzes ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs (Anlage 5). 3. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses bzw. der Stichtag des Teilkonzernabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Hiervon ausgenommen ist der Abschlussstichtag der Rousselle.com S.á r. l., Amiens, Frankreich, zum 30. Juni. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Aus der Erstkonsolidierung ergab sich ein Zugang zu den Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von TEUR 102.120. Die Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung werden über einen Zeitraum von 10 Jahren bzw. auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei den Geschäfts- oder Firmenwerten war im Konzerngeschäftsjahr keine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag erforderlich. Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung der konzerninternen Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen wurden erfolgswirksam eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert. Zwischenergebnisse aus Vorratsbeständen aus konzerninternen Lieferungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Durchschnittsermittlung erfolgt vereinfachend mit dem Mittelwert der Abrechnungsperiode. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten der auf fremde Währung lautende Abschlüsse von voll einbezogenen Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des Eigenkapitals von in fremder Währung geführten Gesellschaften ergeben, werden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung beachtet. 4. Rechnungslegungsgrundsätze Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Grundsätzen des HGB und des GmbHG mit Ausnahme der erstmaligen Ausübung des Aktivierungswahlrechts für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Anhang ist teilweise in TEUR aufgestellt. Im Geschäftsjahr wurden erstmalig Entwicklungsleistungen in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von EUR 309.388,00 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungseinzelkosten sowie bezogene Fremdleistungen. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zehn Jahren vorgenommen. Ausgenommen hiervon sind die aktivierten Onlineshops. Diese haben eine unbestimmte Restlaufzeit und werden dementsprechend nicht planmäßig abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen 3 und 10 Jahren. Abnutzbare bewegliche geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG sofort im Jahr des Zugangs abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten nach dem Durchschnittsverfahren einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Erforderliche Abschläge wegen Gängigkeit, Lagerdauer und technischem Zustand sind im Rahmen der Bewertung berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden gem. § 268 Abs. 5 HGB von den Waren offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Es bestehen keine wesentlichen Rückstellungen (> TEUR 30) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, so dass diese vereinfacht nicht mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst wurden. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB für aktive latente Steuern wurde nicht in Anspruch genommen. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden mit latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen verrechnet und zusammengefasst ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Forderungen in Fremdwährung bestehen nicht. 5. Erläuterungen zur Bilanz 5.1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 5.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.2.1. Restlaufzeiten
5.3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Zahlungsdienstleistern. 5.4. Rechnungsabgrenzungsposten In dem Posten ist ein Disagio in Höhe von EUR 1.637 (i. V. TEUR 1.839) enthalten. 5.5. Eigenkapital Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 330.957,00 einer Ausschüttungssperre. Passive latente Steuern infolge der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sind in der Bilanz in Höhe von EUR 112.028,00 ausgewiesen. Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 218.929,00. 5.6. Rückstellungen 5.6.1. Zusammensetzung der Rückstellungen Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für:
5.7. Verbindlichkeiten 5.7.1. Restlaufzeiten
5.7.2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenüblichen Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. 5.7.3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Verbindlichkeiten Die Cyan AcquiCo GmbH hat zum Erwerb der zum 28. Januar und 1. August 2021 erstmalig konsolidierten Unternehmen Darlehen in Höhe von nominal TEUR 52.956 aufgenommen, welche zum 31. Dezember 2022 mit nominal TEUR 54.091 (i. V. TEUR 52.633) valutierten. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2022 ein weiteres Darlehen in Höhe von TEUR 7.535 aufgenommen. Diesen Kreditverträgen sind die zum 28. Januar 2021 erworbenen Konzerngesellschaften beigetreten und haben die Mithaftung übernommen. Zur Besicherung der Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 62.105 hat der Konzern bewegliche Vermögensgegenstände und Rechte sowie gegenwärtige und zukünftige Forderungen als Sicherheit abgetreten. Darüber hinaus hat der Konzern zur Besicherung des o. g. Darlehen ihre gegenwärtigen und zukünftigen Guthaben bei Kreditinstituten verpfändet. 5.8. Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen in den Jahresabschlüssen und den steuerrechtlichen Wertansätzen für Geschäfts- oder Firmenwerte aus Asset Deals, selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen und Drohverlustrückstellungen berücksichtigt. Bei dem resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert aus der Verschmelzung der Atramenti Holding GmbH im Jahresabschluss der Cyan AcquiCo GmbH wurde in Übereinstimmung mit dem IDW RS HFA 42 auf die Bildung von latenten Steuern verzichtet. Latente Steuern gemäß § 306 HGB aufgrund von Konsolidierungsbuchungen bestehen nicht. Bei einbezogenen inländischen Kapitalgesellschaften beträgt der Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer insgesamt 31,3 %. Der länderspezifische Steuersatz der ausländischen Tochtergesellschaft beträgt 26,5 %. Die sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wurde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt.
6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 6.1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden vollständig aus dem Verkauf von Druckerpatronen, Tonern und Druckerzubehör erzielt. Insgesamt erzielte der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 81.545 (i. V. TEUR 66.972). Dabei wurden 68,1 % (i. V. 69,6 %) der Umsätze im Inland in Höhe von TEUR 55.566 (i. V. TEUR 46.612), 9,7 % (i. V. 16,3 %) im europäischen Ausland in Höhe von TEUR 7.868 (i. V. TEUR 10.918) und 22,2 % (i. V. 14,1 %) im Drittland in Höhe von TEUR 18.111 (i. V. TEUR 9.442) erzielt. 6.2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 600 (i. V. TEUR 2) insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 554 (i. V. TEUR 108). Aus der Währungsumrechnung resultieren keine unrealisierten Kursgewinne. 6.3. Personalaufwand Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
6.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 87 (i. V. TEUR 66) insbesondere aus Rechnungen für Vorjahre ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 423 (i. V TEUR 96). Aus der Währungsumrechnung resultieren keine unrealisierten Kursverluste. 6.5. Erstattungen von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Erstattungen von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 612 (i. V. TEUR 3). Die Steuerrückstellungen wurden aufgrund des Abschlusses einer Betriebsprüfung für Risiken für die vororganschaftlichen Veranlagungszeiträume 2013 bis 2017 aufgelöst. 7. Sonstige Angaben 7.1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Darlehens- sowie Miet- und Leasingverpflichtungen. Die künftigen Zahlungen bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge haben folgende Fälligkeiten:
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 13.816 (i. V. TEUR 14.034). 7.2. Beteiligungsverhältnisse Hinsichtlich der Beteiligungen der Gesellschaft verweisen wir auf die gesonderte Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB, die integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. 7.3. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind: Oliver Ahrens (CEO), Kaufmann, Hattingen Manuel Schäfer (CIO), Kaufmann, Ennepetal (seit 18. April 2023) Entsprechend § 286 Abs. 4 HGB wurden die in § 285 Nr. 9a und b HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane unterlassen, da anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitglieds dieses Organs festgestellt werden können. 7.4. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt TEUR 119. 7.5. Mutterunternehmen Das Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 Satz 1 HGB der Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen, ist die Cyan HoldCo GmbH mit Sitz in Hattingen, die den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt. Die Cyan AcquiCo GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss wird von der Cyan AcquiCo GmbH GmbH unter www.bundesanzeiger.de dauerhaft veröffentlicht. 7.6. Offenlegungserleichterungen Für folgende Gesellschaften werden die Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen: TonerPartner Holding GmbH, Hattingen TonerPartner GmbH, Hattingen E-Commerce Fulfilment Solutions GmbH, Hattingen TintenCenter GmbH, Hattingen HQ-Patronen GmbH, Seeveta lToMaxIm.com GmbH, Hattingen Druckerpatronen.de Office GmbH, Hattingen
Hattingen, 16. Mai 2023 Cyan AcquiCo GmbH Geschäftsführung gez. Oliver Ahrens gez. Manuel Schäfer Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen, im Geschäftsjahr 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB der Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen, zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung der Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen, für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel im Geschäftsjahr 2022Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen, - und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Cyan AcquiCo GmbH, Hattingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 16. Mai 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
gez. Torsten Janßen, Wirtschaftsprüfer gez. Tobias Schmelter, Wirtschaftsprüfer Die Billigung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 10. Juni 2023. |
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