Solar Millennium AGLiquidiert
91052 Erlangen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Belte seit 25.1.2005 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Solar Millennium Verwaltungs GmbHAufgelöst | 100.00% |
Ibersol Verwaltungs GmbHAufgelöst | 100.00% |
SM USA 2 GmbHAufgelöst | 100.00% |
Ibersol Kraftwerks GmbHAufgelöst | 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Solar Millennium AGErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2008 bis zum 31.10.2009Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008/2009Solar Millennium AGUnternehmensstruktur Ein substanzieller Bestandteil des Geschäftsmodells von Solar Millennium zur Unternehmensfinanzierung ist der Verkauf von Anteilen an den von der Gruppe entwickelten Solarkraftwerksprojekten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 konnte Solar Millennium eine Reihe dieser Anteilsverkäufe erfolgreich abschließen. Dadurch hat sich vor allem die Beteiligungsstruktur an den europäischen Pionierprojekten Andasol 1 und 2 sowie an den Folgeprojekten in Spanien, Andasol 3 und Ibersol, verändert. Die von der Solar Millennium-Gruppe gehaltenen Anteile an den Kraftwerksgesellschaften von Andasol 1 und 2 in Höhe von jeweils 25% wurden an die spanische ACS/Cobra-Gruppe veräußert. Zugleich wurde damit das ursprünglich vorgesehene Fondskonzept für Andasol 1 und 2 nicht weiterverfolgt. ACS/Cobra war der Partner bei der Realisierung der von Solar Millennium entwickelten Solarkraftwerke Andasol 1 und 2 und hatte in der Vergangenheit schon die übrigen Anteile an diesen beiden Kraftwerksprojekten von Solar Millennium erworben. Im Mai 2009 hat Solar Millennium die Projektgesellschaft des Parabolrinnen-Kraftwerks Andasol 3, die Marquesado Solar S.L., an die Solanda GmbH veräußert, die zu 61,5% von der Ferrostaal AG, Essen, und zu 38,5% von Solar Millennium selbst gehalten wird. Im Juli unterzeichneten die Stadtwerke München, RWE Innogy und RheinEnergie einen Vertrag zum Einstieg in die Projektgesellschaft Marquesado Solar S.L. Gemäß diesem Vertrag fällt den Energieversorgern damit insgesamt ein Anteil von 74% an Andasol 3 zu, während die übrigen 26% im Besitz der Solanda GmbH und über diese Gesellschaft zu gleichen Teilen von jeweils 13% bei Ferrostaal und Solar Millennium verbleiben. Die aus dieser Beteiligung fließenden Genussrechte wurden an die Fondsgesellschaft Andasol Fonds GmbH & Co. KG veräußert. Im Januar 2009 hat Solar Millennium 50% der Anteile an der Projektgesellschaft des Parabolrinnen-Kraftwerks Ibersol, Ibersol Electricidad Solar S.L., von NEO Energía, einem Tochterunternehmen der Energias de Portugal S.A. (EDP), zurück erworben, nachdem sich herausgestellt hatte, dass sich die EDP in Zukunft vorwiegend auf andere Bereiche regenerativer Energienutzung konzentrieren wird. Am Ende der Geschäftsperiode hat Solar Millennium die Projektgesellschaft schließlich zu 50% an die Ibersol Kraftwerks GmbH veräußert. Die Ibersol Kraftwerks GmbH mit Sitz in Erlangen ist ein zu gleichen Teilen gehaltenes Gemeinschaftsunternehmen von Solar Millennium und der Beteiligungsgesellschaft Cross Capital AG, Zug (Schweiz). Im November 2009 erfolgte die Vorregistrierung der Projekte Andasol 3 und Ibersol, wodurch der staatlich garantierte Einspeisetarif für beide Kraftwerke gesichert ist. Die erhöhte Investitionssicherheit in Folge der behördlichen Vorregistrierung erleichtert den Einstieg zusätzlicher Partner in das Projekt Ibersol nach dem Vorbild von Andasol 3. Strukturelle Veränderungen gab es auch innerhalb der Solar Millennium-Gruppe im Zuge der Zusammenführung von Technologie und Kraftwerksbau. Hier sollen zukünftig die Synergieeffekte zwischen der Technologietochter, Flagsol, und dem Joint Venture, MAN Solar Millennium, genutzt werden. In den USA findet diese Vereinigung Ausdruck durch die Gründung des Solar Trust of America LLC (STA) zur Stärkung der Marktposition von Solar Millennium in den USA. Solar Millennium hat damit auf die stark steigende Nachfrage nach solarthermischer Stromerzeugung in den USA reagiert. Alle Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt werden seither in dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Ferrostaal AG gebündelt. Solar Millennium hält über verbundene Unternehmen Anteile in Höhe von insgesamt 70% an STA. Die übrigen 30% werden von der Ferrostaal Inc., Cleveland (Ohio), ein verbundenes Unternehmen der Ferrostaal AG, Essen, gehalten. Solar Millennium hat die bisherige amerikanische Projektentwicklungsgesellschaft Solar Millennium LLC, Berkeley, als Tochtergesellschaft des STA in das Gemeinschaftsunternehmen mit eingebracht. Die Solar Millennium LLC verfügt bereits über langfristige Stromabnahmeverträge, so genannte Power Purchase Agreements (PPA), von bis zu drei Parabolrinnen-Kraftwerken mit einer Leistung von jeweils 242 MW in Kalifornien und kooperiert mit Nevada Energy bei der Entwicklung von Projekten in der Amargosa-Wüste. Darüber hinaus sind weitere Projekte geplant. STA wird die Entwicklung von Projekten in den südwestlichen Bundesstaaten der USA intensivieren und deckt mit den Geschäftsbereichen Projektentwicklung, -finanzierung, Engineering, Kraftwerksbau und Betrieb von Kraftwerken die gesamte Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke in den USA ab. Zur Finanzierung der Wachstumspläne des STA werden derzeit verschiedene Optionen für die Eigenkapitalausstattung in den USA geprüft. Für alle anderen weltweiten Projekte wird zukünftig die "neue Flagsol" zuständig sein. In dieser werden die Tochtergesellschaften Flagsol und MAN Solar Millennium schrittweise zusammengeführt. In einem ersten Schritt wurde die Flagsol GmbH, Köln, als Tochtergesellschaft in die MAN Solar Millennium GmbH, Essen, eingebracht. Durch Sacheinlage ihrer bisherigen hundertprozentigen Technologietochter Flagsol in dieses Unternehmen hat Solar Millennium ihre Anteile an MAN Solar Millennium von 50 auf 74,9% erhöht. 25,1% an MAN Solar Millennium verbleiben im Besitz von Ferrostaal. In einem zweiten Schritt werden MAN Solar Millennium und Flagsol zu einem Unternehmen verschmolzen. Das neue Unternehmen wird nach der Verschmelzung unter dem Namen Flagsol GmbH mit Hauptsitz in Köln firmieren. Ziel dieser Zusammenführung ist es, durch die Hebung von Synergien die Effizienz bei der Realisierung von Parabolrinnen-Kraftwerken zu steigern und gleichzeitig die Stromerzeugungskosten deutlich zu senken. Um die Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken im Nahen Osten und insbesondere in Israel voranzutreiben, hat Solar Millennium mit der Solar Millennium Israel, Ltd. eine neue regionale Projektentwicklungstochter in Tel Aviv gegründet. Israel beabsichtigt in den nächsten zehn Jahren solarthermische Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 4.000 bis 6.000 MW Leistung zu errichten und hierfür entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Solar Millennium stellt sich in Israel frühzeitig auf, um rechtzeitig mit der Entwicklung solarthermischer Kraftwerke beginnen und somit auch in dieser Region wieder seiner Pionierrolle gerecht werden zu können. Bereits jetzt beteiligt sich Solar Millennium in Israel zusammen mit Partnerunternehmen an Ausschreibungen für zwei solarthermische Kraftwerke mit einer Leistung von jeweils 80 bis 125 MW. Gegenstand der Ausschreibungsverfahren, die beide noch nicht abgeschlossen sind, ist der Bau von vordefinierten Kraftwerken. Die neu gegründete Gesellschaft wird hingegen, wie bereits in Spanien und den USA, eigene Projekte entwickeln, also Land sichern, Genehmigungen einholen und Stromabnahmeverträge verhandeln. Solar Millennium hält 75% der Anteile an der neu gegründeten israelischen Projektentwicklungstochter. Die übrigen 25% werden vom israelischen Unternehmer Alon Beer gehalten, der bereits im Bereich Infrastruktur und Energie tätig ist und auch die Geschäftsführung von Solar Millennium Israel übernimmt. Forschung & Entwicklung Die technologische Spitzenposition ist einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile von Solar Millennium. So investiert das Unternehmen auch einen wesentlichen Teil seiner Kapazitäten in den Bereich Forschung & Entwicklung, um stets den neusten Stand der Technologie in höchster Qualität anbieten zu können. Eine der wichtigsten technologischen Innovationen im vergangenen Geschäftsjahr war die neue Kollektorgeneration HelioTrough. Mit einer Aperturbreite von knapp 7 m überragt der HelioTrough die Vorgänger-Version Skal-ET um rund 20%. Durch diese größere Dimension und ein entsprechend angepasstes Absorberrohr sowie die im Vergleich zu bisherigen Kollektoren effizientere Montage sollen die Investitionskosten insgesamt um 15-20% gesenkt werden. Während des vergangenen Geschäftsjahres wurde eine Testschleife dieser neuen Kollektorgeneration aufgebaut und in das US-amerikanische Parabolrinnen-Kraftwerk SEGS V in Kramer Junction integriert. Der anstehende Testlauf in den USA soll Aufschluss über die verbesserten Eigenschaften des HelioTroughs unter normalen Betriebsbedingungen geben. Eine Variante bei der Wärmeübertragung ist das direkte Aufheizen der als Speichermedium eingesetzten Salzschmelze im Kollektorfeld. Die Vorteile hierbei wären zum einen, dass die Salzschmelze auf höhere Temperaturen als das bisher eingesetzte Thermoöl erwärmt werden könnte, was einen höheren Systemwirkungsgrad zur Folge hat. Zum anderen könnten das Thermoöl im Kollektorkreislauf sowie die Wärmetauscherstufe zur Beladung der Speichertanks eingespart werden. Nachdem eine Machbarkeitsstudie von Solar Millennium gezeigt hatte, dass beides wichtige Faktoren zur weiteren Kosteneinsparung sind, soll dieses Verfahren nun im laufenden Geschäftsjahr im Feldtest erprobt werden. Auch beim alternativen Konzept, der Direktverdampfung, gab es weitere Fortschritte. Hierbei wird der für den Antrieb der Turbine benötigte Heißdampf direkt in den Absorberrohren des Solarfeldes erzeugt. Auf diese Weise können höhere Temperaturen und damit ein höherer Wirkungsgrad erreicht werden. Außerdem würden neben dem Thermoöl auch der Wärmetauscher zwischen dem konventionellen Kraftwerksblock und dem Solarfeld entfallen, wodurch sich die Kosten voraussichtlich deutlich reduzieren ließen. In der abgelaufenen Berichtsperiode hat das Bundesministerium für Umwelt mit einem positiven Förderbescheid auf einen Antrag von Solar Millennium reagiert. Im Frühjahr sollen erste Ergebnisse zu den kommerziellen Erfolgsaussichten dieser Technik unter Berücksichtigung eines Speichers vorliegen. Außerdem wird ein kleiner Teil des Solarfeldes von Andasol 3 für den Feldtest der Direktverdampfung vorgesehen. Als eine Spezialanwendung hat Solar Millennium außerdem das Potenzial von Parabolrinnen-Anlagen zur industriellen Dampfbereitstellung untersucht. Auf Nachfrage mehrerer OPEC-Staaten in den vergangenen Jahren hat Solar Millennium eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung von solarthermisch generiertem Heißdampf für die effizientere Erdölförderung in ausgeschöpften Reservoirs erstellt. Dabei soll die Effizienz der Erdölförderung dadurch erhöht werden, dass heißer Dampf unter hohem Druck in die Lagerstätten injiziert wird, um auch die ansonsten im Reservoir zurückbleibenden, z. T. erheblichen Restbestände an Erdöl noch fördern zu können. Der Einsatz von Solarenergie zur Dampferzeugung würde eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zur konventionellen Dampferzeugung mittels fossiler Brennstoffe darstellen. Derzeit befindet sich Solar Millennium in den Endverhandlungen für die vertragliche Vereinbarung zu Auslegung und Bau einer Demonstrationsanlage. Die in der letzten Berichtsperiode durchgeführte Wirtschaftlichkeitsanalyse für die ohne Kühlwasser auskommenden Aufwindkraftwerke hat ergeben, dass die durchschnittlichen Stromgestehungskosten auf Basis dieser Technologie im derzeitigen Marktumfeld noch nicht ganz an die der Parabolrinnen-Technologie heranreichen. Deshalb setzt Solar Millennium den Schwerpunkt bis auf Weiteres auf die Optimierung der konzentrierenden Solarsysteme. Dazu gehören neben der Parabolrinnen-Technologie auch der Ausbau von Analyse und Know-how zum Bau von Turmkraftwerken. Sollte sich herausstellen, dass die wirtschaftlichen oder geografischen Anforderungen den Einsatz eines Aufwindkraftwerks rechtfertigen, könnte Solar Millennium dieses Konzept jederzeit wieder aufgreifen und in einer Demonstrationsanlage umsetzen. Beim Betrieb eines solarthermischen Kraftwerks kann ein Teil der benötigten Wärme durch ein zusätzliches Befeuerungssystem, das so genannte Co-Firing, bereit gestellt werden. Zusammen mit dem thermischen Speicher erlaubt dieses Prinzip das Kraftwerk rund um die Uhr zu betreiben, also auch nachts oder in Zeiten geringer Solareinstrahlung. Um auch hierfür nicht auf fossile Energieträger zurückgreifen zu müssen, untersucht Solar Millennium verschiedene Wege der Einbringung von Biomasse in solarthermische Systeme. Am weitesten ausgereift ist das Konzept des "Blauen Turms". Die zugrunde liegende Technologie beruht auf dem Prinzip der gestuften Reformierung, mit deren Hilfe das so genannte "Blaue Gas", ein wasserstoffreiches Produktgas aus der thermischen Zersetzung (Pyrolyse) von organischen Reststoffen, erzeugt wird. Als Eingangsstoffe dienen sämtliche unbehandelten biologischen Reststoffe, wie beispielsweise forstwirtschaftliche Abfälle, Olivenkerne oder Hühnermist. Derzeit baut Solar Millennium in Herten eine vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Demonstrationsanlage auf dem Gelände der ehemaligen Zeche "Ewald", bei der Reststoffe aus der Land- und Forstwirtschaft als Eingangsstoff verwendet wird. Das erzeugte "Blaue Gas" soll zu einem Teil zur Stromerzeugung in einem Blockheizkraftwerk genutzt werden. Ein anderer Teil soll zu Wasserstoff veredelt und dem angrenzenden Wasserstoffkompetenzzentrum bereitgestellt werden. Mit einer thermischen Leistung von 13 Megawatt wird der Blaue Turm insgesamt rund 12.000 Haushalte und somit etwa 20 Prozent der Haushalte der Stadt Herten mit nachhaltig produziertem Strom versorgen. Solar Millennium verfügt über eine exklusive Lizenz für den weltweiten Vertrieb dieser Technologie, die bereits zum jetzigen Zeitpunkt international auf großes Interesse stößt. Ertragslage Umsatz Solar Millennium konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2008/09 deutlich steigern. Nach € 14,7 Millionen im Vorjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen gegenüber dem Vorjahr mehr als fünfmal höheren Konzern-Umsatz von € 84,3 Millionen. Im Berichtsjahr 2008/2009 konnten zahlreiche Anteilsverkäufe erfolgreich abgeschlossen werden. Neben den kompletten Anteilen an der Marquesado Solar S.L. konnten auch 50% der Projektgesellschaft Ibersol Electricidad Solar Iberica S.L. erfolgreich verkauft werden. Einen wesentlichen Beitrag zum Umsatz leistete auch der im Herbst aufgelegte Solarfonds. Für diesen Fonds wurde auf Ebene der Andasol 3 Kraftwerks GmbH ein Genussrecht gebildet und von der Solar Millennium AG an die Andasol Fonds GmbH & Co. KG verkauft. Betriebsergebnis Das operative Ergebnis von € 46,5 Millionen liegt ebenfalls deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres von € 5,2 Millionen. Die Bestandsveränderung in Arbeit befindlicher Aufträge in Höhe von € 2,1 Millionen (Vorjahr: € 0,5 Millionen) besteht im Wesentlichen aus der Aktivierung von Kosten im Zusammenhang mit der Projektentwicklung spanischer Projekte. Diese Bestandsveränderung spiegelt sich in der Bilanz in der Veränderung des Vorratsvermögens wider. Der Materialaufwand umfasst nicht nur den Einkauf von Waren und Dienstleistungen sondern auch erstmals die Buchwertabgänge im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile an Beteiligungen und des Genussrechts. In Vorjahren wurden die Buchwertabgänge unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wegen des unmittelbaren Zusammenhangs mit der Umsatzentwicklung erhöht die Ausweisänderung die Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen. Die genannten Aufwendungen stiegen von € 2,5 Millionen auf € 49,8 Millionen. Davon entfielen € 8,1 Millionen (Vorjahr: € 2,5 Millionen) auf den Einkauf von Waren und Dienstleistungen, insbesondere für projektentwicklungsbezogene Dienstleistungen und die Lieferung von projektbezogenen Komponenten. Der Restbetrag von € 41,7 Millionen (Vorjahr: € 0,0 Millionen) resultiert aus dem Verkauf der Anteile und den damit korrespondierenden Buchwertabgängen. Aufgrund des starken Unternehmenswachstums und dem damit zusammenhängenden Anstieg der Mitarbeiterzahl erhöhte sich der Personalaufwand von € 2,5 Millionen auf € 3,5 Millionen. Im Berichtszeitraum nahm die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 8 auf 34 zu. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen typische Aufwendungen wie z.B. Reisekosten, Verwaltungskosten sowie Rechts- und Beratungskosten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg diese Position von € 4,4 Millionen auf € 10,5 Millionen. Der starke Anstieg dieser Aufwendungen relativiert sich vor dem Hintergrund der geschilderten Personalentwicklung und der Durchführung einiger beratungsintensiver Transaktionen. Für die gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen, den Verkauf der Projektgesellschaften sowie die Fondskonzeption wurden in einem erheblichen Umfang externe Dienstleister mit eingebunden. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 34.680 (Vorjahr: TEUR 274) ergeben sich ausschließlich aus der im Geschäftsjahr erfolgten Sacheinlage sämtlicher Anteile an der Flagsol GmbH in die MAN Solar Millennium GmbH gegen Gewährung von Anteilen. Sie entsprechen dem Unterschied zwischen dem Verkehrswert und dem ursprünglichen Buchwert der Anteile an der Flagsol GmbH. Finanzergebnis Die Position Zinsaufwand und ähnliche Aufwendungen in Höhe von € 12,2 Millionen (Vorjahr: € 8,7 Millionen) wird im Wesentlichen durch den Zinsaufwand für die emittierten Anleihen bestimmt. Diese stiegen durch das erhöhte Anleihevolumen im Betrachtungszeitraum an. Wegen eines insgesamt rückläufigen Zinsniveaus gingen die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge von € 7,3 Millionen auf € 5,1 Millionen zurück. Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss vor Steuern belief sich auf € 46,5 Millionen (Vorjahr: € 5,3 Millionen). Nach Steuern ergab sich ein Überschuss von € 46,4 Millionen (Vorjahr: € 3,5 Millionen) Die geringe Steuerquote resultiert zentral aus der weitgehenden Steuerfreiheit der im Geschäftsjahr aus Beteiligungsveräußerungen realisierten Gewinne sowie der steuerlichen Neutralität der Beteiligungserträge. Vermögenslage Durch die starke Ausweitung der Geschäftstätigkeit stieg die Bilanzsumme von € 244,0 Millionen auf € 356,9 Millionen. Insbesondere das Umlaufvermögen erhöhte sich deutlich von € 145,7 Millionen auf € 226,6 Millionen zum Ende des Geschäftsjahres. Anlagevermögen Das Anlagevermögen erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich von € 98,0 Millionen auf € 130,1 Millionen. Dies ist vorwiegend durch den Anstieg der Finanzanlagen von € 97,5 Millionen auf € 129,6 begründet. Insbesondere durch die Aufstockung der Anteile an der MAN Solar Millennium GmbH und durchgeführte Kapitalerhöhungen in die amerikanische Tochtergesellschaft stiegen die Anteile an verbundenen Unternehmen von € 47,4 Millionen auf € 90,2 Millionen. Dagegen konnten die Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Wesentlichen durch den Verkauf der drei Andasol Kraftwerke deutlich von € 43,6 Millionen auf € 7,3 Millionen reduziert werden. Wobei es sich im Fall von Andasol 3 lediglich um eine Umgliederung in die Ausleihungen an Beteiligungen handelt. Die Erhöhung der Anteile an der MAN Solar Millennium führte zu einem Rückgang der Beteiligungen, da dieses Unternehmen nunmehr ein verbundenes Unternehmen darstellt. Durch die bereits genannte Umgliederung stiegen die Ausleihungen an Beteiligungen von Andasol 3 von € 0,6 Millionen auf € 31,1 Millionen. Umlaufvermögen Aus dem erweiterten Geschäftsvolumen ergab sich eine deutliche Steigerung des Umlaufvermögens von € 145,7 Millionen auf € 226,6 Millionen. Diese resultiert im Wesentlichen aus der starken Zunahme der Forderungen aus Lieferung und Leistung. Insbesondere durch die durchgeführten Anteilsverkäufe stiegen diese von € 21,3 Millionen auf € 108,0 Millionen. Sämtliche Forderungen haben Zahlungsziele von unter einem Jahr. Die geleisteten Anzahlungen betrugen zum Ende des Geschäftsjahrs € 13,9 Millionen (31.10.2008: € 13,5 Millionen). Die Anzahlungen betreffen die Vorfinanzierung von Komponenten für Andasol 3 und Ibersol. Die Solar Millennium AG verfügte am Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von T€ 96,2 Millionen (Vorjahr: T€ 106,3 Millionen). Diese setzen sich aus der Position Wertpapiere sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zusammen. Bei den Wertpapieren € 47,5 Millionen (Vorjahr: € 40,8 Millionen) handelt es sich um risikoarme Anlageprodukte. Für die langfristige Anlage der für Bankavale hinterlegten Liquiditätsbeträge werden zinsoptimierte Wertpapiere, Tages- und Termingeldern bevorzugt. Die Zahlungsmittel in Höhe von € 48,6 Millionen (Vorjahr: € 65,5 Millionen) setzen sich wie im Vorjahr ausschließlich aus Tages- und Termingeldern bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr sowie aus Kassenbeständen zusammen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital blieb über das Geschäftsjahr 2008/09 unverändert bei € 12,5 Millionen. In Folge der erfolgreichen Geschäftstätigkeit und der gesellschaftsrechtlichen Umstruktierungen (Erträge aus Beteiligungen) erhöhte sich das Eigenkapital im Berichtsjahr deutlich von € 98,3 Millionen auf € 144,7 Millionen. Dennoch blieb die Eigenkapitalquote durch eine ebenfalls stark gestiegene Bilanzsumme weitgehend konstant bei 41%. Verbindlichkeiten In Zeiten einer zögerlichen Kreditvergabe zeigt sich der große Vorteil einer von Banken-unabhängigen Finanzierungsmöglichkeit. Mit der selbständigen Platzierung von Inhaberschuldverschreibungen verfügt Solar Millennium über ein solches Finanzierungsinstrument. Die Attraktivität dieses Produktes wird an dem bisher erfolgreich am Markt platzierte Emissionsvolumen von insgesamt € 190 Millionen ersichtlich. Die Platzierungsstärke zeigt besonders eindrucksvoll der Erfolg der letzten Anleihe. Innerhalb von rund zwei Monaten konnte das gesamte Emissionsvolumen von € 40 Millionen am Markt platziert werden. Im Geschäftsjahr wurde gleichzeitig die erste Anleihe mit einem Volumen von € 20 Millionen planmäßig zurückgezahlt. Somit beliefen sich zum Bilanzstichtag die Anleihen auf € 170,4 Millionen (Vorjahr: 133,4 Millionen). Aus der Zeichnung des anschließend weiterveräußerten Genussrechts bestehen Einzahlungsverpflichtungen gegenüber der Emittentin in Höhe von € 29,7 Millionen. Durch die genannten Effekte stiegen die Verbindlichkeiten von € 139,2 Millionen auf € 205,1 Millionen. Finanzlage Zum Bilanzstichtag verfügte Solar Millennium über liquide Mittel in Höhe von € 96,2 Millionen (Vorjahr: T€ 106,3 Millionen). Trotz erheblicher Investitionen in den Ausbau der Organisation und der Projektpipeline konnten die liquiden Mittel weitgehend konstant gehalten werden. Dies lag insbesondere an der weiteren Aufnahme von Fremdkapital in Form von Anleihen sowie dem erfolgreichen Verkauf von Andasol 1 und 2. Die von dem Tochterunternehmen Solar Millennium Verwaltungs GmbH gehaltenen Minderheitsbeteiligungen wurden im Berichtsjahr an ACS/Cobra veräußert. Mitarbeiter Die Motivation und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist der Garant für eine nachhaltig erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Ihrer Förderung kommt daher eine hohe Bedeutung zu. In der dezentral organisierten Solar Millennium-Gruppe werden alle Beschäftigten ermutigt, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Den Entscheidungsträgern der operativen Gesellschaften wird eine hohe Unabhängigkeit im operativen Geschäft gewährt. Gleichzeitig müssen sie sich aber auch an den erreichten Ergebnissen und geschäftlichen Zielen messen lassen. In diesem Umfeld aus unternehmerischer Selbstverantwortung und hoher Identifikation mit dem Produkt entwickeln unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine hohe Loyalität zu Solar Millennium und zeigen Engagement, Kreativität und Sorgfalt auf einem konstant hohen Niveau. Um diese Mitarbeiterkultur noch weiter zu stärken, hat Solar Millennium kraft Hauptversammlungsbeschluss ein Aktienoptionsprogramm für Führungskräfte und dadurch einen besonderen Leistungsanreiz geschaffen, dessen Maßstab der sich im Kurs der Solar Millennium-Aktie wiederspiegelnde Wert des Unternehmens ist. Dies kommt sowohl den Aktionären als auch den Mitarbeitern zugute und hilft, die führende Position der Solar Millennium AG in ihren Kernmärkten zu stärken. Neben einer Haltefrist von mindestens vier Jahren unterliegt das an die Option gebundene Umtauschrecht einem absoluten und einem relativen Erfolgsziel in Bezug auf die Aktien-Performance und kann nur innerhalb bestimmter Zeitfenster ausgeübt werden. Der Aktienoptionsplan 2009 stellt somit ein langfristig angelegtes und transparent geregeltes Anreiz-Programm für Mitglieder des Vorstandes und der Geschäftsführungen sowie für ausgewählte Führungskräfte gemäß neuester Standards dar. Vor diesem Hintergrund genießt Solar Millennium bei hochqualifiziertem Personal großes Ansehen. So konnten im Unternehmen erforderliche neue Positionen mit entsprechend qualifizierten und spezialisierten Arbeitskräften adäquat besetzt werden. Die Anzahl, der auf das Gesamtjahr umgerechnete Mittelwert an Vollzeitbeschäftigten, stieg von 26 auf 36. Risikobericht Zur Überwachung und Steuerung der unterschiedlichen Risikofelder hat die Solar Millennium AG ihr Risikomanagementsystem konzernweit ausgebaut. Im Rahmen regelmäßig stattfindender Treffen wird die Risikosituation besprochen und die Entwicklungen in einem IT-gestützten Risikomanagement-System festgehalten. Auf dieser Basis kann eine frühzeitige Reaktion auf Risiken erfolgen und es können rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung bzw. zur Überwälzung von Risiken ergriffen werden. Um das verbleibende Restrisiko bzw. potenziell eintretende Schadensfälle tragen zu können, wird das Unternehmen mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet. Umfeld und Branchenrisiken Prinzipiell besteht für Solar Millennium keine starke Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung. Investitionen in Kraftwerke haben einen langen Vorlauf und werden daher unabhängig von der kurzfristigen makroökonomischen Situation getätigt. In konjunkturellen Extremsituationen, wie der noch immer nicht vollständig überwundenen Finanzmarktkrise, kann es jedoch insbesondere bei der Projektfinanzierung zu zwischenzeitlich veränderten Rahmenbedingungen kommen, da auch kreditgebende Institutionen betroffen sind (siehe hierzu auch "Finanzwirtschaftliche Risiken"). Die langfristige Preisentwicklung fossiler Brennstoffe und politische Rahmenbedingungen haben dagegen einen starken Einfluss auf das Geschäftsmodell. Wegen der weltweit hohen Nachfrage nach fossilen Brennstoffen und immer knapper werdenden Ressourcen wird mit einem langfristig weiteren Anstieg der Brennstoffpreise gerechnet. Die politischen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Einspeisevergütungen oder Steuergutschriften, können dagegen nur schwer eingeschätzt werden. Hier erwartet Solar Millennium jedoch aufgrund der weltweit steigenden Sensibilität für den Klimaschutz bzw. entsprechender politischer Programme auf nationalen und internationalen Ebenen, dass, trotz gegenteiliger aktueller Tendenzen, mittel- und langfristig eher ein Ausbau der Förderung erneuerbarer Energien stattfindet als ein abrupter Kurswechsel zu deren Ungunsten. Unternehmensstrategische Risiken Strategische Risiken sind der mögliche Verlust der Technologieführerschaft im Bereich der Parabolrinnen-Technologie oder die zukünftige Überlegenheit anderer alternativer Energieerzeugungsformen. Der zeitliche Vorsprung auf Grund der Pioniertätigkeit und die kontinuierliche technologische Weiterentwicklung lassen trotz des gestiegenen Interesses finanzstarker Großkonzerne an dieser Technologie einen Verlust der Technologieführerschaft derzeit nicht befürchten. Analog zur intensiven Beobachtung von Wettbewerbern setzt sich Solar Millennium regelmäßig kritisch mit den Potenzialen anderer alternativer Energien auseinander. Auch zukünftig behält sich Solar Millennium vor, mittels Akquisitionen die bestehende Geschäftstätigkeit sinnvoll zu ergänzen oder zu erweitern. Die Chancen zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes, aber auch die mit einer Akquisition verbundenen Risiken werden intensiv im Vorfeld geprüft. Risiken des operativen Geschäfts Symptomatisch für die Geschäftsfelder Projektentwicklung und -finanzierung ist die starke Abhängigkeit der Umsätze und Ergebnisse vom Projektfortschritt. Insbesondere in der aktuellen Situation hat eine Projektverschiebung bei Solar Millennium noch einen erheblichen Einfluss auf das Erreichen der prognostizierten Konzernzahlen. Der Einfluss von Einzelereignissen wird sich in Zukunft durch den Ausbau der Wertschöpfungskette und der damit verbundenen Stabilisierung der Umsätze reduzieren. Speziell die Langfristigkeit der laufenden Fertigungsaufträge im Bereich Engineering und Anlagenbau sorgt für eine bessere Planbarkeit der Umsätze. Unabhängig von dieser positiven zukünftigen Entwicklung werden bereits heute die Ursachen potenzieller Projektverschiebungen mittels Projektcontrolling möglichst frühzeitig identifiziert, um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Die Umsätze aus der Projektentwicklung und -finanzierung können nicht nur zeitlich schwanken. Auch die Höhe der Umsätze in diesem Bereich wird entscheidend von externen Faktoren beeinflusst. Während Strahlungsdaten und andere zentrale Parameter bei Projektbeginn bekannt sind, können sich die Herstellungskosten eines Kraftwerkes bis zum endgültigen Baubeginn noch verändern und so die Rentabilität des Gesamtprojektes erheblich beeinflussen. Insbesondere im Bereich Stahl und Kraftwerksturbinen ist eine gewisse Knappheit festzustellen, die sich ungünstig auf die Entwicklung der Weltmarktpreise auswirkt. Für die Zukunft rechnet Solar Millennium hingegen gerade im Bereich der Schlüsselkomponenten, wie z.B. Turbinen und Spiegel, wieder mit einer Entspannung, da weltweit die Produktionskapazitäten erweitert werden und zunehmend neue Anbieter in diesen Markt drängen. Durch den Einstieg des Solar Millennium Konzerns in den Kraftwerksbau nehmen sowohl die Chancen als auch die Risiken der Geschäftstätigkeit zu. Als Generalunternehmer unterliegt das Joint Venture mit der Ferrostaal AG den branchentypischen Risiken. Über die abgegebene Konzernbürgschaft können diese Risiken auch anteilig die Liquiditäts- und Ertragslage des Solar Millennium Konzerns beeinflussen. Der bisherige Geschäftserfolg der Ferrostaal AG lässt aber auf eine ausgewogene Risikoeinstellung und eine insgesamt erfolgreiche Projektabwicklung schließen. Auch im Vergleich zum klassisch kundenorientierten Anlagenbau weist der Bau von solarthermischen Kraftwerken eine gewisse Standardisierung auf, wodurch die Risiken in diesem Bereich reduziert werden können. Auch das Engineering kann sich den branchentypischen Risiken nicht entziehen. Insbesondere sind an dieser Stelle mögliche Planungsfehler, wie z.B. eine fehlerhafte Komponentenspezifikation, zu nennen. Für die daraus resultierende Bauausführungsverzögerung kann das Unternehmen bis maximal zur Auftragssumme für das Engineering in Anspruch genommen werden. Personalrisiken Grundsätzlich besteht gerade in einem dynamischen Wachstumsmarkt wie dem der erneuerbaren Energien das potenzielle Risiko, Schlüsselpersonen zu verlieren. In einem solchen Fall könnte die Schlagkraft des Solar Millennium Konzerns, insbesondere im Bereich Projektentwicklung und Technologie, erheblich beeinträchtigt werden. Solar Millennium begegnet diesen Risiken zum einen durch personelle Erweiterung und zum anderen durch die Implementierung standardisierter und transparenter Prozesse. Darüber hinaus werden die Weiterentwicklung und die unternehmerische Eigeninitiative der Mitarbeiter gefördert. Auf diese Weise bietet Solar Millennium den Mitarbeitern eine langfristige Entwicklungsperspektive in einem von Kollegialität geprägten Umfeld an. Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und eine entsprechend niedrige Fluktuationsrate sind die Folge. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich für Solar Millennium im Wesentlichen aus der im hohen Maße auf Fremdkapital basierenden Finanzierung der Projektentwicklung. Insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise hat die Solar Millennium AG daher ihre Strategien zur Finanzierung der Kraftwerksprojekte neu ausgerichtet und hat neben der Bankenfinanzierung auch eine bankenunabhängige Projektfinanzierung durch den Direkteinstieg von Großinvestoren realisiert. Außerdem wurde die Möglichkeit zur Finanzierung von Kraftwerksprojekten durch Fonds geschaffen. In konjunkturellen Extremsituationen wie der derzeitigen Finanzmarktkrise, kann es jedoch insbesondere bei der Projektfinanzierung zu zwischenzeitlich veränderten Rahmenbedingungen kommen, da auch die kreditgebenden Banken betroffen sind. Bei allen alternativen Finanzierungsmöglichkeiten besteht das Risiko, dass sich die Projektfinanzierung aufgrund der damit einhergehenden vertraglichen Verhandlungen verzögert und damit schlimmstenfalls zu einem Liquiditätsengpass führt. Die durch Eigenemission von festverzinslichen Inhaberschuldverschreibungen aufgenommenen Gelder dienen hauptsächlich zur temporären Hinterlegung von Avalen im Rahmen der Projektentwicklung und Projektfinanzierung. Es besteht das Risiko, dass diese Gelder nicht planmäßig von den Banken freigestellt werden. Währungssicherungsgeschäfte sind momentan nicht nötig, da die bisherigen Umsätze hauptsächlich im Euroraum generiert wurden. Sofern möglich, wird auch in Ländern außerhalb der Eurozone eine Bezahlung in Euro angestrebt, um ein Währungsrisiko zu vermeiden. Der gewonnene Auftrag für die Lieferung eines Solarfeldes in Ägypten ist ein Beispiel dafür. Beurteilung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung Grundlage für die Einschätzung der Risikosituation von Solar Millennium ist das implementierte Risikomanagement. Den in diesem Abschnitt genannten Risiken stehen aber auch zahlreiche Chancen gegenüber, auf die u.a. im Ausblick eingegangen wird. Das momentane Chancen-Risiko-Profil wird vom Management als ausgewogen eingestuft. Den Entwicklungschancen von Solar Millennium stehen aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken gegenüber. Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im November hat der spanische Industrieminister die Vorregistrierung von Andasol 3 und Ibersol bekannt gegeben. Die Vorregistrierung ist Voraussetzung für den Erhalt der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung. Mit der Eintragung in das Register ist der Erhalt der vollen Einspeisevergütung gewährleistet, wenn die Kraftwerke innerhalb der kommenden 36 Monate (Andasol 3) bzw. 48 Monate (Ibersol) fertig gestellt werden. Nach dem Bilanzstichtag wurde die Gesellschafterstruktur an der Marquesado Solar S.L. geändert. Die Investorengruppe um Stadtwerke München, RWE Innogy, RheinEnergie und Ferrostaal hält nun direkt 87% der Anteile an der Marquesado Solar S.L. Die restlichen Anteile in Höhe von 13% werden von der Andasol 3 Kraftwerks GmbH gehalten. Die Solanda GmbH hält nun keine Anteile an der Marquesado Solar S.L. mehr. Die Umstrukturierung hat keine Auswirkung auf das Ergebnis der Solar Millennium AG. Nach dem Bilanzstichtag wurde mit der Einwerbung des Kommanditkapitals des Andasol Fonds begonnen. Innerhalb von vier Wochen konnten bereits mehr als € 24 Millionen des Andasol Fonds und somit über 50% des Fondsvolumens von € 47,9 Millionen am Markt platziert werden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde Herr Prof. Dr. Claassen durch den Aufsichtsrat zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Solar Millennium AG berufen. Mit der Berufung stärkt der Aufsichtsrat den Vorstand nachhaltig für die konsequente Fortführung des dynamischen Wachstums der Solar Millennium Gruppe auf Basis der exzellenten Marktentwicklung bei solarthermischen Kraftwerken. Ausblick Die beiden wichtigsten Zielmärkte der Solar Millennium AG im laufenden Geschäftsjahr 2009/10 sind Spanien und die USA. Die daraus geplanten Umsatz- und Ergebnisbeiträge werden dabei im Wesentlichen aus zwei Maßnahmen aus dem Geschäftsbereich "Projektfinanzierung" erwartet. Nachdem auch das Solarkraftwerk Ibersol im November 2009 präregistriert wurde, plant der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr nach dem Vorbild von Andasol 3 einen größeren Anteil an der Projektgesellschaft Ibersol Solar S.L. in die Projektfinanzierungs Aktivitäten einzubeziehen und daraus Umsatz und Ergebnis zu generieren. In den USA hat eine Tochtergesellschaft der Solar Millennium AG im Juni 2009 einen Stromvergütungs-Vertrag, ein so genanntes Power Purchase Agreement, für die Realisierung von bis zu drei solarthermischen Kraftwerken mit einer Leistung von jeweils 242 MW in Kalifornien und eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) für den Bau von ein bis zwei Solarkraftwerken gleicher Spitzenleistung in Nevada unterzeichnet. Alle potenziellen Standorte für diese Solarkraftwerke wurden vom US-amerikanischen Bureau of Land Management, das für die Verwaltung staatseigener Landflächen zuständig ist, auf die so genannte Fast-Track-Liste gesetzt, d.h., die Genehmigungsverfahren für diese Projekte werden von den zuständigen Behörden vorrangig bearbeitet. Der Vorstand geht davon aus, dass bis zum Ende 2010 mit dem Bau von mindestens einem dieser solarthermischen Kraftwerke begonnen werden kann. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand für die Solar Millennium AG einen bedeutenden Umsatzbeitrag aus der Projektfinanzierung eines der Projekte in den USA. Darüber hinaus rechnet der Vorstand mit Erlösen aus der Abrechnung von Projektentwicklungsarbeiten für Projekte in Spanien. Insgesamt werden für die Solar Millennium AG im kommenden Geschäftsjahr in der Rechnungslegung nach HGB Umsatz und EBIT in Höhe von rund € 220 bzw. 35 Millionen erwartet. Im Zuge der Fünfjahresplanung wird mit fortlaufenden Umsatz- und Ergebnissteigerungen gerechnet.
Erlangen im Januar Prof. Dr. Claassen Beltle Dr. Gladen Mayer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2008/2009Solar Millennium AG1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Solar Millennium AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes wurden berücksichtigt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. 2. Form der Darstellung Der Jahresabschuss wird in Euro aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses ist unverändert gegenüber dem Vorjahr und entspricht den Vorschriften der §§ 266, 275 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgt in Kontoform gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Gewinnverwendung in Form der nach § 58 Absatz 2 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat entschiedenen Zuführung eines Teils des Jahresüberschusses in die anderen Gewinnrücklagen aufgestellt. Die gesetzliche Rücklage war bereits im Vorjahr maximal dotiert. 3. Erläuterungen zur Bilanz Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr unwesentlich geändert. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar. Der Anlagenspiegel nach § 268 Abs. 2 HGB ist als Anlage beigefügt. Immaterielle Vermögensgegenstände Der sich aus der Verschmelzung ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend der steuerlichen Vorschriften über 15 Jahre linear abgeschrieben. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Vermögensgegenstände mit einem Wert von 150 EUR bis einschließlich 1.000 EUR werden in einem Sammelposten bilanziert und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Finanzanlagen Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen enthalten die Finanzanlagen unter der Position Ausleihungen Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Angaben zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen nach § 285 Nr. 11 HGB enthält die am Ende des Anhangs als Anlage beigefügte Anteilsbesitzliste. Vorräte Vorräte und in Arbeit befindliche Aufträge werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich der anteiligen Gemeinkosten zum Bilanzstichtag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von TEUR 47.655 (Vorjahr: TEUR 21) gegen fremde Dritte und in Höhe von TEUR 60.361 (Vorjahr: TEUR 21.269) gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis. Wertpapiere und flüssige Mittel Die Wertpapiere bestehen aus Anteilen an Geldmarktfonds und festverzinslichen Wertpapieren mit Laufzeiten von wenigen Monaten. Sie sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Anlageformen sind als risikolos einzustufen. Die Flüssigen Mittel setzen sich aus Tages- und Termingeldern mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr sowie aus Kassenbeständen zusammen. Rechnungsabgrenzungsposten Der Bilanzposten enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Avalprovisionen und Sonderzahlungen für Leasingverträge. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Zum 31.10.2009 beträgt das Grundkapital TEUR 12.500 (Vorjahr: TEUR 12.500) und ist in 12.500.000 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von € 1,00 je Stückaktie eingeteilt. Bedingtes Kapital I (Wandelschuldverschreibungen) Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29.04.2008 zum Zweck der Gewährung von Aktien an Inhaber von Wandelschuldverschreibungen ab 29.04.2008 bis 01.04.2013 um TEUR 6.250 bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Durch weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2009 wurde der Ursprungsbeschluss dahingehend abgeändert, dass statt auf bis zu 6.250.000 nur noch Umtauschrechte auf bis zu 5.750.000 neue, auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu TEUR 5.750 zu gewähren sind. Bedingtes Kapital II (Aktienoptionsplan) Gleichzeitig wurde in einem Folgebeschluss die Ermächtigung zur Ausgabe von Bezugsrechten auf bis zu 500.000 Aktien der Solar Millennium AG an Mitglieder des Vorstands, der Geschäftsführungen von Konzerngesellschaften sowie Führungskräfte und ausgesuchte Leistungsträger der Gesellschaft erteilt. Diese gilt ab dem Beschlussdatum bis zum 23. Mai 2013 und ermächtigt den Aufsichtsrat bzw. den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen eines Aktienoptionsplans Bezugsrechte mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren auszugeben mit der Festlegung, dass jede Aktienoption das Recht zum Bezug von einer Aktie der Gesellschaft gewährt. In einer ersten Tranche mit Ausgabedatum 9. Oktober 2009 wurden Mitgliedern der Geschäftsführung von Tochtergesellschaften sowie ausgewählten Führungskräften insgesamt 52.400 Optionen für den wahl- und wechselweisen Bezug von Aktien aus dem bedingten Kapital bzw. bis zu 50% eines vom zukünftigen Börsenkurs abhängigen Barausgleichs gewährt. Die Optionsrechte sind mit einem absoluten (Überschreitung des Ausübungspreises um mindestens 25% an zehn aufeinander folgenden Handelstagen) und einem relativen (Überschreitung der Entwicklung des TecDax im gleichen Zeitraum an zehn aufeinander folgenden Handelstagen, gemessen am Schlusskurs) Erfolgsziel ausgestattet. Der festgesetzte Bezugskurs nach einer an die ungekündigte Unternehmenszugehörigkeit geknüpften Wartezeit von exakt vier Jahren und einem anschließenden Ausübungszeitraum von bis zu weiteren drei Jahren beträgt € 21,91. Der Aktienkurs zum Bilanzstichtag 31.10.2009 betrug € 21,75. Die Mitarbeiter haben ein Wahlrecht zwischen dem Bezug von Aktien oder maximal 50%igem Barausgleich. Da die Verpflichtung zur späteren Gewährung von Aktien von weiten Teilen der Literatur als nicht bilanzierungsfähig angesehen und der E-DRS 11 vom DRSC bis heute nicht weiter verfolgt bzw. verabschiedet wurde, wird dieser Teil der Optionen nicht bilanziert. Anders verhält es sich mit dem der erdienten ungewissen Verbindlichkeit zur Gewährung der Liquidität aus dem cash basierten Teil der Zusage, für welche grundsätzlich nach den normalen Grundsätzen eine Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden ist. Für die Bewertung der Rückstellung empfiehlt sich die Methode des Inneren Werts, welcher sich aus der Gegenüberstellung des vereinbarten Bezugskurses mit dem jeweiligen Stichtagskurs ergibt und der, soweit er positiv ausfällt, in vollem Umfang und nicht anteilig über den Erdienungszeitraum ergebniswirksam zu passivieren ist. Da der Stichtagskurs mit € 21,75 unter dem gültigen Bezugskurs von € 21,91 lag, war der Innere Wert negativ und die Bildung von Passivposten nicht erforderlich. Genehmigtes Kapital Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29.04.2008 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 01.04.2013 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 6.250 zu erhöhen (genehmigtes Kapital), wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Erwerb und Verwendung eigener Aktien Seit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2009 ist der Vorstand dazu ermächtigt, bis zum 25. November 2010 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu zehn Prozent des Grundkapitals (1.250.000) zu jedem zulässigen Zweck zu erwerben und die entsprechend erworbenen Aktien, teilweise mit Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrats, zur Veräußerung, zum Erwerb von Unternehmen, zur Erfüllung von Optionsrechten oder zur Einziehung zu verwenden. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB beträgt unverändert TEUR 54.562 (Vorjahr: TEUR 54.562). GewinnrücklageDie Gewinnrücklage besteht in Höhe von TEUR 1.250 (Vorjahr: TEUR 1.250) aus der gesetzlichen Rücklage gem. § 150 Abs. 1 AktG und in Höhe von TEUR 37.650 (Vorjahr: TEUR: 0) aus anderen, freien Gewinnrücklagen. In Höhe von TEUR 14.500 resultieren diese aus dem Gewinnverwendungsbeschluss der ordentlichen Hauptversammlung des Geschäftsjahres 2007/2008 und in Höhe von 23.150 aus der Einstellung eines Teils des Jahresüberschusses des Berichtsjahres nach § 58 Abs. 2 AktG.
Rückstellungen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten betragen:
4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Der Posten beinhaltet im abgeschlossenen Geschäftsjahr im Wesentlichen Umsätze aus dem Verkauf eines Genussrechts sowie zweier Beteiligungen, während er im Vorjahr hauptsächlich Umsätze aus Leistungen der Projektentwicklung enthielt. Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Waren betreffen hauptsächlich die Aufwendungen aus der Ausbuchung des veräußerten Genussrechts sowie der beiden Beteiligungen und beziehen sich damit direkt auf die Umsatzerlöse. Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden beauftragte Forschungs- und Entwicklungsleistungen von verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 34.680 (Vorjahr: TEUR 274) ergeben sich ausschließlich aus der im Geschäftsjahr erfolgten Sacheinlage sämtlicher Anteile an der Flagsol GmbH in die MAN Solar Millennium GmbH gegen Gewährung von Anteilen. Sie entsprechen dem Unterschied zwischen dem Verkehrswert und dem ursprünglichen Buchwert der Anteile an der Flagsol GmbH. Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.039 (Vorjahr: TEUR 0) entfallen etwa jeweils hälftig auf Anteile bzw. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen. 5. Weitere Pflichtangaben Andere finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB, Haftungsverhältnisse: Zum Bilanzstichtag bestanden folgende nicht bilanzierte Haftungsverhältnisse:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage bestehen aus operativen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen sowie Abnahmeverpflichtungen für Kraftwerkskomponenten. Zum Nominalwert ergeben sich über die unkündbaren Zeiträume und Mengen folgende erwarteten Liquiditätsabflüsse:
Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer nach § 285 Satz 1 Nr. 7 HGB Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich, umgerechnet in Vollzeitäquivalente beschäftigt:
Organe der Gesellschaft nach § 285 Satz 1 Nr. 10 HGB: Vorstand: Christian Beltle, Erlangen (seit 01.01.2005), Vorsitzender des Vorstands (seit 25.07.2005) Dr. Ing. Henner Gladen, Erlangen Thomas Mayer, Erlangen Im Dezember 2009 wurde Herr Prof. Dr. Utz Claassen, Hannover, zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Er trat sein Amt zum 01. Januar 2010 an. Die laufenden Gesamtbezüge des Vorstands im Berichtszeitraum belaufen sich auf TEUR 850 und setzen sich aus fixen und variablen Vergütungskomponenten zusammen (Vorjahr: TEUR 815). Weitere Leistungen für aktive oder ehemalige Vorstände wie z.B. aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen, aus Verpflichtungen nach wirksam beendeten Arbeitsverhältnissen oder für aktienbasierte Vergütungen bzw. andere langfristig fällige Verpflichtungen fielen im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht an. Aufsichtsrat: Helmut Pflaumer, Unternehmensberater, Nürnberg Vorsitzender des Aufsichtsrats Hannes Kuhn, Steuerberater, Erlangen Prof. Dr. Michael Fischer, Hochschullehrer, Kiel Veränderungen des Aufsichtsrats haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine jährliche feste Vergütung in Höhe von TEUR 15 und für jede Aufsichtsratssitzung eine Vergütung in Höhe von je TEUR 2. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 123) gebildet; diese verteilt sich gleichmäßig auf die drei Aufsichtsratsmitglieder. Honorar des Abschlussprüfers Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers S.Audit GmbH belaufen sich auf TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 74) für Prüfungsleistungen zu Konzern- und Einzelabschlüssen sowie TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 1) für Bestätigungs- und Bewertungsleistungen. Steuerberatungs- und sonstige Leistungen wurden nicht erbracht. GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von € 38.705.585,29 einen Teilbetrag in Höhe von € 19.352.792,65 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und den Rest in Höhe von € 19.352.792,64 auf neue Rechnung vorzutragen.
Erlangen, im Januar 2010 Der Vorstand Prof. Dr. Claassen Beltle Dr. Gladen Mayer Anteilsbesitzder Solar Millennium Konzerns zum 31.10.2009
Anlagespiegel
Andere BerichtsbestandteileBericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat informiert im nachfolgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008/09. Im Mittelpunkt der Beratungen mit dem Vorstand standen insbesondere die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Solar Millennium Konzern, sowie die wirtschaftliche Lage der Solar Millennium AG und deren Tochtergesellschaften, die strategische Ausrichtung sowie die aktuelle und längerfristige Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder. Auch im Geschäftsjahr 2008/09 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich begleitet und überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren namentlich die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung. In alle für das Unternehmen bedeutsamen Entscheidungen war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte, vor allem über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, über Investitionsvorhaben und laufende Investitionen, über die Risikolage und das Risikomanagement sowie über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und -strategie. Der Vorstand erläuterte in ausführlichen mindestens vierteljährlichen Berichten an den Aufsichtsrat unter anderem die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft, wesentliche Geschäftsvorfälle, die Entwicklung einzelner Kraftwerksprojekte und die Weiterentwicklung im Bereich Technologie sowie die Kapitalausstattung und die allgemeine Finanzierungssituation. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat Einsicht in die Bücher der Gesellschaft genommen. Er ist im Berichtsjahr zu insgesamt achtzehn Sitzungen zusammengekommen. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge hat der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands in den Sitzungen ausführlich erörtert. Nach gründlicher Prüfung und Beratung hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und den Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, insbesondere auch zu den der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegenden Maßnahmen, sein Votum abgegeben. Auch außerhalb der Sitzungen stand der Aufsichtsrat in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat hat sich über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen informiert und den Vorstand beratend unterstützt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsratsvorsitzende in gesonderten Gesprächen mit dem Vorstand die Perspektiven der einzelnen Konzernsegmente sowie die Konzernorganisation und die wirtschaftliche Lage sowie die Auswirkung der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Solar Millennium Konzern erörtert. Dabei wurden die Veräußerung der jeweils 25%igen Beteiligung an den Kraftwerksprojekten Andasol 1 und Andasol 2 jeweils an den Mitgesellschafter, die spanische ACS/Cobra-Gruppe, sowie der Rückerwerb der Anteile an dem Kraftwerksprojekt Ibersol ausführlich behandelt. Das Kraftwerksprojekt Andasol 1 ist offiziell eingeweiht worden. Der Einstieg der Stadtwerke München, der RWE Innogy zusammen mit RheinEnergie in das von der Gesellschaft gemeinsam mit der Ferrostaal AG vorangetriebene Kraftwerksprojekt Andasol 3 wurden eingehend erörtert. Ebenfalls war die Teilnahme eines Tochterunternehmens der Gesellschaft, der MAN Solar Millennium GmbH, als eines von insgesamt zwölf Gründungsunternehmen der Desertec Industrial Initiative zur Nutzung von aus Sonnenenergie erzeugten Stroms in Nordafrika Gegenstand der Beratungen. Die weitere operative Stärkung des Standortes in den USA, insbesondere durch die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Ferrostaal Inc., der Solar Trust of America (STA) sowie der Abschluss eines Power Purchase Agreements (PPA) mit dem US-amerikanischen Energieversorger Southern California Edison (SCE) über die Abnahme von solarthermisch erzeugten Strom wurde in den Sitzungen des Aufsichtsrats besprochen. Ein wesentlicher Teil der Beratungen war ferner die weitere Zusammenführung der Geschäftsbereiche Technologie und Kraftwerksbau durch Einbringung der Technologietochter Flagsol GmbH in das Gemeinschaftsunternehmen mit der Ferrostaal AG, der MAN Solar Millennium GmbH, gegen Übernahme der operativen Mehrheit bei der MAN Solar Millennium GmbH. Gegenstand der Besprechungen war auch die technologische Weiterentwicklung, wie der Bau einer Demonstrationsanlage des Blauen Turms in Herten. Auch die Weiterentwicklung eines neuen Sonnenkollektors durch die Flagsol GmbH war fortlaufend Gegenstand der Beratungen. Des Weiteren wurden allgemeine und spezielle personalpolitische Fragen im Aufsichtsrat besprochen. Außerdem wurde mit Beschluss vom 14.12.2009 Herr Prof. Dr. Utz Claassen mit Wirkung zum 01.01.2010 zum neuen weiteren Vorstand und gleichzeitig zum Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft bestellt. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2008/09 eine weitere Anleihe über einen Gesamtbetrag in Höhe von € 40 Millionen begeben, deren Laufzeit bei einer jährlichen Verzinsung von 6,75% fünf Jahre beträgt. Die Anleihe ist vollständig gezeichnet. Das hierdurch eingeworbene Kapital wurde vorrangig für Investitionen im Vorfeld der Realisierung solarthermischer Kraftwerke in den USA verwendet. Weiterhin hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008/09 einen geschlossenen Fonds (Andasol Fonds) zur Finanzierung ihres Anteils am Kraftwerksprojekt Andasol 3 mit einem Zeichnungsvolumen von 47.879.000 € zzgl. Ausgabeaufschlag initiiert. Der Fonds ist mittlerweile bereits über die Hälfte gezeichnet. Als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss 2008/09 ist die S.Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Köln von der Hauptversammlung am 27.05.2009 gewählt worden. Es handelte sich um eine Pflichtprüfung. Der Auftrag wurde der S.Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft schriftlich erteilt. Die Buchführung und der Jahresabschluss zum 31.10.2009 sind geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Bestätigungsvermerk lautet: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Solar Millennium AG für das Geschäftsjahr vom 01. November 2008 bis 31. Oktober 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Darüber hinaus ist von der S.Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der freiwillig aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Gesellschaft geprüft worden. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Die zu prüfenden Unterlagen (Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft), der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Berichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt und vom Aufsichtsrat insbesondere mit Blick auf deren Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft. Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses am 04.02.2010 teilgenommen und ausführlich das Prüfungsergebnis in seinen wesentlichsten Punkten nochmals erläutert und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Prüfungsberichte und die Bestätigungsvermerke zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und sie ebenso wie die Prüfungen selbst mit dem Abschlussprüfer diskutiert, was die Befragung zu Art und Umfang der Prüfungen sowie zu den Prüfungsergebnissen einschloss. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und der Prüfungsberichte überzeugen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der freiwillige Konzernabschluss und -lagebericht wurden in der Aufsichtsrachtssitzung vom 11. Februar 2010, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Konzernlagebericht und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers abschließend geprüft und erhebt nach dem Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den freiwillig aufgestellten Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Solar Millennium AG und aller Konzerngesellschaften für die erbrachten Leistungen und den Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Erlangen, den 15. Februar 2010 Für den Aufsichtsrat Helmut Pflaumer, Vorsitzender des Aufsichtsrates BerichtsprüfungBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Solar Millennium AG für das Geschäftsjahr vom 1. November bis 31. Oktober 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 29. Januar 2010 S.Audit
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