Walki Service GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olaf Beyer seit 5.9.2025 | Prokura |
Bernhard Heinrich Schröer seit 27.6.2017 | Prokura |
Christof Kallinger seit 27.6.2017 | Prokura |
Arno Wolff seit 20.4.2005 | Prokura |
Wolfgang Thißen seit 15.4.2004 | Geschäftsführer |
Wolfgang Thissen seit 29.8.2003 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Walki Group Oy | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Walki GmbHSteinfurtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Walki GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Walki GmbH, Steinfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Walki GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, 27. August 2024 EY
GmbH & Co. KG
Breh, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine AngabenDie Walki GmbH mit Sitz in Steinfurt, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Steinfurt unter HRB 1434, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden des Handelsgesetzbuches und unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG sowie ergänzender Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach den Grundsätzen des Gesamtkostenverfahrens gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden unverändert nach der linearen und degressiven Abschreibungsmethode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen. Geringwertige Wirtschaftsgüter (<1.000 Euro) des Berichtsjahres wurden in voller Höhe als Aufwand behandelt. Die Finanzanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 HGB angesetzt. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Marktpreis bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten einbezogen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu den Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen angemessen bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko ist über eine Warenkreditversicherung zum Teil abgesichert und darüber hinaus durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Gesellschaft hat das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB in Anspruch genommen und aktive latente Steuern nicht angesetzt. Der Steuersatz wurde unter Berücksichtigung des standortspezifischen Gewerbesteuerhebesatzes bestimmt. Er orientiert sich an dem Steuersatz, der derzeit für den voraussichtlichen Ausgleichspunkt der temporären Differenzen erwartet wird. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgte zum Nennwert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gezahlte Beiträge sowie Gebühren vor dem Bilanzstichtag bilanziert, die bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag betreffen. Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt und ist mit dem Nominalwert angesetzt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,74 % (Vorjahr 1,44 %) p.a. auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die zugrunde gelegte Fluktuationsrate beträgt wie im Vorjahr 0 %. Die Altersteilzeitrückstellungen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert. Hierbei wurde ein Rechnungszinsfuß von 0,99 % zugrunde gelegt. Der Ansatz der übrigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des Betrages der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, dabei wurden Fremdwährungen zum Stichtag unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens mit gesondertem Ausweis der auf das Geschäftsjahr entfallenden Abschreibungen ist in dem Brutto-Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. Angaben zum AnteilsbesitzDie Walki GmbH hält im Geschäftsjahr 2023 100% an der Walki Service GmbH und folian gmbh.
Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr TEUR 209) enthalten. Dieser Betrag spiegelt wie im Vorjahr den zu erwartenden Lieferantenboni wider. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 284 (Vorjahr TEUR 478) setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 284; Vorjahr TEUR 478) zusammen. Latente SteuernDie in der Bilanz nicht ausgewiesenen aktiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden hinsichtlich des Sachanlagevermögens, der Drohverlust-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen sowie der steuerlich abweichenden Bewertung einer Beteiligung. Unter Berücksichtigung der standortsspezifischen Steuerbelastung ist ein Steuersatz von 31,58 % zu Grunde gelegt worden. EigenkapitalDer Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni (TEUR 428; Vorjahr TEUR 549), Strom (TEUR 145; Vorjahr TEUR 29), Gewährleistung (TEUR 381; Vorjahr TEUR 21) sowie sonstige Personalrückstellungen (TEUR 304; Vorjahr TEUR 351). VerbindlichkeitenDie in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten teilen sich hinsichtlich der Fristigkeit wie folgt auf:
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen TEUR 220 (Vorjahr TEUR 286) und mit TEUR 4.002 aus dem Cash-Pooling (Vorjahr TEUR 2.916). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse wurden größtenteils aus dem Absatz von bearbeiteten und veredelten Papierprodukten erzielt. Insgesamt 2,5 Mio. Euro der Umsätze stammen aus konzerninternen Weiterbelastungen, Provisions-, Schrott- und Mieteinnahmen. Sie unterteilen sich in:
Es besteht für alle Märkte eine einheitliche Verkaufsorganisation. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten, wie im Vorjahr, keine periodenfremden Erträge. PersonalaufwendungenIm Personalaufwand sind keine Aufwendungen mit außerordentlicher Bedeutung und Größenordnung enthalten. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Vorauszahlungen sowie Anpassungen zu den Rückstellungen für das Jahr 2022. Ferner sind Rückstellungen für die aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2016-2019 zu erwartenden Veranlagungen erfolgt. Eventuelle Folgeeffekte für die nachfolgenden Jahre wurden ebenfalls berücksichtigt. V. Ergänzende AngabenArbeitnehmerzahlIm Jahresdurchschnitt wurden im Berichtsjahr 141 Arbeitnehmer beschäftigt. Diese gruppierten sich im Jahresdurchschnitt wie folgt:
HaftungsverhältnisseDie Gesellschaft haftet per 31. Dezember 2023 für Verbindlichkeiten der Walki Group Oy bis zu einem Betrag von 57,3 Mio. Euro und hat dafür Grundschulden in Höhe von 7,2 Mio. Euro bestellt und in Höhe von 50,8 Mio. Euro andere Vermögensgegenstände sicherungsübereignet. Mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen ist derzeit aufgrund der Geschäftsentwicklung der verbundenen Unternehmen nicht zu rechnen. Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas vereinbarte Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt ca. TEUR 40 und entfiel ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. GeschäftsführungIm Geschäftsjahr 2023 waren als alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer bestellt: - Wolfgang Thißen, Timmendorfer Strand, kaufmännischer Geschäftsführer - Nikolaus Wolfram, Wien/Österreich, technischer Geschäftsführer Die Geschäftsführer sind hauptberufliche Geschäftsführer in der Walki-Gruppe. Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. KonzernverhältnisseDie Walki GmbH wird in den Konzernabschluss der Aktiengesellschaft finnischen Rechts Walki Group Oy, Espoo, Finnland, einbezogen. Die Walki Group Oy erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis. Dieser wird in Finnland beim Finish Trade Register veröffentlicht. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Walki GmbH zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die Walki Group Oy, Espoo, Finnland, in Ihrer Eigenschaft als Konzernleitung zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Walki GmbH erstellt. Dieser ist in Finnland beim Finish Trade Register erhältlich. ErgebnisverwendungDer Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ereignisse nach dem AbschlussstichtagDie gesamte Walki-Gruppe wurde zum 11. April 2024 von der japanische Oji Holdings Cooperation, Japan, Tokyo, (kurz: Oji) einer japanischen Aktiengesellschaft (ISIN 3174410005) übernommen. Oji ist ein Unternehmen aus der Papier- und Kartonindustrie. Mit Wirkung zum 11. April 2024 wurde zwischen der Walki Group Oy und der Walki GmbH ein Loan Agreement getroffen mit dem Zweck der Umschuldung der externen Darlehensverbindlichkeit in eine Intercompany Darlehensverbindlichkeit. Das Loan Agreement ist hierbei endfällig zum 12. Oktober 2025. Mit der Gesellschafterin der Walki GmbH, der Walki Group Oy, wurde zum 31. Juli 2024 eine Rangrücktrittsvereinbarung bezüglich eines bestehenden Intercompany Darlehens in Höhe von 9,4 Mio. Euro getroffen. Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Steinfurt, den 5. August 2024 Wolfgang Thißen, Geschäftsführer Nikolaus Wolfram, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des UnternehmensDie Walki GmbH ist Teil der Walki Gruppe. Diese besteht aus Unternehmen in Europa und China, die in den Konzernabschluss der Walki Holding Oy, Espoo/Finnland, einbezogen sind und hauptsächlich in der Papier- und Kartonveredelung tätig sind. Die Walki GmbH ist mit über 98% Umsatzanteil in den Segmenten Consumer und Industrial Packaging tätig und beschichtet und laminiert überwiegend Papier und Karton mit Kunststoffen im Extrusionsverfahren mittels Breitschlitzdüsen. Beispielhafte Endprodukte der Walki GmbH sind Waschmittelverpackungen, kartonbasierende Verpackungen für Tiefkühlware und Gemüse- und Obstkartons für den Handel. 2. Wirtschaftsberichta. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDer Überfall Russlands auf die Ukraine war auch in 2023 das beherrschende Thema. Der Krieg und die darauffolgenden Sanktionen führten zu drastischen Preissteigerungen zuerst bei Energie und dann bei fast allen anderen Produkten. Auch in 2023 lag die Inflationsrate bei im Langfristvergleich sehr hohen +5,9% nach +7,9% im Vorjahr. Das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamte sich laut EU-Frühjahrsprognose - von 3,4% in 2022 auf 3,1% in 2023. Für die EU rechnet die EU-Kommission/OECD mit einem deutlich verlangsamten Wachstum der Wirtschaft in Höhe von 0,4%, nach 3,4% im Vorjahr. Diese Region ist für die Walki GmbH besonders bedeutsam, da hier über 97% des Umsatzes in 2023 erzielt wurden. Für das Wirtschaftswachstum in Deutschland weist die EU-Kommission für 2023 sogar ein Schrumpfen der Wirtschaft in Höhe von -0,3% nach 1,8% Wachstum im Vorjahr aus. Betrachtet man die für Walki relevanten Marktsegmente, so reduzierte sich der Verbrauch an Konsumentenverpackungen aus Karton in Europa 2023 drastisch um -18,8% nach einem Wachstum von 2,8% im Vorjahr. Auch im europäischen Verpackungsmarkt für Wellpappe ist nach dem Wachstum im Vorjahr von 0,9%, ein Schrumpfen des Marktes von -4,5% in 2023 zu verzeichnen. b. Geschäftsverlauf2023 war geprägt von einem schwachen Auftragseingang, da entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die in 2021 und 2022 aufgrund der Materialverknappung aufgebauten Bestände, abgebaut wurden. Zusätzlich erschwert wurde die Situation durch Konsumzurückhaltung der Verbraucher aufgrund der sehr hohen Inflationsraten in 2022 und 2023. Der Warenumsatz der Walki GmbH gegenüber Dritten fiel daher um fast 23,5% auf 58,4 Mio. € im Berichtsjahr. Das für 2023 budgetierte externe Umsatzziel in Höhe von 84,2 Mio. € wurde damit deutlich verfehlt. Die Absatzmenge sank von 48,6 Tsd. t im Vorjahr um über 21,1% auf knapp über 38,3 Tsd. t. Der Umsatz des Geschäftsbereich Consumer Packaging sank um 15,2%, der Absatz um 13,4%. Hier ist die Business Line Barrier Board für über 99,7% der Umsätze verantwortlich. Auch in den beiden anderen Geschäftsbereiche sanken die Umsatz- und Absatzzahlen. Im Bereich Engineered Products sank der Umsatz um 30,9% auf 1,1 Mio. €. Nach einem Umsatz von 22,1 Mio. € im Vorjahr erzielte die Business Line Barrier Lining aus dem Geschäftsbereich Industrial nur knapp 13 Mio. €. Betrachtet man die Marge - definiert als Verhältnis aus der Differenz der Gesamtleistung des Unternehmens (Nettoproduktumsatzerlöse + Bestandsveränderung) abzüglich Materialkosten im Verhältnis zur Gesamtleistung - so steigt diese um knapp 1,5 Prozentpunkte. Die Margensteigerung resultiert daraus, dass die Preissenkungen bei den Rohstoffen und der Energie nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben wurden. Beschaffungsmarkt und ProduktionDie Beschaffung von Rohstoffen und Leistungen erfolgt nahezu ausschließlich im Markt. Nach den erheblichen Preissteigerungen und deutlich höheren Lieferzeiten in 2022 beruhigte sich der Beschaffungsmarkt in 2023. Die Lieferzeiten normalisierten sich und auch die Rohstoffpreise fielen deutlich. Durch die nach wie vor hohen Bestände in der gesamten Wertschöpfungskette und den vorrangigen Bestandsabbau ergab sich die Situation, dass Papier- und Kartonhersteller gezwungen waren die Produktion zeitweise stillzulegen, da der Markt auch bei niedrigeren Preisen kein Material nachorderte. Die Einstandspreise für Polyethylen lagen im Durchschnitt des Jahres 2023 deutlich unter dem Vorjahr. Auch im Jahresverlauf fielen die PE-Preise deutlich. Auch bei den bei der Walki GmbH hauptsächlich verwendeten Papiersorten lagen die Preise im Jahresdurchschnitt deutlich unter dem Vorjahr und erreichten das Jahresminimum zum Jahresende. Im Kartonbereich lagen die Preise ebenfalls unter dem Vorjahr. Bei hochpreisigen Qualitäten trat der Preisrückgang erst zum Jahresende ein, wodurch der Jahresdurchschnittspreis im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert blieb. Die Walki GmbH konzentriert sich in der Produktion auf das Segment Konsumentenverpackungen, produziert aber auch in geringem Umfang für die anderen Segmente. c. AbsatzmarktDie Produkte der Walki Gruppe werden überwiegend im Direktvertrieb verkauft. Neben der Verkaufsorganisation in den Werken verfügt die Walki Gruppe über eigene Verkaufsgesellschaften. Bei Bedarf werden Agenturen lokal als zusätzlicher Vertriebsweg genutzt. Trotz des genannten Produktionsschwerpunktes bleibt die Walki GmbH weiterhin in allen Segmenten auch als Vertriebsgesellschaft tätig. Wie das Produktionsportfolio ist auch die Kundenstruktur breit gefächert. Eine bedeutende Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht. d. UmweltDas Unternehmen hat ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Weiterhin ist die Walki nach ISO 50001 für Energiemanagementsysteme zertifiziert. Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und der Schutz der Umwelt sind wesentliche Bestandteile des unternehmerischen Handelns der Walki GmbH. Neben der Einhaltung der umweltrelevanten Gesetze und Normen verpflichten wir uns zu einer sicheren Herstellung und Anwendung unserer Produkte, sowie zur kontinuierlichen Verringerung von Umweltbelastungen. Die Walki GmbH ist für Papier- und Kartonrohmaterial nach FSC/PEFC zertifiziert und nach ISCC-Plus für Kunststoffe. e. InvestitionenIm Geschäftsjahr wurden fast 2,8 Mio. € in das Anlagevermögen investiert. Der größte Anteil (2,1 Mio. €) entfiel auf weitere Anzahlungen für den geplanten Umbau eines Extruders zur Erweiterung der Fertigungsmöglichkeiten hin zu kunststofffreien, nachhaltigen Produktlösungen. Die Umsetzung dieser Investition hat sich von Ende 2023 auf das erste Halbjahr 2024 verschoben. In 2023 gab es keine wesentlichen Veräußerungserlöse aus Anlagenverkäufen. f. PersonalbereichAm 31. Dezember 2023 beschäftigte die Walki GmbH insgesamt 148 Mitarbeiter (gegenüber 155 Mitarbeitern per 31. Dezember 2022). Die Walki GmbH bildet in 2023 10 Auszubildende aus. Die Walki GmbH ist Mitglied im Arbeitgeberverband der Papier-, Pappe- und Kunststoffverarbeitenden Industrie. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslagea. VermögenslageDie Bilanzsumme sinkt gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Mio. €. Das Anlagevermögen steigt um 2,5 Mio. €, hiervon ist der Großteil (2,1 Mio. €) durch den Umbau des Extruders 2 verursacht. Gegenläufig hierzu wurden die Bestände um fast -3,9 Mio. € abgebaut und der deutlich gesunkene Umsatz führte auch zu einer deutlichen Reduzierung der Forderungen (-2,3 Mio. €). Die Forderungen weisen keine nennenswerten Überfälligkeiten auf. Das Eigenkapital sinkt zum Stichtag 31.12.2023 von 4,26 Mio. € auf 0,14 Mio. €. Hierfür ist die Zahlung einer Dividende für das Vorjahr und das negative Jahresergebnis verantwortlich. Die Rückstellungen sinken um -1,1 Mio. €. Die größten Veränderungen der Rückstellungen betreffen hier die Steuerrückstellungen (-0,63 Mio. €) und bedingt durch das negative Ergebnis die Tantiemerückstellung (-0,98 Mio. €). Gegenläufig hierzu stieg die Rückstellung für Kundenreklamationen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,45 Mio. € und der Gruppencashpool wurde um ca. 1,1 Mio. € mehr in Anspruch genommen. Das Eigenkapital beträgt Endes des Jahres 0,14 Mio. €. Die Eigenkapitalquote sinkt, hauptsächlich bedingt durch das schlechte Jahresergebnis, auf 0,3% nach 7,6% im Vorjahr. Der Anlagendeckungsgrad I (Eigenkapital/Anlagevermögen in %) liegt nun bei 0,3% (Vorjahr 11,0%). b. FinanzlageDie langfristige Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über zwei Bankdarlehen der Danske Bank plc sowie zwei interne Darlehen der Walki Group Oy. Derivative Finanzinstrumente setzt das Unternehmen nicht ein. Weiterhin ist die Berichtsfirma in das Cash-Pooling der Muttergesellschaft eingebunden. Für die prognostizierten Umsätze und Ergebnisse der Walki GmbH stehen ausreichend Liquidität und Kreditrahmen zur Verfügung. c. ErtragslageDie Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) des Unternehmens fällt gegenüber dem Vorjahr von 81,6 Mio. € um 23,2 Mio. € auf 58,4 Mio. €, der daraus resultierende Rohertrag des Geschäftsjahres betrug 18,3 Mio. € (Vorjahr: 24,4 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge sinken von TEUR 224 auf TEUR 129. Es wurden für die Investition Umbau Extruder 2 insgesamt 176 TEUR als Eigenleistung auf Anlagen im Bau gebucht. In der Berichtsperiode sinken die Gesamtkosten (Summe aus Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen) von 19,4 auf 17,6 Mio.€. Die Personalkosten sinken dabei um 0,8 Mio. €. und die sonstigen betr. Aufwendungen sinken um 1,1 Mio. €. Der Abbau der Personalkosten ist insbesondere durch das Fehlen einer Tantiemerückstellung verursacht. Diese fehlende Rückstellung konnte den Anstieg der Personalkosten durch eine tarifliche Lohnerhöhung (+5,1% ab September 2023) und eine tariflich vereinbarte Einmalzahlung überkompensieren. Das Sinken der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um knapp 1,1 Mio. € resultiert hauptsächlich aus reduzierten Instandhaltungsaufwendungen (-0,2 Mio. €), sowie einem volumenbedingt deutlichen Rückgang der Transportkosten (-0,55 Mio. €) und der rückläufigen Provisionen (-0,25 Mio. €). Zudem wurden weniger externe Produktionsdienstleistungen eingekauft (-0,14 Mio. €) und die umsatzabhängigen Konzernumlagen sinken um 0,24 Mio. €. Das EBITDA sinkt um 4,3 Mio. € auf nur noch 1,0 Mio. € in 2023 und unterschreitet damit deutlich das budgetierte EBITDA in Höhe von 4,7 Mio. €. Die Abschreibungen liegen mit TEUR 267 leicht unter dem Vorjahresniveau von TEUR 320. Der Zinsaufwand steigt durch höhere Zinsen und die nun für das ganze Jahr (Vorjahr nur ein Monat) verbuchten Zinsaufwendungen zur Finanzierung der Akquisition der folian gmbh um 2,6 Mio. €. Der Steueraufwand des Vorjahres wandelt sich in einen Steuerertrag und sorgt für eine Entlastung gegenüber dem Vorjahr von 2,1 Mio. €. d. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur LageDas Ergebnis verschlechtert sich von fast 2,6 Mio. € im Vorjahr um 4,7 Mio. € auf -2,1 Mio. € in 2023. Angesichts der negativen Umsatzentwicklung und der im Ergebnis verarbeiteten Sondereffekte muss sowohl die Geschäfts- als auch die Ergebnisentwicklung als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden. 4. Chancen- und RisikoberichtDie Risikobeurteilung ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik, mit dem Ziel einer zeitnahen und permanenten Beurteilung der Risiken des Geschäftsbetriebes aufgrund vereinbarter Kennzahlen. Generell werden die Risiken des Geschäftsbetriebes auf Basis der gültigen Rahmenvorgaben (wie z.B. Management Policy, Code of Conduct, Credit Policy, Sales Policy etc.) der Gruppe permanent analysiert und im Jahresabschluss berücksichtigt. Durch die kürzlich vom EU-Parlament verabschiedete und mit dem Rat erzielte vorläufige Einigung über die schrittweise Steigerung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen und zur Abfallvermeidung, erwarten wir in Zukunft eine deutliche Verlagerung hin zu nachhaltigeren Produkten. Gerade hinsichtlich der Recyclingfähigkeit wurden unseren Kunden bereits zahlreiche Neuentwicklungen vorgestellt. Zudem sollen unsere neuen Fertigungsmöglichkeiten (Extrusions- und Dispersionsbeschichtung und Leimkaschierung auf einer Anlage) deren vollständiger Anlauf Ende des 2ten Quartals 2024 geplant ist, unsere Fertigungsmöglichkeiten für nachhaltigere Verpackungslösungen deutlich erhöhen. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich bei Beschaffung und Absatz überwiegend auf den Euroraum, daher sind Währungsrisiken von unwesentlicher Bedeutung. Unabhängig von den Absatzmärkten wird das allgemeine Ausfallrisiko von Forderungen weiterhin als relevant angesehen. Neben dem Abschluss einer Warenkreditversicherung besteht ein striktes Forderungsmanagementsystem. Durch das hohe Alter unseres Maschinenparks der Walki GmbH droht ein erhöhter Instandhaltungsaufwand und zudem die Gefahr eines längeren Maschinenstillstandes, wenn nicht mehr erhältliche Anlagenkomponenten ausfallen. Dieses Risiko wurde durch den kompletten Umbau eines Extruders gemindert, besteht für andere Anlagen aber weiterhin. In ein paar Jahren erreicht ein größerer Anteil der Belegschaft das Renteneintrittsalter. Hier drohen ohne eine langfristige Nachfolgeplanung gerade für Maschinenführer erhebliche Know-How- und Kapazitätsverluste. Durch verstärkte Ausbildungsanstrengungen versuchen wir dem Know-How- und Kapazitätsverlust entgegenzutreten. Durch die überhitzten Marktgegebenheiten resultiert ein Risiko, dass der Nachfragemarkt einbricht mit der Konsequenz, dass die Preise auf Verkaufs- und Einkaufsseite unterschiedlich stark beeinflusst werden. Die geopolitischen Spannungen (China-Taiwan, Nahost, Russland-Ukraine) könnten eskalieren, und eine erhebliche Störung der Lieferketten verursachen und einen drastischen Einbruch der Weltkonjunktur auslösen. Die Risiken wurden ihrer Bedeutung nach aufgeführt. Insgesamt stehen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis. In Summe sind derzeit und nach unseren weiteren Planungen keine wirtschaftlichen oder rechtlichen, bestandsgefährdenden, Risiken zu erkennen. 5. PrognoseberichtDie EU-Kommission geht in ihrer Frühjahrsprognose 2024 von einer leichten Erholung der Konjunktur in der EU für 2024 aus und prognostiziert ein Wachstum von +1,0% nach +0,4% im Jahr 2023. Für 2025 wird dann ein Wachstum von +1,6% erwartet. Auch in Deutschland soll sich die Konjunktur erholen und nach einem Schrumpfen der Wirtschaft um -0,3% in 2023 im EU-Vergleich unterdurchschnittlich mit 0,1% in 2024 und 1,0% in 2025 wachsen. Die Entscheidung der EU zur Abfallvermeidung und zur schrittweisen Erhöhung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen sowie zum teilweisen Verbot von Kunststoffverpackungen sollte den Verkauf unserer Produkte fördern. Jedoch bleibt abzuwarten, wie schnell die Markenhersteller die Verpackungen ihrer Produkte umstellen, da diese Verpackungslösungen meist teurer sind, und sich angesichts der hohen Preissteigerungen der Vergangenheit eine verändertes Kaufverhalten (Konsumzurückhaltung und Trend zu günstigeren Eigenmarken) eingestellt hat. Von politischer Seite kann der zunehmende Protektionismus erhebliche negative Auswirkungen gerade auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft haben. Die Walki GmbH plant für 2024 einen externen Produktumsatz in Höhe von 64,5 Mio. €. und ein EBITDA in Höhe von 6,3 Mio. €. Die aktuelle Ertragslage lässt jedoch erwarten, dass das budgetierte Jahresergebnis nicht erreicht wird.
Steinfurt, den 5. August 2024 Wolfgang Thißen, Geschäftsführer Nikolaus Wolfram, Geschäftsführer FeststellungDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde am 05.11.2024 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
4 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen