Restart Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thorsten Blöcker seit 14.3.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Fortuna International S.à r.l. | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bo Parts GmbHNentershausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Grundlagen des Unternehmens1.1 Darstellung de s Geschäftsmodells Die Bo Parts ist eine 100 % -Tochtergesellschaft der FRIMO Group GmbH und wird in deren Konzern einbezogen. Der Standort Bo Parts in Nentershausen nimmt mit seinem Geschäftsmodell eine Sonderrolle innerhalb der FRIMO Gruppe ein. Nach dem Ende der Serienfertigung eines Fahrzeugs steht der Automobilhersteller bei seinen Kunden in der Pflicht, die Lieferung von Bauteilen auch nach Ende der Serienfertigung für einen Zeitraum von 15 Jahren zu gewährleisten. Bo Parts übernimmt diese Aufgaben und fertigt bei regelmäßiger Anfrage der Autohersteller eine gewisse Losgröße von Bauteilen, und das mit den noch vorhandenen Originalwerkzeugen aus der Serienfertigung. FRIMO hat diese Aufgaben von Kunden wie BMW, Daimler, VW oder auch Audi für einige Modelle übernommen. Bo Parts fertigt zudem für einen Tier 1 die Seitenverkleidungen für die Serienfertigung eines Fahrzeugmodells. Aufgrund der Bündelung vieler FRIMO Technologien in einem Haus und dem vorhandenen Know-how der Mitarbeiter, ist Bo Parts schnell zu einem kompetenten Partner der Automobilindustrie geworden. Potential hat Bo Parts auch bei der Fertigung von Prototypenbauteilen. Einerseits kann der Kunde die verschiedensten Verfahren und Materialien für sein Bauteil testen, andererseits eine geringe Stückzahl fertigen lassen. 1.2 Grundlagen der internen Steuerung und Steuerungskennzahlen Die Bo Parts GmbH wird durch die Geschäftsführer und die Bereichsverantwortlichen gesteuert. Zur Unternehmenssteuerung werden zur Management-Information regelmäßig die Umsatz-, Kosten- und Ertragsentwicklung des Unternehmens im Vorjahresvergleich und Plan-Ist-Abweichungen analysiert, zudem wird eine operative Unternehmensplanung stetig aktualisiert. Wesentliche Veränderungen bei den Leistungsindikatoren gibt es nicht. Für die Bo Parts GmbH sind insbesondere folgende finanzielle Leistungsindikatoren von Relevanz: Auftragseingang, Umsatzerlöse, Gesamtleistung und EBITDA. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft hat seit Ende des Jahres 2016 spürbar angezogen. Gleichzeitig sind die Investitionen und der Welthandel deutlich angestiegen. Das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) lag 2017 bei 3,3 % und damit deutlich über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 2,6 %. Nahezu alle großen Volkswirtschaften trugen zu dieser Entwicklung bei: So war das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Vereinigten Staaten, in China, im Euro-Raum und in Japan im Jahr 2017 höher als im Vorjahr. Dabei hat der Euro-Raum in besonderem Maße zum positiveren Bild beigetragen. Mit 2,3 % erreichte die Wachstumsrate im Jahr 2017 den höchsten Wert seit dem Vorkrisenjahr 2007. Das unerwartet starke Wachstum im Euro-Raum könnte zur Aufwertung des Euro beigetragen haben. Der effektive Wechselkurs des Euro ist im Jahresverlauf 2017 um knapp 7 % gestiegen und befindet sich gegenwärtig auf dem Niveau des Jahresbeginns 2014. Ungeachtet des höheren Wechselkurses entwickelten sich die Warenexporte in Länder außerhalb des Euro-Raums zuletzt äußerst positiv, was vor allem auf die dynamischere Weltwirtschaft zurückzuführen sein dürfte. Neben dem sehr positiven außenwirtschaftlichen Umfeld bleibt die heimische Nachfrage im Euro-Raum der wichtigste Pfeiler des Aufschwungs. Der anhaltende Beschäftigungsaufbau erhöht die verfügbaren Einkommen der Haushalte, während Unternehmen offenbar größeres Zutrauen in die Festigkeit des Aufschwungs gewinnen und ihre Investitionstätigkeit deutlich ausweiten. In den Vereinigten Staaten haben sich der Aufschwung und der damit einhergehende Beschäftigungsaufbau weiter fortgesetzt. Die Verbraucherpreisinflation liegt knapp über 2 %. Die zum Jahresende 2017 beschlossene umfassende Steuerreform in den Vereinigten Staaten senkt die Besteuerung von privaten Einkommen und Unternehmensgewinnen. Zudem ändern sich die Abschreibungsmöglichkeiten bei Investitionen sowie die Besteuerung international tätiger Unternehmen. Insgesamt dürfte diese Reform die Investitionsanreize in den Vereinigten Staaten stärken und dadurch das Potenzialwachstum steigern. Die US-Notenbank Federal Reserve hat angesichts dieser positiven Entwicklung ihren Leitzins - die Federal Funds Rate - letztmalig im Juni 2018 um 0,25 Punkte auf einen Zielkorridor von nun 1,75 bis 2,00 Punkte gesenkt. Die Fed setzt damit ihren eingeschlagenen Kurs der moderaten Leitzinserhöhungen fort. Das Vereinigte Königreich weist im Gegensatz zu den übrigen G7-Staaten im Jahr 2017 eine niedrigere Jahreswachstumsrate des BIP als im Vorjahr auf. Insbesondere das Wachstum des privaten Konsums ging zurück. Hieran dürfte die schwache Entwicklung der Realeinkommen infolge der abwertungsbedingt gestiegenen Inflation einen erheblichen Anteil haben. Dies liegt nicht zuletzt an der andauernden Unsicherheit infolge der schwierigen und in ihrem Ergebnis noch offenen Austrittsverhandlungen mit der EU. Im Zuge des Konjunkturaufschwungs hat sich die Arbeitsmarktlage in den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften merklich verbessert. Die Arbeitslosenquoten befinden sich in vielen Ländern inzwischen auf einem sehr niedrigen Niveau. Dies gilt insbesondere für die Vereinigten Staaten, Japan, das Vereinigte Königreich und Deutschland. Die Lage der Schwellenländer hat sich stabilisiert und etwas aufgehellt. In China expandierte die Volkswirtschaft im Verlauf des Jahres 2017 etwas kräftiger als erwartet. Das immer noch hohe Wachstum von 6,9 % im Jahr entspricht in etwa den durch die Pläne der Regierung vorgegebenen Werten. Die sonstigen asiatischen Schwellenländer wuchsen ebenfalls weiter kräftig. Das Wachstum in Indien hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2017 wieder beschleunigt. Verbessert stellt sich zudem die Lage in Lateinamerika dar. So scheint Brasilien seine konjunkturelle Talsohle durchschritten zu haben. Deutschland Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag. Positive Wachstumsimpulse kamen 2017 primär aus dem Inland: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 % höher als ein Jahr zuvor, die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit + 1,4 % unterdurchschnittlich. Insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen legten 2017 im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich zu (+ 3,0 %). Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2017 von knapp 44,3 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Nach ersten Berechnungen waren im Jahr 2017 rund 638 000 Personen oder 1,5 % mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Das entspricht der höchsten Zunahme seit dem Jahr 2007. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. 2.2 Entwicklung der für die FRIMO Unternehmensgruppe relevanten Märkte Die Automobilindustrie ist eine Wachstumsindustrie. Der weltweite Fahrzeugabsatz wächst seit Jahren stetig und auch in den nächsten Jahren ist kein Ende in Sicht. Auch das Jahr 2017 war für die internationalen Automobilmärkte erneut ein gutes Jahr. Die Entwicklung stellte sich auf den unterschiedlichen Märkten wie folgt dar: 1 In Deutschland wurden 2017 gut 3,4 Mio. Pkw neu zugelassen. Das ist ein Plus von 3 Prozent. Der deutsche Pkw-Markt wuchs damit im vergangenen Jahr das vierte Mal in Folge und erreichte damit das höchste Volumen dieses Jahrzehnts. Die deutschen Pkw-Hersteller haben im Gesamtjahr 2017 gut 5,6 Mio. Pkw hergestellt, was einem Rückgang von ca. 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Pkw-Export lag im Gesamtjahr 2017 mit knapp 4,4 Mio. Neuwagen knapp unter dem Wert des Vorjahres In Europa (EU28+EFTA) wurden im Gesamtjahr 2017 15,6 Mio. Einheiten verkauft, das sind rund 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat der europäische Automobilabsatz das höchste Niveau seit 2007 erreicht. In Westeuropa stiegen die Neuzulassungen 2017 um 2,5 Prozent auf 14,3 Mio. Pkw. Darin zeigt sich die bessere wirtschaftliche Lage in Europa auch auf den Pkw-Märkten. Großbritannien allerdings kann das hohe Niveau der vergangenen Jahre nicht halten. Hier werden die Unsicherheiten durch die Brexit-Diskussion deutlich. China, der größte Automobilmarkt der Welt, legt erneut zu. Der Markt schloss das Jahr mit 24,2 Mio. verkauften Pkw ab, 2 Prozent mehr als 2016. Der US-amerikanische Light-Vehicle-Markt geht, erstmals nach sieben Jahren Wachstum, leicht zurück - um 2 Prozent auf 17,1 Mio. Einheiten im Geschäftsjahr 2017, liegt damit aber weiterhin auf hohem Niveau. Dabei ging der Absatz von Pkw deutlich zurück, im Light-Truck-Segment hingegen stiegen die Verkäufe leicht an. Auch in den übrigen wichtigen Märkten konnten teils kräftige Zuwachsraten verbucht werden. In Indien zog das Absatzvolumen 2017 um 9 Prozent an. Es wurden 3,2 Mio. Einheiten verkauft. Der Absatz von Neuwagen auf dem japanischen Markt stieg um 6 Prozent auf 4,4 Mio. Fahrzeuge. Der brasilianische Light-Vehicle-Markt erreichte im vergangenen Jahr 2,2 Mio. Einheiten, 9 Prozent über Vorjahresniveau. Insgesamt betrachtet haben sich die weltweiten Automobil-Märkte im Jahr 2017 sehr gut entwickelt. Gegenüber dem Vorjahr ist der Absatz um 2 Prozent auf 84,6 Mio. Neuwagen gestiegen. Im Bereich des Maschinenbaus stieg nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) der Umsatz allein in Europa 2017 um 6 Prozent auf 777 Mrd. Euro. Der globale Maschinenumsatz (ohne Serviceleistungen) legte dagegen 2017 nur leicht zu um 1 Prozent auf 2,6 Billionen Euro. Deutschland verteidigte im vergangenen Jahr seine Position als drittgrößter Maschinenproduzent weltweit hinter China und den Vereinigten Staaten von Amerika mit einem Umsatz von 274 Mrd. Euro (plus 5 % gegenüber dem Vorjahr). Damit entfielen knapp 11 % des weltweiten Maschinenumsatzes auf die Bundesrepublik. Insgesamt haben sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert, wobei auf die existierenden Unsicherheiten hingewiesen werden muss, auf die im Risikobericht näher eingegangen wird. 2.3 Allgemeine Geschäftsentwicklung Bo Parts als Teil der FRIMO Unternehmensgruppe profitiert nicht unmittelbar von den Stückzahlen, sondern von der Vielzahl der Automodelle sowie der eingesetzten Technologien, die vorrangig für die Produktion der Bauteile im Fahrzeuginnenraum verwendet werden. Besonders die deutschen OEM verfolgen eine stringente Diversifizierungsstrategie, um viele Kunden zu bedienen und so ihre Marktanteile zu sichern und auszubauen. In den kommenden Jahren bringen sie jeweils durchschnittlich sechs neue Modellreihen jährlich auf den Markt. Das ist nahezu eine Verdoppelung des Produktportfolios in nur zehn Jahren. Die zielstrebige Verfolgung der bestehenden Strategie der Produkt- und Technologieerweiterung hat sich bewährt. Neben den bestehenden Kompetenzzentren in Deutschland werden die Wachstumsmärkte in Asien und in der NAFTA-Region lokal bedient. Den anhaltend steigenden Kostendruck wird FRIMO durch die weitere Optimierung der internen Strukturen und Abläufe, den Auf- und Ausbau der vorhandenen und zu entwickelnden Best-Cost-Country Strukturen in Ungarn, China und Mexiko, sowie durch die Weiterentwicklung der Beschaffungsfunktion in Richtung strategischer Einkauf und der damit verbundenen Lieferantenentwicklung begegnen. Der Trend eines fortwährenden Preisdrucks seitens der OEM und der Tier1 wird sich gegenüber 2017 aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation in 2018 nicht entspannen. Darüber hinaus steht für die Kunden auch die Vorfinanzierung von laufenden Projekten im Fokus, was unmittelbar Einfluss auf den Finanzierungsbedarf der FRIMO hat. Aus diesen Gründen prüft FRIMO permanent die strategische Ausrichtung sowie die Definition des Kerngeschäftes, um auf die veränderten Marktbedingungen schnell und angemessen reagieren zu können. Innerhalb des Geschäftsfeldes spielt die Modellvielfalt insbesondere im Premiumsegment eine dominante Rolle für das Marktumfeld der FRIMO Unternehmensgruppe. Wir sehen uns in einer stabilen Wettbewerbssituation und führend im Markt aufgestellt als Anbieter hochwertiger Kundenlösungen. Aktuelle Themen innerhalb der Automobilindustrie wie E-Mobilität, autonomes Fahren sowie die Senkung der Emissionen werden den Markt künftig noch stärker verändern und die Volatilität auf dem Markt erhöhen. 2.3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres in Höhe von T€ 17.759 haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 18,1 % erhöht. Auch der Auftragseingang entwickelte sich mit T€ 17.805 (Vorjahr T€ 12.761) im Geschäftsjahr 2017 deutlich ansteigend (39,5 %). Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres entwickelten sich nach Regionen wie folgt.
Der Anstieg des Auftragseingangs sowie des Umsatzes insbesondere im Inland ist auf den höheren Abruf bei der Teilefertigung des Volkswagen Multivan T6 im Laufe des Geschäftsjahres, sowie auf die Abwicklung größerer Projekte im Ersatzteilbereich beim Kunden BMW zurückzuführen. 2.3.2 Beschaffung Den volatilen Preisen bei der Beschaffung von Rohstoffen und Zukaufteilen begegnete die FRIMO Unternehmensgruppe im Jahr 2017 mit verschiedenen Maßnahmen zur Kostenoptimierung in diesem Segment. Sorgfältige Auswahl von Zulieferern, sowie langfristige Verträge und Konditionen bieten Bo Parts Planungssicherheit im Bereich der Materialbeschaffung. 2.3.3 Produktion Aufgrund der sehr stark angestiegenen Auftragslage waren die Produktionskapazitäten der Bo Parts während des gesamten Geschäftsjahres 2017 sehr gut ausgelastet. Stillstands- und Ausfallzeiten sind nur in geringem Umfang eingetreten. 2.3.4 Personal Das Stammpersonal der Bo Parts hat sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 26 Mitarbeiter auf insgesamt 106 Stellen erhöht. In der Branche, in der sich die Bo Parts bewegt, sind gut ausgebildete, hoch qualifizierte Fachkräfte eine wichtige Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Das hohe Innovationstempo erfordert es, insbesondere in den zukunftsträchtigen Technologien die vorhandenen Mitarbeiter weiterzubilden bzw. neue Mitarbeiter mit entsprechendem Know-How über den Arbeitsmarkt für die Bo Parts zu gewinnen. Intensive Schulungsmaßnahmen, sichern den Know-How Aufbau und minimieren die Personalrisiken insbesondere durch Fluktuation. Eine gute Mitarbeiterführung, erfolgsabhängige Vergütungssysteme und Entwicklungschancen bieten den Mitarbeitern attraktive Perspektiven. Bo Parts hat sich dadurch einen sehr guten Ruf als Arbeitgeber erarbeitet. 2.3.5 Investitionstätigkeit An Investitionen sind insgesamt T€ 309 zur Zukunftssicherung aufgewendet worden. Die Mittel flossen vor allem in die Modernisierung einer Laseranlage sowie in die Erweiterung der Produktionsflächen. Die Gesellschaft führte Entwicklungstätigkeiten im Zusammenhang mit dem Produkt PURe Skin durch, wobei im Geschäftsjahr T€ 96 der Entwicklungskosten aktiviert wurden. 2.3.6 Finanzierung Zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs ist die Bo Parts GmbH in das Cashpooling der Muttergesellschaft eingebunden. Zum Stichtag betrugen die Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling T€ 3.422. Eigene Kontokorrentkreditlinien besitzt die Bo Parts GmbH nicht. 2.3.7 Umwelt Schon bei der Konzeption von Produktionsabläufen wird bei Bo Parts darauf geachtet, dass bei sämtlichen Arbeitsschritten Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Auch Verfahren und Werkstoffe werden im Rahmen der Möglichkeiten regelmäßig auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft und verbessert. Der Umweltschutz nimmt seit jeher einen wichtigen Platz bei Bo Parts ein, u.a. sind wir bemüht, die Produkte immer sicherer und umweltschonender zu gestalten. Die Einhaltung von gesetzlichen Auflagen wird dabei durch unsere Qualitätsstandards gewährleistet. Ebenso führen wir freiwillige Maßnahmen des vorbeugenden Umweltschutzes durch. 2.4. Darstellung der Lage 2.4.1 Ertragslage Nachfolgend geben wir die Ergebnisrechnung nach betriebswirtschaftlichen Kriterien gegliedert wieder:
Die Gesamtleistung der Bo Parts ist im Jahr 2017 (17,9 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr (15,2 Mio. €) um rund 18,0 % angestiegen. Ursächlich hierfür sind insbesondere höhere Umsatzanteile im Inland, aufgrund des gestiegenen Abrufs von Serienteilen des Volkswagen Multivan T6 im Laufe des Geschäftsjahres, sowie die Abwicklung größerer Projekte im Ersatzteilbereich beim Kunden BMW. Die Erhöhung der anderen aktivierten Eigenleistungen um T€ 25 auf T€ 59 ist auf die Entwicklungstätigkeiten im Zusammenhang mit dem Produkt PURe Skin zurückzuführen. Die operative Kostenquote - Personal- und Materialaufwand - liegt in 2017 bei 80,9 % (Vorjahr 82,7 %). Die Personalaufwendungen sind vor allem aufgrund des Personalaufbaus und aufgrund von Lohnerhöhungen um rund 31,1 % gestiegen. Der anteilige Materialaufwand konnte aufgrund deutlich geringer Fremdleistungen im Zusammenhang mit den Kapazitätserweiterungen im Geschäftsjahr auf 57,9 % (Vorjahr: 62,0 %) erheblich gesenkt werden. Insbesondere hat sich die sbA-Quote (sonstige betriebliche Aufwendungen im Verhältnis zur Gesamtleistung) aufgrund der Fixkostendegression im Geschäftsjahr auf 12,9 % (Vorjahr 13,2 %) verringert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Geschäftsjahr 2017 um rund € 0,5 Mio. an und beläuft sich auf € 1,1 Mio. Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete die Bo Parts GmbH einen Jahresüberschuss von T€ 273 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 236). 2.4.2 Vermögens- und Finanzlage Analyse der Vermögensstruktur:
Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 % auf T€ 3.008 vermindert. Die Abschreibungen des Berichtsjahres in Höhe von T€ 558 überschreiten die in Höhe von T€ 309 getätigten Investitionen. Das Working Capital hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Ursächlich für das gestiegene Working Capital sind vor allem der stichtagsbezogene Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen. Analyse der Kapitalstruktur:
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt unter Berücksichtigung einer um T€ 690 gesunkenen Bilanzsumme 33,2 % (Vorjahr 28,3 %). Innerhalb der kurzfristigen Fremdmittel sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um T€ 470 auf T€ 1.528 sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen um T€ 511 auf T€ 3.843 gesunken. Der wesentliche Teil der kurzfristigen Fremdmittel entfällt mit 40,4 % (Vorjahr 42,7 %) auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Finanzverrechnungen. Die Kapitalflussrechnung nach den Vorgaben des DRS 21 entwickelte sich in T€ wie folgt:
Im Jahresergebnis von T€ 273 (Vorjahr T€ -236) sind als wesentliche zahlungsunwirksame Komponenten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von T€ 558 (Vorjahr T€ 630) enthalten. Bei den übrigen Veränderungen der Aktiva und Passiva wirken sich insbesondere die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen positiv auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus. Gegenläufig wirkt die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf den laufenden Cashflow. Der sich insgesamt ergebende Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt bei T€ 1.215 und somit um T€ 689 über dem des Vorjahres. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ 305 und liegt damit über dem Vorjahresniveau. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet Mittelabflüsse in Höhe von T€ 931 aus der Veränderung des Cashpooling gegenüber der FRIMO Group GmbH. 2.4.3 Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage Die für den Unternehmenserfolg der Bo Parts wesentlichen Kennzahlen (Auftragseingang, EBITDA, Umsatzerlöse und Gesamtleistung) haben sich gegenüber dem Vorjahr sehr positiv entwickelt. Die prognostizierte erhebliche Steigerung beim Auftragseingang wurde mit einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 39,5 % eingehalten. Die im Vorjahr prognostizierte signifikant ansteigende Wachstumsrate der Gesamtleistung und der deutlich ansteigenden Umsatzerlöse konnte im Wesentlichen aufgrund des höheren Abrufs von Serienteilen des Volkswagen Multivan T6 im Laufe des Geschäftsjahres, sowie aufgrund der Abwicklung größerer Projekte im Ersatzteilbereich beim Kunden BMW erreicht werden. Die Gesamtleistung stieg im Geschäftsjahr um rund 18,0 % an und die Umsatzerlöse wuchsen um rund 18,1 %. Die Prognose des Vorjahres hinsichtlich eines leicht steigenden EBITDA wurde mit einer Steigerung von 81,4 % deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Abschreibung und Finanzergebnis liegt aufgrund gestiegener Gesamtleistung und Umsatzerlöse rund T€ 504 über dem des Vorjahres, was auf die geschilderte positive Marktentwicklung im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. 3. Berichterstattung zur voraussichtlichen Entwicklung / Prognosebericht3.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft befindet sich in einer konjunkturellen Expansionsphase. Mit einer Rate von 3,3 % stieg die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2017 kräftiger als in den vergangenen fünf Jahren. Nahezu alle großen Volkswirtschaften trugen zu dieser Entwicklung bei: So war das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Vereinigten Staaten, in China, im Euro-Raum und in Japan im Jahr 2017 höher als im Vorjahr. Für die Weltwirtschaft hebt der Sachverständigenrat seine Prognose für das Jahr 2018 leicht an und erwartet nun einen Anstieg des BIP von 3,4 %. Im Jahr 2019 dürfte der Produktionsanstieg nicht zuletzt durch die zunehmende Kapazitätsauslastung gedämpft werden, sodass die Wachstumsrate mit 3,1 % etwas geringer ausfallen dürfte. Der Aufschwung geht mit einer deutlichen Belebung des Welthandels einher. Mit der zunehmenden Auslastung der Produktionskapazitäten und dem deutlichen Anstieg des Ölpreises in der zweiten Jahreshälfte 2017 dürften die Inflationsraten im Jahr 2018 in den meisten Ländern leicht zunehmen. Für die Gruppe der Schwellenländer hebt der Sachverständigenrat seine Wachstumsprognose für das Jahr 2018 ebenfalls leicht an. Gelingt es der chinesischen Regierung weiterhin, größere Verwerfungen im Finanzsystem ohne zu starke negative Rückwirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung zu vermeiden, dürfte das BIP in China im Prognosezeitraum in etwa gemäß dem Planziel der Regierung zunehmen. Die zum Jahresende 2017 beschlossene umfassende Steuerreform in den Vereinigten Staaten senkt die Besteuerung von privaten Einkommen und Unternehmensgewinnen. Zudem ändern sich die Abschreibungsmöglichkeiten bei Investitionen sowie die Besteuerung international tätiger Unternehmen. Insgesamt dürfte diese Reform die Investitionsanreize in den Vereinigten Staaten stärken und dadurch das Potenzialwachstum steigern. Der Sachverständigenrat geht für seine Prognose von positiven Effekten dieser Steuerreform auf das BIP in den Vereinigten Staaten aus. Die kumulierten Wachstumseffekte für die Jahre 2018 und 2019 dürften etwas über einem halben Prozentpunkt liegen. Für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft besteht die Chance eines noch stärkeren synchronen Aufschwungs der großen Volkswirtschaften. Andererseits haben sich seit dem vergangenen Herbst einige Risiken verschärft. Neben geopolitischen Risiken geben insbesondere die vom US-amerikanischen Präsidenten Trump eingeführten Zölle Anlass zur Sorge. Eine Eskalation des Handelskonflikts würde internationale Wertschöpfungsketten beeinträchtigen und mittelfristig das internationale, regelbasierte Handelssystem bedrohen. Hiervon wären vor allem die Wachstumsaussichten von besonders offenen und international stark verflochtenen Volkswirtschaften betroffen. Ein weiteres Risiko geht von der Geldpolitik der großen Notenbanken aus. Die anhaltende Niedrigzinspolitik erhöht das Risiko von Fehlallokationen und birgt Risiken für die Finanzmarktstabilität. Angesichts der guten konjunkturellen Lage im Euro-Raum und der wieder höheren Inflation ist die Einleitung eines Ausstiegs der EZB aus der expansiven Geldpolitik überfällig. Ausblick Euroraum Die Wirtschaft im Euro-Raum ist in der zweiten Jahreshälfte 2017 weiter kräftig gewachsen. Mit 2,3 % erreichte die Wachstumsrate im Jahr 2017 den höchsten Wert seit dem Vorkrisenjahr 2007. Für das Jahr 2018 hebt der Sachverständigenrat seine Prognose von 2,1 % auf 2,3 % an. Im Jahr 2019 dürfte sich die Wachstumsrate angesichts der zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Auslastung auf 1,9 % reduzieren und sich damit dem geschätzten Potenzialwachstum von 1,4 % annähern. Die geschätzte positive Produktionslücke dürfte im Jahr 2018 bei 1,0 % liegen und im Jahr 2019 auf 1,5 % ansteigen. So bereitet es den Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten, ausreichend Arbeitskräfte zu finden, um die bestehende Nachfrage bedienen zu können. Dies gilt insbesondere für Deutschland und die osteuropäischen Mitgliedstaaten des Euro-Raums. Das unerwartet starke Wachstum im Euro-Raum könnte zur Aufwertung des Euro beigetragen haben. Der effektive Wechselkurs des Euro ist im Jahresverlauf 2017 um knapp 7 % gestiegen und befindet sich gegenwärtig auf dem Niveau des Jahresbeginns 2014. Ungeachtet des höheren Wechselkurses entwickelten sich die Warenexporte in Länder außerhalb des Euro-Raums zuletzt äußerst positiv, was vor allem auf die dynamischere Weltwirtschaft zurückzuführen sein dürfte. Auftragseingänge und Erwartungen hinsichtlich des Ausfuhrvolumens in den kommenden Monaten waren zu Jahresende ebenfalls aufwärtsgerichtet und lassen eine positive Exportentwicklung im Jahr 2018 erwarten. Die Inflationsrate im Euro-Raum wurde im vergangenen Jahr vor allem von der volatilen Rohölpreisentwicklung beeinflusst. Ein besonderes Risiko für die Wirtschaftsentwicklung in Europa ist der nach wie vor der unklare Ausgang der Verhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Ein ungeordneter Brexit stellt insbesondere für das Vereinigte Königreich ein bedeutendes Risiko dar. Aber auch für die verbleibenden Mitgliedstaaten der EU würden sich hieraus spürbare negative Impulse ergeben, nicht zuletzt über mögliche Turbulenzen an den Finanzmärkten. Darüber hinaus bestehen in einzelnen Mitgliedstaaten Finanzstabilitätsrisiken aufgrund der Fragilität vieler Banken fort, insbesondere im Hinblick auf die noch vorhandenen notleidenden Kredite. Ausblick Deutschland Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem Aufschwung. Der Sachverständigenrat erwartet jahresdurchschnittliche Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,3 % beziehungsweise 1,8 % in den Jahren 2018 und 2019. Im Prognosezeitraum bis zum Jahr 2019 ist damit zu rechnen, dass die Kapazitätsengpässe und die Arbeitskräfteknappheit mehr und mehr das Wachstum hemmen werden. Zwar lassen sich angesichts der moderaten Preisdynamik bislang keine Überhitzungsanzeichen ausmachen. Die konjunkturelle Überauslastung hat aber weiter zugenommen. 3.2 Entwicklung der für Bo Parts relevanten Märkte Die Bilanz der ersten vier Monate des Jahres 2018 ist in den PKW Weltmärkten überwiegend positiv. Offensichtlich trotzen die Verkaufszahlen in den wichtigsten Märkten den gestiegenen politischen Risiken und Debatten im In- und Ausland. Der Pkw-Inlandsmarkt ist um 5 Prozent auf rund 1,2 Mio. Einheiten gestiegen, dies entspricht dem höchsten Marktvolumen in den ersten vier Monaten eines Jahres seit 2009. Produktion und Export lagen leicht unter dem hohen Vorjahresniveau. Die großen Märkte - USA, China, Europa - festigen sich nach der kräftigen Wachstumsdynamik der letzten Jahre auf hohem Niveau. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres wurden in Europa insgesamt 5,6 Mio. Pkw neu zugelassen, ein Zuwachs von 3 Prozent. Das Volumen des US-Light-Vehicle-Marktes liegt im bisherigen Jahresverlauf mit 5,4 Mio. verkauften Light Vehicles auf Vorjahresniveau. Von Januar bis April erreichte der chinesische Pkw-Markt ein Wachstum von 6 Prozent (7,87 Mio. verkaufte Neuwagen). Die Perspektiven für das Gesamtjahr 2018 sind also weiterhin sehr vielversprechend. Der Pkw-Weltmarkt wächst im Jahr 2018 gemäß der Prognose des Branchenverbandes VDA weiter auf 86 Mio. Pkw (+1 Prozent). Die drei großen Märkte - USA, China, Europa - stehen für 70 Prozent des Pkw-Weltmarktes. Der gesamteuropäische Pkw-Markt wird sein Niveau mit 15,6 Mio. Einheiten halten. Westeuropa hingegen wird durch einen Rückgang in Großbritannien (-5 Prozent) gebremst, so dass ein leichtes Minus (-1 Prozent) auf gut 14,2 Mio. Pkw zu erwarten ist. Dem US-Markt mangelt es 2018 weiter an Dynamik, der VDA rechnet mit einem Absatz von gut 16,8 Mio. Light Vehicles (-2 Prozent); nach wie vor ist das ein ordentliches Niveau. China hingegen bleibt auf Wachstumskurs mit einem Plus von 2 Prozent auf gut 24,6 Mio. Pkw. Russland und Brasilien erholen sich weiter. Der indische Markt dürfte 2018 um 10 Prozent auf 3,6 Mio. Pkw steigen und damit erstmals größer werden als der deutsche Pkw-Markt. Die Märkte profitieren weiterhin von niedrigen Zinsen und einem ebenfalls niedrigen Ölpreis. Doch andererseits gibt es international einige erhebliche politische Risiken. Dazu gehört der Brexit mit all seinen Unsicherheiten und einem ungewissen Ausgang der Verhandlungen. Dazu gehören ebenfalls handelspolitische Fragen Europas im Verhältnis zu den USA. Im Bereich des Maschinenbaus sind die Vertreter des Branchenverbandes VDMA für 2018 ebenfalls optimistisch gestimmt. Für den globalen Maschinenumsatz wird ein Plus von 4 Prozent erwartet. Die Maschinenbauer in Deutschland rechnen für das laufende Jahr mit einer anhaltend guten Konjunktur. Das Wachstum der vergangenen Monate dürfte sich national und international trotz vieler Unsicherheiten fortsetzen. Angesichts recht dynamischer Auftragseingänge, die jetzt nach und nach zu Umsatz werden, sowie guter Perspektiven für die Nachfrage erhöht der VDMA seine Produktionsprognose von bisher real plus 3 auf plus 5 Prozent. Der Maschinenbau in Deutschland lebt insbesondere vom Export, mehr als drei Viertel aller produzierten Güter werden ausgeführt. Der größte Einzelmarkt, die Vereinigten Staaten, werden sich weiterhin expansiv entwickeln. Die amerikanische Unternehmenssteuerreform mit ihren deutlich verbesserten Abschreibungsbedingungen könnte neue Investitionen ankurbeln, zumal Amerika viele Maschinen importieren muss. Allerdings birgt diese Entwicklung Unsicherheiten aufgrund des aktuellen Handelskonflikts, dessen Auswirkungen speziell auf den Maschinenbau heute noch nicht abschätzbar sind. Hier liegt sicher ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die Produktionsprognose des VDMA Seit Monaten wird eine öffentliche Debatte über den Verbrennungsmotor geführt, im Mittelpunkt steht dabei der Diesel. Industrie, Bund, Länder und Kommunen arbeiten intensiv daran, gemeinsam die Luftqualität in Städten weiter zu verbessern. Mit den für die Kunden kostenlosen Software-Updates von über 5 Mio. Diesel-Pkw, den Umstiegsprämien und der Erneuerung des Bestands können die NOx-Emissionen im Straßenverkehr bis Anfang 2019 um etwa 12 bis 14 Prozent gesenkt werden. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Gleichzeitig soll der Primärenergieverbrauch bis 2050 um die Hälfte gegenüber 2008 sinken. Speziell für den Verkehrssektor ist das Ziel eine Reduktion des Endenergieverbrauchs um rund 40 Prozent bis 2050 gegenüber 2005. Um diese Ziele zu erreichen, hat die Bundesregierung mit dem Nationalen Entwicklungsplan und dem Regierungsprogramm Elektromobilität ambitionierte Ziele für die Entwicklung der Elektromobilität vorgelegt. Das hat seinen Grund: elektrisch betriebene Fahrzeuge haben gegenüber Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb viele Vorteile. Elektrofahrzeuge sind eine schadstoffarme, bei Einsatz von Strom aus erneuerbaren Quellen sehr Klima schonende und insgesamt höchst energieeffiziente Alternative zum herkömmlichen Auto. In den nächsten fünf bis acht Jahren werden die deutschen Hersteller mehr als 150 neue Modelle mit Elektroantrieb auf die Straße bringen. Noch vor Ende dieses Jahrzehnts wird der Elektroantrieb (PHEV, BEV) in allen Segmenten vertreten sein, von der Kompaktklasse bis zum SUV. Wir erleben dann Reichweiten von mehr als 500 Kilometern mit einer Batterieladung. Bis 2020 investiert die deutsche Automobilindustrie über 40 Mrd. Euro in alternative Antriebe. Die zunehmende Elektrifizierung der Fahrzeuge und weitere ehrgeizige Pläne, die die globalen CO 2-Emissionen reduzieren sollen, lassen dem Leichtbau und damit dem Werkstoff CFK eine Schlüsselrolle in der Automobilindustrie zukommen, da entsprechende Leichtbaukonzepte die Massezunahme in Elektrofahrzeugen durch die erforderliche Batterie kompensieren müssen. Darum weitet sich das Einsatzgebiet von CFK im Automobilbau gegenwärtig aus, von exklusiven Fahrzeugen der Ober- beziehungsweise Luxusklasse hin zu Serienfahrzeugen mit jährlichen Absatzzahlen im fünfstelligen Bereich. 3.3 Allgemeine Geschäftsentwicklung Bo Parts hat in den letzten Jahren die richtigen Entwicklungsschritte als Partner der Automobilindustrie vorgenommen. Als Spezialist für die Fertigung kleiner Losgrößen bietet Bo Parts ein umfassendes Technologie- und Leistungsspektrum für mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit rund um die Serie. Bo Parts erstellt das für jeden Anwendungsfall optimale Konzept und kann die Fertigung quasi sämtlicher Muster-, Prototypen-, Exoten- oder Ersatzteile übernehmen. Die globale Automobilindustrie erlebt einen fundamentalen Wandel in neuer Dimension. Eine beschleunigte Internationalisierung, neue Fertigungsmethoden im Zuge von Industrie 4.0 und vielfältige technische Innovationen insbesondere für E-Mobilität und autonomes Fahren stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Dies betrifft nicht nur die Hersteller, sondern vor allem auch die Zulieferer. Sie werden in vielen Fällen ihr bisheriges Geschäftsmodell überprüfen und oftmals umsteuern, damit sie zukunftsfähig bleiben. Der Verbrennungsmotor - und damit ein Kernstück der deutschen Zulieferkompetenz - bleibt zwar auch in den kommenden Jahren auf der Agenda, doch werden die Wachstumsraten für die Elektromobilität deutlich höher sein. Elektromobilität, Digitalisierung und neue Formen der urbanen Mobilität sind - neben immer strengeren CO 2-Vorgaben - die Treiber der Entwicklung. Darauf richten sich Hersteller und Zulieferer bereits ein. Die vernetzte Fertigung in Zeiten von Industrie 4.0 bietet neue Chancen und Effizienzgewinne gerade auch in der Produktion. Neue Technologien wie Elektroantriebe, das autonome Fahren und neuartige Formen der Interaktion mit dem Auto fordern von manchen Zulieferern einen Umbau und eine Erweiterung der bisherigen Produktpalette - zukünftig werden immer mehr softwaregetriebene, dynamische Fahrzeug- und Powerkontrollsysteme gebraucht. Die Neuwagenkäufer werden weltweit anspruchsvoller, auch verändern sich ihre Mobilitätswünsche in Richtung Nutzerorientierung. Die Nachfrage nach hochwertig ausgestatteten Fahrzeugen steigt weiter, gleichzeitig nimmt aber auch die Preiselastizität der Nachfrage zu. Den Takt geben die Hersteller vor. Sie werden Entwicklung, Produktion und auch die Lieferantenbasis in Zukunft noch stärker in den wachsenden Absatzmärkten etwa in Asien positionieren. Von Zulieferern wird erwartet, dass sie diesen Weg mitgehen. Der Hochlauf der Elektromobilität macht die Spielräume für das traditionelle Geschäft enger. Trotz starker regionaler Unterschiede wird es ein weiteres Wachstum beim Automobilabsatz geben. Der Weltautomobilmarkt wird bis zum Jahr 2030 um gut 30 Prozent auf 123 Mio. produzierte Einheiten zunehmen. Im Jahr 2030 werden Elektroautos (BEV) rund ein Viertel des Pkw-Weltmarktes ausmachen. Der Anteil der Hybrid-Fahrzeuge steigt auf 37 Prozent. Nicht nur der technische Wandel sorgt für Druck: Lokale Beschaffungsquoten bis zu 80 oder 90 Prozent je nach Hersteller sowie globale Plattformen erfordern von den deutschen Automobilzulieferern ein noch stärkeres Engagement im Ausland, damit sie auch weiterhin im Geschäft sind. Der Wertschöpfungsanteil der Zulieferer wird somit weiter steigen. Die OEM´s versuchen weiterhin immer mehr Risiken (Entwicklungs-, Finanzierungs-, Logistik-, Produkthaftungsrisiken) in Richtung Zulieferer abzuwälzen. Aufgrund der Reduzierung der Fertigungstiefe bei den OEM´s wird die Hauptlast der Investitionstätigkeit auf die Zulieferer verlagert; innovative Finanzierungsstrategien gewinnen damit für die Zulieferer erheblich an Bedeutung. Bo Parts wird von dieser steigenden Variantenvielfalt profitieren. Die produzierte Stückzahl je Modell wird allgemein geringer ausfallen, was die Nachfrage nach Serienteilen in kleiner Losgröße antreiben wird. Hier wird Bo Parts als verlässlicher Partner der Automobilindustrie den Kunden auch weiterhin überzeugen. 3.3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Auftragslage war in den ersten Monaten des Jahres 2018 unter Plan, so dass der geplante Auftragseingang für das Gesamtjahr 2018 voraussichtlich nicht vollständig erreicht wird. Aufgrund des bisherigen Auftragseingangs in 2018 und des Leistungsüberhanges aus 2017 ist die aktuelle Auslastung sichergestellt. Beim Auftragseingang rechnen wir in 2018 gegenüber 2017 mit einem leichten Rückgang aufgrund der Marktsituation. 3.3.2 Beschaffung Wir gehen nach der in den vergangenen Jahren erfolgten Umsetzung von Maßnahmen zur Kostenoptimierung bei der zukünftigen Entwicklung von stabilen Beschaffungspreisen für Rohstoffe und Zukaufteile aus. 3.3.3 Personal Personalseitig sind nach dem Aufbau in den Jahren 2016 und 2017 für das kommende Jahr keine weiteren Aufstockungen geplant. Der Einsatz von Leiharbeitnehmern wird sich planmäßig aufgrund der rückläufigen Auftragssituation deutlich reduzieren. 3.3.4 Investitionstätigkeit Für 2018 und die folgenden Jahre sind aufgrund einer geplanten Auslastung und der mittelfristig positiven Wachstumsaussichten weiterhin Investitionen in gleichbleibender Höhe geplant, um den modernsten Stand der Technik sicher zu stellen. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit ist dabei das Sachanlagevermögen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgt aus dem Cash-Flow und über Leasing. 3.3.5 Finanzierung Die finanzielle Stabilität der Bo Parts GmbH hängt aufgrund des Cashpoolings im Wesentlichen von der Finanzierungssituation der gesamten FRIMO Unternehmensgruppe ab. Der FRIMO Konzern wird sich in 2018 gemäß den Planungsrechnungen zum überwiegenden Teil aus dem eigenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanzieren. Darüber hinaus wurde am 06. Februar 2018 ein neuer Konsortialkreditvertrag mit den Hausbanken der FRIMO in Höhe von Mio.€ 80,0 abgeschlossen, um die Finanzierung der FRIMO langfristig zu optimieren und das geplante langfristige Wachstum zu sichern. In diesem Zuge wurden bestehende Finanzierungen zurückgeführt. Durch diese Umfinanzierung im Februar 2018 hat sich das zur Verfügung stehende Finanzierungsvolumen der FRIMO um ca. Mio.€ 12 erhöht. 3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Resultierend aus der detaillierten Planung erwarten wir auf Ebene der Bo Parts GmbH gemäß Budget für 2018 im Vergleich zum sehr umsatzstarken Geschäftsjahr 2017 moderat bis deutlich sinkende Umsatzerlöse bedingt durch Konsolidierungseffekte im Markt. Der Auftragseingang liegt in der Prognose ebenfalls merklich unter dem des Vorjahres. Wesentliche Effekte beim Auftragseingang sehen wir beim rückläufigen Abruf für Serienteile des VW Multivan T6 im Geschäftsjahr 2018. Für die Gesamtleistung gehen wir ebenfalls von einem moderaten bis deutlichen Rückgang aus. Für das EBITDA rechnen wir für 2018 mit einem deutlichen Rückgang im Verhältnis zur Gesamtleistung gegenüber 2017 aufgrund von verhältnismäßig höheren Fixkosten. Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich die Ertragslage der gesamten FRIMO Unternehmensgruppe mittelfristig auf hohem Niveau festigen wird. Sondereinflüsse auf die wirtschaftliche Lage nach dem Prognosezeitraum sind derzeit nicht absehbar. Durch Cashpooling, Ergebnisabführungsverträge und die gemeinschaftliche Haftung von Konzerngesellschaften für Verbindlichkeiten der FRIMO Unternehmensgruppe sind die Konzerngesellschaften miteinander verbunden. Aufgrund der planmäßig positiven Entwicklungen in den vergangenen Geschäftsjahren, der im Jahr 2017 optimierten Finanzierungsstruktur und der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung gehen wir davon aus, dass die finanzielle Stabilität der FRIMO Unternehmensgruppe sich in 2018 weiterhin positiv entwickeln wird und weitere Spielräume für Investitionen in neue Technologien und Produkte bestehen. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. 4. Risikobericht4.1 Risikomanagement /Management Informationssysteme Innerhalb der Bo Parts werden - auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete - Management- und Kontrollsysteme eingesetzt. Hierzu gehören insbesondere die strategische Unternehmensplanung, die operative Budgetplanung sowie das damit in Verbindung stehende monatliche Reporting. Weiterhin wurden neben den bestehenden Reporting Tools das Risiko-Management in den Bereichen Projektcontrolling, Lieferantenmanagement, Qualitätssicherung, Forderungsmanagement und Wechselkursabsicherung systematisch erweitert. Hierdurch ist eine umfassende Informationsqualität über alle Risiken gewährleistet. Die vorhandenen Frühwarnsysteme dienen dazu, eine hohe Transparenz aufzuzeigen und bei Abweichungen rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen und einzuleiten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine wesentlichen Vorfälle über das Risiko-Management-System gemeldet. 4.2 Chancen- und Risiken der zukünftigen Entwicklung Der bewusste und gesteuerte Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken ist Teil des Risikomanagements als Ausdruck des unternehmerischen Handelns. Als Ergebnis der Risikoanalyse inkl. der Berücksichtigung geeigneter Gegenmaßnahmen, Vorsorgen und Absicherungen sehen wir auf Basis der aktuellen Risikobewertung und Unternehmensplanung keine konkreten den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken. Für alle bedeutenden Risiken sind im Unternehmen Lösungen zur Erkennung (Berichtswesen) bzw. zur Schadensvermeidung oder -begrenzung (Versicherungen) vorhanden. Chancen aus eigenen Maßnahmen und verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen: Die Chancen werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert.
Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung Die mit unseren Aktivitäten verbundenen Risiken erläutern wir nachfolgend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung:
4.3 Gesamtbeurteilung der Risikosituation Die Gesamtsituation der zuvor erläuterten Einzelrisiken stellt sich für die Bo Parts GmbH durch das Risikomanagementsystem als transparent und steuerbar dar. Von den vorgenannten Risiken sind aktuell die Absatzmarktrisiken und die Risiken aus der Preisentwicklung des Rohmaterials am bedeutendsten einzustufen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtrisiko- und Chancensituation der Bo Parts GmbH aufgrund der Volatilität der Absatzmärkte und aufgrund der Unsicherheiten im Handel mit anderen Industrieländern - insbesondere der Vereinigten Staaten - merklich verschlechtert.
Nentershausen, den 28. Juni 2018 Bo Parts GmbH Thorsten Blöcker Holger Pens Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017I. Allgemeine AngabenDie Bo Parts GmbH, Nentershausen ist beim Registergericht Bad Hersfeld unter der Handelsregisternummer HR B 2224 gemeldet. Der Jahresabschluss der Bo Parts GmbH zum 31. Dezember 2017 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Bo Parts GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Mit Ausnahme der größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB werden jedoch freiwillig die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewendet. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Es wird nach going concern-Grundsätzen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) bilanziert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für die aktuell aktivierten selbst erstellten immateriellen Wirtschaftsgüter wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Hierbei werden die folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungszeiten angesetzt:
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden einzeln bewertet. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sowie immaterielle Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 150,00 bis € 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben. Beim Abgang von Anlagegegenständen werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt des Ausscheidens ausgebucht. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskostenkosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden grundsätzlich zu Herstellungskosten bewertet. Als Herstellungskosten werden die aktivierungspflichtigen Bestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB angesetzt und beinhalten somit Material- und Fertigungseinzelkosten und in angemessenem Umfang anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden bei der Ermittlung der Herstellungskosten ebenfalls anteilig berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die geleisteten und die erhaltenen Anzahlungen werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht und die erhaltenen Anzahlungen bis zur Höhe der Herstellkosten projektbezogen aktivisch abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Zahlungseingänge bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses werden bei der Ermittlung der Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Bo Parts GmbH hat gemäß den Vorschriften des § 274 HGB latente Steuern bilanziert. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz in Höhe von 29,27 % herangezogen worden. Die latenten Steuern werden auf Differenzen zwischen handelsbilanziellen und steuerliche Buchwerten berechnet und resultieren im Wesentlichen aus temporären Bilanzdifferenzen. Zum Abschlussstichtag ergeben sich vor Verrechnung aktive latente Steuern in Höhe von T€ 82 (Vorjahr: T€ 37) sowie passive latente Steuern in Höhe von T€ 35 (Vorjahr: T€ 15). Leasing Die im Rahmen von Leasing-Verhältnissen bei der Bo Parts GmbH genutzten Vermögenswerte betreffen überwiegend Maschinen, Betriebsausstattung, sowie Fahrzeuge. Diese Gegenstände werden nicht bei der Bo Parts GmbH bilanziert. Wichtigster Vorteil dieser Leasing Verträge ist Planungssicherheit durch feste Monatsraten innerhalb der Vertragslaufzeit. Ein wesentliches Risiko besteht in dem möglichen erhöhten Wertverlust während der Vertragslaufzeit. Bei Fahrzeugen ist dieses Risiko allerdings für Bo Parts als Leasing Nehmer eher als gering einzustufen, da die Vertragsdauer in der Regel nur einen kleinen Teil der gewöhnlichen Nutzungsdauer der Fahrzeuge abdeckt. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgt zum Nominalwert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Es wird eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Danach ergibt sich ein Zinssatz von 3,68 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen waren keine Entgeltsteigerungen zu berücksichtigen. Rentensteigerungen wurden mit jährlich 1,5 % zugrunde gelegt. Ein Fluktuationsabschlag wurde nicht berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung lagen zum Bilanzstichtag, wie im Vorjahr, nicht vor. Sonstige betrieblich Erträge oder Aufwendungen aus der Währungsumrechnung lagen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr nicht vor. III. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr entwickelten und aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens belief sich auf T€ 118 (Vorjahr: T€ 52). Darüber hinaus führte die Gesellschaft keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 34 (Vorjahr T€ 788) resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus berechneten Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Steuerforderungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von T€ 61 (Vorjahr: T€ 82) sowie debitorischen Kreditoren in Höhe von T€ 30 (Vorjahr: T€ 19). Eigenkapital Der ausgewiesene Bilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von T€ 7. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Pensionen und Pensionsanwartschaften. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte auf Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mittels der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) unter Berücksichtigung eines Rententrends von 1,50%. Als Rechnungszinsfuß wurden 3,68 % p.a. angesetzt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Angabe bei ausschüttungsgesperrten Erträgen Den gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB ansonsten zur Ausschüttung gesperrten Erträgen stehen ausreichend freie Rücklagen (T€ 2.850) gegenüber, so dass keine Abführungssperre entstanden ist.
Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2017
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr in Höhe von T€ 3.422 (Vorjahr: T€ 4.354). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Bo Parts GmbH weist im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 17,8 Mio. € (Vorjahr 15,0 Mio. €) aus. Diese setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
Regional verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 103,50 (Vorjahr € 103,50) enthalten. Im Wesentlichen entfallen diese auf Gebührenaufwendungen für Vorjahre. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Der Ertrag aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von T€ 26 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen. Die latenten Steuern werden auf Differenzen zwischen handelsbilanziellen und steuerliche Buchwerten berechnet und resultieren im Wesentlichen aus temporären Bilanzdifferenzen. Zum Abschlussstichtag ergeben sich vor Verrechnung aktive latente Steuern in Höhe von T€ 82 (31.12.2016: T€ 37) sowie passive latente Steuern in Höhe von T€ 35 (31.12.2016: T€ 15). Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 29,27 %. V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Mit Vertrag vom 12. Dezember 2014 wurde ein Konsortialdarlehensvertrag zwischen den Darlehensgeber-Kreditinstituten der FRIMO Unternehmensgruppe und FRIMO Group GmbH geschlossen. Danach hat die FRIMO Unternehmensgruppe der WGZ-Bank, Münster, als Sicherheitenagent diverse Sicherheiten zur Verfügung gestellt. Die Bo Parts GmbH haftet zum Bilanzstichtag aufgrund der bestehenden Kreditverträge gesamtschuldnerisch für Verbindlichkeiten folgender Kreditgläubiger:
Die gesamtschuldnerische Haftung erstreckt sich auf die Sicherungsübereignung des gegenwärtigen und zukünftigen beweglichen Vorratsvermögens und des gegenwärtigen und zukünftigen Anlagevermögens. Zudem bestehen eine Globalzession der gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß Konsortialdarlehensvertrag. Ferner wurde das Betriebsgrundstück mit einer Grundschuld in Höhe von 3,0 Mio. € belastet. Darüber hinaus haftet die Bo Parts GmbH gesamtschuldnerisch im Rahmen der Garantie- und Verpflichtungserklärung der wesentlichen operativen Gesellschaften der FRIMO-Gruppe für die ordnungsgemäße Zahlung der Verbindlichkeiten aufgrund des Genussrechtsvertrages der FRIMO Group GmbH zu den in dem Genussrechtsvertrag bestimmten Fälligkeiten. Die Verbindlichkeiten der FRIMO Group GmbH aus dem Genussrechtsvertrag belaufen sich zum Stichtag 31.12.2017 auf T€ 11.926 (Vorjahr: T€ 18.247). Ein konkretes Risiko der Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung besteht derzeit aufgrund der Liquiditätsausstattung und -planung der anderen Gesamtschuldner nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB Am Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in folgender Höhe:
Beschäftigte Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers unterbleiben, da sie im Konzernanhang der FRIMO Group GmbH enthalten sind. An gaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss Mutterunternehmen ist die FRIMO Group GmbH, Lotte. Die Gesellschaft ist mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der FRIMO Group GmbH, Lotte, die zugleich den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der FRIMO Group GmbH, Lotte, ist beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch einzureichen und im Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Die Angabe der Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr 2017 aktiven Geschäftsführer unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Vorschlag über die GewinnverwendungAuf Vorschlag der Geschäftsführung soll der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von 280.470,78 € auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Nentershausen, den 28. Juni 2018 Bo Parts GmbH Thorsten Blöcker Holger Pens Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bo Parts GmbH, Nentershausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bo Parts GmbH, Nentershausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bo Parts GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 28. Juni 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Achim Lienau, Wirtschaftsprüfer ppa. Andrea Uhlen, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 27.8.2018 festgestellt. |
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