Happersberger otopront GmbH

Langgasse 90, 65329 Hohenstein, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 16074
Vorher
Happersberger Otopront GmbH, Fabrikation medizinischer EinrichtungenHappersberger Otopront GmbH
Eingetragen
1.7.1980
Branche
Herstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Herstellung von medizinischen Geräten aller Art und deren Vertrieb im In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Boris Goldmann
seit 4.3.2026
Prokura
Carlo Happersberger
seit 29.4.2016
Geschäftsführer
Isabel Happersberger
seit 27.2.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
0.00%
R*** H************
0.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rainer Happersberger
Langgasse 90, 65329 Hohenstein
120.000 €
50.00%
Ruth Happersberger
Am Buchwaldekopf 18, 65527 Niedernhausen
60.000 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Happersberger Otopront GmbH

Hohenstein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Happersberger Otopront GmbH (im Folgenden "otopront") ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Firmensitz in 65329 Hohenstein. Die Geschäftstätigkeit von otopront umfasst die Entwicklung, die Produktion und den weltweiten Vertrieb von Medizintechnik für Hals-Nasen-Ohrenärzte. Zu den Kunden zählen sowohl Kliniken als auch niedergelassene HNO-Ärzte. Der Vertrieb der Produkte erfolgt über Mitarbeiter des Unternehmens sowie über exklusive Vertretungen in den Auslandsmärkten. Otopront hat den Anspruch, Hals-Nasen-Ohrenärzte zuverlässig mit modernen und hochwertigen Produkten zu versorgen und somit den Untersuchungserfolg bestmöglich zu unterstützen.

2. Forschung und Entwicklung

Die Weiterentwicklung und Optimierung des bestehenden Produktportfolios sind zentraler Bestandteil der Entwicklungsarbeit des Unternehmens. Dabei wird der Einsatz neuer und innovativer Technologien immer unter dem Aspekt der Benutzerfreundlichkeit und dem Nutzen für den Patienten betrachtet. Durch eine genaue Marktbeobachtung und den regelmäßigen Austausch mit medizinischem Fachpersonal werden Entwicklungen am Markt früh antizipiert und in der Entwicklungsarbeit berücksichtigt. 

Die zunehmenden Anforderungen an die hygienische Aufbereitung von Medizinprodukten fließen permanent in die Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios mit ein.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft sah sich im abgelaufenen Jahr weiterhin mit einer Vielzahl von belastenden Faktoren konfrontiert. Zwar ging die Inflationsrate im Jahresvergleich leicht von 8,7 % in 2022 auf 6,8 % in 2023 zurück, befindet sich aber weiterhin deutlich über der Zielmarke von 2,0 %. Zusammen mit einer weltweiten geldpolitischen Straffung und weiter zunehmenden geopolitischen Krisenherden bestand die Gefahr einer signifikant niedrigeren Wachstumsquote als in den Vorjahren. Allerdings erwies sich die Weltwirtschaft als resilienter als befürchtet und konnte im Jahr 2023 trotz aller Umstände um 3,2 % zulegen, wenngleich die Verteilung des Wachstums global sehr unterschiedlich war und die Eurozone mit 0,4 % nur leichte Zuwächse verzeichnen konnte und die deutsche Wirtschaft 2023 sogar um 0,3 % schrumpfte.

Auch wenn die Lieferzeiten in vielen Bereichen weiter über der Vorpandemiephase liegen, kann hier für 2023 grundsätzlich von einer weiteren Entspannung der Situation gesprochen werden.

Die deutschen Medizintechnikunternehmen konnten ihren Wachstumskurs trotz schwächelnder Wirtschaft und schwieriger werdender Rahmenbedingungen auch im abgelaufenen Jahr fortsetzen und mit einem Gesamtumsatz von rund 40,4 Mrd. Euro ein Plus von 5,2 % gegenüber 2022 erwirtschaften, wobei das Wachstum im Exportgeschäft mit 6,2 % das Wachstum im Inland (+3,2 %) deutlich übertraf. Dies spiegelt sich auch in der Exportquote von rund 67,8 % wider.

Der Markt für Medizinprodukte in Deutschland ist weiterhin von starkem Wettbewerbs- und Preisdruck geprägt, was sich leicht negativ auf die Margen der Hersteller auswirken wird.

2. Geschäftsverlauf

Trotz weiterhin schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte der positive Trend der Geschäftsentwicklung auch im Jahr 2023 fortgesetzt werden. Sowohl das Inlands- auch das Exportgeschäft konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr die Erwartungen übertreffen.

Die pandemiebedingten Lieferkettenprobleme haben im abgelaufenen Jahr weiter abgenommen, wenngleich die Lieferzeiten in einigen Bereichen noch immer spürbar über dem gewohnten Niveau liegen. Die anhaltend hohe Inflation erweist sich als nachhaltige Belastung für die Unternehmen. Dieser wurde mit einer weiteren Optimierung der Einkaufs- und Lagerstrategie begegnet.

Der weiter anhaltende Ukrainekrieg, der im Oktober wieder neuentbrannte Nahostkonflikt, sich abzeichnende Handelskonflikte sowie die Gefahr von weiteren militärischen Auseinandersetzungen sorgten auch 2023 für spürbare Nervosität in der Weltwirtschaft.

Die zu Jahresbeginn prognostizierten Werte konnten trotz schwieriger Rahmenbedingungen und globaler Unsicherheiten allesamt erreicht und teilweise übertroffen werden.

In allen Geschäftsbereichen konnte somit ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Auch im Kundendienst konnte der positive Trend der Vorjahre weiter fortgesetzt werden.

Insgesamt wurde das Geschäftsjahr mit einem Rohergebnis in Höhe von TEUR 12.524 und einem Jahresüberschuss von TEUR 2.647 abgeschlossen.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund deutlich gestiegener Umsatzerlöse von TEUR 1.461 auf TEUR 3.721 spürbar erhöht und die Erwartungen übertroffen.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögens- und Finanzlage

Unsere Vermögens- und Finanzlage kann unter Berücksichtigung der einschlägigen Bilanzkennzahlen positiv beurteilt werden. Die Summe aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital deckt das Anlagevermögen und das Umlaufvermögen übersteigt weiterhin das kurzfristige Fremdkapital. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 19,3 % der Bilanzsumme. Da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend kurzfristiger Natur sind, ist die Liquidität des Unternehmens gesichert. Forderungen werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Frist beglichen, für alle anderen Fälle hat das Unternehmen ein effektives Mahnwesen etabliert. Die Zunahme der immateriellen Vermögensgegenstände ist überwiegend auf im Rahmen eines Asset Deals im abgelaufenen Geschäftsjahr entgeltlich erworbene Software sowie den erworbenen Geschäfts- und Firmenwert zurückzuführen. 

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des erzielten Jahresüberschusses sowie unter Berücksichtigung der unterjährigen Gewinnausschüttung im abgeschlossenen Geschäftsjahr von 39,1 % auf 42,6 % erhöht. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aktuell nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Stichtag auf 5,0 % der Bilanzsumme. Sämtliche fälligen Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr fristgerecht bezahlt.

b) Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens ist aufgrund der hohen Qualität der Produkte, der weltweit sehr guten Vertriebsstruktur und der Beschäftigung qualifizierter und engagierter Mitarbeiter insgesamt als positiv zu bewerten.

Das Rohergebnis hat sich aufgrund gestiegener Umsatzerlöse bei leicht erhöhtem Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr um 38,8 % verbessert.

Die Personalaufwandsquote sowie die Materialaufwandsquote verringerten sich bei deutlich gestiegenen Umsatzerlösen leicht. Sowohl die Material- als auch die Personalaufwandsquote befinden sich weiterhin im branchenüblichen Bereich.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmensführung diverse Kennzahlen heran. Monatlich erfolgt ein Soll-/Ist-Abgleich zwischen Budget und Kostenrechnung. Weiterhin verfügt das Unternehmen über eine monatliche Liquiditätsplanung.

Die finanziellen Leistungsindikatoren sind das Rohergebnis sowie das Ergebnis vor Steuern, die im Rahmen einer Deckungsbeitragsrechnung für die einzelnen Teilbereiche analysiert werden.

III. Prognosebericht

Aufgrund des guten Geschäftsmodells, der hohen Qualität unserer Produkte und der guten nationalen wie internationalen Vertriebsstruktur blickt das Unternehmen weiterhin optimistisch in die Zukunft. Die weiter zunehmende Gefahr geopolitischer Konflikte sowie die seit Jahren verstärkt anhaltende Tendenz zu protektionistischerer Wirtschaftspolitik in zentralen Regionen der Welt führt allerdings zu erheblichen Unsicherheiten und trübt den Blick in die Zukunft.

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft, vor allem im internationalen Vergleich der Industrienationen, zeigt die strukturelle Schwäche des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Zwar machen einige Frühindikatoren Hoffnung auf eine leichte konjunkturelle Erholung, von einem spürbaren Wachstum kann aktuell allerdings nicht ausgegangen werden. Um die wirtschaftliche Stabilität und internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auch für die Zukunft sicherzustellen, bedarf es einer grundlegenden Reform, welche aktuell aber nicht absehbar ist.

Die durch die Coronapandemie verursachten langanhaltenden, enormen Störungen der globalen Lieferketten haben sich spürbar verbessert. Die Anfälligkeit der globalen Lieferketten durch erneute Störungen wie z.B. regionale Konflikte ist aber weiter in hohem Maße gegeben.

Die Inflationszahlen befinden sich seit einiger Zeit zwar wieder deutlich unterhalb der Höchstwerte aus 2022 und 2023, aber, trotz strafferer Geldpolitik der Notenbanken, noch immer konstant über dem Zielwert von 2 %. Es bleibt abzuwarten, wie die Notenbanken weiter reagieren und wie sich der Leitzins in den kommenden Monaten entwickelt. Wir gehen für 2024 von einem allenfalls leichten Rückgang des Leitzinses der EZB aus.

Aufgrund des deutlichen Wachstums in 2023 rechnen wir für 2024 sowohl für das Export- als auch für das Inlandsgeschäfts mit einem leichten Rückgang der Auftragseingänge im Jahresvergleich, gehen aber von Werten auf weiter gutem Niveau aus, was sich aber erwartbar in einem rückläufigen Rohergebnis widerspiegeln wird.

Weiterhin planen wir zielgerichtet in die Optimierung bestehender Produkte und die Entwicklung neuer Lösungen zu investieren und somit unsere Marktposition weiter zu stärken. Der Anspruch des Unternehmens, HNO-Ärzte weltweit mit hochwertigen Medizinprodukten optimal bei der Patientenversorgung zu unterstützen, bleibt unberührt bestehen und steht unverändert im Zentrum der Unternehmensphilosophie.

Durch die strategische Weiterentwicklung unserer Produktpalette sowie die Optimierung der Workflow- und Hygienelösungen sehen wir uns weiterhin sehr gut aufgestellt und erwarten langfristig ein stabiles und gesundes Umsatzwachstum über alle Produktgruppen hinweg.

Die Herstellung und der Vertrieb von Arbeitsplätzen für den HNO-Bereich bildet weiter das Rückgrat des Unternehmens, wenngleich wir auch im Bereich der Diagnosegeräte und Kamerasysteme weiter gutes Absatzpotenzial sehen.

Insgesamt gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem rückläufigen Rohergebnis und für 2025 von einem wiederum gesteigerten Rohergebnis gegenüber 2024 sowie vergleichbaren Ergebnissen vor Steuern für beide Jahre analog den Vorjahren aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht einschließlich Angaben zum Risikomanagementsystem und zur Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Unternehmen sieht sich aktuell keinen bestandsgefährdenden Risiken ausgesetzt. Zwar nähert sich die Inflationsentwicklung in den vergangenen Monaten langsam dem 2 %-Ziel der Europäischen Zentralbank an, bleibt aber dennoch konstant oberhalb des Zielwertes. Vor dem Hintergrund der zeitweise ausufernd hohen Inflationszahlen in den vergangenen beiden Jahren, stellt die aktuelle Dynamik aber in Verbindung mit dem durch die geldpolitische Straffung der Europäischen Zentralbank hohen Leitzins eine Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone dar. Die Gefahr des Abrutschens in eine Rezession ist für viele wichtige Industrieländer weiter gegeben. Die Eskalation der Handelsspannungen könnte die kurzfristigen Inflationsrisiken weiter erhöhen, da die Kosten für importierte Waren entlang der Lieferkette in der Folge steigen. Auch wenn die deutsche Wirtschaft in den kommenden Quartalen voraussichtlich weiter mit Wachstumsproblemen zu kämpfen haben wird, erwarten wir dadurch keine langfristig negativen Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell.

Eine weiterhin mögliche investitionsfeindliche Zunahme von Krisenherden weltweit kann flexibel durch eine stärkere Konzentration auf Wachstumsmärkte abgefangen werden. Dem Wettbewerb am Markt wird weiter höchste Aufmerksamkeit gewidmet.

Der Umsetzung der EU-Medizinprodukteverordnung EU 2017/745 wird weiter höchste Beachtung geschenkt. Auch wenn durch die Verlängerung der Übergangsfristen ein klein wenig Druck herausgenommen wurde, so bleiben weiter viele Unsicherheiten und Unklarheiten bestehen. Aufgrund der strategisch guten Ausrichtung in diesem Bereich sowie der frühzeitigen Orientierung an die sich ändernden Rahmenbedingungen sieht sich das Unternehmen in diesem Bereich weiter gut aufgestellt.

Der Unternehmenserfolg hängt in hohem Maße von der Geschäftsleitung und ihren Entscheidungen sowie von der Qualität und dem Engagement der Mitarbeiter ab. Es wird weiterhin hoher Wert auf die Einstellung qualifizierter Mitarbeiter sowie die Weiterqualifizierung des Personals gelegt. Risiken sind in diesem Bereich aktuell nicht zu erwarten.

Wie alle Unternehmen der Branche sieht sich auch otopront steigenden organisatorischen und regulatorischen Anforderungen gegenüber. Diesen steigenden Anforderungen begegnet otopront mit regelmäßigen Schulungen für die verantwortlichen Mitarbeiter sowie der ständigen Verbesserung der entsprechenden Prozesse.

Forderungsausfallrisiken wurden durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen berücksichtigt.

Sollten bei monetären Vermögensgegenständen Ausfallrisiken identifiziert werden, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Eine monatliche Liquiditätsplanung stellt sicher, dass dem Unternehmen zu jedem Zeitpunkt ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen und das Risiko von Engpässen minimiert wird.

Als Hersteller von Medizintechnik ist das Unternehmen dem Risiko von schwankenden Rohstoffpreisen ausgesetzt. Trotz leichter Entspannung in einigen Bereichen, befinden sich die Rohstoffpreise noch immer auf einem sehr hohen Niveau und werden dies voraussichtlich auch noch einige Zeit bleiben. Die durchweg positiven Ergebnisse der Vorjahre zeigen, dass Rohstoffpreisschwankungen jedoch nur beschränkten Einfluss auf den Geschäftserfolg haben.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

2. Chancenbericht

Wir sehen in allen Unternehmensbereichen weiter steigendes Absatzpotenzial. Die Verstärkung unseres Vertriebs soll mittelfristig spürbar zu einer weiter positiven Entwicklung des Unternehmens beitragen. Auch sehen wir in der Optimierung des Kundendienstes sowie des Produktportfolios weiteres Potenzial. Durch die gute Vertriebsstruktur und die enge Zusammenarbeit mit den Exklusivpartnern in den Zielmärkten erhalten wir wichtige Informationen, um auch weiterhin Medizinprodukte anbieten zu können, die unsere Kunden in höchstem Maße zufriedenstellen und bei der Patientenversorgung unterstützen.

Eine weitere Chance sehen wir in der Auswahl der richtigen Mitarbeiter und der Bindung dieser Mitarbeiter an das Unternehmen. Eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen fördert das Engagement und Entwicklungspotenzial des Unternehmens und wirkt sich so langfristig positiv auf die Ertragslage des Unternehmens aus.

3. Gesamtaussage

In der Gesamtschau der dargestellten Informationen lässt sich die aktuelle Lage des Unternehmens als gut beschreiben. Das Unternehmen ist finanziell gut aufgestellt und die identifizierten Risiken haben keine bestandsgefährdenden Auswirkungen. Trotz dem Fortbestehen vieler globaler Unsicherheiten gehen wir grundsätzlich auch weiter von einer positiven Unternehmensentwicklung aus, wenngleich die Gefahr eines kurzfristigen Rückgangs aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland nicht unterschätzt werden sollte. Durch die zukunftsorientierte Ausrichtung des Unternehmens werden Trends frühzeitig erkannt, sodass mögliche Potenziale ausgeschöpft und potenzielle Risiken möglichst vermieden werden können.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

Otopront unterhält in Frankreich ein 100%iges Tochterunternehmen, die otopront France s.a.r.l mit Sitz in 67540 Mundolsheim. Das Tochterunternehmen ist für die Vermarktung und den Vertrieb des otopront Produktportfolios im französischsprachigen Raum zuständig.

 

Hohenstein, 15. August 2024

___________________________ 

Dipl.-Kfm. Carlo Happersberger

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.663.751,59 975.653,21
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 711.260,00 32.675,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 618.153,50 32.675,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 93.106,50 0,50
II. Sachanlagen 693.485,83 585.704,82
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.336,50 34.340,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.165,50 7.560,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 514.654,82 543.804,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 120.329,01 0,00
III. Finanzanlagen 259.005,76 357.272,89
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 25.751,92
3. Beteiligungen 103.427,50 206.855,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 105.527,13 74.614,84
5. Sonstige Finanzanlagen 51,13 51,13
a. Genossenschaftsanteile 51,13 51,13
B. Umlaufvermögen 11.612.061,48 8.662.525,56
I. Vorräte 6.060.094,50 5.549.204,93
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.568.649,36 3.106.147,60
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 30.402,83 15.886,80
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.445.339,61 2.397.750,10
4. geleistete Anzahlungen 15.702,70 29.420,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.980.972,05 1.919.462,08
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.117.143,01 1.354.435,88
2. Forderungen gegen Gesellschafter 542.354,25 181.693,89
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.000,00 349,48
4. sonstige Vermögensgegenstände 276.474,79 382.982,83
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.570.994,93 1.193.858,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.921,49 15.219,11
Summe Aktiva 13.298.734,56 9.653.397,88

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.669.796,84 3.772.422,60
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 180.000,00 180.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 180.000,00 180.000,00
II. Kapitalrücklage 33.075,98 33.075,98
III. Bilanzgewinn 5.456.720,86 3.559.346,62
B. Rückstellungen 3.790.049,44 3.241.469,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.552.331,00 2.684.632,00
2. Steuerrückstellungen 558.341,00 0,00
3. sonstige Rückstellungen 679.377,44 556.837,00
C. Verbindlichkeiten 3.838.888,28 2.639.506,28
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 730.892,50 231.252,11
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 730.892,50 231.252,11
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 666.836,87 431.668,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 666.836,87 431.668,01
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 981.328,68 990.597,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 981.328,68 990.597,15
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 72.699,53 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 72.699,53 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.387.130,70 985.989,01
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.387.130,70 985.989,01
davon gegenüber Finanzbehörden 245.207,09 14.487,81
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 20.520,62 5.436,22
Summe Passiva 13.298.734,56 9.653.397,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 3.929.084,12 1.633.183,74
a) Rohergebnis 12.523.649,65 9.020.352,84
b) Personalaufwand 6.132.832,28 5.311.102,59
Löhne und Gehälter 5.240.832,62 4.423.690,40
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 891.999,66 887.412,19
c) Abschreibungen 323.987,52 185.969,96
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 323.987,52 185.969,96
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 2.137.745,73 1.890.096,55
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -208.203,52 -172.514,24
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.730,85 8.003,48
b) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 103.427,50 62.497,97
c) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 115.506,87 118.019,75
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.065.933,36 409.244,54
4. Ergebnis nach Steuern 2.654.947,24 1.051.424,96
5. sonstige Steuern 7.573,00 7.378,00
Jahresüberschuss 2.647.374,24 1.044.046,96

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der Happersberger Otopront GmbH wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den Vorschriften des HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Von den Erleichterungen der §§ 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die der Nutzung entsprechenden planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Dabei werden die Abschreibungen nach der linearen Methode über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zwei bis 15 Jahren vorgenommen.

Ein in Vorjahren ausgewiesener entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert in Form eines Firmenlogos sowie der im Geschäftsjahr im Rahmen eines Assets Deals erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurden bzw. werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis netto EUR 800 werden auf einem Konto gesondert geführt. Ihre Abschreibung erfolgt im Zugangsjahr.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten sowie die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den anteiligen Herstellungskosten bewertet. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag einzeln bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Das Debitorenrisiko ist mittels Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel sind mit ihrem Nominalwert (§ 253 Abs. 1 HGB) angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach den Grundsätzen der Versicherungsmathematik des sog. Rentenbarwertverfahrens unter Verwendung der "Richttafeln 2018G" ermittelt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 HGB).

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) und das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) beachtet.

III. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Carlo Happersberger, Diplom-Kaufmann, Hohenstein.

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

 

Hohenstein, 15. August 2024

_______________    

Dipl.-Kfm. Carlo Happersberger

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bei dem veröffentlichten Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Dem vollständigen Jahresabschluss wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Happersberger Otopront GmbH, Hohenstein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Happersberger Otopront GmbH, Hohenstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Happersberger Otopront GmbH, Hohenstein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wiesbaden, 15. August 2024

Muth & Reich GmbH

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