SR Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sandy Kühn seit 7.6.2024 | Prokura |
Jan Budan seit 7.6.2024 | Prokura |
Sascha Ruppert seit 7.6.2024 | Prokura |
Matthias Dipl.-Ing. Schlemm seit 14.12.2007 | Geschäftsführer |
Lothar Ruppert seit 14.12.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dipl.-Ing. Matthias SchlemmSR Verwaltungsgesellschaft mbH | 50.00% |
Lothar RuppertSR Verwaltungsgesellschaft mbH | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GUT Gleisunterhaltungstechnik GmbHBebraJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Gegenstand des Unternehmens Die GUT GmbH ist ein moderner Dienstleister rund um den Eisenbahnbau, die bundesweit Bauvorhaben zu über 95 % weitestgehend direkt für die Deutsche Bahn AG ausführt. Die DB AG will im Rahmen des Programms Digitale Schiene Deutschland in den nächsten Jahren viele ihrer Stellwerke mit moderner Technik ausrüsten. Die Stellwerke sollen digitalisiert und zentralisiert werden. Der Zugverkehr wird zurzeit mittels rund 2.600 Stellwerken diverser Bauarten gesteuert. Bis zum Jahr 2035 sollen diese Aufgabe 280 digitale Stellwerke übernehmen. In der Erstellung der Außenanlagen für Stellwerke (Kabeltrassen, Signalanlagen etc.) liegt die Kernkompetenz der GUT, in der wir auch für die Zukunft ein hohes Auslastungspotenzial sehen. In diesem Segment zählen wir zu den leistungsstärksten Firmen Deutschlands. Bei den namhaften Unternehmen für Ausrüstungstechnik im Bahnbereich sind wir als kompetenter und leistungsfähiger Dienstleiter anerkannt. Zu den weiteren Geschäftsfeldern gehören der Gleisbau und die Erneuerung von Bahnsteigen. Hier sehen wir ebenfalls ein gutes Entwicklungspotenzial, da in den nächsten Jahren hohe Investitionen in die Infrastruktur der DB geplant sind. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Februar 2022 kam es hervorgerufen durch den Russland-Ukraine-Konflikt zur Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Hauptsächliche Ursachen für den Konjunktureinbruch waren: - stetig steigende Energie- und Materialpreise, - Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine, - sprunghaftes Anziehen der Bauzinsen von 1,0 auf 4,0 Prozent sowie eine hohe Inflation und damit einhergehend steigende Lebenshaltungskosten die den Investitionsspielraum der Verbraucher / Bauherren deutlich einengen, - Wegfall der politischen Rahmenbedingungen wie z. B. sich ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung, - Unsicherheiten bei der Budgetierung öffentlicher Haushaltsmittel für Investitionen in die Infrastruktur. Bauhauptgewerbe Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023. Die ungünstigen Rahmenbedingungen haben 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen beim Umsatz in Höhe von 5,3 % geführt. Den größten Umsatzrückgang in Höhe von 12 Prozent hat vor allem der Wohnungsbau zu verzeichnen. Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau hingegen schrumpften nur um ein Prozent. Der deutliche Nachfrageeinbruch und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bei den Unternehmen bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen. Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbau von plus 220.000 auf 926.700 im Jahr 2022, konnten die Betriebe die Beschäftigungszahl im Jahr 2023 gerade einmal in einer Höhe von 927.700 konstant halten. Trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen ihr Personal noch zu halten. Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau. Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den Mittelwerten von 2023, so liegen beispielweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen um ca. 60 % und bei Bitumen um über 70 % über dem Jahresdurschnitt von 2020. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45 % über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement hat über 60 % zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen hiervon sind alle Bausparten. Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings spürbar nachgelassen. Die Preisentwicklung für Bauleistungen lag nach +16 % in 2022, in 2023 nur noch bei etwa +7 %. Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.00 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Dies entspricht einem Rückgang um ca. 100.000 WE zum Vorjahr. Damit sind die Auftragsbestände der Unternehmen 2023 real um fast 20% zurückgegangen und die Auftragspolster weitgehend aufgebraucht. Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Gestiegene Finanzierungskosten und Energiepreise sowie die allgemein konjunkturelle Schwäche der Wirtschaft bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Die Auftragseingänge im Wirtschaftshochbau lagen 2023 im Minus, Die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen. Im Gegensatz zum Wirtschaftshochbau hat es im Wirtschaftstiefbau im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Energie- und Mobilitätswende sowie dem Stromtrassenausbau sind auf dem Markt platziert worden. Öffentlicher Nahverkehr und die deutsche Bahn investierten in Großprojekte. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau stieg 2023 um über 20 %. Schienenverkehr Deutsche Bahn und der Bund haben 2023 beschlossen die wichtigsten Strecken des Landes bis 2030 zu sanieren. Mit der "Generalsanierung Hochleistungsnetz" soll ab 2024 das größte Infrastrukturprogramm in der Geschichte der Bahn starten. Für die Generalsanierung haben Bund und Bahn 40 Streckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von über 4.000 Kilometern identifiziert. Diese Streckenabschnitte sollen Stück für Stück jeweils für fünf bis sechs Monate voll gesperrt, instandgesetzt und modernisiert werden. Neben der Erneuerung der Infrastruktur steht die Modernisierung von Bahnhöfen sowie auch die Digitalisierung auf dem jeweiligen Abschnitt an. Hierfür wollte die Bundesregierung ursprünglich bis 2027 zusätzlich rund 40 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse kann der Bund für die Generalsanierung von Hauptkorridoren und die Digitalisierung des Zugnetzes jedoch vsl. "nur noch" 27 Milliarden Euro zusätzlich bis 2027 bereitstellen. Aus heutiger Sicht beabsichtigt die DB InfraGO nun bis Ende 2027 die Generalsanierung von 14 Hochleistungskorridoren mit einer Gesamtausdehnung von rund 1.500 Streckenkilometern. Zudem sollen jedes Jahr 100 Verkehrsstationen zu Zukunftsbahnhöfen ausgebaut und rund 200 alte personalintensive Stellwerke durch elektronische Stellwerke ersetzt werden. Entwicklung bei der GUT GmbH Die GUT GmbH konnte sich im Jahr 2023 weiterhin gut behaupten. Wir können wiederum auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Das Unternehmen konnte im Berichtszeitraum Auftragseingänge in Höhe von 27.600 TEUR verzeichnen. Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag für das Folgegeschäftsjahr und teilweise darüber hinaus beträgt 28.200 TEUR. Dieser hohe Auftragsbestand sichert eine sehr gute Kapazitätsauslastung für das kommende Geschäftsjahr. Die im Januar 2020 zwischen dem Bund und der DB AG geschlossene Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) hat weiterhin Gültigkeit. Bis 2029 sollen für Investitionen in die gleisgebundene Infrastruktur insgesamt 86 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Rechnet man die zusätzlichen Investitionsmittel für die Sanierung der Hochleistungskorridore hinzu, ergibt sich für die nächsten Jahre ein voraussichtliches jährliches Investitionsvolumen von mehr als 15 Milliarden Euro. Die durch den Russland-Ukraine Krieg bedingt gestiegenen Energie- und Materialkosten sind mittelweile weitestgehend eingepreist und haben kaum noch Auswirkungen auf das Betriebsergebnis. Alle langfristig vom Bund versprochenen Investitionszuschüsse sind jedoch stark von politischen Handlungen und dem Willen zur Umsetzung abhängig. Auch die jeweilige Haushalts- bzw. allgemeine Wirtschaftslage wird die Höhe der Zuschüsse für die Bahn in der Zukunft beeinflussen. Ob diese Zusagen auch eingehalten werden (können) und wenn ja, in welcher Höhe, bleibt also abzuwarten. Grundsätzlich stufen wir jedoch die Marktchancen der GUT GmbH für die kommenden Jahre positiv ein. 2. Geschäftsverlauf a) Ertragslage Wir können wiederum auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Unser Erfolg ist nicht immer nur anhand der Umsatzerlöse zu beurteilen, da wir im Rahmen einer langfristigen Fertigung verschiedene Projekte unserer Kunden über mehrere Jahre bedienen. Im Berichtsjahr hat sich unsere Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandveränderung an unfertigen Bauten) um TEUR 2.013 auf TEUR 24.465 erhöht. Wir bewegen uns mit unserer Gesamtleistung somit auf einem seit Jahren gleichbleibenden Niveau von über TEUR 20.000. Im abgelaufenen Geschäftsjahr weisen wir niedriger Umsatzerlöse aus, da viele Baumaßnahmen im Vorjahr final fertiggestellt worden sind und fünf neue Baustellen unseren Projektbestand erhöht haben. Der Materialaufwand hat sich um TEUR 769,7 auf TEUR 9.097,2 erhöht und ist im Verhältnis zur Gesamtleistung auf einem gleichbleibenden Niveau von 37 %. Der Personalaufwand ist aufgrund tarifvertraglicher Anpassungen im Geschäftsjahr sowie variabler Vergütung für leitende Angestellte angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund geringerer Kosten für Sicherungsposten und Treibstoffkosten bei höheren Mietaufwendungen für Mobilien und Immobilien sowie gestiegenen Reisekosten um TEUR 233 geringer ausgefallen. Das Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von erzielten Finanzerträgen mit TEUR 37 positiv. Das Ergebnis nach Steuern ist gegenüber dem Vorjahr ergebnisbedingt um TEUR 267,9 gestiegen. Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor als gut einzustufen. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als äußerst stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur hat sich aufgrund einer Ausschüttung an die Gesellschafterin bei gestiegenen vereinnahmten Anzahlungen zu Lasten des Eigenkapitals verschoben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 1,0 % (i. Vj. 2,8 %) der Bilanzsumme. Sie haben sich aufgrund der Tilgung der vorhandenen Kredite zur Anlagenfinanzierung reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen incl. erhaltene Anzahlungen betragen 59,4 % (i. Vj. 44,2 %) der Bilanzsumme, sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Langfristige Anlageinvestitionen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Liquiden Mittel entsprechen nahezu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquiditätslage ist als gut einzustufen und hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 nochmals verbessert. c) Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft bewegt sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem gleichbleibenden Niveau. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere Unternehmensteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrendite, Gesamtkapitalrendite und den Cashflow heran. Bezugsgröße bei der Eigenkapitalrendite ist der Durchschnitt des Eigenkapitals zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres, Bezugsgröße bei der Gesamtkapitalrendite ist der Durchschnitt des Gesamtkapitals zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres. Den Cashflow berechnen wir aus der Summe des Jahresergebnisses, Abschreibungen und der Dotierung bzw. Auflösung von Rückstellungen. Die Eigenkapitalrendite beträgt 48,9 % und ist gegenüber dem Vorjahr mit 18,5 %-Punkten gestiegen. Die Gesamtkapitalrendite beträgt 21,4 % gegenüber 18,4 % im Vorjahr. Der Cashflow beträgt TEUR 2.554,8 gegenüber TEUR 1.726 im Vorjahr. Die Kennzahlen sind aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung (sinkendes BIP und gestiegene Inflation) positiv zu bewerten. Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Unsere Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. 3. Personal Im Unternehmen waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 117 Mitarbeiter beschäftigt, davon 70 gewerbliche AN 32 Angestellte 15 Auszubildende Die Entlohnung ist bei den gewerblichen Mitarbeitern und in überwiegenden Teilen des Angestelltenbereichs an die Tarife des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie angepasst. In Einzelfällen bestehen abweichende einzelvertragliche Regelungen. Durch einen gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeiterstamm erhalten wir uns eine gute Positionierung am Markt. Dem zunehmenden Fachkräfte- und Nachwuchsmangel begegnen wir durch eine hohe Ausbildungsquote (> 10,0 %) und ständige Bemühungen um die Anwerbung von jungen und interessierten Mitarbeitern. Die langjährige Zugehörigkeit vieler unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu unserem Unternehmen bestätigt uns. In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz haben sich im Geschäftsjahr 2023 keine besonderen Vorkommnisse ergeben. Die regelmäßigen Schulungen zahlen sich in sehr geringen und relativ folgenarmen Unfallgeschehen aus. 4. Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 1.387 TEUR getätigt. Angeschafft wurden überwiegend Pkw und Transporter. Kommunikations- und EDV-Anlagen werden regelmäßig den steigenden Anforderungen angepasst. Die Investitionen versprechen eine erhöhte Effektivität sowie eine Verbesserung der ökologischen Bilanz im Unternehmen. 5. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahrs haben sich nicht ergeben. 6. Chancen- und Risikobericht Für das Unternehmen erwarten wir künftig weiterhin eine positive Entwicklung. Aufgrund der vom Bund für die kommenden Jahre zugesagten hohen Zuschüsse an die DB AG gehen wir auch weiterhin von einer kontinuierlichen Auslastung aus. Der Krieg in der Ukraine spielt mittlerweile in unserem wirtschaftlichen Tagesgeschäft nur noch eine untergeordnete Rolle. Gestiegenen Energie- und Materialkosten sind mittelweile weitestgehend eingepreist und haben kaum noch Auswirkungen auf das Betriebsergebnis. Umsatz und Ertrag sollten sich auf dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres halten. Auch das Investitionsvolumen ist in annähernd gleicher Höhe geplant. Insgesamt sind für die Geschäftspolitik im GJ 2024 keine wesentlichen Änderungen geplant. Aufgrund bestehender Kreditlinien und ausreichend eigener Liquidität sind keine finanziellen Engpässe zu erwarten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Fristen gezahlt. Da die DB AG unser Hauptauftraggeber ist, sind Forderungsausfälle auch zukünftig nicht zu erwarten. Durch ein im Unternehmen implementiertes Risikomanagement werden die Erkennung, die Analyse und die Kommunikation von Risiken sichergestellt. Die Liquidität- und Ertragsplanung wird mittels einer Kostenstellenrechnung analysiert und überwacht. Um eine Gefährdung des Fortbestands des Unternehmens zu vermeiden, findet eine regelmäßige Kommunikation des Führungspersonals zur frühzeitigen Erkennung von Fehlentwicklungen statt. 7. Risikoberichterstattung Das Risikomanagement hat zum Ziel, Risiken frühestmöglich zu identifizieren und zu bewerten sowie eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu vermeiden und wird durch die Geschäftsführung ausgeübt: Spezifische Einzelrisiken des Unternehmens werden fortlaufend von der Geschäftsführung in Kommunikation mit den Mitarbeitern überwacht. Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund freier Kreditlinien nicht. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle stellen die Ausnahme dar. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird jährlich ein Liquiditätsplan erstellt. 8. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Währungsrisiken bestehen nicht und es erfolgt kein Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. 9. Zweigniederlassungsbericht Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Bebra, den 31.03.2024 / 22. September 2024 Matthias Schlemm, Geschäftsführer Lothar Ruppert, Geschäftsführer JahresabschlussAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang nach § 264 Abs. 1 HGB i.V.m. §§ 284 ff. HGB für das Geschäftsjahr 2023der GUT Gleisunterhaltungstechnik GmbH, BebraInhaltsverzeichnis I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen II. Allgemeine Angaben zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden IV. Erläuterungen zur Bilanz V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung VI. Sonstige Pflichtangaben I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die GUT Gleisunterhaltungstechnik GmbH hat ihren Sitz in Bebra. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Hersfeld unter der HRB 2208 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.) - insbesondere den ergänzenden Vorschriften des zweiten Abschnittes für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.) - erstellt. Bzgl. der Anwendung von größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird von § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Im Rahmen der Offenlegung wird von allen größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanz wird nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird aufgestellt nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Veränderungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben. Die Bewertung der unfertigen Arbeiten wurde an die Preisentwicklung angepasst. Die unfertigen Arbeiten wurden mit einem Gemeinkostenzuschlag für die Lohnkosten und das Material von 270% anstatt von 250% für die im Jahr 2024 verbauten Einzelkosten bewertet. Hieraus ergab sich eine Ergebnisverbesserung von EUR 374.488,00. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Bewertung Rechnung. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden ausschließlich linear monatsgenau abgeschrieben. Wobei die Nutzungsdauern zwischen drei und zehn Jahren betragen. Geringwertige Anlagegüter von EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden nach § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten nach § 253 Abs. 1 HGB. Das Vorratsvermögen wird gem. § 255 Abs. 1 und 2 HGB i. V. m. § 253 Abs. 4 HGB in Höhe seiner Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bzw. mit einem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bzw. Barwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen bzw. einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennbetrag aktiviert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte eine Abzinsung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben bzw. zehn Geschäftsjahre. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind am Ende dieses Anhangs dargestellt. Finanzanlagevermögen Das Finanzanlagevermögen beinhaltet den Genossenschaftsanteil an der VR-Bankverein Bad Hersfeld- Rotenburg eG. Vorräte Das Vorratsvermögen beinhaltet die unfertigen Arbeiten/unfertigen Erzeugnise gekürzt um erhaltene Anzahlungen gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um Kundenforderungen, berichtigt um Einzelwertberichtigungen und eine Pauschalwertberichtigung. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Steuerforderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft. Sie stellen gleichzeitig Forderungen gegen Gesellschafter/verbundene Unternehmen dar und belaufen sich auf EUR 211.372,52 (i.Vj. EUR 191.540,14). Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuerabgrenzungen für das Jahr 2022 in Höhe EUR 161.046,48 enthalten. Rechnungsabgrenzungsposten Es handelt sich um Ausgaben vor dem Bilanzstichtag die für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag Aufwendungen darstellen. Ferner ist in diesem Posten ein abgegrenztes Disagio in Höhe von EUR 249,60 (i.Vj. EUR 1.848,68) enthalten. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 1.000.000,00. Der Ausweis erfolgt gem. § 266 Abs. 3 HGB. Pensionsrückstellungen Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich in 2011 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von EUR 29.252,00. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde demgemäß auch in 2023 1/15, also EUR 1.950,00 den Pensionsrückstellungen zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 1.952,00 (Art. 67 Abs. 1 EGHGB). Die für die Pensionsrückstellungen vorliegenden an die Gesellschafter-Geschäftsführer abgetretenen Rückdeckungsversicherungen bei der Hannoversche Lebensversicherung AG und bei der HDI Gerling Lebensversicherung AG wurde gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit der Pensionsrückstellung saldiert. Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung 1.650.129,00 EUR
Die verrechneten Aufwendungen und Erträge belaufen sich auf EUR 44.145,52 und setzen sich aus den Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 36.235,00 und den Erträgen aus dem Planvermögen EUR 80.380,52 zusammen. Der Ausweis erfolgt unter den Zinsen und ähnlichen Erträgen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Verwendung des Anwartschaftsbartwertverfahrens (PUC-Methode) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und Verwendung eines Zinssatzes von 1,74 %. Es ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem - für die Bewertung berücksichtigten - durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zum Stichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 10.034,00 (i. Vj. EUR 44.709,00) in Höhe dieses Unterschiedsbetrags liegt eine Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 S. 3 HGB vor. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch zu entrichtende Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuernachzahlungen der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste zum Bilanzstichtag.
Verbindlichkeiten
Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten: Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 75,2 (i.Vj. TEUR 80,4) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 85,6 (i.Vj. TEUR 121,6) Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden folgende Sicherheiten gegeben: 1. Sicherungsübereignungsverträge der angeschafften Vermögensgegenstände Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter belaufen sich auf EUR 55.993,36 (i. Vj. EUR 45.889,08). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Des Weiteren bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht bilanziert werden, in Form von Mietaufwendungen für Immobilien in Höhe von EUR 382.900,70 (i. Vj. EUR 356.485,51) hiervon entfallen auf verbundene Unternehmen EUR 176.520,00 (i. Vj. EUR 166.973,52) und Mietaufwendungen für Mobilien in Höhe von EUR 1.340.111,25 (i. Vj. EUR 1.312.482,66). V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wegen dauernder Wertminderungen im Anlagevermögen waren nicht vorzunehmen. VI. Sonstige Pflichtangaben Organe der Gesellschaft Geschäftsführer: Matthias Schlemm, Diplom-Ingenieur, Rotenburg a.d. Fulda und Herr Lothar Ruppert, Schachtmeister, Haunetal Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 102 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 105). Sie teilen sich auf in 32 Angestellte und 70 Arbeiter. Bezüge der Mitglieder der Unternehmensorgane (Geschäftsführer): Die Angabe unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Solche Vorgänge haben sich nicht ergeben. Sonstige Haftungsverhältnisse Die GUT Gleisunterhaltungstechnik GmbH hat sich als Sicherungsgeber für Verbindlichkeiten Dritter im Form von selbstschuldnerischen Bürgschaften in Höhe von EUR 2.500.000,00 (i. Vj. EUR 2.500.000,00) verbürgt. Von diesem Betrag entfallen auf verbundene Unternehmen EUR 2.500.000,00 (i. Vj. EUR 2.500.000,00). Aufgrund der guten finanziellen Situation des Schuldners der Verbindlichkeiten ist mit einer Inanspruchnahme aus der Sicherheitengewährung nicht zu rechnen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung schlägt vor, das Ergebnis des Jahres 2023 in Höhe von EUR 1.893.768,30 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsleitung
Bebra, den 31.03.2024 gez. Matthias Schlemm, Geschäftsführer gez. Lothar Ruppert, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GUT Gleisunterhaltungstechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GUT Gleisunterhaltungstechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GUT Gleisunterhaltungstechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagegericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baunatal, den 11. Oktober 2024 ZK Auditax & Consult GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Lars Korschan, Wirtschaftsprüfer |
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