Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 4441
Vorher
ImHolz Handelsgesellschaft m.b.H.JAF IMHOLZ GmbH
Eingetragen
30.5.2002
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Rohholz, Holzhalbwaren und Bauelementen aus HolzGroßhandel mit sonstigen Holzhalbwaren sowie Bauelementen aus Holz
Gegenstand
Der Handel mit Holzprodukten aller Art sowie mit anderen Waren, insbesondere der Import und Export; die Vermittlung von Handelsgeschäften (Handelsagentur), ausgenommen Bankgeschäfte; die Be-, Verund Weiterverarbeitung von Holz- und Holzwerkstoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
René Kucznierz
seit 28.5.2024
Prokura
Sylvia Lüdemann
seit 2.2.2024
Prokura
Wolfgang Koch
seit 2.2.2024
Prokura
Joachim Behrens
seit 2.2.2024
Geschäftsführer
Markus Ernst
seit 2.2.2024
Geschäftsführer
Annegret Funk
seit 9.4.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Klaus Behrens Holding GmbH & Co. KG
Germany
270.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

JAF IMHOLZ GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine verbunden mit extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, der Fachkräftemangel und die andauernde, im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft gut behaupten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 um 1,9% höher als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2019, war das BIP 2022 um 0,7% höher.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Vorjahresvergleich um 1,8%. Einzelne Wirtschaftsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten, z.B. Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0%) sowie Information und Kommunikation (+3,6%). Das Baugewerbe, welches gut durch die Corona-Krise gekommen war, verzeichnete dagegen aufgrund von Material- und Fachkräftemangel, hohen Baukosten und zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen einen deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3%).

Fehlende Baumaterialen und der Fachkräftemangel führten bei den Bauinvestitionen zu einem Rückgang um 1,6% im Jahr 2022. Zunehmende Auftragsstornierungen von Bauvorhaben im Zusammenhang mit anhaltend hohen Baupreisen sowie steigenden Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen (Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge) wurden im Jahr 2022 preisbereinigt 2,5% mehr investiert als im Vorjahr (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/ Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html).

Die Inflationsrate betrug 7,9% (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/ Pressemitteilungen/2023/01/PD23_022_611.html) und lag damit 1,3 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Euroraums (Quelle: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/ 15725179/2-18012023-AP-DE.pdf/5231f550-70b7-bf72-2a75-2358986405da).

Lieferengpässe, Materialknappheit, gestiegene Energiepreise - die Folgen von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg haben sich auf den Bausektor erheblich ausgewirkt. Nahezu alle Baumaterialen waren im Jahresdurchschnitt 2022 noch einmal deutlich teurer als im Vorjahr, als es bereits hohe Preissteigerungen gab (insbesondere Stahl, Glas, Bitumen). Die Erzeugerpreise waren ohne Berücksichtigung der Energiepreise um 14% höher als im Jahr 2021. Die Preise für Baumaterialien aus Holz entwickelten sich unterschiedlich. So verteuerten sich HDF-Faserplatten um 46% gegenüber dem Vorjahr deutlich, Spannplatten um 33,4% oder Fenster-, Türrahmen aus Holz um 24,4%. Die Preise für Bauholz (+1,3%) und Dachlatten (9,3%,) entwickelten sich unterdurchschnittlich im gleichen Zeitraum. Gleichzeitig sanken die Preise für Konstruktionsvollholz sogar um 11,9%. Zudem trifft auch der Preisanstieg beim Dieselkraftstoff die Baubranche stark. (+41,6%) (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/ Pressemitteilungen/2023/02/PD23_N006_61.html).

Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) berichtet in seinem Betriebsvergleich von einem Umsatzwachstum 2022 von 5,6%. Die Umsatzzuwächse sind durch Preiswirkungen erzielt worden und nur in geringem Umfang durch mehr Absatz.

In den Sortimenten Plattenwerkstoffe (+11%) und Ausbauprodukte ohne Fußböden (+16%) war der Umsatzanstieg am deutlichsten. Ferner verzeichneten andere Sortimente wie Fußböden (+4%) und Bauelemente (+9%) einen Anstieg. Schnittholz liegt in etwa auf Vorjahresniveau. Der Umsatz im Holzgroßhandel hat sich besser entwickelt (+5%) als der Umsatz im Holzeinzelhandel (-5%). Die Erwartungen bezüglich der Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2023 sind im Großhandel sehr zurückhaltend. Die Mehrheit (63%) erwartet geringere Umsatzentwicklungen als in 2022, da anhaltend hohe Energiepreise, die hohe Inflation und Bauzinsen die Bauwirtschaft und damit den deutschen Holzhandel belasten (Quelle: https://www.gdholz.de/news-aktuelles/single/pressemitteilung-2-2023/).

B. Geschäftsentwicklung und wirtschaftliche Verhältnisse der Gesellschaft

Der Krieg in der Ukraine hat einen erheblichen Einfluss auf die Beschaffung von Sperrholz und Schnittholz aus Weißrussland, Russland und der Ukraine im laufenden Geschäftsjahr 2022 verursacht. Für Russland und Weißrussland besteht ein Importverbot der EU für sämtliche Holzprodukte. Daher wurden Alternativprodukte ins Sortiment aufgenommen, um unser bestehendes Kundenklientel bestmöglich zu versorgen. Beim größten Teil der restlichen Warengruppen ist das Preisniveau auf Grund der gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten weiterhin auf einem höheren Niveau.

Der externe Bruttoumsatz ist gegenüber dem Jahr 2021 um 4,7% gestiegen.

1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 konnte die JAF IMHOLZ GmbH das Ergebnis deutlich verbessern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 2022 609T€.

Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde 2022 ein ertragswirksamer Zuschuss in Höhe von 750T€ von der Muttergesellschaft JAF Group AG geleistet. Nach Eliminierung dieses außeroperativen Effekts konnte die JAF IMHOLZ GmbH das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 339T€ gegenüber dem Vorjahr steigern.

Die hohen Kosten durch die Investitionen in Gebäude und Bearbeitung konnten noch nicht vollständig durch entsprechende Umsatzsteigerungen aufgefangen werden. Bei geplantem Geschäftsverlauf wird in den nächsten Jahren ein positives Ergebnis erwartet.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich per 31.12.2022 gegenüber dem Vorjahr um 188 T€ (-2,6%).

Die Veränderung auf der Aktivseite ergibt sich im Wesentlichen aus einer Verminderung beim Anlagevermögen in Höhe von 190T€ sowie einem Aufbau der Vorräte in Höhe von 178T€ und der Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 161T€.

Auf der Passivseite setzt sich die Veränderung aus einer Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-885T€) und der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (192T€) zusammen.

Es ergibt sich somit folgende Bilanzstruktur:

Anteil 2022
in %
Anteil 2021
in %
Anteil 2022
in %
Anteil 2021
in %
Anlagevermögen 53,5 54,7 Eigenkapital 20,0 13,4
Umlaufvermögen 46,5 45,3 Fremdkapital 80,0 86,6

Das Working Capital beträgt am 31.12.2022 1,8 Mio €.

3. Finanzlage

Der Gesellschaft standen im Geschäftsjahr externe Finanzierungen in Höhe von 4,2 Mio. € zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 2,9 Mio. € in Anspruch genommen wurden. Außerdem verfügte die Gesellschaft über Darlehen von der Muttergesellschaft JAF Group AG mit einem Rahmen von 3 Mio. €.

4. Personal

Im Geschäftsjahr 2022 haben 3 Arbeiter und 1 Angestellter das Unternehmen verlassen. 1 Auszubildender und 2 Angestellte wurden neu eingestellt.

Die Mitarbeiter stellen die wichtigste Ressource der Gesellschaft dar. Die in Österreich gegründete JAF-Akademie bietet ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm im Konzern, welches neben dem kontinuierlichen Aufbau von fachlichem Knowhow auch die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter fördert und sicherstellt.

C. Risikosituation

1. Beschaffungsmarkt

Gesellschaftliche Verantwortung sowie Umweltbewusstsein sind fest im Unternehmen verankert. Die Analyse der Lieferketten und der Herkunftsregionen der Produkte sowie die Ausübung der gesetzlich vorgeschriebenen Sorgfaltspflichten sind Schwerpunkte der Beschaffung.

Das Unternehmen weist sowohl eine FSC ® (FSC-C016681) Zertifizierung als auch eine PEFCTM Zertifizierung auf. Das Unternehmen unterzieht sich regelmäßiger interner und externer Audits sowie entsprechender Schulungen und ist aufgrund der Zertifizierung berechtigt mit FSC ® bzw. PEFCTM zertifizierten Produkten zu handeln.

Das interne Sorgfaltspflichtsystem, das die Einhaltung der Anforderungen der Europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR) sichert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und erfüllt bei behördlichen Prüfungen die gesetzlichen Anforderungen.

Es erfolgte eine Analyse der import- und exportrechtlichen Risiken in Bezug auf die Herkunfts- und Zielregionen der Handelswaren. Geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung wurden ergriffen.

2. Absatzmarkt

Der Geschäftserfolg hängt neben der Gestaltung der internen Organisation auch von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung, dem Konsumverhalten der Endverbraucher und der konjunkturellen Entwicklung der Bauwirtschaft ab.

Der starke Wettbewerb im Großhandel erfordert es, insbesondere in der Gestaltung des Warensortimentes, relativ kurzfristig auf veränderte Kundenbedürfnisse zu reagieren. Die vorwiegend gewerbliche Kundenstruktur erfordert auch zum Teil die Übernahme einer Finanzierungsfunktion für die Abnehmer, wodurch auch ein permanentes Debitorenrisiko gegeben ist.

Die beiden Hauptrisikofaktoren, Warenlager und Kundenforderungen, werden in der Verantwortung der dezentralen Verkaufsorganisation gesteuert und durch ein zentrales Berichts- und Kontrollwesen überprüft. Zusätzlich ist ein Großteil der Lieferforderungen gegen das Ausfallsrisiko versichert.

D. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Mit den durchgeführten Investitionen wurden die besten Voraussetzungen für eine weitere Geschäftsentwicklung geschaffen. Der Fokus liegt nun in der intensiven Marktbearbeitung und Ausweitung der Geschäftsstruktur, damit trotz höherer Kostenstruktur die Ergebnissituation kontinuierlich verbessert werden kann. Der eingeschlagene Weg in den letzten Jahren wirkt sich bereits positiv in der Ergebnissituation aus.

Für das Geschäftsjahr 2023 ist ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) geplant. Wie bereits in den Vorjahren praktiziert, wird in Abhängigkeit von der Entwicklung der Gesellschaft in 2023 über einen weiteren Zuschuss der Muttergesellschaft JAF Group AG zur Stärkung der Eigenkapitalbasis der JAF IMHOLZ GmbH entschieden.

Die geopolitische Situation hat sich wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine wesentlich verändert. Auf Grund dessen haben sich die Warenströme speziell bei Birkensperrholz und sibirischer Lärche verschoben. Hier konnte das Know-how der JAF-Gruppe als international tätiger Holzhändler mit langjährigen Beschaffungs-Netzwerken unterstützen und punkten.

Die Wirtschaftsprognosen für 2023 wurden nun nach den ersten zwei Monaten erfreulicherweise nach oben revidiert. Nach der Einschätzung der EU-Experten dürfte die konjunkturelle Aussicht optimistischer ausfallen als noch Ende 2022 angenommen wurde.

Die Arbeitslosigkeit ist weiterhin auf einem Rekordtief und es bleibt schwierig, entsprechendes qualifiziertes Fachpersonal zu finden und auch zu halten. Mit unserer konzerninternen Ausbildungsstätte, der JAF-Akademie, wurde eine perfekte Möglichkeit geschaffen, unseren Mitarbeitern ein breit gefächertes und bedarfsorientiertes Seminarangebot präsentieren zu können.

Die Anschaffung und Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage ist für das 2. Halbjahr 2023 geplant. Diese soll auf dem Dach der neuen Lagerhalle installiert werden, mit dem Ziel, die Energiekosten zu senken und mit der Nutzung von erneuerbaren Energien einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

 

Leipzig, am 16.03.2023

Ralph Knör

Thorsten Klingbeil

Bilanz zum 31.12.2022

Aktiva

Euro 31.12.2022
Euro
31.12.2021
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.894,00 8.555,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.185.772,30 3.313.843,30
2. technische Anlagen und Maschinen 24.008,04 20.402,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 554.187,06 625.086,06
Summe Sachanlagen 3.763.967,40 3.959.331,40
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 21.000,00 21.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.627.031,74 2.449.382,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35.088,90 50.551,86
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: Euro 0,00 (i.V. Euro 0,00)
- davon gegen Gesellschafter:Euro 10.625,01 (i.V. Euro 3.837,90)
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.448,43
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: Euro 0,00 (i.V. Euro 0,00)
3. Übrige 566.921,31 734.841,56
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: Euro 0,00 (i.V. Euro 0,00)
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 602.010,21 786.841,85
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 24.825,64 4.257,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.897,83 60.809,33
Summe Aktiva 7.101.626,82 7.290.177,45

Passiva

Euro 31.12.2022
Euro
31.12.2021
Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
- DM 500.000,00
II. Kapitalrücklage 5.322.583,76 5.322.583,76
III. Verlustvortrag -4.603.852,42 -4.473.642,02
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 445.671,12 -130.210,40
Summe Eigenkapital 1.420.048,40 974.377,28
B. Rückstellungen 148.937,00 135.685,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.023.739,49 3.909.118,63
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: Euro 595.463,02 (i.V. Euro 1.170.410,59)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: Euro 2.428.276,47 (i.V. Euro 2.738.708,04)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.700.640,00 1.508.200,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: Euro 200.640,00 (i.V. Euro 1.508.200,85)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: Euro 1.500.000,00 (i.V. Euro 0,00)
- davon gegenüber Gesellschaftern: Euro 0,00 (i.V. Euro 58,50)
3. Übrige 808.261,93 762.795,69
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: Euro 469.005,22 (i.V. Euro 388.743,42)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: Euro 339.256,71 (i.V. Euro 374.052,27)
Summe Verbindlichkeiten 5.532.641,42 6.180.115,17
Summe Passiva 7.101.626,82 7.290.177,45

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

Euro 01.01. - 31.12.2022
Euro
01.01. - 31.12.2021
Euro
1. Rohergebnis 5.180.671,02 4.634.619,66
- davon aus Währungsumrechnung: Euro 0,00 (i.V.: Euro 0,00)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.084.680,44 -2.172.650,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -427.459,52 -438.051,21
- davon für Altersversorgung: Euro 0,00 (i.V. Euro 0,00)
Summe Personalaufwand -2.512.139,96 -2.610.701,50
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -234.413,22 -243.128,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.825.266,44 -1.760.454,22
- davon aus Währungsumrechnung: Euro 0,00 (i.V.: Euro 0,00)
5. Erträge aus Beteiligungen 3.872,48 3.529,89
- davon aus verbundenen Unternehmen: Euro 0,00 (i.V. Euro 0,00)
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.956,41 5.696,60
- davon aus verbundenen Unternehmen: Euro 0,00 (i.V. Euro 0,00)
- davon aus Auf-/Abzinsung: Euro 0,00 (i.V.: Euro 0,00)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -165.382,17 -152.025,48
- davon an verbundene Unternehmen: Euro 78.471,70 (i.V. Euro 31.237,50)
- davon aus Auf-/Abzinsung: Euro 0,00 (i.V.: Euro 0,00)
8. Ergebnis nach Steuern 453.298,12 -122.463,40
9. sonstige Steuern -7.627,00 -7.747,00
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 445.671,12 -130.210,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Gesellschaft ist unter der Firma JAF IMHOLZ GmbH mit Sitz in Leipzig im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter der Nummer HR B 4441 eingetragen. Sie ist nach den Größenordnungskriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Im Rahmen der Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 S. 1, 288 Abs. 2 und 327 HGB Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt.

Die Aufstellung der Bilanz erfolgte vor Verwendung des Jahresergebnisses. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von maximal 40 Jahren vorgenommen. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer 5 bis 13 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an fertigen Erzeugnissen sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht angesetzt. Sofern niedriger, wurden sämtliche Vorräte mit den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der geschätzten Vertriebskosten bewertet.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die geleisteten Anzahlungen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt eine EDV-systemgestützte Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs. Die Wertberichtigung auf die Debitorenforderungen setzt sich aus drei Komponenten zusammen. Diese sind die Bewertung des Dubiosenrisikos, die Abzinsung der Forderungen sowie die Bewertung des Skontoaufwands. Werte für das Risiko und den Skontoaufwand werden vom Nettobetrag, die Abzinsung vom Bruttobetrag der Forderungen ermittelt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen, welche Aufwendungen für einen bestimmbaren Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen am Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Die Gliederung und Veränderungen des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Waren sind mit den gewichteten durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Marktpreisen des Abschlussstichtages bewertet. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Lagerumschlagsdauer wurden artikelbezogene Gängigkeitsabschläge i.H.v. TEUR 321 (i.V.: TEUR 211) vorgenommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, im Vorjahr beruhen auf Ansprüchen aus Vermittlungsprovisionen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Boniforderungen für das Geschäftsjahr i.H.v. TEUR 72 (i.V.: TEUR 87).

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält unter Anderem eine Zinsabgrenzung aus einem Mietkaufvertrag sowie Abgrenzungen für Steuern von Fahrzeugen.

Der Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 31,925 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern resultieren aus Bilanzdifferenzen bei Grundstücken (passiv) sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen (aktiv). Die Aktivierung latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen wird auf die Höhe passiver latenter Steuern begrenzt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt gemäß Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 20. Oktober 2016 und Handelsregistereintragung DM 500.000,00. Die Umrechnung auf Euro erfolgte zum amtlichen Kurs 1,95583.

In der Kapitalrücklage sind Beiträge des Gesellschafters aus der Umwandlung von Darlehen sowie Zuschüsse des mittelbaren Gesellschafters JAF-Group AG, Stockerau/Österreich, enthalten.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2021 i.H.v. TEUR 130 zuzüglich dem Verlustvortrag i.H.v. TEUR 4.474 wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 17. Mai 2022 als Verlustvortrag i.H.v. TEUR 4.604 auf neue Rechnung vorgetragen.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung i.H.v. TEUR 38 (i.V.: TEUR 42), Prozesskosten/-risiken i.H.v. TEUR 30 und für Berufsgenossenschaftsbeiträge i.H.v. TEUR 25 (i.V.: TEUR 29) sowie Urlaubsansprüche der Arbeitnehmer i.H.v. TEUR 17 (i.V.: TEUR 28).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren sind in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.320.394,62 (i.V.: EUR 1.288.512,94) und in den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 139.182,24 (i.V.: EUR 139.182,24) enthalten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.107.881,85 (i.V.: EUR 1.450.195,10) und sind in den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 200.074,47 (i.V.: EUR 234.870,03) enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Zur Besicherung der unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Kredite der Oberbank AG, Linz/Österreich, mit einer Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 1.514.091,51, dient eine Garantieerklärung der JAF-Group AG, Stockerau/ Österreich, i.H.v. EUR 2,2 Mio. Für die Bereitstellung eines Tilgungsdarlehens der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, welches zum Bilanzstichtag mit EUR 1.407.205,40 valutiert, wurde zur Sicherung eine Garantieerklärung der JAF-Group AG, Stockerau/ Österreich, i.H.v. EUR 2,0 Mio. abgegeben. Des Weiteren besteht eine erstrangige Grundschuld über EUR 2,0 Mio. auf ein Grundstück der JAF IMHOLZ GmbH (Grundbuch Paunsdorf, Blatt 5798, Flurstück 900/4) zugunsten der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig. Die im Zusammenhang mit einem Factoringgeschäft bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber einem Kreditinstitut in Höhe von EUR 102.442,58 sind durch Eigentumsvorbehalt der dem Liefergeschäft zugrundeliegenden Waren besichert. Darüber hinaus sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 374.052,27 durch Sicherungsübereignung der angeschafften Gegenstände des Anlagevermögens besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus der Inanspruchnahme von Darlehen i.H.v. EUR 1.700.000,00 (i.V.: EUR 1.500.000,00) sowie aus dem Liefer- und Leistungsverkehr i.H.v. EUR 640,00 (i.V.: EUR 8.200,85). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus einem Mietkauf sowie zu gewährende Boni.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Mit Beschluss vom 15. Dezember 2022 gewährt der mittelbare Gesellschafter JAF-Group AG, Stockerau/Österreich, zum Ausgleich von Verlusten einen ertragswirksamen Zuschuss in Höhe von EUR 0,75 Mio. Der am 19. Dezember 2022 geleistete Beitrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus Forderungsausfällen und Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 28 (i.V.: TEUR 9) enthalten, denen in den sonstigen betrieblichen Erträgen Leistungen der Warenkreditversicherung sowie Zahlungseingänge auf ausgebuchte Forderungen von TEUR 22 (i.V. TEUR 2) gegenüberstehen.

III. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, aus Wechsel- oder Scheckbürgschaften, aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den derzeit abgeschlossenen Mietverträgen ergeben sich jährlich finanzielle Verpflichtungen i.H.v. TEUR 130. Aus bestehenden Leasingverträgen mit Vertragslaufzeiten zwischen 36 und 96 Monaten ergeben sich Leasingverpflichtungen für das Folgejahr i.H.v. TEUR 282.

3. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 48 Arbeitnehmer (i.V. 52), welche sich aus 29 Angestellten (i.V. 31) und 19 gewerblichen Arbeitnehmern (i.V. 21) zusammensetzen.

4. Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäfte wurden im Jahr 2022 von Herrn Thorsten Klingbeil, Seekirchen am Wallersee/ Österreich, und Herrn Ralph Knör, Leipzig, geführt. Herr Klingbeil ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Beide Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam oder mit einem Prokuristen.

Herr Klingbeil ist hauptberuflich als Leiter der Niederlassung Salzburg der J.u.A. Frischeis Gesellschaft m.b.H., Stockerau/Österreich, tätig. Herr Knör übt seine Tätigkeit als Geschäftsführer der JAF IMHOLZ GmbH hauptberuflich aus.

5. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Herr Thorsten Klingbeil erhält keine Geschäftsführerbezüge von der JAF IMHOLZ GmbH. Im Übrigen unterbleiben die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB in Ausübung des Wahlrechtes des § 286 Abs. 4 HGB.

6. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Bedingungen, über die hier zu berichten wäre, wurden nicht abgeschlossen.

7. Konzernverhältnisse

Zum 31. Dezember 2022 hält die J.u.A. Frischeis Gesellschaft m.b.H., Stockerau/Österreich, 100 % der Gesellschaftsanteile. Die J.u.A. Frischeis Gesellschaft m.b.H. erstellt keinen Konzernabschluss. Die Jahresabschlüsse der J.u.A. Frischeis Gesellschaft m.b.H., Stockerau/Österreich, und der JAF IMHOLZ GmbH, Leipzig, werden in den Konzernabschluss der JAF-Group AG, Stockerau/Österreich, einbezogen. Dieser wird beim Landesgericht Korneuburg/Österreich unter der Firmenbuchnummer 66107t hinterlegt.

8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

Leipzig, am 16.03.2023

Ralph Knör

Thorsten Klingbeil

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
31.12.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.864,31 8.497,71 0,00 71.362,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.921.035,09 0,00 0,00 4.921.035,09
2. technische Anlagen und Maschinen 63.030,47 9.871,12 0,00 72.901,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.398.582,81 26.331,39 17.036,13 1.407.878,07
Summe Sachanlagen 6.382.648,37 36.202,51 17.036,13 6.401.814,75
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 21.000,00 0,00 0,00 21.000,00
Summe Finanzanlagen 21.000,00 0,00 0,00 21.000,00
Summe Anlagevermögen 6.466.512,68 44.700,22 17.036,13 6.494.176,77
Abschreibungen
31.12.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.309,31 3.158,71 0,00 57.468,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.607.191,79 128.071,00 0,00 1.735.262,79
2. technische Anlagen und Maschinen 42.628,43 6.265,12 0,00 48.893,55
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 773.496,75 96.918,39 16.724,13 853.691,01
Summe Sachanlagen 2.423.316,97 231.254,51 16.724,13 2.637.847,35
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.477.626,28 234.413,22 16.724,13 2.695.315,37
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.894,00 8.555,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.185.772,30 3.313.843,30
2. technische Anlagen und Maschinen 24.008,04 20.402,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 554.187,06 625.086,06
Summe Sachanlagen 3.763.967,40 3.959.331,40
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 21.000,00 21.000,00
Summe Finanzanlagen 21.000,00 21.000,00
Summe Anlagevermögen 3.798.861,40 3.988.886,40

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die JAF IMHOLZ GmbH, Leipzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der JAF IMHOLZ GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der JAF IMHOLZ GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 16. März 2023

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niclas Rauscher, Wirtschaftsprüfer

Ines Gohlicke, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 20.07.2023 erfolgte die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022. Nach dem Gesellschafterbeschluss vom 20.07.2023 wird das Bilanzergebnis, bestehend aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 445.671,12 und dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 4.603.852,42, auf neue Rechnung vorgetragen.

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