SPARDA-BANK HAMBURG eG

Hamburg

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg GnR 835
Eingetragen
5.1.1904
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Investmentfonds, Reisen und Immobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Heins
seit 9.10.2024
Vorstandsmitglied
Jörn Ehrke
seit 12.5.2022
Prokura
Christina Witt
seit 12.5.2022
Prokura
Stephan Liesegang
seit 5.3.2018
Vorstandsmitglied
Thomas Gelse
seit 28.4.2015
Prokura
Daniel Diebold
seit 25.7.2007
Prokura

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPARDA-BANK HAMBURG eG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1. Jahresbilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 29.768.079,65 26.601
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 871.436,03 135
darunter:
bei der Deutschen Bundesbank 871.436,03 ( 135 )
c) Guthaben bei Postgiroämtern - 30.639.515,68 -
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen - -
darunter:
bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar - ( - )
b) Wechsel - - -
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 589.836.521,46 361.951
b) andere Forderungen 22.381.241,76 612.217.763,22 20.310
4. Forderungen an Kunden 2.433.844.054,78 2.386.529
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 2.016.193.524,97 ( 1.956.232 )
Kommunalkredite - ( - )
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten - -
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank - ( - )
ab) von anderen Emittenten - - -
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank - ( - )
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 75.910.747,30 71.009
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 75.910.747,30 ( 71.009 )
bb) von anderen Emittenten 903.532.075,50 979.442.822,80 679.694
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 903.532.075,50 ( 679.694 )
c) eigene Schuldverschreibungen - 979.442.822,80 -
Nennbetrag - ( - )
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 652.607.916,61 800.902
6a. Handelsbestand - -
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 17.330.071,24 17.614
darunter:
an Kreditinstituten - ( - )
an Finanzdienstleistungsinstituten - ( - )
an Wertpapierinstituten - ( - )
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 18.310,00 17.348.381,24 18
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 7.000,00 ( 7 )
bei Finanzdienstleistungsinstituten - ( - )
bei Wertpapierinstituten - ( - )
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 511.291,88 511
darunter:
an Kreditinstituten - ( - )
an Finanzdienstleistungsinstituten - ( - )
an Wertpapierinstituten - ( - )
9. Treuhandvermögen - -
darunter: Treuhandkredite - ( - )
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch - -
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte - -
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 121.745,43 166
c) Geschäfts- oder Firmenwert - -
d) Geleistete Anzahlungen - 121.745,43 -
12. Sachanlagen 69.015 .218,28 46.771
13. Sonstige Vermögensgegenstände 10.664.186,34 12.575
14. Rechnungsabgrenzungsposten 473.836,20 473
15. Aktive latente Steuern - -
16. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung - -
Summe der Aktiva 4.806.886.732,46 4.425.259

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 119.163,57 79
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 84.448.063,74 84.567.227,31 46.885
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 910.494. 460,96 1.064.579
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 13.965.460,86 924.459. 921,82 4
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 2.706.051. 836,89 2.955.464
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 695.328. 517,46 3.401.380. 354,35 4.325.840. 276,17 13.226
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen - -
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten - - -
darunter: Geldmarktpapiere - ( - )
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf - ( - )
3a. Handelsbestand - -
4. Treuhandverbindlichkeiten - -
darunter: Treuhandkredite - ( - )
5. Sonstige Verbindlichkeiten 28.527.073,52 4.951
6. Rechnungsabgrenzungsposten 71.481,45 95
6a. Passive latente Steuern - -
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.929.200,12 17.462
b) Steuerrückstellungen 3.250.838,25 716
c) andere Rückstellungen 10.224.021,70 32.404.060,07 8.818
8. - -
9. Nachrangige Verbindlichkeiten - -
10. Genussrechtskapital - -
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig - ( - )
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 67.500.000,00 57.500
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB - ( - )
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 113.519. 512,32 105.761
b) Kapitalrücklage 10.492.859,81 10.493
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 18.280.885,01 18.077
cb) andere Ergebnisrücklagen 119.667. 000,00 119.137
cc) - 137.947. 885,01 -
d) Bilanzgewinn 6.016.356,80 267.976. 613,94 2.012
Summe der Passiva 4.806.886. 732,46 4.425.259
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter- gegebenen abgerechneten Wechseln - -
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 3.871.757,98 3.922
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten - 3.871.757,98 -
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften - -
b) Platzierungs- und
Übernahmeverpflichtungen - -
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 196.793. 267,08 196.793. 267,08 271.824
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften - ( - )

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 55.700.707,36 37.880
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 14.023.004,05 69.723.711,41 2.140
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen - ( 606 )
2. Zinsaufwendungen -14.055.613,92 55.668.097,49 -3.590
darunter: erhaltene negative Zinsen - ( 1.503 )
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 9.123.397,12 9.373
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 435.893,52 449
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 263.750,00 9.823.040,64 736
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen - -
5. Provisionserträge 22.493.675,05 22.572
6. Provisionsaufwendungen -3.764.213,89 18.729.461,16 -3.793
7. Nettoertrag des Handelsbestands - -
8. Sonstige betriebliche Erträge 2.484.071,41 2.128
darunter: aus der Abzinsung von Rückstellungen 3.457,00 ( 1 )
9. - -
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -21.962.941,87 -19.596
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.910.371,34 -27.873.313,21 -4.425
darunter: für Altersversorgung -2.161.423,49 ( -878 )
b) andere Verwaltungsaufwendungen -25.770.122,46 -53.643.435,67 -23.611
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -1.598.951,27 -1.654
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.267.879,35 -2.030
darunter: aus der Aufzinsung von Rückstellungen -289.048,01 ( -304 )
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -7.630.892,42 -21.365
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft - -7.630.892,42 -
15. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere - -
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 1.089.716,70 1.089.716,70 8.928
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme - -
18. - -
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 22.653.228,69 4.142
20. Außerordentliche Erträge - -
21. Außerordentliche Aufwendungen - -
22. Außerordentliches Ergebnis - ( - )
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.591.432,08 2.521
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -45.439,81 -6.636.871,89 -51
24a. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -10.000.000,00 -4.600
25. Jahresüberschuss 6.016.356,80 2.012
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr - -
6.016.356,80 2.012
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage - -
b) aus anderen Ergebnisrücklagen - - -
6.016.356,80 2.012
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage - -
b) in andere Ergebnisrücklagen - - -
6.016.356,80 2.012
28a. - -
29. Bilanzgewinn 6.016.356,80 2.012

3. ANHANG

A. Allgemeine Angaben

• Die Sparda-Bank Hamburg eG, Hamburg, ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Genossenschaftsregister-Nummer 835 eingetragen.

• Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

• Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

• Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert bilanziert. Die einzelnen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet.

Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag im passiven Rechnungsabgrezungsposten enthalten ist. Der Unterschiedsbetrag wird über die Laufzeit aufgelöst.

Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und unversteuerten Pauschalwertberichtigungen in ausreichender Höhe abgedeckt. Soweit die Gründe für die in den Vorjahren gebildeten Wertberichtigungen entfallen sind, wurden diese aufgelöst.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgte zum 31.12.2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne die Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird.

Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Im Hinblick auf unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsenpreis bewertet.

Die wie Anlagevermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die wie Anlagevermögen behandelten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapieren wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsenpreis bewertet. Soweit Gründe für die in den Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen entfallen sind, wurde eine Zuschreibung vorgenommen.

Wertpapierleihegeschäfte

Am Bilanzstichtag bestehende Wertpapierleihegeschäfte wurden unter Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren bilanziert.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert.

Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten derivativen Finanzinstrumentes wesentlich erhöhte oder zusätzliche (anders artige) Chancen oder Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen, liegen nicht vor.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bilanziert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Software wurde unter der Bilanzposition "Immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen.

Die Bewertung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr bei linearer Abschreibung pro rata temporis abgeschrieben.

In früheren Jahren zulässigerweise in die Handelsbilanz übernommene erhöhte Absetzungen für Abnutzung bzw. Sonderabschreibungen nach dem Steuerrecht wurden beibehalten.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 EUR werden als sofort abziehbare Betriebsausgaben behandelt.

Am 14.09.2021 wurde ein Kaufvertrag über den Kauf eines Grundstücks und Planung eines Gebäudes in Höhe von 11,9 Mio. EUR geschlossen. Der Kaufpreis ist vorläufig und wird an die tatsächlich realisierbaren Flächen angepasst. Die Kaufpreiszahlungen erfolgen in mehreren Tranchen nach Baufortschritt. Im Grundbuch ist eine Auflassungsvormerkung eingetragen. Der Übergang des juristischen und wirtschaftlichen Eigentums erfolgt erst nach der Abnahme der Bauleistungen und somit nach dem 31.12.2023. Für das Objekt wurden bereits Anschaffungskosten von 7,5 Mio. EUR aktiviert.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag aktiviert.

Zur Rückdeckung von nicht versicherungsgebundenen Altersversorgungszusagen bestehen Rückdeckungsversicherungen. Nach Maßgabe des IDW RH FAB 1.021 werden für die kongruente Bewertung die Verpflichtungen aus Altersversorgungsleistungen mit den korrespondierenden Buchwert der Rückdeckungsversicherung nach dem Primat der Aktivseite bewertet.

Latente Steuern

Passive Steuerlatenzen bestehen insbesondere in den Positionen Sachanlagen und Rücklagen nach § 56 Abs. 2 und 3 InvStG, denen aktive Steuerlatenzen in den Positionen Forderungen an Kunden, Wertpapiere, Beteiligungen, sonstige Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Fonds für allgemeine Bankrisiken gegenüberstehen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag einschließlich fälliger Zinsen angesetzt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren berechnet. Hierbei wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Als Rententrend für die Pensionsrückstellungen wurden soweit erforderlich 2% bzw. die vertraglich garantierte Anpassung von 1% p.a. angenommen.

Als Lohn- und Gehaltstrend für die Rückstellungen aus Altersteilzeit und Vorruhestand wurde ein Gehaltstrend von 2% angenommen.

Die Renten der tarifgebundenen Vorstände werden abweichend mit 8% für 2024 und 4% für 2025 bewertet.

Als Zinssatz wurde, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per September 2023 ermittelten Zinssatzes, eine Prognose des Zinssatzes per Dezember 2023 (1,83%) zugrunde gelegt. Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,75%) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 212.903 EUR.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet.

Die historischen Anschaffungskosten der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrugen 7.790 TEUR. Der beizulegende Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrug 7.078 TEUR. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden betrug 11.854 TEUR.

Aufzinsungsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen wurden mit korrespondierenden Erträgen in Höhe von 163 TEUR und Aufwendungen in Höhe von 13 TEUR verrechnet.

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und für Vorruhestand sowie für Altersteilzeitrückstellungen wurden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens per 31.12.2023 gebildet.

Für Pensionsrückstellungen und Ansprüche aus den zu ihrer Finanzierung abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen wurde eine kongruente Bewertung auf Basis eines faktorbasierten Bewertungsverfahrens vorgenommen. Im Zuge der Anwendung des sogenannten Primats der Aktivseite wurden die Verpflichtungen aus Altersversorgungsleistungen im Berichtsjahr mit dem korrespondierenden Buchwert der Rückdeckungsversicherung bewertet.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessene Höhe gebildet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs (einschließlich derivativer Steuerungsinstrumente der Aktiv/Passiv-Steuerung) werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen.

Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Vermerke unter dem Bilanzstrich

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften.

Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 betreffen in voller Höhe Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken.

Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können.

Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente

Die zur Absicherung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos abgeschlossenen derivativen Geschäfte wurden in die Gesamtbetrachtung des Zinsbuchs einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten.

Zinserträge/Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften werden im Zinsertrag erfasst (Reduktion des Zinsertrags). Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands).

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen. Entsteht im Falle negativer Zinsen saldiert bzw. aufsummiert Zinsaufwand, so wird dieser, andernfalls ein Zinsertrag ausgewiesen. Ein gesonderter Ausweis dieser negativen Zinsen wird nicht vorgenommen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens

(volle EUR)

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01. Zugänge Umbuchungen (+/-) a) Abgänge b) Zuschüsse
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte 2.826 34 2 a) 1.710.550
Sachanlagen 941 104 469 b) -
a) Grundstücke 57.401.659 22.041.833 - a) -
und Gebäude b) -
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.604.072 1.931.139 -2.469 a) 2.834.429
b) -
a 90.832.672 24.007.076 - a) 4.544.979
b) -
Anschaffungs-/Herstellungskosten am Bilanzstichtag Buchwerte am Bilanzstichtag Buchwerte Vorjahr
EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte 1.152.964 121.745 166.433
Sachanlagen
a) Grundstücke 79.443.492 63.791.621 42.147.440
und Gebäude
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.698.313 5.223.598 4.623.287
a 110.294.769 69.136.964 46.937.160
Abschreibungen (kumuliert) 01.01. Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Zugängen (ohne Abschreibungen Geschäftsjahr) (+) Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Abgängen (-) Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Umbuchungen (+/-)
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte 2.660.509 - 1.710.550 -
Sachanlagen
a) Grundstücke 15.254.219 - - -
und Gebäude
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.980.784 - 2.626.108 -
a 43.895.512 - 4.336.658 -
Abschreibungen Geschäftsjahr Zuschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen (kumuliert) am Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte 81.261 - 1.031.220
Sachanlagen
a) Grundstücke 417.014 19.362 15.651.871
und Gebäude
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.120.038 - 24.474.714
a 1.618.313 19.362 41.157. 805
Anschaffungskosten 01.01. Veränderungen (saldiert) Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.534.708.899 91.444.704 1.626.153.603
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 17.649.668 -301.287 17.348.381
Anteile an verbundenen Unternehmen 511.292 - 511.292
b 1.552.869.859 91.143.417 1.644.013.276
Summe a und b 1.643.702.531 1.713.150.240

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

• In den Forderungen an Kreditinstitute sind 592 105 929 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

• Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis drei Monate mehr als drei Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 2.035.015 234.393 - -
Forderungen an Kunden (A 4) 44.296.495 121.562.344 564.211.438 1.681.323.738

In den Forderungen an Kunden sind 22 450 040 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

• Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 66 403 061 EUR fällig.

• In den Forderungen und Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 9.885.533 9.885.616

• Wir halten Anteile an Sondervermögen an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital von mehr als 10 % (Bilanzposten A6).

Anlageziele Buchwert Zeitwert Differenzen (Zeitwert/Buchwert) Erhaltene Ausschüttungen Tägliche Rückgabe
EUR EUR EUR EUR Ja / Nein
Renditeerwartung 631.514.647 644.604.715 13.090.068 7.893.398 Ja

• Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, mit denen ein Konzernverhältnis besteht:

Name und Sitz Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
% Jahr EUR Jahr EUR
a) Sparda Immobilien GmbH, Hamburg 100,00 2023 7.817.902 2023 9.474

Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 290 Abs. 5 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

• Daneben besitzt die Genossenschaft folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind:

Name und Sitz Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
% Jahr EUR Jahr EUR
a) Norddeutsche Genossenschaftliche Beteiligungs AG, Hannover 0,05 2023 1.350.040.917 2023 47.759.261
b) SUMMACOM GmbH & Co.KG, St. Ingbert 9,82 2022 3.198.161 2022 -1.481.092
c) DZ Beteiligungs- GmbH & Co.KG Baden-Württemberg, Stuttgart 0,42 2023 3.209.878.565 2023 97.403.618

• In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig börsennotiert nicht börsennotiert nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 979.442.823 761.666.840 217.775.983 654.530.235
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 430.009 - 430.009

• Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 652.629.741,75 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 612.741.548,20 EUR.

• In den Sachanlagen sind enthalten: EUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 24.588.661
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.223.598

• Im Rahmen von echten Pensionsgeschäften wurden Vermögensgegenstände mit einem Buchwert von 30 171 000 EUR übertragen.

• In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 84 566 288 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

• Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis drei Monate mehr als drei Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 313.764 10.419.550 20.169.128 53.545.622
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) - 3.729.859 10.235.602 -
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 423.455.853 56.281.794 215.436.643 154.227

Die Verbindlichkeiten gegenüber KfW wurden aus Vereinfachungsgründen dem letzten Laufzeitenband zugeordnet.

Die Zinsabgrenzung bei den anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

• Im Posten Sonstige Verbindlichkeiten sind folgende antizipative Beträge größeren Umfangs enthalten:

EUR
Kaufpreis für eine Immobilie im Stadtteil Altona, Hamburg 19.100.000
Kaufpreisrate für eine Immobilie im Stadtteil Wandsbek, Hamburg 3.319.096

• Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 71 481 EUR (Vorjahr: 95 032 EUR) enthalten.

• In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6.423.783 8.082.255

•l Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 108.792.556
b) der ausscheidenden Mitglieder 2.838.004
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 1.888.952
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 232

• Die Ergebnisrücklagen und die Kapitalrücklage haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage Andere Rücklagen Kapitalrücklage
EUR EUR EUR
Stand 1. Januar 2023 18.077.238 119.137.000 10.492.860
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 203.647 530.000 -
Stand 31. Dezember 2023 18.280.885 119.667.000 10.492.860

• Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende auf Geschäftsguthaben von 3,500 % 3.842.577,85
Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen 601.778,95
Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen 1.572.000,00
Insgesamt 6.016.356,80

• Zum Bilanzstichtag bestanden Termingeschäfte folgender Art:

Volumen der nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivategeschäfte des Nichthandelsbestandes

Angaben in TEUR Nominalbetrag Restlaufzeit Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert
<= 1 Jahr > 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe positiv negativ
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
Zins-Swaps (gleiche Währung) 20.000,0 69.000,0 290.000,0 379.000,0 27.957,6 -3.894,6

Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wurde die Marktbewertungsmethode angewandt. Offene Eigenhandelspositionen bestehen nicht.

Die in vorstehender Tabelle enthaltenen zinsbezogenen Geschäfte werden vollständig zur Steuerung des Zinsbuches im Rahmen der Aktiv-/Passivsteuerung eingesetzt.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

• Im Zinsergebnis sind keine negativen Zinsen enthalten.

E. Sonstige Angaben

• Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates auf 196.668 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen auf 635.285 EUR. Von der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB wurde für die aktiven Vorstände Gebrauch gemacht.

• Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 13 727 379 EUR.

• Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für

EUR
Mitglieder des Vorstands 692.107
Mitglieder des Aufsichtsrats 548.095

• Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen wurden im Rahmen des üblichen Kredit-, Einlagen-, und Girogeschäfts vorgenommen.

• Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 6.339 TEUR.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

• Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 210,00 126,75
Gewerbliche Mitarbeiter 2,25 -
212,25 126,75

Außerdem wurden durchschnittlich 20,50 Auszubildende beschäftigt.

• Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2023 214.460 1.974.096
Zugang 2023 3.422 208.976
Abgang 2023 4.607 90.903
Ende 2023 213.275 2.092.169
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 6.139.825
Höhe des Geschäftsanteils EUR 52
Höhe der Haftsumme EUR -

• Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Verband der Sparda-Banken e.V.

Friedrich-Ebert-Anlage 35-37

60327 Frankfurt am Main

• Mitglieder des Vorstands

Stephan Liesegang (Vorsitzender) - Bankdirektor
Niels-Helge Pirck - Bankdirektor
Tino Wildmann (bis 09.06.2023) - Bankdirektor

• Mitglieder des Aufsichtsrats

Ralph Borkowski (Vorsitzender) - Versichertensprecher der DB AG bei der Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS)

Ernst-Otto Müller (Vertreter des Vorsitzenden) - Pensionär

Thomas Brandt - Vorsitzender Gesamtbetriebsrat DB InfraGO AG

Thorsten Klimm - Betriebsratsvorsitzender S-Bahn Hamburg AG

Gabriele Maack - Pensionärin

Frank Maur - Geschäftsstellenleiter Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Hamburg

Manuela Norbeck - freigestellte Betriebsratsvorsitzende der DB Fernverkehr AG Hamburg

Annegret Pawlitz - Pensionärin

Ute Plambeck - Konzernbevollmächtigte DB für die Ländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen

 

Hamburg, 4. März 2024

Sparda-Bank Hamburg eG

Der Vorstand

Stephan Liesegang

Niels-Helge Pirck

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Sparda-Bank Hamburg eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Sparda-Bank Hamburg eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Sparda-Bank Hamburg eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2023 86.705 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 313,17.

Der Gewinn / Verlust vor Steuern beträgt 22.653 TEUR.

Die Steuern auf Gewinn / oder Verlust / betragen 6.591 TEUR und betreffen laufende Steuern.

Die Sparda-Bank Hamburg eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sparda-Bank Hamburg eG, Hamburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sparda-Bank Hamburg eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verrhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1.

Bewertung der Kundenforderungen

2.

Bewertung der Wertpapiere

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a)

Sachverhalt und Problemstellung

b)

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c)

Verweis auf weitergehende Informationen

Bewertung der Kundenforderungen

a)

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 2.434 Mio. EUR. Dies entspricht 50,6 % der Bilanzsumme. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigungen nicht sachgerecht ermittelt wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von zentraler Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b)

Wir haben zunächst im Rahmen einer Aufbauprüfung untersucht, ob die Systeme bzw. Prozesse der Genossenschaft so ausgestaltet sind, dass eine gegebenenfalls erforderliche Risikovorsorge identifiziert und in ausreichendem Umfang gebildet werden kann. Im Rahmen einer Funktionsprüfung haben wir unter Berücksichtigung der eingerichteten Kontrollen anhand einer Stichprobe von Kundenforderungen untersucht, ob die tatsächliche Anwendung der organisatorischen Vorgaben der Genossenschaft den Soll-Vorgaben entspricht. Unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der Aufbau- und Funktionsprüfung haben wir uns anhand einer risikoorientierten Auswahl von Kundenforderungen mittels Einzelfallprüfung von der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge überzeugt.

c)

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Kundenforderungen sind im Anhang im Abschnitt "Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" enthalten.

Bewertung der Wertpapiere

a)

Die Wertpapierbestände (Aktivposten 5 und 6) belaufen sich auf insgesamt 1.632 Mio. EUR. Dies entspricht 34,0 % der Bilanzsumme. Davon werden wesentliche Teile wie Anlagevermögen bewertet. Durch die Bewertung wie Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich nicht dauernden Wertminderungen in Höhe von 40 Mio. EUR vermieden. Bei der Bewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens liegen in einem hohen Maß Einschätzungen und Annahmen sowie Ermessungsspielräume der gesetzlichen Vertreter im Hinblick auf die Abschreibungen bei Vorliegen von nicht dauerhaften Wertminderungen zugrunde. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessungsspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Es besteht ein Risiko, dass falsche Wertpapierkurse für die Ermittlung von möglichen Ab- und Zuschreibungen der Wertpapiere herangezogen werden oder Ab- und Zuschreibungsbeträge falsch ermittelt werden. Daher ist die zutreffende Bewertung der Wertpapiere angesichts ihrer Volumina für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von zentraler Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b)

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Bestände von Wertpapieren analysiert, deren Bewertungen mit erhöhter Ermessensentscheidung behaftet sind. Anhand ausgewählter Einzelfälle haben wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Ermessensentscheidungen und genutzten Bewertungswahlrechte risikoorientiert im Hinblick auf erhöhte Bewertungsunsicherheiten nachvollzogen. Bei Verzicht auf Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei Wertpapieren des Anlagevermögens haben wir beurteilt; ob die Wertminderung lediglich von vorübergehender Natur ist. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns anhand einer Auswahl von Wertpapieren von der ordnungsgemäßen Bewertung um Stichtag überzeugt. Die von der Genossenschaft dabei herangezogenen Stichtagskurse haben wir für die von uns ausgewählten Wertpapiere mittels externer Quellen validiert. Daneben haben wir uns unter Berücksichtigung des bisherigen Buchwerts und der historischen Anschaffungskosten der Wertpapiere von der sachgerechten Ermittlung von Abschreibungsbeträgen unter Beachtung des strengen bzw. gemilderten Niederstwertprinzips sowie der korrekten Ermittlung von Zuschreibungsbeträgen überzeugt.

c)

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Wertpapieren sind im Anhang im Abschnitt "Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen - mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

Sonstige separate Bestätigungsleistungen an die Bankenaufsicht,

Wertpapierdienstleistungsprüfung nach § 89 Abs. 1 Satz 1 WpHG,

Schulungs- und Seminarleistungen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Heiko Hunkel.

 

Frankfurt am Main, den 11. April 2024

Verband der Sparda-Banken e.V.

gez. Heiko Hunkel, Wirtschaftsprüfer

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 18.06.2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

Lagebericht

Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Sparda-Bank Hamburg eG ist eine Bank, die traditionell auf das Privatkundengeschäft spezialisiert ist. Die Hauptzielkunden/-Mitglieder der Bank sind daher insbesondere Angestellte, Arbeiter, Beamte, Rentner/Pensionäre und Freiberufler. Zusätzlich wird auch das Baufinanzierungsgeschäft für Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften betrieben. Das Geschäftsgebiet der Bank erstreckt sich dabei auf das Bundesland Schleswig-Holstein, die freie und Hansestadt Hamburg sowie den nördlichen Teil des Bundeslandes Niedersachsen.

Die Sparda-Bank Hamburg eG ist der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung (Garantieverbund) des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Konjunktur in Deutschland

Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands wurde 2023 durch die Spätfolgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der Coronapandemie belastet. Aufgrund dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Der Preisauftrieb blieb weiterhin ausgesprochen hoch, obwohl sich die Inflationsrate von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % in 2023 verminderte.

Dämpfende Einflüsse überlagern sich

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft.

Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen.

Robuste Arbeitsmarktlage

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen.

Inflationsrate nach Höchststand etwas gesunken

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %, nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr.

Die Finanzmärkte sehen Zins- und Inflationsgipfel erreicht

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in der Volksrepublik China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls.

Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch.

Sie fiel in den USA von 5,6 auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem zum Jahresende deutlich zulegten.

USA: Fed lässt Zinserhöhungszyklus auslaufen

Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 %. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Den Abbau ihrer Bestände an Staatsanleihen und mortgage-backed securities (hypothekarisch besicherten Wertpapiere) setzte die US-Notenbank in dem von ihr 2022 festgelegten Tempo fort.

Von August bis Dezember 2023 hielt die Fed ihre Leitzinsen schließlich stabil und kündigte an, diesen Kurs bis ins Jahr 2024 beibehalten zu wollen. Senkungen der Leitzinsen schloss die Fed in ihrer Außenkommunikation auch für 2024 bis zu jenem, noch zu erreichenden Zeitpunkt aus, an dem die Inflation gesichert zum Zielwert von 2 % zurückkehrt. Weitere Zinserhöhungen hielt sie sich für den Fall wieder steigender Inflation hingegen explizit offen, trotz zum Jahresende rückläufiger Kerninflationsraten.

Europa: EZB erhöht Leitzinsen um 200 Basispunkte auf höchstes Zinsniveau ihrer Geschichte

Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2 % wieder erreiche.

Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Dadurch ging die zusätzliche Nachfrage der Notenbank an den Anleihemärkten deutlich zurück, die in der Niedrigzinsphase dazu gedient hatte, die langfristigen Zinsen zu senken. Indem sie diese Nachfrage entzog, wollte die EZB diese langfristigeren Zinsen wieder steigen lassen und damit die Wirkung ihrer zuerst die kurzen Fristen beeinflussenden Leitzinsen unterstützen. Ab Juli 2023 wurden fällig werdende Anleihen im Portfolio des 2014 eingeführten Programms APP nicht wieder reinvestiert, nachdem sie zuvor noch teilweise reinvestiert worden waren. Im Schnitt wurden 2023 monatlich ungefähr 27,6 Milliarden EUR APP-Volumen nicht wieder reinvestiert. Auf der letzten geldpolitischen Sitzung am 14. Dezember 2023 entschied die Notenbank zudem, fällig werdende Anleihen des 2020 aufgelegten Pandemiekaufprogramms PEPP ab Juli 2024 nur noch teilweise zu reinvestieren. Damit möchte sie ihre geldpolitische Straffung verstärken. Das Portfolio solle im Schnitt monatlich um 7,5 Milliarden EUR schrumpfen. Zum Jahresende 2024 sollen, laut Erklärung des EZB-Präsidiums, die Reinvestitionen komplett eingestellt werden. Das PEPP-Portfolio belief sich zum Jahresende 2023 auf rund 1,7 Billionen EUR, das APP-Portfolio auf rund 3 Billionen EUR.

Anleihenachterbahn mit finalen Kursgewinnen

Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihenmärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Kurserholung von Staatsanleihen. In der Folge fielen ihre Renditen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 02. Februar 2023 auf 2,07 %, nach 2,56 % an Neujahr. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 02. März 2023 eine Rendite von 2,75 %. Im Zuge der US-Regionalbankenkrise und der Schieflage der Credit Suisse, die zu einer von den Schweizer Behörden organisierten Zusammenlegung mit dem Schweizer Konkurrenten UBS führte, fiel diese Rendite jedoch bis zum 20. März auf 2,1 % zurück.

Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. Im Vorfeld der geldpolitischen Sitzungen der Notenbanken, vor allem der Fed und der EZB, stiegen oder fielen die Renditen teils deutlich. Im Nachgang der Sitzungen setzte in der Regel eine zum Vorfeld gegenläufige Korrektur ein. Gleiches galt für neue Inflationszahlen aus den USA oder Europa. Bis Ende September tendierten die Renditen dabei aufwärts und die Kurse abwärts. Die zehnjährige Bundesanleihe erreichte ihre maximale Rendite von 2,97 % am 28. September 2023. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Die zehnjährige Bundesanleihe erwirtschaftete zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Ähnlich entwickelten sich andere Anleihen des Euroraumes, während amerikanische und britische Anleihen zwar ebenfalls Kursgewinne zum Jahresende verzeichneten, wegen der unterschiedlichen Zinszyklen damit aber nur auf die Niveaus des Jahresauftakts zurückfielen.

Die Anleihen folgten hierbei den Erwartungen der Märkte an eine 2024 deutlich sinkende Inflation mit entsprechenden Leitzinssenkungen der Notenbanken.

Euro stabilisiert sich mit geopolitischer Lage und Leitzinserhöhungen der EZB

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise nach einem schwachen 2022 attraktiver werden.

DAX schließt nahe Rekordhoch

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus.

Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 5,5 % seines Kurswertes. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatte. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte eine Erholung der Aktienmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch.

Über den Spätsommer und beginnenden Herbst gingen die Kurse wieder leicht zurück, nachdem sich optimistische Einschätzungen des ersten Halbjahres nicht oder nur teilweise bewahrheitet hatten. Diese Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023.

Zum Jahresende zeigte sich eine Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wäre. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab.

Leistungsindikatoren

Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als bedeutsamer Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Teilbetriebsergebnisses zur durchschnittlichen Bilanzsumme festgelegt. Das Teilbetriebsergebnis misst die Ertragskraft der Bank aus dem originären Geschäft vor Bewertung und sonstigen Ergebnissen in Relation zum durchschnittlichen Geschäftsvolumen. Betriebswirtschaftlich sonstige und neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragssteuern sowie Bewertungseffekte bleiben unberücksichtigt. Die Leistungskennzahl unterscheidet sich insofern von der Gewinn- und Verlustrechnung.

Als weiteren bedeutsamen Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (CIR) bestimmt. Sie stellt das Verhältnis von Aufwendungen zu den Erträgen dar. Betriebswirtschaftlich sonstige und neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragssteuern sowie Bewertungseffekte bleiben unberücksichtigt.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamer Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR.

Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unsere Teilbetriebsergebnisquote konnte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich von 0,38% auf 0,66% verbessern und lag im Geschäftsjahr leicht über dem Planniveau.

Die CIR lag im Geschäftsjahr bei 65,7% und hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 74,9% verbessert. Auch der Planwert für das Geschäftsjahr wurde leicht unterschritten.

Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 18,21% und damit, aufgrund gegenüber der Planung gestiegener risikogewichteter Aktiva, um 0,47% unter der Planung. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich die Gesamtkapitalquote durch Dotierungen, Anrechnungen von Vorsorgereserven und Aufbau von Geschäftsguthaben um 1,18%.

Geschäftsverlauf

Bilanzsumme gestiegen

Die Bilanzsumme erhöhte sich infolge des Einlagenwachstums um 8,6 % bzw. 381,6 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 % bzw. 239,5 Mio. EUR) auf 4.806,9 Mio. EUR.

Sparverhalten der Kundinnen und Kunden zog auch in diesem Jahr an Aufgrund der vorhandenen Zinsangebote konnte ein Anstieg der Kundengelder erreicht werden. Das Wachstum lag bei 7,3 % bzw. 292,6 Mio. EUR; die Bestände erhöhten sich auf insgesamt 4.325,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 % bzw. 222,8 Mio. EUR).

Termineinlagen gestiegen

Die Termineinlagen sind im Jahr 2023 sehr stark gestiegen. Der Fokus lag hier auf den kurzfristigeren Anlagen (6 Monate bis 2 Jahre). Der Bestand der Termineinlagen stieg um 682,1 Mio. EUR bzw. 5.157,3 % auf 695,3 Mio. EUR an.

Abfluss von täglich fälligen Einlagen

Die täglich fälligen Einlagen fielen im Jahr 2023 um 8,4 % bzw. 249,4 Mio. EUR auf 2.706,1 Mio. EUR. Teilweise erfolgte eine Umschichtung in besser verzinste Anlagen.

Spareinlagen gesunken

Die Spareinlagen sind 2023 um insgesamt 140,1 Mio. EUR gesunken. Abgänge gab es vor Allem bei dem Sparprodukt Sparda Plus, dessen Bestände um 138,2 Mio. EUR bzw. 14,6 % auf 805,9 Mio. EUR abfielen.

Geringes Wachstum im Kundenkreditgeschäft

Aufgrund der im Jahr 2023 anhaltenden Inflation und der allgemeinen Unsicherheit sind die Kreditbestände (inkl. Eventualverbindlichkeiten) gegenüber dem Vorjahr lediglich um 2,3 % bzw. 54,9 Mio. EUR auf 2.458,5 Mio. EUR (Vorjahr: +6,1 % oder +139,2 Mio. EUR) gestiegen. Die Neubewilligungen im Baufinanzierungsgeschäft erreichten ein Volumen von 249,0 Mio. EUR (Vorjahr: 511,9 Mio. EUR).

Kaum Veränderungen in den Kreditstrukturen

Der Anteil der Kundenforderungen am Geschäftsvolumen zum Bilanzstichtag fiel im Jahr 2023 auf 51,0 % (Vorjahr: 54,2 %). Die Strukturanteile der Kreditarten am Gesamtkreditvolumen zeigen eine Steigerung bei den Baukrediten, während die privaten Kredite leicht zurückgingen:

Kreditart: 31.12.2023 31.12.2022
Dispositionskredite 1,0 % 1,0 %
Private Kredite 5,3 % 5,9 %
Baukredite und Sonstige 93,5 % 92,9 %
Rückgriffsforderungen 0,2 % 0,2 %

Günstige Fördermittel für Kunden und Mitglieder

Im Rahmen einer ganzheitlichen Beratung der Kunden und Mitglieder im Immobilien-Finanzierungsgeschäft wurden 2023 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,1 Mio. EUR) Fördermittel von der Investitions- und Förderbank Hamburg und 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) von der Investitions- und Förderbank Schleswig-Holstein sowie 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR) Wohn-Riester-Darlehen an die Bausparkasse Schwäbisch Hall vermittelt.

Private Kredite gesunken / Anstieg bei den Kontokorrentkrediten

Die Kontokorrentkredite sind um 9,8 % bzw. 2,3 Mio. EUR auf 25,6 Mio. EUR angestiegen. Die Bestände der privaten Kredite reduzierten sich und konnten in diesem Jahr nicht auf Vorjahresniveau gehalten werden. Sie gingen um 9,3 % bzw. 13,2 Mio. EUR auf 129,2 Mio. EUR zurück.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich gestiegen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen deutlich um 37,7 Mio. EUR auf 84,6 Mio. EUR.

Eigenanlagen nochmals zugelegt

Die Eigenanlagen erhöhten sich 2023, da nicht die gesamte Liquidität aus den Kundeneinlagen in das Kreditgeschäft floss. Die Eigenanlagen stiegen um 5,2 % bzw. 80,5 Mio. EUR an. Die Summe aus Barreserven, Bankguthaben und Wertpapieranlagen stieg durch den Zufluss von Kundeneinlagen insgesamt um 16,0 % oder 314,4 Mio. EUR auf 2.274,9 Mio. EUR. Der Anteil der Wertpapieranlagen an der Bilanzsumme betrug am Jahresende 34,0 % (Vorjahr: 35,1 %).

Die Wertpapier-Kategorien entwickelten sich wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022
Wertpapier-Kategorie Mio. EUR Mio. EUR
Anleihen und Schuldverschreibungen 979,4 750,7
UIN Fonds NR. 1141 631,5 780,0
Publikumsfonds AV 21,1 20,9
Publikumsfonds UV 0,0 0,0
Gesamt 1.632,1 1.551,6

Sachanlagen gehalten

Während des Niedrigzinsniveaus hat die Bank Ende 2020 damit begonnen, ein Portfolio eigener Immobilien in ihrem Geschäftsgebiet aufzubauen. Im Jahr 2023 wurde dieses Investment gehalten, es wurden jedoch keine weiteren Zukäufe in Immobilien zwecks Vermietung getätigt. Durch den allgemeinen Zinsanstieg kann Liquidität mittlerweile zu besseren Renditen bei geringeren Eigenmittelanforderungen und Risiko angelegt werden.

Derivategeschäfte

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine derivativen Geschäfte mit Kunden getätigt.

Fondsbestände der Kundinnen und Kunden wieder ansteigend

Das Fondsgeschäft hat sich im Jahr 2023 sehr positiv entwickelt. Der Nettozufluss belief sich auf 64,3 Mio. EUR (Vorjahr: 35,7 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Kurswertänderungen stieg der Fondsbestand auf Anlagekonten der Union Investment 2023 um 149 Mio. EUR auf 1.096 Mio. EUR. Die Anzahl der Anlagekonten erhöhte sich um 3,4 % bzw. 2.709 Konten auf 82.864.

Depotgeschäft GENO Broker

Das Kundenwertpapier-Depotgeschäft (ohne bankeigene Wertpapiere) wird über die GENO Broker GmbH geführt. Der Kunden-Depotbestand beim GENO Broker beläuft sich auf 3.548 (Vorjahr: 3.504) Stück bzw. ein verwaltetes Depotbestandsvolumen in Höhe von 196,3 Mio. EUR (Vorjahr: 168,5 Mio. EUR). Im Jahr 2023 wurden 15.740 Transaktionen (Vorjahr: 16.358) durchgeführt.

Vermitteltes Versicherungsbeitragsvolumen

Im Jahr 2023 betrug das vermittelte Beitragsvolumen aus Lebens- und Restschuldversicherungen 4,19 Mio. EUR (Vorjahr: 4,21 Mio. EUR). Mit einer Vermittlung von 1.515 Versicherungsverträgen (Vorjahr: 1.425) an die DEVK-Versicherung und die Credit Life erhöhte sich die Anzahl der vermittelten Versicherungen dieser Sparten leicht. Daneben wurden für die Mitglieder und Kunden im Bereich der Sach- und Kfz-Versicherungen 2.628 Verträge (Vorjahr: 3.029 Verträge) abgeschlossen.

Abgeschlossenes Bausparvolumen leicht rückläufig

Der Vertrieb von Bausparverträgen der Bausparkasse Schwäbisch Hall konnte im Vergleich zum Vorjahr knapp gehalten werden. Das vermittelte Volumen fiel leicht um 2,6% auf 142,3 Mio. EUR (Vorjahr: +33,4% bzw. 146,3 Mio. EUR).

Kundenzahl und Girokonten gestiegen

Der Kundenbestand erhöhte sich 2023 um netto 841 oder 0,32 % (Vorjahr: -1,72 %) auf 264.319. Den 6.671 Zugängen standen 5.830 Abgänge gegenüber. Gleichzeitig haben sich 2023 die Girokonten um netto 534 oder 0,29 % (Vorjahr: -1,85 %) auf 184.441 erhöht. 6.998 Neueröffnungen standen dabei 6.464 Kontoabgänge gegenüber.

Mitgliederbestand leicht gefallen, Geschäftsguthaben gestiegen

Der Mitgliederbestand reduzierte sich 2023 um netto 1.185 oder 0,55 % (Vorjahr: -1,31 %) auf 213.275. Den 3.427 Beitritten standen 4.609 Abgänge gegenüber. Aufgrund der im Schnitt größeren Anzahl gezeichneter Anteile bei den Neumitgliedern stieg die Anzahl der Mitgliedsanteile. Die Mitglieder hielten am Jahresende 2.092.169 Anteile (Vorjahr: 1.974.096).

Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist mit 212,25 Vollzeit- und 126,75 Teilzeitkräften sowie 20,5 Auszubildenden im Jahr 2023 leicht gestiegen. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt bei 44 Jahren, wobei 54,5 % der Belegschaft weiblich und 45,5 % männlich sind.

Neben der Ausbildung junger Menschen bieten wir auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein umfassendes Schulungsangebot an und schaffen somit die Voraussetzung, dass sie sich das notwendige Wissen für die tägliche Arbeit aneignen und erhalten können. Dazu gehören neben Workshops und Schulungen zu diversen Themen auch Fachseminare. Die Personalentwicklung konzentrierte sich im Jahr 2023 auf die Stärkung der Beratungskompetenzen mit besonderem Fokus auf den Auf- und Ausbau persönlicher digitaler Beratungskompetenz. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Bereich der Führungskräfteentwicklung. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 1651 Seminarteilnehmertage absolviert. Statistisch besuchte eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter 4,52 Schulungstage im Jahr 2023. Für Schulungsmaßnahmen wurde ein Betrag von ca. 443 TEUR eingesetzt.

Ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in einem speziellen Qualifizierungsprogramm zu Serviceberaterinnen und Serviceberatern systematisch vorbereitet und weitergebildet. Auch im Rahmen der Umsetzung der IDD (Versicherungsvertriebsrichtlinien) wurde in umfangreiche Weiterbildungszeiten investiert.

Nachhaltigkeit

Die Sparda-Bank Hamburg eG ist seit ihrer Gründung im Jahr 1903 als Spar- und Darlehenskasse eine Genossenschaft. Mitbestimmung und die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder bilden das Fundament der genossenschaftlichen Idee. Hierauf aufbauend ist unser Geschäftsmodell seit jeher nachhaltig und zukunftsorientiert ausgerichtet.

Unser nachhaltiges Engagement baut heute auf den drei Dimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Kriterien) auf und ist fest in unserem Leitbild verankert. Es umfasst dabei sämtliche Handlungsfelder unseres Unternehmens, wie Strategie, Management, Geschäftsbetrieb, Personalmanagement, Kommunikation, gesellschaftliches Engagement sowie Ethik und Kultur. Im Jahr 2023 haben wir das bankweite Projekt "Gemeinschaftlich nachhaltig" weiter fortgesetzt. Ziel des Projektes ist es, die nachhaltige Ausrichtung über alle bankinternen Bereiche hinweg gemäß der ESG-Kriterien aus-zubauen und das Thema Nachhaltigkeit auch im An-schluss an das Projekt als festen Bestandteil der Weiterentwicklung zu verankern. Maßnahmen aus allen Unternehmensbereichen werden mithilfe eines Nachhaltigkeitscockpits des BVR erfasst und mittels eines Reifegradfächers bewertet. Im Jahr 2023 wurde eine Verbesserung des Nachhaltigkeitswertes von 1,25 zum Jahresbeginn auf 2,02 zum Jahresende erreicht. Nennenswerte Maßnahmen waren beispielsweise die Stärkung des Themenkomplexes Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft durch den Klimakredit, die Erhebung von Sicherheitsabschlägen für Bauvorhaben mit schlechten Energieeffizienzklassen, ein Führungskräfteseminar zum Thema Diversität, die Implementierung von JobRad für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Überarbeitung der Reisekostenrichtlinie nach Nachhaltigkeitskriterien, eine Ausweitung nachhaltiger Artikel beim Einkauf sowie der Einbau von Wasserspareinsätzen in Küchen und Waschräumen.

Mit einer gemeinsamen Baumpflanzaktion im Hamburger Forst Klövensteen mit Vorstand, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kundinnen und Kunden sowie Mathias Mester als reichweitenstarkem Medienpartner wurde Genossenschaft erlebbar gemacht und gemeinschaftlich Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft übernommen.

Durch das Engagement sowie die Ausrichtung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios übernimmt die Sparda-Bank Hamburg eG Verantwortung für den Klima- und Umweltschutz. Unser Produktsortiment umfasste auch im Jahr 2023 vielfältige nachhaltige Angebote, wie den Sparda Klimakredit und den Sparda E-Kredit auf der Finanzierungsseite, nachhaltige Geldanlageprodukte sowie das Umweltkonto Sparda Horizont mit verschiedenen nachhaltigen Mehrwerten.

Ein weiterer Baustein unseres nachhaltigen Engagements ist das Gewinnsparen, bei dem unsere Kundinnen und Kunden durch den Kauf von Gewinnsparlosen gemeinsam gesellschaftliches Engagement und Unterstützung für Projekte gemeinnütziger Vereine in unserem norddeutschen Geschäftsgebiet leisten. 2023 konnte rund eine Million Euro an Fördermitteln für gemeinnützige Zwecke in den Kategorien Umweltschutz, Soziales und Sport ausgeschüttet werden.

Bereits seit 2013 arbeitet die Sparda-Bank Hamburg eG nach dem Prinzip "Emissionen vermeiden, vermindern, kompensieren". Für noch nicht vermeidbare Emissionen engagieren wir uns durch den Kauf von Klimazertifikaten der höchsten Qualitätsstandards für Klimaschutzprojekte. Im Jahr 2023 waren dies ausschließlich Goldstandard-Zertifikate.

Die nachhaltige Ausrichtung der Sparda-Bank Hamburg eG zeigt sich darüber hinaus im Engagement der Sparda-Bank Hamburg Stiftung. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, Präventionsangebote zu fördern sowie ohne eigene Schuld von Überschuldung bedrohte oder betroffene Mitglieder mit konkreten Maßnahmen zu unterstützen.

Darstellung der Lage

Bilanzielles Eigenkapital weiter gestiegen

Im Jahr 2023 konnte das Eigenkapital der Sparda-Bank Hamburg eG weiter gesteigert werden. Die Geschäftsguthaben der Genossenschaft nahmen um 7,3 % oder 7,8 Mio. EUR auf 113,5 Mio. EUR zu. Die Rücklagen konnten durch Zuführung aus dem Jahresüberschuss um 0,5 % oder 0,7 Mio. EUR auf 148,4 Mio. EUR ausgebaut werden. Das bilanzielle Eigenkapital (einschließlich Jahresüberschuss 2023) erhöhte sich um 4,86 % oder 12,4 Mio. EUR auf 268,0 Mio. EUR. Die bilanzielle Eigenkapitalquote am Jahresende ging mit 5,6 % leicht zurück (Vorjahr: 5,8 %). Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn und Bilanzsumme) beläuft sich für das zurückliegende Geschäftsjahr auf 0,125 %.

Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen wurden im gesamten Jahr 2023 erfüllt. Zum 31.12.2023 lag der Wert der anrechenbaren Eigenmittel bei 18,2 %.

Zahlungsbereitschaft der Bank war jederzeit gegeben

Den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht an die Kreditinstitute gestellten Anforderungen an die Liquidität wurde stets entsprochen.

Jahresüberschuss gestiegen

Ertragslage im Überblick Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Zinsüberschuss 65.491 46.988 18.503
Provisionsüberschuss 18.729 18.779 -50
Personalaufwand 27.873 24.021 3.852
Andere Verwaltungsaufwendungen 25.770 25.265 505
Sonstiges Ergebnis 216 98 118
Bewertungsergebnis -6.541 -12.437 5.896
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 22.653 4.142 18.511
ao Ergebnis 0 0 0
Steuern -6.637 -2.470 10.106
Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 10.000 4.600 5.400
Jahresüberschuss 6.016 2.012 4.004

Der Zinsüberschuss inklusive der laufenden Erträge erhöhte sich im Jahr 2023 um 18,5 Mio. EUR auf 65,5 Mio. EUR. Der Zinsüberschuss wurde wesentlich durch die steigenden Erträge aus den Eigenanlagen und durch die Forderungen an Banken / Kasse positiv beeinflusst. Jedoch erhöhten sich aufgrund der im Jahr 2023 gestiegenen Marktzinsen und der damit verbundenen Zinsangebote bei den Kundengeldern die Zinsaufwendungen um 14,1 Mio. EUR. Der Provisionsüberschuss hat sich minimal um 0,05 Mio. EUR auf 18,7 Mio. EUR verringert. Der Personalaufwand erhöhte sich um 3,9 Mio. EUR. Die anderen Verwaltungsaufwendungen einschließlich Abschreibungen haben sich durch ein weiterhin stringentes Kostenmanagement über alle Kostenarten trotz inflationsbedingter Kostenerhöhungen nur leicht erhöht. Aufgrund des sich abflachenden Zinsanstiegs hat sich das negative Bewertungsergebnis deutlich reduziert. Das Eigenkapital konnte durch Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken um 10,0 Mio. EUR gestärkt werden. Der Jahresüberschuss hat sich aufgrund des verbesserten Zinsüberschusses und des rückläufigen negativen Bewertungsergebnisses um 4,0 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR verbessert.

Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Unter Berücksichtigung der Zinsentwicklungen und allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten während des Geschäftsjahres ist die Ertragslage als zufriedenstellend einzustufen. Die Eigenkapitalausstattung erfüllt die gesetzlichen Anforderungen und konnte im Geschäftsjahr weiter verbessert werden.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risikomanagement-Ziele und Methoden der Bank

Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung der Sparda-Bank Hamburg eG ist es, die aus ihrem allgemeinen Geschäftsbetrieb resultierenden Risiken bewusst und kontrolliert unter Beachtung der Renditeziele einzugehen. Damit wird dem strategischen Geschäftsziel Rechnung getragen, das eine Sicherstellung der nachhaltigen Wirtschaftlichkeit der Bank vorsieht. Dem Risikomanagement, also der Identifizierung, Quantifizierung, Steuerung und Überwachung bestehender Risiken, kommt daher eine elementare Bedeutung zu. Die vom Gesamtvorstand in Kraft gesetzte Risikostrategie basiert auf den risikopolitischen Grundsätzen, die die Gesamtheit der zentralen Verhaltensregeln für den Umgang mit Risiken innerhalb der Sparda-Bank Hamburg eG darstellen.

Sie bilden die Grundlage für ein unternehmensweit möglichst einheitliches Verständnis der Unternehmensziele im Zusammenhang mit dem Risikomanagement.

Die Risikopolitik im Kundenkreditgeschäft ist in der Kreditrisikostrategie dokumentiert. Die Steuerung erfolgt im Rahmen der normativen und ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit. Die Sparda-Bank Hamburg eG stellt sicher, dass die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit jederzeit sichergestellt ist. Das zur gezielten Steuerung implementierte Limitsystem ist gesondert im Risikohandbuch beschrieben. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neuen Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstigen sich verändernden Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken. Sie können sich insbesondere in Form von Adressenausfall- und Marktpreisrisiken zeigen, aber auch in Form von Liquiditäts-, operationellen und sonstigen Risiken. Zur Identifizierung der wesentlichen Risiken führt die Sparda-Bank Hamburg eG jährlich oder anlassbezogen eine systematische Risikoinventur durch, die Risiken, die die Vermögens-, Ertrags-, oder Liquiditätslage wesentlich beeinflussen können, identifiziert, quantifiziert, beurteilt und dokumentiert. Die dabei identifizierten wesentlichen Risiken werden nachfolgend dargestellt.

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken beinhalten im Allgemeinen die Gefahr, dass aufgrund von Bonitätsveränderungen und/oder des Ausfalls einer Person oder Unternehmung, zu der eine wirtschaftliche Beziehung besteht, Verluste entstehen. Sie umfassen sowohl klassische Ausfallrisiken als auch Migrationsrisiken und Credit-Spread-Risiken. Migrationsrisiken können entstehen, wenn sich die Bonitäten von Emittenten verschlechtern und der Marktwert von Anleihen sinkt. Credit-Spread-Risiken beinhalten die Gefahr negativer Auswirkungen aufgrund von Schwankungen des Zinsaufschlags für bestimmte Bonitätsklassen im Zeitverlauf.

Die Adressenausfallrisiken aus Eigenanlagen werden vom Emittentenrisiko dominiert. Zur Begrenzung von Emittentenrisiken sind Emittenten-, Größenklassen- und Ratingvorgaben festgelegt. Dabei werden die externen Ratings von Standard & Poor's (S&P), Moody's Investor Service und FitchRatings zugrunde gelegt. Für das Direktgeschäft gilt bei Erwerb ein Mindestrating von Baa3/BBB- (Moody's/S&P/Fitch).

Ein schwerer, konjunktureller Abschwung, der sich aus der Inflationsbekämpfung durch die EZB ergeben könnte, würde im Stressfall zu Abschreibungen bzw. stillen Lasten auf Eigenanlagen und Kundenkredite und in der Folge zu geringeren Jahresergebnissen führen.

Der Schwerpunkt des Kundenkreditgeschäfts liegt im Privatkundengeschäft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Baufinanzierungsgeschäft mit Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften fortgesetzt. Große Teile des Kundenkreditvolumens sind grundpfandrechtlich gesichert und breit gestreut. Über ein indikatorbasiertes Frühwarnsystem können Kreditrisiken frühzeitig erkannt und separiert behandelt werden. Aufsichtsrechtlich werden Ausfallrisiken durch die Vorschriften des Kreditwesengesetzes und der CRR (EU-Verordnung) begrenzt, die von der Bank stets eingehalten werden.

Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiken wird die Gefahr verstanden, dass sich Marktpreise von Sachgütern oder Finanztiteln aufgrund von Änderungen der Marktlage zuungunsten des Inhabers entwickeln. Marktpreisrisiken schließen insbesondere Zinsänderungsrisiken, Kursänderungsrisiken, Aktienkursrisiken, Fondspreisrisiken und Immobilienpreisrisiken ein. Bedingt durch die Geschäftsstruktur der Bank beziehen sich die Marktpreisrisiken überwiegend auf sich verändernde Geld- und Kapitalmarktzinsen. Marktpreisrisiken werden von der Sparda-Bank Hamburg eG in bedeutsamen Umfang eingegangen. Sie umfassen potenzielle Verluste, die sich aus nachteiligen Marktwertänderungen der Positionen ergeben können. Zinsänderungsrisiken berechnet die Bank mithilfe von Zinsüberschuss-Simulationsrechnungen aufgrund verschiedener Zinsszenarien. Aufgrund der Geschäftsstruktur der Sparda-Bank Hamburg eG ergeben sich Inkongruenzen aus der tendenziell längerfristigen Bindung auf der Aktivseite verglichen mit der in weiten Teilen kurzfristigeren Mittelaufnahme auf der Passivseite, so dass sich verändernde Geld- und Kapitalmarktzinsen auf den Unternehmenserfolg der Bank auswirken (Fristentransformation). Aufgrund der Struktur ergeben sich grundsätzlich Risiken bei steigenden Zinsen. Das Marktpreisrisiko als Gesamtheit von Zinsänderungs- und Kursänderungsrisiko wird ökonomisch auf der Grundlage des dynamischen Value-at-Risk dargestellt. Dem Risiko ist ein festes absolutes Risikobudget zugewiesen, welches regelmäßig überwacht wird.

Aktienkursrisiken und Fondspreisrisiken beschreiben die Gefahr, dass durch Kursänderungen die jeweiligen Bestände bzw. offenen Positionen an Aktien und Fonds an Wert verlieren und dadurch ein Verlust gegenüber dem erwarteten Wert bzw. Planwert der Positionen entsteht. Die Abbildung des Marktpreisrisikos für Aktien und Fonds erfolgt ökonomisch auf Basis von Value-at-Risk-Kennzahlen. Die Abbildung des Marktpreisrisikos für die Immobilien-Risiken erfolgt auf Basis von Wertänderungs-, Ertrags- und Mietausfallrisiken. Im Rahmen des ökonomischen Limitsystems zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit werden für die Unterarten des Marktpreisrisikos Risikolimite definiert, die auf Ebene des Marktpreisrisikos in einem Einzellimit aggregiert werden. Die Auslastung der Risikolimite wird regelmäßig überwacht. Ein Handelsbuch im Sinne des § 1a KWG wird nicht geführt. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos werden Derivate in Form von Swaps (nominell 379,0 Mio. EUR) mit einem beizulegenden Wert von 27.958 TEUR eingesetzt.

Liquiditätsrisiken

Unter den Liquiditätsrisiken wird im Allgemeinen die Gefahr verstanden, dass die Sparda-Bank Hamburg eG ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr uneingeschränkt nachkommen kann (Zahlungsunfähigkeitsrisiko). Höhere Refinanzierungskosten sind ein Aspekt dieses Risikos, die durch die Überbrückung von Liquiditätsengpässen anfallen können. Das Liquiditätsrisiko nimmt bei der Sparda-Bank Hamburg eG im Vergleich zu Adressenausfall- und Marktpreisrisiken monetär eine untergeordnete Rolle ein, da die Bank dem Liquiditätsverbund der DZ Bank AG angehört und somit gewöhnlich ein jederzeitiger Ausgleich von möglichen Liquiditätsengpässen über die DZ Bank AG erfolgen kann.

Zur Vermeidung des Risikos der Illiquidität ist u. a. die aufsichtsrechtlich definierte LCR (Liquidity Coverage Ratio - Mindestliquiditätsquote) einzuhalten. Die LCR fungiert als Kennzahl des kurzfristigen Liquiditätsrisikos jedes Kreditinstitutes und stellt das Verhältnis zwischen liquiden Aktiva und möglichen Zahlungsabflüssen der nächsten 30 Tage dar. Darüber hinaus ist die NSFR (Net Stable Funding Ratio) zur Einhaltung einer stabilen Refinanzierung täglich einzuhalten. Zusätzlich ist ein Mindestzeitraum einzuhalten, um verstärkte Zahlungsmittelabflüsse ohne finanzielle Hilfe Dritter durch Vorhalten ausreichender liquider Mittel zu überstehen (Survival Period).

Diese Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hinsichtlich der Liquidität der Kreditinstitute werden deutlich erfüllt, nennenswerte Abruf- und Terminrisiken lassen sich nicht erkennen.

Operationelle Risiken

Unter den operationellen Risiken wird die Gefahr von Schäden verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der (internen) Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten. Operationelle Risiken sind z. B. Betriebsrisiken, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs-, Diebstahl- und Datenverarbeitungsrisiken. Darüber hinaus werden zur Identifikation und Beurteilung relevanter potenzieller Risiken auch Erkenntnisse zu aktuellen Schwachstellen (historische Ereignisse z.B. aufgrund von Verlustereignissen) und potenziellen Ereignissen ermittelt. Als Basis für die Messung operationeller Risiken und permanente Bewertung wird eine Schadensfalldatenbank geführt. Ergänzt durch regelmäßige Risikomeetings mit den Risikoverantwortlichen werden die einzelnen Risiken auf angemessene Bewertung und Behandlung geprüft und Maßnahmen zur Reduktion initiiert. Darüber hinaus trägt das innerbetriebliche Überwachungssystem (z. B. arbeitsbegleitende Kontrollen, interne Revision und Arbeitsanweisungen für Mitarbeiter) dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Versicherbare Gefahrenpotenziale, wie z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, werden durch Versicherungsverträge im banküblichen Umfang abgeschirmt. Das Beschwerdemanagement ist grundsätzlich dezentral organisiert, wobei schriftliche Beschwerden, auch an Vorstand oder Aufsichtsrat gerichtet, zentral in der Abteilung Vertriebsmanagement bearbeitet werden. Bei Schäden oder Erstattungsansprüchen aus fehlerhafter Bearbeitung erfolgt eine Analyse hinsichtlich etwaiger organisatorischer und/oder personeller Schwachstellen. Soweit erforderlich, werden entsprechende Maßnahmen darauf aufbauend eingeleitet. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnet die Bank auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern, insbesondere, soweit es den EDV- und Rechtsberatungsbereich betrifft.

Sonstige Risiken

Unter den sonstigen Risiken betrachten wir nur das Beteiligungsrisiko als wesentlich. Das Beteiligungsrisiko beinhaltet im Allgemeinen die Gefahr, dass von der Bank eingegangene Beteiligungen aufgrund von z.B. Dividendenausfall, Abschreibungen, Ergebnisminderungen etc. zu Verlusten aus bereitgestelltem Eigenkapital führen können.

Alle sonstigen Risiken nehmen bei der Sparda-Bank Hamburg eG eine unwesentliche Rolle ein. Währungsrisiken, Optionsrisiken, Kontrahentenrisiken, Pensionsrisiken und strategische- bzw. Geschäftsrisiken sind als unwesentliche Risiken eingestuft.

Querschnittsrisiken

Querschnittsrisiken werden innerhalb anderer Riskoklassen betrachtet und verstärken diese. Dazu zählen Nachhaltigkeitsrisiken, Reputationsrisiken und Modellrisiken.

Inter- und Intra-Risikokonzentrationen

Inter-Risikokonzentrationen werden dadurch berücksichtigt, dass in der Risikotragfähigkeitsberechnung alle Risken addiert werden. Des Weiteren wird ein Stresstest eines schweren, konjunkturellen Abschwungs durchgeführt, bei dem alle wesentlichen Risiken gestresst werden. Auf diese Weise ist die Wirkung von Inter-Risikokonzentrationen in der Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage angemessen berücksichtigt.

Gesamtbild der Risikolage

Neben der Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen gewährleistet ein komplexes Risikoquantifizierungsinstrumentarium eine zeitnahe und detaillierte Risikotransparenz. Durch einen implementierten Kapitalplanungsprozess (normative Sicht) ist sichergestellt, dass ein etwaiger Eigenkapitalbedarf rechtzeitig erkannt wird. Die ökonomische Risikotragfähigkeit war während des gesamten Berichtsjahres gegeben.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Die Sicherstellung der nachhaltigen Wirtschaftlichkeit hat gegenüber weiteren strategischen Zielen die oberste Priorität. Eine permanente Produktivitätssteigerung, hohe Mitgliederzufriedenheit, eine hohe Mitarbeiteridentifikation und -qualität und der Ausbau eines ökologisch nachhaltigen Unternehmensmanagements vervollständigen das strategische Zielsystem.

Das Retailgeschäft soll weiterhin ein Markenkern der Bank sein. Dazu gehören sowohl die Girokonten als auch Private Kredite und Baufinanzierungen. Ziel hierbei ist ebenso die Gewinnung neuer Kunden und Mitglieder unserer Genossenschaft.

Die Einwerbung von Kundeneinlagen und Girokonten stellt, unterstützt durch ein entsprechendes Neukunden-Marketing, einen Schwerpunkt des Jahres 2024 dar.

Das "Nicht-Retailgeschäft" bzw. Individualgeschäft soll mit dem Private Banking und den Wohngenossenschaften bzw. -gesellschaften weiter ausgebaut werden, um attraktive Ertragsanteile zu generieren.

Für das Jahr 2024 gehen wir weiterhin aufgrund des Zinsniveaus und der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von einem verhaltenen Kreditwachstum aus. Alternativ zum Kundenkreditgeschäft kann das angestrebte Wachstum der Kundeneinlagen auch im Bereich der Eigenanlagen genutzt werden, um die Ertragsseite zu stärken.

Im Ergebnis erwarten wir bei einer leichten Drehung der Zinskurve ein weiter deutlich steigendes Zinsergebnis. Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und des geplanten Einlagenwachstums wird im erwarteten Zinsüberschuss jedoch auch ein deutlich steigender Zinsaufwand berücksichtigt sein, da aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks auch besser verzinsliche Produkte im Passivbereich in den Fokus gerückt sind.

Das Ergebnis im Provisionsgeschäft kann voraussichtlich auch weiterhin nur leicht ausgebaut werden. Durch die gestiegenen Marktzinsen bieten sich unseren Kundinnen und Kunden weiterhin alternative Anlagemöglichkeiten im Zinsbereich.

Wir erwarten für das Jahr 2024 eine stärkere Steigerung der Personalkosten, die hauptsächlich infolge von Tarifanpassungen entstehen werden.

2024 wird mit deutlich höheren Sachkosten auch aufgrund von inflationsbedingten Preissteigerungen gerechnet. Ebenfalls werden notwendige Projekte und erhöhte Marketingaufwendungen zu Kostensteigerungen führen.

Das Bewertungsergebnis wird positiv beeinflusst werden durch Wertaufholungseffekte in den Eigenanlagen. Wir rechnen damit, dass die Kreditrisikovorsorge aufgrund der Folgewirkungen aus der Inflation und der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen leicht erhöht werden muss.

Insgesamt wird im Jahr 2024 ein Jahresüberschuss nach Steuern leicht über Vorjahreshöhe erwartet.

 

Hamburg, den 04. März 2024

Der Vorstand

Stephan Liesegang

Niels-Helge Pirck

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2023 wahrgenommen. Während des Geschäftsjahres unterrichtete ihn der Vorstand eingehend und zeitnah über die geschäftliche Entwicklung und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Soweit Geschäfte der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, wurden die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Im Jahr 2023 hat der Aufsichtsrat insgesamt 8 Sitzungen abgehalten. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat bildeten Strategie, geschäftliche Entwicklung, Risikosituation und geplante Investitionen. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte einen Prüfungsausschuss, einen Kreditausschuss, einen Personalausschuss sowie einen Bauausschuss gebildet. Die Ausschüsse berichten über ihre Tätigkeit regelmäßig in den Sitzungen des Gesamtaufsichtsrates. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung durch unangemeldete Prüfungen überzeugt. Bei seiner Prüfungstätigkeit ließ sich der Ausschuss auch von der Internen Revision der Bank unterrichten. Der Kreditausschuss hat im erforderlichen Umfang bei der Vergabe von Krediten mitgewirkt und sich von der ordnungsgemäßen Geschäftserledigung überzeugt. Der Verband der Sparda-Banken e.V., Frankfurt am Main, hat die nach dem Gesetz notwendigen Prüfungen durchgeführt. Das zusammengefasste Prüfungsergebnis wird in der VertreterInnenversammlung bekannt gegeben. Dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 stimmt der Aufsichtsrat nach Prüfung ohne Einschränkungen zu. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der VertreterInnenversammlung, den vom Vorstand vorgeschlagenen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Nach den Bestimmungen der Satzung scheiden mit Ablauf der VertreterInnenversammlung 2024 Herr Ralph Borkowski, Frau Gabriele Maack und Frau Manuela Norbeck aus dem Aufsichtsrat aus. Ihre Wiederwahl ist zulässig.

 

Hamburg, den 11. April 2024

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates

Ralph Borkowski

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