Beteiligungsgesellschaften
Boviva GmbH
Maybachstraße 16, 32257 Bünde, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Heidemann seit 20.5.2016 | Geschäftsführer |
Alexander Robert Maria Nusko seit 20.5.2016 | Geschäftsführer |
Reinhard Heidemann seit 20.5.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gardinia GmbH & Co. KGIsny im AllgäuKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Die Gardinia GmbH & Co. KG als Personengesellschaft gemäß § 264a Abs. 1 HGB nimmt für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2022 bzgl. der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses und Lageberichts die Befreiung gemäß § 264b HGB in Anspruch, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Gardinia GmbH & Co. KG einbezogen ist.
Die persönlich haftende Gesellschafterin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gardinia GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Gardinia GmbH & Co. KG - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 dem Konzern-Eigenkapitalspiegel, der Konzern- Kapitalflussrechnung sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Gardinia GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bünde, 25.09.2023 W&P
GmbH
gez. Heinz T. Petermann Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2022
KonzernanhangAllgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Registerinformationen Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Gardinia GmbH & Co. KG mit Sitz in Isny im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRA 720165 eingetragen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Gardinia GmbH & Co. KG sowie zwei inländische und fünf ausländische Tochterunternehmen.
Deutschland sowie die Gesellschaft:
und deren Tochtergesellschaften:
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode vermindert. Soweit eine Werthaltigkeit der Vermögensgegenstände nicht mehr gegeben ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 (bis 2017 mehr EUR 150,00) bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. abgeschrieben. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften werden für Anlagegüter mit einem Netto- Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 keine Sammelposten gebildet, da diese Anlagegüter für den Konzern von untergeordneter Bedeutung sind. Es erfolgt eine Aktivierung und Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie die Material- und die Fertigungsgemeinkosten. Für ungängige und veraltete Erzeugnisse werden entsprechende Bewertungsabschläge vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Skonti oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und der verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden entsprechend vorgenommen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für das Bonitätsrisiko werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Weiterhin wird eine Pauschalwertberichtigung zur Abdeckung der allgemeinen Forderungsausfallrisiken gebildet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt, wobei Fremdwährungskonten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet werden. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, der Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode ("Projected Unit Credit Method") unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %) verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) und die Fluktuation mit einer Rate von 0,0 % (Vorjahr: 0,0 %) berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs oder einer Gründung erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt (Übertragung der Anteile bzw. Übertragung der Ausübung der Kontrolle über die erworbenen Gesellschaften) vorgenommen. Der sich bei der Erstkonsolidierung ergebende passivische Unterschiedsbetrag wurde gem. § 309 Abs. 2 HGB erfolgswirksam erfasst. Bei der 2021 erworbenen Sehlbach GmbH, Sprockhövel, wurde bei der Erstkonsolidierung ein passiver Unterschiedsbetrag erfolgswirksam in Höhe von TEUR 47 erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen werden aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie anderen konzerninternen Erträgen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage A zum Anhang) dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die erworbenen Markenrechte an der Marke "GARDINIA". Die Nutzungsdauer der Marke "GARDINIA" wurde mit 15 Jahren geschätzt. Der Restbuchwert der erworbenen Markenrechte der Marke "GARDINIA" beträgt zum 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 179) eine Restlaufzeit über ein Jahr. Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 1.636 (Vorjahr: TEUR 12) betreffen Forderungen aus der kurzfristigen Darlehensgewährung. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein Steuersatz von 28,16 % (Vorjahr:28,16 %) zugrunde gelegt. Die Berechnung der ausländischen latenten Steuern betrifft im Wesentlichen die polnische Gesellschaft. Hier wurde ein Steuersatz von 19,00 % (Vorjahr: 19,00 %) verwendet. Auf inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 3.317 (Vorjahr: TEUR 3.317) sowie inländische gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 3.317 (Vorjahr: TEUR 3.317) wurden latente Steueransprüche aktiviert. Daneben bestehen zum Bilanzstichtag körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von jeweils etwa EUR 22 Mio., für die eine Steuerentlastung innerhalb der nächsten Jahre nicht erwartet wird. Eigenkapital Das Kommanditkapital der Muttergesellschaft beträgt TEUR 5.000 und wurde durch Überentnahmen i. H. v. TEUR 141 und den Ergebnisanteil 2022 i. H. v. TEUR 12 auf TEUR 4.846 reduziert. Im Fremdkapital sind TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) als Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus noch nicht entnommenen Gewinnanteilen enthalten. Das Eigenkapital des Mutterunternehmens weist darüber hinaus Gewinnrücklagen i. H. v. TEUR 1.098 sowie einen Gewinnvortrag i. H. v. TEUR 20.931 aus. Das Eigenkapital enthält darüber hinaus Posten aus der Währungsumrechnung und aus Anteilen anderer Gesellschafter. Rückstellungen für Pensionen Wie in den Vorjahren wird von dem handelsrechtlichen Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Unterstützungskasse der Unternehmensgruppe GARDINIA für Notfallleistungen, Zuschüsse und Zugänge bei Betriebsrenten nicht zu passivieren. Nach dem versicherungsmathematischen Gutachten von der Aon Hewitt Associates GmbH, Stuttgart, beträgt der nach Anwartschaftsbarwertmethode ermittelte Wert der Verpflichtungen zum Stichtag TEUR 3.799 (Vorjahr: TEUR 3.637). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB für die in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 11) und der Unterschiedsbetrag für die mittelbaren und nicht in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen aus der Unterstützungskasse beträgt TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 284). Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni und Werbekostenzuschüsse, Aufwendungen mit Mitarbeiterbezug (Urlaubs-, Weihnachtsgeld, etc.) und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen ein Darlehen und damit zusammenhängende gewinnabhängige Verzinsung. Außerdem sind darin Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.
Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestehen währungsbezogene Geschäfte. Dabei handelt es sich um Devisentermingeschäfte in USD. Die Summe der Nominalwerte zum Zeitpunkt des Abschlusses des jeweiligen Devisentermingeschäftes betrug TEUR 2.907 (Vorjahr: TEUR 6.222) bzw. TUSD 3.100 (Vorjahr: TUSD 7.250). Zum Bilanzstichtag betragen die unrealisierten Verluste aus diesen Geschäften TEUR 92 (Vorjahr: unrealisierte Verluste TEUR 8). Die Bewertung erfolgte anhand einer Market-to- Market Bewertung durch die UniCredit. Die Entwicklung der währungsbezogenen Geschäfte ist hauptsächlich abhängig von der Entwicklung des Wechselkurse Euro/USD. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 770) aus der Auflösung von Rückstellungen. Personalaufwand Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2022 betrug TEUR 16.415 (Vorjahr: TEUR 15.142) und setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern in Höhe von TEUR 13.790 sowie sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 2.625 (davon für Altersversorgung TEUR 115). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.152 (Vorjahr: TEUR 793). Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung setzt sich aus Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kontokorrentverbindlichkeiten zusammen. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital der Tochtergesellschaften stehen zum 31. Dezember 2022 TEUR 20.689 (Vorjahr: TEUR 22.817) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung, TEUR 1.341 (Vorjahr: TEUR 1.341) unterliegen einer Ausschüttungssperre. Entnahmefähige Gewinnanteile der Kommanditisten bei der Muttergesellschaft werden direkt den Gesellschafterkonten im Fremdkapital gutgeschrieben. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 3.127 (Vorjahr: TEUR 3.077). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Haftungsverhältnisse Zur Besicherung der Darlehen der SHG Beteiligungsgesellschaft mbH wurden Grundschulden i. H. v. TEUR 4.000 zugunsten der Hypo Vorarlberg und Grundschulden i. H. v. TEUR 4.000 zugunsten der Kreissparkasse Ravensburg gegeben. Die Gardinia hat die Haftung als Bürge und Zahler für diese Darlehen übernommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird vom Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Honorar des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr 2022 erhielten die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der Gardinia GmbH & Co. KG, Isny, und des Jahresabschlusses der Gardinia Home Decor GmbH, Isny, ein Gesamthonorar, das sich gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 66 (davon TEUR 1 die Vorjahre betreffend), (Vorjahr: TEUR 0) und Steuerberatungsleistungen TEUR 13 (davon TEUR 4 die Vorjahre betreffend), (Vorjahr: TEUR 2) aufteilt. Befreiung gemäß § 264b HGB Die Gardinia GmbH & Co. KG als Personenhandelsgesellschaft gemäß § 264a Abs. 1 HGB nimmt bzgl. der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses und Lageberichts, soweit sie dazu verpflichtet wäre, die Befreiung gemäß § 264b HGB in Anspruch, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Gardinia GmbH & Co. KG einbezogen ist. Anteilsbesitz der Gardinia GmbH & Co. KG Der Anteilsbesitz des Konzerns ist in Anlage B zum Anhang beigefügt. Ereignisse nach Bilanzstichtag Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.
Isny, den 30. Juni 2023 Gardinia Beteiligungs-GmbH Reinhard Heidemann, Geschäftsführer Sven Heidemann, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 zum 31. Dezember 2022
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2022Konsolidierungskreis
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Konzern Zu den Aufgaben des Gardinia GmbH & Co. KG Konzerns, Isny / Allgäu, gehören der Handel, die Herstellung und der Vertrieb von Innendekorationsartikeln sowie Sicht- und Sonnenschutz am Fenster unter den Markennamen GARDINIA und ALUGARD. Der Hauptsitz der operativen Gesellschaft ist Isny, mit den Bereichen Verwaltung, Produktion und Einkauf. Die Vertriebs- und Marketingzentrale befindet sich in Bünde. Von Isny und Bünde werden ebenfalls 4 osteuropäische Vertriebsgesellschaften betreut sowie der direkte Export in weitere Länder. Darüber hinaus wird der Vertrieb durch strategische Partnerschaften im Ausland unterstützt sowie einem Tochterunternehmen in China. Am Standort in Polen befindet sich darüber hinaus eine Produktion. Märkte und Vertrieb Der Vertrieb erfolgt im Inland hauptsächlich über die Markennamen GARDINIA und ALUGARD durch die Vertriebskanäle Bau- und Fachmärkte, Kauf- und Möbelhäuser sowie Raumausstatter und zunehmend über den Internethandel. Das Auslandsgeschäft läuft über verbundene Unternehmen in Europa als auch zunehmend über den direkten Export, strategische Partnerschaften sowie einem Tochterunternehmen in China. Der GARDINIA Konzern operiert im Vertriebsgebiet Deutschland, Österreich und der Schweiz (kurz: DACH) und Osteuropa mit folgenden Vertriebskanälen:
Geschäftsverlauf Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die gesamtwirtschaftliche Lage war in 2022 noch sehr stark von der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Die Hoffnung auf Entspannung ist am 24. Februar 2022 durch den Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zunichte gemacht worden. Anfang 2022 war durchaus noch stark geprägt von den Endausläufern der Corona-Pandemie. Davon war vor allem China direkt betroffen. Nach langer strikter Null-Covid Strategie war diese nicht mehr durchsetzbar, nachdem in der restlichen Welt sämtliche Beschränkungen Schritt für Schritt gefallen sind. Die plötzliche Umkehr und der gesamte Wegfall von Beschränkungen in China führte dazu, dass es im Land über mehrere Monate hinweg zu diversen Coronawellen kam. Diese waren aufgrund der geringen Impfquote und der schlechteren Wirkweise des lokal verwendeten, chinesischen Impfstoffes sehr heftig und führten zu starken Verwerfungen in der inländischen Produktion und Logistik. Obwohl sich im Bereich der Verfügbarkeit von Containern und Containerschiffen eine deutliche Entspannung andeutete, führten diese Produktionsausfälle zu einer auch im Jahr 2022 angespannten Lage. In Folge dessen kam es auch in 2022 zu erheblichen Verwerfungen auf der Beschaffungsmarktseite. Multipliziert wurden die Probleme sowohl gesamtwirtschaftlich als auch branchenspezifisch durch die explosionsartige Verteuerung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Energiepolitische Entscheidungen der Ampelregierung, wie der Verzicht auf russisches Gas, haben diese Effekte noch verstärkt. Dies gepaart mit einer bis in das 3. Quartal anhaltenden Dollaraufwertung führte dazu, dass sich die Kostenträgerstückkosten in der Spitze bis zu 60% im Vergleich zu 2021 verteuerten. Diese in der Dynamik nie dagewesenen Verteuerungen konnten weder zeitnah noch in voller Höhe an den Handel noch an den Endverbraucher weitergegeben werden. Dennoch kam es zu den höchsten Inflationsraten seit dem zweiten Weltkrieg, die in Ländern Osteuropas in einzelnen Monaten über 20% lagen. Der Fokus großer Teile der europäischen Konsumenten lag in 2022 in erster Linie in der Deckung beziehungsweise Absicherung der Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wohnen und Heizen. Investitionen auch auf Seiten der Industrie wurden aufgrund der unsicheren Entwicklung eher zurückgestellt. Die beschaffungs- aber auch absatzseitige Volatilität nahm nach der Pandemie nochmals zu. Valide Planungen können nicht mehr erstellt werden. Annahmen von heute verlieren morgen ihre Gültigkeit. Dies gilt nicht nur für wirtschaftliche Prozesse, sondern insbesondere auch für oft vorgelagerte, politische Prozesse. Vor dieser Kumulation negativer Effekte konnte sich auch die GARDINA Gruppe nicht abkoppeln. Betrachtet man die von der GFK gemessene Umsatzentwicklung im DIY Umfeld im Kernmarkt Deutschland zeigt sich für 2022 ein Rückgang von - 4,4%. Ebenfalls kam es bei den Umsätzen im E-Commerce im Vergleich zum Vorjahr zu Rückgängen, da die positiven Einmaleffekte des Lock Downs im gesamten stationären Handel im Jahr 2022 vollständig weggefallen sind. Neben einem sinkenden privaten Konsumverhalten wurde der Umsatz zusätzlich dadurch belastet, dass der Handel auf Überständen in Millionenhöhe sitzt, die erst nach und nach abgebaut werden können. Dennoch gelang es der GARDINIA Gruppe die Umsatzerlöse im Jahr 2022 stabil zu halten. Dadurch, dass die nicht nur branchenspezifischen Preisexplosionen nicht zeitnah und in voller Höhe an den Handel weitergegeben wurden, konnte das Vorjahresergebnis nicht erreicht werden. GARDINIA bietet für jeden Vertriebskanal die passende, optimale Unterstützung. Multi-Channel-Ansätze werden ganzheitlich unterstützt. Der Kunde kann das auf seine Bedürfnisse und Probleme abgestellte Gesamtpaket individuell zusammenstellen. Dabei wird er von Experten im Vertrieb, Marketing, Produktmanagement, IT und der Logistik professionell betreut. Der GARDINIA Konzern war und ist Partner des Handels. Dies wird auch die strategische Basis für zukünftige Konzepte und Maßnahmen sein. Basierend auf einer klar formulierten Strategie, Konzepten und Maßnahmen ist GARDINIA bestens gerüstet für die weiter zunehmende Dynamik im Handel. Produktion und Logistik Aufgrund exogener Schocks, wie dem Ukraine-Krieg und der volatilen Nachfrage von Kunden und Konsumenten schwankten die Produktionsmengen stark. Hinzu kamen sprunghafte Verteuerungen der Herstellkosten aufgrund von Verteuerungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, wie beispielsweise PVC oder MDF. Effizienzsteigerungen durch Verbesserungen im Produktionsablauf konnten die Kostensteigerungen bei weitem nicht ausgleichen. Kostensteigerungen im teilweise hohen zweistelligen Prozentbereich sind die Folge. In der Logistik kam es im Jahr 2022 ebenfalls zu wesentlichen Kostensteigerungen. So stiegen beispielsweise die Kosten für Versandverpackungen und Paletten um mehrere 100%. Die Veränderung der Versandstruktur in den Kanälen sowie in der Höhe (Umsatz je Sendung) verstärkte diesen Effekt nochmals. Die Ausgangsfrachten verteuerten sich im Jahr 2022 ebenfalls deutlich. Eine hohe Auslastung bei den Speditionen, ein durch den Ukraine-Krieg nochmals verstärkter Mangel an LKW Fahrern, diverse Zuschläge für Diesel-, Länge- oder Mindestlohnsteigerungen, führten dazu, dass der prozentuale Anteil der Ausgangfrachten am Umsatz deutlich gestiegen ist. Beschaffung Die Verwerfungen im Einkauf nahmen in 2022 eine seit dem zweiten Weltkrieg nie dagewesene Dimension an. In einzelnen Segmenten kam es zu Verteuerungen von mehreren 100% (z.B. Containerpreise, Holz, Aluminium u.v.m.). Einige dieser Preissteigerungen sind durch rationale Argumente, wie beispielsweise Corona, Krieg und Energiewende oder Dollarkurs nicht mehr zu begründen und sind oft nur ein Ergebnis von Spekulation. Die Volatilität im Markt ist sehr hoch und Entwicklungen sind kaum vorhersehbar. Dennoch ist seit dem dritten Quartal 2022 eine leichte Normalisierung spürbar. Für 2023 ist mit einer deutlichen einkaufsseitigen Entspannung zu rechnen. Es dürfte zu spürbaren Preissenkungen im Vergleich zu 2021 und 2022 kommen. Diese werden aber bei Weitem nicht so ausfallen, dass ein Preisniveau auf Vor-Corona-Niveau erreicht werden wird. Personal- und Sozialbereich Im Durchschnitt beschäftigte GARDINIA im Jahr 2022 427 Mitarbeiter (2021: 428). Nachhaltigkeit Wir bei GARDINIA verstehen nachhaltiges Wirtschaften entsprechend des Drei-Säulen-Modells. Dieses Modell geht von der Vorstellung aus, dass nachhaltige Entwicklung, umweltbezogene, wirtschaftliche sowie soziale Ziele gleichzeitig und gleichberechtigt umgesetzt werden. Es geht ebenfalls von der Annahme aus, dass sich die drei Aspekte bedingen. Das bedeutet, dass die Maßnahmen erst in ihrer Schnittmenge wirklich nachhaltig und damit zukunftsfähig sind. Zu den drei Säulen: Mensch (sozial), Natur (ökologisch) und Produkt (ökonomisch) mit ihren jeweiligen CSR-Wirkungsbereichen: Gemeinwesen, Arbeitsplatz, Umwelt und Markt wurden bereits eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. Wir übernehmen Verantwortung und initiieren Wandel. Dabei wissen wir, dass wir nicht alles direkt, global und auf einmal ändern können. Deshalb setzen wir da an, wo wir die Möglichkeiten zur Veränderung haben. Wir sehen uns als Mitwirkende im Rahmen einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, die in den 17 SDGs (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen benannt ist. In diesem Kontext haben wir die SDGs in unsere Betrachtung für nachhaltiges Handeln einbezogen. Als Beispiele für unser nachhaltiges Handeln dienen ein paar Beispiele wie:
Dies Beispiele könnten mit zahlreichen, bereits umgesetzten Maßnahmen in den 17 oben genannten Feldern ergänzt werden. Dazu werden wir in 2023 einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen, der explizit und strukturiert auf alle Einzelmaßnahmen eingeht. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Als bedeutsamste, zur internen Unternehmens Steuerung herangezogene finanzielle Leistungsindikatoren, wird auf die Umsatzentwicklung sowie auf das Konzernergebnis nach Steuern abgestellt. Wie im Vorjahresbericht beschrieben, ist die Gesellschaft davon ausgegangen, dass diese aktuell von Faktoren beeinflusst werden, welche die Gesellschaft größtenteils nicht beeinflussen kann. Es wurde davon ausgegangen, dass sich das Ergebnis im Jahr 2022 zum Vorjahr verschlechtert, bevor es sich in 2023 wieder erholt. So ist es 2022 im Wesentlichen auch eingetreten. Der Umsatz der Gruppe konnte stabil gehalten werden. Das Konzernjahresergebnis verschlechterte sich aufgrund der o.g. Effekte, sprich der Kostenexplosion im Einkauf, Produktion und Logistik. Ertragslage Der GARDINIA Konzern hat sich auf die Kernkompetenz Sonnenschutz und Gardinentechnik konzentriert. Die Umsätze betragen TEUR 80.813 (Vj.: TEUR 81.037) und werden unter anderem aus den beiden Geschäftsbereichen Serienbereich (Do-It-Yourself) und Maßbereich erzielt. Nachdem in 2021 noch ein Corona Lockdown Umsatz und Ergebnis wesentlich beeinflusst haben, kam es in 2022 aufgrund des nicht vorhersehbaren Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine nicht zu dem angedachten Aufschwung in Europa. Vielmehr führte dies dazu, dass sich Preise für Nahrungs- und Genussmittel sowie Energie wesentlich verteuerten. Inflationsraten stiegen in Regionen, die man seit über 70 Jahren nicht kannte und führten dazu, dass das Realeinkommen spürbar sank. Der Fokus der Konsumenten verschob sich insbesondere bei den unteren Einkommensschichten hin zur Abdeckung von Grundbedürfnissen. Infolge dessen sank die Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern. Die Umsätze in der DACH Region stiegen trotz des Wegfalls der monatelangen Schließung des stationären Handels in 2021 nicht in dem erwarteten Ausmaß. Im Gegenteil, die Absatzmengen im zweiten und dritten Quartal waren stark rückläufig. Erst im vierten Quartal erholte sich das Konsumklima leicht. Insgesamt konnte der Umsatz in der DACH Region aufgrund der Gewinnung von Marktanteilen und kleineren Preiserhöhungen leicht gesteigert werden. Im Ausland wirkte die Inflation stärker. Insgesamt kam es zu einem leichten Umsatzrückgang zum Vorjahr. Das Bruttoergebnis vom Umsatz konnte aufgrund der schnell und stark angestiegenen Preise auf dem Beschaffungsmarkt und der mit Verzögerung umgesetzten Preiserhöhungen bei den Kunden nicht ganz gehalten werden. Die Marge sank auf 36,2% (Vj.: 38,5%). Absolut von TEUR 31.215 auf TEUR 29.333. Der Margenrückgang konnte durch höhere sonstige Erträge und geringere sonstige betriebliche Aufwendungen nicht ganz kompensiert werden. Das Konzernjahresergebnis 2022 beträgt TEUR -1.671 (Vj.: TEUR -60, inkl. Gewinnabführungen von 1.259 TEUR). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 48.457 (Vj.: TEUR 55.843). Diese teilt sich auf in Anlagevermögen in Höhe von TEUR 7.480 (bzw. 15,4%) (Vj.: TEUR 8.583 bzw. 15,4%) sowie Vorräte in Höhe von TEUR 19.905 bzw. 39,4 % (Vj.: TEUR 22.228 bzw. 39,8%). Des Weiteren betragen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel TEUR 20.113 bzw. 41,5 % der Bilanzsumme (Vj.: TEUR 23.183 bzw. 41,5%). Die getätigten Investitionen (TEUR 700) liegen unter dem Vorjahr (TEUR 1.008). Die Abschreibungen sind zum Vorjahr ebenfalls leicht gesunken, auf TEUR 1.660 (Vj.: TEUR 2.060). Der Überhang der Abschreibungen gegenüber den Investitionen erklärt im Wesentlichen den Rückgang im Anlagevermögen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken leicht auf TEUR 19.475 (Vj.: TEUR 22.245). Die Vorräte konnten von TEUR 22.228 auf TEUR 19.095 abgebaut werden. Dies gelang deshalb, weil die Ursachen für die Lieferkettenunterbrechungen zumindest teilweise wegfielen. Dennoch ist insbesondere die beschaffungsseitige Volatilität auch im Jahr 2022 weiterhin hoch. Mit TEUR 25.906 ist die Eigenkapitalstruktur des Konzerns als solide zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote stieg von 49,8% im Jahr 2021 auf 53,5 % im Jahr 2022. Strukturelle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gab es zum Bilanzstichtag keine. Mit TEUR 13.857 haben sich die Verbindlichkeiten um TEUR 3.854 deutlich reduziert (Vj.: TEUR 17.711). Der Rückgang resultiert aus der Senkung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. Die Rückstellungen sind um TEUR 1.482 auf TEUR 8.687 gefallen. Ein wesentlicher Teil des Rückgangs lässt sich mit geringeren Rabattrückstellungen für Großkunden begründen. Die Verbindlichkeiten enthalten neben Euro-Verbindlichkeiten auch teilweise Dollar-Verbindlichkeiten, da verschiedene ausländische Lieferanten in Dollar abrechnen und Verbindlichkeiten in der jeweiligen lokalen Währung der Tochtergesellschaft begleichen. Die zum Bilanzstichtag gewährte Kreditlinie in Deutschland musste kaum in Anspruch genommen werden. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten liegen bei TEUR 2.041 (Vj.: TEUR 776). Der Bankbestand liegt mit TEUR 637 leicht unter dem Vorjahresniveau (Vj.: TEUR 939). Es ist davon auszugehen, dass sich bei Normalisierung der Lieferketten deutlich positive Effekte auf den Cash Flow ergeben werden. Geringere Forderungen und niedrigere Bestände generierten einen positiven Cash Flow, durch den der Verlust überkompensiert werden konnte. Des Weiteren wurden Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um TEUR 5.240 abgebaut. Mittelfristig ist die Liquiditätslage ähnlich zu beurteilen wie im Vorjahr. Für langfristige, strategische Investments stehen ausreichende Liquiditätsreserven zur Verfügung. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Investitionen Im operativen Bereich lagen die Investitionen im Jahr 2022 bei TEUR 700. Die Hauptinvestitionen liegen im Ausbau von Warenpräsentationen und Markteinrichtungen. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Risiken Die politischen Risiken haben im Jahr 2022 deutlich zugenommen. Im Mittelpunkt des Risikos stand der Krieg Russlands mit der Ukraine. Dabei gerieten sonstige Risiken wie der Handelskonflikt zwischen China und USA, die Taiwan Krise, oder die insbesondere in China noch nicht ausgestandene COVID-19 Pandemie in den Hintergrund. Branchenspezifische Risiken ergeben sich für den GARDINIA Konzern aus dem Jahr für Jahr zunehmenden Handelsmacht. Viele Großkunden versuchen sinkende Erträge mit Forderungen an Lieferanten zu kompensieren. Weitere Risiken ergeben sich durch inflationäre Preisentwicklungen auf den Beschaffungs- und Logistikmärkten sowie der Verfügbarkeit von Roh,- Hilfs,- und Betriebsstoffen als auch Fertigwaren im Allgemeinen. Im Ausland kommen ähnliche Risiken wie im Inland zum Tragen. Nach dem Wegfall der Risiken aus der COVID-19 Pandemie, wie beispielsweise Lock Down inklusive Schließung des stationären Handels, Kurzarbeit, um nur ein paar Beispiele aufzuführen, entstanden im Jahr 2022 neue Risiken. In erster Linie zu nennen ist die Vervielfachung der Preise für Energie sowie diverser Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Folge: Rasant steigende Inflationsraten und Realeinkommens Verluste. Staatliche Hilfspakete im In- und Ausland konnten die negativen Effekte abmildern, aber nicht verhindern. Inflationsraten, gerade in Osteuropa, im zweistelligen Bereich waren die Folge. Ein Verharren der Inflation auf hohem Niveau ist auch mittelfristig nicht auszuschließen. Sollte es kurzfristig nicht zu einem deutlichen Sinken der Inflationsraten kommen, wird das nicht nur Effekte auf Zinssatz, Investitionen und Konjunktur haben. Die Folge könnten steigende Arbeitslosigkeit und der Rückgang der Konsumausgaben über einen längeren Zeitraum sein. Dies könnte zu sinkender Nachfrage bei langlebigen Konsumgütern führen und somit auch GARDINA treffen. Alle Auslandstöchter werden von GARDINIA Deutschland eng betreut, um so entstehende Risiken möglichst gut beurteilen zu können und bei Fehlentwicklung möglichst früh reagieren zu können. Durch eine Anzahl von Sofortmaßnahmen gelang es der Gruppe jederzeit das operative Geschäft aufrecht zu erhalten und ein positives Ergebnis sicher zu stellen. Finanzierung Der GARDINIA Konzern wird in Deutschland seit 30. November 2006 im Wesentlichen von der HypoVereinsbank finanziert. Es stehen ausreichende Rahmen für Betriebsmittel und Investitionen zur Verfügung. Im In- und Ausland bestehen Geschäftsbeziehungen zu weiteren Banken. Ein Risiko in der Finanzierung der Gesellschaft besteht aktuell nicht. Bestandsgefährdende Risiken Weitere nennenswerte Risiken einzelner Tochtergesellschaften könnten sich neben den noch immer bestehenden Schwierigkeiten in den Logistik- und Beschaffungsmarktketten aus dem Ukraine Konflikt ergeben. Es ist genau zu beobachten, wie sich die Lage in 2023 entwickeln wird. Die Lieferfähigkeit ist aktuell deutlich besser als zu Pandemiezeiten. Die theoretische Gefahr einer Bestandsgefährdung aus diesem Bereich der Wertschöpfungskette hat sich nochmals deutlich reduziert und ist aktuell kaum erwähnenswert. Größere Rechtsstreitigkeiten und damit verbundene Prozessrisiken bestehen aktuell nicht. Chancen Der GARDINIA Konzern kann auf eine stabile Eigentümerstruktur sowie auf eine stabile Geschäftsführung mit jahrzehntelangem Branchen-Knowhow zurückgreifen. Diese sorgt für Kontinuität, Verbindlichkeit und eine potentialorientierte Unternehmensführung. Professionelle, mittelständisch geprägte Abläufe und Strukturen sorgen dafür, dass sich die Gruppe schnell und flexibel auf Veränderungen einstellen kann. Sich bietende Chancen können mit Fokus auf die Gruppe besser genutzt werden. Wesentliches Wachstumspotential wird Kunden außerhalb der DIY Branche zugeschrieben. Der Anteil der Umsätze außerhalb des DIY Kanals steigt stetig. Dennoch wird auch mittelfristig die Belieferung der DIY Branche eine Kernkompetenz von GARDINIA bleiben. Weitere Chancen bieten sich in der langfristigen Anpassung und Individualisierung des Geschäftsmodells. Es gibt eine klar formulierte Umsatz- und Ertragssteigerungsstrategie, die mit Konzepten und Maßnahmen unterlegt ist und auch konsequent verfolgt wird. Chancen werden ebenfalls in der Anpassung der Sortimentsstruktur gesehen. Insbesondere Komplementärartikel, welche das Kernsortiment nicht kannibalisieren, sind hier von besonderem Interesse. Seit dem zweiten Halbjahr 2022 zeichnet sich eine leichte, preisliche Entspannung auf den Beschaffungsmärkten ab. Inwieweit sich diese fortsetzt, bleibt abzuwarten. Bei einer Verstetigung ergibt sich unter Umständen die Chance auf ein Renditeniveau zu kommen, welches dem vor Pandemie und vor Ausbruch der Inflation entspricht. Der GARDINIA Konzern bleibt weiterhin in allen rentablen Absatzmärkten in Osteuropa vertreten. Dies bietet trotz der vorgenannten strukturellen Risiken auch in Zukunft Potentiale. Finanzinstrumente Im Rahmen der internationalen Geschäftstätigkeit kann es zu Wechselkurs-Risiken kommen. Zur Reduzierung dieser Risiken werden bei wesentlichen Transaktionen Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Dadurch sollen vor allem negative Wechselkursentwicklungen abgeschwächt werden. Dem Konzern bleibt somit ausreichend Zeit, Gegenmaßnahmen zum Ausgleich o.g. Effekte einzuleiten. Die Kurssicherungsgeschäfte werden nicht für Spekulationszwecke genutzt, sondern zur Sicherung konkreter mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft in fremder Währung stattfindender Transaktionen. Der Umfang dieser Transaktionen wird auf Basis von Planungen geschätzt. Hinsichtlich des Umfangs und des damit verbundenen Risikos der zum Stichtag noch laufenden Sicherungsgeschäfte wird auf die Erläuterungen im Anhang verwiesen. Eine Bilanzierung als Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB erfolgt nicht. Der aus diesem Geschäft zum Bilanzstichtag vorhandene nicht realisierte Verlust i.H.v. TEUR 92 (Vj.: TEUR 8) wurde bilanziell erfasst. Ausblick Der Konsumklima-Index hat sich Ende 2022 bis Anfang 2023 deutlich verbessert, bevor er sich anschließend wieder eintrübte. Dies ist auch umsatzseitig zu spüren. Nach einer Erholung des Umsatzes im 4. Quartal 2022 bis Ende 1. Quartal 2023, ist seit dem 2. Quartal eine deutliche Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten zu spüren - neben den bestehenden politischen, nationalen und internationalen Unsicherheiten, sicherlich auch ein Effekt der verbleibenden Inflation auf hohem Niveau, bei fehlendem Ausgleich der Realeinkommen. Die Geschäftsentwicklung im Herbst und Winter 2023 wird auch im Wesentlichen von der Entwicklung der Inflationsraten abhängen. Insbesondere bei Energie deutet sich eine deutliche Entspannung der Lage an. Dies könnte Ende 2023 nochmals umkehrende, positive Effekte auf Inflation und Konsum haben. Die angespannte Lage auf den Beschaffungsmärkten und in der Logistik in Zusammenhang mit der Warenverfügbarkeit hat sich deutlich entspannt. Die Containerpreise sind deutlich gefallen, in Asien gibt es u.a. konjunkturbedingt deutlich mehr freie Kapazitäten, die Rohstoffpreise fallen ebenfalls. Dies wird auch im 2. Halbjahr 2023 zu deutlich sinkenden Einkaufspreisen führen und somit zu einer spürbaren kostenseitigen Entspannung. Dennoch ist anzumerken, dass das Preisniveau vor Krieg und Corona nicht mehr erreicht werden wird. Es bleibt abzuwarten, ob beim Handel erzielte Preiserhöhungen ausreichen, das verbleibende höhere Kostenniveau in allen Segmenten Energie, Logistik, Personal, Rohstoffe u.v.m. Ende 2023 auszugleichen. Im Jahr 2022 ist dies bei weitem nicht gelungen. Etwaige verbleibende Kostensteigerungen können durch interne Maßnahmen nicht mehr kompensiert werden. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren wie Umsatz und Ergebnis werden aktuell von Faktoren beeinflusst, welche die Gesellschaft größtenteils nicht beeinflussen kann. Aktuell ist zu sagen, dass der Umsatz der GARDINIA Gruppe im Jahr 2023 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird, allerdings werden die Planwerte voraussichtlich nicht erreicht werden können. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass die GARDINIA Gruppe ein positives Gesamtergebnis erzielen wird. Es ist in 2023 mit einer geringeren Kapitalbindung und einem positiven operativen Cash Flow zu rechnen. Wie sich die Gesamtsituation entwickelt, ist in diesen Zeiten schwer vorhersehbar. Sicher dürfte sein, dass eine hohe Volatilität auf allen Stufen der Wertschöpfungskette bestehen bleibt. Die bereits gute Vermögens- und Finanzlage wird sich im Jahr 2023 mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter verbessern. Die Ertragslage wird sich in 2023 ebenfalls deutlich besser darstellen als in 2022. Dennoch: Die bestehenden Unsicherheiten lassen langfristige Entwicklungen über das Jahr 2023 hinaus noch unseriöser einschätzen als kurzfristige. Ob zu erwartende, konjunkturbedingte Umsatzrückgänge, durch sinkende Preise bei Anschaffungs- und Herstellkosten für unsere Produkte mittelfristig kompensiert werden können, ist nicht seriös prognostiziert. In nahezu jedem Szenario besitzt die Gruppe ausreichenden, finanziellen Handlungsspielraum, um auf unter Umständen plötzlich aufkommende Veränderungen zu reagieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. GARDINIA wird auch im Jahr 2023 und 2024 ein verlässlicher Partner für seine Kunden sein.
Isny, 30. Juni 2023 Gardinia Beteiligungs-GmbH Reinhard Heidemann, Geschäftsführer Sven Heidemann, Geschäftsführer Der Konzern-Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr mit einer Bilanzsumme von 48.457.080,47 EUR und einem Konzernergebnis von -1.670.465,95 EUR wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 22. Dezember 2023 gebilligt. |
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