SYSMEX DEUTSCHLAND GMBHLiquidiert

22848 Norderstedt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 3655 NO
Eingetragen
14.12.2004
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfErbringung von Dienstleistungen von medizinischen Laboratorien
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb einschließlich Ein- und Ausfuhr und Wartung von elektromedizinischen und klinisch-chemischen Laborgeräten aller Art, einschließlich Reagenzien, Verbrauchsmaterial, Ersatzteilen und Zubehör für Laboratorien aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Dr. Gundlach
seit 27.6.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Matthias Carsten Guhl
seit 12.6.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sysmex Corporation of JapanJPN
0.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sysmex Corporation of Japan
Japan
2.050.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SYSMEX DEUTSCHLAND GMBH

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. April 2022 bis 31. März 2023

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Darstellung der Geschäftstätigkeit und deren Rahmenbedingungen

Alleingesellschafterin der SYSMEX DEUTSCHLAND GMBH (SDG) ist die Sysmex Corporation (Kobe, Japan). Sysmex Corporation forscht, entwickelt, produziert und vertreibt Gesamtlösungen speziell für den in-vitro-Diagnostika-Markt (IVD-Markt) sowie für industrielle Randbereiche wie Qualitätskontrolle in der verarbeitenden Industrie. Das Unternehmen konzentriert sich im europäischen Markt primär auf die Segmente Hämatologie, Gerinnung, Urindiagnostik, Mikrobiologie, klinische Flowzytometrie, Automationslösungen und Softwarelösungen.

Die SYSMEX DEUTSCHLAND GMBH ist die Vertriebsgesellschaft für die Produkte von Sysmex exklusiv in den Märkten Deutschland und Luxemburg. Ausgenommen sind die Bereiche der Gerinnung und Mikrobiologie, die auf Grund weltweiter Kooperationsabkommen in den Zielmärkten von anderen Firmen vertrieben werden.

Die Produkte werden primär über die als EMEA-Zentrale fungierende SYSMEX EUROPE SE (SEU), Norderstedt, eingekauft.

Zusätzlich vertreibt die SDG neben Servicedienstleistungen auch noch Produkte verschiedener anderer Firmen in den Bereichen Urindiagnostik, digitale Pathologie, Elektrophorese, Blutsenkung und Krebsfrüherkennung bei denen die Gesellschaft Vermarktungsrechte in Deutschland besitzt.

Der überwiegende Teil der Mitarbeiter ist im Außendienst in Deutschland beschäftigt und ist für die Aufgabenbereiche Verkauf, Applikationsservice und technische Servicedienstleistungen verantwortlich. Die Verantwortung für Marketing, Auftragsabwicklung, Qualitätsmanagement, Finanzen und Controlling, Logistik sowie Personalmanagement werden durch die Zentrale in Norderstedt abgedeckt.

Geschäftsverlauf in dem Geschäftsjahr

Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft

Der In-vitro-Diagnostik-Markt (IVD-Markt) in Deutschland ist weiterhin durch hohen Preisdruck geprägt, u.a. eine Folge der andauernden Bestrebungen zur Kostendämpfung im deutschen Gesundheitswesen, aber auch der fortgesetzten Konzentration auf Kundenseite.

Die Kundenstrukturen unterliegen einer steten und dynamischen Veränderung. Der Krankenhausmarkt ist durch Konsolidierung, Privatisierungen, Laborschließungen und Formierung von Netzwerkstrukturen mit Einkaufsgesellschaften geprägt. Der Privatlaborsektor konsolidiert sich weiter, dabei werden auch immer wieder Akquisitionen im Ausland getätigt. Andere internationale Laborkonzerne erklären Deutschland zum Zielmarkt und wollen hier ebenfalls durch Zukäufe expandieren.

Dies verstärkt den Trend zu umfangreicheren Ausschreibungen und schärferen technischen und formalen Anforderungen. Gleichzeitig werden die Zuschlagsentscheidungen weg vom Anwender hin zu Verwaltungen verlagert.

Unsere Gesellschaft behauptet sich trotz dieser zunehmend verschärfenden Marktgegebenheiten im Kerngeschäft (Hämatologie, Urinanalytik) und baut ihre führende Stellung als Marktführer weiterhin aus.

Die Bilanz des Jahres 2022 für die Diagnostika-Industrie in Deutschland fällt mit einem Umsatzminus über alle Bereiche von geschätzt -43,6% sehr verhalten aus. Die Diagnostika- Industrie erzielte somit im Jahr 2022 voraussichtlich einen Umsatz von 3,6 Mrd. Euro (Quelle VDGH) in Deutschland. Dieses Ergebnis wurde nach Vorliegen der Marktschätzung seitens des VDGH veröffentlicht.

Der überwiegende Anteil der Verringerung entfiel auf die unterschiedlichen Testverfahren im Rahmen der COVID 19-Pandemie Bekämpfung. Der In-vitro-Diagnostik-Markt ohne Corona Diagnostik wird für das Jahr 2022 auf EUR 2,3 Mrd. Euro geschätzt. Das ist ein leichtes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 2,2%.

Der für SDG relevante Bereich der Reagenzien im Bereich Hämatologie ist um 1,2% auf ein Umsatzvolumen von 260,0 Mio. gestiegen.

Ertragslage

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse von 89,3 Mio. € erzielt und liegt damit 8,4% über dem Vorjahreswert von 82,4 Mio. €. Damit haben sich die erzielten Umsatzerlöse leicht besser entwickelt als erwartet, da in der Prognose ein Umsatzanstieg im mittleren einstelligen %-Bereich angenommen worden war.

Die Umsatzentwicklung in den bedienten Marktsegmenten der Hämatologie und Urindiagnostik lag über dem der Branche. Dazu trugen neben den Bestandskunden Neukunden bei. Für diese beiden Marktsegmente bestand weiterhin ein sehr hoher Preisdruck, speziell durch die hohen Marktanteile und wegen der weiterhin angespannten Wettbewerbssituation im Markt.

Darüber hinaus konnten die Umsatzbeiträge durch weitere Geschäftsfelder aus dem Bereich der speziellen Hämatologie wie bspw. der klinischen Flowzytometrie signifikant gesteigert werden.

Nach Abzug des Materialaufwandes von 44,8 Mio. € (Vorjahr: 41,8 Mio. €) konnte der Rohgewinn (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) um 3,9 Mio. € auf 44,5 Mio. € gesteigert werden. Die Bruttomarge (Rohgewinn/ Umsatzerlöse) liegt mit 49,8 % aufgrund eines geänderten Produktmixes über dem Niveau des Vorjahres von 49,3 %.

Die Personalaufwendungen belaufen sich aufgrund regulärer Gehaltserhöhungen und einer gestiegenen Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr auf T€ 20.396 gegenüber T€ 19.451 im Vorjahr.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von T€ 8.012 auf T€ 9.150 im Berichtsjahr gestiegen. Die Veränderung rührt im Wesentlichen aus höheren umsatz- bzw. vertriebsabhängigen sonstigen Aufwendungen.

Der Jahresüberschuss ist gegenüber 3.278 T€ im Vorjahr auf 4.268 T€ gestiegen und liegt über der Vorjahresprognose. Im Vergleich zur Prognose sind die Aufwandspositionen für Materialaufwand, Gehälter, Logistik und Energie weniger stark gestiegen als angenommen. Andererseits ist das Umsatzwachstum, wie oben dargestellt, etwas stärker ausgefallen als erwartet, sodass der Jahresüberschuss anstatt wie prognostiziert zu sinken, mit rund 30 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt neben dem gezeichneten Kapital von 2.050 T€ über einen Gewinnvortrag von 42,2 Mio. €.

Die Gerätesysteme aus dem in Deutschland üblichen Kundengeschäftsbeziehungen mit einem Abrechnungsmodell "Preis pro durchgeführten Test" verbleiben für solche Kundengeschäfte im Eigentum der Gesellschaft und werden entsprechend ins Anlagevermögen überführt und dort abgeschrieben.

Die Fähigkeit zur Erfüllung der bestehenden Zahlungsverpflichtungen steht außer Frage. Kurzfristige Liquiditätsengpässe könnten ggf. jederzeit durch Darlehen der Schwestergesellschaft SYSMEX EUROPE SE überwunden werden. Risiken für Zahlungsverpflichtungen aus Lieferantenverträgen bestehen somit nicht und sind auch nicht absehbar.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Stichtag 31. März 2023 59,2 Mio. € (Vorjahr: 57,4 Mio. €). Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich auf der Aktivseite aus einem erhöhten Bestand an flüssigen Mitteln. Auf der Passivseite haben sich die Rückstellungen verringert, während das Eigenkapital aufgrund der Thesaurierung signifikant gestiegen ist.

Aufgrund des hohen Jahresüberschusses steigt die Eigenkapitalquote auf 82,1 % (Vorjahr: 77,2 %).

Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 30,5 Mio. € (Vorjahr: 29,0 Mio. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Investitionen im Rahmen des Austauschs von Instrumenten bei Abschluss oder Erneuerung von Nutzungsverträgen zurückzuführen.

Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 13,1 Mio. € (Vorjahr: 12,7 Mio. €). Die Erhöhung des Vorratsbestandes resultiert aus einem im Vergleich zum Vorjahr größeren Produktportfolio.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 11.162 T€ gegenüber 13.577 T€ im Vorjahr. Die Veränderung korrespondiert mit dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die im Geschäftsjahr 2020/ 2021 im Rahmen eines Großprojektes vereinbart wurden und über einen Zeitraum von 5 Jahren in monatlich gleich hohen Raten zurückgezahlt werden.

Die liquiden Mittel betragen 2,5 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €).

Des Weiteren sind Rückstellungen in Höhe von 5,3 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €) gebildet worden. Diese betreffen Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen, Personalrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Die Reduzierung resultiert hauptsächlich aus niedrigeren Steuerrückstellungen, aufgrund von an die Ergebnissituation angepassten steuerlichen Vorauszahlungen.

Die Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Schwesterunternehmen SYSMEX EUROPE SE in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €) und resultieren größtenteils aus Warenlieferungen.

Risikobericht

SDG als Tochterunternehmen des Sysmex-Konzerns ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Die Diagnostika-Branche befindet sich weiter weltweit in einem reifen Stadium, gekennzeichnet von Konsolidierung und Preiskämpfen. Der deutsche Markt zeigt bereinigt um COVID-19 Sondereffekte weiterhin kaum Wachstum.

Der IVD-Markt ist weiterhin durch anhaltenden Preisdruck geprägt. Dies vor allem als ein Ergebnis der anhaltenden Tendenz von Zusammenschlüssen der Labore zu größeren Einheiten oder zu Laborverbünden. Die Folge sind eine steigende Zahl an komplexen Ausschreibungen mit immer größerem Umfang und entsprechenden Chancen und Risiken und eine Erhöhung der Einkaufsmacht auf der Abnehmerseite. Diese Entwicklung hält weiter an durch die internationale Ausrichtung einiger Laborketten bzw. -verbünde.

Die Zeitspannen zwischen dem Zuschlag für Ausschreibungen und der Vertragsunterschrift werden deutlich länger, was zusätzlich zu einem verstärkten Preiskampf auf der Anbieterseite führt.

Der anhaltende Trend zur Konsolidierung und Übernahmen von Labors durch Laborketten bieten je nach Laborausstattung des Käufers neben Risiken auch Chancen für die SDG.

Das Unternehmen verfügt durch die bestehende Organisation über ein wirksames System zur Früherkennung, Kommunikation und Behandlung von Risiken. Ziel ist es, die im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten entstehenden potenziellen Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, ihre Folgen abzuschätzen und geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Neben regelmäßigen Absprachen mit den betroffenen Fachabteilungen werden die wichtigsten Bereiche mittels der monatlichen Zusammenstellung der Kennzahlen und anderer Auswertungen laufend kontrolliert und analysiert. Hierbei spielen bewährte Controlling-Tools eine wichtige Rolle genauso wie die Implementierung des unternehmensweiten Risikokontrollsystems "J-SOX", denn es muss sichergestellt werden, dass die erhobenen Daten und bereitgestellten Informationen im Einklang mit den konzernweit gültigen Richtlinien stehen, um den Entscheidungsträgern eine einheitliche Sichtweise zur Verfügung stellen zu können.

Kontinuierliche Umsatzerlöse sichert das in der Mehrzahl der Kundenbeziehungen angewandte Geschäftsmodell "Preis pro Test" (Nutzungsverträge/Contract Sales). Mit einer Abnahme der in den Märkten durchgeführten Tests ist demographisch und gesellschaftlich nicht zu rechnen. Einzige Risiken stellen somit Verluste von Marktanteilen und durch den Markt erzwungene Preissenkungen dar. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines signifikanten Verlustes an Marktanteilen und/ oder von wesentlichen erzwungenen Preissenkungen wird als gering eingeschätzt.

Die Unternehmensstrategie der Gesellschaft wird kontinuierlich mit denen der Europazentrale und der japanischen Konzernzentrale abgeglichen, um bei Produktneuentwicklungen und strategischen Neuausrichtungen die Marktbedürfnisse und -trends der deutschen Kunden zu berücksichtigen. Risiken bestehen deshalb für die Gesellschaft hinsichtlich der Unternehmensstrategien nicht.

All diese Maßnahmen zur Stärkung der Geschäftsabläufe, zur Minimierung der Risiken sowie zur Sichtbarmachung geschäftlicher Kenngrößen werden in den kommenden Jahren die Grundlage sein, ein weiterwachsendes und zunehmend komplexer werdendes Dienstleistungsgeschäft mit neuen Kundensegmenten erfolgreich und kundenorientiert zu meistern. Dabei bleiben operative Exzellenz und Effizienz im Zentrum der Geschäftsstrategie der Gesellschaft.

Die Bereiche des Personalmanagements und der Personalführung sind für die Gesellschaft von sehr hoher Bedeutung, denn Mitarbeiter werden neben den exzellenten Kundenbeziehungen als das wertvollste ,Asset' des Unternehmens gesehen. Der geringe Krankenstand und die geringe Mitarbeiterfluktuation zeigen die Motivation des Personals. Signifikante Risiken im Personalbereich existieren somit nicht. Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter läuft gemäß den Gegebenheiten des deutschen Personalmarktes gut.

Zahlungsausfälle im Bereich der Forderungen stellen eher eine Ausnahme dar. Aus diesem Grund und durch ein konsequentes Forderungsmanagement ist auch hier das Risiko als gering zu beurteilen. Zahlungsausfallrisiken sind entsprechend im Jahresabschluss berücksichtigt worden.

Die Warenbestände befinden sich unter Berücksichtigung des erzielten Umsatzes auf einem angemessenen Niveau. Bestandsrisiken wurden durch entsprechende Wertberichtigungen im Abschluss berücksichtigt, so dass keine größeren Risiken in diesem Bereich bestehen.

Durch kontinuierliche Marktbeobachtung und vorausschauendes Handeln bereitet sich die SDG auf mögliche Risiken eines geänderten Marktumfeldes, z.B. Kostendämpfungsmaßnahmen im Gesundheitswesen oder neue Wettbewerbsprodukte, vor.

Die Situation in der Ukraine und deren Folgen haben keine direkte Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit. Es könnten sich mittelbare Auswirkungen, wie z.B. Preisänderungen oder Unterbrechungen von Lieferketten, in Zukunft ergeben. Derzeit können keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftslage festgestellt werden.

Bericht zu den Chancen

Die Chancen für die Gesellschaft bleiben gut. Basierend auf der erarbeiteten Position als Marktführer in der Hämatologie werden ertragreiche Umsätze auch in den kommenden Jahren als Automatismus der Marktanteilsausweitung der Vorjahre kontinuierlich nachlaufen. Diese Einnahmen ermöglichen die Fortführung des Geschäftsausbaus. Sollte der IVD-Markt wachsen, wird Sysmex als Marktführer daran entsprechend teilhaben.

Der Ausbau weiterer Geschäftsfelder und somit der weiteren Diversifizierung bleibt der Schwerpunkt der Gesellschaft. Dies gilt sowohl im traditionellen Kerngeschäft als auch in den innovativen Bereichen der speziellen Hämatologie. Insbesondere von diesem Bereich werden mittelfristig wesentliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge erwartet.

Die in den letzten Jahren über dem Marktwachstum liegenden Erfolge der Gesellschaft zeigen die hohe Konkurrenzfähigkeit und Schlagkraft der Vertriebsmannschaft. Die SDG wird innerhalb der Branche als aktiver, fairer und sehr professionell arbeitender Wettbewerber wahrgenommen. Jährliche Kundenumfragen als wesentlicher Bestandteil der ISO 9001:2015 Zertifizierung bestätigen Sysmex die Marktführerschaft in Deutschland in den Bereichen Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Serviceperformance. Basierend auf diesen Stärken kann die Gesellschaft bestehende Marktanteile stabilisieren und weiter ausbauen sowie neue Produkte erfolgreich einführen.

Prognosebericht und voraussichtliche Entwicklung

Die Gesellschaft wird auch in den Folgejahren an der bestehenden Unternehmensstrategie und Geschäftspolitik festhalten.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 ist die SDG von einem stagnierenden bis leicht stärkeren In- vitro-Diagnostik-Markt im relevanten Bereich der Reagenzien für die Hämatologie ausgegangen. Diese Einschätzung hat sich nach der vorläufigen Marktschätzung des VDGH bestätigt, wonach das für SDG maßgebliche Segment um 0,3 % gestiegen ist. Für das Geschäftsjahr 2024/ 2025 geht die SDG wieder von einem stagnierenden IVD-Markt aus.

Im Geschäftsjahr 2023/ 2024 wird der Umsatz mit rund 89,0 Mio.€ auf dem Niveau des Vorjahres sein. Der Jahresüberschuss wird sich voraussichtlich im mittleren zweistelligen Prozentbereich reduzieren, da sich Materialaufwand, Gehälter, Logistik und Energie stark verteuert haben.

Der Personalbestand im Geschäftsjahr 2023/ 2024 wird nur leicht ansteigen.

SDG geht für das Geschäftsjahr 2024/2025 von einem Umsatzanstieg im mittleren einstelligen %-Bereich aus. Wachstumsimpulse werden im Wesentlichen durch die beschriebene Diversifizierung und den Eintritt und Ausbau in die neuen Geschäftsfelder wie der Gerinnung möglich sein. Aufgrund von signifikanten Preiserhöhungen für Beschaffung und Logistik sowie regulärer Gehaltserhöhungen erwartet die Gesellschaft eine Ergebnisreduzierung im einstelligen %-Bereich.

 

Norderstedt, 31. Mai 2024

Stefanie Schaal

Oliver Herrmann

Matthias Guhl

Bilanz zum 31. März 2023

Aktiva

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 34.249,09 41
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.414.476,77 28.909
2. Anlagen in Bau 0,00 8
30.414.476,77 28.917
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.428,33 11
30.459.154,19 28.969
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.000,00 12
2. Waren 13.076.147,39 12.675
13.088.147,39 12.687
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.161.575,23 13.577
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 91.532,32 80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.410.979,97 716
12.664.087,52 14.373
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.464.052,93 1.060
28.216.287,84 28.120
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.271,98 32
D. Aktive latente Steuern 426.839,52 233
59.151.553,53 57.354

Passiva

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.050.000,00 2.050
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 25.564,59 26
III. Gewinnvortrag 42.223.240,66 38.945
IV. Jahresüberschuss 4.268.206,76 3.278
48.567.012,01 44.299
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 263.409,27 431
2. Steuerrückstellungen 1.295.138,58 2.613
3. Sonstige Rückstellungen 3.706.163,00 4.092
5.264.710,85 7.136
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 710.225,51 541
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.749.335,73 3.930
3. Sonstige Verbindlichkeiten 292.229,81 41
3.751.791,05 4.512
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.568.039,62 1.407
59.151.553,53 57.354

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

2021/22
T€
1. Umsatzerlöse 89.299.326,97 82.365
2. Sonstige betriebliche Erträge 282.151,26 242
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 44.840.785,86 41.780
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.030.749,90 16.365
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.365.544,51 3.086
20.396.294,41 19.451
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.730.382,09 8.494
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.150.143,56 8.012
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.878,99 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 55.033,00 34
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.084.121,04 1.499
davon latenter Steuerertrag EUR 194.280,23 (Vorjahr: Ertrag TEUR 13)
10. Ergebnis nach Steuern 4.326.597,26 3.337
11. Sonstige Steuern 58.390,50 59
12. Jahresüberschuss 4.268.206,76 3.278

Handelsregister-Nummer: HRB 3655 NO (Amtsgericht Kiel)

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

A. Allgemeines

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende Vermerke im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft ist eine "große" Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren) angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Medizinanalysegeräte, die sich im Eigentum von Sysmex befinden, aber langfristig vom Kunden genutzt werden, befinden sich im Anlagevermögen und werden nach der Laufzeit des Nutzungsvertrages abgeschrieben.

Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 250, aber nicht mehr als € 1.000 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet. Die Sammelposten werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 250 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet worden.

Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen sind zum Nominalbetrag angesetzt worden. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Neben diesen Wertberichtigungen werden weitere, pauschalierte Wertberichtigungen für signifikant überfällige Einzelforderungen, die durch eine pauschalierte Wertberichtigung nicht aufgefangen werden können, gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zum Nominal- bzw. Nennwert bewertet worden.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Es wird von dem Wahlrecht der Aktivierung eines Überhangs der aktiven über die passiven latenten Steuern Gebrauch gemacht.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei ist eine jährliche Rentenanpassung mit 2,0% entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,79 % (Vorjahr: 1,81 %). Es wurden die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln GmbH zugrunde gelegt.

Es erfolgt bei Pensionsrückstellungen, deren Laufzeit ein Jahr übersteigt, eine fristenkongruente Diskontierung auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes. Zum 31. März 2023 wird der gültige Rechnungszins, durchschnittlicher Marktzins aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren, von 1,79 % angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zur Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 15 (Vorjahr: T€ 100). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Für sämtliche Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Pensionäre verpfändet sind. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen.

Die Bewertung der Rückdeckungsversicherung erfolgt zum Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten). Übersteigt der Zeitwert die Verpflichtungen, erfolgt ein Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Forderungen in Fremdwährung, deren Laufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Transaktionskurs bei ihrer Entstehung und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit dem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Transaktionskurs bei ihrer Entstehung und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind aus dem als Anlage beigefügten Anlagengitter zu ersehen. Die Angaben gemäß § 285 Nr.11 HGB sind gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB unterblieben.

Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen T€ 3.778 (Vorjahr: T€ 6.572).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Lieferungen und Leistungen.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen bezüglich der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 177 (Vorjahr: T€ 233) sowie dem Anlagevermögen in Höhe von T€ 250 (Vorjahr: T€ 0).

Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 31,23 % zugrunde gelegt.

Pensionsrückstellungen

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ist der Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung, der dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dient, mit den Verpflichtungen verrechnet worden. Der Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten) der Vermögenswerte beläuft sich auf T€ 1.139 der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 1.402. Der Zeitwert wurde ermittelt anhand einer Versicherungsbestätigung zum Bilanzstichtag.

Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB

Es ist zu beachten, dass Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals unter der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB stehen.

Das grundsätzlich frei verfügbare Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag T€ 46.517. Es setzt sich aus den Gewinnrücklagen von T€ 26, einem Gewinnvortrag von T€ 42.223 sowie dem Jahresüberschuss von T€ 4.268 zusammen. Nach Abzug der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB von T€ 427 aus der Aktivierung latenter Steuern sowie dem Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, der sich bei der Berechnung der Pensionsrückstellung aus dem Übergang vom 7- auf den 10-Jahres-Durchschnitt des Marktzinses in Höhe von T€ 15 ergibt, verbleibt ein frei verfügbares Eigenkapital von T€ 46.075.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von T€ 1.862 (Vorjahr: T€ 2.118), für den Vertrieb in Höhe von T€ 972 (Vorjahr: T€ 1.063) und für Garantieleistungen in Höhe von T€ 114 (Vorjahr: T€ 134) zusammen.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Lieferungen und Leistungen.

Gegen die Gesellschafterin bestand im Vorjahr eine sonstige Verbindlichkeit in Höhe von T€ 392 (Berichtsjahr: T€ 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuern in Höhe von T€ 253 (Vorjahr: T€ 0).

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2022/23 Vorjahr
T€ T€
Reagenzien 43.427 37.911
Instrumente 21.794 18.697
Service, Ersatzteile 12.357 10.464
Nutzungsverträge 8.329 12.346
Sonstiges 3.392 2.947
89.299 82.365

Nach Absatzmärkten aufgegliedert stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:

2022/23 Vorjahr
T€ T€
Inland 88.986 81.848
Ausland 313 517
89.299 82.365

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kostenerstattungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 41 (Vorjahr: T€ 76), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: T€ 97). Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind im Berichtsjahr nicht angefallen (Vorjahr: T€ 69).

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 25 (Vorjahr: T€ 18).

Im Zinsaufwand sind T€ 31 (Vorjahr: T€ 34) Aufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten. Der Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung beläuft sich auf T€ 0 (Vorjahr: T€ 0). Der saldierte Betrag von T€ 31 (Vorjahr: T€ 34) wird im Zinsaufwand ausgewiesen. Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum 31. März 2023 nicht zu bilanzierende finanzielle Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 2.218 (Vorjahr: T€ 2.420), deren Fälligkeit sich wie folgt aufteilt:

T€
Fällig bis 31. März 2024 1.080
Fällig bis 31. März 2027 1.138
2.218

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022/ 2023 wurden durchschnittlich 256 (Vorjahr: 253) kaufmännisch tätige Arbeitnehmer beschäftigt.

Abschlussprüferhonorare

Für den bestellten Abschlussprüfer fiel im Geschäftsjahr 2022/ 2023 ein Honorar von T€ 57 (Vorjahr: T€ 53) an. Hiervon entfallen T€ 56 (Vorjahr: T€ 52) auf Abschlussprüfungsleistungen und T€ 1 (Vorjahr: T€ 1) auf sonstige Leistungen.

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführungstätigkeit wurde im Geschäftsjahr von folgenden Damen und Herren ausgeübt:

Stefanie Schaal, Senior Executive Officer (SEO), Hamburg (ab 1. April 2022)

Oliver Herrmann, Chief Executive Officer (CEO), Wegberg

Matthias Guhl, Head of Marketing, Bad Bramstedt

Von dem Recht, gemäß § 286 Abs. 4 HGB die Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB zu unterlassen, wurde wie im Vorjahr aufgrund der Tatsache Gebrauch gemacht, dass im Geschäftsjahr 2021/2022 nur die Geschäftsführer Oliver Herrmann und Mathias Guhl bei der Gesellschaft angestellt waren und Geschäftsführerbezüge erhalten haben.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Mutterunternehmen

Alleinige Gesellschafterin ist die Sysmex Corporation, Kobe/Japan. Die Gesellschafterin stellt auch den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die SYSMEX DEUTSCHLAND GMBH, Norderstedt, einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird in Kobe veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Norderstedt, den 31. Mai 2024

Oliver Herrmann, Chief Executive Officer (CEO)

Stefanie Schaal, Senior Executive Officer (SEO)

Matthias Guhl, Head of Marketing

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2023

Anschaffungskosten
Stand am 1.4.2022 Zugänge Abgänge Umgliederungen Stand am 31.3.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 647.960,41 4.325,00 0,00 0,00 652.285,41
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.320.596,63 12.588.733,42 12.814.685,92 8.230,96 68.102.875,09
2. Anlagen in Bau 8.230,96 0,00 0,00 -8.230,96 0,00
68.328.827,59 12.588.733,42 12.814.685,92 0,00 68.102.875,09
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.428,33 0,00 0,00 0,00 10.428,33
68.987.216,33 12.593.058,42 12.814.685,92 0,00 68.765.588,83
Abschreibungen
Stand am 1.4.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.3.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 606.746,61 11.289,71 0,00 618.036,32
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.411.613,21 8.719.092,38 10.442.307,27 37.688.398,32
2. Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
39.411.613,21 8.719.092,38 10.442.307,27 37.688.398,32
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
40.018.359,82 8.730.382,09 10.442.307,27 38.306.434,64
Buchwerte
Stand am 31.3.2023 Stand am 31.3.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 34.249,09 41
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.414.476,77 28.909
2. Anlagen in Bau 0,00 8
30.414.476,77 28.917
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.428,33 11
30.459.154,19 28.969

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SYSMEX DEUTSCHLAND GMBH, Norderstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SYSMEX DEUTSCHLAND GMBH, Norderstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SYSMEX DEUTSCHLAND GMBH, Norderstedt, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 31. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer

Frank Hübner, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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