DeVilbiss Healthcare GmbHLiquidiert

68309 Mannheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 708518
Eingetragen
22.1.2010
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Entwicklung, Design, Herstellung, Vertrieb und Verkauf von medizinischen Geräten und Zubehör für den Bedarf bei Atemwegsstörungen und ähnlichen gesundheitlichen Problemen sowie die Erbringung von ergänzenden Service- und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Straub
seit 30.11.2020
Prokura
Timothy Walsh
seit 6.12.2011
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DeVilbiss Healthcare GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DeVilbiss Healthcare GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DeVilbiss Healthcare GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DeVilbiss Healthcare GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, 30. Juni 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kaschub, Wirtschaftsprüfer

Reiter, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.513,06 42.232,13
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.000,00 10.000,00
65.513,06 52.232,13
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 1.334.369,98 3.682.384,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.041.357,13 5.681.864,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 622.807,34 1.318.345,43
3. Sonstige Vermögensgegenstände 586.018,81 1.268.822,03
7.250.183,28 8.269.031,51
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.046.804,17 2.283.123,56
15.631.357,43 14.234.539,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.002,18 55.715,82
15.719.872,67 14.342.487,77

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 475.296,16 475.296,16
III. Gewinnvortrag 4.944.467,68 3.717.429,33
IV. Jahresüberschuss 5.154.997,08 1.227.038,35
10.599.760,92 5.444.763,84
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 65.726,64 68.732,00
2. Steuerrückstellungen 1.753.187,19 52.161,60
3. Sonstige Rückstellungen 832.328,71 1.119.281,66
2.651.242,54 1.240.175,26
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 236.835,51 393.258,28
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.199.976,88 6.632.283,69
3. Sonstige Verbindlichkeiten 129.831,30 217.481,46
1.566.643,69 7.243.023,43
D. Rechnungsabgrenzungsposten 902.225,52 414.525,24
15.719.872,67 14.342.487,77

Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 42.388.653,07 37.632.193,66
2. Sonstige betriebliche Erträge 625.845,94 643.212,30
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 625.845,94 (Vj. EUR 643.212,30)
3. Gesamtleistung 43.014.499,01 38.275.405,96
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -26.859.717,03 -26.975.253,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -334.967,88 -526.086,77
-27.194.684,91 -27.501.340,29
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.180.749,60 -2.120.689,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -301.692,94 -318.710,14
davon für Altersversorgung EUR 301.692,94 (Vj. EUR 318.710,14)
-2.482.442,54 -2.439.399,57
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen stände des Anlagevermögens und Sachanlagen -21.447,71 -30.760,51
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.037.821,28 -6.501.912,52
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 336.590,52 (Vj. EUR 766.278,78)
8. Betriebsergebnis 7.278.102,57 1.801.993,07
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.282,00 -6.468,00
davon aus der Aufzinsung EUR 5.282,00 (Vj. EUR 6.468,00)
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.272.820,57 1.795.525,07
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.117.823,49 -568.486,72
12. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 5.154.997,08 1.227.038,35

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Gesellschaft wurde am 21. Dezember 2009 gegründet und am 22. Januar 2010 unter HRB 708518 unter der Firma DeVilbiss Healthcare GmbH in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Die Gesellschaft ist seit 2. April 2010 operativ tätig.

Sitz der Gesellschaft ist Kamenzer Straße 3, 68309 Mannheim.

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 und ist voll einbezahlt.

Alleinige Gesellschafterin der DeVilbiss Healthcare GmbH ist die DeVilbiss Healthcare LLC, Wilmington/Delaware, USA.

Der Jahresabschluss wird nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264, 242 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Soweit erforderlich werden bei dauerhafter Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigen beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an den verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte sind zum Abschlussstichtag im Rahmen einer Inventur aufgenommen worden. Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu niedrigeren Tageswerten.

Risiken wegen verminderter Gängigkeit werden durch Bewertungsabschläge individuell berücksichtigt.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Risiken durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtig, und verbleibende Risiken in Abhängigkeit von der Altersstruktur durch pauschal ermittelte Wertberichtigungen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes (10-Jahres-Durchschnitt) von 1,87 % und unter Annahme eines Rententrends von 2,00 %. Die Pensionsrückstellung besteht aus einer Verpflichtung für einen Leistungsempfänger. Die Pensionsverpflichtungen werden - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis der Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 233 wurde mit einem Anspruch aus einer insolvenzrechtlich geschützten Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 167 (bewertet zum Zeitwert, der den Anschaffungskosten entspricht) saldiert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden Zinssätze der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Die Gesellschaft ist zu 99,9% an der DeVilbiss Healthcare Private Limited, Mumbai/Indien beteiligt. Das Eigenkapital zum Abschlussstichtag 31. März 2021 beträgt EUR 117.377,76 (9.435.511 Rs) bei einem Jahresüberschuss von EUR 21.081,14 (1.694.625 Rs).

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sämtlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr resultieren, haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 330 (Vj: TEUR 1.037) Forderungen gegen Gesellschafter.

Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 354 (Vj: TEUR 868) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 232 (Vj: TEUR 400) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Aus dem Mietverhältnis der Kamenzer Straße in Mannheim ist die Kaution von TEUR 16 (Vj: TEUR 16) an den Vermieter verpfändet.

Der Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB (7-Jahres- und 10-Jahres-Zinssatz) beläuft sich auf von TEUR 8 (Vj: TEUR 11) und ist ausschüttungsgesperrt.

Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Mitarbeiterboni (TEUR 646; Vj: TEUR 221), ausstehende Rechnungen (TEUR 100; Vj: TEUR 173), Verkaufsprovisionen und Rabatte (TEUR 101; Vj: TEUR 453) und Urlaubs- und Gleitzeitansprüche von Mitarbeitern (TEUR 67; Vj: TEUR 69) gebildet.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 1.200 Vj: TEUR 6.632) resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und enthalten TEUR 919 (Vj: TEUR 5.790) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 32 (Vj: TEUR 52 und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 31 (Vj: TEUR 26).

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Bei den Umsatzerlösen resultieren TEUR 891 (Vj: TEUR 1.637) aus Umsatzerlösen mit verbundenen Unternehmen.

V. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE

VERPFLICHTUNGEN

Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung aller Konzerntöchter aus einer Bürgschaft für ein Darlehen für die DeVilbiss Healthcare LLC, Wilmington/Delaware, USA über TUSD 430.000. Aufgrund der positiven Vermögenslage des Konzerns halten wir das Risiko einer Inanspruchnahme der gesamtschuldnerischen Bürgschaft für sehr gering.

Haftungsverhältnisse bestehen ferner aus der möglichen Inanspruchnahme aus Gewährleistungsverpflichtungen. Die Inanspruchnahme erfolgt im Wesentlichen im Rahmen der Reparatur oder des Austausches von Produkten. Die Materialaufwendungen sowie die Lohn- und Gehaltsaufwendungen, die im Rahmen des Gewährleistungsprozesses anfallen, werden an die DeVilbiss Healthcare LLC, Wilmington/Delaware, USA, weiterberechnet.

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietverhältnis für die Büro- und Lagerhallen. Dieses Mietverhältnis vom 27. November 2015 wurde bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Die Zahlungsverpflichtung hieraus beträgt TEUR 92. Diverse KFZ-Leasingverträge liegen vor mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 25 Monaten. Die Zahlungsverpflichtung hieraus beträgt TEUR 130.

VI. SONSTIGE ANGABEN

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch die folgenden Geschäftsführer vertreten:

Oliver Niemann, Bensheim, Deutschland (SVP Commercial Operations)
Timothy Walsh, Johnstown, USA (Director, Treasury and Risk)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge seitens der Gesellschaft bezieht.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter, einschließlich Teilzeitbeschäftigten, betrug im Berichtszeitraum 34 (Vj: 35), davon gewerbliche Mitarbeiter 11 (Vj: 10) und Angestellte 23 (Vj: 25).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Drive Medical Holding, Port Washington/New York, USA, einbezogen. Diese erstellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser kann am Sitz der Gesellschaft bei Drive Medical Holding, Port Washington/New York, USA, angefragt und eingeholt werden.

Nach dem Bilanzstichtag sind keine gesellschaftsrechtlichen Änderungen, schwerwiegenden Qualitäts- bzw. Schadensfälle, wesentlichen Forderungsausfälle sowie anderen schwerwiegenden Vorgänge bekannt geworden, welche im Jahresabschluss nicht berücksichtigt sind. Zum Russland/Ukraine Konflikt verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

Weitere Voraussagen zur Entwicklung und zum Ausmaß der Covid-19 Pandemie auf die DeVilbiss Healthcare GmbH sind nicht verlässlich zu treffen. Für die DeVilbiss Healthcare GmbH ist derzeit kein negativer Einfluss zu verzeichnen. Bislang konnten wir durch entsprechende Maßnahmen und Veränderungen im Geschäftsablauf, z.B. mobiles Arbeiten zuhause und Mehrschichtarbeit in den kritischen Bereichen Lager, Technik und Produktion, die Geschäftsentwicklung stabil halten. Zu einem Zeitpunkt, zu dem alle Maßnahmen und Veränderungen es nicht mehr vermeiden lassen, dass Teile der Wertschöpfungskette, z.B. Bezug der Waren aus den USA, ausfallen, ändert sich die Sachlage dramatisch. Um für diesen Fall vorbereitet zu sein, arbeitet eine Projektgruppe an Szenarien, die zum Beispiel einen erzwungen reduzierten Betriebsablauf, wie z.B. Kurzarbeit, vorsehen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.155 sowie den Gewinnvortrag von TEUR 4.944 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mannheim, den 30. Juni 2022

Oliver Niemann, Geschäftsführer

Timothy Walsh, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
Euro Euro Euro Euro
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.180,75 34.728,64 0,00 476.909,39
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.000,00 0,00 0,00 10.000,00
2.318.180,75 34.728,64 0,00 2.352.909,39
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 01.01.2021 Zuführungen Auflösungen Stand 31.12.2021
Euro Euro Euro Euro
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 399.948,62 21.447,71 0,00 421.396,33
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.265.948,62 21.447,71 0,00 2.287.396,33
Buchwert
31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.513,06 42.232,13
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.000,00 10.000,00
65.513,06 52.232,13

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftstätigkeiten

Die DeVilbiss Healthcare GmbH ist die deutsche Vertriebsgesellschaft der DeVilbiss Healthcare LLC aus den USA, einem Hersteller von medizinischen Produkten der Atemwegstherapie mit Sitz in Somerset/Pennsylvania. Schwerpunkt ist die Erarbeitung innovativer Lösungen für die Behandlung von Atemwegsstörungen. Hierzu gehören Geräte für den Homecare Bereich zur Sauerstoffversorgung, Schlaftherapie und Medikamentenvernebelung sowie ein breites Spektrum an Zubehör. Diese werden in 85 Ländern vertrieben. Wesentliche Absatzgebiete außerhalb Europas sind Indien, Japan, Vereinigte Arabische Emirate sowie Taiwan.

Alleinige Gesellschafterin der DeVilbiss Healthcare GmbH ist die DeVilbiss Healthcare LLC, Wilmington/Delaware, USA.

Durch die Einbindung der DeVilbiss-Gruppe in den Drive Konzern (2015) erweitert die Drive Medical mit Sitz in New York, USA somit ihre Produktpalette (Rehabilitationsprodukte) um die Bereiche Atemwegs- und Schlaftherapiegeräte. Umgekehrt hatte die DeVillbiss Healthcare GmbH hierdurch auch Zugriff auf Rehabilitationsprodukte. Diese werden seit dem 4. Quartal 2020 durch die Schwestergesellschaft vertrieben.

1.2 Finanzielle- und Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Als Vertriebsgesellschaft ist das Betriebsergebnis neben den Umsatzerlösen ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator, der vom Management im Rahmen der Unternehmenssteuerung herangezogen wird. Diese werden monatlich an die oberste Gesellschafterin in den USA berichtet und erklärt. Abgesehen von diesen Indikatoren werden keine weiteren finanziellen Indikatoren vom Management überprüft.

Was die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren betrifft, so sind für die DeVilbiss Healthcare GmbH von untergeordneter Bedeutung.

1.3 Forschung und Entwicklung

Da es sich bei der DeVilbiss Healthcare GmbH um eine Vertriebsgesellschaft handelt, bestehen keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft wird im Jahresverlauf nach Stabilisierung der pandemischen Lage wachsen, jedoch aufgrund des Russland-Ukraine Konflikts deutlich geringer als angenommen. Für das Jahr 2022 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts nur noch in Höhe von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bundesregierung rechnet im Jahresdurchschnitt mit einer Zunahme der Erwerbstätigkeit.

"Die Folgen der Corona-Pandemie sind weiterhin spürbar und etliche Unternehmen haben damit zu kämpfen. Dennoch ist unsere Wirtschaft weiter robust", betonte Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. "Gleichzeitig müssen wir jetzt die Weichen richtigstellen, um schnell raus aus der Krise zu kommen." Investitionen, Effizienz und Tempo seien wichtig, so der Minister. 1

18,2 Mrd. EUR wurden 2020 in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Heil- und Hilfsmittel ausgegeben, was einem Anteil von 6,9 Prozent an den Leistungsausgaben entspricht. Somit ist dieser Sektor der viertgrößte nach den Ausgaben für Arzneimittel. 2

Der Reha- und Atemwegstherapiemarkt ist aufgrund der weltweiten demografischen Entwicklung und steigenden Lungenkrankheiten nach wie vor ein stark wachsender Nachfrage-Markt. Die Bedarfsgruppen wachsen aufgrund der Demographie und aufgrund von Krankheiten; z.B. COPD und Asthma stetig an. 3

Wir erwarten nur minimale Auswirkungen beim Umsatz wegen des Russland-Ukraine Konflikts. 2021 betrug der Umsatz in Russland lediglich 206 TEUR, bzw. in der Ukraine TEUR 55 Kunden in der Ukraine sind nicht vorhanden. Von der Beschaffungsseite besteht kein Risiko, da sich in beiden Ländern keine Lieferanten befinden.

2. Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr und Lage der Gesellschaft

Der bisherige CEO Bob Size hat mit Start des 2. Quartals 2021 die weltweite Konzernführung an den neu berufenen CEO Derek Lambert übergeben. Dieser Personalwechsel steht insofern für Kontinuität, dass Herr Lambert aus dem Unternehmen kommt. Er hat über viele Jahre in diversen Führungsverantwortungen gearbeitet, wodurch ihm das Unternehmen und das Marktumfeld vertraut sind.

1 https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/jahreswirtschaftsbericht-2022-2001060

2 https://www.vdek.com/presse/daten/d_ausgaben_heil_hilfsmittel.html

3 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/copd/verbreitung/index.html

Im Jahr 2021 haben wir von unserer konsequenten Ausrichtung auf Kernprodukte für die Respiratorische Heimtherapie profitieren können. Durch die Covid Pandemie war die Nachfrage nach Produkten unserer Therapiegeräte außergewöhnlich stark. Im Ergebnis konnten wir im deutschen Markt, aber auch überproportional in den Exportmärkten, profitieren.

Auch über Covid hinaus ist in unseren Vertriebsländern (EMEA, Asien) das Marktumfeld für die häusliche Pflege und die dafür notwendigen Hilfsmittel weiterhin positiv. Der Atemwegstherapiemarkt ist aufgrund der weltweiten demografischen Entwicklung und steigender Lungenkrankheiten nach wie vor ein stark wachsender Nachfrager-Markt. Die Bedarfsgruppen an Patienten wachsen aufgrund von Demographie und Krankheiten stetig an.

3. Ertragslage

Entgegen dem im Vorjahr prognostizierten Umsatzrückgang auf 33 Mio. EUR konnte sich die DeVilbiss Healthcare GmbH im Geschäftsjahr 2021 in ihrem Marktumfeld verbessern, so dass die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 37.632) um 13% auf TEUR 42.389 gesteigert wurden. Ursächlich sind hierfür vor allem Covid-Sondereffekte.

Auf den Umsatz mit Dritten entfielen TEUR 41.798 (Vj.: TEUR 35.995). Die Umsätze mit anderen Gesellschaften innerhalb der Drive-Gruppe beliefen sich auf TEUR 891 (Vj.: TEUR 1.637). Die Umsätze auf Dritte teilen sich auf wie folgt:

• Umsätze für Produkte der Atemwegstherapie: TEUR 41.320
(Vj.: TEUR 32.901)
• Umsätze für Produkte der Rehabilitation: TEUR 1.069
(Vj.: TEUR 3.094)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 464 unter das Niveau des Vorjahres auf TEUR 6.038 gefallen. Wesentliche Reduzierungen ergeben sich beim Währungsaufwand mit ca. TEUR 337.

Der Materialaufwand hat sich von TEUR 27.501 auf TEUR 27.195 reduziert. Die Materialaufwandquote inkl. Aufwendungen für bezogene Leistungen beträgt 64% im Verhältnis zu den Umsatzerlösen und liegt somit 9%-Punkte unter dem Vorjahr. Dies resultiert aus einem weiteren Lagerbestandsabbau bei Reha-Produkten und damit verbunden niedrigeren Lagerkosten, welche in den Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten sind, sowie einem Margenanstieg, der auch durch die Reduzierung von Umsätzen aus dem Reha-Bereich verursacht ist.

Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) lag mit TEUR 7.278 außergewöhnlich stark über dem Vorjahresniveau von TEUR 1.802 und der Prognose, die von einem gleichbleibenden Ergebnis ausging. Ursächlich für diese Entwicklung waren unter anderen die höheren Rohgewinnmargen bei Atemwegsprodukten (erhöhte Nachfrage) sowie die geringeren betrieblichen Aufwendungen bei kaum erhöhtem Materialaufwand. Die Umsatzsteigerung im Jahr 2021 hängt im Wesentlichen mit der Tatsache zusammen, dass COVID-bedingt Produkte für Atemwegserkrankungen weiterhin eine extrem starke Nachfrage erfahren haben.

Wir schätzen die Ertragslage im Geschäftsjahr 2022 gut ein - wenn auch nicht so stark wie 2021 - da wir weiterhin COVID-bedingt eine gute Nachfrage sehen.

4. Finanzlage

Zur Beurteilung der Finanzlage wurde von uns die nachstehende Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= kurzfristig verfügbare flüssige Mittel) in Anlehnung an DRS 21 zur Kapitalflussrechnung mit entsprechendem Vorjahresausweis erstellt:

Kapitalflussrechnung

2021 2020
TEUR TEUR TEUR TEUR
Periodenergebnis 5.155 1.227
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 21 31
- Abnahme der Rückstellungen 1.405 358
-/ + Zunahme/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Aktiva (die nicht Investions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) 3.406 2.626
+/ - Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -5.189 -2.378
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.798 1.864
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens -35 -2
= Cash-Flow aus der Investionstätigkeit -35 -2
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 4.764 1.862
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.283 421
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.047 2.283
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
+ Zahlungsmittel 7.047 2.283
7.047 2.283

Die Erhöhung des operativen Cash Flow im Jahr 2021 resultiert vor allem aus der Erhöhung des Periodenergebnisses auf TEUR 5.155 (Vj. TEUR 1.227). Dies wurde durch die Veränderung von Rückstellungen verstärkt.

Positiv auf den operativen Cash Flow hat sich 2021 weiterhin der Abbau von Lagerbeständen in Höhe von TEUR 2.348 ausgewirkt.

Ziel des Finanzmanagements ist in erster Linie die Sicherung der Liquidität des Unternehmens und der DeVilbiss-Gruppe.

Die Gesellschaft verfügt über keine Kontokorrentlinien bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft ist in die Finanzdisposition der Muttergesellschaft eingebunden, und kann ggf. auf Mittel der Konzernmutter zugreifen.

Die Bankguthaben zum 31. Dezember 2021 betragen TEUR 7.047 (Vj.: TEUR 2.283), davon betragen die Bankguthaben in Fremdwährung TEUR 4.312 (Vj: TEUR 982)

Die Liquidität war jederzeit gewährleistet, insgesamt wird die Finanzlage als gut eingeschätzt.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 15.720 und nahm im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 1.376 im Wesentlichen aufgrund des Jahresergebnisses bei einem entsprechenden Anstieg der liquiden Mittel zu. Gegenläufig konnten Verbindlichkeiten reduziert werden.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um TEUR 13 von 42 TEUR auf TEUR 55 zum 31. Dezember 2021. Die Zugänge von TEUR 34 und die Abschreibungen in Höhe von TEUR 21 betreffen in der Hauptsache Betriebs- und Geschäftsausstattung (IT).

Die Vorräte wurden im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.348 auf TEUR 1.334 abgebaut. Grund für den Abbau war der weitere strategische Abverkauf des Lagerbestandes im Bereich Mobilität, da dieser Produktbereich seit dem 4. Quartal 2020 von der Schwesterunternehmung Drive Medical GmbH, Isny vertrieben wird. Zudem hat die COVID-bedingte hohe Nachfragesituation die Vorräte reduziert.

Der Buchwert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 623 (Vj.: TEUR 1.318). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 6.041 (Vj.: 5.682) und beinhalten USD-Forderungen in Höhe von TUSD 3.237 (Vj.: TUSD 4.650).

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 eine Eigenkapitalquote von 66,7 % (Vj.: 37,5 %) aus. Die Zunahme der Quote ist maßgeblich auf den Jahresüberschuss zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 287 auf TEUR 832 und betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Personalverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen mit TEUR 1.200 unter dem Vorjahresniveau von TEUR 6.632 und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin DeVilbiss Healthcare LLC, Somerset/Pennsylvania, USA in Höhe von TEUR 919.

III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Chancen- und Risikobericht

Grundsätzliches Ziel unserer Risikopolitik ist es, sich bietende Chancen konsequent zu nutzen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ein angemessener Beitrag zum Unternehmensertrag erwartet werden kann. Generell definieren wir Risiken und Chancen als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen oder positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Wir gehen davon aus, dass die Marktposition der Gesellschaft weiter steigen wird. Durch gezielte Ausrichtung auf Produkte der mobilen Sauerstofftherapie (Produkt "iGo") rechnen wir mit einem Zugewinn bei Bestands- und Neukunden. Der ursprünglich bereits für Ende 2021 geplante Produktlaunch einer neuen Generation von Absaugpumpen wird Mitte 2022 realisiert werden. Das Produkt hat durch technische Innovationen Alleinstellungsmerkmale, die uns Gewinne an Marktanteilen ermöglichen werden. Im Rahmen der Neukundengewinnung haben sich entsprechende Incentivierungen für die Vertriebsmitarbeiter bereits bewährt und wir werden hier im Jahr 2022 nachhalten.

Über die beiden letzten Jahre haben wir aus unserer Sicht sehr erfolgreich die operative Zusammenarbeit auf den Gesellschaftsebenen der Drive Medical GmbH & Co. KG und der DeVilbiss Healthcare GmbH vollzogen. Hieraus entstehen auch weiterhin Synergien und Effizienzen, die langfristig eine gesteigerte Kundenzufriedenheit und damit eine positive Umsatzentwicklung erlauben werden.

Zum Thema Covid rechnen wir im Jahr 2022 für den deutschen Markt mit rückgängigem Pandemiegeschehen. Damit würde eine leicht rückläufige Nachfrage von Produkten aus dem Bereich der stationären Sauerstofftherapie einhergehen.

Im Gegensatz dazu rechnen wir in Exportmärkten damit, dass das Pandemiegeschehen steigt und der Bedarf an Therapie für uns eine Wachstumschance sein kann.

Unsere Verkaufsaktivitäten in Russland und der Ukraine waren vor Beginn des Krieges von geringer Bedeutung und stellen daher kein direktes Geschäftsrisiko dar. Es ist sogar davon auszugehen, dass globale Kunden, wie UNICEF und andere Hilfsorganisationen, bei uns aufgrund der tragischen Situation im Kriegsgebiet erhöhte Bedarfe melden.

Eventuelle Auswirkungen auf Vorlieferanten und internationale Lieferketten, die durch die Kriegslage im schlimmsten Fall mit Ausfällen rechnen müssen, können wir derzeit nicht umfänglich beurteilen. Hier könnte ein Risiko bestehen.

Risiken für die künftige Entwicklung der Gesellschaft bestehen vor allem im Falle einer für die Gesellschaft ungünstigen Entwicklung des USD/EUR-Wechselkurses, da die Gesellschaft ca. 80 % ihres Beschaffungsvolumens in USD von ihrer Gesellschafterin in den USA und von Dritten Lieferanten aus China bezieht und keine Kurssicherung betreibt. Um diesem Risiko gegenzusteuern und es zu minimieren, werden Exportgeschäfte in die Regionen Mittlerer Osten und Afrika, aber auch in den asiatischen Raum, in USD abgewickelt, d.h. hier erhält die Gesellschaft USD, welche als Zahlungsmittel für die USD-Verbindlichkeiten verwendet werden. Eine Kurssicherung von circa 60% wird hierdurch erzielt.

Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sehen wir als gering an.

Aus den internationalen Beziehungen innerhalb des Konzerns könnten sich bei Nichtanerkennen der Verrechnungspreise bei einer Betriebsprüfung Nachforderungen der Finanzbehörden ergeben.

In Abwägung der genannten Risiken und den Chancen, die sich aus der erwähnten Generierung von Synergien und die erwartete Produkteinführung ergeben können, überwiegen für uns die Chancen.

2. Prognosebericht

Der Hilfsmittelmarkt kann sich dem globalen Inflationsdruck nicht entziehen. Hier gilt es Stärken abzusichern, Kosteneffizienz weiter voranzutreiben und letztlich auch Preisanpassungen durchzusetzen.

Im Jahr 2022 könnte es ohne wiederholte positive Sondereffekte aufgrund von Corona Nachfrage schwierig werden, stetiges Wachstum zu zeigen.

Wir gehen aber im etablierten Markt davon aus, dass die bisherige Marktposition der Gesellschaft gefestigt bleibt und durch eine gezielte Produkt- und Preispolitik auch die Erträge gefestigt werden. Deshalb erwarten wir ein stabiles Geschäft der Gesellschaft.

Für die DeVilbiss Healthcare GmbH war die Umsatzentwicklung bis Mai mit 27% im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß rückläufig, was wir mit einem außergewöhnlich starken ersten Quartal 2021 aufgrund von Covid-Sondereffekten erklären. Diese Sondereffekte werden sich 2022 nicht wiederholen.

Die Geschäftsführung sieht aufgrund der aktuellen Marktentwicklung Veranlassung, Änderungen in der Prognose durchzuführen.

Vor diesem Hintergrund rechnen wir 2022 mit Umsatzerlösen von rund 35 Mio. EUR sowie einem ausgeglichenen Betriebsergebnis. Dies entspricht dem Niveau von 2019 ("Vor-Corona-Zeit")

Die DeVilbiss Healthcare GmbH sieht sich für das Geschäftsjahr 2022 gut aufgestellt, vor allem was finanzielle Mittel angeht.

 

Mannheim, 30. Juni 2022

Oliver Niemann, Geschäftsführer

Timothy Walsh, Geschäftsführer

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