Quip AGLiquidiert

52499 Baesweiler, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 8660
Eingetragen
26.10.2001
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenBau von Industrieanlagen, außer GebäudenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist a) der Stahl-, Anlagen- und Maschinenbau, Wartungs-, Instandsetzungsplanungen und -arbeiten, Eingineering im Maschinen- und Elektrobereich, Glasveredelung von Kfz-Scheiben, Projektplanung, -steuerung und überwachung, Konstruktion und Ausführung von Elektroanlagen des Maschinenbaus, von Fertigungsanlagen und Anlagen des privaten Bereichs. Ferner die Übernahme von Outsourcingbereichen (Produktion, Wartung-/Instandhaltung, Engineering); b) die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung im technischgewerblichen und kaufmännischen Bereich, einschließlich Arbeitsvermittlung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Liedtke
seit 29.5.2024
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Karl Kaminski
seit 10.12.2009
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Quip AG

Baesweiler

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

QUIP AG, Baesweiler

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern im gewerblichen, technischen und kaufmännischen Bereich (Geschäftsbereich PDL), das Engineering sowie die Übernahme von Werkverträgen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Reparatur, Wartung und Instandhaltung, Stahlbau und Schweißtechnik (Geschäftsbereich TDL). Hinzu kommt die Vermietung von Hallenflächen sowie die operative Verwaltung und Kontrolle der Tochtergesellschaften.

1.2. Hauptsitz und unselbstständige Zweigniederlassungen

Der Hauptfirmensitz der QUIP AG befindet sich in 52499 Baesweiler, Thomas-Edison-Str. 5-7. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr fünf unselbstständige Geschäftsstellen in Aachen, Hagen, Krefeld, Mönchengladbach und München.

1.3. Leitung und Kontrolle

In Deutschland existiert das duale Führungs- und Kontrollsystem für Aktiengesellschaften. Gemäß dem aktienrechtlichen Leitbild führt der Vorstand der QUIP AG die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung nach den Gesetzen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand. Er richtet sein Handeln und seine Entscheidungen dabei am Unternehmensinteresse aus und informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, Planung und Risikolage des Unternehmens. Ferner stimmt er die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab.

Zum 30.6.2022 gehörten dem Vorstand die folgenden zwei Mitglieder an:

Martin Jäger Vorstandsvorsitzender

Karl Heinz Guth Vorstand

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands, berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht unter anderem vor, dass der Vorstand bestimmte Geschäfte nicht ohne Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen darf.

Zum 30.6.2022 gehörten dem Aufsichtsrat die folgenden sechs Mitglieder an:

Alfonso Pallavicini Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bernhard Kugel Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Philippe Theisen

Peter Boymans

Yves Noel

Dirk Daniel

2. Geschäftsverlauf

2.1. Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft konnte sich, trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe, nach dem Einbruch im Vorjahr 2021 langsam erholen. Die Wirtschaftsleistung hat sich im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht, obwohl die Entwicklung nach Sektoren sehr unterschiedlich war. Die Industrie erholte sich aufgrund der steigenden Nachfrage nach Waren zunehmend, während vor allem die Situation in den personennahen Dienstleistungen angespannt bleibt. Mit der nun abflauenden Pandemie wäre es für sich genommen zu einer kräftigen Konjunkturerholung gekommen. Diese Erholung wurde nun aber durch den Ausbruch des Kriegs in der Ukraine gebremst. Seit Ende Februar 2022 steht die wirtschaftliche Entwicklung ganz im Zeichen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und den daraus resultierenden Problemen in den Lieferketten und den stark gestiegenen Energiepreisen.

Die Stimmungslage der deutschen Wirtschaft hielt sich im Jahr 2021 auf. Der Wert des ifo-Geschäftsklimaindex (Quelle: ifo Institut, München), der die Erwartungshaltung der Führungskräfte in der deutschen Wirtschaft widerspiegelt, lag im Jahresdurchschnitt mit 97,2 um 9,3 Punkte über dem Jahresdurchschnitt des Vorjahres. Zu Beginn des Jahres 2022 verbesserte sich die Stimmung weiter, brach dann durch den Krieg in der Ukraine jedoch wieder ein, der Durchschnittswert des Jahres lag bis Juni bei 93,1 Punkten, Tendenz fallend. Die Unternehmen erwarten deutlich schlechtere Geschäfte. Hohe Energiepreise und die drohende Gasknappheit belasten die Konjunktur.

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzte sich im Jahr 2021 fort. Somit verringerten sich Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im Dezember 2021 um 23.000 bzw. 32.000 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren damit 378.000 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Die Nachfrage nach Arbeitskräften nahm weiter zu. Gleichzeitig gaben die Frühindikatoren von ifo und IAB im Dezember 2021 merklich nach. Angesichts der Omikron-Variante konnte sich die Dynamik am Arbeitsmarkt vermindern, aber den meisten Unternehmen ist es gelungen, ihre Beschäftigten zu halten. Die positive Tendenz hielt bis März 2022. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gingen saisonbereinigt erneut um 18.000 bzw. 23.000 Personen zurück. Das ifo-Barometer signalisierte allerdings eine verminderte Einstellungsbereitschaft der Unternehmen und spiegelte damit einmal mehr die hohe Unsicherheit in der Wirtschaft seit Kriegsbeginn wider. Bei den Arbeitsagenturen fiel der Zugang an gemeldeten Stellen dementsprechend schwach aus, der Bestand an offenen Stellen lag aber weiter auf einem Höchststand. Die registrierte Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Juni saisonbereinigt kräftig um 133.000 Personen, was überwiegend durch ukrainische Geflüchtete zu erklären ist. Am Arbeitsmarkt zeigen sich erstmals deutliche Auswirkungen der Fluchtmigration aus der Ukraine.

2.2. Branchensituation Zeitarbeit

Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und kann daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt sein. Die Auswirkungen der Corona-Krise spiegeln sich auch in den Zahlen zur Zeitarbeit wider. Seit dem Frühjahr 2021 lag die Zahl der beschäftigten Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer wieder über ihrem jeweiligen Vorjahreswert, das Vorkrisenniveau wurde dabei jedoch noch nicht wieder erreicht. Die Nachfrage nach flexibler Arbeitskraft über den Einsatz von Zeitarbeitsnehmern ist verstärkt vorhanden und die Rekrutierung dieses Bedarfs bleibt die zentrale Herausforderung der Branche. Im Jahresdurchschnitt 2021 waren 816.000 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt. In der gleitenden Jahressumme bis März 2022 waren zwölf Prozent der in Arbeitslosigkeit zugegangenen Personen vorher in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt.

Seit 2003 bestehen tarifvertragliche Regelungen für die Zeitarbeitsbranche. Die QUIP AG wendet den Branchentarifvertrag an, der zwischen der Interessengemeinschaft Zeitarbeit (iGZ) und dem deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) geschlossen wurde. Die iGZ vertritt die Interessen von rund 3.600 Mitgliedsunternehmen.

Im Rahmen des aktuell bis Ende des Jahres 2022 gültigen Tarifvertrags in der Zeitarbeitsbranche stiegen die Tarifentgelte für Zeitarbeitnehmer zum 1. April 2021 um 3 Prozent und der Geltungsbereich der Tarifentgelte wurde auf das gesamte Bundesgebiet erweitert. Die bisherigen Entgeltunterschiede zwischen Ost und West sind im Jahr 2021 entfallen. Am 1. April 2022 stieg der tarifliche Mindestlohn in der Zeitarbeit von 10,45 Euro auf 10,88 Euro - und lag damit jeweils höher als der gesetzliche Mindestlohn, der von 9,60 Euro am 1. Januar 2022 auf 9,82 Euro und zum 1. Juli auf dann 10,45 Euro angehoben wurde.

Ab 2012 wurden sukzessiv Branchenzuschlagstarifverträge (BZTV) eingeführt. Die BZTV haben grundsätzlich zur Folge, dass bei längeren Einsatzzeiten und dementsprechend hohen Zuschlagsstufen bereits Zuschläge von in der Regel bis zu 50 Prozent auf das Tarifentgelt gezahlt werden müssen.

Zum 1. April 2017 ist eine Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes in Kraft getreten. Wesentliche Bestandteile sind die Vorgabe des "Equal Pay" für Zeitarbeitsmitarbeiter nach neun Monaten im Einsatz beim Kundenunternehmen und eine arbeitnehmerbezogene Höchstüberlassungsdauer von allgemein 18 Monaten.

2.3 Geschäftsverlauf der QUIP AG

2.3.1 Personaldienstleistung

Im Segment Personaldienstleistung umfasst das Dienstleistungsportfolio der QUIP AG die Bereitstellung von Personal im Rahmen der Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung (AÜG) sowie die Personalvermittlung. Über die Personaldienstleistungen Zeitarbeit und Personalvermittlung kann die QUIP AG Ihren Kunden flexible Lösungen im gewerblichen, kaufmännischen sowie im Bereich Engineering anbieten. Die QUIP AG ist damit sowohl für Unternehmen interessant, die temporär oder permanent Bedarf an Hilfs- oder Fachkräften haben, als auch für Personen, die eine berufliche Veränderung oder einen Berufseinstieg oder -wiedereinstieg in den angebotenen Fachbereichen suchen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Geschäftsentwicklung weiterhin von wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt. Die Personaldienstleistung erholte sich nach der Coronapandemie stetig, wurde aber branchenspezifisch und regional durch Lieferengpässe und daraus resultierenden Betriebsstilllegungen in der wirtschaftlichen Erholung ausgebremst.

Der steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften stand allerdings der Mangel an geeigneten Kandidaten gegenüber, so dass viele Kundenanfragen nicht bedient werden konnten. Hinzu kommt, dass viele Kundenunternehmen von Produktionsausfällen aufgrund eines Mangels an Vorprodukten und somit von Lieferkettenunterbrechungen betroffen waren, wodurch die Planbarkeit von Zeitarbeitseinsätzen erheblich erschwert wurde.

2.3.2 Technische Dienstleistung

Die Auslagerung von Produktionen oder Produktionsteilen, die seit nunmehr einigen Jahren durch die Wirtschaft mit gutem Erfolg praktiziert wird, wird auch weiterhin ein Thema für kostenbewusste Wirtschaftsunternehmen bleiben. Um sich auf die eigenen Kernkompetenzen konzentrieren und Kostenoptimierungen herbeiführen zu können, suchen Unternehmen zunehmend nach Partnern, die sie dabei begleiten.

Externe Partnerfirmen, wie die QUIP AG mit ihren verbundenen Gesellschaften, können auf Grund ihrer schlanken, kostengünstigen Strukturen und dem hohen Spezialisierungsgrad entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit des Kundenunternehmens beitragen. Die QUIP AG, mit der ihrer eigenen Konstellation von Personal- und Technischer Dienstleistung sowie Hallenflächen inkl. technischer Infrastruktur, konnte ihre Marktstellung im Geschäftsjahr 2021/2022 behaupten und weiter ausbauen.

Aufgrund zusätzlicher Vertriebsaktivitäten und Gewinnung neuer Kunden, konnten coronabedingte Auftragsrückgänge kompensiert werden und die Nachfrage nach technischer Dienstleistung ist weiterhin auf hohem Niveau.

Die Flächen in den eigenen und angemieteten Hallen sind aktuell vollständig belegt. Um den wachsenden Platzbedarf der Outsourcing-Projekte abzudecken, sind noch zusätzliche Montageflächen angemietet worden. Für die Zukunft soll der Aus- und Aufbau des Bereichs Technische Dienstleistung weiterhin im Fokus stehen.

2.3.3 Besondere Ereignisse des Geschäftsjahres

Bei der QUIP AG sind der Vorstandsvorsitzender Herr Manfred Bauens und Vorstandsmitglied Wolfgang Haller ausgeschieden.

Als neuer Vorstandsvorsitzender wurde Herr Martin Jäger bestellt.

Geschäftsstelle München (AÜ) wurde am 15.11.2021 eröffnet. Bei der Geschäftsstelle Mönchengladbach fand ein Teamwechsel statt. Die Geschäftsstelle Köln (QUIP) wurde auf die GS Frechen der JaB`Service GmbH verlagert.

Die Tochtergesellschaft tracking-rail GmbH, die schwerpunktmäßig in der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung und in Werk-/Dienstverträgen tätig ist, wurde zum 30.9.2021 verkauft.

Die Beteiligung mit-uns GmbH Personaldienstleistungen, die schwerpunktmäßig in der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung tätig ist, hat im Geschäftsjahr 2021/2022 die Niederlassung in Würzburg geschlossen.

Die Tochtergesellschaft JaB`Service GmbH, die schwerpunktmäßig in der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung tätig ist, hat im Geschäftsjahr 2021/2022 die Niederlassung in Schwelm geschlossen.

Die Tochtergesellschaft AllcuraMed Personal GmbH, die schwerpunktmäßig in der Arbeitnehmerüberlassung im medizinischen und pflegerischen Bereich tätig ist, hat im Geschäftsjahr 2021/2022 die Niederlassung in Offenburg geschlossen.

Bei der Tochtergesellschaft TEQU GmbH, die schwerpunktmäßig in der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung tätig ist, wurde der Geschäftsführer, Herr Alois Glöggler zum 30.6.2022 abgerufen. Die Niederlassung in Euskirchen wurde geschlossen.

Bei der Tochtergesellschaft KOLUMBUS Personal Management GmbH, die schwerpunktmäßig in der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung tätig ist, wurden Frau Aileen Guth und Herr Martin Jäger als weitere Geschäftsführer bestellt. Die Niederlassung in Regensburg wurde geschlossen.

Bei der Tochtergesellschaft C+S Personalservice GmbH wurden als neue Geschäftsführer Herr Martin Jäger und Herr Karl Kaminski bestellt.

Bei der Tochtergesellschaft e-quipment GmbH wurden als neuer Geschäftsführer Herr Karl Kaminski bestellt.

Bei der Tochtergesellschaft PB Personal GmbH ergaben sich keine Veränderungen.

3. Darstellung der Lage der Gesellschaft

3.1. Vermögenslage

Die Vermögenslage der QUIP AG stellt sich wie folgt dar:

QUIP AG, Baesweiler

Bilanz

Aktiva

30.6.2021
TEUR
30.6.2022
TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4 45
II. Sachanlagevermögen 2.640 2.562
III. Finanzanlagen 6.886 6.861
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 108 71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.489 8.871
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.831 347
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47 83
  22.006 18.840

Passiva

   
30.6.2021
TEUR
30.6.2022
TEUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 100 100
II. Gewinnrücklagen    
1. gesetzliche Rücklage 10 10
2. andere Gewinnrücklagen 4.512 4.512
III. Gewinnvortrag 2.601 2.601
B. Rückstellungen 3.530 3.350
C. Verbindlichkeiten    
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.980 2.869
II. Übrige Verbindlichkeiten 7.257 5.360
D. Rechnungsabgrenzungsposten 16 38
  22.006 18.840

Das Sachanlagevermögen reduzierte sich im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen.

Das Umlaufvermögen hat sich in Summe gegenüber dem Vorjahr verringert. Der Rückgang der Forderungen ist dabei auf insgesamt geringere Umsätze mit den anderen Konzerngesellschaften sowie auf geringere Umsätze im Juni 2022 mit Großkunden zurückzuführen.

Die Bilanzsumme ist um TEUR 3.166 auf TEUR 18.840 gesunken. Bei einem konstanten Eigenkapital erhöhte sich die Eigenkapitalquote per 30. Juni 2022 infolgedessen auf 38,3 Prozent (Vorjahr: 32,8 Prozent).

Die Rückstellungen (TEUR 3.350) liegen in Summe leicht unter dem Vorjahreswert (TEUR 3.530).

Die Summe der Verbindlichkeiten (TEUR 8.229) ist ebenfalls gegenüber dem Vorjahr (TEUR 11.237) gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 3.116) und der Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 2.869).

3.2. Ertragslage

Die Ertragslage der Quip AG im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich wie folgt:

Gewinn- und Verlustrechnung 2020/2021
TEUR
2021/2022
TEUR
Gesamtleistung 34.731 36.243
Sonstige betriebliche Erträge 963 6.416
Materialaufwand -5.758 -5.515
Personalaufwand -24.017 -26.292
Abschreibungen -292 -282
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.649 -4.779
Operatives Betriebsergebnis (EBIT) 1.978 5.792
Finanzergebnis 2.102 1.066
Sonstige Steuern -51 -18
Ergebnisabführung -4.029 -6.840
Jahresüberschuss 0 0

Wichtigste finanzielle Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung und das operative Betriebsergebnis (EBIT).

Die Gesamtleistung erhöhte sich im Geschäftsjahr im Vorjahresvergleich um TEUR 1.513 (+4,4 %). Begründet ist dieser Anstieg insbesondere aufgrund einer steigenden Auftragslage.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 5.453 auf TEUR 6.416 gestiegen. Sie beinhalten im Wesentlichen den Gewinn aus dem Verkauf der Anteile an der tracking-rail GmbH (TEUR 5.412).

Der Personalaufwand betrug TEUR 26.292 gegenüber TEUR 24.017 im Vorjahr. Der Personalaufwand pro Kopf beläuft sich ausgehend von 678 (Vorjahr: 664) Mitarbeitern auf TEUR 38,8 (Vorjahr TEUR 36,2). Die Personalaufwandsquote erhöht sich aufgrund der gestiegenen Löhne auf 72,6 % (Vorjahr 69,2 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 1.130 auf TEUR 4.779. Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen Aufwendungen für Mieteneinrichtungen (TEUR +138), EDV-Beratung/Dienstleistungen (TEUR +67), Rechts- und Beratungskosten (TEUR +250) sowie Gas, Strom, Wasser (TEUR +224).

Das operative Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 5.792 liegt im Wesentlichen aufgrund des Gewinns aus der Veräußerung der Anteile an der tracking-rail GmbH über dem Vorjahresniveau.

Das Finanzergebnis liegt unter dem Wert des Vorjahres aufgrund der höheren Gewinnausschüttungen der Tochterfirmen tracking-rail GmbH (TEUR 1.312) und JaB' Service GmbH (TEUR 187) im Vorjahr. Die Summe der Gewinnausschüttungen im Geschäftsjahr 2021/2022 lag bei TEUR 413 und resultierte nach dem Verkauf der tracking-rail GmbH nur noch aus der JaB' Service GmbH.

Die QUIP AG erwirtschaftete für das Geschäftsjahr 2021/2022 ein Geschäftsergebnis (Ergebnis vor Ergebnisabführung) in Höhe von TEUR 6.840 (Vorjahr TEUR 4.029), das aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der QUIP Holding GmbH als herrschendes Unternehmen an diese abzuführen ist.

3.3. Finanzlage

Die Entwicklung der Finanzlage ist folgender Kapitalflussrechnung zu entnehmen:

Kapitalflussrechnung 2020/2021
TEUR
2021/2022
TEUR
Ergebnis vor Ergebnisabführung 4.029 6.840
+ Abschreibungen 292 282
- Gewinn aus Anlagenabgängen 0 -5.412
= Cash Flow 4.321 1.710
+/- Veränderung des Nettoumlaufvermögens 1.401 -436
= Mittelzu-/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 5.722 1.274
+/- Mittelzu-/-abfluss aus Investitionstätigkeit -149 -246
+/- Mittelzu-/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit -4.622 -7.951
= Veränderung Zahlungsmittel 951 -1.484
+ Stand der Zahlungsmittel am Periodenanfang 881 1.831
= Stand der Zahlungsmittel am Periodenende 1.831 347

Die QUIP AG erwirtschaftete einen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.274 (Vorjahr: TEUR 5.722).

Dem standen Verbindlichkeiten gegenüber der QUIP Holding GmbH in Höhe von TEUR 6.840 aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber. Unter Berücksichtigung insbesondere der Veränderung des Nettoumlaufvermögens ist im abgelaufenen Geschäftsjahr der Finanzmittelbestand damit um TEUR 1.484 gesunken.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit gegeben.

Die zur Verfügung stehende Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 2.400 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 1.400 erhöht.

3.4. Investitionen

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021/2022 Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 247 (Vorjahr TEUR 149) vorgenommen. Diese betrafen im Wesentlichen Hardware sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

3.5. Mitarbeiter

Der Stand der Belegschaft (interne und externe Beschäftigte) betrug im Jahresdurchschnitt insgesamt 678 Mitarbeiter (Vorjahr: 664). Davon waren 113 interne (Vorjahr: 115) und 565 externe Mitarbeiter (Vorjahr: 549).

3.6. Gesamtaussage zu Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vorjahresprognose der Gesamtleistung von 40 Mio. Euro konnte mit 36,2 Mio. Euro nicht erreicht werden. Das im Vorjahr prognostizierte operative Betriebsergebnis (EBIT) von 3,4 Mio. EUR konnte mit 5,8 Mio. EUR aufgrund der Veräußerung der Anteile an der tracking-rail GmbH übertroffen werden, blieb ohne diesen Sondereffekt aber ebenfalls unter Plan.

Grund für die Planverfehlung ist, dass internes Personal teurer als veranschlagt war. Zusätzlich führte der allgemeine Marktdruck aufgrund der Pandemie zu einer niedrigeren Gesamtleistung als erwartet.

Die Finanz- und Vermögenslage waren weiterhin solide.

Die QUIP AG blickt unter Berücksichtigung der Corona-Situation und des Ukrainekrieges auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2021/2022 zurück.

4. Erklärung zur Unternehmensführung

Mit dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wurde die gesetzliche Regelung eingeführt, dass eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand und den beiden Ebenen unterhalb des Vorstands festzulegen ist.

Bei der QUIP AG besteht derzeit ein Aufsichtsrat aus sechs Mitgliedern. Dem Aufsichtsrat gehören keine Frauen an. Die Frauenquote im Aufsichtsrat beträgt somit 0 %. Bislang waren keine Frauenquote und keine Frist für die Zielerreichung für die Frauenquote festgelegt worden.

Die aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrates sind fest bis Dezember 2025 gewählt, eine Nachbesetzung erfolgt bei Ausscheiden eines Mitglieds. Die Neuwahl der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt spätestens im Dezember 2025.

Gemäß Beschluss des Aufsichtsrats vom 5.11.2021 soll die Zielquote für die Frauenquote im Aufsichtsrat 16,6 % betragen, damit soll eine Frau dem Aufsichtsrat angehören. Diese Quote soll bis Ende 2025 erreicht werden.

Der Vorstand der Quip AG besteht aus zwei Ressorts, die derzeit je mit einem Mann besetzt und bis Ende 2024 berufen sind. Die Frauenquote im Vorstand beträgt somit 0 %. Bislang waren keine Frauenquote und keine Frist für die Zielerreichung für die Frauenquote im Vorstand festgelegt worden.

Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 5.11.2021 die Zielquote für die Frauenquote im Vorstand auf 0 % festgelegt. Diese soll bis Ende 2024 beibehalten werden. Die Zielquote von 0 % wurde festgelegt, da sich das Unternehmen sonst bei der Neubesetzung des Vorstandes für ein bestimmtes Ressort die Option, einen geeigneteren männlichen Kandidaten auszuwählen, verbauen würde. Bei der QUIP AG als Wachstumsunternehmen stehen im Vordergrund die Fähigkeiten und die in vorherigen Rollen bzw. Unternehmen erbrachten Leistungen. Bei passender Gelegenheit wäre eine Einschränkung des Handlungsspielraums durch eine Quote im derzeitigen wachstumsorientierten Marktumfeld hinderlich, da die QUIP AG darauf angewiesen ist schnell und effektiv zu handeln. Grundsätzlich soll die Position des Vorstands unabhängig vom Geschlecht mit dem am besten geeigneten Kandidaten/der am besten geeigneten Kandidatin besetzt werden.

Das Führungsteam unterhalb des Vorstandes besteht in der 1. Ebene aus zwei Bereichsleitern und darunter in der 2. Ebene aus zwölf Abteilungsleitern.

Zum Zeitpunkt 30.6.2022 war auf der Bereichsleiterebene keine Frau beschäftigt, was einem Anteil von 0% entspricht. Bislang waren keine Frauenquote und keine Frist für die Zielerreichung für die Frauenquote auf der Bereichsleiterebene festgelegt worden. Die Quote von 0 % soll gemäß Vorstandsbeschluss vom 5.11.2021 bis Ende 2024 beibehalten werden. Die Zielquote von 0 % wurde festgelegt, da sich das Unternehmen sonst bei der Neubesetzung der Bereichsleiterposten für ein bestimmtes Ressort die Option, einen geeigneteren männlichen Kandidaten auszuwählen, verbauen würde. Bei der QUIP AG als Wachstumsunternehmen stehen im Vordergrund die Fähigkeiten und die in vorherigen Rollen bzw. Unternehmen erbrachten Leistungen. Bei passender Gelegenheit wäre eine Einschränkung des Handlungsspielraums durch eine Quote im derzeitigen wachstumsorientierten Marktumfeld hinderlich, da die QUIP AG darauf angewiesen ist schnell und effektiv zu handeln. Grundsätzlich soll die Position der Bereichsleiter unabhängig vom Geschlecht mit dem am besten geeigneten Kandidaten/der am besten geeigneten Kandidatin besetzt werden.

Auf der Abteitungsleiterebene waren zum Zeitpunkt 30.6.2022 sechs Frauen beschäftigt, was einem Anteil von 50 % entspricht. Bislang waren keine Frauenquote und keine Frist für die Zielerreichung für die Frauenquote auf der Abteilungsleiterebene festgelegt worden. Die Zielgröße für die Frauenquote in der Abtleitungsleiterebene soll gemäß Vorstandsbeschluss vom 5.11.2021 bis Ende 2024 der derzeit bestehenden Frauenquote von 50 % entsprechen.

5. Chancen und Risiken

5.1. Risikomanagement

Verschiedene Systeme und Verfahren zur Überwachung, Analyse und Dokumentation von Unternehmensrisiken werden im Unternehmen eingesetzt. Sorgfältige und zeitnahe Berichterstattung ist das zentrale Element des Risikomanagements.

Kennziffern zum Geschäftsverlauf der Niederlassungen, betriebswirtschaftliche Auswertungen sowie regelmäßige Kundenzufriedenheitsabfragen bilden wesentliche Eckpfeile des bestehenden Frühwarnsystems der QUIP AG.

Der Vorstand und die leitenden Mitarbeiter sehen es als eine wichtige Aufgabe an, das Risikomanagement ständig zu verbessern und zu verfeinern. Die laufende Überprüfung bzw. Anpassung der Qualitätsstandards sowie die stetige Überprüfung des Berichtswesens, der betrieblichen Abläufe und die Überprüfung der Risiken sind ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenspolitik. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig durch den Vorstand über mögliche Risiken informiert.

Das Überwachungsaudit zum integrierten Managementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008, SCP und SCC wurde im 3. Quartal 2021 durch die ICG-Zertifizierung GmbH durchgeführt. Abweichungen sind hierbei keine aufgetreten. Dadurch ist die Wirksamkeit des im Jahre 1999 eingeführten Qualitätsmanagementsystems erneut für ein weiteres Jahr bestätigt worden.

5.2. Risiken der zukünftigen Entwicklung

Ziel der Risikopolitik ist es, den Bestand des Unternehmens zu sichern sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Darüber hinaus ermöglicht ein einheitliches, zeitnahes Berichtswesen das frühzeitige Erkennen von Abweichungen und Besonderheiten und durch geeignete Maßnahmen müssen wirtschaftliche Einbußen begrenzt werden.

In der folgenden Darstellung sind die Einzelrisiken der QUIP AG zusammengefasst. Der Vorstand der QUIP AG sieht unter der Betrachtung dieser Risiken, des etablierten Risikomanagements und der derzeitigen operativen Entwicklung des Unternehmens das Geschäft der QUIP AG nicht in seiner Existenz gefährdet.

Branchenrisiken

Zeitarbeit

Erfahrungsgemäß ist die Zeitarbeitsbranche als grundsätzlich frühzyklisch zu bezeichnen. Dies stellt ein Risiko für die Branche dar, da es bedeutet, dass sich negative Konjunktur- oder Arbeitsmarktentwicklungen unmittelbar auswirken.

In den vergangenen Jahren haben Unternehmen das Instrument Zeitarbeit als ein flexibles Anpassungs- bzw. Beschäftigungsinstrument bei einer volatilen Arbeitsnachfrage und als alternativen, zeitsparenden Rekrutierungsweg schätzen gelernt. Mitarbeiter schätzen die Zeitarbeit als eine Alternative zur kurzfristigen Arbeitslosigkeit oder auch als eine berufliche Zwischenstation in der individuellen Karriereentwicklung.

Und auch in der Gesellschaft hat sich das Bild der Zeitarbeit positiv entwickelt. Dazu beigetragen haben neben den seit 2003 bestehenden tarifvertraglichen Regelungen für die Zeitarbeitsbranche und den seit November 2012 sukzessive eingeführten Branchenzuschlagstarifverträgen (BZTV) auch die seit April 2017 gültigen Änderungen zu insbesondere "Equal Pay" des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes.

Ungeachtet dieser grundsätzlich positiven Entwicklungen stellt die wirtschaftliche Lage der Kundenunternehmen und der damit verbundenen Nachfrage nach flexiblen Beschäftigungsformen ein immanentes Risiko hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Branche und der QUIP AG dar.

Die Zeitarbeitsbranche agiert grundsätzlich in einem stark regulierten und politisch sowie gesellschaftlich stark im Fokus stehenden Umfeld. Die gesetzlichen und tariflichen Regelungen, die eingeführt oder verändert wurden, führten zu einer Verteuerung der Arbeitnehmerüberlassung und zu einem sehr hohen administrativen Aufwand für die Zeitarbeitsunternehmen. Es besteht das Risiko weiterer regulatorischer Verschärfungen, welche die Zeitarbeit zusätzlich verteuern würden.

Ein neuer Tarifvertrag wurde im Dezember 2019 mit einer langfristigen Gültigkeit ab 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2022 beschlossen. Der Mindesturlaub erhöhte sich ab dem 1. Januar 2021 auf 25 Tage pro Jahr. Weiterhin ist vorgesehen, das Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie der Urlaubsanspruch über die Beschäftigungsdauer in einem Zeitrahmen von fünf Jahren zu erhöhen. Mit dem Tarifabschluss vom 21. Juni 2022 wurde der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro Rechnung getragen und die unteren Entgeltgruppen 1 bis 2b angepasst. Der geplante Zusammenschluss der Tarifgemeinschaften BAP und IGZ kann weitere Veränderungen mit sich bringen. Der Tarifvertrag wird den Faktor Arbeit weiter verteuern. Grundsätzlich ist die Zeitarbeitsbranche eng verbunden mit der Ausgestaltung des Arbeitsrechts. Eventuelle Auswirkungen weiterer zukünftiger Änderungen auf die Branche können jedoch nicht beurteilt werden, da diese von der konkreten Ausgestaltung abhängig sind.

Für die QUIP AG besteht somit das Risiko in sich verschlechternden Margen im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung und somit eines niedrigeren EBITs.

Technische Dienstleistungen

Auch der Unternehmensbereich Technische Dienstleistungen ist an die Auftragslage der jeweiligen Auftraggeber gekoppelt. Das Volumen der nachgefragten Dienstleistungen kann dabei sehr kurzfristig auf die jeweilige Auftragslage bzw. die generelle Wirtschaftslage reagieren.

Für die QUIP AG besteht somit das Risiko in einem Rückgang der Umsätze und des EBITs.

Personalrisiken

Durch den Geschäftszweck der QUIP AG ergibt sich ein stetig hoher Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern, sowohl im internen Bereich als auch insbesondere bei Mitarbeitern in der Zeitarbeit. Der wichtigste Erfolgsfaktor der QUIP AG ist daher, möglichst jederzeit über die benötigte Anzahl qualifizierter Mitarbeiter zu verfügen. Der anhaltende hohe Engpass an Fachkräften erschwert den Zugang zu geeigneten Mitarbeitern. Somit bleiben die Rekrutierungsherausforderungen weiterhin hoch. Insbesondere in Zeiten eines engen Arbeitsmarktes mit geringer Arbeitslosigkeit, aber auch generell besteht das Risiko, qualifizierte Mitarbeiter zu verlieren oder sie nicht in ausreichender Anzahl rekrutieren zu können. Eine weitere Anpassung des Arbeitsmarktes und damit eine erschwerte Rekrutierungssituation stellt also ein potentielles Risiko für den geplanten Geschäftsverlauf dar.

Für den Ausbau des Geschäfts spielt die erfolgreiche Rekrutierung von neuen Mitarbeitern oder die Weiterentwicklung eigener Mitarbeiter eine zentrale Rolle. Mittels marktgerechter Arbeitsbedingungen und Gehälter, bedarfsgerechter Mitarbeiterförderung sowie diverser Rekrutierungsmaßnahmen versucht die QUIP AG, neue Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende Mitarbeiter langfristig an sich zu binden. Das Recruiting System wurde neu aufgestellt und basiert auf drei Building Blocks: Struktur und Prozesse, neue Tools und Ausweitung von Recruiting Kanälen. Ziel ist die signifikante, qualitative Prozessverbesserung. Gleichzeitig sollen durch aktive Nutzung mehrerer Social-Media-Kanäle wie Indeed, Facebook, Tik-Tok verschiedene Bewerbergruppen angesprochen und der Bekanntheitsgrad der QUIP AG gesteigert werden. Mit Indeed und Google werden über gezielte Stellenangebote die Aktivsuchenden und mit Werbung über Instagram, Facebook oder TikTok wird die größte Gruppe von denen, die noch nicht aktiv nach einem neuen Arbeitgeber suchen, passiv angesprochen. Hiermit sollen das Fluktuationsrisiko sowie das Risiko des Mangels an qualifiziertem Personal verringert werden.

Trotz der starken Belastung des Arbeitsmarktes in der Folge von coronabedingtem Personalabbau bei vielen Unternehmen wird der Fachkräftemangel in Zukunft bestehen bleiben. Auch in Zukunft wird die Rekrutierung für viele Unternehmen eine große Herausforderung bleiben. Der demographische Wandel in Deutschland wird auf lange Sicht die Knappheit von qualifizierten Fachkräften weiter verschärfen und die Anzahl an erwerbstätigen Personen begrenzen.

Für die Quip AG besteht daher das Risiko, nicht genügend Mitarbeiter für bestehende Kundenanfragen rekrutieren zu können und somit Aufträge nicht bedienen zu können und dadurch Umsatz zu verlieren.

Finanzrisiken

Die QUIP AG ist ausschließlich in Deutschland und den benachbarten Beneluxländern tätig und daher nicht von Wechselkursänderungen betroffen. Das Unternehmen hat eine Vielzahl von Kunden und ist damit den üblichen Ausfallrisiken ausgesetzt. Diesem Risiko wird durch konsequente Bonitätsprüfung und Kreditversicherung begegnet. Mit Ausnahme von Firmenzukäufen, die in der Regel größtenteils fremdfinanziert werden, wird der laufende Finanzmittelbedarf der QUIP AG ausschließlich durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt. Die QUIP AG verfügt über ausreichend liquide Mittel aus den bestehenden Kreditlinien. Diese Faktoren lassen den Vorstand der QUIP AG zu dem Schluss kommen, dass keine wesentlichen Finanzrisiken erkennbar sind.

Rechtliche Risiken

Die QUIP AG ist in einem durch Gesetze sehr regulierten Umfeld tätig, entsprechend bestehen - sich ändernde - rechtliche Risiken. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Einhaltung der teils komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen, die sich aus dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, den Steuergesetzen sowie aus tarifvertraglichen Regelungen ergeben, zu nennen. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, die Anwendung des Tarifvertrags sowie die internen Richtlinien werden bei der QUIP AG laufend überwacht. Trotz Beratung durch externe Fachleute und regelmäßig durchgeführte Schulungen in den relevanten Bereichen, z.B. Tarif- und Arbeitsrecht, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Sozialversicherungsvorschriften, kann ein Verstoß nicht ausgeschlossen werden. Durch häufige Änderungen und Anpassungen der Rahmenbedingungen ist ebenfalls die korrekte Auslegung der jeweiligen gesetzlichen Änderungen selbst unter Branchenexperten und Fachanwälten nicht immer eindeutig. Der Vorstand der QUIP AG ist jedoch der Ansicht, durch die vorgenommenen Maßnahmen die rechtlichen Risiken zu minimieren.

IT-Risiken

Der ordnungsgemäße Geschäftsbetrieb des Unternehmens hängt in hohem Maße von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme sowie der ausfallsicheren Vernetzung der einzelnen Unternehmenseinheiten ab. Aufgrund des daraus resultierenden Risikopotentials genießt deshalb bei der QUIP AG die IT-Sicherheit seit Jahren eine hohe Priorität.

Nachfolgend sind alle Risiken aufgeführt, die durch entsprechende Gegenmaßnahmen minimiert werden und einer permanenten Überwachung unterliegen.

- Ausfall der Energieversorgung

Im Serverraum steht eine Notstromversorgung für alle wichtigen Komponenten zur Verfügung. Es ist vorgesehen, dass die bestehende Notstromversorgung zeitnah durch modernere Geräte ausgetauscht wird. Des Weiteren ist eine Einspeisevorrichtung für den Transformator geplant, so dass auch längerfristig die notwendige IT-Infrastruktur mit Strom versorgt werden kann.

- Hacker-Angriffe und Schäden durch Viren und Trojaner

Das Unternehmen verfügt über die neueste Anti-Virus Software. Zum Internet wird eine Firewall eingesetzt. Die Backups werden zusätzlich auf Bänder gesichert, um die Sicherheit bei Angriffen mit Verschlüsselungs-Trojanern zu erhöhen!

- Ausfall der Datenleitung/Internet

Weiterhin ist die Einwahl ins Internet über den Mobilfunk möglich. Das Unternehmen verfügt über drei DSL-Leitungen, eine für E-Mails, eine für das Internet und eine für VPNs.

- E-Mail Sicherheit

Alle ein- und ausgehenden E-Mails werden durch eine Spam-Firewall auf Gültigkeit und Viren überprüft. Bei einigen E-Mails wird der Datenverkehr zwischen Sender und Empfänger verschlüsselt.

Signifikante IT-Risiken sind derzeit nicht absehbar.

Risiken aus der Corona-Pandemie

Die Zeitarbeit zählt zu den Branchen, die besonders sensibel auf Krisen reagieren. Ihre Beschäftigten haben ein höheres Risiko, arbeitslos zu werden, als in anderen Wirtschaftszweigen. Und somit birgt das zweite Corona Jahr weiterhin gesamtwirtschaftlich schwer kalkulierbare Risiken. Der weitere Verlauf ist nicht sicher vorhersehbar. Hier besteht beispielsweise das Risiko neuer Virusmutationen, einer unzureichenden Impfstrategie oder einer neuerlichen Infektionswelle durch zu frühes Öffnen des öffentlichen Lebens und damit einhergehender neuer wirtschaftlicher Verwerfungen. Zusätzliche Herausforderung stellen auch die quarantänebedingten Ausfälle der personellen Ressourcen. Durch die in den Jahren 2020 und 2021 geschaffenen Möglichkeiten des mobilen Arbeitens sowie den zunehmenden Digitalisierungsfortschritt wurden weitere Voraussetzungen geschaffen, die wirtschaftlichen Auswirkungen neuer möglicher Beschränkungen abzufedern. Für externe Zeitarbeitseinsätze sind diese Möglichkeiten jedoch nur sehr begrenzt nutzbar.

Risiken aus dem Ukraine-Krieg

Durch die kriegerischen Handlungen in der Ukraine hat sich zusätzlich zu den bereits bestehenden Entwicklungen in der Wirtschaft auch die Lage in Bezug auf die Energieversorgungssicherheit deutlich angespannt. Es sind schon deutliche Versorgungsengpässe bei einigen Kunden zu erkennen. Nach Einschätzung der Geschäftsführung stehen der deutschen Wirtschaft angesichts der Gaskrise harte Monate bevor. Es ist damit zu rechnen, dass der private Konsum wegen der steigenden Verbraucherpreise im weiteren Jahresverlauf als Konjunkturmotor ausfallen könnte. Die Wahrscheinlichkeit einer sinkenden Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr ist enorm. Die hohe Unsicherheit über die Gasversorgung im kommenden Winter und die starken Preissteigerungen werden die privaten Haushalte und Unternehmen deutlich belasten. Im Herbst droht weiterer Teuerungsschub. Es ist davon auszugehen, dass die Inflationsrate in Deutschland im Herbst 10% erreichen könnte. Preissprünge bei Energie infolge des Ukraine-Krieges und steigende Lebensmittelpreise heizen die Teuerung seit Monaten an. Für die QUIP AG besteht somit das Risiko in einem Rückgang der Umsätze und des EBITs.

5.3. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Das Geschäftsmodell der QUIP AG zeichnet sich insbesondere dadurch aus, sowohl auf positive als auch auf negative Nachfrageänderungen einzelner Kunden flexibel reagieren zu können.

Die aktuell noch vorherrschende Unsicherheit vieler Unternehmen bietet besonders im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung eine Chance, da diese den Unternehmen eine flexible und risikoarme Möglichkeit bietet, sich personelle Ressourcen zu sichern.

Die Etablierung der Maßnahmen im Bereich EU-Recruiting führt weiterhin zu nachhaltig erhöhten Stellenbesetzungen, insbesondere bei höher qualifiziertem Personal und im Logistikbereich.

Ferner bieten sich für den Bereich Personaldienstleistungen Möglichkeiten, da sich pandemiegetrieben die Gewohnheiten von Kunden und Kandidaten ändern. Der Einsatz von Videointerviews ersetzt teilweise die notwendigen persönlichen Vorstellungsgespräche zur Anbahnung von Zeitarbeits- und Vermittlungsaufträgen. Sollte die Veränderung beibehalten werden, kann dies die Anbahnungsphasen zu Aufträgen dauerhaft vereinfachen und verkürzen.

Im Verlauf der Pandemie hat eine Marktbereinigung für Unternehmen, die auf die Arbeitnehmerüberlassung ausgerichtet sind, stattgefunden. Ein weniger stark fragmentierter Markt kann sich positiv auf die allgemeine Wahrnehmung der Zeitarbeit auswirken.

Für den Bereich Technische Dienstleistung sind die eigenen und angemieteten Werkshallen in verschiedenen Orten rund um den Firmensitz Baesweiler aktuell ausgelastet. Die QUIP AG hat noch zusätzliche Hallenflächen angemietet und ist derzeit auf der Suche nach weiteren Montageflächen um zukünftig ausreichend Kapazitäten und Infrastruktur zur Verfügung zu haben, damit weitere Outsourcing-Projekte realisiert werden können. Der Trend zur Fokussierung der Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen ist ungebrochen. Zusätzlich wird die Verteuerung der Zeitarbeit durch die Branchenzuschlagstarifverträge und die greifenden Gesetzesänderungen, "Equal Pay" nach 9 Monaten bzw. Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten, für viele Firmen Anlass sein, die Umsetzbarkeit von Werkverträgen zu überprüfen. Hierin liegt eine Chance der QUIP AG, die durch ihre langjährige Erfahrung in diesem Bereich ein kompetenter Partner sein kann.

Mittelfristig soll das Konzept der technischen Dienstleistung im "roll out" für die gesamte QUIP-Gruppe angewendet werden.

Des Weiteren wird der Vertrieb für dieses Segment verstärkt, um den Markt besser und schneller zu bearbeiten. Insbesondere Großkunden sind dabei im Fokus der technischen Dienstleistung.

5.4. Prognose

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft wird im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst und folglich wird auch ihr Wachstum davon abhängig sein.

Der Sachverständigenrat für Wirtschaft sieht durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine eine Belastung für die Weltwirtschaft. Eine Prognose der BIP-Entwicklung ist dementsprechend sehr schwierig. Der Sachverständigenrat erwartet eine Stagnation der deutschen Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2022. Für die zwei Folgequartale geht das ifo Institut in seiner Konjunkturprognose sogar von einem Rückgang von 0,2% bzw. 0,4% aus. Die Inflationsrate wird voraussichtlich im ersten Quartal 2023 mit 11% den Höhepunkt erreichen. Die Unternehmen werden in den nächsten Quartalen ihre hohen Auftragsbestände abarbeiten können. Durch die globale Konjunkturabkühlung geht die Prognose aber zu einer leichten Entspannung bei den Lieferengpässen aus. Das Verarbeitende Gewerbe stützt somit die Konjunkturentwicklung im Prognosezeitraum. Allerdings sind die Risiken für die vorliegende Prognose sehr hoch, da sich die Annahmen vor allem bezüglich der Energiepreisentwicklung als fehlerhaft herausstellen können (Quelle: ifo Konjunkturprognose Herbst 2022 vom 12. September 2022). Die Weltwirtschaft, damit auch die exportorientierte deutsche Wirtschaft, ist auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 stark von der Energieknappheit und den Lieferengpässen betroffen. Die Unsicherheit bei den Prognosen wird noch verstärkt, da niemand weiß, wie die Corona Pandemie weiter verläuft und wie sich der Mangel an geeigneten Arbeitskräften zukünftig entwickelt.

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwartet der Vorstand auf Basis der derzeitigen Auftragslage, sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Faktoren wie prognostiziert entwickeln und es zu keinen weiteren Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der Corona-Pandemie oder zu politischen Regulierungen der Branche kommt, eine Gesamtleistung von 44 Mio. EUR und ein operatives Betriebsergebnis (EBIT) von 2,2 Mio. EUR.

 

Baesweiler, den 2. November 2022

Der Vorstand

Martin Jäger

Karl Heinz Guth

Bilanz

Aktiva

30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
A. Anlagevermögen 9.468.094,77 9.530.328,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 44.752,00 3.990,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.752,00 3.990,00
II. Sachanlagen 2.562.095,76 2.640.048,76
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.220.768,09 2.319.139,09
2. technische Anlagen und Maschinen 40.496,00 23.721,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 300.831,67 297.188,67
III. Finanzanlagen 6.861.247,01 6.886.290,01
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.861.247,01 6.886.290,01
B. Umlaufvermögen 9.289.537,02 12.428.651,27
I. Vorräte 71.323,24 108.104,90
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.500,00 3.500,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 67.823,24 95.407,30
3. geleistete Anzahlungen 0,00 9.197,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.870.740,82 10.489.322,12
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.613.660,83 5.141.994,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.978.685,61 5.131.324,21
3. sonstige Vermögensgegenstände 278.394,38 216.003,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 535,54 1.735,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 347.472,96 1.831.224,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.591,99 47.257,45
davon Disagio 4.950,00 7.550,00
Aktiva 18.840.223,78 22.006.237,49

Passiva

   
30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
A. Eigenkapital 7.223.571,40 7.223.571,40
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.522.106,92 4.522.106,92
1. gesetzliche Rücklage 10.000,00 10.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 4.512.106,92 4.512.106,92
III. Bilanzgewinn 2.601.464,48 2.601.464,48
davon Gewinnvortrag 2.601.464,48 2.601.464,48
B. Rückstellungen 3.349.920,19 3.529.591,61
1. sonstige Rückstellungen 3.349.920,19 3.529.591,61
C. Verbindlichkeiten 8.228.773,86 11.237.199,48
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.868.945,89 3.980.215,75
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 486.825,89 487.435,75
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.382.120,00 3.492.780,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 231.908,76 394.685,58
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 231.908,76 394.685,58
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.116.045,74 4.910.014,88
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.116.045,74 4.910.014,88
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.011.873,47 1.952.283,27
davon aus Steuern 478.682,10 400.571,96
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 106.595,90 136.682,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.989.700,56 1.933.339,51
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 22.172,91 18.943,76
D. Rechnungsabgrenzungsposten 37.958,33 15.875,00
Passiva 18.840.223,78 22.006.237,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1.7.2020 - 30.6.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 36.270.771,37 34.639.550,59
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 27.584,06 -91.050,15
3. sonstige betriebliche Erträge 6.416.158,01 962.899,46
4. Materialaufwand 5.515.274,30 5.758.314,77
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 178.811,25 162.167,24
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.336.463,05 5.596.147,53
5. Personalaufwand 26.291.906,67 24.016.529,01
a) Löhne und Gehälter 21.918.013,51 19.798.672,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.373.893,16 4.217.856,94
davon für Altersversorgung 120.787,73 116.142,98
6. Abschreibungen 281.704,47 291.801,68
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 281.704,47 291.801,68
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.778.535,62 3.649.222,43
8. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 737.705,02 715.080,96
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 412.522,00 1.499.566,60
davon aus verbundenen Unternehmen 412.522,00 1.499.566,60
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 79.700,77 85.614,77
davon aus verbundenen Unternehmen 78.848,49 85.612,62
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 164.212,89 198.019,56
12. Ergebnis nach Steuern 6.857.639,16 4.079.875,08
13. sonstige Steuern 17.819,61 51.293,63
14. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 6.839.819,55 4.028.581,45
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.601.464,48 2.601.464,48
17. Bilanzgewinn 2.601.464,48 2.601.464,48

Anhang für das Geschäftsjahr 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Firmenname laut Registergericht: Quip AG
Firmensitz laut Registergericht: Baesweiler
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Aachen
Register-Nr.: HRB 8660

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Vorschriften zur Gewinnverwendung des Gesellschaftsvertrages wurden beachtet.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Mit der Quip Holding GmbH, Baesweiler, als herrschendem Unternehmen besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis zehn Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 33 Jahren vorgenommen. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer 19 bis 21 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung fünf Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden seit dem 1.1.2018 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten direkt zuzurechnende Kosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten; Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Liegt der beizulegende Wert unter den Anschaffungs- und Herstellungskosten, so wird dieser Wert angesetzt.

Forderungen werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bilanziert.

Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags und Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Sämtliche Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten erhaltene Zahlungen, die auf die nächsten Perioden entfallen.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von € 2.667.267,26 (im Vj. € 2.009.937,05) den sonstigen Vermögensgegenständen und in Höhe von € 1.311.418,35 (im Vj, € 3.121.387,16) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zuzuordnen.

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von € 535,54 (im Vj. € 1.735,54). Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktivierte Disagiobeträge

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält in Höhe von € 4.950,00 (im Vj. € 7.550,00) Disagien aus der Fremdfinanzierung des Neubaus 2004 und des 2006 fertiggestellten Erweiterungsbaus.

Latente Steuern

Es ergeben sich aktive latente Steuern aus der Differenz zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen der Jubiläums- und Urlaubsrückstellungen. Aufgrund der steuerrechtlichen Organschaft zur Quip Holding GmbH werden die latenten Steuern beim Organträger ausgewiesen. Dort erfolgt eine Bewertung mit einem Steuersatz von 30 %. Daher erfolgt auf Ebene der Quip AG kein Ausweis von latenten Steuern.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beläuft sich auf € 100.000,00.

Es ist eingeteilt in 100.000 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je € 1,00. Die Aktien werden von der Quip Holding GmbH, Baesweiler, gehalten.

Der Gewinnvortrag beinhaltet ausschließlich vororganschaftliche Gewinnthesaurierungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen die folgenden Beträge:

Rückstellungen für: Geschäftsjahr Vorjahr
Resturlaub 1.079.546,86 € 1.155.197,61 €
Tantiemen 979.523,14 € 1.441.362,90 €
Zeitkonten, Jubiläum. etc. 515.816,79 € 473.556,50 €
Drohverlustrückstellungen 363.829,50 € 0,00 €
Instandhaltung 230.238,00 € 80.238,00 €
Abschluss und Prüfung 63.500,00 € 44.126,60 €
Garantieleistungen 33.900,00 € 33.900,00 €
Schwerbehindertenabgabe 30.012,50 € 22.990,00 €
Bonus 22.230,00 € 28.930,00 €
Archivierungskosten 19.590,00 € 19.590,00 €
Rechtsstreitigkeiten 5.733,40 € 68.500,00 €
Berufsgenossenschaft 0,00 € 155.200,00 €
Übrige Rückstellungen 6.000,00 € 6.000,00 €
  3.349.920,19 € 3.529.591,61 €

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 486.825,89 € 1.737.550,00 € 644.570,00 € 2.868.945,89 €
(im Vorjahr) 487.435,75 € 3.148.500,00 € 344.280,00 € 3.980.215,75 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 231.908,76 € 0,00 € 0,00 € 231.908,76 €
(im Vorjahr) 394.685,58 € 0,00 € 0,00 € 394.685,58 €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.116.045,74 € 0,00 € 0,00 € 3.116.045,74 €
(im Vorjahr) 4.910.014,88 € 0,00 € 0,00 € 4.910.014,88 €
Sonstige Verbindlichkeiten        
  2.011.873,47 € 0,00 € 0,00 € 2.011.873,47 €
(im Vorjahr) 1.952.283,27 € 0,00 € 0,00 € 1.952.283,27 €
davon aus Steuern 483.870,10 € (im Vorjahr) 400.571,96 €        
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 106.595,90 € (im Vorjahr) 136.682,48 €        
Gesamtsumme Verbindlichkeiten 5.846.653,86 € 1.737.550,00 € 644.570,00 € 8.228.773,86 €
(im Vorjahr) 7.744.419,48 € 3.148.500,00 € 344.280,00 € 11.237.199,48 €

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 2.868.945,89 dienen als Sicherheit erstrangige Grundschulden mit einer Gesamthöhe von € 1.820.000,00 sowie eine betragsmäßig begrenzte Bürgschaft über € 3.150.000,00 der Tochtergesellschaft KOLUMBUS Personal Management GmbH, eine betragsmäßig begrenzte Bürgschaft über € 2.425.000,00 der Tochtergesellschaft mit-uns Holding GmbH sowie eine betragsmäßig begrenzte Bürgschaft über € 1.000.000,00 der Quip Holding GmbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von € 294.686,67 (im Vj.

€ 413.380,79) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von € 2.821.359,07 (im Vj. € 4.496.634,09) den sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 2.776.055,28 (im Vj. 4.491.395,71). Der Art nach handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten ergibt sich wie folgt:

Tätigkeitsbereiche Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Personaldienstleistungen 13.231.685,86 11.034.764,19
Technische Dienstleistungen 16.830.451,71 15.705.524,04
Intercompany Dienstleistungen 4.692.329,06 6.439.835,35
Umsätze aus Vermietung 1.516.304,74 1.460.587,97
Erlösschmälerungen 0,00 -1.160,96
Summe 36.270.771,37 34.639.550,59
Geographisch bestimmte Märkte Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Inland 36.264.271,37 34.639.550,59
EU 6.500,00 0,00
Summe 36.270.771,37 34.639.550,59

Außerordentliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen mit € 5.412.457,00 den Gewinn aus der Veräußerung der Anteile des verbundenen Unternehmens tracking-rail GmbH.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter, ermittelt zu den Stichtagen 30.9.2021, 31.12.2021, 31.3.2022 und 30.6.2022 setzt sich wie folgt zusammen:

Mitarbeiterzahlen 2021/ Köpfe 2022 FTE 2020/ Köpfe 2021 FTE
interne Mitarbeiter 113,25 97,36 115,00 99,35
externe Mitarbeiter 564,50 536,79 549,25 516,13
Gesamt 677,75 634,15 664,25 615,48

FTE = Full Time Equivalent (Hochrechnung von Teilzeit- auf Vollzeitstellen)

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die Berichtsgesellschaft ist 100%ige Tochter der Quip Holding GmbH, Baesweiler, und wird im Rahmen der Vollkonsolidierung, in den Konzernabschluss der Quip Holding GmbH, Baesweiler, einbezogen (zugleich Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der einbezogenen Unternehmen).

Der Konzernabschluss der Quip Holding GmbH wird gemäß § 325 Abs. 3 HGB offengelegt und ist im elektronischen Bundesanzeiger unter http://www.ebanz.de einsehbar.

Der Konzernabschluss der Quip Holding GmbH, Baesweiler, wirkt befreiend für die Quip AG.

Ergebnisverwendung

Der Gewinn der Berichtsgesellschaft wird in Höhe von € 6.839.819,55 entsprechend den Bestimmungen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Quip Holding GmbH abgeführt, so dass sich ein Jahresüberschuss von € 0,00 ergibt.

Angabe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Verwaltungskostenverträgen sowie Bestellobligo - unter Berücksichtigung der frühestmöglichen Kündigungsmöglichkeit - beträgt: € 9.385.740,65 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen € 1.380,30). Von dem Gesamtbetrag entfallen auf den Zeitraum bis ein Jahr € 2.914.040,19 (davon verbundene Unternehmen € 1.380,30) sowie auf den Zeitraum von mehr als einem Jahr € 6.471.700,46 (davon verbundene Unternehmen € 0,00).

Haftungsverhältnisse

Wechselverbindlichkeiten, Bürgschaften, Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag in folgender Höhe:

Haftung für verbundene Unternehmen:

Art der Besicherung Wert der Sicherheit besicherter Betrag
Grundpfandrechte 1.820.000,00 €  
Forderungsabtretung 4.613.660,83 €  
jeweils zur Besicherung für Verbindlichkeiten des Gesellschafters   750.000,00 €
Bürgschaften an Tochtergesellschaften 242.447,92 € 242.447,92 €
    992.447,92 €
  maximal 992.447,92 €
zusätzlich    
Bürgschaften zugunsten Dritter:   1.303.928,95 €
Maximaler Haftungsumfang   2.296.376,87 €
Stand der besicherten Verbindlichkeiten zum Stichtag   2.296.376,87 €

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird aufgrund der ausreichenden Liquiditätsausstattung innerhalb des Cash-Pooling der Quip-Gruppe nicht gerechnet.

Abschlussprüferhonorar

Das von unserem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021/2022 berechnete Gesamthonorar beträgt:

- für Abschlussprüfungsleistung 31,5 TEUR
- für andere Bestätigungsleistung 0 TEUR
- für Steuerberatungsleistungen 0 TEUR
- für sonstige Leistungen 0 TEUR

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Vorstandsmitglieder:

Martin Andreas Jäger (ab 2. Februar 2022)

Dipl.-Volkswirt, Vorstand Bereich Bereich Marketing, Vertrieb, Personalwesen, Finanzen, Verwaltung, Villingen, Vorstandsvorsitzender

Wolfgang Haller (bis 30. Juni 2022)

Maschinenbauingenieur, Vorstand Bereich Marketing, Vertrieb, Personalwesen

Stolberg, Vorstandsvorsitzender

Manfred Bauens (bis 31. Dezember 2021)

Dipl. Betriebswirt, Vorstand Bereich Finanzen, Verwaltung

Aachen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Karl-Heinz Guth

Maschinenbauer-Meister, Betriebswirt im Handwerk, Vorstand Bereich Technik Übach-Palenberg

Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wird mit Verweis auf § 286 (4) HGB verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrates:

Alfonso Pallavicini, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Senior Advisor Luxempart S.A., Leudelange/Luxemburg

Bernhard Kugel, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates,

Vorstand S-UBG AG, Aachen

Philippe Theisen, Senior Investment Manager bei Luxempart S.A., Leudelange/Luxemburg

Dirk Daniel, Rechtsanwalt,

Daniel

• Hagelskamp & Kollegen Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Aachen

Yves Noel, Präsident, NOMAINVEST S.A., Eynatten/Belgien

Peter Boymans, Prokurist S-UBG AG, Aachen

Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf € 38.000,00 (im Vj. € 23.000,00).

Anteilsbesitz

Die Berichtsgesellschaft hält folgende Anteile an anderen Unternehmen:

Direkter Anteilsbesitz:

TEQU GmbH, Aachen

Anteil von 100 %

Eigenkapital von € 776.217,13 (per 30.06.2022)

Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, abgeführt an die Quip AG über EAV, von € 195.392,92 (01.07.2021 - 30.06.2022)

e-quipment GmbH, Baesweiler

Anteil von 100 %

Eigenkapital von € 75.000,00 (per 30.06.2022)

Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, abgeführt an die Quip AG über EAV, von € 191.156,40 (01.07.2021 - 30.06.2022)

JaB' Service GmbH, Baesweiler

Anteil von 75,004 %

Eigenkapital von € 428.791,88 (per 30.06.2022)

Ergebnis des letzten Geschäftsjahres € 229.300,26 (01.07.2021 - 30.06.2022)

PB Personal GmbH, Baesweiler

Anteil von 100 %

Eigenkapital von € 847.904,65 (per 30.06.2022)

Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, abgeführt an die Quip AG über EAV, von € 338.468,32 (01.07.2021 - 30.06.2022)

AllcuraMed Personal Management GmbH, Baesweiler

Anteil von 75 %

Eigenkapital von € 592.695,19 (per 30.06.2022)

Ergebnis des letzten Geschäftsjahres € 305.547,84 (01.07.2021 - 30.06.2022)

KOLUMBUS Personal Management GmbH, Baesweiler

Anteil von 100 %

Eigenkapital von € 1.101.023,31 (per 30.06.2022)

Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, übernommen von der Quip AG über EAV, von € 12.687,38 (01.07.2021 - 30.06.2022)

mit-uns Holding GmbH, Baesweiler

Anteil von 90 %

Eigenkapital von € 1.811.807,15 (per 30.06.2022)

Ergebnis des letzten Geschäftsjahres € 168.372,94 (01.07.2021 - 30.06.2022)

C+S Personalservice GmbH Personalvermittlung, Baesweiler

Anteil von 100 %

Eigenkapital von € 145.699,61 (per 30.06.2022)

Ergebnis des letzten Geschäftsjahres € 154.870,51 (01.07.2021 - 30.06.2022)

Indirekter Anteilsbesitz über die mit-uns Holding GmbH:

mit-uns GmbH Personaldienstleistungen, Baesweiler

indirekter Anteil von 100 %

Eigenkapital von € 310.021,87 (per 30.06.2022)

Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, übernommen von der mit-uns Holding GmbH über EAV, von € 390.241,09 (01.07.2021 - 30.06.2022)

Dynamik Personal GmbH, Baesweiler

indirekter Anteil von 100 %

Eigenkapital von € - 29.593,81 (per 30.06.2022)

Ergebnis des letzten Geschäftsjahres € - 2.435,78 (01.07.2021 - 30.06.2022)

Nachtragsbericht

Mit Anteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 1. Juli 2022 hat die QUIP AG ihre gesamten Geschäftsanteile an der Dynamik Personal GmbH verkauft.

 

Baesweiler, 2. November 2022

Martin Andreas Jäger, Vorstand

Karl-Heinz Guth, Vorstand

Anlagenspiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.07.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.06.2022
EUR
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.932,01 57.710,40 40.526,66 101.115,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 83.932,01 57.710,40 40.526,66 101.115,75
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.078.791,21 25.502,80   4.104.294,01
2. technische Anlagen und Maschinen 96.801,83 21.854,50   118.656,33
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.871.005,80 141.852,19 94.056,00 1.918.801,99
Summe Sachanlagen 6.046.598,84 189.209,49 94.056,00 6.141.752,33
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.886.290,01   25.043,00 6.861.247,01
Summe Finanzanlagen 6.886.290,01   25.043,00 6.861.247,01
Summe Anlagevermögen 13.016.820,86 246.919,89 159.625,66 13.104.115,09
kumulierte Abschreibung 01.07.2021
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 30.06.2022
EUR
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.942,01 16.945,40 40.523,66 56.363,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 79.942,01 16.945,40 40.523,66 56.363,75
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.759.652,12 123.873,80   1.883.525,92
2. technische Anlagen und Maschinen 73.080,83 5.079,50   78.160,33
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.573.817,13 136.980,19 92.827,00 1.617.970,32
Summe Sachanlagen 3.406.550,08 265.933,49 92.827,00 3.579.656,57
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00     0,00
Summe Finanzanlagen 0,00     0,00
Summe Anlagevermögen 3.486.492,09 282.878,89 133.350,66 3.636.020,32
Buchwert 30.06.2022
EUR
Anlagevermögen  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.752,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 44.752,00
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.220.768,09
2. technische Anlagen und Maschinen 40.496,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 300.831,67
Summe Sachanlagen 2.562.095,76
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.861.247,01
Summe Finanzanlagen 6.861.247,01
Summe Anlagevermögen 9.468.094,77

Bericht des Aufsichtsrates

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat umfassend über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021/2022 unterrichtet. Neben detaillierten Berichten aus den Teilressorts gab der Vorstand einen ausführlichen Bericht über die gesamtwirtschaftliche Situation der Gesellschaft. Chancen und Risiken der Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden erfasst und analysiert.

Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Beschlüsse gefasst und die ordnungsgemäße Durchführung durch den Vorstand überwacht. Im Berichtsjahr fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt.

Der Aufsichtsrat hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Angemessenheit der Vorstandvergütung überprüft. Die Ausgestaltung der variablen Vergütungsbestandteile trägt positiven wie negativen Entwicklungen Rechnung und entspricht damit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Dem Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss zum 30.06.2022 zusammen mit dem Prüfungsbericht der mit der Prüfung des Jahresabschlusses beauftragten Grant Thornton AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat dem Resultat der durchgeführten Prüfung den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Nach Prüfung der vorgelegten Unterlagen und Entgegennahme der Erläuterungen des Vorstandes billigt der Aufsichtsrat ohne Einwände den Abschluss für das Geschäftsjahr 2021/2022.

Damit wird der Jahresabschluss zum 30.06.2022 in der vorgelegten Form festgestellt. Dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit seinen Dank aus.

 

Baesweiler, im November 2022

Der Aufsichtsrat

Alfonso Pallavicini, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.11.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Quip AG, Baesweiler

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Quip AG, Baesweiler, - bestehend aus der Bilanz zum 30.Juni 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Juli 2021 bis zum 30.Juni 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Quip AG, Baesweiler, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.Juni 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechende geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortliche für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten, falschen Darstellungen ist, und ob der Langebricht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisses oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisses so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 2. November 2022

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc A. Sahner, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Esser, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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