S & T Montagebau GmbH
Selbe AdresseErrichtung von Fertigteilbauten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
René Christoph Seidel seit 7.7.2020 | Prokura |
Jürgen Scharnagl seit 2.10.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scharnagl Holding GmbH & Co. KGWeiden i.d.OPf.Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
PASSIVA
KONZERNGEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022
ANHANGI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Scharnagl Holding GmbH & Co. KG ist Mutterunternehmen des Scharnagl Konzerns mit Sitz in Weiden i.d.OPf.. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Weiden unter HRA 1694 eingetragen. II. Konsolidierungskreis Die Scharnagl Holding GmbH & Co. KG hat als Konzernobergesellschaft einen befreienden Konzernabschluss i. S. der §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB aufgestellt. In den Konsolidierungskreis wurden neben der Scharnagl Holding GmbH & Co. KG, Weiden i.d. OPf. (Konzernobergesellschaft) folgende Tochtergesellschaften einbezogen:
Als Tochtergesellschaften der Wolfgang Scharnagl Hoch- und Tiefbauunternehmen GmbH & Co. KG wurden in den Konsolidierungskreis einbezogen:
Als Tochtergesellschaften der Wolfgang Scharnagl GmbH, Annaberg-Buchholz, wurden in den Konsolidierungskreis einbezogen:
Als Tochtergesellschaft der Senioren- und Pflegeeinrichtung Am Reiserwinkel GmbH, Floß, wurde in den Konsolidierungskreis einbezogen:
Die Einbeziehung der Tochterunternehmen erfolgt auf Grund des beherrschenden Einflusses der Scharnagl Holding GmbH & Co. KG, Weiden. Ein 100%-iges Tochterunternehmen der Scharnagl International GmbH, Weiden i.d.Opf., die Fa. Scharnagl d.o.o. Beograd, Obrenovac/Serbien, sowie ein 25%-iges Tochterunternehmen der Scharnagl Holding GmbH & Co. KG, Weiden, und gleichzeitig 75%-iges Tochterunternehmen der SIS Scharnagl Immobilien - Service GmbH, Weiden i.d.OPf., die Firma Scharnagl Pozemni stavby spol. s r.o., Tachov/Tschechien, wurden in den Konzernabschluss nicht einbezogen, da die Gesellschaften angesichts deren geringen Vermögens, keiner Umsätze und relativ geringer Ergebnisse für die Verpflichtung der Konzernobergesellschaft, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. Die in den Konzernabschluss einbezogene Wolfgang Scharnagl Verwaltungsgesellschaft mbH ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Scharnagl Immobilien-Verwaltungs GmbH & Co. KG, der IMMO-SCHA-BAU BAUTRÄGER GMBH & Co. KG und der Scharnagl Immobilien Holding GmbH & Co. KG jeweils mit dem Sitz in Weiden i.d.OPf.. III. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt. Konzernabschlussstichtag ist der 31.12.2022. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der bis zum 31.12.2009 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgte unter Anwendung der Buchwertmethode (gem. § 301 Abs. 2 HGB a.F.) durch Verrechnung der Buchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt ihrer jeweils erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Dabei entstehende aktive Unterschiedsbeträge wurden durch die Auflösung von stillen Reserven im Anlagevermögen aktiviert. Kapitalkonsolidierungen ab dem 01.01.2010 werden nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. Für den Anteil eines außenstehenden Gesellschafters an der Senioren- und Pflegeeinrichtung Wernberg Betriebsgesellschaft mbH, an der Senioren- und Pflegeeinrichtung Wernberg GmbH & Co. KG und an der Senioren- und Pflegeeinrichtung Am Reiserwinkel GmbH sowie für den Anteil eines außenstehenden Gesellschafters an der S+T Montagebau GmbH sowie für den Anteil eines außenstehenden Gesellschafters an der Am Reiserwinkel Immobilien GmbH & Co. KG erfolgt bei der Scharnagl Holding GmbH & Co. KG der Ausweis eines entsprechenden Ausgleichsposten für Anteile Dritter gemäß § 307 HGB. Konsolidierung von Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen, Eliminierung von Zwischengewinnen Forderungen und Verbindlichkeiten einschließlich Eventualverbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie konzerninterne Umsätze zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Die Eliminierung von Zwischengewinnen war nicht erforderlich bzw. es wurde gem. § 304 Abs. 2 HGB auf sie verzichtet. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wobei die vom Mutterunternehmen angewandten Ansatz- und Bewertungsregeln auch von den Tochtergesellschaften beachtet wurden. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren Risiken; sie sind im Einzelnen bei der Erläuterung der Bilanzposten dargestellt: 1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Dabei werden in der Regel Nutzungsdauern von 3 - 5 Jahren zugrunde gelegt. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear und degressiv vorgenommen. Die den Abschreibungen zu Grunde liegende Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 25 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 1 bis 15 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 20 Jahre. Zugänge des abnutzbaren Anlagevermögens werden p.r.t. abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wurde mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 2. Vorräte Die Vorräte wurden nach folgenden Grundsätzen bewertet: Die Bestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen Bauleistungen sind zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Sie setzen sich aus den in direktem Zusammenhang mit der Leistungserstellung auf den Baustellen entstandenen Kosten und den notwendigen Fertigungsgemeinkosten (§ 255 Abs. 2 S. 2 HGB) zusammen unter der Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung. Fremdkapitalzinsen sind nicht eingerechnet. Die fertigen, noch nicht abgerechneten Bauleistungen sind retrograd auf der Grundlage der jeweiligen Auftragsabrechnung bewertet. Die Wertansätze für unfertige und fertige, noch nicht abgerechnete Bauleistungen sind jeweils gekürzt um erhaltene Anzahlungen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Den im Bestand der Forderungen aus Lieferung und Leistungen bestehenden besonderen Risiken wurde durch die Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Risiko wurde durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. 4. Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus einer Pensionsverpflichtung wurde eine Rückstellung in Höhe von Euro 2.904,00 gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis einer versicherungsmathematischen Berechnung entsprechend den handelsrechtlichen Regelungen nach der Projected Unit Credit Methode durchgeführt. Der Bemessung der Rückstellung liegen die "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck und ein Zinssatz in Höhe von 1,78% zu Grunde. Dabei wurden Gehaltsanpassungen mit 0,00%, Rentenanpassungen mit 0,00% sowie die Fluktuationswahrscheinlichkeit mit 0,00% berücksichtigt. Diese Verpflichtung wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet mit dem saldierungsfähigen Anspruch aus einer entsprechenden Rückdeckungsversicherung mit einem beizulegenden Zeitwert von Euro 38.819,69. Der aktive Unterschiedsbetrag von EUR 35.915,69 ist als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen Euro 32.059,42. Aufwendungen und Erträge wurden nicht verrechnet. Der Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt Euro 62,00. 5. Steuer- und sonstige Rückstellungen Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Valutaverbindlichkeiten bestanden zum Abschlussstichtag nicht. 7. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach §§ 274, 306 HGB zulässig bzw. erforderlich ist. Die latenten Steuern wurden jeweils mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen für Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und Gewerbesteuer bei Kapitalgesellschaften i.H.v. 29,47% und für Gewerbesteuer bei Personengesellschaften i.H.v. 13,3% ermittelt. Aktive und passive latente Steuern wurden im Konzernabschluss verrechnet. V. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 8. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel:
9. Vorräte Der Wertansatz für unfertige und fertige Bauleistungen in Höhe von Euro 33.501.687,16 (Vj.: Euro 29.962.280,62) setzt sich aus unfertigen Erzeugnissen in Höhe von Euro 20.650.193,15 (Vj.: Euro 17.757.248,21) und fertigen Erzeugnissen in Höhe von Euro 12.851.494,01 (Vj.: Euro 12.205.032,41) zusammen. 10. Forderungen Die Restlaufzeiten der Forderungen zeigen sich wie folgt:
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEuro 21 (Vj.: TEuro 18). 11. Sonstige Rückstellungen Folgende sonstige Rückstellungen wurden gebildet:
12. Verbindlichkeiten a) Restlaufzeiten: Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Langfristige und kurzfristige Bankverbindlichkeiten sind durch die Eintragung von Grundschulden und die Sicherungsübereignung von mobilen Anlagegegenständen gesichert. b) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Abschlussstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEuro 10 (Vj.: TEuro 6). c) Nicht bilanzierte sonstige Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen, so genannten Dauerschuldverhältnissen, bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 470 (Vj.: TEuro 449) jährlich. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Rückgriffsansprüchen von Kreditinstituten und Versicherungen, die im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit Gewährleistungsbürgschaften zur Verfügung gestellt haben. Aufgrund der zweifelsfreien Bonität der Primärverpflichteten ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. 13. Latenten Steuern Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:
14. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden zu 76 v.H. (Vj.: 77 v. H.) in den alten Bundesländern und zu 24 v.H. (Vj.: 23 v. H.) in den neuen Bundesländern erzielt. Sie betreffen mit 87 v.H. (Vj.: 84 v. H.) Bauleistungen und mit 13 v.H. (Vj.: 16 v. H.) Pflegeleistungen. Sonstige Pflichtangaben 15. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds entspricht den in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mitteln. 16. Geschäftsführungsorgane des Mutterunternehmens Geschäftsführende Gesellschafterin war während des gesamten Konzern-Geschäftsjahres:
Deren Geschäftsführer waren während des Konzern-Geschäftsjahres:
17. Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beschäftigten im Geschäftsjahr 2022 insgesamt durchschnittlich 125 (Vj.:125) Angestellte und 317 (Vj.: 320) gewerbliche Arbeitnehmer. 18. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist in folgende Bereiche aufzuschlüsseln:
19. Befreiung nach §§ 264, 264b, 313 HGB Nachfolgende Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften, die im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden, haben von der Befreiung von der Pflicht zur Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses und eines Lageberichtes nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gem. §§ 264, 264b HGB Gebrauch gemacht. Darüber hinaus wird für die Gesellschaften § 313 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.
20. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht eingetreten. 21. Ergebnisverwendungsbeschluss des MutterunternehmensDer gesamte Jahresüberschuss wird den Gesellschaftern auf den beweglichen Kapitalkonten gutgeschrieben.
Weiden i.d.OPf., den 19. Oktober 2023 Wolfgang Scharnagl Management GmbH Die Geschäftsführer gez. Wolfgang Scharnagl gez. Walter Scharnagl gez. Jürgen Scharnagl Konzern - Kapitalflussrechnung 2022
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Konzern - Eigenkapitalspiegel 2022
Konzernlagebericht 2022A. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Konzerns Die Konzernleistung wird im Wesentlichen im Bereich der Bauwirtschaft im Raum Nordbayern und Sachsen erbracht. Die Bauleistungen erstrecken sich vorwiegend auf den Hoch- und Ingenieurbau und den Tiefbau mit einem starken Anteil der öffentlichen Hand als Auftraggeber. Bei den übernommenen Projekten treten wir vorwiegend als Bauausführende, in größeren Projekten aber auch als Generalunternehmer auf. Ein weiterer Leistungsträger des Konzerns ist der Betrieb zweier Senioren- und Pflegeheime in der nördlichen Oberpfalz. Forschung und Entwicklung Dem Bereich Forschung und Entwicklung kommt entsprechend dem Gesellschaftszweck nur eine leistungsbezogene Bedeutung zu. Innovationen entstehen auftragsbezogen und betreffen neue Technologien bei der Auftragsdurchführung. Damit erschließen wir gleichzeitig neue Marktsegmente. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Bauwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. 2022 trug das Baugewerbe 6,0 % zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bei. Nach Angaben des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) setzte die deutsche Bauwirtschaft in 2022 EUR 475 Mrd. an Investitionen für die Volkswirtschaft um. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe stiegen nach der o.a. Quelle in 2022 um nominal 10,7 % auf EUR 160,3 Mrd. Aufgrund der deutlich höheren Baupreise ging allerdings der preisbereinigte Umsatz 2022 um 5,1 % zurück. Der Umsatz im Wohnungsbau verzeichnete 2022 aufgrund gestiegener Baupreise real einen Rückgang um 4,7 % (Vj. +2%). Lieferengpässe aufgrund des Krieges in der Ukraine führten zu stark gestiegenen Baumaterialpreisen, was sich in deutlich höheren Baupreisen niedergeschlagen hat. Auch der starke Anstieg der Zinsen durch die Europäische Zentralbank führte zur Verteuerung von Finanzierungen im Wohnungsbau und trug zum realen Rückgang bei. Von starkem Gewicht für die Investitionen in Wirtschaftsbauten sind die allgemeinen Konjunkturaussichten, die durch extrem hohe Unsicherheit geprägt waren. Dies wirkte bremsend auf die Investitionsentscheidungen der Unternehmen. Auch die Baukostenentwicklung wirkte bremsend auf die Nachfrage nach Gewerbebauten. Dieser Bereich verzeichnete deshalb einen realen Umsatzrückgang von 4,4 %. Den deutlichsten realen Rückgang verzeichnete der Öffentlich Bau mit einem Minus von 6,2 %. Bund, Länder und Gemeinden haben ihre Investitionsbudgets nicht an die gestiegenen Baumaterial- und somit Baupreise angepasst. Die Anzahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe nahm im Jahr 2022 erneut zu, so dass nach den Angaben des Bauindustrieverbandes im Bauhauptgewerbe in 2022 durchschnittlich 927.000 Personen (Vj. 913.000 Personen) beschäftigt waren. Die Fachkräftegewinnung stellt die Baubranche vor große Herausforderungen. Versäumnisse der Vergangenheit in der Ausbildung, der Wettbewerb um Arbeitskräfte mit anderen Branchen und der demografische Wandel verschärften das Problem zusehends. Pflegedienstleistungen Im Jahr 2022 lag der Anteil der über 80jährigen an der Bevölkerung in Deutschland bei 7,2 % bzw. etwa 6 Mio. Personen. Schätzungen zufolge wird er in 2060 bei etwa 8 Mio. Personen (rd. 10% der Gesamtbevölkerung) liegen. Das bedeutet, dass auch die Anzahl an Pflegebedürftigen in den folgenden Jahren weiter ansteigen wird. Laut der Pflegestatistik 2021 des Statistischen Bundesamtes waren fast 5 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Die Mehrheit waren Frauen (62 %). 79 % der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter; 85 Jahre und älter waren 33 %. 84 % der pflegebedürftigen Menschen wurden zu Hause versorgt durch Angehörige und ambulante Pflegedienste. 793.000 Personen (16%) wurden in stationären Einrichtungen betreut. Im Vergleich 2021 mit 2019 ist die Zahl der Pflegebedürftigen deutlich um 20,2 % gestiegen. Der hohe Anstieg weist darauf hin, dass sich hier immer noch Effekte durch den seit dem 01.01.2017 weiter gefassten Pflegebedüftigkeitsbegriff zeigen. Die Anzahl der durch ambulante Dienste betreuten Pflegebedürftigen stieg um 4,7 %. Dagegen blieb die Zahl der in Heimen vollstationär versorgten Pflegebedürftigen konstant. Bundesweit gab es im Dezember 2021 16.100 nach SGB XI zugelassene voll- bzw. teilstationäre Einrichtungen. Die Mehrzahl der Heime befindet sich in freigemeinnütziger Trägerschaft (53%). Der Anteil der privaten Träger liegt bei 43%. Im Schnitt betreute ein Pflegeheim 58 Pflegebedürftige (freigemeinnützige bzw. öffentliche Einrichtungen 60 bzw. 72; in privaten Heimen 54). Zum Dezember 2021 waren in den Heimen insgesamt 814.000 Personen (2017: 796.000) beschäftigt. Davon waren 63% Teilzeitkräfte. Die meisten Heime (11.358) boten vollstationäre Dauerpflege an. Dabei dominiert bei der Dauerpflege die Unterbringung in 1-Bett-Zimmern (629.000). Die Unterbringung in 2-Bett-Zimmern (247.000) lag hingegen nur bei etwa einem Drittel. Geschäftsverlauf Trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes entwickelte sich die Konzernleistung im Ergebnis zufriedenstellend. Die Betriebsleistung des Konzerns im laufenden Geschäftsjahr konnte im Vergleich zum Vorjahr fast wieder erreicht werden und lag erneut bei rd. EUR 55,0 Mio. (Vj. EUR 55,6 Mio.). Auf Bauleistungen entfielen EUR 48,2 Mio. (-1,41%; Vj. EUR 48,9 Mio.) und auf Pflegeleistungen EUR 6,8 Mio. (+2,01 %; Vj. EUR 6,7 Mio.). Die Betriebsleistung verteilt sich auf erbrachte Bauleistungen in der Region Nordbayern von 56,0 % (Vj. 54,9 %), in der Region Sachsen von 31,6 % (Vj. 30,9 %) und auf Pflegeleistungen in der Region Oberpfalz von 12,4 % (Vj. 14,2 %). In den vom Konzern betriebenen Seniorenpflegeheimen wurde im Jahr 2022 eine durchschnittliche Belegung von 87,4 % (Vj.91,8 %) erreicht. Der Konzernbetriebsleistung von EUR 55 Mio. (Vj. EUR 55 Mio.) steht ein Materialaufwand einschließlich bezogener Fremdleistungen von EUR 26,3 Mio. (Vj. EUR 26,7 Mio.) gegenüber. Die Materialaufwandsquote entspricht 47,7 % der Gesamtleistung (Vj. 48,1 %). Das Rohergebnis von EUR 30,7 Mio. veränderte sich von EUR 30,6 im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr nur unwesentlich. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich gegenüber der Gesamtleistung. Sie stieg von 33,9 % im Vorjahr auf 36,1 % im Geschäftsjahr 2022 und erreichte EUR 19,8 Mio. gegenüber EUR 18,8 Mio. im Vorjahr. Die Abschreibungsbeträge gingen auf EUR 2,0 Mio. bzw. 3,7 % der Betriebsleistung zurück (VJ EUR 2,3 Mio. 4,1 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf EUR 6,2 Mio. (Vj. EUR 5,3 Mio) und machen rd. 11,2 % (im Vorjahr 9,6 %) der Betriebsleistung aus. Das Finanzergebnis als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr, gemessen an der Betriebsleistung um 0,1 % auf -0,3% verändert (./. TEUR 141; Vj. ./. TEUR 203). Die Zinsaufwendungen resultieren aus Investitionen in Maschinen und Betriebsausstattung. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern erreichte im Geschäftsjahr EUR 2,5 Mio. (Vj. EUR 3,9 Mio.). Dies entspricht 4,5 % der Gesamtleistung (VJ 7 %). Das Geschäftsergebnis beträgt im Geschäftsjahr 1.961 TEUR (Vj. TEUR 2.965) bzw. 3,6 % (Vj. 5,3 %) der Gesamtleistung des Konzerns. Lage des Konzerns Auftragslage und Auslastung Auf das gesamte Geschäftsjahr 2022 bezogen war der Auftragsbestand im Baubereich bei ca. EUR 67,5 Mio. (VJ. EUR 68,3 Mio. EUR). EUR 47,8 Mio. (VJ. EUR 44,9 Mio.) davon entfallen auf die West- Bundesländer und EUR 19,7 Mio. (VJ. EUR 23,4 Mio.) auf die Ost-Bundesländer. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen mit einem Gesamtvolumen von EUR 2,9 Mio. (Vorjahr EUR 1,4 Mio.) getätigt, die im Wesentlichen die Betriebsausstattung betrafen. Sie dienten wie bereits in den Vorjahren der Ersatzbeschaffung. Sie konnten aus den Abschreibungen von EUR 2,0 Mio. (Vj. EUR 2,3 Mio.) sowie aus der Aufnahme von Fremdmittel finanziert werden. Umweltschutz Aus Umweltgründen bestehen keine Schadensersatzansprüche gegen unsere Firmengruppe. Bestehende Rekultivierungsverpflichtungen bei unterhaltenen Erddeponien und einem Steinbruch werden laufend erfüllt bzw. durch entsprechende Rückstellungen angemessen berücksichtigt. Die bei der Bauausführung bestehenden Umweltauflagen werden sorgsam beachtet. Personal- und Sozialbereich Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 442 Arbeitnehmer (Vj. 445) in der Firmengruppe beschäftigt. Davon gewerbliche Arbeitnehmer 317 (VJ 320) und Angestellte 125 (VJ 125). Der Erfolg der Konzerngesellschaften ist zum großen Teil abhängig von gut qualifizierten und hoch motivierten Mitarbeitern. Speziell in den Geschäftsfeldern Bau und Pflege, in dem sich der Konzern bewegt, herrscht seit einigen Jahren akuter Fachkräftemangel. Dieser Umstand wird aufgrund des Wettbewerbs um Facharbeiter und Auszubildende mit anderen Branchen, der allgemeinen demografischen Entwicklung sowie durch die politisch motivierten Rentenpläne immer weiter verschärft. Die Konzerngesellschaften intensivieren ihre Anstrengungen, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu halten und hinzuzugewinnen. Dabei versuchen wir immigrierte Mitarbeiter durch Ausbildung und Unterstützung in den Betrieb zu integrieren. Weiterhin verstärken wir die Kooperation mit den Hoch-, Mittel- und Gesamtschulen. Ebenso werden wir das System des dualen Studiums in Kooperation mit Fachhochschulen unterstützen und fördern, um Schulabgängern frühzeitig Karrierechancen im Scharnagl-Konzern zu ermöglichen. Ertragslage Die Ertragslage ist gekennzeichnet durch eine gegenüber dem Vorjahr nur leicht veränderten Betriebsleistung in Höhe von EUR 55,0 Mio. (Vorjahr EUR 55,6 Mio.), eine zum Vorjahr leicht gesunkenen Materialaufwandsquote von 47,7 % (Vorjahr 48,1 %) und einer gestiegenen Personalaufwandsquote von 36,1 % (Vorjahr 33,9 %). Die übrigen Aufwendungen von 11,2 % (Vorjahr 9,6 %) nahmen zu gemessen an der Gesamtleistung. Die Abschreibungen in Höhe von EUR 2,0 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.) verringerten sich gegenüber dem Vorjahr. Finanzlage Liquide Mittel waren aufgrund eines wirkungsvollen Cash-Managements während des gesamten Geschäftsjahres in ausreichendem Umfang vorhanden, so dass zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit kaum auf die vorhandenen Kreditlinien zurückgegriffen werden brauchte. Der Finanzmittelfond reduzierte sich im Geschäftsjahr auf TEUR 16.800 von TEUR 21.862 im Vorjahr. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit reduzierte sich im Geschäftsjahr auf TEUR -546 gegenüber TEUR 8.644 im vorangegangenen Geschäftsjahr. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit veränderte sich um TEUR ./.2.719 ( Vj. TEUR ./. 1.283). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich um TEUR -1.797 ( Vj. TEUR -3.097). Die Finanzmittel am Ende des Jahres reduzierten sich um TEUR 5.062 auf insgesamt TEUR 16.800 (Vj. TEUR 21.862). Der mit TEUR 259 (Vj. TEUR 294) ausgewiesene Zinsaufwand betrifft im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung von Investitionen. Die Kapitalstruktur ist weiterhin sehr stabil. Der Anteil der überwiegend zur Finanzierung von Investitionen in Anspruch genommenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 9,3 Mio. (Vj. EUR 8,3 Mio.) entspricht 11 % (Vj. 10 %) an der um die erhaltenen Anzahlungen erweiterten Bilanzsumme. Demgegenüber machen die im Wesentlichen der Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit dienenden erhaltenen Kundenanzahlungen 40 % (Vj. 36 %) der erweiterten Bilanzsumme aus. Vermögenslage Die Vermögenslage kann als sehr stabil bezeichnet werden. Dies betrifft insbesondere die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens sowie der Verbindlichkeiten. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die Vorräte, die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote, gemessen an der erweiterten Bilanzsumme, hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 37,0 % (Vj. 38,5 %) leicht verringert; gemessen an der verkürzten Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote 59,8 % (Vj. 56,5 %). Insgesamt kann die wirtschaftliche Lage als gut bezeichnet werden. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Entwicklung der Betriebsleistung (abgerechnete Leistungen zuzüglich Bestandsveränderung der teilfertigen und fertigen, noch nicht abgerechneten Bauaufträge) im Baubereich, insbesondere der Auslastung unserer Baukapazitäten, und den Belegungs- und Personalkostenquoten im Bereich der Pflegeheime. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns schätzen wir als gut ein. Die Entwicklung der Betriebsleistung und des Ergebnisses des Konzerns ist zufriedenstellend. Das Finanzmanagement des Konzerns ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Skontierungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich der erhaltenen Anzahlungen sind durch kurzfristige Vermögensgegenstände einschließlich der teilfertigen Bauleistungen und die liquiden Mittel gedeckt. C. Prognosebericht Strategisches Ziel der Unternehmensgruppe ist die reale Erhaltung der Vermögenswerte zur Sicherung einer nachhaltigen Ertragsfähigkeit des Konzerns. Unterstützt wird dieses Ziel durch die Durchdringung weiterer Märkte im regionalen Umkreis. Der Konzern konnte bis Oktober 2023 Aufträge in Westdeutschland in Höhe von EUR 23,5 Mio. akquirieren. Zusammen mit einem Auftragsüberhang aus dem Jahr 2022 beträgt der Auftragsbestand rund EUR 41,2 Mio. In Ostdeutschland konnte der Konzern bis Oktober 2023 Aufträge in Höhe von EUR 13,3 Mio. akquirieren. Zusammen mit dem Auftragsüberhang aus 2022 beträgt hier der Auftragsbestand rund EUR 20,0 Mio. Aufgrund des Auftragsbestandes bis Okober 2023 von rund EUR 61,2 Mio. im Baubereich, sowie der in 2023 unterjährig differenzierten Belegung der Pflegeheime, geht die Planung der Konzernleitung für 2023 von einer erreichbaren Betriebsleistung von EUR 50 Mio. aus. Bekanntermaßen hängt Im Baubereich die Zielerreichung stark von der Wetterlage zum Jahresende ab, da ein nennenswerter Teil der Leistung im Erzgebirge und in der Oberpfalz erbracht wird und in diesen Regionen der Wintereinbruch frühzeitig und heftig eintreten kann. In seiner Ausgabe vom 27.11.2023 "Bau-Telegramm Konjunktur" sieht der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie eine geteilte baukonjunkturelle Entwicklung. Es wird für die Branche für das Jahr 2023 ein Rückgang der realen baugewerblichen Umsätze von fünf Prozent prognostiziert. Dabei wird beim Wohnungsbau mit einem realen Umsatzminus von 9% gerechnet. Im öffentlichen Bau wird von einem Umsatzrückgang von 5 % ausgegangen. Im Wirtschaftsbau wird der Umsatzrückgang mit 4 % prognostiziert. Bis zum Zeitpunkt der Berichterstellung hat der Konzern bereits durch eine umsichtige Akquise von Aufträgen und durch eine konsequente Kostendämpfungsstrategie auf das schwierige konjunkturelle Umfeld reagiert. Jedoch kann sich eine weitere Zuspitzung der konjunkturellen Lage durchaus noch negativ auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns auswirken. Im Pflegebereich nimmt durch den Impffortschrit die Bedeutung der Corona-Pandemie ab. Die Nachfrage nach Pflegeplätzen ist gut. Das beschlossene Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz stellt die Pflegeversicherung und damit die Einnahmen der Pflegeheime auf eine zusätzlich substanzielle Basis. Das zu erwartende Konzernergebnis für 2023 hängt stark von der Betriebsleistung der letzten Monate des Geschäftsjahres ab und kann - abgesehen von Sondereffekten im Berichtsjahr - durchaus wieder das Niveau des Geschäftsjahres 2022 erreichen. E. Chancen und Risikobericht Risikobericht Branchenspezifische Risiken Einer der Schwerpunkte des Konzerns im Baubereich ist der öffentliche Bau. Die Auftragslage in diesem Bereich hängt somit stark von der Haushaltslage sowie von den politischen Entscheidungen der öffentlichen Hand ab. Durch den Krieg in der Ukraine, durch eine dadurch ausgelöste Flüchtlingswelle, durch den zunehmend spürbaren Klimawandel und durch die immer noch hohe Inflation könnten zunächst die Ausgaben stärker in die Bewältigung dieser akuten Notlagen führen. Ein chronisch unterfinanzierter Gesundheitssektor, erhöhte Ausgaben für die Verteidigung, Hilfen für die Verteidigung und den Wiederaufbau der Ukraine, steigende Unterbringungskosten für Flüchtlinge, Kompensationszahlungen für Schäden durch den Klimawandel, Hilfen für die durch die hohe Inflation gebeutelten Bürger und das im Vergleich der letzten Jahre hohe Zinsniveau könnten zu Kürzungen der Investitionsbudgets der Kommunen und anderer Gebietskörperschaften führen und damit zu einer Reduzierung der öffentlichen Aufträge im Baubereich. Der Hoch- und noch mehr der Ingenieur- und Tiefbau sind bekanntlich stark witterungsabhängig. Bei einem früh einsetzenden und starken Wintereinbruch zum Ende des Geschäftsjahres 2023 und einem anhaltenden tiefen Winter in 2024 kann die Leistungserbringung stark eingeschränkt werden. Der nach wie vor anhaltende Mangel an verfügbaren Fachkräften im Baugewerbe kann zu Kapazitätsengpässen bei der Abwicklung von Aufträgen führen. Zeitliche Verzögerungen, auch bedingt durch unvorhergesehene Probleme im Bauablauf, führen in der Regel zu Kostensteigerungen, die sich ergebnismindernd auf einzelne Baustellenergebnisse auswirken können. Diesen Risiken wird durch eine detaillierte Arbeitsvorbereitung begegnet. Die Corona-Pandemie zeigte die Fragilität globaler Lieferketten. Kriege und Umweltereignisse überall auf der Welt können plötzlich zu Preissteigerungen an den Energie- und Rohstoffmärkten sowie zu Beschaffungsengpässen im Baubereich führen. Durch langjährige und stabile Lieferantenbeziehungen versuchen wir diesen Risiken zu begegnen. Die pandemiebedingten Risiken im Pflegebereich, der Fachkräftmangel und die Energiepreissteigerungen wirken sich bereits auf die Leistungsfähigkeit dieses Geschäftsteils aus. Der Pflegebereich bleibt eine Reformbaustelle. Ertragsorientierte Risiken Die vorgenannten Branchenrisiken sowie die weltpolitische Gemengelage können die Betriebsleistung und damit auch das Konzernergebnis belasten. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigt aber, dass wir durch verstärkte Akquisition in unterschiedlichen Regionen unseres Einzugsgebiets einen Ausgleich schaffen können. Dies könnte allerdings mit höheren Abwicklungskosten verbunden sein, die auf Grund unserer Erfahrung und unseres Know-how bei der Abwicklung komplexer Aufträge eingegrenzt werden könnten. Finanzwirtschaftliche Risiken Auf Grund der sehr stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist unverändert sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten Chancenbericht Der Ausblick auf 2023 ist durch die Vielzahl von gleichzeitig eingetretenen Ereignissen durchwachsen. Durch ein ordentliches Auftragspolster aus dem Jahr 2022 und der guten Auftragseingänge bis Oktober 2023 ist die Auftragslage des Konzerns für das Jahr 2023 zufriedenstellend. Wir werden den Herausforderungen unter anderem durch Investitionen in die Energieerzeugung begegnen. Unsere weitsichtige Investitionsstrategie der Vorjahre ermöglicht uns ausserdem eine flexible Marktausrichtung. Dadurch sehen wir uns durchaus in der Lage, die aktuellen Herausforderungen bewältigen zu können. Im Bereich der Pflegedienstleistung wird aufgrund der allgemeinen demografischen Entwicklung mit einer Zunahme der Nachfrage nach stationärer Pflege gerechnet. Diesem zu erwartenden Trend hat der Konzern zudem durch die Aufstockung der Pflegekapazitäten an einem Standort bereits berücksichtigt. Gesamtaussage Finanzielle Risiken aus einzelnen Bauvorhaben oder durch eine Schwäche der Baukonjunktur, sofern diese überhaupt realistisch sind, ist nach unserem Kenntnisstand und unserer Einschätzung durch die Anlage eines ausreichenden Finanzmittelfonds angemessen Rechnung getragen. Angesichts einer guten Belegungsquote in den betriebenen Seniorenheimen kann auch mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung gerechnet werden. Liquiditätsengpässe sind daher nicht zu erwarten. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. F. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Kundenanzahlungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Konzern verfügt mit den "öffentlichen Kassen" als Hauptauftraggeber im Bau- wie im Pflegebereich über bisher stets solvente Kunden. Komplette Forderungsausfälle sind somit derzeit höchst unwahrscheinlich. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern überwiegend über Kundenanzahlungen und eigene Mittel. Die Gesellschaften des Konzerns wirtschaften auf Grundlage eines strategischen Risikomanagementsystems. Durch eine risikoabwägende Auswahl von Aufträgen und Auftraggebern, durch eine ständige Überprüfung und Optimierung der operativen Abläufe mit Hilfe eines effektiven Controlling- und Reportingwesens und durch kontinuierliche Beobachtung der allgemeinen Marktrisiken aber auch Marktchancen stellen wir sicher, dass bei Abweichungen von den Unternehmenszielen rechtzeitig effektive Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Ziel des Finanz- und Risikomanagements im Konzern ist daher die Absicherung des Konzernerfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine sehr konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten partielle Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein effizientes Debitorenmanagement. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Scharnagl Holding GmbH & Co. KG, Weiden i.d.OPf. Prüfungsurteile Ich habe den Konzernabschluss der Scharnagl Holding GmbH & Co. KG, Weiden i.d.OPf., und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung - für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der Scharnagl Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Weiden i.d.OPf., den 17. November 2023 gez. Dietmar Prusko, Wirtschaftsprüfer |
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