Bosch Solar CISTech GmbHLiquidiert

Robert-Bosch-Platz 1, 70839 Gerlingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 766875
Vorher
Johanna Solar Technology GmbHBosch Solar CISTech GmbH
Eingetragen
18.1.2006
Branche
Herstellung von Solarzellen und SolarmodulenGroßhandel mit PhotovoltaikmodulenHerstellung von Solarwärmekollektoren
Gegenstand
Die Entwicklung von Dünnschicht-Technologien im Bereich der Photovoltaik, die Herstellung und der Vertrieb von Dünnschicht-Solarzellen und von Dünnschicht-Solarmodulen sowie die Vermarktung und Verwaltung von Lizenzen an solchen Technologien.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bosch Solar CISTech GmbH

Brandenburg an der Havel

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und Lagebericht 2011

Lagebericht

I Wirtschaftsbericht

1 Darstellung zum Geschäftsverlauf

1.1 Wirtschaftliches Umfeld

Die im Jahr 2010 eingesetzte Erholung der deutschen Wirtschaft konnte im Gesamtjahr 2011 mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,0 % fortgesetzt werden, wobei im vierten Quartal 2011 ein BIP-Rückgang um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal zu verzeichnen war.

Dagegen hat das vierte Quartal 2011 der Solarindustrie nach bis dahin verhaltenem Jahresverlauf neue Höchstwerte beschert. So sind in Deutschland allein im Dezember neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3 Gigawatt installiert worden, im Gesamtjahr 2011 hat der Zubau an Solaranlagen in Deutschland mit einer Gesamtleistung von 7,5 Gigawatt eine Rekordhöhe erreicht.

1.2 Umsatzentwicklung

Im Berichtsjahr sind die Umsätze um TEUR 5.313 auf TEUR 1.881 gesunken. Dabei sind vorwiegend Solarmodule für kleinere bis mittelgroße Aufdachanlagen in Deutschland vertrieben worden. Einen erhöhten Anteil hatte auch die Errichtung von Fassadenanlagen.

Nach im Jahresverlauf zunächst verhaltener Nachfrage konnte die Gesellschaft vom Solarboom im vierten Quartal aufgrund von Lieferengpässen nicht mehr profitieren.

1.3 Beschaffungsmarkt

Durch Bündelung der Einkaufsaktivitäten innerhalb des Geschäftsbereichs Bosch Solar Energy konnte Preissteigerungen, so unter anderem im Energiebereich, entgegengewirkt werden, sodass insgesamt Einsparungen im Einkauf gegenüber dem Vorjahr erzielt wurden.

1.4 Personal- und Sozialbereich

Zum Jahresende 2011 waren insgesamt 148 Mitarbeiter bei der Bosch Solar CISTech GmbH beschäftigt. Wie im Vorjahr ist im Berichtsjahr insbesondere der Bereich Entwicklung weiter verstärkt worden.

1.5 Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres

Zum 1. September 2011 ist Herr Dr. Christian Krummel zum dritten Geschäftsführer der Bosch Solar CISTech GmbH berufen worden. Gleichzeitig hat er die technische Werkleitung übernommen.

2 Darstellung der Lage

2.1 Vermögenslage

Im Berichtszeitraum hat die Investitionstätigkeit die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände übertroffen, sodass das langfristig gebundene Anlagevermögen nach Abzug der Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.040 (7,6 %) auf TEUR 43.143 gestiegen ist.

Das eingetragene Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 47.886. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 8.497 aus. Gestützt auf die Patronatserklärung des Gesellschafters Robert Bosch GmbH gehen wir von einer positiven Fortbestehensprognose für die Gesellschaft aus.

Dem Bereich der kurzfristigen Finanzierung ist insbesondere das Gesellschafterdarlehen der Robert Bosch GmbH in Höhe von TEUR 47.917 (einschließlich Zinsverbindlichkeiten) zuzurechnen. Allerdings gehen wir davon aus, dass uns dieses Darlehen durch ständige Prolongation langfristig zur Verfügung steht.

2.2 Finanzlage

Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der Robert Bosch GmbH ist die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt. Das in diesem Rahmen gewährte Gesellschafterdarlehen der Robert Bosch GmbH beläuft sich zum Bilanzstichtag auf eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 47.917 (einschließlich Zinsverbindlichkeiten).

2.3. Ertragslage

Aus dem Modulabsatz konnten im Berichtsjahr lediglich Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 658 erzielt werden. Grund sind im Wesentlichen geringe Produktionsmengen infolge aufwendiger Qualitätssicherungsmaßnahmen und noch begrenzter Anlagenkapazität. Letzteres liegt insbesondere an Verzögerungen bei der Realisierung der laufenden Investitionsmaßnahmen zur Kapazitätserhöhung, die im Berichtsjahr keinen Beitrag zur Ausweitung der Produktionsmenge mehr leisten konnten. Erlösmindernd hat sich auch der weitere Verfall der Modulpreise ausgewirkt.

Weiter sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 999 für Beratungsleistungen sowie in Höhe von TEUR 225 für sonstige Leistungen (unter anderem Verkauf von Handelsware) realisiert worden.

Der Jahresfehlbetrag ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.253 auf TEUR 20.383 gestiegen. Grund sind insbesondere gestiegene Aufwendungen für Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie Entwicklung (insbesondere Personal- und Materialkosten).

II Risikobericht

1. Bestandsgefährdende Risiken

Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen bestehen nach unseren Einschätzungen gegenwärtig und in absehbarer Zukunft keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken. Auch die Gesamtsumme der einzelnen Risiken gefährdet nicht den Fortbestand unserer Gesellschaft.

2. Andere wesentliche Risiken

In den nächsten Jahren ist mit anhaltendem Preisdruck bei Solarmodulen zu rechnen. Das liegt zum einen an der Dominanz preisaggressiver chinesischer Hersteller in einem von Überkapazitäten geprägten Markt. Eine wichtige Rolle spielen auch Regulierungsrisiken bei der Photovoltaik-Förderung.

Wir begegnen dem durch kontinuierliche Verbesserung der Produktqualität (Modulleistung) und der Produktions- und Supply-Chain-Prozesse (Output und Herstellungskosten). Im Bosch-Konzernverbund werden die von Einzelgesellschaften hergestellten PV-Systemkomponenten zur Optimierung der Gesamtsystemkosten aufeinander abgestimmt und gemeinsam weiterentwickelt, mit dem Ziel, überlegene Gesamtlösungen anbieten zu können.

Aufgrund der Beschaffung unserer Einsatzmaterialien durch den Geschäftsbereichseinkauf sowie den Bosch-Zentraleinkauf kann den Risiken der Verfügbarkeit und Preisvolatilität von Einsatzstoffen wirksam begegnet werden. Deutliche Vorteile der CIGS-Dünnschichttechnologie ergeben sich dabei durch den geringen Materialverbrauch und die vollintegrierte Produktion über alle Wertschöpfungsstufen.

Auch zur Begegnung von Absatzmarktrisiken bringt die Integration in den Bosch-Geschäftsbereich Solar Energy und die Zugehörigkeit zum Bosch-Konzern mit seinem weltweiten Marktzugang entscheidende Vorteile bei der Erschließung und Sicherung von Absatzmärkten.

III Prognosebericht

Um dem mit dem anhaltenden Modulpreisverfall einhergehenden Kostendruck durch optimierte Produkte und Fertigungsprozesse zu begegnen, werden wir im Jahr 2012 die bereits laufende Realisierung von Investitionsmaßnahmen zur Verbesserung der Produktionsanlagen sowie der Produktqualität (Modulleistung) fortsetzen. Allein im Jahr 2012 sind hierfür Investitionen in Höhe von EUR 15 Mio. vorgesehen.

Erst mit Abschluss der Investitionen und damit erst im Folgejahr wird aus heutiger Sicht eine Produktionskapazität oberhalb 20 MW erreicht sein.

IV Forschungs- und Entwicklungsbericht

Im Berichtsjahr sind weitere signifikante Verbesserungen der Produktqualität (Modulleistung) erreicht worden. Infolge der laufenden Investitionsmaßnahmen erwarten wir die weitere Optimierung.

Auf Grundlage der festgelegten Technologie-Roadmap werden künftige Verfahrensschritte entwickelt. Daran beteiligt ist auch ein Team von Experten der zentralen Bosch-Forschung.

 

Brandenburg an der Havel, 10. Februar 2012

Matthias Lanwehr, Geschäftsführer

Dr. Volker Probst, Geschäftsführer

Dr. Christian Krummel, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011
31.12.2010
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 382.556,24 906.272,58
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 17.560.022,05 16.785.891,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.770.164,81 30.968.562,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.659.978,80 1.764.070,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.624.574,69 3.566.722,68
  57.614.740,35 53.085.246,71
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
  58.022.296,59 54.016.519,29
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.322.692,45 3.162.478,01
2. Fertige Erzeugnisse 0,00 520.255,25
  2.322.692,45 3.682.733,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.574,14 809.136,01
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.237,60
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.192.333,53 1.531.531,25
  4.226.907,67 2.341.904,86
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 2.139,24
  6.549.600,12 6.026.777,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 171.452,38 14.600,89
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 8.497.321,15 0,00
  73.240.670,24 60.057.897,54

Passiva

   
  31.12.2011
31.12.2010
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 47.885.823,00 47.885.823,00
II. Kapitalrücklage 23.238.768,97 23.238.768,97
III. Verlustvortrag -59.239.009,69 -40.108.965,37
IV. Jahresfehlbetrag -20.382.903,43 -19.130.044,32
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 8.497.321,15 0,00
  0,00 11.885.582,28
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen 14.879.070,55 13.913.116,17
C. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 637.760,00 429.164,00
2. Steuerrückstellungen 84.025,00 84.025,00
3. Sonstige Rückstellungen 3.195.419,25 2.154.374,13
  3.917.204,25 2.667.563,13
D. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 104.301,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.922.467,13 837.270,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 47.916.609,79 30.277.015,53
4. Sonstige Verbindlichkeiten 501.017,52 477.349,61
(davon aus Steuern € 422.242,60; Vorjahr € 402.695,63)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 6.534,06; Vorjahr € 1.263,75)    
  54.444.395,44 31.591.635,96
  73.240.670,24 60.057.897,54

Gewinn- und Verlustrechnung

  2011
2010
1. Umsatzerlöse 1.881.312,70 7.193.771,19
2. Erhöhung (Vorjahr Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.630.999,63 -827.122,39
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.912.957,56 2.992.365,02
  6.425.269,89 9.359.013,82
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.833.934,04 4.674.652,88
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.177.389,23 1.700.113,64
  6.011.323,27 6.374.766,52
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 6.056.745,12 4.800.672,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.044.568,62 840.034,83
(davon für Altersversorgung € 63.757,20; Vorjahr € 53.604,48)    
  7.101.313,74 5.640.707,36
6. Abschreibungen    
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.807.946,12 6.723.742,00
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 2.151.254,88 1.564.720,44
  8.959.201,00 8.288.462,44
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.310.992,63 4.164.317,85
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.419.202,82 1.586.365,70
(davon an Gesellschafter € 1.381.450,82; Vorjahr € 1.409.904,61)    
(davon aus Aufzinsung € 24.952,00; Vorjahr € 0,00)    
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -20.376.763,57 -16.695.606,05
10. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 2.426.991,30
11. Außerordentliches Ergebnis 0,00 -2.426.991,30
12. Sonstige Steuern 6.139,86 7.446,97
13. Jahresfehlbetrag -20.382.903,43 -19.130.044,32

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Für den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 ist das Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB unter Berücksichtigung des § 42 Abs. 3 GmbHG zugrunde gelegt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Weiterhin wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Aufgrund elektronischer Rechenhilfen können sich bei den Angaben in TEUR Rundungsdifferenzen ergeben.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Ermittlung erfolgt nach der linearen Methode.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von über 150 EUR bis 1.000 EUR wird ein Sammelposten gebildet und dieser über 5 Jahre linear abgeschrieben. Ihr Abgang wird im fünften Jahr nach der Anschaffung unterstellt.

Das Finanzanlagevermögenwird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Vorrätewerden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Einzelrisiken waren zum Stichtag nicht erkennbar.

Der Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen ist für Investitionszulagen und Investitionszuschüsse gebildet. Die Auflösung erfolgt in Anlehnung an die Nutzungsdauer der damit finanzierten Anlagengegenstände.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken gemäß § 253 Absatz 1 HGB berücksichtigt. Der Betrag wurde in der Höhe angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach der "Projected Unit Credit"-Methode. Die Anwartschafts- bzw. Rentenbarwerte werden nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Verwendung der Richttafeln 2005G und unter Berücksichtigung einer Fluktuation ermittelt.

Die Rückstellungen wurden grundsätzlich unter Berücksichtigung der Preise und Kosten zum Erfüllungszeitpunkt bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von>1 Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 Anlagevermögen

Die Angaben gemäß § 268 Abs. 2 HGB sind dem Anlagenspiegel 2011 (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  Restlaufzeit
bis 1 Jahr
-in EUR-
Restlaufzeit
über 1 Jahr
-in EUR-
Gesamt
-in EUR-
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.574,14 0,00 34.574,14
Sonstige Vermögensgegenstände 3.812.494,60 379.838,93 4.192.333,53
  3.847.068,74 379.838,93 4.226.907,67

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen mit TEUR 2.731 Forderungen gegen das Finanzamt Brandenburg/Havel aus Steuererstattungen und aus Investitionszulage. Weiterhin bestehen mit TEUR 1.332 Forderungen gegen die Investitionsbank des Landes Brandenburg aus Investitionszuschüssen.

3 Eigenkapital

Das im Handelsregister unter HRB 20054 P des Amtsgerichts Potsdam eingetragene Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert EUR 47.885.823,00.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag mit einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 8.497.321,15 bilanziell überschuldet. Die Geschäftsführung geht, gestützt auf einen "Letter of Support" (Patronatserklärung) des Gesellschafters Robert Bosch GmbH, Stuttgart, von einer positiven Fortbestehensprognose für die Gesellschaft aus. Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der Robert Bosch GmbH ist die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt.

4 Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen

Der Sonderposten beinhaltet Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen von TEUR 14.879 (Vorjahr: TEUR 13.913) und betrifft Investitionszuschüsse TEUR 11.687 (Vorjahr: TEUR 11.301) der Investitionsbank des Landes Brandenburg sowie Investitionszulagen von TEUR 3.192 (Vorjahr: TEUR 2.612). Bei den Investitionszulagen kommt es zu keiner Ertragsteuerbelastung, da sie gemäß § 10 InvZulG steuerfrei vereinnahmt werden.

Der Sonderposten wird entsprechend der Abschreibung der geförderten Anlagegüter aufgelöst.

5 Rückstellungen für Pensionen

Die Berechnung erfolgt nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik

unter Verwendung der Sterberichttafeln 2005G und unter Berücksichtigung folgender Parameter:

Rechnungszins 5,25 % p.a.
Durchschnittlicher Einkommenstrend 3,00 % p.a.
Durchschnittliche Fluktuationsrate 2,00 % p.a.

6 Steuerrückstellungen

Ausgewiesen wird ein Rückstellungsbetrag für eine im Berichtsjahr noch nicht abgeschlossene Betriebsprüfung.

7 Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind vor allem Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, Verpflichtungen für Garantie und für die Rückzahlung zu viel erhaltener Investitionszuschüsse enthalten.

8 Verbindlichkeiten

  Restlaufzeit Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre
  2011
in EUR
Vorjahr
in TEUR
2011
in EUR
Vorjahr
in TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 104.301,00 0 0,00 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.912.662,29 827 9.804,84 10
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 47.916.609,79 30.277 0,00 0
Sonstige Verbindlichkeiten 501.017,52 477 0,00 0
  54.434.590,60 31.581 9.804,84 10
  Restlaufzeit Gesamt
über 5 Jahre
  2011
in EUR
Vorjahr
in TEUR
2011
in EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0 104.301,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0 5.922.467,13
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0 47.916.609,79
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0 501.017,52
  0,00 0 54.444.395,44

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Verbindlichkeiten aus Kontenclearing (TEUR 47.786) und aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 131) gegenüber der Robert Bosch GmbH.

9 Abschreibungen

Unter den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden Abwertungen im Bereich der Vorräte ausgewiesen.

D. Sonstige Angaben

1 Organe der Gesellschaft waren im Berichtszeitraum:

Geschäftsführer

Herr Matthias Lanwehr, Berlin

Herr Dr. Volker Probst, Berlin

Herr Dr. Christian Krummel, Potsdam (ab 01.09.2011)

Beirat

Als Beiratsmitglieder sind berufen:

Herr Dr. Siegfried Dais (Vorsitzender)

Herr Dr. Volker Nadenau

Herr Dr. Stefan Reineck

Herr Prof. Dr. Hans-Werner Schock (assoziiertes Mitglied ab 28.11.2011)

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsleitung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die Bezüge des Beirates beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 39.

2 Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 142 Angestellte in folgenden Gruppen beschäftigt

(ohne Geschäftsführung, Auszubildende, Praktikanten, Diplomanden, Doktoranden und Werkstudenten):

Bereich Verwaltung 42
Bereich Produktion 100
  142

3 Anteilsbesitz

Zum 31. Dezember 2011 war die Gesellschaft an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

Firma Sitz Beteiligungsart Eigenkapital zum 31.12.20 11 Anteil am Kapital in % Jahresfehlbetrag 20 11
Johanna Solar Power GmbH Brandenburg an der Havel Stammanteile 21.294,89 EUR 100 485,55 EUR

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen der Johanna Solar Power GmbH. Ein Konzernabschluss wird nicht erstellt, da die Befreiungsvorschrift gemäß § 296 Abs. 1 HGB Anwendung findet.

4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus begonnenen Investitionsvorhaben bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.993 sowie aus Miet- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 181.

5 Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart (Bosch), als Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises einbezogen. Der Konzernabschluss der Bosch wird beim Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart (HRB 14000) hinterlegt.

 

Brandenburg an der Havel, den 10. Februar 2012

Matthias Lanwehr, Geschäftsführer

Dr. Volker Probst, Geschäftsführer

Dr. Christian Krummel, Geschäftsführer

Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang)

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2011
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
31.12.2011
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.226.942,68 78.018,61 -55.974,16 0,00 5.248.987,13
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 18.683.128,92 1.190.497,77 0,00 174.326,77 20.047.953,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.158.908,62 791.642,15 -102.603,15 371.291,97 48.219.239,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.769.732,72 1.241.688,46 -1.496,67 12.171,17 4.022.095,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.842.356,57 7.617.747,26 -2.105,34 -557.789,91 10.900.208,58
  72.454.126,83 10.841.575,64 -106.205,16 0,00 83.189.497,31
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
  77.706.069,51 10.919.594,25 -162.179,32 0,00 88.463.484,44
  Abschreibungen
  01.01.2011
Zugänge
Abgänge
31.12.2011
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.320.670,10 601.209,57 -55.448,78 4.866.430,89
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.897.237,41 590.694,00 0,00 2.487.931,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.190.346,38 5.258.728,40 0,00 21.449.074,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.662,44 357.314,15 -859,71 1.362.116,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 275.633,89 0,00 0,00 275.633,89
  19.368.880,12 6.206.736,55 -859,71 25.574.756,96
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  23.689.550,22 6.807.946,12 -56.308,49 30.441.187,85
  Restbuchwerte
  31.12.2011
31.12.2010
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 382.556,24 906.272,58
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 17.560.022,05 16.785.891,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.770.164,81 30.968.562,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.659.978,80 1.764.070,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.624.574,69 3.566.722,68
  57.614.740,35 53.085.246,71
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
  58.022.296,59 54.016.519,29

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bosch Solar CISTech GmbH, Brandenburg an der Havel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Erfurt, den 10. Februar 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf-Peter Stockmeyer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Detlef Milosch, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 22.06.2012 festgestellt.

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