Neuss-Hessentor Multimodal GmbH
Selbe AdresseBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Jähn seit 4.1.2019 | Geschäftsführer |
Karsten Scheidhauer seit 19.11.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Neuss Trimodal GmbHNeussJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Vorbemerkung Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt worden. Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss gemäß der Vorgabe aus dem Gesellschaftsvertrag und nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften erstellt. Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die ausführliche Form der §§ 266 und 275 HGB gewählt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Geschäftsanteile der Neuss Trimodal GmbH befinden sich zum 31. Dezember 2023 zu 70 % bei der Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbH & Co KG, Frankfurt am Main, sowie zu 30 % bei der Ambrogio GmbH, Neuss. Die Neuss Trimodal GmbH mit Sitz in der Tilsiter Str. 11, 41460 Neuss, ist im Handelsregister beim Registergericht des Amtsgerichts Neuss, Abteilung B, unter der Nummer HRB 12727 eingetragen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert. Die Festlegung der Nutzungsdauer orientiert sich an den steuerlichen Afa-Tabellen. Die Abschreibung von sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgütern erfolgt in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften. Die übrigen Vermögenspositionen sind mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise ihrem Nennwert angesetzt. Das Niederstwertprinzip ist dabei berücksichtigt worden. Zum 31.12.2022 wurde der Festwert für die Materialbestände der Containerreparatur nach § 240 Abs. 3 HGB für das Berichtsjahr neu ermittelt. Die Forderungen werden zum Nominalwert bilanziert. Rückstellungen sind in der Höhe des Betrages angesetzt, der nach realistischer kaufmännischer Betrachtung das Risiko der voraussichtlichen Inanspruchnahme abdeckt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag in der Bilanz erfasst. Fremdwährungsaufwendungen und -erträge sind nicht vorhanden. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen für immaterielle Vermögensgestände -Lizenzen- getätigt. Bei den weiteren Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen. Bei den Vorräten handelt es sich um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Öle, Fette, Frostschutz, Bindemittel), Dieselkraftstoff. Ersatzteile sowie Materialvorräte (Reifen, Felgen, Bodenplatte, Blechteile, etc.), die für die Durchführung von Reparaturmaßnahmen an den Umschlaggeräten, Krananlagen und den Containern benötigt werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Erbringung von Umschlags-, Agentur- und Depotleistungen und haben ebenfalls eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den flüssigen Mitteln handelt es sich um Kassenbestände sowie einem Guthaben bei der Sparkasse Neuss. Das eingezahlte, gezeichnete Kapital beträgt unverändert 650.000,00 EUR. Auf der Gesellschafterversammlung am 22.06.2023 haben die Gesellschafter den Jahresabschluss 2022 festgestellt und beschlossen, den Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 303.836,07 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Der Verlustvortrag entwickelte sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und sind für Grundstücksnebenkosten, Urlaubsverpflichtungen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Versicherungsleistung, Personal- sowie Prüfungs- und Abschlusskosten vorgesehen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine (i.Vj. 101.792,09 €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 1.656.040,20 EUR (i. Vj. 1.732.354,79 EUR), wovon 364.275,67 EUR (i. Vj. 309.227,70 EUR) eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr haben. Die Verbindlichkeiten bis 5 Jahre betragen 525.472,24 EUR (i. Vj 525.460,24 EUR) und die übrigen Verbindlichkeiten über 5 Jahre belaufen sich auf 766.292,29 EUR (i. Vj 897.666,85 EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen am Stichtag 31.12.2023 16.723,41 EUR (i. Vj. 17.850,00 EUR) und hatten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um noch abzuführende Lohn- und Kirchensteuer mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, analog zum Vorjahr. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Der Gesellschaftszweck liegt nach wie vor im Betreiben eines trimodalen Umschlagterminals mit dem Aufgabenschwerpunkt des Umschlages von Ladeeinheiten (Container, Wechselbrücken, Tankcontainer). Hierbei werden die Verkehrsträger Binnenschiff, Zug und LKW verknüpft. Neben dem Umschlag werden von der Gesellschaft die Dienstleistungen Agentur sowie die Reparatur und Abstellung/Lagerung von Ladeeinheiten angeboten. Die Umsatzerlöse für 2023 betragen 6.453,4 TEUR (Vorjahr 7.095,6 TEUR) und setzen sich aus den Erlösen der Bereiche Umschlag, Agentur. Abstellung, Reparatur, Kraftstoff und sonstige Erlöse zusammen. Neben den Umsatzerlösen wurden noch sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 622,7 TEUR erzielt, die sich im Wesentlichen aus der Mindestmengenabrechnung, Versicherungsentschädigungen, periodenfremden Erträgen, Erträgen aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse und der Verrechnung sonstiger Sachbezüge zusammensetzen. Die Aufwendungen der Gesellschaft werden im Wesentlichen von dem Materialaufwand, den Personalkosten und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen geprägt. Die Personalkosten verursachen rund 44 % der Gesamtaufwendungen (ohne Zinsen und Steuern), wobei hier zwischen Aufwendungen für eigenes Personal (32 %) und das Leihpersonal der Neuss Hessentor Multimodal GmbH (12 %) zu differenzieren ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die Kosten für Büromieten, Grundstücks- und Anlagenmieten, Betriebsmittel und Reparaturen. Das Fremdpersonal von Neuss Hessentor Multimodal wurde von sonstige betriebliche Aufwendungen in Materialaufwand für bezogene Leistungen umgegliedert. Das Vorjahr 2022 wurde entsprechend angepasst. 5. Nachtragsbericht Es gibt keine besonderen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die nach den gesetzlichen Vorschriften zu berichten wäre. 6. Sonstige Angaben Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen hauptsächlich Mietzahlungen für das Betriebsgrundstück sowie die Betriebseinrichtungen zur Durchführung des Umschlages, Mietzahlungen für die mobilen Umschlaggeräte, PKW-Leasingverträge sowie diverse Leasing Verträge für die Hardware, die Videoanlage, und Büroeinrichtungen. Die finanziellen Verpflichtungen betragen für das Geschäftsjahr
Im Jahresdurchschnitt 2023 waren bei der Gesellschaft 42 Mitarbeiter*innen (25 Gewerblich, 11 Kaufmännisch und 6 Teilzeit) ohne die Geschäftsführung beschäftigt. Dies entspricht Im Jahresdurchschnitt einer Anzahl von 39 Vollzeitmitarbeiter*innen. Von der Neuss-Hessentor Multimodal wurden im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 13 Mitarbeiter*innen ausgeliehen. Der Abschlussprüfer erbringt ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Das Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses beläuft sich auf 17,9 TEUR. Geschäftsführer waren 2023: Daniel Jähn, Prokurist und Leiter Infrastruktur & Technik bei der Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbh & Co. KG, Frankfurt/Main, sowie Geschäftsführer Dienstleistungsgesellschaft für Intermodale Verkehre mbH (DIV), Hannover, und Geschäftsführer Neuss-Hessentor Multimodal GmbH (NHM), Neuss. Karsten Scheidhauer, Geschäftsführer der Optimodal Nederland B.V., Neuss. Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Vergütung.
Neuss, den 15.03.2024 Karsten Scheidhauer Daniel Jähn Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht 2023Grundlagen und Geschäftsmodell Die Neuss Trimodal GmbH betreibt wie in den Vorjahren ein öffentliches trimodales Umschlagterminal des kombinierten Ladungsverkehrs (KV). Der wesentliche Unternehmenszweck besteht unverändert darin, intermodale Ladeeinheiten (LE) in Form von Containern, Wechselbrücken, Tankcontainern sowie Sattelaufliegern zwischen den Verkehrsträgern Zug, Schiff, und LKW umzuschlagen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Geschäftsentwicklung wurde in 2023 maßgeblich durch die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine beeinflusst. Eine anhaltend hohe Inflation, unverändert hohe Energie- und Treibstoffkosten, stetige Lieferkettenprobleme und eine gedämpfte Verbraucherstimmung waren maßgebliche Indikatoren für die Transportbranche. Die Inflationsrate blieb mit 5,9 Prozent auf einem hohen Niveau. Die globale Wirtschaft hat in 2023 weiter an Dynamik verloren, was zu einem spürbaren Rückgang der Exporte führte. Vor allem die wirtschaftliche Abschwächung des für den deutschen Außenhandel wichtigen Handelspartners China hat im Schienentransportverkehr deutliche Spuren hinterlassen. Während der weltweite Containerumschlag in der ersten Jahreshälfte einen leichten Aufwärtstrend verzeichnete, ging er in Europa unvermindert zurück und stagnierte über den gesamten Jahresverlauf. Die im Dezember einsetzende geopolitische Krise im Roten Meer mit Angriffen auf Containerschiffe auf der Route durch den Suezkanal erschwerten die Situation zum Jahresende zusätzlich. Vor allem im maritimen Schienentransportsektor waren speziell in der 2. Jahreshälfte starke Mengenrückgänge zu verzeichnen. Weiterhin negativ beeinflusst wurde die Situation im Bahntransport durch anhaltende Abfertigungsprobleme in den Westhäfen (maßgeblich Rotterdam) sowie erheblichen Engpässen auf der Schieneninfrastruktur (Baustellen). In der Folge konnten lediglich beim Verkehrsträger Binnenschiff die geplanten Mengen realisiert werden. Geschäftsverlauf 2023 Das Volumen im Schienenverkehr wurde maßgeblich mit internationalen Zugrelationen erreicht. Zusätzlich wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei nationale Regelzugverbindungen mit wöchentlichen Abfahrten abgewickelt. Die im Vergleich zum Vorjahr um 20,3 % gesunkenen Mengen resultieren vorrangig aus mangels Nachfrage eingestellten Verkehrsrelationen. Unverändert ist der Schienenumschlag das Rückgrat der Gesellschaft. Die von der Gesellschaft auf der Wasserseite umgeschlagenen Mengen, werden weiterhin im Wesentlichen über die Seehäfen Antwerpen und Rotterdam akquiriert. Daneben besteht noch ein geringes Verkehrsvolumen mit nationalen Binnenhäfen. Das von der Gesellschaft abgewickelte wasserseitige Verkehrsvolumen erreichte in 2023 einen Anteil von 11 % am gesamten Umschlagvolumen. Neben dem Hauptgeschäftsfeld "Umschlag" werden im Terminal der Gesellschaft Ladeeinheiten gelagert, bei Bedarf repariert und sonstige Dienstleistungen rund um den Container bzw. die Ladeeinheiten des kombinierten Verkehrs angeboten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 150.468 LE umgeschlagen. Dies entspricht einem Verkehrsmengenrückgang von 27.725 LE bzw. 15,6 % gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz zum Vorjahr verzeichnet lediglich der Schiffsumschlag eine deutlich positive Verkehrsentwicklung (33,4 %). Beim Bahn- und Depotumschlag ist ein Rückgang von 19,3 % (31.988 LE) gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Überschuss von 25.111,21 EUR (VJ. Überschuss von 303,8 TEUR) ab. Die Analyse der Planmengen zeigt insgesamt eine unterplanmäßige Entwicklung. Im Schienenverkehr wurden die Planmengen um 44.008 LE bzw. 28.6 %, im Depotumschlag um 4.404 LE bzw. 15,9 % verfehlt. Lediglich im Schiffsumschlag ergibt sich eine positive Abweichung von 4.495 LE bzw. 35,8 % gegenüber der Planung. Die unterplanmäßige Verkehrsentwicklung im Schienenverkehr begründet sich maßgeblich durch die gegenüber der Anmeldung deutlich geringere Anzahl wöchentlicher Ganzzüge. Außerdem wurden die Relationen China sowie Wels mangels Kundennachfrage bereits im Februar eingestellt. Darüber hinaus nahm die hohe Anzahl ausgefallener Züge in Folge massiver Ressourcenengpässe negativen Einfluss auf die Erreichung der Planmenge. Die wasserseitigen Umschlagmengen haben entgegen dessen die Erwartungen übertroffen. Gründe hierfür war eine gestiegene Nachfrage in Folge der mangelnden schienenseitigen Leistungsqualität. Außerdem gab es weniger Niedrigwasserperioden. Die Darstellung der umgeschlagenen Verkehrsmengen (Ladeeinheiten), detailliert nach den Verkehrsträgern im Vergleich zum Vorjahr (VJ) und zu den Plan-/Ist-Daten, gestaltet sich wie folgt.
Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren, welche zur Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, sind weiterhin die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Auf der Basis des dargestellten Verkehrsvolumens wurden in 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 6.453,4 TEUR (VJ 7.095,6 TEUR) erzielt. Dies entspricht einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von 642,2 TEUR bzw. 9,1%. Die sonstigen betrieblichen Erträge aus Erlösen der Mindestmengenregelung, sowie durch Sachanlagenverkauf, Versicherungsentschädigungen, periodenfremden Erträgen und der Verrechnungen sonstiger Sachbezüge belaufen sich auf 622,7 TEUR. In den sonstigen Erträgen ist weiterhin die Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse enthalten. Die Umschlagerlöse stellen nach wie vor mit 49,3 % (VJ. 46,8 %) den größten Erlösbereich dar. Durch die zum Anfang des Jahres angepasste Entgeltliste, folgen die Erlöse aus Abstellungen mit einem Anteil von 14,2 %. Bei einer geplanten Verkehrsmenge von 194.385 LE wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzerlös von 7.627,9 TEUR mit einem Jahresüberschuss von 198,1 TEUR budgetiert Dieses Ergebnisziel wurde infolge der negativen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der anhaltenden negativen Inflation verfehlt. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 39 Vollzeitmitarbeiter*innen (ohne Geschäftsführung). Dann enthalten sind 6 Mitarbeiter*innen, die in einem Teilzeitbeschäftigungsverhältnis angestellt sind. Die Personalaufwendungen beliefen sich auf 2.248,3 TEUR. Hierbei ist anzumerken, dass sich die Gesellschaft von der Neuss-Hessentor Multimodal GmbH im Rahmen eines Personalgestellungsvertrages zusätzlich Personal ausleiht. Im Geschäftsjahr 2023 waren dies im Durchschnitt ganzjährig 13 Mitarbeiter, die mit 860,6 TEUR vergütet wurden. Die finanzielle Lage der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren aufgrund der positiven Entwicklung der Umsatz- und Ertragslage und des weiterhin konsequenten Kostenmanagements, trotz des deutlich gestiegenen Preisniveaus, gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Grundstücke und die Infrastruktur einschließlich der Kran- und Umschlaggeräte sind von der Gesellschaft angemietet. Hier hat es im Berichtszeitraum keine Änderungen gegeben. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft ein Ergebnis vor Steuern von 25.585,21 EUR erzielt. Unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern in Höhe 474,00 EUR schließt das Jahr mit einem Jahresüberschuss von 25.111,21 EUR ab. Zur Verwendung des Jahresüberschusses wird die Geschäftsführung der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Überschuss von 25.111,21 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. In 2023 gab es keine Änderung in der Gesellschafterstruktur. Prognose, Chancen- und Risikobericht Die Inflationsrate ist im Februar 2024 mit 2,5% auf den niedrigsten Stand seit Juni 2021 gefallen. Insgesamt wird für 2024 eine Inflationsrate von 2,2 % prognostiziert. Insbesondere die Situation bei den Energie- und Rohölpreisen hat sich gegenüber 2023 deutlich entspannt. Dennoch bleibt die schwache Binnen Konjunktur auch in 2024 eine große Herausforderung. Gleichzeitig wirken sich die anhaltenden Krisen in der Ukraine und in Nahost, die schwächenden Volkswirtschaften in Südamerika und China sowie die politischen und wirtschaftlichen Probleme in einigen europäischen Staaten negativ auf den Exporthandel aus. Vor diesem Hintergrund muss davon ausgegangen werden, dass die globale Wirtschaftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024 insgesamt stagniert. Aus Sicht Neuss Trimodal spiegelt sich diese Einschätzung in den kundenseitig bestellten Verkehrsmengen wieder. In der geplanten Verkehrsmenge sind ausschließlich Verkehre bzw. Volumina berücksichtigt werden, die bereits durch die Gesellschaft ungeschlagen werden bzw. für die verbindliche Slot-Anmeldungen mit Verkehrsmengenangaben vorliegen. Zusätzliche Akquisitionspotentiale sind in die Mengen- und Umsatzplanung nicht eingeflossen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird auf der Grundlage einer Umschlagmenge von 154.874 LE mit einem Umsatzvolumen von 6.884,8 TEUR geplant. Dieses Verkehrs- und Umsatzergebnis ist Grundlage für ein positives Jahresergebnis in Höhe von 17,8 TEUR, welches neben der positiven Verkehrsentwicklung auch auf einer konstanten Kostenstruktur basiert. Wesentliche Voraussetzung zur positiven Unternehmensentwicklung ist eine Erreichung der geplanten Verkehrsmengen, die unter Berücksichtigung der in 2024 zu erwartenden weiterhin schwierigen weltwirtschaftlichen Entwicklung auf Grund diverser geopolitischer Krisen ermittelt wurden. Aufgrund der engen Einbindung und Verknüpfung der Geschäftsführung in das tägliche Betriebsgeschehen und dem eingerichteten internen Berichtswesen, welches das gesamte Verkehrs- und Betriebsgeschehen umfasst, verfügt die Gesellschaft über geeignete Instrumente zur Risikoeinschätzung. Durch die monatliche und zeitnahe Ermittlung der betriebswirtschaftlichen Daten ist die Geschäftsführung stets umfassend über die Lage der Gesellschaft informiert. Die Zertifizierung zur ISPS-Anlage der Neuss Trimodal hat weiterhin Bestand. Nachfolgend werden die Chancen und Risiken in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft erläutert. Die Verkehrs- und Geschäftsentwicklung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 ist im Wesentlichen von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Transportmarktes sowie im Standortraum Rhein/Ruhr abhängig. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Im Besonderen wird für die Gesellschaft die Verkehrsentwicklung beim Verkehrsträger Schiene von Bedeutung sein. Besonderen Stellenwert erhält die Akquisition und rasche Aufnahme neuer Verkehrsmengen sowie eine ungehinderte und zeitlich uneingeschränkte Bedienung der schienenseitigen Verkehrsmengen. Hierbei ist es von elementarer Wichtigkeit, dass die Attraktivität des Standortes weiter gestärkt wird. Dabei kann Neuss Trimodal nur bedingt Einfluss auf Faktoren wir Servicequalität des örtlichen Rangierdienstleisters oder hoch performante Verfügbarkeit der Schieneninfrastruktur (u.a. Stellwerk) nehmen. Zusammen mit einem engagierten Kostenmanagement soll die Ertragssituation der Gesellschaft weiter verbessert werden. Die Geschäftsführung beobachtet die Situation sehr aufmerksam und kritisch. Sofern erforderlich, werden geeignete Maßnahmen zur Kompensation überproportional steigender Kosten getroffen.
Neuss, den 15.03.2024 Karsten Scheidhauer Daniel Jähn |
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