WIRSOL Solar Energie GmbHLiquidiert

68753 Waghäusel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 712704
Eingetragen
6.9.2011
Branche
Großhandel mit PhotovoltaikmodulenHerstellung von SolarwärmekollektorenHerstellung von Solarzellen und Solarmodulen
Gegenstand
Die Vermittlung von Kaufverträgen über Solarstromanlagen, Solarthermieanlagen, Heiztechnik, sowie anderen Produkten aus erneuerbaren Energien.

Historie

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Management

NameRolle
Dennis Seiberth
seit 14.10.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

WIRSOL Solar Energie GmbH

Waghäusel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 02.03.2014

Bilanz zum 2. März 2014

WIRSOL Solar Energie GmbH i.I., Waghäusel

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen      
I. Sachanlagen      
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   3.988,00 4.344,00
II. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen   0,00 12.750,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. fertige Erzeugnisse und Waren   603.005,63 699.081,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.851,68   180.533,55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 314.717,22   1.688.695,75
3. sonstige Vermögensgegenstände 81.603,24   101.726,83
    440.172,14 1.970.956,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   937.197,01 757.366,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten   0,00 38.721,33
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   3.767.873,02 3.477.686,22
    5.752.235,80 6.960.906,02

PASSIVA

     
    Geschäftsjahr Vorjahr
  Euro Euro Euro
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag   -3.502.686,22 148.222,11
III. Jahresfehlbetrag   -290.186,80 -3.650.908,33
nicht gedeckter Fehlbetrag   3.767.873,02 3.477.686,22
buchmäßiges Eigenkapital   0,00 0,00
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 18.778,60   18.809,86
2. sonstige Rückstellungen 50.600,00   32.615,41
    69.378,60 51.425,27
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 157.354,22   0,43
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 157.354,22 (Euro 0,43)      
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00   121.616,69
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 (Euro 121.616,69)      
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65.298,13   40.076,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Eure 65.298,13 (Euro 40.076,20)      
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.223.626,61   6.658.230,60
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 5.223.626,61 (Euro 6.658.230,60)      
5. sonstige Verbindlichkeiten 236.578,24   89.556,83
    5.682.857,20 6.909.480,75
- davon aus Steuern Euro 29.580,77 (Euro 28.936,57)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 115.345,52 (Euro 6.729,07)      
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 236.578,24 (Euro 89.556,83)      
    5.752.235,80 6.960.906,02

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2014 bis 02.03.2014

WIRSOL Solar Energie GmbH i.I., Waghäusel

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Rohergebnis   333.946,90 5.045.502,17
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 263.040,99   3.555.765,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 59.902,88   615.914,15
    322.943,87 4.171.679,18
- davon für Altersversorgung Euro 0,00 (Euro -3,70)      
3. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   356,00 22.933,74
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   301.109,90 4.528.805,21
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   436,81 1.049,90
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   0,00 82,66
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -290.026,06 -3.676.948,72
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -31,26   -26.339,39
9. sonstige Steuern 192,00   299,00
    160,74 -26.040,39
10. Jahresfehlbetrag   290.186,80 3.650.908,33

Anlagenspiegel zum 2. März 2014

WIRSOL Solar Energie GmbH, 68753 Waghäusel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2014 Abgänge kumulierte Abschreibungen 02.03.2014 Abschreibungen Buchwert
02.03.2014
Buchwert
31.12.2013
EUR EUR EUR EUR EUR RJR
A. Anlagevermögen            
I. Sachanlagen            
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.358,48 0,00 29.370,48 356,00 3.988,00 4.344,00
Summe Sachanlagen 33.358,48 0,00 29.370,48 356,00 3.988,00 4.344,00
II. Finanzanlagen            
Beteiligungen 12.750,00 12.750,00 0,00 0,00 0,00 12.750,00
Summe Finanzanlagen 12.750,00 12.750,00 0,00 0,00 0,00 12.750,00
Summe Anlagevermögen 46.108,48 12.750,00 29.370,48 356,00 3.988,00 17.094,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Besonderheiten bestehen aufgrund des Umstandes, dass am 03. März 2014 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet und Herr Rechtsanwalt Steffen Rauschenbusch als Insolvenzverwalter bestellt wurde. Die Pflicht zur Aufstellung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses im Rahmen des Insolvenzverfahrens ergibt sich aus den allgemeinen Rechnungslegungsgrundsätzen der §§ 238 und 242 Abs. 1 Satz 1 HGB.

Die geltenden handelsrechtlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung des Wegfalls der Fortführungsannahme der Unternehmenstätigkeit beachtet. Danach ist nun das primäre Ziel der Rechnungslegung in der Feststellung des zum Abschlussstichtag vorhandenen Reinvermögens des Unternehmens unter Berücksichtigung des besonderen Umstands, dass die Beendigung des Geschäftsbetriebs absehbar ist.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: WIRSOL Solar Energie GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Waghäusel
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: AG Mannheim
Register-Nr.: HRB 712704

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Folgende Anhaltspunkte begründen Zweifel an der Unternehmensfortführung:

Aufgrund des Insolvenzverfahrens und der Einstellung der operativen Tätigkeit wurden die Vermögensgegenstände und Schulden im vorliegenden Jahresabschluss nicht nach dem Going-Concern-Prinzip gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB bewertet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach der Liquiditätsprämisse. Aus diesem Grund besteht auch nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt ebenfalls zum Nennwert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Finanzanlagen wurden im Geschäftsjahr vollständig veräußert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzelt von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegenüber der WIRSOL Deutschland GmbH in Höhe von EUR 314.717,22.

Die sonstigen Vermögensgegenständen beinhalten im Wesentlichen die Körperschaftsteuerrückforderungen in Höhe von EUR 58.695,98 und Forderungen aus Gewerbesteuerüberzahlungen in Höhe von EUR 22.062,60.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 25.000,00.

Zum 2. März 2014 weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 3.767.873,02 aus.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für Abschluss und Prüfung sowie die Kosten für das Insolvenzverfahren.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie die Sicherheiten für Verbindlichkeiten sind aufgrund der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 03. März 2014 fällig (§ 41 InsO). Eine Differenzierung erübrigt sich daher.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegen die WIRSOL Solar AG.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie gegenüber der VBG KdöR und der Agentur für Arbeit, Karlsruhe-Rastatt.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 58,75.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Dennis Seiberth (ab 15.10.2013)

Zum 03. März 2014 wurde über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Steffen Rauschenbusch bestellt.

Unterschrift des Insolvenzverwalters

 

Mannheim, 13. Juni 2018

Rechtsanwalt Steffen Rauschenbusch, Insolvenzverwalter

Lagebericht zum 02.03.2014

WIRSOL Solar Energie GmbH, 68753 Waghäusel

Die WIRSOL Solar Energie GmbH ist eine 100% Tochtergesellschaft der WIRSOL Solar AG über deren Vermögen mit Beschluss des Amtsgerichts Karlsruhe, Insolvenzgericht, vom 01.01.2014 das Insolvenzverfahren eröffnet und Herr Rechtsanwalt Markus Ernestus zum Insolvenzverwalter bestellt wurde. Die Gesellschaft ist ein operativ tätiger Teil des WIRSOL-Konzerns.

Die WIRSOL Solar Energie GmbH ist als Dienstleister für die Planung, Installation und den Vertrieb von Photovoltaikanlagen / Kraftwerken tätigt. Im Rahmen der WIRSOL-Gruppe wurden die Geschäftsbereiche nach der Nennleistung (Kilowatt Peak - KWp) der Solaranlagen getrennt. So bediente die WIRSOL Solar Energie GmbH im Wesentlichen das Endkundengeschäft, also kleinere Anlagenbauer.

I. Geschäftsverlauf und Erläuterungen zum Jahresergebnis im Jahre 2014

Bis zum Geschäftsjahr 2011 hat die WIRSOL-Gruppe ein starkes Wachstum zu verzeichnen. Das Wachstum folgte dem Trend in der Branche der regenerativen Energien. Ebenfalls dem Trend der Brache folgend, zeichnete sich im Geschäftsjahr 2012 bereits ein deutlicher Negativtrend ab. Im Geschäftsjahr 2013 sind die Umsätze und Ergebnisse erheblich eingebrochen.

Als Hauptursache für die Krise in der Branche der erneuerbaren Energien sind die reduzierten Vergütungssätze nach dem Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG) verantwortlich. Die gesetzlichen Regelungen wurden in den letzten Jahren immer wieder novelliert und die garantierten Vergütungssätze reduziert. Die gesetzlich garantieren Einspeisevergütungen lagen beispielsweise im Jahr 2005 noch bei 54,53 cent/KW/h und sind zum 01.01.2014 für Kleinanlagen auf 13,68 cent/KW/h bzw. 9,47 cent/KW/h für Freiflächenanlagen gesunken.

Der politische Druck aufgrund der durch die garantierten Vergütungssätze explodierten Energiekosten und der unter dem Stichwort "Strompreisbremse" diskutierten Gegenmaßnahmen haben in der gesamten Branche zu einem erheblichen Rückgang der Aufträge und zu Umsatzeinbußen geführt. Für inländische Anlagenbetreiber rechnete sich die Installation einer Photovoltaikanlage früher als Kapitalanlage. Aktuell ist die Anschaffung einer Anlage allenfalls unter dem Gesichtspunkt der Eigennutzung der erzeugten Energie wirtschaftlich sinnvoll. Von diesem von Fachkreisen für den deutschen Markt prognostizierten Trend war insbesondere das Geschäftsfeld der WIRSOL Deutschland GmbH betroffen, welche im Bau von Großanlagen tätig und hier regelmäßig auf Investoren und Projektierer mit Renditeabsichten angewiesen ist.

Die WIRSOL-Gruppe orientierte sich daher vor allem auf die Märkte außerhalb der europäischen Union. Hier sah und sieht man noch erhebliche Wachstumspotentiale und Zukunftsgeschäfte. Das Auslandsgeschäft kompensierte die Entwicklungen im inländischen Markt allerdings nicht hinreichend. Aufgrund der gegebenen Marktsituation war die WIRSOL Solar AG gezwungen am 26.09.2013 einen Insolvenzeröffnungsantrag zu stellen. Zunächst wurde das Verfahren in dem Zeitraum vom 27.09.2013 bis zum 22.10.2013 als Schutzschirmverfahren geführt. Nachdem am 23.10.2013 bei der WIRSOL Solar AG eine Zahlungsunfähigkeit eingetreten war, wurde der Beschluss über die Anordnung der Eigenverwaltung vom 26,09.2013 aufgehoben und ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der WIRSOL Solar AG und weiterer Gesellschaften wurde am 01.01.2014 eröffnet.

Mit Schreiben vom 10.01.2014 stellte Herr Rechtsanwalt Guido Rühl, bevollmächtigt durch den Geschäftsführer der WIRSOL Solar Energie GmbH Herrn Dennis Selberth, den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit.

Auf den Beschluss des Amtsgerichts Karlsruhe, Insolvenzgericht, vom 13.01,2014 wurde sodann ein vorläufiger Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Steffen Rauschenbusch bestellt.

Durch Beschluss des Amtsgericht Karlsruhe, Insolvenzgericht vom 03.03.2014 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der WIRSOL Solar Energie GmbH wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet und Rechtsanwalt Steffen Rauschenbusch zum Insolvenzverwalter bestellt.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit dem Kaufvertrag vom 03.03.2014 an die Octopus Solution GmbH Co. KG verwertet.

Der Lagerbestand an Fertigerzeugnissen und Waren in Form von Photovoltaikmodulen, Wechselrichtern, Unterkonstruktionen, Elektromaterial und Geräten zur Anlagenüberwachung sowie weitere Hilfs- und Betriebsstoffe wurden gemäß Kaufvertrag vom 03.03.2014 mit der Solar for Trade Handels GmbH verwertet.

Der Geschäftsbetrieb wurde aufgrund der Übertragung auf die WIRCON GmbH eingestellt und das Unternehmen in kaufmännischer und rechtlicher Hinsicht abgewickelt. Die Abwicklungstätigkeit ist noch nicht abgeschlossen.

Die Ertragslage des Unternehmens zeigt - stark zusammengefasst - folgendes Bild:

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2014, bei dem im Vergleichszeitraum (01.01.2013 bis 31.12.2013) ein operatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragssteuer und außerordentlichen Aufwendungen i.H.v. TEUR -3.677 zu verzeichnen war, beläuft sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragssteuern und außerordentlichen Aufwendungen 2014 (01.01.2014 bis 02.03.2014) auf TEUR -290.

II. Vermögens- und Kapitalstruktur

Bei der Vermögens- und Kapitalstruktur ist festzustellen, dass sich die Bilanzsumme von bisher TEUR 6.961 zum 31.12.2013 auf TEUR 5.752 zum 02.03.2014 vermindert hat.

Dabei ist die Minderung im Wesentlichen auf die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich zum 02.03.2014 auf TEUR 3.768.

III. Finanzlage

Der in dem Geschäftsjahr 2014 bis zum 02.03.2014 erwirtschaftete Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR 290.

IV. Ausblick und Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die WIRSOL Solar Energie GmbH befindet sich wie oben geschildert im Insolvenzverfahren. Der Geschäftsbetrieb wurde aufgrund der Übertragung zum 03.03.2014 auf die WIRCON GmbH eingestellt. Zum 02.03.2014 befanden sich noch 43 Mitarbeiter in einem Anstellungsverhältnis.

Da der operative Geschäftsbetrieb per 03.03.2014 eingestellt ist, entstehen aus dem originären Unternehmenszweck der Gesellschaft nach diesem Datum keine Chancen und Risiken aus einer betrieblichen Geschäftstätigkeit.

Da der Verkaufspreis aus den Verwertungen vollumfänglich bezahlt ist und der Forderungseinzug seitens des Insolvenzverwalters aus heutiger Sicht größtenteils erfolgreich abgeschlossen ist, bestehen auch für den Abwicklungszeitraum ab 03.03.2014 bis zum Ende des Insolvenzverfahrens keine weiteren Risiken.

V. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Die betriebliche Tätigkeit der Gesellschaft wurde nach Übertragung eingestellt und das Unternehmen in kaufmännischer und rechtlicher Hinsicht abgewickelt. Die Abwicklungstätigkeit ist noch nicht abgeschlossen, da noch eine Quotenauszahlung aus dem Insolvenzverfahren der WIRSOL Deutschland GmbH erwartet wird.

Die Forderungen der Insolvenzgläubiger gemäß § 38 InsO wurden vollständig beglichen.

Am Ende des Insolvenzverfahrens wird es zu einer Auszahlung an die Nachranggläubiger gemäß § 39 InsO kommen. Der verbleibende Überschuss ist dann an die Gesellschafterin der Schuldnerin, WIRSOL Solar AG, auszukehren.

 

Mannheim, den 13. Juni 2018

Rechtsanwalt Steffen Rauschenbusch, Insolvenzverwalter

Versagungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir wurden beauftragt, den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der WIRSOL Solar Energie GmbH i.I. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 2. März 2014 zu prüfen. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.

Als Ergebnis unserer Prüfung stellen wir fest, dass wir nach Ausschöpfung aller angemessenen Möglichkeiten zur Klärung des Sachverhalts aus folgendem Grund nicht in der Lage waren, ein Prüfungsurteil abzugeben: Durch den weit zurückliegenden Stichtag des Rumpfgeschäftsjahrs war weder die Einholung von Saldenbestätigungen zu Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen möglich, noch aufgrund der Erstprüfung eine detaillierte Einsichtnahme in die Buchführung des Vorjahres sowie des Berichtsjahres. Aus diesem Grund war es nicht möglich, eine hinreichende Sicherheit über die tatsächliche Höhe der Vorratsbestände und Forderungen/Verbindlichkeiten im Berichtsjahr sowie dem Vorjahr zu erzielen, die im Jahresabschluss in Höhe von etwa 19% (Vj. 39%) der Bilanzsumme ausgewiesen sind. Aufgrund der Bedeutung der dargestellten Prüfungshemmnisse versagen wir den Bestätigungsvermerk.

Aussagen darüber, ob der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, sind wegen des dargestellten Prüfungshemmnisses nicht möglich. Ebenso kann nicht beurteilt werden, ob der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt."

 

Bietigheim-Bissingen, 28. Dezember 2018

HF Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Finkewirth, Wirtschaftsprüfer

Heinkelein, Wirtschaftsprüfer

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