MDL Financial Services GmbH, LeipzigLiquidiert

04105 Leipzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 17016
Eingetragen
17.7.2000
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteLeasing von nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern, ohne CopyrightsVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von sonstigen beweglichen Sachen und nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern
Gegenstand
die Durchführung von Leasing- und Vermietungsgeschäften jeglicher Art mit Gütern jeglicher Art, die Betreuung von Versicherungsnehmern im Zusammenhang mit der Versicherung der Leasinggüter, die Entwicklung und Vermarktung von Patenten, der Abschluß von Factoringgeschäften aller Art (soweit es sich nicht um Bankgeschäfte handelt) sowie der An- und Verkauf von Vermögensgegenständen jeglicher Art, die zu den vorgenannten Geschäftszwecken erforderlich sind.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Sondermann
seit 6.2.2009
Geschäftsführer
Burkhard Dr. Scherer
seit 17.3.2008
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

MDL Financial Services GmbH, Leipzig

Leipzig

Jahresabschluss vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Lagebericht

Allgemein

Die MDL Financial Services GmbH, Leipzig (nachfolgend MDL FS GmbH) ist ein 100%iges Tochterunternehmen der MDL Mitteldeutsche Leasing GmbH (nachfolgend MDL GmbH). Beide Gesellschaften wurden im Jahr 2000 gegründet.

Seit Ende 2007 gehört die MDL GmbH als 100%iges Tochterunternehmen der LBBW Leasing GmbH, Mannheim, zur Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Mainz (nachfolgend LBBW).

Bedingt durch fehlende Refinanzierungsmöglichkeiten wurden seit 2004 keine neuen Leasing- und Mietkaufverträge geschlossen und keine neuen Leasingobjekte erworben. Schwerpunkt der operativen Tätigkeit ist seitdem die Bestandsbetreuung des mobilen Leasing- und Mietkaufgeschäfts der MDL-Gruppe.

Sämtliche Leasinggüter wurden von der MDL FS GmbH als Besitzgesellschaft erworben und über die MDL GmbH den Kunden zur Verfügung gestellt (Doppelstockmodell). Forderungsverkäufer gegenüber Refinanzierungsinstituten ist die MDL FS GmbH. Zwischen beiden Gesellschaften besteht seit dem 19.11.2002 ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag. Für die von der MDL GmbH erbrachten Managementleistungen ist von der MDL FS GmbH eine Managementfee zu entrichten. Sie beträgt 65% des Rohertrags der MDL FS GmbH.

Die MDL FS GmbH beschäftigt kein eigenes Personal.

Durch das Jahressteuergesetz 2009 wurde das Leasinggeschäft in den Katalog der erlaubnispflichtigen Finanzierungsdienstleistungen des § 1 Abs. 1a KWG aufgenommen. Damit unterliegt die MDL FS GmbH aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit dem KWG und der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank. Für die MDL FS GmbH ergeben sich neben Anzeigepflichten insbesondere auch Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation gemäß § 25a KWG und an den Jahresabschluss. Mit Datum vom 21.01.2009 hat die MDL FS GmbH die Anzeige ihrer Geschäftstätigkeit gemäß § 64j Abs. 2 KWG vorgenommen. Für die Umsetzung der Anforderungen aus der Aufsicht sowie der geänderten Anforderungen an den Jahresabschluss ist die MDL-Gruppe in ein entsprechendes Projekt bei ihrer Gesellschafterin, der LBBW Leasing GmbH, eingebunden.

Geschäftsentwicklung sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung der MDL-Gruppe in 2008 war geprägt von dem sich weiter reduzierenden Vertragsbestand. Ende 2008 wurden 31 aktive Leasing- und Mietkaufverträge betreut (Vorjahr: 147 Verträge).

Infolge des sich reduzierenden Vertragsbestands und dem daraus resultierenden Streben zur Vereinfachung und Verschlankung der Organisation wurden bereits in 2006 die Vertragsverwaltung und die Refinanzierungsbearbeitung der MDL-Gruppe gemäß Betriebsführungsvertrages vom 15.02./24.02.2006 auf die Financial ServiceS GmbH (ehemals Sachsen LB Service GmbH) übertragen. In Ergänzung zu den bisherigen Regelungen des Betriebsführungsvertrages wurde der Leistungsumfang, beginnend ab dem 01.09.2008 und zunächst befristet bis zum 31.12.2009, um die Tätigkeiten des internen und externen Rechnungswesens, des Melde- und Mahnwesens, des Zahlungsverkehrs, der Archivierung und des Controllings erweitert.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss vor Steuern und Gewinnabführung in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 1.622) abgeschlossen. Auf Grund des Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages wurde der Gewinn nach Steuern in Höhe von TEUR 68 an die MDL GmbH abgeführt.

Die Bilanz der MDL FS GmbH ist geprägt von der aktivischen Bewertung des Leasingvermögens und den Forderungen aus Mietkaufverträgen sowie der passivischen Darstellung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und den Rechnungsabgrenzungsposten.

Abschreibungen auf das Leasingvermögen wurden in Höhe von TEUR 1.666 (Vorjahr: TEUR 7.385) vorgenommen. Die sonstigen betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.011 lagen auf Grund des sich verringernden Vertragsbestandes unter denen des Vorjahres (Vorjahr: TEUR 5.500). In dieser Position waren im Vorjahr auch die Aufwendungen aus Anlageabgang saldiert um die Erlöse aus dem Verkauf von Leasingobjekten in Höhe von TEUR 3.930 enthalten. Die Umgliederung in die Position Aufwendungen für verkaufte Leasingobjekte erfolgte in Anpassung an die Vorgehensweise in der LBBW-Gruppe.

Das Ergebnis aus dem Abgang von Leasingvermögen unter Berücksichtigung der entsprechenden Rückstellungen für Restbuchwertrisiken betrug 2008 TEUR 340 (Vorjahr: TEUR ./. 172).

Die Finanzlage der Gesellschaft ist unter Berücksichtigung der finanziellen Unterstützung der LBBW stabil. Per 31.12.2008 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 568 (Vorjahr: TEUR 637). Die LBBW hat der MDL-Gruppe befristet bis 31.12.2008 ein mit Nachrang versehenes Darlehen in Höhe von TEUR 22.507 zur Verfügung gestellt. Zum Bilanzstichtag waren von diesem Darlehen TEUR 21.553 (Vorjahr TEUR 19.753) in Anspruch genommen. Das Nachrangdarlehen wurde in Höhe der bisherigen Inanspruchnahme bis zum 31.12.2009 verlängert.

Risikobericht

Risiken für die MDL FS GmbH ergeben sich vor allem aus der übernommenen Veritätshaftung für die verkauften Forderungsbestände. Die Bonitätsrisiken werden von der MDL GmbH getragen.

Restwertrisiken wurden zum einen durch vertraglich vereinbarte Andienungsrechte an die Leasingnehmer oder durch Restwertgarantien von Herstellern und Lieferanten begrenzt.

Durch die Abschreibungsmethodik bedingt ergeben sich bei Verträgen, bei denen die Leasinglaufzeit kürzer ist als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Leasingobjekte, in der Regel bilanzielle Restbuchwertrisiken. Die MDL FS GmbH hat hierfür Rückstellungen in Höhe von TEUR 340 bilanziert (Vorjahr: TEUR 1.740).

Mit Hilfe der Substanzwertrechnung für die MDL-Gruppe werden die im Vertragsbestand enthaltenen stillen Reserven und stillen Lasten unter Berücksichtigung der Refinanzierungsstruktur, des Risikoaufwandes für die noch bestehenden Forderungen, der Chance auf Nachgeschäftserlöse sowie der Verwaltungskosten ermittelt. Die sich daraus ergebende Risikovorsorge ist im Jahresergebnis der MDL GmbH berücksichtigt.

Durch Auslagerung des operativen Tagesgeschäfts der MDL-Gruppe auf die Financial ServiceS GmbH sowie die Einbindung der LBBW bei rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen wurden die wesentlichen operationellen Risiken begrenzt.

Ein Zinsänderungsrisiko besteht für die MDL FS GmbH derzeit nicht. Die Leasing- und Mietkaufverträge sind laufzeitkongruent finanziert.

Durch das periodische Controlling ist die Gesellschaft in der Lage, bestandsgefährdende Risiken zeitnah aufzudecken und notwendige Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Sonstige Risiken, welche die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen könnten, sind derzeit nicht bekannt.

Prognosebericht

Ziel der Geschäftsführung ist es, den verbliebenen Vertragsbestand effizient weiterzuverwalten sowie die rechtlichen und organisatorischen Vorkehrungen für die Aufnahme von Leasingneugeschäft zu treffen.

Basierend auf dem Fortführungsbeschluss der Gesellschafterin der MDL GmbH wurde im Geschäftsjahr 2008 eine Langfristplanung für die MDL-Gruppe entwickelt. Demgemäß wird der Vertragsbestand in den nächsten Jahren kontinuierlich anwachsen. Durch Abschluss von Leasing- und Mietkaufverträgen mit Unternehmen des LBBW-Konzerns sowie mit fremden Dritten sollen die kapitalverzehrenden Verlustvorträge der MDL GmbH abgebaut werden. Erste Gespräche hinsichtlich des konzerninternen Leasings wurden bereits geführt.

Vor dem Hintergrund der Planung ist die MDL-Gruppe jedoch auch weiterhin auf Unterstützung von Seiten der LBBW angewiesen. Im Rahmen der Gespräche mit der LBBW hinsichtlich der Verlängerung des Nachrangdarlehens bis zum 31.12.2009 wurde hierauf bereits hingewiesen.

Wesentliche Vorgänge für die Beurteilung der Lage des Unternehmens waren nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.

 

Leipzig, den 20.03.2009

Frank Sondermann, Geschäftsführer

Dr. Burkhard Scherer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

  31.12.2008
in €
31.12.2007
in €
A. Anlagevermögen    
- Leasingvermögen    
- technische Anlagen und Maschinen 1.613.465,07 6.521.765,31
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 477.434,76 315.500,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 569.642,13 1.638.448,04
- davon Guthaben bei Kreditinstituten 555.619,06 0,00
- davon Forderungen gegen Gesellschafter 14.023,07 1.638.448,04
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.223,96 636.897,31
  1.059.300,85 2.590.845,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.104,77 404.946,44
Summe Aktiva 2.675.870,69 9.517.557,54

Passiva

   
31.12.2008
in €
31.12.2007
in €
A. Eigenkapital    
- Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellung 1.000,35 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 353.035,12 1.709.039,78
  354.035,47 1.709.039,78
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 120.314,14 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 999.439,31 3.147.132,44
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 950.103,39 3.147.132,44
3. Sonstige Verbindlichkeiten 121.294,33 1.484.364,30
  1.241.047,78 4.631.496,74
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.030.787,44 3.127.021,02
Summe Passiva 2.675.870,69 9.517.557,54

Gewinn- und Verlustrechnung

  01.01.2008 - 31.12.2008
in €
2007
in €
1. Umsatzerlöse 4.138.810,72 9.898.396,77
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.827.523,58 1.342.436,24
3. Aufwendungen für verkaufte Leasingobjekte -3.241.908,12 0,00
4. Abschreibungen auf Leasinggegenstände -1.666.392,12 -7.384.989,24
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.011.150,86 -5.499.827,22
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.135,01 22.366,16
- davon aus verbundenen Unternehmen € 22.039,93 (Vorjahr: € 22.266,92)    
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -111,22
- davon an verbundene Unternehmen € 0,00 (Vorjahr: € -8,65)    
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 69.018,21 -1.621.728,51
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.190,35 0,00
10. Aufwand aus Gewinnabführung (Vorjahr: Ertrag aus Verlustübernahme) -67.827,86 1.621.728,51
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der MDL Financial Services GmbH, Leipzig (nachfolgend MDL FS GmbH) für das Geschäftsjahr 2008 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist nach den Kriterien des § 267 Abs. 1 HGB eine kleine Kapitalgesellschaft, jedoch treten nach § 267 Abs. 4 HGB die Rechtsfolgen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft ein. Von den größenabhängigen Erleichterungen hat die Gesellschaft keinen Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden freiwillig nach den Vorschriften einer großen Kapitalgesellschaft erstellt.

Die Gesellschaft, ein Konzernunternehmen der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Mainz (nachfolgend LBBW), wird aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den LBBW-Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der LBBW wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Soweit es für die Beurteilung des Jahresabschlusses notwendig ist, werden nachfolgend die Wertansätze und die damit ausgeübten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Bilanzposten dargestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagegüter und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach den steuerlich zulässigen Werten.

Seit 1. Januar 2008 werden Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00 werden, den steuerlichen Vorschriften entsprechend, in einem Sammelposten gebucht und über fünf Jahre abgeschrieben.

Der Bilanzansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert abzüglich der Wertberichtigungen.

Zur Anpassung an die Vorgehensweise in der LBBW-Gruppe werden Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber der LBBW sowie ihren verbundenen Unternehmen, die mehreren Posten zugeordnet werden können, zum 31. Dezember 2008 unter den Forderungen / Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Mitzugehörigkeit zu anderen Posten wird als "Davon-Angabe" gezeigt.

Die Rückstellungen sind mit dem Betrag bewertet, der sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ergibt.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und GuV

Leasingvermögen

Die Abschreibung des Leasingvermögens erfolgt für alle bis zum 31. Dezember 2002 angeschafften Objekte linear entsprechend den steuerlich gültigen Abschreibungssätzen (amtliche AfA-Tabellen). Alle ab dem 01. Januar 2003 angeschafften Güter, die in Teilamortisationsverträgen mit einem festen Restwert verleast sind, werden zur Vermeidung von Buchverlusten innerhalb der vertraglich vereinbarten Laufzeit auf den Restwert abgeschrieben. Bei allen ab dem 01. Januar 2003 angeschafften Gütern, die in Vollamortisationsverträgen verleast sind, wird weiterhin die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer gemäß den amtlichen Tabellen für die Abschreibung zugrunde gelegt.

Durch die Abschreibung der Leasingobjekte über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ergeben sich grundsätzlich bilanzielle Restwertrisiken in den Fällen, in denen die Mietlaufzeit kürzer ist als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und die Erlöse aus der Verwertung der Objekte nicht ausreichen, um die bei Beendigung der Mietlaufzeit noch bilanzierten Restbuchwerte des Leasingvermögens abzudecken. Zur Vermeidung von künftigen Buchverlusten besteht eine entsprechende Rückstellung. Im Jahr 2008 wurde ein Teil der Rückstellung in Anspruch genommen, da der Anteil ausgelaufener Verträge höher war als die anteilige Aufstockung für weiterlaufende Verträge (siehe Rückstellungen). Die Berechnung des Bestandes sowie des Verbrauches und der Auflösung erfolgte auf Einzelvertragsbasis. Nachmietergebnisse wurden auf der Basis von bisherigen Erfahrungswerten geschätzt und berücksichtigt.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Ausweis der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzt sich wie folgt zusammen:

  31.12.2008
(in TEUR)
31.12.2007
(in TEUR)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 477 316
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 570 1.638
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.047 1.954

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vorrangig Forderungen aus der Verwertung von Leasingobjekten und Forderungen aus Mietkaufverträgen enthalten. Erkennbare und notwendige Risikovorsorgen wurden im Jahresabschluss berücksichtigt. Von den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen TEUR 130 auf Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nominalwert bilanziert. Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt TEUR 12. Guthaben bei der LBBW werden unter Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Geschäftsjahr bereits gezahlte aber noch nicht fällige Ratenzahlungen für die Refinanzierung von Leasing- und Mietkaufforderungen an Banken.

Eigenkapital

Das Stammkapital der MDL FS GmbH wurde vom Anteilseigner, der MDL GmbH, voll eingezahlt und wird in der aufgestellten Bilanz als gezeichnetes Kapital zum Nennbetrag ausgewiesen.

Gesellschafter Anteil am Kapital
(in %)
Eingezahltes Eigenkapital per 31.12.2008
(in TEUR)
MDL Mitteldeutsche Leasing GmbH (Sitz Leipzig) 100 50

Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen die Rückstellung für künftige Buchverluste aus Anlageabgängen (Restbuchwertrisiken) des Leasingvermögens in Höhe von TEUR 340.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme gebildet.

Verbindlichkeiten

Die passivierten Werte der Verbindlichkeiten entsprechen den Rückzahlungsbeträgen. Der Ausweis setzt sich wie folgt zusammen:

  31.12.2008
(in TEUR)
31.12.2007
(in TEUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 121 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 999 3.147
Sonstige Verbindlichkeiten 121 1.484
Verbindlichkeiten 1.241 4.631

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Managementvergütung gegenüber der Gesellschafterin MDL GmbH für das Jahr 2008 in Höhe von TEUR 465. Sie sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind aus einem Refinanzierungsvertrag entstanden.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten wird der aus der Forfaitierung von Restwerten zu passivierende Betrag in Höhe von TEUR 109 ausgewiesen und ratierlich aufgezinst. Die dem passivierten Betrag zugrunde liegenden Leasingobjekte wurden den refinanzierenden Banken sicherungsübereignet.

Die Restlaufzeiten der sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

  Gesamtbetrag
(in TEUR)
Restlaufzeit bis 1 Jahr
(in TEUR)
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
(in TEUR)
Restlaufzeit über 5 Jahre
(in TEUR)
Sonstige Verbindlichkeiten / Restwertforfaitierung 121 75 46 0

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert aus dem Forderungsverkauf von künftig fälligen Leasingraten, soweit sie Erlöse zukünftiger Perioden darstellen und aus Abgrenzungen aufgrund von Leasingsonderzahlungen. In beiden Fällen wird der Betrag linear über die Vertragslaufzeit aufgelöst. Die dem passivierten Betrag zugrunde liegenden Leasingobjekte wurden den refinanzierenden Banken sicherungsübereignet. Die zugrunde liegenden Ansprüche gegen die Unterleasingnehmer wurden an die refinanzierenden Banken abgetreten.

Umsatzerlöse

In der Position Umsatzerlöse sind in erster Linie die Erlöse aus der Vermietung der Leasingobjekte in Höhe von TEUR 2.382 (Vorjahr TEUR 9.898) enthalten. Die Erlöse aus Verkauf von Leasingobjekten in Höhe von TEUR 1.757 (Vorjahr TEUR 3.143) wurden im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Umgliederung erfolgte in Anpassung an die Vorgehensweise in der LBBW-Gruppe.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die Erträge aus der Inanspruchnahme der Rückstellungen für Restbuchwertrisiken in Höhe TEUR 1.824. Im Vorjahr war dieser Ertrag in Höhe von TEUR 3.543 im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Die Umgliederung erfolgte in Anpassung an die Vorgehensweise in der LBBW-Gruppe.

Aufwendungen für verkaufte Leasingobjekte

In dieser Position sind die Aufwendungen aus Anlageabgang in Höhe der Restbuchwerte in Höhe von TEUR 3.242 enthalten. Diesen Aufwendungen stehen Verkaufserlöse und Erträge aus der Inanspruchnahme der Rückstellung für Restbuchwertrisiken des Leasingvermögens gegenüber, die in den Umsatzerlösen bzw. den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind. Im Vorjahr betrugen die Aufwendungen aus Anlageabgang in Höhe der Restbuchwerte TEUR 6.859 und waren den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet. Die Umgliederung erfolgte in Anpassung an die Vorgehensweise in der LBBW-Gruppe.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen ergeben sich aus der auf das Jahr 2008 entfallenden Absetzungen für Abnutzung (siehe Leasingvermögen).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen die an die MDL GmbH zu entrichtende Managementvergütung in Höhe von TEUR 465 und die auf das Jahr 2008 entfallende Zuführung zu Rückstellungen für Buchverluste in Höhe von TEUR 477.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In diesem Posten sind Zinserträge aus Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 22 enthalten.

Aufwand aus Gewinnabführung

Entsprechend den Regelungen des Ergebnisabführungsvertrages wurde der entstandene Gewinn in Höhe von TEUR 68 auf die MDL GmbH übertragen.

D. Sonstige Angaben

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Rainer Born, Würzburg (bis 31.12.2008) Geschäftsführer
Dr. Burkhard Scherer, Untergruppenbach (ab 12.03.2008) Referent der Geschäftsleitung der LBBW Leasing GmbH, Mannheim

Nach Ende des Geschäftsjahres wurde Herr Frank Sondermann, Markkleeberg (mit Wirkung ab 01.01.2009) zum Geschäftsführer bestellt.

Die Geschäftsführung erhält von der Gesellschaft keine Vergütung.

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr keine eigenen Mitarbeiter.

Wesentliche Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 251 und § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

 

Leipzig, den 20.03.2009

Frank Sondermann, Geschäftsführer

Dr. Burkhard Scherer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  Stand 01.01.2008
in €
Zugänge
in €
Umbuchungen (-/+)
in €
Abgänge
in €
Stand 31.12.2008
in €
Leasingvermögen          
- Technische Anlagen und Maschinen 26.619.630,01 0,00 0,00 22.009.797,65 4.609.832,36
  26.619.630,01 0,00 0,00 22.009.797,65 4.609.832,36
  26.619.630,01 0,00 0,00 22.009.797,65 4.609.832,36
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.01.2008
in €
Abschreibungen des Geschäftsjahres
in €
Abgänge
in €
Stand 31.12.2008
in €
Leasingvermögen        
- Technische Anlagen und Maschinen 20.097.864,70 1.666.392,12 18.767.889,53 2.996.367,29
  20.097.864,70 1.666.392,12 18.767.889,53 2.996.367,29
  20.097.864,70 1.666.392,12 18.767.889,53 2.996.367,29
  Buchwert
  31.12.2008
in €
31.12.2007
in €
Leasingvermögen    
- Technische Anlagen und Maschinen 1.613.465,07 6.521.765,31
  1.613.465,07 6.521.765,31
  1.613.465,07 6.521.765,31

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MDL Financial Services GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 20. März 2009

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Walter Schuldt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Petra Wacker, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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