Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 332269
Eingetragen
24.12.1980
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
die Durchführung von Analysen aller Art mittels Computern, die Beratung auf dem Gebiete der Datenverarbeitungstechnik, sowie Planung und Ausführung auf diesem Gebiet, der Entwurf, die Formulierung und der Verkauf von Computerprogrammen, sowie der kaufmännische Betrieb eines Computers.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
David Brent Keim
seit 20.8.2025
Geschäftsführer
Hermann Riemann
seit 11.10.2022
Prokura
Marlies Bürkel
seit 15.10.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SAS Institute A/SDNK
94.04%
SAS Institute Inc.USA
5.96%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
SAS Institute A/S
Denmark
94.04%
SAS Institute Inc.
United States
5.96%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SAS Institute GmbH

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 7.172,00 24.058,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.372.516,43 7.741.781,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anzahlungen 987.635,69 1.109.541,51
8.360.152,12 8.851.322,94
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 32.691.395,00 31.805.697,29
32.691.395,00 31.805.697,29
41.058.719,12 40.681.078,23
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 461.550,45 170.312,56
2. Waren 0,00 6.363,36
461.550,45 176.675,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.735.751,80 20.274.811,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.007.897,21 48.211.379,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände 961.955,69 2.261.109,10
73.705.604,70 70.747.299,60
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 23.402.847,39 29.186.419,77
97.570.002,54 100.110.395,29
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 161.954,86 202.433,93
138.790.676,52 140.993.907,45

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 8.096.248,66 5.699.377,47
III. Jahresüberschuss 2.765.152,88 2.396.871,19
10.887.401,54 8.122.248,66
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 32.691.395,00 31.805.697,29
2. Steuerrückstellungen 0,00 18.941,86
3. Sonstige Rückstellungen 13.072.242,62 11.781.607,98
45.763.637,62 43.606.247,13
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.730,47 483.540,80
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.644,85 141.329,23
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.691.619,27 8.706.305,09
7.750.994,59 9.331.175,12
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 74.388.642,77 79.934.236,54
138.790.676,52 140.993.907,45

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 126.187.669,77 125.783.629,74
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen 291.237,89 -288.480,37
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.565.200,93 2.696.403,30
davon aus Währungsumrechnung EUR 7.175,21 (Vj. TEUR 1)
128.044.108,59 128.191.552,67
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 58.573.859,54 60.981.865,42
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 46.106.197,76 43.181.352,62
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.845.882,73 11.493.882,39
davon für Altersversorgung EUR 3.900.425,13 (Vj. TEUR 4.564)
56.952.080,49 54.675.235,01
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 994.901,33 1.371.527,04
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.977.844,30 7.503.513,01
davon aus Währungsumrechnung EUR 6.785,79 (Vj. TEUR 35)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.571.486,27 959.748,10
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.487.183,00 1.013.886,97
84.303,27 -54.138,87
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 798.187,58 1.139.704,33
11. Ergebnis nach Steuern 2.831.538,62 2.465.568,99
12. Sonstige Steuern 66.385,74 68.697,80
13. Jahresüberschuss 2.765.152,88 2.396.871,19

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Die SAS Institute GmbH hat ihren Sitz in Heidelberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (Reg. Nr. HRB 332269).

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Jahresabschluss wurde nach dem Going-Concern-Prinzip aufgestellt.

Der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gliederungsschema nach dem Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden "Davon-Vermerke" in diesem Anhang gemacht, wenn dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses erforderlich erschien.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 Jahre) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten sowie die angemessenen Teile der Gesamtkosten. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Nutzungsdauer für Gegenstände des Sachanlagevermögens beträgt:

Bauten und Außenanlagen 40 Jahre
Computerhardware 3 Jahre
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 Jahre

Die unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen nicht saldierungsfähigen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert (kein Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) angesetzt.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Fertigungslöhnen auf Basis von Stundensätzen auch Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Die Waren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten berechnet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen umfassen ausschließlich Verpflichtungen, für die leistungskongruente Rückdeckungsversicherungen bestehen und die daher wie wertpapiergebundene Altersversorgungsverpflichtungen bilanziert werden. Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Bewertung der innerhalb der sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Jubiläumszahlungen an die Mitarbeiter werden nach der "Projected Unit Credit" Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % p. a. und zur Abzinsung der Rückstellung ein Rechnungszinssatz von 1,74 % p. a. angerechnet. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde berücksichtigt. Rückstellungen mit Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbare, langfristig fällige Verpflichtungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag am Abschlussstichtag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage).

Im Geschäftsjahr wurde im Wesentlichen in die Ausstattung in Computer Hardware (TEUR 128) und Computer Technik (TEUR 295) sowie in die Anzahlung einer Außenanlage (TEUR 92) investiert. In Summe betrugen die Investitionen TEUR 518.

Finanzanlagen

In den sonstigen Ausleihungen sind Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen ausgewiesen, die nicht die Kriterien eines Deckungsvermögens nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen.

Unfertige Leistung

Die unfertigen Leistungen betreffen erbrachte Consultingleistungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet werden konnten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.736 20.275
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.008 48.211
davon gegen Gesellschafter 44.883 46.321
davon gegen andere verbundene Unternehmen 1.125 1.890
davon Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 45.268 47.101
davon Restlaufzeit von über einem bis zu vier Jahren 740 1.110
3. Sonstige Vermögensgegenstände 962 2.261
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
73.706 70.747

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die an die Muttergesellschaft SAS Institute Inc., Cary, North Carolina, USA geleisteten Vorauszahlungen an variabler Vergütung i. H. v. 44,6 Mio. EUR (VJ: 46,0 Mio. EUR) und aus sonstigen Konzernverrechnungen (TEUR 282; VJ: TEUR 367). Gegen ein anderes verbundenes Unternehmen besteht ein Darlehen von TEUR 1.110 mit einer festen Laufzeit bis 2026. Die Darlehensforderung wird mit 3,11 % p.a. verzinst und in gleichbleibenden jährlichen Raten getilgt. Weitere Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 15).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten betrifft hauptsächlich geleistete Kundenzahlungen, die sich auf den Zeitraum nach dem Bilanzstichtag beziehen.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus den Pensionsrückstellungen, den personalbezogenen Rückstellungen und dem Anlagevermögen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,6 % zugrunde gelegt. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von EUR 26.000,00 ist in voller Höhe einbezahlt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Seit dem Geschäftsjahr 2015 bestehen ausschließlich kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen.

Sonstige Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Mitarbeitergratifikationen 7.033 5.913
Urlaubsansprüche 3.278 3.209
Jubiläumszahlungen 1.068 1.240
Sonstige Personalrückstellungen 1.006 442
Sonstige Rückstellungen 687 978
13.072 11.782

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

31.12.2023 31.12.2022
Art der Verbindlichkeiten Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47 47 484 484
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12 12 141 141
- davon gegenüber Gesellschafter 12 12 1 1
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.692 7.692 8.706 8.706
- davon aus Steuern 5.436 5.436 6.255 6.255
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
7.751 7.751 9.331 9.331

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen (TEUR 12; Vj. TEUR 141).

Eine Besicherung der Verbindlichkeiten erfolgte nicht.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten betrifft erhaltene Kundenzahlungen für Lizenzgebühren, die auf den Zeitraum nach dem Bilanzstichtag entfallen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
Umsatzerlöse TEUR % TEUR %
- nach Sparten
Lizenzgebühren 102.993 81,6 100.257 79,8
Consultinggebühren 20.630 16,3 23.039 18,3
Kursgebühren 1.234 1,0 1.309 1,0
Sonstige Umsätze 1.331 1,1 1.179 0,9
126.188 100,0 125.784 100,0
- nach Regionen
Inland 119.560 94,7 118.603 94,3
Schweiz 6.628 5,3 7.181 5,7
126.188 100,0 125.784 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Firmenwagen-, Jobrad- sowie Tankkartenbesteuerung (TEUR 736; Vj. TEUR 787), aus dem Verkauf von Anlagevermögen (TEUR 419; Vj. TEUR 457) sowie aus der Erhöhung des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung (TEUR 562, Vj. TEUR 1.367).

Materialaufwand

Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden unter anderem die an die Muttergesellschaft SAS Institute Inc., Cary, North Carolina, USA zu leistende variable Vergütung in Höhe von 52,4 Mio. EUR (Vj. 54,4 Mio. EUR) sowie Consulting-Leistungen Dritter von 5,1 Mio. EUR (Vj. 4,5 Mio. EUR) und Leistungen mit Schwesterfirmen von 0,5 Mio. EUR (Vj. 1,6 Mio. EUR) ausgewiesen.

Personalaufwand

Im Jahresdurchschnitt betrug die Mitarbeiterzahl der Gesellschaft nach Tätigkeitsbereichen:

31.12.2023 31.12.2022
Sales und Marketing 161 196
Consulting 119 103
Back-Office Services 112 91
392 390

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Kraftfahrzeug- und Reisekosten (1,7 Mio. EUR; Vj. 1,3 Mio. EUR), für Tagungen und Messen (1,3 Mio. EUR; Vj. 1,6 Mio. EUR), für Miet- und Mietnebenkosten (2,2 Mio. EUR, Vj. 1,8 Mio. EUR), für sonstige indirekte Aufwendungen für Personal (0,5 Mio. EUR, Vj. 0,5 Mio. EUR) sowie für Kommunikationsaufwendungen (0,4 Mio. EUR, Vj. 0,3 Mio. EUR).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis ergibt sich aus dem Saldo der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sowie der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen.

Zinserträge und Zinsaufwand enthalten Zinsen aus der Bewertung des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 1.469 (Vj. TEUR 703). Ansonsten konnten die Zinsaufwendungen auf Grund des Wegfalls von negativen Bank-Einlagezinsen reduziert werden (TEUR 0; Vj. TEUR 85).

Aus einem im Geschäftsjahr 2021 ausgegebenen Darlehen an ein verbundenes Unternehmen konnten Zinserträge i.H.v. TEUR 36 (Vj. TEUR 48) realisiert werden. An Bank-Einlagenzinsen wurden TEUR 66 (Vj. TEUR 0) erzielt.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR).

Organe

Geschäftsführung

Im Berichtsjahr ist als Geschäftsführer mit Einzelvertretungsberechtigung bestellt: William David Davis (Kaufmann), Cary, North Carolina, USA. Der Beruf des Geschäftsführers entspricht seiner Organstellung.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Es wird vom Unterlassungsrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird seit dem 1. Januar 2008 in den Konzernabschluss der SAS Institute A/S, Kopenhagen, Dänemark, einbezogen. Dieser Konzernabschluss (kleinster Kreis) wird über die Plattform der Dänischen Wirtschaftsbehörde "Erhvervsstyrelsen" veröffentlicht und kann über das Central Business Register ("CVR") unter "https://datacvr.virk.dk" abgerufen werden.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den der Jahresabschluss der SAS Institute GmbH einbezogen ist, wird von der SAS Institute Inc., Cary, North Carolina, USA, jeweils zu ihrem Abschlussstichtag am 31. Dezember jeden Jahres aufgestellt und ist am Sitz der Gesellschaft in Cary, North Carolina, USA, erhältlich.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 2,8 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 59 und bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

 

Heidelberg, 21. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 492.718,95 0,00 93.297,10 399.421,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 37.627.371,31 0,00 630,93 37.626.740,38
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.501.456,64 518.328,63 4.426.167,18 8.593.618,09
50.128.827,95 518.328,63 4.426.798,11 46.220.358,47
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 31.805.697,29 885.697,71 0,00 32.691.395,00
82.427.244,19 1.404.026,34 4.520.095,21 79.311.175,32
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 468.660,95 16.886,00 93.297,10 392.249,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 29.885.589,88 369.265,00 630,93 30.254.223,95
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.391.915,13 608.750,33 4.394.683,06 7.605.982,40
41.277.505,01 978.015,33 4.395.313,99 37.860.206,35
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
41.746.165,96 994.901,33 4.488.611,09 38.252.456,20
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 7.172,00 24.058,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.372.516,43 7.741.781,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 987.635,69 1.109.541,51
8.360.152,12 8.851.322,94
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 32.691.395,00 31.805.697,29
41.058.719,12 40.681.078,23

Lagebericht für 2023

A. Grundlagen des Konzerns bzw. des Unternehmens

a) Geschäftsmodell

SAS Institute GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft" genannt) ist einer der führenden Anbieter von Business-Analytics Software im Business-Intelligence-Markt. Diese Lösungen befähigen Unternehmen aus Geschäftsdaten Wissen für strategische Entscheidungen zu gewinnen.

Als Vertriebsorganisation ist die SAS Institute GmbH für den Vertrieb der Produkte der SAS Institute Inc., Cary, North Carolina/USA, (oberste Muttergesellschaft) zuständig. Zusätzlich bietet die Gesellschaft zur Implementierung von Softwarelösungen bei Kunden auch Consulting- und Schulungsdienstleistungen an.

Der Sitz der SAS Institute GmbH befindet sich in Heidelberg. Darüber hinaus befinden sich Büros an den Standorten Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und München.

Im Geschäftsjahr ergeben sich keine Veränderung in der Geschäftsführung und in der Prokura.

b) Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung für die Produkte finden bei der Muttergesellschaft SAS Institute Inc. und deren Tochtergesellschaften außerhalb Deutschlands statt.

c) Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmensleitung zieht zur Messung des wirtschaftlichen Erfolges sowie zur Entscheidungsfindung und Steuerung der Geschäftsaktivitäten primär die Umsatzerlöse nach internem Management Reporting als Leistungsindikator heran.

2023 Lizenz Revenue Service Revenue (Consulting / Education) Other Operating Revenue Operating Revenue - IC
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse gemäß Management Reporting 104.566 18.845 15 3.226
- Reduktion aufgrund Subscription (259)
- Umgliederung Intercompany 2.093 1.133 (3.226)
- Andere sonstige Zuordnung (1.314) 1.217 183
= Umsatzerlöse nach HGB * 102.993 22.155 1.331 0
- davon aus Consulting 20.630
- davon aus Education 1.234
- davon aus Bestandsveränderung 291

* Die Umsatzerlöse nach HGB werden inkl. den Bestandsveränderungen von TEUR 291 dargestellt.

2022 Lizenz Revenue Service Revenue (Consulting / Education) Other Operating Revenue Operating Revenue - IC
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse gemäß Management Reporting 100.492 19.792 1 5.325
- Reduktion aufgrund Subscription (235)
- Umgliederung Intercompany 4.291 1.034 - 5.325
- Andere sonstige Zuordnung 0 -23 144
= Umsatzerlöse nach HGB * 100.257 24.060 1.179 0
- davon aus Consulting 23.039
- davon aus Education 1.309
- davon aus Bestandsveränderung -288

* Die Umsatzerlöse nach HGB werden inkl. den Bestandsveränderungen von TEUR -288 dargestellt.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren haben dagegen keine besondere Bedeutung bei der Erfolgsmessung und Steuerung der Unternehmensaktivitäten.

B. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die SAS Institute GmbH vertreibt ihre Produkte im Wesentlichen auf dem deutschen Absatzmarkt.

Preisbereinigt ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2023 auf Grund des weiter anhaltenden Krieges in der Ukraine, der weiterhin hohen Energiepreise sowie auf Grund der seit Oktober 2023 bestehenden neuen Nahost-Krise um insgesamt - 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Besonders betroffen von der negativen Entwicklung waren das produzierende Gewerbe (- 2,6 %) sowie die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (- 1,8 %). Ein moderates Wachstum wiesen das Baugewerbe (+ 0,8 %) sowie die Branchen "Information und Kommunikation" (+ 2,0 %) sowie "Sonstige Dienstleistungen (+ 2,5 %) auf. (Quelle: Deutsches Statistisches Bundesamt)

Einhergehend mit der schwachen Konjunktur sanken auch die privaten Konsumausgaben um - 0,6 % sowie die Bruttoinvestitionen um - 3,0 %. (Quelle: Deutsches Statistisches Bundesamt)

Auf der anderen Seite war die schwache Konjunkturentwicklung von einem signifikanten Absinken der Inflationsrate während des Jahresverlaufs 2023 gekennzeichnet. Betrug die Inflationsrate im Januar 2023 noch 8,7 %, sank diese bis Dezember 2023 auf lediglich 3,7 %. (Quelle: Deutsches Statistisches Bundesamt). Abgesehen von der schwachen Konjunkturentwicklung sind weitere Gründe auch in der schrittweisen Erhöhung der Leitzinsen während des Jahres 2023 sowie in der Reduktion der Abhängigkeit Deutschlands von russischem Erdgas zu sehen.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V. (BITKOM) ermittelte eine Steigerung des ITK-Marktes im Jahr 2023 von 2,0 % auf 215,0 Milliarden Euro, welche vor allem die Sektoren Software (+ 9,4 %) und IT-Services (+5,1 %) betroffen hatte. Im Hardware-Bereich gab es hingegen einen deutlichen Rückgang von - 4,8 %. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 prognostiziert BITCOM ein Wachstum von 4,4 % auf 224,3 Milliarden Euro. Das stärkste Wachstum erwartet der Verband hierbei für das Software-Segment, das vor allem durch das ansteigende Cloud- Geschäft profitieren wird. Aber auch für das Hardware-Geschäft ist eine deutliche Erholung prognostiziert.

Die Forschungsagentur Gartner prognostiziert nach einem soliden Wachstum des weltweiten IT-Marktes von + 3,3 % im Geschäftsjahr 2023 eine Verstärkung dieses positiven Trends. Für das Jahr 2024 wird ein globales Wachstum der IT-Investitionen von 6,8 % auf 5,0 Billionen US-Dollar vorhergesagt. Das Wachstum wird dabei vor allem durch Unternehmensinvestitionen in die Unternehmenseffizienz sowie in Optimierungsprojekte gestützt. Dem entsprechend verzeichnen die Bereiche Software, IT-Services sowie Data Center Systems ein besonders starkes Wachstum. Der stark von Privatkonsumenten beeinflusste Kommunikationsbereiche weist hingegen ein wesentlich geringeres Wachstumspotential auf.

b) Lage der Gesellschaft

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2023 erfolgreich und zur Zufriedenheit der Geschäftsführung abgeschlossen. Die Umsatzerlöse des Jahres 2023 waren mit 126,2 Mio. EUR geringfügig über dem Wert des Vorjahres (125,8 Mio. EUR) und entsprachen somit der Annahme leicht ansteigender Umsatzerlöse im Lagebericht 2022.

Bei den Neulizenzierungen im Softwarebereich wurde im Vergleich zum Vorjahr 2022 ein Rückgang von - 47 % ausgewiesen. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung war die sich während des Jahres 2023 sich zunehmend verschlechternde konjunkturelle Lage in Deutschland. Die Gesellschaft erzielt üblicherweise einen überproportionalen Anteil der Neuabschlüsse im 4. Quartal eines Jahres, sodass sie im Jahr 2023 besonders stark vom konjunkturellen Abschluss betroffen war. Erfreulicherweise erwiesen sich die Renewals-Fee des Lizenzgeschäfts auf Grund geringer Ablizenzierungen auch im Jahr 2023 als äußerst stabil, so dass in diesem Bereich ein Wachstum von 5 % erzielt werden konnte. Da die Renewals Fee im Vergleich zu den Neulizenzen einen wesentlich größeren Anteil am Umsatz aufweisen, wies der Gesamtumsatz bei Software-Lizenzen in Summe ein geringfügiges Wachstum in Höhe von 1 % auf (Management-Zahlen ohne periodische Umsatzabgrenzung). Die umsatzstärksten Branchen waren wie in den Vorjahren wieder der Bank- und Versicherungssektor.

Wie in den Vorjahren wies auch im Jahr 2023 der Cloud Bereich (Software as a Service, Hosting etc.) ein starkes Wachstum von 33 % gegenüber dem Vorjahr auf.

In Summe wuchs damit der gesamte Software-Bereich (Lizenzierung plus Cloud) um 3 %.

Bei den Consulting Umsätzen konnte ein leichtes Wachstum des externen Umsatzes von 2 % erzielt werden, was zum Teil auf das starke Neulizenzgeschäft des Vorjahres 2022 zurückzuführen ist (Implementierung der im Jahr 2022 abgeschlossenen Projekte im Jahr 2023). Ebenso gelang es dem Consulting-Bereich, Partnerfirmen noch stärker in die Umsatzgenerierung bei Kunden einzubinden.

Die Umsatzerlöse des Education Sektors wiesen gegenüber dem Vorjahr 2022 einen leichten Rückgang von 5 % auf.

Wiederkehrende Service-Umsätze (vor allem aus dem Bereich Enhanced Support sowie Remote Managed Services) konnten wie auch schon im Vorjahr ein sehr starkes Wachstum verzeichnen. Dieses betrug im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr 35 %.

In Summe konnte der Services-Bereich (Recurring Services Revenue, Consulting und Education) gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden (+ 2 %).

Auf der Kostenseite wies der Materialaufwand (Aufwand für bezogene Leistungen) einen leichten Rückgang von - 3,9 % auf, was in erster Linie auf einen Rückgang der konzernbezogenen Leistungen zurückzuführen ist. Die Operating Expenses steigen hingegen um + 3,7 % primär auf Grund steigender Personalaufwendungen (+4,2 %). Der Anstieg der Personalaufwendungen ist dabei in erster Linie auf Gehaltssteigerungen sowie eine höhere Bonusausschüttung (verglichen zum Vorjahr) zurückzuführen. Die Aufwendungen für Abschreibungen reduzierten sich um - 25,8 % gegenüber dem Jahr 2022, was vor allem durch den fortgesetzten Umstieg der Firmenwägen von Ankauf auf Leasing bedingt ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um + 6,0 %, was vor allem auf den starken Anstieg an Dienstreisen zurückzuführen ist.

Insgesamt erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,4 Mio. EUR), was in etwa der Prognose sowie der Erwartungshaltung der Geschäftsführung entspricht.

b) a) Ertragslage

Die Lizenzgebühren (netto) wiesen einen leichten Anstieg von 100,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022 auf 103,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 auf (+ 2,7 %), was vor allem auf die sehr stabile Lage bei den Folgejahreslizenzen (Renewals) zurückzuführen ist.

Die in den jeweiligen Jahren abgeschlossenen Neulizenzverträge für Software-Lizenzen sanken hingegen von 8,1 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 3,8 Mio. EUR im Jahr 2023 (- 53 %). Die Folgejahreslizenzgebühren erwiesen sich als sehr stabil und erhöhten sich von 92,4 Mio. EUR im Jahr 2022 auf nunmehr 93,0 Mio. EUR im Jahr 2023 (+ 1 %).

Die Erlöse aus dem Beratungsgeschäft sanken auf Grund geringerer Umsätze mit Schwestergesellschaften im Jahr 2023 auf 20,6 Mio. EUR (- 10,5 %). Der Umsatzrückgang mit Schwestergesellschaften ist vor allem durch die Änderung der weltweiten konzerninternen Verrechnungsmethodik bedingt. Abgesehen von diesem Verrechnungseffekt erwies sich das Consultinggeschäft als stabil. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen von Schwestergesellschaften und Dritten reduzierten sich im Geschäftsjahr um -0,5 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR.

Die Verlagerung auf ein vielfältiges virtuelles Schulungsangebotes wurde im Geschäftsjahr weiter ausgebaut. Gleichzeitig fanden aber auf Grund des faktischen Endes der COVID-19 Pandemie auch vermehrt wieder Schulungen mit physischer Präsenz statt. Die Umsätze lagen etwas unter dem Vorjahresniveau (1,2 Mio. EUR; Rückgang um -5,8 %).

Der Auftragsbestand (inklusive Subscription) zum Bilanzstichtag beträgt 89,5 Mio. EUR.

Die an die Muttergesellschaft SAS Institute Inc. zu leistende variable Vergütung betrug im Geschäftsjahr 52,4 Mio. EUR (Vj. 54,4 Mio. EUR, was einem Rückgang von - 3,6 % entspricht.

Im Jahresdurchschnittsvergleich erhöhte sich der Personalbestand um 2 Mitarbeiter auf 392 Personen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich von 54,7 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 57,0 Mio. EUR (Erhöhung um + 4,2 %). Der Anstieg ist vor allem auf Gehaltssteigerungen sowie auf im Vergleich zum Vorjahr höhere Bonusaufwendungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichneten einen Anstieg von 7,5 Mio. EUR im Jahr 2022 auf nunmehr 8,0 Mio. EUR (+ 6,0 %). Der Anstieg ist vor allem durch das weitgehende Ende der pandemiebedingten Einschränkungen im Jahr 2023 (insbesondere der Reiserestriktionen) bedingt. Dem entsprechend stiegen die Reiseaufwendungen um 94,9 %. Ebenso gab es Steigerungen im Bereich Miet- und Pachtaufwendungen (+ 24,5 % in Summe für bewegliche und unbewegliche Mietobjekte). Die Hauptgründe für diese Steigerung waren der fortgesetzte Umstieg von gekauften Firmenwagen auf Leasing-Firmenwagen sowie Renovierungstätigkeiten in den Büroflächen.

Auf Grund der aktuellen Zinsentwicklung war es der Gesellschaft seit langem wieder möglich, Zinserträge aus nicht unmittelbar benötigten Liquiditätsreserven zu generieren. Nicht unmittelbar für den laufenden Geschäftsbetrieb benötigte Liquidität wurde dabei kurzfristig als festverzinsliches Festgeld angelegt, was eine weitgehend risikolose Veranlagungsform darstellt. In Summe konnte die Gesellschaft dadurch im Jahr 2023 ein positive Finanzergebnis von TEUR 84 erzielen (Vorjahr negatives Finanzergebnis von TEUR - 54).

Das Ergebnis wird durch TEUR 798 Steueraufwand gemindert. Die rechnerische Steuerquote (ohne Steuererstattungen oder -nachzahlungen für Vorjahre), basierend auf dem handelsrechtlichen Ergebnis, beträgt 24,0 %, was auf einen (im Vergleich zum handelsrechtlichen Gewinn) niedrigeren steuerrechtlichen Gewinn (Auflösung von temporären Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz) zurückzuführen ist.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 2,8 Mio. EUR (Vj. 2,4 Mio. EUR), der auf neue Rechnung vorgetragen wird.

b) b) Finanzlage

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 war weiterhin positiv. Die Finanzierung des Betriebs erfolgte unverändert aus dem operativen Finanzmittelzufluss. Die Gesellschaft war daher zu jeder Zeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Der Gesamtbestand an liquiden Mitteln verringerte sich von stichtagsbezogen 29,2 Mio. EUR im Jahr 2022 auf nunmehr 23,4 Mio. EUR. Spiegelbildlich stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 20,3 Mio. EUR im Jahr 2022 auf nunmehr 26,7 Mio. EUR an.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken von 48,2 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 46,0 Mio. EUR im Jahr 2023, was durch eine Reduktion der Vorauszahlungen von Lizenzgebühren an die Konzernmutter SAS Institute Inc., der kontinuierlichen Rückzahlung eines Darlehens an eine Schwestergesellschaft sowie durch das Bestreben der SAS-Gruppe, konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten zum Jahresultimo so weit wie möglich zu bezahlen, bedingt ist.

Die Gesamtinvestitionen (ohne Finanzanlagen) für das Geschäftsjahr 2023 betrugen 0,5 Mio. EUR (Vj. 0,5 Mio. EUR). Innerhalb der Anlagenklasse "andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" wurden im Wesentlichen in IT-Ausstattung (0,5 Mio. EUR, Vj. 0,4 Mio. EUR) investiert. Durch den Verkauf von Anlagevermögen ergaben sich Abgangsgewinne von TEUR 419 (Vj. TEUR 457).

b) c) Vermögenslage

Das Eigenkapital der SAS Institute GmbH beträgt zum Stichtag 10,9 Mio. EUR und erhöhte sich um den Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres von 2,8 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote - Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme - beträgt 7,8 % (Vj. 5,8 %). Zu beachten ist, dass die Lizenzeinnahmen über die Laufzeit abgegrenzt werden, so dass wirtschaftlich, nach Berücksichtigung des SAS-Geschäftsmodells, der passive Rechnungsabgrenzungsposten von 74,4 Mio. EUR (Vj. 79,9 Mio. EUR) als Eigenkapital zu klassifizieren ist. Die Gesellschaft verfügt somit über eine ausreichende Eigenkapitalbasis.

Die Bilanz ist gekennzeichnet durch einen Rückgang des Umlaufvermögens von 100,1 Mio. EUR im Jahr 2022 auf nunmehr 97,6 Mio. EUR (- 2,5 %). Die Gründe wurden weiter oben dargelegt.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen von 11,8 Mio. EUR im Jahr 2022 auf nunmehr 13,1 Mio. EUR ist in erster Linie auf gestiegene Bonusrückstellungen sowie gestiegene Rückstellungen für erwartete Abfindungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden dieses Jahr so weit wie möglich unabhängig von ihrer Fälligkeit vor dem Bilanzstichtag (31. Dezember 2023) bezahlt. Zum Stichtag verblieb ein offener Saldo von TEUR 48 (Vj. TEUR 484).

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus der Zahlung einer variablen Vergütung (6,5 Mio. EUR) wurden mit Forderungen aus bereits geleisteten Vorauszahlungen saldiert.

Die Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten von 4,6 Mio. EUR (Vj. 5,1 Mio. EUR) und aus noch nicht ausgezahlten Altersversorgungsleistungen von 2,3 Mio. EUR (Vj. 2,5 Mio. EUR), die durch Bankguthaben in gleicher Höhe gedeckt sind.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Risikobericht

Als Vertriebsgesellschaft für Business-Analytics Software ist die SAS Institute GmbH den üblichen Geschäftsrisiken, den dynamischen Veränderungen der Marktbedingungen, der Preispolitik der Konkurrenten sowie dem Investitionsverhalten der Kunden unterlegen.

Die deutsche Wirtschaft befand sich am Bilanzstichtag in einer Rezession (negatives Wirtschaftswachstum im 2., 3. und 4. Quartal des Jahres 2023) Gleichzeitig ist das Inflationsniveau trotz eines deutlichen Absinkens während des Jahres 2023 noch immer signifikant über dem langjährigen Durchschnitt Die damit einhergehenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten führen bei vielen Unternehmen, und somit auch bei Kunden und potenziellen Kunden von SAS, zu Ausgaben- und Investitionseinschränkungen.

SAS Institute begegnet diesem Risiko dadurch, dass Kunden Lösungen für aktuelle betriebswirtschaftliche Herausforderungen abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse angeboten werden. So kann analytische SAS - Software Kunden bei aktuellen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen wie nachhaltige Kundenbindung aber auch beim möglichst effizienten Ressourceneinsatz (z.B. im Energiemanagement) gezielt unterstützen. SAS Institute setzt hierbei individuelle Softwarelösungen (flexibel skalierbar) sowie ein umfangreiches Consultingangebot ("Everything as a Service" - XaaS) ein. Mithilfe von strategischen Partnerschaften, wie z.B. mit Microsoft, erweitert die SAS-Gruppe die klassische Kundenbasis.

Durch die permanente Weiterentwicklung der SAS-Software ist es notwendig, Kunden regelmäßig über verbesserte und neue Funktionalitäten zu informieren und zu schulen. Kundenschulungen wurden 2023 sowohl in Live-Web-Classes bzw. E-Learning- Umgebungen, aber auch wieder klassisch in Form von Kursen mit Anwesenheit der Lehrenden und der Kunden durchgeführt.

Von sehr hoher Bedeutung für das Unternehmen ist das Halten und die Gewinnung hochqualifizierten Personals, welches für das weitere Umsatzwachstum benötigt wird. Dies stellt aktuell auf Grund des Fachkräftemangels in der gesamten Volkswirtschaft eine besondere Herausforderung dar. Um dieser Herausforderung bestmöglich entgegenzutreten, hat die Geschäftsführung der SAS Institute GmbH zusammen mit den Mitarbeitenden eine attraktive und mitarbeiterfreundliche Arbeitsplatzkultur geschaffen. Die SAS-Gruppe hat sich für ein hybrides Arbeitsmodell entschieden, in welchem in einem etwa ausgeglichenen Verhältnis in den Büroräumlichkeiten und aus dem Home-Office gearbeitet wird.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden fortlaufend überwacht. Dem Risiko von Zahlungsausfällen begegnet die Gesellschaft proaktiv, indem frühzeitig mit den Kunden geeignete Maßnahmen ergriffen und beispielsweise individuelle Zahlungspläne erarbeitet werden. Ein nennenswertes Ausfallrisiko kann aus der Forderungsstruktur derzeit nicht ableitet werden. Zur Abdeckung von identifizierten Ausfallrisiken werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Finanzanlagen betreffen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen gegen ein Versicherungsunternehmen, aus denen sich nach unserer Einschätzung zurzeit keine Risiken ergeben.

Bestandsgefährdende Risiken sind für die Gesellschaft derzeit nicht erkennbar.

b) Chancenbericht

Die SAS-Plattform wächst weiterhin organisch und orientiert sich an den fach- und branchenspezifischen Anforderungen der Kunden. Mit der strategischen Partnerschaft zwischen SAS und Microsoft wurden SAS-Analytics-Anwendungen und Branchenlösungen gemeinsam weiterentwickelt und stehen in der Microsoft Cloud-Lösung "Azure" und den Microsoft Power Plattformen den Kunden zur Verfügung.

Als besonderer Wettbewerbsvorteil erweist sich dabei, dass sich gegenwärtig der Trend zu reinen Cloud-Lösungen verlangsamt und stattdessen Kunden verstärkt Hybrid- Software-Lösungen nachfragen, welche sowohl in der Cloud als auch On-Premise beim Kunden eingesetzt werden können. Hier erweist es sich für SAS als Vorteil, dass die SAS-eigene Lösung Viya® 4 sowohl in der Cloud als auch lokal in Form eines Kubernetes- Clusters installiert eingesetzt werden kann. SAS hat dabei das Ziel, innerhalb der nächsten drei Jahren die Softwarelösungen der Bestandskunden im Zuge eines "Move to Viya" auf die neue Plattform Viya® 4 zu migrieren. Langfristig erwartet SAS jedoch, dass sich die Cloud-Lösung durchsetzen wird.

Die SAS Institute GmbH bietet ihren Kunden als "One-Stop-Solution-Provider" neben den Softwarelizenzen auf den Kunden zugeschnittene Dienstleistungen an. Durch die "Infrastructure as a Service" (IaaS) oder "Results as a Service" (RaaS) Angebote profitieren SAS-Kunden beispielsweise von den weltweiten Erfahrungen der SAS-Spezialisten. Die Kunden liefern Daten und Fragestellung und SAS-Experten geben über eine Delivery-Modell Auswertungen und die benötigten Antworten. Somit erhält der Kunde wertvolle Erkenntnisse aus eigenen Daten, ohne zuvor in Know-how und Infrastruktur investiert zu haben. Die SAS Institute GmbH erweitert mit Dienstleistungen wie "Results as a Service" oder dem "Remote Managed Service" ihre Angebotspalette und hilft dem Kunden, drängende Geschäftsprobleme, begrenztes Budget, Personalengpässe oder IT-Ressourcenknappheit unter einen Hut zu bekommen.

Die SAS Institute GmbH ist wirtschaftlich in ein stabiles globales Konzernumfeld eingegliedert. Weltweite SAS-Spezialisten und strategischen Partner unterstützen SAS bei der Umsetzung von Kundenanforderungen. Der Konzern bereitet aktuell weltweit ein Initial Public Offering (IPO) vor, dessen Ziel es ist, zum Jahr 2025 einen Börsengang in den USA durchführen zu können.

Im Jahr 2023 wurde die Einführung einer weltweit einheitlichen Systemumgebung vorbereitet (Vereinheitlichung insbesondere des Buchhaltungssystems, der Projektabrechnungssysteme, der Schnittstellen zwischen Buchhaltung und Banksystemen sowie der Beschaffungsprozesse). Diese neuen Systeme wurden im Januar 2024 in allen SAS-Gesellschaften, und somit auch bei SAS Institute GmbH, produktiv geschaltet. Die Vereinheitlichung der Systemumgebung bietet die Chance auf eine signifikante Effizienzsteigerung bei den Finanzprozessen sowie ausgewählten administrativen Prozessen. Sie erleichtert zudem signifikant die Durchführung von Buchungskontrollen, die dem SOX-Standard entsprechen, und trägt damit zur Steigerung der internen und externen Transparenz durch Einführung eines lückenlosen Vier-Augen-Prinzips bei Buchungen bei.

c) Prognosebericht

Die Konzernspitze der SAS Institute Inc. gab im Jahr 2021 bekannt, dass man Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang (Initial Public Offering) treffen wird. Im Hinblick auf diesen möglichen Börsengang arbeitet der SAS-Konzern seitdem an der Anpassung von Strukturen und an der Vereinheitlichung von Prozessen über die gesamte Wertschöpfungskette. Ebenso werden die im SAS-Konzern weltweit eingesetzten IT-Systeme sowie die Arbeitsprozesse so weit wie möglich vereinheitlicht. Laut den aktuellen Einschätzungen der Konzernspitze ist ein möglicher Börsengang für das Jahr 2025 geplant.

Darüber hinaus wird sich SAS noch gezielter auf die Segmente seiner Plattform mit besonderem Wachstumspotenzial fokussieren und mit weiteren umfangreichen Investitionen in die Weiterentwicklung von Kl- und Advanced-Analytics-Software und -Lösungen investieren. Hierdurch möchte SAS noch spezifischer auf Kundenanforderungen eingehen und seine Führungsposition in einem wachsenden, hart umkämpften und zunehmend dynamischen Markt ausbauen.

Die Geschäftsführung begrüßt die angestrebten Veränderungen und erwartet hieraus für das Geschäftsjahr 2024 leicht ansteigende Umsatzerlöse.

Betreffend den Krieg in der Ukraine und die dadurch bedingten Sanktionen gegenüber der Russischen Föderation hat es im Jahr 2023 trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit sowie eines Erstarkens der Inflation keine nennenswerte Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft gegeben. Die Auswirkungen im Geschäftsjahr 2023 können aufgrund der anhaltenden Dynamik der Ereignisse noch nicht vollständig eingeschätzt werden. Die neuen Spannungen und kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten hatten bis dato keinen spürbaren Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Ebenso ist die Konjunkturentwicklung für das Jahr 2024 zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar. Aktuell gehen die meisten Prognosen von einem geringen Wachstum für 2024 aus. (Quelle: ARD-Tagesschau Online) Eine Verschlechterung des Geschäftsverlaufs der SAS Institute GmbH ist zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht zu befürchten.

 

Heidelberg, 21. Juni 2024

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SAS Institute GmbH, Heidelberg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der SAS Institute GmbH, Heidelberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SAS Institute GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 21. Juni 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Gebhardt, Wirtschaftsprüfer

gez. Mielchen, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschuss auf den 31. Dezember 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 21. Juni 2024 festgestellt.

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