Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH

Gewerbepark Dachsberg 1, 53604 Bad Honnef, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 6958
Vorher
CCC Confiserie Coppeneu et Compagnon GmbHCCC Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH
Eingetragen
20.11.2002
Branche
Herstellung von Süßwaren, ohne DauerbackwarenGroßhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenEinzelhandel mit Back- und Süßwaren
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Süßwaren und artverwandte Tätigkeiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Tölge
seit 28.5.2020
Geschäftsführer
Oliver Coppeneur
seit 20.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

33.70% identifiziert66.30% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
33.70%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bonn
13.000 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH

Bad Honnef

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bilanz zum 30.06.2023

der Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, Bad Honnef

Aktivseite

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.759,00 56,9
II. Sachanlagen 8.410.191,60 8.455.950,60 8.791,5
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.949.784,71 2.318,6
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 921.730,39 1.207,1
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 561.496,71 4.433.011,81 34,5
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.206,50 38,4
12.926.168,91 12.447,0

Passivseite

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000,0
II. Verlustvortrag / Gewinnvortrag -56.669,32 -450,6
III. Jahresfehlbetrag 105.147,31 1.048.477,99 394,0
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 415.931,25 415,9
C. Rückstellungen 332.814,16 445,0
D. Verbindlichkeiten 11.128.945,51 10.642,7
davon gegenüber Gesellschaftern: 2.881.159,68 € (Vj.2.604,3 T€)
davon aus Steuern: 79.968,12 € (Vj.24,5 T€)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 9.950,50 € (Vj.0,0 T€)
12.926.168,91 12.447,0

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.07.2022 - 30.06.2023

der Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, Bad Honnef

2022/2023 2021/2022
1. Rohergebnis 7.277.896,86 6.378.662,01
2. sonnstige betriebliche Erträge 1.368.560,58 770.906,62
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.647.873,20 -2.905.221,98
b) soziale Abgaben -781.361,61 -4.429.234,81 -593.072,87 -3.498.294,85
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -514.972,45 -530.203,69
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.303.646,30 -2.333.552,29
398.603,88 787.517,80
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -260.293,40 -149.623,32
davon an verbundene Unternehmen: 3.399,00 € (Vj.0,0 T€)
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.147,31 -206.000,00
7. Ergebnis nach Steuern 143.457,79 431.894,48
8. sonstige Steuern -38.310,48 -37.894,48
9. Jahresüberschuss 105.147,31 394.000,00

Anhang zum 30. Juni 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wird auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften (HGB, GmbHG) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Bestimmungen der § 266 HGB. Die GuV ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter der Nummer HRB 6958 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bad Honnef.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften und wurden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden werden entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten - und soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten - und soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen, wobei die steuerlich zulässigen Abschreibungssätze zugrunde gelegt werden. Die Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wird in Einklang mit den dafür geltenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern in Anspruch genommen (Sammelposten).

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind mit den Anschaffungskosten oder soweit nach dem Niederstwertprinzip niedrigere beizulegende Werte zum Bilanzstichtag zu berücksichtigen waren, mit diesen bewertet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten oder einem niedrigeren Stichtagswert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % ausreichend Rechnung getragen worden.

Liquide Mittel sind mit dem Nennwert des Kassenbestandes und der Bankguthaben angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im gesonderten Anlagespiegel als Bestandsteil des Anhangs dargestellt.

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen ist entgeltlich erworbene EDV-Software ausgewiesen. Die Abschreibung der Software erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren.

Beim Posten Grundstücke und Bauten werden die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre unverändert fortgeführt. Die Nutzungsdauer der Geschäftsbauten beträgt zwischen 19 und 33 Jahren.

Die technischen Anlagen und Maschinen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum 3 bis 20 Jahren abgeschrieben.

Die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear über einen Zeitraum von 2 bis 14 Jahren abgeschrieben.

Die mengenmäßige Bewertung des Vorratsvermögens wurde entsprechen der zum Ende des Geschäftsjahres durchgeführten Inventur vorgenommen. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Stichtagswerten.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 23,0 betreffen Forderungen gegen einen Gesellschafter, sie haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Passiva

Eigenkapital

Das Stammkapital von TEUR 1.000 ist zum Nennwert angesetzt.

Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen

Der gewährte Zuschuss zum Anlagevermögen in Höhe von EUR 415.931,25 verbleibt im Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen.

Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für mögliche Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 117), für Personalkosten (TEUR 107 ; Vj. TEUR 180), interne und externe Kosten der Abschlussprüfung (TEUR 34; Vj. TEUR 34) sowie übrige Rückstellungen.

Verbindlichkeiten

Für die einzelnen Verbindlichkeiten ergeben sich die in der nachfolgenden Übersicht aufgeführten Restlaufzeiten:

gesamt Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.101.087,46 4.038.707,88 62.379,58 0,00
(4.475.296,64) (4.339.164,55) (136.132,09) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 449.438,48 449.438,48
(703.570,20) (703.570,20)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 153.399,00 3.399,00 150.000,00 0,00
(150.000,00) (0,00) (150.000,00) (0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 6.425.020,57 3.418.978,89 3.006.041,68 1.262.500,00
(5.313.844,85) (2.851.344,85) (2.462.500,00) (1.262.500,00)
Gesamt 11.128.945,51 7.910.524,25 3.218.421,26 1.262.500,00
(10.642.711,69) (7.894.079,60) (2.748.632,09) (1.262.500,00)

Klammerwerte: Vorjahr

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 150 enthalten. Der betreffende Gesellschafter hat zu diesem Darlehen einen Rangrücktritt erklärt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.728 enthalten. Es handelt sich um kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.134 sowie langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 594. Zu Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.134 hat der betreffende Gesellschafter einen Rangrücktritt erklärt. Ferner wird in den sonstigen Verbindlichkeiten eine auf unbestimmte Zeit laufende typisch stille Beteiligung eines Gesellschafters in Höhe von TEUR 300 ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Grundschuld zu Gunsten der VR-Bank Rhein-Sieg in einer Gesamthöhe von nominal TEUR 633 auf dem Grundstück Wittichenauer Str. 15-17, Bad Honnef,

Grundschuld zu Gunsten der Hypovereinsbank Saarbrücken in einer Gesamthöhe von nominal TEUR 300 am Betriebsanwesen Wittichenauer Str. 15-17, Bad Honnef,

Grundschuld zu Gunsten der Hypovereinsbank Saarbrücken in einer Gesamthöhe von nominal TEUR 4.500 auf dem Grundstück Gewerbepark Dachsberg 1-9, Bad Honnef,

Eine Globalzession zu Gunsten der Sparkasse Köln/Bonn über die Forderungen von A - Z,

Raumsicherungsübertragung Waren mit Abtretung Verkaufsforderungen Gewerbepark Dachsberg 1, 53604 Bad Honnef, zugunsten der Sparkasse KölnBonn,

Raumsicherungsübereignung zu Gunsten der Hypovereinsbank Saarbrücken auf technischen Anlagen und Maschinen für den Standort Wittichenauer Str. 15-17, Bad Honnef.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 4.700 durch Grundschulden auf dem Grundstück Gewerbepark Dachsberg 1-9, Bad Honnef, besichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Es gab Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung in folgenden Posten:

• sonstige betriebliche Erträge Ertrag aus Auszahlung der Überbrückungshilfe III 1.314 T€
• sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwand aus dem Wiederaufleben von Forderungen 731 T€

Zum Ausgleich der wirtschaftlichen Belastungen infolge der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie hat die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung Köln vom 26.06.2023 eine Billigkeitsleistung des Bundes in Form einer Corona-Überbrückungshilfe in Höhe von insgesamt TEUR 1.314 erhalten.

Mit Verzichtserklärungen vom 29.06. und vom 26.10.2021 haben ein Gesellschafter und ein privater Darlehensgeber Forderungen gegen die Gesellschaft in Höhe von TEUR 5.000 gegen Besserungsabrede verzichtet. Hiervon leben aufgrund der verbesserten Ertragslage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 731 wieder auf.

V. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag zu verrechnen.

VI. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich 156 Arbeitnehmer, die in folgenden Bereichen eingesetzt wurden:

Produktion / Verpackung 82
Aushilfskräfte 36
Verwaltung 21
Läden 6
Logistik 7
Technik 4

Zum Bilanzstichtag haben Gesellschafter und private Darlehensgeber auf Forderungen gegen die Gesellschaft in Höhe von TEUR 5.000 gegen Besserungsschein verzichtet (davon TEUR 4.500 im Geschäftsjahr 2020/2021 und TEUR 500 im Geschäftsjahr 2021/2022). Die erlassenen Forderungen leben wieder auf, wenn und soweit sich die Ertragslage der Gesellschaft dahingehend bessert, dass zum 30.06. eines Jahres der handelsbilanzielle Jahresüberschuss vor Ertragsteuern mindestens TEUR 100 beträgt. Dementsprechend lebten zum Bilanzstichtag 2021/2022 TEUR 32 und zum Bilanzstichtag 2022/2023 TEUR 731 wieder auf. Ferner bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 30.06.2023 in Form von Miet- und Leasingrestverbindlichkeiten in Höhe von ca. TEUR 134.

Die Gesellschaft hat folgende Darlehensforderung gegen ein Mitglied der Geschäftsführung:

Stand 01.07.2022 23.000,00 €
Zugang / Abgang 2022/2023 0,00 €
Stand 30.06.2023 23.000,00 €

Das Darlehen wird mit dem für den jeweiligen Zinszeitraum geltenden EURIBOR Sechs-Monats-Zins, mindestens jedoch 0,00 % zuzüglich einer Marge von 0,35 % verzinst. Es ist tilgungsfrei endfällig am 30.06.2025.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr obliegt die Geschäftsführung den Herren Oliver Coppeneur, Konditormeister und Oliver Tölge, Dipl.-Ingenieur.

Hinsichtlich der Angaben zu den Organbezügen gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

VII. Ereignisse nach dem Stichtag

Im Oktober 2023 hat uns ein Großkunde, mit dem wir im Geschäftsjahr 2022/2023 ca. 46 % unseres Umsatzes erwirtschaftet haben, mitgeteilt, dass der bestehende Rahmenvertrag nicht über den 30.06.2024 hinaus verlängert wird.

 

Bad Honnef, den 15. Dezember 2023

gez. Oliver Coppeneur, Geschäftsführer

gez. Oliver Tölge, Geschäftsführer

Datum der Feststellung: 22.12.2023

Entwicklung des Anlagevermögens zum 30.06.2023

der Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, Bad Honnef

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.07.2022 Zugänge Abgänge Stand 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 274.029,32 15.558,60 0,00 289.587,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 9.632.770,64 9.632.770,64
2. technische Anlagen und Maschinen 3.135.602,45 101.376,87 3.236.979,32
3. andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.498.358,40 5.595,98 1.503.954,38
14.266.731,49 106.972,85 0,00 14.373.704,34
14.540.760,81 122.531,45 0,00 14.663.292,26
Abschreibungen
Stand 01.07.2022 Zugänge Abgänge Stand 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 217.163,32 26.665,60 0,00 243.828,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.857.878,12 254.041,00 2.111.919,12
2. technische Anlagen und Maschinen 2.488.325,43 147.418,87 2.635.744,30
3. andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.129.002,34 86.846,98 1.215.849,32
5.475.205,89 488.306,85 0,00 5.963.512,74
5.692.369,21 514.972,45 0,00 6.207.341,66
Buchwert 30.06.2023 Buchwert Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.759,00 56.866,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.520.851,52 7.774.892,52
2. technische Anlagen und Maschinen 601.235,02 647.277,02
3. andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 288.105,06 369.356,06
8.410.191,60 8.791.525,60
8.455.950,60 8.848.391,60

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, Bad Honnef

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH ist ein in Deutschland ansässiger und ausschließlich in Deutschland produzierender Handwerksbetrieb für Schokoladen- und Confiserieprodukte höchster Qualität. Als Alleinstellungsmerkmal sehen wir unsere Produktvielfalt, individuelle Anpassungsmöglichkeiten an die Bedürfnisse unserer Kunden sowie die handwerkliche, individuelle Herstellung von unseren Cru-Schokoladen in allen Herstellungsstufen ("von der Bohne ab").

Die Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH produziert handgeschöpfte wie auch massive Schokoladentafeln, Pralinen sowie saisonale Produkte zu Weihnachten und Ostern, wie z. B. Weihnachtskugeln und Schokoladen-Ei-Produkte. Sämtliche Produktionsschritte, die Verpackung sowie Lager und Versand erfolgen von dem in 2015 neu bezogenen Standort Bad Honnef aus. Am Standort befindet sich ein Werksverkauf inkl. Bistro und Außengastronomie auf über 500 m 2 , der Besucher jederzeit willkommen heißt. Das Unternehmen verfügt über ein weiteres Ladenlokal in der Bonner Innenstadt und einen Werksverkauf in Bad Honnef Süd, Wittichenauer Straße 15 - 17. Seit 11 Jahren vertreibt das Unternehmen die Produkte ebenfalls über einen eigenen Onlineshop. Für Unternehmenskunden werden hochwertige Produkte in individualisierter Form projektbezogen sowie permanent angeboten.

II. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft führt keine eigenen Forschungsaktivitäten durch. Im Bereich der Produktentwicklung arbeitet 1 Person kontinuierlich an neuen Produktideen sowie Geschmacksrichtungen. Ebenfalls gehören die Weiterentwicklung von Produktionsverfahren und Produktionsprozessen in diesen Aufgabenbereich.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Mit einem Umsatzanteil von 93,31 % ist Deutschland der mit Abstand wichtigste Markt für unsere Produkte. Europaweit rangiert Deutschland mit 9,21 kg pro Kopf im Jahr beim Konsum von Schokoladenprodukten nach der Schweiz mit 9,56 kg pro Kopf im Jahr an zweiter Stelle. 1

1 Quelle: Statista, Konsum von Schokoladenprodukten Stand 2021, Konsum pro Kopf

Die anhaltenden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, einer Kostenexplosion auf den Energiemärkten und Insbesondere die drohende Gasknappheit und die Verunsicherungen bei der Gasversorgung belasteten die Süßwarenbranche im vergangenen Kalenderjahr. Trotzdem kann die Süßwarenbranche auf eine weitgehend stabile Entwicklung bei Absatz und Umsatz im Kalenderjahr 2022 zurückblicken. So konnte die Produktion von Süßwaren und Knabberartikeln im Jahr 2022 zulegen. Die Produktionsmenge stieg um 2,4 % auf insgesamt 4,17 Mio. t, wobei sich der Produktionswert um 8,1 % auf leicht über 14,2 Mrd. EUR erhöhte. Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg die Produktion von Schokolade und Schokoladewaren in 2022 in der Menge um 1,9 % auf nunmehr 1,2 Mio. t, mit einem Anstieg des Produktionswertes um 5,4 % auf 6,2 Mrd. EUR. Weiterhin bleiben Schokoladewaren die wichtigste Exportkategorie. Im Jahr 2022 wurden 718.000 t Schokoladewaren mit einem Wert von 4,3 Mrd. EUR exportiert (+3,4 % in der Menge, +12,8 % im Wert). 2

II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022/2023 verzeichnete unsere Gesellschaft einen Rohertrag 3 von TEUR 7.278 nach TEUR 6.379 im Vorjahr. Diese Entwicklung entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von +14,1 % und ist im Wesentlichen auf die stark gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.

Den Umsatzanstieg führen wir auf die Fortführung und Erweiterung eines größeren Rahmenkontraktes mit einem der bestehenden Großkunden zurück. Die Umsätze mit dem Fachhandel sind unter Berücksichtigung eines Sondereffekts gegenüber dem Vorjahr konstant.

Mit 41,4 % des Umsatzes erwirtschaften wir einen Großteil unseres Umsatzes mit dem Fachhandel im deutschsprachigen Raum sowie über unsere eigenen Läden, die wir ebenfalls dem Fachhandel zuordnen. Die restlichen Umsatzerlöse realisieren wir aus der Fertigung von Private Label-Produkten, wobei 46,6 % des Gesamtumsatzes von einem kundenspezifischen Produkt getragen werden.

Auf dem Rohstoffmarkt führten Lieferengpässe, die unter anderem auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des Krieges in der Ukraine zurückzuführen sind, zu massiven Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr. Die im Geschäftsjahr 2021/2022 abgeschlossenen Rahmenaufträge für flüssige Schokolade konnte die Gesellschaft zu geringfügig veränderten Konditionen verlängern und so der Rohstoff-Verknappung und der angespannten Liefersituation vor allem im Bereich der Kartonagen und Schokoladenmassen gut entgegenwirken.

2 Quelle: Geschäftsbericht der BDSI 2023, Seite 8 Produktion von Süßwaren
3 Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen abzgl. Materialaufwand

Zum Ausgleich der wirtschaftlichen Belastungen infolge der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie hat die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung Köln vom 26.06.2023 eine Billigkeitsleistung des Bundes in Form einer Corona-Überbrückungshilfe in Höhe von insgesamt TEUR 1.314 erhalten. Dies hat wesentlich zur Verbesserung der Ertragslage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr beigetragen.

Zur Förderung der Restrukturierung der Gesellschaft und zur Stärkung der Kapitalbasis haben ein Gesellschafter und ein privater Darlehensgeber in Vorjahren auf gewährte Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 5.000 unter der auflösenden Bedingung einer Besserung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft verzichtet. Die erlassenen Forderungen leben wieder auf, wenn und soweit sich die Ertragslage der Gesellschaft dahingehend bessert, dass zum 30.06. eines Jahres der handelsbilanzielle Jahresüberschuss vor Ertragsteuern mindestens TEUR 100 beträgt. Aufgrund der verbesserten Ertragslage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr leben die Forderungen zum Bilanzstichtag im Umfang von TEUR 731 wieder auf.

Der Aufwand für Personal (TEUR 4.429; Vj.TEUR 3.498) und Fremdarbeiten (TEUR 325; Vj.TEUR 329) ist mit insgesamt TEUR 4.754 gegenüber dem Vorjahr deutlich um insgesamt TEUR 927 gestiegen. Der Anstieg der Personalaufwendungen (inkl. Aufwand für Fremdarbeiten) ist insbesondere auf die gesetzliche Anpassung des Mindestlohns zum 01.10.2022 zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Fremdarbeiten) übersteigen das Vorjahresniveau um TEUR 973. Wesentliche Ursache hierfür ist, dass Forderungen in Höhe von TEUR 731 im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder aufgelebt sind. Im Vorjahr waren dies TEUR 32.

Das Betriebsergebnis (EBIT) 4 ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 389 auf TEUR 399 im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken.

Lässt man die Sondereffekte im abgelaufenen Geschäftsjahr, sonstige betriebliche Erträge infolge der Billigkeitsleistung des Bundes in Form einer Corona-Überbrückungshilfe (TEUR 1.314), Aufwand aus wieder auflebenden Forderungen (TEUR 731), sowie im Vorjahr sonstige betriebliche Erträge aus dem Forderungsverzicht eines privaten Darlehensgebers (TEUR 500), Aufwand aus wieder auflebenden Forderungen (TEUR 32), außer Acht, so hat sich das Betriebsergebnis in Höhe von TEUR -184 (Vj. TEUR 288) gegenüber dem Vorjahr um TEUR 472 verschlechtert.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -150 auf TEUR -260 verschlechtert. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass infolge der Leitzinsanhebungen der Europäischen Zentralbank die in den Darlehensverträgen mit privaten Geldgebern vereinbarten EURIBOR-Klauseln im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Geltung kommen.

4 Jahresüberschuss + Zinsen + Steuern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wird ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 106 (Vorjahr TEUR 394) ausgewiesen. Lässt man auch hier die vorbeschriebenen Sondereffekte außer Acht, so hätte sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag von TEUR -477 gegenüber TEUR -106 im Vorjahr ergeben. Dies entspricht einer Verschlechterung um TEUR 371.

b) Finanzlage

Die Gesellschaft konnte ihren Verpflichtungen im abgelaufenen Geschäftsjahr nachkommen. Rechnungen werden, sofern vereinbart, immer innerhalb der Skontofrist, ansonsten innerhalb vereinbarter Zahlungsziele ausgeglichen.

Bedingt durch den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresgewinn in Höhe von TEUR 106 weist unsere Gesellschaft zum Bilanzstichtag ein handelsbilanzielles Eigenkapital von TEUR 1.048 aus.

Die Liquiditätslage ist aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre sowie der hohen Bankverbindlichkeiten nach wie vor als angespannt zu bezeichnen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten zwar um TEUR 374 auf TEUR 4.101 bei gleichzeitig stark gestiegenen liquiden Mitteln (+TEUR 527 auf TEUR 561) verringert werden, parallel war aber zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft die Zusage eines weiteren Darlehens durch unsere Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.000 erforderlich, um einen fälligen Immobilienkredit zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/2024 ablösen zu können. Die Gesellschaft ist bis auf Weiteres auf die Zuführung von Finanzmittel aus dem Gesellschafterkreis angewiesen.

Zum Ende des Geschäftsjahres weist das Unternehmen eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote (Eigenkapital unter Berücksichtigung von Gesellschafterdarlehen) von 31,2 % aus.

Zum Stichtag übersteigt das kurzfristig fällige Fremdkapital mit insgesamt TEUR 7.910 das kurzfristig gebundene Vermögen in Höhe von TEUR 4.470 (einschließlich Vorräte und Rechnungsabgrenzungsposten) um TEUR 3.440, wovon TEUR 2.728 gegenüber einem Gesellschafter bestehen, der im Übrigen zugesagt hat, die Gesellschaft in dem erforderlichen Maße mit liquiden Mitteln auszustatten.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich trotz eines reduzierten Anlagevermögens (TEUR -392) infolge planmäßiger Abschreibungen und nur in geringem Umfang getätigter Investitionen insbesondere infolge gestiegener Vorräte (TEUR +631 auf TEUR 2.950) und niedrigerer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -255 auf TEUR 879) um TEUR 479 auf TEUR 12.926 erhöht.

Das Anlagevermögen (TEUR 8.456) entspricht einem Anteil von 65,4 % des Vermögens insgesamt.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die liquiden Mittel um TEUR +527 stark angestiegen.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt in erster Linie über die folgenden Kennzahlen:

Umsatz

Rohertrag

Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBITDA)

Grundsätzlich spiegeln sich in den Kennzahlen zum Umsatz und Rohertrag neben der Absatzentwicklung auch die entsprechenden Preisentwicklungen der vertriebenen Produkte sowie die Kostenentwicklung auf der Beschaffungsseite wider. Gegenüber dem Vorjahr sind die Produktpreise im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert.

Das EBITDA enthält auf Basis der Umsätze den Rohertrag sowie alle operativen Kosten mit Ausnahme der Abschreibungen.

Bei gestiegenen Umsatzerlösen und einem deutlich verbesserten Rohertrag hat sich das EBITDA um TEUR 404 auf TEUR 914 verschlechtert. Dabei ist zu beachten, dass sich das EBITDA ohne die beschriebenen Sondereffekte im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 487 auf TEUR 331 verschlechtert hätte.

Die im Vorjahr für das abgelaufene Geschäftsjahr formulierten Ziele hinsichtlich der Steigerung von Umsatzerlösen und Rohertrag wurden leicht übertroffen. Der geplante Anstieg der Personalkosten wurde leicht unterschritten während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Aufwand aus dem Wiederaufleben von Forderungen) im Wesentlichen unserer Planung entsprechen. In Summe wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives EBITDA erwirtschaftet, welches die Planung für das Geschäftsjahr übertrifft. Die Sondereffekte des Geschäftsjahres 2022/2023, Ertrag aus der Auszahlung der Überbrückungshilfe III und Aufwand aus dem Wiederaufleben von Forderungen, haben die Ergebnisentwicklung maßgeblich beeinflusst.

III. Prognosebericht

Für das Kalenderjahr 2023 wird mit einer weiterhin negativen Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts für Deutschland gerechnet. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4 % zurückgehen. Anders als noch im Sommer erwartet, dürfte daher die Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausbleiben und sich die konjunkturelle Abkühlung fortsetzen. In den kommenden beiden Jahren wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung dann um 1,4 % und 1,2 % zunimmt. Der Anstieg der verfügbaren Haushaltseinkommen soll kräftig bleiben und bei langsam sinkenden Inflationsraten auch zu einem Kaufkraftplus führen. 5

5 Quelle: https://www.ifo.de/fakten/2023-09-07/ifo-konjunkturprognose-herbst-2023-konjunktur-deutschland-kuehlt-weiter-ab

Wir gehen davon aus, dass wir die Qualität unserer Produkte auf einem hohen Niveau halten und durch die geplante Erhöhung unserer Bestände die Lieferfähigkeit weiter verbessern können. Vertriebsstrategisch werden wir uns weiterhin auf den Fachhandel konzentrieren, wobei wir mit unseren Investitionen in Räumlichkeiten als auch Maschinen zunehmend Großproduktionen aufnehmen können. Aufgrund der veränderten Organisation gehen wir davon aus, dass die optimierten Abläufe die Kundenzufriedenheit weiter steigern können. Ebenso wird sich die Rentabilität der Fertigung verbessern.

Das Geschäftsjahr 2023/2024 wird weiterhin im Zeichen der starken Inflationsraten, hohen Energie- und Rohstoffkosten sowie der laufenden Restrukturierung unserer Geschäftstätigkeiten stehen.

Auf Grund unserer Unternehmensplanung gehen wir für das kommende Geschäftsjahr von steigenden Umsatzerlösen und einem, trotz erheblich steigender Materialaufwendungen, verbesserten Rohertrag gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr aus. Der Personalaufwand wird gegenüber dem Vorjahr auch auf Grund der gesetzlichen Mindestlohnanpassungen wieder deutlich zunehmen. Für die sonstigen betriebl. Aufwendungen rechnen wir insgesamt mit einem deutlichen Rückgang. Allerdings wird auf Grund der gestiegenen Maut- und Treibstoffpreise und der damit engverbundenen Lager- und Logistikkosten mit deutlichen Kostensteigerungen in diesem Bereich zu rechnen sein.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 planen wir auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Lage und der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 stark gestiegenen Kosten ein leicht negatives EBIT.

Für die Geschäftsjahre ab 2023/2024 muss eine neue strategische Ausrichtung des Unternehmens ausgearbeitet werden. Ein Großteil des Umsatzes, welcher bis dato von einem kundenspezifischen Produkt getragen wurde, wird im Sommer 2024 auslaufen und die bestehenden Rahmenverträge werden nicht verlängert. Die fehlenden 400 Tonnen an Schokoladenerzeugnissen müssen durch die Erschließung neuer Märkte und Produktnischen aufgefangen werden. Hiervon sind Roherträge in der Größenordnung von rd. TEUR 2.500, dies entspricht etwas mehr als 35 % des Rohertrages des Geschäftsjahres 2022/2023, betroffen.

Das Jahresergebnis unserer Gesellschaft wird sich im kommenden Geschäftsjahr auf einen Jahresfehlbetrag von rd. TEUR -500 verschlechtern.

Von der Entwicklung einer neuen Produktlinie erwarten wir positive Effekte insbesondere auch in der Erschließung neuer Märkte und Vertriebswege. Erste Umsetzungen sind hier bereits erfolgt. Diese strategische Ausweitung verspricht nicht nur eine Vergrößerung unserer Markenbekanntheit und eine Erweiterung unserer Marktpräsenz, sondern zielt auch darauf ab, neue Kundengruppen zu gewinnen und langanhaltende Wachstumsmöglichkeiten zu schaffen.

Durch die Erweiterung unseres ERP-Systems um ein neues Kundenportal für den Fachhandel mit der Möglichkeit zur Online-Bestellung erwarten wir durch die verbesserte Präsentation unserer Produkte positive Effekte auf den Absatz im Fachhandel. Wir erhoffen uns zudem, durch die mit der Nutzung des neuen Systems einhergehende Entlastung unserer Vertriebsmitarbeiter Zeit für eine intensivere individuelle Betreuung unserer Kunden zu gewinnen.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Der Ukraine Krieg und weiterhin anhaltende hohe Inflationsraten bestimmen seit dem Frühjahr 2022 die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland. Risiken können sich auf der Beschaffungsseite insbesondere durch die Entwicklung der Preise und der Verfügbarkeit von Energieträgern auf den Weltmärkten ergeben. Die durch den Krieg ausgelöste und verschärfte instabile Wirtschaftslage und damit verbundene deutlich längere Lieferzeiten bringen schwer einschätzbare Risiken mit sich. Wir begegnen diesen Risiken durch die langfristige Zusammenarbeit mit unseren Rohstofflieferanten, die sich in der Vergangenheit bewährt hat. Preisschwankungen konnten wir durch Rahmenkontrakte, die wir im Geschäftsjahr 2021/2022 abgeschlossen haben, und die wir zu geringfügig veränderten Konditionen bis zum 30.06.2024 befristet verlängern konnten, begegnen. Kurzfristig ergeben sich somit keine nennenswerten Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken können sich aus unserer Kundenstruktur ergeben, da die Gesellschaft einen Großteil der Umsätze mit wenigen großen Kunden erzielt. Vor allem der zum 30.06.2024 auslaufende Rahmenvertrag mit dem Top 1 Kunden birgt ein sehr hohes Risiko.

Wir begegnen diesem Risiko, indem wir kontinuierlich an bestehenden Kundenbeziehungen arbeiten und versuchen, neue Kundenbeziehungen zu gewinnen. Hierzu arbeiten wir weiterhin an der Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marke Coppeneur. Durch die im II. Quartal 2021 durchgeführten großräumigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten und Investitionen in neue Anlagen und Maschinen haben wir unsere Produktionskapazitäten derart erhöht, dass wir Produktionsaufträge auch in größeren Chargen durchführen und uns gleichzeitig flexibler auf die Bedürfnisse unserer Kunden einstellen können.

Die für die Hauptsaison (Weihnachten und Ostern) aufgebauten Produktbestände bergen das Risiko, dass wir gegebenenfalls infolge eines starken Anstiegs der Lebenshaltungskosten und sinkender Kaufkraft der Endkunden unsere Erzeugnisse teilweise auch in Bezug auf die zu September 2023 angepassten Verkaufspreise nicht absetzen können.

Die gesteigerten Produktionskapazitäten sind mit dem Risiko verbunden, dass wir diese unter Umständen nicht immer vollständig auslasten können. Diesem Risiko ist durch den zum 30.06.2024 auslaufenden Rahmenvertrag mit unserem derzeit umsatzstärksten Kunden besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Aktuell entwickelt sich der Auftragsbestand recht positiv. Es ist nicht gänzlich auszuschließen, dass infolge von Verzögerungen bei der Ausweitung des Personalbestands zeitlich begrenzte Lieferverzögerungen auftreten können.

IT-Risiken

Das Unternehmen hat umfangreiche IT-Systeme zur Planung und Steuerung von Einkauf, Produktion und Verkauf implementiert. Derartige Systeme bedingen eine starke Abhängigkeit mit möglichen negativen Auswirkungen wie Verzögerungen und Ineffizienzen auf den Geschäftsbetrieb. Um diese Risiken zu minimieren, werden alle relevanten IT-Systeme fortlaufend überwacht und kontinuierlich weiterentwickelt. Wir erachten die Eintrittswahrscheinlichkeit kurzfristig als mittel, langfristig als gering. Darüber hinaus ist festzustellen, dass die Risiken durch die Cyberkriminalität zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Gesellschaft achtet im Rahmen ihrer IT-Strategie auf ein ausgewogenes Maß an Nutzung der modernen IT-Lösungen und Erhalt der vollständigen Kontrolle über die für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Geschäftsdaten, um dieses Risiko zu begrenzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch die Auszahlung der Corona-Überbrückungshilfe hat sich das Finanzierungsrisiko verringert. Die Anforderung der finanzierenden Banken an das Eigenkapital konnten aber erneut nicht eingehalten werden (25 % Eigenmittelquote). Dies hat für unsere Gesellschaft keine unmittelbaren Auswirkungen, da die vereinbarten Covenants im betreffenden Fall zunächst ein Nachbesicherungsverfahren auslösen.

Die Finanzierung der Gesellschaft kann nach wie vor nur durch den Einsatz von Mitteln aus dem Gesellschafterkreis sichergestellt werden. Hierzu zählt auch der in Vorjahren erklärte Verzicht eines privaten Geldgebers und eines Gesellschafters auf Forderungen im Wert von insgesamt TEUR 5.000 gegen Besserungsschein. Bis zum 30.06.2023 sind Forderungen in Höhe von TEUR 764 (inkl. latente Zinsen) aufgrund der verbesserten Ertragslage wieder aufgelebt. Die handelsrechtliche Eigenkapitalausstattung unserer Gesellschaft wird so verbessert und weitere Risiken reduziert.

Es besteht eine verbindliche Zusage eines Gesellschafters, unserer Gesellschaft im Rahmen der derzeitigen Restrukturierung finanzielle Mittel in der Höhe zur Verfügung zu stellen, dass diese ihren finanziellen Verpflichtungen insgesamt zumindest für die Zeit bis zum 31. Dezember 2024 fristgerecht nachkommen kann.

Dem Ausfallrisiko von Vermögenswerten wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Auf Basis einer regelmäßigen Überwachung der Altersstruktur überfälliger Forderungen werden angemessene Maßnahmen abgeleitet und - sofern notwendig - Einzelwertberichtigungen gebildet. Das Ausfallrisiko in Zusammenhang mit eventuellen Insolvenzanmeldungen vor allem bei den Großkunden ist als niedrig einzustufen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und unter Nutzung der eingeräumten Skonti beglichen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten, variablen Kreditlinien und Mittelbereitstellungen aus dem Gesellschafterkreis. Der Großteil der Bankverbindlichkeiten hat kurzfristigen Charakter. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Bankverbindlichkeiten durch Unterstützung unserer Gesellschafter planmäßig getilgt.

Chancenbericht

Chancen der künftigen Entwicklung ergeben sich für unsere Gesellschaft aus einer Optimierung des Produktangebots mit der Konzentration auf eine weiterhin hohe Qualität bei einem als angemessen wahrgenommenen Preis-Leistungs-Verhältnis und aus optimierten Prozessen im Rahmen der Herstellung und des Vertriebs unserer Produkte. Hierbei sehen wir auch Chancen durch eine bessere Auslastung unserer Produktionsanlagen bei verkürzten Rüstzeiten.

Die Erschließung neuer Märkte und Vertriebswege treiben wir offensiv voran. Erste Umsetzungen erscheinen aussichtsreich. Positive Effekte auf den Absatz erwarten wir von unserem neuen Kundenportal für den Fachhandel. Das neue Portal ermöglicht uns eine bessere Präsentation unserer Produkte und dem Fachhandel die Möglichkeit zur Online-Bestellung. Von der Nutzung des neuen Systems erwarten wir eine zeitliche Entlastung unserer Vertriebsmitarbeiter, die damit Zeit für eine intensivere individuelle Betreuung unserer Kunden gewinnen.

Weitere Chancen sehen wir in einer Verbesserung der regionalen und überregionalen Bekanntheit unserer Marke bei Zwischenhändlern und Endkunden. Hierzu soll auch der Einstieg in den Lebensmitteleinzelhandel ausgeweitet werden. Nach dem Abschluss der Erweiterung unserer Außengastronomie in Bad Honnef, Dachsberg, konnten wir den Umsatz in unserem Werksverkauf im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikant um rd. TEUR 100 (ca. 17 %) steigern. Durch die gezielte Gewinnung von (Bus-) Reiseunternehmen erhoffen wir uns eine weitere Steigerung der Umsätze im Bistro und Werksverkauf in vergleichbarem Umfang.

Unsere Lieferantenbeziehungen stufen wir als sehr stabil ein. Die langjährige Zusammenarbeit mit unseren Hauptlieferanten, die bislang ohne nennenswerte Qualitätsprobleme verlaufen ist, wollen wir auch weiterhin fortsetzen. Regelmäßige Qualitätskontrollen durch Laborkontrollen, die zum Teil auch im eigenen Labor realisiert werden, sichern stetig die Qualität der eingesetzten Rohstoffe.

Gesamtaussage

Insgesamt sehen wir unsere Gesellschaft nach wirtschaftlich schwierigen Jahren in einer herausfordernden Phase. Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie sowie steigende Lohnkosten bewirken, dass trotz gestiegener Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich ein geringer Jahresüberschuss erzielt wird. Bereinigt man das Ergebnis um die Sondereffekte des abgelaufenen Geschäftsjahres, so erwirtschaftet die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von TEUR 477. Für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir, dass sich die Auftragslage weiterhin erholen und gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern wird. Die Umsätze werden leicht ansteigen. Wir werden unsere Prozesse verbessern und mit der weiterhin erforderlichen finanziellen Unterstützung aus dem Gesellschafterkreis die Weichen für eine nachhaltige Erholung der Ertragslage unserer Gesellschaft stellen. Parallel muss sich das Unternehmen auf die neue Herausforderung im Zusammenhang mit dem zum 30.06.2024 auslaufenden Großkundenauftrag einstellen und eine neue Produktions- und Vertriebsstrategie entwickeln.

Diese Aussagen der Geschäftsführung zur künftigen Entwicklung der Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH basieren auf aktuellen Einschätzungen, Erwartungen und Ansichten und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse und Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

 

Bad Honnef, den 15. Dezember 2023

gez. Oliver Coppeneur, Geschäftsführer

gez. Oliver Tölge, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022/2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, Bad Honnef

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, Bad Honnef - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, Bad Honnef, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 21.12.2023."

Bacher & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Stephan Bacher, Wirtschaftsprüfer

1) Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen, ohne Inanspruchnahme der im Rahmen einer teilweisen Offenlegung gesetzlich zulässigen Erleichterungen aufgestellten Jahresabschluss

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