Stammdaten

Register
Amtsgericht Neubrandenburg HRB 15732
Eingetragen
5.8.2003
Branche
Großhandel mit TextilienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von sonstigen TextilienGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Gegenstand
Handel mit Bettwaren, Bettfedern und verwandten Artikeln sowie die Aufbereitung und Herstellung solcher Waren

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ruth Kruchen
seit 1.10.2019
Prokura
Boris Kruchen
seit 13.6.2006
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ANTEX GmbH

Anklam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2021 bis zum 30.04.2022

Lagebericht

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Vorbemerkung

Die ANTEX GmbH wurde 2003 gegründet und hat sich in den Jahren zu einem der führenden Hersteller von Bettwaren in Deutschland entwickelt. Das Unternehmen legt Wert auf eine nachhaltige und ökologische Produktion. Der Flexibilisierungsgrad ist überdurchschnittlich, wodurch sehr schnell auf Kundenwünsche reagiert werden kann. Um das zu gewährleisten, sind reibungslose Abläufe, zuverlässige Partner und ein sehr gutes QS-System vorhanden.

Gesamtwirtschaft

Laut Bundesministerium für Wirtschaft, ist das dritte Quartal 2022 besser gelaufen, als erwartet und die Wirtschaft gewachsen. Für den weiteren Verlauf erwartet die Bundesregierung jedoch einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr 2022/2023.

Die Umsätze im Einzelhandel stiegen im September 2022 wieder leicht an. Die Stimmung bei den Verbrauchern ist aber noch immer stark eingetrübt.

Im Oktober 2022 ist die Inflation auf 10,4% gestiegen und damit auf den höchsten Wert seit Dezember 1951. Die Erwartung ist, dass die Inflation im nächsten Jahr 2023 langsam zurückgeht.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich stabil. Die Herbstbelebung viel etwas schwächer aus. Die Arbeitslosenzahlen liegen im Oktober 2022 um 29.000 Personen über dem des Vorjahres. In diesen Zahlen sind aber auch die Flüchtlinge enthalten.

Die hohen Energiepreise und die damit verbundenen Kaufkraftverluste belasten zunehmend die wirtschaftliche Entwicklung Deutschland.

Branche

Pro Jahr erwirtschaftet die Textil- und Bekleidungsindustrie ca. 35 Milliarden EUR Umsatz. 1.400 Unternehmen mit 135.000 Beschäftigten sind in dieser Branche tätig. Die Textilbranche litt unter der Pandemie sehr stark, der Einzelhandel beklagte die schlechte Kundenfrequenz und Lieferausfälle und/oder deutliche Lieferverspätungen. Seit dem Krieg in der Ukraine sind die Energiepreise stark gestiegen. Dieses führt zu einem Rückgang des Konsums.

Auf Grund der stark gestiegenen Rohstoffpreise musste die Industrie zweistellige Preisanpassungen gegenüber dem Handel geltend machen. Auf der Importseite sehen die Preissteigerungen vergleichbar aus, je nach Land. Im Jahr 2021/2022 war es daher nötig, die Preislagen öfter nach oben zu korrigieren.

In den folgenden Monaten wird sich die Lage deutlich verändern. Die hohen Containerraten und die hohe Unzuverlässigkeit der Schiffslaufzeiten haben ein Ende. Der Bereich Seefrachten normalisiert sich. Der EUR erholt sich seit Dezember 2022 wieder gegenüber dem USD, dieses wirkt sich positiv auf die Einkaufspreise aus und dämpft den Anstieg.

Die Branche erwartet ein schwieriges Jahr 2022, mit einer beginnenden Normalisierung ist in der zweiten Jahreshälfte 2023 zur rechnen.

Produktion

Die ANTEX GmbH verfügt über einen hochmodernen Maschinenpark. Optimale Produktionsabläufe tragen dazu bei, die Produktionskosten wettbewerbsfähig zu halten. Durch die großen Kapazitäten können sämtliche Großkunden bedient werden. Neben Produkten aus dem Daunen- und Federn-Bereich werden auch Produkte mit synthetischen Füllungen hergestellt. 2017 wurde die Produktion um die geschaffene Warengruppe Matratzen erweitert. Großer Wert wird auf die Qualitätskontrolle gelegt. Sie beginnt schon in den Beschaffungsländern und wird schwerpunktmäßig am Standort Anklam fortgesetzt. Eine eigene Qualitätssicherungsabteilung mit einem sehr gut ausgestatteten Labor prüft permanent die Wareneingänge, die laufende Produktion und die Fertigware. Großaufträge können direkt vor Ort gelagert und ausgeliefert werden. Durch ein EDV gestütztes Lagerverwaltungssystem können die Lagerumschlagszeiten optimal gesteuert werden. Der Strom wird zum größten Teil mit einer Photovoltaikanlage erzeugt.

Beschaffung

Aufgrund der hohen Flexibilität in der eigenen Produktion, wird jeder Auftrag auf „make or buy“ geprüft.

Die Gesellschaft bezieht ihre Waren von verschiedenen Unternehmen im In- und europäischen Ausland sowie aus Asien. Hierbei steht der ANTEX ein großer Pool von Lieferanten zur Verfügung, die die Qualitätsstandards erfüllen. Durch ständige Qualitätskontrollen, sowohl durch eigenes, geschultes Personal sowie durch unabhängige Prüfinstitute im In- und Ausland werden die Rohmaterialien und Fertigwaren ständigen Qualitätskontrollen unterzogen. Somit kann ein hoher Qualitätsstandard der Endprodukte gewährleistet werden.

Die ANTEX achtet darauf, dass die für die Produktion benötigten Materialien, nur bei Lieferanten gekauft werden, die die Mindeststandards des Business Social Compliance Initiative (BSCI) für Mitarbeiter erfüllen. In den letzten beiden Jahren wurde das Thema DETOX vorangetrieben, dabei wird besonders der Prozess in der Produktion analysiert, in dem Wasser eingesetzt wird. Es sind nur ausgesuchte Chemikalien erlaubt um die Umwelt zu schonen. Dieses wird z.B. durch Entnahmen von Wasserproben kontrolliert. Außerdem müssen die Betriebe Kläranlagen zur Reinigung des Wassers vorhalten. Wir übernehmen damit Verantwortung für unsere Geschäftstätigkeit und haben daher beschlossen, diese Bereiche in einer eigenen Abteilung „Corporate Responsibility“ zusammengefasst.

Aufgrund der Lohnkostensteigerung in Asien, wird die Europäische Produktion an Bedeutung gewinnen. Auch die Coronapandemie, mit dem Zusammenbrechen der Warenströme zwischen Asien und Europa hat gezeigt, dass ein Produktionsstandort in Deutschland sehr wichtig ist, um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Die Rohstoffpreise sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Dieses betrifft den Bereich Federn und Daunen sowie Synthetik gleichermaßen. Die seit 2021 stark gestiegenen Seefrachtraten sinken seit Sommer 2022 wieder, eine Normalisierung ist abzusehen. Wir rechnen in nächster Zeit nicht mit sinkenden Rohstoffpreise.

Rechtliche Verhältnisse und Risiken

Rechtliche Risiken wurden durch Rückstellungen ausreichend abgesichert. Darüberhinausgehende Risiken sind nicht erkennbar.

Sonstige wichtige Vorgänge während des Geschäftsjahres

Weitere sonstige wichtige Vorgänge haben sich nicht ereignet.

Lage der Gesellschaft einschließlich Geschäftsergebnis

Gesamtbewertung des Geschäftsjahres

Die ANTEX GmbH hat das Geschäftsjahr 2021/2022 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 517, (Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 1.131) abgeschlossen.

Vermögenslage

Veränderungen ergaben sich durch die laufende Abschreibung auf Sachanlagen, den Aufbau des Vorratsvermögens insbesondere die Erhöhung des Bestandes an Fertigwaren in Höhe von 1.568 TEUR, der Rohstoffe ihn Höhe von 1.200 TEUR und der Aufbau der Forderungen in Höhe von 10.824 TEUR. Die Bilanzsumme ist stichtagsbezogen um 12.913 TEUR größer als im Vorjahr.

Aufgrund der größeren Bilanzsumme zum Vorjahr ist die Sachanlagenintensität gesunken. Die gesteigerten Investitionen im abgelaufenen Jahr, konnte diesen Effekt nicht ausgleichen.

2021/2022 2020/2021 2019/2020 2018/2019 2017/2018
Sachanlagenintensität 1,7 2,7 1,8 3,9 8,2

Die Eigenkapitalquote setzt das wirtschaftliche Eigenkapital zum Gesamtkapital ins Verhältnis.

2021/2022 2020/2021 2019/2020 2018/2019 2017/2018
Eigenkapitalquote 22,0 38,7 18,0 24,1 34,5

Auch im abgelaufenen Jahr wurden die Gewinne thesauriert. Durch die deutlich größere Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gestunken.

Finanzlage

Durch das Working Capital wird der längerfristige finanzierte Teil des Umlaufvermögens dargestellt:

2021/2022 2020/2021 2019/2020 2018/2019 2017/2018
Working Capital 121,86 149,02 107,35 109,37 113,27

Ertragslage

Im Wirtschaftsjahr 2021/2022 stieg die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 20,4 %. Es wurde ein Jahresüberschuss von 541 TEUR erzielt. Dieser sank um 589 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Der Hauptgrund des Anstiegs der Gesamtleistung liegt an der Gewinnung von Marktanteilen. Der Ertrag ging aufgrund der außerordentlichen Belastungen bei den Seefrachtraten zurück, diese Mehrkosten belaufen sich auf ca. 1.200 TEUR.

Die „Sonstigen betrieblichen Aufwendungen“, sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, und zwar um 1.241 TEUR (Vorjahr +89 TEUR).

Dieses Jahr konnte der Rohertrag auf Grund der gestiegenen Gesamtleistung wieder weiter gesteigert werden um 480 TEUR (Vorjahr um 1.054 TEUR).

Die Gesamtkapitalrentabilität entwickelte sich wie folgt:

2021/2022 2020/2021 2019/2020 2018/2019 2017/2018
Gesamtkapitalrentabilität 3,6 10,6 4,2 4,02 4,67

Zusammenfassung der wirtschaftlichen Lage

Im abgelaufenen Jahr konnte der Umsatz wieder gesteigert werden. Der Ertrag war auf Grund der außerordentlichen Belastungen durch die Seefrachtraten rückläufig. Unsere Produktion ist bereits bis ins Frühjahr 2023 sehr gut ausgelastet. Größere Investitionen sind für das kommende Geschäftsjahr nicht geplant.

Aufgrund der Lieferschwierigkeiten aus Asien, haben wir die Möglichkeit auf eigene Produktionskapazitäten in Europa zurückgreifen zu können. Gegenüber Wettbewerbern, die reine Importeure sind, verschafft uns das einen großen Vorteil. Wir hatten daher die Kapazität an unseren Standorten weiter ausgebaut.

Das Unternehmen verfolgt eine klare Wachstumsstrategie. Für dieses Wachstum stehen finanzielle Mittel bereit. Für 2022/2023 gehen wir von einem geringeren Jahresumsatz aus.

Mit der Gewinnthesaurierung wird das Eigenkapital weiter gestärkt, die Verschuldung weiter abgebaut und das Umsatzwachstum finanziert.

Risikoberichterstattung hinsichtlich der Finanzinstrumente

Umweltrisiken

Umweltrisiken vermindert die ANTEX GmbH durch Maßnahmen zur Qualitätssicherung und zum Umweltschutz. Umfassende Maßnahmen in der Produktion und im Umweltschutz stellen sicher, dass die Gesellschaft die Produkte möglichst umweltschonend herstellt und umweltrechtliche Vorschriften einhält.

Es bestanden per 30. April 2022 keine nennenswerten Umweltrisiken.

Steuerrisiken

Die ANTEX GmbH wurde bis zum Veranlagungsjahr 2014 durch die Finanzverwaltung geprüft. Im Wirtschaftsjahr 2016/2017 erfolgte die steuerliche Außenprüfung für die Veranlagungsjahre 2013 und 2014. Die Prüfung wurde ohne Feststellungen beendet. Aktuell findet eine Betriebsprüfung für die Jahre 2016 bis 2018 statt. Derzeit sind keine steuerlichen Risiken erkennbar.

Die ANTEX GmbH wird durch eine renommierte Steuerberatungsgesellschaft beraten.

Nichtsdestotrotz liegt die endgültige Steuerbeurteilung bei der jeweiligen Steuerbehörde.

It-Risiken

Technisches Versagen oder unzulässige interne wie externe Zugriffe auf die IT-Systeme können Risiken hervorbringen. Sicherheitssysteme und Firewalls schützen die IT-Anlagen der Unternehmensgruppe vor Zugriffen unbefugter Dritter. Die Kompatibilität der Systeme in der ANTEX GmbH ist durch die Einführung eines ERP-Systems gesichert. Durch die tägliche Datensicherung an räumlich getrennten Orten wird das Ausfallrisiko verringert. Die Verantwortung für das Management der Informationstechnologie liegt fast ausschließlich in den Händen des Unternehmens. Regelmäßige Wartungen und ein technischer Support finden durch ein renommiertes Systemhaus statt. Im Jahr 2022 wurde ein umfangreiches Upgrade der bestehenden Software vorgenommen. Das Upgrade wurde erfolgreich abgeschlossen und die ANTEX GmbH befindet sich im Live-Betrieb.

Preisänderungsrisiken

Preisänderungsrisiken könnten durch weiter Probleme in der Lieferkette und der Seefrachtraten hervorgerufen werden. Die Verknappung der Rohstoffe, insbesondere bei Federn und sorgt für steigende Preise. Die Energiekosten für Wärme und vor allen Dingen für Strom, stellt eine wichtige Größe da. Entscheidend wird die Entwicklung dieser Preise in 2023 sein. Die ANTEX GmbH geht davon aus, dass das hohe Preisniveau für das kommende Geschäftsjahr nicht so bleiben wird.

Währungs- und Zinsrisiken

Zur Absicherung von Fremdwährungsschwankungen werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Gesamtrisiko

Gegen geschäftsübliche Risiken mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung der ANTEX GmbH wurde in ausreichendem Umfang Vorsorge getroffen. Zum Ende des Berichtsjahres waren keine Risiken für die ANTEX GmbH erkennbar, die eine Bestandsgefährdung darstellen könnten.

Nachtragsbericht

Es haben sich keine besonderen Geschäftsvorfälle ereignet.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das Jahr 2022/2023 erwarten wir einige Herausforderungen. Die gute Nachricht ist, dass sich die Schwierigkeiten in der Beschaffung/Lieferkette werden sich legen. Dafür bedarf es der Planung, wie wir mit den steigenden Energiekosten umgehen werden. Die Kosten für Wärme werden wir im Auge behalten müssen. Für Strom sind wir bis Ende 2023 abgesichert und haben vorsorglich in die Erweiterung unserer PV Anlage investiert. Aufgrund der Inflation und des Krieges, sowie die damit verbundenen Unsicherheiten, gehen wir von einem Umsatzrückgang aus. Wie hoch dieser ausfallen wird, lässt sich aktuell schwer abschätzen. Unsere Kunden sind sehr unterschiedlich betroffen. Dank unserer Flexibilität in der Produktion, werden wir wenn nötig, die Kapazitäten anpassen.

Wir beabsichtigen auch im nächsten Jahr, den Jahresüberschuss wieder zu thesaurieren.

 

Anklam, den 20. Januar 2023

ANTEX GmbH

Geschäftsführung

Boris Kruchen

Bilanz

Aktiva

30.4.2022
EUR
30.4.2021
EUR
A. Anlagevermögen 3.702.326,87 3.621.013,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 421.872,11 482.350,14
II. Sachanlagen 470.069,31 378.278,33
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.284,29  
2. technische Anlagen und Maschinen 189.951,85 253.361,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196.833,17 124.916,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.000,00 0,00
III. Finanzanlagen 2.810.385,45 2.760.385,45
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.810.385,45 2.760.385,45
B. Umlaufvermögen 23.200.085,75 10.365.806,30
I. Vorräte 5.926.140,51 3.385.656,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.195.279,75 6.738.376,84
1. Forderungen gegen Gesellschafter 18.775,00  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 18.775,00  
2. sonstige Vermögensgegenstände 17.176.504,75 6.738.376,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.871,95 1.871,82
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 78.665,49 241.772,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.072,23 45.490,84
Aktiva 26.945.484,85 14.032.311,06

Passiva

   
30.4.2022
EUR
30.4.2021
EUR
A. Eigenkapital 5.903.966,68 5.386.573,54
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 68.775,00 68.775,00
III. Gewinnvortrag 5.292.798,54 4.161.970,76
IV. Jahresüberschuss 517.393,14 1.130.827,78
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 24.829,73 36.033,16
C. Rückstellungen 856.871,37 1.178.509,28
D. Verbindlichkeiten 20.026.219,42 7.277.407,75
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.748.159,25 5.582.614,54
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 12.759.628,49 4.562.226,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 988.530,76 1.020.387,70
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 31.225,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 31.225,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 6.278.060,17 1.663.568,21
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.278.060,17 1.663.568,21
E. Passive latente Steuern 133.597,65 153.787,33
Passiva 26.945.484,85 14.032.311,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.5.2021 - 30.4.2022
EUR
1.5.2020 - 30.4.2021
EUR
1. Rohergebnis 5.553.274,61 5.072.474,43
2. Personalaufwand 1.694.783,11 1.662.910,52
a) Löhne und Gehälter 1.412.393,30 1.366.382,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 282.389,81 296.528,37
3. Abschreibungen 177.228,93 176.798,26
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 177.228,93 176.798,26
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.461.610,59 1.237.537,78
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 246.547,26 15.016,99
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,46 34.771,77
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 429.465,40 335.101,24
davon an verbundene Unternehmen   6.077,80
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 271.277,63 563.379,62
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 20.189,68  
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern   153.787,33
8. Ergebnis nach Steuern 518.909,41 1.131.518,78
9. sonstige Steuern 1.516,27 691,00
10. Jahresüberschuss 517.393,14 1.130.827,78

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der ANTEX GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt und gegliedert.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft erfolgt gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gemäß § 256a HBG mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ANTEX GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Anklam
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Neubrandenburg
Register-Nr.: B 15732

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Folgenden werden die im Jahresabschluss der ANTEX GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden grundsätzlich unverändert angewendet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand werden zum Nennwert ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Bei Deckung durch Termingeschäfte war darüber hinaus der Terminkurs maßgebend.

Folgende Sicherungsmaßnahmen gegen Verluste aus Währungsgeschäften wurden getroffen.

Bewertungseinheiten

Zur Begrenzung von Kursänderungsrisiken im Rahmen der internationalen Geschäftstätigkeit werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. In diesem Zusammenhang werden Devisen-Termingeschäfte über TUS-$ 6.221.000,00 und Devisenswaps über rund US-$14.953,00 mit schwebenden Beschaffungsgeschäften sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit vorgesehenen Transaktionen als "Portfolio Hedges" zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen betreffen im Wesentlichen die Beschaffung von Rohstoffen in Fremdwährung.

Als Form der Bewertungseinheit wurde das Portfoliohedging gewählt.

Die erforderlichen Angaben zu den abgesicherten Risiken sind im Lagebericht erörtert.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsbestand 01.05.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Endbestand 30.04.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. EDV Software 876.887,86 1.876,20 0,00 0,00 878.764,06
  876.887,86 1.876,20 0,00 0,00 878.764,06
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.971,80 0,00 0,00 6.971,80
2. technische Anlagen und Maschinen 61.503,20 0,00 0,00 0,00 61.503,20
3. Maschinen 2.277.719,23 0,00 0,00 0,00 2.277.719,23
4. Betriebsvorrichtungen 1.749,00 0,00 0,00 0,00 1.749,00
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 742.669,80 117.480,83 0,00 0,00 860.150,63
6. PKW 161.539,31 0,00 0,00 0,00 161.539,31
7. Büroeinrichtung 8.819,86 0,00 0,00 0,00 8.819,86
8. GWG bis 410 € 12.802,94 5.213,05 0,00 0,00 18.015,99
9. GWG Sofortabschreibung 119,90 0,00 0,00 0,00 119,90
10. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 77.000,00 0,00 0,00 77.000,00
  3.266.923,24 206.665,68 0,00 0,00 3.473.588,92
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.760.385,45 50.000,00 0,00 0,00 2.810.385,45
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.760.385,45 50.000,00 0,00 0,00 2.810.385,45
  6.904.196,55 258.541,88 0,00 0,00 7.162.738,43
Kumulierte Abschreibungen
Anfangsbestand 01.05.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Endbestand 30.04.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. EDV Software 394.537,72 62.354,23 0,00 0,00 456.891,95
  394.537,72 62.354,23 0,00 0,00 456.891,95
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 687,51 0,00 0,00 687,51
2. technische Anlagen und Maschinen 43.258,92 3.237,00 0,00 0,00 46.495,92
3. Maschinen 2.042.602,82 60.172,84 0,00 0,00 2.102.775,66
4. Betriebsvorrichtungen 1.748,00 0,00 0,00 0,00 1.748,00
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 689.908,20 20.490,83 0,00 0,00 710.399,03
6. PKW 89.394,27 25.074,47 0,00 0,00 114.468,74
7. Büroeinrichtung 8.814,86 0,00 0,00 0,00 8.814,86
8. GWG bis 410 € 12.798,94 5.212,05 0,00 0,00 18.010,99
9. GWG Sofortabschreibung 118,90 0,00 0,00 0,00 118,90
10. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.888.644,91 114.874,70 0,00 0,00 3.003.519,61
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.283.182,63 177.228,93 0,00 0,00 3.460.411,56
Buchwerte
Anfangsbestand 01.05.2021 Endbestand 30.04.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. EDV Software 482.350,14 421.872,11
  482.350,14 421.872,11
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.284,29
2. technische Anlagen und Maschinen 18.244,28 15.007,28
3. Maschinen 235.116,41 174.943,57
4. Betriebsvorrichtungen 1,00 1,00
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.761,60 149.751,60
6. PKW 72.145,04 47.070,57
7. Büroeinrichtung 5,00 5,00
8. GWG bis 410 € 4,00 5,00
9. GWG Sofortabschreibung 1,00 1,00
10. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 77.000,00
  378.278,33 470.069,31
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.760.385,45 2.810.385,45
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
  2.760.385,45 2.810.385,45
  3.621.013,92 3.702.326,87

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 20.646,95 Euro (Vorjahr: 1.871,82 Euro).

Die Sicherungsübereignung des Warenlagers dient auch zur Absicherung von Darlehen der ANTEX Immobilien GmbH und des Gesellschafters. Mit einer Inanspruchnahme aus dieser Besicherung ist derzeit nicht zu rechnen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Gewinn- und Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von Euro 5.292.798,5 einbezogen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 19.037.688,66 Euro (Vorjahr: 6.257.020,05 Euro).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 988.530,76 Euro (Vorjahr: 1.020.387,70 Euro).

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 988.530,76 Euro (Vorjahr: 1.020.387,70 Euro).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 38.530,76 Euro.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geographisch bestimmten Märkten erfolgt gemäß § 286 Abs. 2 HGB nicht.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unter anderem Erträge aus Kursdifferenzen (EUR 225.263,09) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 246.547,26 enthalten. Gegengerechnet ergeben sich Kursverluste in Höhe von EUR 21.760,52 . Zwischen den Erträgen und den Aufwendungen besteht ein kausaler Zusammenhang aufgrund der Kursabsicherungen.

Erträge aus der Auflösung der Sonderposten sind (EUR 11.203,43) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter   45,00
Angestellte   9,00
leitende Angestellte   1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 55,00  

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Boris Kruchen ausgeübter Beruf: Dipl-Betriebswirt

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe
in %
Jahresergebnis
Euro
Eigenkapital
Euro
Bilanzstichtag
KBT Bettwaren Vertriebs GmbH & Co. KG 100% 96.271,74 3.601.271,74 30.04.2021
KBT Bettwaren Verwaltungs GmbH 100% 22,35 31.804,13 30.04.2021
KAS Beteiligungs GmbH, Anklam 100% 1.019,89 -252.695,26 31.12.2020
Home-Textil GmbH 100% 10.486,63 99.296,30 30.04.2021

Konzernzugehörigkeit

Die ANTEX GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf.

Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgt gem. §§ 294 bis 296 HGB.

Der offen gelegte Konzernabschluss ist beim Bundesanzeiger erhältlich.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 517.393,14 Euro.

Auf neue Rechnung werden 517.393,14 Euro vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Anklam, 20.01.2023

gez. Boris Kruchen

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.01.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ANTEX GmbH, Anklam

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ANTEX GmbH, Anklam, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ANTEX GmbH, Anklam, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 11. April 2023

Kluczka, Wirtschaftsprüfer

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