Medical Intelligence Medizintechnik GmbHLiquidiert

3C-Ring 1, 86899 Landsberg am Lech, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 14835
Eingetragen
9.11.1995
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von medizinischen Geräten, Vorrichtungen und Verfahrensweisen.

Historie

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Management

NameRolle
Robert Mitterhauser
seit 3.8.2021
Prokura
Karsten Jerschke
seit 6.5.2020
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Medical Intelligence Medizintechnik GmbH

Schwabmünchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2018 bis zum 30.04.2019

Lagebericht zum 30. April 2019

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Medical Intelligence Medizintechnik GmbH wurde im November 1995 gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich auf Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von medizinischen Geräten und Vorrichtungen, insbesondere für die Strahlentherapie und robotische Systeme. Seit 1.12.2005 ist die Medical Intelligence Medizintechnik GmbH eine 100%ige Tochter der Elekta AB, Stockholm. Der weltweite Vertrieb erfolgt überwiegend über die Landesgesellschaften von Elekta AB.

Ziele und Strategien

Medical Intelligence entwickelt im Rahmen der Elekta Entwicklungsorganisation spezielle Anwendungen für Patientenlagerung sowie -positionierung. Dank dieser Entwicklungen gelingt es dem Unternehmen sich als einer der führenden Anbieter zur Behandlung von Krebs auf dem Markt zu behaupten. Der Schwerpunkt der Aktivität von Medical Intelligence hat sich zunehmend von der Fertigung der Produkte zur Forschung und Entwicklung verlagert.

Steuerungssystem

Medical Intelligence berichtet die monatlichen Finanzzahlen innerhalb des Elekta Konzernreportings. Neben der vollständigen Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz wird das Controlling mit Hilfe der KPI's Umsatzerlöse, Working Capital und Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit durchgeführt. Das Working Capital leitet sich aus dem konzerninternen Reporting ab und errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Umlaufvermögen und den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne Berücksichtigung von Forderungen, oder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern sowie Steuerforderungen.

Forschung und Entwicklung

Auch in diesem Geschäftsjahr war die Entwicklung im Bereich Lösungen für Patientenpositionierung der Beistellung von Komponenten zum 'Unity'-System gewidmet. 'Unity' ist ein neuartiges high field magnetic resonance imaging guided radiation therapy system (Projektname 'Atlantic').

Mit dem Ziel, den 'State-of-the-Art' ständig voran zu treiben und wissenschaftlich-technische Grenzen herauszufordern, galt das Engagement darüber hinaus einer Vielzahl von Weiterentwicklungen. Im Fokus stand dabei das bestehende Produktportfolio und die Beteiligung an Next Generation Explorationen des Elekta Konzerns durch Konzeptstudien im Bereich Oberflächenscanning zur Patientenerkennung und -positionierung sowie für robotische, Sechs-Achsen-Patientenlagerungssysteme.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz insgesamt positiver Rahmenbedingungen in den Medizintechnik-Märkten setzen sich die Entwicklungen aus dem vergangenen Jahr weiter fort:

1. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich insbesondere in den USA eine steigende Unsicherheit bei den Kunden und eine dadurch verursachte generelle Kaufzurückhaltung in der Medizintechnik;

2. Politische Unsicherheiten im mittleren Osten und in Afrika führen zu erheblichen Verzögerungen von geplanten Aufträgen.

Im Gegensatz zu diesen marktspezifischen Veränderungen hat die Medical Intelligence Medizintechnik GmbH bislang nur geringe Auswirkungen durch die Veränderungen der politischen oder gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingen zu verzeichnen.

Von Seiten der Beschleunigerhersteller wird dem Thema Präzisionsbestrahlung und Patientenlagerung beständig verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt. Sowohl Elekta mit Synergy und Versa HD in Verbindung mit Agility als auch Varian mit OBI verfügen über Systeme, die eine Bildgebung in natürlicher Körperlage in der Therapiesituation ermöglichen. Das Produktportfolio von Medical Intelligence ergänzt und unterstützt diese Systeme optimal und bietet immer wieder neue Erweiterungs- sowie Entwicklungsmöglichkeiten.

Weiterhin verbleiben nur Elekta und Varian als Hauptwettbewerber im Markt. Im vergangenen Jahr zeigt sich verstärkt eine direkte Konkurrenzsituation auf dem Markt der Strahlentherapie aufgrund dieser Konstellation. Aufgrund dieser Situation wird erwartet, dass es weiterhin zu einem stärkeren Preisdruck in einzelnen Märkten kommen kann, insbesondere in den USA.

Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2018/2019 hat das Unternehmen am Standort Schwabmünchen (Produktion/Entwicklung und Verwaltung) im Durchschnitt 63 Mitarbeiter beschäftigt. Des Weiteren wurden sechs externe Softwareentwickler als externe Dienstleister beauftragt.

Elekta Limited (England) hat einen Sicherheitsbestand von Produkten der Medical Intelligenceangelegt, falls es zu einem harten BEXIT kommen sollte. Hiermit kann eine Lieferverzögerung von ca 4-6 Wochen abgefangen werden.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

 

Die Medical Intelligence hat im Geschäftsjahr 2018/2019 erneut ein Umsatzwachstum realisieren können. Mit einem Umsatzplus von 14,6% wurde ein Gesamtumsatz von T€ 33.510 realisiert. Das Umsatzziel von 30 - 32 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2018/2019 wurde somit überschritten. Teil dieser Erhöhung ergibt sich aus dem Sicherheitsbestand, der aufgrund des BREXIT angelegt worden ist.

 

Mit einem Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr zum 30.04.2019 von T€ 9.168 wurde aufgrund des höheren Umsatzes das Vorjahr übertroffen. Der Jahresüberschuss von T€ 6.622 wird somit genutzt um den Verlustvortrag aus dem Jahr 2015/2016 auf T€ 0 zu reduzieren.

 

Die Personalkosten im Geschäftsjahr lagen bei T€ 5.286. Die Medical Intelligence beschäftigt zum 30.04.2019 insgesamt 63 Mitarbeiter.

Finanzlage

 

Für dieses Geschäftsjahr verzeichnet die Medical Intelligence einen positiven Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit von T€ 7.928 (Vorjahr T€ 5.860). Im Geschäftsjahr wurde neues Anlagevermögen im Wert von T€ 80 angeschafft. Selbst erstellte Entwicklungsleistungen von T€ 17 wurden in diesem Geschäftsjahr aktiviert.

 

Zur Unterstützung des kurzfristigen Cash Management beteiligt sich Medical Intelligence am Cash Pool der Elekta Gruppe.

Vermögenslage

 

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich zum 30.04.2019 um T€ 13.650 auf T€ 33.760. Dies ergibt sich durch den nicht ausgeschütteten Jahresüberschuss des Vorjahres und die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

 

Das Working Capital hat sich zum Vorjahr von T€ -2.657 auf T€ -309 verschlechtert, hauptsächlich durch die Erhöhung des Lagerbestands "Goods in Transit" (+T€ 1.882) und die Reduzierung der Gewährleistungsrückstellung von 2% auf 1% des Umsatzes (-T€ 228).

 

Das Eigenkapital betrug zum 30.04.2019 T€ 16.631 (Vorjahr T€ 10.008).

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Dieses Geschäftsjahr wurde weiterhin ein verstärktes Controlling mit einem rollierenden Working Capital Forecast vorgenommen. Des Weiteren wird ein verstärkter Fokus auf die Optimierung des Lagermanagements gelegt. Feinsteuerung des Cash Flow wird mit Hilfe eines drei-Monats-Forecast durchgeführt. Unterstützung erhält Medical Intelligence auch hier durch die Treasury Abteilung des Elekta Konzerns in Stockholm.

3. Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nicht eingetreten.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Der internationale Vertrieb und Kundenservice für die Produkte von Medical Intelligence wird maßgeblich von den Elekta-Landesgesellschaften übernommen.

Je nach Ausgang der verschiedenen BREXIT Szenarien könnte ein Abbau der Sicherheitsbestände in Elekta Limited eintreten. Dieser würde zu einem kurzfristigen Rückgang des Umsatzes führen.

Im Rahmen der derzeit gültigen Planung erwartet die Geschäftsleitung Umsätze von 39 - 41 Millionen EUR für das Geschäftsjahr 2019/2020.

Aufgrund der geplanten Entwicklung der Umsatzerlöse wird ein leichter Anstieg des operativen Cash-Flows erwartet.

Risikobericht

Das Unternehmen wird im Wesentlichen auf Basis der genannten Kennzahlen Umsatzerlöse, Working Capital und Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit gesteuert. Die konzerninternen Risiken werden durch das Risikomanagementsystem des Konzerns, in das die Medical Intelligence eingebunden ist, abgedeckt. Die Überwachung und Bewertung möglicher Risikofelder erfolgt daher im Wesentlichen zentral auf Ebene des Konzerns. Die wesentlichen Risiken werden im Folgenden absteigend hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Unternehmen dargestellt.

Die Integration in den Elekta-Konzern und die stetige Weiterentwicklung der Medical Intelligence Medizintechnik GmbH hin zu einem reinen deutschen Produktions- und Entwicklungsstandort innerhalb der Elekta-Gruppe birgt grundsätzlich das Risiko, den bestehenden Umsatz mit OEM-Partnern stärker zu gefährden. Die Geschäftsleitung hat dies erkannt und wird sich, wie schon im vergangenen Geschäftsjahr, insbesondere um den Ausbau der bestehenden externen Geschäftsbeziehungen in den Bereichen Verkauf und Entwicklung bemühen.

Hohe Abhängigkeit von einzelnen langfristigen Großprojekten im Entwicklungsbereich kann zu personellen Ineffizienzen führen, sollten keine adäquaten Anschlussprojekte geplant werden.

Ferner bestehen rechtliche Risiken in Höhe von mehreren hunderten Millionen EUR im Hinblick auf den Ausgang eines laufenden Schiedsverfahrens. Unter Zuhilfenahme anwaltlicher Beratung geht die Geschäftsführung von Medical Intelligence auf Basis der gegenwärtigen Erkenntnisse davon aus, dass sämtliche vorgebrachten Ansprüche unbegründet sind und die Schiedsklage abgewiesen werden sollte. Dem folgend hat die Gesellschaft keine Rückstellung im Jahresabschluss erfasst.

Auch für das folgende Geschäftsjahr erwartet die Medical Intelligence Medizintechnik GmbH vergleichbare Wechselkursrisiken wie in den vergangenen Geschäftsjahren. Umsätze werden vorwiegend in der jeweiligen Landeswährung des Kunden fakturiert und daher trägt Medical Intelligence das Wechselkursrisiko im vollen Umfang.

Chancenbericht

Seit der Einbindung der Medical Intelligence Medizintechnik GmbH in den weltweit operierenden Elekta-Konzern werden immer neue Synergieeffekte, insbesondere im Vertrieb sowie im Bereich von Forschung und Entwicklung genutzt. Hierbei gilt es den Grad des Potenzials stets zu erhöhen. Der Elekta Konzern konzentriert sich insbesondere auf die Erschließung von Entwicklungsländern und indirekt partizipiert Medical Intelligence als konzerninterner Zulieferer von der Erschließung neuer Märkte.

 

Schwabmünchen, 30. Juni 2019

Christopher John Snook, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. April 2019

Aktiva

30.04.2019
30.04.2018
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 25.956,25 160.130,46
  25.956,25 160.130,46
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 205.484,12 277.913,64
  231.440,37 438.044,10
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 599.836,28 475.868,74
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.745.129,02 885.613,95
3. Geleistete Anzahlungen 416.290,93 353.217,56
  3.761.256,23 1.714.700,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 527.064,35 192.974,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.740.084,69 5.640.058,39
3. Forderungen gegen Gesellschafter 14.023.865,42 9.901.930,04
4. Sonstige Vermögensgegenstände 285.020,75 410.437,32
  29.576.035,21 16.145.400,17
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 527,14 116,77
  33.337.818,58 17.860.217,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.611,98 23.398,33
D. Aktive latente Steuern 165.653,04 1.787.511,54
  33.759.523,97 20.109.171,16

Passiva

   
  30.04.2019
30.04.2018
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 33.350,00 33.350,00
II. Kapitalrücklage 12.961.333,98 12.961.333,98
III. Verlustvortrag -2.986.380,53 -5.499.414,78
IV. Jahresüberschuss 6.622.268,44 2.513.034,25
  16.630.571,89 10.008.303,45
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 974.165,24 621.049,94
2. Sonstige Rückstellungen 12.080.168,46 5.617.823,38
  13.054.333,70 6.238.873,32
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.640.291,53 3.552.073,91
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 358.384,42 230.951,06
3. Sonstige Verbindlichkeiten 75.942,43 78.969,42
- davon aus Steuern: EUR 71.185,99 (Vorjahr: EUR 72.858,37)    
  4.074.618,38 3.861.994,39
  33.759.523,97 20.109.171,16

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. Mai 2018 BIS ZUM 30. April 2019

1.5.2018-30.4.2019
EUR
1.5.2017-30.4.2018
EUR
1. Umsatzerlöse 33.510.207,21 € 29.248.493,22 €
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.983.482,61 € -290.212,28 €
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 16.721,98 € 0,00 €
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.038.873,39 € 2.786.135,63 €
  38.549.285,19 € 31.744.416,57 €
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -20.592.500,63 € -18.116.933,24 €
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -65.349,32 € -25.763,13 €
  -20.657.849,95 € -18.142.696,37 €
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -4.346.537,99 € -4.395.670,74 €
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und für Unterstützung -939.367,87 € -984.420,96 €
- davon für Altersversorgung: EUR 201.876,19 (Vorjahr: EUR 208.811,95)    
  -5.285.905,86 € -5.380.091,70 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -259.808,28 € -366.042,51 €
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.169.194,79 € -3.994.516,53 €
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.953,60 € -9.502,67 €
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.545.304,27 € -1.338.532,54 €
- davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern: EUR 1.621.858,50 (Vorjahr: EUR 728.602,05)    
11. Ergebnis nach Steuern 6.622.268,44 € 2.513.034,25 €
12. Jahresüberschuss 6.622.268,44 € 2.513.034,25 €

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2018 bis 30. April 2019

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Medical Intelligence Medizintechnik GmbH hat ihren Sitz in Schwabmünchen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg (HRB Reg.Nr. 14835).

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Anhangs wurden Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Kosten der Erstellung (Personalkosten und externe Aufwendungen) vermindert um planmäßige lineare Abschreibung über die zu erwartende Produktlebensdauer ab Produktfertigstellung angesetzt. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2018/2019 angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten betrug T€ 2.559. Davon entfallen T€ 17 auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über drei Jahre entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Im Jahr des Zugangs erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung im Zugangsjahr erfolgt zeitanteilig. Den planmäßigen Abschreibungen liegen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen zwei und vierzehn Jahren zugrunde. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung - bei gleichzeitig unterstelltem Abgang - voll abgeschrieben. Seit 01.01.2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis zu € 800 im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Bei den Vorräten erfolgt die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der Fertigerzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die dabei mit Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie anteiligen Verwaltungskosten angesetzt werden. Die Gemeinkosten werden mit einem pauschalen Aufschlag auf den Fertigungsstundensatz berücksichtigt. Bezogene Artikel, die zur Bearbeitung vorgesehen sind, werden als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt; erkennbare Risiken werden durch ausreichend bemessene Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie des Konzern-Cash-Pools werden zum Nennwert aktiviert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen sind einzeln erfasst und sorgfältig nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Sie sind entsprechend den voraussichtlichen Verpflichtungen ausreichend bemessen. Der Ansatz erfolgt gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen und kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt der effektive Steuersatz zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Angaben zur Bilanz

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Lieferungs- und Leistungsforderungen.

Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich um das Nettoguthaben im Konzern-Cash-Pool.

Aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände ergeben sich ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von T€ 26. Weiterhin ergeben sich aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB von T€ 166. Damit bestehen in Summe ausschüttungsgesperrte Beträge von T€ 192, denen keine frei verfügbaren Rücklagen gegenüberstehen.

Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. T€ 12.080 betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Transfer Price Agreements, Gewährleistungen sowie Provisionen und ausstehende Rechnungen. Bei den Gewährleistungen wurde der zurückzustellende Prozentsatz auf 1,0% der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres festgelegt.

30.04.2018
T€
30.04.2019
T€
Transfer-Price-Agreements 4.253 10.849
Gewährleistung 584 356
Personalbereich 605 491
Provisionen & Lizenzgebühren 115 194
Rückstellungen für Lieferverträge 52 45
Ausstehende Rechnungen Lieferanten 7 145
Übrige 2 0
Total 5.618 12.080

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber anderen Gesellschaften des Elekta-Konzerns.

Auf sich in den folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Ansätzen werden latente Steuern gebildet. Passive latente Steuern resultieren aus aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen und aktive latente Steuern wurden auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Zur Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 27,73 % verwendet.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 3.039 (Vorjahr: T€ 2.786) sind solche aus der Fremdwährungsumrechnung i.H.v. T€ 865 (Vorjahr: T€ 875) sowie die Konzerninterne Verrechnung von Entwicklungsleistungen und ähnlichem i.H.v. T€ 1.601 enthalten. Des Weiteren beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 571.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von T€ 641 (Vorjahr: T€ 1.020).

Sonstige Angaben

Aus langfristigen Leasingverträgen resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 272.

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 63 Arbeitnehmer.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Geschäftsführer: Christopher John Snook, Diedorf

Auf die Angabe des Gesamtbezuges für die Tätigkeit als Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres vom 1. Mai 2018 bis 30. April 2019 von T€ 6.622 schlägt die Geschäftsführung der Gesellschafterversammlung die Verrechnung mit dem bestehenden Verlustvortrag vor.

Die Medical Intelligence Medizintechnik GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Elekta AB (Registernummer 556170-4015), Stockholm/Schweden, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen, der gleichzeitig den größten und kleinsten Konsolidierungskreis darstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Unternehmens in Stockholm erhältlich.

 

Schwabmünchen, den 30. Juni 2019

Christopher John Snook, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Mai 2018 bis 30. April 2019

Anschaffungskosten
01.05.2018
Zugänge
Abgänge
30.04.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.421.924,27 16.721,98 0,00 3.438.646,25
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134.467,43 0,00 0,00 134.467,43
  3.556.391,70 16.721,98 0,00 3.573.113,68
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.411.150,08 79.924,48 102.875,79 2.388.198,77
  2.411.150,08 79.924,48 102.875,79 2.388.198,77
  5.967.541,78 96.646,46 102.875,79 5.961.312,45
Abschreibungen
01.05.2018
Zugänge
Abgänge
30.04.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.261.793,81 150.896,19 0,00 3.412.690,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134.467,43 0,00 0,00 134.467,43
  3.396.261,24 150.896,19 0,00 3.547.157,43
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.133.236,44 108.912,09 59.433,88 2.182.714,65
  2.133.236,44 108.912,09 59.433,88 2.182.714,65
  5.529.497,68 259.808,28 59.433,88 5.729.872,08
Buchwerte
30.04.2019
30.04.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 25.956,25 160.130,46
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
  25.956,25 160.130,46
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 205.484,12 277.913,64
  205.484,12 277.913,64
  231.440,37 438.044,10

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Medical Intelligence Medizintechnik GmbH, Schwabmünchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Medical Intelligence Medizintechnik GmbH, Schwabmünchen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2018 bis zum 30. April 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Medical Intelligence Medizintechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2018 bis zum 30. April 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2018 bis zum 30. April 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 24. September 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niklas Wilke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Alexander Schucht, Wirtschaftsprüfer

Niederschrift über einen Gesellschafterbeschluß vom 23. Oktober 2019

Elekta AB (publ), Kungstengatan 18, 1093 Stockholm, Schweden, eingetragen im Firmenregister von Schweden unter der Nummer 556170-4015 ist alleinige Gesellschafterin der Medical Intelligence Medizintechnik GmbH mit Sitz in Schwabmünchen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 14835.

Vor diesem Hintergrund fasst Elekta AB (publ) unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften der Einberufung, Vorbereitung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung, die sich aus der Satzung oder dem Gesetz ergeben, folgenden Gesellschafterbeschlüsse:

1. Die Gesellschafterversammlung stellt den von der Geschäftsleitung vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018/2019 (01.05.2018-30.04.2019) gemäß §10 der Satzung fest.

2. Die Gesellschafterversammlung beschließt ein Teil des Jahresüberschuss in Hohe von Euro 6.622.268,44 zur Deckung des Jahresfehlbetrages aus dem Vorjahr fortzutragen und Euro 3.443.000,00 als Dividende an die Anteilseigner auszuschütten.

3. Gema §46 GmbH Gesetz erteilt die Gesellschafterversammlung dem Geschäftsführer Christopher John Snook Entlastung für das Geschäftsjahr 2018/2019.

4. Die Prokura für die Medical Intelligence Medizintechnik GmbH von Frau Ulrike Lutz, geb. 18.06.1965 ist zum 31. Oktober 2019 erloschen.

5. Herr Inga Müller, Lechfelder Str.43, 86836 Untermeitingen, geb 02.11.1971 wird hiermit zum Prokuristen der Medical Intelligence Medizintechnik GmbH bestellt.

6. Die derzeitigen Mitglieder des Beirates der Medical Intelligence Medizintechnik GmbH: Steve Wort (Vorsitzender), Christopher John Snook, Ulrike Lutz, John Lapre werden mit Wirkung zum 31. Oktober 2019 abberufen

7. Mit Wirkung zum 31. Oktober 2019 werden: Steve Wort (Vorsitzender), Christopher John Snook, Maurits Wolleswinkel als die Mitglieder des Beirates der Medical Intelligence Medizintechnik GmbH berufen.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

Transcript of a shareholders' resolution dated October 23rd, 2019

Elekta AB (publ), Kungstengatan 18, 1093 Stockholm, Sweden, registered with the companies register of Sweden under the registration number 556170-4015 is the sole shareholder of

Medical Intelligence Medizintechnik GmbH

with registered domicile in Schwabmunchen, registered with the commercial register of the local court (A mtsgericht) of Augsburg under HRB 14835.

In the light of this, Elekta AB (publ), waiving all requirements resulting from the articles of association or from the law concerning the form and the period of the convening, preparation and the implementation of a shareholders' meeting, passes the following shareholders' resolutions:

1. The shareholders meeting approves the annual closing for the fiscal year 2018/2019 (01.05.2018-30.04.2019) according to §10 of the articles of association.

2. The shareholders meeting agreed to carry forward part of the net profit of Euro 6.622.268,44 to cover last year's loss and to pay out Euro 3.443.000,00 as dividend to the shareholders.

3. Accordingto §46 GmbH law the shareholders meeting grants exoneration for the fiscal year 2018/2019 to the ManagingDirector Christopher John Snook.

4. The power of attorney ("Prokura") for Medical Intelligence Medizintechnik GmbH of Ulrike Lutz, born 18.06.1965, has been terminated effective 31st October 2019.

5. Mr Inga Müller, Lechfelder Str. 43, 86836 Untermeitingen, born 02.11.1971 is hereby appointed as Prokuristof Medical Intelligence Medizintechnik GmbH

6. The current members of the advisory board of Medical Intelligence Medizintechnik GmbH: Steve Wort (chairman), Christopher John Snook, Ulrike Lutz, John Lapre are hereby recalled effective 31st of October 2019

7. Effective from 31st of October 2019: Steve Wort (chairman), Christopher John Snook, Maurits Wolleswinkel are called as members of the advisory board of Medical Intelligence Medizintechnik GmbH

Further resolutions are not passed.

 

Stockholm, den 23. Oktober 2019

Jonas Bolander, General Counsel Elekta AB, publ

Johan Adeback, Group Treasurer Elekta AB, publ

Der Jahresabschluss zum 30.04.2019 wurde am 23.10.2019 festgestellt.

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