SPIE Energy Solutions GmbH

Am Lichtbogen 40, 45141 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 18557
Vorher
LGM Energie GmbHHOCHTIEF Facility Management Energy GmbHHOCHTIEF Energy Management GmbH
Eingetragen
1.8.2002
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für TragwerksplanungTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Die Errichtung und der Betrieb energietechnischer Anlagen für den effizienten Energieeinsatz, das Entwickeln und Vermarkten von Energiedienstleistungen sowie die Energieversorgung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Bornemann
seit 7.11.2025
Prokura
Stefan Schusterschitz
seit 26.8.2025
Prokura
Alexander Zirm
seit 22.7.2025
Prokura
Antje Wiedemuth
seit 26.2.2025
Prokura
Rainer Hollang
seit 1.9.2020
Geschäftsführer
Markus Holzke
seit 5.5.2020
Prokura
Sascha Flormann
seit 3.5.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SPIE Operations SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPIE Energy Solutions GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft zeigte sich 2023, nach der COVID-19-Pandemie, einem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg und der weltweit hohen Inflation sehr widerstandsfähig. Das BIP-Wachstum fiel mit global 3,1 % im Jahr 2023 stärker aus als erwartet. In den USA und einigen Schwellenländern wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal 2023, aufgrund höherer Löhne sowie steigender staatlicher und privater Ausgaben, nochmals stärker als prognostiziert. Durch die Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken erholte sich die weltweite Inflation ab dem vierten Quartal 2023 und sank auf prognostizierte 6,8 % für das Gesamtjahr 2023. Wiederhergestellte Lieferketten erhöhten die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Halbjahr zudem weiter. 1 Im vierten Quartal 2023 kehrte sich diese Entwicklung allerdings wieder um. In Folge des Nahost-Konflikts kam es zu Überfällen auf Containerschiffe im Roten Meer, was zu Lieferverzögerungen auf der Route zwischen Asien und Europa führte. 2

Die Wirtschaftsleistung in der EU hat im Jahr 2023 an Schwung verloren, das BIP schrumpfte um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. 3 Hintergrund waren vor allem die hohe Inflation im Euro-Raum (5,4 % 4 ), eine härtere Geldpolitik sowie der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine. 5

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang des BIP um -0,3 %. Vorangegangene multiple Krisen, eine Inflation von +5,9 % 6 , die straffe Geldpolitik, ein hoher Krankenstand der Erwerbstätigen sowie ein kräftiges Wachstum der Lohstückkosten beeinflussten die deutsche Wirtschaft stark. Die schwache Auslandsnachfrage (-1,8 %) stellte für Deutschland als Exportnation einen weiteren, zentralen Belastungsfaktor dar. 7 Lediglich der Außenhandel mit Ländern außerhalb Europas wies 2023 ein leichtes Plus von 0,8 % auf. 8 Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahresverlauf hingegen robust. Die Arbeitnehmerentgelte (+6,7 %) sowie Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5 %) legten im Verlauf des Jahres, insbesondere aufgrund von deutlichen Lohnerhöhungen und staatlicher Entlastungsmaßnahmen, deutlich zu. 9

1.2 Entwicklung der Branche

Der relevante Markt der SPIE Energy Solutions GmbH, im Folgenden SPIE ES, als Teil des Multitechnik-Dienstleister SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe für Gebäude, industrielle Anlagen und Infrastrukturen umfasst Aktivitäten im Bereich der Errichtung und des Betriebs energietechnischer Anlagen für den effizienten Energieeinsatz, des Entwickelns und Vermarktens von Energiedienstleistungen sowie der Energieversorgung.

Nachdem die FM-Branche im Jahr 2020 pandemiebedingt schrumpfte, kehrte sie in den Folgejahren stetig positiv zurück und konnte 2022 den bisher stärksten Anstieg verzeichnen. Bei einem externen Marktvolumen von 59 Mrd. EUR zeigt sich ein robustes Wachstum in der Technik und bei den Marktführern. Dabei sind die Top-25 FM-Anbieter mit 9,3% stärker gewachsen als der Gesamtmarkt mit 7,3 %. 10 Die FM-Branche zeigte sich in der von geo- und klimapolitischen Ereignissen sowie den Nachwirkungen der Corona-Pandemie beeinflussten Lage im Jahr 2023 stabil. Die FM-Branche nimmt eine Schlüsselrolle als Partner ihrer Auftraggeber bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Senkung der Energieverbräuche ein. 11 Erwartete die FM-Branche in Deutschland, Ende 2022, noch ein Umsatzplus für 2023 von 6,6% 12 , konnte sie in allen vier Quartalen in 2023 ein Umsatzplus von insgesamt über 9% verzeichnen. 13 Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind weiterhin die bestimmenden Themen für die FM-Branche. Die größte Herausforderung für die FM-Anbieter bleibt der Fachkräftemangel und der Preisdruck, der die positive Marktentwicklung dämpft. 14

Die deutsche Energiewirtschaft steht seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine unter besonderer Anspannung. Zur Aufrechterhaltung der Gasversorgung in den Wintermonaten 2022/2023 erließ die Bundesregierung im Rahmen des Energiesicherungspakets Verordnungen über kurzfristige Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung und zur Energieeinsparung im Gebäudebereich (EnSikuMaV | bis April 2023) und über mittelfristig wirksame Effizienz- und Energieeinsparmaßnahmen (EnSimiMaV). 15 Die Maßnahmen zeigten im Jahr 2023 Erfolg, mit einem Rückgang des Energieverbrauchs um 7,9%. 16 Bestärkt wurde dies zudem durch das im Januar 2023 in Kraft getretene Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG 2023), welches vorsieht, bis 2030 mindestens 80% des Bruttostroms in Deutschland durch Erneuerbare Energien abzudecken. 17 Die Relevanz dieser Ziele untermauerte die Bundesregierung mit dem im November 2023 in Kraft getretenen Energieeffizienzgesetz (EnEfG). Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 7,5 GWh sowie öffentliche Einrichtungen von Bund und Ländern sind verpflichtet, Energie- und Umweltmanagementsysteme einzuführen. 18

Die gesetzlichen Vorgaben, exorbitante Energiepreissteigerungen infolge der Energiekrise und Extremwetterereignisse schärften das Bewusstsein der Bürger und Unternehmen für mehr Klimaschutz und eine sicherere Energieversorgung. Environment-Social-Governance (ESG) und das Erfüllen von Nachhaltigkeitszielen gewinnen so an Relevanz in der FM-Branche. 19 Die FM-Anbieter unterstützen bei der Analyse der Energieverbräuche und Prozesse, beraten und entwickeln individuelle Lösungen und Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Integration erneuerbarer Energien und für den effizienten Energieeinsatz im Betrieb und setzen diese um. Die SPIE ES sieht hierin ein hohes Geschäftspotenzial und bündelt ihre Lösungskompetenz im "Go!Green-Ansatz", um ihre Kunden dabei zu unterstützen, sich effizient und nachhaltig auszurichten.

2. Darstellung der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb energietechnischer Anlagen für den effizienten Energieeinsatz, das Entwickeln und Vermarkten von Energiedienstleistungen sowie die Energieversorgung.

Die SPIE Energy Solutions GmbH, Essen, stellt Kunden in Form des sogenannten "Energieliefer-Contracting" im Rahmen von Gesamtkonzepten Nutzenergie einschließlich der dazu erforderlichen Anlagen und Dienstleistungen zur Verfügung. Diese Aufgaben werden auch von der Tochtergesellschaft SPIE Energy Solutions Harburg GmbH, Hamburg, wahrgenommen. Die dazu geschlossenen Verträge sind in der Regel individuell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst.

Im Rahmen des so genannten "Energieeinspar-Contracting" hat die Gesellschaft mit Kunden Verträge über die Beteiligung an Energieeinsparungen geschlossen. Im Rahmen dieser Verträge erbringt die Gesellschaft Vorleistungen in Form von Installationsaufwendungen. In den Erfolgsbeteiligungsverträgen wird der Gesellschaft ein Anteil an den durch die vorgenommenen Installationen zu erzielenden Einsparungen zugesichert.

2.1 Aufstellung SPIE Energy Solutions GmbH

Die SPIE Energy Solutions GmbH hat ihren Geschäftssitz in Ratingen, dort sind neben der Geschäftsleitung die zentralen Abteilungen, Controlling, Vertrieb, ENS sowie Teile des Engineerings und des Betriebes ansässig. Das operative Geschäft verteilt sich auf insgesamt drei Engineering-Teams und drei Betriebsteams, sowie drei Automationsteams. Diese finden sich in den Standorten München, Stuttgart, Frankfurt, Herzogenrath, Hannover, Berlin und Hamburg wieder.

2.2 Entwicklung der Gesellschaft

a. Marktpositionierung

Die SPIE Energy Solutions GmbH ist vor allem durch die Fokussierung auf sämtliche energiebezogenen Prozessen auf Kundenseite und die Gliederung des Angebotes in die medienübergreifende Erstellung von Analysen und Energieeinsparkonzepten, Anlagen- und Einsparcontracting (Performance-Contracting), Nutzenergieliefer- und Full-Service-Contracting, die Beratung in Energiebeschaffungsfragen sowie die Lieferung, Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energiemedien gut aufgestellt. Ferner besitzt die SPIE ES umfassendes Know-how in der Errichtung und dem Betrieb von Geothermiekraftwerken, wobei der Leistungsumfang der SPIE ES sich hierbei auf die oberirdische Energietechnik konzentriert.

Zu den Fokusbranchen von SPIE ES gehören heute die öffentliche Verwaltung, das Gesundheitswesen und die Industrie. In Kooperation mit der SPIE Efficient Facilities GmbH werden FM & EM Leistungen 20 gebündelt angeboten, wodurch sich beide Gesellschaften als Lösungsanbieter anstelle eines reinen Dienstleisters verstehen. Durch diese Zusammenarbeit können eine Vielzahl von FM & EM Leistungen angeboten werden, wodurch ein Wettbewerbsvorteil realisiert wird.

Aufbauend auf unserer vorhandenen flächendeckenden Struktur in Deutschland ist die SPIE ES mit der SPIE-Gruppe so optimal aufgestellt, dass wir mit unseren vernetzten Leistungen immer da sind, wo unsere Kunden uns brauchen.

b. Geschäftsentwicklung

Das Bestandsgeschäft der Gesellschaft ist weitestgehend stabil und erfüllt die Erwartungen. Das Neugeschäft dagegen ist im Geschäftsjahr deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Gründe sind individuell stehen aber grundsätzlich in Verbindung mit der Preisunsicherheit im Energiemarkt. Unsere Kunden sind derzeit verunsichert und scheuen sich daher langfristige Investitionsverpflichtungen bzw. Vertragsverpflichtungen einzugehen. Dennoch ist es gelungen einen vergleichbaren Auftragseingang wie im Vorjahr zu erreichen.

c. Erweiterung des Leistungsspektrums

In Zusammenarbeit mit der SPIE Efficient Facilities GmbH werden immer mehr FM-Projekte mit Energiedienstleistungsbestandteilen bearbeitet. Ausgehend von einer systematischen Analyse sowie bereits gesammelten Erfahrungen, bezogen auf die Synergiepotenziale zwischen Leistungen der SPIE ES und der SPIE Efficient Facilities GmbH, wird die weitere Geschäftsentwicklung sowohl im externen Drittkundenmarkt als auch konzernintern in Verbindung mit der SPIE-Gruppe nach wie vor sehr positiv bewertet.

d. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns

Durch die Einbindung der Gesellschaft in die Organisationsstrukturen des SPIE-Verbunds können Synergieeffekte so genutzt werden, um eine hohe technische Kompetenz und ein möglichst breites Leistungsspektrum aus einer Hand anbieten zu können.

3. Entwicklung von Leistung, Auftragseingang und Umsatz

Die Leistung (Umsätze, Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen) der SPIE ES hat sich im Geschäftsjahr um Mio. EUR 2,6 verringert, sie beträgt Mio. EUR 59,6 (Vorjahr: Mio. EUR 62,2).

Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr insgesamt Mio. EUR 33,3 (Vorjahr: Mio. EUR 33,2).

Der Umsatz der Gesellschaft betrug Mio. EUR 64,3 (Vorjahr: Mio. EUR 58,1) und liegt somit deutlich über dem Vorjahreswert. Die Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Energielieferungen zurückzuführen.

4. Personalentwicklung

Die SPIE ES beschäftigt zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 137 Mitarbeiter (Vorjahr: 137 Mitarbeiter).

Zur Gewährleistung eines hohen Qualitätsstandards werden die Mitarbeiter laufend geschult und weitergebildet.

5. Struktur der Gesellschaft

Die Gesellschaft führt unterhalb der Geschäftsleitung folgende Berichtseinheiten: Vertrieb; ENS; Automatisierung; Engineering und Betrieb.

II. Wirtschaftsbericht

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die kontinuierliche Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:

Auftragseingang, Leistung, Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT), Working Capital und Liquiditätsentwicklung.

Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Bilanz gegeben.

1.1 Auftragseingang

Der Auftragseingang der SPIE ES betrug im aktuellen Geschäftsjahr insgesamt Mio. EUR 33,3 (Vorjahr: Mio. EUR 33,2) und liegt damit deutliche unter der Prognose. Grund hierfür ist vor allem die Zurückhaltung unserer Kunden aufgrund der unsicheren gesetzlichen Lage am Energiemarkt.

1.2 Leistung

Die Leistung einschließlich Bestandsveränderungen und Eigenleistungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) verminderte sich von Mio. EUR 62,2 in 2022 auf Mio. EUR 59,6 im Geschäftsjahr 2023 und liegt damit moderat hinter den Erwartungen. Die Leistungsreduzierung ist im Wesentlichen auf die deutliche Reduzierung im Auftragseingang zurückzuführen.

1.3 Ertragslage

Das Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Ergebnisabführungen betrug im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 2,3 (Vorjahr: Mio. EUR 2,2) und ist somit trotz der gesunkenen Leistung mit Mio. EUR 0,1 über dem des Vorjahres. Somit wurden die prognostizierten Erwartungen erreicht.

Die Umsatzrentabilität des Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung beträgt 4,5 % (Vorjahr: 3,6 %). Die Rohertragsquote bewegt sich mit 30,2 % gegenüber dem Vorjahr mit 31,3 % nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Die Materialaufwendungen inklusive bezogener Leistungen i.H.v. Mio. EUR 41,6 reduziert sich um Mio. EUR 1,2 gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 42,8). Die Materialintensität verschlechtert sich mit 69,8 % gegenüber dem Vorjahr i.H.v. 68,7 %.

Der Personalaufwand sank in der Berichtsperiode von Mio. EUR 12,5 auf Mio. EUR 12,0 um Mio. EUR 0,5. Einsparungen wurden bei den Gehältern um Mio. EUR 0,2 auf Mio. EUR 6,9 (Vorjahr: Mio. EUR 7,2) sowie den Bonusaufwendungen um Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 1,0 (Vorjahr: Mio. EUR 1,3) realisiert. Die Personalintensität verringert sich um 0,1 Prozentpunkte von 20,2 % auf 20,1 %.

Das Finanzergebnis liegt mit Mio. EUR 1,0 deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres mit Mio. EUR 0,3. Dieser deutliche Anstieg ist ausschließlich durch die positive Zinsentwicklung am Kapitalmarkt begründet auf welche die Verzinsung der Cash-Pooling Bankguthaben aufbaut.

Das Ergebnis wurde im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags abgeführt.

1.4 Vermögenslage

Die wesentlichen Veränderungen in der Bilanz sind:

Das Anlagevermögen in Höhe von Mio. EUR 0,9 (Vorjahr: Mio. EUR 1,2) umfasst im Wesentlichen technische Anlagen mit Mio. EUR 0,8 (Vorjahr: Mio. EUR 1,1) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung mit Mio. EUR 0,1 (Vorjahr: Mio. EUR 0,1). Die Reduktion des Anlagevermögens folgt primär aus dem operativen Leistungsprozess und hiermit einhergehend gewöhnlichen Abschreibungen.

Das Umlaufvermögen ist um Mio. EUR 4,1 auf Mio. EUR 37,9 gegenüber dem Vorjahr i.H.v. Mio. EUR 42,0 gesunken. Dies resultiert vor allem aus der Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte und Projekte betragen Mio. EUR 1,4 (Vorjahr: Mio. EUR 7,7), von denen Mio. EUR 0,4 (Vorjahr: Mio. EUR 2,0) unter den Verbindlichkeiten als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen sind.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR 5,4; Vorjahr: Mio. EUR 8,9) haben sich im Geschäftsjahr um Mio. EUR 3,5 vermindert. Die Forderungen im Verbundbereich erhöhten sich um Mio. EUR 1,4 gegenüber dem Vorjahr und belaufen sich auf Mio. EUR 31,6 (Vorjahr: Mio. EUR 30,2).

Das Eigenkapital von Mio. EUR 16,5 ist aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der SPIE Efficient Facilities GmbH (Gewinnabführung in 2023 i.H.v. Mio. EUR 2,9; Vorjahr: Mio. EUR 2,1) unverändert. Die Eigenkapitalquote erhöht sich durch die gesunkene Bilanzsumme um 4,2 %-Punkte auf nun 42,4 % (Vorjahr: 38,2 %).

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 0,5 vermindert, von Mio. EUR 6,6 im Vorjahr auf nun Mio. EUR 6,1. Der Rückgang ist im Wesentlichen dem Bereich der personalbezogenen Rückstellungen zuzuordnen.

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Vorjahr i.H.v. Mio. EUR 20,2 auf Mio. EUR 16,3 um Mio. EUR 3,9 reduziert. Diese Minderung ist hauptsächlich in der Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 2,9 auf Mio. EUR 10,2 (Vorjahr: Mio. EUR 13,1) begründet.

Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten), kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, ist mit Mio. EUR 20,4 auf Vorjahresniveau (Mio. EUR 20,2)

Bereinigt um die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung (Mio. EUR 2,9; Vorjahr: Mio. EUR 2,1) und die Geldanlage im Cash-Pool der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH (Mio. EUR 30,8; Vorjahr: Mio. EUR 29,2) verringert sich das Working Capital mit Mio. EUR -7,5 (Vorjahr: Mio. EUR -6,9) um Mio. EUR -0,6.

1.5 Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wird durch die monatlichen Zahlungen der Auftraggeber im Rahmen von laufenden Contracting-Projekten sichergestellt. Des Weiteren ist die SPIE ES für Zwischenfinanzierungszwecke seit 2022 in das Cash-Pooling-System der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH eingebunden. Die Gesellschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren finanziellen Verpflichtungen nachgekommen. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Der Cash-Bestand inklusive der Cash-Pool-Forderung stieg gegenüber dem Vorjahr von Mio. EUR 29,3 um Mio. EUR 1,7 auf Mio. EUR 31,0 an.

Die Gesellschaft unterhält Energieanlagen, die der Leistungserbringung im Rahmen von langfristigen Serviceverträgen mit bestimmten Kunden dienen. Anlagen aus diesen Vertragsformen wurden an Leasinggesellschaften verkauft und anschließend zurückgeleast. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus derartigen Verträgen betragen zum Stichtag in Summe Mio. EUR 15,0 (Vorjahr: Mio. EUR 18,3).

Darüber hinaus wurden die künftigen Forderungen aus Vergütungsansprüchen von Contractingraten-Projekten im Rahmen von Forfaitierungsverträgen an Finanzierungsgesellschaften verkauft. Hierbei handelt es sich um echte Forfaitierungen, bei denen sowohl die Bonitätsrisiken als auch die Delkredere-Risiken abgetreten werden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus derartigen Verträgen betragen zum Stichtag in Summe Mio. EUR 9,4 (Vorjahr: Mio. EUR 11,9).

Investitionen bzw. Zugänge zum Sachanlagevermögen wurden im Geschäftsjahr lediglich im geringen Umfang in Höhe von Mio. EUR 0,06 (Vorjahr: Mio. EUR 0,02) primär im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.

2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Kundenzufriedenheit

SPIE belegt unverändert den ersten Platz in der Lünendonk®-Studie. Die Studie listet SPIE im Jahr 2023 erneut als Marktführer (Ranking nach Umsatz) in Deutschland. Als erstes Facility-Service-Unternehmen in Deutschland überschreitet der Jahresumsatz mit Dienstleistungen die Marke von 2 Milliarden Euro.

Die positiven Ergebnisse aus der Lünendonk®-Studie bestärken die SPIE EF in ihrer Positionierung als führender technischer Dienstleister für Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen.

Die Geschäftstätigkeit der letzten Jahre war durch Wirtschaftskrisen und die Corona-Pandemie geprägt. Trotz wirtschaftlicher Unwegsamkeiten bei SPIE-Kunden hat sich das technische Facility Management der SPIE EF in dieser Krisensituation als recht widerstandsfähig erwiesen und verzeichnete im den letzten Jahren Wachstum. Hier zeigte sich Unverzichtbarkeit der Dienstleistungen im technischen Facility Management und die Rolle von SPIE als wichtiger, systemrelevanter Dienstleister für die Instandhaltung kritischer Infrastrukturen (KRITIS). 

Der ONE SPIE-Ansatz fördert eine transparente Darstellung des gesamten SPIE-weiten Leistungsportfolios. Zur Unterstützung der Kunden ist SPIE tief in die Wertschöpfungskette der Kunden eingebunden, um auf die Herausforderungen Klimawandel und Digitalisierung einzuwirken. Entsprechend werden digitale Lösungen gemeinsam und in enger Abstimmung mit den Kunden und Geschäftspartnern anhand konkreter Projekte und Use Cases entwickelt und umgesetzt. Digitale Lösungen ermöglichen kontinuierliche Verbesserungen zur Reduzierung von Verbräuchen und CO2-Emissionen.

SPIE ES ist bestrebt, die Erwartungen seiner Kunden zu übertreffen. Qualität und eine sichere Projektabwicklung sind die Grundlagen für eine nachhaltige Kundenbeziehung. Die systematische Messung der Kundenzufriedenheit ist ein kontinuierlicher Prozess, der sich auf alle Geschäftsbereiche von SPIE Deutschland & Zentraleuropa erstreckt.

2.2 Betriebszugehörigkeit

Die Mitarbeitenden der SPIE Energy Solutions GmbH waren im Jahr 2023 durchschnittlich 12,8 Jahre beschäftigt (Vorjahr: 13,1 Jahre). Die Fluktuation (Verhältnis der Austritte zum Personalanfangsbestand des Jahres) ist von 12,5 % im Vorjahr auf 11,9 % im Jahr 2023 gesunken.

2.3 Aus- und Weiterbildung

Die SPIE Energy Solutions GmbH hat im Jahr 2023 über die SPIE Akademie am regelmäßigen Weiterbildungsprogramm mit fachlichen und überfachlichen Seminaren teilgenommen, welches auf spezifische Bedarfe der Mitarbeitenden ausgerichtet war. Nach Fach- und Führungstrainings lagen weitere Trainingsschwerpunkte auf der Methoden- und Sozialkompetenz. Die Schulungs- und Trainingsmaßnahmen sind für verschiedene Karrierestufen von Ausbildungs-Workshops bis zu modularen Führungskräfteprogrammen konzeptioniert und dienen der Verbesserung der persönlichen und arbeitsplatzbezogenen Kompetenzen. Sie orientieren sich an Funktionen, Tätigkeiten und Verantwortungsbereichen. Ziel ist es, Nachbesetzungen wie z.B. Experten- oder Führungspositionen weitestgehend aus den eigenen Reihen vorzunehmen.

Der Besuch von internen Weiterbildungsmaßnahmen ist dementsprechend im Jahr 2023 auf 300 Trainingstage gestiegen (Vorjahr: 275 Trainingstage).

Das Spektrum der internen Angebote wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgeweitet. So wurden z.B. zahlreiche Systemschulungen für Planon / SAP sowie im Bereich Green Share und Nachhaltigkeit durchgeführt. Des Weiteren wurden im HSEQ-Bereich vermehrt Veranstaltungen durchgeführt sowie flächendeckend eine Pflichtschulung Datenschutz über die interne E-Learning Plattform SMILE ausgerollt.

Neben den intern organisierten Weiterbildungsangeboten der SPIE Akademie hat die SPIE Energy Solutions GmbH auch an externen Weiterbildungsangeboten teilgenommen, um die spezifischen Weiterbildungsbedarfe ebenfalls abzudecken.

Der Besuch von externen Seminaren lag 2023 bei 146 Trainingstagen (Vorjahr: 50 Trainingstage). Externe Veranstaltungen werden insbesondere dann wahrgenommen, wenn ein spezifischer Bedarf besteht, der durch interne Formate nicht abgedeckt werden kann.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beschäftigt die Gesellschaft 2 duale Studenten (zum Vorjahresstichtag: 3 duale Studenten) und erreicht damit einen Auszubildendenanteil von 1,5 % an der Gesamtbelegschaft (Vorjahresstichtag: 2,2 %). Die Ausbildungsquote ist somit gesunken.

2.4 Arbeitssicherheit

Übergeordnetes Ziel von SPIE Efficient Facilities GmbH ist es, eine Arbeitsschutzkultur nachhaltig im Unternehmen - bei den Führungskräften und Mitarbeitenden - zu etablieren und zu verankern.

Als Messgröße für die Arbeitssicherheit wird die Ereignishäufigkeitsrate (TRCFR = Total Recordable Cases Frequency Rate) herangezogen. Die Kennzahl errechnet sich aus der Summe der Ereignisse "Medical Treatments" und "Lost Time Incidents" bezogen auf eine Million Arbeitsstunden aller Mitarbeitenden - d.h. aller Mitarbeitenden der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und aller Mitarbeitenden, die im Zuge von Arbeitnehmerüberlassungen für die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe tätig sind. Die Reduzierung der Ereignishäufigkeit hat einen positiven Einfluss auf die Kennzahl von SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH.

Die Kennzahl der Gruppe hat sich für das Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegt bei 10,53. Damit wurde die TRCFR im Vergleich zum Vorjahr um 2 % gesenkt, die Anzahl der Ereignisse liegt in der Schwankungsbreite. Insgesamt wurde die Ereignishäufigkeitsrate von Dezember 2014 bis Dezember 2023 um 53 % gesenkt. Die in den jeweiligen Zeiträumen der Berichterstattung in die Gruppe aufgenommenen Akquisitionen sind ab Zugehörigkeit zu SPIE in die Bildung der Kennzahl aufgenommen worden.

Jede Gesellschaft der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe trägt zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und damit der Senkung der TRCFR bei. Valide vergleichbar ist die Kennzahl auf Ebene der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe, da sowohl durch organisches als auch durch anorganisches Wachstum die KPI auf Ebene der Legaleinheiten, mithin SPIE SAG GmbH im Vergleich der Jahre stark schwanken kann. Die Berichterstattung wurde daher auf Gruppenebene umgestellt.

Mit Beginn der Coronapandemie wurde eine bei SPIE eingeführte Veranstaltung "HSEQ für Führungskräfte" als Präsenzveranstaltung pandemiebedingt vorübergehend eingestellt. Im Jahr 2023 wurde diese Veranstaltung wieder in Präsenz implementiert. Vorab wurde das Training didaktisch komplett überarbeitet. In dem interaktiven Training werden Führungskräfte befähigt die HSEQ-Themen im operativen Umfeld umzusetzen.

SPIE arbeitet kontinuierlich daran, die Arbeitssicherheit entlang des STOP-Prinzips (Substitution, technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen) auszurichten.

Im Bereich neue technische Arbeitsmittel zur Verbesserung der Arbeitssicherheit werden neben Marktrecherchen auch Eigenentwicklungen mit Herstellern umgesetzt.

Ein wichtiges Instrument zur Unterstützung aller Mitarbeitenden in der Fläche sowie der Führungskräfte waren die Hilfestellungen über eine arbeitstäglich 12-stündig erreichbare Beratungshotline sowie eine Vielzahl von Remote- und Präsenzschulungen und Regelbesprechungen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld

1.1 Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung

Das weltwirtschaftliche BIP-Wachstum wird sich 2024 auf 2,9 % verfestigen und schrumpft im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2 %-Punkte. 21 Die weltweit zurückgehende Inflation (Prognose für 2024: 5,8 %) wird die Weltwirtschaft zwar positiv beeinflussen, doch wirken sich die weiter anhaltende restriktive Geldpolitik der Zentralbanken und das damit einhergehende geringere Investitions- und Produktivitätswachstum negativ auf das Wachstum aus. Auch werden die andauernden geopolitischen Konflikte den Welthandel weiterhin beeinträchtigen. 22

Nach einem schwachen Jahr 2023 (+0,5 %) prognostiziert die OECD mit +0,6 % ein kaum positiveres BIP-Wachstum für den Euroraum für das Jahr 2024. Zu Beginn des Jahres bleibt das Wachstum den Prognosen zufolge noch schwach. Da die Realeinkommen allerdings steigen, wird es sich im Laufe des Jahres stetig erholen. 23

In Deutschland ist im ersten Quartal aufgrund der anhaltenden geopolitischen Krisen sowie der hohen Inflation, erst einmal nicht mit einer Trendwende zu rechnen. 24 Für den weiteren Verlauf im Jahr 2024 wird ein Anstieg des BIP um 0,2 % 25 erwartet. Gestiegene Reallöhne und ein robuster Arbeitsmarkt wirken belebend auf die sich erholende Inlandsnachfrage. Die Prognosen für den Außenhandel im Jahr 2024 bleiben eher verhalten (+0,6 %), da auch hier die geopolitischen Krisen aber auch die geldpolitischen Maßnahmen der Handelspartner-Länder die Nachfrage dämpfen. 26 Abzuwarten sind die weiteren Verläufe des Russland-Ukraine-Kriegs und des Nahost-Konflikts, die sich beide auf die Energiepreise und somit nachteilig auf die in Deutschland ansässige, energieintensive Industrie auswirken können. Ein längeres Anhalten der Störung der Schifffahrtsroute durch das Rote Meer und in der Folge wieder eingesetzten Lieferverzögerungen könnte die deutsche Wirtschaft weiterhin schwächen.

1.2 Erwartete Entwicklung der Branche

Die aktuelle geo- und klimapolitische Situation wird einen starken Einfluss auf die Geschäftstätigkeit deutscher Unternehmen nehmen. Die Energiekrise zeigt die Bedeutung eines klimafreundlichen und krisenfesten Energiesystems für den Wirtschaftsstandort. Die Unternehmen richten ihren Fokus deutlicher auf Nachhaltigkeit und den effizienten Energieeinsatz. Nach den bereits realisierten Maßnahmen zur Energieeinsparung aus dem Energiesicherheitspaket werden die energieintensiven Unternehmen durch das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) zur Umsetzung wirtschaftlicher Energieeffizienzmaßnahmen verpflichtet. Der dadurch ausgelöste Schub an Projektumsetzungen wird das Geschäft von FM-Anbietern positiv beeinflussen, insbesondere bei der Analyse, Beratung und Realisierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung, dem Energiemanagement und der Integration Erneuerbarer Energien.

Insgesamt blicken die FM-Anbieter optimistisch auf das Gesamtjahr 2024. Die führenden deutschen FM-Anbieter prognostizieren eine Umsatzentwicklung mit einem deutlichen Plus von 5,7%. 27 Treiber des Wachstums ist die mittlerweile vorhandene Akzeptanz der Kunden für Preisanpassungen, aufgrund gestiegener Kosten. 28 Gestützt wird diese Prognose durch die Notwendigkeit der Umsetzung von Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit und zur Reduktion der CO 2-Emissionen. Gerechnet wird mit einem Nachfrageschub für Services zur Reduktion des Energieverbrauchs bzw. für einen erhöhten Einsatz erneuerbarer Energien. 29 Die größten Herausforderungen für die technischen FM-Anbieter bleiben das Gewinnen und Halten von Fachkräften, gefolgt von der bedingten Planbarkeit von Kosten (u.a. aufgrund von Lohnsteigerungen und Energiekosten). 30

Der von der SPIE Energy Solutions GmbH adressierte Markt ist, trotz eines wirtschaftlich schwierigen Umfelds, attraktiv. Die als Reaktion auf die aktuellen Krisen von den Unternehmen eingeleiteten Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz stellen sich positiv für die Geschäftsentwicklung dar. Einzig ein langfristiges Andauern der geopolitischen Spannungen könnte sich negativ auf Konjunktur und Inflationen auswirken und mittelbaren Einfluss auf die Nachfrage entwickeln.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Auftragseingang

Die zukünftige Geschäftsentwicklung beruht in Teilen auf der erfolgreichen Realisierung der geplanten Auftragseingänge. Dem Risiko, den notwendigen Auftragseingang nicht realisieren zu können, wird durch eine gezielte Vertriebsstrategie sowie die sorgfältige Auswahl der technischen Konzepte entgegengewirkt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Auftragseingang deutlich über dem des Geschäftsjahres 2023 erwartet.

2.2   Leistung

Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine leichte Steigerung der Leistung im Vergleich zum Niveau des Berichtsjahres (Mio. EUR 59,5) erwartet.

2.3   Ertragslage

Auf der Grundlage einer stabilen Leistungsentwicklung wird für das Geschäftsjahr 2024 ein EBIT leicht über dem Geschäftsjahr 2023 vor Gewinnausschüttung der Tochtergesellschaft angestrebt.

2.4   Working Capital

Ausgehend von einem bereinigten Working Capital in 2023 i.H.v. rd. Mio. EUR -7,5 wird durch Optimierung des Abrechnungsprozesses eine Verminderung gegenüber dem Berichtsjahr angestrebt.

2.5   Liquiditätsentwicklung

Am Jahresende 2023 belief sich der Cash-Bestand auf Mio. EUR 0,2 bzw. Mio. EUR 31,0 inkl. Cash-Pool-Guthaben im Konzern. Die Planung der Cash-Entwicklung basiert auf der ausgeführten positiven Ertragsentwicklung und einer weiteren Optimierung des Working Capital. Insgesamt wird eine Erhöhung des Cash-Bestandes im Rahmen der erwarteten Ergebnisentwicklung erwartet.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3.1   Kundenzufriedenheit

Eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie ist für Unternehmen und öffentliche Institutionen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Mit dem Slogan "Go! Green" wird der Anspruch formuliert, mit smarten Lösungen und innovativen Dienstleistungen den Kunden in eine klimaneutrale und digitale Zukunft zu begleiten. Ein wichtiger Hebel sind technische Anlagen, denn sie gehören zu den wesentlichen CO 2-Emittenten. Als ESG-Lösungspartner setzt der Multitechnik-Dienstleister SPIE auf eine kluge Kombination aus Lösungen für eine verbesserte Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energie, um Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen nachhaltig auszurichten. 

Für die SPIE ES ist es das wichtigste selbstgesteckte Ziel, den Ausbau langfristiger Kundenbeziehungen voranzutreiben, um voneinander zu lernen, gemeinsam die gesellschaftlichen Ziele in eine grüne Zukunft abzustimmen und in langfristigen Geschäftsbeziehungen zu verankern. Unter einem eigens erschaffenen digitalen Ecosystem als Grundlage einer erfolgreichen digitalen Transformation versteht SPIE die interne und externe Vernetzung mit der Unternehmensumwelt und den jeweiligen Kunden und Geschäftspartnern. 

Im Rahmen der gesellschaftlichen Gesamtverantwortung hat es sich SPIE zur Aufgabe gemacht, mit seinen Leistungen und Produkten Vorreiter zu sein und versteht sich als Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Das frühzeitige Antizipieren von Innovationstrends verfolgt SPIE hierbei beispielhaft im Bereich E-Mobilität, Forschungsprojekte im 5G-Ausbau gemeinsam mit Partnern in der ARENA2036, Weiterentwicklung von Technologien wie BIM (Building Information Modeling) und IoT (Internet of Things) und nicht zuletzt der geplante symbolträchtige Umzug der Zentrale SPIE Deutschland & Zentraleuropa auf den EUREF-Campus in Düsseldorf, der als erster klimaneutraler Standort für Forschung, Mobilität, Energiewende und Klimaschutz steht. Darüber hinaus will SPIE bei der Zukunftstechnologie Wasserstoff eine führende Position einnehmen. 

Der Einsatz digitaler Technologien ist der Schlüssel zum Erfolg, um Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen zukunftsorientiert und nachhaltig auszurichten. Denn durch die Erhebung, Analyse und kluge Nutzung von Daten schafft SPIE bessere Lösungen für energieeffiziente Gebäude, Anlagen und eine moderne Infrastruktur. Aufbauend auf einer starken Marktposition und einer klar definierten Digitalisierungsstrategie entwickelt SPIE für und mit den Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitenden Lösungen für konkrete Anwendungsfälle. 

Die vorgenannten Projekte und der verstärkte Dialog mit seinen Stakeholdern ermutigt SPIE zu der Selbstverpflichtung, seinen direkten CO 2-Fußabdruck bis 2025 um 25 % zu reduzieren. Die Verringerung des CO 2-Fußabdrucks des Unternehmens soll in erster Linie durch die Elektrifizierung von mehr als einem Drittel der Fahrzeugflotte und durch die Steigerung der Energieeffizienz seines Immobilienbestands erreicht werden.

Die positiven Rückmeldungen von Kunden bezogen auf die Kundenzufriedenheit bestärken die SPIE ES zudem in der vorgenannten Ausrichtung. Die SPIE-Unternehmenswerte Leistung, Verantwortung und lokale Präsenz finden bei den Kunden hohen Zuspruch.

3.2   Betriebszugehörigkeit

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit betrug bei der SPIE Energy Solutions GmbH im Jahr 2023 12,8 Jahre. Die Fluktuation betrug im Berichtsjahr 11,9 %.

Durch die kontinuierliche Umsetzung der Kampagnen aus dem Programm "Employer of Choice" seit 2023 wird zukünftig durch gezielte Maßnahmen mit einem Rückgang der Fluktuation gerechnet. Zahlreiche Maßnahmen dienen hier der Mitarbeiterbindung und damit einem gezielten Entgegenwirken der Fluktuation.

3.3   Aus- und Weiterbildung

Für das Jahr 2024 werden etwa konstante Weiterbildungskennzahlen erwartet, da die Steigerung der Kennzahlen von 2022 zu 2023 bereits erheblich war. Es wird weiterhin die Nutzung der Kombination von Online- und Präsenztrainings angestrebt sowie in diesem Zusammenhang eine kontinuierliche Evaluierung des Bedarfs an Weiterbildung junger Nachwuchskräfte ermittelt.

3.4   Arbeitssicherheit

Fortlaufendes Ziel ist eine stetige Reduzierung der Ereignishäufigkeitsrate und damit der absoluten Anzahl der Ereignisse (MT und LTI). Um dieses Ziel zu erreichen, werden die bereits eingeführten Maßnahmen weitergeführt sowie weitere Maßnahmen und Arbeitsmittel implementiert, die das Bewusstsein erhöhen und damit eine Arbeitssicherheitskultur fördern.

Als Ziel für die Senkung der Unfallhäufigkeit hat sich der Geschäftsleitungskreis auf eine Reduzierung der TRCFR um 5 % im Vergleich zur TRCFR des Berichtsjahres 2023 vereinbart.

Im Jahr 2021 wurden gruppenweit die 10 Life Saving Rules (LSR) eingeführt, in 2022 und 2023 weiter verankert. In 2024 wird dieser Prozess weiter fortgesetzt. Um diese Verankerung zu erreichen, wird das Thema LSR durch verschiedene Aktionen und Kampagnen, wie den Tag der Arbeitssicherheit, vertieft. Der Tag der Arbeitssicherheit findet zwei Tage vor dem internationalen Worker Memorial Day am 26. April statt.

Um die Organisation bzgl. Arbeitssicherheit zu entwickeln, werden weiterhin Aktivitäten entlang der Prinzipien "Technische Maßnahmen und Einhaltung von Regeln", "Managementsysteme und Führung", "Umdenken und kultureller Wandel" entfaltet. Ein besonderer Fokus liegt dabei darauf, gemeinsam mit den Mitarbeitenden vor Ort Lösungen für sicheres Arbeiten zu entwickeln.

Besonderes Augenmerk liegt darauf, die Standardarbeitsprozesse auf die ausreichende Beschreibung von Arbeitssicherheitsaspekten zu analysieren und ggf. bedarfsgerecht zu ergänzen.

4. Effiziente Organisation des Risikomanagements

Die Risikopolitik der SPIE ES ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern.

Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich: 

Risikotransparenz (Erkennen - Dokumentieren - Steuern), 

Standardisierung und Beschreibung von Prozessen, 

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) und

Qualitätssicherung von Kundenaufträgen inkl. Projektaudits. 

Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernführung kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet.

Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement einschließlich des Abschlusses einer Forderungsausfallversicherung für Risiken aus Insolvenz und Protected Default für ausgewählte Kunden.

Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird.

Risiken aus dem Ukraine-Krieg werden zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr gesehen.

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Durch die seit 2014 getätigten Akquisitionen konnte das Leistungsspektrum von SPIE in Deutschland und Zentraleuropa signifikant erweitert werden. Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich insbesondere aus der Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden, z.B. durch das erweiterte Leistungsspektrum ("ONE SPIE"). Mit dem "ONE SPIE-Ansatz" gelingt eine weitreichende Differenzierung vom Wettbewerb zum Vorteil des Kunden. So können für die Kunden passgenaue Leistungen aus einer Hand angeboten werden, die z.B. neben CO 2 Vermeidungsstrategien auch Dienstleistungen des Geschäftsbereichs ICS wie beispielsweise den Betrieb von Voice-over-IP-Telekommunikationsanlagen umfasst.

Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus dem Abschluss nicht profitabler Aufträge sowie dem Verlust von Großaufträgen mit hohem Mitarbeitereinsatz. Ersterem begegnet die Gesellschaft mit einem mehrstufigen Review- und Freigabeprozess, der bereits vor Angebotsbearbeitung in Form eines "Bid go/no-go" Prozesses etabliert ist. Dieser Review-Prozess setzt sich in der Start-Up-Phase bei neuen Projekten sowie einem kontinuierlichen Review- und Verbesserungsprozess über die gesamte Laufzeit der Projekte fort. Durch die in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen konnte die Anzahl nicht profitabler Aufträge signifikant reduziert werden. Dieser Ansatz wird weiterverfolgt. Einem möglichen Verlust wichtiger Aufträge wird durch eine intensive koordinierte Betreuung wichtiger Bestandskunden begegnet. Diese umfasst auch die Durchführung von Workshops mit dem Kunden, um frühzeitig Optimierungspotentiale zu identifizieren und die Leistungserbringung an die Kundenerfordernisse anzupassen. Durch diese Maßnahmen erwarten wir eine weitere Steigerung der Kundenbindung und so die Reduzierung des Auftragsverlustrisikos.

Die SPIE ES ist aus ihrem operativen Geschäft grundsätzlich den Veränderungen am Energiemarkt durch Preissteigerungen der Primärenergie bzw. Veränderungen auf Grund der Energiesteuerpolitik ausgesetzt. Diese Veränderungen werden fortlaufend von SPIE ES überwacht und projektweise vertraglich gesteuert.

Im Jahr 2022 richtete SPIE wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine einen Krisenstab ein, der sich mit möglichen negativen Auswirkungen des Konflikts auf das Geschäft von SPIE beschäftigte. Hierbei standen insbesondere Lieferverzögerungen- und Engpässe sowie der Umgang mit Materialpreissteigerungen im Fokus. Diesen Risiken konnte durch Preisfixierungen oder Preisanpassungen weitgehend reduziert werden. Da sich die Lieferketten inzwischen entspannt haben und die im Jahr 2022 erreichten Preislevel wieder gesunken sind, werden aktuell keine weiteren Risiken aus dem Konflikt gesehen. Der Krisenstab konnte in Laufe des Jahres 2023 aus den genannten Gründen aufgelöst werden. 

Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken werden für die SPIE Energy Solutions GmbH nicht gesehen. 

 

Essen, den 12. April 2024

gez. Rainer Hollang Geschäftsführung

1 Vgl. IMF (2024): World Economic Outlook Update, S. 1ff.
2 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
3 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
4 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
5 Vgl. EU-Kommission (2023): Herbstprognose 2023, o.S.
6 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 21.
7 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 161.
8 Vgl. DESTATIS (2024): Pressemitteilung: Exporte im Dezember 2023: -4,6 % zum November 2023, o.S.
9 Vgl. BMWK (2024): Pressemitteilung - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024, o.S.
10 Vgl. Lünendonk (2023a): Studie Facility-Service-Unternehmen in Deutschland 202 3, S. 5.
11 Vgl. Lünendonk (2023a): Studie Facility-Service-Unternehmen in Deutschland 2023, S. 14.
12 Vgl. Lünendonk (2022): Blitzumfrage Presseinformation, S. 1.
13 Vgl. Lünendonk (2023b): Der Facility Management Markt in Deutschland 2023 - SPIE Vorstellung, S. 8.
14 Vgl. Lünendonk (2023a): Studie Facility-Service-Unternehmen in Deutschland 2023, S. 51 ff.
15 Vgl. Die Bundesregierung (2023): Maßnahmen zum Energiesparen, o.S.
16 Vgl. AG Energiebilanzen (2023): Energieverbrauch ist kräftig gesunken, S. 1.
17 Vgl. Bundesregierung (2023): EEG 2023 - Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen, o.S.
18 Vgl. Bundesregierung (2023): Energieeffizienz - öffentliche Hand wird Vorbild, o.S.
19 Vgl. Lünendonk (2023a): Studie Facility-Service-Unternehmen in Deutschland 2023, S. 14.
20 Facility-Management & Energie-Management Leistungen
21 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook Interim Report February 2024, S. o.S.
22 Vgl. IMF (2024): World Economic Outlook Update, S. 3.
23 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
24 Vgl. BMWK (2024): Pressemitteilung - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024, o.S.
25 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 10.
26 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 156-158.
27 Vgl. Lünendonk (2023a): Studie Facility-Service-Unternehmen in Deutschland 2023, S. 28.
28 Vgl. Lünendonk (2023a): Studie Facility-Service-Unternehmen in Deutschland 2023, S. 70.
29 Vgl. Lünendonk (2023a): Studie Facility-Service-Unternehmen in Deutschland 2023, S. 60.
30 Vgl. Lünendonk (2023a): Studie Facility-Service-Unternehmen in Deutschland 2023, S. 191.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
  EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 836.258,00 1.105.884,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.997,00 59.126,00
  915.255,00 1.165.010,00
II. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 16.900,00 16.900,00
  16.900,00 16.900,00
  932.155,00 1.181.910,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 258.507,83 198.358,35
2. Unfertige Leistungen 1.011.273,65 5.689.727,57
3. Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen 47.041,20 299.545,94
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.011.273,65 -5.689.727,57
  305.549,03 497.904,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.436.916,99 8.936.301,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.643.091,59 30.165.169,60
3. Sonstige Vermögensgegenstände 351.481,14 2.264.344,46
  37.431.489,72 41.365.815,52
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 230.167,64 135.061,53
  37.967.206,39 41.998.781,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.255,60 113.855,60
  38.981.616,99 43.294.546,94

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 16.030.399,88 16.030.399,88
  16.530.399,88 16.530.399,88
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.082.149,16 2.128.111,46
2. Sonstige Rückstellungen 4.044.755,77 4.427.602,55
  6.126.904,93 6.555.714,01
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 397.030,02 2.034.614,85
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.166.815,47 13.127.999,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.926.456,88 4.642.943,59
4. Sonstige Verbindlichkeiten 834.009,81 402.875,11
davon aus Steuern: EUR 232.521,06 (Vorjahr: EUR 215.810,70) 16.324.312,18 20.208.433,05
  38.981.616,99 43.294.546,94

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  2023 2022
  EUR EUR
1. Umsatzerlöse 64.346.086,00 58.114.125,46
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an
unfertigen Leistungen
4.778.479,52 4.133.285,19
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.408.845,93 891.453,54
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
29.183.349,57 25.669.924,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.384.323,28 17.124.531,49
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 10.234.500,34 10.488.936,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.743.296,76 2.054.539,91
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: 262.221,00)    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
310.689,98 382.783,57
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.167.760,64 5.580.554,55
9. Erträge aus Beteiligungen 443.850,47 437.814,98
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 443.850,47
(Vorjahr: 437.814,98)
   
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 648.192,18 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 647.514,77
(Vorjahr: 0,00)
   
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 87.752,61 159.756,10
davon an verbundenen Unternehmen: EUR 86.942,97
(Vorjahr: 85.984,38)
   
12. Ergebnis nach Steuern 2.956.821,88 2.115.652,38
13. Sonstige Steuern 55.335,95 48.848,01
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags
abgeführter Gewinn
2.901.485,93 2.066.804,37
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Sitz der SPIE Energy Solutions GmbH ist Essen, das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Essen. Die Handelsregisternummer lautet HRB 18557.

Der Jahresabschluss der SPIE Energy Solutions GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Alleinige Gesellschafterin der SPIE Energy Solutions GmbH ist die SPIE Efficient Facilities GmbH, Ratingen, mit der ein Gewinnabführungsvertrag besteht.

Die Gesellschaft ist steuerlich in den Organkreis der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen, eingebunden.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform aufgestellt.

In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende "Davon"-Vermerke sind teilweise in den Anhang übernommen worden.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und beträgt für Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten ein bis 15 Jahre, für Mietereinbauten drei Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen drei bis 20 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung bis 22 Jahre. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Abschreibung führt. Geringwertige Anlagegüter von EUR 250 bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung, angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Beschaffungspreisen. Es werden Gängigkeitsabwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Zuschlag für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Erhaltene Anzahlungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt, soweit dadurch die Summe der Vorräte nicht negativ werden. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Zugeteilte Emissionsberechtigungen werden mit einem Erinnerungswert in Höhe von EUR 1,00 bewertet. Der Zeitwert der zugeteilten Berechtigungen beträgt TEUR 655 (Vorjahr: TEUR 684).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet, Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 0,5 % für das allgemeine Kreditrisiko und mit 1 % für Unverzinslichkeit auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorab geleistete Zahlungen gebildet, sofern sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Posten wird planmäßig aufgelöst.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Berechnung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurde für die Pensionsverpflichtungen ein Rechnungszins von 1,83 % p.a. (Vorjahr: 1,79 % p.a.) und für die Jubiläumsverpflichtungen 1,76 % p.a. (Vorjahr: 1,45 % p.a.) gemäß RückAbzinsV sowie für künftige Gehaltssteigerungen 2,85 % p.a. (Vorjahr: 2,85 % p.a.) zugrunde gelegt. Für den Rententrend wurde eine Dynamik von 2,30 % p.a. (Vorjahr: 2,25 % p.a.), für die Fluktuation von 5,0 % p.a. (5,0 % p.a.) sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Dem Zins wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Der von der Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichte Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB) beträgt 1,82%. Dies führt zu keiner wesentlichen Abweichung der Pensionsrückstellung. Aufgrund der anhaltenden hohen Inflation im Geschäftsjahr 2023 sind bei der Berechnung für Renten, die an die Inflation gekoppelt sind, einmalige Rentenanpassungen in Höhe von 15,7% angesetzt für Rentner, die 2024 eine Anpassung nach VPI 1 erhalten werden, sowie 11,4% für Rentner, die 2025 eine Anpassung nach VPI erhalten werden, zusätzlich zum Rententrend berücksichtigt worden. Im Vorjahr wurde eine einmalige Rentenanpassung von 8 % zusätzlich zum Rententrend berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem 7Jahres-Durchschnittszinssatz (1,76 %; Vorjahr: 1,45 %) beträgt für Pensionsverpflichtungen TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 132). Die für diesen Unterschiedsbetrag in § 253 Abs. 6 HGB kodifizierte Ausschüttungssperre ist nach Auffassung des Bundesministeriums für Finanzen auf Gewinnabführungen im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags nicht einschlägig, so dass die SPIE Energy Solutions GmbH den gesamten im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Gewinn an die Muttergesellschaft SPIE Efficient Facilities GmbH abführt.

Ergebniseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Zinsergebnis gezeigt.

Die s onstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Ergebniseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes sowie aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeiten werden im Zinsergebnis gezeigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Vorräte

In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind lagermäßig geführte Ersatzteile zum Bilanzstichtag enthalten.

Die unfertigen Leistungen beinhalten hauptsächlich noch nicht fertiggestellte Lieferungen und Leistungen aus nutzerspezifischen Leistungen und Projekten.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen aus Medienlieferungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Sicherheitseinbehalte mit einer Fälligkeit von 1 bis 5 Jahren in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2).


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 31.643 (Vorjahr: TEUR 30.165).
Diese setzen sich zusammen aus Forderungen aus Cash-Pool TEUR 30.816 (Vorjahr: TEUR 29.180) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 827 (Vorjahr: TEUR 985). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt der Anteil der Forderungen gegen die Gesellschafterin TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 17).

4. Latente Steuern

Die Bildung erfolgt beim Organträger, der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen.

5. Mindeststeuer

Der gebuchte Steueraufwand der Organschaft für das laufende Jahr ist höher als der Wert, der sich aus der Berechnung gemäß Mindeststeuergesetz ergeben würde.

6. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Von den vorhandenen Pensionsverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 2.157 (Vorjahr: TEUR 2.201) wurde der Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 73) abgesetzt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen zum Bilanzstichtag TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 78). Der bilanzierte Wert für die Pensionsverpflichtungen beläuft sich somit auf TEUR 2.082 (Vorjahr: TEUR 2.128). Im Berichtsjahr wurden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 65) mit Zinserträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 6 Zinsaufwendungen) zusammengefasst.

7. Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 16.530.

8. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Personalaufwendungen 1.387 1.720
Gewährleistung 671 624
Noch auszuführende Arbeiten 1.897 1.897
Jahresabschlusskosten 52 59
Übrige sonstige Rückstellungen 38 128
4.045 4.428

Bei den Rückstellungen für Gewährleistungen und noch auszuführende Arbeiten handelt es sich um projektbezogene Rückstellungen.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 16.324 (Vorjahr: TEUR 20.208) setzen sich zusammen aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 397 (Vorjahr: TEUR 2.035), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 10.167 (Vorjahr: TEUR 13.128), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 4.926 (Vorjahr: TEUR 4.643) sowie sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 834 (Vorjahr: TEUR 403).

Die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen TEUR 3.444 (Vorjahr: TEUR 2.320). Diese bestehen aus Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 2.901 (Vorjahr: TEUR 2.067), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 540 (Vorjahr: TEUR 240) und Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 13).

Die Verbindlichkeiten teilen sich im Einzelnen wie folgt auf:

davon mit einer Restlaufzeit von
Summe bis zu 1 Jahr über 1 Jahr über 1 bis
5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Erhaltene Anzahlungen 397.030,02 397.030,02 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.034.614,85) (2.034.614,85) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.166.815,47 9.676.637,97 490.177,50 490.177,50
(Vorjahr) (13.127.999,50) (12.606.955,86) (521.043,64) (521.043,64)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.926.456,88 4.926.456,88 0,00 0,00
(Vorjahr) (4.642.943,59) (4.642.943,59) (0,00) (0,00)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.443.781,46 3.443.781,46 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.320.283,66) (2.320.283,66) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 834.009,81 834.009,81 0,00 0,00
(Vorjahr) (402.875,11) (402.875,11) (0,00) (0,00)
Gesamt 16.324.312,18 15.834.134,68 490.177,50 490.177,50
(Vorjahr) (20.208.433,05) (19.687.389,41) (521.043,64) (521.043,64)

10. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten über TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 114) werden für vorab geleistete Zahlungen gebildet. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden planmäßig und nach entsprechender Leistungserbringung aufgelöst.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Erlöse aus Anlagen- und Einsparcontracting in Höhe von TEUR 9.991 (Vorjahr: TEUR 8.169) sowie Medienlieferungen in Höhe TEUR 50.517 (Vorjahr: TEUR 47.911) (z.B. Lieferung von Strom, Dampf, Wärme, Heiz- und Kaltwasser etc.) an die Vertragskunden. Sie werden ausschließlich im Inland erzielt.

Die Aufteilung nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Fremde 60.374 55.642
Verbundene Unternehmen 3.972 2.472
64.346 58.114

12. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 568 (Vorjahr: TEUR 506) enthalten

13. Materialaufwand

Die Materialaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Energiebezüge 7.996 8.032
Sonstige RHB-Stoffe 21.187 17.638
29.183 25.670
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Ingenieurleistungen 3 26
Sonstige Fremdleistungen 12.381 17.099
12.384 17.125
41.568 42.795

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Umlage Geschäftskosten verbundene Unternehmen 2.598 2.805
Zuführung zu Einzelwertberichtigungen 3 -20
Mieten, Pachten, Nutzungsentgelte 1.523 1.313
Reisekosten 348 335
Beratung 134 68
Kfz-Leasing 220 192
Weiterbildung 181 108
Telefon, Porto 17 30
Versicherungsbeiträge 38 23
Einstellungen Pauschalwertberichtigung -80 81
Abfindungen 115 50
Sonstige 71 596
5.168 5.581

Sonstige Angaben

15. Ausschüttungssperre

Der Zeitwert des Deckungsvermögens liegt zum Bilanzstichtag mit TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 26) über den Anschaffungskosten. In diesem Fall dürfen Gewinne gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe des Gewinns aus Deckungsvermögen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortags mindestens diesem Wert entsprechen.

Von den Eigenkapitalbestandteilen sind zum Bilanzstichtag grundsätzlich TEUR 16.030 (Vorjahr: TEUR 16.030) frei verfügbar. Nach Abzug der ausschüttungsgesperrten Beträge von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 205) verbleibt somit ein ausschüttungsfähiges Eigenkapital in Höhe von TEUR 15.930 (Vorjahr: TEUR 15.825).

16. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 zählte die Belegschaft durchschnittlich 133 Arbeitnehmer (Vorjahr: 140):

2023 Vorjahr
Angestellte 101 101
Gewerbliche 32 39
133 140
Auszubildende & Praktikanten 2 2
135 142

17. Anteilsbesitz

Anteil am
Kapital
in %
Eigen-
kapital
TEUR

Ergebnis

in
TEUR

Ergebnis
des

Jahres

SPIE Energy Solutions Harburg GmbH, Hamburg 65 2.077 683 2022

18. Geschäftsführer

Herr Rainer Hollang, Leiter des Geschäftsbereichs Efficient Facilities der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH.

19. Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans

Bezüglich der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird von § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht.

20. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 25.624 (Vorjahr: TEUR 31.425) beinhalten Forfaitierungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 9.383 (Vorjahr: TEUR 11.884), Sale-and-lease-back-Verpflichtungen in Summe von TEUR 14.978 (Vorjahr: TEUR 18.275), Verpflichtungen aus längerfristigen Büroraummietverträgen mit einem Betrag von TEUR 861 (Vorjahr: TEUR 971) sowie Verpflichtungen aus Pkw-Leasingverträgen mit einem Volumen von TEUR 427 (Vorjahr: TEUR 290). Zusätzlich bestehen finanzielle Verpflichtungen aus gegebenen Bürgschaften in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5).

21. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 58, Deloitte GmbH Wirt-schaftsprüfungsgesellschaft), welches wie im Vorjahr ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen entfiel.

22. Weitere Angaben

Eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der SPIE Energy Solutions GmbH nach § 290 HGB besteht nicht, da die SPIE Energy Solutions GmbH und ihr Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der SPIE SA, Cergy, einbezogen werden und kein Antrag von Minderheitsgesellschaftern zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB vorliegt. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der SPIE SA geprüft und in deutscher Sprache offengelegt werden.

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister unter der Firma der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH veröffentlicht.

22.   Nachtragsberichterstattung

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

 

Essen, den 12. April 2024

gez. Rainer Hollang Geschäftsführung

1 Verbraucherpreisindex (VPI)
Der Verbraucherpreisindex misst monatlich die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in Deutschland für Konsumzwecke kaufen. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat bzw. zum Vorjahr wird als Teuerungsrate oder als Inflationsrate bezeichnet.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
  EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
175.323,89 0,00 0,00 175.323,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 35.100,00 0,00 0,00 35.100,00
  210.423,89 0,00 0,00 210.423,89
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.535.314,01 9.394,66 488.183,12 11.056.525,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
888.571,58 51.540,32 24.791,84 915.320,06
  12.423.885,59 60.934,98 512.974,96 11.971.845,61
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 16.900,00 0,00 0,00 16.900,00
  16.900,00 0,00 0,00 16.900,00
  12.651.209,48 60.934,98 512.974,96 12.199.169,50
  Kumulierte Abschreibungen
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
  EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
175.323,89 0,00 0,00 175.323,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 35.100,00 0,00 0,00 35.100,00
  210.423,89 0,00 0,00 210.423,89
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.429.430,01 279.020,66 488.183,12 10.220.267,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
829.445,58 31.669,32 24.791,84 836.323,06
  11.258.875,59 310.689,98 512.974,96 11.056.590,61
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  11.469.299,48 310.689,98 512.974,96 11.267.014,50
  Nettobuchwerte
  31.12.2023 31.12.2022
  EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
  0,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 836.258,00 1.105.884,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
78.997,00 59.126,00
  915.255,00 1.165.010,00
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 16.900,00 16.900,00
  16.900,00 16.900,00
  932.155,00 1.181.910,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SPIE Energy Solutions GmbH, Essen

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der SPIE Energy Solutions GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE Energy Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

G rundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 12. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer ppa. Julian Gruber, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 05.06.2024 festgestellt.

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